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Stubi: Sertralin abgesetzt

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Eva

Re: Stubi: Sertralin abgesetzt

Beitrag von Eva » Donnerstag, 10.05.18, 13:26

Hallo Stubi,

das Gefühl der Ausgrenzung holt mich hier und da auch noch mal wieder ein.

Für mich habe ich dazu einiges festgestellt, wo ich bei mir selbst ansetzen könnte, um das zu ändern, aber das will ich hier nicht breittreten, weil das zu den Dingen gehört, mit denen ich mich im Forum teils schon unbeliebt gemacht habe, und genau das macht mir inzwischen zu schaffen ... passt ineinander, oder? Selbst in der Anonymität des Webs kann man nicht ganz aus seiner Haut.

Ich gehe zu einem Psychotherapeuten, u. a. im Zusammenhang mit diesen diffusen Ablehnungsgefühlen. Hast Du schon eine Therapie gemacht? Auch weil Du ja schon einiges mitgemacht hast - wurde zumindest versucht, das therapeutisch aufzuarbeiten?

Liebe Grüße, Eva

Anikke
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Re: Stubi: Sertralin abgesetzt

Beitrag von Anikke » Donnerstag, 10.05.18, 14:17

liebe stubi,
ojeee das ist schrecklich was du erlebt hast, erst der Missbrauch und dann die schuldzuschreibung- an eine neunjährige puuuuh ich kann dir gut nachfühlen wie schlimm das war.
und am ich kann gut verstehen dass du erstmal niemandem vertrauen möchstest, dazu würdest du ja regelrecht getrieben :(
liebe stubi, heute ticken viele Menschen anders, so viele haben sich geroutet und das Thema Missbrauch ist in die Öffentlichkeit gerückt, zumindest ein wenig.
vllt kannst du heute andere / bessere Erfahrungen machen, auch wenn es schwer fällt.. man muss ja immer die alten Prägungen überwinden..
vllt ist ein erster schritt, hier darüber zu schreiben..
ganz liebe grüße anikke
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Re: Stubi: Sertralin abgesetzt

Beitrag von stubi » Donnerstag, 10.05.18, 15:24

Liebe Ilse,

vielen Dank für deine mitfühlenden Worte die haben mir gut getan und ich musste seit ich in meinem Threat gelesen habe die ganze Zeit heulen.

Tränen sollen ja die Scheibenwischer der Seele sein und von daher gesehen besser als versteinert zusein nicht wahr.

Ich war auf einer Beerdigung von einer Bekannten, der es in den letzten drei Jahren furchtbar schlecht ergangen ist.
Mein Mann und ich haben sie immer Mal wieder besucht und ich habe ihr versucht gut zuzureden obwohl es keine Hoffnung mehr gab.

Für mich ist es immer unverständlich und hart gewesen, dass sowenig ihrer sogenannten Freunde sie besucht haben.

Lange Rede kurzer Sinn, bei dieser Beerdigung waren sie alle da und von außen betrachtet hätte man Meinen können, wow diese Frau war gut eingebettet in ihrem Leben und doch in ihren härtesten Stunden wohl nicht so.

Auf was ich eigentlich raus will ist, diese sogenannten guten Freunde die sich in schweren Stunden nicht um sie gekümmert hatten wurden vom Ehemann so hofiert und zum Leichenschmaus eingeladen und wir wurden links liegengelassen und ignoriert.

Obwohl ich noch am selben Tag nichts groß verwerflich daran gefunden habe, war die Nacht ein Albtraum für mich und ich bin in diese Welle geraten.

Diese Gefühle sind für mich die Hölle und lassen mich verzweifeln, ich möchte so gerne befreit sein von diesen Schmerz der mich schon solange begleitet in meinem Leben und immer wieder auflebt und durch nichts vertrieben werden kann.

Deshalb bin ich auch in diese Mühle der künstlichen Hilfsmittel geraten und keine Therapie oder sonstiges haben etwas bewirkt bei mir.

Ich bin eine Gefangene meiner selbst und drehe mich ständig nur im Kreis.

Doch dazwischen gibt es immer wieder gute Zeiten und dann scheint auch wieder die Sonne.

Liebe Ilse du bist so eine liebe und mitfühlende Person und ich wünsche dir von Herzen alles erdenklich Gute, also bitte glaube daran es wird besser werden auch bei dir.

Liebe Grüße
Renate
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Re: Stubi: Sertralin abgesetzt

Beitrag von stubi » Donnerstag, 10.05.18, 15:35

Liebe Eva,

vielen Dank das du mir geschrieben hast und auch du kennst das Gefühl der Ausgrenzung.

