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Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Wenn Antidepressiva abgesetzt werden, kann dies zu schweren und langwierigen Entzugserscheinungen führen. Viele Hersteller und Ärzte verharmlosen diese Problematik leider.
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Re: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von weg » Dienstag, 14.11.17, 8:56

hallo beate,

danke, dass du dich gemeldet hast. :fly: :fly: :fly: :hug:

herzlich
weg
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Jamie
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Re: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Jamie » Dienstag, 14.11.17, 9:38

Hallo Beate,

danke für dein Lebenszeichen. :hug:

Dieser Psychiatriebetrieb ist krank. Noch viel kränker als die Patienten, die er zu "umsorgen" hätte.
Das ganze System ist abgrundtief krank.
Ich kann nicht schreiben, mit welch einer Verachtung ich hier sitze für all das, was man im Namen des "wir meinen es doch nur gut" den Patienten antut.

Ich möchte einzelne Ärzte, Pfleger, Schwester, Stationen, Institutionen und Kliniken explizit von meiner heftigen Kritik ausnehmen, die sich wirklich bemühen, herzlich und empathisch sind und die versuchen in Abstimmung mit dem Patienten das Beste zu erwirken, was in so schweren Lebenssituationen möglich ist - ich bin mir sicher es wird sie geben.
Aber das, was man von dir eben wieder lesen musste Beate, das ist einfach nur abgrundtief desillusionierend, beängstigend und unmenschlich - es ist ein großer Makel dieser unserer Gesellschaft, mit den Hilflosesten der Hilflosen so umzugehen. :x

Pass gut auf dich auf und wenn du Kraft hast und Lust zu erzählen, dann melde dich.
Wir haben viel an dich gedacht.

Grüße
Jamie
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Re: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Muryell » Dienstag, 14.11.17, 10:20

Liebe Beate,

vielen Dank, dass Du Dich gemeldet hast. Ich habe auch oft an Dich gedacht und gehofft, dass es Dir so gut geht, dass Du keine Zeit hast, ins Forum zu schauen.

Deine Erfahrung mit der Klinik tut mir sehr leid. Ich sende Dir viel Kraft und eine dicke Umarmung. :hug:

Liebe Grüße

Muryell
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Re: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Petunia » Dienstag, 14.11.17, 11:40

Liebe Gwen,

Lieben Dank! Du kannst doch nun wirklich nichts dafür, Du warst ja in einer anderen Klinik.

Ich habe dort immerzu nur gedacht, ich bin im falschen Film. Ich wollte mich ausruhen und ein bisschen reden über alles, beides wurde mir verwehrt. Einmal ging es mir morgens wirklich so dermaßen schlecht, dass ich Mühe hatte, auf die Toilette zu gehen. Ich sollte um 9 Uhr in irgendeine Therapie. Ich klingelte nach der Schwester, die sichtlich unwirsch erschien. Sie schickte dann eine weitere Schwester, die mich fragte, warum ich nicht in die Therapie wolle. Da bin ich sehr böse und laut geworden. Von Wollen könne keine Rede sein, ich könne einfach nicht. Und was diese Frage mit der integrierten Unterstellung solle.
Daraufhin hörte ich den standardisierten Vortrag, dass die Kassen verlangen, dass man an mindestens zwei Therapien pro Tag teilnehme , und wenn ich dazu nicht bereit sei, müsse ich die Klinik verlassen. Und ich bekam wieder weder zu essen noch zu trinken.

Von da an habe ich nichts mehr gesagt. In der Visite kam wieder die gleiche Frage. Für mich die reinste Folter, denn ich kam mit dem , was ich sagte, einfach nicht durch. Es war absolut sinnlos.
Deshalb habe ich mich entlassen, bevor die mich von sich aus rausgeworfen haben.

Aber dann ging es mir noch schlechter, wohnte weiter bei meiner Bekannten.
In der Zwischenzeit hatten meine jüngste Schwester und mein Schwager eine Wohnung für mich gefunden, auf dem Land am A... der Welt, aber mit Garten. Von der Psychiatrie weg holten sie mich ab, um sie zu besichtigen. Und ich bekam diese Wohnung. Ein Glück einerseits, das ist mir klar. Aber ich kann mich bis jetzt nicht freuen, fühle mich permanent gestresst nach wie vor.

Nach der Psychiatrie suchte ich mir einen Arzt und Therapeuten. Privat bezahlt. Er meinte sofort, ich bräuchte Medikamente und verschrieb mir Olanzapin und Opipramol. Ich versuchte es, obwohl ich geschockt war. Aber ich fühlte mich völlig überfordert und oft suizidal, weil die Beschwerden so schlimm waren.

Was soll ich sagen, das wurde nicht besser, sondern schlimmer. Ich kam nach 5 Tagen Einnahme in die Praxis, mit letzter Kraft mit dem Auto. Der Arzt stellte fest, dass mein Blutdruck und Puls weiterin viel zu hoch waren und verschrieb einen Beta Blocker (Beloc zoc) und ein Diuretikum, HCT dexcel. Das Opipramol setzte ich nach 5 Tagen ab, das Olanzapin fünf Tage später. Der Arzt verschrieb mir dann Escitalopram Tropfen ! Die sollte ich mit 3 Tropfen eindosieren. Ich holte mir die Tropfen, nahm sie aber bis heute nicht. Ich konnte nicht!

Ich glaube, es war eine Woche später, als ich den nächsten Arzt Termin hatte. Ich fuhr mit dem Taxi, denn selbst Fahren ging überhaupt nicht mehr. In der Praxis war mein Blutdruck so hoch und ich so fertig, dass der Arzt mich direkt mit dem Taxi ins Krankenhaus schickte. Dort wurde mein Blutdruck mit einem weiteren Medikament runtergedrückt. Ich weiss nicht mehr, wie es hieß. Ich komme ein wenig durcheinander, in der Klinik nahm ich das Olanzapin noch, das Opipramol schon nicht mehr.

