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Lorazepam abhängig: Ich weiß nicht mehr weiter

Benzodiazepine können schon nach wenigen Wochen abhängig machen. Der Entzug dieser Medikamente sollte dann langsam und vorsichtig stattfinden.
Nadija
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Re: Lorazpam abhängig: Ich weiß nicht mehr weiter

Beitrag von Nadija » Donnerstag, 30.07.15, 12:51

Hallo,

da ich irgendwie dachte mein Account hier sei gelöscht worden, hatte ich mich ja neu angemeldet. Aber das ist ja nun geklärt und ich kopiere mal die Nachricht, die ich mit neuen Namen und in einem neuem Thread geschrieben habe (hab da jetzt allerdings nichts dran geändert oder angepasst, dass mit meinem Bruder und alles steht hier ja schon, in diesem Thread) hier rein.


"Hallo ihr lieben,

ich war hier vor einigen Monaten schon mal und wurde dann auf ein anderes Forum verwiesen, weil ich damals noch nicht bereit war, etwas an meiner Situation zu ändern, da ich erst mein Studium hinter mich bringen wollte.

ich nehme Tavor seit einigen Jahren, bekomme es von zwei unterschiedlichen Ärzten und belüge quasi beide. :(


Die letzte Phase meines Studiums war nochmal richtig heftig, weil ich unter wahnsinnigem Druck stand, ich panische Angst hatte es nicht zu schaffen.
Muss dazu sagen, dass ich 32 bin...damals eine Ausbildung gemacht habe und das dann irgendwann sehr bereut habe.

Ich wollte immer gern studieren, so wie mein Bruder, der dann 2009 verstarb. Da ich nur Hauptschulabschluss hatte (bin damals freiwillig von dieser widerlichen Kloster-Real-Gymnasium Schule auf die Haupt gewechselt), musste ich also erst meinen Realschulabschluss nachholen auf der Abendschule. Anschließend musste ich noch auf ein einjähriges Berufskolleg um Fachhochschulreife zu machen. DANN konnte ich studieren. Im WS 09/10 fing ich an zu studieren.

Zwei Wochen später starb mein Bruder und so kam ich dann auch zu dem Tavor. Das Tavor hat mich jetzt also das ganze Studium über begleitet.

Natürlich wurde ich abhängig und habe auch immer mal wieder die Dosis erhöht. Vor allem jetzt zum Schluss hin, weil ich 1. unter wahnsinnigem Druck stand. Das Studium nicht bestehen, hätte bedeutet, dass alles, was ich 2006 mache (da fing ich an auf die Abendrealschule zu gehen) "umsonst" gewesen wäre.

Vll kann der ein oder andere verstehen, dass ich deswegen unter einem ganz besonderen Druck stand. Ist halt schon eine andere Situation, als wenn man mit 19 anfängt zu studieren, das Studium verhaut und dann nochmal neu anfangen kann.

Naja man kann immerneu anfangen, am Alter liegts ja nicht direkt. Aber jetzt mit 32 möchte ich eben endlich, dass Schluss damit ist. Ich denke, ihr wisst, wie ich das meine. Habs ja auch endlich geschafft. Auch wenns der reinste Kampf war, da es mir zwischendurch immer mal wieder psychisch sehr schlecht gin

Der 2. Punkt ist, dass sich mein bester Freund im Mai, kurz nachdem ich meine Bachelorarbeit abgegeben habe, sich das Leben genommen hat.

Er war mein einziger Freund den ich noch hatte...und das hat mich furchtbar aus der Bahn geworfen. Ich musste mein Studiums nochmals verlängern, weil ich erst mal einige Wochen nur im Bett lag und gar nix mehr konnte. Auch da habe ich dann nochmal die Dosis erhöht. Ich habe versucht es NICHT zu erhöhen, aber es hat nicht geklappt, leider.

Heute habe ich meine Abschlusspräsentation gehalten und das Studium ist vorbei!

"Glücklich" bin ich deswegen nicht, da der Horror ja im Grunde jetzt erst anfängt.

Die Ärzte checken langsam, dass es "so" nicht mehr gehen. (Schon krass, dass mal nach ca 10 Jahren zu merken, oder?)

Ich würde jetzt gern einen Versuch starten, das Tavor langsam abzudosieren. Allerdings möchte ich nicht in eine Klinik. Ich würde es gern ambulant versuchen. Vll finde ich ja einen Arzt, der das mit dieser Substitutions Methode macht.

