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Re: Mirtazapin reduzieren

Beitrag von LinLina » Donnerstag, 21.01.16, 11:23

Liebe Cosmea,

wie gehts dir denn inzwischen, wie kommst du mit dem Reduzieren zurecht?

Würde mich freuen von dir zu hören :-)

Liebe Grüße,
Lina

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Re: Mirtazapin reduzieren

Beitrag von Cosmea » Sonntag, 24.01.16, 18:10

Hallo Lina,

entschuldige, dass ich mich jetzt lange nicht gemeldet habe. Weihnachten und dann hab meinen Laptop neu aufgespielt. Alles etwas zeitaufwändig.

Mir gehts recht gut mit dem Reduzieren. Bin jetzt bei einer Halben und ein kleines Stückchen. Ist jedenfalls wesentlich entspannter als mit den großen Schritten. Hypnose hat mir auch sehr gut geholfen. Und so werde ich jetzt weitermachen. Ich hab jetzt auch meinen Hausarzt gewechselt und die neue Ärztin hat gleich mal eine Blutuntersuchung gemacht. Mein letzter TSH-Wert war wohl bei 5,14. Mal schauen wie die Kontrolle ausfällt. Ist wohl zu hoch der Wert und es könnte eine Unterfunktion der Schilddrüse im Spiel sein, aber dass muss ich jetzt abwarten.
Jedenfalls stresst mich das Reduzieren jetzt nicht mehr wirklich und ich gehe das ganz entspannt an.

Wie geht es Dir mit dem Reduzieren?

Herzliche Grüße,
cosmea
Von 2009-2011: Paroxetin mg weiß ich nicht mehr genau. Abgesetzt ohne Probleme, vielleicht ein wenig Kopfschmerzen
Von 2012-2013: Johanniskraut 425mg 2xtgl, vor der Mirtazapineinnahme ausgeschlichen, sehr schnell

Seit 2013: 30mg Mirtazapin wegen Schlafstörungen, Übererregung, Angst- und Panikzuständen, PTBS, Traumafolgestörung
nach ca. 2 Wochen Reduzierung auf 15mg
Nach 1 Jahr langsame Reduzierung indem ich einen Tag eine Ganze und nach 6 Tagen eine halbe genommen habe. Diese Schritte immer wieder verkürzt. Zuletzt 3 Tage eine ganze und dann eine Halbe.
Ab 2015 Hypnosetherapie
2015: Psychatrische Krisenintervention nach einer Grippe. Dort der Rat auf 3/4 Tablette zu gehen, um Schwankungen zu vermeiden, die ich durch meine komische Reduktionsweise bekommen habe.
seit 2 Wochen: 7,5mg Symptome: Angst und Panik, inneres Zittern, das mich mitten in der Nacht weckt, Unruhe, Kopfschmerzen, alles erscheint ein wenig fremd, zu letzte heftige Depriphase, so kannte ich mich nicht
seit dem 3. Okt. 15: wieder auf 11,25mg da die Symptome zu heftig wurden
Ab dem 15.Nov.15: einen kleinen Krümmel meiner Dosis abgeknipst, Absatzsymptome halten sich in Grenzen
immer weiter reduziert, die Minischritte sind wirklich gut.
seit dem 01.04.16 ca. 6,75mg
seither immer wieder kleine Schritte gemacht
seit glutunfreier Ernährung Mai 16 waren auch etwas größere Schritte möglich, max. 20%, mehr ging auch da nicht
in einem halben Jahr ca. 6,0 mg reduziert
29.11.16: ca. 0,75mg
seither immer wieder kleine Schritte
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Re: Mirtazapin reduzieren

Beitrag von LinLina » Sonntag, 24.01.16, 18:25

Hallo Cosmea,

Das ist schön zu hören, dass du weiter gut mit den kleineren Schritten zurecht kommst :-)

Wegen der Schilddrüse, die Werte können evtl. auch durch die Medikamenteneinnahme/durch den Entzug beeinflusst werden, aber es ist sicher gut das zu checken. Eine nicht gut eingestellte Schilddrüse in der Über- oder Unterfunktion kann vielleicht Entzugssymptome verstärken, diese Erfahrung hat Leni gemacht.

Hier gibt es einige Mitglieder mit Schilddrüsenproblemen/Erfahrungen, bei mir gab es da bisher keine Auffälligkeiten (zumindest nichts bekannt).

