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Mirtazapin etwas runterfahren

Wenn Antidepressiva abgesetzt werden, kann dies zu schweren und langwierigen Entzugserscheinungen führen. Viele Hersteller und Ärzte verharmlosen diese Problematik leider.
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Mirtazapin etwas runterfahren

Beitrag von Halmackenreuther » Montag, 23.11.15, 17:51

Hallo,

seit mehreren Monaten nehme ich 30 mg Mirtazapin (Schmelztabletten) wg. Depressionen, Ängsten und Schlafstörungen.

Dazu habe ich zwei Fragen:

1) Vermutlich vom Mirtazapin habe ich eine Gastritis. Hat jemand ähnliches erlebt und sind unter Umständen "normale" Tabletten magenverträglicher als Schmelztabletten ?

2) Ich will das Mirtazapin gaaaanz langsam runterdosieren auf zunächst 22,5 mg.
Kennt jemand einen Hersteller von vierteilbaren 15 mg-Tabletten ?

Gruß Helmut
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11/2015 Dosisänderung von 30 auf 15 mg; nach zwei Tagen heftige Absetzsymptome; ohne größere Probleme zurück auf 30 mg
18.-21.12.2015 Dosisänderung von 30 auf 26,25 mg; nach vier Tagen heftige Absetzsymptome
seit 22.12.2015 wieder 30 mg; große Probleme trotz Dosiserhöhung; nach ca. 10 Tagen wieder ok.
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Re: Mirtazapin etwas runterfahren

Beitrag von Jamie » Montag, 23.11.15, 21:03

Hallo Helmut,

willkommen im ADFD :).

Viele AD können Magenprobleme verursachen; von Gastritis lesen wir hier immer wieder.
Die meisten Betroffenen im ADFD nehmen ´normale´ Tabletten und keine Schmelztabletten, aber es könnte natürlich sein, dass da was drin ist, was in den normalen Mirtazapin-Tbl nicht enthalten ist.
Ich meine mich zu erinnern mal eine Schachtel von betapharm in den Händen gehalten zu haben, wo drauf stand, dass das nach Zitronenaroma schmecken würde - aber das ist schon 3-4 Jahre her. Schau doch bitte mal in den Beipackzettel - und zwar ganz zum Schluss, da muss aufgelistet sein, was in der Tablette drin ist - ggf. kannst du es mal abtippen und hier reinstellen, dann kann ich mal einen Blick auf die Inhaltsstoffe werfen.

Zu deinem Absetzvorhaben. Es ist natürlich begrüßenswert, wenn du abdosieren möchtest, aber von 30mg auf 22,5mg runterzugehen ist zu ambitioniert.
Wir empfehlen hier Absetzschritte von 10% alle 4-6 Wochen nach Dr. Peter Breggin, das wären bei dir bei 30mg dann 3mg, also 27mg.
Mirtazapin kann sehr fiese Absetzsymptome verursachen, bitte gehe nicht schneller und in größeren Schritten runter als von uns empfohlen; wir beraten hier einfach zu viele Menschen, bei denen so etwas in der Art schief ging und ist das ZNS einmal destabilisiert, dann wird es im Verlauf ganz ganz schwer weiter abzusetzen und die Leute haben massive Probleme, wie du leicht bemerken kannst, wenn du mal etwas hier rein liest.
Wenn du wirklich zu ungeduldig bist, dann könntest du es mit max. 5mg probieren (also auf 25mg gehen), aber keinesfalls mehr.

