Klick auf das Kreuzchen, wenn Du die Meldung gelesen hast ->

Achtung: In der nächsten Zeit kann es zu unangekündigten und längeren Ausfällen des Forums kommen. Mehr infos in der Ankündigung.
Aktuell:
Umfrage an Langzeit- und Schwerbetroffene im Entzug

Bitte mitmachen, eure Meinung ist uns wichtig


Bist Du neu und weißt nicht, wie du anfangen sollst?

Registriere Dich zunächst und wähle einen Benutzernamen, der mit Deinem echten Namen möglichst wenig zu tun hat, wenn Du anonym bleiben möchtest. Du darfst als Benutzernamen keine Marken- oder Medikamentennamen verwenden. Wenn Du ganz auf Nummer sicher gehen willst, verwende am Besten auch eine Wegwerf-Emailadresse. Wenn Du genaueres wissen möchtest, lies bitte auch unsere Regeln.

Stelle Dich und Dein Anliegen dann in einem neuen Thema vor. Du kannst als neu registrierter erstmal nur im Bereich "Hier bist Du richtig" schreiben. Beachte bitte, dass der Beitrag solange unsichtbar bleibt, bis jemand aus dem Team ihn freigeschaltet hat. Da wir hier viel zu tun haben, kann das eine Weile dauern.

Hier klicken, um Dich zu registrieren.

Hier klicken, um neues Thema im Bereich "Hier bist Du richtig" zu erstellen".

Bitte lies zunächst die "Erste Hilfe" für Deine Medikamentengruppe: Antidepressiva | Benzodiazepine | Neuroleptika

Euer ADFD Team

Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Wenn Antidepressiva abgesetzt werden, kann dies zu schweren und langwierigen Entzugserscheinungen führen. Viele Hersteller und Ärzte verharmlosen diese Problematik leider.
Petunia
Beiträge: 751
Registriert: Dienstag, 18.04.17, 17:38
Hat sich bedankt: 1110 Mal
Danksagung erhalten: 2171 Mal

Re: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Petunia » Mittwoch, 11.04.18, 11:49

Lieber Lake, liebe Anikke, liebe Eva, liebe Renate,

Vielen Dank für Eure Einschätzungen. Das bringt mich zumindest ein bisschen auf den Boden zurück.

Wahrscheinlich sollte ich schon irgendwann eine Traumatherapie machen. Aber ob das jetzt schon der richtige Zeitpunkt ist, weiss ich nicht. Die Wartezeiten sind aber ohnehin lang.

Es wäre gut, wenn ich diese Nächte und Vormittage, oft ja auch die ganzen Tage, besser durchstehen könnte. In diesen Zuständen kann ich die Verantwortung nicht gut für mich selbst übernehmen. Bin unfähig, irgendetwas sinnvolles zu tun. Habe schon wieder den Notfallkoffer gepackt in meiner Angst. Packe ihn aber nachher wieder aus und ordentlich ein.

Der nächste Termin mit der Psychiaterin ist halt erst am 27.4. Das ist endlos lange hin.
Ich hoffe, dass sie mich wegen einer guten psychosomatischen Klinik beraten kann. Sanatorien wie früher gibt's ja nicht mehr.

In die Klinik, wo ich jetzt war, könnte ich erst in einem halben Jahr zur Auffrischung hin. So sieht das die Krankenkasse vor. Ist ja mehr eine Schmerzklinik.

Im Grunde hoffe ich auf ein Wunder, dass es mir von selbst wieder besser geht. Die Vereinsamung ist aber schon ein hinderliches Problem für mich. Aber das hätte ich in einer Stadt wahrscheinlich ebenso.

Obwohl es in der Klinik im engen Zimmer sehr schwer war, allein war ich nicht, und die vielen Gespräche mit den Schwestern und den anderen Patienten auf dem Gang haben mir viel Input gegeben, den ich hier einfach nicht habe. Ich glaube, das hat mich so angehoben. Und jetzt erschlägt mich die Stille. Eventuell deshalb dieser Absturz. Deshalb kommt mir eben immer wieder der Gedanke, in einer Klinik Struktur zurückzugewinnen. Allerdings muss ich danach ja auch wieder zurechtkommen.

Mit mir allein komme ich weiterhin nicht gut klar. Das war vor dem Entzug und auch vor der AD -Einnahme völlig anders. Das ist neu, seit ich entzogen habe und die Trennung hatte und ich bin einfach geschockt davon. Ich kannte schon Einsamkeitsgefühle und Angst, besonders als Kind, aber ich konnte mich trotzdem immer auch gut allein beschäftigen. Auch nach meinen vorherigen Trennungen. Arbeiten ging immer und meinen Hobbies konnte ich auch nachgehen und unter Leute gehen auch, trotz Angstanfällen. Ich war höchstens mal zwei Wochen lahmgelegt, länger nicht.

Das ist schon verrückt alles.

Jetzt versuche ich mal zu stricken, bis ich die Kraft aufbringe, weiter nach einer Haushaltshilfe zu telefonieren. Ich bekomme das im Moment nicht hin! Beschreiben warum, das kann ich aber nicht. Es ist eine Blockade.

Liebe Renate, wie bist Du durch diese schwere Periode gekommen? Hast Du den Eindruck, dass das von selbst besser wird? Konntest Du noch einkaufen und kochen und so etwas? Oder macht das dann Dein Mann?

Ich ziehe den Hut vor allen, die da durch gehen.

Dicke Umarmung für Euch
Beate
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Petunia für den Beitrag (Insgesamt 3):
padmaNali 79LinLina
18.04.2017
Neu hier im Forum

Seit 2001 Citalopram 20 mg wegen Schwindel und Angstzuständen.

2007 nach Schwächeanfall Diagnose Hashimoto-Thyreoiditis
Eindosieren mit L-Thyrox bis auf 125 Mikrogramm
Insgesamt seit Einnahme von Citalopram 45 kg zugenommen

2015 Citalopram runterdosiert auf 10 mg, ganz gut.
Umstellung auf glutenfreie Ernährung. Daraufhin in 1 Jahr 20 kg abgenommen

2016 im Sommer wieder mehr Schwindel. Dann kamen Herzrasen und Herzrhythmusstörungen, Einschlafprobleme und "Blitze im Kopf " dazu.
Machte mich arbeitsunfähig.

Psychiater stellte um auf Escitalopram 5mg
L-Thyrox von 125 auf 100 Mikrogramm reduziert
Keine Änderung der Symptomatik.

Oktober 2016 EKG beim Kardiologen. QTc-Zeit verlängert. Er riet zum Absetzen von Citalopram

Nach ärztlichem Rat erst im November 4 Wochen lang jeden 2. Tag Escitalopram 5 mg, im Dezember noch jeden 3. Tag, ab Januar dann ganz aufgehört.

Seitdem kontinuierlich immer schlechterer Zustand.
Dauerrauschen im Kopf, Dauerschwindel, Benommenheit, Wattegefühl, Schwäche, Angst , Brain zaps, Schlafprobleme , Unfähigkeit, den Alltag zu meistern. Totale Verzweiflung, Dauerweinen, Hoffnungslosigkeit.

25.04.17
Knall. Totale Panik wegen Brain zaps, massiven Schwindels, Problemen mich zu orientieren.
Notfallmässig zu einem Allgemeinmediziner mit Naturheilverfahren.
Infusion mit homöopathischen Mitteln, Akupunktur, ohne Erfolg

04.05.17
Weiterhin schwere Symptome, kann nur im Bett liegen, morgens bis früher Nachmittag am schlimmsten. "Kopfattacken", Schwindel bis zur Orientierungslosigkeit, komme nur mit Mühe zur Toilette, Heulkrämpfe vor Angst.
Presselin Nervenkomplex
Bringt mir nichts.

25.6.17
Mein Mann trennt sich von mir und wirft mich aus dem Haus.

4 Monate Leben aus dem Koffer

Ende September 2017
2 Wochen Psychiatrie, völlig ausgebrannt, starke Depressionen plus Ängste zu den körperlichen Symptomen dazu.
Versuch mit Tavor: paradoxe Reaktion, Herzrasen
Atosil : ebenso
Sertralin: 5 Tage, dann abgesetzt wegen zu starker Nebenwirkungen, schlaflos, starke Angst
Behandelnde Ärztin frei von jeglicher Empathie, setzt mich stark unter Druck, da Teilnahme an Therapien kaum möglich . Während des gesamten Aufenthalts dauerhaft hoher Ruhepuls um die 100 und zu hoher Blutdruck
Entlasse mich selbst entnervt nach 14 Tagen

Im Anschluss zu einem Arzt/Psychotherapeut.
Gegen den zu hohen RR:
Beta Blocker Beloc-Zoc mite 47,5 mg sowie
HCT Dexcel 25 mg (Hydrochlorothiazid), ein Diuretikum
Ausserdem 5 Tage lang
Opipramol 50 mg und
Olanzapin (Dosierung vergessen)
Olanzapin nach 10 Tagen abgesetzt, Opipramol nach 2 Wochen
Ich vertrage nichts mehr! Macht alles nur schlimmer

Oktober 2017
Eine Woche internistische Klinik wegen Bluthochdruckkrise
Beobachtung, Herzsono und Doppler Halsgefäße o.B.
Vorübergehend ein drittes Medikament (Blutdrucksenker, Name vergessen)
Noch in Klinik abgesetzt

Aktuell (März 2018):
Beloc-Zoc mite 47,5 mg
L-Thyrox 100 mikrogr

Nach wie vor schwere Symptome, Depression, Angst, Heulkrämpfe, Kopfsymptome, "Gruselgefühl" in Brust- und HWS und im Kopf
Unfähig zu einem normalen Alltag.

