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Liebe Mitglieder des ADFD-Forums, liebe Interessierte,

Update: Die Wiedereröffnung für neue Teilnehmer verzögert sich noch ein wenig. Geplanter Termin ist der 1.8. Das neue Konzept steht aber mittlerweile und wir arbeiten im Hintergrund an der Umsetzung.

Erste Veränderungen in Form zweier neuen Rubriken sind nun eingestellt, Erläuterungen siehe den Artikel über die geplanten Änderungen.


Seit dem 31.03.2019 Ist das Forum für Neuanmeldungen geschlossen. Bislang freigeschaltete Mitglieder können das Forum natürlich wie gewohnt nutzen und dort schreiben.

Es tut uns leid für diejenigen, die sich nun gerne anmelden möchten und nicht können, aber aufgrund einer völligen Überlastungssituation sind wir nicht mehr in der Lage noch mehr Mitglieder zu betreuen. Wir müssen uns in den kommenden Wochen auch überlegen, wie das Forum künftig organisiert werden kann, so dass es fortbestehen kann. Das Forum wurde in den letzten Wochen geradezu mit Neuanmeldungen geflutet und es ist uns nicht mehr möglich, diese Massen an Anfragen auf Basis unseres ehrenamtlichen Engagements zu bewältigen.

Trotzdem wollen wir keinen von Euch hängen lassen.
Zum einen steht in diesem Forum wirklich alles Relevante, was Ihr wissen müsst, wenn Ihr Eure Psychopharmaka verantwortungsvoll, schonend und nachhaltig absetzen wollt und zum anderen haben wir auch extra noch mal die allerwichtigsten Artikel und Tipps für Euch zusammengestellt.
Nehmt Euren Wunsch, Eure Medikamente auszuschleichen aktiv in die Hand, lest die Infoartikel, wühlt Euch durch die Threads der anderen Betroffenen und erlebt, dass alle im gleichen Boot sitzen, benutzt gerne auch die Suchfunktion... Ihr werdet sehen, so gut wie keine Frage wird unbeantwortet bleiben.

=> Hier sind nochmal häufige Fragen von Neuankömmlingen für Euch beantwortet. <=

Für unsere Bestandsmitglieder und natürlich auch für diejenigen, die an den tiefer gehenden Gründen interessiert sind, weswegen wir den Anmeldestopp verhängt haben, haben wir eine genauere Erklärung verfasst.

Wir danken für Euer Verständnis und erbitten zahlreiches und konstruktives Mitwirken
Das Team des ADFD

Dan092: Tavor Abhängigkeit?

Benzodiazepine können schon nach wenigen Wochen abhängig machen. Der Entzug dieser Medikamente sollte dann langsam und vorsichtig stattfinden.
Dan092
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Re: Dan092: Tavor Abhängigkeit?

Beitrag von Dan092 » Montag, 24.06.19, 15:56

Hallo Forum,

also seit ich mich die letzten Tage mit 2x0,5mg Tavor stabilisiere geht es mir etwas besser als unter Oxazepam. Zumindest kann ich mein
Bett verlassen, konnte heute Morgen einkaufen und die ein oder andere kleine Erledigung tätigen. Natürlich bin ich auch somit weit
entfernt sagen zu können, dass es mir halbwegs gut geht. Aber zumindest etwas erträglicher sind die Symptome damit geworden, und
das hilft mir schon enorm. Die Psychologin meldet sich diese Woche bei mir zwecks Vereinbarung neuer Termine, und ein neues Rezept
Tavor bekomme ich von meinem Neurologen zugeschickt.

Ich bin froh, dass die 1mg mich zumindest ein bisschen auffangen, anders wäre ich komplett am Rad gedreht weil es nicht mehr
aushaltbar gewesen ist. Alle Symptome sind zwar nach wie vor sehr stark vorhanden, aber ein bisschen hilft es mir doch das
spüre ich. Die Hitze bekommt mir aktuell auch überhaupt nicht nebenbei, und ich versuche mich so gut es geht im kühlen
aufzuhalten.

