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Umfrage an Langzeit- und Schwerbetroffene Mitglieder

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Murmeline
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Re: Umfrage an Langzeit- und Schwerbetroffene Mitglieder

Beitrag von Murmeline » Montag, 25.06.18, 13:37

Off Topic
Antwort von hasenfuss an firedancer in Thread von hasenfuss verschoben. Hier bitte nur antworten auf die Umfrage!

weg
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Re: Umfrage an Langzeit- und Schwerbetroffene Mitglieder

Beitrag von weg » Dienstag, 26.06.18, 7:56

hi,

1. ich fühle mich als hybrid betroffene. die stilnox/zolpidem habe ich nun über 1 1/2 jahre sehr kontrolliert ausgeschlichen. vorher habe ich drogen, alkohol nikotin, jegliche PP jeweils während meiner fast 50 jährigen psychiatrie-karriere kalt abgesetzt. ich denke ich bin mit langen zeiten betroffen.

2. langzeit = kann am sozialen leben teilhaben und auch eigene aktivitäten entwicklen
schwerbetroffene = ein isoliertes dasein, kann kaum am sozialen leben teilnehmen. man ist auf sich selbst zurückgeworfen.

3. ich bin sehr aktiv im forum. lese und schreibe, vor allem mit bildern, viel und pflege engen kontakte mit einigen foris.

4. danke forum, team, dass es dich gibt.
es hat mich vor einem absturz bewahrt. wir sind zu 5 zu einer untergruppe zusammengewachsen. das ist eine sehr bereichernde erfahrung. wir können so sehr direkt auf uns eingehen und uns näher von situation zu situation begleiten.

herzlich
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Re: Umfrage an Langzeit- und Schwerbetroffene Mitglieder

Beitrag von Fledermaus » Mittwoch, 27.06.18, 16:10

Hallo Ihr Lieben,

1) Würdest du dich selbst als Langzeit/oder Schwerbetroffen vom Entzug einordnen?
Ich ordne mich als Langzeitbetroffene ein.
2) Wie würdest du Langzeit- oder Schwerbetroffen definieren?
Als Langzeit - nun diese lange Zeit der Einnahme, der Abdosierungsversuche und auch die Zeit, die es benötigt wieder los zu werden.
Als Schwerbetroffene, traue ich mich nicht bezeichnen, so schlimm wie die Tiefen auch sind, es gibt immer noch welche die viel viel Schlimmer betroffen sind.

3) Falls du dich als Langzeit- oder Schwerbetroffen einordnest, wie geht es dir mit dem Lesen und Schreiben und dem Umgang hier im Forum?
Ich bemerke bei mir, je mehr ich lese und schreibe desto schwieriger wird es für mich, desto mehr bemerke ich die leiseste Verschlechterung doppelt so schlimm. Ich würde gerne mehr machen und habe ein schlechtes Gewissen, dass es nicht geht.

4) Falls du dich als Langzeit- oder Schwerbetroffen einordnest, würdest du dir etwas anders wünschen im Forum? Gibt es etwas, das dir helfen würde, dich hier sicherer/wohler zu fühlen und hast du konkrete Ideen oder Vorschläge wie das umzusetzen wäre?

Ihr seit alle Top! Ich bewundere Euch für Eure Kraft und euer Können, Mitgefühl und Geduld und und und. ich kann es gar nicht alles in Worte fassen.

Alles Liebe
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Re: Umfrage an Langzeit- und Schwerbetroffene Mitglieder

Beitrag von LenaLena » Montag, 02.07.18, 10:38

Hallo,
erstens mal: ich beantworte diese Fragen jetzt aus meiner Sicht, und da ich nicht langsam über Jahre reduziert habe, wie ich es eigentlich machen hätte sollen, ist das eine Sicht, die ich nicht habe. Meine Sicht ist also eher die Kaltentzugs-Sicht.

1) Würdest du dich selbst als Langzeit/oder Schwerbetroffen vom Entzug einordnen?
Ich habe mich lange dagegen gewehrt, weil es immer welche gibt, die schwerer und länger betroffen sind, aber eigentlich: Ja. Erstens bin ich wegen (unerkannten) Entzügen über 8 Jahre nicht von den AD losgekommen (mit Entzug sind es bis dato über 9 Jahre Abhängigkeit/Einschränkung), und zweitens bin ich, ohne einen kompletten Kaltentzug gemacht zu haben, schon fast ein Jahr im (richtig heftigen) Entzug nach Null, mit Bettlägrigkeit und kompletter Unselbstständigkeit bis hin zu Zuständen, die wohl eine Psychiatrie erfordert hätten (die ich aber stur vermeide). Von dem absoluten körperlichen Verfall gar nicht zu reden.

