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Kaenguru70: Jetzt geht es aufwärts - Alprazolam abgesetzt

Benzodiazepine können schon nach wenigen Wochen abhängig machen. Der Entzug dieser Medikamente sollte dann langsam und vorsichtig stattfinden.
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Kaenguru70: Jetzt geht es aufwärts - Alprazolam abgesetzt

Beitrag von Kaenguru70 » Montag, 09.04.18, 13:24

Hallo liebes Forum :) ,

Ich lese schon Monate hier mit und habe dadurch erfahren, wie hilfreich es sein, kann Unterstützung zu bekommen.

Ich nehme seit ca 5 Jahren Alprazolam gegen Ängste. Bei mir sind es wohl soziale Ängste wie Prüfungsangst und situativ bedingte Ängste.
Ich bin Mutter von zwei Teenagern.

Seit 24 Jahren nehme ich AD (chronische bzw rezidivierende Depression mit Ängsten), zunächst Pa*xetin und nun Sertralin und Bupropion. Zur Stimmungsstabilisierung noch Lamotrigin.
Meine Dosis von Alprazolam lag ca bei 0,25 - max 0,5 mg über den Tag verteilt. Ich habe 2003 schon einmal erfolgreich von 1,5 mg Alprazolam über 6 Monate entzogen.

Seit November 2017 habe ich eine konstante Dosis von 0,25 mg Alprazolam in 4 Portionen über den Tag verteilt eingenommen. Im Januar liess ich 1 Portion weg , nach 10 Tagen noch eine und war damit schon auf 0,125 mg.
Ich bin durch dieses Forum (danke danke danke) auf die Idee gekommen auf Diazepam umzustellen. Meine Ärztin scheint eine gute zu sein, sie hat das sofort befürwortet und mir Tropfen verschrieben.
Ich habe umgestellt auf 2,5 mg Diazepam, was nicht einfach war. Diese Dosis dann zunächst so belassen und dann 0,5 mg im März abgesetzt und wieder im April.
Nun bin ich auf 1,5 mg und will es schaffen im Juli auf null zu sein.

Ich habe viel in Eva's Thread gelesen und wie sie und viele andere bemerkt, dass man umlernen muss und neue Strategien braucht, um stressige Situationen zu ertragen. Die Entzugssymptome und die alten krankeitsbedingten Symptome zu ertragen ist das eine und ohne die Benzos den Situationen nicht aus dem Weg zu gehen, bzw sie zu schaffen das zweite.
Da man ja immer weniger Medikament hat, werden die Strategien immer wichtiger.

Ich denke das ist ein weiterer Vorteil von langsamer Reduktion, nicht nur der Körper sondern auch die Psyche müssen sich anpassen.

Ich wünsche mir einen Gedanken Austausch, wie man am besten speziellen Entzugssymptomen begegnet und einen Ort an dem man mich versteht und nachvollziehen kann, was ich durchmache. Im realen leben habe ich nette Menschen, die davon wissen, aber die man nicht überfordern möchte und die einem ja auch keine Tipps geben können.

Ich schwanke derzeit zwischen alle 1 oder alle 4 Wochen je 0,5 mg Alprazolam absetzen.
Ok, da könnte man jetzt sagen alle 2-3 8-) Wochen. Ich weiss es einfach nicht.

Ich bedanke mich für dieses Forum, ohne die Umstellung auf Diazepam (oder Wasserlösemethode von Alprazolam) würde es durch die Zwischenentzüge sicherlich ein sehr schwieriger Entzug. Es ist mir vor 14 Jahren leichter gefallen. Ich muss für mich und meine Familie funktionieren.

Hat jemand Tipps gegen die Geräuschempfindlichkeit?

Lieben Gruß und vielen Dank
Sarah :)


2017: 0,375 mg Alprazolam (gemittelt)
Nov 2017 0,25 mg Alprazolam
Januar 2018 in zwei Schritten auf 0,125 mg Alprazolam
Februar 2018 Umstellung auf 2,5 mg Diazepam
März 2018 2,0 mg Diazepam
April 2018 1,5 mg Diazepam
Sertralin 100 mg
Lamotrigin 200 mg
Bupropion 300 mg
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Re: Alprazolam abgesetzt, nun noch 1,5 mg Diazepam ausschleichen, bitte um Begleitung

Beitrag von lunetta » Montag, 09.04.18, 13:54

Hallo und willkommen bei uns!