Methoden, um krumme Mengen / Dosen zu bekommen, sind die Wasserlösemethode (Mirtazapin lässt sich gut lösen, das haben bereits mehrere hier im Forum so gemacht) oder aber du lässt dir vom Arzt flüssiges Mirtazapin aufschreiben, das heißt dann Remergil Lösung bzw. Remeron Lösung.
Allerdings ist da die Zuzahlung sehr hoch.
Hier die Lösemethode - bei Schmelztabletten erst recht kein Problem: http://www.adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=16&t=7936

Grüße und bitte wende dich bei weiteren Fragen gerne an uns.
PS. Wie wird deine Gastritis behandelt? Hast du Medikamente bekommen?
Jamie :)
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Re: Mirtazapin etwas runterfahren

Beitrag von Halmackenreuther » Montag, 23.11.15, 21:27

@Jamie: Vielen Dank für Dein Feedback.
Jamie hat geschrieben: Wir empfehlen hier Absetzschritte von 10% alle 4-6 Wochen nach Dr. Peter Breggin, das wären bei dir bei 30mg dann 3mg, also 27mg.
Ich will in zwei 3,75 mg-Schritten runtergehen mit vier Wochen pro Schritt.

Und schauen, wie Körper und Geist dabei reagieren .....

Ich will scheuen, dass ich mit der Mirtazapin-Dosis in den nur-sedierenden Teil komme. Der dürfte so zwischen 0 und 20 mg liegen.
Jamie hat geschrieben: PS. Wie wird deine Gastritis behandelt? Hast du Medikamente bekommen?
Ich nehme seit ca. zehn Jahren 20 mg Omeprazol pro Tag.

Dieser Schutz scheint bei mir für das Mirtazapin nicht ausreichend zu sein.

Mein Hausarzt empfahl mir die Omeprazol-Dosis auf 40 mg zu erhöhen, was ich nunmehr auch angehe.
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11/2015 Dosisänderung von 30 auf 15 mg; nach zwei Tagen heftige Absetzsymptome; ohne größere Probleme zurück auf 30 mg
18.-21.12.2015 Dosisänderung von 30 auf 26,25 mg; nach vier Tagen heftige Absetzsymptome
seit 22.12.2015 wieder 30 mg; große Probleme trotz Dosiserhöhung; nach ca. 10 Tagen wieder ok.
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Re: Mirtazapin etwas runterfahren

Beitrag von Jamie » Montag, 23.11.15, 21:36

Hallo Helmut,

oh oh, da werde ich hellhörig.
Ich bin seit 15 Jahren PPI-abhängig und weiß mittlerweile, dass diese Mittel teilweise die Gastritis erst so richtig begünstigen können.
Ist das denn eine gesicherte Diagnose (per Magenspiegelung)? Ist ganz klar ersichtlich, dass zuviel Magensäure schuld ist?
Weil ich kann dir sagen, ich nehme PPI und habe trotzdem oft Gastritis - ist ja schon fast ein Widerspruch in sich selbst; allerdings gibt es auch eine Art von Gastritis, die nichts mit Säure zu tun hat - so ist das zumindest bei mir. Und ich habe mittlerweile die Vermutung und sehe mich durch Recherchen bestätigt, dass PPI am Ende das auslösen können, was sie eigentlich regulieren sollen. Zwar mag die Magensäure weniger sein, aber oft genug haben die Betroffenen weiterhin massive Magen (Darm) - Beschwerden.

Bitte lies unbedingt mal hier rein: http://www.adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=15&t=9393
Hallo srico :),

zu den PPI kann ich folgendes beisteuern.
Ich nehme sie seit fast 15 Jahren ununterbrochen.
Bin nach einer Herz-Operation 2001 wegen der heftigen Nebenwirkungen der anderen Medikamente, die ich damals nach der OP unmittelbar einnehmen musste, darauf eingestellt worden (als Magenschutz), bin damit entlassen wurden und die Ärzte haben es danach nahtlos weiter verschrieben.

Hatte und habe aber auch permanent Magenprobleme, neben meiner schweren Insomnie ist das meine zweite große Baustelle in meinem Körper.
Zuerst war es Omeprazol 20mg, das wirkte dann irgendwann nicht mehr. Dann gab es Esomeprazol (damals war Nexiu.m ganz neu und im Patent). Das wirkte ebenfalls irgendwann nicht mehr und dann bin ich auf Pantoprazol 20mg umgestellt worden. Das nahm ich zum Schluss nun ca. 5 Jahre.