Bei mir klappts auch ganz gut mit dem Reduzieren. Ich bin seit vorgestern bei 7.5 mg und gehe erstmal in ca. 0.9 mg- Schritten weiter, ca. alle 4 Wochen. Das letzte mal habe ich sogar nur 0.6 mg reduziert, und ich hatte sehr viel weniger Probleme als in den Wochen und Monaten vorher, da war ich doch etwas zu schnell unterwegs :whistle:

lg Lina

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Re: Mirtazapin reduzieren

Beitrag von Cosmea » Montag, 25.01.16, 10:00

Hi Lina,

ja das mit der Schilddrüse ist sicherlich gut, wenn das abgeklärt ist. Hab jetzt Freitag den Termin und bin gespannt. Mal schauen was da raus kommt. Der letzte untersuchte Wert ist vor einem Jahr gemacht worden, nach meiner Kolik. Wie aussagekräftig das dann ist, weiß ich nicht genau.

Tja gestern noch groß getönt, dass ich gut zu Recht komme und heute wieder diese fiesen Gedanken, zumindest die Nähe dazu. Bin froh, wenn ich auf einer Halben bin. Ich glaube, dann versuche ich mal die Wasserlösemethode. Das mit dem abknipsen von kleinen Stückchen ist doch nicht so genau. Zumindest bekomme ich das nicht so ganz genau hin. Ich würde auch gern die mg genau berechnen können. Du schreibst von mg. Hast Du auch die Wasserlösemethode ausprobiert oder bist Du noch am anknipsen? Ich frage nur, weil Du über sehr genaue Angaben schreibst und ich kenne im Moment nur den Weg, mit einem scharfen Messer ein kleines Stück von der Tabelle abzuschneiden, mehr oder weniger genau. Hast Du da eine andere Methode?

Es freut mich zu hören, dass Du auch gut voran kommst mit dem Reduzieren. Solange man einen Weg aus einen Dschungel findet, kann der Dschungel nicht zu arg schrecken. Du bist schon bei 7,5mg? Das ist toll zu hören. Kleinvieh macht halt auch Mist. Und kleine Schritten führen auch ans Ziel.

Ich würde gern noch eine Verständnisfrage stellen. Kann es möglich sein, dass durch das Reduzieren die Regel durcheinander gebracht werden kann? Hab seit wenigen Monaten das Gefühl, dass sich mein PMS von meiner Regel abgekoppelt hat. Jetzt ist es nicht mehr vorher, sondern danach. Diese bockige Gereiztheit kenne ich nur während meiner PMS...keine Ahnung ob sich da hormonell was verschieben kann. Vielleicht mache ich noch einen Termin bei meiner FÄ. Die kann dann mal so einen Hormonstatus machen.

Herzliche Grüße,
cosmea
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Re: Mirtazapin reduzieren

Beitrag von Leni » Montag, 25.01.16, 10:40

Hallo Cosmea,
Cosmea hat geschrieben:Ich würde gern noch eine Verständnisfrage stellen. Kann es möglich sein, dass durch das Reduzieren die Regel durcheinander gebracht werden kann? Hab seit wenigen Monaten das Gefühl, dass sich mein PMS von meiner Regel abgekoppelt hat. Jetzt ist es nicht mehr vorher, sondern danach. Diese bockige Gereiztheit kenne ich nur während meiner PMS...keine Ahnung ob sich da hormonell was verschieben kann. Vielleicht mache ich noch einen Termin bei meiner FÄ. Die kann dann mal so einen Hormonstatus machen.
Ja, das kann durchaus damit zusammenhängen. Ich habe diese Erfahrung zumindest gemacht. Bei mir hat das Absetzen /Reduzieren des PP immer zu einer kurzzeitigen SD-Unterfunktion geführt. Indirekt war damit auch die Steuerung der weibli. Hormone wie Östrogen und Progesteron betroffen, die bei einem Mangel/einer Inbalance die PMS auslösen können. Da ich aufgrund meiner SD-Fehlfunktion sowieso schon in der Unterfunktion war, hat das Absetzen des PP meiner Meinung nach meine eigentliche Unterfunktion nur noch verstärkt und ich habe zusätzliche Probleme mit den PMS bekommen. In den Blutwerten war davon nicht viel zu sehen, da sie immer im Rahmen lagen. Gespürt habe ich das aber heftig.

Geholfen hat mir dagegen das Trinken von verschiedenen Tees. Bei Problemen in der ersten Zyklushälfte ein Beruhigungstee mit Hopfen und Melisse (wirkt östrogenartig) und bei Problemen in der zweiten Zyklushälfte Frauenmanteltee (wirkt progesteronartig). An den Hormonspitzentagen auch gerne mal drei Kannen Tee am Tag. Ich habe mich da an einer graf. Dastellung der Hormonverläufe im weibl. Zyklus orientiert und das hat wunderbar funktioniert.

