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Anna61: Lorazepam absetzen - ich schaffe es nicht

Benzodiazepine können schon nach wenigen Wochen abhängig machen. Der Entzug dieser Medikamente sollte dann langsam und vorsichtig stattfinden.
Eva
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Re: Lorazepam absetzen - ich schaffe es nicht

Beitrag von Eva » Donnerstag, 21.12.17, 17:41

Liebe Anna,

es sind schon manchmal gebündelte Situationen, die uns zu schaffen machen.

Ich finde, Du bist in der Lage, gut zu reflektieren und auch zu entscheiden. Mach Dir keine Gedanken, dass Du uns belastest - falls es überhaupt der Fall sein sollte, verteilt sich die Last gut auf verschiedene Häupter bzw. Schultern. Wir dürfen hier sogar mal zickig sein; Hauptsache, wir kriegen uns wieder ein und verstehen einander. :hug:

Liebe Grüße,
Eva

Ein P.S. an Jamie: Oh je, sogar Krankenhaus ... mein Mitgefühl für Dich arg gebeuteltes Wesen. :group:
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Re: Lorazepam absetzen - ich schaffe es nicht

Beitrag von Anna61 » Montag, 22.01.18, 9:58

Hallo Ihr Lieben,
liebe Lina, liebe Eva, liebe Jamie, liebe Ute, liebe Katharina,

wollte Euch ein kurzes Update geben: erstmal hat sich meine private Situation entschärft (mobbene Nachbarin), wohl fühle ich mich in meiner Wohnung trotzdem nicht, sie ist für mich, leider, kein sicherer Ort mehr.

Das Absetzen musste ich nach hinten verschieben, und im Moment geht es mir auch nicht so prickelnd, bin erkältet und so schlapp. Ich glaube, ich packe das mit dem Umstellen und reduzieren zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht.
Das macht mich nicht gerade glücklich. Bin schon froh, dass ich die Dosis mit den 2 mg halten kann und konnte, auch in diesen Stresssituationen, denen ich ausgesetzt war.

Das Neue Jahr ist ja schon wieder voran geschritten, trotzdem wünsche ich Euch Allen noch alles alles Gute für 2018.

Ich lese viel mit, leider kann ich von mir nicht so viel Positives, vor allem was das Absetzen anbelangt, diesbezüglich halte ich mich etwas zurück.
Meinem Hund geht es gut, bin viel draußen, laufe sehr viel, das Laufen und die Natur tun mir gut.

Ich schicke Euch liebe Grüße
Anna
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2007: extreme familiäre Belastung dch. schwerst krebskranken Vater, der noch im selben Jahr verstorben ist. Ich kümmerte mich (bin Einzelkind) um meine Mutter, die 250 km entfernt lebte. Zu dieser Zeit nahm ich keine Medikamente. Beruflich hatte ich einen anstrengenden oft 10-Stunden Arbeitstag, am Wochenende fuhr ich zu meiner Mutter, die immer hilfloser wurde, diese Belastung hielt ich noch 3 Jahre, bis 2010, durch.
2010: Entwicklung massiver Angstzustände und Panikattacken, die es mir letztlich unmöglich machten weiter zur Arbeit zu gehen.

2010/2011- 4 Aufenthalte in Psychosomatischen Kliniken, ich wurde arbeitsunfähig entlassen, mir wurde nahe gelegt die EU-Rente zu beantragen, was ich auch getan habe, diese erhalte ich inzwischen unbefristet.

2011: Beginn der Einnahme von Tavor 0,5 mg morgens und Mirtazapin 15 mg abends, damit ich überhaupt noch fähig war die Wohnung zu verlassen.

2013: Dosissteigerung auf 1,0 mg Tavor.
2014: Dosissteigerung auf 2,0 mg Tavor, bis heute.

2014: Versuch auf einer Entgiftungsstation das Tavor zu entziehen. Ich wurde in der zweiten Woche auf Rivotril (hoch dosiert) umgestellt. Das hat mich so umgehauen, dass ich fast nicht mehr fähig war die Treppe hoch- bzw. runter zu gehen. Das Rivotril wurde dann rapide runter dosiert, es war die Hölle ... ich bat um Entlassung. Ich kam kränker aus dieser Klinik als ich reinkam. Zu Hause begann ich dann wieder mit der Tavoreinnahme.

Aktuelle Medikation:
Morgens: 1 mg Tavor
Nachmittags: 1 mg Tavor
Abends: Mirtazapin 15 mg

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Re: Lorazepam absetzen - ich schaffe es nicht

Beitrag von Katharina » Montag, 22.01.18, 13:22

Liebe Anna!

2mg das ist doch ein Erfolg !
Schau wo Du einmal warst.

Kannst Du nicht damit ein Weilchen stabil bleiben und eine ruhigere Situation abwarten oder einfach den Frühling?

Ich meine mit aller Macht nur um des Absetzens
das tut nicht gut
das macht doppelt Druck, es macht traurig.

Wenn Du da verweilst, wo Du jetzt bist und aufhörst darüber nach zudenken
Anna, dann könntest Du vielleicht einmal tief durchatmen.

Nimm Dir - alsBeispiel - drei Wochen Pause.
Urlaub von dieser schweren Aufgabe.