Wobei ich in einer kleinen Stadt in Ba-Wü wohne, direkt im Umkreis, wirds wohl keinen geben. Ich werde trotzdem mal schauen.
Vll gibts ja solche Ärzte, in der nähst größeren Stadt, wie Stuttgart oder Freiburg. Vll kann mir ja einer einen Ärzte-Tipp geben.

Durch meine Geschichte, wissen jetzt bestimmt auch einige wieder wer ich bin. Ich glaube ich wurde damals hier gesperrt. Was ich auch nachvollziehen konnte. Ich hoffe, dass ich nicht wieder gesperrt werde hier. Ich wäre froh, wenn ich jetzt hier sein könnte.

Jetzt möchte ich es ja wirklich angehen, es versuchen.

Das einzige was mich traurig macht ist, dass es mir ja mit meiner momentanen Tavor-Dosis "gut" geht. Und nach dem ganzen Stress der letzten Jahre, dem Studium-Druck, die zwei Todesfälle, würde ich es schön finden, wenn ich mich jetzt einfach mal ein paar Wochen nur erholen könnte.

Meine Eltern hatten einen Urlaub geplant, da würde ich gerne mitgehen.

Allerdings weiß ich nicht, in welcher Verfassung ich bin, wenn ich dann bereits mit dem Absetzen angefangen habe.

Fangen die Ärzte sofort an mit dem Absetzen? Ich erinnere mich daran, irgendwo gelesen zu haben, dass so ein Suchtarzt, bzw ein Arzt, der auf Benzo Entzüge spezialisiert ist, erst mal zusammen mit einem die richtige Dosis finden möchte und dann erst anfängt runter zu dosieren.

"Wohlfühldosis" Wollte ich schon schreiben, aber liest sich wohl etwas komisch.


Mein Gefühl, sagt mir jedenfalls, dass der Horror jetzt erst anfängt. Bestimmt berechtigt, oder? :(

traurige Grüße

Murmeline
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Re: Lorazpam abhängig: Ich weiß nicht mehr weiter

Beitrag von Murmeline » Donnerstag, 30.07.15, 12:58

Hallo Nadija,

ich war damals, als Du geschrieben hast, nicht nicht im Forum aktiv, aber ich war eine stille Leserin und kenne Deine Geschichte und Deine Beiträge in groben Zügen.

Ich möchte Dir zum Abschluß Deines Studiums gratulieren. Ich hoffe, dass Dich das emotional etwas trägt, denn wie Du auch selber schreibst, stehst Du nun vor der Aufgabe, das Benzodiazepin zu reduzieren, und zwar so, dass Du da gesundheitlich gut durchkommst.

Zum Tavor bist Du in einer wirklich schweren Situation gekommen, aber es hat Dich auch sehr lange begleitet, so dass ich nicht genau weiß, was da nun der richtige Weg ist - zudem habe ich mit Benzodiazepinen keine persönlichen Erfahrungswerte.

Verstehe ich das richtig, dass die zwei Ärzte, die Dir bisher (unter Lügen) das Medikament verschrieben haben, beide nicht bereit sind, den ambulanten Entzug mit Dir zu gehen? Es kann aufgrund der Leitlinien (viewtopic.php?f=16&t=9669) schwer sein, einen anderen Arzt zu finden. Du müsstest ihn überzeugen, dass Du niemand bist, der nun von Arzt zu Arzt geht, um die weitere Einnahme des Tavor sicherzustellen, sondern dass Du es mit dem Entzug ernst meinst. Und das funktioniert auch nur, denke ich, wenn Du das wirklich willst.

Soweit erstmal von mir, viele Grüße, Murmeline
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Nadija
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Re: Lorazpam abhängig: Ich weiß nicht mehr weiter

Beitrag von Nadija » Donnerstag, 30.07.15, 13:48

Danke für den Link. Habe mir jetzt nich alles durchgelesen...aber das hier:

" Im Falle eines Hochdosiskonsums ab einer Diazepam-Äquivalenzdosis von 20 mg werden eine stationäre Aufnahme und eine zusätzliche Medikation mit Carbamazepin oder Valproinsäure empfohlen. Flumazenil kann die Entzugssymptome mildern und zu einer höheren"

beunruhigt mich schon etwas.

10 mg Diazepam entsprechen also 1 mg Tavor? Und 20 mg Diazepam dann logischerweise 2 mg Tavor.

Ich nehme momentan allerdngs um einiges mehr. Als der Druck gegen ende des Studiums zu stark wurde, habe ich erhöht. Nachdem mein bester Freund sich das leben nahm auch nochmal.

