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sigli: Diazepam ausschleichen nach Substitution

Benzodiazepine können schon nach wenigen Wochen abhängig machen. Der Entzug dieser Medikamente sollte dann langsam und vorsichtig stattfinden.
Kevin05

Re: Diazepam ausschleichen nach Substitution

Beitrag von Kevin05 » Sonntag, 15.06.14, 21:15

Liebe Sigli,

wie ich schon schrieb egal welche Situation einfach Strategien entwickeln und eben Gegenpole zur Ist-Situation schaffen, weil die Probleme sind ja da, es gilt eben auch positive Muster zu erlernen und einzuüben und das ist ein Prozess, der geht nicht einfach von einer Minute auf die andere, da gibt es verschiedene Strategien, nur braucht es eben Geduld, aber mit Zwang geht da nichts.

Viele inklusive mir drehen sich nur im Kreis in ihren Symptomen und Problemen, die natürlich extrem belastend sind, aber wenn man nicht lernt sich wieder Dinge zu suchen, die Freude bringen kommt man nie mehr raus und genau darin sehe ich die Aufgabe und Chance, diese negativen Muster zu durchbrechen und langsam mit positiven zu ersetzen und wie gesagt, das muss man lernen und umdenken alleine reicht nicht, das geht nicht auf Knopfdruck. Einfach Dinge suchen, die einem gut tun, Dinge vermeiden, die einem nicht gut tun bzw. auch Menschen meiden, die einen zur Zeit nicht gut tun, weil das macht Stress und im Moment nicht sinnvoll.

Es geht drum die guten Emotionen zu fördern und sie wieder zu erlernen, eben mit Freude zu leben, aber nochmals das dauert seine Zeit, ich möchte niemand den Mut nehmen sondern nur zum Nachdenken anregen. Und vielleicht einfach den Blick generell mehr auf die vielen Dinge auch richten, die gut laufen in unserem Leben, auf die vergessen wir gerne, wir schauen nur was nicht gut läuft bzw. nicht so gut funktioniert, dabei gibt es bei jedem von uns sicher auch Sachen die gut sind, ob das jetzt Beziehungen mit anderen Menschen betrifft oder andere Sachen.

Du klingst traurig und verzweifelt, so kenn ich dich nicht sondern eher als Kämpferin, eine gute Therapeutin kann viel bewegen und wenn du ihr vertraust und ihre Aufgaben wahrnimmst wird sie dir Werkzeuge mit auf dem Weg geben, die genau deine Themen betreffen da bin ich mir sicher, also vertrau ihr und ich bin sicher wenn du dem ganzen ein wenig Zeit gibst, dann wird das gut, alles Liebe und viel Kraft, Kevin

sigli
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Re: Diazepam ausschleichen nach Substitution

Beitrag von sigli » Sonntag, 15.06.14, 22:19

Hallo Kevin

ich klinge traurig und verzweifelt? Mag sein. Aber ich hoffe, dass das nur eine Phase ist. Die Kämpferin ist immer noch in mir.

Aber du klingst anders als sonst. Deine Psychotherapeutin schein einen guten Einfluss auf dich zu haben und dich zu erreichen. Bleib' dran und arbeite weiter auf diesem Weg.

lg Sigli

P.S. Ich klinge nur so, weil ich augenblicklich wirklich viel an der Backe habe. Wird schon wieder :group:
Wer kämpft, kann verlieren, wer aufgibt, hat schon verloren.

2.4.2018: Diazepam: 0 mg
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Kevin05

Re: Diazepam ausschleichen nach Substitution

Beitrag von Kevin05 » Donnerstag, 19.06.14, 22:25

Liebe Sigli,

sorry, ich hab deinen Beitrag erst jetzt gesehen, dass du mir nochmals geantwortet hast.

Nun, dass es dir nicht gut geht ist wirklich keine gute Nachricht und eigentlich unerwartet, vermutlich auch aus deiner eigenen Sicht, weil du zwischendurch oder sagen wir so, die längste Zeit wo ich dich kenne immer sehr aktiv warst und auch die Probleme sich in Grenzen hielten. Ich hoffe, du hast dich mittlerweile ein wenig gefangen, du hast so viel geschafft, da wird die Zielankunft auch gelingen.

Ich wünsche es dir sehr, dass es wieder gut wird, rasch. Immer wenn Leute wenig schreiben, die normal ganz gerne schreiben ist das ja ein Zeichen, dass es ihnen nicht so gut geht, ich mein muss nicht sein, aber wenn es mir mal richtig schlecht geht tippe ich hier vermutlich auch kein Wort, ich hoffe dass es bei dir andere Gründe sind.

Die Psychotherapie bei euch ein Deutschland und bei uns scheint unterschiedlich zu ticken. Bei uns werden erstens keine Leute abgewiesen, weil sie Medikamente nehmen und auch sonst sind Medikamente gar kein Thema in der Therapie sondern Lösungsansätze.

Ich habe das ja bereits mehrfach mittlerweile in letzter Zeit geschrieben. Sämtliche Strategien von Therapien zielen aus meiner Erfahrung darauf ab das Gute zu suchen, weil das Schlechte sowieso präsent ist. Mit meiner PT stehen ausschließlich gute Dinge im Vordergrund, wie man eben wieder Momente bzw. Augenblicke der Freude und Lebensfreude trotz viel Leids in das Leben reinbringen kann und dieser Ansatz ist gut für jeden denk ich mal. Wenn ich mir keine Bilder von einem anderen Leben geistig erschaffe wird sich auch nichts verändern, das Drehen in den jeweiligen Problemen muss durchbrochen werden und schrittweise durch positive Ansätze ersetzt werden. Ich meine, wenn ich keine Vorstellung davon habe wie es aussieht wenn es mir besser ginge, wofür sollte ich dann kämpfen. Daher finde ich es schon wichtig zu überdenken, welche Vorstellungen ich von der Zukunft habe, was ich für Gedanken habe, welche Worte ich benutze, wie ich sie formuliere, all das hat einen Einfluss auf unser Wohlbefinden. Eben auch auf die Dinge zu schauen, die gut laufen ist wichtig, wir tendieren ja immer dazu auf all das zu sehen was wir nicht haben, aber was wir haben steht im Hintergrund.