Nachträglich habe ich bei mir auch gemerkt, dass die meisten Zyklusprobleme dann entstanden sind, wenn das Ende einer Reduktionsphase mit dem Zyklusbeginn (Tag 1-3) zusammenfiel.

LG Leni
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Re: Mirtazapin reduzieren

Beitrag von LinLina » Montag, 25.01.16, 12:14

Hallo Cosmea,

ja Probleme mit dem PMS kennen viele hier, da kann einiges durcheinander kommen. Ich habe auch verstärkt Probleme seit ich Mirtazapin einnehme, und nochmal stärker seit dem ich Absetzte. Habe gerade einen Info-Thread zu dem Thema aufgemacht: viewtopic.php?f=57&t=10954

Ich benutze jetzt seit Ende des Jahres die Wasserlösemethode, bzw. zur Zeit nicht weil ich ja eine glatte halbe Tablette hab. Aber für alle kleineren Zerteilungen werde ich sie wieder verwenden. Ich habe das Gefühl es ist viel genauer, und mir bekommt es auch besser als wenn ich jeden Tag eine klein wenig andre Dosis einnehme. Seitdem bin ich etwas stabiler, aber ich mache auch kleinere Schritte seitdem, also kann ich nicht genau sagen woran es liegt.

Bei mir war es so, dass ich dachte ich nehme ca. 9.4 mg ein, und als ich dann zur Wasserlösemethode gewechselt bin, entsprachen meiner Dosis nur 9.0 mg. Also wenn du umstellst kann es sein dass du die Dosis anpassen musst, evtl. weil das Augenmaß so ungenau war. Deswegen würde ich es bei einem Reduktionsschritt machen, damit du nicht soviel Dosisschwankungen hast innerhalb kürzerer Zeit.

In meinem Thread hab ich von meinen Erfahrungen mit der Umstellung berichtet viewtopic.php?f=18&t=10345&p=128101#p125110

Liebe Grüße,
Lina
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Re: Mirtazapin reduzieren

Beitrag von Cosmea » Dienstag, 26.01.16, 11:13

Hallo ihr beiden,

vielen Dank für die ausführlichen Antworten. Das beruhigt ungemein. Ich dachte schon ich spinne. Heute klingt der ganze Terz wieder ab und auch dieses bekannte Gefühl stellt sich ein. Als würde ein Rausch nachlassen, so fühlt sich das bei mir an, wenn mein PMS abklingt. Ich werde jetzt mal genau planen, wann ich den nächsten Schritt zur Reduzierung mache, damit das besser zu meinem PMS passt. Als hätte man als Frau nicht schon genug am Baum.

Ich werde jetzt mal den Termin am Freitag abwarten und dann vielleicht doch noch einen Termin bei meiner FÄ ausmachen. Die ist sehr an alternativen Heilmethoden interessiert und findet Mirtazapin ein Sch....zeug. Sie hat gemeint ich solle das so schnell wie möglich, ja genau..., absetzten. Das mit dem Frauenmantel kenne ich auch. Sie hatte mir damals ein Präparat genannt, dass mir schon bei voller Dosis gut geholfen hat. Vielleicht fange ich damit wieder an. Hier mal der Link dazu, falls es jemanden interessiert. https://www.pascoe.de/produkte/detail/p ... etten.html
Muss man leider selber zahlen. Aber da gibt es ja eine Fülle am Sachen die man noch ausprobieren kann.

Würde mich echt mal interessieren, ob diese Versuchsreihen über Mirtazapin da auch was auffällig gezeigt haben. Aber da waren ja sicherlich auch männliche Probanden dabei, so dass das dann vielleicht nicht mehr so ins Gewicht gefallen ist. Traue keiner Studien in der Du nicht selber beschissen hast, oder wie war das?

