Klick auf das Kreuzchen um das hier auszublenden ->
Liebe ADFDler,


wir wünschen euch einen schönen Sommer. Achtet gut auf euch, überlastet euch nicht und denkt daran, dass die Hitze für den Körper nicht leicht ist, gerade im Entzug und/oder wenn man Medikamente nimmt.

Das Team ist weiterhin nur gering besetzt, die Neuanmeldungen nehmen aber weiter zu. Bitte schaut daher gegenseitig gut auf euch. Wenn ihr mögt und könnt, begrüßt gerne Neuankömmlinge, verlinkt die Grundlageninfos oder lasst einfach ein gutes Wort da.

Bist Du neu und weißt nicht, wie du anfangen sollst?

Registriere Dich zunächst und wähle einen Benutzernamen, der mit Deinem echten Namen möglichst wenig zu tun hat, wenn Du anonym bleiben möchtest. Du darfst als Benutzernamen keine Marken- oder Medikamentennamen verwenden. Wenn Du ganz auf Nummer sicher gehen willst, verwende am Besten auch eine Wegwerf-Emailadresse. Wenn Du genaueres wissen möchtest, lies bitte auch unsere Regeln.

Stelle Dich und Dein Anliegen dann in einem neuen Thema vor. Du kannst als neu registrierter erstmal nur im Bereich "Hier bist Du richtig" schreiben. Beachte bitte, dass der Beitrag solange unsichtbar bis jemand aus dem Team ihn freigeschaltet hat. Da wir hier viel zu tun haben, kann das eine Weile dauern.

Hier klicken, um Dich zu registrieren.

Hier klicken, um neues Thema im Bereich "Hier bist Du richtig" zu erstellen".

Bitte lest euch auch zunächst selbst in unsere grundlegende Absetzinfos ein.
Ausführlicher Artikel zu Antidepressiva absetzen
Erste Hilfe - Benzodiazepine absetzen
Erste Hilfe - Neuroleptika absetzen

Das ADFD Team

UnknownPleasures: Lorazepam- Abhängig nach 10 Tagen

Benzodiazepine können schon nach wenigen Wochen abhängig machen. Der Entzug dieser Medikamente sollte dann langsam und vorsichtig stattfinden.
UnknownPleasures
Beiträge: 11
Registriert: Samstag, 07.04.18, 16:55

Re: UnknownPleasures: Lorazepam- Abhängig nach 10 Tagen

Beitrag von UnknownPleasures » Samstag, 21.07.18, 4:57

Hallo Sigli,

vielen Dank für Deine Rückmeldung. :)
Ich wünsche mir sehr das Du recht behältst.

Tatsächlich habe ich zwischen dem 22.05 und 28.06 4 mg Diazepam weggelassen. Mit dem Lorazepam hatte es ja so gut geklappt, dass ich dachte die Geschwindigkeit sollte mir wenig Probleme bereiten.

Aber ist es nicht ein bisschen seltsam, dass ich bis zu der 5 mg Marke quasi komplett problemlos runterfahren konnte, dann aber plötzlich alles so reinknallt? Ist das von Mensch zu Mensch so variabel?

Und meinst du mit "stabilisiert", dass ich erst weiter herabsetzen sollte, wenn wirklich gar keine Entzugssymptome mehr vorhanden sind?

Ich hänge gerade immer noch in diesen matschigen Zuständen was die Psyche betrifft und das eben schon seit gut 3-5 Wochen, daher meine wachsende Verunsicherung. :?

Solange ich mir ja immer wieder sagen kann 'alles nur Entzugerscheinungen' fällt mir das wesentlich leichter.

Die Wasserlösmethode kenn ich, die hatte mir genial geholfen das T*vor so gut auszuschleichen. :)
Habe mir für die kleinen Schritte extra eine Fläschchen Dia verschreiben lassen, bei dem der Wirkstoff Gehalt nur bei aufgerundet 0.36 mg pro Tropfen liegt.

Dann würde ich mir für die Zukunft zwischen jedem Schritt 14-21 Tage Zeit lassen, das sollte hoffentlich ausreichen.