Es ist ein ganz schlimmes, für mich fast unerträglich und das macht es zu einem richtigen Problem für mich.

Auch suche ich schon mein ganzes Leben nach einer Lösung dafür und ich habe auch Therapien gemacht, nur ich habe entweder nicht den richtigen Therapeuten gefunden oder es gibt keine Hilfe für mich.

Nun ich bin auch hier sehr vorsichtig, denn ich kann ja auch nicht verlangen daß jeder meiner Meinung ist, dazu sind wir viel zu verschiedenen und die Erfahrungen spielen auch eine ganz große Rolle wie ich finde.

Was ich schon an Geld ausgegeben habe für Literatur und alternative Vorschläge, ich weiß nicht wo es bei mir hackt?

Hast du denn gute Erfahrungen Therapiemaessig?

Alles Liebe für dich.

Renate
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Re: Stubi: Sertralin abgesetzt

Beitrag von stubi » Donnerstag, 10.05.18, 15:45

Liebe Anikke,

lieben Dank für deine Antwort, doch ich will heute nicht mehr mit Therapeuten über diese Erlebnisse in meiner Kindheit sprechen.

Es ist schon schlimm genug wie das heute ans Tageslicht kommt und im Grunde genommen nichts dagegen unternommen wird oder zumindest sehr wenig.

Diese Leute wissen ja gar nicht was sie einer Kinderseele damit antun.
Aber was wissen die schon von einem Mord an der Seele und einer lebenslangen Verletzung dieser.

Es gibt Menschen die entwickeln eine gewisse Ressilienz und können ihr Leben trotz allem gut meistern, ich gehöre leider nicht dazu.

Doch ich kann ja nicht einfach aufhören zuleben nicht wahr und deshalb muss ich immer weitermachen bis es zu Ende ist.

Liebe Grüße
Renate
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Re: Stubi: Sertralin abgesetzt

Beitrag von stubi » Donnerstag, 10.05.18, 15:47

Liebe Ute,

Vielen Dank für's Drückerli :hug:

Liebe Grüße
Renate

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Re: Stubi: Sertralin abgesetzt

Beitrag von Bittchen » Donnerstag, 10.05.18, 16:44

Liebe Renate,

Ich schaue wieder Mal hier rein und lese sofort erfreut deinen Namen.
Die Freude blieb mir im Hals stecken,wie ich von dem Verbrechen in deiner Kindheit gelesen habe.
Da kann ich nicht differenzieren,wer der schlimmere Täter Ist.
Ist es das kranke Hirn ,was dein Onkel war oder ist es deine Mutter und deren Schwester,die dich nicht beschützt haben und dir auch noch eine Schuld gaben an dieser Straftat ?
Positiv daran sehe ich,wenn es das in dem Zusammenhang überhaupt gibt,dass du darüber schreiben kannst.
Vielleicht kannst du dieses Unrecht, was dir widerfahren ist, irgendwie schriftlich aufarbeiten.
Kein Stoff ,egal was,wird dir helfen diese körperlichen und auch seelischen Verletzungen zu vergessen.
Betäuben hilft da nicht und macht es nur noch schwerer,weil wir uns immer mehr zerstören.
Bis jetzt hast du doch dein Leben gemeistert,du hast diese Ungeheuerlichkeit überlebt und bist noch da.
Leider weiß ich auch keine Lösung für deinen jetzigen Qualen,aber nicht aufgeben und ganz kleine Schritte zurück ins Leben zu machen,ist die einzige Möglichkeit ,die auch ich immer wieder praktiziere,wenn es mir sehr schlecht geht.
Bei dir hakt es da auch nicht,du brauchst nur noch mehr Zeit.
Das was dir auf der Beerdigung passiert ist,wundert mich nicht.
Leider gelten immer wieder Äußerlichkeiten und für den Ehemann geht das Leben jetzt mit seinen Freunden weiter.
Das wäre mit Euch nicht so gegangen,er braucht Euch jetzt nicht mehr .
Die Enttäuschung über dieses Verhalten hat alte Wunden bei dir wieder aufgerissen.
Aber nicht du hast was falsch gemacht,sondern der Ehemann ist einfach ein A....sch.
Das tut dir weh,sollte für dich aber ohne Bedeutung sein,du bist ein mitfühlender Mensch und nur das zählt.
Dir wird es auch wieder besser gehen,glaube mir.
Habe noch Geduld und tue dir immer wieder was Gutes,genieße jeden leichteren Moment.
Versuche jeden Tag einen ganz kleinen Spaziergang zu machen.
Es dauert noch etwas,aber mit der Zeit wird es immer leichter,zumindest war das bei mir so.
Jetzt ohne Ads geht es mir auch nicht immer gut,aber bei wem ist das schon so ?
Trotzdem fühle ich mich recht zufrieden,ich habe weniger Ängste und ich kann auch raus gehen.
Mit der Zeit wird das auch bei dir immer öfter der Fall sein.

