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Umfrage an Langzeit- und Schwerbetroffene Mitglieder

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Umfrage an Langzeit- und Schwerbetroffene Mitglieder

Beitrag von LinLina » Dienstag, 01.05.18, 13:49

Hallo Ihr Lieben :-)

Wir möchten wir uns mit einer Umfrage an diejenigen wenden, die schon sehr lange oder besonders heftig mit dem Entzug zu kämpfen haben, also Langzeit- und Schwerbetroffene, egal ob ihr schon auf null seid oder euch noch im mühsamen Absetzprozess befindet.

Wir vom Team haben uns immer wieder ausführlich beraten, ob und wie man das miteinander im Forum besser gestalten könnte. Uns ist wichtig, dass grundsätzlich alle, vom Entzugsneuling bis zu Mitgliedern die schon lange mit dem Entzug zu kämpfen haben, hier soweit möglich einen guten Platz finden um sich auszutauschen und über ihren Verlauf zu berichten.

Letztlich können wir aber meist nur vermuten, was ihr euch wünscht und was euch bewegt und ob wir im Rahmen unserer begrenzten Ressourcen etwas ändern können und sollten.


Wir möchten euch daher folgende Fragen stellen und freuen uns über jede Antwort und ggf. konstruktive Kritik:


1) Würdest du dich selbst als Langzeit/oder Schwerbetroffen vom Entzug einordnen?

2) Wie würdest du Langzeit- oder Schwerbetroffen definieren?

3) Falls du dich als Langzeit- oder Schwerbetroffen einordnest, wie geht es dir mit dem Lesen und Schreiben und dem Umgang hier im Forum?

4) Falls du dich als Langzeit- oder Schwerbetroffen einordnest, würdest du dir etwas anders wünschen im Forum? Gibt es etwas, das dir helfen würde, dich hier sicherer/wohler zu fühlen und hast du konkrete Ideen oder Vorschläge wie das umzusetzen wäre?



Ihr könnt die Fragen gleich hier im Thread beantworten oder einem Teammitglied per PN schicken (padma, LinLina, Ululu 69, Gwen). Diese Antworten werden selbstverständlich vertraulich behandelt und nur intern im Team ausgewertet.
Es besteht auch die Möglichkeit, anonym an unsere Mailadresse Moderator@adfd.org zu schreiben. Für die Auswertung der Umfrage und den Zusammenhang der Antworten mit dem persönlichen Kontext (Entzugsverlauf, Dauer, etc.) ist es jedoch für uns hilfreicher, wenn die Antwort entweder hier im Thread oder per PN erfolgt.

Beiträge von anderen Mitgliedern sollten hier nicht kommentiert werden, solche Beiträge werden ggf. gelöscht - wir möchten hier erstmal nur Antworten auf die Umfrage sammeln sonst gerat es zu durcheinander.

Danke schonmal an alle die sich beteiligen :group:

Liebe Grüße
Das Team :group:
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Re: Umfrage an Langzeit- und Schwerbetroffene Mitglieder

Beitrag von Clarissa » Dienstag, 01.05.18, 15:56

Hallo, ich beginne mal.

1. Ich würde mich selbst als Langzeit- und Schwerstbetroffene einordnen. Vom Entzug oder/und von meiner komplizierten Vorgeschichte mit den PP und den EKT, das sei dahingestellt.

2. Trotz Erreichen der Null und gesunder und bewußter Lebensweise noch jahrelang teils abstruse Symptome, die ein normales Leben mit völliger sozialer Integration unmöglich machen. Wenig und nur sehr zögerliche Besserungstendenz über einen langen Zeitraum.

3. Das Forum ist der einzige Ort, wo ich über meine Erkrankung kommuniziere. Ich treffe (b.a. einige wenige, eher entmutigende Kontakte IRL) nahezu ausschließlich hier auf ähnlich Betroffene und Gleichgesinnte. Wenn ich mich dabei unwohl fühlte, würde ich das Forum verlassen.

4. Ich würde mir wünschen, aber daran wird das Team wenig ändern können, daß hier mehr Langzeitverläufe dokumentiert werden könnten. Englischsprachige Foren kann ich nicht nutzen, will ich eigentlich auch nicht.
Ich bedaure, daß viele Mitglieder "mittendrin" sang - und klanglos wieder verschwinden, kein Kontakt gehalten werden kann.
Ich glaube leider nicht daran, daß diese alle heimlich heilen und sich geheilt einfach nicht mehr melden, das widerspricht meinen Erfahrungen. Ich persönlich würde unbedingt mutmachend weiter schreiben, wenn ich ausreichend Anlaß dazu hätte.

Außerdem bedaure ich, daß ich mit meinem (schlechten) Beispiel so wenig ausrichten kann, anderen diesen Leidensweg zu ersparen.

Ich habe leider das Gefühl, daß mitunter meine "klare Kante" nicht allzu gern gelesen bzw. mißverstanden wird, weil ich nicht in das Schema der unbeschwerten Heilung nach Null passe und inzwischen bezweifle, ob das allein dem Kaltentzug geschuldet ist.
Ich bin mir jedoch bewusst, daß ich damit nicht forumkonform liege, und wüßte deshalb nicht, was das Forum in dieser Hinsicht anders machen sollte.

Insgesamt ein Danke an das Forum und das Team, die mir oft ein Halt und eine Stütze waren.

VG von Clarissa
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Re: Umfrage an Langzeit- und Schwerbetroffene Mitglieder

Beitrag von Rosenrot » Mittwoch, 02.05.18, 19:25

Liebe Teamies, :group:

Zu Frage 1

Als Schwerbetroffene ordne ich mich nicht ein.