Auch hier kam konsiliarisch ein Psychiater. Der sah mich kaum an, sagte, die Medikation meines Arztes sei falsch. Die Psychiatrie, in der ich war, sei bekanntermassen schlecht. Ich solle umstellen auf Duloxetin und direkt in eine andere Psychiatrie. Wieder war ich völlig geschockt - und so furchtbar alleine !

Ich informierte meinen Arzt über dieses Vorgehen. Das gab natürlich Aufruhr. Man entschuldigte sich bei mir. Das dritte Medikament wurde wieder abgesetzt und ich nach einer Woche wieder entlassen. Herzsono und Doppler der Halsgefäße waren unauffällig. Aber ich konnte kaum gehen.


Der Umzugstag nahte. Meine Sachen waren ja mittlerweile alle in diesem Büro gelandet. Ich wollte auf keinen Fall alle Kisten mit in die neue Wohnung nehmen und sortierte nach und nach aus. Einmal hatte ich Hilfe von zwei Freundinnen. Eine meiner Schwestern stiess dazu und sagte denen in meiner Anwesenheit , was für eine Belastung ich für die ganze Familie sei. Ich fühlte mich gedemütigt.

Die restlichen Male sortierte ich alleine. Auch das die Hölle mit den Symptomen. Nach wie vor Schwindel, Kopfdruck und -rauschen, unglaubliche Gruselgefühle in Kopf, Hals und oberem Rücken, schrecklichen Angstzuständen und Verzweiflung und Depression. Aber ich habe es geschafft.

Ein oder zwei Tage vor dem Umzug, genau weiss ich das nicht mehr, bin ich weinend in dem Büro zusammengeklappt. Ich konnte nicht mehr. Ich weiss, ich sage das dauernd und dann mache ich doch weiter. Aber ich hatte einen Termin bei dem Arzt und musste ihn anrufen und absagen. Er kam dann zu mir ins Büro. Das war ja im Grunde sehr nett. Aber er redete davon, dass ich in die Vermeidung gehe und mir überlegen solle, ob ich mich aufrappeln oder mein Leben lang psychosomatisch sein wolle. Hä?

Er bot mir an, mir IMAP zu spritzen, was ich entschieden ablehnte. Er sagte, das habe man früher den neurotischen Frauen gespritzt, um sie ruhigzustellen. Ich fasse es nicht!

Inzwischen gehe ich auch zu dem nicht mehr hin. Nun wird mir von der Familie vorgeworfen, ich suche mir immer Hilfe und wenn die mir nicht genehm sei, würde ich abbrechen.

Ich kann nichts richtig machen.

Ich bat meine Schwestern und Freunde, mir am Umzugstag am 17.10. beizustehen, einfach nur mit ihrer Anwesenheit. Die Kisten schleppten ja die Männer von der Spedition.
Was soll ich sagen, ich stand ganz alleine da. Ich war so traurig!

Die Männer waren aber sehr nett und lustig, das liess mich durchhalten. Abends luden mich meine neuen Nachbarn, die über mir im Haus wohnen, zur Kürbissuppe ein. Ein junges Ehepaar mit zwei kleinen Kindern, 5 und 8 Jahre. Sie sind ein Glücksfall für mich!

Nun bin ich hier mit meinen beiden Hunden und versuche mich einzuleben.
Es sind noch nicht alle Kisten ausgepackt und nicht alle Möbel zusammengeschraubt. Ich schlafe im Wohnzimmer auf meinem neuen Sofa. So vieles was organisiert werden muss, schaffe ich einfach nicht.

Ich kann seit einigen Tagen nicht mehr Auto fahren. Es geht einfach nicht. Ich gehe zweimal am Tag mit den Hunden raus. Morgens ist das besonders schlimm. Danach kann ich nur liegen. Mindestens zwei Stunden lang. Naja, wenigstens die Beine bleiben kräftig. Die Lebensmittel lasse ich mir liefern.

Nachmittags kommen meistens die Kinder von oben zu mir. Das tut mir gut. Ohne sie hätte ich praktisch keinerlei persönliche Ansprache. Der Große macht immer seine Hausaufgaben bei und mit mir. Oder wir spielen was. Auch da könnte ich oft schreien, weil es so anstrengend ist.

Ich stricke wieder ein bisschen. Mehr geht nicht.

Wie das weitergehen soll, weiss ich nicht. Ich habe oft langanhaltende Weinkrämpfe und fühle mich so verstoßen und alleingelassen. Das dauert, bis ich mich hier zuhause fühlen kann. Die Trennung beutelt mich sehr. Und das Verhalten meiner Familie. Ich habe auch Angst, dass ich hier wieder raus muss, wenn die Unterhaltsansprüche wegfallen. Aber so lange ich krank bin, muss mein Ex wohl auch übers Trennungsjahr hinaus zahlen. Nur nicht mehr so viel wie jetzt.

10 Monate bin ich jetzt auf Null mit dem Escitalopram. In dieser Zeit ist mir mein Leben völlig um die Ohren geflogen. Ich lebe von einem Moment zum nächsten und bete, dass dieser Albtraum bald zu Ende geht. Ich weiss zwar gerade nicht, wozu ich eigentlich noch da bin, aber dann verbiete ich mir diese Gedanken wieder.

So, das ist in etwa der aktuelle Stand bei mir.
Ich werde so nach und nach nachlesen, wie es Euch in der Zwischenzeit ergangen ist.

Seid ganz lieb gegrüßt

Beate
Zuletzt geändert von Petunia am Dienstag, 14.11.17, 11:45, insgesamt 1-mal geändert.
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18.04.2017
Neu hier im Forum

Seit 2001 Citalopram 20 mg wegen Schwindel und Angstzuständen.

2007 nach Schwächeanfall Diagnose Hashimoto-Thyreoiditis
Eindosieren mit L-Thyrox bis auf 125 Mikrogramm
Insgesamt seit Einnahme von Citalopram 45 kg zugenommen

2015 Citalopram runterdosiert auf 10 mg, ganz gut.
Umstellung auf glutenfreie Ernährung. Daraufhin in 1 Jahr 20 kg abgenommen

2016 im Sommer wieder mehr Schwindel. Dann kamen Herzrasen und Herzrhythmusstörungen, Einschlafprobleme und "Blitze im Kopf " dazu.
Machte mich arbeitsunfähig.