Von mir eine tröstende Umarmung und ganz liebe Grüße
Brigitte
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Vorgeschichte:
Als junge Frau hatte ich schon zwei Suizidversuche,18 u.24.Jahre,1968 verbunden mit schmerzhaften Trennungen.

1986 nach der Geburt von der dritten Tochter das erste Mal Diagnose durch Frauenarzt ,Depression.


Medikationsverlauf:


Seit Feb.1992 trockene Alkoholikerin.Halbes Jahr später depressive Phase. Hausarzt spritzt alle 4 Wochen Imap.


1994 erneut starke depressive Symptome,jüngste Tochter hatte bald Kommunion,ich wollte funktionieren.
Hausarzt verschreibt das 1.Mal Aurorix(Mao-Hemmer),hat schnell gewirkt.
Ich hatte eine kurze Hypomanie. In den langen Jahren immer Mal wieder,jetzt schon ein paar Jahre nicht mehr.
Eingenommen bis 2004,dann keine Wirkung mehr.

2004,das erste Mal Akut-Psychiatrie, umgestellt worden auf Trevilor(Venla),immer wenn Wirkung nach ließ, erhöht worden,bis 300 mg.


Dann Inkontinenz und weitere Nebenwirkungen,zu schnell ausgeschlichen.
Umgestellt auf Escitalopram,zwischendurch Citralopram,
Nach ein paar Jahren wieder abgesetzt,immer zu schnell,i

2009 erneut schwere Episode,Hausarzt verschreibt wieder Aurorix,wirkt nicht mehr.
Auch 2009,endlich Psychotherapie,
Psychiater verschreibt Sertralin 25 mg, sehr starke Nebenwirkungen,Zittern,Unruhe,Angst,Selbstmordgedanken,so dass ich erneut,während der Psychotherapie, in die Akut- Psychiatrie muss.
Entlassung mit 50 mg Sertralin. als Nebenwirkung ,starken Durchfall.


Dann ohne Ausschleichen ,Umstellung auf Citalopram 40 mg. dann umgestellt auf 20 mg Es-Citalopram,

Absetzversuche scheitern immer wieder,da erneutes Auftreten der Krankheit diagnostiziert wird.

Absetzverlauf:
Anfang 2017 : Vom neuen Hausarzt ließ ich mir dann Tropfen verschreiben und reduzierte jede Woche einen Tropfen.
Seit Mai 2017 ohne Ad.

3.12.2017 Versuch der Wiedereindosierung von 0,5 mg Escitalopram - starker Durchfall, wieder weggelassen


Seit Ewigkeiten 125 mg L-Thyroxin gegen Unterfunktion der SD.

aktuelle Symptome
Jetzt bin ich in eine, angeblich leichte, Überfunktion geraten.
Symptome sind starke Schlafstörungen,Gereiztheit,Wut ,innere Unruhe und Beben,Kribbeln in Füßen und Waden,schwitzen,sehr trockener Mund,immer Durst.
Plaque in Halsschlagader ,vorgestern beim Endokrinologen fest gestellt,auch Polyneuropathie ,wird in beiden Beinen vermutet.

Erst einmal will ich versuchen ohne erneutes PP auszukommen.
Kein PP hat mich stabilisiert ,eigentlich hatte ich immer nur Nebenwirkungen,wie Inkontinenz und Schleimhautbluten erneut auftraten,beschloss ich auszuschleichen.
Auch Sehstörungen,Magengeschwüre,mit Teerstuhl hatte ich in den letzten drei Jahren .

Eva

Re: Stubi: Sertralin abgesetzt

Beitrag von Eva » Donnerstag, 10.05.18, 17:16

Liebe Renate,

um auf Deine Frage einzugehen: Mir haben schon ein paar Therapeuten weiterhelfen können, damals nach meinem Suizidversuch und jetzt auch wieder. Da wird gar nicht mehr groß in der Kindheit gegraben - denn ich weiß ja, wie Du auch, was damals schiefging. Verletzte Gefühle heilen nicht dadurch, dass sie wieder hervorgeholt und erneut durchlitten werden, das allein kann sie eher festhalten, finde ich.

