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Jamie
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Re: Schwerer Benzoentzug, Haut/Allergie

Beitrag von Jamie » Donnerstag, 23.11.17, 16:46

Hallo Mimi,

Allergietests auf spezielle Wirkstoffe können meines Wissens nach nur in Unikliniken und spezialisierten Allergieambulanzen gemacht werden.
Ferner muss man bei einer allergischen Reaktionen unterscheiden, ob darauf mit einer schweren sofortigen Reaktion (zB anaphylaktischer Schock) oder verzögert reagiert wird (dann zB mit Juckreiz, Quaddeln etc.).

Ich halte es für problematisch, dass deine Reaktionen immer schwerer ausfallen.
Nesselsucht ist nicht zu verharmlosen.
Meines Erachtens gehörst du morgen früh sofort zum Allergologen oder zumindest zum Hausarzt, der dir ein Notfallset gegen schwere Allergiereaktionen aufschreiben sollte.
Sicher ist sicher.
Dazu gehört auf jeden Fall Cortison (zB flüssig wie Celestamine N 0,5 liquidum, immer bei dir tragen) und wenn ganz schwere Reaktionen zu erwarten sind, auch ein Notfallset mit Epinephrininjektor (zB AnaPen, immer bei dir tragen).

Das Clonazepam würde ich nicht mehr anrühren!

Leider kann ich dir nicht sagen, ob das Duloxetin der Schuldige ist. Das kann auch sehr gut möglich sein, oder verstärkt sich gegenseitig.
Von allen Benzos mit längerer HWZ ist Clonazepam bereits das, was nicht ganz so verdächtig in Bezug auf Histamin ist, aber da du es nicht verträgst, ist das keine Option.
Möglich wäre vielleicht noch so ein mittelwirksames wie Bromazepam, aber da kann ich nichts versprechen.
Ich glaube, dein ZNS und Körper ist völlig hypersensibilisiert und überreizt und es tut mir sehr leid, in welcher Zwickmühle du steckst. :hug:

Ich hoffe du kriegst Hilfe, zumindest schon mal in Form von Notfallmedikamenten. Damit lebt es sich doch einen Tick sicherer.

Grüße
Jamie
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Mimi79
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Re: Schwerer Benzoentzug, Haut/Allergie

Beitrag von Mimi79 » Freitag, 24.11.17, 11:03

Hallo,
mein Versuch, auf Diazepam umzusteigen, ist kräftig misslungen. Ich habe gestern 4 Tropfen (2 mg) eingenommen, und mit Herzrasen, starker Angst und auch wieder Juckreiz reagiert. Das werde ich definitiv bleiben lassen.
Heute früh konnte ich nur zur Hausärztin, die meinte, ich müsse unbedingt das Duloxetin auch absetzen, da man einfach nicht sagen kann, ob die Hautprobleme nun vom Clonazepam oder Duloxetin kommen.
Ich soll das Duloxetin auf keinen Fall mehr nehmen, was mich verunsichert, da ich seit Januar ja konstant 60 mg genommen habe.
Falls ich starke Probleme bekomme, wovon sie nicht ausgeht (...), soll ich 20 mg Citalopram nehmen.
Ich bin irritiert, zumal ich gerade im Beipackzettel gelesen habe, dass Citalopram auch häufig Hautausschlag und Juckreiz verursachen kann. Und ist Citalopram nicht auch mit Duloxetin verwandt ?
Nun ja... ich habe das Gefühl, jeder weitere Arztbesuch macht mich noch mehr kirre.
Stimmungsmäßig geht es mir, trotz der schlimmen Nacht, bis auf leichte Unruhe, ganz gut.

Edit:
Wäre es wohl möglich, dass ich auf einen Zusatzstoff der Clonazepamtropfen reagiere und die Tabletten vertrage ? Ich hatte da von Anfang an nach dem Einnehmen der Tropfen ein taubes Gefühl auf der Zunge. Vielleicht spinne ich aber auch herum :roll:
Und mit den 0,5 mg Tabletten kann man schwer abdosieren, da selbst beim Vierteln in 0,125 mg alles in Krümel zerfällt.


Viele liebe Grüße,
Mimi
aufgrund von Absencen, die mit Panik und DR einhergingen:
2004-2005 Escitalopram, problemlos abgesetzt

ab 2006 Clonazepam i.v. bekommen, Anschlussbehandlung mit Clonazepamtabletten 2 mg (im Laufe der Jahre bis zu 3 x 3 mg/d , überwiegend und zuletzt 2 x 3 mg)

2007 Topiramat (bis 09/17)

2014 Diagnose schwere Depression bekommen, diese war durch Clonazepam ausgelöst
zwei Klinikaufenthalte.
Ich sollte Topiramat erhöhen, was eine Verschlimmerung der Depression bewirkte.

2015 zuerst erneut Escitalopram (wirkungslos), dann Sertralin, Citalopram 30 mg
Citalopram wirkte einigermaßen, ich war jedoch dauermüde und kraftlos.