Herzliche Grüße,
cosmea
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Re: Mirtazapin reduzieren

Beitrag von Murmeline » Dienstag, 26.01.16, 11:23

Hallo Cosmea,
Würde mich echt mal interessieren, ob diese Versuchsreihen über Mirtazapin da auch was auffällig gezeigt haben. Aber da waren ja sicherlich auch männliche Probanden dabei, so dass das dann vielleicht nicht mehr so ins Gewicht gefallen ist. Traue keiner Studien in der Du nicht selber beschissen hast, oder wie war das?
Ich zitiere mal kurz aus den Fachinformationen für Ärzte:
Alle randomisierten, Placebo-kontrollierten klinischen Studien an Patienten (neben depressiven Erkrankungen auch andere Indikationen einschließend) wurden hinsichtlich Nebenwirkungen von REMERGIL SolTab ausgewertet. Die Meta-Analyse umfasst 20 Studien mit einer geplanten Behandlungsdauer von bis zu 12 Wochen mit 1.501 Patienten (134 Personenjahre), die bis zu 60 mg Mirtazapin erhielten, und mit 850 Patienten (79 Personenjahre), die Placebo erhielten. Studienverlängerungen wurden nicht berücksichtigt, um die Vergleichbarkeit mit der Placebo-Behandlung zu bewahren.

Tabelle 1 auf Seite 4 zeigt die Häufigkeit der Nebenwirkungen, die in klinischen Studien während einer Behandlung mit REMERGIL SolTab statistisch signifikant häufiger auftraten als während einer Behandlung mit Placebo, ergänzt um Nebenwirkungen aus Spontanberichten. Die Häufigkeit der Ne
benwirkungen aus Spontanberichten basiert auf der Häufigkeit, mit der diese Nebenwirkungen in klinischen Prüfungen gemeldet wurden. Nebenwirkungen, die nur aus Spontanberichten stammen und nicht in randomisierten, Placebo-kontrollierten klinischen Studien beobachtet wurden, wurde die Häufigkeit „nicht bekannt“ zugeordnet.
http://www.msd.de/fileadmin/files/fachi ... soltab.pdf

Soviel dazu, welcher Zeitrahmen für die Untersuchungen zumeist angesetzt wird. Verschrieben werden die Substanzen sehr sehr viel länger und viele Nebenwirkungen treten ja auch erst mit der Zeit auf - und müssten dann gemeldet werden aktiv vom Arzt, der sie als solche anerkennt.

Ich hoffe, Du findest den passenden Weg für Dich, die Reduktion auf die Regel abzustimmen bzw. während des Terzes nicht zu vergessen, dass dieser auch wieder verschwindet...
Ich werde jetzt mal den Termin am Freitag abwarten und dann vielleicht doch noch einen Termin bei meiner FÄ ausmachen. Die ist sehr an alternativen Heilmethoden interessiert
Ich glaube, dass ist eine gute Idee.

Grüße, Murmeline
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Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
Einer Deiner Ärzte erkennt Probleme mit Psychopharmaka an? Dann berichte doch hier

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Re: Mirtazapin reduzieren

Beitrag von LinLina » Dienstag, 26.01.16, 11:31

Hallo Cosmea :-)

Soweit ich mich erinnere, waren zumindest bei einer der Studien nur männliche Probanden eines ganz bestimmten Alters dabei. Und ich glaube auch eher nicht, dass sie bei den gemischten Studien geziehlt nach PMS und/oder Zyklusbeschwerden gefragt haben :-(

lg Lina
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Re: Mirtazapin reduzieren

Beitrag von Cosmea » Montag, 01.02.16, 12:11

Hi zusammen,

das mit den Studien ist echt nicht überraschend. Man dreht sich das so hin, wie es den Pharmaheinis am besten passt. Und dank zahlungskräftiger Lobbyisten, geht der Gesetzgeber dann schön weich mit der Gesetzgebung um. Das ist wie eine moderne Kirche. Da sollte auch mal Staat von Kirche getrennt werden, sprich keine Lobbyisten mehr in der Nähe von Politikern. Gesetz und Geld trennen. Dann wären solche Studien vielleicht auch nicht mehr auf die Gewinnspanne ausgerichtet, sondern ausschließlich auf die Verträglichkeit. Das wäre doch mal was.

Ich hab jetzt meine Testergebnisse bekommen. Einen heftigen Vitamin D- Mangel und einen leichten Vitamin B12- Mangel. Dazu hab ich noch was gegen mein heftiges Sodbrennen bekommen und siehe da, meine ganzen Verdauungsbeschwerden ( hatte 2 Monate keinen normale Stuhlgang mehr...) sind dahin. Eine Freundin von mir hat Zölikaie und ihre Symptome und Blutwerte waren ein wenig ähnlich. Werd jetzt mal meine Vitamine nehmen und sehen wie es mir in 2 Monaten geht. Vielleicht lasse ich mich mal auf die Unverträglichkeit testen.
Von wegen das kommt alles von der Psyche. Möchte mal wissen wie meine Psyche einen Vitamin B12-Mangel verursachen soll. Naja, vielleicht durch die ständige Anspannung und so. Aber da sieht man es mal wieder, wie schnell alles immer auf die Psyche geschoben wird und dann ist es doch was körperliches. Laut meinem alten Arzt war bei mir ja alles in Ordnung. Grrrrrrr. Da würd ich gern mal hingehen und ihr zur Rede stellen, alberne Halbgötter. Der hätte mich einfach in einen Vitamin B12-Mangel rutschen lassen und hätte alles immer noch auf die Psyche geschoben. Zum Glück hab ich gewechselt. Meine neue Ärztin scheint da besser drauf zu sein. Test die ganzen Vitamine durch. Hut ab. Da fühlt man sich gut aufgehoben.