Der Grund, warum ich keinen stationären Entzug machen möchte hat mehrer Gründe. Erst mal wurde hier ja schon von einigen geschrieben, dass eine Klinik keine gute Idee wäre...(ich glaub es war Kevin)..mir fallen ehrlich gesagt grad nich mehr die Gründe ein, warum er das schrieb. Ich muss noch mal nachlesen...ich hoffe er hat es nicht gelöscht. Wenn ich mich recht erinnere, hat Kevin öfter mal Beiträge gelöscht..(bin mir jetzt nich ganz sicher und will ihm natürlich auch nix unterstellen).

Vll wars auch jemand anderes, der das meinte.

Okay, ich kann das jetzt auch in einem Satz zusammenfassen...Ich habe einfach Angst davor.

Ein weiterer Grund ist, dass ich eigentlich nicht gern aus meiner "sicheren" Umgebung herausgerissen werde. Also von meinen Eltern, die immer für mich da sind und mich unterstützen wollen. Vor allem nach dem Tod meines besten Freundes im Mai, bin ich einfach froh hier zu sein, bei den zwei einzigen Menschen die mich lieben. Bei denen ich mich wohlfühle..die mich auch unterstützen werden, wie sie es mir versprochen haben.

Nach dem Selbstmord meines besten Freundes kam die Trauer um meinen Bruder auch wieder extrem hoch. Ich bin einfach froh, dass wir drei uns noch haben..ich möchte nur ungern in eine Klinik. :cry:

Ich bin bereit, das Tavor jetzt zu reduzieren. Das ist doch schon mal der Schritt in die richtige Richtung?! Wieso darf ich mir nicht selbst aussuchen, wie ich das machen möchte?

So wie ich dich verstanden habe ..und so wie es auch in dem einen Link steht, werde ich aber vermutlich keinen Arzt finden, der sich auf sowas einlässt...seh ich das richtig?

:( :( :(


Edit:

hatte ganz vergessen mich für die Glückwünsche zu bedanken. :)

Und ja, ich bin bei einem Psychiater, der mir Tavor verschreibt...oder verschrieben hat...er ist ja jetzt nich mehr wirklich bereit dazu...es stimmt auch dass beide Ärzte, also Hausarzt, von dem ich auch Tavor bekomme,nichts voneinander wissen.

Also so Ärzte hopping betreib ich nicht. Ich bekomme das Tavor "nur" von diesen beiden Ärzten. Bei beiden bin ich schon recht lang in Behandlung. Ja, ich habe sie belogen...ich weiß, dass das nich schön ist. :(

Aber dass ich von einem Arzt zum nächsten renne um mir immer wieder neue Tavor zu besorgen, weils ein anderer Arzt nicht keine mehr verschreiben möchte, sowas habe ich nie getan.
Zuletzt geändert von Nadija am Donnerstag, 30.07.15, 13:54, insgesamt 1-mal geändert.

Kevin05

Re: Lorazpam abhängig: Ich weiß nicht mehr weiter

Beitrag von Kevin05 » Donnerstag, 30.07.15, 13:50

Ich hab dir eine PN geschrieben, LG Kevin

Nadija
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Re: Lorazpam abhängig: Ich weiß nicht mehr weiter

Beitrag von Nadija » Donnerstag, 30.07.15, 14:12

Danke für deine Nachricht, Kevin.

Wieso kann man dir eigentlich nicht antworten?

Ich sehe das so, dass ihr wohl alle eher für einen stionären Entzug seid..und ich keinen Arzt finden werde, der das mit Diazepam substituiert.


okay....dann kann ich die Hoffnung wohl direkt begraben...



Ich möchte nicht in eine Klinik. Ich würde das lieber ambulant machen, zuhause, an einem Ort, wo ich mich geborgen fühle...wo zwei vertraute Menschen um mich sind.

Denkt jetzt bitte nicht "wenn sie wirklich davon loskommen wollen würde, würde sie auch in eine Klinik gehen"

Das ist aber keine Ausrede oder so...ich will einfach nicht in eine Klinik. :( :(



Dann geht der Entzug halt seeeehr lange...wenn ich es so mache. Mir wäre das egal. Aber den Ärzten wohl nich..


also, ich muss sagen, dass mich das grad irgendwie verzweifeln lässt. Wenn ein stationärer Entzug die einzige Möglichkeit ist...dann habe ich wohl Pech gehabt.

