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BobdB: Paroxetin und seltsame Überempfindlichkeitsreaktionen

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Re: Paroxetin und seltsame Überempfindlichkeitsreaktionen

Beitrag von Murmeline » Donnerstag, 26.10.17, 11:21

Hallo Bob,

prima, dass Du was gefunden hast, was Dir Erleichterung bringt!

Grüße, Murmeline
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Re: Paroxetin und seltsame Überempfindlichkeitsreaktionen

Beitrag von BobdB » Donnerstag, 26.10.17, 11:40

Hallo,
mir gehts immer nocht gut, ich kanns eigentlich gar nicht glauben. Es ist zwar noch so eine Art "unterschwelliges Gefühl" da, das merk ich. Aber man kann es zum Glück kontrollieren. Durch meiden von Triggern. Mehr als eine Tasse Kaffee morgens bzw. pro Tag z.b. und ich brech in Schweißströmen aus, habe Kieferkrämpfe, bin mies gelaunt...etc.pp.

Danke EUCH <3
Bob
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Re: Paroxetin und seltsame Überempfindlichkeitsreaktionen

Beitrag von padma » Donnerstag, 26.10.17, 17:21

hallo Bob, :)

das freut mich sehr zu hören. :D

Bitte berichte uns weiter, wie es dir geht.

liebe Grüsse,
padma
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Re: Paroxetin und seltsame Überempfindlichkeitsreaktionen

Beitrag von BobdB » Sonntag, 05.11.17, 19:38

Hallo,

mal wieder was neues von der Paroxetin-Front... 8-)

Versuchsweise hab ich mal wieder ein bisschen was getrunken. Konnte die ganze Nacht wieder nicht richtig schlafen. Ständiges Aufwachen, Schweissausbrüche, Hitzewallungen und 2, 3 Tage danach noch müde und gereizt. Das scheint also immer noch nicht zu funktionieren, aber selbst wenn sich das nie mehr ändern sollte - aufs gelegentlich Trinken könnte ich auch verzichten.

Sonst maximal 2-3 Tassen Kaffe pro Tag. Und ganz wichtig: ich muss regelmäßig Mahlzeiten zu mir nehmen, sonst gehts mir schlecht. Ab und zu noch ein paar kleinere Unverträglichkeiten, bzw. Histamin Probleme aber inzwischen weiss ich ja, wo ich etwas aufpassen muss.

Insgesamt aber nichts, was mich im Leben so einschränkt wie die Zeit während des Absetzens. Und ich bemerke auch, dass dieser "Rest" sich gaaanz langsam legt und immer besser wird.

Was auf jeden Fall wieder gut funktioniert ist die Nacht (durch-)schlafen (wenn ich keinen Alkohol trinke), und auch die Nacken-/Rückenprobleme sind seit Monaten weg. Und was für mich sehr wesentlich ist: Die Sprachstörungen, die zum Ende der Paroxetineinnahme mein ständiger Begleiter waren sind auch komplett weg. Das heisst, meine Vermutung, dass es mit dem Paroxetin zusammenhing, hat sich bestätigt. Und vor allem bin ich nicht mehr dauernd innerlich so angespannt und nervös.

Unterm Strich also hat sich die Geduld und das Durchhalten gelohnt!

Ich hoffe, ich kann einigen damit Mut machen. Ich weiss, dass ich alles an manchen Tagen auch sehr in Frage gestellt hab und dachte, es geht nicht mehr und es wird nie wieder besser.

LG
Bob

P.s. Ich bin immer noch froh, dass ich nach dem Rückschlag 3 Monate nach Null nicht wieder eindosiert habe! Die Phase hat ca. eine Woche angehalten und ich habs einfach irgendwie durchgestanden und seitdem ist wieder alles gut. Ich hätte quasi sonst immer wieder von vorne angefangen.
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Re: Paroxetin und seltsame Überempfindlichkeitsreaktionen

Beitrag von Muryell » Montag, 06.11.17, 14:45

Lieber Bob,

ich bin auch Paroxetin-Betroffene und es freut mich sehr zu lesen, dass es Dir ohne dieses schreckliche Medikament gut geht. Paroxetin hat mir nie geholfen, und ich hoffe sehr, dass ich es nächstes Jahr ganz absetzen kann.

Mach‘s gut und sei stolz auf Dich.

