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Wib70: Diazepam Tropfen runter dosieren

Benzodiazepine können schon nach wenigen Wochen abhängig machen. Der Entzug dieser Medikamente sollte dann langsam und vorsichtig stattfinden.
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Re: Diazepam Tropfen runter dosieren

Beitrag von Neverthelessw11 » Dienstag, 19.12.17, 16:08

Hallo :)

Ich habe leider nicht genug Erfahrung, um dir einen ordentlichen Rat zu geben, wie du vorgehen kannst. Aber ich wollte dir zum einen Mut zusprechen, dass du nicht alleine bist und hier im Forum viele Anteil nehmen ...! Ich hab damit keine Erfahrung, aber wenn du einmalig die doppelte Menge des Ursprünglichen nimmst, dann ist auch das Stress für dein eh schon zerschossenes ZNS... vielleicht ging es dir deswegen auch nur begrenzt besser...

Zum anderen: kennst du die deutschlandweite Nummer 116117? Dort erreichst du diensthabende Ärzte aus verschiedenen Fachbereichen.. sowohl allgemeinmediziner als auch Neurologen. Diese machen auch ohne Zögern Hausbesuche, wenn man es nicht in die Praxen kommt. Schlecht ist da, dass einen die Ärzte nicht kennen und auch nicht langfristig behandeln, aber vielleicht kann dir zumindest jemand die Angst bzgl. Deines Herzen nehmen, was sicher schon mal positiv wäre. Ich hab damit sowohl positive (ganz tolle wertvolle Gespräche und schonende Behandlung) als auch negative (typische Medikamentenverschreiber mit Enthalpie einer Kartoffel) Erfahrungen gemacht. Aber einen Versuch wäre es doch Wert?

Edit: Auch wenn es nicht der Sinn ist, ich hab in meiner schlimmsten Psychiatriezeit auch manchmal am selben Wochenden 2 mal angerufen, weil je nach dem wer da kam, ganz unterschiedlich Ansätze kamen. Manchmal nehmen die einen per Krankentransport dann auch direkt mit und checken komplett in der Klinik durch. Bei mir fand beispielsweise ein Hausarzt raus, dass meine Herzinfarktähnlichen Symptome eigentlich Magenprobleme sind und konnte mir nach nem EKG etwas für den Magen geben... ging mir innerhalb von Stunden besser als die Monate vorher. Durchchecken lassen... im Zweifel im KH ...wäre sicher eine gute Idee...

LG Never
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Grund der Medikamenteneinnahme: Somatisierungsstörung, Angststörung + (daraus resultierende Verzweiflung aka) Depressionen

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Jamie
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Re: Diazepam Tropfen runter dosieren

Beitrag von Jamie » Dienstag, 19.12.17, 20:24

Hallo Wib, :)

es gibt Menschen, das ist bei den Benzos nicht anders wie auch bei AD und NL, die können - salopp gesagt - nicht mit, aber auch nicht ohne.
Ich fürchte, bei dir trifft das auch zu.
Ich bin mir nicht ganz sicher, was bei dir los ist, aber ich denke du steckst in einer Mischung aus Toleranz, aber auch einer gewissen Unverträglichkeit.

Das würde erklären, warum ein Teil der Beschwerden bei einer Verdoppelung der Dosis abnimmt (hast du sie denn nun einmalig fast verdoppelt bzw. nachgenommen oder nicht? Wieviel nimmst du aktuell?), ein anderer Teil der Symptome aber bleibt (--> NW bzw. Unverträglichkeitsanzeichen).

Ich fürchte in so einem Zustand bleibt einem nichts Anderes übrig als das Medikament langsam auszuschleichen und die Zähne zusammenzubeißen und sich auf eine nicht ganz leichte Zeit einzustellen.

Nochmal zum Herzklopfen / - Rasen.
Dein Arzt ist nicht sonderlich gut informiert.
Betablocker senken in Normaldosen durchaus den Blutdruck, das stimmt.
In Niedrigdosen allerdings wirken sie fast ausschließlich pulssenkend und wirken sich nicht auf dem Blutdruck aus.

