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UnknownPleasures: Lorazepam- Abhängig nach 10 Tagen

Benzodiazepine können schon nach wenigen Wochen abhängig machen. Der Entzug dieser Medikamente sollte dann langsam und vorsichtig stattfinden.
UnknownPleasures
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Re: UnknownPleasures: Lorazepam- Abhängig nach 10 Tagen

Beitrag von UnknownPleasures » Samstag, 21.07.18, 4:57

Hallo Sigli,

vielen Dank für Deine Rückmeldung. :)
Ich wünsche mir sehr das Du recht behältst.

Tatsächlich habe ich zwischen dem 22.05 und 28.06 4 mg Diazepam weggelassen. Mit dem Lorazepam hatte es ja so gut geklappt, dass ich dachte die Geschwindigkeit sollte mir wenig Probleme bereiten.

Aber ist es nicht ein bisschen seltsam, dass ich bis zu der 5 mg Marke quasi komplett problemlos runterfahren konnte, dann aber plötzlich alles so reinknallt? Ist das von Mensch zu Mensch so variabel?

Und meinst du mit "stabilisiert", dass ich erst weiter herabsetzen sollte, wenn wirklich gar keine Entzugssymptome mehr vorhanden sind?

Ich hänge gerade immer noch in diesen matschigen Zuständen was die Psyche betrifft und das eben schon seit gut 3-5 Wochen, daher meine wachsende Verunsicherung. :?

Solange ich mir ja immer wieder sagen kann 'alles nur Entzugerscheinungen' fällt mir das wesentlich leichter.

Die Wasserlösmethode kenn ich, die hatte mir genial geholfen das T*vor so gut auszuschleichen. :)
Habe mir für die kleinen Schritte extra eine Fläschchen Dia verschreiben lassen, bei dem der Wirkstoff Gehalt nur bei aufgerundet 0.36 mg pro Tropfen liegt.

Dann würde ich mir für die Zukunft zwischen jedem Schritt 14-21 Tage Zeit lassen, das sollte hoffentlich ausreichen.

Gruß und ein schönes Wochenende,

- Jonas
Trockener Alkoholiker seit: 29.03.2018 6 Jahre problematischer Konsum, die letzten 2 Jahre quasi exzessiv, an 4-5 von 7 Tagen in der Woche.

Vorname, Alter: Jonas, 25

Keine weiteren Diagnosen.

Ende 03/2018 Abhängigkeit nach zwei wöchiger Einnahme von ca. 1.0 - 2.0 mg Lorazepam täglich, aufgrund von falsch gedeuteten Entzugserscheinungen bzgl. der Alkoholproblematik.

Mehrere kalte Absetzversuche sind gescheitert, der erste nach 6 Tagen! (ohne Forum), nach 10 Tagen erneuter Versuch, endete in einer Katastrophe, um meine Entzugserscheinungen vollständig aufzufangen waren 3 mg Lorazepam nötig.

Ab hier bgeinnt mein Ausschleichprozess
Über paar Tage hinweg auf 1,75 mg Lorazepam täglich stabilisiert.

0,75 mg Lorazepam durch 7,5 mg Diazepamspiegel ersetzt.
1 mg Lorazepam problemlos ausgeschlichen. 0 mg seit 22.05.2018

Diazepam

Leider habe ich ab hier nicht mehr genau dokumentiert, wie viel ich wann genau abdosiert habe. Es sind nur wenige Stichdaten vorhanden.

25.05 6.5 mg Diazepam
07.06 4.5 mg Diazepam
13.06 4.0 mg Diazepam Ab hier erste stärkere Entzugssymptome, die nach 1-2 Wochen überwunden schienen
28.06 3.0 mg Diazepam Hier begann der Horror, mittlere bis schwere Depressionen, Angstzustände, schlaflos über teils zwei Nächte hintereinander, Tinnitus - Symptome hielten fast zwei Monate an.
20.08 2,72 mg Diazepam Nach einem zweiwöchigen Symptomfreien Fenster einen kleinen Schritt runter, nach 7 Wochen setzte eine heftige Entzugsdepression ein, mit Suizidgedanken, Panikattacken, sehr schwere depressive Gefühle - unerträglich.
13.10 erhöht auf 4.0 mg Diazepam
20.10 4.0 mg Diazepam Erhöhung greift zu diesem Datum spürbar. Depressionen, Angst, etc. - alles wie weggeblasen.

Absetzpause für 2018
Bilanz: Trocken seit fast 7 Monaten, null Drang nach Alkohol.
Benzo: Mehr als 3/4 der Ausgangsdosis ausgeschlichen.

2019 geht es weiter, mein ZNS braucht Ruhe und muss sich erst ordentlich stabilisieren. :schnecke:
Bisher ein erfolgreiches Jahr für mich. :)

*Aktualisiert: 20.10.2018*

Murmeline
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Re: UnknownPleasures: Lorazepam- Abhängig nach 10 Tagen

Beitrag von Murmeline » Sonntag, 22.07.18, 7:57

Guten Morgen!

Es gibt hier viele Berichte, dass es im unteren Dosisbereich schwieriger werden kann, leider. Dann muss man eben die Schritte oder die Pausen dazwischen anpassen.

Idealerweise sollten sich die Symptome zwischen den Schritten reguliert haben. Da musst du für dich schaue ,etwas Bauchgefühl gehört auch dazu.

Psychische Symptome können hartnäckig sein, da ist es sicher gut, wenn du sie denn Entzug zuordnen kannst und sie als Begleiterscheinung akzeptierst.

Alles gute! Murmeline
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Re: UnknownPleasures: Lorazepam- Abhängig nach 10 Tagen

Beitrag von albertine » Sonntag, 22.07.18, 12:19

Hallo Jonas,
Aber ist es nicht ein bisschen seltsam, dass ich bis zu der 5 mg Marke quasi komplett problemlos runterfahren konnte, dann aber plötzlich alles so reinknallt? Ist das von Mensch zu Mensch so variabel?
Das liegt auch an der langen Halbwertszeit von Diazepam. Ich hatte auch 6 Wochen lang keine Entzugssymptome. Beim Diazepam kommt der Entzug tatsächlich zeitverzögert.

