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Tavorabhängigkeit

Benzodiazepine können schon nach wenigen Wochen abhängig machen. Der Entzug dieser Medikamente sollte dann langsam und vorsichtig stattfinden.
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Erna61
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Tavorabhängigkeit

Beitrag von Erna61 » Mittwoch, 07.07.10, 12:44

Ich hatte mich neulich neu vorgestellt, und vielen Dank für die Anworten.

Ich habe schön öfters Tavor langsam runterdosiert, aber an einem gewissen Punk komm ich nicht ganz ab, weil auch die Panikattacken und die permanente Grundangst verstärkt einsetzen, eine Folge vom Entzug und auch meine Grunderkrankung. Ein Entzug in der Klinik habe ich 2x gemacht, hat nicht viel gebracht, Panikattacken bleiben. Auch habe ich viele Antidepressiva ausprobiert und in Kliniken nehmen müssen. keine Vertragen bin hin zur Allergie gegen diese Medis, will auch keine weitere ausprobieren, Und aus diesem Grund kommen Ärzte auf mich nicht klar, das macht die Entscheidung schwer wieder in eine Klinik zu gehen (Letzte Option) wenn ich die Panikat. nicht mehr ertragen kann. Ich würde auch gerne eine Angsttherapie machen, aber ohne medis nehmen zu müssen. Im Moment dreht sich bei mir alles im Kreis. Bin ständig dabei Ärzte zu suchen die helfen könnten meine tausend Baustellen zu bearbeiten. Diese Angsterkrankung ist sehr hartnäckig und ich lebe am Rande des Wahnsinns, und das trotz Tavor.

Ich glaub das reicht für heute erstmal

Gruß Erna61

mücke
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Re: Tavorabhängigkeit

Beitrag von mücke » Donnerstag, 08.07.10, 13:39

Hallo Erna

Du hast 4 J. Tavor genommen und das in unterschiedlicher Dosis von 1 bis 4 mg.
Wie hoch war denn die Dosis in den letzten Monaten, auch unterschiedlich oder gleichbleibend?

Welche AD hast du versucht? Wie lange immer eingenommen?
Wie abgesetzt? Wann war die letzte AD-Einnahme?
Ich frage das übrigens um mir ein besseres Bild machen zu können.

Was deine tausend Baustellen betrifft, bist du da nicht besser bei einem Psychologen aufgehoben?
Psychiater verschreiben doch nur Pillen.
Für Gespräche haben die keine Zeit.

Bist du körperlich gesund?
Wurde deine Schilddrüse untersucht?

Gruss Mücke

Marsupilami

Re: Tavorabhängigkeit

Beitrag von Marsupilami » Donnerstag, 08.07.10, 18:04

Hallo Erna,

Ich kann Dir leider auch keinen schlauen Rat geben, außer den, nach einem Therapeuten zu "fahnden", der eine Therapie anbietet, ohne Dich zum Schlucken von Pillen zu zwingen. Viele Therapeuten bestehen wohl auf der Einnahme von Tabletten, um sich abzusichern, wenn ein Patient sehr instabil ist. Viele vertreten die Meinung, dass das begleitend notwendig ist oder dass es sein muss, jemanden überhaupt erst therapiefähig zu kriegen. (Wobei die Frage ist, wie man krankmachende Emotionen bearbeiten soll, wenn man sie mit Pillen zuschüttet). Bei Dir würde wohl Verhaltenstherapie gemacht werden, viel Auswahl an Therapien, die bezahlt werden, gibt es ja nicht. Du könntest Deine Krankenkasse mal anrufen und Dir eine Liste mit Therapeuten in Deiner Gegend schicken lassen, die Du dann abtelefonieren könntest.

Was sollst Du denn nach Meinung der Ärzte eigentlich tun? Weiter Benzos nehmen, Dein ganzes Leben lang? Dass Dir die AD-a alle nicht helfen wird Dir vermutlich nicht geglaubt, oder wie ist das? Dass Du Probleme bekommst, wenn Du sagst, dass Dir AD-a nicht helfen, ist ganz normal, welcome to the club, :D . Das geht ganz flott, wenn man erkannt hat, wie wacklig das Hypothesen-Gebäude der Pillen ist und dass das bisschen Psychotherapie auch sehr schnell an Grenzen stößt und längst nicht jedem so toll hilft, wie es dargestellt wird. Was nicht sein soll, darf nicht sein, und wenn man sich nicht mit der 0815-Abfertigung zufriedengibt, werden die Götter in Weiß schnell aggressiv, weil sie sich getroffen fühlen...

Gruß,

Marsu

Erna61
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Re: Tavorabhängigkeit

Beitrag von Erna61 » Montag, 12.07.10, 17:27

Hallo Marsu,

Ich war heute wieder bei einer Therapeutin, ich bekomme keine Tavor mehr, hab ne Überweisung in ne Klinik, auch keine Chance mich nach einem Plan runterzudosieren. Was Du schreibst sehe ich genauso, meine Worte.