Psychiater stellte um auf Escitalopram 5mg
L-Thyrox von 125 auf 100 Mikrogramm reduziert
Keine Änderung der Symptomatik.

Oktober 2016 EKG beim Kardiologen. QTc-Zeit verlängert. Er riet zum Absetzen von Citalopram

Nach ärztlichem Rat erst im November 4 Wochen lang jeden 2. Tag Escitalopram 5 mg, im Dezember noch jeden 3. Tag, ab Januar dann ganz aufgehört.

Seitdem kontinuierlich immer schlechterer Zustand.
Dauerrauschen im Kopf, Dauerschwindel, Benommenheit, Wattegefühl, Schwäche, Angst , Brain zaps, Schlafprobleme , Unfähigkeit, den Alltag zu meistern. Totale Verzweiflung, Dauerweinen, Hoffnungslosigkeit.

25.04.17
Knall. Totale Panik wegen Brain zaps, massiven Schwindels, Problemen mich zu orientieren.
Notfallmässig zu einem Allgemeinmediziner mit Naturheilverfahren.
Infusion mit homöopathischen Mitteln, Akupunktur, ohne Erfolg

04.05.17
Weiterhin schwere Symptome, kann nur im Bett liegen, morgens bis früher Nachmittag am schlimmsten. "Kopfattacken", Schwindel bis zur Orientierungslosigkeit, komme nur mit Mühe zur Toilette, Heulkrämpfe vor Angst.
Presselin Nervenkomplex
Bringt mir nichts.

25.6.17
Mein Mann trennt sich von mir und wirft mich aus dem Haus.

4 Monate Leben aus dem Koffer

Ende September 2017
2 Wochen Psychiatrie, völlig ausgebrannt, starke Depressionen plus Ängste zu den körperlichen Symptomen dazu.
Versuch mit Tavor: paradoxe Reaktion, Herzrasen
Atosil : ebenso
Sertralin: 5 Tage, dann abgesetzt wegen zu starker Nebenwirkungen, schlaflos, starke Angst
Behandelnde Ärztin frei von jeglicher Empathie, setzt mich stark unter Druck, da Teilnahme an Therapien kaum möglich . Während des gesamten Aufenthalts dauerhaft hoher Ruhepuls um die 100 und zu hoher Blutdruck
Entlasse mich selbst entnervt nach 14 Tagen

Im Anschluss zu einem Arzt/Psychotherapeut.
Gegen den zu hohen RR:
Beta Blocker Beloc-Zoc mite 47,5 mg sowie
HCT Dexcel 25 mg (Hydrochlorothiazid), ein Diuretikum
Ausserdem 5 Tage lang
Opipramol 50 mg und
Olanzapin (Dosierung vergessen)
Olanzapin nach 10 Tagen abgesetzt, Opipramol nach 2 Wochen
Ich vertrage nichts mehr! Macht alles nur schlimmer

Oktober 2017
Eine Woche internistische Klinik wegen Bluthochdruckkrise
Beobachtung, Herzsono und Doppler Halsgefäße o.B.
Vorübergehend ein drittes Medikament (Blutdrucksenker, Name vergessen)
Noch in Klinik abgesetzt

Aktuell (März 2018):
Beloc-Zoc mite 47,5 mg
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Nach wie vor schwere Symptome, Depression, Angst, Heulkrämpfe, Kopfsymptome, "Gruselgefühl" in Brust- und HWS und im Kopf
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Re: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von stubi » Dienstag, 14.11.17, 11:45

Liebe Beate,

bin ich froh von dir zu hören, erst konnte ich es gar nicht glauben als ich deinen Namen gelesen habe und dann diese Freude als ich fest stellte, du hast geantwortet.

Ich bin froh das du wieder von dieser Einrichtung befreit bist. Es tut mir allerdings sehr leid, dass die dir nicht helfen konnten. Ich hätte es dir so gewünscht, du warst ja so hoffnungsvoll, nur ist es nunmal so, dass Medikamente für die Psyche nicht jeden helfen, da wären die Hersteller ja noch reicher als sie es ohnehin schon sind und es erschüttert mich immer wieder aufs neue, wenn ich hier lese, dass Ärzte von den Absetzsymtomen die manche Menschen damit haben nichts wissen wollen.

Liebe Beate bitte bleibe stark und halte durch, denn früher oder später wird es auch bei dir wieder Besserung geben, denn der Körper hilft sich selbst, man muss ihn nur Zeit geben.

Bitte gib die Hoffnung nicht auf.

Ich freue mich sehr das du wieder hier bist.

Liebe Grüße
Renate
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Re: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Petunia » Dienstag, 14.11.17, 11:49

Danke, Ihr Lieben, dass Ihr mich hier wieder so herzlich aufnehmt. Das tut mir sehr gut!

Ach ja... Ich hatte auch gehofft , dass ich erzählen kann, dass es mir besser geht. Leider ist es noch nicht so weit. Aber wenn das eines Tages der Fall sein sollte, werde ich es ganz bestimmt hier schreiben !

Liebe Grüsse
Beate
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2007 nach Schwächeanfall Diagnose Hashimoto-Thyreoiditis
Eindosieren mit L-Thyrox bis auf 125 Mikrogramm
Insgesamt seit Einnahme von Citalopram 45 kg zugenommen

2015 Citalopram runterdosiert auf 10 mg, ganz gut.
Umstellung auf glutenfreie Ernährung. Daraufhin in 1 Jahr 20 kg abgenommen

2016 im Sommer wieder mehr Schwindel. Dann kamen Herzrasen und Herzrhythmusstörungen, Einschlafprobleme und "Blitze im Kopf " dazu.
Machte mich arbeitsunfähig.

Psychiater stellte um auf Escitalopram 5mg
L-Thyrox von 125 auf 100 Mikrogramm reduziert
Keine Änderung der Symptomatik.

Oktober 2016 EKG beim Kardiologen. QTc-Zeit verlängert. Er riet zum Absetzen von Citalopram

Nach ärztlichem Rat erst im November 4 Wochen lang jeden 2. Tag Escitalopram 5 mg, im Dezember noch jeden 3. Tag, ab Januar dann ganz aufgehört.