Zu Frage 2

Definieren würde ich lang- bzw. schwerbetroffen im Entzug folgendermaßen:

- mindestens 3 gescheiterte Absetzversuche und/oder

- entzugsbedingte Arbeitsunfähigkeit (wiederholt und/oder monatelang) und/oder

- mindestens mittelfristig unfähig zur Teilnahme am sozialen Leben und/oder

- mindestens kurzfristig unfähig, sich selbst zu versorgen.


Hhhmm, so in etwa würde ich das umschreiben ...

Nach dieser Definition war ich schwerbetroffen, als ich durch falschen Entzug hilflos ins Krankenhaus gebracht wurde.

Dank euch kann ich heute informiert und kontrolliert absetzen.

DANKE FÜR EUER UNSCHÄTZBAR WERTVOLLES ENGAGEMENT !!! <3

Viele Grüße
Rosenrot
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Re: Umfrage an Langzeit- und Schwerbetroffene Mitglieder

Beitrag von Maus 66 » Mittwoch, 02.05.18, 21:39

Hallo Team,

zu 1) Ich empfinde mich als schwer Betroffene.
zu 2) Vor allem deshalb, weil ich nach einem angeblich so harmlosen Medikament wie Opipramol in einen solch schlimmen Entzug geraten bin, der mich beinahe zu einem Drehtür Patient gemacht hätte. Es traf mich unvorbereitet und aus heiterem Himmel. Ich hatte so ziemlich alle Entzugserscheinungen, die es gibt bei einem Antidepressiva Entzug.
zu 3) Das Forum war mein erster Halt und ist es immer noch. Der Austausch gibt mir Kraft und Ausdauer. Der Umgangston gefällt mir und ich schätze die Ehrlichkeit.
zu 4) Ich bin ja erst seit 2017 hier und ich fühle mich hier gut aufgehoben. Manchmal wünsche ich mir eine schnellere Antwort, vor allem wenn ich Druck habe, aber ich verstehe, dass es vielen hier sehr schlecht geht.
Diese Forum ist das Beste was mir passieren konnte, ich finde ihr macht richtig gute Arbeit.
Mir gefällt der respektvolle Umgang miteinander und dass ihr fachlich so super informiert seid.
Danke euch allen...<3
GlG Maus
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Re: Umfrage an Langzeit- und Schwerbetroffene Mitglieder

Beitrag von SeventhWave » Donnerstag, 03.05.18, 12:05

Hallo Team.

1) Ich ordne mich als langzeitbetroffener ein.

2) Nach diversen fehlgeschlagenen Abetzversuchen, nach über 20jähriger AD Einnahme befinden ich mich seit fast einem Jahr im kontrollierten Absetzprozess. Die letzte Reduktion machte mich für 2 Wochen nachezu unbrauchbar, sogar die aktuelle Redutkion um klägliche 2 % ermöglicht mir kaum konzentriertes Arbeiten, sozial (vor allem familiär) bin ich während dieser Phase nur ein Schatten. Nachdem dieser Prozess viele Jahre andauern wird und es immer ein Balanceakt ist überhaupt gesellschaftfähig zu bleiben, wäre das meine Definition eines Langzeitbetroffenen. Nicht gesellschaftsfähiug wäre Schwerstbetroffen.

Meine Konzentration ist ziemlich schlecht, bitte entschuldigt etwaige Fehler.

3) Der Umgang in dem Forum gefällt mir sehr gut, je nach schwere der Ausprägung beim Absetzen triggert es allerdings. Oft lese ich nur portinionert mit, Schreiben, besonders anderen Helfen strengt mich sehr an, aber tut mir auch gut wenn ich es kann.

4) Leider nichts. Es gibt keine Antwort auf google die meine Frage beantwortet.

Viele Grüße

7th
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Re: Umfrage an Langzeit- und Schwerbetroffene Mitglieder

Beitrag von Arianrhod » Donnerstag, 03.05.18, 13:31

Hallo Team,

Wir möchten euch daher folgende Fragen stellen und freuen uns über jede Antwort und ggf. konstruktive Kritik:

1) Würdest du dich selbst als Langzeit/oder Schwerbetroffen vom Entzug einordnen?
ja, auf jeden Fall. Der Entzug hat mich 10 Jahre meines Lebens gekostet, sage ich mal.

2) Wie würdest du Langzeit- oder Schwerbetroffen definieren?
Als zeitliche Definition, alles über ein Jahr ist langzeitbetroffen.
Wenn man alledings die Ärzteempfehlungen hört und die Beipackzettel liest "innerhalb von zwei Wochen ausschleichen", müsste ja JEDER, der diesen Zeitraum überschreitet, schwerbetroffen sein. (das ist dann nahezu jeder, der absetzt.)

3) Falls du dich als Langzeit- oder Schwerbetroffen einordnest, wie geht es dir mit dem Lesen und Schreiben und dem Umgang hier im Forum?
Sehr gut. Ihr seid für mich das fachlich toppste und menschlich das kompetenteste Forum auf diesem Gebiet. Ich spreche nicht genug Englisch, um mich bei englischen Foren zu beteiligen, die kenne ich nicht.
Ich kam allerdings erst hierher, da hatte ich den fettesten Batzen "Neuroleptika" schon los.

4) Falls du dich als Langzeit- oder Schwerbetroffen einordnest, würdest du dir etwas anders wünschen im Forum? Gibt es etwas, das dir helfen würde, dich hier sicherer/wohler zu fühlen und hast du konkrete Ideen oder Vorschläge wie das umzusetzen wäre?