Grüße von Margot
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1976 angefangen mit Adumbran
1977 ging es weiter mit Lexotanil und Praxiten
irgendwann gab es dann nur noch Lexotanil bis zu 7 Tabletten pro Tag
1997 - 400mg Sulpirid - es ging mir immer schlechter - bin körperlich immer schwächer geworden, konnte letztendlich nicht mehr laufen und nichts mehr essen, lag nur noch im Bett - die Aussage meines jetzigen Psychiaters: "Sulpirid wirkt so" :frust:
musste dann weil ja nichts mehr ging ins Krankenhaus, lag 8 Wochen auf der Station für innere Medizin, Sulpirid wurde sofort auf 200 mg reduziert, Lexotanil in diesen 8 Wochen von 42 mg auf 3 mg - war hart, abes es ging, die letzten 3 mg Lexotanil in 1,5 er Schritten zuhause abgesetzt, ging prima, das restliche Sulpirid nach einigen Monaten auch ausgeschlichen, ging auch gut
2002 ging es los mit Diazepam, und ziemlich schnell hing ich wieder in der Suchtfalle
2009 kam eine heftige Depression hinzu
Dez. 2010 - Apr. 2011 war ich in der Psychiatrie zum Diazepam-Entzug
entlassen mit Amitriptylinoxid 210 mg
ein neues , viiiiiel besseres Leben begann :)
es folgten 2,5 Jahre Therapie bei einer Suchtberatung, Einzelgespräche und Gruppe
das AD wurde inzwischen reduziert auf 90 mg
ab 22.3. 2014 - 82,5 mg
ab 11.5 - 75 mg
bin jetzt bei 60 mg u. werde die Dosis jetzt erstmal beibehalten solange ich in der Therapie meine traumatische Kindheit verarbeite, vertrage es gut, keinerlei Nebenwirkungen
ab 10.7.2015 - 52,5 mg Amitriptylinoxid
ab 15.2.2016 - 45 mg
10.5.2016 - 37,5 mg
19.6.2016 - 30 mg
28.9.2017 - 22,5 mg
1.1.2018 - 15 mg
27.9.2018 - 7,5 mg

2014 Traumatherapie begonnen - nach einigen Monaten abgebochen, war mit der Therapeutin nicht zufrieden

März 2015 neue Therapie begonnen bei einer sehr engagierten Therapeutin + gehe weiterhin zu einer Selbsthilfegruppe

2018 tiefenpsychologisch fundierte Therapie

mein Leben ist lebenswert :)

mein Ziel: NIE WIEDER BENZOS!!!

WER KÄMPFT, KANN VERLIEREN, WER NICHT KÄMPFT, HAT SCHON VERLOREN!

Wer vom Leben nicht lernt, dem erteilt es seine Lektionen!

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Re: UnknownPleasures: Lorazepam- Abhängig nach 10 Tagen

Beitrag von UnknownPleasures » Dienstag, 31.07.18, 16:10

Hallo :)

ihr hattet recht. :wink: :)

die Schlimmsten Symptome sind wohl überstanden. Ich nehme immer noch kleine Wellen von leichteren Symtomen wahr, der Tinnitus ist noch zu 50% der Zeit hörbar.

Schlaf weiterhin schwierig aber ohne Alpträume etc. eher Wetter bedingt würde ich sagen.

Ich würde gerne bestenfalls kommende Woche den nächsten Schritt runter gehen (0,28 mg).
Letzter Absetzschritt liegt 5 Wochen zurück.

Aus eurer persönlichen Erfahrungen heraus: Sollte ich lieber noch warten nach den riesigen Schritten vor meiner Pause oder kann ich es wagen?

Andere Frage: Kann ich den weiteren Entzug schlimmer machen, wenn ich mir jetzt insgesamt 8 Wochen Pause „gönnen“ würde? Also mit dieser Woche eingerechnet noch zwei Weitere Wochen abwarten würde, bevor ich dann alle 2-4 Wochen um 0.3 runtergehen würde..?

Vielen Dank für eure lieben Hinweise und Rückmeldung :hug:
Und kommt gut durch die viel zu heissen Tage. Ist unerträglich im Moment :roll: (Und leider noch kein Ende in Sicht)

- Jonas
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Leider habe ich ab hier nicht mehr genau dokumentiert, wie viel ich wann genau abdosiert habe. Es sind nur wenige Stichdaten vorhanden.

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Re: UnknownPleasures: Lorazepam- Abhängig nach 10 Tagen

Beitrag von Jamie » Dienstag, 31.07.18, 20:28

Hallo Jonas :)
Aus eurer persönlichen Erfahrungen heraus: Sollte ich lieber noch warten nach den riesigen Schritten vor meiner Pause oder kann ich es wagen?

Andere Frage: Kann ich den weiteren Entzug schlimmer machen, wenn ich mir jetzt insgesamt 8 Wochen Pause „gönnen“ würde? Also mit dieser Woche eingerechnet noch zwei Weitere Wochen abwarten würde, bevor ich dann alle 2-4 Wochen um 0.3 runtergehen würde..?
Ich würde noch etwas warten nach diesen großen Schritten.
Nein, du machst den Entzug nicht schlimmer, wenn du dir Pausen gönnst. Keine Sorge.
Es spricht nichts, wirklich gar nichts dafür sich zu hetzen in deinem Fall.
Je langsamer und achtsamer, desto nachhaltiger.

Grüße
Jamie
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Re: UnknownPleasures: Lorazepam- Abhängig nach 10 Tagen

Beitrag von UnknownPleasures » Freitag, 03.08.18, 10:13

Hallo :)

die Symptome sind wieder da. Fast alle, seit einigen Tagen. Hinter mir liegt eine schlaflose Nacht mal wieder. Meine Unsicherheit wächst und ich habe das Gefühl dieses hin und her in dieser Intensität nicht mehr auszuhalten.

Mein Plan ist es doch wieder aufzudosieren...
Ich erwarte keinen Zuspruch zu dieser Entscheidung. Mir selber ist das schwer gefallen und ich habe lange darüber nachgedacht, wie ich mit meiner Situation am sinnvollsten umgehe und sehe keine Alternative.

Ich bitte an der Stelle trotzdem um eure Hilfe, da viele von Euch sich besser mit Diazepam auskennen, als ich es tue.
Ich möchte im weiteren Verlauf auch einfach keine weiteren Fehler mehr machen, dies bezüglich...

Ich hätte daran gedacht, auf 4 oder 5 mg ? hochzugehen, einige Wochen drauf zu pausieren, um dann langsam; wirklich gaaanz langsam runterzufahren.
Die Dosis sollte potent genug sein, um die Symptome aufzufangen und meinen Zustand etwas zu neutralisieren - vorerst.