Gruß und ein schönes Wochenende,

- Jonas
Ende 03/2018 Abhängigkeit nach 14 tägiger Einnahme von ca. 1.0 - 2.0 mg Lorazepam täglich
Schnelles "weglassen" war nicht mehr möglich, sehr wahrscheinlich durch alkoholischer Vorgeschichte.

04/2018 Zügig 7.0 mg Diazepam Spiegel eindosiert und gehalten
22.05.2018 Lorazepam 0 mg (Fast vollständig problemlos)

Diazepam

Leider habe ich ab hier nicht mehr genau dokumentiert, wie viel ich wann genau abdosiert habe. Es sind nur wenige Stichdaten vorhanden.

22.06 6.5 mg Diazepam
07.06 4.5 mg Diazepam
13.06 4.0 mg Diazepam
28.06 3.0 mg Diazepam
bis heute (19.07) immer noch selbe Dosis

Murmeline
Team
Beiträge: 12904
Registriert: Sonntag, 11.01.15, 13:50
Hat sich bedankt: 14509 Mal
Danksagung erhalten: 13009 Mal

Re: UnknownPleasures: Lorazepam- Abhängig nach 10 Tagen

Beitrag von Murmeline » Sonntag, 22.07.18, 7:57

Guten Morgen!

Es gibt hier viele Berichte, dass es im unteren Dosisbereich schwieriger werden kann, leider. Dann muss man eben die Schritte oder die Pausen dazwischen anpassen.

Idealerweise sollten sich die Symptome zwischen den Schritten reguliert haben. Da musst du für dich schaue ,etwas Bauchgefühl gehört auch dazu.

Psychische Symptome können hartnäckig sein, da ist es sicher gut, wenn du sie denn Entzug zuordnen kannst und sie als Begleiterscheinung akzeptierst.

Alles gute! Murmeline
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Murmeline für den Beitrag:
UnknownPleasures
Erfahrung mit Psychopharmaka (Citalopram, langjährig Venlafaxin und kurzzeitig Quetiapin), seit Sommer 2012 abgesetzt
Hinweis: Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
Einer Deiner Ärzte erkennt Probleme mit Psychopharmaka an? Dann berichte doch hier

albertine
Beiträge: 219
Registriert: Sonntag, 06.01.13, 18:36
Wohnort: bei Freiburg
Hat sich bedankt: 156 Mal
Danksagung erhalten: 488 Mal

Re: UnknownPleasures: Lorazepam- Abhängig nach 10 Tagen

Beitrag von albertine » Sonntag, 22.07.18, 12:19

Hallo Jonas,
Aber ist es nicht ein bisschen seltsam, dass ich bis zu der 5 mg Marke quasi komplett problemlos runterfahren konnte, dann aber plötzlich alles so reinknallt? Ist das von Mensch zu Mensch so variabel?
Das liegt auch an der langen Halbwertszeit von Diazepam. Ich hatte auch 6 Wochen lang keine Entzugssymptome. Beim Diazepam kommt der Entzug tatsächlich zeitverzögert.

