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Berlin-2013: Diazepam abgesetzt - heile jetzt!

Benzodiazepine können schon nach wenigen Wochen abhängig machen. Der Entzug dieser Medikamente sollte dann langsam und vorsichtig stattfinden.
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Berlin-2013: Diazepam abgesetzt - heile jetzt!

Beitrag von Berlin-2013 » Dienstag, 05.11.13, 17:55

Hallo Ihr lieben,

ich bin hier neu und habe ein paar Fragen :

Seit dem 9, Juli 2013 habe ich meine Dosis von 5 mg Diazepam ( knapp 2 Jahre nur Abends nach OP)
abgesetzt und leide seitdem unter folgenden Symtomen :

Schwindel
steifer Nacken
brennen in den Oberschenkeln
Übelkeit
Kopfschmerzen , betonschwer
schwache Beine
Magen- Darmprobleme
Körpersteifigkeit
Bluthochdruck
Angstattacken
Kehlkopfprobleme
extreme Gerüche
Metallzunge
Leibbrennen innen
heisse Hände

Wer von euch kennt was davon und wie lange hat das angehalten?
Kurz zu mir:
Bin weiblich, 56 Jahre alt , nach einer OP bekam ich Tramadol gegen die Schmerzen 3x täglich 30 Tropfen und zum schlafen 5mg Diazepam.
Alles abgesetzt und nun leide ich jede Tag und das seit 4 Monaten!

Wer kann mir helfen wer weiss was?

Vielen Dank! :roll:
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Re: Hilfe Diazepam abgesetzt immer noch Symtome

Beitrag von Jamie » Dienstag, 05.11.13, 18:27

Hallo berlin

willkommen im adfd :)

Oh weh, dich hat es ja ganz schön erwischt.
Darf ich fragen, wie du abgesetzt hast? Hast du ausgeschlichen? Oder alles auf einmal weggelassen?
Wenn du ausgeschlichen hast, dann - wie schnell bist du runter?

Meine Vermutung ist, dass du zu schnell abgesetzt hast und jetzt in einem Entzugssyndrom feststeckst.
Die Symptome des Entzuges von Benzos sind denen eines Absetzsyndroms von Antidepressiva (AD) sehr ähnlich.
Schau mal bitte in dieser Tabelle. Einiges davon dürfte dir bekannt vorkommen:
http://www.antidepressiva-absetzen.de/Stufe_3.html

Du musst wissen, dass das abrupte oder zu schnelle Weglassen von Benzos dem ZNS schwer zu schaffen macht; gerade bei einer Langzeitanwendung wie bei dir.
Nach 2 Jahren Einnahme - hattest du da nie das Gefühl die Wirkung würde nachlassen? Das wäre ziemlich ungewöhnlich. Die meisten gewöhnen sich nämlich sehr schnell an den Stoff (Abhängigkeit!) und müssen dann hochdosieren, um noch eine Wirkung zu verspüren.

Sind ärztlicherseits Untersuchungen gemacht worden, um deine Symptome abzuklären? Kam da etwas heraus?
Ansonsten bin ich mir recht sicher, dass all deine Probleme mit dem Diazepam zusammenhängen.
Ja nach Typ Mensch kann so etwas Wochen bis Monate gehen, manchmal sogar über Jahre, aber ich möchte dir jetzt keine Angst machen, sondern bitte erstmal um Infos, um einen genaueren Überblick zu bekommen.
Und schreib auch bitte- warum bekamst du Diazepam? Panikattacken? Schlafstörungen? Und wie hast du das mit dem Tramadol gemacht? Weniger genommen? Auch abrupt weggelassen?
Welche Medikamente nimmst du jetzt noch? Bluthochdruck muss ja behandelt werden. :!:


Grüße
Jamie :group:
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Re: Hilfe Diazepam abgesetzt immer noch Symtome