Januar 2017 bis heute: Duloxetin 60 mg

September 2017: Topiramat erfolgreich abgesetzt

ab Juli 2016 Clonazepam abdosiert.
viel zu schnell, das erste Mal 0 mg im Oktober 2017.
Notaufnahme, wieder 0,75 mg eindosiert.
November 2017: 0,5 mg
bis August 2017: herunterdosiert bis 0,375 mg
ab September 2017: Umstieg von Tabletten auf Tropfen
Oktober: 0,2 mg
18. - 20.11. 0 mg
21.11. 0,1 mg wieder eindosiert
seit 23.11.2017 0 mg

Während des Abdosierens: schnelle Verbesserung der Stimmung, weniger DR und DP.
Entzugssymptome: zuerst Haarausfall (evtl auch vom Topiramat), Panikattacken, Knochenschmerzen, Schwindel, Gangunsicherheit, Durchfall, Gewichtsabnahme bis ins Untergewicht, Sehstörungen (von - 2,5 Dioptrien auf nun - 4,75), Taube Gliedmaßen, Unwirklichkeitsgefühle, Zwangsgedanken (mir oder anderen etwas anzutun).
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Im Mai 2017 das erste Mal Hautausschlag. Laut Hautarzt Urtikaria durch Pollen, mit Rupatidin und Prednisolon behandelt

Oktober 2017 erneut Hautausschlag, dieses Mal mit schwerem Juckreiz. Prednisolon bis 50 mg, immer wieder abgebrochen, weil heftige Angst und Reizbarkeit als NW.
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November 2017:
L- Thyroxin 100 mcg
Duloxetin 30 mg
Clonazepam 0,2 mg

Aktuell (Juni 2018):
L- Thyroxin 88 mcg
Venlafaxin 150 mg
Conazepam auf Null seit 03.06.2018

12.06. wieder 0,1 mg eindosiert

Symptome: ängstlich, Agoraphobie, Erschöpfung und Müdigkeit, Schweregefühl, Taubheitsgefühle, starke Kopf- und Gesichtsschmerzen

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Re: Schwerer Benzoentzug, Haut/Allergie

Beitrag von LinLina » Freitag, 24.11.17, 11:13

Liebe Mimi :-)
mein Versuch, auf Diazepam umzusteigen, ist kräftig misslungen. Ich habe gestern 4 Tropfen (2 mg) eingenommen, und mit Herzrasen, starker Angst und auch wieder Juckreiz reagiert. Das werde ich definitiv bleiben lassen.
Dann ist sehr wahrscheinlich, dass du mit einer Histaminproblematik zu tun hast. Ich weiß gerade nicht, hattest du dich damit schonmal beschäftigt, auch was die Ernährung angeht? Vielleicht könntest du es so etwas abmildern.
Heute früh konnte ich nur zur Hausärztin, die meinte, ich müsse unbedingt das Duloxetin auch absetzen, da man einfach nicht sagen kann, ob die Hautprobleme nun vom Clonazepam oder Duloxetin kommen.
Das Duloxetin jetzt auf Verdacht kalt abzusetzen finde ich ein bisschen heftig, ich bin mir aber unsicher. Es besteht die Möglichkeit, dass dein Zustand sich durch das Absetzen noch verschlechtert, leider :?

Kannst du nochmal mit deiner Ärztin reden und vorschlagen es erstmal zu reduzieren? Auch das wird direkt nach dem Benzoentzug wahrscheinlich noch schwierig genug sein.
Falls ich starke Probleme bekomme, wovon sie nicht ausgeht (...), soll ich 20 mg Citalopram nehmen.
Citalopram ist ein anderer Wirkstoff mit einer teilweise anderen Wirkweise, deswegen kann es mögliche Absetzsymptome vom Duloxetin nicht abfangen, das ist ein häufiger Irrtum von Ärzten :-(
Ich bin irritiert, zumal ich gerade im Beipackzettel gelesen habe, dass Citalopram auch häufig Hautausschlag und Juckreiz verursachen kann. Und ist Citalopram nicht auch mit Duloxetin verwandt ?
Es ist insofern verwandt, als dass es als Serotonin-Wiederaufnahme hemmer wirkt (SSRI). Duloxetin ist ein SNRI, wirkt also vorrangig auch als Serotonin und aber auch Noradrenalin Wiederaufnahmehemmer. Ob du es vertragen würdest, kann man nicht vorraussagen.
Nun ja... ich habe das Gefühl, jeder weitere Arztbesuch macht mich noch mehr kirre.
Stimmungsmäßig geht es mir, trotz der schlimmen Nacht, bis auf leichte Unruhe, ganz gut.
Ich kann mir vorstellen dass dich das alles sehr verunsichert. Hast du wie Jamie :-) empfohlen hat, einen Termin mit einem Allergologen? Vielleicht gibt es doch eine Möglichkeit zu testen, ob das Duloxetin eine echte Allergie auslöst bei dir bzw. das zumindest auszuschließen?

Liebe Grüße
Lina
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Re: Schwerer Benzoentzug, Haut/Allergie

Beitrag von Mimi79 » Freitag, 24.11.17, 16:50

Hallo !

Dann war es erstmal gut, dass ich noch kein Citalopram genommen habe. Vielen Dank für den Hinweis.
Ja, einen Termin beim Allergologen habe ich, allerdings erst Ende Dezember, obwohl ich es dringlich gemacht habe.
Meine Hausärztin meinte, wenn es eine Nebenwirkung des Duloxetins ist, und keine echte Allergie, könne man das nicht testen.

Ich habe auch vorgeschlagen, wenigstens mit einem Zwischenschritt mit 30 mg zu reduzieren, aber sie hat darauf bestanden, dass ich es sofort weglasse.

Ich meine, hier im Forum von euch gelesen zu haben, dass man bei ADs bis zu sechs Wochen nach dem Absetzen wieder eindosieren kann ? Bitte berichtigen, wenn ich falsch liege.
Dann könnte ich ja, wenn das Absetzen bezgl der Haut nichts bringt, und ich aber starke Absetzsprobleme bekomme, wieder eine kleine Dosis eindosieren.

Die Frage ist nur, wie schnell müsste sich die Haut (besonders der Juckreiz) bessern, nachdem ich das Duloxetin weggelassen habe ? Dauert das einen Tag, mehrere Tage, Wochen ? Kann man da nach der Halbwertszeit eines Medikaments gehen ?
Die letzte Kapsel habe ich gestern mittag genommen. Heute also keine mehr. Trotzdem juckt es noch ziemlich.