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Re: Paroxetin und seltsame Überempfindlichkeitsreaktionen

Beitrag von BobdB » Montag, 11.12.17, 20:10

Hallo,
mein aktueller Stand:
Die Magenprobleme bzw. das Oberbauchdrücken sind sporadisch immer noch da. Meist morgens direkt nach dem Aufstehen, dann aber nur noch relativ kurz für ein paar Minuten. Wenn es mich zu sehr stört, nehme ich eine Ranitidin (H2 Blocker) und bilde mir ein, dass es hilft.
Könnte aber auch mit Unterzuckerung zusammenhängen, das ist nämlich auch noch ein Problem und ein absoluter Trigger für schlechte Laune und von alles und jedem genervt sein. Ich muss wirklich darauf achten regelmäßig zu essen. Was teilweise gar nicht so einfach ist, weil ich die meiste Zeit keinerlei Appetit oder Hungergefühl verspüre. :O
Mit Histamin gibts auch noch Probleme, wenn auch eher nur noch unterschwellig. Schokolade (zu viel), Kaffee (zu viel), Alkohol, ...lösen immer noch altbekannte Symptome wie sehr starkes Schwitzen, verstopfte Nase, Hitzewallungen, Hautprobleme aus. Cetirizin hilft aber super wenns zu viel wird und eine halbe Tablette reicht immer.
Der ganze Rest wie Muskelverspannungen im Nacken und Rücken, Schlafprobleme, Herzrasen, Brainzaps etc. ist komplett weg.
Ich würde insgesamt behaupten mir geht es 'gut' auch wenn mein Zustand wohl kaum einem 'normalen' Leben gleicht da ich immer noch auf Trigger achten muss und dadurch insgesamt halt doch eingeschränkt und nicht wirklich sehr belastbar bin. Glaube aber inzwischen an 'Heilung', da ich bemerke wie es von Woche zu Woche ganz langsam immer weiter bergauf und nach vorne geht.
LG
Bob
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Re: Paroxetin und seltsame Überempfindlichkeitsreaktionen

Beitrag von Muryell » Montag, 11.12.17, 21:01

Lieber Bob,

ich bin noch beim Ausschleichen von Paroxetin.
Mir kamen die Tränen, als ich das gelesen habe:

BobdB hat geschrieben:

Glaube aber inzwischen an 'Heilung', da ich bemerke wie es von Woche zu Woche ganz langsam immer weiter bergauf und nach vorne geht.
Ich freue mich sehr für Dich :party2: und kriege Hoffnung, dass ich auch irgendwann soweit bin.

Bitte berichte weiter.

Ich wünsche Dir alles Gute.

Muryell
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Re: Paroxetin und seltsame Überempfindlichkeitsreaktionen

Beitrag von BobdB » Montag, 07.05.18, 17:16

So ihr Lieben,
ich hab das Gefühl dass es in letzter Zeit eher schlimmer wird als besser und überlege mir wie es weitergehen soll.
Die körperlichen Symptome sind eigentlich weitgehendst verschwunden, aber psychisch bin ich inzwischen an einem Zustand angelangt in dem ich an fast nichts mehr richtig Freude finde, eine total negative Grundhaltung, kein Antrieb irgendwas zu schaffen.
Was soll ich nur tun, es fühlt sich wirklich an wie eine Depression.
Kennt sich jemand aus wie das mit Krankschreibungen läuft, ggf. auch für direkt mal zwei Wochen oder so!?
Kann der Hausarzt soetwas machen? Er weiss Bescheid über das Absetzen und meine Probleme damit und auch obwohl er es wissenschaftlich nicht nachvollziehen kann, gibt er mir nicht das Gefühl, dass er mir nicht glaubt.
Ich hab halt Angst, dass es Probleme mit der Krankenkasse geben könnte und ich vielleicht am Ende irgendwo stationär lande, wo sowieso keiner eine Ahnung von protrahiertem Entzug hat.
Können die auf eine Therapie 'bestehen'?
Aber man wartet doch sowieso Monate auf einen Termin bei einem Therapeuten? Im Moment fühle ich mich so als könnte ich nie wieder arbeiten. Die Kollegen, die Arbeit an sich, die Vorgesetzten... alles belastet mich so dermaßen, dass es mich noch mehr runterzieht.
Ich nehm an keinen Gesprächen mehr teil, weil mich einfach nichts mehr interessiert und ich nur noch meine Ruhe haben will. Das kann doch nicht sein...
LG
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Re: Paroxetin und seltsame Überempfindlichkeitsreaktionen

