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Courage: Meine Zeit während ambulantem Diazepamentzug nach ASHTON

Benzodiazepine können schon nach wenigen Wochen abhängig machen. Der Entzug dieser Medikamente sollte dann langsam und vorsichtig stattfinden.
Courage
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Re: Courage: Meine Zeit während ambulantem Diazepamentzug nach ASHTON

Beitrag von Courage » Mittwoch, 07.11.18, 9:58

Liebe Anke :hug: ,

ich antworte in deinem Thread, es ist lieb, dass du dich bei mir hier gemeldet hast,

bis später,
Andrea :)
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Ab 1994 täglich eingesetzt als Muskelrelaxans/Schmerzpatientin.

Durch Toleranzentwicklung im Laufe der letzten Jahre immer mehr Probleme, Nervosität, starke Überreiztheit, innere Unruhe, Erschöpfung, Depressionen, Ängste, Stimmungsschwankungen, dies alles ist durch Absetzen der Benzos verschwunden, es geht mir besser als seit Jahren.
Es sind weder physische noch psychische Folgeschäden durch die lange Einnahmezeit vorhanden.
Fragen zum Entzug beantworte ich gerne, dank des Forums und vor allem unserer Moderatorin
"Das-kleine-Runde" habe ich erst den Mut zum Absetzen gefasst, vielleicht kann ich nun auch etwas Unterstützung geben.

Auch nach LANGJÄHRIGER Einnahme ist ganz sanftes Absetzen möglich u. sehr gutes Wohlbefinden erreichbar. Man muss absolut keine Angst davor haben, die nötige GEDULD ist allerdings Voraussetzung. STRESS wirkt sich verstärkend auf Absetzbeschwerden aus, ebenso zuviel Sport.

Ergänzung: Im April 2012 nahm ich nach 8 völlig benzofreien Monaten aus privaten Gründen für 4 Wochen erneut als Muskelrelaxans und etwas Entspannung 10 mg/Tag Diazepam. Setzte sie danach in 2,5 mg Schritten pro Woche PROBLEMLOS ab und habe bisher keinerlei Folgesymptome.
MEIN Fazit: Besteht KEINE psychische Abhängigkeit oder Kontrollverlust, kann man nach einigen Monaten ein Benzo als BEDARFSmedikament für KURZE Zeit anwenden, ohne dass erneute körperliche Abhängigkeit entsteht, 4 Wochen sind aber grenzwertig, da würde ich trotz problemlosem EIGENEM Absetzen zur Vorsicht raten, je kürzer der Bedarf, je besser.

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Re: Courage: Meine Zeit während ambulantem Diazepamentzug nach ASHTON

Beitrag von Kaenguru70 » Mittwoch, 07.11.18, 10:01

Liebe Andrea,

Ich habe dir PN geschickt, aber kümmer dich bitte nur darum, wenn du Zeit und lust hast.
Für deinen Mann und dich drücke ich auch zwei Daumen und vier Pfötchen🐾🐾.

Alles Gute
Sarah
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Re: Courage: Meine Zeit während ambulantem Diazepamentzug nach ASHTON

Beitrag von Jofab » Mittwoch, 07.11.18, 18:57

Liebe Andrea,

verzeih <3 – du kennst mich gar nicht – aber ich habe spontan das dringende Bedürfnis, dir zu sagen, daß ich
von ganzem Herzen wünsche, daß dein Mann morgen einen erfreulichen Bescheid bekommt !

Ich habe zwar keine Pfötchen, die mitdrücken könnten – aber ich drücke Daumen, Zehen – einfach alles,
was hilfreich sein könnte !

Bin sooo berührt von deiner Wärme und Hilfsbereitschaft – mir kamen die Tränen, als ich las, wie liebevoll
und vor allem tatkräftig du dich kümmerst um die, die Hilfe und Zuspruch so bitter benötigen !

Ich schäme mich, weil ich es oft nicht aushalten kann zu lesen, weil die eigene Angst zu stark ist.

Alles, was du schreibst, klingt so lebendig und munter – trotz deiner Sorge im Moment – es ist so schön zu lesen,
daß es dir wieder so gut geht !

Das macht hier soviel Hoffnung – auch mir, die ich von Benzos nicht betroffen bin sondern vom AD– Entzug !
Aber die Symptome ähneln sich ja in vielem – vor allem in dem überreizten Nervensystem !
Davon schriebst du ja auch.

Mut und Zuversicht – und Humor ! – verbreitest du – und das ist, was hier so oft fehlt in diesem ganzen
Leid und Unglück ! Wenn man so tief drinsteckt in diesem Absetzsumpf und die Hoffnung verliert, das es je anders
werden könnte !