Ich will hier keine Therapie für andere machen bzw. wäre es ja unfair Dinge nachzuplappern, die nicht von einem kommen, ich habe auch bewusst schon etwas anders geschrieben als wie es abläuft, aber die Grundbotschaft die find ich gut, und vermutlich wird das ja auch in Euren Therapien ähnlich sein, aber es gehört eben auch wirklich integriert in unser Leben und darauf hingewiesen, weil wir schreiben ja meist nur über unser Leid, was auch gut ist, dies loszuwerden, aber eben auch lösungsorientiert versuchen zu denken.

Ich habe mich nicht verändert durch die Therapie, was sich verändert hat ist die Hoffnung durch mehr Praxisnahen Kontakt neue Impulse zu bekommen wie eine Verbesserung gelingen kann und meine Therapeutin hat viele Suchtklienten gehabt bereits und viele sind geheilt, das zum Beispiel ist eine Botschaft, die neu war für mich und die ich auch aus anderen Praxisbeispielen erklärt bekam, im Gegensatz zu dem was mir Ärzte immer erzählten, ich habe einige Sozialarbeiter und Leute, die wirklich mit schweren Suchtleuten gearbeitet haben kennengelernt und die Erzählungen dieser Leute waren für mich sehr wertvoll, weil da sind wirklich Menschen dabei gewesen, die ganz andere Substanzen als wir genommen haben und rausgekommen sind, damit will ich nicht die Benzos runterstufen sondern darauf verweisen, dass diese Leute allerlei Drogen nahmen und zusätzlich Benzos und es schafften, wieder in Arbeitsprozesse zu kommen, wieder ein normales Leben zu führen, Familien zu gründen, Existenzen zu gründen und ihr altes Leben hinter sich lassen. Das ist für mich Hoffnung aus der Realität.

Aber nochmals zurück zu dir, wünsch dir wirklich von Herzen, dass es dir mittlerweile besser geht und alles wird gut, du musst dran glauben, alles Liebe Kevin

sigli
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Re: Diazepam ausschleichen nach Substitution

Beitrag von sigli » Freitag, 20.06.14, 9:07

Lieber Kevin,

danke für deine umfassende Antwort; aber mir ging es nicht wirklich schlecht. Das kann ich nicht sagen. Aber es geht immer noch ein bischen schlimmer.

Gestern ist uns süßer Hund, Jamie (ein rotbrauner Schäferhundmischling), gestorben, mit großer Wahrscheinlichkeit vergiftet. Das ganze spielte sich von Mittwoch, 12.00 Uhr mittags, bis in die Nacht, 4.30 Uhr, ab, also innerhalb gut 16 Stunden. Mein Mann trug in, nachdem wir am Abend noch bei der nahegelegenen Tierärztin waren, nachts ins Auto, weil er immer schwächer wurde, und wir sind in die weiter gelegene Tierklinik gefahren. Als wir ankamen, klingelte ich, um die Tierärztin zu holen. Während dieser Zeit tat unser Hund seinen letzen Atemzug im Arm meines Mannes.

Wir fuhren ihn dann um 10.00 Uhr morgens zu unserer Tierärztin, um ihn da zulassen. Das Blut tropfte ihm aus der Nase. Ein Tropfen tropfte auf die Füße meines Mannes. Wir machten später ein Bild davon. "Blutsbrüder" sagte mein Mann. Wir waren gestern regelrecht traumatisiert.

Wir sind völlig fertig. Und was ich nicht verstehe... mein Opa starb, als ich 4 war, mein Vater, als ich 12 war, meine Mutter und Großmutter, als ich 20 war. Wir hatten schon drei Hunde. Noch nie tat etwas so weh. Auch mein Körper wie Magen, Rippen, Darm, Blase... alles scheint irgendwie weh zu tun. Ich traue mich nicht aus dem Haus, weil ich Angst habe, dass mich jemand anspricht und ich wieder sofort in Tränen ausbreche. Meinem Mann gehts ähnlich. Er arbeitet heute wieder. Ich habe ihn noch nie so oft weinen sehen.

Ich habe eine Bekannte angerufen, dass sie alle Hundebesitzern, denen man beim Gassi-Gehen immer so begegnet - man und auch Hund kennen sich ja -, damit diese Bescheid wissen und mich erst mal nicht ansprechen. Ich muß ja irgendwie meinen Garten versorgen.

Hoffe, der Schmerz geht irgendwann wieder vorbei.

lg Sigli
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Lisamarie
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Re: Diazepam ausschleichen nach Substitution

Beitrag von Lisamarie » Freitag, 20.06.14, 10:11

oh man liebe Sigli, das tut mir schon beim lesen weh, so einen Hund zu verlieren ist auf jeden Fall traumatisierend, ich selbst habe zwei Hunde einen Mops und einen einen kleinen Mischlingshund und das ist auch meine grösste Angst das sie mal sowas fressen. Was sind das für kranke Menschen die sowas tun. :evil:

Vor zwei Jahren hab ich innerhalb von drei Monaten meine beiden anderen Hunde verloren, im Alter von !4 der eine hatte einen Lebertumor und starb innerhalb eines Tages Tierarzt konnte ihn nicht mehr retten. Dann hatten wir uns gerade beruhigt und den Tod des einen Hundes verarbeitet, dann fing schon der nächste Hund an zu kränkeln ; Niereninsufizenz . Wir kamen aus der 'Trauer gar nicht mehr raus. Und auch der zweite war bald nicht mehr rettbar und wir mussten ihn einschläfern lassen. Aber wenigstens wussten wir das sie ein gutes Leben geführt hatten.