Das heisst nicht aufgeben
nur pausieren, erholen.

Abstand.

Lass das Forum zu, eventuell,
nimm Distanz.

Tue was Dir gut tut.

Dies Ganze ist richtig und wichtig
aber kann einem auch manchmal über den Kopf steigen ( mir..)

Ich bekomme dann wie eine Art
"Rappel" oder "Koller".

Wenige haben ein Wochende zum Auftanken.

Dann muss ich abschalten vom Thema.

Ich, mich, das Ganze, die Tabletten
Zu viel.

Ich mache dann statisch weiter
ziehe aber hier und da den Stecker.

Das, was für Dich ablenkend sein könnte
das würde ich vordergründig tun.

Herzlich,
Katharina
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Re: Lorazepam absetzen - ich schaffe es nicht

Beitrag von Anna61 » Donnerstag, 19.04.18, 16:07

Hallo Ihr Lieben,

ich bin mir gar nicht sicher, ob Ihr Euch noch an mich erinnert, doch trotzdem wollte ich mich mal wieder melden.
Gerne würde ich Positives berichten, dem ist leider nicht so.

Ich hatte ja berichtet, dass sich die angespannte Situation durch meine mobbende Nachbarin, die mich und meinen Hund als Psycho bezeichnet und meinte, wir müssten beide weg aus dem Haus, entschärft hat.

Ich hatte mich diesbezüglich leider getäuscht, sie kann mich nicht in Ruhe leben lassen, attackiert mich jetzt nicht mehr verbal, stattdessen fängt sie an, wenn der Hund mal kurz bellt von unten, wohl mit einem Besenstiel, an die Decke zu hämmern sowie jedes einzelne Hundehaar aufzusammeln und an meinen Briefkasten zu kleben ...

Soviel zu meiner häuslichen Situation, eine andere, für mich bezahlbare Wohnung in meiner Stadt zu finden ist geradezu utopisch.

Ich nehme immer noch 2 mg Tavor und 15 mg Mirtazapin. Diese Dosis habe ich nie erhöht, egal wie schlecht es mir ging/geht, doch eine Reduzierung bzw. Substitution habe ich bis jetzt noch nicht hinbekommen.

Ich bin oft sehr unruhig und innerlich wie getrieben, (wahrscheinlich zum Teil auch durch die unbefriedigende häusliche Situation) und genau in diesem Zustand bin ich mit voller Einkaufstasche über dem linken Arm und angeleintem Hund an der rechten Hand auf der Treppe gestürzt und habe mir diesbezüglich einen Riss im rechten Knöchel zugezogen.

Der Orthopäde wollte mich zur OP schicken (da fing ich an zu heulen), dann meinte er okay dann machen wir das ohne OP, habe jetzt einen Zinkleimverband und so einen monströsen Walker-Stiefel (das macht man heutzutage anstatt Gips), bin aber nahezu unfähig zu gehen.

Ich habe Unterkunft bei der befreundeten Familie gefunden, bei der ich auch schon Weihnachten war, da ich nicht in der Lage wäre ohne Hilfe mich, geschweige meinen Hund, zu versorgen. Doch ist die Situation hier auch alles andere als einfach.

Ich hatte mich so stark gegen eine OP gesträubt, nicht nur bezüglich meiner Angst vor einer Vollnarkose, sondern auch wegen meiner Benzo-Abhängigkeit. Ich dachte, oh mein Gott, wie werde ich den Ärzten dort erklären, dass ich morgens und nachmittags je 1 mg Tavor brauche .... und werde ich das überhaupt bekommen ... vielleicht bekomme ich das Tavor nicht und rutsche dann in einen Kaltentzug, Horrorszenarien ohne Ende ...

Der Sohn der Familie, wo ich jetzt zur Zeit bin, geht mit meinem Hund Gassi.
Und, wenn ich das jetzt schreibe treibt es mir schon wieder die Tränen in die Augen, ich habe das Gefühl, die Kontrolle über meinen Hund zu verlieren. Mein Hund kommt zwar immer abends zu mir zum Schlafen, doch tagsüber ist er völlig auf ihn fixiert und läuft ihm auch ständig hinterher und ich bilde mir ein, er hört auch nicht mehr so richtig auf mich ...
Das tut mir so unendlich weh.

Heute Nacht habe ich nicht geschlafen, gepeinigt von den Gedanken, ob ich nicht doch eine OP vornehmen lassen soll, meinen Hund in die beste Hundepension gebe die es hier in meiner Stadt gibt (von meinen Ersparnissen könnte ich das finanzieren) und vielleicht so endlich zur Ruhe kommen könnte ... ich weiß es nicht.

Ich könnte auch nach Hause gehen, meine Freundin hat mir angeboten meinen Hund zum Gassi zu holen und für mich einzukaufen. Doch das kann ich nicht von ihr erwarten, sie müsste morgens um 8:00 zum Morgengassi, mittags, nachmittags und abends nur für den Hund zu mir kommen und zusätzlich noch einkaufen, das geht gar nicht. Das kann ich von keinem Menschen verlangen.