Wir haben hier so wunderbare unermüdliche Helfer, die trotz massiver eigener Einschränkungen und Symptome
jeden Tag an vorderster Front kämpfen und raten und trösten – und es werden immer mehr, die Zuflucht suchen !

Ich möchte nicht versäumen, sie an dieser Stelle zu erwähnen !!!

Aber dieses große Dankeschön gilt nur dir ! :party2:

Alles alles Liebe und Gute für dich :hug:
Ilse
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Courage
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Re: Courage: Meine Zeit während ambulantem Diazepamentzug nach ASHTON

Beitrag von Courage » Donnerstag, 08.11.18, 5:38

Liebe Ilse :) ,

ich danke dir SEHR, grade heute morgen tun mir deine Worte gut :hug: . Ich weiss gar nicht mehr, WIE ich überhaupt schreibe, wenn ich den schwer leidenden Menschen hier versuche, wie früher etwas Mut zu machen.
Humor habe ich die MEISTE Zeit versucht unbedingt im Leben zu behalten, auch wenn es in den Jahren manchmal auch nur dunkle Tage gab, das Leben zeigte mir manchmal verflucht hart, welche Regeln ES SELBER AUFSTELLT, dann war halt wieder Kampfmodus fällig :sports: , aber oft auch :cry: :cry:. So als Stehauffrauchen seit meiner Kindheit rappelte ich mich BISHER immer wieder ganz alleine auf, nur diesmal habe ich schon extrem grosse Angst, was die heutigen Ergebnisse bei meinem Mann zeigen werden :? .....deshalb ist das so lieb von dir, dass auch du mir/uns die Daumen drückst :hug: .

Du hast ja scheinbar mitgelesen :hug: , dass ich grade grosse Sorgen habe, und da ist mir momentan gar nicht klar, ob ich überhaupt bei den Betroffenen empathisch genug antworte. Ich versuche es, aber die Zeit rast, ist man in einigen Threads erstmal tätig. Angst habe ich NIE, wenn ich an schlimme Nachrichten in einem Thread gerate, in mir läuft dann so eine Art Programm ab, das erstmal nur die Punkte betrachtet....WAS kann ICH WIE und WANN dabei vielleicht helfen, dass es HOFFNUNG gibt.

Da war meine Kindheit schon mein bester Lehrmeister, da musste ich krasse schmerzhafte Kämpfe ausfechten, damit alles wieder gut wurde, aber vielleicht steckt auch noch viel aus meinem früheren Job mit drin. Da versuchte ich auch, das BESTE im Menschen herauszukitzeln, aber immer mit dem Wissen, dass ICH nicht in seiner Haut stecke, sondern rein eigene Erfahrungen mitbringen kann, aber seinen Mut, der manchmal eine Veränderung erfordert, seinen GLAUBEN AN SICH SELBST und eben HOFFNUNG, dass etwas BESSER werden kann aktiviere....da stupse ich nun auch an, wenn es heute passt und nicht derart schlimm ist, dass erstmal nur TROST und das Gefühl, es ist jemand da, der mitliest, angebracht ist.

Genau das machen ja die MODS, die hier mit unglaublich viel Empathie und seeehr viel Info und Wissen weiterhelfen :group: . Und all die Betroffenen, die sich gegenseitig aufrecht halten, nur so klappt eben ein SELBSTHILFEforum, ich erinnere mich gerne an meine Zeit zurück da waren wir eine kleine eingeschworene Benzogruppe....heute sind soooviele da, die leiden, das ist Wahnsinn, wie hilflos und unwissend die meisten Ärzte eben sind :evil:

Da ich ja nur mit Benzos vertraut bin, habe ich quasi auch DAMIT hier begonnen, das ist trotz vieler neuer Informationen im Forum, noch das Pflaster, auf das ich mich am ehesten wage, ohne dass ich nur Unsinn schreibe. Auch in meinem Entzug gab es damals Rückschläge, waren aber SELBST ausgelöst, obwohl ich damals noch von anderen gewarnt wurde, dass ich aus Übermut zu SCHNELL vorgehe :whistle: .

