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Antidepressiva absetzen Entzugshölle (Duloxetin + Alprazolam)

Wenn Antidepressiva abgesetzt werden, kann dies zu schweren und langwierigen Entzugserscheinungen führen. Viele Hersteller und Ärzte verharmlosen diese Problematik leider.
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Re: Antidepressiva absetzen Entzugshölle

Beitrag von Cavani9 » Dienstag, 13.03.18, 18:16

Clarissa hat geschrieben:
Dienstag, 13.03.18, 17:47
Hallo, Bes.

Lies Dir die Antworten der Erfahrenen nochmal durch, die Du bisher bekommen hast. Die sind doch überwiegend positiv!

Du hast "das Zeug" nicht lange genommen und Du bist jung, hast also große Chancen, daß alles gut werden wird. Klar weiss man das nicht mit ganz 100 % Sicherheit.
Mach Dich nicht unnütz verrückt, es kommt, wie es kommt.
Werde erstmal gesund. Das geht nur, wenn Du Dir keinen Druck machst.
Versuche, mit Dir und Deinem Leben in's Reine zu kommen, ob nun mit oder ohne Therapie. Mir z.B.hat Therapie dabei nicht geholfen.

Dann wird sich auch alles andere wieder einhängen.

Zuversichtliche Grüße von Clarissa.
Danke Clarissa für deine Antwort hast mich sehr beruhigt . Ich hoffe ich kann dir das mit gutem zurückgeben.
Wird dieses psychotisch sein dieses entfremden auch mal weggehen ? Sorry ich will euch wirklich nicht nerven weil ihr ja alle selbst sorgen habt ...
Ich hoffe dass jeder und jede hier und auch asserhalb von hier zur vollständigen Heilung fähig sind und diese auch kommt.
Freundliche Grüsse

Clarissa
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Re: Antidepressiva absetzen Entzugshölle

Beitrag von Clarissa » Mittwoch, 14.03.18, 6:17

Hallo.

Ich wiederhole (gebetsmühlenartig): diese Entfremdungsgefühle sind ausgesprochen unangenehm und verstörend, aber sie gehörten zu den ersten Symptomen nach Null, die wieder verschwunden sind.
Ich glaubte auch, psychotisch zu werden. Ich wurde es NICHT, sondern wieder ganz klar im Kopf.

Also bleib ruhig und warte ab. Geduld!

VG von Clarissa
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früher als sleepless2014 im Forum unterwegs gewesen, aber nicht mehr schlaflos :party2:

seit Mai 2015 EU-Rentnerin letztlich wegen der Entzugsproblematik

los ging alles mit lebenslangen Schlafproblemen, die sich in Lebenskrisen mit depressiven Episoden verstärkten

leidvolle Erfahrungen mit Elektro"heil"krampftherapie und ziemlich allen AD, zahlreichen NL und anderen Psychopharmaka wie z.B. Pregabalin, Carbamazepin, Valproat, Johanniskraut, leider auch Diazepam und Zolpidem (von letzteren beiden abhängig geworden) und dem Kaltabsetzen

Diazepam-frei seit November 2013, Zolpidem-frei seit Mitte April 2014, ohne jegliche Psychopharmaka seit September 2014 (zuletzt das "deckelnde" NL Dominal forte abgesetzt nach raschem Abdosieren)

aktuell im protrahierten Entzug (?) mit sehr unangenehmen, v.a. körperlichen Symptomen

Inzwischen fast 4 Jahre frei von Medikamenten. NR, keinerlei Alkohol und Koffein mehr, weil alles triggert. "Reizarmes" Leben einschließlich Ernährung, soweit sich das machen lässt.