Aber auch uns schossen sobald uns einer fragte wo unsere Hunde waren auch sofort die Tränen in die Augen. Erst nach einem halben Jahr waren wir dann soweit anderen Hunden eine Chance zu geben. Bis dahin haben wir getrauert. Ich weiss wie es ist geliebte Tiere chancenlos zu verlieren. Es tut mir unendlich leid.
da gibt es im Moment keinen Trost :hug:
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Kevin05

Re: Diazepam ausschleichen nach Substitution

Beitrag von Kevin05 » Freitag, 20.06.14, 10:33

Hallo Sigli,

da fehlen einem die Worte, meine Hündin ist für mich wichtiger als alles andere, mehr brauch ich dazu nicht sagen, damit du auch meine Einstellung zu dem Thema kennst. Tröstende Worte kann ich dir keine geben, das ist einfach nur extrem schlimm und natürlich ein weiterer Schlag, denn du nicht brauchen kannst.

Wie gesagt, tut mir total leid für dich und deinen Mann, schreckliche Geschichte. Warum du so viele Verluste hast kann ich dir auch nicht beantworten, bei mir sieht es auch ähnlich aus was Verluste anging, mir selber war das so nie bewusst, man hat mich drauf aufmerksam gemacht, dass es ungewöhnlich ist. Nach einer Erklärung zu suchen ist wohl sinnlos, selbst wenn es eine gibt liegt diese über unserem Bewusstsein.

Alles Liebe und viel Kraft, Kevin

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Re: Diazepam ausschleichen nach Substitution

Beitrag von Dia_HB » Freitag, 20.06.14, 12:14

Liebe sigli

Es tut mir so leid, diese Menschen die sowas machen gehören eingesperrt.
Ich selber hatte wie du weißt einen weißen Kater den man uns geklaut hat , wir suchten 2 Wochen nach ihm, aber nichts.
Meine Kinder wollten gleich ein neues Tier, aber ich und mein Mann wollten es nicht, weil es nicht das selbe ist und die Traurigkeit auch nicht nimmt.
Ein Tier wächst einem ans Herz und begleitet uns, sie merken ob es uns schlecht geht oder gut.
Nun haben wir nach 4 Jahren wieder einen Kater in schwarz , was mir nicht gefällt , er lieg immer bei mir und bald will er raus, der Gedanke macht mich jetzt schon fertig.
Ich weiß wie weh das tut , weine dich aus und lass die Tränen laufen.

Ganz Liebe Grüße Heike :hug:
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Schmerzpatientin , behandelt mit Diazepam seit 1992 mit anfangs 60 mg Krankenhaus, über Jahre unbewusst bei 10 mg gelandet ,2013 Toleranz entwickelt, Juni 2013 über 10 Monate ausgeschichen mit Doxepin, Januar 2014 Krankenhaus schwere krämpfe Doxepin aprut abgesetzt 37,5mg, 21 Januar durch falsche Diagnose wieder Diazepam Einnahme 25mg Symptome keine Verbesserung, Mai Doxepin dazu 12,5mg und persönliche Veränderung, Euphorie, Vergesslichkeit selber nicht gemerkt.
19 Mai 2014 erneutes ausschleichen Diazepam, Dezember 2014 bei 10,5 mg Diazepam und doxepin 35 mg, Januar 2015 Erhöhung Doxepin 45 mg plus 9,5 mg Diazepam begleitet mit schmerzen Muskeln, Kopf zucken, Verwirrtheit, Koordination weg , Februar ging nichts mehr, zurück auf 37,5mg Doxepin und 7,5 mg Diazepam keine Besserung, versucht durchzuhalten mit 9 mg Diazepam, Arzt besucht Vermutung Krampfschwelle durch Doxepin runter gesetzt, Doxepin auf 0 mg Anweisung vom Arzt, nicht aushaltbar, eindosiert 12,5mg bis hoch auf 30 mg ,erste Krampfanfälle Kopf ,dann richige epileptische Anfälle.
Krankenhaus Diagnose Krampfschwelle unten durch Doxepin.
9 Mai, Doxepin runter, Diazepam hoch ,keine anfälle mehr. Dritter Anlauf des ausschleichens ohne zweites Medikament in kürze.
Nach 14 Monaten wieder stabil ,seit 7 Wochen Dia am ausschleichen. 16.03.2016

Jamie
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Re: Diazepam ausschleichen nach Substitution

Beitrag von Jamie » Samstag, 21.06.14, 17:12

Hallo sigli,

das tut mir wirklich sehr leid :cry: .
Ich tippe auf Rattengift; er ist vermutlich verblutet :(

Ich bin eine große Tierschützerin im Herzen; kann gesundheitlich leider nicht so, wie ich möchte, aber spende regelmäßig für Tierschutzorganisationen oder packe Care-Pakete etc. Spende auch an die Tiertafeln.
Es ist eine große Schweinerei, was Menschen mit Tieren anstellen und es bricht mir echt das Herz, sowas lesen zu müssen und macht mich sehr sauer :evil: .
Kann mich in so Momenten nur damit trösten, dass es eine höhere göttliche Gerechtigkeit gibt und die Menschen all das zurückbekommen, was sie angerichtet und verbrochen haben.