Ich bin so verzweifelt, zusätzlich plagen mich Horrorgedanken, ob das mit dem Fuß überhaupt wieder richtig in Ordnung kommt (laut Orthopäde dauert es mindestens noch 4 Wochen). Der Fuß ist immer noch extrem geschwollen, wahrscheinlich auch bedingt durch das warme Wetter ... ich weiß es nicht.

Oh mein Gott, das war jetzt ein halber Roman den ich geschrieben habe und nur Gejammer.

Verzeiht mir bitte.

Doch ich habe das Gefühl, dass mir alles aus den Händen gleitet und ich habe überhaupt keinen Plan, was ich machen soll.

Ich sende Euch viele liebe Grüße
Anna
2007: extreme familiäre Belastung dch. schwerst krebskranken Vater, der noch im selben Jahr verstorben ist. Ich kümmerte mich (bin Einzelkind) um meine Mutter, die 250 km entfernt lebte. Zu dieser Zeit nahm ich keine Medikamente. Beruflich hatte ich einen anstrengenden oft 10-Stunden Arbeitstag, am Wochenende fuhr ich zu meiner Mutter, die immer hilfloser wurde, diese Belastung hielt ich noch 3 Jahre, bis 2010, durch.
2010: Entwicklung massiver Angstzustände und Panikattacken, die es mir letztlich unmöglich machten weiter zur Arbeit zu gehen.

2010/2011- 4 Aufenthalte in Psychosomatischen Kliniken, ich wurde arbeitsunfähig entlassen, mir wurde nahe gelegt die EU-Rente zu beantragen, was ich auch getan habe, diese erhalte ich inzwischen unbefristet.

2011: Beginn der Einnahme von Tavor 0,5 mg morgens und Mirtazapin 15 mg abends, damit ich überhaupt noch fähig war die Wohnung zu verlassen.

2013: Dosissteigerung auf 1,0 mg Tavor.
2014: Dosissteigerung auf 2,0 mg Tavor, bis heute.

2014: Versuch auf einer Entgiftungsstation das Tavor zu entziehen. Ich wurde in der zweiten Woche auf Rivotril (hoch dosiert) umgestellt. Das hat mich so umgehauen, dass ich fast nicht mehr fähig war die Treppe hoch- bzw. runter zu gehen. Das Rivotril wurde dann rapide runter dosiert, es war die Hölle ... ich bat um Entlassung. Ich kam kränker aus dieser Klinik als ich reinkam. Zu Hause begann ich dann wieder mit der Tavoreinnahme.

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Re: Lorazepam absetzen - ich schaffe es nicht

Beitrag von Jamie » Donnerstag, 19.04.18, 16:40

Hallo Anna, :)

das sind ja leider überhaupt keine guten Nachrichten :(.

wenn du bedürftig bist, hast du Anrecht auf einen Wohnungsberechtigungsschein.
Organisiere den dir und dann lässt du dich auf die Liste der Bewerber für Sozialwohnungen bzw. Wohngenossenschaften im sozialen Wohnungsbau etc. setzen.
Attest vom Arzt dazu, dass du in deiner jetzigen Wohnung gemobbt wirst und der Zustand unerträglich ist, sodass deine Gesundheit leidet und gefährdet ist. Das wirkt beschleunigend, zumindest ein wenig.

Das ist natürlich alles kein Allheilmittel, der Wohnungsmarkt ist gnadenlos ausgebrannt, und auch hier wird einige Zeit verstreichen bis du vermutlich das erste Angebot bekommst, aber es wäre immerhin eine Perspektive. Denn das, was du da in deiner jetzigen Wohnsituation mitmachen musst, das ist ja wirklich unerträglich :(

Wegen der OP. Interessant, dass sofort die OP vorgeschlagen wurde und erst dann die konventionelle Therapie mit Eingipsen / Ruhigstellen und speziellem Laufschuh.
Ich würde mir gut überlegen, ob der Doktor nicht einfach schnell Geld mit einer OP verdienen wollte, denn seien wir mal ehrlich, auch nach einer OP bist du wochenlang nicht richtig in der Lage zu laufen. Vielleicht einen Tick besser als jetzt, aber es gibt sich wahrscheinlich nicht so viel.
Das würde ich mir wirklich in Ruhe überlegen, notfalls mit zweiter Meinung.

Dass du in so einem Zustand nicht einfach das Lorazepam absetzen kann, ist natürlich auch klar.
Solltest du dich doch für die OP entscheiden, dann mache einfach kein Aufhebens um die Tavor. Gib es an und wenn nachgefragt wird, dann tue etwas naiv und sage, dein Arzt verordnet dir das wegen einer Angststörung und du kommst gut klar. Und wenn dann irgendwas von abhängig machend etc. kommt, dann sag, oh das hab ich gar nicht so gewusst, wie heftig das Mittel ist, da werde ich wohl nach der OP und Genesung mal schauen, dass ich das Mittel reduziere und absetze...

Niemand darf genötigt werden bei einem Krankenhausaufenthalt einfach seine bis dato eingenommenen Mittel wegzulassen; bringe dir deinen Vorrat selber mit, das machen sehr viele.
Aber evtl. ist eine OP ja gar nicht nötig, sondern die konservative Behandlung reicht aus.

Wegen des Hundes bitte ich Petra (Lisamarie) mal bei dir reinzuschauen.