Doch mittlerweile muss ich folgendes beobachten: Das Essen wird m. Er. überhaupt nicht richtig verdaut. Es liegt mir stundenlang im Magen und will nicht weitertransportiert werden. Selbst kleine Portionen liegen mir wie ein Stein im Magen. Zusätzlich oft Druck- und Völlegefühl. Ständig Probleme mit zuviel Luft im Bauch.
Beim Psychopharmaka-Entzug sind plötzlich auch Nahrungsmittelunverträglichkeiten aufgetreten, die ich vorher nicht kannte (Histaminintoleranz). Ich schließe nicht aus, dass vielleicht auch die PPI ihre Finger da im Spiel haben.
Außerdem habe ich mich dann mal näher im Internet informiert und war erschüttert, dass die Magensäureproduktion nicht nur gehemmt wird, sondern quasi sozusagen völlig zum Erliegen kommt (unter PPI) und dass es einen eigentlich gar nicht wundern darf, wenn das Essen im Magen nicht verdaut wird, denn ohne die Salzsäure kann ja auch gar nichts gespalten werden.
Ferner gestört hat mich auch der massive Vitamin B12-Mangel, der durch PPI ausgelöst werden kann.
Letztlich haben viele Gründe mich dazu bewogen, das PPI auszuschleichen.

Wie mache ich es?
Pantoprazol kann in den meisten Fällen nicht suspendiert werden (nur Spezialzubereitungen für Sondenapplikation sind möglich) und deswegen kam die Wasserlösemethode zum Abdosieren nicht infrage.
Also habe ich einen großen Umweg gemacht und mich auf Esomeprazol magensaftresistente Kapseln mit Pellets (Kügelchen) der Firma rat*opharm umstellen lassen, 40mg!
Als ich merkte, dass die 40mg anschlugen, habe ich das einige Monate beibehalten und bin dann mithilfe der Kügelchen-Methode (Kapsel öffnen, Kugeln entfernen, Kapsel wieder schließen) zuerst auf 30mg runtergegangen und dann auf 20mg, wo ich jetzt angekommen bin und mich erstmal stabilisieren werde.
Danach geht es weiter runter. Für alles zusammen habe ich bislang ca. ein dreiviertel Jahr gebraucht. Ich werde mir sehr viel Zeit lassen das PPI abzuseten.
Erstens muss der Körper nach 15!!!! Jahren erstmal wieder langsam lernen, wie es eigentlich geht, zu verdauen! und zweitens möchte ich natürlich keinen Rebound!

Wenn man sich für jedes Milligramm einen Monat vornimmt, so sind das ab 20mg 20 Monate, gut gerechnet also noch 2 weitere Jahre. Aber das ist es mir wert.
Ich will endlich von den PPI loskommen :sports: .
(Quelle: siehe Link)

Ich schleiche nun schon fast ein Jahr PPI aus und habe mich von 40mg Esomeprazol auf 14,5mg vorgearbeitet!

Grüße
Jamie
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Re: Mirtazapin etwas runterfahren

Beitrag von Halmackenreuther » Montag, 23.11.15, 21:49

Jamie hat geschrieben: Ist das denn eine gesicherte Diagnose (per Magenspiegelung)? Ist ganz klar ersichtlich, dass zuviel Magensäure schuld ist?
Die Magenspiegelung habe ich in Kürze.

Ich gehe davon aus, dass die Diagnose "Magenschleimhautreizung" oder "-entzündung" sein wird.

Die 20 mg Omeprazol nehme ich wg. ständigem Sodbrennen. Das Sodbrennen habe ich damit gut im Griff.

Seit der Einnahme von Mirtazapin habe ich jedoch kein vermehrtes Sodbrennen, sondern Übelkeit und teilweise heftige Oberbauchmerzen.

Die Blutwerte und Sonographie der Bauchspeicheldrüse sind weitgehend unauffällig, so dass als Ort der Beschwerden fast nur der Magen bleibt ...

Daher die geplante Spiegelung.