Nächste Woche Montag habe ich dann ja wie bereits gesagt den Termin in der Endokrinologie am Uniklinikum zwecks Abklärung
meiner SD. L-Thyroxin habe ich ja auf eigene Kappe abgesetzt vor etwa 4 Wochen. Ich glaube nämlich, dass ich das gar nicht
benötige. Die neuen Werte werden es bald zeigen.

Dann ist da noch der seit einigen Wochen bestehende Husten der einfach nicht weggehen möchte. Ich habe ja eine Überweisung
zum Lungenröntgen vom Suchtarzt bekommen, aber diesen noch nicht wahrgenommen. Aber da es nicht besser wird, werde ich
demnächst doch mal röntgen lassen zur Sicherheit. Ich glaube ja, dass das Nebenwirkungen oder Absetztsymptome vom Tavor
sind. Gestern Abend ist meiner Freundin beispielsweise im Bett aufgefallen, dass ich Gänsehaut am Körper habe. Obwohl
mir nicht kalt gewesen ist. Ihr kam das etwas merkwürdig vor... Ich habe dann mal etwas gegoogelt, und gesehen dass das
ein Entzugssymptom von Drogen sein kann. Wenn man so will ist Tavor/Benzos ja auch eine Droge, die meine plötzliche
Gänsehaut vielleicht erklärt.

Liebe Grüße an alle
Dan
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lunetta
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Re: Dan092: Tavor Abhängigkeit?

Beitrag von lunetta » Montag, 24.06.19, 16:31

Hallo!

Schön, dass es dir etwas besser geht, das ist doch schon mal positiv!

Abklärende Untersuchungen sind gut, dann muß man sich keine Sorgen mehr machen.

Gänsehaut - tut nicht weh und kann man somit vernachlässigen (Scherz:) - wenn nur alle Symptome so harmlos wären wie Gänsehaut, gell?

LG
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escargot
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Re: Dan092: Tavor Abhängigkeit?

Beitrag von escargot » Montag, 24.06.19, 19:39

Lieber Dan

ich hab das auch mit der Gänsehaut! Kann nicht sicher sein, ob nur vom Tavor bzw. dem Entzug aber finde es auch eher immer ein bisschen lustig, wenn andere schwitzen, offenkundig zu frieren.

Wünsch dir, dass du dich weiter stabilisieren kannst. Das im-Bett-Geliege brauche ich manchmal auch, aber habe erfahren dürfen, dass auch das krasse Gegenteil - nämlich Bewegung - hilfreich ist.

Natürlich sind wir alle sehr unterschiedlich. Aber ich lese hier immer mal wieder rein und hoffe so sehr, dass du noch mehr für dich finden kannst, was Dir hilfreich ist.

Alles Liebe von Herzen!
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Re: Dan092: Tavor Abhängigkeit?

Beitrag von Dan092 » Montag, 24.06.19, 23:32

Hallo lunetta, hallo escargot, :)

Ganz lieben Dank für eure Worte!

Vorhin hat mich meine Psychologin angerufen, am Mittwoch habe ich dann nach längerer Auszeit wieder einen Termin bei ihr.

Momentan steht ja einiges an, ich bin auch mal gespannt was nun mit der Schilddrüse los ist. Die kann ja auch eine ganze Reihe an Beschwerden machen, und in der jüngsten Vergangenheit wurde immer nur auf den TSH-Wert geschaut, der ja nur bedingt aussagekräftig ist.

Ich werde euch auf dem laufenden halten.

LG
Dan
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Re: Dan092: Tavor Abhängigkeit?

Beitrag von Dan092 » Dienstag, 25.06.19, 11:50

Guten Morgen,

also heute ist mir eine Sache aufgefallen, welche ich schon öfter beobachtet habe, aber heute ist es mir wie Schuppen von den Augen gefallen.
Gestern beispielsweise habe ich meine Tagesdosis Tavor im Bett genommen (ich nehme die Dosis auf einmal, verteilt bekomme ich unterhalb
von 1mg keine Wirkung) und konnte kurze Zeit später aufstehen, wie oben geschrieben Erledigungen machen etc.