Grüße
Jamie
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Re: Lorazepam absetzen - ich schaffe es nicht

Beitrag von Katharina » Donnerstag, 19.04.18, 17:04

Hallo,

ich möchte niemanden beunruhigen und wüsste es auch heute nicht besser zu machen :

mir hat man während einer Krankhaus Aufenthalt 'einfach' das lyrika weg genommen
von 300 auf null

es ging mir so schlecht

(Bauchspeicheldrüse - nicht Psychiatrie)


ich habe das nicht mitbekommen

man legte es mir Tage später wieder in meine persönlichen Medikamenten Tasche

ich sagte dann, ok nun lasse ich es, ich wusste es nicht besser.

Vllt braucht man eine Art safe denn Handy etc muss man ja auch sicher haben, wer sollte da drauf auf passen,

Alles Gute
Katharina
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Re: Lorazepam absetzen - ich schaffe es nicht

Beitrag von Anna61 » Donnerstag, 19.04.18, 19:50

Liebe Jamie,

hab' vielen Dank für Deine Antwort.

Deinen Vorschlag bezüglich meiner Wohnsituation finde ich sehr sehr hilfreich, auf diesen Gedanken bin ich noch gar nicht gekommen. Mein Psychiater, der mich schon sehr lange kennt wird mir das mit Sicherheit ausstellen.

Ich bin schon bei einer Wohnbaugesellschaft für Sozialwohnungen angemeldet, seit nahezu 2 Jahren, doch ich werde immer vertröstet, was heißt vertröstet, mir wird auf Nachfrage immer knallhart gesagt zur Zeit wären keine freien Wohnungen vorhanden.

Ich denke mit einem Attest hätte ich auf alle Fälle bessere Chancen. Mein Gott, wäre das eine Erleichterung, wenn das klappen würde.

Ich bin zwar dem Mieterbund beigetreten und könnte kostenfrei einen Anwalt bitten, besagter Nachbarin diesbezüglich ein Schreiben zu schicken, doch davor schrecke ich zurück, da ich denke, dass das dann eventuell eine never ending Story mit dieser Frau geben würde, diese Frau ist voller Hass, total alleine, dauernd hinter dem Fenster, mit sich und der Welt unzufrieden und zudem Eigentümerin ihrer Wohnung.

Ich wäre dem ganzen mit meiner angeschlagenen Psyche nicht gewachsen, das weiß ich.

Die andere Baustelle mit meinem Fuß kläre ich Anfang nächster Woche, da habe ich wieder einen Termin bei meinem Orthopäden.

Ich muss mich zusammenreißen und nicht immer so panisch werden und diese Horrorszenarien, die ich mir immer ausmale, unterlassen. Du hast völlig recht, eine OP würde mich auch nicht schneller fit macht als die konventionelle Therapie.

Ich habe auch furchtbaren Horror vor Kliniken und Ärzten, ich habe da auch schon so so viel Schlimmes erlebt in Bezug auf meinen verstorbenen Vater und einige Jahre später auch mit meiner Inzwischen verstorbenen Mutter.

Ich hatte in letzter Zeit ein paar Tage versucht nachmittags nur 0,5 mg Tavor zu nehmen, es war irgendwie auszuhalten, aber ich war schon entzügig, da brauche ich mir nichts vorzumachen.

Wenn ich den Entzug richtig hinbekommen will muss ich schrittweise auf Diazepam umstellen, das ist mir definitiv klar geworden.

Liebe Grüße von Anna
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2010: Entwicklung massiver Angstzustände und Panikattacken, die es mir letztlich unmöglich machten weiter zur Arbeit zu gehen.

2010/2011- 4 Aufenthalte in Psychosomatischen Kliniken, ich wurde arbeitsunfähig entlassen, mir wurde nahe gelegt die EU-Rente zu beantragen, was ich auch getan habe, diese erhalte ich inzwischen unbefristet.

2011: Beginn der Einnahme von Tavor 0,5 mg morgens und Mirtazapin 15 mg abends, damit ich überhaupt noch fähig war die Wohnung zu verlassen.

2013: Dosissteigerung auf 1,0 mg Tavor.
2014: Dosissteigerung auf 2,0 mg Tavor, bis heute.

2014: Versuch auf einer Entgiftungsstation das Tavor zu entziehen. Ich wurde in der zweiten Woche auf Rivotril (hoch dosiert) umgestellt. Das hat mich so umgehauen, dass ich fast nicht mehr fähig war die Treppe hoch- bzw. runter zu gehen. Das Rivotril wurde dann rapide runter dosiert, es war die Hölle ... ich bat um Entlassung. Ich kam kränker aus dieser Klinik als ich reinkam. Zu Hause begann ich dann wieder mit der Tavoreinnahme.

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Re: Lorazepam absetzen - ich schaffe es nicht

Beitrag von Lisamarie » Donnerstag, 19.04.18, 19:57

Hallo , zu der Situation mit deinem Hund würde ich mir nicht Zuviele Sorgen machen, ich denke du sitzt und liegst viel wegen deinem Bein, da ist deinem Hund langweilig und so schließt er sich dem Sohn an, weil er im Moment wegen deiner Inativität interessanter ist. Aber das heißt noch lange nicht das er den Sohn lieber hat, sondern nur das es im Moment interessanter für ihn ist. Nachts kommt er zu dir, zu seinem Frauchen der sein Herz gehört.