@Jamie: Welche Magenbeschwerden können denn ohne Beteiligung von Säure entstehen ?
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Re: Mirtazapin etwas runterfahren

Beitrag von Jamie » Montag, 23.11.15, 22:02

Hallo Helmut,

das ist gut, dass das nochmal endoskopisch geklärt wird. Vor allem um auch zu sehen, ob die Speiseröhre bereits angegriffen ist.
Der Magenkeim Helicobakter pylori ist ja auch ein mögliches Thema....
Und die Prozedur ist echt überhaupt nicht schlimm. Man bekommt Propofol oder Midazolam, ist 15min weg, kriegt nix mit und nach 1-2 Stunden ist man wieder munter.
@Jamie: Welche Magenbeschwerden können denn ohne Beteiligung von Säure entstehen ?
Ich kann nur für mich sprechen, aber mein Arzt ist auch ratlos wegen der häufigen Gastritis, die ich habe. Ich merk aber überhaupt keine Magensäure.
Wenn der Magen zu wenig HCl hat, dann ist das genauso übel wie zu viel HCl.
Ich habe schlicht und ergreifend Schmerzen, brennen, Völlegefühl. Das Essen rutscht nicht weiter, liegt Stunden im Magen, ich kann nur Spatzen-Portionen essen, Rohkost ist ein No Go, kann nicht verdaut werden. Mir kommt oft das Essen wieder hoch, hab immer latente Übelkeit.
Und ich habe wirklich das PPI im Verdacht, dass das einen Großteil der Beschwerden mit verursacht.
Aber das ist nur meine Meinung. Andere werden mir vielleicht widersprechen, besonders Ärzte, aber falls du mal weiterliest in dem Thread, dann siehst du, dass sich die Schilderungen der anderen Betroffenen, die auch PPI nehmen, meinen Problemen ähneln und ich glaube nicht, dass das Zufall ist.

Grüße
Jamie
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Re: Mirtazapin etwas runterfahren

Beitrag von Halmackenreuther » Dienstag, 24.11.15, 17:04

Jamie hat geschrieben: Und die Prozedur ist echt überhaupt nicht schlimm. Man bekommt Propofol oder Midazolam, ist 15min weg, kriegt nix mit und nach 1-2 Stunden ist man wieder munter.
Für mich als Ängstler ist eine Magenspiegelung keine Kleinigkeit.

Die Sedierung wird mit Propofol erfolgen.

Propofol und Mirtazapin scheinen sich wenigstens nicht zu beissen:

Mirtazapine 30 mg oral tablets can be used as a premedication as it reduces preoperative anxiety and hypnotic dose requirements of propofol, and does not prolong recovery time.
(aus http://www.sciencedirect.com/science/ar ... 4912001006)
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Re: Mirtazapin etwas runterfahren

Beitrag von Jamie » Dienstag, 24.11.15, 17:39

Hallo Halmackenreuther,

ich wollte nicht so rüberkommen, als ob ich Ängste bezüglich Magenspiegelungen oder dergleichen nicht verstehen würde.
Ich hab selber welche hinter mir und weiß, dass es mir davor seelisch gar nicht gut ging.
Dann allerdings hatte ich eine große OP am offenen Herzen und schwere Komplikationen, die eine Not-OP nötig machten und mich fast das Leben kosteten; seitdem habe ich natürlich eine andere Relation zu solchen Dingen wie einer Magenspiegelung.
Es ist immer noch stressig und aufwühlend, aber bestimmt mach ich mir nicht mehr so einen Kopf wie vorher.
Es gibt so Punkte, und ich spreche ausdrücklich nur für mich, da kann man nicht mehr hinter zurück gehen, wenn sie einmal passiert sind und ich kann mich vor einer Magenspiegelung einfach nicht mehr so verrückt machen wie als Teenie, als ich meine Herz-OP noch nicht kannte.

Ja, auch stark wirksame Benzos / Kurznarkotika dürfen in der Regel mit AD kombiniert werden, ohne größere Probleme zu verursachen.
Propofol ist in seinem Einsatz zur Sedierung bei Endoskopien ja völlig limitiert (soll 15-max. 30min wirken), das heißt da kommen auch keine großen Mengen in den Körper.