Guglhupf
Beiträge: 280
Registriert: Sonntag, 23.07.17, 14:26
Hat sich bedankt: 248 Mal
Danksagung erhalten: 713 Mal

Re: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Guglhupf » Mittwoch, 11.04.18, 13:29

Liebe Beate :)

Schön, dass du wenigstens einige gute normale Stunden hättest. Für mich ein Zeichen, dass Zuhause ohne Absprache, ohne Betreuung, ohne Ablenkung einfach die Vorkommnisse der letzten Monate in deinem privaten Umfeld über dir zusammenbrechen. Ich habe den Eindruck dir fällt sprichwörtlich die Decke auf den Kopf.

Und ist es wirklich eine Depression, wenn du bei entsprechender Betreuung Freude empfinden kannst? Ich kenn mich da gar nicht aus aber ist es nicht so, dass man bei einer Depression gar keine Freude in keiner Situation empfinden kann?

Ich hoffe so sehr, dass du eine gute Klinik findest, in der du so lange betreut und therapiert wirst, bis du deine Schicksalsschläge aufarbeiten und dich davon befreien kannst.

Viele Grüße
Anna :group:
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Guglhupf für den Beitrag (Insgesamt 3):
Nali 79padmaPetunia
Meine Signatur
► Text zeigen
- Ergänzend seit 2016: 1/2 Pkg Magnosolv pro Tag, spürbare Entspannung bei Herz und allgemeiner Muskulatur
- Passionsblumentee zur Milderung entzugsbedingter NW
- reines Lavendelöl - sorgt für schnelle Beruhigung und Entspannung bei mir

"Der Optimist hat nicht weniger oft unrecht als der Pessimist, aber er lebt froher."

Muryell
Beiträge: 822
Registriert: Sonntag, 14.05.17, 18:04
Hat sich bedankt: 1457 Mal
Danksagung erhalten: 1989 Mal

Re: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Muryell » Mittwoch, 11.04.18, 14:01

Liebe Beate,

hast Du schon von der SysTelios Klinik in Siedelsbrunn gehört? Sie werben mit einer Therapie auf Augenhöhe. Ich kenne sie nicht persönlich, aber ich kenne drei Personen, die dort gute Erfahrungen gemacht haben.

Sie ist allerdings eine private Akutklinik, es kann aber sein, dass die gesetzliche Krankenversicherung einen Teil der Kosten übernimmt.
http://www.systelios.de/klinik/konzept/ ... ssion.html

Ich hoffe sehr, dass Du eine gute Lösung findest.

Liebe Grüße

Muryell
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Muryell für den Beitrag (Insgesamt 2):
Nali 79Petunia
► Text zeigen

stubi
Beiträge: 330
Registriert: Donnerstag, 12.02.15, 19:16
Hat sich bedankt: 1008 Mal
Danksagung erhalten: 766 Mal

Re: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von stubi » Mittwoch, 11.04.18, 19:12

Liebe Beate,

Bei mir ist die Problematik mehr in der Psyche und weniger körperlicher Art.
Ja was soll ich sagen, ich bin wahrscheinlich sehr zäh und muss auch noch eine masochistische Ader haben sonst kann ich mir einfach nicht vorstellen wie ich diesen Horror immer wieder überlebe.
Ich habe mir so gewünscht zu sterben um endlich erlöst zuwerden von der seelischen Qual und als mein lieber Mann noch einen drauf gesetzt hat, da sind mir die Augen aufgegangen und ich bin zurück ins Leben gekehrt.

Ich leide noch immer auf unsägliche Weise doch meine Todessehnsucht ist gewichen und ich denke über Lösungen nach.

Also körperlich geht es mir nicht so schlecht wie du deine Zustände beschreibst, mein Fuss, die tibitalis posterior Sehne macht mir nach längerer Bewegung Schwierigkeiten, und die Lendenwirbelsäule auch.

Ich versuche mir selbst Mut zumachen und rede mit immer wieder ein das es besser werden wird.

Ich leide auch sehr darunter das ich den Arsch nicht hochbekomme und rausgehe. Ich möchte jetzt nur noch Zuhause bleiben und über die Lösung meines Problems nachzudenken, wobei ich schon weiß das dies nicht die Lösung sein kann.

Du siehst liebe Beate auch nicht das gelbe vom Ei, doch ich hoffe das sich früher oder später was für mich ergeben wird.

Alles Gute für dich.

Renate
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor stubi für den Beitrag (Insgesamt 3):
Nali 79padmaPetunia

Petunia
Beiträge: 751
Registriert: Dienstag, 18.04.17, 17:38
Hat sich bedankt: 1110 Mal
Danksagung erhalten: 2171 Mal

Re: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Petunia » Freitag, 13.04.18, 14:12

Liebe Anna, liebe Muryell, liebe Renate ,

Danke Euch!

Es ist sicher so, dass hier in der Wohnung alles über mir zusammenschlägt. Ich empfinde das ganz stark so.

Die Symptome sind wieder stärker geworden. Gestern habe ich es relativ gut ertragen, obwohl ich den ganzen Tag allein war und niemanden gesehen habe. Ich lag einfach, ein paar Stunden draussen auf der Terrasse, die restliche Zeit drin. Habe nicht geheult und Ruhe bewahrt.

Heute wieder alles anders. Es begann heute morgen. Ich habe nur ein paar T-Shirts zusammengelegt, Frühstück gemacht, ein wenig aufgeräumt. Dann fing der Kopf wieder an auszuticken. Schlimmste Missempfindungen. Mein Nachbar kam, um meine Kartonagen wegzufahren, die sich seit Januar auf der Terrasse aufgetürmt haben. Ich habe ihm ein bisschen geholfen und dann die Terrasse gefegt, war alles voller Blätter.

Seitdem geht wieder nichts . Es ist nicht zu fassen, 18 Monate nach Null. Ich könnte komplett ausrasten, so eine Qual ist das. Für was halte ich das eigentlich so lange aus, frage ich mich.

Eigentlich werde ich in einer halben Stunde abgeholt zum Stricktreff. Das ist so lieb und ich möchte so gerne ein bisschen Zeit in Gesellschaft verbringen. Aber ich weiss nicht ob das geht. Allein hier liegen und niemanden sehen packe ich aber gerade auch nicht.

Jetzt liege ich und atme und hoffe, dass mein Kopf sich beruhigt.

Liebe Muryell, die Klinik in Siedelsbrunn habe ich mir im Internet angesehen. Sieht gut aus. Allerdings kennen die sich wohl mit Trauma nicht so aus.

Auch ich denke ständig über Lösungen nach, liebe Renate. Wie ich aus dieser Nummer wieder rauskomme, ohne mehr und mehr seelisch Schaden zu nehmen.
Aber es ist wohl wirklich so, dass sich der Prozess nicht beschleunigen lässt. Bitter.

Ich will das heute nicht absagen! Das letzte Treffen war Ende Februar bei mir . Ich will nicht so ausgegrenzt sein! Da draussen passiert das Leben und ich hänge hier drin mit Symptomen, von denen ich früher nicht wusste, dass es sie überhaupt gibt! Das ist doch völlig irre. Und je länger das dauert, umso weniger glaubt meine Umgebung, dass das noch der Entzug sein kann.
Man weiss das eben nicht .

Aber hier im Forum bin ich ja nicht die einzige mit solchen schweren Verläufen nach Null.

Prozess akzeptieren. Immer und stets, nach Möglichkeit.
Gestern konnte ich es. Heute nicht.
Ich gehe mit zum Stricken. Sage mir, es ist doch egal, wo es mir dreckig geht. So habe ich aber zumindest mal eine andere Umgebung und Ablenkung.

Und hinterher muss ich wieder liegen. Aber das muss ich ja auch so oder so.

