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Ich kann nicht mehr

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Re: Ich kann nicht mehr

Beitrag von Oliver » Sonntag, 05.02.17, 19:48

Hallo Monika,

das ist ja schrecklich - mein Beileid :hug:

Liebe Grüße
Oliver
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Re: Ich kann nicht mehr

Beitrag von Siggi » Sonntag, 05.02.17, 20:01

Liebe Monika,

Worte des Trostes können nicht ausdrücken, wie unsagbar schwer solch ein plötzlicher Verlust ist.
Dieser Schmerz nimmt einen jeglichen Boden unter den Füßen weg.
Es ist so unfassbar...

Wenn du möchtest schließe ich dich in mein tägliches Gebet ein und bitte um Kraft, für deine nächsten Tage,Wochen, Monate.
Ein Segen, dass du auf deine Kinder zurückgreifen kannst.

Mit ganz viel Mitgefühl für deinen schweren Verlust
grüße ich dich ganz herzlich :hug:
Siggi
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Kevin05

Trauer

Beitrag von Kevin05 » Sonntag, 05.02.17, 21:12

Haltet alle Uhren an, lasst das Telefon abstellen,
Hindert den Hund am bellen, indem ihr ihm einen Knochen gebt,
Klaviere sollen schweigen, und mit gedämpftem Trommelschlag,
Lasst die Trauernden nun kommen, tragt heraus den Sarg.

Lasst Flugzeuge kreisen, klagend im Abendrot,
An den Himmel schreibend die Botschaft Er ist tot;
Lasst um die weißen Hälse der Tauben Kreppschleifen schlagen,
Und Verkehrspolizei schwarze Baumwollhandschuh’ tragen.

Er war mein Nord, mein Süd, mein Ost und West,
Meine Arbeitswoche und mein Sonntagsfest,
Mein Gespräch, mein Lied, mein Tag, meine Nacht,
Ich dachte, Liebe währet ewig: Falsch gedacht.

Die Sterne sind jetzt unerwünscht, löscht jeden aus davon,
Verhüllt den Mond und nieder reißt die Sonn’,
Fegt die Wälder zusammen und gießt aus den Ozean,
Weil nun nichts mehr je wieder gut werden kann

W. H. Auden

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Re: Ich kann nicht mehr

Beitrag von TeaTime » Sonntag, 05.02.17, 21:25

Hallo Schneeflöckchen,

zwar kenne ich Dich nicht, aber Deine Geschichte hat mich sehr berührt.

Dafür nun die richtigen Worte zu finden, die es eigentlich nicht gibt, fällt schwer.

So kann ich Dir nur sagen, dass es mir sehr leid tut und ich Dir und Deinen Kindern viel Kraft wünsche diese schwere Zeit zu ertragen.

Alles Gute für Dich,,

TeaTime
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Und ich glaubt', ich trüg es nie,
Und ich hab es doch getragen,
Aber frag mich nur nicht: wie?"
(Heinrich Heine)

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Re: Ich kann nicht mehr

Beitrag von lunetta » Sonntag, 05.02.17, 21:50

Hallo liebe Monika!

Mein herzlichstes Beileid! Bin zutiefst betroffen!

Schicke dir ganz viel Mut und Kraft! GLG!
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.

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Re: Ich kann nicht mehr

Beitrag von Murmeline » Montag, 06.02.17, 15:10

Du bist nicht mehr da, wo Du warst,
aber Du bist überall, wo wir sind.
In unseren Herzen leben unsere Liebsten weiter, dort können wir sie nicht verlieren.

Mein herzliches Beileid, Monika.

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Re: Ich kann nicht mehr

Beitrag von schneefloeckchen » Montag, 06.02.17, 18:41

Hallo Ihr Lieben!
Ich bin zutiefst gerührt über soviel Trost, Zuspruch, Gebete, Mitgefühl und Anteilnahme.
Ich möchte mich bei allen Usern dafür von Herzen bedanken. Auch wenn es mir den Schmerz nicht nimmt, aber ich weiß es gibt so liebe Menschen wie Euch die hinter/bei mir stehen und an mich denken. Das ist ein gutes Gefühl.