Aktuell nehme ich immer noch 3 mg als Tropfen ein. Immer Abends gegen 22 Uhr.

Das ich mit Entzugssymptomen weiterhin rechnen muss, ist mir bewusst, ich möchte trotzdem dem bequemsten und langsamsten Weg gehen, der mich aber sicher auf 0 bringt. Ich kann und werde das schaffen. Es braucht aber Zeit. Und die werde ich mir nehmen. :sports:

Ich bin erst seit 125 Tagen trocken, was den Alkohol betrifft.
Ich habe mich einfach übernommen, schätze ich. Die Alkohol Abstinenz und die Benzo Abhängigkeit gingen fließen ineinander über.

Der Gedanke jemals wieder zur Flasche zu greifen lässt mich schütteln. Ich bin davon so weit entfernt wie noch nie. Das will ich mir nicht zerstören.

Mein Vorrat an Diazepam Tropfen wird jetzt unter diesem Umstand nicht mehr vollständig ausreichen, mein Hausarzt wird mir diesbezüglich nicht mehr aushelfen. Ich werde dann wohl auf die 10 mg Tabletten umsteigen müssen ...

So wie ich das bisher verstanden habe, sind die ja immerhin wasserlöslich. Damit kann ich ja wie vorher bei den Loras meine Dosis immer noch ziemlich genau abmessen.

Ich wohne übrigens in Mittelhessen. Falls mir doch jemand einen Arzt empfehlen kann, wäre ich sehr dankbar dafür. Ich könnte bis zum Rhein-Main Gebiet pendeln. Wenn nicht, bekomme ich das trotzdem irgendwie hin. Tatsächlich wäre mir ein Arzt ganz lieb, der das therapeutisch ein wenig begleiten würde. Wenigstens einmal im Monat ein offenes Ohr hätte, ohne mich dabei mit Krampf in 8 Wochen auf 0 mg bringen zu wollen.

Nach meinem HA wäre das Beste für mich eine Entgiftung. Nach einem ambulanten Alkohol Kaltentzug in 14 Tagen auf 0 mg Diazepam. :frust:
Das kann ich im Moment nicht gebrauchen.

Grüße,
Jonas
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Re: UnknownPleasures: Lorazepam- Abhängig nach 10 Tagen

Beitrag von Jamie » Freitag, 03.08.18, 13:08

Hallo Unknown :),

das tut mir leid, dass es jetzt so gekommen ist.

Diazepam, weder in Tropfenform noch als Tablettenform, darf in Wasser gegeben und gelöst werden.
Es ist das einzige Benzo, wo es nicht klappt, da es in Wasser instabil werden kann.
Manche berichten von Ausflockungen und dass der Wirkstoff ausfällt; andere wiederum haben es probiert und bei denen passierte nichts.
Wir wissen nicht genau woran es liegt, vermutlich reagiert bei manchen der Wirkstoff mit den Ionen aus dem Leitungswasser und Trinkwasser.
Wenn du es in Wasser lösen willst, dann auf eigene Verantwortung. :roll:

Interessanterweise darf man Valocordin Diazepam Tropfen in Wasser geben; sie sind aber auch die einzigen, die in Alkohol gelöst sind.

Wenn du auf die Tabl. angewiesen bist, dann lege dir besser vorher eine Feinwaage zu und brösele die Dosis.

Ich würde auf 4mg aufdosieren, um deine Frage zu beantworten und schauen, ob dies zum Stabilisieren reicht.
Wenn nein, dann auf 4,5mg hoch gehen und ggf. bis zu 5mg hoch.
Evtl. auch mal drüber nachdenken, ob du die Dosis vielleicht auf zwei mal täglich verteilst (?). Muss aber nicht sein.

Noch eine Nachfrage.
die Symptome sind wieder da. Fast alle, seit einigen Tagen. Hinter mir liegt eine schlaflose Nacht mal wieder. Meine Unsicherheit wächst und ich habe das Gefühl dieses hin und her in dieser Intensität nicht mehr auszuhalten.
Von welchen Symptomen redest du denn? Du sagst nur, kurz vor nicht mehr aushaltbar.

Mitfühlende Grüße
Jamie
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Re: UnknownPleasures: Lorazepam- Abhängig nach 10 Tagen

Beitrag von UnknownPleasures » Freitag, 03.08.18, 14:19

Hallo Jamie,

Danke für den Hinweis. :)

Mit dem wasserlösen hätte ich es tatsächlich eher drauf ankommen lassen :?
Blöd, ich weiß...

sind Euch denn ggf. Andere Methoden bekannt, wie man die Diazepam Tabletten irgendwie verflüssigen kann?
Die Methode mit der Feinwaage stelle ich mir schwierig vor, vor Allem wenn man nur die 10 mg Tabletten hätte, die ja eh glaube ich ziemlich klein und leicht sind.

Würde ehrlich gesagt ungern deswegen umsteigen müssen, da bliebe nur Clonazepam als nennbare Alternative übrig. Da weiß ich aber nicht wie ich darauf reagiere.

Problem wird sein, dass ich mit meinen 24 Jahren kaum einen Arzt finden werde, der mir die Tropfen ausreichend lange verschreiben würde. An die Tropfen kommt man generell schwer dran :whistle: :(

Deswegen; unter Anderem habe ich mich auch so schnell runterdosiert.

Die Symptome sind bei mir vor Allem Psychisch sehr stark ausgeprägt.
Derrealisationszustände, depressive Verstimmungen, und Zwangsgedanken, die plötzlich auftreten.
Zusätzlich kommt das Gefühl. ständig kurz vor einer Panikattacke zu stehen. Diese tritt aber nicht ein. Ich fühle mich verwirrt und matschig und schnell (über)reizbar. Es ist zugegeben nicht mehr so schlimm, wie anfang und mitte Juli, wo ich viele Albträume hatte und mir meine Gedanken Angst gemacht haben.

Dazu kommen (seit Neuestem erst) merkwürdige Bauchschmerzen. Die fühlen sich an als wäre man super nervös vor einer Prüfung oder so, also wie Schmetterlinge im Bauch, nur das es keinen tatsächlichen Auslöser dafür gibt. Die kommen wie Stromschläge. Parallel dazu steigt der Tinnitus, die Angstgefühle...