Super dass du schon so viel geschafft hast! Das geht jetzt der letzte Rest auch noch;)

Es gibt keine allgemein gültigen Strategien, da muß jeder selbst herausfinden was ihm gut tut.
Wichtig ist, dass man erkennt wann man seine Grenzen erreicht und nicht drüber geht, also dass man gut auf sich achtet, sich Gutes tut, Stress so gut es geht vermeidet, usw.

Geräuschempfindlichkeit ist eines von vielen uns gut bekannten Symptomen, und man muß einfach versuchen sich so gut es geht abzuschotten, also versuchen großem Lärm auszuweichen, und viel Ruhe in der Natur zu finden, oder es sich zuhause gemütlich machen.

Es kann allerdings auch sein, dass du diese Lärmempfindlichkeit auch als NW deiner anderen Medikamente hast - die nimst du ja auch in einer etwas höheren Dosierung ein...

LG
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Re: Alprazolam abgesetzt, nun noch 1,5 mg Diazepam ausschleichen, bitte um Begleitung

Beitrag von Kaenguru70 » Montag, 09.04.18, 13:57

Hallo Lunetta,

danke für den netten Empfang.
Ich habe sehr mit Depressionen zu kämpfen und habe jeden Strohhalm ergriffen.
Beide Eltern haben/hatten auch Depressionen seit jungen Jahren.

Hast du ein Medikament davon im Verdacht?

LG
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Re: Alprazolam abgesetzt, nun noch 1,5 mg Diazepam ausschleichen, bitte um Begleitung

Beitrag von Kaenguru70 » Montag, 09.04.18, 14:47

Hallo nochmal,
mein letzter Reduktionsschritt war am 3.4.
Am Wochenende ging es mir schon nicht gut, heute stehe ich völlig neben mir. Ich bin total schwach und habe ständig Schweißausbrüche.
Aber ich muss funktionirren, für die Kinder, für den Hund, für meinen Mann.

Bei meiner Mutter habe ich erlebt, was es bedeutet, wenn man nicht mehr funktioniert. Als ich 13 Jahre alt war bekam sie eine schwere Psychose (ich glaube durch den Kaltentzug von Tavor) und fortan hatte ich kein zu Hause mehr meine Eltern waren geschieden.
DAVOR habe ich Angst. Grosse Angst. Trotzdem wage ich den Entzug.
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Re: Alprazolam abgesetzt, nun noch 1,5 mg Diazepam ausschleichen, bitte um Begleitung

Beitrag von Ululu 69 » Montag, 09.04.18, 20:22

Hallo Sarah,

auch von mir noch herzlich willkommen hier im Forum.

Bei deiner persönlichen Vorgeschichte ist es absolut nachvollziehbar, dass du dir große Sorgen um den Entzug machst.
Aber du gehst es langsam an, hast sogar einen Arzt, der dich unterstützt, du wirst es sicher schaffen.
:hug:
Ganz ohne Symptome wirst du aus der Sache wohl nicht heraus kommen, das ist leider auch eine Tatsache aber wegen einer Psychose brauchst du dir sicher keine Sorgen zu machen.

LG Ute
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Re: Alprazolam abgesetzt, nun noch 1,5 mg Diazepam ausschleichen, bitte um Begleitung

Beitrag von Kaenguru70 » Montag, 09.04.18, 20:30

Hallo Ute,

Vielen Dank.
Manchmal braucht man etwas Aufmunterung.
Ich bin ja schon seit November mit der Reduktion beschäftigt und zur Zeit leide ich sehr unter Schwäche und verminderter Leistungsfähigkeit. Immer wieder Frieren oder Schwitzen, Zittern, manchmal Übelkeit.
Beim schreiben fällt mir auf, dass es ja klassische Symptome sind. Ich habe schon oft das Ashton Manual gelesen, aber den Entzug am eigenen Körper zu spüren ist was anderes.