Nun, so lernte ich wenigstens für ein paar Tage das bunte Repertoire der krassen Entzugssymptome kennen, da hat mein ZNS Saltos geschlagen und die Wundertüte der Symptome für mich geöffnet :zombie: :whistle: , allerdings war da nach etwas Hochdosierung wieder zügig RUHE, so blieb mir trotzdem dieses elend lange, schreckliche Leiden erspart.
Aber da mein Tag immer von Schmerzen begleitet ist, tanze auch ich nicht nur durch den Tag, habe eben lernen müssen, mir damit trotzdem nicht das Leben total verderben zu lassen, aber hier lässt sich ja auch keiner unterkriegen, auch wenn die Hoffnung auf Besserung bei manchen mitunter schwindet, was kein Wunder bei manch unglaublich langer Leidenszeit ist....so sind hier WARRIORS unter sich :sports: , ich habe leider bei dir noch nicht reingelesen, ich vermute aber, auch du gehörst sicher dazu.
AD Betroffenen leiden oft stärker und länger, das erkannte ich damals schon, als ich noch hier war und mich mal in die Abteilung AD begab, das ist wirklich schrecklich und ein Skandal, dass das nicht bereits ein riesiges Thema in der Öffentlichkeit ist, sie werden sich alle umsehen, wenn sie erkennen, dass sie NIX besseres als Benzos verschrieben haben, die lieben Docs.

Nur bei den Benzos weiss man wenigstens, dass sie das GABAsystem betreffen, während ich bei den AD/SSRI gar nicht weiss, ob die Ärzte überhaupt alle Einwirkungen aufs ZNS kennen, ich denke nicht, sonst würde es nicht soviele Zweifel an den Beschwerden der Betroffenen geben, eine Schande, wie sich diese teils behandeln lassen müssen :evil: l

Was nutzen die ganzen Besuche bei den Fachärzten, wenn sich die Menschen teils sooo lange durchkämpfen müssen, oft ganz alleine, weil ihnen keiner glaubt ausser hier im Forum. Da gehen teils Jahre an Lebensqualität verloren und viele zusätzlich sehr wichtige Dinge wie Beziehungen, Jobs, manchmal die ganze kleine eigene Welt.

Ich werde bei dir reinlesen liebe Ilse und nochmals ein grosses DANKE für deine lieben Worte,
Andrea :hug: , die sich heute durch den Tag zittert, denn die Besprechung beginnt erst um 16 Uhr in der Klinik, aber Unkraut geht nicht unter :)
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Ergänzung: Im April 2012 nahm ich nach 8 völlig benzofreien Monaten aus privaten Gründen für 4 Wochen erneut als Muskelrelaxans und etwas Entspannung 10 mg/Tag Diazepam. Setzte sie danach in 2,5 mg Schritten pro Woche PROBLEMLOS ab und habe bisher keinerlei Folgesymptome.
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Re: Courage: Meine Zeit während ambulantem Diazepamentzug nach ASHTON

Beitrag von Towanda1 » Donnerstag, 08.11.18, 8:17

Liebe Andrea,

alle Daumen und Pfoten sind hier gedrückt für einen guten Befund und viel Kraft für Dich in der Zeit bis dahin.

LG Towanda
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01.07.18 - 13,50 mg Mirtazapin - Umstieg auf Feinwaage und Nagelfeile :D
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09.11.18 - 8,50 mg Mirtazapin
13.12.18 - 7,50 mg Mirtazapin

Weitere Medikamente:
Wegen Fluorchinolone-Schädigung jede Menge NEMs
1 x wöchentlich Ciprofloxacin C30 5 Globuli
1 x wöchentlich Mirtazapin C30 5 Globuli
1 x tgl. Thyreoidea comp. 5 Globuli


Ich bin nicht auf der Welt, um so zu sein, wie andere mich haben wollen

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Re: Courage: Meine Zeit während ambulantem Diazepamentzug nach ASHTON

Beitrag von Courage » Donnerstag, 08.11.18, 8:27

<3 :hug: :fly: zurück liebe Weg :D
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Re: Courage: Meine Zeit während ambulantem Diazepamentzug nach ASHTON

Beitrag von Courage » Donnerstag, 08.11.18, 8:32

Liebe Towanda :) ,

hallo, jetzt freu ich mich aber grade wieder, im Moment sehe ich deinen Eintrag, dazu die *cornische Nebelkrähe* für mich, was für eine weitere liebenswerte Persönlichkeit :hug: darf ich denn hier kennenlernen...ich werde deinen Thread suchen und danke dir von Herzen <3 für deine guten Wünsche *bibber* :sick: ,

alles Liebe
Andrea :hug:
Muss noch nachsehen, ob ich ein Foto deiner vier Pfoten entdecke im Haustierthread !
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Re: Courage: Meine Zeit während ambulantem Diazepamentzug nach ASHTON

Beitrag von UnknownPleasures » Donnerstag, 08.11.18, 10:07

Hallo Zusammen,

gerade den Thread entdeckt, weil er oben auftauchte. Unglaublich wertvolle Beiträge für Betroffene, die immer noch kämpfen bzw. gerade noch dabei sind abzusetzen.