2) Wie würdest du Langzeit- oder Schwerbetroffen definieren?
Wenn man nicht mehr fähig ist, seinen Alltag zu leben (Bettlägrigkeit, Isolierung, Verlust von Freunden, Familie, Arbeitsplatz). Wenn man seine Selbstständigkeit verliert.
Wenn man trotz mehrerer Versuche nicht loskommt von den PP.

3) Falls du dich als Langzeit- oder Schwerbetroffen einordnest, wie geht es dir mit dem Lesen und Schreiben und dem Umgang hier im Forum?
In den anfänglichen Monaten sehr gut, da jegliche Info einem hilft zu verstehen, woher das alles kommt. Damit hat das Forum auch eine extrem wichtige, wertvolle Rolle in der Gesellschaft!!
Mit der Zeit muss man sich mehr distanzieren, weil zwangsläufig solche Foren (nicht nur das adfd) Sammelbecken für Extremfälle in ihren extremsten Zeiten sind, und das kann schon sehr erschrecken und runterziehen. Immer zu lesen, dass andere schon Jahre hinter sich haben und immer noch nicht gesund sind, programmiert das Gehirn, das so dringend Optimismus bräuchte, immer wieder negativ. Dennoch hilft es natürlich sehr, zu sehen, dass es so viele andere gibt, denen es ähnlich geht.
Davon abgesehen ist der Umgang hier meistens sehr nett und wir helfen uns alle gegenseitig, und die Moderatoren sind sowieso bewunderswert und immer zur Stelle!

4) Falls du dich als Langzeit- oder Schwerbetroffen einordnest, würdest du dir etwas anders wünschen im Forum? Gibt es etwas, das dir helfen würde, dich hier sicherer/wohler zu fühlen und hast du konkrete Ideen oder Vorschläge wie das umzusetzen wäre?
Ich fände es gut, wenn einige Ärzte oder Fachleute, die das Thema anerkennen, sich ehrenamtlich bereit erklären würden, ein paar Stunden die Woche das Forum/einen bestimmten Bereich zB, zu betreuen. Oder auch nur Gastartikel zu schreiben. Leider bekommt man sonst immer wieder das Gefühl, in einer isolierten Blase zu sein. Zudem würde es dem generalisierten Ärzte-Bashing entgegenwirken ;)
Jegliche Öffentlichkeitsarbeit finde ich weiterhin gut und wichtig.
Kennzeichnung von Trigger-Themen, damit man diese im Fall des Falles meiden kann.
Viel Ermutigung, wenn man als Schwer-/Langzeitbetroffener immer mal wieder den Mut verliert.

Sonst: Das Forum hat mich buchstäblich gerettet, ich bin sehr dankbar und werde das nie vergessen! DANKE!
Ich bin dadurch und durch die wunderbare Informationssammlung hier auch selbst aktiv geworden in anderen Bereichen, um Betroffenen zu helfen und aufzuklären.

LG Lena
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Re: Umfrage an Langzeit- und Schwerbetroffene Mitglieder

Beitrag von Ocean2 » Mittwoch, 04.07.18, 14:29

Hallo. Mein Name ist offensichtlich nicht Ocean2, Ihr dürft mich aber gerne Phillips nennen.
Etwaige absencen, rechtschreibfehler und möglicherwise brefremdlichendes Verhalten meinerseits bitte ich zu Entschuldigen. Ich bin noch nicht vollkommen kaputt ABER auch vollkommen entschlossen zu gesunden, doch es ist (wie vermutlich viele hier ganz genau wissen) - ein Weg voller - meist unwillkommener Überraschungen.

Meine Antwort:[...]
Wir möchten euch daher folgende Fragen stellen und freuen uns über jede Antwort und ggf. konstruktive Kritik:

1) Würdest du dich selbst als Langzeit/oder Schwerbetroffen vom Entzug einordnen?
ja

2) Wie würdest du Langzeit- oder Schwerbetroffen definieren?
Often nur normalos die einfach "Ihre Meds geschluckt haben". Manchmal "Sonderfälle"!

3) Falls du dich als Langzeit- oder Schwerbetroffen einordnest, wie geht es dir mit dem Lesen und Schreiben und dem Umgang hier im Forum?
Schwierig. Dies ist mein erster Post. Oft kann ich mich aufgrund der abartigen (Ich tu mein bestes sie zu lieben) Symptome mich einzuloggen oder zu kommuniziere3n an sich!! Ich finde es schrecklich zu lesen was menschen um mich hrum passiert, schrieb jedoch selbst um mein eigenes elend, erhielt Hilfe (Im US Bereich) und sehene mich nach gegenseitiger Hilfe in (ich sag mal) Extremsituationen (moralischer Unterstützung!! Einfaches).
(Ich empfinde extreme Anget vor Kritik die unzutreffend ist - man kennt sich über das Netz - Missverständnisse sind so einfach und schnell geschlossen)


4) Falls du dich als Langzeit- oder Schwerbetroffen einordnest, würdest du dir etwas anders wünschen im Forum? Gibt es etwas, das dir helfen würde, dich hier sicherer/wohler zu fühlen und hast du konkrete Ideen oder Vorschläge wie das umzusetzen wäre?
Nein.