LG Mimi
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Re: Schwerer Benzoentzug, Haut/Allergie

Beitrag von sigli » Freitag, 24.11.17, 17:35

Hallo Mimi,

ich habe in deiner Signatur gelesen, dass du L-Thyrosin nimmst. Bist du denn schilddrüsenmäßig gut eingestellt? Bist du da in ärztlicher Kontrolle?

Ich selbst hatte vor über 20 Jahren eine üble Schilddrüsengeschichte mit den schlimmsten Symptomen, u.a. auch mit Hautausschlägen, Angstzuständen etc. Ich dachte damals, ich verliere den Verstand. Ich habe mich selbst nicht mehr gekannt. Vielleicht spielt das ja in deine Absetzsymptomatik mit rein.

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Re: Schwerer Benzoentzug, Haut/Allergie

Beitrag von Mimi79 » Freitag, 24.11.17, 18:03

Hallo Sigli,
ja, ich bin regelmäßig zur Blutabnahme und es passt soweit immer mit der Einstellung. Die 100 mcg nehme ich jetzt schon lange und hatte noch nie Probleme.
Vielen Dank für den Tipp,

und LG
Mimi
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Re: Schwerer Benzoentzug, Haut/Allergie

Beitrag von LinLina » Freitag, 24.11.17, 18:42

Hallo mimi :-)
Meine Hausärztin meinte, wenn es eine Nebenwirkung des Duloxetins ist, und keine echte Allergie, könne man das nicht testen.
Das ist richtig. Ich bin mir nicht sicher, aber ich meine eine echte Allergie wäre gefährlicher, und deswegen gut zumindest das auszuschließen aber ich weiß es nicht genau.
Ich meine, hier im Forum von euch gelesen zu haben, dass man bei ADs bis zu sechs Wochen nach dem Absetzen wieder eindosieren kann ? Bitte berichtigen, wenn ich falsch liege.
Die 6 Wochen sind nur ein ungefährer Richtwert, wo man oft das Medikament noch verträgt. Dennoch ist das abrupte Absetzen sehr problematisch denn teilweise bleiben Symptome trotz wieder Eindosierung noch recht lange bestehen, und die Stabilisierung ist schwer, da das Absetzen das ZNS durcheinanderbringt, und es gibt eben auch Menschen die auch innerhalb der 6 Wochen nicht mehr eindosieren können. Umso früher man wieder eindosiert umso besser sind die Chancen sich dadurch schnell wieder stabilisieren zu können und weiteren Problemen vorzubeugen.
Dann könnte ich ja, wenn das Absetzen bezgl der Haut nichts bringt, und ich aber starke Absetzsprobleme bekomme, wieder eine kleine Dosis eindosieren.
Das wäre dann die Notlösung, aber es gibt keine Garantie dass es funktioniert.
Die Frage ist nur, wie schnell müsste sich die Haut (besonders der Juckreiz) bessern, nachdem ich das Duloxetin weggelassen habe ? Dauert das einen Tag, mehrere Tage, Wochen ? Kann man da nach der Halbwertszeit eines Medikaments gehen ?
Die letzte Kapsel habe ich gestern mittag genommen. Heute also keine mehr. Trotzdem juckt es noch ziemlich.
Das weiß ich leider nicht. Rein nach der Halbwertszeit kann man nicht gehen, da es auch nach Elimination des Medikaments aus dem Körper noch eine Weile dauern kann bis Nebenwirkungen verschwinden.

Die mittlere HWZ wird in der Fachinformation mit im Mittel 12 Stunden angegeben https://www.fachinfo.de/pdf/008807 wobei sie bei Frauen eher höher ist, ich würde von 15 Stunden ausgehen.

Man geht davon aus dass nach 5 HWZ das Medikament weitestgehend abgebaut ist, also bei 15 Stunden wären das 75 Stunden bzw. etwas mehr als 3 Tage.

Danach würde ich noch mindestens einige Tage drauf geben zum möglichen Abklingen der Symptome. Minimum wäre denke ich eine Woche, um deine Reaktion abschätzen zu können, wahrscheinlich eher zwei, aber das ist nur eine Vermutung.

Allerdings bin ich sehr besorgt und nicht sicher ob es eine gute Idee ist jetzt testweise das Duloxetin komplett abzusetzen :? aber ich verstehe auch, dass du sicher gehen möchtest nicht auf das Medikament zu reagieren. Es könnte allerdings sogar sein, auch wenn die Hautreaktionen eine Nebenwirkung ist, dass das Absetzen trotzdem die Hautreaktion verschlimmert. Das klingt paradox, aber liegt daran dass das Absetzen eben auch Stress auslöst und neue Veränderungen im Nervensystem. Ich weiß es nicht :?

Überlege es dir nochmal und wäge alles gut ab.

Liebe Grüße
Lina
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Re: Schwerer Benzoentzug, Haut/Allergie

Beitrag von Mimi79 » Samstag, 25.11.17, 10:56

Guten Morgen !
Da habe ich wohl sowohl Clonazepam als auch Duloxetin "ungerechterweise" verdächtigt:
Ich war gestern abend noch bei der Hausärztin, weil ich eine Überweisung vergessen habe, und sie hat mich mochmal wegen der Haut ins Sprechzimmer geholt.
Nach einer akribischen Durchsicht meines Kalenders im Handy (ich notiere seit Beginn des Clonazepams- Absetzens jeden Tag was ich einnehme), haben wir noch etwas gefunden:
Ich habe von 14.-24. Oktober Lamotrigin eingenommen, welches mir mein Neurologe wegen der Migräneauren verschrieben hatte (als Versuch). Am siebten Tag der Einnahme ist der Hautausschlag wohl gravierend aufgetreten, weil ich am achten Tag Prednisolon eingetragen habe.Dieses hab ich nach zwei Tagen aber wieder abgesetzt, weil ich die Einnahme des Lamotrigins beendet habe und dachte, damit wäre es gut.
Drei Tage später hab ich dann nochmal hochdosiert Prednisolon bekommen. Auch diese Einnahme wegen Nebenwirkungen wieder angebrochen.
Ich war der Überzeugung, dass sich ein Hautausschlag wieder von selbst regelt, wenn man das entsprechende Medikament absetzt.
Laut meiner Ärztin ist das nicht so, gerade bei Prednisolon sei es wichtig, trotz Besserung noch ein paar Tage weiter einzunehmen.
Lamotrigin ist für schwere Hautprobleme wohl bekannt.

