Klick auf das Kreuzchen, wenn Du die Meldung gelesen hast ->

Achtung: In der nächsten Zeit kann es zu unangekündigten und längeren Ausfällen des Forums kommen. Mehr infos in der Ankündigung.
Aktuell:
Umfrage an Langzeit- und Schwerbetroffene im Entzug

Bitte mitmachen, eure Meinung ist uns wichtig


Bist Du neu und weißt nicht, wie du anfangen sollst?

Registriere Dich zunächst und wähle einen Benutzernamen, der mit Deinem echten Namen möglichst wenig zu tun hat, wenn Du anonym bleiben möchtest. Du darfst als Benutzernamen keine Marken- oder Medikamentennamen verwenden. Wenn Du ganz auf Nummer sicher gehen willst, verwende am Besten auch eine Wegwerf-Emailadresse. Wenn Du genaueres wissen möchtest, lies bitte auch unsere Regeln.

Stelle Dich und Dein Anliegen dann in einem neuen Thema vor. Du kannst als neu registrierter erstmal nur im Bereich "Hier bist Du richtig" schreiben. Beachte bitte, dass der Beitrag solange unsichtbar bleibt, bis jemand aus dem Team ihn freigeschaltet hat. Da wir hier viel zu tun haben, kann das eine Weile dauern.

Hier klicken, um Dich zu registrieren.

Hier klicken, um neues Thema im Bereich "Hier bist Du richtig" zu erstellen".

Bitte lies zunächst die "Erste Hilfe" für Deine Medikamentengruppe: Antidepressiva | Benzodiazepine | Neuroleptika

Euer ADFD Team

Anna61: Lorazepam absetzen - ich schaffe es nicht

Benzodiazepine können schon nach wenigen Wochen abhängig machen. Der Entzug dieser Medikamente sollte dann langsam und vorsichtig stattfinden.
Anna61
Beiträge: 78
Registriert: Dienstag, 18.07.17, 18:28

Re: Lorazepam absetzen - ich schaffe es nicht

Beitrag von Anna61 » Montag, 18.06.18, 16:03

Liebe Sigli,

Danke für Deine Antwort.

ich habe kein Diazepam. Ich habe mir jetzt 2 Termine gemacht, am Donnerstag diese Woche Suchtberatung und am Freitag habe ich einen Termin bei meinem Psychiater.

Liebe Clarissa,

auch Dir Danke für Deine Antwort. Ja, das Leben ist voller Stolpersteine.
Glaubst Du, dass ich schon in der Toleranz bin ? Ich meine wenn ja, hätten doch die 0,5 mg heute Mittag gar nicht mehr gewirkt, oder ?
Puh, irgendwie bin ich ganz schön durch den Wind.
Hoffentlich schaffe ich diese beiden Termine Ende der Woche.

LG
Eure Anna
2007: extreme familiäre Belastung dch. schwerst krebskranken Vater, der noch im selben Jahr verstorben ist. Ich kümmerte mich (bin Einzelkind) um meine Mutter, die 250 km entfernt lebte. Zu dieser Zeit nahm ich keine Medikamente. Beruflich hatte ich einen anstrengenden oft 10-Stunden Arbeitstag, am Wochenende fuhr ich zu meiner Mutter, die immer hilfloser wurde, diese Belastung hielt ich noch 3 Jahre, bis 2010, durch.
2010: Entwicklung massiver Angstzustände und Panikattacken, die es mir letztlich unmöglich machten weiter zur Arbeit zu gehen.

2010/2011- 4 Aufenthalte in Psychosomatischen Kliniken, ich wurde arbeitsunfähig entlassen, mir wurde nahe gelegt die EU-Rente zu beantragen, was ich auch getan habe, diese erhalte ich inzwischen unbefristet.

2011: Beginn der Einnahme von Tavor 0,5 mg morgens und Mirtazapin 15 mg abends, damit ich überhaupt noch fähig war die Wohnung zu verlassen.

2013: Dosissteigerung auf 1,0 mg Tavor.
2014: Dosissteigerung auf 2,0 mg Tavor, bis heute.

2014: Versuch auf einer Entgiftungsstation das Tavor zu entziehen. Ich wurde in der zweiten Woche auf Rivotril (hoch dosiert) umgestellt. Das hat mich so umgehauen, dass ich fast nicht mehr fähig war die Treppe hoch- bzw. runter zu gehen. Das Rivotril wurde dann rapide runter dosiert, es war die Hölle ... ich bat um Entlassung. Ich kam kränker aus dieser Klinik als ich reinkam. Zu Hause begann ich dann wieder mit der Tavoreinnahme.