Beitrag von Jamie » Dienstag, 05.11.13, 19:01

Hallo, Anfang des Jahres musste ich auf ärztl. Anweisung sehr schnell ein Benzo namens Alprazolam runterreduzieren. Von 1mg auf 0,5mg innerhalb weniger Wochen. Ich hab da die Hölle durchlitten
Berlin-2013 hat geschrieben: Schwindel (hab ich auch gehabt)
steifer Nacken (kenn ich, plus Verspannungen im ganzen Körper, das Gefühl "eingefroren" zu sein)
brennen in den Oberschenkeln (ja, teilweise sogar im ganzen Körper)
Übelkeit (monatelang :()
Kopfschmerzen , betonschwer (GsD selten, dafür Kieferschmerzen)
schwache Beine (schrecklich! Man denkt jede Sekunde einem knicken die Beine weg)
Magen- Darmprobleme (ohh ja!)
Körpersteifigkeit (ja, total)
Bluthochdruck (nein, GsD nicht. Ich habe immer niedrigen Blutdruck)
Angstattacken (das ist m. Er. mit das schlimmste Symptom. Komme nur schlecht damit klar)
Kehlkopfprobleme (Klos im hals Gefühl? Kenn ich)
extreme Gerüche (kann ich voll und ganz unterschreiben. Ich rieche Sachen, die andere nicht riechen. Super sensible Nase)
Metallzunge (ekelhaft. Hatte ich auch)
Leibbrennen innen (auch gehabt)
heisse Hände (heiße, kalte, feuchte Hände und Füße, brrhh)
Also du bist nicht allein mit deinen Problemen! Viele von uns kennen das. :hug:





[/quote]
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Re: Hilfe Diazepam abgesetzt immer noch Symtome

Beitrag von Berlin-2013 » Dienstag, 05.11.13, 19:22

lieber user jamie, danke für die rasche antwort und jetzt zu deinen fragen

op der leiste rechts 2011 im april
reha bis oktober 2011
dannach immer noch schmerzen wegen erworbener fehlhaltung, diverse arztbesuche

habe aber die dosis nie geändert, oder fast nie, 3 x ca. 30 tropfen tramal und zur nacht 5 mg diazepam! aber fast 2 jahre!!!!! :frust:

das ist der grund für die einnahme von den beiden medikamenten

zum absetzen:

alles abrupt abgesetz im ende april 2013

es ging mir soooooooooo schlecht und ich setzte alles im mai wieder an aber ohne ahnung und das absetzen erfolgte in 3 - 5 tagen jeweils 1 mg, großer fehler, oder? <3

tja was denkst du wie lange es noch dauern wird? oder soll ich wieder anfangen, schlafen geht zur zeit ganz gut aber alles andere schlimm, freue mich auf deine nachricht lg :D
viele Grüße und 2018 wird super
Ich war viel zu schnell unterwegs und es hat alles verschlimmert und den Entzug unnötig verlängert!! :schnecke: besser ZEIT UND GEDULD
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Re: Hilfe Diazepam abgesetzt immer noch Symtome

Beitrag von Jamie » Dienstag, 05.11.13, 19:36

Hallo berlin,

ich bin eine "Sie" :)

Ja, das war ein Fehler :roll: - hab´s mir schon gedacht. Auch, weil die Ärzte einen nicht aufklären, dass man Medikamente ausschleichen soll.
Das abrupte Weglassen sowohl des Diazepams als auch des Tramadols haben deinem ZNS den Rest gegeben.
Du musst dir das so vorstellen, dass dein Gehirn über 2 Jahre das Dia in seinen Hirnstoffwechsel eingebaut hat und es kann es nicht verstehen, wenn es plötzlich fehlt. Da kommt die ganze Chemie durcheinander. Zudem hast du noch Tramadol genommen, ein zentral (also auch im Gehirn) wirksames Schmerzmittel. Da gab es sicherlich Interaktionen bzw. synergistische Effekte.