Allgemein hätte ich mir gewünscht, euch beim Googeln schneller zu finden. "ADFD" - nach dieser Wortkombi hätte ich nie gesucht, und wenn, hätte ich nicht gewusst, dass ihr für alle Pp so kompetent seid.

Ansonsten ist es hier erstaunlich vielfältig. Manchmal könnte die Suchfunktion besser sein, ich habe gestern einen eigenen thread gesucht- und ihn nicht gefunden. Vielleicht sollte es die Gelegenheit geben, seinen Artikel mit #tags zu versehen, die in der Suchfunktion auftauchen.


liebe Grüße Arian :group:
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Re: Umfrage an Langzeit- und Schwerbetroffene Mitglieder

Beitrag von Monalinde » Donnerstag, 03.05.18, 16:01

Hallo,

die Umfrage an Langzeit- und Schwerbetroffene finde ich sehr gut. Vor allem deshalb, weil vermutlich, sehr viel mehr Leute vom Langzeitentzug betroffen sind, auch mitlesen und sich aber nicht so recht zu schreiben wagen, um " Frischlinge" nicht zu verschrecken. Man sollte aber bedenken, dass auch bei den allermeisten Langzeitentzüglern irgendwann einmal Besserung eintritt, wenn auch im Zeitlupentempo.

Zu Frage 1:

Ich muss mich wohl oder übel zu den Langlangzeitentzüglern rechnen, davon ausgehend dass ich Ende 2012 abgesetzt habe und noch heute nicht frei von Symptomen bin. Die story war bei mir nicht beendet, nachdem ich die Absetzgrippe, das Hautjucken, die Urtikaria, die Schwindelanfälle, die brainzaps, die Schwitz- und Frierattacken, das Früherwachen, Blasenentzündungen, Nasenbluten, alles im steten Wechsel vorbei waren.
Neuroemotionen, Angstzustände, ich konnte das Haus nicht mehr allein verlassen, kamen erst viel später hinzu, zu viel Magensäure bereitete mir heftige Beschwerden, auch heute noch und die Neben- und Stirnhöhlen machen weiterhin Beschwerden ganz besonders der Tinnitus. Ich bemerke immer wieder, dass seelischer Stress oder auch eine normale körperliche Erkrankung dieses Symptome verstärken.
Da die Beschwerden immerhin irgendwie noch aushaltbar waren, bzw. sind, würde ich mich nicht als schwerbetroffen bezeichnen, na ja, nicht ganz.
Frage 2 ergibt sich aus der Antwort zu Frage 1.

Zu Frage 3:
Für mich war der wertschätzende Umgang untereinander und auch das Schreiben hier immer wie ein kleiner Rettungsanker. Danke euch allen! Gerade wenn man ganz tief unten ist, kommt irgendwo immer ein Lichtlein her, gang abgesehen davon, dass das Forum über ein breites Wissen verfügt und zwar auf sehr vielen Gebieten. Ich finde es fast übersichtlicher als "surviving antidepressents", wo ich länger nach gezielten Informationen fahnden muss und mich auch nicht daran erinnern kann, eine Symptomliste gesehen zu haben.

Zu Frage 4

Als Forumsmethusalem habe ich schon "mehrere Generationen von Betroffenen und Moderatoren" erlebt und finde das Forum in der jetzigen Forum einfach kompetent ehrlich und hilfreich. Ich bewundere die "fast bedingungslose Hingabe " einzelner Moderatoren an die gute Sache.
Was mich manchmal stört, sind Beiträge des Inhalts , in dem nur ausgedrückt wird,wie es einem geht und dass man viel Kraft zum Durchstehen dem anderen wünscht, mehr nicht. Ich finde, dass diese Dinge im privaten Bereich ihre volle Berechtigung haben, aber dem konkret nach Hilfe Suchenden nicht unmittelbar dienlich sind.

LG Mona
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Re: Umfrage an Langzeit- und Schwerbetroffene Mitglieder

Beitrag von Katharina » Donnerstag, 03.05.18, 23:09

Erledigt, team, habt ein Schönes WE
Katharina
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Re: Umfrage an Langzeit- und Schwerbetroffene Mitglieder

Beitrag von Siggi » Freitag, 04.05.18, 12:06

Ihr Lieben alle :group:

da ich mich von der Thematik "Langzeitbetroffene " angesprochen fühle,möchte auch ich meinen Beitrag dazu geben!

Ich denke, dass ich , zusammen mit Mona und noch einigen Wenigen , wohl eine der am längsten im Forum
"herumgeisternde "Betroffene bin.
Daher möchte ich mich auch zu diesem Thema äußern .

Frage Nr 1.)
Im Grunde zähle ich mich zu einer schwerbetroffenen Entzüglerin :frust:

Seit über 8 Jahren ertrage ich diese schweren Symptome.
Dazu gehören, kontinuierliche, also fast permanente generalisierte Ängste, Panik, Katastrophengedanken,
Derealisation,Wortfindungsstörung ,Gedächtnislücken, verkümmertes Selbtwertgefühl, toale Gelenkschmerzen,
Steifigkeit des gesamten Bewegungsapparates,Schweißausbrüche, Hitzewallungen, trockene Schleimhäute,
morgentlichen Schleimauswurf,Gangunsicherheit, soziale Angst, Angst vor Ablehnung,
seelische Instabiliät, Null Belastbarkeit,Sodbrennen, kein Sättigungsgefühl ,fühle mich ständig als hätte ich
leeren Magen ,laufende Nase, Schwindel,Zukunftsängste heißen,brennenden Körper ,Herzrasen,
erhöhten Blutdruck,permanente Unruhe,Schmerzen am ganzen Körper und noch Vieles mehr...