Aktuelle Medikation:
Morgens: 1 mg Tavor
Nachmittags: 1 mg Tavor
Abends: Mirtazapin 15 mg

LinLina
Team
Beiträge: 6252
Registriert: Montag, 14.09.15, 16:20
Hat sich bedankt: 20605 Mal
Danksagung erhalten: 9521 Mal

Re: Lorazepam absetzen - ich schaffe es nicht

Beitrag von LinLina » Montag, 18.06.18, 17:21

Liebe Anna :-)

In der Toleranz wirkt das Medikament grundsätzlich schon noch, aber man braucht viel höhere Dosierungen für die gleiche Wirkung, ein gemeiner Teufelskreis. Du bist ziemlich sicher stark in der Toleranz :? dass die zusätzliche Einnahme dir schnelle Erleichterung von den Symptomen verschafft hat zeigt das deutlich.

Zwischenentzüge vor der nächsten Einnahme sind auch ein Zeichen für Toleranzentwicklung.

Eine Umstellung auf ein länger wirksames Benzo wäre denke ich einen Versuch wert, es ist manchmal zu schwer mit Lorazepam zu entziehen gerade wenn man in der Toleranz ist und auch schon Zwischenentzüge hat.

Du hattest im Dezember geschrieben
Anna61 hat geschrieben:
Donnerstag, 21.12.17, 17:05
Ich will die Umstellung auf Diazepam ambulant mit meinem Psychiater angehen, morgen habe ich ja den Termin.
was war denn damals daraus geworden, hat der Termin stattgefunden? Was meinte der Psychiater zur Umstellung?

Liebe grüße
Lina
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor LinLina für den Beitrag (Insgesamt 2):
ClarissaMurmeline

Im Absetzprozess seit 2014: Lorazepam (Benzo) erfolgreich abgesetzt. Mirtazapin aktuell: 0,001 mg Mein Thread
► Text zeigen
Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.


Anna61
Beiträge: 78
Registriert: Dienstag, 18.07.17, 18:28
Hat sich bedankt: 74 Mal
Danksagung erhalten: 126 Mal

Re: Lorazepam absetzen - ich schaffe es nicht

Beitrag von Anna61 » Montag, 18.06.18, 18:08

Liebe Lina,
er hatte die Befürchtung, dass ich dann auf Diazepam "hängen bleibe", doch grundsätzlich abgeneigt ist er nicht.

Ich hatte die 0,5 mg heute Mittag nicht zusätzlich genommen, sondern meine Nachmittags-Dosis sozusagen "gesplittet".
Die verbliebenen 0,5 mg habe ich, wie immer, um 16:00 Uhr genommen.
Ich habe heute also nicht mehr als meine üblichen 2 mg genommen.

Puh, ich hoffe, das war jetzt nicht zu verwirrend. Du hattest mir mal dazu geraten, die 2 mg Dosis auf 4 x 0,5 mg aufzuteilen.
Vielleicht schaffe ich das mit eisernem Willen. Ich habe auch so Angst vor einer Substitution, ich weiß nicht warum.
Ich bin heute irgendwie so durch den Wind. Lina, es tut mir leid, ich möchte Dir auch nicht Deine wertvolle Zeit stehlen mit meinem Gejammer und Hin und Her.

Hab Dank für Deine Antwort.
Liebe Grüße von Anna
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Anna61 für den Beitrag:
LinLina
2007: extreme familiäre Belastung dch. schwerst krebskranken Vater, der noch im selben Jahr verstorben ist. Ich kümmerte mich (bin Einzelkind) um meine Mutter, die 250 km entfernt lebte. Zu dieser Zeit nahm ich keine Medikamente. Beruflich hatte ich einen anstrengenden oft 10-Stunden Arbeitstag, am Wochenende fuhr ich zu meiner Mutter, die immer hilfloser wurde, diese Belastung hielt ich noch 3 Jahre, bis 2010, durch.
2010: Entwicklung massiver Angstzustände und Panikattacken, die es mir letztlich unmöglich machten weiter zur Arbeit zu gehen.

2010/2011- 4 Aufenthalte in Psychosomatischen Kliniken, ich wurde arbeitsunfähig entlassen, mir wurde nahe gelegt die EU-Rente zu beantragen, was ich auch getan habe, diese erhalte ich inzwischen unbefristet.

2011: Beginn der Einnahme von Tavor 0,5 mg morgens und Mirtazapin 15 mg abends, damit ich überhaupt noch fähig war die Wohnung zu verlassen.

2013: Dosissteigerung auf 1,0 mg Tavor.
2014: Dosissteigerung auf 2,0 mg Tavor, bis heute.