Heute bin ich sehr früh aufgewacht und lag bzw. liege seit Stunden im Bett und beobachte mich selbst, wie komisch doch alles im Kopf ist
und mir geht es um längen schlechter als gestern. Vor seiner Stunde habe ich nun die 1mg Tavor genommen, und spüre leider keine
Wirkung. Ich glaube je länger ich als liegen bleibe und in mich hineinhorche desto schlimmer geht es mir. Aber es ist unendlich schwer
sich zu überwinden aufzustehen und etwas zu machen, einfach weil es einem so dermaßen schlecht geht.

Ich hoffe die 1mg sind nun Toleranztechnisch nicht ausgereizt, aber eigentlich sollte ich nach einer Stunde nach der Einnahme mittlerweile
zumindest eine ganz minimale Verbesserung verspüren.

Ich bin auch froh, wenn ich morgen mit meiner Psychologin über meine Gefühle sprechen kann, da hat sich einiges aufgestaut das einfach
raus muss. Jamie hat es mal sehr schön formuliert gehabt, dass das Tavor wie eine Krücke für meine psychischen Probleme/Ängste agiert,
aber nur weil die Krücke weg ist, kann das Bein ja trotzdem noch gebrochen sein. Das Bein steht denke ich sinnbildlich für die Psyche.
Momentan habe ich abgesehen von dieser "Krücke" nichts was mich hält, diese Ängste kannte ich vorher nicht in meinem Leben. Es
ist wirklich kaum zu beschreiben, aber mir hilft da momentan auch nichts anderes als dieses blöde Tavor. Wenn ich meine Familie
und meine Freundin nicht hätte, die sich alle so gut es geht um mich kümmern und unterstützen würde ich mit großer Sicherheit schon
in der Psychiatrie sitzen.

Meine Hoffnung ist nun, dass mir die Psychotherapie etwas bringt, so dass ich mich langsam aber sicher vom Tavor als Krücke lösen kann,
denn momentan habe ich keine Skills die mich auffangen könnten. Da verwundert es mich mittlerweile auch nicht, dass ich mich schon
seit Monaten im Kreis drehe und keinen deut weiterkomme im Entzug.

Liebe Grüße
Dan
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escargot
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Re: Dan092: Tavor Abhängigkeit?

Beitrag von escargot » Dienstag, 25.06.19, 12:27

Lieber Dan

ich möchte dir ein bisschen Zuversicht und Mut zusprechen. Vielleicht auch gerade deshalb, weil eine liebe Freundin zu mir sagte neulich ich bewege mich seit knapp 3 Jahren wie ein 🐹 im Rad.

DAS ist ihre Wahrnehmung! Nicht meine-. Denn auch wenn sich von außen praktisch nichts oder erstmal nicht viel tut, glaube ich, dass wir auch mit unseren Erfahrungen wachsen. Und die hast du jetzt auch gemacht und eben festgestellt, dass das Oxazepam zum Beispiel nicht im entzug von Tavor hilft. Das ist doch zum Beispiel auch eine wichtige Erkenntnis.

UND ich persönlich glaube nicht, dass es gerade keine anderen Skills gibt. Was ich glaube, ist, dass du sie momentan nicht sehen kannst. Da kann Psychotherapie vielleicht in die richtige Richtung so ein bisschen schubsen.

Will dich aber ein bisschen „warnen“. Denn Psychotherapie verbringt auch keine Wunder und schon gar nicht schnell.
Auch bleibt dennoch die Genesungsarbeit unsere Aufgabe undzwar kontinuierlich. Du wirst Skills suchen müssen oder das lernen (zunächst mit Begleitung, dann allein ist wieder fast wie eine neue Suche...).

Aber sehr gut, dass du das angehst!

