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lebenswille: Hilfe bei absetzen Lorazepam erbeten

Benzodiazepine können schon nach wenigen Wochen abhängig machen. Der Entzug dieser Medikamente sollte dann langsam und vorsichtig stattfinden.
lebenswille
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lebenswille: Hilfe bei absetzen Lorazepam erbeten

Beitrag von lebenswille » Donnerstag, 25.01.18, 9:28

Hallo liebe Forumteilnehmer, ich bin neu hier und bitte um einen Rat in Bezug auf das Absetzen von Lorazepam. Ich nehme Lorazepam aufgrund massiver Angst- u. Unruhezuständen seit etwa 7 Wochen wie folgt ein:
19.12.+20.12 0,5 mg
28.12.+ 29.12. 1,25mg
31.12.+ 1.1. 1,25mg
3.1. 1mg
4.1. 0,5 mg
5.1. 1mg
10.1. 1mg
12.1.0,75mg
14.1. 0,75 mg
16.1. 0,75 mg
19.1. + 20.1. 0,75 mg
22.1. 1mg
23.1. 0,75 mg
24.1. 1mg
Nun möchte ich es gerne absetzen ( wenn ich es schaffe) um eine Abhängigkeit zu vermeiden.Gerne würde ich versuchen es ab heute einfach wieder wegzulassen, habe jedoch Sorg bzgl. eines evtl. "kalten Entzuges".Deshalb meine Frage an euch - besteht aufgrund des Einnahmeintervalls breits die Gefahr eines "kalten Entzuges" und muss ich das Medikament deshalb ausschleichen oder kann ich versuchen es einfach wegzulassen um zu sehen was passiert.Ich bin wirklich rat-u. hilflos und bitte deshalb dringend um eure Hilfestellung.Ich bedanke mich schon mal für eure Antworten und wünsche allen gute Gesundheit.
Zuletzt geändert von Gwen am Freitag, 22.06.18, 15:23, insgesamt 2-mal geändert.
Grund: Name im Titel ergänzt zur besseren Übersichtlichkeit im Forum
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Salamander
Diagnosen: Depression, Angst-/Panikstörung
Anafranil
04.08. - 16.08.2016 -125 mg
17.08. - 14.09.2016 75 mg ret.
15.09. - 19.09.2016 37,5 mg ret.(abgesetzt)
20.9. - 21.09. 2016 Deanxit (aufgrund Suizidgedanken abgesetzt)
Mitte November - 04.Jänner 2018 stat. Aufenthalt
mehrere Antidepressiva "ausprobiert" (Mirtazepin für 10 Tage, Cipralex,Stablon...Suizidedanken, Depersonalisationsgefühle)
Lorazepam wie folgt:
16.12./17.12. 0,5mg
19.12. 0,5 mg
28./29.12. 1,25 mg
31.12./1.1. 1,25 mg
3.1. 1 mg
4.1. 0,5 mg
5.1. 1 mg
10.1. 1 mg
12.1. 0,75mg
14.1. 0,75 mg
16.1. 0,75 mg
19.1./20.1. 0,75 mg
22.1. 1mg
23.1. 0,75 mg
24.1. 1 mg
26.1. 1,25mg
27.01. 0,75mg
28.01. 0,5mg
29.1. 0,5mg
30.1. 0,5mg
31.1. 1,50mg
1.2. - 5.2. 0mg
6.2. stationär 15 Tropfen Diazepam zu 0,33 mg
7.2. 10Tropfen Dia zu 0,33 mg
8.2. 10 Tropfen Dia zu 0,33 mg
9.2. - 13.02. 10 Tropfen Dia zu 0,33 mg
14.2. 8 Tropfen Dia zu 0,33 mg - zu Hause
abends 2,5 mg Diazepam


Mir geht's total schlecht.Leide unter massiven Angst-/Unruhezuständen (Todesangst).Jeden 3. Tag total
depressiv vereinzelt auch Suizidgedanken. Temesta tut mir auch nicht wirklich gut.Führt zu Pulserhöhung, Schwindel,Ohrgeräuschen.Bin total verzweifellt!!!Möchte keine Med. mehr nehmen, halte es jedoch so auch nicht aus.

Petunia
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Re: Hilfe bei absetzen Lorazepam erbeten

Beitrag von Petunia » Donnerstag, 25.01.18, 10:32

Hallo Lebenswille,

Herzlich willkommen hier im Forum.

Mit dem Ausschleichen von Lorazepam kenne ich mich nicht aus. Nur so viel, dass kaltes Absetzen nach 7 Wochen eher keine gute Idee wäre, ich rate eher zum Ausschleichen.

Bestimmt melden sich bald Mitglieder vom Team bei Dir, die Dich da beraten können.

Du könntest vielleicht in der Zwischenzeit eine Signatur anlegen, in der Du den Medikamentenverlauf einträgst. Nimmst Du noch andere Medikamente? Bist Du in Therapie?

Ganz liebe Grüsse und viel Glück

Beate
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JamieUlulu 69GwenSiggilunettaKatharinaSalamanderJofab
18.04.2017
Neu hier im Forum

Seit 2001 Citalopram 20 mg wegen Schwindel und Angstzuständen.

2007 nach Schwächeanfall Diagnose Hashimoto-Thyreoiditis
Eindosieren mit L-Thyrox bis auf 125 Mikrogramm
Insgesamt seit Einnahme von Citalopram 45 kg zugenommen

2015 Citalopram runterdosiert auf 10 mg, ganz gut.
Umstellung auf glutenfreie Ernährung. Daraufhin in 1 Jahr 20 kg abgenommen

2016 im Sommer wieder mehr Schwindel. Dann kamen Herzrasen und Herzrhythmusstörungen, Einschlafprobleme und "Blitze im Kopf " dazu.
Machte mich arbeitsunfähig.

Psychiater stellte um auf Escitalopram 5mg
L-Thyrox von 125 auf 100 Mikrogramm reduziert
Keine Änderung der Symptomatik.

Oktober 2016 EKG beim Kardiologen. QTc-Zeit verlängert. Er riet zum Absetzen von Citalopram

Nach ärztlichem Rat erst im November 4 Wochen lang jeden 2. Tag Escitalopram 5 mg, im Dezember noch jeden 3. Tag, ab Januar dann ganz aufgehört.

Seitdem kontinuierlich immer schlechterer Zustand.
Dauerrauschen im Kopf, Dauerschwindel, Benommenheit, Wattegefühl, Schwäche, Angst , Brain zaps, Schlafprobleme , Unfähigkeit, den Alltag zu meistern. Totale Verzweiflung, Dauerweinen, Hoffnungslosigkeit.

25.04.17
Knall. Totale Panik wegen Brain zaps, massiven Schwindels, Problemen mich zu orientieren.
Notfallmässig zu einem Allgemeinmediziner mit Naturheilverfahren.
Infusion mit homöopathischen Mitteln, Akupunktur, ohne Erfolg

04.05.17
Weiterhin schwere Symptome, kann nur im Bett liegen, morgens bis früher Nachmittag am schlimmsten. "Kopfattacken", Schwindel bis zur Orientierungslosigkeit, komme nur mit Mühe zur Toilette, Heulkrämpfe vor Angst.
Presselin Nervenkomplex
Bringt mir nichts.