Danke, dass Du alles so toll und positiv dokumentiert hattest, Andrea. Es gibt einem so viel Kraft und Mut zu sehen, wie Du und viele Andere die Medikamente besiegt haben.

Liebe Grüße,

Jonas :)
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Trockener Alkoholiker seit: 29.03.2018 6 Jahre problematischer Konsum, die letzten 2 Jahre quasi exzessiv, an 4-5 von 7 Tagen in der Woche.

Vorname, Alter: Jonas, 25

Keine weiteren Diagnosen.

Ende 03/2018 Abhängigkeit nach zwei wöchiger Einnahme von ca. 1.0 - 2.0 mg Lorazepam täglich, aufgrund von falsch gedeuteten Entzugserscheinungen bzgl. der Alkoholproblematik.

Mehrere kalte Absetzversuche sind gescheitert, der erste nach 6 Tagen! (ohne Forum), nach 10 Tagen erneuter Versuch, endete in einer Katastrophe, um meine Entzugserscheinungen vollständig aufzufangen waren 3 mg Lorazepam nötig.

Ab hier bgeinnt mein Ausschleichprozess
Über paar Tage hinweg auf 1,75 mg Lorazepam täglich stabilisiert.

0,75 mg Lorazepam durch 7,5 mg Diazepamspiegel ersetzt.
1 mg Lorazepam problemlos ausgeschlichen. 0 mg seit 22.05.2018

Diazepam

Leider habe ich ab hier nicht mehr genau dokumentiert, wie viel ich wann genau abdosiert habe. Es sind nur wenige Stichdaten vorhanden.

25.05 6.5 mg Diazepam
07.06 4.5 mg Diazepam
13.06 4.0 mg Diazepam Ab hier erste stärkere Entzugssymptome, die nach 1-2 Wochen überwunden schienen
28.06 3.0 mg Diazepam Hier begann der Horror, mittlere bis schwere Depressionen, Angstzustände, schlaflos über teils zwei Nächte hintereinander, Tinnitus - Symptome hielten fast zwei Monate an.
20.08 2,72 mg Diazepam Nach einem zweiwöchigen Symptomfreien Fenster einen kleinen Schritt runter, nach 7 Wochen setzte eine heftige Entzugsdepression ein, mit Suizidgedanken, Panikattacken, sehr schwere depressive Gefühle - unerträglich.
13.10 erhöht auf 4.0 mg Diazepam
20.10 4.0 mg Diazepam Erhöhung greift zu diesem Datum spürbar. Depressionen, Angst, etc. - alles wie weggeblasen.

Absetzpause für 2018
Bilanz: Trocken seit fast 7 Monaten, null Drang nach Alkohol.
Benzo: Mehr als 3/4 der Ausgangsdosis ausgeschlichen.

2019 geht es weiter, mein ZNS braucht Ruhe und muss sich erst ordentlich stabilisieren. :schnecke:
Bisher ein erfolgreiches Jahr für mich. :)

*Aktualisiert: 20.10.2018*

Courage
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Re: Courage: Meine Zeit während ambulantem Diazepamentzug nach ASHTON

Beitrag von Courage » Donnerstag, 08.11.18, 11:19

Hallo lieber Jonas :) ,

danke für deinen Eintrag, ich freue mich jedesmal, wenn mein niedergeschriebener Absetz-Weg anderen MUT macht und zeigt, dass man GUT und wieder ganz gesund aus einer Benzoeinnahme herauskommen kann. Ich hatte das grosse Glück, dass ich beim Vorgespräch in der Klinik für einen Entzug erkannte, dass die geplanten paar Wochen NIEMALS einen erfolgreichen Entzug bedeuten können, da ich ja JAHRE die Benzos genommen hatte.

Welch ein Glück, dass ich dann das Forum fand, mich an die Empfehlungen hielt und bald merkte, wie wichtig es ist, auf den KÖRPER ZU HÖREN, er zeigt, WANN die nächste Reduktion ok ist und so bin ich nun seit langer Zeit FREI von diesen Medis und es ist TOLL.

Ich lese gerade deine Signatur....chapeau, du hast den Alkohol verabschiedet und genau das getan, was mir auch half....du hast auf deinen Körper gehört und aufdosiert, als dein ZNS mit weiterer Reduktion nicht mehr klar kam und hast einé Absetzpause eingelegt...genau SO wirst du zum Ziel kommen.