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Re: Antidepressiva absetzen Entzugshölle

Beitrag von Cavani9 » Mittwoch, 14.03.18, 16:14

Hi Clarissa
Danke für deine ausführliche Antwort.
Ja das sind sie in der Tat sehr merkwürdig als es mir noch supper ging vor den Medis hätte ich mir niemals vorstellen können dass solche Zustände überhaupt existieren haha.
Jetzt bin ich mittendrin.
Ich weiss nicht ob ihr mir glaubt aber ich hab das selbe meiner Mutter und meiner Freundin gesagt , dass wenn die Hölle wirklich existiert dann bin ich in der drinnen.
Was mich Wunder nimmt , was denkt ihr eigentlich zocke ich nicht bin jetzt nicht voll der Zocker (Playstation)
doch ich habe gemerkt dass es mir bisschen hilft , weil man da das Hirn beshöftigt man muss immer einen Shritt voraus denken beim zocken und Reaktionen haben uvm kann das so eine Art Training sein?
Liebe Grüsse

Neale
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Re: Antidepressiva absetzen Entzugshölle

Beitrag von Neale » Donnerstag, 15.03.18, 12:29

Moin Cavani, spiele in letzter Zeit auch wieder bisschen vermehrt Fortnite und kann mir gut vorstellen, dass das von den Symptomen ablenkt und gleichzeitig Spass, Reaktionen und Feinmotorik foerdert. Wenn es dir hilft mach es doch. Alles was hilft wuerde ich mitnehmen.

Dir alles gute!
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Waehren eines Krankenhausaufenthaltes eingestellt auf Fluoxetin:

6. April 2017 Start mit 5mg Fluoxetin
11. April 2017 10mg Fluoxetin
20. April 2017 20mg Fluoxetin
5. Juli 2017 10mg Fluoxetin aufgrund Hypomanie, starker Unruhe und Bewegungsdrang und starker kuenstlicher Euphorie
12. November 2017 7,5 mg Fluoxetin
11. Dezember 2017 5mg Fluoxetin
1. Februar 2018 2,5 mg Fluoxetin (Aktuell 2,5mg)
15. Maerz 2018 1,5mg Fluoxetin
2. Mai 2018 1,7mg Fluoxetin Aufgrund starken Tiefs, persönlichem Trouble, Dissoziation und Anspannung
5.Mai 2018 1,55mg Fluoxetin aufgrund euphorisierung und erregungszuständen wieder runter. Mein Körper reagiert mega sensibel auf den Wirkstoff und die erhöhung war zu groß. Hoffe es passiert nichts allzuschlimmes mehr.
6.Mai 2018 1,56 mg war mit der Spritze einfacher einzunehmen. Also nun auf 1,56mg. Effekt ist immer noch stark.
3. August 2018 1,5mg Reduktion whop whop
12. September 2018 Wechsel auf 1,5mg Kapseln extra hergestellt von Apotheke

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Re: Antidepressiva absetzen Entzugshölle

Beitrag von Cavani9 » Montag, 16.04.18, 18:06

Hallo miteinander ,
Ich dachte ich meld mich wieder mal ,
Ich weiss garnicht ob ich sagen kann dass es mir besser geht oder shlechter,
Ich habe das Gefühl viele Symptome haben sich geänderet sind gegangen und sind gekommen.
Meine Gedanken spielen noch sehr oft verrückt,
Und ich kann einfach nichts essen???
Jedesmal wenn ich was esse dreht mein Magen durch und bekomme Herzrasen Bluthochdruck und extreme Angst.
Was dazugekommen sind sind Brustshmerzen , Rückenschmerzen , Nackenversteifungen .
Ich bin mittlerweile 11 Monate ohne AD und 9 Monate ohne Benzos. ( Kaltentzug beider Supstanzen)
Kann das echt noch der Entzug sein?
Liebe grüsse an allen

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Re: Antidepressiva absetzen Entzugshölle

Beitrag von Ululu 69 » Dienstag, 17.04.18, 16:51

Hallo Cavani9,

gerade dieser Wechsel von Symptomen ist sehr typisch für Absetzerscheinungen.
Beifügen hier geben sich die unterschiedlichsten Beschwerden quasi die Klinke in die Hand.

Was das Essen und die damit zusammenhängenden Beschwerden betrifft, hört es sich für mich so an, als ob du eventuell eine Nahrungsmittelunverträglichkeit entwickelt hättest.
Das passiert nichts selten beim Absetzen von Psychopharmaka.
Wir haben hier zum Beispiel viele Betroffene mit einer Histaminintoleranz.

