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Jamie
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Re: Trimipramin 30mg absetzten

Beitrag von Jamie » Samstag, 21.10.17, 19:47

Hallo Otter,

wenn die 4 Stunden am Tag jetzt einen Knackpunkt darstellen, dann ist es doch ein Hinweis deines Körpers und deiner Psyche, dass hier ein "Stopp" eingelegt werden sollte.

Und dein Neurologe / Psychiater kommt mit nichts anderem als einem weiteren Medikament?
Weißt du, das ist wie bei humpelnden Sportlern, die sich zB in der Halbzeitpause (Fußball) vom Mannschaftsarzt ne Diclofenac- und Cortisonspritze in den Körper jagen lassen, damit sie sich doch noch irgendwie durch die zweite Halbzeit schleppen lassen.
Das im übertragenen Sinne ist das Lamotrigin.

In dieser gnadenlosen Leistungsgesellschaft soll jeder funktionieren.
Deine Wiedereingliederung soll auch problemlos laufen und am besten nach Schema F, so wie jeder (Arzt, Chefs, Ämter....) sich das vorstellt.
Du bist mit 4 Stunden Arbeit am Tag überfordert? Dann nehmen wir doch noch Lamotrigin dazu... :wacko:

Statt natürliche Signale zu beachten, hat der Arzt nichts Besseres zu tun als dir weitere Medikamente vorzuschlagen und du bist im Zugzwang das vielleicht auch zu tun.

Aber andererseits ist es deine Gesundheit und eins ist klar: wenn wir bei der Analogie bleiben, dass Lamotrigin die Cortisonspritze aus der Halbzeitpause ist, dann mag das noch für einen begrenzten Zeitraum (45 min) gehen, aber wenn man dann nicht sofort stoppt und schaut, was mit dem Hinkebein oder dem Hinkefuß los ist und das einfach übergeht, kann man sich einen großen Schaden holen und es kann einen, wenn es blöd läuft, für Monate auf die übertragene "Kranken-Ersatzbank" werfen.

Überlege es dir gut und schau, ob du wirklich dieses System so unterstützen willst.
Sie wollen alle, dass du wieder schnell viel arbeitest. Das ist unsere neokapitalistische Leistungsgesellschaft. Für deine Gesundheit interessiert sich keiner; da musst du für einstehen.
Sie verteidigen oder notfalls auch all das ausbaden, was man mit dir da so macht.

Grüße
Jamie
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Re: Trimipramin 30mg absetzten

Beitrag von Otter » Samstag, 21.10.17, 22:28

Ich denke genau so Jamie. Ich werde es bei 3 / maximal 4 Stunden lassen. Solange die Krankenkasse zahlt habe ich keine Probleme. Ich habe noch eine ganze Weile Puffer. Also vieleicht hab ich mich falsch ausgedrückt. Der Neurologe sagte schon lange vor der WE das wenn die Schwankungen nicht besser werden mann diese eben mit Lamotrigin abfangen kann. Ich bin hier sehr kritisch, ich denke lieber langsam machen. Ich hatte aber auch schon vor der WE Schwankungen. Ich weiss eben nicht wie gut das Medikament der Stabilisierung zu gute kommt. Falschen Ehrgeiz werde ich hier nicht an den Tag legen.
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Re: Trimipramin 30mg absetzten

Beitrag von padma » Dienstag, 24.10.17, 19:02

hallo Otter, :)

mit Lamotrigin hättest du noch ein weiteres Psychopharmaka an der Backe. D.h. auch noch mehr potentielle NW/WW und noch eines mehr zum Ausschleichen.
Es kann nicht darum gehen, Schwankungen mit einem Mittel bestenfalls zu unterdrücken sondern zu schauen, was hilft dir wirklich, mehr ins Gleichgewicht zukommen.

Gut, dass du das auch kritisch siehst.

liebe Grüsse,
padma
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Re: Trimipramin 30mg absetzten

Beitrag von Otter » Dienstag, 24.10.17, 22:04

Ja das sehe ich genauso. Nebenwirkungen habe ich eigentlich gar keine. Körperlich bin ich sehr fit und Ernähre mich gut. Sehr wenig Zucker null Alkohol und Sport. Nur die Stabilität hält noch nicht lange. Aber gut das braucht halt auch seine Zeit.
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Re: Trimipramin 30mg absetzten