Seitdem kontinuierlich immer schlechterer Zustand.
Dauerrauschen im Kopf, Dauerschwindel, Benommenheit, Wattegefühl, Schwäche, Angst , Brain zaps, Schlafprobleme , Unfähigkeit, den Alltag zu meistern. Totale Verzweiflung, Dauerweinen, Hoffnungslosigkeit.

25.04.17
Knall. Totale Panik wegen Brain zaps, massiven Schwindels, Problemen mich zu orientieren.
Notfallmässig zu einem Allgemeinmediziner mit Naturheilverfahren.
Infusion mit homöopathischen Mitteln, Akupunktur, ohne Erfolg

04.05.17
Weiterhin schwere Symptome, kann nur im Bett liegen, morgens bis früher Nachmittag am schlimmsten. "Kopfattacken", Schwindel bis zur Orientierungslosigkeit, komme nur mit Mühe zur Toilette, Heulkrämpfe vor Angst.
Presselin Nervenkomplex
Bringt mir nichts.

25.6.17
Mein Mann trennt sich von mir und wirft mich aus dem Haus.

4 Monate Leben aus dem Koffer

Ende September 2017
2 Wochen Psychiatrie, völlig ausgebrannt, starke Depressionen plus Ängste zu den körperlichen Symptomen dazu.
Versuch mit Tavor: paradoxe Reaktion, Herzrasen
Atosil : ebenso
Sertralin: 5 Tage, dann abgesetzt wegen zu starker Nebenwirkungen, schlaflos, starke Angst
Behandelnde Ärztin frei von jeglicher Empathie, setzt mich stark unter Druck, da Teilnahme an Therapien kaum möglich . Während des gesamten Aufenthalts dauerhaft hoher Ruhepuls um die 100 und zu hoher Blutdruck
Entlasse mich selbst entnervt nach 14 Tagen

Im Anschluss zu einem Arzt/Psychotherapeut.
Gegen den zu hohen RR:
Beta Blocker Beloc-Zoc mite 47,5 mg sowie
HCT Dexcel 25 mg (Hydrochlorothiazid), ein Diuretikum
Ausserdem 5 Tage lang
Opipramol 50 mg und
Olanzapin (Dosierung vergessen)
Olanzapin nach 10 Tagen abgesetzt, Opipramol nach 2 Wochen
Ich vertrage nichts mehr! Macht alles nur schlimmer

Oktober 2017
Eine Woche internistische Klinik wegen Bluthochdruckkrise
Beobachtung, Herzsono und Doppler Halsgefäße o.B.
Vorübergehend ein drittes Medikament (Blutdrucksenker, Name vergessen)
Noch in Klinik abgesetzt

Aktuell (März 2018):
Beloc-Zoc mite 47,5 mg
L-Thyrox 100 mikrogr

Nach wie vor schwere Symptome, Depression, Angst, Heulkrämpfe, Kopfsymptome, "Gruselgefühl" in Brust- und HWS und im Kopf
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Re: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Muryell » Dienstag, 14.11.17, 11:59

Liebe Beate,

wir freuen uns mit Dir, wenn dieser Tag kommt. Und er wird kommen, da bin ich mir ganz sicher.
:hug:
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Re: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von lunetta » Dienstag, 14.11.17, 16:24

Hallo Liebes!

Zuerst einmal schön dass du dich gemeldet hast!

Es ist ganz furchtbar zu lesen, wie es dir ergangen ist! Es ist ein Schande!!! Möchte da gar nicht mehr dazu sagen, denn es wäre um jedes Wort schade!

Dass du eine Wohnung hast, noch dazu mit Garten ist eine tolle Neuigkeit, und du wirst sehen, dass du dich bald einleben wirst. Vielleicht kannst du dich dort nun endlich etwas stabilisieren, wenn die schlimmsten Stressfaktoren wegfallen!

Ich wünsche dir alles ales Liebe und Gute! GLG
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Re: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von padma » Dienstag, 14.11.17, 22:22

liebe Beate, :)

ich bin sehr froh, dass du die Kraft gefunden hast, dich zu melden. Danke dir.

Es ist erschütternd, wie mit dir umgegangen wurde, in der Klinik und auch von dem anderen Arzt. Und auch dass du so wenig Hilfe hast, beim Umzug und alle dem.
Es tut mir so sehr leid, was dir passiert ist. Es macht mich immer wieder fassungslos, solche Berichte zu hören und zu wissen, dass es genau so ist. Es ist mir unbegreiflich, wie Ärzte etc. so sein können und diejenigen, die auf ihre Hilfe hoffen, noch mehr traumatisieren.

Du hast nicht aufgegeben, dich gewehrt und für dich gekämpft, das zeigt wie stark du bist.
Ich hoffe sehr, dass du jetzt nach und nach zur Ruhe kommen und heilen kannst.

Fühl dich ganz lieb :hug:
padma
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Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
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1.07.2018: 0,2 mg :schnecke:


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Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

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Re: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Clarissa » Mittwoch, 15.11.17, 7:22

Liebe Beate,

Auch ich habe immer wieder beunruhigt in Deinen Thread geschaut und auf eine Nachricht von Dir gewartet.

Leider muss ich zu 100 % Dein Erfahrungen mit Klinik und Ärzten bestätigen. Ich war, als es mir ganz schlecht ging und ich besonders hilflos war, in zwei verschiedenen Kliniken. Ich habe auch kaum Empathie, sondern stattdessen fast nur Herablassung und Genervtheit erfahren. Dieser Zwang zu Therapien in desolatem Zustand ist einfach unmenschlich, nicht wahr? Ich könnte daran noch immer nicht uneingeschränkt teilnehmen und bin so froh, dass ich mir zu Hause meine Zeit selbst einteilen und mich meiner Selbstversorgung (und der meines Hundi!) widmen kann. Das kriege ich hin.