Morgen kommen die Hunde wieder. Ich hoffe es geht gut. Ich habe jetzt eine Frau, die vormittags mit ihnen 1,5 bis 2 Stunden geht. Sie geht mit zwei andren Frauen und insgesamt um die 8 Hunden. Ich hoffe das klappt auch mit meiner blinden Hündin.
Es ist teuer. Aber meine Bekannte bekommt auch so viel Geld jetzt, sie lebt unter anderem von Hundebetreuung.
Und es ist doch besser, wenn die Wauzis bei mir sind. Dann kommen auch die Kinder öfter zu mir runter. Da ist dann mehr Leben hier.

Ich wünsche Euch allen noch einen friedlichen Tag.

Ganz liebe Grüße Beate
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Petunia für den Beitrag (Insgesamt 7):
lunettaNali 79stubiUlulu 69padmaJofabBittchen
18.04.2017
Neu hier im Forum

Seit 2001 Citalopram 20 mg wegen Schwindel und Angstzuständen.

2007 nach Schwächeanfall Diagnose Hashimoto-Thyreoiditis
Eindosieren mit L-Thyrox bis auf 125 Mikrogramm
Insgesamt seit Einnahme von Citalopram 45 kg zugenommen

2015 Citalopram runterdosiert auf 10 mg, ganz gut.
Umstellung auf glutenfreie Ernährung. Daraufhin in 1 Jahr 20 kg abgenommen

2016 im Sommer wieder mehr Schwindel. Dann kamen Herzrasen und Herzrhythmusstörungen, Einschlafprobleme und "Blitze im Kopf " dazu.
Machte mich arbeitsunfähig.

Psychiater stellte um auf Escitalopram 5mg
L-Thyrox von 125 auf 100 Mikrogramm reduziert
Keine Änderung der Symptomatik.

Oktober 2016 EKG beim Kardiologen. QTc-Zeit verlängert. Er riet zum Absetzen von Citalopram

Nach ärztlichem Rat erst im November 4 Wochen lang jeden 2. Tag Escitalopram 5 mg, im Dezember noch jeden 3. Tag, ab Januar dann ganz aufgehört.

Seitdem kontinuierlich immer schlechterer Zustand.
Dauerrauschen im Kopf, Dauerschwindel, Benommenheit, Wattegefühl, Schwäche, Angst , Brain zaps, Schlafprobleme , Unfähigkeit, den Alltag zu meistern. Totale Verzweiflung, Dauerweinen, Hoffnungslosigkeit.

25.04.17
Knall. Totale Panik wegen Brain zaps, massiven Schwindels, Problemen mich zu orientieren.
Notfallmässig zu einem Allgemeinmediziner mit Naturheilverfahren.
Infusion mit homöopathischen Mitteln, Akupunktur, ohne Erfolg

04.05.17
Weiterhin schwere Symptome, kann nur im Bett liegen, morgens bis früher Nachmittag am schlimmsten. "Kopfattacken", Schwindel bis zur Orientierungslosigkeit, komme nur mit Mühe zur Toilette, Heulkrämpfe vor Angst.
Presselin Nervenkomplex
Bringt mir nichts.

25.6.17
Mein Mann trennt sich von mir und wirft mich aus dem Haus.

4 Monate Leben aus dem Koffer

Ende September 2017
2 Wochen Psychiatrie, völlig ausgebrannt, starke Depressionen plus Ängste zu den körperlichen Symptomen dazu.
Versuch mit Tavor: paradoxe Reaktion, Herzrasen
Atosil : ebenso
Sertralin: 5 Tage, dann abgesetzt wegen zu starker Nebenwirkungen, schlaflos, starke Angst
Behandelnde Ärztin frei von jeglicher Empathie, setzt mich stark unter Druck, da Teilnahme an Therapien kaum möglich . Während des gesamten Aufenthalts dauerhaft hoher Ruhepuls um die 100 und zu hoher Blutdruck
Entlasse mich selbst entnervt nach 14 Tagen

Im Anschluss zu einem Arzt/Psychotherapeut.
Gegen den zu hohen RR:
Beta Blocker Beloc-Zoc mite 47,5 mg sowie
HCT Dexcel 25 mg (Hydrochlorothiazid), ein Diuretikum
Ausserdem 5 Tage lang
Opipramol 50 mg und
Olanzapin (Dosierung vergessen)
Olanzapin nach 10 Tagen abgesetzt, Opipramol nach 2 Wochen
Ich vertrage nichts mehr! Macht alles nur schlimmer

Oktober 2017
Eine Woche internistische Klinik wegen Bluthochdruckkrise
Beobachtung, Herzsono und Doppler Halsgefäße o.B.
Vorübergehend ein drittes Medikament (Blutdrucksenker, Name vergessen)
Noch in Klinik abgesetzt

Aktuell (März 2018):
Beloc-Zoc mite 47,5 mg
L-Thyrox 100 mikrogr

Nach wie vor schwere Symptome, Depression, Angst, Heulkrämpfe, Kopfsymptome, "Gruselgefühl" in Brust- und HWS und im Kopf
Unfähig zu einem normalen Alltag.

stubi
Beiträge: 330
Registriert: Donnerstag, 12.02.15, 19:16
Hat sich bedankt: 1008 Mal
Danksagung erhalten: 766 Mal

Re: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von stubi » Freitag, 13.04.18, 15:59

Liebe Beate,

es tut mir sehr leid das bei dir überhaupt keine länger anhaltende Besserung eintreten will.
Du bist sehr tapfer an dieser Strickrunde teilzunehmen, ich kann dich da gut verstehen das du nicht aussen vorzustellen.
Diese Hundesitter sind sehr teuer das habe ich auch gehört.
Schade das ich keine Nachbarin von dir bin, ich würde es aus Tierliebe machen.
Doch ich könnte nicht soweit laufen, da mein Fuss und mein Lesenwirbel da zu jammern anfangen wenn's zuviel wird.
Ich wünsche dir wirklich von Herzen das endlich einmal was wirklich besser werden wird bei dir.

Ich denk an dich und sende dir viele Kraftgedanken mehr kann ich leider nicht tun.

Liebe Grüße
Renate
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor stubi für den Beitrag (Insgesamt 4):
Nali 79padmaBittchenPetunia

Ululu 69
Team
Beiträge: 3170
Registriert: Donnerstag, 04.05.17, 17:43
Hat sich bedankt: 8608 Mal
Danksagung erhalten: 5497 Mal

Re: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Ululu 69 » Freitag, 13.04.18, 20:19

Liebe Beate,

es ist wirklich bewundernswert, wie tapfer du immer wieder bist, obwohl deine schlimmen Symptome schon so lange anhalten und es dir dein familiäres Umfeld und die beteiligten Ärzte und Krankenhäuser immer noch zusätzlich schwer machen.
:hug: :hug:

Ich hoffe, du konntest deinen Strickkreis wenig ein bisschen genießen.

Deine Hunde werden sich sicher ganz wahnsinnig freuen, wenn sie wieder bei dir sein dürfen.

LG Ute
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Ululu 69 für den Beitrag (Insgesamt 7):
padmaJamieBittchenPetuniastubiJofabNali 79
► Text zeigen


Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

lunetta
Beiträge: 1571
Registriert: Montag, 17.08.15, 18:09
Hat sich bedankt: 475 Mal
Danksagung erhalten: 3392 Mal

Re: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von lunetta » Montag, 16.04.18, 12:23

Hallo Beate!

Wie geht es dir? Wenn ich ein paar Tage nichts von dir lese, mache ich mir immer sofort Sorgen....

GLG
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor lunetta für den Beitrag (Insgesamt 2):
stubiBittchen
► Text zeigen
.

Petunia
Beiträge: 751
Registriert: Dienstag, 18.04.17, 17:38
Hat sich bedankt: 1110 Mal
Danksagung erhalten: 2171 Mal

Re: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Petunia » Montag, 16.04.18, 13:11

Liebe Lunetta,

Lieben Dank! Ich kämpfe mich durch. Mag zur Zeit nicht ständig hier rumjammern. Es ändert sich einfach nichts an meinem Zustand und das ist so frustrierend und traurig .

Habe in letzter Zeit so viel probiert und gesucht nach etwas, was mir Erleichterung bringt. Aber ich lass das alles wieder sein. Außer den Passionsblumen Tabletten, denen gebe ich noch eine Chance.

Es ist wohl schon so, dass persönliche Gespräche und Zuwendung helfen, das alles besser zu ertragen.

Heute war das erste Mal der Hundegassigeher da. Hat die überraschten Wauzis ins Auto geladen. Einen Moment dachte Ich, was mache ich da, einem wildfremden Menschen die Hunde mitzugeben. Aber er hat sie wohlbehalten zurückgebracht. Morgen kommt er wieder.

Und ich liege hier mit der Wärmflasche auf dem Sofa und warte bis der Tag rum ist. Nachts habe ich 3 Stunden nur geschlafen. Das ist doof. Schlaf wird schlechter.

Kann ich denn wirklich nur passiv abwarten, bis es besser wird? Monatelang oder länger? Das ist keine schöne Aussicht.