Grüße von Margot
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor albertine für den Beitrag (Insgesamt 4):
JamieMurmelineUnknownPleasuresUlulu 69
1976 angefangen mit Adumbran
1977 ging es weiter mit Lexotanil und Praxiten
irgendwann gab es dann nur noch Lexotanil bis zu 7 Tabletten pro Tag
1997 - 400mg Sulpirid - es ging mir immer schlechter - bin körperlich immer schwächer geworden, konnte letztendlich nicht mehr laufen und nichts mehr essen, lag nur noch im Bett - die Aussage meines jetzigen Psychiaters: "Sulpirid wirkt so" :frust:
musste dann weil ja nichts mehr ging ins Krankenhaus, lag 8 Wochen auf der Station für innere Medizin, Sulpirid wurde sofort auf 200 mg reduziert, Lexotanil in diesen 8 Wochen von 42 mg auf 3 mg - war hart, abes es ging, die letzten 3 mg Lexotanil in 1,5 er Schritten zuhause abgesetzt, ging prima, das restliche Sulpirid nach einigen Monaten auch ausgeschlichen, ging auch gut
2002 ging es los mit Diazepam, und ziemlich schnell hing ich wieder in der Suchtfalle
2009 kam eine heftige Depression hinzu
Dez. 2010 - Apr. 2011 war ich in der Psychiatrie zum Diazepam-Entzug
entlassen mit Amitriptylinoxid 210 mg
ein neues , viiiiiel besseres Leben begann :)
es folgten 2,5 Jahre Therapie bei einer Suchtberatung, Einzelgespräche und Gruppe
das AD wurde inzwischen reduziert auf 90 mg
ab 22.3. 2014 - 82,5 mg
ab 11.5 - 75 mg
bin jetzt bei 60 mg u. werde die Dosis jetzt erstmal beibehalten solange ich in der Therapie meine traumatische Kindheit verarbeite, vertrage es gut, keinerlei Nebenwirkungen
ab 10.7.2015 - 52,5 mg Amitriptylinoxid
ab 15.2.2016 - 45 mg
10.5.2016 - 37,5 mg
19.6.2016 - 30 mg
28.9.2017 - 22,5 mg
1.1.2018 - 15 mg

2014 Traumatherapie begonnen - nach einigen Monaten abgebochen, war mit der Therapeutin nicht zufrieden

März 2015 neue Therapie begonnen bei einer sehr engagierten Therapeutin + gehe weiterhin zu einer Selbsthilfegruppe

mein Leben ist lebenswert :)

mein Ziel: NIE WIEDER BENZOS!!!

WER KÄMPFT, KANN VERLIEREN, WER NICHT KÄMPFT, HAT SCHON VERLOREN!

Wer vom Leben nicht lernt, dem erteilt es seine Lektionen!

UnknownPleasures
Beiträge: 11
Registriert: Samstag, 07.04.18, 16:55

Re: UnknownPleasures: Lorazepam- Abhängig nach 10 Tagen

Beitrag von UnknownPleasures » Dienstag, 31.07.18, 16:10

Hallo :)

ihr hattet recht. :wink: :)

die Schlimmsten Symptome sind wohl überstanden. Ich nehme immer noch kleine Wellen von leichteren Symtomen wahr, der Tinnitus ist noch zu 50% der Zeit hörbar.

Schlaf weiterhin schwierig aber ohne Alpträume etc. eher Wetter bedingt würde ich sagen.

Ich würde gerne bestenfalls kommende Woche den nächsten Schritt runter gehen (0,28 mg).
Letzter Absetzschritt liegt 5 Wochen zurück.

Aus eurer persönlichen Erfahrungen heraus: Sollte ich lieber noch warten nach den riesigen Schritten vor meiner Pause oder kann ich es wagen?

Andere Frage: Kann ich den weiteren Entzug schlimmer machen, wenn ich mir jetzt insgesamt 8 Wochen Pause „gönnen“ würde? Also mit dieser Woche eingerechnet noch zwei Weitere Wochen abwarten würde, bevor ich dann alle 2-4 Wochen um 0.3 runtergehen würde..?

Vielen Dank für eure lieben Hinweise und Rückmeldung :hug:
Und kommt gut durch die viel zu heissen Tage. Ist unerträglich im Moment :roll: (Und leider noch kein Ende in Sicht)

- Jonas
Ende 03/2018 Abhängigkeit nach 14 tägiger Einnahme von ca. 1.0 - 2.0 mg Lorazepam täglich
Schnelles "weglassen" war nicht mehr möglich, sehr wahrscheinlich durch alkoholischer Vorgeschichte.

04/2018 Zügig 7.0 mg Diazepam Spiegel eindosiert und gehalten
22.05.2018 Lorazepam 0 mg (Fast vollständig problemlos)

Diazepam

Leider habe ich ab hier nicht mehr genau dokumentiert, wie viel ich wann genau abdosiert habe. Es sind nur wenige Stichdaten vorhanden.