Versuche, Deinen geschundenen Organismus zur Ruhe kommen zu lassen. Mir hat es geholfen, und zwar nur das. Es braucht viel Geduld und Akzeptanz. Irgendwie geht es immer weiter, wenn man etwas gesünder wird.
Grübele nicht nach über Vergangenheit, die Du nicht ändern kannst, und Zukunft, die keiner voraussagen kann.

Ich bin damals auch umgezogen und war mehr oder weniger frisch getrennt. Ich denke noch immer mit Schaudern daran zurück.

Unfassbar, die Äusserungen und Einschätzungen Deiner Behandler Dir gegenüber - aber mir selbst ebenso widerfahren.

Ähnlich leider auch das Verhalten meiner Familie und Freunde. Sei nachsichtig, sie sind mit uns und der Situation überfordert und möchten ihr geordnetes und schönes Leben führen, denke ich.

Ich bin sicher, Du kannst es schaffen, auf einem anderen Weg als über Kliniken. In kleinen Schritten, ohne Druck.

Dafür wünsche ich Dir "Alles Gute"!

VG von sleepless.
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bisher als sleepless2014 im Forum unterwegs gewesen, aber nicht mehr schlaflos :party2:
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Petunia
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Re: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Petunia » Donnerstag, 16.11.17, 12:02

Vielen Dank, Ihr Lieben!

Leider geht es mir so furchtbar schlecht von den Symptomen her. Ich habe nur Angst, die gruseligen Missempfindungen in Kopf, Hals und BWS halten an und sind von morgens bis abends durchgehend da. Sie lähmen mich völlig, es gibt einfach kein Mittel dagegen.

Seit zwei Wochen kann ich die Wohnung nicht verlassen ausser zu den Hundegängen, die mich aber auch quälen ohne Ende.

Heute fährt eine Bekannte mit mir zum Reifenwechseln. Und ich hab nicht mal eine Idee, wie ich das als Beifahrerin schaffen soll .

Am Montag habe ich Termin zum MRT der Halswirbelsäule. Mal sehen, wie meine Bandscheibenvorfälle aussehen, die ich da habe. Die Beschwerden im Genick sind massiv.

Die Orthopäden sagen ja immer, Schwindel und diese anderen Beschwerden können nicht von der HWS kommen. Trotzdem will ich den Status wissen.

Die Einsamkeit und das Gefühl, so ausgestossen zu sein, bringen mich fast um. Ich bin unfähig zu positiven optimistischen Gedanken.

Ja, zur Ruhe kommen. Irgendwie. Viel von dem Druck mache ich mir sicher selbst. Das Alleinsein auszuhalten ist schon so ein Stress für mich.
Obwohl die Kinder von oben fast jeden Tag zu mir kommen und hier spielen und malen und die Hunde streicheln.

Es ist alles so falsch in meinem Körper.

Letzte Woche war mal ganz plötzlich für ca. eine Stunde alles weg. Keine Symptome mehr, weder körperlich noch seelisch. Als hätte jemand einen Kippschalter umgelegt.
Das war unglaublich. Leider kam dann ebenso plötzlich alles wieder. Und seitdem wieder durchgehend ohne Pause.

Das schlimmste ist die Depression. Die grenzt glaub ich am meisten aus. Die Angst natürlich auch. Aber das kennt Ihr ja auch alles.

Liebe Grüsse, ich wünsche Euch allen, dass Ihr gut durch den Tag kommt.
Beate
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18.04.2017
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Seit 2001 Citalopram 20 mg wegen Schwindel und Angstzuständen.

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Insgesamt seit Einnahme von Citalopram 45 kg zugenommen

2015 Citalopram runterdosiert auf 10 mg, ganz gut.
Umstellung auf glutenfreie Ernährung. Daraufhin in 1 Jahr 20 kg abgenommen

2016 im Sommer wieder mehr Schwindel. Dann kamen Herzrasen und Herzrhythmusstörungen, Einschlafprobleme und "Blitze im Kopf " dazu.
Machte mich arbeitsunfähig.

Psychiater stellte um auf Escitalopram 5mg
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Keine Änderung der Symptomatik.

Oktober 2016 EKG beim Kardiologen. QTc-Zeit verlängert. Er riet zum Absetzen von Citalopram

Nach ärztlichem Rat erst im November 4 Wochen lang jeden 2. Tag Escitalopram 5 mg, im Dezember noch jeden 3. Tag, ab Januar dann ganz aufgehört.

Seitdem kontinuierlich immer schlechterer Zustand.
Dauerrauschen im Kopf, Dauerschwindel, Benommenheit, Wattegefühl, Schwäche, Angst , Brain zaps, Schlafprobleme , Unfähigkeit, den Alltag zu meistern. Totale Verzweiflung, Dauerweinen, Hoffnungslosigkeit.

25.04.17
Knall. Totale Panik wegen Brain zaps, massiven Schwindels, Problemen mich zu orientieren.
Notfallmässig zu einem Allgemeinmediziner mit Naturheilverfahren.
Infusion mit homöopathischen Mitteln, Akupunktur, ohne Erfolg

04.05.17
Weiterhin schwere Symptome, kann nur im Bett liegen, morgens bis früher Nachmittag am schlimmsten. "Kopfattacken", Schwindel bis zur Orientierungslosigkeit, komme nur mit Mühe zur Toilette, Heulkrämpfe vor Angst.
Presselin Nervenkomplex
Bringt mir nichts.