Aber keine Sorge, ich mache weiter, auch wenn ich immer wieder an den Punkt komme, wo ich es schier nicht mehr ertrage. Das ist aber doch klar, mittlerweile 18 Monate nach Null.

Wie geht es Dir, liebe Lunetta?

Ich umarme Dich!

Ganz liebe Grüße Beate
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Petunia für den Beitrag (Insgesamt 7):
Nali 79padmastubiLinLinaBittchencarlottaJofab
18.04.2017
Neu hier im Forum

Seit 2001 Citalopram 20 mg wegen Schwindel und Angstzuständen.

2007 nach Schwächeanfall Diagnose Hashimoto-Thyreoiditis
Eindosieren mit L-Thyrox bis auf 125 Mikrogramm
Insgesamt seit Einnahme von Citalopram 45 kg zugenommen

2015 Citalopram runterdosiert auf 10 mg, ganz gut.
Umstellung auf glutenfreie Ernährung. Daraufhin in 1 Jahr 20 kg abgenommen

2016 im Sommer wieder mehr Schwindel. Dann kamen Herzrasen und Herzrhythmusstörungen, Einschlafprobleme und "Blitze im Kopf " dazu.
Machte mich arbeitsunfähig.

Psychiater stellte um auf Escitalopram 5mg
L-Thyrox von 125 auf 100 Mikrogramm reduziert
Keine Änderung der Symptomatik.

Oktober 2016 EKG beim Kardiologen. QTc-Zeit verlängert. Er riet zum Absetzen von Citalopram

Nach ärztlichem Rat erst im November 4 Wochen lang jeden 2. Tag Escitalopram 5 mg, im Dezember noch jeden 3. Tag, ab Januar dann ganz aufgehört.

Seitdem kontinuierlich immer schlechterer Zustand.
Dauerrauschen im Kopf, Dauerschwindel, Benommenheit, Wattegefühl, Schwäche, Angst , Brain zaps, Schlafprobleme , Unfähigkeit, den Alltag zu meistern. Totale Verzweiflung, Dauerweinen, Hoffnungslosigkeit.

25.04.17
Knall. Totale Panik wegen Brain zaps, massiven Schwindels, Problemen mich zu orientieren.
Notfallmässig zu einem Allgemeinmediziner mit Naturheilverfahren.
Infusion mit homöopathischen Mitteln, Akupunktur, ohne Erfolg

04.05.17
Weiterhin schwere Symptome, kann nur im Bett liegen, morgens bis früher Nachmittag am schlimmsten. "Kopfattacken", Schwindel bis zur Orientierungslosigkeit, komme nur mit Mühe zur Toilette, Heulkrämpfe vor Angst.
Presselin Nervenkomplex
Bringt mir nichts.

25.6.17
Mein Mann trennt sich von mir und wirft mich aus dem Haus.

4 Monate Leben aus dem Koffer

Ende September 2017
2 Wochen Psychiatrie, völlig ausgebrannt, starke Depressionen plus Ängste zu den körperlichen Symptomen dazu.
Versuch mit Tavor: paradoxe Reaktion, Herzrasen
Atosil : ebenso
Sertralin: 5 Tage, dann abgesetzt wegen zu starker Nebenwirkungen, schlaflos, starke Angst
Behandelnde Ärztin frei von jeglicher Empathie, setzt mich stark unter Druck, da Teilnahme an Therapien kaum möglich . Während des gesamten Aufenthalts dauerhaft hoher Ruhepuls um die 100 und zu hoher Blutdruck
Entlasse mich selbst entnervt nach 14 Tagen

Im Anschluss zu einem Arzt/Psychotherapeut.
Gegen den zu hohen RR:
Beta Blocker Beloc-Zoc mite 47,5 mg sowie
HCT Dexcel 25 mg (Hydrochlorothiazid), ein Diuretikum
Ausserdem 5 Tage lang
Opipramol 50 mg und
Olanzapin (Dosierung vergessen)
Olanzapin nach 10 Tagen abgesetzt, Opipramol nach 2 Wochen
Ich vertrage nichts mehr! Macht alles nur schlimmer

Oktober 2017
Eine Woche internistische Klinik wegen Bluthochdruckkrise
Beobachtung, Herzsono und Doppler Halsgefäße o.B.
Vorübergehend ein drittes Medikament (Blutdrucksenker, Name vergessen)
Noch in Klinik abgesetzt

Aktuell (März 2018):
Beloc-Zoc mite 47,5 mg
L-Thyrox 100 mikrogr

Nach wie vor schwere Symptome, Depression, Angst, Heulkrämpfe, Kopfsymptome, "Gruselgefühl" in Brust- und HWS und im Kopf
Unfähig zu einem normalen Alltag.

Petunia
Beiträge: 751
Registriert: Dienstag, 18.04.17, 17:38
Hat sich bedankt: 1110 Mal
Danksagung erhalten: 2171 Mal

Re: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Petunia » Montag, 16.04.18, 13:40

Liebe Renate und liebe Ute,

Euch auch lieben Dank für Eure Zeilen.

Wie gesagt, ich versuche weiter durchzuhalten und irgendwie zur Ruhe zu kommen und mich nicht mehr so verrückt zu machen und verzweifelt nach etwas zu suchen, was mir Erleichterung bringt. Es ist zwecklos, scheint mir.

Was mir offensichtlich gut tut, sind persönliche Gespräche und einfach Zuwendung und Angenommensein. Wärmflasche im Dauereinsatz. Sowas.

Ich bleibe noch bei den Passionsblumentabletten. In der Klinik hatte ich den Eindruck, dass sie etwas helfen. Aber ich schlafe seit neuestem sehr schlecht, nur 3 bis 4 Stunden. Das rädert natürlich. Ob das an den Tabletten liegt, weiss ich nicht .

Ibuprofen hab ich aufgehört, hatte morgens trotz Magenschutz starke Übelkeit, seit ich es weglasse nicht mehr.

Schade, war ganz gut gegen das Gruselgefühl.
Schröpfgläser setze ich mir auf, so gut es selbst am Rücken geht . Das nützt ein wenig.

Gestern habe ich mich von meinen Nachbarn überreden lassen, mit ihnen zu einem See 40 Minuten von hier zu fahren. Wir waren auf einem Grundstück am Wasser, haben gegrillt, mein Rüde ist begeistert im See geschwommen und hat Stöckchen apportiert. Ich durfte die ganze Zeit im Liegestuhl liegen und musste gar nichts machen . Es war bewölkt, 18 Grad, für mich absolute Komforttemperatur. Herrlich, trotz Symptomen.

Seitdem ist aber der Kopf noch lauter und das ZNS verstärkt gereizt. Ich konnte nur im Sitzen drei Stunden schlafen. Im Liegen bekomme ich solche unangenehmen Aussetzer, wie ich sie beim zu schnellen Reduzieren schon ständig hatte.

Aber ich brauche doch Abwechslung für meine Seele! Beim Stricktreffen war ich am Freitag auch. Da war es danach genauso. Kopf so in Aufruhr, dass Schlaf nur kurz und im Sitzen möglich. Dabei war es dort so schön und gemütlich. Fies finde ich das.

Jetzt also weiter Zwangspause und Zwangsliegen.
Es hilft ja nichts. Irgendwann muss das doch besser werden...

Ich drücke Euch und wünsche Euch einen friedlichen Tag.

Ganz liebe Grüße Beate
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Petunia für den Beitrag (Insgesamt 6):
padmastubiBittchenNali 79carlottaJofab
18.04.2017
Neu hier im Forum

Seit 2001 Citalopram 20 mg wegen Schwindel und Angstzuständen.

2007 nach Schwächeanfall Diagnose Hashimoto-Thyreoiditis
Eindosieren mit L-Thyrox bis auf 125 Mikrogramm
Insgesamt seit Einnahme von Citalopram 45 kg zugenommen

2015 Citalopram runterdosiert auf 10 mg, ganz gut.
Umstellung auf glutenfreie Ernährung. Daraufhin in 1 Jahr 20 kg abgenommen

2016 im Sommer wieder mehr Schwindel. Dann kamen Herzrasen und Herzrhythmusstörungen, Einschlafprobleme und "Blitze im Kopf " dazu.
Machte mich arbeitsunfähig.

Psychiater stellte um auf Escitalopram 5mg
L-Thyrox von 125 auf 100 Mikrogramm reduziert
Keine Änderung der Symptomatik.

Oktober 2016 EKG beim Kardiologen. QTc-Zeit verlängert. Er riet zum Absetzen von Citalopram

Nach ärztlichem Rat erst im November 4 Wochen lang jeden 2. Tag Escitalopram 5 mg, im Dezember noch jeden 3. Tag, ab Januar dann ganz aufgehört.