22.06 6.5 mg Diazepam
07.06 4.5 mg Diazepam
13.06 4.0 mg Diazepam
28.06 3.0 mg Diazepam
bis heute (19.07) immer noch selbe Dosis

Jamie
Beiträge: 15327
Registriert: Montag, 04.02.13, 22:37
Hat sich bedankt: 18722 Mal
Danksagung erhalten: 24692 Mal

Re: UnknownPleasures: Lorazepam- Abhängig nach 10 Tagen

Beitrag von Jamie » Dienstag, 31.07.18, 20:28

Hallo Jonas :)
Aus eurer persönlichen Erfahrungen heraus: Sollte ich lieber noch warten nach den riesigen Schritten vor meiner Pause oder kann ich es wagen?

Andere Frage: Kann ich den weiteren Entzug schlimmer machen, wenn ich mir jetzt insgesamt 8 Wochen Pause „gönnen“ würde? Also mit dieser Woche eingerechnet noch zwei Weitere Wochen abwarten würde, bevor ich dann alle 2-4 Wochen um 0.3 runtergehen würde..?
Ich würde noch etwas warten nach diesen großen Schritten.
Nein, du machst den Entzug nicht schlimmer, wenn du dir Pausen gönnst. Keine Sorge.
Es spricht nichts, wirklich gar nichts dafür sich zu hetzen in deinem Fall.
Je langsamer und achtsamer, desto nachhaltiger.

Grüße
Jamie
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Jamie für den Beitrag (Insgesamt 2):
UnknownPleasuresLinLina
...........SIGNATUR...............


:arrow: Eure Mithilfe ist gefragt - wer benutzt die Wasserlösemethode?


:!: mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): viewtopic.php?f=51&t=12478


Meine PN-Funktion ist deaktiviert. Ich danke für euer Verständnis.

-----------------------------

Infos über mich:
► Text zeigen

UnknownPleasures
Beiträge: 11
Registriert: Samstag, 07.04.18, 16:55
Hat sich bedankt: 10 Mal
Danksagung erhalten: 9 Mal

Re: UnknownPleasures: Lorazepam- Abhängig nach 10 Tagen

Beitrag von UnknownPleasures » Freitag, 03.08.18, 10:13

Hallo :)

die Symptome sind wieder da. Fast alle, seit einigen Tagen. Hinter mir liegt eine schlaflose Nacht mal wieder. Meine Unsicherheit wächst und ich habe das Gefühl dieses hin und her in dieser Intensität nicht mehr auszuhalten.

Mein Plan ist es doch wieder aufzudosieren...
Ich erwarte keinen Zuspruch zu dieser Entscheidung. Mir selber ist das schwer gefallen und ich habe lange darüber nachgedacht, wie ich mit meiner Situation am sinnvollsten umgehe und sehe keine Alternative.

Ich bitte an der Stelle trotzdem um eure Hilfe, da viele von Euch sich besser mit Diazepam auskennen, als ich es tue.
Ich möchte im weiteren Verlauf auch einfach keine weiteren Fehler mehr machen, dies bezüglich...

Ich hätte daran gedacht, auf 4 oder 5 mg ? hochzugehen, einige Wochen drauf zu pausieren, um dann langsam; wirklich gaaanz langsam runterzufahren.
Die Dosis sollte potent genug sein, um die Symptome aufzufangen und meinen Zustand etwas zu neutralisieren - vorerst.

Aktuell nehme ich immer noch 3 mg als Tropfen ein. Immer Abends gegen 22 Uhr.

Das ich mit Entzugssymptomen weiterhin rechnen muss, ist mir bewusst, ich möchte trotzdem dem bequemsten und langsamsten Weg gehen, der mich aber sicher auf 0 bringt. Ich kann und werde das schaffen. Es braucht aber Zeit. Und die werde ich mir nehmen. :sports:

Ich bin erst seit 125 Tagen trocken, was den Alkohol betrifft.
Ich habe mich einfach übernommen, schätze ich. Die Alkohol Abstinenz und die Benzo Abhängigkeit gingen fließen ineinander über.