Beitrag von LenaLena » Montag, 07.05.18, 19:07

Hallo :)

Du bist ja noch kein Jahr auf null, wenn ich das richtig sehe, dementsprechend bin ich mir sehr sicher, dass das vom Entzug ist und du keine Angst vor einer Depression haben musst.
Bei mir ist es so, dass die körperlichen und psychischen Symptome sich häufig abwechseln. Nicht immer, aber manchmal hab ich wochenlang nur mit den körperlichen Dingen zu tun und dann kippt es wieder ins Gegenteil.
Könnte das bei dir nicht auch so sein?
Dass erst die Heilung der körperlichen Dinge "dran" war und jetzt die psychischen Bereiche dran sind?

Ich würde abwarten. Hast du eine Möglichkeit, eine kleine Auszeit zu nehmen? Urlaub, Krankschreibung?

LG Lena
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Re: Paroxetin und seltsame Überempfindlichkeitsreaktionen

Beitrag von BobdB » Montag, 07.05.18, 19:26

Hi,
dankeschön für Deine Hilfe!
Ja, das mit dem Krankschreiben meinte ich ja. Kennt sich da jemand aus?
Kann der Arzt einen einfach mal so für längere Zeit krank schreiben ohne dass man befürchten muss, dass die Krankenkasse einen in die Psychiatrie steckt?
Ich kenn mich nicht aus damit, habe aber das Gefühl dass eine längere Auszeit mir gut tun würde. Zumal ich es inzwischen kaum mehr auf Arbeit aushalte weil mich alles nur noch aufregt und belastet...
LG
Bob
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Re: Paroxetin und seltsame Überempfindlichkeitsreaktionen

Beitrag von Jamie » Montag, 07.05.18, 22:51

Hallo Bob, :)

die Krankenkasse kann dich nicht in die Psychiatrie schicken.
Selbst dein Arzt kann das nicht.
Nur, wenn Eigen und / oder Fremdgefährdung vorliegt.

Die Krankenkasse könnte aber irgendwann anfangen darauf zu insistieren, dass du dich bei ihrem Medizinischen Dienst vorstellen musst (die begutachten dich dann) oder mal eine psychosomatische Reha beantragen sollst.
Gegen ersteres kannst du nicht nicht wehren, zweiteres kann vom Hausarzt / Psychiater geblockt werden, indem er dich zwei Tage vorher rehaunfähig krank schreibt - aber das muss man vorher checken, ob er da auf deiner Seite wäre.
Das ist auch nur ein grober Überblick, es gibt da auf jeden Fall noch Feinheiten und ggf. auch Fallstricke.

Ansonsten ist es natürlich gestattet, dass du dich längere Zeit krankschreiben lässt.
Der Arzt muss nur auch die Notwendigkeit sehen!

Bis Woche 6 tritt Lohnfortzahlung im Krankheitsfall ein, wo noch der volle Lohn gezahlt wird, danach sind es nur noch ca. 80% und du musst jeden Monat einen speziellen Auszahlungsschein bei der Krankenkasse einreichen, was bedeutet, dass du jeden Monat einmal zum Facharzt musst.
Das ist einzukalkulieren, falls du länger krank geschrieben sein wirst (willst).

Grüße
Jamie
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Re: Paroxetin und seltsame Überempfindlichkeitsreaktionen

Beitrag von BobdB » Dienstag, 08.05.18, 6:37

Hey,
danke Jamie, Du bist echt klasse. <3 :)
Heute gehts mir eigentlich wieder ein bisschen besser und ich bin auf dem Weg in die Arbeit.
Irgendwie lässt mich der Gedanke nicht los, dass nach wie vor Histamin einen sehr wesentlichen Teil zu meiner Situation beiträgt. Ich kanns aber einfach nicht an bestimmten Lebensmittel festmachen. Es ist wenn dann völlig willkürlich. Bzw. nur wenn ich bestimmte Sachen mehrere Tage hintereinander esse vielleicht. Zudem habe und hatte ich immer schon Pollenallergien. Ich denk das spielt alles zusammen. Sicher ist nur, dass mir Cetirizin hilft und ich mich besser fühle.
Vielleicht doch nochmal nen Termin in der Allergologischen Klinik und das Ganze mal vollständig abklären lassen.
LG
Bob
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Re: Paroxetin und seltsame Überempfindlichkeitsreaktionen