"Eine Welt, worin ein Hund auch nur ein einziges Mal Prügel bekommt, kann keine vollkommene Welt sein." (Friedrich Hebbel)


Traurige Grüße
Jamie

Für sigli: "In den Augen meines Hundes liegt mein ganzes Glück, all mein Inneres, Krankes, Wundes heilt in seinem Blick."
Friederike Kempner :hug: Run free Jamie.
...........SIGNATUR...............


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Re: Diazepam ausschleichen nach Substitution

Beitrag von padma » Samstag, 21.06.14, 18:23

Liebe Sigli, :)

es tut mir sehr leid. :hug: :hug: :hug:

Hilflos mit ansehen zu müssen, wie ein geliebtes Tier auf so eine Weise stirbt, gehört sicher mit zu den schmerzhaftestens Dingen, die man durchmacht.

Mir stehen gerade auch die Tränen in den Augen.

liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
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Re: Diazepam ausschleichen nach Substitution

Beitrag von ataraxia » Sonntag, 22.06.14, 0:01

Liebe Sigli,
jetzt wollte ich dir wieder antworten und habe gerade die traurige Nachricht gelesen.
Das mit eurem Hund tut mir sehr sehr leid!!
Da ging es dir sowieso nicht wirklich gut und dann auch noch das, kein Wunder, dass es besonders schlimm ist :(
Ich wünschte, ich könnte mehr tun, als nur liebe Worte da zu lassen, ich denke aber an dich und wünsche dir, dass der Schmerz mit jedem Tag ein bisschen weniger wird - so gut es halt geht...

Ich wollte dir noch etwas zum Thema Ernährung schreiben, aber das scheint mir jetzt grad unpassend/nicht so wichtig, aber ich bleibe dabei, dass ich dankbar bin für deine Tipps :hug: und dass du dir ein tolles Wissen angeeignet hast. Ich habe übrigens auch eher wenig Probleme mit Histamin, dafür mit anderen Dingen wie Weizen und Milchprodukten. Oft mache ich mir eine Gemüsepfanne mit einer Soße aus passierten Tomaten und ein wenig weißem Mandelmus, vielleicht schmeckt es dir ja auch? Hmm jetzt lass ich doch auch etwas zum Thema Ernährung da
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3 Monate lang ausgeschlichen (zu schnell!), seit Ende April 2013 medikamentenfrei und im protrahierten Entzug

Nach 6 Monaten kleine Besserung, nach 18 Monaten große Besserung! Nach 2 Jahren gesund.

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Re: Diazepam ausschleichen nach Substitution

Beitrag von sigli » Sonntag, 22.06.14, 9:35

Vielen lieben Dank an alle, die mir geschrieben haben und sich in mich hinein versetzen können.

Anfangs wollte ich, dass mich nur niemand anspricht; inzwischen wünschte ich, dass ich angesprochen werden (ich meine auf der Straße). Es wird nur leichter, wenn man weinen kann. Meine Augen schwellen gar nicht mehr ab.

Meinem Nachbarn, einem etwa 34jährigen jungen Mann sagte ich es vorgestern. Vor etwa 4 Jahren hatte er eine Depression (seine Freundin hatte ihn verlassen) und war sehr oft bei uns, hat auch teilweise bei uns auf der Couch geschlafen, weil er einfach nicht allein sein konnte. Er hat auch eine Drogengeschichte mit Zwangseinweisung in seiner Jugend hinter sich; aber er hat sich so gut entwickelt, anders kann man es nicht sagen. Hochintelligent, künstlerisch, sehr sensibel und geht doch tatkräftig und furchtlos seinen Weg. Er denkt viel über das Leben nach, wie wir bzw. unsere Gesellschaft es führen, und ist auch unglücklich darüber. Er hat ein Ziel vor Augen, weswegen er jetzt nochmal eine Umschulung macht, damit er, wie er sagt, sein Ding in seinem Haus in seiner Werkstatt machen kann. Wann, was und wie oft ER will und nicht andere AG ihm vorschreiben, wie es heute so oft der Fall ist. Er ist einer, der mich sowohl mit meinen Absetzproblemen als auch mit unserem Hund versteht.

Ich sagte es ihm auf der Straße, und er reagierte erst etwas merkwürdig distanziert. Ich bin dann nach Hause. Es dauerte keine 20 Minuten, als es klingelte. Ich ging hinunter, und er stand da. Ich fragte ihn, was ist, und sofort heulte er wie ein Schloßhund und wir umarmten uns. Er erzählte mir, nachdem wir nach oben gegangen war, dass er das Gefühl hatte, dass unser Jamey ihm in seiner schweren Zeit ihn als einziger richtig verstanden hätte. Die beiden hatten damals ein sehr enges Verhältnis.

Er ging übrigens damals freiwillig in die Psychiatrie und ließ sich dort behandeln. Mit AD! Mein Mann und ich besuchten ihn auch. Es dauert ja bekanntlicherweise immer ein paar Wochen, bis das AD wirkt. Aber er sagt heute noch, dass er gerne da war, viele nette Leute kennengelernt hat und tolle Gespräche hatte. Mit vielen von damals ist er heute noch befreundet.

Übrigens sagte er zu mir, als ich ihm erzählte, dass ich diesem Forum sei und hier die Einnahme eines AD's ein absolotutes No Go ist, sofern man es nicht vorher schon eingenommen hat und es hier loswerden will, dass ich konditioniert sei. Er hat recht. Ich habe regelrecht Angst vor AD's. Ich hoffe, dass ich meinen Weg ohne schaffe, wäre aber wirklich froh, wenn dieses Thema bei den Benzos im unteren Bereich nicht mehr tabuisiert werden würde und man wenigstens darüber diskutieren könnte.