Ach eins noch. Diese Freundin die mir den Hamstervorwurf machte sagte auch ich habe eine Art Hyperfokus auf das Pillenreduzierding. Und ja, das ist wahr (gewesen). Auch habe ich mich ständig beobachtet und seitdem ich wieder laufe, ist das irgendwie besser (obwohl die gleichen Schwierigkeiten teils sogar massiv da sind und so bald auch nicht verschwinden).

Hast du Freunde oder andere Möglichkeiten, mit denen du auch über deine Gwfühlswelt reden kannst?

Liebe Grüße
escargot
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Re: Dan092: Tavor Abhängigkeit?

Beitrag von Clarissa » Dienstag, 25.06.19, 12:36

Hallo, Dan.

Ich habe gerade nicht auf dem Schirm: was ist so schlimm in Deinem Leben, daß Du es nicht ohne Tavor meistern kannst?

Irgendwie mußt Du Dich ja mit einem Leben ohne diese Krücke arrangieren.

Ich stimme escargot vollkommen zu: ein Psychotherapeut kann auch nicht auf wundersame Weise alles in's rechte Lot rücken ...

Alles Gute und VG von Clarissa
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Re: Dan092: Tavor Abhängigkeit?

Beitrag von Kaenguru » Dienstag, 25.06.19, 14:48

Hallo Dan :) ,

Ich habe dir ein paar Links zusammengesucht, die dir vlt nützlich sein könnten.
Allgemein findest du vieles hier:

Übersicht wichtiger Themen
https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=50&t=16589

Im einzelnen:

Skillisten
https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=50&t=16143


Absetzen - 10 Dinge, die ich im Nachhinein raten möchte
https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=50&t=10914

Lucys Notfallkoffer
https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=50&t=10940

"Durchdrehgefühle" - "Gefühl verrückt zu werden"
https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=50&t=14180

Erfahrungen und Umgang mit Derealisation/ Depersonalisation
https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=50&t=15261

Es gibt meines Erachtens noch eine Liste mit Links zu Skills allgemein, wobei ich damit nicht die DBT Liste meine. Ich finde sie gerade nicht, meine aber sie dir schonmal verlinkt zu haben.
Schau dich mal im Forum weiter um oder google im Internet, irgendwas Nützliches lässt sich oft noch finden. Falls du das nicht kannst auf Grund deiner Situation kann dir vlt jemand behilflich sein🤗.

Ich wüsste jetzt keinen Aspekt mehr.

Du hattest auch mal von einem Buch bei Angststörungen  gesprochen, welches du dir geholt hast,  war da etwas an Tipps für dich dabei?
Es gibt viele Bücher zu Angst, youtube videos und ähnliches.

Eine Psychotherapie muss irgendwie passen, sowohl der oder die Therapeut/in und auch das Verfahren.


Nicht den Mut verlieren, :hug:

Viele Grüße
Sarah
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Re: Dan092: Tavor Abhängigkeit?

Beitrag von Rafa13 » Mittwoch, 26.06.19, 7:24

Hallo Dan,

ich hatte einen Freund, der war schwer abhängig, multitoxisch, also Opiate, Benzodiazepine, Alkohol usw. - ich habe zwar keinen Kontakt mehr zu ihm, aber mein letzter Stand war, dass er ALLES losgeworden ist. Er hat das selbst gemacht ohne Unterstützung, als er reinschlitterte war er knapp 20 - raus ging es wieder mit 26, dann weiß ich, dass er zumindest 2-3 Jahre frei von Substanzen war und es ihm gut ging.

Was hat ihm geholfen? Ich weiß es nicht exakt, aber seine Einstellung zum Leben, sein Wille, seine Intelligenz und er war ein ganz lieber Mensch, der so gar nicht in unser Gesellschaft zurecht kam. Er arbeitet in sozialen Berufen und half anderen - er war auch in der Obdachlosenhilfe tätig. Ein unglaublich positiver junger Mann.