Biete ihm doch tagsüber Spiele an, wie Ball bringen, oder mit Intelligenzspielzeug. Und gönne ihm das er den Sohn im Moment interessanter findet, dadurch verlierst du auch nicht die emotionale Bindung an ihn. Er liebt dich dessen sei dir sicher.

Vor allem wird er spüren das du unsicher wirst was eure Bindung angeht und er wird selber unsicher, weil für ihn völlig klar ist das sein Herz dir gehört und nicht dem Sohn. Mach dir keine Sorgen.
Lg Petra
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2012 noch 5 Monate Mirtzapin,Pipamperon,Levomepromaxin
Bis auf die Praxiten von heute auf morgen kalt abgesetzt, erste Absetzbeschwerden nach sechs Wochen, aber dann
6 Monate heftigste Absetzproblematik.Magendarm 30 Kilo in vier Monaten abgenommen.Halbes Jahr bettlägerig.Schwer suzidal zum stabilisieren fast ein Jahr gebraucht.
Oxazepam reduzieren von umgerechnet 50 mg Diazepam:
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Anna61
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Re: Lorazepam absetzen - ich schaffe es nicht

Beitrag von Anna61 » Donnerstag, 19.04.18, 20:01

Liebe Katharina,

genau diese Befürchtungen habe ich auch, dass ich, falls ich mich für Klinik entscheiden würde, und mich mit meiner Benzo-Abhängigkeit outen würde, je nachdem, an wen ich gerate, mich in eine Situation manöverieren würde, der ich nicht gewachsen wäre, wenn mir das Benzo weggenommen werden würde.

Ich könnte das natürlich auch verschweigen, doch das wäre mir zu riskant, auch bezüglich auf die Narkose.

Ach Katharina, manchmal denke ich, mir geht so langsam die Kraft aus. Doch ich werde weiter kämpfen.

Ich schicke Dir viele liebe Grüße
Anna
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Re: Lorazepam absetzen - ich schaffe es nicht

Beitrag von SuSu » Freitag, 20.04.18, 0:05

Hallo Anna,

Ich bin in derselben Situation wie du. Benzo abhängig und mein Nachbar terrorisiert mich. Ich bin erst vor einem halben Jahr hier eingezogen weil ich eine sehr schwere Beziehungskrise hatte und dort raus musste sonst wäre ich gestorben. Dann ziehe ich in die einzigst mögliche Wohnung ein und was passiert, mein Nachbar über mir ist Alkoholiker und schwer gestört. Er schreit oft Tage hintereinander so laut rum dass ich zusammengekauert im Bett liege und weine.
Auf eine Sozialwohnung warte ich nun auch seit einem Jahr aber es tut sich 0,0 und andere Wohnungen gibt es aufgrund der extremen Wohnungsnot nicht.
Ich bin bei 4mg Diazepam und muss davon runter da das Dia bei mir eine Verhaltensstörung auslöst die mein ganzes Leben zerstört hat. Aber ohne die nötige Ruhe geht es nicht. Zudem bin ich schwer traumatisiert. Ich weiß nur eins, ich hab die Wahl zwischen aufgeben (Suizid) oder durchhalten und hoffen. Du bist nicht allein.

Liebe Grüsse
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sigliAnna61Reiger
27.8.17= 4,5mg Diazepam
16.2.18 = 4mg
21.4.18 = 3,5mg
11.6.18 = 3mg
6.7.18 = 2,5mg
Betablocker Metoprolol niedrigste Dosierung

Diagnosen: schwere Depression, posttraumatische Belastungsstörung, Nebennierenschwäche, Hashimoto, chronisches Erschöpfungssyndrom, KPU, Multiinfektions Syndrom

Eva
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Re: Lorazepam absetzen - ich schaffe es nicht

Beitrag von Eva » Freitag, 20.04.18, 8:17

Liebe Anna,

zwar ist jeder Fall anders, aber auch ich hatte einen Bruch, der nicht operiert wurde und trotzdem total verheilt ist und von dem ich heute nichts mehr merke; allerdings hatte ich das zweifelhafte Vergnügen der "Fußstütze" dann doch über 8 Wochen. Die erforderliche Geduld zu entwickeln ist nicht einfach, aber wir können uns auch an so etwas gewöhnen.

Ich möchte Dir hiermit Mut machen und Dir wenigstens diese Sorge ein wenig nehmen.

Alles Gute und Liebe von mir.
Eva
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Re: Lorazepam absetzen - ich schaffe es nicht

Beitrag von Anna61 » Freitag, 20.04.18, 13:33

Liebe Petra,

hab' Dank für Deine liebe Antwort.

Du hast mir mit Deinen Worten sehr geholfen und ich konnte mich wieder beruhigen.

Es ist in der Tat so, und es ist auch verständlich, dass mein Hund sich nun ziemlich auf den Sohn konzentriert hat, da dieser einfach mehr mit ihm rausgeht. Ich schaffe mit meinem Bein nur sehr sehr kleine Strecken.
Dann guckt er mich immer so an, was schon wieder nach Hause ?