LG Phillips Ocean2
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Re: Umfrage an Langzeit- und Schwerbetroffene Mitglieder

Beitrag von Multivitamin » Samstag, 14.07.18, 14:29

Hallo liebes Forum. Da komm ich ja genau richtig und mache hier erstmal mit.

1) Würdest du dich selbst als Langzeit/oder Schwerbetroffen vom Entzug einordnen?
Beides....leider Gottes

2) Wie würdest du Langzeit- oder Schwerbetroffen definieren?
- Wegbrechen sämtlicher sozialer Kontakte
- nicht selbstbestimmt leben können
- kognitive Behinderung und dadurch unfähig, die kleinsten "normalen" Dinge zu tun (Planen, Probleme lösen, Veränderungen angehen, Hilfe suchen, Kontakte pflegen)
- mangelnde Fähigkeit, sich selbst zu versorgen
- zum Scheitern verurteilte Absetzversuche, da das CNS so geschädigt ist, dass es keinerlei Veränderungen toleriert
- Isolation
- das Sterben von Träumen und Wünschen

Falls du dich als Langzeit- oder Schwerbetroffen einordnest, wie geht es dir mit dem Lesen und Schreiben und dem Umgang hier im Forum?
Hiermit tue ich mir in diesem Forum (und auch bei der amerikanischen Variante Surviving Antidepressants) von Anfang an etwas schwer und bin daher mehr bei Benzobuddies. Für mich ist der Grund der Aufbau der Threads
Hier ist es so, dass jeder einzelne seinen Thread hat, der wächst und wächst und wächst und je mehr er wächst, desto mehr wird über den Thread-Ersteller erfahren und alles wird sehr persönlich. In jedem Thread geht es um hauptsächlich EINE Person. Woran auch immer es liegen mag, aber mir macht das Angst (das füttert extrem meine obsessiven Gedanken). Ich glaube, dass das auch dazu führt, dass Leute hauptsächlich in ihrem eigenen Thread rumwurschteln und eher weniger bei anderen und dass zwar die Mods in jedem Thread nach Kräften unterstützen, dass aber so eher weniger Kontakt zwischen Betroffenen entsteht. Bei BB wird das anders gehalten und dieser Aufbau ist für mich doch sehr viel "leichter". Das ist wohl aber alles auch Geschmacksache.

4) Falls du dich als Langzeit- oder Schwerbetroffen einordnest, würdest du dir etwas anders wünschen im Forum? Gibt es etwas, das dir helfen würde, dich hier sicherer/wohler zu fühlen und hast du konkrete Ideen oder Vorschläge wie das umzusetzen wäre?
Siehe Punkt 3
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Diane
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Re: Umfrage an Langzeit- und Schwerbetroffene Mitglieder

Beitrag von Diane » Montag, 23.07.18, 16:26

Huhu,
1) Würdest du dich selbst als Langzeit/oder Schwerbetroffen vom Entzug einordnen?
- ja, nach ca 1.5j bemerkte ich eine Besserung. Es geht langsam bergauf
- mehr Fenster als Wellen
2) Wie würdest du Langzeit- oder Schwerbetroffen definieren?

- Entzugssymptome, die über 6 Monate vorhanden aind --- mehr tiefs als hochs.
- den Alltag nicht leben können durch all die Symptome
3) Falls du dich als Langzeit- oder Schwerbetroffen einordnest, wie geht es dir mit dem Lesen und Schreiben und dem Umgang hier im Forum?
- zu Anfang sehr verwirrend (mittendrin statt nur dabei)
- nach u nach lebt man sich aber ein u blickt gut durch
- netter Umgang, aber teilweise etwas zynisch
4) Falls du dich als Langzeit- oder Schwerbetroffen einordnest, würdest du dir etwas anders wünschen im Forum? Gibt es etwas, das dir helfen würde, dich hier sicherer/wohler zu fühlen und hast du konkrete Ideen oder Vorschläge wie das umzusetzen wäre?
- nein, zum Austausch u als virtuelle Selbsthilfegruppe reicht das Forum in dieser Struktur aus
- dennoch, für mich persönlich wären Ärzte im Forum das i-Pünktchen... Es gibt eine Art Sicherheit u Zuspruch..Ich weiss, schwer umsetzbar ;)

Lg
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