Lieben Gruß
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Re: Alprazolam abgesetzt, nun noch 1,5 mg Diazepam ausschleichen, bitte um Begleitung

Beitrag von Eva » Montag, 09.04.18, 21:52

Liebe Kaenguru, :)

auch von mir ein kleines 'Willkommen' an Dich. Ich freu mich mit, dass Du hier bist.

Du fragtest nach wegen der Geräuschempfindlichkeit. Ich gehöre ebenfalls zu denen, die sehr genevt auf bestimmte Laute reagieren können.

Mir hilft es aber schon mal etwas, wenn ich aufhören kann, mich innerlich gegen die Geräusche zu wehren. Heißt also, insofern es mir gelingt, die auf mich eindringenden Töne als "gar nicht so schlimm" einzuordnen bzw. sie als irgendwie mitlaufend anzunehmen, treten sie in den Hintergrund und verlieren einen Teil ihrer Kraft. - Ob Dir meine Strategie ein wenig helfen kann? Sicher muss sich jeder seine eigene zurechtlegen, aber Tipps haben mir auch schon so manches Mal auf die Sprünge geholfen.

Ich sehe bei Dir gute Voraussetzungen, dass Du es schaffen wirst. :group:

Herzlich, Eva
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Re: Alprazolam abgesetzt, nun noch 1,5 mg Diazepam ausschleichen, bitte um Begleitung

Beitrag von Kaenguru70 » Mittwoch, 11.04.18, 10:34

Hallo Eva,

vielen Dank für dein Willkommen und die Tipps. Ich werde es versuchen die Geräusche auszublenden. Andere Strategien wie Watte im Ohr habe ich auch schon probiert, hat auch geholfen. Aber man versteht dann Gespräche sehr schlecht, allerdings ist das Hintergrundrauschen erfolgreich beseitigt.

Ich habe gestern die Einnahme auf abends umgestellt. Mittlerweile verdichten sich meine Vermutungen, dass Diazepam bei mir eine Histaminintoleranz auslöst. Ich bekomme nach der Einnahme öfter Asthma und habe einen Heuschnupfen, wie ich ihn schon 10 Jahre nicht mehr hatte. Einmal habe ich nach dem Essen und der Tropfen Einnahme totale Hitzewallungen und Schwäche bekommen. So etwas kenne ich nicht. Man fragt sich natürlich was liegt am Entzug und was am Medikament.
Ich bin dauernd müde, erschöpft und unkonzentriert. Dann immer diese Hitze und ständiges Niessen.
Für mich stellt sich jetzt die Frage, ob ich nun zügig jede Woche einen Tropfen (0,5 mg) reduziere und aufs Essen achte, oder zurück auf 1/4 Tablette Alprazolam (entspricht 0,0625 mg) wechsel, um ganz langsam abzudosieren. Ich fand die Zwischenentzüge sehr schlimm, ich müsste dann alles in Wasser lösen und mind 3 mal am Tag etwas nehmen.
Ich habe hier soviel von gereiztem ZNS gelesen, dass ich Angst habe zu schnell abzudosieren, aber auch nicht einen Fehler mit dem Umstellen auf Alprazolam machen möchte. Bei manchen hat ersteres ja funktioniert.
Was meint ihr?

Viele Grüsse und einen schönen Tag
Sarah
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Re: Alprazolam abgesetzt, nun noch 1,5 mg Diazepam ausschleichen, bitte um Begleitung

Beitrag von Eva » Mittwoch, 11.04.18, 10:45

Hallo Sarah,

zum Umstellen möchte ich mich nicht äußern - mir kam nur ein Gedanke: Gerade ist die Zeit des Frühblüher-Pollenflugs. Es könnte sein, dass Du auch darauf und deshalb so stark reagierst, während das Medikament dabei eine indirekte Rolle spielt. Pollenallergien können ganz plötzlich auftreten, war bei mir auch so.

Hilft Dir ein Antihistamin?