Eine aus meiner Sicht gute Therapie bezieht sich vor allem darauf, wie ich mit mir selbst heute fürsorglicher umgehen kann. (Das möchte ich kurz erwähnen als einen der wichtigsten Punkte: Ich habe heute kein Selbstmitleid mehr, das war für mich mit Opfer-sein verbunden, ich spüre aber Selbst-Mitgefühl, d. h. ich kann mein mich symbolisch in die Arme nehmen und aufhören, mich zu kritisieren und mich stattdessen immer mehr zu mögen.) Wodurch natürlich auch eine bessere Chance auf eine nicht durch alte Gefühle belastete Zukunft entsteht.

Aber es hat wenig Sinn, sich zu einer Therapie zu drängen, geschweige denn drängen zu lassen. Es gehört, so meine ich, auch zu einer guten Selbstfürsorge, in dieser Sache auf sein Inneres zu hören. In diesem Sinne

ein herzlicher Gruß an Dich,
Eva

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Re: Stubi: Sertralin abgesetzt

Beitrag von stubi » Donnerstag, 10.05.18, 21:00

Liebe Brigitte,

vielen Dank für deine Worte, ich bewundere dich sehr für deine Stärke und habe schon ein schlechtes Gewissen für meine Schwäche.

Es gibt wirklich sehr viele Menschen denen geht es wesentlich schlechter als mir und sicher auch viele die schlimmeres durchmachen mussten als ich.

Dieses ewige Selbstmitleid bringt mich manchmal schon am Rand der Verzweiflung, doch so sehr ich das auch möchte, ich kann nicht aus meiner Haut und bin jedesmal immer wieder aufs neue so verletzt bei der geringsten Missachtung.

Ich finde es ist noch schlimmer geworden diese Dünnhäutigkeit seit dem endgültigen Absetzen der ganzen Gifte, die ich zur Verdrängung benutzt habe.

Eigentlich sollte ich mich mit dem Leben das ich als Kind führte abgefunden haben, doch es will mir nicht gelingen.

Es wäre noch soviel zuschreiben, doch war bringt es mir, immer und immer wieder in dieser Schei...... zustochern und dabei diese Wunden immer aufs neue aufreißen.

Warum kann ich nicht einfach drüber stehen und mich als Aussenseiter der ich nunmal im Leben bin akzeptieren?

Na, warum warum ich kann's selber schon nicht mehr hören.

Man hat mir schon Mal gesagt, dass ich das alles vieleicht brauchen würde und deshalb nicht loslassen kann.

Wer weiß das schon so genau?

Ich mag es gerne wenn Menschen wie du und auch die anderen mich mögen, doch da fühle ich mich verlegen und muss sogar heulen, eigenartig finde ich das alles und kann sehr schlecht damit umgehen.

Manchesmal denke ich mir, ich bin gar nicht erwachsen geworden und stecke immer noch in meiner Kindheit fest und dabei befinde ich mich schon wieder auf dem absteigenden Ast und bald ist wieder alles zu Ende bevor es richtig begonnen hat.

Jetzt habe ich mich aber in meinen Gedanken verloren und dabei ist es wie es ist und ich empfinde mein bisheriges Leben als sinnlos und doch werde ich es bis zum bitteren Ende leben, komme aus da wolle, da muss ich durch.

Es freut mich sehr für dich, dass es dir wieder besser geht und weiter so du hast es dir verdient.

Liebe Grüße
Renate

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Re: Stubi: Sertralin abgesetzt

Beitrag von stubi » Donnerstag, 10.05.18, 21:12

Liebe Eva,

was für weisse Worte du schreibst, da bist du schon ein gehöriges Stück weiter in deinem Leben gekommen und vielleicht ist es mir ja vergönnt dieses auch Mal zu begreifen und etwas gutes für mich zu tun.

Ich habe nur keine Hoffnung einen guten Therapeuten zufinden und mich darauf einzulassen. Ich kenne auch niemand in meinem näheren Umgebung der damit gute Erfahrungen gemacht hätte.

Doch es ist gut zu hören, dass du diesbezüglich gute Erfahrungen machen konntest und ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg damit.

Dankeschön das du dies mit mir teilen magst.

Liebe Grüße
Renate

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Re: Stubi: Sertralin abgesetzt

Beitrag von stubi » Dienstag, 15.05.18, 11:54

Hallo ihr Lieben,

seit gestern tiefer Absturz in meine seelische Hölle im wahrsten Sinne des Wortes.