Ferner kam durch PP und Narkosen vor 8 Jahren eine schwerwiegende Lebensmittel-und Medikamenten Unverträglichkeit
hinzu.
Der Körper schrie regelrecht nach gesunder Ernährung,er konnte aber über, und das über 7 Jahre lang, nur :
Hirsebrei, Feldsalat und Bio Hähnchen vertragen und das 3 mal täglich :frust:

Aber..... ich bin mir sicher, dass mir mein Glaube zu Gott, meine Gebete, seine Impulse, die ich immer
von erhielt und seiner Gnade geholfen haben, also mit Hilfe und Hoffnung diesen schweren Weg gemeistert zu haben.

Gottes Impulse können unterschiedlich ausfallen .. meist erhielt ich sie durch Menschen und Intuitionen...
sehr selten durch plötzliche Heilung!

Frage 2.)
Ich empfinde Lang-und Schwerstbetroffene Entzügler als sehr, sehr einsamsten Menschen ,
und von den vermeintlichen Helfern, den Ärzten, bzw. Behandlern, im Stich gelassen...
Nicht jeder erhält den hilfreichen Impuls unser wertvolles und informatives Forum zu entdecken..

Frage 3.)
Ohne das ständige Mitlesen, den Rückhalt unserer "Familien- Gemeinschaft", der Solidarität,der Geduld,
dem Verständnis, der Informationen, den wertvollen Antworten unseres Forums,
hätte ich all diese schweren Jahre nicht überstanden.
Oft, wenn ich glaubte, dieses Leben nicht mehr ertragen zu können oder zu wollen, fand ich beim Lesen
Gleichbetroffener immer wieder Solidarität, Hoffnung und Hilfe.
Diese Botschaften halfen mir dann immer wieder , wenigstens für einige Stunde zu überleben, und diese
Tatsache machte mich demütig.

Frage 4.)
Tja...ich habe oft große Probleme wenn Betroffene,die trotz Anmerkung der Mods, die ihre Beiträge durch Absätze übersichtlicher gestalteten weil oft total unübersichtlich und ohne ohne Punkt und Komma schreiben,
dieser Bitte einfach nicht nachkommen wollen :frust:
Da gibt es leider immer noch User, die das nicht checken!
Ehrlich gesagt empfinde ich es , dem Lesenden gegenübeals r, unsensibel, und wenig rücksichtsvoll ,
wenn man sich durch diesen nervig unübersichtlichen Text durchzuwühlen muss...
Schließlich erwartet der Schreiber doch Hilfe, und da ist wohl nicht zu viel verlangt, Absätze, Abstände
und einen übersichtlichen Text zu verfassen.
Man denke da alleine schon an unsere fleißigen Mods, die sich mit diesen nervigen Mammuttexten
rumschlagen müssen...
Ferner....gibt es leider immer wieder Betroffene, die weder eine Anrede ,noch einen Gruß setzen...
ganz zu schweigen, ein Dankeschön erwähnen... :frust:

Vielleicht kann unser guter Oliver noch ein " negatives Link- Häkchen " programmieren,das man anklicken
kann, sollte der Schreiber so jegliche Form der Höflichkeit vermissen lassen...

Und zum Schluss.... aus meinem "Erfolgsbericht" für Langzeitbetroffene geht hervor, dass ich seit ca. 6 Wochen
immer mehr positive Fenster öffnen kann, sie zeigen wieder mehr Lebensqualität und das macht mich dankbar und hoffnungsfroh :party2:

In lieber Verbundenheit :group: :group:
ganz herzlichst
euere Siggi
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Re: Umfrage an Langzeit- und Schwerbetroffene Mitglieder

Beitrag von Anke13 » Freitag, 04.05.18, 17:03

Liebes Team, liebe Foris, :group:

ich finde es eine sehr gute Idee dieses Thema aufzunehmen nachdem öfter Meinungen aufeinander geprallt sind und die dann besonders manche Langzeitbetroffene sehr getriggert haben. Ich habe darüber auch vieles zu berichten und wenn es zuviel ist, bitte ich das Team einige Passagen zu streichen.

Zu Punkt 1: Ich bin Langzeit und Schwerbetroffen

Mein Leben ist ein Scherbenhaufen und ich kann noch nicht mal einem Arzt oder einem Psychiater die Schuld dafür geben sondern ich habe den Fehler gemacht und das Alprazolam /später Diazepam eingenommen obwohl ich es hätte besser wissen müssen. Suchtgedächtnis: vor 20 Jahren Alkohol und Benzoabhängig gewesen.
Ich habe hunderte von Stunden verbracht auf englischen Benzoseiten (Australien/England/USA) und viel Interessantes erfahren, was in Deutschland noch nicht so bekannt ist (z.B. Wechselwirkungen, Erfolgsaussichten ,etc). Aber was nützt mir mein Wissen: ein Zahnarzt kann sich ja auch nicht selbst behandeln und bei sich selber bohren. Und so ist das Forum für mich eine große Hilfe.

Ich bin seit Monaten bettlägerig und bin gefangen hier in der Wohnung, bin froh wenn ich überhaupt noch etwas laufen kann und bin seit Wochen nicht an der frischen Luft gewesen. Ich habe seit Jahren jeden Morgen Panikattacken/Hyperventilation, Kopf fühlt sich an als wenn er platzt, nachts total durchgeschwitzt (auch im Winter), Magen nimmt kaum noch Nahrung an (außer Schokolade), Reizdarm, Hautausschlag, Depressionen. Es wäre einfacher wenn ich Eure Liste Absetzsymptome nehme und die Sachen streiche, die ich nicht habe.