Ich komme mir vor, wie ein kleines Kind, kann keinen klaren Gedanken fassen, weine und starre vor mich her, weil ich es einfach nicht begreifen kann. Ich habe eine totale Leere im Kopf. Ich fühle mich selbst wie eine leere Hülle.

Ich dachte, die Entzüge sind schlimm und nicht auszuhalten, aber jetzt bin ich total von der Rolle und Ziellos. Ich habe zum ersten Mal im Leben das Gefühl, ich schaffe es einfach nicht mehr allein.

Nochmal vielen, vielen Dank an Euch alle und liebe Grüße
Monika
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Seit 1995 Bromazanil 6 mg täglich
Seit 2004 Tramadol 3 mal 40 Tropfen
Seit 2007 Fentanylpflaster 25 mg/h
Seit 2008 Bromazanil 12 mg täglich
November 2010 Psychatrie für 12 Wochen,alles entzogen,dabei 7 Epi`s gehabt
2011 in der Psychatrie 20 mg Citalopram,1 Woche später 40 mg,am Entlassungstag (10.01.2011) erhöht auf 60 mg .Schwere Nebenwirkungen.Psychatrie war die Hölle.
bis 12.06. 2011 Cita genommen.Selbst abgesetzt 60-40-20-10-0,innerhalb von 3 Wochen.Ich dachte ich sterbe.
Juli 2011 Gallen Not-OP
Oktober 2011 3 Wochen Moclobemid,schwere Nebenwirkung,sofort abgesetzt
November 2011 Promethazin 25 mg 1-1-2
Ende Novenmber 2011 Venlafaxin 150 mg ,1 Tablette genommen,Hölle,ich dachte ich verbrenne innerlich.
Januar 2012 3 Tage Opipramol,schwere Nebenwirkung,abgesetzt
Juni 2014 Meine heutige Meditaion : mg Promethazin 1-0-2
Blutdrucktbl. Carmen 10/10 1-0-0
Betablocker 1-0-0
Pantoprazol 20 mg 1-0-0
Symptome:Wie Bleigewicht im Kopf,Kopfschmerzen,Tinnitus,Zungen und Lippenkribbeln,Nackenschmerzen,Nackenversteifung,
Arme und Beine wie gefesselt,Taubheitsgefühl in den Fingern und Füssen,brennen am und im ganzen Körper,Sehstörung,
verkrampfung der Extremitäten,Harndrang,Stuhldrang,Verzweiflung,Weinen,krampfartige Schmerzen im Oberbauch,Blutdrucksprünge,
körperliche Schwäche,Übelkeit,Appetitlosigkeit,Unwirklichkeitsgefühl,DR,Erkältungssymptome,starke innere Unruhe
Alle genannten Symptome mal mehr oder weniger,aber nie weg
18,10,2014 Promethazin 20 mg
27.11.2014 Promethazin 15 mg
24,01 2015 Promethazin 10 mg
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Jamie
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Re: Ich kann nicht mehr

Beitrag von Jamie » Montag, 06.02.17, 20:47

Liebe Monika :hug: ,

ich habe eine schlimme Zeit hinter mir (und auch vor mir liegen), wenngleich ich keinen Toten zu betrauern habe.
Ich habe gestern keine Kraft gehabt dir zu schreiben, weil mein Hirn so leer war; und eigentlich geht das schon Wochen so.
Das versuche ich jetzt nachzuholen, denn heute bin ich aufgeräumter.

Ich wollte sagen, dass ich sehr traurig bin wegen deines Verlusts und das Ganze war ja auch furchtbar dramatisch :( .
Ich glaube nicht, dass man so etwas leicht wegstecken kann; man kann es vermutlich überhaupt nicht wegstecken, sondern braucht viel Zeit dafür und Raum, dass sich die Bilder und Gefühle setzen und ordnen können.
Ein so plötzlicher Tod ist wie sich-entlieben-müssen; ad hoc; und dass, obwohl das Herz doch übervoll ist vor Liebe, die auch niemals enden wird.