Mir war gestern den ganzen Tag schon komisch und sehr heiß.
Ich dachte ich muss innerlich verbrennen und ich denke es kommt vielleicht von den Hormonumstellung der Wechseljahre.

Altersmäßig bin ich zwar schon lange darüber, doch eine Frauenärztin sagte mir vor langer Zeit, dass manche Frauen dies ewig hätten und verschrieb mir Hormone zum Auftragen auf die Haut.

Ich habe ca 6 Monate benutzt, doch geändert hat sich gar nichts.

Stimmungsschwankungen und Hitzeanfälle ohne Ende, eine damalige Bekannte riet mir ab diese weiter zubenutzen, denn sie hatte Brustkrebs und ist inzwischen daran verstorben.

Gestern war es besonders schlimm und dann könnte ich es nicht mehr aushalten und habe mich ins Schlafzimmer verdrückt, denn es ist mir inzwischen sehr unangenehm im beisein meines Mannes solche Zustände zuerleben.

Als ich auf dem Bett gelegen bin, hat es in meinem Gehirn ganz komisch geknirscht und ich bekam schon richtig Angst, dass mir jetzt das Gehirn rausfliegt und ich habe nur noch gedacht, jetzt hat mein letztes Stündlein geschlagen.

Ich bin noch hier und meine Psyche ist nicht gut drauf, ich bin sehr empfindlich auf Geräusche und möchte nur alleine sein, nichts sehen oder hören.

Das ist schon wieder der Höhepunkt einer Welle und es bleibt mir nichts anderes als warten bis es wieder besser wird und die Frage wann kommt endlich die Erlösung und gibt es vieleicht doch irgendwo Hilfe für mich und auch all die anderen die so leiden müssen?

Ich lausche auf meine innere Stimme, doch sie sagt nichts zu mir.

Liebe Grüße
Renate

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Re: Stubi: Sertralin abgesetzt

Beitrag von padma » Dienstag, 15.05.18, 17:31

liebe Renate, :)
Eigentlich sollte ich mich mit dem Leben das ich als Kind führte abgefunden haben, doch es will mir nicht gelingen.
Das lässt sich nicht erzwingen. Verletzungen wollen betrauert werden. Ich glaube, es braucht zumeist dann auch noch positive Erfahrungen damit sie heilen können. Sie bleiben Bestandteil der eigenen Geschichte. Ich habe neulich wo gelesen, dass es nicht um Loslassen geht, sondern um Integrieren.
Man hat mir schon Mal gesagt, dass ich das alles vieleicht brauchen würde und deshalb nicht loslassen kann.
Das halte ich für Blödsinn :evil: . Solche Aussagen sind die hilflosen Reaktionen von Menschen, die das Leid anderer von sich wegschieben wollen.
Dieses ewige Selbstmitleid bringt mich manchmal schon am Rand der Verzweiflung, doch so sehr ich das auch möchte, ich kann nicht aus meiner Haut und bin jedesmal immer wieder aufs neue so verletzt bei der geringsten Missachtung.
Schau mal genau hin, ob das wirklich Selbstmitleid ist, oder Selbstmitgefühl. Das ist nicht so leicht auseinander zu halten. Selbstmitgefühl ist sehr heilend. Du erkennst dabei an, dass es dir aktuell sehr schlecht geht, und richtest deine guten Wünsche auf dich selbst. Wie wenn du deine eigene beste Freundin wärst.

Selbstmitleid hat viel mit Ablehnung zu tun, mit sich selbst klein zu machen. Bei Selbstmitgefühl kümmerst du dich liebevoll um dich selbst. Es ist eine weiche, liebevolle Qualität.

Du kümmerst dich so liebevoll um andere. Wenn du diese Qualität auf dich selbst richtet, wird dich das in deinem Heilungsprozess weiterbringen.
Ich mag es gerne wenn Menschen wie du und auch die anderen mich mögen, doch da fühle ich mich verlegen und muss sogar heulen, eigenartig finde ich das alles und kann sehr schlecht damit umgehen.
Versuche, diese Zuneigung und Wertschätzung, die andere dir entgegenbringen, wirklich aufzunehmen, dich davon nähren zu lassen.
Du bist es wert, gemocht und geliebt zu werden.