25.6.17
Mein Mann trennt sich von mir und wirft mich aus dem Haus.

4 Monate Leben aus dem Koffer

Ende September 2017
2 Wochen Psychiatrie, völlig ausgebrannt, starke Depressionen plus Ängste zu den körperlichen Symptomen dazu.
Versuch mit Tavor: paradoxe Reaktion, Herzrasen
Atosil : ebenso
Sertralin: 5 Tage, dann abgesetzt wegen zu starker Nebenwirkungen, schlaflos, starke Angst
Behandelnde Ärztin frei von jeglicher Empathie, setzt mich stark unter Druck, da Teilnahme an Therapien kaum möglich . Während des gesamten Aufenthalts dauerhaft hoher Ruhepuls um die 100 und zu hoher Blutdruck
Entlasse mich selbst entnervt nach 14 Tagen

Im Anschluss zu einem Arzt/Psychotherapeut.
Gegen den zu hohen RR:
Beta Blocker Beloc-Zoc mite 47,5 mg sowie
HCT Dexcel 25 mg (Hydrochlorothiazid), ein Diuretikum
Ausserdem 5 Tage lang
Opipramol 50 mg und
Olanzapin (Dosierung vergessen)
Olanzapin nach 10 Tagen abgesetzt, Opipramol nach 2 Wochen
Ich vertrage nichts mehr! Macht alles nur schlimmer

Oktober 2017
Eine Woche internistische Klinik wegen Bluthochdruckkrise
Beobachtung, Herzsono und Doppler Halsgefäße o.B.
Vorübergehend ein drittes Medikament (Blutdrucksenker, Name vergessen)
Noch in Klinik abgesetzt

Aktuell (März 2018):
Beloc-Zoc mite 47,5 mg
L-Thyrox 100 mikrogr

Nach wie vor schwere Symptome, Depression, Angst, Heulkrämpfe, Kopfsymptome, "Gruselgefühl" in Brust- und HWS und im Kopf
Unfähig zu einem normalen Alltag.

lebenswille
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Re: Hilfe bei absetzen Lorazepam erbeten

Beitrag von lebenswille » Freitag, 26.01.18, 12:55

Liebe Beate,
vielen Dank für die rasche Rückmeldung.Leider hat sich bis jetzt keine weitere Person aus dem Forum gemeldet um mir einen Rat bzgl. meines Anliegens zu geben und ich hoffe dass sich das bald ändern wird.Bin wirklich sehr verzweifelt.
Andere Medikamente nehme ich derzeit nicht, jedoch weiß ich nicht wie lange ich das so noch durchstehen kann. Überlege evtl. wieder in eine Klinik zu gehen habe jedoch eigentlich weder den Willen noch die Kraft dazu.Würde einfach gerne endlich wieder in Ruhe zu Hause sein.Aber leider begleiten mich die Angst-u. Unruhezustände den ganzen Tag und zeigen sich durch unerträgliches Kribbeln in Magen, Brustkorb, Rücken und den Extremitäten.Werde bald wahnsinnig.

Deine Geschichte hat mich sehr berührt.Ich frage mich wie du das alles bis jetzt durchhalten konntest.Kannst stolz auf dich sein dass alles bis hierhin geschafft zu haben.Wünsche dir viel Kraft und Geduld und hoffe von Herzen,dass es dir bald besser geht.Liebe Grüße von mir.
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Petunia
Diagnosen: Depression, Angst-/Panikstörung
Anafranil
04.08. - 16.08.2016 -125 mg
17.08. - 14.09.2016 75 mg ret.
15.09. - 19.09.2016 37,5 mg ret.(abgesetzt)
20.9. - 21.09. 2016 Deanxit (aufgrund Suizidgedanken abgesetzt)
Mitte November - 04.Jänner 2018 stat. Aufenthalt
mehrere Antidepressiva "ausprobiert" (Mirtazepin für 10 Tage, Cipralex,Stablon...Suizidedanken, Depersonalisationsgefühle)
Lorazepam wie folgt:
16.12./17.12. 0,5mg
19.12. 0,5 mg
28./29.12. 1,25 mg
31.12./1.1. 1,25 mg
3.1. 1 mg
4.1. 0,5 mg
5.1. 1 mg
10.1. 1 mg
12.1. 0,75mg
14.1. 0,75 mg
16.1. 0,75 mg
19.1./20.1. 0,75 mg
22.1. 1mg
23.1. 0,75 mg
24.1. 1 mg
26.1. 1,25mg
27.01. 0,75mg
28.01. 0,5mg
29.1. 0,5mg
30.1. 0,5mg
31.1. 1,50mg
1.2. - 5.2. 0mg
6.2. stationär 15 Tropfen Diazepam zu 0,33 mg
7.2. 10Tropfen Dia zu 0,33 mg
8.2. 10 Tropfen Dia zu 0,33 mg
9.2. - 13.02. 10 Tropfen Dia zu 0,33 mg
14.2. 8 Tropfen Dia zu 0,33 mg - zu Hause
abends 2,5 mg Diazepam


Mir geht's total schlecht.Leide unter massiven Angst-/Unruhezuständen (Todesangst).Jeden 3. Tag total
depressiv vereinzelt auch Suizidgedanken. Temesta tut mir auch nicht wirklich gut.Führt zu Pulserhöhung, Schwindel,Ohrgeräuschen.Bin total verzweifellt!!!Möchte keine Med. mehr nehmen, halte es jedoch so auch nicht aus.

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Re: Hilfe bei absetzen Lorazepam erbeten

Beitrag von LinLina » Freitag, 26.01.18, 13:16

Hallo Lebenswille :-)

willkommen im forum. Es ist gut, dass du das Benzo absetzen möchtest, umso früher du mit dem Ausschleichen anfängst, umso größer ist die chance dass du ohne starke Entzugssymptome davon weg kommst. Eine Medikamentenabhängigkeit ist sehr ernst zu nehmen, viele unserer Mitglieder müssen Jahrelang runter dosieren, mit mehr oder weniger starken Einschränkungen und Symptomen.

Leider sind im Moment einige Teammitglieder aus privaten und/oder entzugsbedingten Gründen nicht in der Lage, regelmäßig reinzuschauen, deswegen kann es etwas dauern bis Beiträge beantwortet werden können :-(

Wichtig und für uns entlastend ist,wenn du dich auch selbst ausführlich informierst :-)

Hier ist unsere FAQ Benzos absetzen http://www.adfd.org/austausch/viewtopic ... 16&t=12900
und die erste Hilfe zum Benzos absetzen http://www.adfd.org/austausch/viewtopic ... 16&t=12883

Wenn du diese Links durchgearbeitet hast, weißt du bereits das wichtigste über Benzos und über das Absetzen.