Vielleicht gibt dir das ein wenig Zuversicht, Medikamente, PT machte er nicht, er ging in den Wald machte selbst Feuer, trank Tee, umarmte die Bäume - sehr unkonventionell wie gesagt, ich habe mit ihm 3 Jahre gearbeitet, aber er kam in dem System wo ich arbeite nicht zu recht, was ich verstehe bei besonderen Menschen.

Gut, ich sage nicht, dass es leicht ist, aber das fiel mir gestern ein, weil ich einen Brief von ihm fand, denn er mir vor 4 Jahren schrieb und der mich sehr berührte, LG Kevin
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Re: Dan092: Tavor Abhängigkeit?

Beitrag von Kaenguru » Mittwoch, 26.06.19, 9:49

Lieber Kevin und Dan
Rafa13 hat geschrieben:
Mittwoch, 26.06.19, 7:24
ich hatte einen Freund, der war schwer abhängig, multitoxisch, also Opiate, Benzodiazepine, Alkohol usw. - ich habe zwar keinen Kontakt mehr zu ihm, aber mein letzter Stand war, dass er ALLES losgeworden ist. Er hat das selbst gemacht ohne Unterstützung, als er reinschlitterte war er knapp 20 - raus ging es wieder mit 26, dann weiß ich, dass er zumindest 2-3 Jahre frei von Substanzen war und es ihm gut ging.
:party2: 👍💪
Andere schaffen das auch, du zum Beispiel Dan 😉.
Liebe Grüße
Sarah
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Re: Dan092: Tavor Abhängigkeit?

Beitrag von Smilla » Mittwoch, 26.06.19, 10:37

Hallo,

und ich kenne jemanden, der ebenfalls multitoxisch, aber vor allem von Tavor abhängig war, dann eine Entgiftung vornehmen ließ, an die sich eine Langzeit-Reha, die über Monate ging, anschloss.

Btw:Gibts sowas heute eigentlich noch?

Er besuchte danach über lange Zeit die sog. 12-Schritte-Selbsthilfegruppen und war, als ich ihn aus den Augen verlor - nach etwa 20 Jahren! - immer noch clean.

(Ich weiß noch, wie er erzählte, dass er sich bei Stress mit Beruhigungstees half und ich das damals fast seltsam fand. Aber bei ihm hat es funktioniert.)

Gruß, Smilla
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Re: Dan092: Tavor Abhängigkeit?

Beitrag von Dan092 » Freitag, 28.06.19, 14:28

Hallo ihr lieben,

Danke für die ganzen Antworten, es freut mich, dass es Menschen gibt die trotz den zahlreichen Substanzen geschafft haben davon loszukommen. :)

Ich hatte die letzten 2 Tage enorm viel Stress, der mich gezwungen hat aus dem A*sch zu kommen. Gerächt hat sich das dann am Mittwoch, ich war seit um 6 auf den Beinen und hatte dann den Termin bei meiner Psychologin. Anschließend musste ich noch in die Stadt zu einem wichtigen Termin. Bei uns war es 39 Grad an dem Tag, und ich habe nur 0,5 statt 1mg Tavor genommen morgens. Endgültig fertig mit allem war ich gegen 16 Uhr, zu dem Zeitpunkt hatte ich zwecks den ganzen Terminen und dem Stress noch nichts gegessen. Getrunken aber, darauf habe ich geachtet bei den Temperaturen.

Auf dem Heimweg hab ich dann gemerkt, dass sich da was anbahnt, mir ging es auf einmal richtig richtig schlecht, wirklich ganz fürchterlich. Daheim angekommen wurde es noch schlimmer, der Husten wurde extrem stark und ich musste mich übergeben. Ich hatte mir zu viel zugemutet an dem Tag, aber einige Termine liesen sich nicht umgehen.

Da ich merkte, dass ich jetzt Hilfe brauche hat mich mein Vater ins Kreiskrankenhaus gefahren. Ich stand vollkommen neben mir und war panisch ohne Ende.