LG Eva

Hinzufügung nach dem Lesen Deines Beitrags unten:
Durch Stress bekomme ich Asthma.
Dann reagiert Dein Immunsystem auf jeden Fall überschießend, und alles dürfte zusammenhängen.
Zuletzt geändert von Eva am Mittwoch, 11.04.18, 10:51, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: Alprazolam abgesetzt, nun noch 1,5 mg Diazepam ausschleichen, bitte um Begleitung

Beitrag von Kaenguru70 » Mittwoch, 11.04.18, 10:46

Hallo nochmal,

Wegen der Vermutung der Histamin Intoleranz
wollte ich noch ergänzen, dass ich früher schon öfter mal auf Rotwein oder Sekt mit rotem Gesicht und Hitzewellen reagiert habe und keine Schokolade vertrage. Lactose scheine ich mal zu vertragen mal nicht.
Durch Stress bekomme ich Asthma.

Zu meiner obigen Frage , ob ich besser 0,5 mg ausgehend von 1,5 mg Diazepam wöchentlich runterdosiere, oder auf 0,0625 mg Alprazolam pro Tag übergehe und das über den Tag verteile und viel langsamer z.b. alle 4 Wochen reduziere. Ich habe keine Ahnung was das ZNS besser findet und wie die Zwischementzüge sein werden.

Ich hoffe es hat jemand einen Rat. Da ich zwei Kinder und einen Hund habe muss ich funktionieren. Hilfe durch Eltern ist nicht vorhanden.

Viele Grüße
Sarah
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Re: Alprazolam abgesetzt, nun noch 1,5 mg Diazepam ausschleichen, bitte um Begleitung

Beitrag von Jamie » Mittwoch, 11.04.18, 10:51

Hallo Sarah, :)

ich war zu Beginn meines Benzoentzugs gezwungen 0,5mg Alprazolam (von 1,0 Alprazolam) kalt wegzulassen, weil ich unter Druck gesetzt wurde und damals noch keinen Termin bei dem Doc hatte, der mir dann letztendlich das Diazepam verordnete.
Das war wirklich unerträglich, auch wegen der kurzen HWZ.
Ich war so entzügig und verstehe dich daher gut.

Wenn du Probleme mit dem Histamin hast, würde ich vorher auf jeden Fall noch zwei weitere Optionen eruieren, ob die gehen, ehe ich zurück aufs Alprazolam wechseln würde, denn ich glaube das wird sehr hart :? .

Das eine wäre, ob es helfen würde, wenn du während deines Benzoentzugs ein Anthistaminikum nehmen würdest, um die histaminerge Reaktion abzupuffern.
Das andere wäre, dass es ja auch noch weitere Benzos mit längerer Halbwertszeit gibt außer Diazepam, die auch zum Entzug geeignet wären. Das wären zum einen Clonazepam (Rivotril) und zum anderen Clorazepat (Tranxillium).

Ich habe übrigens völlig unerwartet in meinem Benzoentzug eine Histaminintoleranz entwickelt und mir dann mit Cetirizin und dem pflanzlichen Stoff Quercetin (Kapseln) geholfen; ich hatte aber auch glücklicherweise keine starke HIT und auch kein Asthma so wie du; bei dir dürfte das doch etwas gravierender sein.

Grüße und auch von mir willkommen hier :)

Jamie
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Re: Alprazolam abgesetzt, nun noch 1,5 mg Diazepam ausschleichen, bitte um Begleitung

Beitrag von Eva » Mittwoch, 11.04.18, 10:53

Hallo,

ich habe durch das Cetirizin eine starke allergische Hautreaktion gehabt. Auch daraufhin kann also so etwas vorkommen.

LG Eva
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Re: Alprazolam abgesetzt, nun noch 1,5 mg Diazepam ausschleichen, bitte um Begleitung

Beitrag von Kaenguru70 » Mittwoch, 11.04.18, 15:33

Hallo

Ich muss noch mal nachfragen, bedanke mich aber schon mal herzlich für eure schnellen Antworten.

@Jamie
ich bin zur Zeit auf 1,0 mg Diazepam.
Das wäre umgerechnet weniger als 0,0625 mg Alprazolam. Also weniger als 1/4 Tablette von 0,25 mg Tablette. Also sehr geringe Menge, aber ich habe trotzdem Angst es wegzulassen. Ich habe hier schon viel gelesen von Craving Effekt usw. Ich möchte nicht absetzen und dann wieder eindosieren müssen, weil ich es nicht aushalte.