Du schreibst, du nimmst seit 7 Wochen Lorazepam. Bei Lorazepam kann sich bereits nach 2-3 Wochen eine körperliche Abhängkeit entwickeln, nach 7 Wochen ist es sogar recht wahrscheinlich dass du körperlich bereits abhängig bist. Ob das so ist und wenn ja wie stark ist erstmal schwer zu beurteilen, das wird sich dann zeigen wenn du mit dem konsequenten runter dosieren beginnst.

Wichtig wäre nun dass du dich erstmal auf einer festen täglichen Dosis stabilisierst, und nicht mehr wechselst. Da du so wie ich sehe meist entweder 0,75 mg oder 1 mg genommen hast, würde ich probieren ob du dich auf 0,75 mg stabilisieren kannst.

Wenn du mit 0,75 mg mindestens einige Tage zurecht gekommen bist, könntest du z.b. versuchen jede Woche um 0,125 mg runter zu gehen.

Es hängt aber auch davon ab, ob und wie stark du Entzugssymptome bekommst.

Melde dich daher am besten regelmäßig und berichte über dein Befinden.

Liebe Grüße
Lina
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Im Absetzprozess seit 2014: Lorazepam (Benzo) erfolgreich abgesetzt. Mirtazapin aktuell: 0,001 mg Mein Thread
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Re: Hilfe bei absetzen Lorazepam erbeten

Beitrag von Gwen » Freitag, 26.01.18, 13:24

Hallo Lebenswille,
Auch von mir herzlich Willkommen hier im Forum!

Ich habe in Deiner Signatur gesehen, dass Du in den letzten Monaten mehrere Antidepressiva genommen hast.
mehrere Antidepressiva "ausprobiert" (Mirtazepin für 10 Tage, Cipralex,Stablon...Suizidedanken, Depersonalisationsgefühle)
Ich vermute jetzt Mal, dass Du sie in der Klinik jeweils für einige Tage bekommen hast und sie dann einfach wieder kalt abgesetzt und ein anderes probiert würden?
Dann wäre es möglich, dass Deine jetzigen Probleme
lebenswille hat geschrieben:
Freitag, 26.01.18, 12:55
Angst-u. Unruhezustände den ganzen Tag und zeigen sich durch unerträgliches Kribbeln in Magen, Brustkorb, Rücken und den Extremitäten.
mit diesem Stress deines Körpers durch die Psychopharmaka zusammen hängen. Denn auch wenn man ein Mittel nicht verträgt kann es neben den Nebenwirkungen zu Absetzerscheinungen kommen. Wenn dann ein Mittel nach dem anderen gegeben wird, kann das die Situation entsprechend verschlimmern.

Daher würde ich Dir momentan aus der Erfahrung hier in Forum heraus abraten, weitere Medikamente auszuprobieren. Dein Körper braucht "Ruhe" um sich zu regenerieren. Daher ist oft auch ein Klinikaufenthalt nicht wirklich hilfreich in dieser Situation, da dort oft noch zusätzlich Medikamente gegeben werden.

Was das Lorazepam angeht, kenne ich mich nicht so gut aus. Es ist jedoch so, dass diese Medikamente bereits nach kurzer Einnahme zu Problemen führen und deshalb ausgeschlichen gehören. Gut wäre, wenn Du eine feste Dosis hättest und diese dann auch nicht erhöhst. Bislang war die Einnahme ja immer wechselnd. Grundsätzlich ist es so, dass Lorazepam eine sehr kurze Halbwertszeit hat. Daher kann es bereits nach einigen Stunden zu Entzugserscheinungen kommen. Manche stellen daher auf ein Benzodiazepin mit einer längeren Halbwertszeit um zB Diazepam. Ob das bei Dir bei einer verhältnismäßig kurzen Einnahmedauer jedoch empfehlenswert ist, kann ich Dir nicht sagen.

Du wirst aber bestimmt noch Antworten erfahrener Teilnehmer bekommen, die sich besser mit dem Thema auskennen. Da jedoch alle hier selbst betroffen sind, dauert es leider manchmal ein wenig.

Viele Grüße Gwen

Überschnitten mit Lina
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Escitalopram: aktuell 2,0mg (12.03.2018)
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Re: Hilfe bei absetzen Lorazepam erbeten

Beitrag von albertine » Freitag, 26.01.18, 16:38

Hallo lebenswille,

wie ging es dir mit dem Anafranil? Bzw. warum wurde es so schnell abgesetzt? Evtl. fing es ja durch dieses schnelle Absetzen an dir so total schlecht zu gehen.

Das Lorazepam solltest du ausschleichen. Ich würde 2 Wochen 0,75mg, 2 Wochen 0,5mg, 2 Wochen 0,25mg versuchen.

Alles Gute!

Grüße von Margot
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1976 angefangen mit Adumbran
1977 ging es weiter mit Lexotanil und Praxiten
irgendwann gab es dann nur noch Lexotanil bis zu 7 Tabletten pro Tag
1997 - 400mg Sulpirid - es ging mir immer schlechter - bin körperlich immer schwächer geworden, konnte letztendlich nicht mehr laufen und nichts mehr essen, lag nur noch im Bett - die Aussage meines jetzigen Psychiaters: "Sulpirid wirkt so" :frust:
musste dann weil ja nichts mehr ging ins Krankenhaus, lag 8 Wochen auf der Station für innere Medizin, Sulpirid wurde sofort auf 200 mg reduziert, Lexotanil in diesen 8 Wochen von 42 mg auf 3 mg - war hart, abes es ging, die letzten 3 mg Lexotanil in 1,5 er Schritten zuhause abgesetzt, ging prima, das restliche Sulpirid nach einigen Monaten auch ausgeschlichen, ging auch gut
2002 ging es los mit Diazepam, und ziemlich schnell hing ich wieder in der Suchtfalle
2009 kam eine heftige Depression hinzu
Dez. 2010 - Apr. 2011 war ich in der Psychiatrie zum Diazepam-Entzug
entlassen mit Amitriptylinoxid 210 mg
ein neues , viiiiiel besseres Leben begann :)
es folgten 2,5 Jahre Therapie bei einer Suchtberatung, Einzelgespräche und Gruppe
das AD wurde inzwischen reduziert auf 90 mg
ab 22.3. 2014 - 82,5 mg
ab 11.5 - 75 mg
bin jetzt bei 60 mg u. werde die Dosis jetzt erstmal beibehalten solange ich in der Therapie meine traumatische Kindheit verarbeite, vertrage es gut, keinerlei Nebenwirkungen
ab 10.7.2015 - 52,5 mg Amitriptylinoxid
ab 15.2.2016 - 45 mg
10.5.2016 - 37,5 mg
19.6.2016 - 30 mg
28.9.2017 - 22,5 mg
1.1.2018 - 15 mg

2014 Traumatherapie begonnen - nach einigen Monaten abgebochen, war mit der Therapeutin nicht zufrieden

März 2015 neue Therapie begonnen bei einer sehr engagierten Therapeutin + gehe weiterhin zu einer Selbsthilfegruppe

mein Leben ist lebenswert :)

mein Ziel: NIE WIEDER BENZOS!!!