Beitrag von Otter » Montag, 22.01.18, 14:12

Hallo an alle,
es tut sich was !
Valdoxan habe ich komplett abgesetzt seit ein paar Tagen, das ganze hab ich über 4 Wochen gemacht das ging gut. Schlaf weiterhin gut.
Ich habe Mirtazapin auf 26mg erhöht auch langsam. Mir geht es eigentlich sehr gut damit, ich würde fast sagen die Depression war weg.
Am WE habe ich auf die finalen 30 mg ehöht, seit dem schwankt meine Stimmung. Reizbar, Etwas Angst leichter gestresst.
Kann das mit dem hochdosieren zusammen hängen ? Dann gehe ich davon aus das es einfach wieder einen Moment dauert bis es sich einpendelt.
danke und Grüße !
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Re: Trimipramin 30mg absetzten

Beitrag von padma » Dienstag, 23.01.18, 18:20

hallo Otter, :)

warum hast du Mirtazapin denn erhöht?
Schlafanstossend ist es im unteren Dosisbereich, daher erschliesst sich mir die Erhöhung nicht.

liebe Grüsse,
padma
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Re: Trimipramin 30mg absetzten

Beitrag von Otter » Mittwoch, 24.01.18, 14:45

Um die Depression und die schwankungen in den Griff zu bekommen. Seit der Erhöhung geht es mir echt gut.Ich bin ich eigentlich fast wie vor der Krise nur begegne ich dem Alltag mit mehr Achtsamkeit.
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Re: Trimipramin 30mg absetzten

Beitrag von padma » Mittwoch, 24.01.18, 19:06

hallo Otter, :)

nun, wenn du meinst, dass das für dich der Weg ist, dann ist das deine Entscheidung.

liebe Grüsse,
padma
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Re: Trimipramin 30mg absetzten

Beitrag von Otter » Mittwoch, 24.01.18, 21:39

Ja. Ich war nicht ausreichend stabil. Ich habe damit eine ganz andere Lebensqualität. Absetzen geht immer noch aber dafür sollte man denke ich erstmal eine Weile stabil sein. Ich bin natürlich auch froh wenn ich irgendwann alles los werde aber im Moment ist die Zeit noch nicht gekommen. Ich weiß hier geht es um absetzen aber alles zu seiner Zeit oder wie ist deine Sicht?
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Re: Trimipramin 30mg absetzten

Beitrag von Ululu 69 » Donnerstag, 25.01.18, 16:47

Hallo Otter,

wenn es dir jetzt so gut geht, dann freut mich das für dich.
Dann hattest du Glück, dass du zu denen gehörst, die zumindest vorübergehend von den Medikamenten profitieren können.
Bei mir war das auch so.
Du nimmst jetzt 30 mg Trimipramin, 150 mg Sertralin und 30 mg Mirtazapin, ist das richtig ?
Das ist viel, das ist jetzt kein Vorwurf, ich nehme selber noch viel.
Ich kann dir aus eigener leidvoller Erfahrung sagen, dass dich die Medikamente wahrscheinlich verändern werden.
Psychopharmaka sind nicht für eine langfristige Einnahme geeignet. Dafür waren sie auch nie gedacht. Sie können auch nicht heilen, sondern nur Symptome deckeln. Der Preis dafür ist bei mir, dass das Leben nur noch so an mir vorbei rauscht, während ich mich müde und ziemlich gleichgültig durch den Tag schleppe, Und das, obwohl ich schon einiges reduziert habe.
Was ich damit sagen will, ist, dass es Sinn macht die Medikamente nach einer Stabilisierungsphase bald wieder langsam abzusetzen, sofern man überhaupt noch genug Kraft aufbringt, um das zu wollen.

Das ist aber natürlich nur meine Sicht auf die Dinge, wobei, das stimmt nicht ganz. Neuere Studien belegen, dass die dauerhafte Einnahme von AD die Gefahr eines Rückfalls in eine Depression erhöhen.

Ich wünsche dir auf jeden Fall alles Gute und wenn du absetzen willst, mach das bitte langsam. Du findest dann hier immer ein offenes Ohr und jede Menge Erfahrung.

LG Ute
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Re: Trimipramin 30mg absetzten

Beitrag von Otter » Donnerstag, 25.01.18, 17:25

Hallo Ute,
fast - Trimipramin bin ich auch am absetzen, nach dem Valdoxan was ja prima geklappt hat. Da hab ich erst angefangen und bin bei 25mg. Das mache ich gaaaanz soft. In der Hauptsache Sertralin und Mirta, richtig. Ich bin eigentlich jetzt erst durch die Erhöhung des Mirta "rausgekommen". Das ist alles nicht so einfach wenn man im Arbeitsleben steht und 2 Kinder hat. Ich beginne jetzt wieder Mut & Kraft zu schöpfen. Das letzte Jahr hat unendlich viel Kraft gekostet. Es ist alles wieder da, Energie, Lebensmut und Spass an Dingen. Depressive Momente sind immer seltener, kommen aber ab und zu vor.
Mein Neurologe meint das ich erstmal wenn das Trimi weg ist dabei bleiben soll, er würde dann Sertralin reduzieren aber nicht so bald. Ich habe bekannte die nehmen Mirta seit über 10 Jahren ein, und haben keine Probleme damit. Das ist sicher auch verschieden. Wie geht es Dir denn ?
Grüße
Otter
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Re: Trimipramin 30mg absetzten