Der Gedanke jemals wieder zur Flasche zu greifen lässt mich schütteln. Ich bin davon so weit entfernt wie noch nie. Das will ich mir nicht zerstören.

Mein Vorrat an Diazepam Tropfen wird jetzt unter diesem Umstand nicht mehr vollständig ausreichen, mein Hausarzt wird mir diesbezüglich nicht mehr aushelfen. Ich werde dann wohl auf die 10 mg Tabletten umsteigen müssen ...

So wie ich das bisher verstanden habe, sind die ja immerhin wasserlöslich. Damit kann ich ja wie vorher bei den Loras meine Dosis immer noch ziemlich genau abmessen.

Ich wohne übrigens in Mittelhessen. Falls mir doch jemand einen Arzt empfehlen kann, wäre ich sehr dankbar dafür. Ich könnte bis zum Rhein-Main Gebiet pendeln. Wenn nicht, bekomme ich das trotzdem irgendwie hin. Tatsächlich wäre mir ein Arzt ganz lieb, der das therapeutisch ein wenig begleiten würde. Wenigstens einmal im Monat ein offenes Ohr hätte, ohne mich dabei mit Krampf in 8 Wochen auf 0 mg bringen zu wollen.

Nach meinem HA wäre das Beste für mich eine Entgiftung. Nach einem ambulanten Alkohol Kaltentzug in 14 Tagen auf 0 mg Diazepam. :frust:
Das kann ich im Moment nicht gebrauchen.

Grüße,
Jonas
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor UnknownPleasures für den Beitrag:
LinLina
Ende 03/2018 Abhängigkeit nach 14 tägiger Einnahme von ca. 1.0 - 2.0 mg Lorazepam täglich
Schnelles "weglassen" war nicht mehr möglich, sehr wahrscheinlich durch alkoholischer Vorgeschichte.

04/2018 Zügig 7.0 mg Diazepam Spiegel eindosiert und gehalten
22.05.2018 Lorazepam 0 mg (Fast vollständig problemlos)

Diazepam

Leider habe ich ab hier nicht mehr genau dokumentiert, wie viel ich wann genau abdosiert habe. Es sind nur wenige Stichdaten vorhanden.

22.06 6.5 mg Diazepam
07.06 4.5 mg Diazepam
13.06 4.0 mg Diazepam
28.06 3.0 mg Diazepam
bis heute (19.07) immer noch selbe Dosis

Jamie
Beiträge: 15327
Registriert: Montag, 04.02.13, 22:37
Hat sich bedankt: 18722 Mal
Danksagung erhalten: 24692 Mal

Re: UnknownPleasures: Lorazepam- Abhängig nach 10 Tagen

Beitrag von Jamie » Freitag, 03.08.18, 13:08

Hallo Unknown :),

das tut mir leid, dass es jetzt so gekommen ist.

Diazepam, weder in Tropfenform noch als Tablettenform, darf in Wasser gegeben und gelöst werden.
Es ist das einzige Benzo, wo es nicht klappt, da es in Wasser instabil werden kann.
Manche berichten von Ausflockungen und dass der Wirkstoff ausfällt; andere wiederum haben es probiert und bei denen passierte nichts.
Wir wissen nicht genau woran es liegt, vermutlich reagiert bei manchen der Wirkstoff mit den Ionen aus dem Leitungswasser und Trinkwasser.
Wenn du es in Wasser lösen willst, dann auf eigene Verantwortung. :roll:

Interessanterweise darf man Valocordin Diazepam Tropfen in Wasser geben; sie sind aber auch die einzigen, die in Alkohol gelöst sind.

Wenn du auf die Tabl. angewiesen bist, dann lege dir besser vorher eine Feinwaage zu und brösele die Dosis.

Ich würde auf 4mg aufdosieren, um deine Frage zu beantworten und schauen, ob dies zum Stabilisieren reicht.
Wenn nein, dann auf 4,5mg hoch gehen und ggf. bis zu 5mg hoch.
Evtl. auch mal drüber nachdenken, ob du die Dosis vielleicht auf zwei mal täglich verteilst (?). Muss aber nicht sein.