WER KÄMPFT, KANN VERLIEREN, WER NICHT KÄMPFT, HAT SCHON VERLOREN!

Wer vom Leben nicht lernt, dem erteilt es seine Lektionen!

lebenswille
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Re: Hilfe bei absetzen Lorazepam erbeten

Beitrag von lebenswille » Freitag, 26.01.18, 17:22

Hallo liebe Margot,
ich habe verzweifelt versucht Anafranil über den oben angeführten Zeitraum einzunehmen, obwohl ich die ganz Zeit unter massiven Kreislaufproblemen litt (Blutdruck von 70/50, Puls jenseits von 100) Zusätzlich war ich den ganzen Tag benebelt u. habe fast den halben Tag verschlafen.Auch die Dosisreduktion brachte keine Verbesserung.So musste schließlich entschieden werden das Med. abzusetzen. Ein neues Med. wollte ich aufgrund dieser für mich traumatisierenden Erfahrung u. der damit verbundenen Ängste nicht einnehmen.Nach dem Absetzten ging es mit kurzfristig besser bis es schließlich zur Verstärkung meiner Angst/Unruhezustände kam die mich völlig lähmen u. hilflos machen.Nun weiß ich nicht was ich machen soll, da meine Zustände für mich nicht mehr erträglich sind.Wieder in die Klinik?Wieder ein Medikament einnehmen?Bin ratlos.Schaffe es so einfach nicht mehr.Aufgrund meiner Beschwerden sitze ich meist nur auf der Couch, bin von Angst und Unruhe zerfressen u. kann nicht mehr klar denken.Tageweise bin ich dann schwer depressiv und spüre einen unerträglichen Druck auf Kopf und Brust.Kann dann kaum atmen, und schon gar nichts "sinnvolles" machen. Auch das Essen fällt mir schwer. Deshalb habe ich mittlerweile 25 kg an Gewicht verloren u. fühle mich nicht lebensfähig.
Das Benzo führt dazu dass ich mich etwas besser fühle u. ich ein wenig am Leben teilhaben kann.Bei Antidepressiva hatte ich bis dato lediglich massive Suizidgedanken. Wie es ohne Benzo weitergehen soll weiß ich eigentlich nicht.Vielleicht hat ja jemand einen Rat für mich!?! Vielen Dank für's zuhören. Und schöne Grüße von mir.
Diagnosen: Depression, Angst-/Panikstörung
Anafranil
04.08. - 16.08.2016 -125 mg
17.08. - 14.09.2016 75 mg ret.
15.09. - 19.09.2016 37,5 mg ret.(abgesetzt)
20.9. - 21.09. 2016 Deanxit (aufgrund Suizidgedanken abgesetzt)
Mitte November - 04.Jänner 2018 stat. Aufenthalt
mehrere Antidepressiva "ausprobiert" (Mirtazepin für 10 Tage, Cipralex,Stablon...Suizidedanken, Depersonalisationsgefühle)
Lorazepam wie folgt:
16.12./17.12. 0,5mg
19.12. 0,5 mg
28./29.12. 1,25 mg
31.12./1.1. 1,25 mg
3.1. 1 mg
4.1. 0,5 mg
5.1. 1 mg
10.1. 1 mg
12.1. 0,75mg
14.1. 0,75 mg
16.1. 0,75 mg
19.1./20.1. 0,75 mg
22.1. 1mg
23.1. 0,75 mg
24.1. 1 mg
26.1. 1,25mg
27.01. 0,75mg
28.01. 0,5mg
29.1. 0,5mg
30.1. 0,5mg
31.1. 1,50mg
1.2. - 5.2. 0mg
6.2. stationär 15 Tropfen Diazepam zu 0,33 mg
7.2. 10Tropfen Dia zu 0,33 mg
8.2. 10 Tropfen Dia zu 0,33 mg
9.2. - 13.02. 10 Tropfen Dia zu 0,33 mg
14.2. 8 Tropfen Dia zu 0,33 mg - zu Hause
abends 2,5 mg Diazepam


Mir geht's total schlecht.Leide unter massiven Angst-/Unruhezuständen (Todesangst).Jeden 3. Tag total
depressiv vereinzelt auch Suizidgedanken. Temesta tut mir auch nicht wirklich gut.Führt zu Pulserhöhung, Schwindel,Ohrgeräuschen.Bin total verzweifellt!!!Möchte keine Med. mehr nehmen, halte es jedoch so auch nicht aus.

lunetta
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Re: Hilfe bei absetzen Lorazepam erbeten

Beitrag von lunetta » Freitag, 26.01.18, 17:58

Hallo und willkommen auch von mir!

Das Wichtigste jetzt erst mal zuerst: Bitte nicht verzweifeln!!!! Hier ist immer jemand mit einem offenen Ohr und einem Rat!
Es kann manchmal etwas dauern bis du Antworten bekommst, da wir alle absetzen und mehr oder weniger an Absetzsymptomen leiden, und somit nicht immer in der Lage sind, online zu sein, und zu antworten - aber es kommen IMMER Antworten, wir lassen niemanden hängen - das nur mal zu deiner Beruhigung!

Bitte berichte uns doch, wie es zu deiner Angsterkrankung gekommen bist! Bist du weiblich oder männlich, und wie alt bist du?

Warst du stationär in einer Klinik? Wurden auch andere Parameter, wie z.B. die Schilddrüse, Hormonstatus, falls du weiblich bist, usw. untersucht?
Wurden dir Alternativen an Therapien angeboten?

Ich weiß - viele Fragen, aber es ist wichtig für uns, damit wir dich gut beraten können.

Angsterkrankungen können sich verselbständigen, das ist für die Betroffenen ganz furchtbar, denn man verstärkt die Symptome der Angst durch die Angst.
Bei dir wurden anscheinend auch mehrere AD in dieser Zeit ein- und abdosiert, was auch ein enormer Stress für das ZNS ist! Auch das macht furchtbare Unruhe, Angstzustände, Suizidgedanken und Depressionen.

Wie jamie schon schrieb, ist jetzt erstmal wichtig, Ruhe ins System zu bringen, denn ein Absetzen des Benzos macht nur Sinn, wenn du dich davor stabilisieren konntest! Dazu solltest du wie j. schrieb 1 !! Dosis finden, bei der es dir einigermaßen gut geht, egal jetzt wie hoch diese Dosis ist, und diese Dosis täglich einnehmen. Nicht einmal nehmen und dann wieder nicht - dadruch kommst du immer in Entzügigkeit, und dadruch hast du dann wieder verstärkt deine jetzigen Symptome.