Ich nehme nun drei Tage 16 mg Methylprednisolon und drei Tage noch 8 mg.
Die ersten 16 mg hab ich heut früh schon genommen und schon wieder Magenschmerzen und Unruhe, aber da muss ich wohl durch.
Außerdem:
Duloxetin 30 mg, falls es sich damit nicht stabilisiert, 40 mg (Bisher 60 mg).
Clonazepam 0,2 mg.

Wenn die Haut besser wird, soll ich Clonazepam weiter abdosieren, und danach erst Duloxetin.
Ich hoffe sehr, dass ich das schaffe mit dem Clonazepam, da ich ja nun weiß, dass ich Diazepam nicht vertrage.
Hoffentlich bin ich endlich auf dem richtigen Weg.

Was ist das denn alles für Teufelszeug :( Und wieso hält sich das solange im Körper ?
Hoffentlich ist dieses Lamotrigin jetzt nach fünf Wochen mal aus meinem Körper, der Gedanke fühlt sich richtig schlimm an.

Viele liebe Grüße
Mimi
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2015 zuerst erneut Escitalopram (wirkungslos), dann Sertralin, Citalopram 30 mg
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Januar 2017 bis heute: Duloxetin 60 mg

September 2017: Topiramat erfolgreich abgesetzt

ab Juli 2016 Clonazepam abdosiert.
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November 2017: 0,5 mg
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Beitrag von LinLina » Samstag, 25.11.17, 11:15

Liebe mimi :-)

ich bin sehr erleichtert, dass du das noch rausgefunden hast bevor du das Duloxetin abrupt weg lässt!

Lamotrigin kann eine sehr unterschiedliche Halbwertszeit von 14 bis zu über 100 Stunden haben http://www.ratiopharm.de/index.php?eID= ... 6c1f74e552

Wie oben geschrieben rechnet man etwa 5 Halbwertszeiten bis die Substanz weitestgehend abgebaut wurde. Das wären also bis zu über 500 Stunden bei Lamotrigin, das wären allein schon über 20 Tage, in manchen Fällen kann das auch noch länger dauern.

Nebenwirkungen können dazu leider auch noch länger anhalten, nachdem man das entsprechende Medikament abgesetzt hat, und auch noch, nachdem die Substanz aus dem Körper eliminiert wurde. Es ist also nicht allzu ungewöhnlich, dass deine Reaktion noch anhält, dazu noch der Entzugsstress der sicher auch Hautreaktionen fördert.

Wenn du das Prednisolon jetzt noch eine Weile einnehmen solltest, ist es wichtig langsam die Dosis zu senken damit du keinen Rebound bekommst.

Liebe Grüße
Lina
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Re: Schwerer Benzoentzug, Haut/Allergie

Beitrag von Jamie » Sonntag, 26.11.17, 19:16

Hallo Mimi, :)

es würde mich interessieren, wie es weiter gegangen ist.
Das ist ja schon mal ein Ansatz, dass anscheinend das Lamotrigin für deine Beschwerden infrage kommt.

Ich bin allerdings noch etwas skeptisch wegen des Clonazepams, weil oft gibt es allergische Mischformen bzw. Unverträglichkeitsreaktionen. Die Lamotrigineinnahme könnte dein ZNS so durcheinandergeschmissen haben, dass das vorher verträgliche Clonazepam tatsächlich nun nicht mehr vertragen wird bzw. es können auch multiple Substanzen deinen Juckreiz etc. auslösen.

Zum Methylprednisolon. Das ist mit das stärkste Kortisonpräparat, das erhältlich ist.
Du musst damit rechnen entzugstechnisch nach hinten geworfen zu werden. Es muss nicht sein, aber es kann. Nur, damit du informiert bist.
Kortison triggert ordentlich Absetz- und Entzugssymptome und löst zudem selbst oft psychische Nebenwirkungen wie Angst, Unruhe, Schlaflosigkeit etc. aus.

Ich drücke feste die Daumen, dass das Lamotrigin tatsächlich der Übeltäter war und du wieder schnell, juckreizfrei :), auf die Beine kommst.

Jamie
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Mimi79
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Re: Schwerer Benzoentzug, Haut/Allergie

Beitrag von Mimi79 » Dienstag, 28.11.17, 14:56

Hallo ihr Lieben !
... gestern war so ein Tag...
die Vertretung meiner Hausärztin meinte mit einem kurzen Blick auf meinen Rücken, das wäre nicht durch Medikamente hervorgerufen, sondern "Scabies" - Krätze !!! Na prima, ich war völlig entsetzt. Sie meinte, das habe nichts mit mangelnder Hygiene zu tun etc und könne ja auch durch meinen Hund kommen. Ich solle aber direkt noch zum Hautarzt, Überweisung etc. Zwei Stunden später meinte der dann, das wäre nie und nimmer Krätze, denn das würde anders aussehen, und vor allem Bauch und Hände sowie Finderzwischenräume betreffen, und genau da habe ich nichts.
Er wollte mir auch das Ivermectin, das die Hausärztin angesprochen hatte, nicht verschreiben. Zum Glück, hoffe ich.
Er meinte, dass ich ja schon grundsätzlich Probleme mit Allergien habe (Heuschnupfen etc) und dass ich dann schneller einen Peak erreichen würde, wenn andere Faktoren hinzukämen (zB das Lamotrigin, Stress, Nahrungsmittel etc)
Mit Methylprednisolon würde es aber noch nicht wirklich besser sein, er vermutet, dass ich auch darauf reagiere, und hat mir Celestone 0,5 (Lösung) verschrieben. Davon habe ich gestern 2,5 mg genommen und heute 2 mg. Wenn es übermorgen nicht besser ist, soll ich wieder kommen.