Ich lasse dir mal einen Link dazu da.

viewtopic.php?f=57&t=7819

Du könntest fürs erste versuchen, ob es besser wird, wenn du bestimmte Nahrungsmittel weg lässt.
Z.B Gluten oder Laktose.


LG Ute
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Re: Antidepressiva absetzen Entzugshölle

Beitrag von Cavani9 » Freitag, 20.04.18, 20:52

Vielen Dank für deine Antwort .
Das mit den Missempfindungen hat sich gelegt .
Reagiere auch nicht mehr so extrem nach dem Essen .
Eigentlich geht es mir viel besser als vor paar Monaten , wäre da nocht das eine Problem .
Völlig aus dem nichts eintretende Suizidgedanken oder Gefühl oder so irgendetwas , aufjedenfall passen sie nicht zu mir also sie werden nicht von mir aus Beschworen oder besser gesagt sie gehören nicht zu mir ? Echt shwierig zum erklären aber irgendwie frag ich mich weshalb diese auftauchen?? Das habe ich jetzt schon eine zeitlang werden zwar immer weniger aber sie sind echt nich zumir gehörig wie etwas fremdes .. Was ist das ?
Liebe Grüsse

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Re: Antidepressiva absetzen Entzugshölle

Beitrag von Ululu 69 » Samstag, 21.04.18, 8:39

Hallo Cavani,

Es könnte sich um auftretende Neuroemotionen handeln.
Das ist ein bekanntes Phänomen beim Absetzen.
Gerade, dass du sagst, die Gedanken kommen dir fremd und nicht wirklich zu dir gehörig vor

Ich lasse dir einen Link da.
http://www.adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=50&t=9778

Ich kenne das von mir selbst auch, allerdings nicht in Richtung Selbstmordgedanken.
Bei mir kommt das und geht dann auch wieder.
Ich finde das sehr gruselig.

LG Ute
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Re: Antidepressiva absetzen Entzugshölle

Beitrag von Murmeline » Samstag, 21.04.18, 8:47

Hallo!

Dieses Phänomen ist bekannt.

Zitat
Im Rahmen des großen psychiatrischen UAW-Erfassungssystems Arzneimittelsicherheit in der Psychiatrie (AMSP) sind nicht nur beim Absetzen, sondern auch bei Dosisveränderungen SSRI- und SNRI-induzierte suizidale Impulse beobachtet worden (10, 11), die besonders gefährlich sind, wenn sie im Zusammenhang mit Angst oder innerer Erregung auftreten.
https://www.der-arzneimittelbrief.de/de ... =2015&S=65

Wichtig ist der Begriff „SSRI-induziert“. Das ist also nicht deine eigene Psyche, die das produziert, sondern es entsteht aus den Folgen der Dosisveränderungen und der Entzugsprozesses.

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Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
Einer Deiner Ärzte erkennt Probleme mit Psychopharmaka an? Dann berichte doch hier

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Re: Antidepressiva absetzen Entzugshölle

Beitrag von Cavani9 » Samstag, 21.04.18, 12:04

Lieben lieben Dank für eure Antworten.
Ja genau so ist es bei mir sie kommen bleiben ca 30 min und vergehen dann wieder und dann bleibt so der Shatten etwa 1 std bis sich alles wieder stabilisiert .
Gehen die auch nal komplett weg ?
Liebe grüsse und viel Kraft .
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Re: Antidepressiva absetzen Entzugshölle

Beitrag von Cavani9 » Sonntag, 22.04.18, 20:55

Hallo zusammen ,
Hab da eine Frage , was mich sehr beshäftigt ist zum beispiel , dass ich meiner Freundin nicht vertrauen kann nicht mehr glauben kann . Das ist seit ich im Entzug bin so kennt das jemand ??
Liebe Grüsse

padma
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Re: Antidepressiva absetzen Entzugshölle

Beitrag von padma » Montag, 23.04.18, 18:12

hallo Cavani, :)

ja, diese entzugsbedingte Suizidgedanken gehen wieder komplett weg.
dass ich meiner Freundin nicht vertrauen kann nicht mehr glauben kann . Das ist seit ich im Entzug bin so kennt das jemand ??
Schwierigkeiten, Zweifel an die Beziehung können im Entzug auftreten. Auch das gibt sich wieder.