Beitrag von Ululu 69 » Donnerstag, 25.01.18, 18:27

Hallo Otter, :)

ich habe bei einem Klinikaufenthalt zuerst das Mirtazapin bekommen.
Noch in der ersten Nacht habe ich begonnen zu schnarchen, was sich eine Zeit später als Schlafapnoe entpuppte.
Ich schlafe jetzt mit einer Atemmaske.
Später im Krankenhaus wurden noch Duloxetin und Quetiapin, ein Neuroleptikum, angesetzt.
Ich habe seitdem fast 30kg zugenommen und bin ständig müde.
Auch ich bin berufstätig und habe zwei Kinder, die allerdings inzwischen schon erwachsen sind.
Ich funktionieren, bin dabei aber dauernd am Limit.
Ich bin einfach nur entsetzlich müde.
Ich wollte dich aber hier noch voll jammern. :?

Fakt ist, dass ich zwei meiner Medis schon ganz gut reduziert habe. Das Mirtazapin macht mir persönlich die größten Probleme.
Auf 15 mg kam ich gut, darunter wird es schwierig.
Ich habe aktuell 10 % reduziert. Mir ist fast permanent schwindelig und heute Nachmittag hatte ich die erste Panikattacke seit fast vier Jahren.

Für mich stellt sich da die Frage, ob deine Bekannten so lange Mirtazapin nehmen, weil es so toll ist oder werden sie es vielleicht einfach nicht los. :shock:

Aber du schreibst ja selbst, jeder Mensch tickt anders.

LG Ute
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Re: Trimipramin 30mg absetzten

Beitrag von Otter » Donnerstag, 25.01.18, 18:44

Hallo Ute,
du jammerst mich ganz und gar nicht voll. Im Gegenteil, ich freu` mich etwas Erfahrung auszutauschen.
Mein Gewicht halte ich ganz gut, ich fahre viel Rad / täglich ins Büro. Und bin relativ aktiv. Ich mache 80%, mehr geht nicht. Und das ist auch gut so, ich will und werde mich nicht mehr überlasten. Ich merke sofort wenn etwas zu viel ist. Das mit dem Schwindel kenne ich gut, ist bei mir bei auf / oder ab Dosieren so. Geht aber meistens so nach 1 / 2 Wochen weg. Diese Zeit ist aber zum K :censored: ..mann könnte nur heulen. Es heisst ja immer "akzeptanz", das ist aber bei Schwindel echt schwer. Ganz ehrlich, im Moment sind die Medikamente notwending und ich habe aufgehört mich verrückt zu machen und mich dagegen zu wehren. Das habe ich am Anfang getan. Ich habe einen wirklich, wirklich guten und sehr vorsichtigen Neurologen der mich super betreut. Diesem vertraue ich hier. Ich freue mich wieder von Dir zu hören !

LG, Otter
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Re: Trimipramin 30mg absetzen

Beitrag von Otter » Sonntag, 22.04.18, 19:10

Hallo an alle,
ich wünsche Euch einen schönen Sonntag Abend. Bei dem schönen Wetter geht alles irgendwie besser.
Ich habe mal eine Frage, mein Neurologe ist im Moment dabei die Medikation umzustellen. Er sagte ich soll das Trimipramin einfach komplett weglassen. Das würde in der kleinen Dosis die ich nehme ( noch 18 tropfen pro Tag ) nichts ausmachen. Das Mirtazapin würde dieses komplett ersetzen. Bei dem Mirtazapin sind wir bei 37.5mg. Er möchte dazu 25mg Lamotrigin geben um meine „Schwankungen“ abzufangen. Das wäre super gut verträglich und ist Depression Vorbeugend. Lamotrigin ist KEIN AD, macht auch nicht abhängig. Mann kann dieses bei nicht vertragen einfach wieder weglassen sagt er.
Ich habe etwas sorge das Trimi einfach wegzulassen. Ich bin über Monate langsam runter von 30 und das ging auch echt easy. Denkt ihr das Mirtazapin deckelt das Trimi ? Mit dem Lamotrigin bin ich auch kritisch, im Moment versuche ich meine Stimmung auf natürlichem Wege Stabiler zu halten, ich Ernähre mich bewusster, lasse Zucker weg und alles was „aufpeitscht“. Ich habe irgendwie kein gutes Gefühl mit noch mehr Chemie. Ok, wenn es nicht anders geht und ich dadurch stabiler bin mag das eine alternative sein, aber mal schauen. Was denkt Ihr denn ? Liebe Grüße aus Frankfurt !
Otter !!!
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Re: Trimipramin 30mg absetzten