Seitdem kontinuierlich immer schlechterer Zustand.
Dauerrauschen im Kopf, Dauerschwindel, Benommenheit, Wattegefühl, Schwäche, Angst , Brain zaps, Schlafprobleme , Unfähigkeit, den Alltag zu meistern. Totale Verzweiflung, Dauerweinen, Hoffnungslosigkeit.

25.04.17
Knall. Totale Panik wegen Brain zaps, massiven Schwindels, Problemen mich zu orientieren.
Notfallmässig zu einem Allgemeinmediziner mit Naturheilverfahren.
Infusion mit homöopathischen Mitteln, Akupunktur, ohne Erfolg

04.05.17
Weiterhin schwere Symptome, kann nur im Bett liegen, morgens bis früher Nachmittag am schlimmsten. "Kopfattacken", Schwindel bis zur Orientierungslosigkeit, komme nur mit Mühe zur Toilette, Heulkrämpfe vor Angst.
Presselin Nervenkomplex
Bringt mir nichts.

25.6.17
Mein Mann trennt sich von mir und wirft mich aus dem Haus.

4 Monate Leben aus dem Koffer

Ende September 2017
2 Wochen Psychiatrie, völlig ausgebrannt, starke Depressionen plus Ängste zu den körperlichen Symptomen dazu.
Versuch mit Tavor: paradoxe Reaktion, Herzrasen
Atosil : ebenso
Sertralin: 5 Tage, dann abgesetzt wegen zu starker Nebenwirkungen, schlaflos, starke Angst
Behandelnde Ärztin frei von jeglicher Empathie, setzt mich stark unter Druck, da Teilnahme an Therapien kaum möglich . Während des gesamten Aufenthalts dauerhaft hoher Ruhepuls um die 100 und zu hoher Blutdruck
Entlasse mich selbst entnervt nach 14 Tagen

Im Anschluss zu einem Arzt/Psychotherapeut.
Gegen den zu hohen RR:
Beta Blocker Beloc-Zoc mite 47,5 mg sowie
HCT Dexcel 25 mg (Hydrochlorothiazid), ein Diuretikum
Ausserdem 5 Tage lang
Opipramol 50 mg und
Olanzapin (Dosierung vergessen)
Olanzapin nach 10 Tagen abgesetzt, Opipramol nach 2 Wochen
Ich vertrage nichts mehr! Macht alles nur schlimmer

Oktober 2017
Eine Woche internistische Klinik wegen Bluthochdruckkrise
Beobachtung, Herzsono und Doppler Halsgefäße o.B.
Vorübergehend ein drittes Medikament (Blutdrucksenker, Name vergessen)
Noch in Klinik abgesetzt

Aktuell (März 2018):
Beloc-Zoc mite 47,5 mg
L-Thyrox 100 mikrogr

Nach wie vor schwere Symptome, Depression, Angst, Heulkrämpfe, Kopfsymptome, "Gruselgefühl" in Brust- und HWS und im Kopf
Unfähig zu einem normalen Alltag.

lunetta
Beiträge: 1571
Registriert: Montag, 17.08.15, 18:09
Hat sich bedankt: 475 Mal
Danksagung erhalten: 3392 Mal

Re: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von lunetta » Montag, 16.04.18, 15:43

Hallo!

Bis auf dass ich heute arg Migräne habe, geht es mir gut. Aber bei uns ist heute ein totaler Wettersturz - von gestern frühsommerlich warm und sonnig - heute Regen und Gewitter und grau und dunkel:(

Unsere Hündin wurde am Freitag operiert - es wurden 6 Zähne entfernt. Obwohl ich ihr täglich die Zähne putze, waren sie regelrecht abgemahlt, nur mehr die Wurzeln vorhanden - aber die dumme Kleine kaut liebend gerne auf Steinen, und es ist ihr nicht abzugewöhnen;(
Das Wochenende war deshalb schwierig mit ihr - sie konnte oder wollte nicht fressen, auch das nicht was ich ihr zu Brei vermixt hatte. Und durch die Medis war ihr übel und sie war von der Narkose 2 Tage lang ganz benebelt, hat nur geschlafen.
Hatte schon Angst dass sie einschläft und nicht mehr aufkommt - sie ist doch schon fast 13.
Aber heute geht es wieder so halbwegs.

So, ich nehme noch eine Kopfschmerztablette und bemitleide mich noch ein wenig;)

Bei dir liest es sich aber gar nicht so schlecht....hast doch Einiges gemacht in den letzten Tagen...

Ich wünsche dir alles Liebe und Gute! LG
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor lunetta für den Beitrag (Insgesamt 8):
LinLinaBittchenpadmaNali 79stubicarlottaPetuniaJofab
► Text zeigen
.

carlotta
Beiträge: 2782
Registriert: Dienstag, 17.04.12, 16:10
Hat sich bedankt: 6203 Mal
Danksagung erhalten: 6054 Mal

Re: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von carlotta » Montag, 16.04.18, 21:24

Liebe Beate,

nur kurz von mir: Seit dem Klinikaufenthalt verschlimmerte Beschwerden, auch der plötzlich verschlechterte Schlaf, können im Zusammenhang stehen mit den Vitalstoffen/NEM, die Du dort erhalten hast, allen voran der B-Komplex, der gerade bei heftiger destabilisiertem ZNS starke Symptome hervorrufen kann (wirkt anregend). Symptome können auch nach dem Absetzen noch andauern.

Natürlich können auch die anderen Stoffe und Medikamente, die Du erhalten hast bzw. noch nimmst, Symptome triggern. Jedes von ihnen kann allein das ZNS erschüttern, solllte man es nicht vertragen. Das ist nun schwer auseinanderzuhalten. Daher sollte man im Entzug nie mehrere Stoffe gleichzeitig an- oder absetzen und bei NEM Monopräparate bevorzugen und zu Beginn Minimengen antesten.

Auch Vitalstoffe können starke Reaktionen im Nervensystem hervorrufen, wenn dieses bereits geschwächt ist. Die möglichen Auswirkungen sollte man nicht unterschätzen.

Bei dem Passionsblumenpräparat könntest Du einfach testen, wie es ohne ist und dann entscheiden, ob Du es weiternimmst. Betroffene reagieren da sehr unterschiedlich. Und dass Passionsblume eine beträchtliche Wirkung aufs ZNS haben kann, habe ich am eigenen Leib erfahren (in meinem Fall war es die gewünschte Wirkung, es gibt aber auch paradoxe Reaktionen).

Behalte das bitte einfach im Hinterkopf.

Ich wünsche Dir sehr, dass Du bald wieder mehr Wohlbefinden erlangst. :hug: Schön, dass Du den Ausflug ein bisschen genießen konntest. :) Man ist ja dankbar für solche Momente.

Liebe Grüße und weiterhin ganz viel Kraft
Carlotta
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor carlotta für den Beitrag (Insgesamt 6):
stubipadmaNali 79BittchenPetuniaMurmeline
"For the illicit drugs, we call this process addiction. For the prescribed medications, we call this process therapeutic." (Robert Whitaker)


"We need to stop harming each other in the false name of medicine."(Monica Cassani)

Muryell
Beiträge: 822
Registriert: Sonntag, 14.05.17, 18:04
Hat sich bedankt: 1457 Mal
Danksagung erhalten: 1989 Mal

Re: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Muryell » Dienstag, 17.04.18, 15:16

Liebe Beate,

ich habe es nicht mehr in Erinnerung, deshalb frage ich: Wurde Deine Wirbelsäule bereits gründlich untersucht? Eine Freundin von mir hatte ähnliche Beschwerden wie Du sie hast, und sie hatte ein Problem mit dem Atlaswirbel.

Wäre das vielleicht ein neuer Ansatz?

Liebe Grüße und alles Gute

Muryell
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Muryell für den Beitrag (Insgesamt 4):
PetuniacarlottaMurmelinepadma
► Text zeigen

Petunia
Beiträge: 751
Registriert: Dienstag, 18.04.17, 17:38
Hat sich bedankt: 1110 Mal
Danksagung erhalten: 2171 Mal

Re: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Petunia » Dienstag, 17.04.18, 18:23

Liebe Lunetta, liebe Carlotta, liebe Muryell,

Vielen lieben Dank für Eure Zeilen!

Liebe Lunetta,

Ich hoffe, Deine Migräne lässt Dich heute in Ruhe. Und wie geht's Eurem Wauzi heute? Hat sie sich schon erholen können? Ich drücke die Daumen!

Liebe Carlotta,

Ich habe heute mal die Passionsblume weggelassen. B-Komplex und D3 lasse ich schon seit Tagen weg. Lasea habe ich nach der Klinik nur noch an zwei Abenden genommen. Ich glaube das nützt nichts. Entweder ich schlafe oder eben nicht, es ist egal, ob ich etwas nehme oder nicht .