Beim Umsetzen auf Diazepam fühlte ich mich so schrecklich ausgeknockt von der Müdigkeit, dass ich 7 Tage lang garnichts mehr genommen habe. Das war bei einer Dosis von 0,125 mg Alprazolam bzw 2,5 mg Diazepam. Ich habe mich irgendwann sehr schlecht gefühlt, es wirkte alles so laut und grell.
Ich hatte Angst vor der Null und Angst zu schnell zu sein. Daher habe ich dann wieder Dia eindosiert und die 2,5 mg eine Weile gehalten.
So Schneckentempo halt.

Ich bin bereit die Nahrung zu ändern oder auch risikofreudig abzusetzen, wenn ihr mir das ratet. Ceterizin vertrage ich nicht und Asthmaspray auch nicht. Ich bin allergisch dagegen. Ja so etwas Verrücktes gibt es auch, steht sogar im Beipackzettel.
Ich bin sehr sensibel bei Medikamenten, von Ibuprofen werde ich z.b. depressiv, von L-Dopa gegen Restless Legs auch.
Ich nehme eurer Meinung sicherlich einiges an PP, aber das ist der starken Depression geschuldet. Die mich allerdings auch mit Medis immer wieder einholt.

Liebe Jamie, ich habe gelesen, dass du auch gerade sehr viel Stress hast und freue mich, dass du mit deiner großen Erfahrung mir trotzdem geantwortet hast. Falls du Zeit hast, sag mir nur kurz, ob du dich bei meinen Dosierungen verlesen hast. Ich wünsche dir alles Gute.

@Eva
Vielen Dank für die Tipps.
Ja es ist Heuschnupfen Zeit, aber so schlimm hatte ich es wirklich ewig nicht.
Das Asthma ist auszuhalten, einen Spray kann ich leider wegen Unverträglichkeit nicht nehmen. Ich möchte auch keine anderen Tabletten mehr nehmen, nichts was das System wieder durcheinander bringt. Jamies Vorschlag mit Quercetin schaue ich mir dennoch mal an.

Vielen Dank euch beiden und einen schönen Tag
Sarah
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Re: Alprazolam abgesetzt, nun noch 1,5 mg Diazepam ausschleichen, bitte um Begleitung

Beitrag von Jamie » Mittwoch, 11.04.18, 16:16

Hallo Sarah, :)

also ich habe die Befürchtung, dass das Rückwechseln auf die von dir genannten 0,0625mg Alprazolam so wenig ist, dass eine Wirkschwelle nicht erreicht wird.
Das ist dann so, dass du zwar Alprazolam nimmst, aber es nicht wirkt, da zu niedrig.
Und damit stellen sich dann vermutlich Entzügigkeit ein, vielleicht auch Craving, wobei ich eher nicht glaube, dass du vom Craving betroffen sein wirst (ich glaube das hättest du sonst längst schon und du hast es ja glücklicherweise bislang nicht erlebt :hug: )

Wenn ich das richtig verstanden habe, bist du jetzt noch auf 1mg Diazepam, was ja auch wirklich sehr wenig ist. Vielleicht kannst du es so machen:
4 Tage 0,75mg,
4 Tage 0,5mg,
4 Tage 0,25mg,
2 Tage 0,125mg
- raus.
Dann wäre das Diazepam in 14 Tagen ausgeschlichen.

Dieses flotte Tempo habe ich jetzt mal vorgeschlagen, weil ich von deinen Allergieproblemen und den anderen Medikamentenüberempfindlichkeiten gelesen haben.
Man müsste dann im Realitätscheck schauen, ob es umsetzbar ist :roll:.

Verträgst du Vitamin C? Gutes Vitamin C aus natürlichen Quellen (zB Acerola) wirkt antihistaminerg, ähnlich wie Quercetin: http://www.histaminfreileben.de/natuerl ... staminika/

Hat das jetzt deine Fragen beantwortet? Wenn nein, bitte noch mal konkret schreiben, hier gibt es einige, die sich gerne um dich bemühen. Du kommst auch sehr sympathisch rüber :)

Grüße
Jamie
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Re: Alprazolam abgesetzt, nun noch 1,5 mg Diazepam ausschleichen, bitte um Begleitung

Beitrag von Kaenguru70 » Mittwoch, 11.04.18, 17:22

Hallo liebe Jamie,

das ist ja sehr nett von dir mir so schnell zu antworten.
Ich werde es so machen wie du vorschlägst mit einer Ausnahme. Ein Tropfen enthält 0,5 mg Diazepam. Da es laut Beipackzettel nicht in Wasser zu lösen ist, müsste ich mir was einfallen lqssem, wie ich den teile.