Ich bekam erst mal wieder etwas Flüssigkeit, ein Monitoring und eine Blutentnahme. Alles war ok, auch das EKG. Und die Lunge wurde geröngt, da war zum Glück auch alles in Ordnung. Der Arzt wusste um Tavor und die Situation, ein bisschen kennt man mich in der Notaufnahme mittlerweile. Da ich extrem tachykard und panisch gewesen bin, bekam ich 1mg Tavor Expedit.

Eine Stunde später ging es mir um Welten besser.
Der Arzt empfahl mir das Tavor unbedingt wieder aufzudosieren angesichts meines Zustands. Er riet mir auf 1,5-2mg zu gehen, und psychiatrische Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Was bei dem Termin bei der Psychologin raus kam berichte ich heute Abend, sonst wird das hier zu lang.

LG und schönes Wochenende an alle
Dan
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Re: Dan092: Tavor Abhängigkeit?

Beitrag von albertine » Samstag, 29.06.19, 13:54

Hallo Dan,

wenn du dich so schlecht ernährst, kann dein erster "Anfall" evtl. auch davon gekommen sein. Ich weiß es nicht und bin ja auch kein Mediziner, Aber du hattest ja mal geschrieben dass du sehr dünn bist.

Wenn ich 10 Stunden unterwegs sein müsste bei 39 Grad und ohne etwas zu essen würde es mir auch ganz fürchterlich schlecht gehen, bzw. ich würde das wahrscheinlich nicht schaffen. Ich gehe nie ohne Frühstück aus dem Haus, es sei denn ich muss nüchtern zur Blutabnahme.
Der Arzt empfahl mir das Tavor unbedingt wieder aufzudosieren angesichts meines Zustands. Er riet mir auf 1,5-2mg zu gehen
Und das soll die Lösung deiner Probleme sein? :o

Grüße von Margot
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JunaClarissa
1976 angefangen mit Adumbran
1977 ging es weiter mit Lexotanil und Praxiten
irgendwann gab es dann nur noch Lexotanil bis zu 7 Tabletten pro Tag
1997 - 400mg Sulpirid - es ging mir immer schlechter - bin körperlich immer schwächer geworden, konnte letztendlich nicht mehr laufen und nichts mehr essen, lag nur noch im Bett - die Aussage meines jetzigen Psychiaters: "Sulpirid wirkt so" :frust:
musste dann weil ja nichts mehr ging ins Krankenhaus, lag 8 Wochen auf der Station für innere Medizin, Sulpirid wurde sofort auf 200 mg reduziert, Lexotanil in diesen 8 Wochen von 42 mg auf 3 mg - war hart, abes es ging, die letzten 3 mg Lexotanil in 1,5 er Schritten zuhause abgesetzt, ging prima, das restliche Sulpirid nach einigen Monaten auch ausgeschlichen, ging auch gut
2002 ging es los mit Diazepam, und ziemlich schnell hing ich wieder in der Suchtfalle
2009 kam eine heftige Depression hinzu
Dez. 2010 - Apr. 2011 war ich in der Psychiatrie zum Diazepam-Entzug
entlassen mit Amitriptylinoxid 210 mg
ein neues , viiiiiel besseres Leben begann :)
es folgten 2,5 Jahre Therapie bei einer Suchtberatung, Einzelgespräche und Gruppe
das AD wurde inzwischen reduziert auf 90 mg
ab 22.3. 2014 - 82,5 mg
ab 11.5 - 75 mg
bin jetzt bei 60 mg u. werde die Dosis jetzt erstmal beibehalten solange ich in der Therapie meine traumatische Kindheit verarbeite, vertrage es gut, keinerlei Nebenwirkungen
ab 10.7.2015 - 52,5 mg Amitriptylinoxid
ab 15.2.2016 - 45 mg
10.5.2016 - 37,5 mg
19.6.2016 - 30 mg
28.9.2017 - 22,5 mg
1.1.2018 - 15 mg
27.9.2018 - 7,5 mg
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2014 Traumatherapie begonnen - nach einigen Monaten abgebochen, war mit der Therapeutin nicht zufrieden

März 2015 neue Therapie begonnen bei einer sehr engagierten Therapeutin + gehe weiterhin zu einer Selbsthilfegruppe

2018 tiefenpsychologisch fundierte Therapie

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Dan092
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Re: Dan092: Tavor Abhängigkeit?