In stiller Anteilnahme sende ich dir und deinen Angehörigen mein herzlich empfundenes Beileid und wünsche dir, dass es Menschen um dich herum gibt, die dir mit Trost und Verständnis beiseite stehen. :hug:
  • Denk dir ein Bild Weites Meer,
    ein Segelschiff setzt seine weißen Segel
    und gleitet hinaus in die offene See.
    Du siehst, wie es kleiner und kleiner wird.
    Wo Wasser und Himmel sich treffen,
    verschwindet es.
    Da sagt jemand: Nun ist es gegangen.
    Ein anderer sagt: Es kommt.
    Der Tod ist ein Horizont, und ein Horizont ist nichts anderes,
    als die Grenze unseres Sehens.
    Wenn wir um einen Menschen trauern,
    freuen sich andere, ihn hinter der Grenze
    wiederzusehen.

    (Peter Streiff)

In Verbundenheit,
Jamie
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...........SIGNATUR...............


:arrow: Eure Mithilfe ist gefragt - wer benutzt die Wasserlösemethode?


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Meine PN-Funktion ist deaktiviert. Ich danke für euer Verständnis.

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Re: Ich kann nicht mehr

Beitrag von schneefloeckchen » Dienstag, 07.02.17, 12:21

Liebe Jamie :hug: ,

wie Du vielleicht nicht weißt, lese ich fast täglich im Forum und ich weiß auch seit einiger Zeit, dass Du selbst viele Sorgen und Kummer hast und dass es Dir sehr schlecht geht.
Umso dankbarer bin ich Dir für Deinen lieben Text und ich weiß es auch zu schätzen.
Du hast mich schon viele Male, auch wenn Du anderen Usern geschrieben hast, wach gerüttelt und ich habe viel Kraft aus Deinen Worten schöpfen können und bin Dir dafür sehr dankbar.

Du warst mit Deinem schweren Schicksal immer ein Vorbild. Ich habe in meinem Leben so viele Rückschläge durch viele Krankheiten gehabt und nie aufgegeben. Und ich glaube Du hast auch diese unsagbare Stärke und Kraft in Dir.
Ich werde es auch dieses Mal schaffen mein Leben wieder in die richtigen Bahnen zu lenken. Es wird nur länger dauern, denn fast 50 Jahre der Zusammengehörigkeit ist doch noch eine andere Hausnummer und braucht Zeit.

Nochmal lieben Dank dafür und ich wünsche mir, dass es Dir auch irgendwann wieder besser geht und Du Dein Leben schöner genießen kannst.
Liebe Grüße
Monika
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Re: Ich kann nicht mehr

Beitrag von Monalinde » Dienstag, 07.02.17, 12:22

Hallo Monika,

ich kann dir selber nicht sehr viel dazu schreiben, weil ich fast genau vor einem Jahr Witwe geworden bin. Mein Mann ist nach langer schwerer Krebserkrankung , aber dann innerhalb von 14 Tagen plötzlich verstorben. Wir waren fast fünzig Jahre miteinander verheiratet und hatten nicht damit gerechnet, dass es einmal so schnell gehen würde. Es war eine schlimme Zeit, immer zwischen Hoffnung und Verzweiflung. Ich habe mich bis heute noch nicht davon erholt.
Mir ging es ähnlich wie dir jetzt, ich bin nach dem Tod in in eine völlige Schockstarre gefallen und kenne die Gefühle, die du hast, nur allzu gut. Und ich war vollkommen allein.
Meiner Erfahrung nach dauert es eine ganze Weile, bis man den Verlust begreifen kann. Es ist unendlich hart und ich habe geglaubt, das alles samt Entzug nicht zu überstehen. Mein Mann hat überall gefehlt und tut es noch heute, ich war verbittert, verzweifelt, wütend, oft am Ende, aber irgendwann geschieht es, man glaubt es selber nicht, dass man sich in das Unvermeidliche fügen kann in großer Trauer. Dann ist das allerschlimmste überstanden. Und so wird es auch bei dir sein.
Ich habe seinerzeit auch Zuspruch aus dem Forum erhalten und habe ihn dankbar angenommen.

Vielleicht kann eine Trauergruppe hilfreich sein. Ich bin heute noch dort, und ich muss sagen, dass es immer ein klein wenig hilft unter Gleichgesinnten zu sein wo man weiss, dass man verstanden wird und den Schmerz rauslassen kann und ganz langsam ins Leben zurückgeführt wird, durch behutsame und auch aufbauende Gespräche.