Es tut mir leid, dass du wieder in so einer schlimmen Welle steckst. :hug:
Ob die Wechseljahre da immer noch mit rein spielen, kann ich nicht sagen. Da du aber in einem Entzugssyndrom steckst, denke ich, dass das der Hauptgrund ist.

liebe Grüsse, :hug:
padma
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Absetzverlauf:
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25.10.2018: 0,15 mg :schnecke:



Neu: Infos rund um Antidepressiva, Absetzen, Umgang mit Entzug
: https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=15490


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Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

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Re: Stubi: Sertralin abgesetzt

Beitrag von Jofab » Dienstag, 15.05.18, 20:34

Liebe Renate,

ich möchte dich wie ein Kind in meine Arme nehmen und trösten !
Der Entzug ist so schwer auszuhalten. Die schrecklichen Gefühle sind so schwer auszuhalten.

Ich wünsche dir, dass du sehr bald wieder ein kleines Fenster hast und das Gefühl, dass es aufwärts geht.
Bitte entschuldige, ich möchte dir noch so viel schreiben, aber heute abend geht es einfach nicht mehr.
Die Erkältung zwingt mich in die Knie.

Alles alles Liebe für dich :hug:
Ilse
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Re: Stubi: Sertralin abgesetzt

Beitrag von stubi » Dienstag, 15.05.18, 21:43

Liebe padma,

vielen Dank für dein Schreiben es hat mir sehr gut getan und macht mich nachdenklich.

Du hast meine Seele berührt und es hat mir sehr gut getan, wie du mir die Dinge erklärt hast.

Nochmals vielen Dank und auch für dich alles Liebe und Gute.

Liebe Grüße
Renate
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Re: Stubi: Sertralin abgesetzt

Beitrag von stubi » Dienstag, 15.05.18, 21:48

Meine liebe Ilse,

auch dir herzlichen Dank für dein Mitgefühl und dein trösten, du bist so lieb.

Ich wünsche uns beiden das sich bald ein Fenster öffnen möge.
Dir geht es so schlecht und du bist so lieb zu mir. Bei mir kam das so überraschend und ich bin schon per Plex wie schnell sich alles verändert.

Ich wünsche dir gute Besserung und wünsche dir nur das Beste.

Liebe Grüße
Renate
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Re: Stubi: Sertralin abgesetzt

Beitrag von Jofab » Mittwoch, 16.05.18, 8:22

Liebe Renate,

wie geht es dir heute morgen ?

Ich hätte dir gestern so gerne soviel Liebes und Tröstendes geschrieben !
Ich finde es so schlimm, wie es dich plötzlich wieder gepackt hat.
Und ich finde dich so liebevoll, so hilfsbereit.

Aber mir fehlen die Worte. Ich bekomme nichts Tröstliches zustande. Aber ich denke immer an dich.
Es ist so schlimm, wie es uns geht. Sitze hier heute morgen auch wieder in stumpfer Verzweiflung.
Alle sagen, es wird besser. Will ich so gerne glauben.

Alles Liebe :hug:
Ilse
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Re: Stubi: Sertralin abgesetzt

Beitrag von stubi » Mittwoch, 16.05.18, 10:37

Liebe Ilse, :hug:

Vielen Dank das du dich immer wieder bei mir meldest und an mich denkst, dass tut gut und ich fühle mich nicht so alleine und unverstanden.

Ich habe heute schon in deinem Threat gelesen und ich kann dir nur immer wieder sagen, ES WIRD WIEDER BESSER WERDEN!

Auch ich hatte so schreckliche Gefühle und habe immer wieder gedacht, dass ich wieder etwas gegen diese wie ich dachte Depression nehmen müsste.

Ich hatte auch das Rezept für des Sertralin in meinen Händen, doch die haben vorher schon nichts bewirkt, warum sollten sie es jetzt tun, so habe ich gedacht und so bin ich wieder davon abgerückt.

Deine Gefühle sind sehr grausam da bin ich vollkommen bei dir und wer das nicht am eigenen Leib und Seele verspürt hat, weiß gar nicht was du durchleiden musst.

Es ist auch sehr schwer standhaft zubleiben und durchhalten, da man ja nicht weiß wann es wieder besser wird und wie lange es dauert, bis es ganz wieder aufhört und man ein einigermaßen erträgliches Leben führen kann.

Doch hier sind soviele gute Erklärungen für unsere Zustände und daran halte ich mich immer wieder fest.

Du bist so eine liebe empathische Person und ich bedanke mich bei dir für dein Mitgefühl.