2014: Versuch auf einer Entgiftungsstation das Tavor zu entziehen. Ich wurde in der zweiten Woche auf Rivotril (hoch dosiert) umgestellt. Das hat mich so umgehauen, dass ich fast nicht mehr fähig war die Treppe hoch- bzw. runter zu gehen. Das Rivotril wurde dann rapide runter dosiert, es war die Hölle ... ich bat um Entlassung. Ich kam kränker aus dieser Klinik als ich reinkam. Zu Hause begann ich dann wieder mit der Tavoreinnahme.

Aktuelle Medikation:
Morgens: 1 mg Tavor
Nachmittags: 1 mg Tavor
Abends: Mirtazapin 15 mg

Kaenguru70
Beiträge: 805
Registriert: Donnerstag, 05.04.18, 17:58
Hat sich bedankt: 731 Mal
Danksagung erhalten: 660 Mal

Re: Lorazepam absetzen - ich schaffe es nicht

Beitrag von Kaenguru70 » Montag, 18.06.18, 18:37

Hallo Anna,

So wie du bin ich auch gerade im Entzug von Benzodiazepinen.

Bei mir sind es ca 0,25 mg Alprazolam (entspricht ca 5 mg Diazepam). Zunächst reduzierte ich mit dieser Ausgangssubstanz und stellte den Rest um auf Diazepam.

Die Umstellung war etwas holprig, aber es ist so wunderbar die Zwischenentzüge nicht mehr zu haben.

Wieso ich bei dir schreibe:
als ich deine Frage las, ob du die Menge Tavor auf 4 Portionen aufteilen solltest.
Genau das habe ich gemacht. Ich hatte eine Tablette und die habe ich geviertelt, nach einiger Zeit ein Viertel abgesetzt, dann noch eins und den Rest umgestellt auf Dia.

Dieses wirkt anders als Alprazolam und auch als Tavor, es macht müder. Dennoch kann man damit zurecht kommen.

Dein Arzt hat Sorge, dass du danach von beiden Substanzen abhängig bist finde ich merkwürdig. Man ersetzt ja das eine durch das andere. Ich habe doch jetzt kein Verlangen nach Alprazolam.

Und das man auf dem Dia kleben bleibt glaube ich auch nicht, was all die positiven Beispiele im Forum zeigen.
Mir erscheint es einfacher dieses abzudosieren, weil die HWZ länger ist.

Ich kann dir keine Empfehlung geben, nur berichten, wie ich vorgegangen bin.
Jeder muss seinen Weg finden.

Gutes Gelingen und viele Grüße
Sarah
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Kaenguru70 für den Beitrag (Insgesamt 5):
Ululu 69sigliAnna61MurmelineJofab
► Text zeigen

LinLina
Team
Beiträge: 6252
Registriert: Montag, 14.09.15, 16:20
Hat sich bedankt: 20605 Mal
Danksagung erhalten: 9521 Mal

Re: Lorazepam absetzen - ich schaffe es nicht

Beitrag von LinLina » Montag, 18.06.18, 20:11

Liebe Anna :-)

die Dosis zu splitten ist einen Versuch wert. Aber wenn es zu hart ist, würde ich es mit Diazepam schon in Erwägung ziehen. Ich habe nur 1,5 mg Lorazepam genommen und auch nicht lange, der Entzug war aber sehr hart, gerade am ende. Mit einem länger wirksamem Benzo hätte ich das evtl. erträglicher gestalten können, man weiß es eben nicht wenn man es nicht probiert hat.

Eine Möglichkeit wäre auch, nur eine Teildosis auf Diazepam umzustellen und wenn du damit stabil bist (z.b. mit 10 mg Diazepam und 1 mg Lorazepam) dann erst langsam das Lorazepam raus, so bleibt zumindest ein Teil der Benzos stabiler im Blutspiegel.

Liebe Grüße
Lina
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor LinLina für den Beitrag (Insgesamt 5):
Kaenguru70Ululu 69Anna61JamieMurmeline

Im Absetzprozess seit 2014: Lorazepam (Benzo) erfolgreich abgesetzt. Mirtazapin aktuell: 0,001 mg Mein Thread
► Text zeigen
Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.


Anna61
Beiträge: 78
Registriert: Dienstag, 18.07.17, 18:28
Hat sich bedankt: 74 Mal
Danksagung erhalten: 126 Mal

Re: Lorazepam absetzen - ich schaffe es nicht

Beitrag von Anna61 » Freitag, 22.06.18, 16:14

Liebe Lina,

ich hatte ein langes Gespräch mit meinem Psychiater. Grundsätzlich ist er einer Substitution mit Diazepam nicht abgeneigt, er hat mich darauf hingewiesen, dass Diazepam nicht so schnell anflutet wie Lorazepam und auch weniger angstlösend sei.
Ich meine, dies auch hier im Forum schon gelesen zu haben, oder Du Lina, oder Jamie hattet mir das geschrieben, ich weiß es nicht mehr genau.