Dabei ist meine Verdauung relativ normal und der Blutdruck und Puls auch im normalen Bereich.

Das tritt alles sehr Wellenartig auf, seit Wochen. Aber erst, seitdem ich die Diazepam Dosis reduziere.
Mal ist es sehr schwach bis kaum wahrnehmbar, und dann kommt es wieder stark zurück. Und jedes mal denke ich, ich hätte es endlich überstanden und ich wäre wieder halbwegs stabil.

Das passt dann schon wieder zu dem, wie es auch im Ashton Manual beschrieben ist.
Ganz schlau werde ich trotzdem nicht daraus, was mein Hirn ständig für faxen macht. :(

Dieses hin und her raubt mir ziemlich viel Kraft, und ich würde es gerne durch langsameres Reduzieren nach einer Stabilisierungsphase zumindest abschwächen wollen.

So wie es jetzt ist habe ich das Gefühl, dass das noch ewig dauern würde, bis es für mich persönlich erträglicher wird.

Ansonsten würde ich es tatsächlich mit 4 mg ausprobieren, um erstmal zu schauen wie, und OB mein ZNS darauf reagiert.
5 mg wäre mein Maximum. Ich werde auf keinen Fall noch mal höher gehen.

Grüße,
Jonas
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0,75 mg Lorazepam durch 7,5 mg Diazepamspiegel ersetzt.
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Re: UnknownPleasures: Lorazepam- Abhängig nach 10 Tagen

Beitrag von UnknownPleasures » Samstag, 04.08.18, 16:37

Hallo noch mal :?

kleines Update: Ich werde erst mal auf meiner Dosis bleiben.
Ich hatte gestern und vorgestern einen mentalen Tiefpunkt und habe mich insgesamt extrem reingesteigert.

Ich bleibe wie geplant bei meinen 3.0 mg, gebe mir noch ein paar Wochen Zeit und fahre dann normal fort.
Bei den nächsten Entzugsschüben muss ich einfach ruhiger bleiben. Sie kommen UND gehen. Umbringen werden Sie mich nicht und verrückt werde ich auch nicht. Alles wird Gut. Das muss ich mir einfach öfter vor Augen halten.

Sorry für das/die Dramen und DANKE für die Hilfe und Unterstützung bis hier hin. :hug:
Kein Forum im deutschsprachigen Raum gibt sich so Mühe bei der Hilfe für Betroffene und bleibt dabei so professionell und respektvoll. :)

Hätte ich euch nicht entdeckt, würde ich Wahrscheinlich immer noch Escitalopram einnehmen, wäre wieder am Trinken oder bereits mit einer Hochdosis Lorazepam beschäftigt. Oder ich wäre in der Psychatrie weil ich nie begriffen hätte, WARUM es mir so schlecht ging. :frust:

Wünsche Allen die mir Weitergeholfen haben und allen Mitlesern ein schönes Wochenende :)
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Leider habe ich ab hier nicht mehr genau dokumentiert, wie viel ich wann genau abdosiert habe. Es sind nur wenige Stichdaten vorhanden.

25.05 6.5 mg Diazepam
07.06 4.5 mg Diazepam
13.06 4.0 mg Diazepam Ab hier erste stärkere Entzugssymptome, die nach 1-2 Wochen überwunden schienen
28.06 3.0 mg Diazepam Hier begann der Horror, mittlere bis schwere Depressionen, Angstzustände, schlaflos über teils zwei Nächte hintereinander, Tinnitus - Symptome hielten fast zwei Monate an.
20.08 2,72 mg Diazepam Nach einem zweiwöchigen Symptomfreien Fenster einen kleinen Schritt runter, nach 7 Wochen setzte eine heftige Entzugsdepression ein, mit Suizidgedanken, Panikattacken, sehr schwere depressive Gefühle - unerträglich.
13.10 erhöht auf 4.0 mg Diazepam
20.10 4.0 mg Diazepam Erhöhung greift zu diesem Datum spürbar. Depressionen, Angst, etc. - alles wie weggeblasen.

Absetzpause für 2018
Bilanz: Trocken seit fast 7 Monaten, null Drang nach Alkohol.
Benzo: Mehr als 3/4 der Ausgangsdosis ausgeschlichen.

2019 geht es weiter, mein ZNS braucht Ruhe und muss sich erst ordentlich stabilisieren. :schnecke:
Bisher ein erfolgreiches Jahr für mich. :)

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Re: UnknownPleasures: Lorazepam- Abhängig nach 10 Tagen

Beitrag von UnknownPleasures » Samstag, 18.08.18, 17:14

Hallo liebe Mitleser :)

heute nur ein Update, kein Anliegen..

Nach 9 Wochen (ab 26.08) werde ich weiter runter gehen, ich hoffe mal bis dahin hat sich hauptsächliche meine Psyche ein wenig erholt.
Physisch bin ich ja schon wieder relativ fit.

Ich fasse mal meinen Plan zusammen, falls es wen interessieren sollte...
Für Einwände, falls jemand das liest und denkt ich mache irgendwo einen Fehler, bin ich natürlich offen. :hug: :)

Also, nun der Plan:

Schritt 1: 2,72 mg (- 0.28 mg) - max. 28 Tage
Schritt 2: 2,44 mg (- 0.28 mg) - max. 28 Tage
Schritt 3: 2.08 mg (- 0.36 mg) - max. 28 Tage
Schritt 4: 1.72 mg (- 0.36 mg) - max. 28 Tage
Schritt 5: 1.44 mg (- 0,36 mg) - max. 28 Tage
Schritt 6: 1.08 mg (- 0.36 mg) - max. 28 Tage
Schritt 7: 0.72 mg (- 0.36 mg) - max. 28 Tage
Schritt 8: 0.36 mg (- 0.36 mg) - max. 28 Tage
Schritt 9: 0 mg :party2: :party2:

Tage gesamt: 224
Verbraucht Diazepam gesamt: 351.68 mg

Die Mengen sind so aufgeteilt, dass es genau mit dem Vorrat meiner Diazepam Tropfen aufgeht.
Wie viel Zeit ich mir lasse, also besser gesagt ob ich vielleicht am Anfang oder später noch etwas schneller runterfahre, lasse ich mir noch offen.