Hab jetzt den nächsten Schritt vor. Eine halbe Tablette. Es geht voran.

Herzliche Grüße,
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Re: Mirtazapin reduzieren

Beitrag von LinLina » Montag, 01.02.16, 12:21

Hallo Cosmea :-)

Wie gut, dass du das nochmal überprüft hast! Ja, es ist ganz wichtig alles abzuklären, sonst quält man sich unnötig am Ende. Glaub, ich dass du jetzt auf deinen alten Arzt sauer bist dass er das nicht untersucht/bemerkt hat.

Ich drück dir die Daumen, dass du wenn du deine Mängel nach und nach ausgleichst und auch die Ursache für deine Verdauungsbeschwerden findest, es dir so gut geht wie schon lange nicht mehr :-)

Wenn du dann Nahrungsergänzungsmittel nimmst wie Vitamin D, versuch doch erstmal eine kleinere Dosis, weil manche reagieren nicht so gut besonders auf hohe Dosierungen von NEM im Entzug. Wir haben hier auch einen Info-Thread zu Vitamin D Mangel: viewtopic.php?f=57&t=10883

Liebe Grüße, Lina

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Re: Mirtazapin reduzieren

Beitrag von Cosmea » Montag, 01.02.16, 12:55

Hi Lina,

ja, da kann ich echt sauer werden, aber morgen ist das dann auch wieder rum. ;-) Sind ja auch nur Menschen.

Danke für die Info über Vitamin D. Meine Ärztin meinte ich solle nur ein pro Woche nehmen, auf keinen Fall mehr. Habt jetzt leider gestern schon eingenommen, aber ich werde vielleicht die nächste Woche dann mal auslassen, um zu sehen was passiert. Und dann alles nach und nach abklären lassen.

Man, da geht es mir schon echt ein Stück besser, wenn ich weiß was ich hab. Nichts ist schlimmer, als zu merken, dass etwas nicht stimmt und keiner glaubt einem. Ich bin mir schon wie ein Hypochonder vorgekommen. Zum Glück ist das jetzt vorbei. Schlimm ist es, nicht zu wissen was man hat und was man dagegen tun kann. Ist ja eher gut, wenn man weiß was man hat und was man dagegen machen kann.

Herzlichen Glückwunsch zu Deiner halbe Tablette!!! Hab ich grad erst gelesen. Das ist wirklich toll. Dir selber kräftig auf die eigene Schulter klopfen: Jetzt und Hier, mindestens 5 Mal. Es tut so gut, wenn man etwas sehr Schwieriges meistern kann, weil man einen Weg gefunden hat es zu meistern. Ich drück Dir die Daumen, dass es auch weiterhin so gut läuft.

Herzliche Grüße
cosmea
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Ab dem 15.Nov.15: einen kleinen Krümmel meiner Dosis abgeknipst, Absatzsymptome halten sich in Grenzen
immer weiter reduziert, die Minischritte sind wirklich gut.
seit dem 01.04.16 ca. 6,75mg
seither immer wieder kleine Schritte gemacht
seit glutunfreier Ernährung Mai 16 waren auch etwas größere Schritte möglich, max. 20%, mehr ging auch da nicht
in einem halben Jahr ca. 6,0 mg reduziert
29.11.16: ca. 0,75mg
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Re: Mirtazapin reduzieren

Beitrag von LinLina » Montag, 01.02.16, 15:21

Danke :-) ich bin echt froh, jetzt so weit unten zu sein mit der Dosis, mir geht es schon besser (abgesehen von den Entzugssymptomen) als bei höherer Dosierung :-)

Ja, ich kenne diese Erleichterung endlich eine Erklärung zu haben - ich hatte mal monatelang starken Eisenmangel, und fast alle haben behauptet ich hätte Depressionen, weil ich wie ausgewechselt war und fast nichts mehr konnte wir früher - aber ich habe gemerkt dass irgendetwas nicht stimmt mit meiner Gesundheit. Und als ich endlich den Arzt überzeugt hatte das zu testen hatte ich endlich die Erklärung.