Um hier mal ein klein bisschen Witz einzustreuen, als mein jüngster ein Baby war und wir wegen nicht aufhörendem Übergeben beim Kinderarzt waren, bekamen wir ein Medikament mit dem Satz " den Tropfen in der Luft mit dem Messer durchschneiden" ausgehändigt. Das Medikament war für Kinder schwierig zu dosieren, aber die Alternative war eine Einweisung ins Krankenhaus zur Infusion.
Seinen Rat konnte ich nicht umsetzen, aber man dosiert dadurch extrem vorsichtig.

Vielleicht kann man ja auf Grund der Viskosität der Flüssigkeit den Tropfen mechanisch auf dem Löffel teilen, ich werde berichten.

Ich bin sehr froh, dass ich im Herbst endlich die Kurve bekommen habe das Absetzen in Angriff zu nehmen. Die Problematik war mir bewusst, aber der Alltag liess es nicht zu. Meine Kinder waren und sind mir wichtiger und eine längere Krankengeschichte nicht machbar.
Es ist wie beim Abnehmen, es muss im Kopf Klack machen. Und der Wille mus sehr stark sein. Ich habe oft bei Bedarf dosiert umd das merke ich nun auch noch. Habe ich etwas Unangenehmes vor und bekomme Angst ist da der Gedanke an ein Krümelchen Alprazolam.
Seit November hatte ich nur einen Mini Ausrutscher. Mein Wille ist stark, aber ich weiß auch, dass die Psyche einen in die Knie zwingen kann.

Ich bin sehr froh, dass meine Ärztin so kooperativ war bzw ist. Sie ist sehr froh, dass ich ausschleichen möchte und sagte mir, dass sie kaum jemanden dazu motivieren kann. Oftmals wären die Hausärzte dagegen.
Sie hatte bisher erst eine Patientin, die mittels Diazepam ausgeschlichen hat bzw überhaupt den Wunsch äusserte abzusetzen.
Anscheinend kommt das im häuslichen Bereich seltener vor. Sie bestätigte mir auch die Ansicht des Forums, dass im Krankenhaus viel zu schnell entzogen wird. Und das die Patoenten, wenn sie in ein Krankenhaus gehen mit Medikamenten wieder rauskommen, die sich nicht wollten bzw die auf Dauer nicht gut sind. Es wird zu kurzfristig gedacht und vor allem die momentane Situation des Patienten in der Klinik betrachtet. Dazu gehören leider auch die Abgabe von Benzodiazepinen. Gilt nicht für jedes Krankenhaus, kann aber vorkommen.

Vitamin C vertrage ich und probiere ich aus. Lieben Dank.

Ich hoffe jetzt mal das beste für uns alle und schaue mal was die Tage so bringen.

Viele Grüße
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Re: Alprazolam abgesetzt, nun noch 1,5 mg Diazepam ausschleichen, bitte um Begleitung

Beitrag von Eva » Donnerstag, 12.04.18, 7:48

Hallo liebe Sarah,

wenn Du auch unter Heuschnupfen leidest: Es gibt ein homöopathisches Komplexmittel dagegen, ich weiß nicht, ob Du es schon kennst. Mir hat es total geholfen, und ich spreche nicht unbedingt auf Homöopathie an. Bei Interesse schreibe ich die Bezeichnung gern noch genau auf.

Mir gefällt übrigens Deine reflektierte Sicht- bzw. Schreibweise, und Du schreibst zudem sehr nett. :)

Liebe Grüße, Eva
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Re: Alprazolam abgesetzt, nun noch 1,5 mg Diazepam ausschleichen, bitte um Begleitung

Beitrag von Kaenguru70 » Donnerstag, 12.04.18, 16:22

Hallo Eva

Ich glaube ich weiß welches du meinst, es ist von der DHU. Ich werde es mal googlen.
Eine Freundin von mir hat es auch geholfen.