Beitrag von LenaLena » Dienstag, 08.05.18, 9:43

Hallo Bob,

Histaminunverträglichkeit kann man leider nicht besonders gut bzw aussagekräftig testen lassen.
Der zuverlässigste Test ist eine Auslassdiät, in nicht so schlimmen Fällen kann man einfach stark histaminhaltige Dinge und Liberatoren für eine Weile ganz weglassen (mind 2 Wochen, würde ich sagen) und schauen, ob es besser wird. Und selbst informieren anstatt zum Arzt zu gehen... die sind bei Unverträglichkeiten leider so wissend wie ein frischgeborenes Baby...

Dass du es nicht an einzelnen Lebensmitteln festmachen kannst, klingt sehr nach Histamin.
Oft ist es so, dass sich die einzelnen auch geringeren Histamingehalte im Essen addieren, erst verträgt man es noch halbwegs und plötzlich ists vorbei. Gerade wenn du sagst, dass du es merkst, wenn du eine Sache mehrmals isst. Das klingt ganz stark danach. Man sollte auf jeden Fall viel abwechseln.

Ich würde dir auf jeden Fall mal raten, dich auf einer Infoseite umzusehen, dort gibt es oft auch Listen, wo vermerkt ist, was viel Histamin enthält und was nicht. Ich mag zB die SIGHI-Seite sehr gerne (histaminintoleranz.ch), da gibts auch Listen zum Download und viele Infos. Auch hier im Forum gibts einen Thread dazu.
Und wie du vermutlich weißt, man muss individuell rausfinden, was man verträgt und was nicht, das ist bei jedem ein wenig anders bzw. ist auch der Histamingehalt in Lebensmitteln nicht immer gleich.

Wenn man ein bisschen sensibilisiert dafür ist, wie das funktioniert, kann man es beim Essen ganz gut umschiffen :)

Ich würde auch Kaffee komplett weglassen, falls du welchen trinkst. Der geht nun mal an die Nerven und kann daher sehr einfach triggern...

Und übrigens denke ich auch, dass es mit der Pollenallergie zusammenhängt. Histamin und Allergien hängen ja häufig nah zusammen, und hier im Forum haben das auch schon einige beobachtet, wie ich gelesen habe.
Aber irgendwann funktioniert unser Körper wieder besser, und dann wird das alles nicht mehr so schlimm sen :)

LG Lena
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Re: Paroxetin und seltsame Überempfindlichkeitsreaktionen

Beitrag von BobdB » Dienstag, 08.05.18, 17:09

Hallo Lena,
vielen lieben Dank dass Du Dir für diesen sehr ausführlichen Kommentar Zeit genommen hast. :)

Andersrum denke ich, dass ich vielleicht die ganze Zeit schon ein Histamin-Problem hatte und die Paroxetin Einnahme das verschleiert hat. Auch wenn man liest, dass es keinen nennenswerten Einfluß auf Histamin-Rezeptoren haben "soll"...
Zwischenzeitlich habe ich auch schon mehrfach dran gedacht, einfach eine halbe 10mg Tablette Paroxetin zu nehmen und mir gehts endlich wieder besser mit meiner Stimmung. Aber dann, und das wenigstens ist das Gute am Absetzen, habe ich bemerkt wie viele Nebenwirkungen ich eigentlich in den ganzen Jahren hatte. Für mich war das schon Normalzustand und ich habs gar nicht mehr mit dem Paroxetin in Verbindung gebracht! Dieses ständige unter Strom stehen, innere Unruhe, irgendwie aufgedreht sein und zuletzt sogar richtige Sprachstörungen.
Das alles ist weg und ich möchte die jetzige Situation auch nicht wieder dafür eintauschen indem ich wieder zu diesem Mist greife...
LG
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Re: Paroxetin und seltsame Überempfindlichkeitsreaktionen

