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Gracie1939: Lorazepam absetzen welche Methode

Benzodiazepine können schon nach wenigen Wochen abhängig machen. Der Entzug dieser Medikamente sollte dann langsam und vorsichtig stattfinden.
Gracie1939
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Gracie1939: Lorazepam absetzen welche Methode

Beitrag von Gracie1939 » Dienstag, 02.01.18, 14:30

Hallo liebe Mitglieder,
ein erfolgreiches neues Jahr erst einmal. Ich habe mich hier angemeldet und erbitte Eure Hilfe weil ich verzweifelt bin. Fast ein Jahr habe ich wöchentlich 1 mal Lorazepam 1,0 genommen. Immer Sonntags aus Anspannung vor der Arbeit. Dann musste ich erhöhen, alle 2 oder 3 Tage je 1,25. Ich habe aber nie 2 Tage hintereinander was genommen und hatte keine Entzugserscheinungen (außer Schlaflosigkeit). Das ging 6 Monate. Nun ist Schluss, ich will nicht mehr, will raus und nichts chemisches mehr nehmen. Seit 5 Tagen also 0 und am 2. Tag habe ich es schon gemerkt. Leichte Panik kriecht in mir hoch und mein Herz schlägt schnell und die Kehle geht zu. Bekomme eine unergründliche Angst, kann mich mit nichts ablenken. Fühle mich benommen. Und das ca. alle 2 Stunden. Das hatte ich vor diesen Tabletten nicht. Schlafen geht gar nicht.
Hier im Forum habe mich bereits gründlich informiert und gelesen, dass Ihr manchmal den Rat gebt, sofort absetzen, also ohne ausschleichen. Jetzt weiss ich nicht, welche Methode für mich richtig ist. Wenn Ihr meint, dass es so 14 Tage weitergeht, würde ich es aushalten. Falls es aber 3 Monate dauert und die Symptome schlimmer werden, dann schaffe ich es nicht. Habe Angst, dass jeden Tag ein neues Symptom hinzukommt. Ich denke auch nicht, dass der Arzt mir Diazepam verschreibt. Ihr wisst ja, dass Ärzte es nicht gern hören, wenn man sich im Internet informiert. Lorazepam habe ich noch.
Falls ich ausschleichen soll, befürchte ich, dass die Abhängigkeit sich erst richtig manifestiert, weil ich dann täglich was nehme. Was ich ja vorher nie getan habe. Ginge das auch alle 2 Tage? Mein durchnittlicher Tagesbedarf lag in den letzten Monaten bei ca. 0,65. Ab welcher genommenen Menge/Dauer kommt es zu diesen protrahierten Symptomen?
Ich bin auch entsetzt über meine Blauäugigkeit, denn ich habe immer gedacht, ich könne es kontrollieren.
Ich danke Euch herzlich
Gracie
Zuletzt geändert von Gwen am Sonntag, 01.07.18, 21:08, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Name im Titel ergänzt zur besseren Übersichtlichkeit im Forum
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ab 29.1.18 0,4 Lorazepam täglich
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ab 19.2.18 0,2 Lorazepam täglich
ab 26.2.18 0,150 Lorazepam täglich
ab 5.3. 18 0,100 Lorazepam täglich
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lunetta
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Re: Lorazepam absetzen welche Methode

Beitrag von lunetta » Dienstag, 02.01.18, 15:02

Hallo und willkommen bei uns!

Schön dass du dein Medikament nicht mehr einnehmen möchtest, das ist eine weise Entscheidung.

Ich weiß nicht wo du gelesen hast dass wir raten abrupt abzusetzen, denn das tun wir nicht! Es sei denn jemand hat sein Medikament weniger als maximal 4 Wochen und nur in ganz geringer Menge genommen, und auch da raten wir immer zuerst die Menge zu halbieren für ein paar Tage, dann noch mal zu vierteln und dann weg damit.

Sofort absetzen raten wir nur wenn das Medikament nur ein paar Tage genommen wurde, oder wenn sich ein medizinischer Notfall ergibt, der ein abruptes Absetzen erfordert.

Vielleicht hast du da auch etwas mißverstanden.

Da du dein Medikament nun schon einige Monate nimmst, bist du in der Abhängigkeit, das hast du auch schon gemerkt, wenn dein Körper nichts mehr bekommt, dann reagiert er mit Symptomen.