Bei mir lief es etwas einfacher, da ich von Anfang an nur Diazepam absetzen musste, es war keine Umstellung von Lorazepam nötig, was SEHR hilfreich war, ich musste mich nicht von Alkohol entwöhnen und hatte keine Dosis-Sprünge drin. So klappte das fürs ZNS leichter, umso mehr Respekt, wie du das nun geschafft hast, die Dosis 3/4 ausgeschlichen zu haben, Alk weg.....wirklich gut :sports: . du bist also auch ein WARRIOR....ist mein neues Wort, ich liess es mir in ein Armband eingravieren, allerdings nicht wegen des Diaentzuges, aber als ich wieder hier reinkam, fand ich es so passend, denn alle sind Kämpfer.

Bleib jetzt FIX auf deiner Dosis, auch wenn mal harte Tage kommen, so wie du schreibst, geht es dir seit 20.10. richtig gut, das ist also DIE Dosis, die dein ZNS noch braucht, die Rezeptoren sind bis dahin hinterher gekommen. Warte eine Weile, aber nicht zu lange, damit keine Toleranz einsetzt, wobei es bis 2019 ja nicht mehr lange ist.

Solltest du mit Alkohol-Druck nicht klarkommen, gäbe es eine Lösung, aber hier wird an sich keine Empfehlung für Medis gegeben und ich lese gerne in deinen Thread rein, da wäre dann immer noch die Möglichkeit darüber zu schreiben,

Meine guten Wünsche begleiten dich, vielleicht lesen wir uns in deinem Thread oder 2019 wieder,
liebe Grüsse von Andrea :hug:
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Re: Courage: Meine Zeit während ambulantem Diazepamentzug nach ASHTON

Beitrag von Kaenguru70 » Donnerstag, 08.11.18, 11:35

Liebe Andrea,

Euer Gesprächstermin rückt nun immer näher, ich drück euch ganz arg die Daumen und Pfötchen.
Es ist für mich ja gerade eine etwas ähnliche Situation und dennoch wieder ganz anders.
Heute habe ich nur Watte im Kopf und Nebel, da schleicht sich wohl die Angst durchs Hintertürchen und spukt herum. Das kenne ich durch meine Angststörung ja zu genüge.
Ich werde mich mal mit Wäsche und co ablenken. Oder ich suche mir im Wald einen Baum zum Umarmen - das soll ja auch hilfreich sein.

So wie du es heute geschrieben hast, kommen bei mir viele versteckte Gedanken und Gefühle hoch, die ja zu meiner Angststörung geführt haben. Ohne Alprazolam erkenne ich jetzt, was mich dann so ängstigt und belastet. Also nicht den heutigen Grund, sondern was dahintersteckt von früher. Verstehst du was ich meine?
Zu langen und aussagekräftigen Texten bin ich gerade nicht fähig. Hoffentlich morgen wieder.

Berichte bitte von eurem Ergebniss, sofern dir danach ist.

Alles alles Gute
Sarah

P.S. ich finde es ganz wunderbar mit welchem positiven Elan du im Forum schreibst und sicherlich viele damit aufmunterst. Zu Tränen rührt mich dein Einsatz bei den Schwerbetroffenen.
Die Wärme die du verbreitest ist wie eine kuschelige Decke, die einen einhüllt <3 .
Ich danke dir.
Eine positive Grundstimmung und Humor braucht man um gesund zu werden. Es ist gut, wenn die, denen es besser geht Optimismus verbreiten.
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Courage
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Re: Courage: Meine Zeit während ambulantem Diazepamentzug nach ASHTON

Beitrag von Courage » Donnerstag, 08.11.18, 12:18

Liebe Sarah :hug:

ohja, ich verstehe genau, was du meinst mit den Ängsten und neuer Erkenntnis.

Ich will laufend endlich dir noch zu unseren Themen etwas weiterschreiben, aber ich kam nicht mehr dazu. Solltest du noch reinlesen, dann danke ich dir für deine lieben Worte, das ist mir direkt etwas peinlich :? , aber natürlich freut es mich auch, wenn es mir gelingt, etwas Hoffnung zu verbreiten, eine Prise Humor begleitet mich zum Glück, wenn es angebracht ist.

Oft wird es etwas unruhig und aktiv, wenn ich auftauche, das kenne ich schon, da hat mich wohl meine Kindheit geprägt, in der ich auch VORWÄRTS wollte, ich ging sehr hart mit mir um, weil ich meine HOFFNUNG gesund zu werden, nur so in die Realität umsetzen konnte. Deshalb hat sich das wohl extrem eingeprägt, wie wichtig die Grundeinstellung, der Glaube an SICH und eben die HOFFNUNG ist, die nie verlöschen darf und manchmal schafft man das eben nicht mehr alleine. Und das weiss ich und deshalb versuche ich, genau diese Hoffnung und die GEDULD immer wieder in Erinnerung zu bringen.