Zu Punkt 2:
wie in Punkt 1 geschrieben würde ich es definieren, es ist wie Sterben auf Raten. Aber noch habe ich Kampfgeist in mir und werde nicht aufgeben.

Zu Punkt 3:
Die Hilfestellung und das Engagement vom Team ist einfach großartig und kompetent. Das Team versucht stets für alle eine gute Atmosphäre zu schaffen und daß Mitglieder nicht verletzt werden.

Umgang hier im Forum:
Leider hat sich schon seit einiger Zeit der Ton und die Umgangsart miteinander sehr verändert. Der „Verhaltenskodex Benzobereich“ von Padma wird oft nicht berücksichtigt (soll ermutigend sein/ Erfolgsaussichten Benzoentzug im eigenen Thread schreiben.etc)

Nachdem mir von Ärzten und Therapeuten gesagt wurde, ich würde es niemals alleine schaffen von der hohen Dosis (teilweise 7 Alprazolam am Tag) loszukommen hatte ich es endlich im Mai 2017 geschafft (mit Ashton Methode, Ersatz Diazepam). Ich war glücklich und stolz auf mich und es wurde dann zunichte gemacht, quasi: das zählt ja gar nicht, mein Entzug beginnt erst jetzt. Das war wirklich entmutigend und tat mir sehr weh.

Zu Punkt 4:
Es gibt leider einige Mitglieder, die oft noch „nachtreten“ (anders kann ich es nicht ausdrücken) wenn jemand schon am Boden liegt und das ist auch im realen Leben so. Zum Glück gibt es die Funktion: „Mitglieder ignorieren“ und das hat mir sehr geholfen.

Warum Mitglieder sich nicht mehr melden (sang- und klanglos) kann ich verstehen. Sie sind sicherlich nicht geheilt sondern wurden verschreckt durch negative Prognosen oder das Dramatisieren: es wird ein ganz schlimmer, langer Weg werden, etc.

Wir Langzeit/Schwerbetroffenen werden einfach oft vergessen. Wir sind sehr einsame Menschen und viele von uns haben keinen Kontakt mehr zu Freunden, Familie, etc. Wenn man von Jemandem lange nichts gehört hat, könnte man nicht mal wenigstens nachfragen öffentlich oder per PN ? Diese paar Minuten Zeit hat doch wohl jeder kurz zur Verfügung.

Ich kenne ein Mitglied was so verschreckt und gekränkt wurde öffentlich, das konnte ich nicht so stehen lassen. Er/Sie hatte was Privates geschrieben und wurde angefeindet und schrieb dann, wird nie mehr öffentlich etwas schreiben. Das finde ich sehr schade. Es geht diesem Mitglied sehr schlecht und so habe ich PN Kontakt aufgenommen und versucht die Wogen zu glätten und Hilfestellung zu geben und Mut zu machen.

Ich möchte in diesem Zusammenhang darauf hinweisen, daß ich keine Nicknames nennen werde und alles was mir per PN zugetragen wird auch privat bleibt.

Eine Sache finde ich noch sehr wichtig zu erwähnen und versuche es vorsichtig auszudrücken. Es werden Empfehlungen gegeben ein Medikament höher zu dosieren oder niedriger und das halte ich für sehr gewagt. Natürlich kennen wir uns besser aus als jeder Facharzt mit unseren Erfahrungen und WIR sind die Experten auf diesem Gebiet, wir haben Erfahrungen mit einem Medikament, die Nebenwirkungen, etc. welches oft verschwiegen wird von den Ärzten.
ABER: wir kennen diese Person (Mitglied) nicht, es werden evtl. schwere Vorerkrankungen nicht genannt oder andere Medikamente die zusätzlich genommen werden verschwiegen. Dies wäre mir persönlich zu heikel hier evtl. eine Schuld auf mich zu nehmen, wenn etwas schiefgeht. Aber das ist meine persönliche Meinung.
Ich kann als Beispiel nennen meine geliebte Whitney Houston. Sie hat kein Suizid begangen (wie falsch dargestellt in den Medien). Sie hat einfach nur einen Fehler gemacht, den jeder aus Unwissenheit machen könnte. Sie hatte ihre Dosis Alprazolam genommen mit einem Mittel gegen Regelschmerzen und einem Antibiotika. Diese Zusammenstellung hatte die tödliche Wirkung.

Danke, liebes Team, danke Oliver, daß es dieses Forum gibt und wir hier Hilfe und Unterstützung finden. :group:
Liebe Grüsse
Anke
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Re: Umfrage an Langzeit- und Schwerbetroffene Mitglieder

Beitrag von Ana19 » Freitag, 04.05.18, 22:31

Hi,

Frage 1 :

Würde mich zumindest zu den Langzeitentzüglern zählen, jetzt seit 1 einem Jahr nach Kaltentzug.

Frage 2 :

Ich bin seit meinem Kaltentzug nun im fast zweiten Jahr und kann immer noch kein normales Leben führen, wie Einkaufen oder Arbeiten, Freunde treffen auch nicht. Die Symptome bzw die Wellen sind immer noch so hart das ich nur in Begleitung draußen sein kann...
lediglich kurze Spaziergänge vor der Tür sind allein möglich wo ich weiß das ich gleich wieder rein kann.
Ich sehe bei mir deutliche Entwicklung um vergleich zum Anfang, nach jeder harten Zeit kommt eine Besserung der Symptome.
Naja kann man alles in meinem Thread nachlesen...