Zu Hause heftet er sich dann wieder an die Fersen des Sohnes wenn dieser da ist, legt sich sogar neben ihn, wenn dieser am PC arbeitet ... ach herrje, hat mir das weh getan.

Heute ist der Sohn bis zum späten Vormittag außer Haus und mein Hundi liegt ständig bei mir. Wenn ich liege legt er sich neben mich, sitze und schreibe ich, so wie jetzt, liegt er neben mir. Nachts kommt er sowieso zu mir.

Wir haben hier einen kleinen Garten, wenn es kühler wird, verstecke ich ihm Leckerli's die er dann suchen muss, er schnüffelt und sucht für sein Leben gerne. Das ganze kann man auch mit kleinen Becherchen im Haus machen.

Bis das Bein wieder heil ist müssen wir da jetzt beide durch und wir schaffen das !

Danke Petra, dass Du Dich bei mir gemeldet hast.

Liebe Grüße an Dich und an Deine Tierchen.

Anna
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2013: Dosissteigerung auf 1,0 mg Tavor.
2014: Dosissteigerung auf 2,0 mg Tavor, bis heute.

2014: Versuch auf einer Entgiftungsstation das Tavor zu entziehen. Ich wurde in der zweiten Woche auf Rivotril (hoch dosiert) umgestellt. Das hat mich so umgehauen, dass ich fast nicht mehr fähig war die Treppe hoch- bzw. runter zu gehen. Das Rivotril wurde dann rapide runter dosiert, es war die Hölle ... ich bat um Entlassung. Ich kam kränker aus dieser Klinik als ich reinkam. Zu Hause begann ich dann wieder mit der Tavoreinnahme.

Aktuelle Medikation:
Morgens: 1 mg Tavor
Nachmittags: 1 mg Tavor
Abends: Mirtazapin 15 mg

Anna61
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Re: Lorazepam absetzen - ich schaffe es nicht

Beitrag von Anna61 » Freitag, 20.04.18, 16:16

Liebe SuSu,

das tut mir so leid, dass Du von Deinem alkoholkranken Nachbarn so terrorisiert wirst. Lärm und Geschrei könnte ich auch nicht ertragen. Das ist so entsetzlich.

Meine mobbende Nachbarin greift mich inzwischen nicht mehr verbal an, doch sie terrorisiert mich auf andere Weise, wie ich ja schon geschrieben hatte.

Ein anderer Mensch würde vielleicht denken, ach, die kann mich mal oder würde sie sogar anschreien, dass sie endlich Ruhe geben soll.

Leider gehöre ich nicht zu diesen Menschen, mir macht das extreme Angst und es macht mich psychisch kaputt.
Ich muss auch von 2 mg Tavor runter und ohne die nötige Ruhe geht das bei mir auch nicht, zumal auch meine Wohnung kein sicherer Ort mehr für mich ist.

Dieses Jahr 2018 fing nicht gut für mich an, und jetzt habe ich mir auch noch ne Fraktur am Knöchel zugezogen, weil ich oft so unruhig, innerlich wie getrieben, unkonzentriert durch die Gegend renne. Ich muss aufpassen.

Ich greife jetzt einfach mal noch den Gedanken von Jamie auf, die mir geraten hat, mir von meinem Psychiater schriftlich bestätigen zu lassen, dass durch das Mobbing meine Gesundheit gefährdet ist und dies an die diversen Wohnbaugesellschaften weiterzuleiten. Ich werde das definitiv umsetzen, vielleicht beschleunigt es das ganze etwas.

Vielleicht wäre das auch etwas für Dich ?

SuSu, gib nicht auf !!!
Du bist nicht alleine.

Deine Anna
2007: extreme familiäre Belastung dch. schwerst krebskranken Vater, der noch im selben Jahr verstorben ist. Ich kümmerte mich (bin Einzelkind) um meine Mutter, die 250 km entfernt lebte. Zu dieser Zeit nahm ich keine Medikamente. Beruflich hatte ich einen anstrengenden oft 10-Stunden Arbeitstag, am Wochenende fuhr ich zu meiner Mutter, die immer hilfloser wurde, diese Belastung hielt ich noch 3 Jahre, bis 2010, durch.
2010: Entwicklung massiver Angstzustände und Panikattacken, die es mir letztlich unmöglich machten weiter zur Arbeit zu gehen.

2010/2011- 4 Aufenthalte in Psychosomatischen Kliniken, ich wurde arbeitsunfähig entlassen, mir wurde nahe gelegt die EU-Rente zu beantragen, was ich auch getan habe, diese erhalte ich inzwischen unbefristet.

2011: Beginn der Einnahme von Tavor 0,5 mg morgens und Mirtazapin 15 mg abends, damit ich überhaupt noch fähig war die Wohnung zu verlassen.

2013: Dosissteigerung auf 1,0 mg Tavor.
2014: Dosissteigerung auf 2,0 mg Tavor, bis heute.

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Anna61
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Re: Lorazepam absetzen - ich schaffe es nicht

Beitrag von Anna61 » Freitag, 20.04.18, 16:47

Liebe Eva,

Danke für Deine so liebe Antwort. Inzwischen hat die Sorge bezüglich meines Beines nachgelassen. Ich denke auch, dass es verheilen wird. Du konntest mir auch ein wenig die Sorge nehmen.