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Re: Lorazpam abhängig: Ich weiß nicht mehr weiter

Beitrag von Murmeline » Donnerstag, 30.07.15, 14:22

Hallo Nadija,
Aber dass ich von einem Arzt zum nächsten renne um mir immer wieder neue Tavor zu besorgen, weils ein anderer Arzt nicht keine mehr verschreiben möchte, sowas habe ich nie getan.
Das Problem ist, dass ein neuer Arzt das von Dir denken könnte, nicht das ich das denke.
Und das darf er nach den Leitlinien nicht "unterstützen" und muss darum sehr wachsam sein.

Daher meine ich, Du musst Dir sehr klar werden, was Du wirklich durchziehen willst und dann davon jemand überzeugen, falls Du es ambulant schaffen willst.

Grüße Murmeline
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Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
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Re: Lorazpam abhängig: Ich weiß nicht mehr weiter

Beitrag von albertine » Donnerstag, 30.07.15, 14:36

Hallo Nadja,
Ich sehe das so, dass ihr wohl alle eher für einen stionären Entzug seid..und ich keinen Arzt finden werde, der das mit Diazepam substituiert.


okay....dann kann ich die Hoffnung wohl direkt begraben...
so schnell solltest du nicht aufgeben :wink: du hast ja noch nicht mal angefangen zu suchen, oder?

Ein stationärer Entzug ist soooo schlimm nun auch wieder nicht. Beim letzten Entzug ging es mir gerade mal 6 bis 8 Wochen wirklich schlecht, danach ging es mir schon besser als vor dem Entzug. Allerdings ist es wirklich wichtig dass man sich eine gute Klinik sucht.

Aber vllt. schaffst du es auch ohne Klinik. Dazu musst du halt erst mal eine Arzt suchen.

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1977 ging es weiter mit Lexotanil und Praxiten
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1997 - 400mg Sulpirid - es ging mir immer schlechter - bin körperlich immer schwächer geworden, konnte letztendlich nicht mehr laufen und nichts mehr essen, lag nur noch im Bett - die Aussage meines jetzigen Psychiaters: "Sulpirid wirkt so" :frust:
musste dann weil ja nichts mehr ging ins Krankenhaus, lag 8 Wochen auf der Station für innere Medizin, Sulpirid wurde sofort auf 200 mg reduziert, Lexotanil in diesen 8 Wochen von 42 mg auf 3 mg - war hart, abes es ging, die letzten 3 mg Lexotanil in 1,5 er Schritten zuhause abgesetzt, ging prima, das restliche Sulpirid nach einigen Monaten auch ausgeschlichen, ging auch gut
2002 ging es los mit Diazepam, und ziemlich schnell hing ich wieder in der Suchtfalle
2009 kam eine heftige Depression hinzu
Dez. 2010 - Apr. 2011 war ich in der Psychiatrie zum Diazepam-Entzug
entlassen mit Amitriptylinoxid 210 mg
ein neues , viiiiiel besseres Leben begann :)
es folgten 2,5 Jahre Therapie bei einer Suchtberatung, Einzelgespräche und Gruppe
das AD wurde inzwischen reduziert auf 90 mg
ab 22.3. 2014 - 82,5 mg
ab 11.5 - 75 mg
bin jetzt bei 60 mg u. werde die Dosis jetzt erstmal beibehalten solange ich in der Therapie meine traumatische Kindheit verarbeite, vertrage es gut, keinerlei Nebenwirkungen
ab 10.7.2015 - 52,5 mg Amitriptylinoxid
ab 15.2.2016 - 45 mg
10.5.2016 - 37,5 mg
19.6.2016 - 30 mg
28.9.2017 - 22,5 mg
1.1.2018 - 15 mg
27.9.2018 - 7,5 mg

2014 Traumatherapie begonnen - nach einigen Monaten abgebochen, war mit der Therapeutin nicht zufrieden

März 2015 neue Therapie begonnen bei einer sehr engagierten Therapeutin + gehe weiterhin zu einer Selbsthilfegruppe

2018 tiefenpsychologisch fundierte Therapie

mein Leben ist lebenswert :)

mein Ziel: NIE WIEDER BENZOS!!!

WER KÄMPFT, KANN VERLIEREN, WER NICHT KÄMPFT, HAT SCHON VERLOREN!

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Re: Lorazpam abhängig: Ich weiß nicht mehr weiter

Beitrag von Nadija » Donnerstag, 30.07.15, 14:38

Ich habe mich jetzt wieder gemeldet...weil mein Studium jetzt endlich vorbei ist und ich auch sonst nix mehr um die Ohren habe. Der perfekte Zeitpunkt um das endlich in Angriff zu nehmen.