Mir ging es dann übrigens schon nach 2-3 Wochen Eisentabletten nehmen wesentlich besser, das war wirklich erstaunlich zu merken. Und auch die psychische Überforderung ist einfach verschwunden.

Liebe Grüße, Lina
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Re: Mirtazapin reduzieren

Beitrag von Cosmea » Mittwoch, 03.02.16, 9:36

Hallo Lina,

komisch, diese Erfahrung hab ich auch gemacht. Weniger Mirtazapin und es geht mir auch besser. Stimmung ist besser, allgemein bin das wieder eher ich, wie ich mich kenne. Mein Biorhythmus regelt sich so ganz langsam wieder ein. Und vor allem die Watte im Kopf ist nicht mehr so dicht. Auch am Abend halte ich jetzt wieder wie gewohnt durch. Bin eine Eule und durch Mirtazapin fast zu einer Lärche mutiert. Bin teilweise um 21:30 im Bett gelegen.
Nur das Gewicht will noch nicht so ganz weg. Aber vielleicht dauert das einfach eine Weile. Hab mit Mirtazapin 25kg zugenommen. Jetzt sind meine Füße platt, wo ich vorher so niedliche Füße hatte. Aber vielleicht erholen die sich auch wieder davon...

Ja, ich glaube ein Arztwechsel oder einfach das darauf drängen hilft manchmal echt ein großes Stück weiter. Schließlich kennen wir unseren Körper am allerbesten. Der Arzt kennt meinen Köper gar nicht. Und wenn ich dann 1 Minuten erzählen darf, was nicht stimmt, dann weiß der Arzt wirklich eine Menge über mich...aber so sind die Menschen eben.

Hast Du auch Tage an denen beinahe unanständig gute Laune hast? Bei mir war am Montag so ein Tag. Alles noch in vernünftigen Bahnen, aber so einen Tag hatte ich schon sehr lange nicht mehr. Einfach richtig gute Laune. Seit ich reduziere hat sich das immer mehr angedeutet, dass so ein Tag mal wieder kommt.

Herzliche Grüße,
cosmea
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nach ca. 2 Wochen Reduzierung auf 15mg
Nach 1 Jahr langsame Reduzierung indem ich einen Tag eine Ganze und nach 6 Tagen eine halbe genommen habe. Diese Schritte immer wieder verkürzt. Zuletzt 3 Tage eine ganze und dann eine Halbe.
Ab 2015 Hypnosetherapie
2015: Psychatrische Krisenintervention nach einer Grippe. Dort der Rat auf 3/4 Tablette zu gehen, um Schwankungen zu vermeiden, die ich durch meine komische Reduktionsweise bekommen habe.
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Re: Mirtazapin reduzieren

Beitrag von LinLina » Mittwoch, 03.02.16, 11:48

Hallo Cosmea,
Cosmea hat geschrieben:komisch, diese Erfahrung hab ich auch gemacht. Weniger Mirtazapin und es geht mir auch besser. Stimmung ist besser, allgemein bin das wieder eher ich, wie ich mich kenne. Mein Biorhythmus regelt sich so ganz langsam wieder ein. Und vor allem die Watte im Kopf ist nicht mehr so dicht. Auch am Abend halte ich jetzt wieder wie gewohnt durch. Bin eine Eule und durch Mirtazapin fast zu einer Lärche mutiert. Bin teilweise um 21:30 im Bett gelegen.
Ja, genauso empfinde ich auch, endlich wird mein Biorhythmus wieder normaler. Mit höherer Dosis bin ich um 21.00 ins Bett gefallen, nix andres ging. Gleichzeitig bin ich aber morgends kaum wach geworden. So ab 9 war ich zwar theoretisch wach, hab mich aber erst um 11 oder 12 aus dem Bett quälen können. Vorher war ich quasi nicht ansprechbar.
Jetzt werde ich erst so zwischen 22 Uhr und 24 Uhr müde, und nehme dann erst die Tablette wenn ich sowieso ins Bett gehen will. Morgends bin ich zwischen 8 und 10 wach, und das heißt dann auch richtig wach - so dass man mich ansprechen kann und eine sinnvolle Antwort erwarten :D

Normalerweise bin ich schon eher eine Frühaufsteherin, aber geh auch nicht so arg früh ins Bett. Meine liebste Zeit war immer morgends früh, da war ich ausgeruht und wach und glücklich. Das kenne ich leider so gar nicht mehr seit der Mirta-einnahme, ich hoffe das wird noch weiter besser.