Liebe Muryell,
An Atlas habe ich schon auch gedacht. Ich glaube aber das ist es wahrscheinlich nicht nur.

Heute hat meine Ausbilderin mich angerufen und gefragt wie es mir geht.
Dann hat sie mir die Nummer von zwei Zahnärzten gegeben, zu denen sie seit einiger Zeit Kontakt hat. Die kennen sich bestens mit HWS, Biß, Kiefer und Schädel und den damit verbundenen Problemen aus. Ich rufe da morgen an und mache da einen Termin.

Sie veranlassen dann auch ein so genanntes upright MRT, also eines, bei dem man sitzt.
Im Liegen sieht man im HWS Bereich nämlich meist gar nicht, was los ist. Im Grunde einleuchtend.

Die schicken auch niemanden weg zum Psychodoc, wenn man auf dem Zahnfleisch daherkommt und nur noch heult. So wie es mir zuletzt in der Klinik passiert ist mit dem Chefarzt.

Ich muss das alles privat bezahlen, aber ich will das versuchen. Diese extremen Beschwerden sind so belastend und sie werden ja eher immer schlimmer.

Auf diesen MRTs kann man dann auch sehen, was mit dem Atlas los ist und den ganzen Bändern in diesem Bereich.

Die Entzugssymptome sind da, aber das andere eben auch.

Ich wünsche Euch allen einen friedlichen Abend

Ganz liebe Grüße Beate
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Petunia für den Beitrag (Insgesamt 8):
carlottaNali 79LinLinaJofabstubiMurmelinepadmaMuryell
18.04.2017
Neu hier im Forum

Seit 2001 Citalopram 20 mg wegen Schwindel und Angstzuständen.

2007 nach Schwächeanfall Diagnose Hashimoto-Thyreoiditis
Eindosieren mit L-Thyrox bis auf 125 Mikrogramm
Insgesamt seit Einnahme von Citalopram 45 kg zugenommen

2015 Citalopram runterdosiert auf 10 mg, ganz gut.
Umstellung auf glutenfreie Ernährung. Daraufhin in 1 Jahr 20 kg abgenommen

2016 im Sommer wieder mehr Schwindel. Dann kamen Herzrasen und Herzrhythmusstörungen, Einschlafprobleme und "Blitze im Kopf " dazu.
Machte mich arbeitsunfähig.

Psychiater stellte um auf Escitalopram 5mg
L-Thyrox von 125 auf 100 Mikrogramm reduziert
Keine Änderung der Symptomatik.

Oktober 2016 EKG beim Kardiologen. QTc-Zeit verlängert. Er riet zum Absetzen von Citalopram

Nach ärztlichem Rat erst im November 4 Wochen lang jeden 2. Tag Escitalopram 5 mg, im Dezember noch jeden 3. Tag, ab Januar dann ganz aufgehört.

Seitdem kontinuierlich immer schlechterer Zustand.
Dauerrauschen im Kopf, Dauerschwindel, Benommenheit, Wattegefühl, Schwäche, Angst , Brain zaps, Schlafprobleme , Unfähigkeit, den Alltag zu meistern. Totale Verzweiflung, Dauerweinen, Hoffnungslosigkeit.

25.04.17
Knall. Totale Panik wegen Brain zaps, massiven Schwindels, Problemen mich zu orientieren.
Notfallmässig zu einem Allgemeinmediziner mit Naturheilverfahren.
Infusion mit homöopathischen Mitteln, Akupunktur, ohne Erfolg

04.05.17
Weiterhin schwere Symptome, kann nur im Bett liegen, morgens bis früher Nachmittag am schlimmsten. "Kopfattacken", Schwindel bis zur Orientierungslosigkeit, komme nur mit Mühe zur Toilette, Heulkrämpfe vor Angst.
Presselin Nervenkomplex
Bringt mir nichts.

25.6.17
Mein Mann trennt sich von mir und wirft mich aus dem Haus.

4 Monate Leben aus dem Koffer

Ende September 2017
2 Wochen Psychiatrie, völlig ausgebrannt, starke Depressionen plus Ängste zu den körperlichen Symptomen dazu.
Versuch mit Tavor: paradoxe Reaktion, Herzrasen
Atosil : ebenso
Sertralin: 5 Tage, dann abgesetzt wegen zu starker Nebenwirkungen, schlaflos, starke Angst
Behandelnde Ärztin frei von jeglicher Empathie, setzt mich stark unter Druck, da Teilnahme an Therapien kaum möglich . Während des gesamten Aufenthalts dauerhaft hoher Ruhepuls um die 100 und zu hoher Blutdruck
Entlasse mich selbst entnervt nach 14 Tagen

Im Anschluss zu einem Arzt/Psychotherapeut.
Gegen den zu hohen RR:
Beta Blocker Beloc-Zoc mite 47,5 mg sowie
HCT Dexcel 25 mg (Hydrochlorothiazid), ein Diuretikum
Ausserdem 5 Tage lang
Opipramol 50 mg und
Olanzapin (Dosierung vergessen)
Olanzapin nach 10 Tagen abgesetzt, Opipramol nach 2 Wochen
Ich vertrage nichts mehr! Macht alles nur schlimmer

Oktober 2017
Eine Woche internistische Klinik wegen Bluthochdruckkrise
Beobachtung, Herzsono und Doppler Halsgefäße o.B.
Vorübergehend ein drittes Medikament (Blutdrucksenker, Name vergessen)
Noch in Klinik abgesetzt

Aktuell (März 2018):
Beloc-Zoc mite 47,5 mg
L-Thyrox 100 mikrogr

Nach wie vor schwere Symptome, Depression, Angst, Heulkrämpfe, Kopfsymptome, "Gruselgefühl" in Brust- und HWS und im Kopf
Unfähig zu einem normalen Alltag.

carlotta
Beiträge: 2782
Registriert: Dienstag, 17.04.12, 16:10
Hat sich bedankt: 6203 Mal
Danksagung erhalten: 6054 Mal

Re: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von carlotta » Dienstag, 17.04.18, 18:43

Liebe Beate,

ich bin mir nicht sicher, ob Du mich richtig verstanden hast:
Frakkivana hat geschrieben:
Dienstag, 17.04.18, 18:23
Ich habe heute mal die Passionsblume weggelassen. B-Komplex und D3 lasse ich schon seit Tagen weg. Lasea habe ich nach der Klinik nur noch an zwei Abenden genommen. Ich glaube das nützt nichts. Entweder ich schlafe oder eben nicht, es ist egal, ob ich etwas nehme oder nicht
Ich wollte nur sagen, dass es durchaus sein kann, dass sich der Schlaf verschlechtert hat, weil Du kürzlich kurzzeitig diese Stoffe eingenommen hast. Selbst wenn Du sie jetzt weglässt, kann es sein, dass das Schlafproblem noch etwas anhält. Es gibt dieses Phänomen im Entzug, dass man bspw. kurzzeitig ein B-Vitamin nimmt und dadurch neue Symptome ausgelöst werden oder vorhandene verschlimmert. Selbst nach dem Absetzen können die Symptome noch länger andauern - je nach Zustand des ZNS. Da lässt sich kaum etwas beschleunigen.

Ich kenne solche Fälle bspw. im Zusammenhang mit B12 und Neurexan. Doch auch die anderen Präparate können dabei natürlich eine Rolle spielen.

Es ging mir nur darum, dass Du einen möglichen Zusammenhang sehen kannst, warum es u. U. nach dem Klinikaufenthalt zu verschlimmerten Symptomen gekommen ist.

Das muss auch nicht der Grund sein, die Möglichkeit besteht.

Liebe Grüße
Carlotta
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor carlotta für den Beitrag (Insgesamt 4):
Nali 79Ululu 69Jofabpadma
"For the illicit drugs, we call this process addiction. For the prescribed medications, we call this process therapeutic." (Robert Whitaker)


"We need to stop harming each other in the false name of medicine."(Monica Cassani)

Petunia
Beiträge: 751
Registriert: Dienstag, 18.04.17, 17:38
Hat sich bedankt: 1110 Mal
Danksagung erhalten: 2171 Mal

Re: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Petunia » Dienstag, 17.04.18, 18:48

Danke Dir, liebe Carlotta ,

Das verstehe ich jetzt . Lasse das aber jetzt lieber weg. Mal sehen, wie das Schlafen dann geht. Letzte Nacht waren es wieder mal 7 Stunden. Im Liegen, zum Glück...

Ganz liebe Grüße Beate
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Petunia für den Beitrag (Insgesamt 3):
Nali 79carlottaJofab
18.04.2017
Neu hier im Forum

Seit 2001 Citalopram 20 mg wegen Schwindel und Angstzuständen.