War fast schon stolz auf mich, dass ich den Entschluss gefasst habe...(hört sich jetzt wohl irgendwie eingebildet an^^)

Aber jetzt ist mir wieder sehr nach heulen zumute, ehrlich gesagt....nach diesem Dämpfer.

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Re: Lorazpam abhängig: Ich weiß nicht mehr weiter

Beitrag von Nadija » Donnerstag, 30.07.15, 14:41

Kennt denn jemand einen oder mehrere Ärzte in Baden-Württemberg, die das so machen? Mit diesem Substituieren?..

Könnt ihr mir sagen, welche das sind und wo die sind?


Albertine, ich versuche es..nicht direkt aufzugeben...aber das von euch, waren ja jetzt eigentlich klare Worte...und das deprimiert mich grad wieder.

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Re: Lorazpam abhängig: Ich weiß nicht mehr weiter

Beitrag von Nadija » Donnerstag, 30.07.15, 14:56

Wie ist das eigentlich, wenn man nicht in eine Klinik gehen möchte und irgendwann keine Tabletten mehr bekommt vom Arzt?

Wenn so eine Situation besteht, macht man ja dann quasi zuhause einen gezwungenen kalten Entzug. Geht ja dann auch nich anders.

Kann man eigentlich Zwangseingewiesen werden?

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Re: Lorazpam abhängig: Ich weiß nicht mehr weiter

Beitrag von Oliver » Donnerstag, 30.07.15, 15:21

Hallo Nadija,

einen kalten Entzug sollte man auf jeden Fall vermeiden. Aber was in der Klinik passiert ist ja auch fast ein kalter Entzug plus mehr Psychopharmaka zur "Deckelung".

bzgl. Zwangseinweisung ... siehe: Schutz vor psychiatrischer Willkür: Patientenverfügung

Alles Gute
Oliver

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Re: Lorazpam abhängig: Ich weiß nicht mehr weiter

Beitrag von Nadija » Donnerstag, 30.07.15, 15:29

Oliver hat geschrieben:Hallo Nadija,

einen kalten Entzug sollte man auf jeden Fall vermeiden. Aber was in der Klinik passiert ist ja auch fast ein kalter Entzug plus mehr Psychopharmaka zur "Deckelung".

bzgl. Zwangseinweisung ... siehe: Schutz vor psychiatrischer Willkür: Patientenverfügung

Alles Gute
Oliver

Ja, und genau das will ich nicht. Ich will 1. keinen kalten Entzug und 2. keine anderen Medikamente zur "Deckelung"

Wenn man langsam runterdosiert und auf Diazepam umstellt, nimmt man dann im Grunde ja auch ein anderes Medikament....aber ich halte das für die besser Lösung, als in die Klinik zu gehen. Weil das in der Klinik ja lauter unterschiedliche Medikamente sind...und wenn man auf Diazepam wechselt, ist es wenigstens nur EIN anderes Medikament...und wenigstens eins, dass dem Tavor ähnlich ist.

Dass man in der Klinik lauter unterschiedliche Medikamente bekommt um den Entzug erträglicher zu machen,finde ich ja auf die eine Art gut. Auf der anderen Seite, finde ichs aber auch ziemlich sch*****, da man dann womöglich ne ganze Menge anderer Medikamente auf einmal einnimmt...
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Re: Lorazpam abhängig: Ich weiß nicht mehr weiter

Beitrag von Finchen015 » Donnerstag, 30.07.15, 15:36

Hallo Nadija,

ich kann Dich gut verstehen. Lies Dir einfach mal meine Vorgeschichte durch. Manchmal weiß man einfach nicht mehr weiter und versucht nur, den nächsten Tag zu überstehen. Und dann wieder einen usw.

Ja, man kann selbst entziehen (mach ich gerade auch) und ja, ich brauche dafür einen erfahrenen Psychiater. Allerdings begleitet er mich schon seit vielen Jahren und weiß, wie er mich einschätzen kann. Auch mein Hausarzt sitzt mit im Boot und begleitet mich. Ich allein bestimme, was wann abgesetzt wird und wie lange ich dafür brauche. Dein Lorazepam hat eine HWZ bis zu 20 Stunden. Mein Alpra "nur" bis zu 16 Stunden und ich erziehe ohne Umstellung auf Dia. Zusammengefasst: Ich denke, das würde auch bei Dir funktionieren. ABER, ich will Dir nichts vormachen, es braucht jede Menge Mut, Durchhaltevermögen und einen großen Willen.