Frage 3 :

Als es mir noch sehr schlecht ging war ich sehr aktiv hier im Forum da ich natürlich den halt gesucht habe und durch diese wundervolle Möglichkeit mit dem ein oder anderen in privaten Kontakt stehe, was mir sehr stark hilft das alles zu überstehen.
Ich finde viele Geschichten sind sehr hart zu lesen und machen angst, aber natürlich gibt es auch viele die einem unglaublich viel Mut machen das die Heilung Tag für Tag geschieht auch wenn oft in mm schritten.
Und diese (ganz tollen) Wellen vorbei gehen...

Danke an das Forum Team! Was würde wir nur ohne diese Chance hier tun! <3
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Re: Umfrage an Langzeit- und Schwerbetroffene Mitglieder

Beitrag von Double » Samstag, 05.05.18, 11:19

1) Würdest du dich selbst als Langzeit/oder Schwerbetroffen vom Entzug einordnen?

Nein.

2) Wie würdest du Langzeit- oder Schwerbetroffen definieren?

Wenn mindestens einer der folgenden zwei Punkte zutrifft:
  • Der Entzug dauert trotz Abstinenz bereits so lange, dass objektiv nicht mehr mit einer Besserung zu rechnen ist.
  • Wegen unerträglicher Entzugserscheinungen musste mindestens ein Absetzversuch trotz behutsamen Ausschleichens abgebrochen werden.
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Re: Umfrage an Langzeit- und Schwerbetroffene Mitglieder

Beitrag von Petunia » Samstag, 05.05.18, 13:30

Hallo Ihr Lieben,
Dann will ich hier auch antworten


1) Würdest du dich selbst als Langzeit/oder Schwerbetroffen vom Entzug einordnen?

Ja, absolut. 16 Monate nach Null und einfach nur schlimm

2) Wie würdest du Langzeit- oder Schwerbetroffen definieren?

Langzeit: ein Jahr und länger
Schwerbetroffen:
Nicht arbeitsfähig, normaler Alltag nicht möglich, soziale Kontakte erschwert, körperliche Aktivitäten stark eingeschränkt, Dauerschmerzen, psychische Symptome, keine oder kaum Fenster, sozialer Abstieg

3) Falls du dich als Langzeit- oder Schwerbetroffen einordnest, wie geht es dir mit dem Lesen und Schreiben und dem Umgang hier im Forum?

Sehr gut. Manchmal belasten mich all die schweren Geschichten oder auch bestimmte Beiträge, dann muss ich ein wenig pausieren.

Der Umgang hier im Forum ist außergewöhnlich gut, empathisch, respektvoll, niemand wird im Stich gelassen. Es rettet mich durch diese schwere Zeit

4) Falls du dich als Langzeit- oder Schwerbetroffen einordnest, würdest du dir etwas anders wünschen im Forum? Gibt es etwas, das dir helfen würde, dich hier sicherer/wohler zu fühlen und hast du konkrete Ideen oder Vorschläge wie das umzusetzen wäre?

Nein, im Grunde nichts.
Ich kann nicht genug lesen an Erfolgsgeschichten. Manchmal erschüttert mich Schwarzmalerei, aber da sind die Empfindlichkeiten eben unterschiedlich und daran muss auch nichts geändert werden. Ich lese nicht, wenn ich gerade Schutz brauche.

Ihr Admins macht einen unglaublich guten Job. Danke dafür!
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Helma
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Re: Umfrage an Langzeit- und Schwerbetroffene Mitglieder

Beitrag von Helma » Sonntag, 06.05.18, 8:20

1 ) Würdest du dich selbst als Langzeit/oder Schwerbetroffen vom Entzug einordnen?

Ja ich würde mich als schwerst und Langzeitbetroffen bezeichnen.

2) Wie würdest du Langzeit- oder Schwerbetroffen definieren?

Einen Verlauf nach null einer substanz, sei es ein ads oder ein benzo, das weder Fenster noch Verbesserung im Wohlbefinden oder der Bewältigung des Alltags zeigt. Ich bin seit 18 Monaten bei ads (citaprolam) auf null, nehme aber noch benzos. Es geht mir immer noch schlechter, Tendenz steigend. Im Moment habe ich keine Aussicht auf Erfolg.

3) Falls du dich als Langzeit- oder Schwerbetroffen einordnest, wie geht es dir mit dem Lesen und Schreiben und dem Umgang hier im Forum?

Bisher hatte ich Glück mit dem Lesen und Schreiben hier im Forum und auch anderweitig. Das ist eigentlich das einzige was mir geblieben ist um nicht total isoliert zu sein. Das forum selbst ist für mich eine grosse Hilfe um weiter zu existieren. Der Umgang mit den Mitmenschen ist umsichtig, freundlich und mutmachend. Möchte es nicht missen. Obwohl mich manche Berichte auch etwas triggern, was aber bei ehrlichen Aussagen sicher nicht ungewöhnlich ist.

4) Falls du dich als Langzeit- oder Schwerbetroffen einordnest, würdest du dir etwas anders wünschen im Forum? Gibt es etwas, das dir helfen würde, dich hier sicherer/wohler zu fühlen und hast du konkrete Ideen oder Vorschläge wie das umzusetzen

Nein nicht wirklich. Man erhält auf seine fragen eigentlich immer konkrete antworten und unterstützung. Wie es dem einen oder anderen im Entzug geht, kann man leider schwer beeinflussen. Ich habe daher keine verbesserungsvorschläge. Das Gefühl aus dieser Hölle nicht mehr heraus zu kommen bleibt derzeit leider bestehen.

Glg Helma
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rupilas
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Re: Umfrage an Langzeit- und Schwerbetroffene Mitglieder

Beitrag von rupilas » Sonntag, 06.05.18, 16:30

Zu 1. Da ich nicht einfach mein Mirtazapin 7,5mg
momentan absetzen kann und dafür mit langsamen Ausschleichen noch 2Jahre brauche sehe ich mich als Langzeitbetroffen

Zu 2. Alles was länger als 4 Wochen eingenommen wird.