Ansonsten schreiben wir morgen, ich habe heute auch Mühe, die richtigen Worte zu finden, möchte noch einigen dringend schreiben, die darauf warten und schaffe es nicht überall, ich hoffe, dass jeder die Geduld aufbringen kann bis zur Antwort.

Und bald kommt die Besprechung mit den ganzen beteiligten Ärzten :sick: , mir wird grade wieder etwas übel und schwindlig.....diese damned :censored: Angst, ich verstehe dich so gut liebe Sarah :hug: , ich hab sie in diesem Fall einfach nicht in Griff, weil mir jetzt natürlich die in den Sinn kommen, die ich begleitete OHNE Benzoschleier und dieses Zeug werde ich sicher nicht mehr anfassen, denn es waren ja nur PSEUDOberuhigungen, die zugedeckten Dinge kommen so oder so an die Oberfläche. Wenn man das durch hat, stellt man sich Herausforderungen lieber mit klarem Kopf, man ist besser gewappnet damit :sports:

Ich wünsche dir viel Kraft die kommenden Tage erstmal, aber ich schreibe dir auf jedenfall noch PN,
alles Liebe für dich,
Andrea :fly:
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Ab 1994 täglich eingesetzt als Muskelrelaxans/Schmerzpatientin.

Durch Toleranzentwicklung im Laufe der letzten Jahre immer mehr Probleme, Nervosität, starke Überreiztheit, innere Unruhe, Erschöpfung, Depressionen, Ängste, Stimmungsschwankungen, dies alles ist durch Absetzen der Benzos verschwunden, es geht mir besser als seit Jahren.
Es sind weder physische noch psychische Folgeschäden durch die lange Einnahmezeit vorhanden.
Fragen zum Entzug beantworte ich gerne, dank des Forums und vor allem unserer Moderatorin
"Das-kleine-Runde" habe ich erst den Mut zum Absetzen gefasst, vielleicht kann ich nun auch etwas Unterstützung geben.

Auch nach LANGJÄHRIGER Einnahme ist ganz sanftes Absetzen möglich u. sehr gutes Wohlbefinden erreichbar. Man muss absolut keine Angst davor haben, die nötige GEDULD ist allerdings Voraussetzung. STRESS wirkt sich verstärkend auf Absetzbeschwerden aus, ebenso zuviel Sport.

Ergänzung: Im April 2012 nahm ich nach 8 völlig benzofreien Monaten aus privaten Gründen für 4 Wochen erneut als Muskelrelaxans und etwas Entspannung 10 mg/Tag Diazepam. Setzte sie danach in 2,5 mg Schritten pro Woche PROBLEMLOS ab und habe bisher keinerlei Folgesymptome.
MEIN Fazit: Besteht KEINE psychische Abhängigkeit oder Kontrollverlust, kann man nach einigen Monaten ein Benzo als BEDARFSmedikament für KURZE Zeit anwenden, ohne dass erneute körperliche Abhängigkeit entsteht, 4 Wochen sind aber grenzwertig, da würde ich trotz problemlosem EIGENEM Absetzen zur Vorsicht raten, je kürzer der Bedarf, je besser.

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Re: Courage: Meine Zeit während ambulantem Diazepamentzug nach ASHTON

Beitrag von padma » Donnerstag, 08.11.18, 13:51

liebe Andrea, :)

diese Stunden jetzt bis ihr das Ergebnis bekommt sind bestimmt sehr belastend.

Daumen und Pfötchen sind weiter gedrückt :hug: :hug: :hug:

Ich freue mich sehr, dass du zurzeit wieder im Forum unterstützt, gerade bei den Schwerstbetroffenen ist jede Unterstützung so wichtig. Danke dir :hug:

liebe Grüsse,
padma
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Re: Courage: Meine Zeit während ambulantem Diazepamentzug nach ASHTON

Beitrag von Courage » Freitag, 09.11.18, 7:36

Hallo zusammen :group: ,

ufffffh.....tief durchatmen, es ist GUT :D verlaufen, die Ärzten haben NIX gefunden, GAR NIX, alles bestens. Die Laborwerte waren ja schon sehr gut, nun haben CT und MRT eben auch ergeben, dass es nichts an irgendwelchem Wachstum gibt. Es wäre ein Geschenk, würde mein Mann mit dem Verlust einer halben Niere davon kommen...er spürt null, dass er nur noch 1 und eine 1/2 besitzt.