2007 nach Schwächeanfall Diagnose Hashimoto-Thyreoiditis
Eindosieren mit L-Thyrox bis auf 125 Mikrogramm
Insgesamt seit Einnahme von Citalopram 45 kg zugenommen

2015 Citalopram runterdosiert auf 10 mg, ganz gut.
Umstellung auf glutenfreie Ernährung. Daraufhin in 1 Jahr 20 kg abgenommen

2016 im Sommer wieder mehr Schwindel. Dann kamen Herzrasen und Herzrhythmusstörungen, Einschlafprobleme und "Blitze im Kopf " dazu.
Machte mich arbeitsunfähig.

Psychiater stellte um auf Escitalopram 5mg
L-Thyrox von 125 auf 100 Mikrogramm reduziert
Keine Änderung der Symptomatik.

Oktober 2016 EKG beim Kardiologen. QTc-Zeit verlängert. Er riet zum Absetzen von Citalopram

Nach ärztlichem Rat erst im November 4 Wochen lang jeden 2. Tag Escitalopram 5 mg, im Dezember noch jeden 3. Tag, ab Januar dann ganz aufgehört.

Seitdem kontinuierlich immer schlechterer Zustand.
Dauerrauschen im Kopf, Dauerschwindel, Benommenheit, Wattegefühl, Schwäche, Angst , Brain zaps, Schlafprobleme , Unfähigkeit, den Alltag zu meistern. Totale Verzweiflung, Dauerweinen, Hoffnungslosigkeit.

25.04.17
Knall. Totale Panik wegen Brain zaps, massiven Schwindels, Problemen mich zu orientieren.
Notfallmässig zu einem Allgemeinmediziner mit Naturheilverfahren.
Infusion mit homöopathischen Mitteln, Akupunktur, ohne Erfolg

04.05.17
Weiterhin schwere Symptome, kann nur im Bett liegen, morgens bis früher Nachmittag am schlimmsten. "Kopfattacken", Schwindel bis zur Orientierungslosigkeit, komme nur mit Mühe zur Toilette, Heulkrämpfe vor Angst.
Presselin Nervenkomplex
Bringt mir nichts.

25.6.17
Mein Mann trennt sich von mir und wirft mich aus dem Haus.

4 Monate Leben aus dem Koffer

Ende September 2017
2 Wochen Psychiatrie, völlig ausgebrannt, starke Depressionen plus Ängste zu den körperlichen Symptomen dazu.
Versuch mit Tavor: paradoxe Reaktion, Herzrasen
Atosil : ebenso
Sertralin: 5 Tage, dann abgesetzt wegen zu starker Nebenwirkungen, schlaflos, starke Angst
Behandelnde Ärztin frei von jeglicher Empathie, setzt mich stark unter Druck, da Teilnahme an Therapien kaum möglich . Während des gesamten Aufenthalts dauerhaft hoher Ruhepuls um die 100 und zu hoher Blutdruck
Entlasse mich selbst entnervt nach 14 Tagen

Im Anschluss zu einem Arzt/Psychotherapeut.
Gegen den zu hohen RR:
Beta Blocker Beloc-Zoc mite 47,5 mg sowie
HCT Dexcel 25 mg (Hydrochlorothiazid), ein Diuretikum
Ausserdem 5 Tage lang
Opipramol 50 mg und
Olanzapin (Dosierung vergessen)
Olanzapin nach 10 Tagen abgesetzt, Opipramol nach 2 Wochen
Ich vertrage nichts mehr! Macht alles nur schlimmer

Oktober 2017
Eine Woche internistische Klinik wegen Bluthochdruckkrise
Beobachtung, Herzsono und Doppler Halsgefäße o.B.
Vorübergehend ein drittes Medikament (Blutdrucksenker, Name vergessen)
Noch in Klinik abgesetzt

Aktuell (März 2018):
Beloc-Zoc mite 47,5 mg
L-Thyrox 100 mikrogr

Nach wie vor schwere Symptome, Depression, Angst, Heulkrämpfe, Kopfsymptome, "Gruselgefühl" in Brust- und HWS und im Kopf
Unfähig zu einem normalen Alltag.

Jofab
Beiträge: 832
Registriert: Mittwoch, 16.08.17, 19:51
Hat sich bedankt: 2414 Mal
Danksagung erhalten: 1797 Mal

Re: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Jofab » Mittwoch, 18.04.18, 7:37

Liebe Beate,

wie geht es dir heute morgen ?
Hast du ein paar Stunden länder schlafen können ?

Es ist auffällig, dass du da plötzlich Probleme hast .

Ich habe wiederholt Passionsblume und Neurexan ausprobiert und nicht vertragen. Jedesmal Verschlimmerung.
Zuletzt sogar bei Vitamin C.
Ich lasse z.Zt. alle NEM weg.

Liebe Grüsse
Ilse
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Jofab für den Beitrag (Insgesamt 3):
Petuniacarlottapadma
► Text zeigen

Petunia
Beiträge: 751
Registriert: Dienstag, 18.04.17, 17:38
Hat sich bedankt: 1110 Mal
Danksagung erhalten: 2171 Mal

Re: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Petunia » Mittwoch, 18.04.18, 8:54

Liebe Ilse,

Danke Dir.

Ich habe 5 Stunden geschlafen, bin um halb 6 mit starken kopf- und Nackenschmerzen aufgewacht. Seitdem quäle ich mich noch auf dem Sofa herum. Sitzen geht schwer, aber Liegen irgendwie auch nicht. Das ist wirklich schlimm. Ich lasse jetzt ja alles weg, aber wenn die Schmerzen weiterhin so stark sind, komme ich um eine Ibu nicht herum. In der Hoffnung auf Linderung.

Aber ich warte noch. Übelkeit will ich nicht auch noch.

Dass mich das verzweifelt macht, ist ja nur logisch.

Die Hunde maulen, wollen spazierengehen. Im Garten machen sie nichts. Aber sie werden immer erst gegen 10 Uhr abgeholt. Daran müssen sie sich gewöhnen. Dafür dürfen sie dann mit 6 weiteren Hunden 2 Stunden lang laufen.

Ich wünsche Dir, dass die Verzweiflung nicht so schlimm ist heute.

Ich drück Dich, ganz liebe Grüße Beate
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Petunia für den Beitrag (Insgesamt 3):
JofabcarlottaNali 79
18.04.2017
Neu hier im Forum

Seit 2001 Citalopram 20 mg wegen Schwindel und Angstzuständen.

2007 nach Schwächeanfall Diagnose Hashimoto-Thyreoiditis
Eindosieren mit L-Thyrox bis auf 125 Mikrogramm
Insgesamt seit Einnahme von Citalopram 45 kg zugenommen

2015 Citalopram runterdosiert auf 10 mg, ganz gut.
Umstellung auf glutenfreie Ernährung. Daraufhin in 1 Jahr 20 kg abgenommen

2016 im Sommer wieder mehr Schwindel. Dann kamen Herzrasen und Herzrhythmusstörungen, Einschlafprobleme und "Blitze im Kopf " dazu.
Machte mich arbeitsunfähig.

Psychiater stellte um auf Escitalopram 5mg
L-Thyrox von 125 auf 100 Mikrogramm reduziert
Keine Änderung der Symptomatik.

Oktober 2016 EKG beim Kardiologen. QTc-Zeit verlängert. Er riet zum Absetzen von Citalopram

Nach ärztlichem Rat erst im November 4 Wochen lang jeden 2. Tag Escitalopram 5 mg, im Dezember noch jeden 3. Tag, ab Januar dann ganz aufgehört.

Seitdem kontinuierlich immer schlechterer Zustand.
Dauerrauschen im Kopf, Dauerschwindel, Benommenheit, Wattegefühl, Schwäche, Angst , Brain zaps, Schlafprobleme , Unfähigkeit, den Alltag zu meistern. Totale Verzweiflung, Dauerweinen, Hoffnungslosigkeit.

25.04.17
Knall. Totale Panik wegen Brain zaps, massiven Schwindels, Problemen mich zu orientieren.
Notfallmässig zu einem Allgemeinmediziner mit Naturheilverfahren.
Infusion mit homöopathischen Mitteln, Akupunktur, ohne Erfolg

04.05.17
Weiterhin schwere Symptome, kann nur im Bett liegen, morgens bis früher Nachmittag am schlimmsten. "Kopfattacken", Schwindel bis zur Orientierungslosigkeit, komme nur mit Mühe zur Toilette, Heulkrämpfe vor Angst.
Presselin Nervenkomplex
Bringt mir nichts.