Zu 3. Ich finde die schnellen Rückmeldungen gut, sowie die Signatur wo man sehen kann, wie andere
mit demselben Mittel abgesetzt haben
Allerdings muss man sich da etwas durchsuchen.

Zu 4. Momentan nichts außer danke, dass es so engagierte Leute hier gibt
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Re: Umfrage an Langzeit- und Schwerbetroffene Mitglieder

Beitrag von Blumenwiese » Sonntag, 06.05.18, 18:46

1 ) Würdest du dich selbst als Langzeit/oder Schwerbetroffen vom Entzug einordnen?

Nein, eher nicht. Auch wenn das Absetzen vom Quetiapin Retard mich insgesamt 3 Jahre kosten wird. Ich lasse mir ja freiwillig so lange Zeit. Die Absetzerscheinungen nach Reduzierung hatte ich erst unter 200 mg und die haben mich auch nur 1 Woche lang wirklich beeinträchtigt. Danach fühlte ich mich ausreichend stabilisiert.

2) Wie würdest du Langzeit- oder Schwerbetroffen definieren?

Wenn Absetzerscheinungen nach der Reduktion länger wie 2 Wochen den Alltag stark beeinträchtigen oder die Nebenwirkungen so stark sind, dass sie durch nichts auch nur annähernd gelindert werden können (z.B. durch Skills oder Medikamente geg. beispielsweise Schmerzen oder Übelkeit).

Liebe Grüße
Blumenwiese
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Re: Umfrage an Langzeit- und Schwerbetroffene Mitglieder

Beitrag von Clown » Dienstag, 08.05.18, 14:17

1) Langzeitbetroffen ja, wenn ich sehe was hinter bzw. noch vor mir liegt
Schwerbetroffen nein, auch wenn ich mich manchmal doch sehr bedaure
2) Langzeitbetroffen, länger als 1 Jahr absetzen
Schwerbetroffen, wenn ich nicht mehr „am Leben“ teilnehmen kann
3) Ich schreibe hier nicht viel, da ich der Meinung bin, nichts vernünftiges beitragen zu können
Ich lese hier täglich, da es mir die Kraft gibt, das Absetzen durchzuhalten und
meine Symtome zu ordnen zu können.
4) Es ist für mich ein Segen das es diese Forum gibt und ich bin so dankbar dafür.
Alleine würde ich das Absetzen nie und nimmer schaffen. Ich danke allen, dem Forumbetreiber
dem Team und allen Mitgliedern die hier, obwohl selbst schwer angeschlagen, ihre unermüdliche
Arbeit verrichten.
Lg
Achim
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MaggieSmalls
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Re: Umfrage an Langzeit- und Schwerbetroffene Mitglieder

Beitrag von MaggieSmalls » Dienstag, 08.05.18, 15:31

Hallo zusammen,
also hier mein Beitrag:

1)
Ich sehe mich aufjedenfall als Langzeitbetroffenen, da ich schon länger als 1 Jahr sehr starke Symptome habe. Ich bin der Meinung dass man aber auch schon nach 6 Monaten von einem Langzeitentzug sprechen kann.
2)
Ob ich Schwerbetroffen bin oder nicht ist meiner Meinung nach Ansichtssache. Ich selbst würde mich schon als jemanden einstufen den es heftig erwischt hat, aber wenn ich mir Storys durchlese, wo Leute erst nach einem Jahr überhaupt ein Fenster hatten oder nichtmal einen Lichtstrahl ertragen konnten sieht das ganze schon wieder anders aus.
Viele schreiben auch sie könnten nichtmal vor die Tür gehen, wo ich mir auch denke entweder es ist wirklich sehr heftig für denjenigen oder die Angst / Macht der Symptome spricht aus der Person.
Ich hatte Anfangs heftige Halluzinationen und bin trotzdem vor die Tür gegangen weil ich eher Angst hatte wenn ich kein Sport mache verschlimmert sich alles, obwohl ich jedes mal beim Sport dachte ich falle gleich in Ohnmacht.
Ich glaube viele sehen sich als Schwerbetroffen, weil man sowas ja noch nie durchmachen musste und keinen Vergleich hat ob es schonmal schwerer oder leichter zu ertragen war.

3)
Das Forum hier ist mein einziger Rückzugsort wo ich verstanden werde und dafür bin ich vor allen an schweren Tagen sehr dankbar.
Leute zu kritisieren, die das hier alles ehrenamtlich machen ist meiner Meinung nach Meckern auf hohem Niveau. Darüber hinaus habe ich auch nichts zu "meckern". :P
Ich bin wirklich dankbar für jede Antwort und jedes mutmachende Wort in meinem Thread. Das löst bei mir immer etwas postives aus.
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Guglhupf
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Re: Umfrage an Langzeit- und Schwerbetroffene Mitglieder

Beitrag von Guglhupf » Dienstag, 08.05.18, 17:08

Hallo ihr Lieben :)

anbei nun auch meine Antworten, da ich zwar nicht Schwerbetroffene aber durchaus Langzeitbetroffene bin.

1) Würdest du dich selbst als Langzeit/oder Schwerbetroffen vom Entzug einordnen?
Ich nehme Escitalopram schon seit 11 Jahren und habe 3 gescheiterte Absetzversuche hinter mir - 2x mit anschließendem Krankenhausaufenthalt. Das Problem bei mir war weniger psychisch als eher physisch, denn so landete ich nie in der Psychiatrie sondern wurde immer zum Herz-Check aufgenommen zwecks typischem Herzrasen bei Panikattacken. Bloß dass ich bei den Absetzversuchen keine normalen Panikattacken hatte, sondern wochenlange Panikphasen mit übelstem Herzrasen und einem Gefühl, als würde ich jede Sekunde tot umfallen. Somit - ja ich sehe mich absolut als Langzeitbetroffene.