Ich merke zwar weniger Juckreiz, aber die gesamten aufgekratzen Stellen sind noch stark gerötet (rund um die Krusten).
Der Ausschlag wandert irgendwie auch immer tiefer.

Das Celestone verursacht bei mir ziemlich komische Regungen, ich weine wegen Nichtigkeiten und fühle mich traurig, bin gereizt, ...

Duloxetin: 30 mg
Clonazepam: 0,25 mg (kann es sein, dass eine halbe 0,5 mg Tablette deutlich stärker wirkt als 0,2 mg in Tropfenform ?)

Ich werde weiter berichten !

Liebe Grüße
Mimi
aufgrund von Absencen, die mit Panik und DR einhergingen:
2004-2005 Escitalopram, problemlos abgesetzt

ab 2006 Clonazepam i.v. bekommen, Anschlussbehandlung mit Clonazepamtabletten 2 mg (im Laufe der Jahre bis zu 3 x 3 mg/d , überwiegend und zuletzt 2 x 3 mg)

2007 Topiramat (bis 09/17)

2014 Diagnose schwere Depression bekommen, diese war durch Clonazepam ausgelöst
zwei Klinikaufenthalte.
Ich sollte Topiramat erhöhen, was eine Verschlimmerung der Depression bewirkte.

2015 zuerst erneut Escitalopram (wirkungslos), dann Sertralin, Citalopram 30 mg
Citalopram wirkte einigermaßen, ich war jedoch dauermüde und kraftlos.

Januar 2017 bis heute: Duloxetin 60 mg

September 2017: Topiramat erfolgreich abgesetzt

ab Juli 2016 Clonazepam abdosiert.
viel zu schnell, das erste Mal 0 mg im Oktober 2017.
Notaufnahme, wieder 0,75 mg eindosiert.
November 2017: 0,5 mg
bis August 2017: herunterdosiert bis 0,375 mg
ab September 2017: Umstieg von Tabletten auf Tropfen
Oktober: 0,2 mg
18. - 20.11. 0 mg
21.11. 0,1 mg wieder eindosiert
seit 23.11.2017 0 mg

Während des Abdosierens: schnelle Verbesserung der Stimmung, weniger DR und DP.
Entzugssymptome: zuerst Haarausfall (evtl auch vom Topiramat), Panikattacken, Knochenschmerzen, Schwindel, Gangunsicherheit, Durchfall, Gewichtsabnahme bis ins Untergewicht, Sehstörungen (von - 2,5 Dioptrien auf nun - 4,75), Taube Gliedmaßen, Unwirklichkeitsgefühle, Zwangsgedanken (mir oder anderen etwas anzutun).
------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Im Mai 2017 das erste Mal Hautausschlag. Laut Hautarzt Urtikaria durch Pollen, mit Rupatidin und Prednisolon behandelt

Oktober 2017 erneut Hautausschlag, dieses Mal mit schwerem Juckreiz. Prednisolon bis 50 mg, immer wieder abgebrochen, weil heftige Angst und Reizbarkeit als NW.
-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

November 2017:
L- Thyroxin 100 mcg
Duloxetin 30 mg
Clonazepam 0,2 mg

Aktuell (Juni 2018):
L- Thyroxin 88 mcg
Venlafaxin 150 mg
Conazepam auf Null seit 03.06.2018

12.06. wieder 0,1 mg eindosiert

Symptome: ängstlich, Agoraphobie, Erschöpfung und Müdigkeit, Schweregefühl, Taubheitsgefühle, starke Kopf- und Gesichtsschmerzen

seit 20.06.2018 0 mg Clonazepam

Mimi79
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Re: Schwerer Benzoentzug, Haut/Allergie

Beitrag von Mimi79 » Dienstag, 05.12.17, 19:29

Hallo !
Aktueller Stand:
Auch Betamethason (Celestone) in hoher Dosierung hat nicht wirklich geholfen.
Der Hautarzt ist ratlos, und ich hab die Hoffnung verloren.
Mittlerweile hab ich neue kleine Quaddeln am Hals, und kleine flüssigkeitsgefüllte Bläschen an den Ellenbogen, während die großen Stellen am Rücken am Abheilen sind.

MIt 30 mg Duloxetin geht es mir psychisch wesentlich schlechter als mit 60 mg, aber es ist noch auszuhalten.
Clonazepam noch bei 0,2 mg.

Liebe Grüße
Mimi
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viel zu schnell, das erste Mal 0 mg im Oktober 2017.
Notaufnahme, wieder 0,75 mg eindosiert.
November 2017: 0,5 mg
bis August 2017: herunterdosiert bis 0,375 mg
ab September 2017: Umstieg von Tabletten auf Tropfen
Oktober: 0,2 mg
18. - 20.11. 0 mg
21.11. 0,1 mg wieder eindosiert
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Re: Schwerer Benzoentzug, Haut/Allergie

Beitrag von Jamie » Dienstag, 05.12.17, 21:35

Hallo Mimi,

das klingt ja bescheiden. Sowas blödes :(

Kannst du bitte deine Signatur aktualisieren? Sie scheint mir nicht zu stimmen.
Also ich weiß ja nicht, was es ist, was dich da erwischt hat, aber wenn man zumindest die Medikamente als Auslöser ausschließen möchte, müsste man eigentlich das Duloxetin ausschleichen.
Dann würdest du nur noch L-Thyroxin nehmen (und die Bedarfsmedikation für die Haut), richtig?