Beitrag von BobdB » Sonntag, 24.06.18, 6:16

Hall ihr Lieben,
ich wollte mich mal wieder melden, nach nun fast einem Jahr auf NULL.
Inzwischen sind alle körperlichen Symptome eigentlich weg, d.h. keine Kiefer-/Rücken-/Nackenverspannungen mehr, keine Schlafprobleme, kein schweißgebadet aufwachen, keine Wassereinlagerungen, keine Übelkeit/Blähungen mehr UND sogar die Unverträglichkeiten und Histamin-Probleme sind zurückgegangen!
ABER! Psychisch bin ich in einer Art Dauer-Freudlosigkeit. Während dies früher immer nur kurze Phasen waren, die immer wieder von Fenstern mit guten Zeiten abgelöst wurden, bin ich inzwischen fast permanent schlecht drauf. Ich ziehe mich immer mehr aus sozialen Situationen zurück, kann Leuten nicht mehr in die Augen schauen, bin antriebslos und ständig am Grübeln. Mache mir über alles (viel zu viele) Gedanken, kann kaum mehr mit Menschen interagieren weil ich dabei innerlich dann total angespannt, hektisch, nervös und völlig verkrampft bin.
Eigentlich auch klassische Symptome einer Depression? Bzw. scheint meine soziale Phobie wieder zurückzukommen. :( Ich habe auch bemerkt, dass sich Arbeitskollegen immer mehr von mir abwenden, da sie mein zurückziehendes Verhalten einfach nicht verstehen. So kanns nicht weitergehen! Ich kann NULL mehr auf Menschen zugehen oder mit ihnen normal interagieren.
Vielleicht brauche ich tatsächlich wieder ein AD. Denn ich muss zugeben, dass in den Jahren der Paroxetin-Einnahme meine Lebensqualität deutlich besser war als jetzt. Ich habe es auch echt gut vertragen und die ganzen Nebenwirkungen kamen erst zum Schluss nach über 10jähriger Einnahme.
Opipramol hatte ich noch hier rumliegen und ich habe sie knapp 2 Wochen genommen. Die ersten Tage schienen sie mich etwas zu beruhigen und mir gings etwas besser. Doch ich hatte Nebenwirkungen. (Viel!) zu müde, Hautentzündungen die nicht mehr heilen wollten, Fressattacken, und nach ein paar Tagen als die eigentlich stimmungsaufhellende Wirkung einsetzen sollte, war ich noch schlechter gelaunt als vorher. Also hab ich sie nicht mehr genommen und es bildete sich relativ schnell alles wieder zurück.
Mein nächstes Projekt wäre jetzt Tianeptin, Escitalopram, Sertralin oder vielleicht Bupropion. In dieser Reihenfolge in etwa werde ichs versuchen. Jeweils mit maximal der Hälfte der empfohlenen Dosis jeweils über 2-3 Wochen und das Ergebnis abwarten. Ich befürchte nur, dass entweder alles nichts mehr bringt, die Wirkung ins Gegenteil umschlägt oder ich wieder massive Nebenwirkungen wie Hautprobleme oder starkes Schwitzen etc. habe. Eine Psychotherapie hatte ich auch schon 2x gestartet in meiner Vergangenheit, jedoch scheine ich dafür nicht der Mensch zu sein, leider. Ausserdem kriegt man sowieso kaum Termine bzw. darf monatelang warten. Nein, da muss leider jetzt ne schnellere Lösung her um wieder einigermaßen am Leben teilnehmen zu können. Zumal sich beruflich auch bald was für mich verändert und ich einen KOMPLETT neuen Start in einer neuen Stadt mit Arbeitssuche, Vorstellungsgesprächen, neuen Kollegen, neuen Vorgesetzen vor mir habe. Ich wüsste nicht wie das in meiner momentanen Verfassung möglich sein soll.
LG
Bob
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Re: BobdB: Paroxetin und seltsame Überempfindlichkeitsreaktionen

Beitrag von LenaLena » Sonntag, 24.06.18, 13:00

Hallo,

das, was du vorhast, ist eine reine Verzweiflungstat und ein "es muss schnell gehen, ich muss funktionieren".

Lies mal das Buch "Unglück auf Rezept", da sind Studien erklärt und aufgeführt, die zeigen, dass die Wirkung von AD mehr als zweifelhaft ist. Großteils wirkt es über den Placebo-Effekt. Nicht mal mehr die Hersteller selbst glauben daran, denn alle großen Pharmaunternehmen haben sich seit 2010 aus der AD-Forschung zurückgezogen. Wenn das kein klares Zeichen ist...

Deine Erfahrung mit Opipramol zeigt, dass du vermutlich leider sowieso keine PP mehr vertragen wirst, wie du es ja auch vermutest.