2) Wie würdest du Langzeit- oder Schwerbetroffen definieren?
Als Langzeitbetroffene würde ich Betroffene bezeichnen, die PP länger als 3 Jahre regelmäßig einnahmen und ein selbständiges Absetzen nicht schafften. Als Schwerbetroffene würde ich Betroffene bezeichnen, die - und sollte es nur tageweise sein - aufgrund ihrer Symptome nicht in der Lage sind das Haus zu verlassen oder sich so sehr von ihrer Angst/Panik oder anderen Symptomen beeinträchtigt fühlen, dass sie kein normales Leben führen können. Besonders schlimme Verläufe wie sie hier einige auszuhalten haben würde ich noch höher stufen und als Schwerstbetroffene bezeichnen.

3) Falls du dich als Langzeit- oder Schwerbetroffen einordnest, wie geht es dir mit dem Lesen und Schreiben und dem Umgang hier im Forum?
Ich unterscheide gerne zwischen dem Forum an sich - dazu zählt für mich das Grundgerüst sowie die Rahmenbedingungen die Moderatoren schaffen können. Was das betrifft ist das ADFD für mich das mit Abstand angenehmste Forum, in dem ich je angemeldet war. Ich möchte mich an der Stelle auch nochmal ausdrücklich bei den lieben Moderatoren dafür bedanken, dass ihr immer einen freundlichen, respektvollen Ton wahrt und obwohl ihr alle selbst betroffen seid, Zeit und Energie in die virtuelle Betreuung von uns investiert. Ohne euch würde ich wohl längst den Glauben daran verloren haben, dass ich ohne Medikament besser leben kann als mit. Ganz zu schweigen von den Zuständen, die ich durch Unwissen und ein zu schnelles Absetzen erleiden musste. Danke euch <3.

Was die User hier betrifft fühle ich mich zu 99,9% auch sehr gut aufgehoben und pudelwohl. Manchmal - aber das liegt in der Natur des Menschen - gibt es Postings die schwerer zu verarbeiten sind. Ich versuche dann aber den entsprechenden Thread zu meiden oder melde mich gerne auch zu Wort, wenn ich das Gefühl habe etwas bewirken zu können. Für mich ist dieser so positive und nette Umgangston hier aber auch eine gute Schule, da ich vom Charakter her sehr durchsetzungsstark und manchmal recht forsch sein kann :whistle: ich überlege hier so genau wie sonst nie, was ich wie formuliere da ich keinesfalls das freundliche Klima gefährden möchte :)

4) Falls du dich als Langzeit- oder Schwerbetroffen einordnest, würdest du dir etwas anders wünschen im Forum? Gibt es etwas, das dir helfen würde, dich hier sicherer/wohler zu fühlen und hast du konkrete Ideen oder Vorschläge wie das umzusetzen wäre?
Fällt mir jetzt nichts ein, da ihr wie gesagt euren Job einfach extrem gut macht. Bleibt einfach wie ihr seid wobei das niemand verlangen kann, denn weder macht ihr das hier beruflich, noch ist es angebracht da ihr selbst betroffen seid. Einfach danke, dass es dieses Forum mit all seinen so wertvollen Infos gibt.

Viele Grüße
Anna :)
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Re: Umfrage an Langzeit- und Schwerbetroffene Mitglieder

Beitrag von Lana19 » Mittwoch, 09.05.18, 14:39

Hallo,

meine Antworten:

1.Ja, ich würde mich schon irgendwie als Langzeitbetroffen/Schwerbetroffen einschätzen. Ich habe mehrere Absatzversuche gebraucht, zum Schluss unter großen Qualen über 2 Jahre es geschafft auf Null zu kommen. Es war wirklich alles andere als leicht. Und mein Leben ist jetzt noch lange nicht da wo ich vorher war/wo ich gerne wäre.
Ich bin immer noch nicht wieder voll leistungs/arbeitsfähig, von körperlichen Symptomen ganz zu schweigen...

2.Ich denke, jeder der ohne Probleme, oder nur mit ganz wenigen, kurzen Symptomen absetzen kann ist nicht betroffen. Auch hätte ich es nie ohne die Hilfe hier geschafft. Auch das Unwissen der Ärzte macht einen betroffen. Außerdem sind da die bleibenden Schäden, körperlich wie psychisch und auch die veränderte Psyche, mit Symptomen, die man erst durch die Medis bekommen hat.

3.Es ist unterschiedlich, aber meist schaffe ich es nicht allzu viel hier zu lesen und zu helfen. Weil es mich runterzieht. Dabei würde ich so gerne mehr für die akuten Fälle da sein. Es macht macht auch traurig, und wütend, soviel Leid zu lesen. In einer eigenen Welle tut es mir allerdings gut, wenn ich lese, dass ich nicht alleine mit meinen Problemen bin. Und hier werde ich immer aufgefangen.

4. ich finde hier alles gut so wie es ist. Für Neulinge ist es vielleicht mittlerweile erst etwas schwierig , da der Umfang einfach kontinuierlich zugenommen hat. Wobei alles seine Berechtigung hat und auch gut ist, jedes Thema anzusprechen. Alles in Allem macht das Team eine hervorragenden Job und eine enorme Leitung, da sie ja alle selbst betroffen sind.

Ich danke euch von ganzem Herzen!
Lana
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