Noch eine Nachfrage.
die Symptome sind wieder da. Fast alle, seit einigen Tagen. Hinter mir liegt eine schlaflose Nacht mal wieder. Meine Unsicherheit wächst und ich habe das Gefühl dieses hin und her in dieser Intensität nicht mehr auszuhalten.
Von welchen Symptomen redest du denn? Du sagst nur, kurz vor nicht mehr aushaltbar.

Mitfühlende Grüße
Jamie
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Jamie für den Beitrag:
UnknownPleasures
...........SIGNATUR...............


:arrow: Eure Mithilfe ist gefragt - wer benutzt die Wasserlösemethode?


:!: mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): viewtopic.php?f=51&t=12478


Meine PN-Funktion ist deaktiviert. Ich danke für euer Verständnis.

-----------------------------

Infos über mich:
► Text zeigen

UnknownPleasures
Beiträge: 11
Registriert: Samstag, 07.04.18, 16:55

Re: UnknownPleasures: Lorazepam- Abhängig nach 10 Tagen

Beitrag von UnknownPleasures » Freitag, 03.08.18, 14:19

Hallo Jamie,

Danke für den Hinweis. :)

Mit dem wasserlösen hätte ich es tatsächlich eher drauf ankommen lassen :?
Blöd, ich weiß...

sind Euch denn ggf. Andere Methoden bekannt, wie man die Diazepam Tabletten irgendwie verflüssigen kann?
Die Methode mit der Feinwaage stelle ich mir schwierig vor, vor Allem wenn man nur die 10 mg Tabletten hätte, die ja eh glaube ich ziemlich klein und leicht sind.

Würde ehrlich gesagt ungern deswegen umsteigen müssen, da bliebe nur Clonazepam als nennbare Alternative übrig. Da weiß ich aber nicht wie ich darauf reagiere.

Problem wird sein, dass ich mit meinen 24 Jahren kaum einen Arzt finden werde, der mir die Tropfen ausreichend lange verschreiben würde. An die Tropfen kommt man generell schwer dran :whistle: :(

Deswegen; unter Anderem habe ich mich auch so schnell runterdosiert.

Die Symptome sind bei mir vor Allem Psychisch sehr stark ausgeprägt.
Derrealisationszustände, depressive Verstimmungen, und Zwangsgedanken, die plötzlich auftreten.
Zusätzlich kommt das Gefühl. ständig kurz vor einer Panikattacke zu stehen. Diese tritt aber nicht ein. Ich fühle mich verwirrt und matschig und schnell (über)reizbar. Es ist zugegeben nicht mehr so schlimm, wie anfang und mitte Juli, wo ich viele Albträume hatte und mir meine Gedanken Angst gemacht haben.

Dazu kommen (seit Neuestem erst) merkwürdige Bauchschmerzen. Die fühlen sich an als wäre man super nervös vor einer Prüfung oder so, also wie Schmetterlinge im Bauch, nur das es keinen tatsächlichen Auslöser dafür gibt. Die kommen wie Stromschläge. Parallel dazu steigt der Tinnitus, die Angstgefühle...

Dabei ist meine Verdauung relativ normal und der Blutdruck und Puls auch im normalen Bereich.

Das tritt alles sehr Wellenartig auf, seit Wochen. Aber erst, seitdem ich die Diazepam Dosis reduziere.
Mal ist es sehr schwach bis kaum wahrnehmbar, und dann kommt es wieder stark zurück. Und jedes mal denke ich, ich hätte es endlich überstanden und ich wäre wieder halbwegs stabil.

Das passt dann schon wieder zu dem, wie es auch im Ashton Manual beschrieben ist.
Ganz schlau werde ich trotzdem nicht daraus, was mein Hirn ständig für faxen macht. :(

Dieses hin und her raubt mir ziemlich viel Kraft, und ich würde es gerne durch langsameres Reduzieren nach einer Stabilisierungsphase zumindest abschwächen wollen.