Ich denke, ich habe einfach keine Reserven mehr, ich gerate so schnell in Panik und Angst.
Gestern hatte ich einen relativ guten Tag, heute geht es auch, ich hoffe, ich finde zu mehr Gelassenheit und Geduld.

Ich schick Dir liebe Grüße
Anna
2007: extreme familiäre Belastung dch. schwerst krebskranken Vater, der noch im selben Jahr verstorben ist. Ich kümmerte mich (bin Einzelkind) um meine Mutter, die 250 km entfernt lebte. Zu dieser Zeit nahm ich keine Medikamente. Beruflich hatte ich einen anstrengenden oft 10-Stunden Arbeitstag, am Wochenende fuhr ich zu meiner Mutter, die immer hilfloser wurde, diese Belastung hielt ich noch 3 Jahre, bis 2010, durch.
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2010/2011- 4 Aufenthalte in Psychosomatischen Kliniken, ich wurde arbeitsunfähig entlassen, mir wurde nahe gelegt die EU-Rente zu beantragen, was ich auch getan habe, diese erhalte ich inzwischen unbefristet.

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2014: Dosissteigerung auf 2,0 mg Tavor, bis heute.

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Paulchen16
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Re: Lorazepam absetzen - ich schaffe es nicht

Beitrag von Paulchen16 » Freitag, 20.04.18, 18:47

Ich persönlich finde ja, dass es beim Absetzen immer gut sein kann, wenn man von einem Psychiater begleitet wird. Meiner Erfahrung nach, hilft das besonders dann, wenn man am liebsten alles hinschmeißen und wieder aufgeben möchte. Ist aber natürlich nur meine persönliche Erfahrung, aber vielleicht hilft es ja dem ein oder anderen.

LG
Schließt man alle logischen Lösungen aus, muss die unwahrscheinlichste wohl die einzig richtige sein.

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Re: Lorazepam absetzen - ich schaffe es nicht

Beitrag von Gwen » Freitag, 20.04.18, 19:47

Hallo Paulchen,

herzlich Willkommen hier im Forum!
Bitte stell Dich und Dein Anliegen vor! Dazu kannst Du einen Thread im Bereich neue Teilnehmer/hier bist Du richtig erstellen.

Viele Grüße Gwen
Diagnose: schwere rezidivierende Depressionen
Escitalopram: aktuell 2,0mg (12.03.2018)
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Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Anna61
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Re: Lorazepam absetzen - ich schaffe es nicht

Beitrag von Anna61 » Montag, 18.06.18, 9:58

Guten Morgen Ihr Lieben,

ich wollte mich mal wieder melden.

Gerne würde ich Positives berichten. Leider ist dem nicht so, mir geht es mehr als bescheiden.
Meine OSG-Fraktur ist am abheilen und ich bin mittlerweile diesen "Gipsschuh" los. Ich habe immer noch leichte Schmerzen, kann jedoch wieder mittlere Strecken mit meinem Hund laufen.

Die ganze Geschichte mit dem Bruch und auch der Aufenthalt in der befreundeten Familie, in der ich, während der Zeit als ich kaum laufen konnte war, hat mich 5 kg an Gewicht gekostet. Ich war zuvor schon sehr schlank, doch jetzt bin ich nahe daran untergewichtig zu werden. Im Nachhinein denke ich, dass es ein Fehler war so lange Wochen bei der Familie zu bleiben, zumal dort auch unschöne Sachen passiert sind, gerade in Bezug auf meinen Hund. Ich wurde oft von dem Sohn, der mit ihm Gassi ging im Ungewissen gelassen, ob er jetzt mit ihm geht oder nicht ... mehrmals hatte ich Hundepension in der Familie angesprochen, was jedoch vehement abgeschmettert wurde ...

Ich war in dieser Zeit unfähig mich adäquat durchzusetzen und habe ihn meiner Not eine "Freundin" angerufen (selbst Hundebesitzerin), ob sie ihn ab und zu auf ihre Gassigänge mitnehmen könnte. Sie hat sich dazu bereit erklärt, doch das setzte mich noch mehr unter Druck, da ich nun von ihr total abhängig war. Sie ist eine Frau, die sehr übergriffig ist, und das war in meinem desolaten Zustand absolut kontra-indiziert.

Inzwischen bin ich wieder zu Hause und frage mich, wie soll das alles weitergehen ?
Zum Glück verschont mich meine mobbende Nachbarin und ich habe im Moment nicht den dringenden Handlungsbedarf eine neue Wohnung zu finden.

Ich fühle mich sehr schwach, liegt das an der Gewichtsabnahme oder bin ich inzwischen in der Toleranz mit dem Tavor. Meine Dosis ist unverändert: 1 mg morgens nach dem Aufstehen und 1 mg nachmittags gegen 16:00 Uhr, Mirtazapin 15 mg zur Nacht.