Ich habe von dort ein Gedicht von Renate Salzbrenner mitbekommen:

Nur geborgt

Was wir besitzen, ist nur geborgt
worin wir wohnen, was wir haben, wer wir sind.

Die wir lieben sind nur geborgt.
Wann sie gehen, entscheiden wir nicht.

Wir entscheiden,
ob wir die Erinnerung als Geschenk annehmen wollen.

Ich sende dir mein tiefes Mitgefühl

Mona
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2010 bis 2012 Trevilor 37,5 mg ausschließlich,
Dezember 2012 auf Null abgesetzt, ausschleichend alle drei Wochen 10 Prozent der ursprünglichen Dosis
Diagnose: Depression und Angststörung

Seit Dezembe 2012 im protahierten Entzug.
2013: Zahlreiche Symptome:

( Tinnitus 2011) , Speiseröhrenentzündung, Reflux, Schleim im Hals saures Aufstoßen seit 2014,
Albträume, Durchschlafstörungen, Erschöpfungszustände, Hautausschläge, Angstzustände,
Gelenkschmerzen, Schwindel, Schüttelfrost, Zwangsgedanken, Ohrwürmer, Neuroemotionen, Durchfälle)

2018: N i c h t mehr vorhanden: Reflux, saures Aufstoßen, Hautausschläge, Gelenkschmerzen, Schüttelfrost , Schwindel

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Re: Ich kann nicht mehr

Beitrag von schneefloeckchen » Dienstag, 07.02.17, 18:45

Hallo Mona,

es tut mir leid, dass Dich vor einem Jahr das gleiche Schicksal ereilte wie mich jetzt.
Der einzige Unterschied liegt darin, dass mein Mann eigentlich kerngesund war, außer dass er ein vergrößertes Herz hatte. Das war aber keine lebensbedrohliche Krankheit. Damit leben sehr viele Menschen.

Ich bin jetzt 65 Jahre und habe mir den Rest meines Lebens eigentlich, wahrscheinlich genau wie Du, anders vorgestellt.

Aber man muss sein Schicksal annehmen, was auch immer kommt. Und Du hast recht, es wird eine Weile dauern, bis Normalität eintrifft und die Schockstarre vorbei ist.

Ich danke Dir für Deine Offenheit und die lieben Worte!

Ganz liebe Grüße
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Re: Ich kann nicht mehr

Beitrag von Annanas » Dienstag, 07.02.17, 20:29

Liebe Monika,
ich habe jetzt erst diese schlimme Nachricht gelesen.

Ich kann dir nur mein tiefempfundenes Beileid ausdrücken und schicke
dir hiermit einen kleinen Trostspruch:

Ich bin von euch gegangen
nur für einen kurzen Augenblick
und gar nicht weit.
Wenn ihr dahin kommt,
wohin ich gegangen bin,
werdet ihr euch fragen,
warum ihr geweint habt.

Laotse

Ich wünsche dir und deiner Familie viel Kraft,
liebe Grüße von Anna
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Re: Ich kann nicht mehr

Beitrag von stubi » Dienstag, 07.02.17, 21:02

Liebe Monika,

Ich bin zwar immer noch eine stille Mitleserin hier und ich bin sehr erschrocken was dir passiert ist. Ich wünsche dir viel Kraft und Durchhaltevermögen für dein zukünftiges Leben.


"Mich lässt der Gedanke an den Tod in völliger Ruhe,
Denn ich habe die feste Überzeugung, dass unser Geist ein Wesen ist,
Ganz unzerstörbarer Natur, es ist ein fortwirkendes, von Ewigkeit zu Ewigkeit, es ist der Sonne ähnlich, die bloß unsern irdischen Augen
unterzugehen scheint, die aber eigentlich nie untergeht,
sondern unaufhörlich leuchtet."

Goethe

Alles gute für dich und deine Lieben

Herzlichst
Renate
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Re: Ich kann nicht mehr

Beitrag von schneefloeckchen » Mittwoch, 08.02.17, 15:18

Liebe Anna,

vielen Dank für Deinen Trostzuspruch.
Ich habe ihn mir mehrmals durch gelesen und er berührt mich sehr.
Vielleicht ist sehr viel wahres daran. Meine Gedanken hingen sehr lange daran und irgendwie denke ich plötzlich anders an die schlimme Situation.