25.6.17
Mein Mann trennt sich von mir und wirft mich aus dem Haus.

4 Monate Leben aus dem Koffer

Ende September 2017
2 Wochen Psychiatrie, völlig ausgebrannt, starke Depressionen plus Ängste zu den körperlichen Symptomen dazu.
Versuch mit Tavor: paradoxe Reaktion, Herzrasen
Atosil : ebenso
Sertralin: 5 Tage, dann abgesetzt wegen zu starker Nebenwirkungen, schlaflos, starke Angst
Behandelnde Ärztin frei von jeglicher Empathie, setzt mich stark unter Druck, da Teilnahme an Therapien kaum möglich . Während des gesamten Aufenthalts dauerhaft hoher Ruhepuls um die 100 und zu hoher Blutdruck
Entlasse mich selbst entnervt nach 14 Tagen

Im Anschluss zu einem Arzt/Psychotherapeut.
Gegen den zu hohen RR:
Beta Blocker Beloc-Zoc mite 47,5 mg sowie
HCT Dexcel 25 mg (Hydrochlorothiazid), ein Diuretikum
Ausserdem 5 Tage lang
Opipramol 50 mg und
Olanzapin (Dosierung vergessen)
Olanzapin nach 10 Tagen abgesetzt, Opipramol nach 2 Wochen
Ich vertrage nichts mehr! Macht alles nur schlimmer

Oktober 2017
Eine Woche internistische Klinik wegen Bluthochdruckkrise
Beobachtung, Herzsono und Doppler Halsgefäße o.B.
Vorübergehend ein drittes Medikament (Blutdrucksenker, Name vergessen)
Noch in Klinik abgesetzt

Aktuell (März 2018):
Beloc-Zoc mite 47,5 mg
L-Thyrox 100 mikrogr

Nach wie vor schwere Symptome, Depression, Angst, Heulkrämpfe, Kopfsymptome, "Gruselgefühl" in Brust- und HWS und im Kopf
Unfähig zu einem normalen Alltag.

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Re: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von lunetta » Donnerstag, 16.11.17, 12:38

Liebe Beate!

Du hast es furchtbar schwer, und ich kann mir das Gefühl vorstellen, das du haben mußt, so allein und verlassen von Freunden und Verwandten.

Aber du hattest letzte Woche eine gute Stunde, das sehe ich als bestes Zeichen, dass sich was tut, und du wirst sehen, du wirst wieder so eine Stunde haben und dann 2 und dann immer mehr.
Du brauchst ganz viel Zeit um wieder heile zu werden und die darfst du dir auch nehmen;)

Ich finde es schön, dass die Kinder zu dir kommen und du Zeit mit Ihnen verbringst, vielleicht lenkt dich das kurz von deinen Symtomen ab, es ist auf jeden Fall ein Soziakontakt und dann auch noch ein so süßer;)

Du bist sicher noch fremd in deiner Umgebung, aber vielleicht ergeben sich nette Kontakte mit anderen Menschen dort, man geht ja doch irgendwann mal einkaufen oder auch nur auf deinen Spaziergängen - vielleicht noch nicht jetzt, aber irgendwann. Man kann das ja alles noch ausbauen, wenn man gute Momente hat.

Du bist sehr tapfer und stark und ich wünsche dir alles Liebe und Gute! GLG!
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Re: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Jamie » Donnerstag, 16.11.17, 13:01

Liebe Beate, :)

Darf ich noch mal nachfragen: nimmst du jetzt noch irgendwelche Medikamente oder gar nichts?
Nur damit ich noch mal auf den neuesten Stand komme.
Wenn die Kraft reicht, wäre es schön, wenn du deine Signatur aktualisieren könntest. Danke :).

Zur HWS. Egal was die Ärzte sagen, es stimmt nicht.
Wenn in der HWS was nicht stimmt und Nerven involviert sind, kann sehr wohl Schwindel auftreten.
Und auch viel mehr: Tinnitus, Kopfweh, Sehstörungen, Missempfindungen im Kopf etc.

Ich litt nach meiner Not OP wochenlang unter starkem Schwindel und machte ein komplettes neurologisches Konzil in der Uniklinik durch und keiner fand was!
Bis am Schluss ein Physiotherapeut herbei gerufen wurde, der mich 20 sec untersuchte und sofort ein HWS Syndrom aufgrund Nackenüberstreckung / Fehllagerung bei der Not OP feststellte.
Das war auch tatsächlich der Grund!
Mit Monate langer Krankengymnastik bekam ich es in den Griff!
Lass dir da nix erzählen :hug:

Mitfühlende Grüße
Jamie
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Re: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Muryell » Donnerstag, 16.11.17, 13:39

Liebe Beate,

ich freue mich sehr darüber:
Frakkivana hat geschrieben:

Letzte Woche war mal ganz plötzlich für ca. eine Stunde alles weg. Keine Symptome mehr, weder körperlich noch seelisch. Als hätte jemand einen Kippschalter umgelegt.
Das war unglaublich.
Ich hoffe, solche Phasen werden länger und häufiger.

Liebe Grüße von einer erschöpften

Muryell
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Re: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Petunia » Freitag, 17.11.17, 0:49

Liebe Lunetta, Liebe Jamie, Liebe Muryell,

Vielen Dank !

Liebe Jamie, Signatur habe ich ergänzt. Da steht, dass ich die maximale Zeichenanzahl für eine Signatur erreicht habe. Heisst das, das ich sie von nun an nicht mehr ergänzen kann ?

Bezüglich der HWS Problematik bin ich ganz Deiner Meinung.
Vor KG habe ich inzwischen richtig Angst. Schon kleinste sanfte Berührungen oder Bewegungen lösen so heftige Verschlimmerung des Schwindels und der übrigen Symptome aus, dass ich da niemanden mehr ranlassen mag.

Vorgestern habe ich das erste Mal Alexandertechnik probiert. Danach ging es mir noch schlechter und es kamen heftige Kopfschmerzen dazu, ich hatte das Gefühl, er bricht am ersten Halswirbel ab, so arg ist das. Hält bis jetzt an. Dabei hat die Therapeutin fast nichts gemacht, nur den Kopf gehalten. Ich musste allerdings sehr flach liegen, was eigentlich schon sehr lange nicht mehr geht.

Sogar auf Cranio habe ich heftig reagiert. Ich müsste zu solchen Therapien immer gefahren werden, und vor allem danach bin ich nicht mehr in der Lage, zu gehen oder gar selbst zu fahren. Das ist schon lange so und alle halten mich für verrückt. Weil das angeblich gar nicht sein kann. Es ist aber so, auch unter Citalopram und Escitalopram. Ob das mit den ADs zusammenhängt, kann ich nicht sagen. Jedenfalls ist es auch schon lange so, dass es mir während meiner Spaziergänge immer schlechter geht, je länger ich unterwegs bin. Und danach muss ich mich erstmal hinlegen, weil dann schwindeltechnisch gar nichts mehr geht,

Das ist schon seltsam. Ich kenne niemanden, dem es auch so geht.