Es gibt eine ganze Reihe von Betroffenen im Entzug, mich auch, die hier im Forum bei Bedarf einen Krümel Betablocker nehmen, weil sie die gleichen Probleme haben wie du.
Ich beiße bei nächtlichen Herzrasattacken zB ein Drittel von meiner 1,25mg Tablette Bisoprolol ab und 20min später ist schlägt das Herz langsamer und Ruhe kehrt ein; der Blutdruck bleibt unbeeinflusst.
Ich denke es würde Sinn machen auf ein solches Medikament zu insistieren und es als Bedarf zu nehmen; es würde dir auch mehr Sicherheit geben.
Ich hoffe du findest einen kooperierenden Arzt.

Grüße
Jamie
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Re: Diazepam Tropfen runter dosieren

Beitrag von Wib70 » Samstag, 14.04.18, 17:22

Hallo ihr Lieben, bin mal wieder da.

Also weiterhin der Zustand, kein Arzt nimmt auf und ich hänge hier in meinen vier Wänden fest.
Zum Diazepam, nehm immer noch 5 Tropfen weil ich es nicht schaffe :-(
Hab aber das Gefühl das es nicht mehr wirkt.
Bin seit Tagen Aggressiv, Unruhe ganz schlimm und Schweißausbrüche, Zittern und Frieren.
Der Körper bekommt doch das Medi, wieso gehts mir immer schlechter?
Dia hat doch nun mal von allen die längste HWZ.
Können doch keine Entzugssymptome sein, da ich ja nicht absetze oder ausschleiche.
bin völlig am Ende und hab Angst hier meine komplette Wohnung zu zerlegen.
Von 2012-2016 Antidepressiva
50 mg Sertralin Morgens
100 mg Trimipramin Abends
100 mg Trimipramin zur Nacht
50 mg Melperon zur Nacht
Bis Dezember 2016 alles ausgeschlichen

Seit April 2017 Diazepam-Tropfen bei Bedarf gegen Angststörung und Herzrhythmusstörungen
Seit Juni täglich zur Nacht 5-8 Tropfen - umgerechnet ca. 2,5-3,5 mg
Seit September versucht runter zu Dosieren, klappt nicht
Jetzt das Gefühl, keine Wirkung mehr, auch bei niedriger Dosis
Runter Dosierung klappt weiterhin nicht
Aber bis auf gestern als Ausnahme wo ich 10 Tropfen nahm
Weiterhin bei 5 Tropfen

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Re: Diazepam Tropfen runter dosieren

Beitrag von Jamie » Samstag, 14.04.18, 21:14

Hallo wib, :)
Der Körper bekommt doch das Medi, wieso gehts mir immer schlechter?
Das nennt sich Toleranz.
Du müsstest hochdosieren, um die Effekte zu haben, die du von früher kennst.
Deswegen sind Benzos ja so heimtückisch.
Irgendwann hilft die halbe Tablette nicht mehr, und nach drei Wochen auch die dreiviertel Tablette nicht mehr und einen weiteren Monat später ist man dann schon bei einer Tablette und so geht das immer weiter...

So kommt es auch zustande, dass Leute teilweise auf 6 Tabletten Tavor oder 50mg Diazepam festhängen; durch die Toleranz und die dadurch entstehenden Entzugssymptome müssen sie immer höher und höher mit der Dosis.
Man kann bei Benzos also diese nehmen und trotzdem entzügig sein (das hat dann nichts mit Halbwertszeit zu tun!) und das wird bei dir der Fall sein.

Es tut mir leid, dass es dir so elend geht :(, aber du bräuchtest wirklich dringend einen Arzt, der dir weiterhin Diazepam verschreibt, damit du das Absetzen in Angriff nehmen kannst.

Ziel wäre es erst mal ein wenig aufzudosieren, um sich zu stabilisieren und zumindest die akuteste Entzügigkeit abzufangen und dann langsam auszuschleichen.

Lassen sich die Ärzte nicht mal auf Privatrezepte ein?
Hast du es explizit mal bei einem Suchtmediziner probiert?