Die Idee mit dem Eindosieren ist gar nicht mal so verkehrt gewesen, ich würde dir nämlich auch dazu raten.
Kannst du auf das Tramadol verzichten? Das wäre gut.
Ich empfehle eine Eindosierung auf 2,5mg Diazepam. Diese Dosis hältst du dann mal so 4-8 Wochen. In dieser Zeit bekommt dein Gehirn wieder das, was es braucht um sich zu beruhigen. Wenn du dich stabilisiert hast, müssten auch die Symptome zurückgehen. Nach der Stabilisierungsphase beginnt man dann das Ausschleichen, und zwar alle 4-6 Wochen um 10% (nach Dr. Breggin). Im unteren Dosisbereich kommt man oft mit Tabletten nicht mehr zurecht, aber es gibt glücklicherweise Diazepam-Tropfen. Du benötigst aber einen kooperierenden Arzt, der dir wieder Diazepam aufschreibt und auch bereit ist Tropfen zu verordnen, damit du genau und fein dosieren kannst.

Bei Vielen ist das komplizierter, weil sie erst von einem kurz wirksamen Benzo auf Diazepam umstellen müssen (Dia ist das Mittel der Wahl um Benzos zu entziehen), aber dieser Schritt fällt bei dir glücklicherweise weg.

Ich hoffe, dass sich vielleicht noch der ein oder andere User meldet und Feedback gibt, ob die von mir angepeilten 2,5mg Diazepam eine gute Dosis sind, aber ich denke, ganz so verkehrt liege ich nicht. Vielleicht sind auch schon 2mg ausreichend.

Grüße
Jamie :)
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Re: Hilfe Diazepam abgesetzt immer noch Symtome

Beitrag von Berlin-2013 » Dienstag, 05.11.13, 19:43

1000 danke schön, liebe jamie (frau jamie) ich werde es gut überlegen - super idee
viele Grüße und 2018 wird super
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Re: Hilfe Diazepam abgesetzt immer noch Symtome

Beitrag von Berlin-2013 » Dienstag, 05.11.13, 19:48

noch eine frage: bist du fertig mit diazepam? und wie lange hat es gedauert? freue mich auf deine erkenntnisse, lg berlin-2013 liebe jamie
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Re: Hilfe Diazepam abgesetzt immer noch Symtome

Beitrag von Jamie » Dienstag, 05.11.13, 21:02

Hallo berlin,

ich habe 3 verschiedene Benzos genommen und stelle seit ca. 5 Monaten stückweise auf Diazepam um. Das ist viel komplizierter als bei dir, weil du ja glücklicherweise immer nur Diazepam genommen hast.
Mein Versuch, alles an "alten" Benzos wegzulassen und es mit einer höheren Dosis Diazepam zu ersetzen (es gibt Umrechnungstabellen dafür), ist gescheitert, weil ich schwere Nebenwirkungen bekam; also muss ich es Schritt für Schritt machen: immer etwas weglassen und dafür einen Tropfen Diazepam mehr nehmen.
Es wird noch eine Weile dauern, bis ich alles auf Diazepam umgestellt habe und dann wird auch wieder viel Zeit vergehen, das Diazepam abzudosieren, aber ich bin motiviert, willensstark und unbeirrt. Ich leide schon so lange, dieses Mal gehe ich konsequent meinen Weg hin zum Ziel- und das ist: Benzodiazepin-frei leben! <3

Grüße
Jamie
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Re: Hilfe Diazepam abgesetzt immer noch Symtome

Beitrag von Berlin-2013 » Mittwoch, 06.11.13, 10:13

bitte schreibe noch etwas zu den symtomen, ich dachte wenn man es richtig macht, passiert nichts? liebe jamie, freue mich von dir viel mehr zu lesen, danke schön, berlin 2013
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Re: Hilfe Diazepam abgesetzt immer noch Symtome

Beitrag von Jamie » Mittwoch, 06.11.13, 12:44

Hallo berlin,

dies Frage verstehe ich nicht. Kannst du sie anders formulieren? Ich weiß nicht genau, was du meinst?