25.6.17
Mein Mann trennt sich von mir und wirft mich aus dem Haus.

4 Monate Leben aus dem Koffer

Ende September 2017
2 Wochen Psychiatrie, völlig ausgebrannt, starke Depressionen plus Ängste zu den körperlichen Symptomen dazu.
Versuch mit Tavor: paradoxe Reaktion, Herzrasen
Atosil : ebenso
Sertralin: 5 Tage, dann abgesetzt wegen zu starker Nebenwirkungen, schlaflos, starke Angst
Behandelnde Ärztin frei von jeglicher Empathie, setzt mich stark unter Druck, da Teilnahme an Therapien kaum möglich . Während des gesamten Aufenthalts dauerhaft hoher Ruhepuls um die 100 und zu hoher Blutdruck
Entlasse mich selbst entnervt nach 14 Tagen

Im Anschluss zu einem Arzt/Psychotherapeut.
Gegen den zu hohen RR:
Beta Blocker Beloc-Zoc mite 47,5 mg sowie
HCT Dexcel 25 mg (Hydrochlorothiazid), ein Diuretikum
Ausserdem 5 Tage lang
Opipramol 50 mg und
Olanzapin (Dosierung vergessen)
Olanzapin nach 10 Tagen abgesetzt, Opipramol nach 2 Wochen
Ich vertrage nichts mehr! Macht alles nur schlimmer

Oktober 2017
Eine Woche internistische Klinik wegen Bluthochdruckkrise
Beobachtung, Herzsono und Doppler Halsgefäße o.B.
Vorübergehend ein drittes Medikament (Blutdrucksenker, Name vergessen)
Noch in Klinik abgesetzt

Aktuell (März 2018):
Beloc-Zoc mite 47,5 mg
L-Thyrox 100 mikrogr

Nach wie vor schwere Symptome, Depression, Angst, Heulkrämpfe, Kopfsymptome, "Gruselgefühl" in Brust- und HWS und im Kopf
Unfähig zu einem normalen Alltag.

Murmeline
Team
Beiträge: 12630
Registriert: Sonntag, 11.01.15, 13:50
Hat sich bedankt: 14217 Mal
Danksagung erhalten: 12682 Mal

Re: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Murmeline » Mittwoch, 18.04.18, 10:18

Liebe Beate,

Bin eben über einen Artikel gestolpert und dachte an dich. Es geht um den therpeutischen Aspekt des Strickens im Entzug. Stricken hat dieser Frau als ein Puzzlestück geholfen, den ganzen Prozess zu bewältigen. Hoffe, dein Englisch ist ausreichend? https://beyondmeds.com/2013/07/21/crafty-recovery/

Grüße, Murmeline
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Murmeline für den Beitrag (Insgesamt 7):
LinLinaRosenrotGwenPetuniaMuryellcarlottapadma
Erfahrung mit Psychopharmaka (Citalopram, langjährig Venlafaxin und kurzzeitig Quetiapin), seit Sommer 2012 abgesetzt
Hinweis: Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
Einer Deiner Ärzte erkennt Probleme mit Psychopharmaka an? Dann berichte doch hier

Petunia
Beiträge: 751
Registriert: Dienstag, 18.04.17, 17:38
Hat sich bedankt: 1110 Mal
Danksagung erhalten: 2171 Mal

Re: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Petunia » Mittwoch, 18.04.18, 13:03

Danke Dir, liebe Murmeline,

Das lese ich gleich mal.

Ich habe ja dieses Jahr schon 4 Pullis, eine Jacke und einen Schal gestrickt. Der fünfte Pulli ist in Arbeit.

Ohne Stricken würde ich nur herumliegen und die Wände anstarren.

Heute geht allerdings bis jetzt nichts. Im Genick fühlt es sich so schlimm an, dass ich denke, eine falsche Bewegung und es drückt alles zu und dann ist Schluss.
Ich habe ganz entsetzliche Angst, kann mich fast nicht bewegen und weiss nicht mehr weiter. Heute ist wieder meine Toleranzgrenze überschritten.

Ich kann in diesem Zustand in kein MRT. Ich schaffe es ja kaum auf die Toilette. Hab die Nase sowas von voll! Am liebsten würde ich nur noch laut schreien und heulen, ich kann nicht mehr.
Aber das kann ich meinen Nachbarn nicht antun. Sie haben mir gerade Mittagessen runtergebracht. So lieb.

Wenn das doch einfach mal helfen würde! Mir stecken die vergangenen Monate so in den Knochen. Das kann ich schwer wegstecken.

Mir bleibt nur zu beten und mir immer wieder zu sagen, dass alles wieder gut wird. Auch wenn ich überhaupt nicht dran glaube, muss ich mir das mantramäßig sagen.
Heute ist das sehr, sehr schwer.

Hätte ich doch diese Sachen alle nicht genommen. Aber es gab ja erstmal eine leichte Besserung. Es war ja vorher auch so schlimm. Naja, hab's halt versucht. Es hätte ja auch helfen können.

Ganz liebe Grüße Beate
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Petunia für den Beitrag (Insgesamt 6):
LinLinaNali 79MuryellcarlottaJofabpadma
18.04.2017
Neu hier im Forum

Seit 2001 Citalopram 20 mg wegen Schwindel und Angstzuständen.

2007 nach Schwächeanfall Diagnose Hashimoto-Thyreoiditis
Eindosieren mit L-Thyrox bis auf 125 Mikrogramm
Insgesamt seit Einnahme von Citalopram 45 kg zugenommen

2015 Citalopram runterdosiert auf 10 mg, ganz gut.
Umstellung auf glutenfreie Ernährung. Daraufhin in 1 Jahr 20 kg abgenommen

2016 im Sommer wieder mehr Schwindel. Dann kamen Herzrasen und Herzrhythmusstörungen, Einschlafprobleme und "Blitze im Kopf " dazu.
Machte mich arbeitsunfähig.

Psychiater stellte um auf Escitalopram 5mg
L-Thyrox von 125 auf 100 Mikrogramm reduziert
Keine Änderung der Symptomatik.

Oktober 2016 EKG beim Kardiologen. QTc-Zeit verlängert. Er riet zum Absetzen von Citalopram

Nach ärztlichem Rat erst im November 4 Wochen lang jeden 2. Tag Escitalopram 5 mg, im Dezember noch jeden 3. Tag, ab Januar dann ganz aufgehört.

Seitdem kontinuierlich immer schlechterer Zustand.
Dauerrauschen im Kopf, Dauerschwindel, Benommenheit, Wattegefühl, Schwäche, Angst , Brain zaps, Schlafprobleme , Unfähigkeit, den Alltag zu meistern. Totale Verzweiflung, Dauerweinen, Hoffnungslosigkeit.

25.04.17
Knall. Totale Panik wegen Brain zaps, massiven Schwindels, Problemen mich zu orientieren.
Notfallmässig zu einem Allgemeinmediziner mit Naturheilverfahren.
Infusion mit homöopathischen Mitteln, Akupunktur, ohne Erfolg

04.05.17
Weiterhin schwere Symptome, kann nur im Bett liegen, morgens bis früher Nachmittag am schlimmsten. "Kopfattacken", Schwindel bis zur Orientierungslosigkeit, komme nur mit Mühe zur Toilette, Heulkrämpfe vor Angst.
Presselin Nervenkomplex
Bringt mir nichts.

25.6.17
Mein Mann trennt sich von mir und wirft mich aus dem Haus.

4 Monate Leben aus dem Koffer

Ende September 2017
2 Wochen Psychiatrie, völlig ausgebrannt, starke Depressionen plus Ängste zu den körperlichen Symptomen dazu.
Versuch mit Tavor: paradoxe Reaktion, Herzrasen
Atosil : ebenso
Sertralin: 5 Tage, dann abgesetzt wegen zu starker Nebenwirkungen, schlaflos, starke Angst
Behandelnde Ärztin frei von jeglicher Empathie, setzt mich stark unter Druck, da Teilnahme an Therapien kaum möglich . Während des gesamten Aufenthalts dauerhaft hoher Ruhepuls um die 100 und zu hoher Blutdruck
Entlasse mich selbst entnervt nach 14 Tagen

Im Anschluss zu einem Arzt/Psychotherapeut.
Gegen den zu hohen RR:
Beta Blocker Beloc-Zoc mite 47,5 mg sowie
HCT Dexcel 25 mg (Hydrochlorothiazid), ein Diuretikum
Ausserdem 5 Tage lang
Opipramol 50 mg und
Olanzapin (Dosierung vergessen)
Olanzapin nach 10 Tagen abgesetzt, Opipramol nach 2 Wochen
Ich vertrage nichts mehr! Macht alles nur schlimmer

Oktober 2017
Eine Woche internistische Klinik wegen Bluthochdruckkrise
Beobachtung, Herzsono und Doppler Halsgefäße o.B.
Vorübergehend ein drittes Medikament (Blutdrucksenker, Name vergessen)
Noch in Klinik abgesetzt

Aktuell (März 2018):
Beloc-Zoc mite 47,5 mg
L-Thyrox 100 mikrogr

Nach wie vor schwere Symptome, Depression, Angst, Heulkrämpfe, Kopfsymptome, "Gruselgefühl" in Brust- und HWS und im Kopf
Unfähig zu einem normalen Alltag.

Antworten