Grüße
Jamie
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Re: Diazepam Tropfen runter dosieren

Beitrag von Nature » Samstag, 14.04.18, 21:17

Hallo ,
Ich bin dir vieleicht keine Große Hilfe ,weil ich selber in dem Boot sitze.
Aber mir ging es vor ca 3 Wochen auch so ,
Ich hätte schweißausbrüche ,ich zitterte so das ich kaum ein Glas halten konnte und frierte viel.
Mein Zustand war echt schlimm.
Ich hatte auch das Gefühl das Diazepam null Wirkung mehr hat.
Und meldete mich hier an weil ich einfach am Ende war.
Kann es vieleicht sein das dein Nervensystem total gereitzt ist ,durch die wechselnen gaben der Tropfen.
Mir und meinem Körper hat es ruhe gebracht in dem ich die Dosis immer zu selben Zeit nehme,vieleicht wäre es eine Überlegung deine Dosis vieleicht zu teilen ,du hattest geschrieben das es dir mit 10 Tropfen besser ging.
Vielleicht wäre es ein Versuch 5 Tropfen morgens und 5 Abends zu nehmen.
Ich wollte auch nicht hoch dosieren weil ich eine ganze Zeit bei 4×morgens und 4 × Abends war.
Aber mein Zustand war eine Kathastrophe ich hatte trotz den Tropfen null das Gefühl das es mir hilft.
Dann habe ich meine Dosis erhöht obwohl es mir gar nicht passte ich wollte das Zeug los werden.
Ich habe dann 6×6×6 Tropfen genommen nach 4 Tagen ging es mir viel besser.
Und ich dosiere jetzt wirklich langsam ab.
Und ich nehme die Tropfen immer zu selben Zeit.
Sonst bleibt dir nur die Option es auszusitzen .
Es tut mir sehr leid das es dir so schlecht geht.
Wenn es gar nicht mehr geht geh in eine Ambulanz.
Wir haben hier z.b von der LVR eine Not Ambulanz für Menschen wie uns .
Ich hoffe das es dir bald besser geht .
Und diese Aggressivität und die innere Unruhe haben mich in den Wahnsinn getrieben.
Was mir bei mir noch aufgefallen ist ,wenn ich Kaffee oder grünen oder brennessel Tee trinken wird es viel schlimmer.
Daher meide ich das gerade.
Lg
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2012 nach dem Unfall Diazepam Ratiopharm Tropfen und mirtrazipin unregelmäßig
2013 ohne Probleme abgesetzt beides.

Januar 2017 3 ×15 Tropfen Diazepam Ratiopharm
Und 15 Tropfen Promethazin neuraxpharm.
September 2017 wir verlieren unser Baby Ende der 10ssw.
Diazepam und promethazin bedarf außer Kontrolle.
Ich nehme viel wenn ich den Schmerz die Trauer nicht trage wie viel keine Ahnung.
Dezember 2017 Diazepam Stopp komplett auf null.
So geht es nicht weiter
Versucht den Entzug aufzufangen mit promethazin immer bei Bedarf und Baldrian.
Nach 2 Wochen Abbruch ich dachte ich werde irre.
Diazepam Ratiopharm wieder eingeschlichen
Ca 8×8×8 Tropfen
Und 15 Tropfen Promethazin wieder nur Abends.
Am 5.3 nur noch 4 ×4 Tropfen Diazepam Ratiopharm und Abends 15 Tropfen Promethazin
Am Mittwoch den 14.3.2018 ich kann nicht mehr neuer Arzt
Von da an 4× 4 Diazepam und 10 mg doxipin erst mal kein Promethazin.
Am 17.3.2018 4×4 Diazepam Ratiopharm
10 mg doxipin und 15 Tropfen Promethazin ich konnte endlich mal schlafen.
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Alles auf Anfang.
9 mg Diazepam und 15 mg Promethazin

11.04.2018
8 mg Diazepam und 15 mg Promethazin
17.04.2018
7.5 mg Diazepam und 14 mg Promethazin
22.04.2018 unruhig zittern und den Drang nach Diazepam ich versuche durchzuhalten
30.04.2018 7
7 mg Diazepam und 14 mg Promethazin.
13.5.2018 6.5 mg
01.06.2018 .6 mg Diazepam und 13 mg Promethazin
12.06.2018 _/ 5 mg Diazepam 13 mg Promethazin
04.07 .2018 4.5 mg Diazepam 13 mg Promethazin
02.08.2018 4 mg Diazepam 14 mg Promethazin
18.08.2018 3.5 mg Diazepam 14 mg Promethazin

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