Es gibt aber noch zur Sicherheit weitere Kontrollen, die nächste im Mai, ab dann dann 1 x im Jahr wohl. Als SEHR gebranntes Kind denke ich, Holzauge sei wachsam :whistle: , aber gottlob ist mein Mann auch aufmerksam, wie es ihm geht und würde bei Beschwerden schnell reagieren. Klinik ist dort IMMER Stress, denn man sieht natürlich entsprechend gezeichnete Patienten, bei denen es mit Chemo/Bestrahlungen schwer zur Sache geht.
Obwohl ich das seit Jahren immer wieder in den Kliniken gesehen habe, kann ich da nicht neutral drüberstehen.

Ich danke euch ALLEN :group: so sehr, dass ihr mit mir gebangt habt und da gewesen seid <3 .

Irgendwie waren die Tage vor der Kontrolle so anstrengend, dass ich müde wie ein Hund bin, ich nehme an, nun fällt die Anspannung ab und die ganzen Stresshormone müssen auch erst abgebaut werden :zombie: .

So seid mir bitte nicht böse, wenn ich heute stiller sein sollte, die Erleichterung muss erst noch richtig ankommen, während mein Mann ruhig hinging, ruhig mit den Docs und seinem Prof redete und ruhig wieder ging. Sein Satz vorher....wenn was ist, wird es eben wieder angepackt, hab doch bitte, bitte nicht solche Angst. Er hat also schon darüber nachgedacht, ob da etwas ist, war sich aber über die dann nötige Strategie schon sicher.

Ach, was beneide ich ihn um diese Ruhe. Ich saß zwar nach AUSSEN auf völlig ruhig da, fragte auch ruhig, aber INNENDRIN....auweia, die Zeit, bis da endlich das Ergebnis mitgeteilt wurde...sie schien zäh wie Kleister, ANGSTkleister :frust: und da können noch soviel Therapien und sonstige Methoden bei mir wenig ändern....DIREKT VOR so einer wichtigen Kontrolle gehen halt ALLE Alarmglocken auf dunkelrot.

Ich hatte zuviele andersartige Berichte auch nach dem Abschied von meiner besten Freundin in der Hand, sollte sie immer den Frauen
*übersetzen*, deren Männer so krass betroffen waren und mir war da doch immer klar, was kommen wird :cry: . Es waren einfach zuviele.

Nur als ich wegen der Erkrankung meines Bruders auch zur Untersuchung sollte (wg.evtl. genetisch), war ich nur kurz schwer geschockt, als ich nach der Untersuchung hörte...DA IST ETWAS...ich hab zack zack gemacht und lag schon am übernächsten Tag auf dem OP Tisch, die 4 Tage bis zum Histo-Ergebnis waren....nun ja, schön nicht.....aber ich war die ganze Zeit total ruhig, bis dann auch totale Entwarnung kam. Bei mir SELBER reagiere ich wirklich komplett anders, so eben :sports: .

Aber nun können wir das Thema hoffentlich bis Mai völlig beenden und ich werde sehen, wie ich hier so mithelfen kann.

Liebe Padma :hug: ,
auch dir noch ganz herzlichen Dank und i will do my best,

ich wünsche euch allen einen möglichst guten Tag und denke fest an Sarah heute,

liebe Grüsse
erleichterte Andrea :group:
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Re: Courage: Meine Zeit während ambulantem Diazepamentzug nach ASHTON

Beitrag von Jofab » Freitag, 09.11.18, 9:47

Liebe Andrea,

:party2:

ich freue mich sosehr für dich und deinen Mann, daß alles in Ordnung ist und all die Befürchtungen sich als unbegründet
herausgestellt haben !!!
Ich kann mir genau vorstellen, wie sehr du gebangt hast - kein Wunder, daß die Erschöpfung dich erstmal packt !

Hab mich auch noch gar nicht bedankt bei dir für deine liebe Antwort auf meine Grüße an dich !
War so glücklich darüber und habe mit Freuden alles gelesen ! :D

Es tut mir immer leid, aber zur Zeit ist es mir einfach nicht möglich, auf lange Beiträge einzugehen - ich bin damit
leider total überfordert. Deshalb entschuldige bitte, wenn von mir so wenig zurückkam. <3

Ich staune immer nur über deine sprühenden Beiträge - so voller Temprament und Lebendigkeit - und ich finde es
wunderbar !!!

Wünsch dir heute einen wunderbaren Tag und feiert die gute Nachricht !!!

Alles Liebe :hug:
Ilse
:
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Courage
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Re: Courage: Meine Zeit während ambulantem Diazepamentzug nach ASHTON

Beitrag von Courage » Freitag, 09.11.18, 10:31

Ach liebe Ilse :hug: ,

du bist eine Frau mit einer solchen Herzenswärme <3 und sozialer Kompetenz, dass man dich am liebsten umarmen möchte und dir einen Platz anbieten möchte, der dir REINE SICHERHEIT UND RUHE bieten würde.