Danach kannst du dich ans Absetzen machen;)

Benzos und AD deckeln nur Symptome, aber heilen sie nicht!!! Um deine Angsterkrankung zu behandeln, solltest du dich um eine entsprechende Gesprächstherapie kümmern - die Medikamente können eine zeitlang eine Krücke sein, aber unweigerlich sind sie auch eine Abhängigkeit.

GLG
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Eva
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Re: Hilfe bei absetzen Lorazepam erbeten

Beitrag von Eva » Freitag, 26.01.18, 18:24

Hallo,

da Du so dringend nach einem Echo rufst, meine persönliche Erfahrung.

Benzos lassen sich ausschleichen, und nicht immer gehts einem damit nur schlecht. Strategien für ein Leben möglichst ganz "ohne" wollen allerdings, jenseits des Absetzvorgangs bzw. parallel dazu, erarbeitet werden. Alle Psychomedikamente, die wir schlucken, haben ihre Ursache, die irgendwo in uns liegt, das sollten wir bei aller "Technik" nicht vergessen.

Ich bin mittlerweile nahe Null, und es geht bisher besser als erwartet; ich hatte auch ganz viel Angst davor und jede Menge Befürchtungen, wie es ohne Benzo mal werden soll, und nun bin ich viel zuversichtlicher. Es entwickelt sich, wir werden stärker, wenn wir alles daransetzen. Wo wir können, sollten wir dazu beitragen.

Ich wünsche Dir von Herzen alles Gute, Du bist hier auf jeden Fall gut aufgehoben.

Liebe Grüße
von Eva
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lebenswille
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Re: Hilfe bei absetzen Lorazepam erbeten

Beitrag von lebenswille » Freitag, 26.01.18, 20:09

Liebe Lunetta, vielen Dank für deine einfühlsamen Worte. Hab zwar schon geantwortet weiß aber nicht wo die Antwort gelandet ist.Deshalb nochmal in Kürze:
Bin 39J. alt u. weiblich.
Genauer Auslöser für die Angsterkrankung ist unklar.Hab 3 Wochen Antibiotika aufgrund Verdacht auf Chlamydien in der Lunge genommen, daraufhin anhaltende Probleme mit Zähnen, Gastritis mit 20 kg Gewichtsabnahme in 10 Wochen, daraufhin Todesangst, Panikattacken, depressive Symptomatik, Suizidgedanken;Schließlich Klinikaufenthalt, Versuche mit SSRI haben zu massiven Suizidgedanken geführt,anschließend Anafranil per Infusion erhalten, da ich mich keine Med mehr schlucken getraute. All das war sehr traumatisierend da ich bereits zuvor einen Ärztemarathon hinter mich gebracht habe.
Schilddrüse - einige Knoten, Zyste, Entzündungen - vermutlich Hashimoto - lt. Ärzte kein Handlungsbedarf
Hormone teilweise untersucht. DHEAS doppelt so hoch wie oberster Grenzwert (?), eine spezifische Testung der Nebenniere ist noch ausständig.Bin derzeit jedoch nicht in der Lage wieder einen Ärztemarathon zu starten.
Vielen Dank noch mal für die Bemühungen u. die netten Worte.

PS:Weiß nicht was ich jetzt tun soll.Mein Psychiater rät zur stat. Aufnahme in Klinik bzw. zur Einnahme von Lyrika und Cymbalta oder Ludiomil. Könnte auch Insidon einnehmen.Bin wirklich ratlos.Was sagt ihr dazu???
Diagnosen: Depression, Angst-/Panikstörung
Anafranil
04.08. - 16.08.2016 -125 mg
17.08. - 14.09.2016 75 mg ret.
15.09. - 19.09.2016 37,5 mg ret.(abgesetzt)
20.9. - 21.09. 2016 Deanxit (aufgrund Suizidgedanken abgesetzt)
Mitte November - 04.Jänner 2018 stat. Aufenthalt
mehrere Antidepressiva "ausprobiert" (Mirtazepin für 10 Tage, Cipralex,Stablon...Suizidedanken, Depersonalisationsgefühle)
Lorazepam wie folgt:
16.12./17.12. 0,5mg
19.12. 0,5 mg
28./29.12. 1,25 mg
31.12./1.1. 1,25 mg
3.1. 1 mg
4.1. 0,5 mg
5.1. 1 mg
10.1. 1 mg
12.1. 0,75mg
14.1. 0,75 mg
16.1. 0,75 mg
19.1./20.1. 0,75 mg
22.1. 1mg
23.1. 0,75 mg
24.1. 1 mg
26.1. 1,25mg
27.01. 0,75mg
28.01. 0,5mg
29.1. 0,5mg
30.1. 0,5mg
31.1. 1,50mg
1.2. - 5.2. 0mg
6.2. stationär 15 Tropfen Diazepam zu 0,33 mg
7.2. 10Tropfen Dia zu 0,33 mg
8.2. 10 Tropfen Dia zu 0,33 mg
9.2. - 13.02. 10 Tropfen Dia zu 0,33 mg
14.2. 8 Tropfen Dia zu 0,33 mg - zu Hause
abends 2,5 mg Diazepam


Mir geht's total schlecht.Leide unter massiven Angst-/Unruhezuständen (Todesangst).Jeden 3. Tag total
depressiv vereinzelt auch Suizidgedanken. Temesta tut mir auch nicht wirklich gut.Führt zu Pulserhöhung, Schwindel,Ohrgeräuschen.Bin total verzweifellt!!!Möchte keine Med. mehr nehmen, halte es jedoch so auch nicht aus.

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Re: Hilfe bei absetzen Lorazepam erbeten

Beitrag von lebenswille » Freitag, 26.01.18, 20:21

Liebe Eva,

danke für deine aufmunternden Worte.Nimmt mir etwas den Stress raus, obwohl ich Benzo schon gern wieder los wäre, aber leider weiß ich derzeit ohne überleben soll.Hab so Angst vor anderen Medikamenten.Was hältst du von Lyrika?Danke nochmal fürs Mut machen. Wünsche dir gutes Gelinge u. viel Erfolg beim Absetzen
Glg
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Re: Hilfe bei absetzen Lorazepam erbeten