So wie es jetzt ist habe ich das Gefühl, dass das noch ewig dauern würde, bis es für mich persönlich erträglicher wird.

Ansonsten würde ich es tatsächlich mit 4 mg ausprobieren, um erstmal zu schauen wie, und OB mein ZNS darauf reagiert.
5 mg wäre mein Maximum. Ich werde auf keinen Fall noch mal höher gehen.

Grüße,
Jonas
Ende 03/2018 Abhängigkeit nach 14 tägiger Einnahme von ca. 1.0 - 2.0 mg Lorazepam täglich
Schnelles "weglassen" war nicht mehr möglich, sehr wahrscheinlich durch alkoholischer Vorgeschichte.

04/2018 Zügig 7.0 mg Diazepam Spiegel eindosiert und gehalten
22.05.2018 Lorazepam 0 mg (Fast vollständig problemlos)

Diazepam

Leider habe ich ab hier nicht mehr genau dokumentiert, wie viel ich wann genau abdosiert habe. Es sind nur wenige Stichdaten vorhanden.

22.06 6.5 mg Diazepam
07.06 4.5 mg Diazepam
13.06 4.0 mg Diazepam
28.06 3.0 mg Diazepam
bis heute (19.07) immer noch selbe Dosis

UnknownPleasures
Beiträge: 11
Registriert: Samstag, 07.04.18, 16:55
Hat sich bedankt: 10 Mal
Danksagung erhalten: 9 Mal

Re: UnknownPleasures: Lorazepam- Abhängig nach 10 Tagen

Beitrag von UnknownPleasures » Samstag, 04.08.18, 16:37

Hallo noch mal :?

kleines Update: Ich werde erst mal auf meiner Dosis bleiben.
Ich hatte gestern und vorgestern einen mentalen Tiefpunkt und habe mich insgesamt extrem reingesteigert.

Ich bleibe wie geplant bei meinen 3.0 mg, gebe mir noch ein paar Wochen Zeit und fahre dann normal fort.
Bei den nächsten Entzugsschüben muss ich einfach ruhiger bleiben. Sie kommen UND gehen. Umbringen werden Sie mich nicht und verrückt werde ich auch nicht. Alles wird Gut. Das muss ich mir einfach öfter vor Augen halten.

Sorry für das/die Dramen und DANKE für die Hilfe und Unterstützung bis hier hin. :hug:
Kein Forum im deutschsprachigen Raum gibt sich so Mühe bei der Hilfe für Betroffene und bleibt dabei so professionell und respektvoll. :)

Hätte ich euch nicht entdeckt, würde ich Wahrscheinlich immer noch Escitalopram einnehmen, wäre wieder am Trinken oder bereits mit einer Hochdosis Lorazepam beschäftigt. Oder ich wäre in der Psychatrie weil ich nie begriffen hätte, WARUM es mir so schlecht ging. :frust:

Wünsche Allen die mir Weitergeholfen haben und allen Mitlesern ein schönes Wochenende :)
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor UnknownPleasures für den Beitrag (Insgesamt 6):
Kaenguru70LinLinaJamieValentinaGMurmelineweg
Ende 03/2018 Abhängigkeit nach 14 tägiger Einnahme von ca. 1.0 - 2.0 mg Lorazepam täglich
Schnelles "weglassen" war nicht mehr möglich, sehr wahrscheinlich durch alkoholischer Vorgeschichte.

04/2018 Zügig 7.0 mg Diazepam Spiegel eindosiert und gehalten
22.05.2018 Lorazepam 0 mg (Fast vollständig problemlos)

Diazepam

Leider habe ich ab hier nicht mehr genau dokumentiert, wie viel ich wann genau abdosiert habe. Es sind nur wenige Stichdaten vorhanden.

22.06 6.5 mg Diazepam
07.06 4.5 mg Diazepam
13.06 4.0 mg Diazepam
28.06 3.0 mg Diazepam
bis heute (19.07) immer noch selbe Dosis

Antworten