Liebe Ataraxia, wir können uns gerne über Ernährung unterhalten. Ohne Milch und Weizen zu essen ist wirklich nicht schwer. Wenn ich dir da irgendwie helfen kann... ich weiß nicht genau, was du wissen willst. Das lenkt ab, und ich mach's wirklich gerne.

lg Sigli
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Lisamarie
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Re: Diazepam ausschleichen nach Substitution

Beitrag von Lisamarie » Sonntag, 22.06.14, 10:31

Liebe Sigli, ich möchte dir auf deine letzte Mail antworten.

Das was du letztens mit der Depression erlebt hast war sicher traumatisch, zumal man in dem Zustand denkt man kommt da nie wieder raus.

Allerdings finde ich nicht das es tabuisiert wird im unteren Bereich, es gibt soweit ich weiss sogar einen Bericht wo jemand den Entzug nur von Benzos gemacht hat und mit AD und sie uns darüber ihre Erfahrungen mitgeteilt hat. Und alle anderen nur Erfahrungen haben wie es mit ist, weil sie das schon vorher genommen haben. Oder der Bericht von Courage die es ohne geschafft hat. Und somit immer nur einseitig berichten konnten, und keiner weiss wie es ohne AD oder mit AD gelaufen wäre. Wenn gravierende Probleme beim Absetzen auftauchen die nicht in den Griff zu bekommen sind, wir hier im Forum auch zu einem trizyklische AD geraten.

Aber das ist ja was hier zahlreiche Diskussionen ausgelöst hat, ist es mit wirklich einfacher die Benzos los zu werden ? Oder hängt man sich ein neues Problem an die Backe , denn dann muss irgendwann auch das AD raus oder ein leben lang weiter nehmen. Eigendlich setzen wir ja ab um endlich ohne Medikamente leben zu können. Vielleicht setzten wir dann das Benzo leichter ab und die Probleme kommen dann beim AD, oder wir vertragen ein AD erst gar nicht, was auch sein kann und vervielfältigen dann unsere Probleme. Oder es wird doch nicht einfacher, dann stehen wir mit zwei Problemen da. Und besonders problematisch für mich ich habe noch nie ein AD genommen und weiss so gar nicht wie es mir damit geht, besser schlechter ? Das zweite Problem was ich sehe ob das AD wirkt oder nicht kann man erst nach Wochen einschätzen, und wenn es nicht wirkt wie gewünscht, werde ich das dann nach Wochen wieder los ? Oder ist schon eine körperliche Gewöhnung eingetreten ? Das sind so meine Gedanken dazu.
Sicher kann ich noch gut quarken weil ich noch nicht im unteren Dosisbereich angekommen bin und ich somit nicht weiss wie es mir dann geht. Aber mein Wille geht in die Richtung das ich für mich entschieden habe es ohne AD zu versuchen. Aber ich denke das das wirklich jeder nach sorgfältigen Durchdenken für sich entscheiden muss. Kann ich eventuell die Absetzproblematik durch noch langsameres Abdosieren in den Griff bekommen ? Also ich würde erst meine anderen Optionen sorgfältig prüfen . Ein AD wäre mein letzter Rettungsanker wenn es überhaupt nicht funktioniert, auch diese Option werde ich mir offenhalten. Aber ich werde alles tun um es nicht zu diesem Notfall kommen zu lassen. Das ist jetzt meine persöhnliche Meinung dazu und meine Überlegungen.
Lg Lisamarie
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6 Monate heftigste Absetzproblematik.Magendarm 30 Kilo in vier Monaten abgenommen.Halbes Jahr bettlägerig.Schwer suzidal zum stabilisieren fast ein Jahr gebraucht.
Oxazepam reduzieren von umgerechnet 50 mg Diazepam:
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Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.
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Berlin-2013
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Re: Diazepam ausschleichen nach Substitution

Beitrag von Berlin-2013 » Sonntag, 22.06.14, 10:46

liebe sigli,

es tut mir echt leid, das jemand deinem hund so etwas angetan hat, ich bin immer entsetzt wenn ich lese was menschen tieren antun, egal welchem :cry:

bitte halte durch und ich finde es super das du mit den menschen darüber sprichst, du wirst bestimmt gute erfahrunhen machen ....

schreib ruhig was du über ernährung weißt, es ist auf jeden fall interessant! lieben gruss und sei gedrückt chrissi :hug:

@lisamarie. nur meine meinung, finger weg von noch mehr chemie, denn es muss ja auch wieder raus, also wenn möglich ohne weitere chemiekeulen! ich habe doxepin innerhalb 4 wochen an- und sofort wieder abdosiert, weil es mir unsinnig erschien und nichts brachte außer kreislaufprobleme, nur meine meinung!
viele Grüße und 2018 wird super
Ich war viel zu schnell unterwegs und es hat alles verschlimmert und den Entzug unnötig verlängert!! :schnecke: besser ZEIT UND GEDULD
13. September 4 Jahre nach 0 mg :party2: Heilung des ZNS leider noch nicht 100 Prozent aber 85 %

Zur Zeit EIN helles strahlendes Licht am Ende des Tunnels :party2:


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sigli
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Re: Diazepam ausschleichen nach Substitution

Beitrag von sigli » Sonntag, 22.06.14, 11:26

Hallo Lisamarie und Berlin,

auch ich hoffe, ohne AD die Benzos los zu bekommen. Aber ich habe einfach schon des öfteren mitbekommen, das man (auch ich) regelrecht zusammengestaucht wird, wenn man nur überlegt, was ist, wenn ich mal bei 5 oder 3 mg angekommen bin oder wie neulich, als ich diese kurzzeitige depressive Verstimmung (wie meine Psychotherapeutin sagte) hatte.