Das beste ist ja dann, wenn mir jemand dazu sagt, ich würde ja erwarten, dass das kommt, und dann käme es auch. Das halte ich für absurd.

Genauso wie die Aussage der Ärztin in der Psychiatrie, wenn ich nicht an Psychopharmaka glaube, dann helfen Sie auch nicht.

Ich wünsche Euch eine gute Nacht, Liebe Grüße
Beate
18.04.2017
Neu hier im Forum

Seit 2001 Citalopram 20 mg wegen Schwindel und Angstzuständen.

2007 nach Schwächeanfall Diagnose Hashimoto-Thyreoiditis
Eindosieren mit L-Thyrox bis auf 125 Mikrogramm
Insgesamt seit Einnahme von Citalopram 45 kg zugenommen

2015 Citalopram runterdosiert auf 10 mg, ganz gut.
Umstellung auf glutenfreie Ernährung. Daraufhin in 1 Jahr 20 kg abgenommen

2016 im Sommer wieder mehr Schwindel. Dann kamen Herzrasen und Herzrhythmusstörungen, Einschlafprobleme und "Blitze im Kopf " dazu.
Machte mich arbeitsunfähig.

Psychiater stellte um auf Escitalopram 5mg
L-Thyrox von 125 auf 100 Mikrogramm reduziert
Keine Änderung der Symptomatik.

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25.04.17
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Weiterhin schwere Symptome, kann nur im Bett liegen, morgens bis früher Nachmittag am schlimmsten. "Kopfattacken", Schwindel bis zur Orientierungslosigkeit, komme nur mit Mühe zur Toilette, Heulkrämpfe vor Angst.
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2 Wochen Psychiatrie, völlig ausgebrannt, starke Depressionen plus Ängste zu den körperlichen Symptomen dazu.
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Sertralin: 5 Tage, dann abgesetzt wegen zu starker Nebenwirkungen, schlaflos, starke Angst
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Re: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Clarissa » Freitag, 17.11.17, 6:40

Liebe Beate,

das liest sich wirklich alles sehr schlimm. Du bist ja ein ganz armes Mäuschen z.Z.

Es kommt mir vieles so bekannt vor.

Mit der These der Unwirksamkeit von PP bei Nichtglauben daran wurde ich auch wiederholt konfrontiert.
Auch den starken Schwindel kenne ich, der ist noch immer nicht ganz vorbei. Es gibt weiter Tage, an denen ich aus verschiedensten Gründen die Hundegassigänge kaum schaffe. Hinlegen danach muss ich mich sowieso!
Auch dieses angebliche Erwarten von Symptomen, die selbsterfüllende Prophezeiung - so ein Quatsch. Ausflüchte von Behandlern, die nicht weiter wissen. Klar, der Patient ist IMMER schuld, wenn die Therapie nicht greift. Kenne ich ebenso. Überall und immer das Gleiche.

Ich mach das nun alles mit mir alleine aus und wende mich nicht mehr an Ärzte/Therapeuten, weil mir das überhaupt nicht gut getan hat. Das muss jeder so halten, wie er es für richtig empfindet. Ich möchte Dir nur die Rückmeldung geben: alles selbst so erlebt.
Ich kommuniziere überhaupt nicht mehr über meinen Zustand im RL und werde dadurch zumindest nicht mehr für (ganz so ^^) verrückt gehalten. Aber mein Preis ist: ziemlicher sozialer Rückzug. Ich gelte, glaube ich, für faul/bequem und ETWAS wunderlich. Ich rechtfertige mich nicht mehr.

Ob das so gut ist, Physiotherapien zu absolvieren, nach denen es schlechter geht? Das kann ich mir nicht vorstellen. Möglicherweise alles Trigger. Ebenso die Medikation, die die Klinik an Dir ausprobiert hat - zusätzliche Reizung Deines armen ZNS!

Mir persönlich half und hilft nur Ruhe und Geduld. Abfinden mit den Gegebenheiten.

Ich hatte Anfang letzte Jahres, mehr als ein Jahr nach Null, die "Rückkehr zur Tagesordnung" geprobt, das ging völlig in die Hose und zwang mich mit heftigsten Symptomen in die Knie. Ich musste sogar Hundegassigänger organisieren. Und bezahlen, aber heftig!

Liebe Beate, gib Dir Zeit, finde Dich mit manchem ab und hoffe auf/glaube an Besserung und Heilung.

Teilnahmsvolle Grüße von Clarissa.
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Re: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von lakeSonne1 » Freitag, 17.11.17, 9:38

hallo Frakkivana :) ,
Das beste ist ja dann, wenn mir jemand dazu sagt, ich würde ja erwarten, dass das kommt, und dann käme es auch. Das halte ich für absurd.
Also absurd ist das nicht.
Bei Angstpatienten ist das ein gängiges Schema, das auch in der Fachliteratur ausführlich besprochen wird, Stichwort "Angst vor der Angst".
Dabei tritt nicht nur die Angst als rein psychologisches Syptom auf, sondern auch massiv die begleitenden körperlichen Symptome.
Dabei kann sowohl die Angst als auch eher die körperlichen Symptome in der Wahrnehmung des Patienten an erster Stelle stehen.