Ja, ich habe auch endlich wieder Momente - wenn auch nicht ganze Tage - wo ich richtig gute Laune habe und Lachen kann, das war fast komplett verschwunden, schön dass es dir auch so geht :D
Nur das Gewicht will noch nicht so ganz weg. Aber vielleicht dauert das einfach eine Weile. Hab mit Mirtazapin 25kg zugenommen. Jetzt sind meine Füße platt, wo ich vorher so niedliche Füße hatte. Aber vielleicht erholen die sich auch wieder davon...
25 kg ist natürlich ne Menge :-( bei mir sind es auch inzwischen ca. 17 kg mehr, die mir aber auch sehr zu schaffen machen besonders wegen meinem Rücken. Ich bin mir sicher, dass das fast von alleine wieder weniger wird wenn wir bei null sind! Bestimmt ist es aber gut, ein wenig sanftes Training zu machen um dem Körper zu helfen mit der Veränderung besser zurechtzukommen.

Ich habe öfter gelesen, dass sich bei vielen das mit dem Gewicht erst wieder gebessert hat, wenn sie mindestens ein paar Wochen auf null waren. Die Gewichtszunahme ist bei Mirtazapin glaub ich nicht so sehr Dosisabhängig, sondern wenn man es nimmt, nimmt man zu - fast egal welche Dosis. Und nachdem man es weg hat braucht es evtl. noch eine Weile bis der Stoffwechsel sich wieder umgestellt hat.

Viele Grüße,

Lina

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Re: Mirtazapin reduzieren

Beitrag von lunetta » Mittwoch, 03.02.16, 17:41

Hallo!

Ich habe jetzt das 5. Monat Mirta hinter mir, leider noch immer auf 15 mg, ich trau mich einfach noch nicht wieder mit dem Reduzieren zu beginnen, ich bin noch zu unstabil, aber das mit dem Gewicht ist kein Problem bei mir....ich habe zwar ganz wenig zugenommen, aber ich habe noch nicht mal mein Gewicht, das ich vor meiner Akutphase im Sommer hatte. Ich hoffe ich krieg noch ein bisserl was auf die Rippen, damit ich dann das Absetzen leichter packe, da ich mir sicher bin, dass bei mir wieder die Übelkeit im Vordergrund sein wird:(
Dzt. bin ich noch fleißig am Zolpi-Reduzieren, ich wäre froh, wenn mein Appetit ein wenig besser wäre und ich ein paar Kilos zunehmen würde...
LG
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Re: Mirtazapin reduzieren

Beitrag von padma » Mittwoch, 03.02.16, 17:53

liebe Lunetta, :)

danke dir fürs update.
Gut, dass du vernünftig bist und die Mirtazapindosis erstmal beibehälst. :D
Geduld ist das Zauberwort. :schnecke:

Ganz lieben Dank für deine hilfreichen, unterstützende, kompetenten Beiträge im Forum. :hug:

liebe Grüsse,
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Re: Mirtazapin reduzieren

Beitrag von Cosmea » Freitag, 05.02.16, 11:32

Hallo ihr,

@lunette: das ist echt vernünftig. Immer wenn ich Angst vor einem Schritt hatte oder mich sehr unsicher gefühlt habe, gings dann auch in die Hose. Ich glaube man merkt einfach ob man schon bereit ist für einen Schritt oder nicht und wenn der Schritt noch nicht dran ist, dann eben ein anderes Mal.