liebe Grüsse,
padma
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Re: Antidepressiva absetzen Entzugshölle

Beitrag von Cavani9 » Montag, 23.04.18, 18:22

Hallo padma :)
Erstmal Respekt für dich für deine Arbeitet die du hier im Forum leistest .(HUT AB)
Danke für deine Antwort .
Jetzt kannst du sicherlich auch vrstehen dass ich angst habe dass es auchbnicht entzugsbedingte Gedanken sein könnten? Haha Ich bin ja mittlerweile 11 Monate ihne AD und 8 Monate ohne Benzo . Können diese Gedanken noch entzug sein?
Ja ich hoffe sie vergehen alle wieder und das mit der Beziehung legt sich auch wieder und dann kan man vorwärts schauen.
Liebe Grüsse und viel Kraft .!
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Re: Antidepressiva absetzen Entzugshölle

Beitrag von padma » Dienstag, 24.04.18, 22:40

hallo Cavani, :)

ja, ich verstehe deine Angst.
Können diese Gedanken noch entzug sein?
Ja, durchaus. Da sie erst im Entzug aufgetreten sind, ist es sehr wahrscheinlich, dass sie entzugsbedingt sind.

liebe Grüsse,
padma
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Re: Antidepressiva absetzen Entzugshölle

Beitrag von Cavani9 » Donnerstag, 26.04.18, 2:05

Halla padma ,
Danke für deine Antwort .
Wie sieht es eigentlich mit Dauerschäden aus ?
Gerade beim Kaltabsetzen , ich habe ja beides kalt abgesetzt, habe beide Substanzen 2.5 -3 Jahre genommen . ( eher niedrigdosiert).
Könnte das theoretisch sein dass ich vom Entzug irgende einen Schaden einnehme und ich niemer wieder der alte sein kann?
Liebe grüsse
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Re: Antidepressiva absetzen Entzugshölle

Beitrag von Cavani9 » Donnerstag, 26.04.18, 16:06

Hallo nochmal ,
Also zu mir , bisschen Detailierter :
2 Jahre 75 mg Venlafaxin dann gewechselt wegen keine Wirkung mehr auf Duloxetin 60mg dann runter auf 30 mg 3 2 monate dann Kaltentzug .
Alprazolam 2.5 jahre täglich 0.25 mg - 0.5 mg unregelmässige einnahme . Kalt abgesetzt .
Können meine Kaltentzüge etwas kaputt machen? Dauerhafte Schäden anrichten?
Bin 22 Jahre jung .
Liebe Grüsse

padma
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Re: Antidepressiva absetzen Entzugshölle

Beitrag von padma » Freitag, 27.04.18, 14:19

hallo Cavani, :)

unseres Kenntnisstandes nach führt ein AD Entzug (auch Kaltentzug) nicht zu dauerhaften Schäden.
Es kann jedoch eine längere Zeit (manchmal sehr lange) dauern bis sich das ZNS nach einem Kaltentzug wieder erholt.

Das ZNS ist neuroplastisch,d.h. es kann sich daher selbst wieder erholen.

Was möglicherweise zurückbleiben kann, ist eine erhöhte Sensibilität des ZNS.

Benzos können bei einer Langzeiteinnahme bleibende Schäden hinterlassen. Bei deiner Einnahmedauer und Dosis ist das jedoch unwahrscheinlich.

liebe Grüsse,
padma
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Re: Antidepressiva absetzen Entzugshölle

Beitrag von Cavani9 » Freitag, 27.04.18, 18:09

Hallo Padma, :-)
Danke für deine Antwort .
Ja das hat mir angst gemacht, dass ich mich nie mehr erholen werden durch den kaltentzug, bin aber der festen überzeugung dass sich alles wieder einpendeln wird.
Eine Frage bleibt mir offen ,
Sind 2 Jahre Einnahme viel? Und meine Dosis war ja auch nicht keine Ahnung wie hoch.
Und spielt das Alter da eine Rolle?
Ich bin knapp nach meinem 21 Geburtstag in den Entzug rein.
Liebe Grüsse dir und allen Anwesenden.