Ich war davon auch stark betroffen, konnte mich aber dank einer exzellenten Psychologin davon losmachen. Ich hab das vorher auch für Bullshit gehalten (auf jeden Fall für was, was in meinen Fall garantiert nicht zutrifft :whistle: ). Pustekuchen! Sie hat mit 2-3 Übungen/Beispielen (am lebenden Objekt, also: mir) bewiesen, das mein Körper und mein Geist genau so ticken :frust: .

lg lake
:hug:
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Diagnose:Angst,PA Sommer 2010
Medi: Citalopram 20 mg, Eindosiert über 4 Wochen , war ok. sonstige Medis: Pantoprazol 20mg abends
2012: Erster misslungener Absetzversuch
2016: 20.3.16 -3.9.16 von 20 auf 15mg
ABDOSIER-PAUSE: 3.9.2016 - 2.3.2017: 15mg
2017:
► Text zeigen
2018:
2.1.2018: 10,0mg
.....Tag 1-15 Tag läuft sehr gut
.....Tag 17-20: Übelkeit / Brain Fog, neuro Emos, Einschlafstörung (Cortisolausschüttung) mit dicken, geröteten Händen
.....Tag21-22: Angst, Panik, Neuro-Emos
12.3.2018: 9,3mg
.....Tag 1-7 alles ok
.....Tag 8: zurück auf 9,5mg wg. starken Symptomen (Matschbirne, PA, Übelkeit, Zaps, Schlapp)
.....Tag 8-12 Heftige Symptome: Matschbirne, Zaps, PAs
.....13-30 ok
21.4.18: 8,9mg (d.h. Reduktion um 0,6mg)
.....Tag 0-5 ok
.....Tag 6: Neuro Aggressionen, Kopf+Nackenschmerzen, leichte Migräne
.....Tag 7-10 ok
.....Tag 10-16: heiße, dicke und rote Hände beim einschlafen und aufwachen, Migräne, Übelkeit, Matschbirne, Bodyzaps, Übelkeit, Nadelstiche auf Haut, Sehstörungen
.....Tag 17-21: heisse Hände bei Einschlafen
.....Tag 22-23: Angstzustände, leichte Depri
2.6.2018: 8,8mg Cita
9.6.2018: 8,7mg Cita
15.6.2018: Medi-Plan Änderung: Thyronajod auf 25 (von ehemals 50)
20.6.2018: 8,6mg Cita
16.7.2018: Medi-Plan Änderung: Thyronajod auf 0
17.7.2018: 8,5mg Cita: wegen Thyronajod absetzten nur langsames, vorsichtiges Absetzten des Cita. Will Körper nicht überfordern

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Re: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Muryell » Freitag, 17.11.17, 10:00

Hallo, Ihr Lieben!
Frakkivana hat geschrieben:
Genauso wie die Aussage der Ärztin in der Psychiatrie, wenn ich nicht an Psychopharmaka glaube, dann helfen Sie auch nicht.
Da, hier haben wir die Lösung aller unserer Probleme: Wir müssen aufhören an die Psychopharmaka zu glauben, dann leiden wir auch nicht mehr an ihren Nebenwirkungen und Absetzsymptomen. So einfach ist das. Sorry, Leute, das kann ich nicht ernst nehmen. Ich lache mich kaputt.
:lol: :lol: :lol: :lol:
Hauptsache den Humor nicht verlieren.

Liebe Grüße von einer sich vor Lachen krümmenden :P

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Re: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Gwen » Freitag, 17.11.17, 13:07

Liebe Beate,
Das beste ist ja dann, wenn mir jemand dazu sagt, ich würde ja erwarten, dass das kommt, und dann käme es auch. Das halte ich für absurd.
Ich kann verstehen, wie sehr Dich dieser Satz aufregt. Er suggeriert ja, dass Du Dich nur genug bemühen musst - was Du ja offensichtlich eben nicht tust - und dann ist alles weg! Das verletzt sehr, zumal Du Dich diesen Zuständen jetzt schon so lange ausgeliefert siehst! Ich glaube schon, dass es so was wie "die Angst vor der Angst" gibt, aber ich denke es ist viel zu kurz gefasst, das bei psychiatrischen Patienten einfach pauschal auf alles anzuwenden.
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Was soll das denn heißen? Haben die Dir Placebos gegeben? Oder was??

Ich finde das zeugt eigentlich mehr von der Unfähigkeit dieser Ärztin. Mit dem Standard = Medikamente kommt sie nicht weiter und eine andere Strategie hatte sie nicht. Daher ist der Patient schuld.

Irgendwie dreht es sich ganz schön viel darum, dass Du schuld bist, oder? Ich finde es übrigens sehr schön, dass die Kinder zu Dir kommen! Kinder sind ja recht feinfühlig und das zeigt, dass Du nicht total "kaputt" bist, sondern sehr freundliche und liebevolle Anteile in dir hast. Sonst würden sich die Kinder nicht bei Dir wohl fühlen und nicht kommen.

Die eine Stunde, in der es Dir neulich besser ging, war vielleicht schon ein Zeichen. Ein kleiner Mutmacher.

Ich drück Dich ganz vorsichtig,
viele liebe Grüße Gwen
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Re: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von padma » Freitag, 17.11.17, 13:51

liebe Beate, :)
Signatur habe ich ergänzt. Da steht, dass ich die maximale Zeichenanzahl für eine Signatur erreicht habe. Heisst das, das ich sie von nun an nicht mehr ergänzen kann ?
ja, genau das heisst das. Es wäre gut, wenn du deine Signatur etwas kürzen würdest, um wieder Platz zu bekommen. Wenn du das gerade nicht schaffst, würde ich das, falls du möchtest, für dich übernehmen.
Jedenfalls ist es auch schon lange so, dass es mir während meiner Spaziergänge immer schlechter geht, je länger ich unterwegs bin. Und danach muss ich mich erstmal hinlegen, weil dann schwindeltechnisch gar nichts mehr geht,

Das ist schon seltsam. Ich kenne niemanden, dem es auch so geht.
Ich würde das so interpretieren, dass längere Spaziergänge für dein gebeuteltes ZNS zu viel sind und es auf diese Überbelastung mit Schwindel reagiert.

Behandlungen deiner HWS sind derzeit wohl kontraproduktiv, da bleibt nur abzuwarten bis du in einer besseren Verfassung bist.
Das beste ist ja dann, wenn mir jemand dazu sagt, ich würde ja erwarten, dass das kommt, und dann käme es auch. Das halte ich für absurd.
Sowas mag es bei manchen Menschen geben (Nocebo Effekt), aber bei dir halte ich das auch für absurd. :frust:
Genauso wie die Aussage der Ärztin in der Psychiatrie, wenn ich nicht an Psychopharmaka glaube, dann helfen Sie auch nicht.
Der Satz hat was. Das bedeutet ja nichts anderes, als dass es sich bei Psychopharmaka um Placebo handelt.
:o

liebe Grüsse, :hug:
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