Ich habe inzwischen keine Angst mehr vor dem nächsten Absetzen. Ich denke, in der Höhe, in der ich immer noch bin, und wenn ich so langsam mache, wie bisher und vor allem keinen Stress vor und während des Absetzens habe, wird bestimmt das Absetzen auszuhalten sein.

Ich kann mich jetzt auf kein Posting beziehen; aber ich habe es schon oft mitbekommen, dass allein die Überlegung, wenn der eine oder andere dies äußerst, fast aggressive Antworten kommen. Man wüßte gar nicht, wie gut man es ohne AD hätte usw. Mag sein - mag aber auch nicht sein. Es muß erlaubt sein, darüber zu diskutieren.

Und wenn es die "alten Hasen", die alles schon x-mal geschrieben haben, nervt, dann tut es mir leid. Es kommen immer wieder Neue dazu, für die es wichtig ist darüber zu reden und nicht, wie empfohlen, in der Suchfunktion ihre Antwort zu suchen. Wenn sich jemand bei diesem Thema genervt fühlt, sollte er/sie sich einfach raushalten.

Ich denke auch, dass man AD's nicht grundsätzlich verteufeln kann. Alle, die im AD-Bereich sind, haben schlechte Erfahrungen gemacht. Ohne Zweifel. Sonst wären die da nicht. Evtl. mit der falschen Kombination oder zu schnellem Absetzen in der Klinik oder sonst was. Die, die gute Erfahrungen mit AD's gemacht haben und eine Lebenskrise damit überwunden haben, werden kaum dieses Forum suchen. Denn es lief für diese glatt, wie für meinen Nachbarn.

Deswegen ist es mir wirklich ein Anliegen, auch wenn es für mich nicht aktuell ist und ich mit Sicherheit wirklich konditioniert bin, wie mein netter Nachbar so schön sagte, dass trotzdem darüber gesprochen werden darf, ohne dass man gleich mundtot gemacht wird.

Ich behaupte jetzt mal bzw. vermute, dass es, gerade weil dieses Thema hier so brisant ist, es bestimmt Foristen gibt, die neben dem Benzo das AD heimlich nehmen.

lg Sigli
Wer kämpft, kann verlieren, wer aufgibt, hat schon verloren.

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Re: Diazepam ausschleichen nach Substitution

Beitrag von Berlin-2013 » Sonntag, 22.06.14, 11:44

liebe sigli, :D

klar kann man darüber diskutieren, warum auch nicht :?: aber du schreibst ja selbst das es viele im ad bereich sind, die ihren kummer mit den ad haben, das sollte uns eine lehre sein, denke ich. zumal ich es selbst probiert habe aber ich schreibe ja auch das das nur meine erfahrungen sind und meine meinung ist!!!

jeder wie er mag. allerdings würde ich gerne anderen meine fehler ersparen.

zusätzlich teile ich dir eine erfahrung mit, die sehr hilfreich sein kann, super langsam machen, also ich habe wieder 0,5 erhöhen müssen und warte das es noch besser wird und dann kommt eine lange pause .... ich habe mal sandra 333 absetzschema berechnet und fand raus im schnitt 21 tage aber bei 0,3 mg also ich mache deshalb jetzt länger!!!! :wink: :!: ich kann nur 0,5 absetzen je schritt :roll:

ganz lieben gruss chrissi oder berlin wie du magst

woran erkennt man eine histamin-intoleranz?
viele Grüße und 2018 wird super
Ich war viel zu schnell unterwegs und es hat alles verschlimmert und den Entzug unnötig verlängert!! :schnecke: besser ZEIT UND GEDULD
13. September 4 Jahre nach 0 mg :party2: Heilung des ZNS leider noch nicht 100 Prozent aber 85 %

Zur Zeit EIN helles strahlendes Licht am Ende des Tunnels :party2:


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Dia_HB
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Re: Diazepam ausschleichen nach Substitution

Beitrag von Dia_HB » Sonntag, 22.06.14, 11:56

Hallo ihr Lieben

Ich weiß wie es ohne AD ist , weil ich beim erstenmal von 12,5 mg bis 7 mg ohne AD war, ich denke darüber anders als einige hier, was aber auch Gründe hat.
Also jemand der wie ich gleich 2 Probleme hat , einmal der Rückenschmerz der mich egal ob Op nie mehr verlassen wird und dann noch die Wechseljahre die mir auch sehr auf die Knochen gehen.
Ich merkte beim runterdosieren das ich nicht weiter komme durch den Schmerz , ich hatte da 2 Möglichkeiten ( Morphin, oder altes AD ),wo bei Morphin das selbe Problem kommt wie bei Benzodiazepin, der Körper will immer mehr davon.
Ich denke aber auch, wenn jemand durch Erlebnisse die unter Einnahme von Benzodiazepin unterdrückt wurden hoch kommen und man merkt das es damit Probleme gibt versuchen sollten eine Therapie zu machen und nicht zum AD greifen.
Der nächste Punkt ist , wer im Entzug nur körperliche Probleme hat auch nicht zum AD greift da es wieder weg geht.
Jetzt der letzte Punkt, wer unter Depressionen leidet die im Entzug kommen und immer stärker werden , sollte niemals nie sagen, denn was nutzt es der Benzo weg zu haben und man bekommt eine bleibende Depression.
Jeder sollte sich das mit AD offen halten , weil auch jeder in seinem Leben mehr oder weniger erlebt hat.
Es wäre zu schön wenn wir alle gleich wären, aber jeder hat nun mal seine eigene Geschichte.