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Re: Antidepressiva absetzen Entzugshölle

Beitrag von padma » Samstag, 28.04.18, 22:56

hallo Cavani, :)


wärst du bitte so nett, eine Signatur zu erstellen?
bin aber der festen überzeugung dass sich alles wieder einpendeln wird.
ja, das denke ich auch


Zu deinen Fragen: es ist alles immer individuell. Es gibt Leute, die machen einen Kaltentzug von einer hohen Dosis und haben kaum Probleme und andere haben ein AD nur sehr kurz genommen und haben massive Absetzsymptome.

Allgemein sind 2 Jahre nicht so lang.
Da du noch sehr jung bist, ist dein ZNS noch sehr anpassungsfähig, das ist von Vorteil.

liebe Grüsse,
padma
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Re: Antidepressiva absetzen Entzugshölle

Beitrag von LenaLena » Sonntag, 29.04.18, 22:18

Hallo Bes,

abgesehen davon, dass ich all deine aufgezählten Symptome auch gut kenne - auch diese Wechsel, psychotische Gedanken und sogar Suizidgedanken, die bei mir erst jetzt im 9. Monat des Entzugs erstmals kurz aufgetreten sind - wollte ich kurz was zu Folgeschäden sagen.
Padma :) hat dir eh schon sehr gut geantwortet, denn ich finde es nicht sehr zielführend, was Kevin schrieb (auch wenn das vl im Moment seine Perspektive und Meinung ist).
Soweit man weiß, bleiben nach einem Entzug, auch nach einem Kaltentzug, KEINE Schäden zurück, man heilt wieder komplett!
Klar gibt es immer extreme Fälle, auch Entzug kombiniert mit anderen Dingen (wie Jamie schilderte), so dass bestimmte Sensibilitäten zurückbleiben oder eine leicht geringere Belastungsfähigkeit.
Aber man wird wieder gesund!!!

Ich stütze mich da z.B. auf die Aussage einer ehemals selbst Betroffenen, die seit über 10 Jahren Leute im Entzug betreut, Baylissa Frederick. Auf ihrer Internetseite (baylissa.com) sagt sie in einem Video, dass sie noch niemals erlebt hat, dass jemand gar nicht gesund wird.

Aber es kann eben dauern. Das ist die einzige Einschränkung.
Es gibt durchaus Fälle, wo das nun mal ein paar Jahre dauerte. Wobei es - wie du es ja auch beschreibst - in dieser Zeit immer besser wurde.
Also bitte keine Angst, das wird wieder, und bitte verliere niemals die Hoffnung, denn sie treibt uns an und aktiviert auch die Selbstheilungskräfte des Körpers :)
Cavani9 hat geschrieben:
Sonntag, 11.03.18, 5:30
Nachdem ich seit 10 Monaten nicht mehr bei der Ex Psychiaterin gegangen bin .
Ich hab sicher um die 20 Psychiater / Spitäler / Sogar Chefärzte am Telefon gehabt mit alle dem gleichen Fazit : Es ist die Grunderkrankung , denn länger als max 4 Wochen sollte der Entzug nicht gehen,dann dachte ich mir ja okey aber meine Grunderkrankung war ein Paradies im gegesatz zudem was ich jetzt durchmache und somit konnte ich sie nicht ernst nehmen.
Eine Freundin von mir hat dieselbe Erfahrung gemacht. Sie war im Entzug auch so neben sich, dass sie verzweifelt Hilfe gesucht und deshalb alle möglichen Ärzte angerufen hat. Selbes Ergebnis, es wäre die Grunderkrankung.

Und ich (und vermutlich auch jeder andere) stimme dir von Herzen zu, wenn du sagst, die Grunderkrankung war das Paradies gegen das hier.

LG Lena
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Zu rasches Reduzieren (5 Monate), Entzug auf Null seit August 2017

Mir hilft: Omega 3, Vitamin D, histaminarme Ernährung, Passionsblumentropfen + Gaba
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