Allerdings klingt mir deine Schilderung nicht danach, als ob du das Duloxetin einfach so ausschleichen könntest (?) Das ist eine ziemlich doofe Lage.

Wie stellst du dir denn selbst vor, wie es jetzt weitergehen könnte?
Würdest du evtl. auch mal einen Heilpraktiker / Hömöopathen in Erwägung ziehen oder ist das nicht so dein Ding?

Viele Grüße
Jamie
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Mimi79
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Re: Schwerer Benzoentzug, Haut/Allergie

Beitrag von Mimi79 » Samstag, 19.05.18, 19:18

Hallo !

Ich habe länger nicht mehr geschrieben - jetzt finde ich wieder die Kraft dazu.
Nun ... die Hautgeschichte hat sich genauso in Luft aufgelöst wie viele andere Symptome. Kein Arzt konnte mir wirklich helfen, und ich habe mindestens vier Diagnosen bekommen, von denen letztlich keine richtig war.
Ich denke, es war ein Entzugssymptom.
Eins löst das andere ab, von Haarausfall, Hautauschlag, Durchfall uvm ...
Mittlerweile nehme ich noch 0,1 mg Clonazepam, jeden Morgen einen Tropfen.
Das Duloxetin wurde (eben wegen Allergieverdacht) gegen Venlafaxin ausgetauscht.

Ich habe sehr stark mit Ängsten zu kämpfen, aber es fühlt sich auf psychischer Ebene zusehends besser an. Die Horrorpanik ist eher in eine Erschöpfung übergewechselt.
Ich habe oft das Gefühl, "nicht richtig da zu sein", neben mir zu stehen, und bin auch nach wenigen Metern Spazierengehen relativ ko.
Körperlich haben sich starke Kopfschmerzen eingestellt. Meist nur links, im Stirnbereich und auch an der Wange, richtige Gesichtsschmerzen.
Auch da wurde kein Auslöser gefunden. Ich habe mich zum HNO geschleppt: Ultraschall ergab, dass die Nebenhöhlen völlig ok sind, im Stirnbereich könnte etwas sein. Ich sollte Antibiotika nehmen, was aber nach zwei Tagen völlig schief ging (schwere Gedanken) und ich habe es abgesetzt, auch wenn man das nicht soll...
Dann zum Zahnarzt... hätte ja auch sein können, dass da eine Ursache gefunden wird. Aber... nichts.
Da ich sowieso sehr ängstlich und negativ drauf bin mittlerweile, habe ich natürlich große Angst, dass es ein Hirntumor sein könnte. Ich habe leider im Ashton- Manual nichts von einseitigen Kopfschmerzen / Gesichtsschmerzen als Entzugssymtomatik gefunden :-(
Ins MRT schaffe ich es derzeit nicht.
Nun ja...
Ich bin nun schon viele Wochen auf 0,1 mg Clonazepam und weiß mittlerweile nicht mehr, in welche Richtung ich gehen soll. Null hat nun schon zweimal nicht funktioniert und ich habe jedesmal nach einigen Tagen wieder etwas eindosiert.
Bleibe ich auf den 0,1 , was passiert dann ? Wird mein Körper irgendwann lernen, mit dieser Minimaldosis zurecht zu kommen - oder - und das befürchte ich - muss ich irgendwann steigern... ?
Eigentlich weiß ich, dass die Lösung heißt, auf Null zu gehen. Aber dann geht gar nichts mehr und ich befürchte, nach der langen Zeit wird mein Körper einfach nicht mehr regenerieren.
Ich bin nun schon seit bald zwei Jahren mit dem Entzug "beschäftigt" und weit von dem Leben davor entfernt. Es ist insgesamt tendenziell besser, als noch im letzten Jahr, aber eben weit entfernt von normal.
Am schlimmsten sind nun die Ängste (beim einkaufen, auto fahren, etc) und die Kopfschmerzen.
Die Depression, Zwangsgedanken und Panikattacken sind besser geworden.

Meine Fragen: Könnte die einseitigen (links) Kopf-/ Gesichtsschmerzen doch auch mit dem Entzug zusammenhängen ?
Und - wäre es eine Lösung, noch weiter einen Tropfen zu nehmen ? Weiter verdünnen ? Oder nach der langen Entzugszeit doch auf Null mit allen Konsequenzen ?
Auf Diazepam umsteigen, funktioniert nicht, das hatte paradoxe Wirkung.

Ich würde mich sehr über Meinungen freuen und wünsche allen
schöne Pfingsten

Liebe Grüße
Mimi

PS: Wie kann ich nochmal die Signatur ändern ?
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ab Juli 2016 Clonazepam abdosiert.
viel zu schnell, das erste Mal 0 mg im Oktober 2017.
Notaufnahme, wieder 0,75 mg eindosiert.
November 2017: 0,5 mg
bis August 2017: herunterdosiert bis 0,375 mg
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18. - 20.11. 0 mg
21.11. 0,1 mg wieder eindosiert
seit 23.11.2017 0 mg

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Entzugssymptome: zuerst Haarausfall (evtl auch vom Topiramat), Panikattacken, Knochenschmerzen, Schwindel, Gangunsicherheit, Durchfall, Gewichtsabnahme bis ins Untergewicht, Sehstörungen (von - 2,5 Dioptrien auf nun - 4,75), Taube Gliedmaßen, Unwirklichkeitsgefühle, Zwangsgedanken (mir oder anderen etwas anzutun).
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Oktober 2017 erneut Hautausschlag, dieses Mal mit schwerem Juckreiz. Prednisolon bis 50 mg, immer wieder abgebrochen, weil heftige Angst und Reizbarkeit als NW.
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Clarissa
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Re: Schwerer Benzoentzug, Haut/Allergie

Beitrag von Clarissa » Samstag, 19.05.18, 19:46

Hallo, Mimi.