Beitrag von lebenswille » Freitag, 26.01.18, 21:15

Liebe Lunetta,
vielen Dank für deine netten, einfühlsamen Worte.Wie genau es zu meiner Angsterkrankung gekommen ist kann ich leider noch nicht sagen.Zumindest ging es nach einer dreiwöchigen Antibiotikaeinnahme aufgrund des Verdachtes auf Chlamydien in der Lunge aus meiner Sicht los: anhaltende Zahnbeschwerden, Gastritis -20 kg Gewichtsabnahme innerhalb10 Wochen, Panikattacken wechselten sich mit depr. Syptomatik ab.Irgendwann kamen Suizidgedanken u. massive Todesängste dazu. Schließlich wusste ich nicht mehr weiter u. ließ ich mich stat. auf Anafranil einstellen ( Per Infusion da ich seit der Gastritis Angst habe Med. zu schlucken) Vorangegangene Versuche mit SSRI endeten in massiven Suizidgedanken. All diese Erfahrungen haben mich aus meiner Sicht traumatisier da ich bis zur Diagnosestellung der Gastritis ein regelrechter Ärztemarathon hinter mich gebracht habe...
Ich bin weiblich, 39 Jahre alt, Schilddrüse wurde untersucht, habe einige Knoten und auch Zysten angeblich gab's auch Entzündungen - fraglich ist Hashimoto; Hormonstatus wurde halbherzig gemacht, mit dem Ergebnis das DHEAS doppelt so hoch ist wie der oberste Grenzwert.Ein spezielle Testung in Bezug auf die Nebenniere ist noch ausständig - schaffe es derzeit nicht wieder Ärzte abzuklappern.Behandlung der Schilddrüse ist aus Sicht der Ärzte nicht nötig (?).Leide auch an Vit D + B 12 Mangel.Andere Werte wie Eisen...sind auch grenzwertig.
Alternative Therapien in Bezug auf Beschäftigung, Sport,Gespräche...Eine Psychotherapie +Shiazu habe ich bis vor dem letzten Krankenhausaufenthalt absolviert.
Hoffe ich hab nichts wichtiges vergessen.Danke vielmals für die Hilfe.
Schöne Grüße!
Diagnosen: Depression, Angst-/Panikstörung
Anafranil
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Re: Hilfe bei absetzen Lorazepam erbeten

Beitrag von Clarissa » Freitag, 26.01.18, 21:53

Hallo Lebenswille,

bitte lass Dich nicht auf weitere PP ein! Lyrika z.B. macht auch schnell abhängig und lässt sich schwer absetzen.

Eine Wunderpille, die alles regelt, gibt es nicht. Jedes weitere PP sowie rasches Auf- und Abdosieren reizen Deinen Organismus immer mehr und verschlimmern Deinen Zustand.

Ich halte, wie hier schon mehrfach vorgeschlagen, die Stabilisierung auf einem Benzo für das kleinste Übel. Erstmal Ruhe ins System, dann die nächsten Schritte.
So hat es z.B.Eva gemacht und fährt damit bisher gut.

Versuche, einen klaren Kopf zu behalten und nicht panisch in eine Klinik zu gehen. Die wissen dort auch nicht wirklich weiter und können Deine Lage nicht verbessern.

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Re: Hilfe bei absetzen Lorazepam erbeten

Beitrag von lebenswille » Freitag, 26.01.18, 22:54

Liebe Chlarissa,
vielen Dank für deine Rückmeldung. Ich befürchte nur dass ich aufgrund der Stärke meiner Symptomatik doch etwas für eine längerfristigen Einnahme benötige. Komm weder mit dem Angstteil noch mit dem Depressionsteil klar da beide mir den Tag zur Hölle machen u. ich nicht weiß wie lange ich das so noch aushalten kann.Geh ja samt Benzo nicht aus dem Haus aus Angst und Antriebslosigkeit. Leider finde ich auch zu Hause zu keinem Zeitpunkt Ruhe ohne Benzo. Und dieser Zustand war es ja auch der Grund für den letzten Krankenhausaufenthalt. Insbesondere diese unerträgliche innere Unruhe im Magen/Brustkorb, die sich nach kürzester Zeit zu einem Kribbeln im gesamten Oberkörper und Rücken, treibt mich entweder in den Wahnsinn oder in den Selbstm...
Und das würde ich gerne verhindern,denn eigentlich liebe ich das Leben viel zu sehr!!!Nur so kann ich auf Dauer nicht.Also was kann ich tun außer zu hoffen das mir ein Med. hilft mich zumindest etwas zu stabilisieren.Alleine schaffe ich das nicht.Hab es wochenlang bzw. monatelang vergeblich versucht.Aber die Hoffnung stirbt zuletzt.Wir werden ja sehen was die nächsten Tage bringen.
L.G. von mir und eine gute/erholsame Nacht.
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Re: Hilfe bei absetzen Lorazepam erbeten

Beitrag von Jamie » Freitag, 26.01.18, 23:14

Hallo lebenswillen,

willkommen im Forum :)

Ich bin sehr erschöpft, aber dein Beitrag schreit geradezu danach noch einmal kurz kommentiert zu werden.
Du wirkst auf mich gerade sehr panisch und kopflos.
Jetzt geht es dir aber schon Wochen und Monate so elend, das heißt es kommt auf zwei drei Tage wohl auch nicht mehr an, also bitte versuche mal durchzuschnaufen und dich zu beruhigen und nimm dir bitte noch mal Zeit die vorherigen Beiträge zu lesen.

Unter Stress und Panik neigt man zu Entscheidungen und Schnellschüssen, die man später bereuen könnte.
Du gehst in keinster Weise auf die Hinweise zu den Benzos ein, das aber ist wichtig.

Dein ZNS ist ganz sicher extrem gereizt und erschüttert durch die vielen Medikamentenexperimente.
Du berichtest eine massive SSRI Unverträglichkeit; das heißt du darfst sie nie wieder einnehmen, denn wenn du von ihnen suizidal wirst, dann ist das sehr gefährlich für dich.

Dein Zustand wird vermutlich aber auch durch deine Lorazepameinnahme negativ aufrecht erhalten, da du vermutlich abhängig bist. Durch die Abhängigkeit bist du entzügig und die Entzügigkeit verstärkt all deine bestehenden Probleme massiv, insbesondere die Angst und Unruhe.

Es ist wichtig das zu wissen.
Ich bin mir relativ sicher, das du momentan davon profitieren würdest, es dir vielleicht sogar drei vier Tage ganz gut gehen würde, wenn man dich ganztägig mehrmals auf Benzos setzt, das allerdings ist klinisch und ethisch ein NoGo. Du bist bereits jetzt schon vermutlich abhängig und dich mit Benzos weiter zu beruhigen würde die Sucht und auch die dann folgenden Entzugssymptome anheizen.
Das A und O ist es, und es wurde mehrfach von den anderen geschrieben (aber du bist nicht darauf eingegangen), eine Dosis an Benzos zu finden, auf der du dich stabilisieren kannst und dann auszuschleichen. Und diese Dosis muss jeden Tag gleich sein.

Da es dir so schlecht geht, müsste man vermutlich auf ein Benzo wechseln, das länger wirkt und damit nicht diese Entzügigkeit wie Lorazepam hervorruft, zB Diazepam oder Clonazepam.
Dafür bräuchtest du einen kooperierenden Arzt, der dir solche Rezepte ausstellt. Man würde dann überlappend umstellen und dann das Diazepam auschleichen.
Wenn also an den Medikamenten gedreht wird, dann sollte das das erste und besonders relevante Schräubchen sein, du allerdings guckst momentan nur nach AD, die aber sind nicht geeignet dein Benzoproblem zu lösen.