Liebe Grüße Heike
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Schmerzpatientin , behandelt mit Diazepam seit 1992 mit anfangs 60 mg Krankenhaus, über Jahre unbewusst bei 10 mg gelandet ,2013 Toleranz entwickelt, Juni 2013 über 10 Monate ausgeschichen mit Doxepin, Januar 2014 Krankenhaus schwere krämpfe Doxepin aprut abgesetzt 37,5mg, 21 Januar durch falsche Diagnose wieder Diazepam Einnahme 25mg Symptome keine Verbesserung, Mai Doxepin dazu 12,5mg und persönliche Veränderung, Euphorie, Vergesslichkeit selber nicht gemerkt.
19 Mai 2014 erneutes ausschleichen Diazepam, Dezember 2014 bei 10,5 mg Diazepam und doxepin 35 mg, Januar 2015 Erhöhung Doxepin 45 mg plus 9,5 mg Diazepam begleitet mit schmerzen Muskeln, Kopf zucken, Verwirrtheit, Koordination weg , Februar ging nichts mehr, zurück auf 37,5mg Doxepin und 7,5 mg Diazepam keine Besserung, versucht durchzuhalten mit 9 mg Diazepam, Arzt besucht Vermutung Krampfschwelle durch Doxepin runter gesetzt, Doxepin auf 0 mg Anweisung vom Arzt, nicht aushaltbar, eindosiert 12,5mg bis hoch auf 30 mg ,erste Krampfanfälle Kopf ,dann richige epileptische Anfälle.
Krankenhaus Diagnose Krampfschwelle unten durch Doxepin.
9 Mai, Doxepin runter, Diazepam hoch ,keine anfälle mehr. Dritter Anlauf des ausschleichens ohne zweites Medikament in kürze.
Nach 14 Monaten wieder stabil ,seit 7 Wochen Dia am ausschleichen. 16.03.2016

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Re: Diazepam ausschleichen nach Substitution

Beitrag von Lisamarie » Sonntag, 22.06.14, 12:07

Liebe Sigli, also ich bin ja noch nicht so lange dabei und hab diesbezüglich nichts mitbekommen, sondern sogar das im Notfall ein altes AD genommen werden kann. Aber eben das denke ich sollte es bleiben, ein wirklicher Notfall und wenn man schon alles versucht hat , also für mich persöhnlich wäre es eine Niederlage wirklich ein AD einnehmen zu müssen. Weil ich dann nahe 0 eigendlich nur das eine gegen das andere austausche.

Und das wäre schade fürs Forum, wenn das jemand verschweigt, denn eigendlich kenne ich das Forum so das es liberal ist und man das ja auch für sich alleine klar bekommen muss. Also ich würde es nicht nehmen wenn ich mal ne Nacht nicht schlafen kann, sondern nur wenn ich keinen anderen Ausweg sehe und dann denke ich das alle im Forum fair damit umgehen können. Es wäre allerdings sehr bitter für mich. Ich will ja nicht die Benzos durch etwas anderes ersetzen sondern alle Medis aus meinem Leben werfen. Geht das nicht muss ich Lösungen für mich alleine finden, denn alles wird ja auch unterschiedlich empfunden, körperliche Symthome können mir wahrscheinlich weniger anhaben wie bei dir jetzt die depressive Phase. Die macht auch mir Angst. Aber das wäre das nächste Problem, wenn ich in einer solchen Phase drinsteck und mich für ein AD entscheide, geht es mir ja nicht automatisch gut. Weil ein AD eben nichts ist was man wie ein Benzo nehmen kann und sofort eine Wirkung hat. Also sowieso nichts für eine akute Phase ist. Und jetzt vorsichtshalber mit einem AD anfange bevor ich überhaupt in Not komme, wäre für mich keine Option. Aber wie gesagt das muss jeder für sich alleine klären, denn nur er weiss was für ihn aushaltbar ist und was nicht und vor allem auch klären ob ein AD wirklich helfen kann, was ja auch zweifelhaft ist wenn man im AD Bereich liest. Und ich eigendlich nicht nach erfolgreichem Benzoabsetzen mit dem des Ad wieder von vorne los geht. Und vor allem was macht man wenn man Probleme bekommt das AD auszuschleichen, dann wieder ein Benzo, Neuroleptiker ? Anders AD ?
Also ich denke das es da keine einfache Antwort drauf gibt. Und es für mich mehr offene Fragen gibt als zu beantworten ist.
Lg Lisamarie
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Re: Diazepam ausschleichen nach Substitution

Beitrag von edgar » Sonntag, 22.06.14, 18:23

Hallo Sigli,

von mir auch erst mal mein herzliches Beileid. :(



Ich muss allerdings jetzt auch mit etwas Kritischem einhaken:
sigli hat geschrieben:auch ich hoffe, ohne AD die Benzos los zu bekommen. Aber ich habe einfach schon des öfteren mitbekommen, das man (auch ich) regelrecht zusammengestaucht wird, wenn man nur überlegt, was ist, wenn ich mal bei 5 oder 3 mg angekommen bin oder wie neulich, als ich diese kurzzeitige depressive Verstimmung (wie meine Psychotherapeutin sagte) hatte.
sigli hat geschrieben:Ich denke auch, dass man AD's nicht grundsätzlich verteufeln kann. Alle, die im AD-Bereich sind, haben schlechte Erfahrungen gemacht. Ohne Zweifel. Sonst wären die da nicht. Evtl. mit der falschen Kombination oder zu schnellem Absetzen in der Klinik oder sonst was. Die, die gute Erfahrungen mit AD's gemacht haben und eine Lebenskrise damit überwunden haben, werden kaum dieses Forum suchen. Denn es lief für diese glatt, wie für meinen Nachbarn.

Deswegen ist es mir wirklich ein Anliegen, auch wenn es für mich nicht aktuell ist und ich mit Sicherheit wirklich konditioniert bin, wie mein netter Nachbar so schön sagte, dass trotzdem darüber gesprochen werden darf, ohne dass man gleich mundtot gemacht wird.
Liebe Sigli,

wer kann Dich denn davon abhalten ein AD zu nehmen ? Wir sicher nicht, denn es ist Deine Entscheidung.