Ja, der Benzoentzug kann grausam und langwierig sein. :(

Ich hatte auch linksseitige Kopf- und Gesichtsschmerzen, zweimal MRT, kein Hirntumor. Eindeutig Entzug. Inzwischen sind die Schmerzen nicht mehr nur linksseitig ...

Deine Signatur kannst Du ändern, indem Du auf Deinen Namen gehst, dann Persönlicher Bereich, dann Profil, dann Signatur ändern.

Teilnahmsvolle Grüße von Clarissa.
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bisher als sleepless2014 im Forum unterwegs gewesen, aber nicht mehr schlaflos :party2:
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Sunny30
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Re: Schwerer Benzoentzug, Haut/Allergie

Beitrag von Sunny30 » Samstag, 19.05.18, 20:10

Hallo Mimi,

ja das kenne ich auch Gesicht/Wange und Stirnhöhle
entzündet mit Schleimbildung schon beim anfassen tut es weh...ich hatte es garnicht damit in Verbindung gebracht.
Ebenso starker Haarausfall.

Ich bin schon bei 8 Tropfen gescheitert...wie aus dem nichts Depression...wie ist die denn weggegangen?
Aufdosieren nützt bei mir auch nichts vielleicht nur sehr hoch keine Ahnung.
Und ich habe es nicht mal solange genommen.

Hattest du auch so brennen? Körperliche Schwäche?
Und wie sieht es mit dem Schlafen aus? nimmst du da was für?

Ich versuche auch verzweifelt auf ein anderes Benzo umzustellen nur Dia geht bei mir auch nicht.
Und irgendwie wirken andere nicht mehr.

Sei froh das du es bis auf 1 Tropfen geschafft hast.

Wenn du runter gehst könntest du doch statt die 0,1
- 0,01 erstmal reduzieren. Hast du das schon mal versucht?


lg Sunny
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Jamie
Ende 2016 aufgrund von Ängsten und 2 Panikattaken
Alprazolam vom Hausarzt bekommen.
Sporadisch 0.125 mg genommen.
Schnelle Entwicklung einer Abhängigkeit...
Auf Rat des Arztes 3x0.25 Anfang November 2016
Alle 6 Stunden Rebound

Januar 2017 Umstellung auf 1.4 mg Clonazepam -
Fremdheitsgefühl und Ängste da.
Jeden 3. Tag 0.1 mg reduziert - gescheitert bei 0.6

Ende März 2017 Klinik unverträglichkeit auf sämtliche PPs

Mai 2017 - 4.5 mg Rivotril in Klinik bekommen und entlassen

Seit dem reduziert erst schneller ab 2mg langsamer Tropfenweise 0.1 mg.

Bis November 2017 auf 0.8.
Körperlich ok....Angst und Unruhe Schlaf ging auch.

Januar 2018 0.8 gehalten - plötzlich Mißempfindungen
Schlaf nicht möglich...entzügig zwischen den Einnahmen...brennen...Unruhe...unruhige Arme nachts...Depression...Haarausausfall....ödeme Gesicht.

Versuch 2 Tropfen aufzudosieren änderte nichts.
Versuch 1.6mg und 2.5mg änderte nichts...

Hin und her mit der Dosis....Tropfen unverträglichkeit


VERSUCH
Ende Juni 2018 - 1 Woche Flurazepam 27.4 + 1 mg Clonazepam.

Etwas ruhiger sonst keine Änderung...

02.07.2018 wieder auf 1.5 mg Clonazepam - Körper
Schmerzen- Krampfgefühl - Unruhe -
Fremdheitsgefühl - Haarausfall - Angst

Mit vielen Symptomen Clonazepam wirkt nur noch auf den Körper....

CHAOS keine Ahnung wie es weitergeht

sigli
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Re: Schwerer Benzoentzug, Haut/Allergie

Beitrag von sigli » Samstag, 19.05.18, 21:47

Liebe Mimi,

0,1 mg Clonazepam entspricht in etwa 2 mg Diazepam. In dieser Größenordnung ist das Abdosieren am schwierigsten.

Ich kann dir nur dringend raten (aus eigener Erfahrung), jetzt in max. 10 %-Schritten abzusetzen. Das heißt für dich: setze mit der Wasserlösemethode ab. Der nächste Schritt wäre dann 0,09 mg, dann 0,081 mg usw.

Mache dir die Mühe, du wirst sehen, dass der Entzug milder wird und du es auf diese Weise schaffst.

GlG von Sigli
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Mimi79Jamie
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2.4.2018: Diazepam: 0 mg
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Mimi79
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Re: Schwerer Benzoentzug, Haut/Allergie

Beitrag von Mimi79 » Sonntag, 20.05.18, 10:38

Meine Lieben,

ich danke euch sehr für die Antworten.

Clarissa,
das beruhigt mich, zumal ich mir schon sehr dumm vorkomme, von einem Arzt zum anderen zu rennen, und letztlich wird nichts gefunden. Andererseits, wenn ich auf den Benzoentzug hinweise, heißt es seitens meiner Ärzte dann auch, die Beschwerden könnten nicht davon kommen.
Du hast in deiner Signatur reizarme Ernährung stehen, darf ich fragen, auf was ich da noch besonders achten könnte ? Ich ernähre mich vegetarisch mit viel Rohkost (welche ich aber leider nicht mehr gut vertrage), regionales Obst und Gemüse, wenig Milchprodukte.