Beitrag von Clarissa » Montag, 23.04.18, 5:59

Liebe Otter,

ich möchte Dich unbedingt warnen vor zu viel Experimenten mit Psychopharmaka. Dein Psychiater geht ja recht locker flockig damit um.
Das Zeug heilt nichts, sondern deckelt nur!
Du nimmst PP noch nicht lange, anfangs macht Dein System Wechsel noch einigermaßen mit und reagiert vielleicht auch positiv auf ein AD/PP. Das ändert sich jedoch nach unseren Beobachtungen mit der Zeit, Dein ZNS wird zunehmend gereizt von den psychoaktiven Substanzen, aber das Absetzen ist dann auch schwierig, weil sie den Hirnstoffwechsel verändert haben.

Sei bitte von Erfahrenen alarmiert!

Auch Lamotrigin ist alles andere als harmlos und wird in den Hirnstoffwechsel eingebaut. Es ist eigentlich ein Antiepileptikum, das auch die Stimmung stabilisieren soll. Das alles doch von außen, künstlich!

Überleg Dir bitte gut, ob Du Dich darauf einläßt.

Gute Entscheidungen wünscht Dir mit VG Clarissa.
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seit Mai 2015 EU-Rentnerin letztlich wegen der Entzugsproblematik

los ging alles mit lebenslangen Schlafproblemen, die sich in Lebenskrisen mit depressiven Episoden verstärkten

leidvolle Erfahrungen mit Elektro"heil"krampftherapie und ziemlich allen AD, zahlreichen NL und anderen Psychopharmaka wie z.B. Pregabalin, Carbamazepin, Valproat, Johanniskraut, leider auch Diazepam und Zolpidem (von letzteren beiden abhängig geworden) und dem Kaltabsetzen

Diazepam-frei seit November 2013, Zolpidem-frei seit Mitte April 2014, ohne jegliche Psychopharmaka seit September 2014 (zuletzt das "deckelnde" NL Dominal forte abgesetzt nach raschem Abdosieren)

aktuell im protrahierten Entzug (?) mit sehr unangenehmen, v.a. körperlichen Symptomen

Inzwischen fast 4 Jahre frei von Medikamenten. NR, keinerlei Alkohol und Koffein mehr, weil alles triggert. "Reizarmes" Leben einschließlich Ernährung, soweit sich das machen lässt.

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Re: Trimipramin 30mg absetzten

Beitrag von Otter » Montag, 23.04.18, 8:59

Hallo Clarissa,
deswegen schreibe ich ja. Ich bin sehr vorsichtig er hat es schon mehrfach versucht mir zu geben weil es eben nicht stabil bleibt. Was bedeutet "PP" ? Es wäre die allerletzte Option für mich. Meine Liebe Frau meint zwar ich soll es doch versuchen, aber irgend etwas in mir weigert sich noch, ich verstehe Sie natürlich weil Sie mich leiden sieht und sie möchte auch nur das es mir besser geht. Ich habe nächste Woche ein Gespräch zu einer anstehenden rTMS Therapie. Da gibt es wohl sehr gute Erfahrungen. Ich bin einfach sehr unsicher und verängstigt und weiss irgendwie nicht was richtig ist mit diesen doofen Medikamenten, einfach fallen lassen und auf den Arzt hören...hmmmm er sagt mir ich habe zu viele Ambivalenzen und würde mich selbst de-stabilisieren, ich soll doch etwas "dumm" sein und die Medikamente einfach nehmen. Meine Idee ist den momentanen Medikamenten noch Zeit zu geben, das Trimipramin komplett runter zu fahren und ab zu warten weiter Psychotherapie zu machen. Ich bin eigentlich generell mit dem Arzt zufrieden, er hat einen sehr guten Ruf aber so richtig einlassen kann ich mich nicht auf alles. Kennst Du / Ihr das Phänomen das man nicht vertraut auf das was die Ärzte sagen ? Weiterhin become ich immer gesagt ich soll nichts im Internet lesen...das verunsichert. Stimmt auch irgendwie aber die Verzweiflung treibt mich immer wieder hier her.
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Re: Trimipramin 30mg absetzten

Beitrag von Clarissa » Montag, 23.04.18, 9:18

Hallo Otter - aha, männlich.