Grüße
Jamie
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Re: Hilfe Diazepam abgesetzt immer noch Symtome

Beitrag von Berlin-2013 » Mittwoch, 06.11.13, 14:03

Ich dache immer wenn man ganz langsam absetzt über wochen dann hat man keine symtome?

stimmt das?


verstehst du was ich mein? oder ist das unsinn?? wenn ich wieder anfange mit 2,5 mg und dann langsam runtergege, sind die symtome dann weg?

und wenn ich irgendwann bei 0 mg bin, geht es wieder los????? liiebe jamie was denkst du?

lg berlin
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Re: Hilfe Diazepam abgesetzt immer noch Symtome

Beitrag von Rafa13 » Mittwoch, 06.11.13, 14:35

Hallo erstmals auch von mir und willkommen,

Ich glaube nicht, dass irgendjemand hier behauptet hat, dass man beim Abdosieren keine Symptome hat. Sogar Menschen die ganz gesund sind haben Symptome verschiedenster Art. Das Abdosieren hat den Vorteil, dass die Symptomatik nicht so ausgeprägt ist, dass es deshalb einfach ist glaub ich nicht. Dass du es anders gemacht hast - sprich nicht ausgeschlichen ist eine Sache, dass dich da der Arzt nicht aufgeklärt hat auch seltsam, du hast in Wirklichkeit kalt entzogen - ich glaube auch, dass das Schmerzmittel heftig ist. Ich mein, dass deine Probleme erst so spät kamen ist für mich als "Laien" seltsam, aber andere hier werden das anders sehen, die haben auch mehr Erfahrung als ich.

Wenn du 3 Monate es geschafft hast kalt abzusetzen wäre ich dabei geblieben, aber nochmals das ist rein meine persönliche Meinung trotz Symptome, weil die wirst du auch haben wenn du wieder anfängst jetzt, vielleicht 3 weniger, aber dass es dir gut geht ist unwahrscheinlich. Ob ein kalter Entzug Schäden anrichtet weiß ich nicht, auch hiezu scheiden sich die Geister, wobei das Argument von Jamie schon was für sich hat, nämlich dass der Körper sich dran gewöhnt hat und dann von einer Sekunde auf die andere weg, das kann Stress bedeuten und wahrscheinlich auch schaden. Ich bin da eher ein Träumer, der auch vom kalten Entzug träumte, aber die Realität sieht halt anders aus. Wobei hier im Forum anders abgesetzt wird als "draußen" - hier sei bemerkt, dass die Experten hier sind und die Ärzte sind eben keine, weil sie nehmen das Zeug ja nicht und nahmen es nicht, also wie sollen die mitreden. Daher höre auf Jamie, sie ist der gute Geist hier und kennt sich wirklich brillant aus. Ich habe es immer anders gemacht und bin immer auf die Nase gefallen, heute sehe ich es auch anders und gebe eben Menschen wie Jamie recht, weil Ideal und Wirklichkeit sind zwei Paar Schuhe. Nur nochmals zu deiner Ausgangsfrage, auch wenn du jetzt langsam absetzt, dass du gar nichts merkst kann ich mir schwer vorstellen, aber es wird besser denk ich und darum gehts ja, da du sehr leidest und dann vielleicht einige Symptome doch wegfallen, alles Gute Rafa
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Re: Hilfe Diazepam abgesetzt immer noch Symtome

Beitrag von Jamie » Mittwoch, 06.11.13, 15:07

Hallo berlin,

jetzt hab ich deine Frage verstanden.
Also, es ist genau so, wie du schreibst. Über das Eindosieren gibt man dem ZNS die Möglichkeit, sich zu beruhigen (es hat wieder etwas "Stoff").
Du hast ja einen Kalten Entzug von zwei zentral wirksamen Substanzen hingelegt, - da macht so ziemlich jedes ZNS schlapp.
Rafas :) Argument, dass du ja schon eine gewisse Zeit los bist vom Stoff und man sich überlegen muss einzudosieren, ist nicht von der Hand zu weisen, aber bei der Ausprägung von Symptomen, die du jetzt schon eine ganze Weile hast, halte ich es für besser, das nicht aushalten zu wollen, denn im schlimmsten Fall machst du da noch weitere drei oder sechs Monate mit rum.

Du nimmst also wieder eine kleine Menge Diazepam, sagen wir 2mg oder 2,5mg und schaust, ob in den nächsten Wochen etwas Ruhe einkehrt. Ist dies der Fall, bleibst du eine Weile bei dieser Dosis und die Symptome werden sich bessern. Wenn du dich dann stabilisiert hast, dann geht es alle 4-6 Wochen um 10% runter. Durch dieses langsame Ausschleichen hat das ZNS die Möglichkeit, sich an das verminderte Stoffangebot anzupassen und wird nicht so schlimme Symptome produzieren; im Idealfall hast du so gut wie keine Symptome oder nur ganz leichte.