Sunny,
wie ich es bis hierhin geschafft habe, hmmm, ich habe "einfach" jeden Tag überlebt, einen Tag zum nächsten, Stück für Stück.
Am schlimmsten war der Schritt auf 0,75 mg, ich habe aber auch zu schnell (damals noch mit Tabletten von 1,0 auf 0,75 mg) reduziert. Das war der schlimmste Punkt. Die Depression hat sich so furchtbar angefühlt, dass ich bereits leichte Halluzinationen hatte, überall war der Tod.
Dann in Richtung 0,5 mg ging es weitaus besser.
Die körperliche Schwäche habe ich auch, sie beeinträchtigt mich mittlerweile am meisten.

Sigli,
vielen Dank. Ich habe mich hier über die Wasserlösemethode belesen, mein Gehirn kommt aber nicht ganz mit. In welchen Zeitabständen hältst du die 10% Reduzierung für sinnvoll ? Nach eigenem Befinden ?

Was mich verunsichert, und in ein Dilemma mit meinem Neurologen bringt:
Ich habe die letzten Jahre bzw seit 2016 mit Beginn des Entzugs sehr schlecht geschlafen, meist nur 2 Stunden pro Nacht. Das war nicht toll, aber im Vergleich zu den anderen Entzugssymptomen irgendwie doch tolerierbar.
Seit ca. 3 Wochen könnte ich nur noch schlafen !
Ich schlafe wirklich von ca. 0 Uhr bis 8 Uhr durch (!) und wenn ich mich nach dem Bad nochmal hinlege, könnte ich direkt weiterschlafen...
Ich träume sehr sehr intensiv und meist von Personen aus der Vergangenheit.
Diese Müdigkeit ist in Kombination mit der körperlichen Erschöpfung sehr unangenehm, ich fühle mich draußen benommen und bekomme schnell Depersonalisationssymptome, und dadurch wieder mehr Angst.
Mein Neurologe will, dass ich das Venlafaxin aufdosiere, auf 225 mg. Dann würde die noradrenerge Wirkung hinzukommen.
Ich hingegen habe a) sogar den Verdacht, dass mich das Venlafaxin noch mehr müde macht, steht auch in den Nebenwirkungen und b) finde ich schon schlimm, dass ich 150 mg davon nehme, das Absetzen soll ja auch sehr problematisch sein.
Vielleicht braucht mein Körper auch einfach diesen Schlaf. Leider bin ich nach langer Arbeitsunfähigkeit nun in dem Dilemma, dass ich bald alle Reserve aufgebraucht habe und mir wieder etwas überlegen muss, und arbeiten mit dieser Müdigkeit/ Benommenheit geht überhaupt nicht.
Ich bekomme dummerweise weder Krankengeld noch Rente, trotz 80% GdB, weil ich nach dem Studium durchgehend selbstständig war und nie im Angestelltenverhältnis. Meine private Versicherung übernimmt nichts. Aber das ist ein anderes Thema.

Liebe Grüße,
Mimi
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Re: Schwerer Benzoentzug, Haut/Allergie

Beitrag von Clarissa » Sonntag, 20.05.18, 11:08

Hi, Mimi.

Das ist aber eine Zwickmühle, daß Du keine Einkünfte hast, um Dich mal vorübergehend berenten zu lassen! Für mich war das die Lösung.

Ich laufe nicht mehr von Arzt zu Arzt mit meinen abstrusen Symptomen. Ich mag mir auch nicht mehr anhören, daß es keinen so langen Entzug geben könne und ich mich gefälligst schön wieder in psychiatrische Behandlung begeben solle!

Ich praktiziere eine Art "clean eating", musste mal googeln. Keine Fertigprodukte, kaum Zucker und Weissmehl, keine Genussmittel etc. Allerdings auch nicht viel Rohkost und nicht übermässig Obst. Ich esse flexitarisch sowie histamin-und salicylatarm. Mir schmeckt und genügt meine Art der Ernährung, ich komme damit gut zurecht.
Ich nehme keinerlei Medikamente, PP sowieso nicht mehr.

Ich glaube nicht, daß irgendeine dauerhafte Lösung in den PP liegt.

Es ist leider ein langer und ziemlich einsamer Weg.

Alles Liebe und Gute für Dich!

VG von Clarissa.
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Jamie
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Re: Schwerer Benzoentzug, Haut/Allergie

Beitrag von Jamie » Sonntag, 20.05.18, 11:52

Hallo mimi :)

Mag sein, dass in der höheren Dosierung eine noradrenerge Komponente dazu kommt, aber du bist jetzt schon in einer mittleren bis tendenziell hohen Dosis beim Venlafaxin und da ist es nun mal so, dass das Zeug auch immer unruhiger, panischer und nervöser machen kann.
Wir haben aber auch schon Berichte eingereicht bekommen, wo Venlafaxin wahnsinnig müde gemacht hat.
Leider weiß ich nicht genau, was bei dir jetzt zutrifft, es könnte auch eine Mischform sein.

Wenn du jetzt viele Monate kaum Schlaf bekommen hast, dann würde ich erst einmal tippen, dass dein Körper einen totalen Ruhebedarf hat und du deswegen so viel Schlaf brauchst und müde bist.
Das ist ja völlig normal.

Ich leide selber unter starken Schlafstörungen mit teilweise massivstem Schlafmangel - wenn mir mein Körper dann endlich mal ein paar Stunden gönnt, dann träume ich auch ganz viel - das Gehirn holt damit sozusagen etwas nach.
Mir wurde im Schlaflabor erklärt, dass das normal sei - der Körper räumt den psychischen Prozessen, die im REM Schlaf geklärt und sortiert werden, sozusagen eine prioritäre Stellung ein (um platt ausgedrückt nicht durchzudrehen); nebst dem Versuch auch Tiefschlaf nachzuholen, weil sich da unser Immunsystem regenerieren kann.

Ich weiß es ist bescheiden, aber sei froh, dass du wenigstens schlafen kannst - das ist sehr wichtig!

Alles Gute :)
Jamie
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