Also liebe Ilse wir schaffen das, komm wir trinken einen Tee zusammen und reden oder schweigen zusammen. :pillowtalk:

Liebe Grüße
Renate
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Re: Stubi: Sertralin abgesetzt

Beitrag von Bittchen » Samstag, 19.05.18, 19:53

Liebe Renate,

dir ganz schnelle Erleichterung,das wünsche ich dir von ganzem Herzen.
Gebe nie die Hoffnung auf,es wird wieder besser.
Ich will dich virtuell in den Arm nehmen und trösten.
Vielleicht gibt dir das etwas Kraft.
Ganz liebe Grüße
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Vorgeschichte:
Als junge Frau hatte ich schon zwei Suizidversuche,18 u.24.Jahre,1968 verbunden mit schmerzhaften Trennungen.

1986 nach der Geburt von der dritten Tochter das erste Mal Diagnose durch Frauenarzt ,Depression.


Medikationsverlauf:


Seit Feb.1992 trockene Alkoholikerin.Halbes Jahr später depressive Phase. Hausarzt spritzt alle 4 Wochen Imap.


1994 erneut starke depressive Symptome,jüngste Tochter hatte bald Kommunion,ich wollte funktionieren.
Hausarzt verschreibt das 1.Mal Aurorix(Mao-Hemmer),hat schnell gewirkt.
Ich hatte eine kurze Hypomanie. In den langen Jahren immer Mal wieder,jetzt schon ein paar Jahre nicht mehr.
Eingenommen bis 2004,dann keine Wirkung mehr.

2004,das erste Mal Akut-Psychiatrie, umgestellt worden auf Trevilor(Venla),immer wenn Wirkung nach ließ, erhöht worden,bis 300 mg.


Dann Inkontinenz und weitere Nebenwirkungen,zu schnell ausgeschlichen.
Umgestellt auf Escitalopram,zwischendurch Citralopram,
Nach ein paar Jahren wieder abgesetzt,immer zu schnell,i

2009 erneut schwere Episode,Hausarzt verschreibt wieder Aurorix,wirkt nicht mehr.
Auch 2009,endlich Psychotherapie,
Psychiater verschreibt Sertralin 25 mg, sehr starke Nebenwirkungen,Zittern,Unruhe,Angst,Selbstmordgedanken,so dass ich erneut,während der Psychotherapie, in die Akut- Psychiatrie muss.
Entlassung mit 50 mg Sertralin. als Nebenwirkung ,starken Durchfall.


Dann ohne Ausschleichen ,Umstellung auf Citalopram 40 mg. dann umgestellt auf 20 mg Es-Citalopram,

Absetzversuche scheitern immer wieder,da erneutes Auftreten der Krankheit diagnostiziert wird.

Absetzverlauf:
Anfang 2017 : Vom neuen Hausarzt ließ ich mir dann Tropfen verschreiben und reduzierte jede Woche einen Tropfen.
Seit Mai 2017 ohne Ad.

3.12.2017 Versuch der Wiedereindosierung von 0,5 mg Escitalopram - starker Durchfall, wieder weggelassen


Seit Ewigkeiten 125 mg L-Thyroxin gegen Unterfunktion der SD.

aktuelle Symptome
Jetzt bin ich in eine, angeblich leichte, Überfunktion geraten.
Symptome sind starke Schlafstörungen,Gereiztheit,Wut ,innere Unruhe und Beben,Kribbeln in Füßen und Waden,schwitzen,sehr trockener Mund,immer Durst.
Plaque in Halsschlagader ,vorgestern beim Endokrinologen fest gestellt,auch Polyneuropathie ,wird in beiden Beinen vermutet.

Erst einmal will ich versuchen ohne erneutes PP auszukommen.
Kein PP hat mich stabilisiert ,eigentlich hatte ich immer nur Nebenwirkungen,wie Inkontinenz und Schleimhautbluten erneut auftraten,beschloss ich auszuschleichen.
Auch Sehstörungen,Magengeschwüre,mit Teerstuhl hatte ich in den letzten drei Jahren .

Bittchen
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Re: Stubi: Sertralin abgesetzt

Beitrag von Bittchen » Samstag, 19.05.18, 19:56

Ach ja,bei dem Tee trinken würde ich mich gerne dazu gesellen.
Wir hätten als Trio bestimmt viele Themen über die wir uns austauschen könnten.
Aber auch wortlos würden wir uns verstehen,davon bin ich überzeugt.
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stubiJofab
Vorgeschichte:
Als junge Frau hatte ich schon zwei Suizidversuche,18 u.24.Jahre,1968 verbunden mit schmerzhaften Trennungen.

1986 nach der Geburt von der dritten Tochter das erste Mal Diagnose durch Frauenarzt ,Depression.


Medikationsverlauf:


Seit Feb.1992 trockene Alkoholikerin.Halbes Jahr später depressive Phase. Hausarzt spritzt alle 4 Wochen Imap.