Ich habe nochmal in deinem Thread einiges nachgelesen. Byron Katie ist mir auch ein Begriff. Ich habe von Ina Rudolph ein Buch, sie vertritt das gleiche Programm. Ich habe sie auf youtube gefunden und fand sie sehr sympathisch und habe mir daher ihr Buch geholt und nicht das von Byron Katie.
Ich muss das Buch nochmal gründlich lesen, aber hängen geblieben ist mir eine Erkenntnis und zwar ob man wirklich sicher sein kann, dass das befürchtete Ereignis tatsächlich eintreten wird. Tritt es nicht ein, hat man sich unnötig geängstigt und sich die gegenwärtige Situation in manchen Fällen nahezu unerträglich gemacht. Ich habe es in den letzten 2 Wochen bei einer großen Sorge geschafft diese Denkweise anzuwenden und dadurch die Zeit zu geniessen. Ich war so stolz.
Bei mir ist solches Verhalten erlernt durch die Kindheit. Ich kann hier nicht ins Detail gehen, aber bei mir herrschte immer nur Angst und Kummer von klein auf. Das Urvertrauen in das Leben und die Menschen wurde sehr geschwächt. Zerstört will ich nicht sagen, denn dann wäre ich nicht an dem Punkt im Leben an dem ich nun bin, glücklich verheiratet und zwei pubertierende aber dennoch wohlgeratene Kinder.

Vielen Dank für dein Kompliment.
Ich habe bei dir oft reingelesen und fand deine Reflektionen auch sehr interessant.
Du hast deinen Weg des Entzugs toll hinbekommen. Vor allem als du das traurige Ereignis zu verkraften hattest und standhaft geblieben bist. Ich war in einer ähnlichen Situation, die Person ist allerdings außerhalb der Familie und ich habe es auch geschafft. Sie ist viel zu jung gestorben und ich vermisse sie unheimlich.

Viele Grüße
Sarah
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Re: Alprazolam abgesetzt, nun noch 1,5 mg Diazepam ausschleichen, bitte um Begleitung

Beitrag von Kaenguru70 » Donnerstag, 12.04.18, 16:46

Hallo nochmal :) ,

heute hatte ich einen sehr schlechten Tag. Mir ist schon die ganze Zeit als hätte ich die Grippe , weil ich mich so schwach fühle.
Das ist nun entweder NW von Diazepam, Entzug oder eine Reaktion des Körpers, die mit der von mir vermuteten HIT zusammenhängt.
Ich kann das nicht sauber trennen.

Gestern Abend habe ich wider besseren Wissens ein Stück Hefeteilchen genascht und heute Mittag 2 Stück Schokolade. Bauchweh und Durchfall waren das Resultat :cry: .
Nun ja, dann fällt es einem nicht mehr ganz so schwer zu verzichten, wenn es so schmerzhaft ist und ich hoffe ein paar Pfunde verabschieden sich mit der Naschsucht.

Bei Etlenia habe ich ähnliche Bedenken bzw Überlegungen gelesen. Leider hat sie länger nichts geschrieben. So wie ihr ist mir ständig warm und diese Erschöpfung. Mit meinem Hund rauszugehen kommt einem Kraftakt sondergleichen nahe und so wie bei ihr muss der Haushalt und alles laufen. Ich bekomme es hin, aber ich bin immer froh, wenn der Abend mir die Belastung des Alltags nimmt.

Ich habe ja vor zwei Tagen auf 2 Tropfen reduziert und möchte nichts überstürzen mit dem Abdosieren. Somit übe ich mich in Geduld, wobei die nach 5 Monaten manchmal sehr schwächelt. Das kennt hier bestimmt jeder.