Ich muss dringend von diesen Benzos weg doch wie soll ich das in meinem jetzigen Zustand schaffen ?
Ich hatte heute eine grauenvolle Nacht, Albträume, Schwitzen, aufgewacht mit Panik und Herzrasen. Das 1 mg Tavor hat mich dann schon so weit runtergeholt, dass ich meinen gewohnten Morgenspaziergang und meine Einkäufe erledigen konnte.

Ich glaube, dass mich dieser Gewichtsverlust so extrem schwächt. Doch wie soll ich zunehmen, ich habe überhaupt keinen Appetit. Ich hatte mir schon überlegt mir in der Apotheke das Fresubin zu holen. Ich muss bei Kräften bleiben, ich habe Angst, dass sonst alles zusammenbricht.

Ach, was für unschöne Nachrichten. Das Jahr 2018 war bis jetzt nur schlimm. Sorry, für mein Gejammer.
Ich würde so gerne positives berichten.

Ich schicke Euch viele liebe Grüße
Anna
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2010: Entwicklung massiver Angstzustände und Panikattacken, die es mir letztlich unmöglich machten weiter zur Arbeit zu gehen.

2010/2011- 4 Aufenthalte in Psychosomatischen Kliniken, ich wurde arbeitsunfähig entlassen, mir wurde nahe gelegt die EU-Rente zu beantragen, was ich auch getan habe, diese erhalte ich inzwischen unbefristet.

2011: Beginn der Einnahme von Tavor 0,5 mg morgens und Mirtazapin 15 mg abends, damit ich überhaupt noch fähig war die Wohnung zu verlassen.

2013: Dosissteigerung auf 1,0 mg Tavor.
2014: Dosissteigerung auf 2,0 mg Tavor, bis heute.

2014: Versuch auf einer Entgiftungsstation das Tavor zu entziehen. Ich wurde in der zweiten Woche auf Rivotril (hoch dosiert) umgestellt. Das hat mich so umgehauen, dass ich fast nicht mehr fähig war die Treppe hoch- bzw. runter zu gehen. Das Rivotril wurde dann rapide runter dosiert, es war die Hölle ... ich bat um Entlassung. Ich kam kränker aus dieser Klinik als ich reinkam. Zu Hause begann ich dann wieder mit der Tavoreinnahme.

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Re: Lorazepam absetzen - ich schaffe es nicht

Beitrag von Anna61 » Montag, 18.06.18, 14:46

Hallo Ihr Lieben,

Ich schon wieder:
ich kam um die Mittagszeit in so schreckliche Zustände, dass ich 0,5 mg Tavor von meiner Nachmittags-Dosis (1 mg um 16:00 Uhr) gegen 12:30 genommen habe. Mir ging es binnen 20 Minuten wieder gut. Ich konnte in die Apotheke gehen und habe mir nun das Fresubin geholt, im Rewe richtig gute Fruchtsäfte und ich konnte sogar ein Brötchen essen.

Ich bin mir so unsicher, ob das jetzt an der kurzen Halbwertszeit des Tavors lag und ich in einen ganz schlimmen (wie ich es noch nie hatte) Mini- Entzug geraten bin, oder ob ich schon in der Toleranz bin.

Was meint Ihr ?

Ich muss unbedingt anfangen, das Tavor auszuschleichen. Es war nie der richtige Zeitpunkt, Mobbing dch. Nachbarin, Beinfraktur, jetzt der Gewichtsverlust .... doch wann ist der richtige Zeitpunkt ? Es passieren doch ständig Unannehmlichkeiten im Leben und diese will und kann ich nicht mehr als Vorwand nutzen, das Reduzieren immer weiter nach hinten zu schieben.

Ich muss etwas tun, ich kann diese Zustände, so wie es heute passiert ist, nicht aushalten.


Sorry, schon wieder nur Gejammer.
Liebe Grüße
Eure Anna
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2010/2011- 4 Aufenthalte in Psychosomatischen Kliniken, ich wurde arbeitsunfähig entlassen, mir wurde nahe gelegt die EU-Rente zu beantragen, was ich auch getan habe, diese erhalte ich inzwischen unbefristet.

2011: Beginn der Einnahme von Tavor 0,5 mg morgens und Mirtazapin 15 mg abends, damit ich überhaupt noch fähig war die Wohnung zu verlassen.

2013: Dosissteigerung auf 1,0 mg Tavor.
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Re: Lorazepam absetzen - ich schaffe es nicht

Beitrag von sigli » Montag, 18.06.18, 15:27

Hallo Anna,

gibt es einen Grund, weshalb du nicht zumindest einen Teil des Tavor gegen Diazepam substituierst? Mit dem Diazepam könntest du diese heftigen Entzüge etwas abfedern.

lg von Sigli
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Re: Lorazepam absetzen - ich schaffe es nicht

Beitrag von Clarissa » Montag, 18.06.18, 15:40

Hallo Anna.

Ich meine, es liegt an der kurzen HWZ des Tavor, Du warst im Minientzug und bist in der Toleranz. Wie auch immer, jedenfalls ein Alarmzeichen.

Und ja, der Zeitpunkt passt nie, das Leben ist voller Stolpersteine.

Ich wünsche Dir Akzeptanz und viel Erfolg!

VG von Clarissa.
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bisher als sleepless2014 im Forum unterwegs gewesen, aber nicht mehr schlaflos :party2:
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