Du hast sooooviel an Stress durch deinen Sohn, wenn er in BESTER :evil: Stimmung ist, ich hoffe, dass sich das gelegt hat und nun bist du einfach von dieser wahnsinnig LANGEN Zeit voll mit Symptomen und gefühlten Erschöpfungen sehr belastet, manchmal leider auch die Hoffnung verlierend, aber das lass bitte nie zu, denn wenn die Verzweiflung schlafen geht, wacht die HOFFNUNG auf !!!!!

Mach dir bitte nicht immer soviele Gedanken, wenn du keine langen Texte erfassen kannst, oder meinst, du schreibst zu wenig oder falsch. Dem ist NICHT so, du bist wunderbar, so wie du bist, nur bitte PASS AUF DICH AUF, hier weiss JEDER, dass du machst, was dir möglich ist,

fühl dich gedrückt und etwas in Gedanken auch durch den Tag begeitet und mach dir BITTE nie wieder Gedanken, wieviel du auch bei mir schreibst, denn ich bin nicht nur die GEDULDSPREDIGERIN, sondern auch eine EPISTELschreiberin, ich schaffs einfach nicht kürzer, zum Glück kann ich so schnell tippen wie der Wind :rotfl: ,

Sei ganz lieb gegrüsst von Andrea, die dir dankt, dass du auch da warst gestern und dich heute mitfreust :party2:
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Re: Courage: Meine Zeit während ambulantem Diazepamentzug nach ASHTON

Beitrag von padma » Freitag, 09.11.18, 10:56

liebe Andrea, :)

ich freue mich sehr mit euch beiden. :party2:

Dass die letzten Tage für dich sehr schwierig waren, kann ich gut verstehen. Gönn dir jetzt die Ruhe, die du brauchst, oder mach was immer dir jetzt gut tut.

liebe Grüsse,
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Re: Courage: Meine Zeit während ambulantem Diazepamentzug nach ASHTON

Beitrag von Siggi » Freitag, 09.11.18, 11:03

Liebe Andrea, <3

ach, was für eine W U N D E R B A R E und befreiende Nachricht.
Nun kann der Tag beginnen...

Als ich vorhin mein Post an dich sandte, wusste ich noch nichts von dieser beglückenden Neuigkeit...
ihr habt nun wieder ein "neues Leben" geschenkt bekommen....

All meine Freude ist mit euch, und ich wünsche euch weiterhin diese Lebensfreude,
denn Freude am Leben lässt keine negativen Aspekte aufkommen.....
alles Liebe <3
herzlichst Siggi
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Re: Courage: Meine Zeit während ambulantem Diazepamentzug nach ASHTON

Beitrag von Petunia » Freitag, 09.11.18, 11:33

Liebe Andrea,

Ich freue mich ganz doll mit Dir, dass mit Deinem Mann alles gut ist und Ihr jetzt aufatmen könnt. Wunderbar!

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Re: Courage: Meine Zeit während ambulantem Diazepamentzug nach ASHTON

Beitrag von Courage » Freitag, 09.11.18, 15:30

Ihr Lieben alle zusammen :group: ,

ich danke euch von Herzen für eure lieben Worte und die ehrliche Freude, dass uns nun wenigstens mal ein GUTER Verlauf vergönnt ist und nun stehen die Segel alle auf HOFFNUNG und LEBEN und das im HEUTE, ich habe wieder erfahren dürfen, wie aus heiterem Himmel ALLES, was man sich so für die Zukunft ausdenkt und plant als gäbe es keine Endlichkeit, auf EINEN SCHLAG ganz anders ablaufen kann.

Aber an sich wusste ich das schon so lange, nur manchmal vergisst man es, aber trotzdem hatte ich es immer im Hinterkopf, WANN kommt es bei uns. Da muss ich froh sein, dass es nicht mich betraf, denn sonst hätte ich glatt gedacht, ich habe es regelrecht herbei gedacht.

Ach, es ist jetzt gut und ich weiss, dass ihr ja ALLE eigene Probleme genug habt und wisst, dass man eben immer wieder mal im Sturm segeln muss, schön wieder in ruhigeren Gewässern zu sein.

@ Siggi du liebe, ich hoffe, deine Segel sind auch in ruhigen Gewässern, danke, dass du an mich gedacht hast. Ich hatte dich bei Monalinde gefunden.

Tausend Dank ihr alle,
Andrea :group:
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