Wenn ich das hier lese:
Nadija hat geschrieben:
Jetzt möchte ich es ja wirklich angehen, es versuchen.

Das einzige was mich traurig macht ist, dass es mir ja mit meiner momentanen Tavor-Dosis "gut" geht. Und nach dem ganzen Stress der letzten Jahre, dem Studium-Druck, die zwei Todesfälle, würde ich es schön finden, wenn ich mich jetzt einfach mal ein paar Wochen nur erholen könnte.

Meine Eltern hatten einen Urlaub geplant, da würde ich gerne mitgehen.
weiß ich nicht, ob Du wirklich schon emotional so gefestigt bist, dass Du Dir den kommenden Weg auch wirklich zutraust. Was meinst Du?
Es wird immer einen Grund geben, warum man Unangenehmes beiseite schieben will. Wirklich immer. Und an dem Punkt kommst nur Du selbst ins Spiel: geh ich jetzt den Schritt, oder nicht?

Und, gehst Du ihn jetzt selbstbestimmt, oder weil Du Druck durch Deine Ärzte bekommst? Bist Du bei einem Psychiater in Behandlung? Wenn ja, dann fang an abzusetzen (orientiere Dich an der 10% Regel). Erstell einen Absetzplan und trag ein, wann Du wie viel reduziert hast. Leg ihm den vor. Damit zeigst Du schon Deine Bereitschaft, etwas an der Situation zu ändern. Bitte um Begleitung (hast Du zu einem Deiner Ärzte vollstes Vertrauen?). Und dann mach weiter. Schritt für Schritt.

Wie hoch ist denn Deine Ausgangsdosis? Vielleicht brauchst Du keine Umstellung auf Dia? Vielleicht verträgst Du die jeweilige Reduzierung ja gut und machst Dir gerade zu viel Sorgen? Die Antworten darauf finden wir erst, wenn Du es probierst.

Ich wünsche Dir ganz viel Kraft für diese Entscheidung :group:

Liebe Grüße
Finchen
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MurmelineOliverpadma
Diagnose: Panikstörung und Angstattacken
Nach fast 10jähriger Einnahmedauer erfolgreich abgesetzt:
- 45 mg Mirtazapin (letzte Einnahme 07/15)
- 200 mg Trimipramin (letzte Einnahme 12/15)
- 6 mg Alprazolam - ohne Substitution auf Diazepam (letzte Einnahme 05/16)
- 75 mg Lyrica (letzte Einnahme 06/16)
weitere Erfahrungen mit Sertralin, Opipramol und Tianeurax (auf diese Medikamente hab ich unverträglich reagiert, bzw. sie waren wirkungslos)
Zustand heute: Prima. Keine Nachwirkungen bisher.

Nadija
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Re: Lorazpam abhängig: Ich weiß nicht mehr weiter

Beitrag von Nadija » Donnerstag, 30.07.15, 17:53

Hallo Finchen,

wo finde ich denn deine Vorgeschichte? Oder meinst du jetzt die Medikamente in deiner Signatur?

100% emotional gefestigt bin ich nicht, da hast du recht. Habe mir vorgenommen, nach dem Studium mit dem langsamen ausschleichen anzufangen.
Ehrlich gesagt, wäre es mir aber schon lieber, wenn ich jetzt wenigstens 1-2 Wochen noch für mich hätte, bevor ich damit anfange.

Hatte gestern meine Abschlusspräsentation, bin also seit gestern fertig mit dem Studium.

Die Frage ob ich es mir jetzt schon zutraue, ist ja eigentlich unnötig, wenn man es MUSS, oder? Trotzdem lieb dass du fragst :)

Ich bin bei einem Psychiater in Behandlung, der mir auch die Tavor verschreibt. Allerdings stimmt die Chemie da überhaupt nicht und ich möchte mir einen anderen suchene.

Gleichzeitig bekomme ich die Tavor ja auch von unserem Hausarzt. Beide wissen nichts voneinander.

Das mit dem Hausarzt ist auch so eine Sache. Wenn ich das erzähle, werden sicher einige den Kopfschütteln.

Anfangs wars ja so, dass meine Mutter die Tavor verschrieben bekam, nach dem Tod meines Bruders. Das war 2009. Meine Mutter nahm die aber nur eine Woche oder so (zum Glück).
Ich habe dann auch mal welche genommen wenn es mir nicht gut ging und habe halt gemerkt, wie die Tabletten die Emotionen unterdrücken, dass ich so in der Lage bin besser den Alltag zu meistern nach dem Schicksalsschlag.