Wir im ADFD sind psychopharmakakritisch, wir werden niemandem raten immer mehr und mehr einzunehmen, da wir mittlerweile wissen, dass diese multiplen Einnahmen oft den Zustand weiter verschlechtern, und das deckt sich ja auch mit deiner eigenen Erfahrung, nichtsdestotrotz sind wir hier nicht naiv und wissen, dass manchmal zusätzliche Mittel von Nöten sind, insbes. auch dann, wenn Menschen denken, sie würden es "ohne" nicht überstehen.
Wir respektieren auch, wenn Menschen sich für diesen Weg entscheiden.

Sollte wirklich eine Entzugs- oder Symptomdeckelung vonnöten sein, was wir hier im Forum als allerletzte Option betrachten, so sollte man am ehesten mal Richtung trizyklische AD wie Amitriptylin oder Trimipramin schauen, da diese tendenziell beruhigen oder runterfahren können, aber möglicherweise auch nicht. Es bleibt ein Trial and error Verfahren.
Ich empfehle so etwas auch aktiv nicht, das hier ist explizit keine Medikamentenempfehlung, aber eben ein umfassendes Statement, in dem ich alles Relevante nenne.

Ein sehr gereiztes Nervensystem will eigentlich am liebsten seine Ruhe. Und das heißt möglichst wenig zusätzliche Chemie.

Nimm dir mal ein wenig Zeit deine Situation zu eruieren und dann entscheide in Ruhe und überlegt, wie es weitergehen könnte.

Grüße
Jamie
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Re: Hilfe bei absetzen Lorazepam erbeten

Beitrag von Jamie » Freitag, 26.01.18, 23:30

Ergänzung.

Ich habe noch eine Frage. Wie lautet der Name des Antibiotikums, das du längere Zeit nehmen musstest? Es gibt eine Gruppe an AB, die schwere neurologische und psychiatrische Nebenwirkungen auslösen können, die auch anhalten können.

Alle AB, egal von der "heiklen" oder "normalen" Sorte, haben ferner das Potential ein bereits irritiertes ZNS weiter zu destabilisieren und so zu einer massiven Symptomverschlechterung zu führen.

Grüße
Jamie
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Re: Hilfe bei absetzen Lorazepam erbeten

Beitrag von Eva » Freitag, 26.01.18, 23:57

Liebe Lebenswille (schöner Nickname),

Du erlebst gerade eine arge Verstrickung in Symptome und Medikamente, und es ist schwer zu sortieren, was Ursache und was Wirkung ist, geschweige denn, einen schnellen Entschluss zu fassen. So ist es leider häufig, aber trotzdem lässt sich das Knäuel nach und nach entwirren.

Lyrika halte ich für nicht weniger problematisch als die anderen AD, aber das wurde Dir ja auch schon erläutert. Deine Verzweiflung ist verständlich; versuche Dich zu beruhigen, niemand will Dir und wird Dir ein Medikament ausreden oder gar wegnehmen wollen, solange Du es nicht selbst willst.

Geh es langsam an. Du bist nicht allein. Stück für Stück wird sich auch für Dich ein Weg abzeichnen. Ich möchte Dich mit den anderen wirklich ermutigen. Nur nichts überstürzen. Ich bin sicher, uns hat nicht der blinde Zufall hierher geführt. :group:

Liebe Grüße, Eva
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Re: Hilfe bei absetzen Lorazepam erbeten

Beitrag von lebenswille » Samstag, 27.01.18, 9:12

Hallo Jamie,
danke für deine Rückmeldung.
Das Antibiotikum, welches ich eingenommen habe, heißt Doxycyclin (Gruppe: Tetracycline) Schon dieser Name sagt aus meiner Sicht einiges aus.Damals habe ich mir nicht viel dabei gedacht.Es ärgert mich sehr, dass ich es eingenommen habe, da dies nicht unbedingt notwendig gewesen wäre.Aber im Nachhinein ist man immer klüger.

Ja du hast recht, bin derzeit wirklich panisch u. kopflos.Habe das Gefühl nie mehr aus dieser lebensunwürdigen Situation rauszukommen.Weiß wirklich nicht mehr weiter.Würde das Benzo gerne von heute auf morgen weglassen, da ich befürchte durch das Ausschleichen u. der damit verbundenen tgl. Einnahme erst recht in eine Abhängigkeit zu gelangen.
Da es mir ja bereits vor der Benzoeinnahme so schlecht gegangen ist weiß ich wirklich nicht was ich tun soll.Lange stehe ich das so nicht mehr durch.
Diazepam zu 5mg - 50 Stück hätte ich sogar zu Hause.Aber wie sich das wieder auswirkt bzw. was durch den Wechsel passiert ist auch unklar.Wie müsste ich bei diesem Wechsel vorgehen?Vielen Dank nochmal für die Hilfe!
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19.12. 0,5 mg
28./29.12. 1,25 mg
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3.1. 1 mg
4.1. 0,5 mg
5.1. 1 mg
10.1. 1 mg
12.1. 0,75mg
14.1. 0,75 mg
16.1. 0,75 mg
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29.1. 0,5mg
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1.2. - 5.2. 0mg
6.2. stationär 15 Tropfen Diazepam zu 0,33 mg
7.2. 10Tropfen Dia zu 0,33 mg
8.2. 10 Tropfen Dia zu 0,33 mg
9.2. - 13.02. 10 Tropfen Dia zu 0,33 mg
14.2. 8 Tropfen Dia zu 0,33 mg - zu Hause
abends 2,5 mg Diazepam


Mir geht's total schlecht.Leide unter massiven Angst-/Unruhezuständen (Todesangst).Jeden 3. Tag total
depressiv vereinzelt auch Suizidgedanken. Temesta tut mir auch nicht wirklich gut.Führt zu Pulserhöhung, Schwindel,Ohrgeräuschen.Bin total verzweifellt!!!Möchte keine Med. mehr nehmen, halte es jedoch so auch nicht aus.

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Re: Hilfe bei absetzen Lorazepam erbeten

Beitrag von lebenswille » Dienstag, 30.01.18, 21:34

lebenswille hat geschrieben:
Samstag, 27.01.18, 9:12
Hallo Jamie,
danke für deine Rückmeldung.
Das Antibiotikum, welches ich eingenommen habe, heißt Doxycyclin (Gruppe: Tetracycline) Schon dieser Name sagt aus meiner Sicht einiges aus.Damals habe ich mir nicht viel dabei gedacht.Es ärgert mich sehr, dass ich es eingenommen habe, da dies nicht unbedingt notwendig gewesen wäre.Aber im Nachhinein ist man immer klüger.