Gruß Erna

Erna61
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Re: Tavorabhängigkeit

Beitrag von Erna61 » Montag, 12.07.10, 18:02

Hallo Mücke,

Sommer 2006 allererste Panikattacken beim Autofahren, hat schnell zu einer generalisierten Angststörung und Depression geführt, Auslöser viel Stress, Bourn Out und vieles mehr.
Erster Kontakt mit Psychiatrie und Psychopharmaka. Ergebnis war traumatisierend, Zyprexa, Cypralex, Cytalopham, Cymbalta (ganz schlimm) und einige Namen erinnere ich gar nicht mehr, alle führten zu heftigsten Nebenwirkungen, die auch nach längerer Einnahme nicht erträglicher wurden, bis hin zu Allergieerscheinungen und die Ärzte mußten absetzen. und übrigens, dort wurde ich auf Tavor gebracht und wurde mit 4gr, am Tag entlassen und Zyprexa.
Im Winter gleich nächste Klinik, frag nicht welche Medis ich da bekam, auf jeden Fall haben die mich bis auf eine Tavor runter, und Therapiemäßig war es auch kein Erfolg. Ich weiß nicht mehr, wie ich das Jahr bis Jan. 2008 durchkam, dann nämlich wieder ne andere Klinik, Trevilor begonnen, 1Jahr , konnte über die Einstiegsdosis nicht hinaus, deshalb wegen zu geringer Wirkung wieder abgesestzt, auch weil da die Nebenw. nervten.

Eine Tavor 1mg ca. 2J Jahre lang mit 25mg Seroquel, zum Schlafen, Und jetzt seit ca. halben Jahr turbolenzen, mal Zwei, mal allein runter, Jetzt seit ca paar Wochen 4mg.

Schilddrüse ist OK, andere Erkrankungen sind Rheuma (PCP) Fybriomyalgie laß ich gerade abklären, Prolaps Wirbelsäüle unten und oben, Probleme mit Leberfettewerten/Cholesterien, Bluthochdruck/Herzrythmusstörungen, dafür nehme ich auch schon Medis. Ich glaub das reicht erstmal, Jetzt denkt jeder, der das ließt, da kann nur noch eine Notschlachtung helfen.

Gruß Erna

Marsupilami

Re: Tavorabhängigkeit

Beitrag von Marsupilami » Montag, 12.07.10, 20:52

Mal noch folgende Frage: Weshalb hat man Dir mehrfach Neuroleptika verordnet = Anti-Psychotika, die normalerweise nur im äußersten Notfall eingesetzt werden sollten, wenn keine akute Psychose vorliegt. Nimmst Du denn jetzt auch noch das Seroquel? Denn Neuroleptika wieder abzusetzen, das ist ja auch noch so eine Sache...

Gruß,

M.

Erna61
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Re: Tavorabhängigkeit

Beitrag von Erna61 » Mittwoch, 28.07.10, 22:34

Hi Marsu

ja, Zyprexa und später ausgetauscht durch seroquel, die habe ich als bessere Alternatine zur Schlaftablette bekommen, bin bei geblieben, da das absetzen von Seroquel wirklich nicht einfach ist, obwohl kleineste Dosis. Nach 3 Tagen fängt bei mir die Haut so an zu Jucken, das ich ich mich abschälen könnte, daher nehm ich die Seroquel lieber weiter. Der Hammer ist, das durch die Sero. die Leberwerte (Cholesterin) so hoch sind, das ich dafür eine Medi nehmen muß.
Kennst Du noch andere Absetzerscheinungen von Seroquel, denn ich würd die auch wirklich gern wieder loswerden.

Gruß Erna

sosjord
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Re: Tavorabhängigkeit

Beitrag von sosjord » Donnerstag, 29.07.10, 8:24

die haben dir neuroleptica zum schlafen gegeben ? sry das ich das hier so drastisch sage , aber sind die deppad ?
naja mich wundert gar nix mehr . :wacko:

Liebe grüsse
michi
BENZOENTZUG IST SCHAFFBAR !
nach 2 Jahren hölle wieder geheilt ..
ERFOLGSGESCHICHTE:
1.5 jahre nach 0mg: http://www.adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=16&t=6141
2.2 jahre nach 0mg: http://www.adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=16&t=6822

Marsupilami

Re: Tavorabhängigkeit

Beitrag von Marsupilami » Donnerstag, 29.07.10, 20:38

Hallo Erna,

scheiß Situation. Aber es ist leider so, dass es immer schwerer werden wird, vom Sero runterzukommen, je länger Du es nimmst. Wenn es jetzt schon so schlimm ist, wäre es gut, wenn Du einen fähigen Psychiater hättest, der Dir Dich beim Absetzen begleitet.
Die Cholesterin-Problematik ist eine der bekannten "netten" Begleiterscheinungen dieser Medikamente. Die sonstigen Nebenwirkungen entsprechen sicher denen anderer NL-a dieses Typs, da kannst Du mal nachlesen, auf der Homepage des BPE (http://www.bpe-online.de) wirst Du sicher auch fündig werden. Wenn Du über google eingibst "BPE Rundbrief 4/2009", da findest Du was konkret zu Seroquel. Z.B. verringern atypische NL-a die Lebenserwartung um durchschnittlich 25 Jahre, auch nett, nicht.
Nicht umsonst sind diese schwerwiegenden Mittel eigentlich nur zum Gebrauch bei aktuen Psychosen gedacht und nicht zur lebenslangen Einnahme, erst recht nicht bei anderen Sachen, bei denen man gegen Schlafprobleme ja noch ne ganze Batterie an AD-a hat, die man probieren kann, was auch nicht toll ist, aber längst nicht so schlimm wie NL-a. Wahnsinn, was Psychiater treiben...

Grüße,

Marsu

mücke
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Re: Tavorabhängigkeit

Beitrag von mücke » Freitag, 20.08.10, 15:53

Hallo Erna
Kennst Du noch andere Absetzerscheinungen von Seroquel, denn ich würd die auch wirklich gern wieder loswerden.
Hier einige Berichte:
http://www.sanego.de/Absetzerscheinungen-bei-Seroquel

Gruss Mücke

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