Einerseits kämpfe ich gegen zwei Dämonen an (Alkohol, 4 Monate trocken) und das Diazepam - sollte mir deshalb mehr so viel Zeit wie möglich nehmen, andererseits möchte ich aber auch dieses Gift so schnell wie möglich aus meinem Körper bekommen. :schnecke:

Mit den riesigen Schritten aus dem Juni werde ich noch einige Wochen meinen Spass haben, natürlich in abgeschwächter Form, aber bemerkbar ist es schon. Meine aktuellen 3.0 mg zeigen so gut wie gar keine Potenz mehr. Also ich bin immer noch eher leicht Entzügig.

Ich denke und hoffe aber, dass sich das in den nächsten Wochen, trotz weiterer Reduktion ein bisschen fängt.

Wenn ich damit durch bin, was dieses Jahr nicht mehr vollständig hinhauen wird, kann ich mir trotzdem sagen, dass 2018 alles in Allem ein sehr produktives Jahr war. Benzos und Alkohol sind wohl so ziemlich die "Endbosse" in Bezug auf Sucht. :sports:

Mit 25 Jahren kann ich dann vielleicht endlich richtig mit meinem Leben loslegen, und meinen inneren Schweinehund loswerden.
Eine Psychotherapie wird so oder so unumgänglich sein, ich warte aber lieber, bis ich ganz auf 0 bin.
Ich möchte das ganz in Ruhe angehen, und keine Ärzte haben, die mir noch in meine Entzüge "reinpfuschen" wollen.
Wenn ich inzwischen eins hier mitbekommen habe, dann das Ärzte zu 95% wohl keine große Hilfe beim Bekämpfen von Benzos sind.

Nochmals vielen Dank fürs Unterstützen, mitlesen und informieren auch über die vielen anderen Threads hier im Forum. :fly:

Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende 8-) :wink:

Liebe Grüße,
Jonas :)
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Keine weiteren Diagnosen.

Ende 03/2018 Abhängigkeit nach zwei wöchiger Einnahme von ca. 1.0 - 2.0 mg Lorazepam täglich, aufgrund von falsch gedeuteten Entzugserscheinungen bzgl. der Alkoholproblematik.

Mehrere kalte Absetzversuche sind gescheitert, der erste nach 6 Tagen! (ohne Forum), nach 10 Tagen erneuter Versuch, endete in einer Katastrophe, um meine Entzugserscheinungen vollständig aufzufangen waren 3 mg Lorazepam nötig.

Ab hier bgeinnt mein Ausschleichprozess
Über paar Tage hinweg auf 1,75 mg Lorazepam täglich stabilisiert.

0,75 mg Lorazepam durch 7,5 mg Diazepamspiegel ersetzt.
1 mg Lorazepam problemlos ausgeschlichen. 0 mg seit 22.05.2018

Diazepam

Leider habe ich ab hier nicht mehr genau dokumentiert, wie viel ich wann genau abdosiert habe. Es sind nur wenige Stichdaten vorhanden.

25.05 6.5 mg Diazepam
07.06 4.5 mg Diazepam
13.06 4.0 mg Diazepam Ab hier erste stärkere Entzugssymptome, die nach 1-2 Wochen überwunden schienen
28.06 3.0 mg Diazepam Hier begann der Horror, mittlere bis schwere Depressionen, Angstzustände, schlaflos über teils zwei Nächte hintereinander, Tinnitus - Symptome hielten fast zwei Monate an.
20.08 2,72 mg Diazepam Nach einem zweiwöchigen Symptomfreien Fenster einen kleinen Schritt runter, nach 7 Wochen setzte eine heftige Entzugsdepression ein, mit Suizidgedanken, Panikattacken, sehr schwere depressive Gefühle - unerträglich.
13.10 erhöht auf 4.0 mg Diazepam
20.10 4.0 mg Diazepam Erhöhung greift zu diesem Datum spürbar. Depressionen, Angst, etc. - alles wie weggeblasen.

Absetzpause für 2018
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Re: UnknownPleasures: Lorazepam- Abhängig nach 10 Tagen

Beitrag von UnknownPleasures » Mittwoch, 12.09.18, 21:23

Hallo :)

nachdem ich ein bisschen im Antidepressiva Bereich rumgelesen habe, ist mir ein Absetz-Symptom aufgefallen, welches auch bei mir erst gestern wieder aufgetreten ist.

Diese "Strom-stöße" bzw. "Brain-Zaps" hatte ich zwei mal, einmal vorgestern Abends/nachts, und gegen gestern Nachmittag.
Verbunden mit einem längeren Unwohl-Sein (davor und danach) und innerer Anspannung über einen längeren Zeitraum hinweg.

Diese "Brain-Zaps" treten absolut willkürlich auf, also abgesehen von dem bestehenden Unwohlsein gibt es keine Merkmale, die diese außerdem ankündigen. Vorher hatte ich das mitte Juli häufiger, also in dem Zeitraum, nachdem ich so massiv in der Dosis runter gegangen bin. In der Zeit sind sie stellenweise mehrfach am Tag aufgetreten, damals konnte ich das gar nicht zuordnen.

Während diese "Brain-Zaps" auftreten, fühlt es sich kurz so an, als würde ich, ja... sterben... jedenfalls verbunden mit einer Panik, die aber sehr schnell wieder nachlässt.

Warum die bei mir auftreten - keine Ahnung. Das kann wohl niemand erklären. Ich hatte ja bereits vor Monaten über einen Zeitraum von 5 Tagen mit Escitalopram zu tun, kann mir aber kaum vorstellen, dass es damit zu tun hatte. Vielleicht auch wegen meiner alkoholischen "Karriere"...(?) - im Endeffekt eher unwichtig.

Ich wollte das einfach mal dokumentieren, da man im Kontext zu Diazepam kaum was davon liest.
Ansonsten ist der letzte Absetzschritt okay bis naja ausgefallen, war aber aushaltbar. Ich werde trotzdem warten, bis ich komplett frei von Symptomen bin, was mein 4 Wochen Plan über den Haufen wirft. Kein Problem, war ja auch nur ein Entwurf. Es ist wohl besser sich die Zeit zu nehmen, als sich in den Wahnsinn zu treiben und alles verschlimmert, indem man sich selbst unnötigen Druck macht.