Ja du hast recht, bin derzeit wirklich panisch u. kopflos.Habe das Gefühl nie mehr aus dieser lebensunwürdigen Situation rauszukommen.Weiß wirklich nicht mehr weiter.Würde das Benzo gerne von heute auf morgen weglassen, da ich befürchte durch das Ausschleichen u. der damit verbundenen tgl. Einnahme erst recht in eine Abhängigkeit zu gelangen.
Da es mir ja bereits vor der Benzoeinnahme so schlecht gegangen ist weiß ich wirklich nicht was ich tun soll.Lange stehe ich das so nicht mehr durch.
Diazepam zu 5mg - 50 Stück hätte ich sogar zu Hause.Aber wie sich das wieder auswirkt bzw. was durch den Wechsel passiert ist auch unklar.Wie müsste ich bei diesem Wechsel vorgehen?Vielen Dank nochmal für die Hilfe!
GLG
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Katharina
Diagnosen: Depression, Angst-/Panikstörung
Anafranil
04.08. - 16.08.2016 -125 mg
17.08. - 14.09.2016 75 mg ret.
15.09. - 19.09.2016 37,5 mg ret.(abgesetzt)
20.9. - 21.09. 2016 Deanxit (aufgrund Suizidgedanken abgesetzt)
Mitte November - 04.Jänner 2018 stat. Aufenthalt
mehrere Antidepressiva "ausprobiert" (Mirtazepin für 10 Tage, Cipralex,Stablon...Suizidedanken, Depersonalisationsgefühle)
Lorazepam wie folgt:
16.12./17.12. 0,5mg
19.12. 0,5 mg
28./29.12. 1,25 mg
31.12./1.1. 1,25 mg
3.1. 1 mg
4.1. 0,5 mg
5.1. 1 mg
10.1. 1 mg
12.1. 0,75mg
14.1. 0,75 mg
16.1. 0,75 mg
19.1./20.1. 0,75 mg
22.1. 1mg
23.1. 0,75 mg
24.1. 1 mg
26.1. 1,25mg
27.01. 0,75mg
28.01. 0,5mg
29.1. 0,5mg
30.1. 0,5mg
31.1. 1,50mg
1.2. - 5.2. 0mg
6.2. stationär 15 Tropfen Diazepam zu 0,33 mg
7.2. 10Tropfen Dia zu 0,33 mg
8.2. 10 Tropfen Dia zu 0,33 mg
9.2. - 13.02. 10 Tropfen Dia zu 0,33 mg
14.2. 8 Tropfen Dia zu 0,33 mg - zu Hause
abends 2,5 mg Diazepam


Mir geht's total schlecht.Leide unter massiven Angst-/Unruhezuständen (Todesangst).Jeden 3. Tag total
depressiv vereinzelt auch Suizidgedanken. Temesta tut mir auch nicht wirklich gut.Führt zu Pulserhöhung, Schwindel,Ohrgeräuschen.Bin total verzweifellt!!!Möchte keine Med. mehr nehmen, halte es jedoch so auch nicht aus.

lebenswille
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Re: Hilfe bei absetzen Lorazepam erbeten

Beitrag von lebenswille » Donnerstag, 08.02.18, 17:29

Hallo liebe Forumsteilnehmer, ich bräuchte bitte dringend euren Rat/eure Hilfe.Befinde mich derzeit in stationärer "Behandlung" weil ich meine Zustände gar nicht mehr aushalten kann.Ich muss dazusagen, dass mir hier keine Med. aufgedrängt werden u. auch eher versucht wird die Medikation so gering wie möglich zu halten.
Vorrangig geht es um den Benzoentzug. Ich habe leider zu Hause über 6 Tage versucht Lorazepam "kalt" abzusetzen, was mir leider nicht gelungen ist.Hatte am 6. Tag so schlimme Symptome (Körperkribbeln und Körperbrennen, Angstzustände in einem unerträglichen Ausmaß.Musste schließlich die Rettung kommen lassen, da ich es gar nicht mehr aushielt u. ich Angst um mein Leben hatte.
Hier im Krankenhaus wurde ich dann sofort mit 15 Tropfen Diazepam "behandelt"und ich wurde zumindest ruhiger.Aktuell leide ich massiv unter den oben beschriebenen körperlichen Entzugssymptomen. Zusätzlich wechsel sich unerträgliche Unruhezustände mit massiver depressiver Symptomatik ab.
Die 15 Tropfen Diazepam bekam ich lediglich für einen Tag, die letzen beide Tage erhielt ich 10 Tropfen Diazepam,also in etwa 5 mg. Als Zusatzmedikation wird mir Trittico,Buronil,Seroquel (vertrage ich gar nicht) oder evtl. Doxepin angeboten.
Ich bitte euch dringend um Antwort was ich nun machen soll.Halte das alles gar nicht mehr aus.Würde "mich" am liebsten "beenden". Was kann ich nur tun um meine Situation zu verbessern Müsste die Diazepamdosis verringert werden um mich zu stabilisieren?In welchen Schritten u. über welchen Zeitraum müsste ich abdosieren,damit es mir besser geht?Kann man die Körperschmerzen "verhindern,oder bleiben einen diese auch bei langsamer Dosisreduktion nicht erspart?Bin wirklich total hilf-u. aussichtslos.Vielen Dank für eure Hilfe u. liebe Grüße an euch alle.
Diagnosen: Depression, Angst-/Panikstörung
Anafranil
04.08. - 16.08.2016 -125 mg
17.08. - 14.09.2016 75 mg ret.
15.09. - 19.09.2016 37,5 mg ret.(abgesetzt)
20.9. - 21.09. 2016 Deanxit (aufgrund Suizidgedanken abgesetzt)
Mitte November - 04.Jänner 2018 stat. Aufenthalt
mehrere Antidepressiva "ausprobiert" (Mirtazepin für 10 Tage, Cipralex,Stablon...Suizidedanken, Depersonalisationsgefühle)
Lorazepam wie folgt:
16.12./17.12. 0,5mg
19.12. 0,5 mg
28./29.12. 1,25 mg
31.12./1.1. 1,25 mg
3.1. 1 mg
4.1. 0,5 mg
5.1. 1 mg
10.1. 1 mg
12.1. 0,75mg
14.1. 0,75 mg
16.1. 0,75 mg
19.1./20.1. 0,75 mg
22.1. 1mg
23.1. 0,75 mg
24.1. 1 mg
26.1. 1,25mg
27.01. 0,75mg
28.01. 0,5mg
29.1. 0,5mg
30.1. 0,5mg
31.1. 1,50mg
1.2. - 5.2. 0mg
6.2. stationär 15 Tropfen Diazepam zu 0,33 mg
7.2. 10Tropfen Dia zu 0,33 mg
8.2. 10 Tropfen Dia zu 0,33 mg
9.2. - 13.02. 10 Tropfen Dia zu 0,33 mg
14.2. 8 Tropfen Dia zu 0,33 mg - zu Hause
abends 2,5 mg Diazepam


Mir geht's total schlecht.Leide unter massiven Angst-/Unruhezuständen (Todesangst).Jeden 3. Tag total
depressiv vereinzelt auch Suizidgedanken. Temesta tut mir auch nicht wirklich gut.Führt zu Pulserhöhung, Schwindel,Ohrgeräuschen.Bin total verzweifellt!!!Möchte keine Med. mehr nehmen, halte es jedoch so auch nicht aus.

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