Deine Angst dass du nun erst recht in die Abhängigleit kommst, wenn du dein Medik. nun täglich einnimmst um es richtig abzusetzen ist unbegründet, denn es ist nun völlig egal wie oft du es genommen hast, du bist schon in der Abhängigkeit - es ist in die Gehirnchemie eingebaut und sollte nicht auf 0 abgsetzt werden, ohne langsames Auschleichen.

Da deine Tagesdosis 0,65 mg ist, sollte das nun dein Richtwert sein. Du solltest nun erst mal täglich diese Dosis nehmen, und wenn die schlimmsten Symptome weg sind, bzw. aushaltbar, dann setzt du, so wie wir es hier empfehlen, die ersten 10% ab, also 0,065mg.

Wir hier setzen 10% der letzten Dosis ca. alle 4 Wochen ab. Manche sogar noch weniger, wenn Symptome nicht aushaltbar sind.
Es ist ganz schlecht nur jeden 2. oder 3. Tag einzunehmen, da dadurch ein ständiges Ungleichgewicht in der Verstoffwechselung im Körper ist und das ZNS noch mehr gereizt wird.

Das hier ist nun dein Thread, hier kannst du alles schreiben und fragen.

Nimmst du sonst noch andere Medikamente?

GLG
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Gracie1939
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Re: Lorazepam absetzen welche Methode

Beitrag von Gracie1939 » Dienstag, 02.01.18, 15:15

Vielen Dank Lunetta für die rasche Antwort,
ich habe wohl etwas durcheinander gebracht, mir schwirrte der Kopf. Ich nehme sonst keine Tabletten, nur ASS bei Kopfschmerzen. Es ist bitter, sich einzugestehen, dass man abhängig ist. Einerseits bin ich erleichtert, dass es hoffentlich nicht ganz so quälend wird. Andererseits das Eingeständnis.
Ich bin zwar etwas hypochondrisch veranlagt (wenn ich etwas lese, bekomme ich es oft) aber ich habe einen starken Willen.
Werde hier mitteilen, wie es läuft.
Dankeschön
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Eva
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Re: Lorazepam absetzen welche Methode

Beitrag von Eva » Dienstag, 02.01.18, 16:05

Hallo Gracie,

willkommen auch von mir. :)

Bei mir war es ähnlich, also unregelmäßige Einnahmen - von denen ich dann den Durchschnitt genommen habe und so mit dessen täglicher Einnahme ausschleiche. Das klappt bis jetzt bei mir gut. Allerdings setze ich Bromazepam ab, Lorazepam ist nochmal ein anderes Kaliber. Mit Letzterem kommt man eher in den Entzug, wegen sehr kurzer Halbwertzeit und somit Wirkdauer; das ist wohl das, was Du leider zu spüren bekommst.

Man kann auch zu Diapzepam überwechseln, weil man mit dessen ausgesprochen langer Wirkdauer weniger unter Entzugssymptomen zu leiden hat - wenn man es verträgt. Aber dazu wirst Du hier sicherlich noch Antworten bekommen.

Liebe Grüße, Eva
Zolpidem und Bromazepam abgesetzt.

lunetta
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Re: Lorazepam absetzen welche Methode

Beitrag von lunetta » Dienstag, 02.01.18, 19:36

Hallo Eva!

Gracie hatte geschrieben dass sie wohl kein Diazepam verschrieben bekommen würde...

Hallo gracie!

Das kennen wir dass man sich die Abhängigkeit erstmal eingestehen muß. Aber das sollte dich am wenigsten bedrücken!

Schau nie zurück, sondern nur nach vorne, dass du weg willst und dass du es schaffen wirst!

LG
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Gracie1939
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Re: Lorazepam absetzen welche Methode

Beitrag von Gracie1939 » Mittwoch, 03.01.18, 13:38

Hallo liebe Mitglieder,
Danke erstmal für Eure Hilfe. Habe wieder eindosiert. Nächste Woche dann Termin beim Arzt. Ich berichte dann.
Ihr habt sehr viel mitgemacht, dafür meine Hochachtung. Es macht mir leider Angst wenn ich das lese. Dass es so schlimm ist, hätte ich nie gedacht.
Einen guten restlichen Tag allen
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Gracie1939
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Re: Lorazepam absetzen welche Methode