Nach einiger Zeit war es dann so, dass nur noch ich die Tavor meiner Mutter nahm. Der Hausarzt fand das natürlich komisch und wollte einen Termin ausmachen wegen den Tavor. Ich ging dann direkt mit, und wir erzählten ihm, dass auch ich ab und zu welche nehme. Ich habe aber nicht die Wahrheit gesagt. Ich meine ich nehme 3 Tabletten am Tag, also 1,5 mg. Dabbei waren es damals schon 4 mg über den Tag verteilt. :/

Das ist übrigens erst ein paar Monate her. Die ganzen Jahre zuvor hat er nie was gesagt und uns anfangs auch nich darüber aufgeklärt, dass man die höchstens paar Wochen nehmen sollte.

Er fand das natürlich nich so toll..redete auch ein bißchen auf uns ein...aber letztendlich gingen wir dann mit 2 Rezepten Tavor aus der Praxis.

Und so läuft das jetzt schon eine ganze Weile. Ich nehme also die Tavor von meinem Psychiater, die Tavor von meiner Mutter und meine eigenen vom Hausarzt.

Da ich die Dosis ja mehrfach erhöht habe, wurden die Abstände halt immer kürzer, für ein neues Rezept. Sowohl vom Psychiater als auch vom Hausarzt bekomme ich (wir) die 0,5 mg Tavor. Die blauen. Die sind natürlich ratz fatz weg.

Dienstag war es dann so, dass ich mega angespannt war und aufgeregt und außerdem meine Tavor fast leer waren. Das war ein Tag vor meiner Abschlusspräsentation vom Studium.

Wir trauten uns gar nicht mehr beim HA anzurufen und nach einem Rezept zu fragen. Daher ging mein Vater hin und erklärte ihm so ein bißchen die Situation. Er stellt dann auch wieder ein Rezept aus. Allerdings dieses mal auf meinen Vater, weil er meinte, sonst könnte er allmählich Ärger mit der KK bekommen.

Da er aber nun im Grunde bescheid weiß, meinte er wir sollen mal demnächst vorbei kommen, also auch ich!

Morgen haben wir vor zu ihm zu gehen. Also mein Vater und ich. Allein traue ich mir das nicht zu.
Allerdings graut es mir sehr vor dem Termin. Zum einen, weil wir ihn jahrelang belogen haben, zum anderen, weil ich ihm erklären möchte, dass ich die Tavor gerne ausschleichen würde und auf Diazepam umstellen. (Ich erinnere mich an das letzte Gespräch, da meinte er man könnte es mit Atosil Tropfen probieren)....keine Ahnung was das ist. Ob sich das eignet zum substituieren.

Zum anderen, weil er vermutlich dagegen sein wird, auf Diazepam umzustellen. Meine Mutter meinte vorhin, wir sollten ihn dann fragen, ob er vll einen Suchtarzt oder jemanden in der Art kennt, der sowas unterstützt mit Diazepam.

Ich weiß allerdings ob das eine so kluge Idee ist, morgen bei dem Termin mit der ganzen Wahrheit rauszurücken. Wir haben schon Vertrauen zu dem Arzt und er kann sich das ja auch denken irgendwie, dass hauptsächlich ich die Tabletten nehme.
Andererseits wird er dann erfahren dass ich eine viel höhere Dosis nehme, also dass wir ihn belogen haben. Wenn er irgendwas komisches vorschlägt, werde ich vermutlich nicht damit einverstanden sein und zu guter letzt fragen wir ihn dann noch nach einem Arzt, der sich mit sowas auskennt, der das mit Diazepam macht...also wir gehen zu ihm um quasi nach einem anderen Arzt zu fragen.

Ich weiß nicht ob das morgen nach hinten los geht. Im schlimmsten Fall, bekommen wir (ich) nämlich keine Tavor mehr.
Und durch das Gespräch, dass er neulich mit meinem Vater geführt hat, weiß ich, dass er dafür ist, dass ich in eine Klinik gehe...

Deswegen denke ich der Termin morgen könnte ein großer Fehler sein.

Was meint ihr? Würdet ihr das riskieren, dem Hausarzt die Wahrheit zu sagen? Wenns blöd läuft, habe ich dann halt keine Tavor mehr....und dann beginnt ja quasi ein kalter Entzug.. :(


Ops wieder was vergessen...ich nehme momentan 3,5- 4 mg morgens und nachmittags nochmal so ca 2-2,5 mg.