Ich persönlich verstehe nicht, wie man nach der Erfahrung eines AD-Entzugs überhaupt noch daran denken kann, wieder was zu nehmen. Ich wünsche mir jeden verdammten Tag, dass ich diese Tabletten nie genommen hätte. Naja, vermutlich hat es dich nicht so schwer getroffen wie mich.
Abgesehen von den Nebenwirkungen kann es jederzeit passieren, dass du eine Toleranz entwickelst (=unfreiwilliger Entzug), absetzen gestaltet sich so, dass man es lieber lässt und Langzeitfolgen von AD kennt man nicht - ich denke, da werden wir alle noch Augen machen, sollte das mal erforscht werden.

Auch wenn die körperlichen Symptome bei dir besser sind nach einem Jahr, heißt das nicht, dass der Entzug vorbei sein muss. 10 Jahre Einnahme ist viel, und Paroxetin ist auch bekannt für lange Entzüge. Bei mir wechselt das Befinden immer zwischen körperlichen und seelischen Symptomen - das könnte bei dir auch sein, dass nun die seelischen "dran" sind. Weil eben diese Bereiche im Gehirn repariert werden.
Ich verstehe vollkommen, dass das schwer ist (du kannst immerhin arbeiten und unter Menschen! Ich fast ein Jahr nach Escitalopram nicht!!), aber ob es eine Lösung ist, das Gift wieder zu nehmen, das dir ev auch diese Zustände gebracht hat, weiß ich nicht.

"Therapie ist nichts für mich" halte ich für eine falsche Annahme. Du hast einfach bisher noch nicht deinen Therapeuten oder deine Therapieform gefunden. Zwei Versuche sind ja nichts. Die meisten brauchen mehr Versuche!
Wenn du eine soziale Phobie hast, könntest du zB mal Hypnosetherapie versuchen. Gerade, wenn es dir vl nicht so liegt, in der Therapie nur zu reden.
Bzgl Wartelisten - hier bei uns gibt es nicht mal Wartelisten, da wir gar nicht erst Therapie auf Krankenschein bekommen!! (außer in stationären Situationen)
Von daher habe ich auch alle Therapien selber gezahlt, und dennoch wars mir das wert und hat im Endeffekt ein tolles Ergebnis gebracht. Die Investition hat sich allemal gelohnt, auch wenn ich mir als Studentin und dann als Minijoberin alles vom Mund absparen musste, buchstäblich!
Aber: JEDER ist seines Glückes Schmied, und unsere seelische Gesundheit sollte uns alles wert sein.
Also such dir bitte eine private Therapie, da kannst du auch wechseln, so oft du willst.

Im Übrigen zeigten die Studien auch bei Therapien die größten Erfolge...

LG Lena
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Re: BobdB: Paroxetin und seltsame Überempfindlichkeitsreaktionen

Beitrag von Jamie » Sonntag, 24.06.18, 13:26

Hallo Bob und Lena
LenaLana hat geschrieben:Ich persönlich verstehe nicht, wie man nach der Erfahrung eines AD-Entzugs überhaupt noch daran denken kann, wieder was zu nehmen. Ich wünsche mir jeden verdammten Tag, dass ich diese Tabletten nie genommen hätte. Naja, vermutlich hat es dich nicht so schwer getroffen wie mich.
Mit dieser Aussage wäre ich sehr vorsichtig.
Niemand kann wissen, wie sehr jemand leidet und ob jemand schwerer getroffen wurde als man selbst und selbst wenn nicht, ist Leidrelativierung nicht der richtige Weg.
Hier trägt jeder sein Päckchen.

Es gibt Menschen, die aus Leid unterschiedliche Konsequenzen ziehen.
Kennst du Bobs Leidensdruck? Ich nicht. Ich lese ihn aber heraus.

Die Konsequenz sich den AD zurückzuzuwenden befremdet mich dennoch, das gebe ich ehrlich zu.
Zumal es ein so unsicherer und risikoreicher Weg ist.

Bob, du wirst sicher verstehen, dass wir dir hier keine Tipps geben können, was du da jetzt ausprobieren kannst. Ist sowieso russisch Roulette, ob und was ´wirkt´.
Die Regeln zum risikominimierenden Verhalten kennst du nun ja.