Sind die Symptome beim Ausschleichen sehr stark, ist das ein Zeichen, dass man zu schnell ausschleicht. Manchmal kann es sein, dass man sich schön an das Absetzschema gehalten hat und dennoch sehr leidet; Entzug ist ein sehr individueller Prozess; in diesem Fall ist das ZNS vielleicht so sensibel, dass die 10%-Regel für diesen Menschen unpassend ist und er eben immer nur in 5%-Schritten runtergehen kann. Man hat also nichts "falsch" gemacht, nur muss man sehr individuell schauen, welches Tempo und welche Reduktionsmengen zu einem passen. Wir können hier immer nur eine grobe Leitlinie geben, aber du wirst bald spüren, dass du selbst immer in dich reinfühlen musst, wie es dir geht. Wir beraten dich dabei gerne.

Doch jetzt geht es erstmal darum, eine geeignete Dia-Dosis für dich zu finden.
Gibst du bitte Bescheid, wann du mit dem Eindosieren wieder anfängst und schreibst uns dann, wie du dich fühlst und was sich an den Symptomen ändert (hoffentlich bessert)?

Grüße
Jamie :)

PS. schau mal hier: So helfen wir uns selbst bei unseren Symptomen:
http://www.adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=7663
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Re: Hilfe Diazepam abgesetzt immer noch Symtome

Beitrag von Berlin-2013 » Mittwoch, 06.11.13, 15:35

danke lieb jamie und rafa, da ich noch viele diaz:

ich habe noch 50 st. a 10 mg
100 st. a 5 mg
50 st. a 2 mg

wie soll ich vorgehen? keine tropfen allerdings??????????????????????

hilfe, bitte antwortet, danke lg berlin
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Re: Hilfe Diazepam abgesetzt immer noch Symtome

Beitrag von Jamie » Mittwoch, 06.11.13, 16:14

hallo Berlin,

das ist genug.
Sind die 10mg Diazepam Tabletten viertelbar? Dann wäre ein Viertel 2,5mg.
Nimm bitte jetzt mal jeden Abend, so wie du es früher auch gemacht hast, eine Viertel (2,5mg) Diazepam - etwa mal so eine Woche lang (von den 10mg Tabletten. Die anderen, niedrigeren Diazepamtabletten brauchst du für später).
Schreibe uns jeden Tag, ob es dir schon besser geht (ob die Symptome besser werden) oder wenn du Fragen hast, Hilfe brauchst etc.

Bitte berlin, wir sind keine Ärzte und können nur Erfahrungen weitergeben. Wir können für nichts haften, also wenn dir was komisch vorkommt, dann geh zum Arzt, aber ansonsten kannst du es mal mit unserer Hilfe probieren.

Grüße
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Re: Hilfe Diazepam abgesetzt immer noch Symtome

Beitrag von Berlin-2013 » Mittwoch, 06.11.13, 16:41

liebe jamie, danke fur deine tipps, ich weiss das wir leider keina ärzte sind, aber dafür erfahrene user, auch leider

noch ein frage : was glaubst du wie lange es dauert bis sich mein zns beruhigt hat???? hilfe und danke lg berlin
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Re: Hilfe Diazepam abgesetzt immer noch Symtome

Beitrag von carlotta » Mittwoch, 06.11.13, 17:09

Hallo Berlin,

auch von mir herzlich willkommen hier! :)
Berlin-2013 hat geschrieben:noch ein frage : was glaubst du wie lange es dauert bis sich mein zns beruhigt hat????
Das ist ganz unterschiedlich, evtl. in einigen Tagen, es kann aber auch ein paar Wochen dauern. Jeder reagiert anders - das ist auch das, was Jamie :) meint, wenn sie schreibt, dass Absetzen ganz individuell abläuft.