Beitrag von Gracie1939 » Sonntag, 07.01.18, 12:29

Liebe Forumsgemeinde,
ich möchte Euch fragen, ob es Jemand ebenso geht. Seit ich mich entschlossen habe, das Medikament abzusetzen, ist mir schlagartig bewusst geworden, dass mich absolut nichts mehr interessiert. Früher hatte ich viele Interessen und jetzt überhaupt nichts mehr, noch nicht mal TV. Ich finde das ganz furchtbar, kann mich aber nicht zwingen. Was tut Ihr dagegen? Und wie lange hält das an? Monate? Jahre?
Meine Tage wechseln sich ab. Einen Tag fühle ich mich gut, fast wie früher. Am nächsten schon morgens ganz früh der Rückschlag mit Angst und Herzrasen.
Danke schön und allen einen angenehmen Tag
Gracie
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Re: Lorazepam absetzen welche Methode

Beitrag von Ululu 69 » Sonntag, 07.01.18, 12:59

Hallo Gracie,

Interessenlosigkeit und auch Gefühlsabflachung sind bekannte und häufige Nebenwirkungen von Psychopharmaka.
Leider ist es so, dass alles, was als Nebenwirkung auftreten kann auch beim Absetzen verstärkt in Erscheinung tritt.

Auch extrem schwankende Stimmungen und Symptome kennen hier leider viele. :cry:
Morgendliche Angst und Herzrasen ist oft auf den Cortisolspiegel zurückzuführen. Morgens steigt der Cortisolspiegel natürlicherweise an, damit wir wach werden. Im Entzug kann das Symptome machen. Du könntest versuchen eine süße Kleinigkeiten, also einen Keks oder ein Stück Schokolade oder auch einige Schlucke gesüßten Tee zu dir zu nehmen. Das hebt den Insulinspiegel und Insulin ist der natürliche Gegenspieler des Cortisols.
Manchen hier hat das schon geholfen.

LG Ute
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Gracie1939
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Re: Lorazepam absetzen welche Methode

Beitrag von Gracie1939 » Sonntag, 07.01.18, 13:03

Danke schön Ute
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Eva
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Re: Lorazepam absetzen welche Methode

Beitrag von Eva » Sonntag, 07.01.18, 20:40

Hallo Lunetta,

sorry - dass Gracie wohl kein Diazepam bekommt, war mir entgangen.

Hallo Gracie,

die wechselnden Stimmungen sind mir gut in Erinnerung, auch dass eine ganze Zeitlang wenig Interesse übrig blieb für andere Sachen; das Grübeln über die Tabletten und den Entzug hat sicherlich dazu beigetragen. Es hat sich aber bei mir schon wieder geändert, obwohl ich ja auch noch immer entziehe; ich bin ausgeglichener geworden und habe weniger Ängste.

Das Wichtigste ist die Geduld beim Ausschleichen; es kann sich alles wieder ändern. :)

Ich gehe mittlerweile zum Psychologen, um das, was mich früher zur Tabletteneinnahme geführt hat - also die psychischen Gründe - anders zu ver- und bearbeiten; das trägt bei mir sicher auch dazu bei.

Liebe Grüße, Eva
Zolpidem und Bromazepam abgesetzt.

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Re: Lorazepam absetzen welche Methode

Beitrag von Gracie1939 » Montag, 08.01.18, 7:27

Danke und einen schönen Tag
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Re: Lorazepam absetzen welche Methode

Beitrag von Gracie1939 » Dienstag, 16.01.18, 12:42

Hallo liebe Gemeinde und besonders Ute,
Ich habe gelesen, Du nimmst Mirtazapin. Mir wurde es nun auch verordnet 30 mg täglich als Ersatz für Lora. Bei dem Gedanken wieder ein neues Medikament zu nehmen, fühle ich mich sehr unwohl. Hat es Dir beim Entzug signifikant geholfen? Im Notfall würde ich es nehmen, alles besser als Lora. Du schreibst, Du hast sehr zugenommen, auch das schreckt mich denn ich bin älter und die Kilos gehen dann nicht mehr runter. Habe mich über Mirta hier durchgelesen, alles nicht sooo positiv.
Seltsam finde ich die unterschiedliche Tagesform. Teilweise habe ich um 5 morgens schon Herzklopfen und Angst und am nächsten Tag bin ich bis in den Nachmittag recht gut drauf, wie früher - ohne Lora! Das sind schon sehr starke Stimmungsschwankungen.
Falls jemand Zeit hat zu antworten freue ich mich.
Ich wünsche Euch positive Energie
Gracie
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Eva
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Re: Lorazepam absetzen welche Methode

Beitrag von Eva » Dienstag, 16.01.18, 14:08

Hallo Gracie,

mir wurde auch Mirtazapin für den Entzug, vor allem wegen der permanenten Schlaflsoigkeit, empfohlen. Ich würde es NIE nehmen, denn ich finde das, was ich darüber las, noch viel erschreckender als Benzos, nicht nur vom Entzug selbst, sondern auch die Nebenwirkungen zu lesen - scheußlich.
Dann halte ich lieber die Stunden ohne Schlaf aus (die übrigens weniger wurden :party2: )

Danke für den Energiewunsch, und Dir ganz viel Kraft.