Soweit so gut. Er empfahl mir, begleitend mit Beginn der Substitution eine Langzeit-Psychotherapie zu machen. Er empfahl mir eine Psychotherapeutin, die auch Menschen mit Benzoabhängigkeit eine Psychotherapie anbietet (was ja bei weitem nicht alle machen). Diesbezüglich sollte ich zuvor nochmals in der Suchtberatungsstelle vorstellig werden.

Das macht alles Sinn für mich. Ich brauche ein "Netz", was mich ggfs. auffangen kann, wenn der Entzug heftig wird. Zu ihm kann ich auch jederzeit kommen oder anrufen.
Was für mich auch essentiell wichtig ist, dass ich an meiner Grunderkrankung Panik- u. Angststörung und Agoraphobie eben mit Hilfe einer Psychotherapeutin arbeite, was ich eigentlich als Grundstein für meinen Entzug sehe.

Das war der Inhalt unseres heutigen Gespräches.
Ich bin sehr zuversichtlich nach Hause gegangen und ja, ich glaube, dass das ein guter Weg ist. Ich mache mir keinen Druck und versuche alles mit Ruhe und Gelassenheit anzugehen und mir alle Zeit geben die ich brauche.

Lina, hab Dank, dass Du mir immer antwortest wenn ich mal wieder so verzweifelt bin, und Danke an Dich liebe Jamie und Danke an Lisa-Marie und Danke an Katharina und Ululu. Ich bin so froh, dass ich Euch gefunden habe und dass ich hier schreiben kann.
LG
Eure Anna
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Anna61 für den Beitrag (Insgesamt 4):
JamieMurmelineLinLinaKaenguru70
2007: extreme familiäre Belastung dch. schwerst krebskranken Vater, der noch im selben Jahr verstorben ist. Ich kümmerte mich (bin Einzelkind) um meine Mutter, die 250 km entfernt lebte. Zu dieser Zeit nahm ich keine Medikamente. Beruflich hatte ich einen anstrengenden oft 10-Stunden Arbeitstag, am Wochenende fuhr ich zu meiner Mutter, die immer hilfloser wurde, diese Belastung hielt ich noch 3 Jahre, bis 2010, durch.
2010: Entwicklung massiver Angstzustände und Panikattacken, die es mir letztlich unmöglich machten weiter zur Arbeit zu gehen.

2010/2011- 4 Aufenthalte in Psychosomatischen Kliniken, ich wurde arbeitsunfähig entlassen, mir wurde nahe gelegt die EU-Rente zu beantragen, was ich auch getan habe, diese erhalte ich inzwischen unbefristet.

2011: Beginn der Einnahme von Tavor 0,5 mg morgens und Mirtazapin 15 mg abends, damit ich überhaupt noch fähig war die Wohnung zu verlassen.

2013: Dosissteigerung auf 1,0 mg Tavor.
2014: Dosissteigerung auf 2,0 mg Tavor, bis heute.

2014: Versuch auf einer Entgiftungsstation das Tavor zu entziehen. Ich wurde in der zweiten Woche auf Rivotril (hoch dosiert) umgestellt. Das hat mich so umgehauen, dass ich fast nicht mehr fähig war die Treppe hoch- bzw. runter zu gehen. Das Rivotril wurde dann rapide runter dosiert, es war die Hölle ... ich bat um Entlassung. Ich kam kränker aus dieser Klinik als ich reinkam. Zu Hause begann ich dann wieder mit der Tavoreinnahme.

Aktuelle Medikation:
Morgens: 1 mg Tavor
Nachmittags: 1 mg Tavor
Abends: Mirtazapin 15 mg

Kaenguru70
Beiträge: 805
Registriert: Donnerstag, 05.04.18, 17:58
Hat sich bedankt: 731 Mal
Danksagung erhalten: 660 Mal

Re: Anna61: Lorazepam absetzen - ich schaffe es nicht

Beitrag von Kaenguru70 » Freitag, 22.06.18, 18:53

Hallo Anna,

Das hört sich nach einem sehr umsichtigen Arzt an und da hast du schon mal sehr gute Voraussetzungen für einen gelungenen Entzug.
Vielen Dank für deine einfühlsamen Worte bei mir, sie kamen genau zur rechten Zeit.
Die Depressionen sind mit am schwersten zu ertragen und jeder Tag ist anders.
Ich drücke dir die Daumen und bin genauso wie du heilfroh vom Forum begleitet zu werden. Ohne hätte ich das nie geschafft, dafür ist es zu schwer neben meinem Alltag.