Man sollte auf jeden Fall einige Zeit (besser mehrere Wochen) stabil sein, bevor man wieder abdosiert. Dein ZNS braucht jetzt erst mal dringend Ruhe, um wieder zu einem Gleichgewicht zu gelangen.

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Re: Hilfe Diazepam abgesetzt immer noch Symtome

Beitrag von Berlin-2013 » Mittwoch, 06.11.13, 17:16

das ist so lieb, das du auch noch schreibst, ich bin so fertig nach den 4 monaten und die symtome stressen mich voll, ich kann nicht mehr und werde wieder etwas nehmen .... 2,5 müsste reichen denke ich zumal ich dann halbieren kann oder auf 2 gehen, dann auf 1 und dann auf 0,5 und dann tropfen, hoffe kriege welche???? liebe charlotta, danke

hürte das man glück haben kann und es leichter wird beim zweiten mal, stimmt das???????????? lg berlin
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Re: Hilfe Diazepam abgesetzt immer noch Symtome

Beitrag von Rafa13 » Mittwoch, 06.11.13, 17:49

Du musst geduldig sein mit dir und versuch dich abzulenken, nicht immer reinhören in den Körper und Geist. Wie die anderen schon schrieben, kein "Suchender" ist gleich wie der andere. Wie schnell es dir besser geht kann dir niemand hier beantworten, du kannst aber mit deinen Gedanken viel positiv beeinflussen, damit mein ich nicht positives Denken sondern deinen Glauben dran, dass du wieder ganz gesund wirst bzw. es dir besser geht. Dein Geist sollte auch zur Ruhe kommen dazu eignen sich Meditation und andere Entspannungstechniken, diese würde ich konsequent machen, allerdings hauptsächlich in der Zeit, wenn du halbwegs ruhig bist, sonst funktioniert es sowieso nicht, wenn man komplett unruhig ist innerlich kann man nicht entspannen, da braucht man Ablenkung. Aber die Meditation ist einer der Schlüssel zu einem erfüllten und guten Leben. Und setz dir deine Ziele nicht zu hoch, sondern Schritt für Schritt.

Wegen deiner Tabletten, ich würde zu meiner Apotheke gehen und sagen sie sollen es mir austauschen gegen die flüssige Version. Das klingt vielleicht blöd, aber bei meiner Apotheke geht das, ich gebe ihnen meine Tabletten und bekomme dafür die gleiche Menge flüssiges Diazepam oder auch umgekehrt, allerdings gebe ich zu, dass ich oft in dieser Apotheke bin und sie mir vertrauen. Ob das in Deutschland oder in deinem Fall geht weiß ich nicht, aber du kannst es ja auch beim Arzt machen, gib ihm die Tabletten und er soll dir dafür die gleiche Menge flüssiges Diazepam aufschreiben. Das wären so meine Ideen dazu, wobei für mich ja komisch, weil ich habe ungefähr 5 Ärzte die mir das aufschreiben, wenn ich es wollen würde, ich gehe aber immer zum gleichen, abgesehen davon, wenn ich mehr nehme schade ich mir ohnedies nur selbst.

Also alles Gute auch von mir und wenn ich dir helfen kann lass es mich auch wissen, ich bin auch ein alter "Hase" schon und sorg dich nicht so viel, das macht wieder Stress und bringt nichts, ich glaube fest, dass du dein Problem lösen wirst, LG Rafa PS: Wollte nicht spirituell hier schreiben, aber Meditation ist ja in allen Religionen ein Thema und hilft wie gesagt.
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carlottaSalamander

Berlin-2013
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Re: Hilfe Diazepam abgesetzt immer noch Symtome

Beitrag von Berlin-2013 » Mittwoch, 06.11.13, 17:52

danke für alles, einfach super schön - ich weis es zu schätzen
viele Grüße und 2018 wird super
Ich war viel zu schnell unterwegs und es hat alles verschlimmert und den Entzug unnötig verlängert!! :schnecke: besser ZEIT UND GEDULD
13. September 4 Jahre nach 0 mg :party2: Heilung des ZNS leider noch nicht 100 Prozent aber 85 %

Zur Zeit EIN helles strahlendes Licht am Ende des Tunnels :party2:


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