FÜr mich und ich denke,ich spreche da auch für andere, die sich hier ehrenamtlich sehr engagieren, ist es eine Beleidung, Begriffe wie "mundtot machen", "konditionieren",
"verteufeln" etc. lesen zu müssen.

Den Vorwurf, wir würden hier AD verteufeln, ist eine Beleidigung gegen unsere Intelligenz, denn wir berichten hier von Fakten, auch wenn z.B. Dein Nachbar diese nie verstehen wird, weil er nicht mal im Ansatz die Hintergründe kennt.

Dieses vorgeworfene Schwarz-Weiß-Denken in puncto Verteufelung von AD kann ich nicht mehr hören. Was glaubst Du, wie oft ich mir das schon in meinem beruflichen Kontext anhören musste.

Du solltest Folgendes nicht verwechseln:

Überall werden AD verharmlost. Und wir hier stellen die verheimlichte, unterdrückte Seite der Antidepressvia hervor. Das ist Aufgabe des ADFD, weil es sonst vor allem im deutschen Raum nirgendwo getan wird.

Wir hatten hier vor einiger Zeit schon mal einen prominent gewordenen Fall, der dann eskaliert ist, weil er mit ähnlichen Vorhaltungen uns gegenüber kam.
Das sollte nicht nochmal vorkommen.

Damals hat dieser Fall auch dazu geführt, dass sich engagierte Leute verabschiedet haben, und das können wir uns hier nicht leisten.
sigli hat geschrieben:Übrigens sagte er zu mir, als ich ihm erzählte, dass ich diesem Forum sei und hier die Einnahme eines AD's ein absolotutes No Go ist, sofern man es nicht vorher schon eingenommen hat und es hier loswerden will, dass ich konditioniert sei. Er hat recht. Ich habe regelrecht Angst vor AD's. Ich hoffe, dass ich meinen Weg ohne schaffe, wäre aber wirklich froh, wenn dieses Thema bei den Benzos im unteren Bereich nicht mehr tabuisiert werden würde und man wenigstens darüber diskutieren könnte.
Wer immer derjenige ist, der das gesagt hat, hat keinen blassen Schimmer, wovon er redet.

Und ich bin es echt Leid, dass hier immer wieder zu erklären.

Also lass bitte die Diskutiererei um dieses Thema.

Wenn Du ein AD nehmen willst, dann nimm es einfach und gut ist. Du brauchst keine Absolution dafür von uns.

Informationen hast Du ja genug darüber.

Nichts für ungut.

LG
edgar
Angehöriger, Dipl.-Sozialpädagoge (FH), seit 2008 Mitarbeiter im ambulanten Betreuten Wohnen für Menschen mit psychischer Erkrankung (u.a. auch Beratung und Unterstützung beim Absetzen von Medikamenten), davor 2 Jahre Mitarbeiter in einer Tagesstätte und 1 Jahr lang in einem Wohnheim (stationäres Wohnen) für Menschen mit psychischer Erkrankung. Seit 2013 Mitglied des Fachausschusses Psychopharmaka der DGSP.

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Re: Diazepam ausschleichen nach Substitution

Beitrag von sigli » Sonntag, 22.06.14, 19:55

Hallo Edgar,

du hast mich nicht im Ansatz verstanden oder willst es nicht. Ich WILL kein AD nehmen; aber ich will darüber diskutieren dürfen.

Wenn ich mich nicht so abhängig fühlen würde, auch von diesem Forum, weil ich mich auch von der Schulmedizin ausgeklinkt habe und ich noch so einen weiten Weg hab, hätte ich mich schon verabschiedet.

Und Edgar, wenn du von Beleidigung sprichst... ICH habe hier bewußt noch niemanden beleidigt. Doch ICH bin hier schon beleidigt worden. Und fast niemand hat sich daran gestört. Auch dich hat es nicht gestört.

Und meinen über meinen Nachbarn lass' ich auch nichts kommen. Der hat sich mir gegenüber als Mensch gezeigt. Und das ist das Allerwichtigste im Leben.

Ich fühle mich oft so, dass ich nur das sagen darf, was gehört werden will und nicht das, was mir durch den Kopf geht. Egal, ob richtig oder falsch.

Edgar, viele hier sind es echt leid. Ich auch.

Gruß Sigli
Wer kämpft, kann verlieren, wer aufgibt, hat schon verloren.

2.4.2018: Diazepam: 0 mg
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Re: Diazepam ausschleichen nach Substitution

Beitrag von edgar » Sonntag, 22.06.14, 21:33

Ok, Sigli, Du machst weiter, obwohl ich Dich gebeten habe, damit aufzuhören.

Dir scheint es egal zu sein, ob hier Leute aufhören oder sich nicht mehr trauen zu schreiben, genau wegen diesem Thema, dass du immer wieder vorbringst.

Diese Mitglieder haben hier einen besonderen Schutz, weil sie von Antidepressiva geschädigt wurden und für diesen Schutz steht das ADFD.

Wenn Du jetzt immer noch nicht verstehst, was ich meine und nicht sofort damit aufhörst,hier Unruhe zu stiften und damit gegen die Forenregeln verstößt, werde ich diesen Thread sofort vorübergehend sperren, wenn nötig auch dauerhaft, wenn Du es nicht verstehen willst oder kannst.

Und was die von Dir vorgebrachte Beleidigung Dir gegenüber anbelangt, würde ich gerne wissen, wer, wann und was Dir gegenüber gesagt hat. Ich möchte den Beitrag sehen und nicht nur Behauptungen hören.

Ich hoffe, Du kommst zur Einsicht.

edgar
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