Liebe Grüße, Eva
Zolpidem und Bromazepam abgesetzt.

Ululu 69
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Re: Lorazepam absetzen welche Methode

Beitrag von Ululu 69 » Dienstag, 16.01.18, 14:27

Hallo Gracie, :)

mit wurde das Mirtazapin gleich am ersten Tag meines Klinikaufenthaltes verordnet.
Ich war damals nicht im Entzug oder so.
Ich hatte eine schwere Angststörung und schwere Depressionen.
Mir wurden auch anfangs 30 mg gegeben, jetzt nehme ich noch 13,5 mg.
Ich habe seit dem Mirtazapin eine Schlafapnoe und jede Menge zugenommen. Allerdings nehme ich noch andere Medikamente, die ebenfalls dafür mitverantwortlich sein können.
Bis zu meinem Absetzbeginn vor ca. zwei Wochen habe ich geschlafen wie eine Tote, absolut nichts konnte mich wecken.
Das ist aber längst nicht bei jedem hier so.
Hinzu kommt, dass ich jetzt eigentlich ständig schlafen könnte und mich dauermüde durch die Tage kämpfe. :zombie: :sports:

Einwas kann das Mirta ganz sicher nicht und das ist einen Benzo-Entug abfangen. :(
Das wird leider kein anderes Medikament schaffen. Selbst, wenn es dir etwas Erleichterung bringen würde, hast du dann nur Abhängigkeiten getauscht.
Ich habe schon vor meiner Forumszeit mehrfach versucht vom Mirta loszukommen und bin kläglich gescheitert.
Auf 15 mg konnte ich mich relativ schnell stabilisieren, danach folgten massive Schlafstörungen. Da ich berufstätig bin und auch bleiben möchte, war diese Situation nicht tragbar und ich bin immer wieder bei den 15 mg gelandet.
Jetzt versuche ich es mit der Wasserlösmethode, gaaaaanz langsam.

Falls du die Einnahme des Mirtas trotzdem in Erwägung ziehst, nimm bitte keinesfalls gleich 30 mg, das könnte dich komplett ausknocken.

LG Ute
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Re: Lorazepam absetzen welche Methode

Beitrag von Gracie1939 » Dienstag, 16.01.18, 18:28

Hallo Ihr alle, Ute und Eva
Danke für die Auskunft. Ich werde Mirta nicht nehmen. Es ist schwer, aber im Moment noch zum aushalten. Hoffe inständig dass es so bleibt.
Viel Kraft, Ihr habt viel mitgemacht
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Re: Lorazepam absetzen welche Methode

Beitrag von Gracie1939 » Montag, 05.02.18, 11:29

Hallo liebe Forumsgemeinde,
Ich habe da nochmal eine Frage. Ich setze Lorazepam schrittweise mit der Originalsubstanz ab. Dia will der Arzt mir nicht geben. Nun ist es ja wichtig, immer die gleiche Menge zu nehmen und einen Zeittakt einzuhalten. Im Moment nehme ich 3 mal täglich. Entzugssymptome sind zum aushalten, es kommt aber auch auf die Tagesform an. Wenn ich Sport mache, könnte ich auf eine Dosis verzichten. Soll ich das tun oder besser nicht?
Und noch etwas: Irgendwann muss ich ja auch mal eine Einheit ausfallen lassen. Zum Schluss dann zwei. Oder muss man selbst winzige Bröckchen bis zum Ende 2-3 mal täglich nehmen? Eine Achtel Tablette kann man noch teilen, das wären dann 0,063 Lorazepam. Aber die in Wasser lösen und durch 2-3 ?
Falls jemand Zeit hat danke ich für Antworten
Einen schönen sonnigen Tag
Gracie
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jamesdean
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Re: Lorazepam absetzen welche Methode