@Lina: Ja das ist ja echt erstaunlich, dass es Dir da auch so geht. Und je weniger ich einnehme, desto deutlich ist der Effekt. Bei mir war es auch immer Punkt 9 Uhr an dem ich aufgewacht bin. Jeden Tag, immer. Sonst schlaf ich auch schon mal länger, aber selbst wenn ich ausschlafen wollte, ging das nicht. 9 Uhr war ich wach. Da braucht ich nicht mal mehr einen Wecker. Musste ich vorher aufstehen, war ich bis 9 Uhr nicht zu gebrauchen. Als würde ich noch ein wenig schlafen. Das hat echt genervt. Jetzt ist es schon viel besser und ich kann auch schon mal bis 10 Uhr schlafen und auch früher aufstehen. Und abends halte ich auch wieder länger durch. Neulich ganz entspannt bis 3 Uhr (Silvester). Vor ein paar Monaten noch undenkbar. Da war ich spätestens um 23 Uhr so müde, dass ich hab eingeschlafen bin und auch schon ein wenig geschwankt habe. Das hat vielleicht genervt. Mein ganzes Umfeld ist eher den Eulen zugewandt und ich war immer die einzige die so früh müde wurde, naja gemacht wurde. Meine Mirat nehmen ich abends um 21 Uhr. Dann ist das die beste Zeit für mich. So komme ich wenigstens morgens einigermaßen aus dem Bett. Kam,kam ich aus dem Bett. Ich kann ja schon von kam schreiben...Juhuu.
Ja das mit dem Sport ist echt ein heikle Sache. Als ich noch die volle Dosis genommen hatte, hatte ich beim Sport das Gefühl mein Körper würde sich extrem gegen die Bewegung wehren. Ich bekam schlecht Luft, mein ganzes Körper schien von dieser Anstrengung total überfordert zu sein. Und ich bin eigentlich ein sportlicher Mensch. Hab früher gern gejoggt und Yoga gemacht. Mit Mirtazapin war das die reinste Qual. Jetzt wird es langsam besser und mein Körper sprich wieder auf Sport an. Sprich ich bau auch wieder ganz normal Muskeln auf, die dann auch da bleiben und nicht nach 3 Tage wieder im Nichts verschwinden. Aber gut, das könnte auch mit einem Mangel zu tun haben. Das weiß ich nicht ganz genau.

Ach Lina, so langsam wird es wohl mit uns beiden und dem leidigen Mirtazapin. Bin ich froh, wenn ich das los bin.

Herzliche Grüße,
cosmea
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seit 2 Wochen: 7,5mg Symptome: Angst und Panik, inneres Zittern, das mich mitten in der Nacht weckt, Unruhe, Kopfschmerzen, alles erscheint ein wenig fremd, zu letzte heftige Depriphase, so kannte ich mich nicht
seit dem 3. Okt. 15: wieder auf 11,25mg da die Symptome zu heftig wurden
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Re: Mirtazapin reduzieren

Beitrag von LinLina » Freitag, 05.02.16, 13:12

Hallo Cosmea,

Ja, ich hab da auch ein ganz gutes Gefühl dass wir das Mirtazapin immer weiter "klein" kriegen und es dann immer weiter aufwärts geht :-)
Cosmea hat geschrieben: Ja das mit dem Sport ist echt ein heikle Sache. Als ich noch die volle Dosis genommen hatte, hatte ich beim Sport das Gefühl mein Körper würde sich extrem gegen die Bewegung wehren. Ich bekam schlecht Luft, mein ganzes Körper schien von dieser Anstrengung total überfordert zu sein. Und ich bin eigentlich ein sportlicher Mensch. Hab früher gern gejoggt und Yoga gemacht. Mit Mirtazapin war das die reinste Qual.
Ganz genauso erlebe ich es auch.

Naja Hauptsache, jetzt wird's langsam besser,

Liebe Grüße,

Lina

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Re: Mirtazapin reduzieren

Beitrag von Cosmea » Dienstag, 23.02.16, 11:28

Hallo Lina,

ich hoffe es geht Dir gut mit dem Reduzieren und Du kommst weiterhin gut voran. Ich bin mir sicher, dass Du das Mirtazapin klein bekommst.

Bei mir zeichnet sich eine Glutenunverträglichkeit ab. Am Freitag gehe ich zum Arzt und lass das mal untersuchen. Ich hab jetzt die Probe gemacht und 2 Wochen auf Gluten so gut es ging verzichtet und siehe da, viele meiner Probleme sind besser geworden. Schon nach dem 2 Tag hab ich gemerkt, dass es besser geworden ist. Nach den 2 Wochen hab ich wieder Gluten gegessen und mein Körper hat nach 3 Stunden sofort reagiert. Verdauungsprobleme und Müdigkeit sind wieder da. Also von daher denke ich, dass da mit dem Gluten und mir etwas nicht stimmt. Vielleicht habe ich wirklich eine Unverträglichkeit und in Kombination mit dem Absetzten, haben sich beide Probleme hochgeschaukelt. Viele mit einer Glutenunverträglichkeit klagen ja auch über psychische Probleme.

Daher pausiere ich im Moment mein Reduzieren bis alles abgeklärt ist. Vielleicht hab ich bei einer glutunfreien Ernährung auch nicht mehr so große Probleme mit dem Reduzieren. Ich bin gespannt.

Herzliche Grüße,
cosmea
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