Grüße und alles Gute
Jamie
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Re: Mirtazapin etwas runterfahren

Beitrag von Halmackenreuther » Mittwoch, 25.11.15, 20:32

Zum Thema Magenschmerzen/Mirta:

Ich habe in einem Beipackzettel gelesen:
Wenn Magesnschmerzen auftreten sollte an eine Bauchspeicheldrüsenentzündung gedacht werden.

Verstehe ich ehrlich gesagt nicht ganz, denn wenn Magenschmerzen auftreten, dann kommen die doch vom Magen.

Der Hausarzt hat bei mir eine Sonographie von Leber, Galle und Bauchsepicheldrüse gemacht. Leber und BSD sind etwas verfettet.
Im Blut war die Menge an BSD-Enzymen normal (u.a. Lipase)

Wie ich mittlerweile nachlesen konnte, sind eine unaufällige Sonographie und Enzymwerte kein Ausschluß einer (nicht akuten) BSD-Entzündung.

Eine akute BSD-Enzündung würde ich merken, die tut heftigst weh.

Hatte jemand hier im Forum Probleme mit Mirta und BSD ?
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Re: Mirtazapin etwas runterfahren

Beitrag von padma » Freitag, 27.11.15, 18:40

hallo Halmackenreuther, :)

ich habs mal in die Suche eingegeben: http://www.adfd.org/austausch/search.ph ... C3%BCndung

Es gab einen Verdachtsfall (Pammy), der sich nicht bestätigt hat.

Warte mal ab, was die Magenspiegelung ergibt.

liebe Grüsse,
padma
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seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

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Neu: Infos rund um Antidepressiva, Absetzen, Umgang mit Entzug
: https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=15490


Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

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Re: Mirtazapin etwas runterfahren

Beitrag von Halmackenreuther » Sonntag, 20.12.15, 14:46

padma hat geschrieben: Warte mal ab, was die Magenspiegelung ergibt.
Die Magenspeieglung habe ich ersteinmal abgesagt. Mir ging`s nervlich einfach zu schlecht.

Nun nehme ich seit 10 Tagen täglich 60 mg Omeprazol. Die Bauchbeschwerden wurden seitdem besser.

Die BSD scheidet jetzt wohl als Ursache der Beschwerden aus. Das ist wohl schlicht eine kräftige Gastritis. Ob sie vom Mirtazapin herrührt oder völlig unabhängig davon auftrat, ist schwer zu beurteilen.

Jedenfalls habe ich vor drei Tagen mit der Reduktion von Mirta begonnen.

Der erste Reduktionsschritt ist 3,75 mg auf nunmehr 26,25 mg p.T.

Bisher merke ich keine Veränderung ausser dass verstärkt Muskelzucken auftritt.

Gruß Helmut
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Re: Mirtazapin etwas runterfahren

Beitrag von LinLina » Sonntag, 20.12.15, 16:28

Hallo Helmut,

Ich kann verstehen dass dir das mit der Magenspiegelung zu heftig war. Das Omeprazol würde ich aber echt nur so lange und so viel wie unbedingt nötig einnehmen, und wenn du es länger nimmst auch langsam ausschleichen denn es kann wirklich auch abhängig machen, und auch selbst Magenprobleme auslösen - Jamie hat dir ja schon ausführlich darüber geschrieben.

Hier nochmal der Link dazu

viewtopic.php?f=15&t=9393

Vielleicht helfen dir auch andere, sanftere Methoden wie z.B. Heilerde? Ich kenne mich leider mit Magenbeschwerden nicht so gut aus, aber es gibt viele andere Betroffene hier die damit zu kämpfen haben. Vielleicht findest du über die Suche noch hilfreiche Infos?

Mit der Mirtareduktion würde ich besonders langsam vorgehen wegen deiner Magenprobleme, damit sich das nicht noch verstärkt durch den Entzugsstress. Dass du nach 3 Tagen noch nicht viel merkst ist nicht ungewöhnlich, bei Mirtazapin kommen die eigentlichen Entzugssympome oft erst nach ca. 2 Wochen wegen der recht langen Halbwertszeit. Vielleicht merkst du aber auch wirklich nicht viel, da du langsam genug angefangen hast. Ich würd dir raten, bleib aber lieber ca. 4 Wochen auf der neuen Dosis, um sicherzustellen, dass da nichts nachkommt.