Danke dafür,

liebe Grüße Monika
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Re: Ich kann nicht mehr

Beitrag von schneefloeckchen » Mittwoch, 08.02.17, 15:21

Liebe Renate,

Danke auch für Deine tröstlichen Zeilen.
Meine Einstellung zum Tod ist ähnlich wie Du es siehst. Aber man muss trotzdem den Schmerz erst einmal zulassen und verarbeiten, das wird leider seine Zeit brauchen.
Liebe Grüße
Monika
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Seit 1995 Bromazanil 6 mg täglich
Seit 2004 Tramadol 3 mal 40 Tropfen
Seit 2007 Fentanylpflaster 25 mg/h
Seit 2008 Bromazanil 12 mg täglich
November 2010 Psychatrie für 12 Wochen,alles entzogen,dabei 7 Epi`s gehabt
2011 in der Psychatrie 20 mg Citalopram,1 Woche später 40 mg,am Entlassungstag (10.01.2011) erhöht auf 60 mg .Schwere Nebenwirkungen.Psychatrie war die Hölle.
bis 12.06. 2011 Cita genommen.Selbst abgesetzt 60-40-20-10-0,innerhalb von 3 Wochen.Ich dachte ich sterbe.
Juli 2011 Gallen Not-OP
Oktober 2011 3 Wochen Moclobemid,schwere Nebenwirkung,sofort abgesetzt
November 2011 Promethazin 25 mg 1-1-2
Ende Novenmber 2011 Venlafaxin 150 mg ,1 Tablette genommen,Hölle,ich dachte ich verbrenne innerlich.
Januar 2012 3 Tage Opipramol,schwere Nebenwirkung,abgesetzt
Juni 2014 Meine heutige Meditaion : mg Promethazin 1-0-2
Blutdrucktbl. Carmen 10/10 1-0-0
Betablocker 1-0-0
Pantoprazol 20 mg 1-0-0
Symptome:Wie Bleigewicht im Kopf,Kopfschmerzen,Tinnitus,Zungen und Lippenkribbeln,Nackenschmerzen,Nackenversteifung,
Arme und Beine wie gefesselt,Taubheitsgefühl in den Fingern und Füssen,brennen am und im ganzen Körper,Sehstörung,
verkrampfung der Extremitäten,Harndrang,Stuhldrang,Verzweiflung,Weinen,krampfartige Schmerzen im Oberbauch,Blutdrucksprünge,
körperliche Schwäche,Übelkeit,Appetitlosigkeit,Unwirklichkeitsgefühl,DR,Erkältungssymptome,starke innere Unruhe
Alle genannten Symptome mal mehr oder weniger,aber nie weg
18,10,2014 Promethazin 20 mg
27.11.2014 Promethazin 15 mg
24,01 2015 Promethazin 10 mg
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Kevin05

Re: Ich kann nicht mehr

Beitrag von Kevin05 » Mittwoch, 08.02.17, 20:08

Hallo Monika,

ich hab dir ja schon geschrieben, dass ich denke, es gibt da draußen etwas, aber leider ist das so lange wir leben nur ein bedingter Trost, vor allem wenn wir geliebte Menschen oder Wesen verlieren. Weil Fakt ist, dass der geliebte Mensch oder das geliebte Tier nicht mehr da ist, das Leben geht immer weiter, das mag sein, aber deutlich anders und auch wenn das kein Trost ist, es ist einfach auch Wahrheit.

Man kann hier nichts schönreden, ich kenne sehr gläubige Menschen, ich bin auch einer davon, aber wie ich schon schrieb, nie mehr oder vielleicht nie mehr mit unseren Lieben sprechen zu können, sie sehen zu können ist einfach traurig und schlimm und jeder der anderes behauptet sagt schlicht weg nicht die Wahrheit, die Wahrheit ist einfach wir wissen es nicht, was ist oder was kommt und daher ist Trauer, Traurigkeit sehr wohl angesagt.

Fakt ist, dass wir die geliebten Wesen solange wir selbst leben nie mehr sehen, wenn wir selbst einmal nicht mehr hier sind, dann wissen wir nicht was mit uns passiert bzw. was überhaupt passiert, alles was darüber geschrieben wird und wurde sind reine Möglichkeiten, es gibt nur Glauben, aber kein Wissen.