Beitrag von Dan092 » Samstag, 29.06.19, 21:39

albertine hat geschrieben:
Samstag, 29.06.19, 13:54

Und das soll die Lösung deiner Probleme sein? :o
Hallo Margot,

Nein also das natürlich nicht. Es war auch eine Ausnahme gewesen, in der Regel esse ich sehr ausgewogen und auch genug. Es wird jeden Tag gekocht, frische Zutaten etc.
Also das es an der Ernährung liegt kann ich ausschließen, das würde meine Symptome das letzte 3/4 Jahr nicht erklären. Ich war schon immer recht dünn, das ist erblich bedingt. Mein Opa und meine Mutter waren bzw. sind auch immer so gewesen.

Ich habe momentan einfach keine andere Wahl als aufzudosieren, ich bin psychisch total am Ende durch das alles. Momentan hilft mir einfach nichts anderes, ich habe es lange genug versucht und probiert.

Die Psychologin hat meine These von einem Trauma
bzw. PTBS gestützt, ausgelöst durch den ersten Angall Ende Mai 2018. Mit ihm hat alles begonnen, und davon scheine ich einen Knacks abbekommen zu haben.
Die Vermutung hatte ich recht früh geäußert, aber damals wurde von Ärzten nur abgewunken.

Das wird nun viele Sitzungen und Zeit brauchen das aufzuarbeiten, aber psychisch bin ich nicht in der Lage zum Entzug das ist leider so. Ich hätte wie mir hier schon früher empfohlen wurde schon im Februar aufdosieren sollen, ich hatte ja bereits da da Gefühl es geht nicht anders. Nun habe ich mich entschlossen vorerst die Notbremse zu ziehen, meinem eigenen Bauchgefühl zu folgen und dem Rat des Arztes zu folgen, der glaube ich ziemlich gut beurteilen konnte, in welcher Verfassung ich gegenwärtig bin, und weshalb die Symptome so aus dem Ruder gelaufen sind.

Ewig macht das der Körper und die Psyche nicht mit, und ich war wirklich jenseits meiner Belastungsgrenze seit vielen Wochen. Es musste nun gehandelt werden, das sah nicht nur ich so, sondern auch der Arzt im Krankenhaus, meine Psychologin und mittlerweile auch meine Eltern.

Ich bin jetzt in guten Händen psychologisch und medizinisch bei meinem Neurologen. Während die Therapie nun langsam anlaufen kann, stabilisiere ich mich nun erst mal, damit ich wieder halbwegs ein Leben habe und nicht von morgens bis abends in Todesangst leben muss.

LG an alle
Dan
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Re: Dan092: Tavor Abhängigkeit?

Beitrag von lunetta » Samstag, 29.06.19, 22:26

Hallo!

Wieviel nimmst du jetzt vom Tavor?

Die empfohlenen 1,5 oder 2 mg?

Wenn du jetzt mehr nimmst, aktualisiere bitte deine Signatur!

Danke dir und alles Gute! LG
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Re: Dan092: Tavor Abhängigkeit?

Beitrag von Dan092 » Samstag, 29.06.19, 23:14

Hallo Lunetta,

Aktuell 1,5mg täglich.

LG
Dan
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Re: Dan092: Tavor Abhängigkeit?

Beitrag von lunetta » Sonntag, 30.06.19, 8:33

Hallo!

Und geht es dir mit 1,5 mg jetzt besser?

Würde es dir wünschen! Denn immer weiter hochdosieren und keine Verbesserung spüren, würde ja auch keinen Sinn machen...