Die Dosis habe ich erhöht nach dem mein bester Freund sich das Leben nahm. Momentan versuche ich wieder auf die ursprüngliche Ausgangsdosis zurück zu kommen. Ich denke, das werde ich auch schaffen.

Aber das komplette Ausschleichen ohne Unterstützung, das klappt sicher nicht. Daher hätte ich gerne einen Arzt, dem ich Vertrauen kann, der endlich die ganze Wahrheit kennt, wo ich nicht ständig Angst haben muss "oh mist brauche schon wieder ein neues Rezept"

Ps: seid bitte nicht böse auf meine Eltern bzw. meine Mutter, weil sie meine Sucht indirekt unterstützt hat. Sie wusste nich darüber Bescheid, wie gefährlich diese Tabletten sind...

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Re: Lorazpam abhängig: Ich weiß nicht mehr weiter

Beitrag von Nadija » Donnerstag, 30.07.15, 18:03

also auf die ursprüngliche Dosis vor dem Tod meines besten Freundes, so war das gemeint....nicht auf die Anfangsdosis von 1mg so wie ich damals angefangen habe.

Oliver
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Re: Lorazpam abhängig: Ich weiß nicht mehr weiter

Beitrag von Oliver » Donnerstag, 30.07.15, 18:07

Hallo Nadija,

ich sehe, dass Du verzweifelt bist, aber ich verstehe ehrlich gesagt noch nicht so ganz, was Du wirklich willst. Für mich klingt es irgendwee immer noch so, dass Du die Tavor eigentlich weiter nehmen möchtest und es Dir aber jetzt organisatorisch irgendwie schwer gemacht wird, weiter an Rezepte zu kommen. Verstehe ich das richtig?

Bitte sag doch mal ganz klar, was Du nun vorhast. Willst Du die Medikamente ausschleichen oder willst Du sie weiter nehmen? Ich habe nicht den Eindruck, dass Du da für Dich schon wirklich klar bist.

Ales Gute
Oliver
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Nadija
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Re: Lorazpam abhängig: Ich weiß nicht mehr weiter

Beitrag von Nadija » Donnerstag, 30.07.15, 18:43

Oliver hat geschrieben:Willst Du die Medikamente ausschleichen oder willst Du sie weiter nehmen? Ich habe nicht den Eindruck, dass Du da für Dich schon wirklich klar bist.
Wenn ich sie ausschleiche, nehme ich sie ja trotzdem noch...zumindest in der Umstellungsphase auf Diazepam. Und JA ich will sie ausschleichen, aber ambulant, nicht in einer Klinik, sonder mit Diazepam.

Oliver
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Re: Lorazpam abhängig: Ich weiß nicht mehr weiter

Beitrag von Oliver » Donnerstag, 30.07.15, 18:50

Hallo Nadija,

o.k. verstehe. Dann hast Du ja einen klaren Plan und dann hast du auch eine Chance einen Arzt zu finden der Dich dabei unterstützt. Meiner Ansicht nach, wäre es die Sache des Hausarztes, der wissentlich Deine Abhängigkeit jahrelang unterstützt hat, Dir nun zu ermöglichen, schonend auszuschleichen.

Alles Gute
Oliver

Nadija
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Re: Lorazpam abhängig: Ich weiß nicht mehr weiter

Beitrag von Nadija » Donnerstag, 30.07.15, 19:10

Ja, nur will der das, wenn ich ihn richtig verstanden habe, nicht mit Diazepam machen.

Hinzu kommt noch, dass ich und auch meine Eltern ihn jahrelang belogen haben. Der hat keine Ahnung , dass ich SO viel am Tag nehme.

Morgen werde ich ja hingehen, habe aber keine Ahnung was er sagen wird. Tavor habe ich keine mehr da. Wenn er mir kein Rezept mitgibt, werde ich von Freitag - Dienstag ohne Tavor sein. Das wird sicher "lustig".

Zu meinem Psychiater kann ich auch nich gehen. Bei dem hatte ich heute einen Termin und er hat mir schon keine mehr verschrieben...

Nadija
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Re: Lorazpam abhängig: Ich weiß nicht mehr weiter

Beitrag von Nadija » Donnerstag, 30.07.15, 19:14

Gibt es hier im Forum eine Liste von Ärzten, bei denen man Tavor mit Diazepam ausschleichen kann?

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