Es ist einfach auch nicht möglich Menschen oder Tiere zu ersetzen, das geht einfach nicht, das Leben geht weiter, aber eben ohne diesen Mensch oder eben dieses Wesen und viele von "uns" denen geht es gar nicht gut damit. Ich persönlich glaube, dass die die sehr gut damit umgehen können, keine Ahnung was die sich denken oder an was die glauben.

Mir hat weder der Buddhismus noch das Christentum bei den schweren Verlusten geholfen, die Zeit hilft, weil einem einfach nichts über bleibt als es zu akzeptieren und ja das wird mit den Jahren vielleicht besser, aber ist das wirklich ein Trost?

Meine Lieben bzw. deine Lieben leben in uns weiter ja, in unseren Erinnerungen, Gedanken, vielleicht sind sie ja auch bei uns in irgendeiner Form, aber es ist trotzdem anders und es ist schlimm.

Ich habe viele geliebte Menschen verloren, die ganz nahestehenden die sind wirklich nachhaltig gewesen, bei anderen hat die Zeit geholfen, aber mir ist bewusst, viele Dinge werden nie mehr so sein wie sie waren und auch wenn das negativ klingen mag, ja ist es auch, aber es ist Realität.

Und wie ich auch oft bei Beiträgen schreibe, nein, es wird nicht alles im Leben immer gut, das Leben kann sehr unbarmherzig sein und hart, ich glaube sogar, dass das mehrheitlich so ist, heißt das Leid überwiegt, die schönen Augenblicke nicht so sehr. Aber vom Leid lernt man sicher mehr als von der Freude, was natürlich auch grad in deiner Situation komplett fehl am Platz ist.

Ich weiß nicht, oberflächliche Menschen können das vielleicht gut verdrängen, andere nicht, ich zähle definitiv zu diesen anderen, ich habe gelernt und verstanden, dass meine Mutter, meine Hündin nicht mehr da sind und auch nicht mehr kommen werden, das ist 2 Jahre danach ähnlich wie am ersten Tag, es ist alles präsent, meine Hündin ist 8 Monate tot, ich kann auch nicht sagen, dass ich sie weniger vermisse.

Das was bleibt ist die Dankbarkeit und das ist ja Trost letztendlich, weil selbst wenn Menschen früh gehen, es hätte immer noch früher sein können, mein Vater ist 34 Jahre tot, der könnte heute noch leben, ich denke oft darüber nach wie seltsam das eigentlich ist, meine Mutter hatte ich fast 50 Jahre, was ich damit sagen will ist, dass jeder Tag ein Geschenk ist für jeden von uns und wir uns unserer eigenen Sterblichkeit durch solche Situationen bewusster werden. Es kann immer jede Sekunde vorbei sein, auch wenn wir uns das nicht vorstellen können, das gilt für uns und jeden Menschen. Viel Kraft, Kevin

schneefloeckchen
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Re: Ich kann nicht mehr

Beitrag von schneefloeckchen » Freitag, 10.02.17, 12:18

Hi Kevin,

vielen Dank für Deine ehrlichen Worte. Ja Du hast Recht, wir wissen nicht was nach dem Tod kommt und uns erwartet.

Ob wir unsere Lieben wieder sehen oder nicht, kann keiner beantworten. Den Glauben ob oder ob nicht, muss man mit sich selbst ausmachen. Aber ich kann mir vorstellen, dass da noch was ist zwischen Himmel und Erde. Zumindest glaube ich daran!

Ich bete schon seit meiner Kindheit viel und schöpfe in meinen schwierigen Zeiten viel Kraft daraus, weil ich das Gefühl habe danach mehr innere Energie und Ruhe zu bekommen. Wir sind leider in Sachen Glaube ein "faules" Volk geworden. Wenn man mal andere Länder sieht, steht der Glaube an erster Stelle und nicht wie bei uns materielle Dinge. Je ärmer ein Volk ist, umso fester der Glaube. Bei uns ist es leider verlorenn gegangen.

Ich muss auch nicht jeden Tag auf den Friedhof laufen um meinen Lieben nahe zu sein. Gräber sind für mich nur wie "Gärten" für andere Leute, die schauen ob sie auch gut gepflegt sind.