Liebe Grüße,
Jonas :)
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20.08 2,72 mg Diazepam Nach einem zweiwöchigen Symptomfreien Fenster einen kleinen Schritt runter, nach 7 Wochen setzte eine heftige Entzugsdepression ein, mit Suizidgedanken, Panikattacken, sehr schwere depressive Gefühle - unerträglich.
13.10 erhöht auf 4.0 mg Diazepam
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Re: UnknownPleasures: Lorazepam- Abhängig nach 10 Tagen

Beitrag von Ululu 69 » Donnerstag, 13.09.18, 11:51

Hallo Jonas,

in der Tat sind diese Brain Zaps in erster Linie vom Absetzen von Antidepressiva und dort in erster Linie von SSRI und SNRI bekannt.

Ich habe hier im Forum aber durchaus schon von anderen Betroffenen gelesen, bei denen sie ebenfalls auftreten.
Pläne können oft nicht eingehalten werden, das kennen Viele andere hier auch.
:hug:
Es ist wichtig, auf dich selbst zu hören.

LG Ute
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Re: UnknownPleasures: Lorazepam- Abhängig nach 10 Tagec

Beitrag von UnknownPleasures » Sonntag, 23.09.18, 18:39

Hallo ihr Lieben,

5 Wochen nach dem letzten Schritt: Immer noch extreme Schlafstörungen, gedrückte Stimmung, Lustlosigkeit, Tinnitus, teilweise „dunkler“ Grüberzwang und zwischendurch gefühlt erhöhter Puls im Ruhezustand ständiges hin und her zwischen was auch immer. Etwas Verzweiflung macht sich wieder breit.

„Nach -0,28 mg, ernstahft?“

Ich hoffe, das sind immer noch Nachwirkungen aus dem Juni/Juli, aber naja... Es liest sich für mich unglaubwürdiger, als wenn ich versuche mir das immer wieder im Kopf klar zu machen.

Konsequenz: Absetzpause für... das komplette restliche Jahr :)
Ich stehe ende November vor einer wichtigen Prüfung, da kann ich mir keinen Absetzschritt erlauben.
Psychisch sind die Wintermonate für mich immer sehr unangenehm und fördernd für depressive Stimmungen.

Ich habe 70 % meiner Ausgangsdosis ausgeschlichen bzw. ausgekrampft, Alkohol weg, alles schon mal weiter oben angesprochen.
Bevor ich völig die Geduld verliere, hebe ich mir diesbezüglich lieber noch ein wenig Arbeit für 2019 auf.

In Hoffnung auf Besserung und einen Zustand der an Normalität erinnert wünsche ich allen eine gute Zeit.
Gerne bedanke ich mich noch mal bei allen, die das Forum aktiv halten und vielen Leuten eine Möglichkeit geben sich selbst besser zu verstehen.

Ich lese weitherhin in anderen Threads mit, halte mich aber sonst wie bisher zurück. Jedenfalls noch so lange, wie ich selber versunsichert bis hinten gegen bin.
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Ende 03/2018 Abhängigkeit nach zwei wöchiger Einnahme von ca. 1.0 - 2.0 mg Lorazepam täglich, aufgrund von falsch gedeuteten Entzugserscheinungen bzgl. der Alkoholproblematik.

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Leider habe ich ab hier nicht mehr genau dokumentiert, wie viel ich wann genau abdosiert habe. Es sind nur wenige Stichdaten vorhanden.

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07.06 4.5 mg Diazepam
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20.08 2,72 mg Diazepam Nach einem zweiwöchigen Symptomfreien Fenster einen kleinen Schritt runter, nach 7 Wochen setzte eine heftige Entzugsdepression ein, mit Suizidgedanken, Panikattacken, sehr schwere depressive Gefühle - unerträglich.
13.10 erhöht auf 4.0 mg Diazepam
20.10 4.0 mg Diazepam Erhöhung greift zu diesem Datum spürbar. Depressionen, Angst, etc. - alles wie weggeblasen.

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Re: UnknownPleasures: Lorazepam- Abhängig nach 10 Tag

Beitrag von UnknownPleasures » Dienstag, 02.10.18, 10:31

Hallo Zusammen :)

hätte ein Anliegen... ich bin jetzt 15 Wochen „In“ mit Entzugssymtomen, die sich in ihren Wellen abschwächen.
Körperliche Syptome sind bis auf den Tinnitus (leiser, seltener) kaum noch vorhanden.

Schlaf isr wieder drin, zumindest 4-6 Stunde pro Nacht, dann werde ich morgens sehr früh wach. :bettzeit:

Ich würde gerne eine Frage an erfahrenere User stellen: Mein Plan ist es ja zu pausieren.
Kann es mir passieren, dass ich in einer Art Entzugsschleife lande?
Also das ich bis ich vollständig auf 0 bin, nie völlig Syptomfrei bleiben werde?

Frage 2, zur 10% Regel in Bezug auf Niedrigdosis:
Ich werde spätestens 01/02 2019 fotfahren mit dem ausschleichen.

Gehen wir dann von 10% aus bei 2,72 mg. Wären dann ja - 0,27 mg, also 2,45 mg als Dosis. Soweit klar. Fahre ich dann immer weiter so fort?
Heißt, bei 1,0 mg immer nur - 0,1 mg alle 1-6 Wochen als Beispiel? Oder kann ich in dem unteren Bereich auch größere Schritte wagen, die dann streng genommen nicht mehr den 10% entsprechen würden? Dann würde sich das Ausschleichen meiner Niedrigdosis bei bisher 6 monatiger Einnahme ja quasi noch über Jahre ziehen. :schnecke:
Kein Problem, wenn das notwendig ist. Ich möchte eher abgeklärt haben, ob das in euren Augen Sinn macht... :?

Ich schätze eure Meinung sehr, mir reichen auch Einzeiler pro Frage aus :)

Vielen Dank
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Re: UnknownPleasures: Lorazepam- Abhängig nach 10 Tagen

Beitrag von sigli » Dienstag, 02.10.18, 15:16

Hallo,

ganz symptomfrei wirst du wohl nicht werden. Jedoch solltest du, bis du weiter reduzierst, etwa um 80 % dich wieder besser fühlen.

Entzugsschleife?... Das kann ich mir nicht vorstellen.

Die 10 %-Regel: Das solltest du unbedingt machen.
Und natürlich kannst du im unteren Bereich etwas mehr als 10 % reduzieren, sonst wird das Ganze unendlich (sieh mal in meine Signatur).