Beitrag von jamesdean » Montag, 05.02.18, 21:38

Hallo also ich kann dir raten das du auch eventuell in eine Entzugsstation in einer Psychiatrie gehen kannst. Dort kann dann mit Diazepam-Tropfen abgesetzt werden. Diese 0,1er Schritte halte ich für viel zu langsam. 0,25er wären eher ratsam sonst quälst du dich nur noch länger.
Habe selber entzogen von 22mg Tavor täglich. Hab ich 4 Monate genommen in schwankender Dosierung dann innerhalb von 2 Wochen mit Diazepam auf 0 abgesetzt. Zuerst gleich auf 4x5mg runter. Waren 5 Tage Höllenqualen aber dafür war ich ja in der Klinik falls was schief gehen sollte. Viel Glück dir
Diagnosen: Schwere Depressive Episoden, Mittelgradige depressive Episoden, Generalisierte Angststörung, Panikstörung, Substanzinduzierte Verhaltensstörung, Alkoholmissbrauch, Substanzmissbrauch, ADHS, Hashimoto Thyreoditis

Medikamentenerfahrung:

Antidepressiva:
Citalopram
Cipralex
Venlafaxin
Sertralin
Mirtazapin
Buspiron
Elontril
Johanniskraut hochdosiert

Neuroleptika:
Dipiperon
Seroquel
Olanzapin
Melperon
Promethazin

Benzodiazepine:
Lorazepam
Diazepam

Rest:
Opipramol
Lyrica
Doxepin
Amphetaminsulfat


Derzeitige Medikamente:
L-Thyroxin 100-0-0-0
Sertralin 50-0-0-0
Lyrica 50-0-75-0
Mirtazapin 0-0-0-35
Dipiperon 0-0-0-40

Letztes Jahr nach 4 monatiger Einnahme von bis zu 22mg Lorazepam in Kombination mit bis zu 10 Bier täglich innerhalb 2 Wochen mit Diazepam auf 0 entzogen und ich lebe noch.

Kopf hoch und ihr schafft das!

padma
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Re: Lorazepam absetzen welche Methode

Beitrag von padma » Montag, 05.02.18, 22:37

hallo Jamesdean, :)

von einem solchen Turboentzug in einer Klinik raten wir hier ausdrücklich ab. :!:
Du bist jetzt zwar Lorazepam los, hast dafür aber vier ! andere Psychopharmaka am Hals. Diese sind ebenfalls sehr problematisch und machen körperlich abhängig. Du wirst also noch längere Zeit mit den Entzügen beschäftigt sein.

Was du betrieben hast ist schwerer Medikamentenmissbrauch, das ist dir sicherlich bewusst. Ich hoffe, du bist in psychotherapeutischer Behandlung.

liebe Grüsse,
padma
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Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
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1.07.2018: 0,2 mg :schnecke:


Neu: Infos rund um Antidepressiva, Absetzen, Umgang mit Entzug
: https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=15490


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Re: Lorazepam absetzen welche Methode

Beitrag von Clarissa » Dienstag, 06.02.18, 5:33

Guten Morgen.

Pff, anstelle von einem Benzo jetzt VIER AD und NL.
Mir haben sie in der Klinik beim Turboentzug nur eins gegeben, das habe ich schon nicht vertragen und es kam zum Rückfall!
Ich rate aus eigener Erfahrung immer wieder von solchen stationären Turboentzügen ab. Derart gedeckelt: das ist doch kein erfolgreicher Entzug - mal abgesehen von der Unverträglichkeit der anderen PP bei den meisten.

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Eva
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Re: Lorazepam absetzen welche Methode

Beitrag von Eva » Dienstag, 06.02.18, 11:02

Hallo,

dazu möchte ich erwähnen, ich hätte in "prä-Forumszeiten" von einem Klinikentzug NIEMALS gedacht, dass sie, wenn sie mit Hämmern entziehen, nicht wissen könnten, was sie tun. Entzug im KH wäre durchaus eine Option gewesen für den Notfall, heute natürlich nicht mehr.

Was mir durch den Kopf geht: Vielleicht vertragen das ja weniger Sensible gelegentlich auch? Wäre es den Entzugsärzten sonst nicht schon mal aufgefallen, dass das - sehr verharmlost ausgedrückt - zumindest gelegentlich nicht funktioniert? Das ließe sich doch auf Dauer nicht vollständig ignorieren; es widerspräche jeglicher Logik.

Allerdings sehe ich, dass sie es einfach unter "Scheitern eines Entzugs" einordnen könnten; damit wäre es sozusagen erledigt, ohne weiter nachzufragen. Bedeutet irgendwie, dass fortlaufend Russisch Roulette gespielt wird, mehr können sie einem nicht bieten. Boah! :(

LG Eva
Zolpidem und Bromazepam abgesetzt.

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