Ich habe aber auch verstanden, dass man zwar keine Medis mehr nimmt wenn man auf null ist, aber die Regeneration, Heilung der Rezeptoren/ZNS nicht schneller vonstatten geht, wenn man zu schnell entzieht. Ich habe keine empirischen Daten, aber ich denke, dass die Zeit in der man abdosiert von der Zeit der Heilung nach null abzuziehen ist. Bestimmt nicht zu gleichen Teilen, aber die langsame Heilung und das langsame Umdenken ohne Tabletten auszukommen sind sicherlich gegenüber einem 'Gewitter' im ZNS, was ein kalter Entzug mit sich bringt, von großem Vorteil.
So gesehen könnte man sogar das Argument anbringen, dass man Zeit spart.
Wir wissen es nicht, da man ja einen Weg wählt und nicht vergleichen kann. Ich zumindest habe zwei Beispiele im Familienkreis, wo ein schneller Entzug schief gegangen ist.

Ich bin um jeden Tag froh, der mich meinem Ziel näher bringt, trotzdem zwinge ich mich dazu das Schöne in jedem Tag zu sehen und im 'Hier und Jetzt' zu leben. Ich habe zu lange in meinem Leben auf eine Besserung in der Zukunft gehofft und dabei das gegenwärtige Leben verdrängt. War manchmal aber auch besser so.

Die Schicksale hier im Forum und auch derer die ich im realen Leben kenne gehen mir sehr nahe und sind beängstigend. Da ist es schwierig das beste zu hoffen.
Ich tue es trotzdem.

Viele Grüße
Sarah
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Re: Alprazolam abgesetzt, nun noch 1,5 mg Diazepam ausschleichen, bitte um Begleitung

Beitrag von Eva » Donnerstag, 12.04.18, 16:53

Hallo Sarah,

das Buch von Ina Rudolph habe ich auch, als Hörbuch.

Mir geht es so, dass ich finde, sie vermittelt das Programm von Byron Katie mehr "deutsch", will sagen, das kommt vielleicht in gewisser Hinsicht unserer Art hier näher; deshalb spricht manches uns eher an als die sehr amerikanisch-pragmatische und manchmal schmerzhaft nüchterne Vermittlungsart von Katie.

Sehr schön aber auf jeden Fall, dass Dir damit schon ein Erfolg gelungen ist! :)

Lieber Gruß, Eva
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Re: Alprazolam abgesetzt, nun noch 1,5 mg Diazepam ausschleichen, bitte um Begleitung

Beitrag von Kaenguru70 » Sonntag, 15.04.18, 19:48

Hallo,

Ein kleines Update von mir.
Ich bin seit seit 10. 4. auf 1 mg Diazepam.
Meine Symptome sind Schwitzen, Geräuschempfindlich, starke Erschöpfung, manchmal zittrig (ich trinke keinen Kaffee mehr, davon wird es schlimnmer), ängstlich z.b. in Bezug auf Fernsehfilme :shock: (total komisch, aber mir macht vieles Angst), kann nicht gut alleine sein und es ist einfach alles total anstrengend.

Ich muss ja funktionieren. Meine Kinder wissen, dass ich unter Depressionen und Ängsten leide und wissen auch von dem Entzug. Mir ist es nicht peinlich Benzodiazepine genommen zu gaben, sie haben mir in der schwersten Zeit (mit starker Suizidalität :shock: und Paniken) geholfen. Ich hätte sie nur viel, viel schneller absetzen sollen :cry: . Schon vor Jahren, aber das hat die anstrengende Alltagssituation nicht zugelassen bzw vielleicht hätte ich es mit Diazepam schon damals geschafft, aber da wusste ich das noch nicht .

Ich werde jetzt erstmal abwarten, ob es mir in den nächsten Tagen eher besser oder schlechter geht und dann nach Bauchgefühl nach 1-4 Wochen weiterreduzieren.

@Eva, vielen Dank :) für deinen Beitrag und deine Einschätzung von Byron Katie und Ina Rudolph.

@Jamie, vielen Dank :) für deine Tippls, ich habe mir Vitamin C besorgt, nehme auch Magnesium und achte darauf, dass ich mich histaminarm ernähre. Asthmaattacken muss ich einfach über mich ergehen lassen.
Da ich schon ziemlich Respekt davor habe zu schnell abzusetzen, ist das für mich jetzt das kleinere Übel. Am meisten Respekt habe ich vor der "Null" :o

Allen einen schönen Sonntagabend.

Viele Grüsse
Sarah
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