Es ist m. E. trotzdem wichtig, schön langsam abzudosieren gegen Schluss zu. Zum einen hast du fast keinen Wirkstoff mehr im Körper und zum anderen ist es fast schon so, als wärst du auf Null. Der letzte Schritt wird dann leicht sein.

lg von Sigli
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2.4.2018: Diazepam: 0 mg
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Re: UnknownPleasures: Lorazepam- Abhängig nach 10 Tagen

Beitrag von UnknownPleasures » Mittwoch, 03.10.18, 14:25

Hallo Sigli,

Okay danke, dann habe ich es verstanden. :)

Ja, dein Absetzverlauf ist sehr strukturiert.
Ich machen es aber lieber so, als noch mehr Fehler zu beghen. Vielleicht schaffe ich es ja auch schneller, was mir im Prinzip aber zweitrangig sein sollte.

Besser in Ruhe und ohne Stress, als sich Jahre lang im worst-case noch mit verhältnismäßig starken Syptomen rumzuschlagen, obwohl man bereits ewig über 0 ist.

Gruß, Jonas
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Re: UnknownPleasures: Lorazepam- Abhängig nach 10 Tagen

Beitrag von UnknownPleasures » Dienstag, 09.10.18, 17:59

Hallo,

ich bin jetzt in der 8 Wochen nach meiner letzte kleinen Dosis-Reduktion, und ich fühle mich immer noch ziemlich fertig.
Mein Schlaf hat sich normalisiert, jedoch bin ich total schnell überreizt und unsicher, dazu habe ich wieder fast durchgehend diese Schmetterlinge im Bauch, wie man das bei extremer Nervosität auch kennt, dazu depressive Stimmung, kaum Motivation aus dem Bett zu kommen. Obwohl sich mein Schlaf Rythmus auf einem Level normalisiert hat, wie es seit Jahren nicht mehr der Fall war. Vor den Benzos hatte ja bereits der Alkohol alles durcheinander gebracht gehabt.

Was micht jetzt so verwirrt, ist das es bei mir jeztz längert dauert -0,28 mg zu Verarbeiten, also davor die 4 mg, die ich innerhalb weniger Wochen augeschlichen hatte. Nach 7 Wochen ging es mir damals schon viel besser als das jetzt der Fall ist. Mir macht das Angst, und ich frage mich wieder, ob ich irgendwas falsch gemacht habe.

Vielleicht kann es daran liegen, dass ich Valocordin-Diazepam und Ratio*** Diazepam kombiniert eingenommen hatte?
Also 2 mg (5 Tropfen) Ratio, dann zwei Tropfen Valocordin Diazepam nacheinander auf dem selben Löffel. Ich hatte mir dabei nie Gedanken gemacht, aber kann sein, dass das Diazepam dadurch etwas Instabil geowrden ist?

Ich sehe ständig Handlungsbedarf, weil sich meine depressiven Gefühle unecht anfühlen, wie ein großer, schwerer Stein auf meinem Rücken...

Mich wurmt es das nicht unter Kontrolle zu haben, daher weiß ich nicht, ob das vorrübergehend ist oder ob mir das irgendwie gefährlich werden kann.

Liebe Grüße,

Jonas
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07.06 4.5 mg Diazepam
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Re: UnknownPleasures: Lorazepam- Abhängig nach 10 Tagen

Beitrag von Kaenguru70 » Dienstag, 09.10.18, 19:08

Hallo Jonas,

Viele hier haben geschrieben, dass die Absetzschritte im unteren Bereich mehr Kraft kosten und es ihnen schlechter geht.
Das halte ich nicht für ungewöhnlich.
Du kannst mal bei Nature reinlesen, ihr geht es genau wie dir. Die Absetzschritte bei höheren Dosierungen liefen wie von selbst und jetzt kämpft sie auch.

Es tut mir leid, dass du dich so depressiv fühlst. Im Entzug können sich Depressionen als Entzugsymptome entwickeln. Manch einer reagiert auch auf das Diazepam stimmungsmäßig nicht so gut. Aber wenn der Entzug sich ja ganz gut gestaltet, sollte man daran lieber nichts ändern, weil es könnte ja auch ein Absetzsymptom sein.

Ich hatte auch Tropfen von Valocordin und Abz. Ich habe die Tropfen nicht gemischt, aber ich weiß noch, dass ich mir sogar über die Größe der Tropfen Gedanken gemacht habe. Also ob immer genau das selbe heraustropft. Damit möchte ich aufzeigen, dass man sich um vieles Gedanken macht, weil man nach Lösungen sucht und keinen Fehler machen will.

Ich bin kein Apotheker, aber ich kann mir kaum vorstellen, dass die Tropfen sich gegenseitig so beeinflussen. Du nimmst sie dann pur, oder?
Das man Diazepam von Abz und ratiopharm nicht in Wasser einnehmen sollte ist dir bekannt?

Zu deiner Überlegung, wann man sich stabilisiert nach jedem Schritt. Es gibt Personen, denen gelingt das gut, andere merken wenig oder kaum Stabilisierung, ich z.b.
Wie war das denn bisher bei dir?
Oft pendelt sich so ein Art Rhythmus ein.

Ich hoffe dir ein bisschen geholfen zu haben.

VG
Sarah
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Re: UnknownPleasures: Lorazepam- Abhängig nach 10 Tagen

Beitrag von UnknownPleasures » Samstag, 13.10.18, 17:52

Hallo Sarah,

vielen Dank schon mal für deinen lieben Text.
Ich löse inzwischen die Valo- Diazepam in Wasser und messe mit Spritzen ab, wie viel ich brauch. Die anderen nehme ich nicht mehr ein.

Mir geht es seit Tagen gar nicht gut, wobei es auch schwankt.
Zwangsgedanken (-> u.A Angst vor suizidalen Gedanken, schlimme Bilder in meinem Kopf), depressive Zustände, ich komme kaum aus dem Bett. Alles anstrengend und erschöpfend.

Mich hat eine dicke Welle seit einer Woche mit kurzen Fenstern fest im Griff. Ich muss abwarten und hoffe das es nicht noch schlimmer wird. Aufdosieren behalte ich mir vor, wenn es jetzt noch schlimmer werden sollte.

Bevor ich den letzten Schritt runter gewagt habe, also vor 8-9 Wochen, war ich eine knappe Woche vollständig stabil und glücklich, ganz normal einfach. vielleicht auch nur ein Trugschluss).

Nachdem ich mit Lorazepam auf 0 war, war ich auch vollständig stabil. Ich habe knapp 1 mg Lorazepam in 1 1/2 Monaten abgesetzt und dank den Diazepam Spiegel fast nichts davon gemerkt.