PP bedeutet Psychopharmaka, AD Antidepressiva, NL Neuroleptika.

Du musst der Ursache Deiner Depressionen/Instabilität an den Kragen und nicht auf Chemie vertrauen, die Deinen Hirnstoffwechsel durcheinander bringt. Manches muß man vielleicht auch akzeptieren. Jeder Mensch ist anders und mancher eben nicht Mainstream.

Ich selbst habe jahrelang Therapien hinter mir, ein Satz mit X.
RTMS kenne nun wieder ich nicht als Abkürzung.

So'n Mist hat mir meine Psychiaterin auch erzählt: von Ambivalenz, ich solle mich fallen lassen und mir nicht so viele Gedanken machen. In blindem Vertrauen habe ich das schliesslich alles befolgt, gebracht hat es NICHTS, im Gegenteil.

Nach jahrelangen Erfahrungen vertraue ICH keinem Arzt mehr. Von Psychiatern habe ich mich samt und sonders getrennt, auch von Therapeuten.
Ich hinterfrage alles und informiere mich.

Das ADFD hat mich nie verunsichert. Ich habe mir viel herauspicken können, habe viel gelernt und eine große Übereinstimmung mit meinen Erfahrungen festgestellt.
Woanders lese ich kaum.

Entscheiden muss man letztlich selbst. Das nimmt uns keiner ab und sollte es auch nicht. Auch kein Arzt.

VG von Clarissa.
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Re: Trimipramin 30mg absetzten

Beitrag von Otter » Montag, 23.04.18, 10:00

Das ist vollkommen richtig. Und das tue ich auch. Die Depression rührt aus einer Überforderung. Ich denke es braucht einfach seine Zeit bis sich das beruhigt. Arbeit und Struktur hilft extrem. Nix tun ist schlecht...da komm ich auf "dumme" Gedanken. rTMS ist ein Verfahren zur nicht Medikamentösen Depressions Behandlung mit wirklich sehr guten Erfolgs Chancen. Es gibt belegte Studien, ist leider Selbstzahler aber das ist mir egal.
Es ist eine Behandlung mit Magnetfeldern die spezifisch auf die in Mitleidenschaft genommen Hirnregionen wirkt.
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Re: Trimipramin 30mg absetzten

Beitrag von Clarissa » Montag, 23.04.18, 10:38

Hallo nochmal.

Das hast Du doch gut erkannt: es braucht seine Zeit!

RTMS schadet hoffentlich nicht, ich krieg schon wieder einen Schreck, wenn ich lese: Magnetfelder auf Hirn :wink: !

Viel Erfolg wünscht mit VG Clarissa
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Diazepam-frei seit November 2013, Zolpidem-frei seit Mitte April 2014, ohne jegliche Psychopharmaka seit September 2014 (zuletzt das "deckelnde" NL Dominal forte abgesetzt nach raschem Abdosieren)

aktuell im protrahierten Entzug (?) mit sehr unangenehmen, v.a. körperlichen Symptomen

Inzwischen fast 4 Jahre frei von Medikamenten. NR, keinerlei Alkohol und Koffein mehr, weil alles triggert. "Reizarmes" Leben einschließlich Ernährung, soweit sich das machen lässt.

Otter
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Re: Trimipramin 30mg absetzten

Beitrag von Otter » Montag, 23.04.18, 10:50

Nein das schadet sicher nicht. Die haben eine Erfolgsquote von knapp 80%. Ist eigentlich "off label use" aber wird verstärkt eingesetzt. Ich habe mich sehr genau Informiert. Davon abgesehen mache ich es bei einem Proff. der das ganze in DE eingeführt hat. Es ist auf jeden Fall jemand der ganze 100% versteht und weiss was er tut. Das ist mir sehr wichtig. Ich werde Euch gerne berichten wie das weitergeht. Ja, hört sich krass an das stimmt. Aber es ist keine EKT. Das ist wirklich krass "Elektro auf Hirn" ;-)
8 -9 Trimipramin - Seit März 2017
150mg Sertralin - In dieser Dosis seit Juli 2017. Seit März 2017 langsam aufdosiert bis zu dieser Dosis.
Nachts : 37.5 Mirtazapin - Seit März JANUAR 2018 VORHER 15
Vorher NIE Kontakt mit AD oder anderen Medis in dieser Richtung.

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