Ich habe zu Hause oder an anderen Orten meine schöneren Erinnerungen, an denen ich manchmal verweile und meine Gedanken schweifen lasse um an die schönen Erinnerungen zu denken.
Wir alle sollten für jede Stunde, für jeden Tag dankbar sein, auf dieser Erde zu sein und es genießen. Das Leben hier kann schneller zu Ende sein, als man glaubt oder denkt.

Liebe Grüße
Monika
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verkrampfung der Extremitäten,Harndrang,Stuhldrang,Verzweiflung,Weinen,krampfartige Schmerzen im Oberbauch,Blutdrucksprünge,
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Re: Ich kann nicht mehr

Beitrag von schneefloeckchen » Mittwoch, 29.03.17, 10:40

Hallo Ihr Lieben!
Ich wollte mal wieder ein Lebenszeichen von mir geben....
Nachdem ich die Beerdigung meines Mannes am 07.03. (für mich ein sehr schwerer Gang) so gut wie es eben ging überstanden habe, haben wir (Familie) den 92. Geburtstag meiner Mutter im Pflegeheim gestaltet. Es kling für mich fast wie ein Hohn, aber so ist das Leben. Ich komme mir vor wie im falschen Film.
Meine Wohnung ist noch nicht fertig umgebaut, also lebe ich noch für eine Weile bei meinen Kindern im Haus. Ich habe vor meiner Wohnung bei den Kindern einen schönen Teich mit Goldfischen und eine riesen Sitzecke.
Ich hoffe, dass ich jetzt endlich zur Ruhe komme.
Ich war Dienstag bei meiner Psychotherapeutin und wir haben zwei Stunden gesprochen. Sie ist der Meinung, sie würde gerne noch mit der Trauerbewältigung etwas warten. Es ist einfach noch zu früh, da ich es noch nicht richtig realisiert habe.
Ich komme mir vor, wie Hund ohne Schwanz oder halb Fisch, halb Fleisch.
Vor allen Dingen, habe ich wieder das große Problem, dass ich wieder nicht alleine bleiben kann. Ich bekomme Herzrasen, hohen Blutdruck, hohen Puls und laufe wie ein Tiger durch die Gegend.
Ich bin trotzdem am 28.03. mit einem 1/2 ml Prometazin runter gegangen.
Ich bin jetzt bei 7 1/2 ml Prometazin.
Ich wünsche Euch allen symptomfreie Tage oder Stunden.......
Liebe Grüße Monika
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padma
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Symptome:Wie Bleigewicht im Kopf,Kopfschmerzen,Tinnitus,Zungen und Lippenkribbeln,Nackenschmerzen,Nackenversteifung,
Arme und Beine wie gefesselt,Taubheitsgefühl in den Fingern und Füssen,brennen am und im ganzen Körper,Sehstörung,
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Re: Ich kann nicht mehr

Beitrag von lunetta » Mittwoch, 29.03.17, 12:05

Hallo!

Du bist sehr tapfer!!
Und dann noch ein Absetzschritt in so einer Schweren Zeit - Hut ab!

Bleib doch noch bei deinen Kindern, wenn du dzt. nicht alleine sein kannst! Es wird besser und leichter werden, aber es braucht Zeit!
So einen Verlust kann man nicht innerhalb weniger Monate verkraften!

Alles Lieb und Gute! LG
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Re: Ich kann nicht mehr

Beitrag von padma » Mittwoch, 29.03.17, 13:37

liebe Monika, :)

:hug: :hug: :hug:

ich wünsche dir sehr, dass du zur Ruhe kommst. Die Sitzecke am Teich hört sich sehr einladend an, das ist bestimmt ein guter Platz um Stille zu finden.

Wenn es für eine therapeutiche Trauerbewältigung noch zu früh ist, gibt es vielleicht was anderes, was dich unterstützen könnte?
In meiner Stadt gibt es z.B. ein Trauercafe, die treffen sich, ich glaube 1x im Monat.

Deinen Reduktionsschritt finde ich sehr gross, möchtest du nicht vielleicht 0,5 mg höher gehen?

ganz liebe Grüsse,
padma
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