Das sind extreme Kontraste, wenn ich jetzt die letzte Woche damit Vergleiche. Die Angst, da nie wieder rauszukommen ist immer präsent, erst recht wenn man ganz unten ist stimmungsmäßig. Ich vergesse dann irgendwie das Gefühl von Glück.

Schönes Wochenende und liebe Grüße,

- Jonas
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Trockener Alkoholiker seit: 29.03.2018 6 Jahre problematischer Konsum, die letzten 2 Jahre quasi exzessiv, an 4-5 von 7 Tagen in der Woche.

Vorname, Alter: Jonas, 25

Keine weiteren Diagnosen.

Ende 03/2018 Abhängigkeit nach zwei wöchiger Einnahme von ca. 1.0 - 2.0 mg Lorazepam täglich, aufgrund von falsch gedeuteten Entzugserscheinungen bzgl. der Alkoholproblematik.

Mehrere kalte Absetzversuche sind gescheitert, der erste nach 6 Tagen! (ohne Forum), nach 10 Tagen erneuter Versuch, endete in einer Katastrophe, um meine Entzugserscheinungen vollständig aufzufangen waren 3 mg Lorazepam nötig.

Ab hier bgeinnt mein Ausschleichprozess
Über paar Tage hinweg auf 1,75 mg Lorazepam täglich stabilisiert.

0,75 mg Lorazepam durch 7,5 mg Diazepamspiegel ersetzt.
1 mg Lorazepam problemlos ausgeschlichen. 0 mg seit 22.05.2018

Diazepam

Leider habe ich ab hier nicht mehr genau dokumentiert, wie viel ich wann genau abdosiert habe. Es sind nur wenige Stichdaten vorhanden.

25.05 6.5 mg Diazepam
07.06 4.5 mg Diazepam
13.06 4.0 mg Diazepam Ab hier erste stärkere Entzugssymptome, die nach 1-2 Wochen überwunden schienen
28.06 3.0 mg Diazepam Hier begann der Horror, mittlere bis schwere Depressionen, Angstzustände, schlaflos über teils zwei Nächte hintereinander, Tinnitus - Symptome hielten fast zwei Monate an.
20.08 2,72 mg Diazepam Nach einem zweiwöchigen Symptomfreien Fenster einen kleinen Schritt runter, nach 7 Wochen setzte eine heftige Entzugsdepression ein, mit Suizidgedanken, Panikattacken, sehr schwere depressive Gefühle - unerträglich.
13.10 erhöht auf 4.0 mg Diazepam
20.10 4.0 mg Diazepam Erhöhung greift zu diesem Datum spürbar. Depressionen, Angst, etc. - alles wie weggeblasen.

Absetzpause für 2018
Bilanz: Trocken seit fast 7 Monaten, null Drang nach Alkohol.
Benzo: Mehr als 3/4 der Ausgangsdosis ausgeschlichen.

2019 geht es weiter, mein ZNS braucht Ruhe und muss sich erst ordentlich stabilisieren. :schnecke:
Bisher ein erfolgreiches Jahr für mich. :)

*Aktualisiert: 20.10.2018*

UnknownPleasures
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Re: UnknownPleasures: Lorazepam- Abhängig nach 10 Tagen

Beitrag von UnknownPleasures » Samstag, 13.10.18, 21:07

Hallo,

ich habe gerade von 2,72 mg auf 4 mg erhöht.
Eigentlich war es das letzte, was ich tun wollte. Vielleicht hätte ich auch nur noch wenige Wochen durchhalten müssen, aber meine Gedanken waren, bzw. sind momentan unerträglich.

Es dauert ja jetzt einige Tage, bis der Spiegel sich aufbaut und mein ZNS auf die Erhöhung anspricht. Dieses Jahr werde ich, insofern ich auf die Dosis gut „anspringe“ nicht mehr erhöhen oder weiter runtergehen.

Liebe Grüße,

Jonas
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Ende 03/2018 Abhängigkeit nach zwei wöchiger Einnahme von ca. 1.0 - 2.0 mg Lorazepam täglich, aufgrund von falsch gedeuteten Entzugserscheinungen bzgl. der Alkoholproblematik.

Mehrere kalte Absetzversuche sind gescheitert, der erste nach 6 Tagen! (ohne Forum), nach 10 Tagen erneuter Versuch, endete in einer Katastrophe, um meine Entzugserscheinungen vollständig aufzufangen waren 3 mg Lorazepam nötig.

Ab hier bgeinnt mein Ausschleichprozess
Über paar Tage hinweg auf 1,75 mg Lorazepam täglich stabilisiert.

0,75 mg Lorazepam durch 7,5 mg Diazepamspiegel ersetzt.
1 mg Lorazepam problemlos ausgeschlichen. 0 mg seit 22.05.2018

Diazepam

Leider habe ich ab hier nicht mehr genau dokumentiert, wie viel ich wann genau abdosiert habe. Es sind nur wenige Stichdaten vorhanden.

25.05 6.5 mg Diazepam
07.06 4.5 mg Diazepam
13.06 4.0 mg Diazepam Ab hier erste stärkere Entzugssymptome, die nach 1-2 Wochen überwunden schienen
28.06 3.0 mg Diazepam Hier begann der Horror, mittlere bis schwere Depressionen, Angstzustände, schlaflos über teils zwei Nächte hintereinander, Tinnitus - Symptome hielten fast zwei Monate an.
20.08 2,72 mg Diazepam Nach einem zweiwöchigen Symptomfreien Fenster einen kleinen Schritt runter, nach 7 Wochen setzte eine heftige Entzugsdepression ein, mit Suizidgedanken, Panikattacken, sehr schwere depressive Gefühle - unerträglich.
13.10 erhöht auf 4.0 mg Diazepam
20.10 4.0 mg Diazepam Erhöhung greift zu diesem Datum spürbar. Depressionen, Angst, etc. - alles wie weggeblasen.

Absetzpause für 2018
Bilanz: Trocken seit fast 7 Monaten, null Drang nach Alkohol.
Benzo: Mehr als 3/4 der Ausgangsdosis ausgeschlichen.

2019 geht es weiter, mein ZNS braucht Ruhe und muss sich erst ordentlich stabilisieren. :schnecke:
Bisher ein erfolgreiches Jahr für mich. :)

*Aktualisiert: 20.10.2018*

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