GLG
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Re: Dan092: Tavor Abhängigkeit?

Beitrag von Dan092 » Sonntag, 30.06.19, 10:39

Hallo lunetta,

Etwas besser geht es mir tatsächlich, zumindest hat es aufgehört sich weiter zu verschlechtern wie die letzten Wochen/Monate über. Auch konnte ich die letzten drei Tage bestimmt 70 bis 80 Prozent mehr machen als sonst, und habe den ganzen Tag kein einziges Mal im Bett verbringen müssen für eine gewisse Zeit.

Natürlich sind alle Symptome noch vorhanden, aber etwas erträglicher. Gerade die Tavor Expedit 1mg in der Notaufnahme am Mittwoch hat hervorragend gewirkt.

Ich bin nun am überlegen ob ich nicht eine bessere Wirkung erzielen würde, wenn ich die 1,5mg eventuell auf einmal nehmen würde. Aktuell nehme ich morgens 1mg und gegen Nachmittag 0,5mg.

Liebe Grüße an alle
Dan
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Re: Dan092: Tavor Abhängigkeit?

Beitrag von Juna » Sonntag, 30.06.19, 10:55

Huhu Dan,

ich bin nicht Lunetta,

allerdings kommst Du meiner Meinung nach - bei einer einmaligen Einnahme - tagsüber garantiert in Entzugserscheinungen, da Tavor nun einmal eine recht kurze HWZ hat.

In meinen Augen schaffst Du Dir bei einer einmaligen Einnahme schon die nächste Tür zu einer weiteren Erhöhung, da Du dann tagsüber iwann so schlecht drauf bist, dass Du doch eine weitere Dosis brauchst und Du morgens dann aber mit der erhöhten Dosis wesentlich besser fährst und eine geringere nicht mehr erträglich scheint.

Ich möchte Dir nichts unterstellen oder sonstwas, es ist nur einfach meinen Meinung und vor allem die Gefahr die droht, da die Toleranz nun einmal - gerade bei Benzos und bei Tavor - das Problem schlechthin ist, welches zu Erhöhungen führt.


Wenn Du meinst, dass Dir das Expedit besser hilft, darf ich fragen, warum Du dieses dann nicht nimmst?

(Ich kam mit dem Expedit besser klar, hatte aber auch nur 1x kein Expedit und habe danach auch keine Tabletten mehr bekommen - allerdings wäre das dann nicht nur ein Herstellerwechsel, da die Inhaltsstoffe dann auch vermutlich anders sind und darauf reagieren viele recht sensibel).


VG
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Re: Dan092: Tavor Abhängigkeit?

Beitrag von Dan092 » Sonntag, 30.06.19, 18:31

Hallo Juna, :)

Ich fürchte, dass meine Hauptprobleme nicht vom Tavoer herrühren mittlerweile oder von dessen Entzug. Zum einen hatte ich einige Symptome schon vor bzw. Kurze Zeit nach Einnahme von Tavor und zum anderen habe ich es überhaupt nicht so lange und hochdosiert genommen, dass ich sagen könnte es wäre alles davon.

Ich werde nächste Woche mal fragen ob ich die Expedit bekommen kann, da diese schneller wirken (gerade in Akutfällen), und zum anderen hatte ich in der Notaufnahme das Gefühl letztes Mal das diese besser wirken.

Die Hitze aktuell macht mich auch fix und fertig, mir setzt das körperlich und psychisch enorm zu, und ich sehne bereits den Herbst herbei.
Ohne eine Aufdosierung würde ich diesen Sommer glaube ich überhaupt nicht überstehen.

Wenn ich wirklich eine PTBS haben sollte, dann hätte ich jedes Recht sauer auf einige Ärzte zu sein. Ich habe den Verdacht schon früh geäußert und es wurde immer nur abgewunken. Das da allerdings etwas ist, also psychisch da ist sich meine Psychologin sicher.

Liebe Grüße
Dan
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