Alles Gute
Jamie
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Re: BobdB: Paroxetin und seltsame Überempfindlichkeitsreaktionen

Beitrag von LenaLena » Sonntag, 24.06.18, 13:35

Hi Jamie,

für mich ist es nun mal so (wobei ich kein Leid vergleichen wollte). So eine Hölle zu erleben bringt mich zu diesem Schluss, anders kann ichs nicht ausdrücken.
Dass der Leidensdruck jetzt gerade stark sein kann, lese ich auch heraus und bezweifle ich nicht. Dafür aber wieder in die Richtung dessen zu gehen, was einen erst so zerstört hat, verstehe ich eben nicht.
Daher meine Tipps.
Aber natürlich ist jeder selber für sich verantwortlich. Nur mir mit meiner Erfahrung tut das beinah körperlich weh, zu hören, dass jemand wieder AD nehmen will.

LG L.
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Re: BobdB: Paroxetin und seltsame Überempfindlichkeitsreaktionen

Beitrag von Jamie » Sonntag, 24.06.18, 14:01

Off Topic
Hallo Lena,
ich gehöre sicher auch zu den kritischen Personen hier.

Ich möchte dir aktuell mal kurz schildern, was gerade bei mir los ist.
Ich war bei einer Zahnbehandlung (Karies Backenzahn Unterkiefer), wo anscheinend durch die Betäubungsspritzen Nerven getroffen wurden.

Seit 13 Tagen lebe ich tagein tagaus mit höllischen, ziehenden, pulsierenden Nerven- und Zahnschmerzen und bin kurz davor aus Verzweiflung mir selbst was anzutun oder anderen an die Gurgel zu gehen.

Ich werde am Dienstag die Zahnklinik erst verlassen, wenn die mich zum Schmerzmediziner überwiesen haben - ich fresse querbeet wild alle möglichen Schmerztabletten, um über die Runden zu kommen.

Sollte mir ein Arzt anbieten Lyrica oder Amitriptylin (ich nehme noch mit 2 Tropf) zu nehmen oder zu erhöhen, werde ich trotz meiner Arbeit hier im Forum ernsthaft drüber nachdenken, denn so kann ich nicht weiterleben.

Es ist für mich aber sicher nicht die erste Option, die besteht aus Abklärung, besser wirksamen Analgetika und "Psycho-Skills", dem Schmerz etwas entgegenzusetzen.

Viele Grüße Jamie
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Re: BobdB: Paroxetin und seltsame Überempfindlichkeitsreaktionen

Beitrag von BobdB » Sonntag, 24.06.18, 20:22

Hi,
und lieben Dank für Eure Beiträge.
Also trotz all dem was ich durch das Absetzen schon durchgemacht habe... dass ADs oder in meinem Fall das Paroxetin nur Placebo-Wirkung gehabt hätten kann ich beim besten Willen nicht behaupten. Auch ohne Studie.
Wie gesagt ich hab lange Zeit sehr davon profitiert. Bis eben die ganzen Nebenwirkungen kamen. Da brauch ich nichts schön oder andersrum schlecht zu reden.
Und die Erwägung wieder zu solchen (leider teils grauenhaften) Medikamenten zu greifen kommt daher, dass ich glaube, dass in meinem Fall eventuell wirklich eine angeborene Störung im Neurotransmitterhaushalt vorliegt welche medikamentös zu behandeln ist.
Wie geschrieben, sind ALLE körperlichen Beschwerden und Unverträglichkeiten inzwischen weg. Und aus den typischen Fenstern und Wellen ist, was die psychische Komponente angeht, jetzt erst (nach fast exakt einem Jahr) eine Dauer-Depri-Welle geworden. Und das, nachdem in den Monaten vorher schon immer mehr die Fenster mit den guten Zeiten die Oberhand gewonnen hatten.
Das Macht doch keinen Sinn und lässt mich ernsthaft an eine wieder rezidivierende Krankheit glauben. Ich hatte dieses schlimme Grübeln und die 'Scheu' vor manchen Menschen und sozialen Situationen schon in der Kindheit, solange ich zurückdenken kann. Ich wusste nur lange Zeit überhaupt nicht, dass das nicht 'normal' ist..
LG Bob
- Anfangs Paroxetin 20mg
- Kurz danach auf 10mg reduziert und dann weit über 10 Jahre genommen
- Am Ende krasse "Nebenwirkungen" und dann Ausschleichen über mehrere Monate
- Seit Mitte Juli/2017 auf NULL

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