1994 erneut starke depressive Symptome,jüngste Tochter hatte bald Kommunion,ich wollte funktionieren.
Hausarzt verschreibt das 1.Mal Aurorix(Mao-Hemmer),hat schnell gewirkt.
Ich hatte eine kurze Hypomanie. In den langen Jahren immer Mal wieder,jetzt schon ein paar Jahre nicht mehr.
Eingenommen bis 2004,dann keine Wirkung mehr.

2004,das erste Mal Akut-Psychiatrie, umgestellt worden auf Trevilor(Venla),immer wenn Wirkung nach ließ, erhöht worden,bis 300 mg.


Dann Inkontinenz und weitere Nebenwirkungen,zu schnell ausgeschlichen.
Umgestellt auf Escitalopram,zwischendurch Citralopram,
Nach ein paar Jahren wieder abgesetzt,immer zu schnell,i

2009 erneut schwere Episode,Hausarzt verschreibt wieder Aurorix,wirkt nicht mehr.
Auch 2009,endlich Psychotherapie,
Psychiater verschreibt Sertralin 25 mg, sehr starke Nebenwirkungen,Zittern,Unruhe,Angst,Selbstmordgedanken,so dass ich erneut,während der Psychotherapie, in die Akut- Psychiatrie muss.
Entlassung mit 50 mg Sertralin. als Nebenwirkung ,starken Durchfall.


Dann ohne Ausschleichen ,Umstellung auf Citalopram 40 mg. dann umgestellt auf 20 mg Es-Citalopram,

Absetzversuche scheitern immer wieder,da erneutes Auftreten der Krankheit diagnostiziert wird.

Absetzverlauf:
Anfang 2017 : Vom neuen Hausarzt ließ ich mir dann Tropfen verschreiben und reduzierte jede Woche einen Tropfen.
Seit Mai 2017 ohne Ad.

3.12.2017 Versuch der Wiedereindosierung von 0,5 mg Escitalopram - starker Durchfall, wieder weggelassen


Seit Ewigkeiten 125 mg L-Thyroxin gegen Unterfunktion der SD.

aktuelle Symptome
Jetzt bin ich in eine, angeblich leichte, Überfunktion geraten.
Symptome sind starke Schlafstörungen,Gereiztheit,Wut ,innere Unruhe und Beben,Kribbeln in Füßen und Waden,schwitzen,sehr trockener Mund,immer Durst.
Plaque in Halsschlagader ,vorgestern beim Endokrinologen fest gestellt,auch Polyneuropathie ,wird in beiden Beinen vermutet.

Erst einmal will ich versuchen ohne erneutes PP auszukommen.
Kein PP hat mich stabilisiert ,eigentlich hatte ich immer nur Nebenwirkungen,wie Inkontinenz und Schleimhautbluten erneut auftraten,beschloss ich auszuschleichen.
Auch Sehstörungen,Magengeschwüre,mit Teerstuhl hatte ich in den letzten drei Jahren .

stubi
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Re: Stubi: Sertralin abgesetzt

Beitrag von stubi » Samstag, 19.05.18, 22:26

Liebe Brigitte, :hug:

es freut mich immer wenn ich deinen Namen lese und dieses Mal besonders, da du ja so ein schlimmes Schicksal mit dem Feuer gehabt hast.

Wie geht es euch? Ich hoffe ihr habt euch von den Schock schon etwas erholt.

Natürlich kannst du dich mit dazu setzen und wir reden oder schweigen zusammen. :pillowtalk:

Mir geht es gar nicht gut und ich könnte nur den ganzen Tag heulen so elendig fühle ich mich.
Ich habe die ganze letzte Woche im Haushalt geputzt und es hat so lange gedauert, weil ich viele Pausen einlegen musste.

Ich bin zwar verheiratet und doch fühle ich mich so einsam und verlassen.
Jetzt bin ich schon wieder so verunsichert und denke mir ob es nicht doch etwas anderes als Symptome des Entzugs sind.

Doch was sollte ich auch anders dagegen tun, als auszuhalten nicht wahr.
Meine andere Freundin, die ich schon Jahre nicht mehr gesehen habe, erzählt mit ständig von Gott und wie barmherzig er doch ist, es fällt mir schon schwer mit ihr zu telefonieren, weil bei mir Wut aufkommt, obwohl sie ja gar nichts dafür kann.

Vielen Dank für deinen Trost und ich wünsche auch dir alles gute.

Liebe Grüße
Renate
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padma

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