Stell vorsichtig das Diazepam in Etappen um, die Moderatoren wissen da am besten Bescheid.
Bestätigen aus eigener Erfahrung kann ich, dass Dia nicht so gut Angst löst, wie Lorazepam oder bei mir Alprazolam. Es macht auch sehr müde.
Vllt ist es von daher schlau, nicht alles umzustellen.
Und dann vllt den Tavor Anteil zu reduzieren.

Aber bitte ich spreche nur aus meiner Erfahrung und meinem angelesenen Wissen.

Gutes Gelingen und liebe Grüße
Sarah
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Kaenguru70 für den Beitrag (Insgesamt 3):
Ululu 69Anna61Jamie
► Text zeigen

Anna61
Beiträge: 78
Registriert: Dienstag, 18.07.17, 18:28
Hat sich bedankt: 74 Mal
Danksagung erhalten: 126 Mal

Re: Anna61: Lorazepam absetzen - ich schaffe es nicht

Beitrag von Anna61 » Montag, 25.06.18, 9:29

Guten Morgen Sarah,

hab' Dank für Deine Antwort.
Ich hoffe, dass Deine schrecklichen Depressionen verschwunden sind, ich weiß zu gut wie sich das anfühlt. Es stimmt, jeder Tag ist anders.

Mir geht es nach dem Gespräch mit meinem Doc besser, ja er ist umsichtig, andererseits klärt er aber auch schonungslos auf, was für Risiken und Gefahren eine Langzeiteinnahme (bei mir sind es jetzt 8 Jahre, zwar low dose, doch trotzdem) in sich birgt.

Wenn ich anfange umzustellen werde ich mich an das liebe Moderatoren- Team wenden.
Ich denke auch es ist schlau nicht alles auf einmal umzustellen. Ich kenne Diazepam nicht und ich habe keine Ahnung, ob ich das vertrage, doch ich bin zuversichtlich.

Zuvor möchte ich jedoch noch meine Termine auf die Reihe kriegen, vor allem hoffe ich, dass das mit der Psychotherapeutin klappt bzw. sie überhaupt Kapazitäten frei hat.

Liebe Sarah, ich schicke Dir liebe Grüße und hoffe, dass Du verschonst bleibst von diesen gruseligen Depressionen. Du bist so tapfer.
Alles Liebe von Anna
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Anna61 für den Beitrag:
Kaenguru70
2007: extreme familiäre Belastung dch. schwerst krebskranken Vater, der noch im selben Jahr verstorben ist. Ich kümmerte mich (bin Einzelkind) um meine Mutter, die 250 km entfernt lebte. Zu dieser Zeit nahm ich keine Medikamente. Beruflich hatte ich einen anstrengenden oft 10-Stunden Arbeitstag, am Wochenende fuhr ich zu meiner Mutter, die immer hilfloser wurde, diese Belastung hielt ich noch 3 Jahre, bis 2010, durch.
2010: Entwicklung massiver Angstzustände und Panikattacken, die es mir letztlich unmöglich machten weiter zur Arbeit zu gehen.

2010/2011- 4 Aufenthalte in Psychosomatischen Kliniken, ich wurde arbeitsunfähig entlassen, mir wurde nahe gelegt die EU-Rente zu beantragen, was ich auch getan habe, diese erhalte ich inzwischen unbefristet.

2011: Beginn der Einnahme von Tavor 0,5 mg morgens und Mirtazapin 15 mg abends, damit ich überhaupt noch fähig war die Wohnung zu verlassen.

2013: Dosissteigerung auf 1,0 mg Tavor.
2014: Dosissteigerung auf 2,0 mg Tavor, bis heute.

2014: Versuch auf einer Entgiftungsstation das Tavor zu entziehen. Ich wurde in der zweiten Woche auf Rivotril (hoch dosiert) umgestellt. Das hat mich so umgehauen, dass ich fast nicht mehr fähig war die Treppe hoch- bzw. runter zu gehen. Das Rivotril wurde dann rapide runter dosiert, es war die Hölle ... ich bat um Entlassung. Ich kam kränker aus dieser Klinik als ich reinkam. Zu Hause begann ich dann wieder mit der Tavoreinnahme.

Aktuelle Medikation:
Morgens: 1 mg Tavor
Nachmittags: 1 mg Tavor
Abends: Mirtazapin 15 mg

Antworten