Alles Gute,

Lina
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Im Absetzprozess seit 2014: Lorazepam (Benzo) erfolgreich abgesetzt. Mirtazapin aktuell (seit Sommer 2018) 0,005 mg.

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Hinweis: Alle meine Aussagen dienen der allgemeinen Information und begründen sich auf Erfahrungswerte - meine eigenen, und die anderer Betroffener - und die wenigen bekannten Studien zur Absetzproblematik. Ich bin weder Ärztin noch Psychologin. Meine Erfahrungen und Tipps sind daher keine medizinische Beratung und können eine solche nicht ersetzen.

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Re: Mirtazapin etwas runterfahren

Beitrag von Halmackenreuther » Sonntag, 20.12.15, 18:01

LinLina hat geschrieben:Ich würd dir raten, bleib aber lieber ca. 4 Wochen auf der neuen Dosis, um sicherzustellen, dass da nichts nachkommt.
So werde ich das machen.

@LinLina: Wie waren denn bei Dir die Etappen zwischen 30 und 22,5 mg Mirtazapin ?
1993-2006 diverse Benzos
2002 und 2006 Tavorentzug von 1,0
Seit 2006 Benzofrei
1995-2009 Fluvoxamin in unterschiedlichen Dosierungen; ohne Probleme abgesetzt
2006-2010 Doxepin in unterschiedlichen Dosierungen; ohne Probleme abgesetzt
seit 8/2015 30 mg Mirtazapin (eine Woche auf 45 mg)
11/2015 Dosisänderung von 30 auf 15 mg; nach zwei Tagen heftige Absetzsymptome; ohne größere Probleme zurück auf 30 mg
18.-21.12.2015 Dosisänderung von 30 auf 26,25 mg; nach vier Tagen heftige Absetzsymptome
seit 22.12.2015 wieder 30 mg; große Probleme trotz Dosiserhöhung; nach ca. 10 Tagen wieder ok.
28.01.16 27 mg; 05.03.16 24 mg; 19.04.16 22 mg; 15.07.16 20 mg; 22.10.2016 17 mg; 09.12.2016 15 mg; 12.01.2017 14 mg; 12.03.2017 13 mg; 01.05.2017 22,5 mg

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Re: Mirtazapin etwas runterfahren

Beitrag von LinLina » Sonntag, 20.12.15, 18:21

Hallo, meine Schritte waren

30 mg
26,25 mg
22,5 mg

und jewelis 4 Wochen auf den Stufen geblieben.

Danach konnte ich nur noch halb so viel reduzieren, also jeweils 1.9 mg etwa.

lg Lina
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Thomas
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Re: Mirtazapin etwas runterfahren

Beitrag von Thomas » Sonntag, 20.12.15, 18:28

Hallo Helmut,

schön, Dich wiederzusehn. Viel Erfolg beim Reduzieren vom Mirtazapin. Die Magenschutzmittel können übrigens u.a. Schlafstörungen verursachen und auch Sehstörungen, Kopfschmerzen, Juckreiz und andere Dinge. Wenn Du das Omeprazol hochsetzt und das Mirtazapin runter, ist dann bei Auftreten solcher Symptome nicht unbedingt eindeutig, was die Ursache ist.

Hast Du das Genotypisieren weiter verfolgt und ein Labor finden können?

Grüße
Thomas
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Re: Mirtazapin etwas runterfahren

Beitrag von Halmackenreuther » Sonntag, 20.12.15, 22:58

LinLina hat geschrieben: und jewelis 4 Wochen auf den Stufen geblieben.
@LinLina: Und wie ging`s Dir dabei ? (30-22,5)
Thomas hat geschrieben: Wenn Du das Omeprazol hochsetzt und das Mirtazapin runter, ist dann bei Auftreten solcher Symptome nicht unbedingt eindeutig, was die Ursache ist.
Kopfschmerzen habe ich bekommen.

Im wesentlichen stehen jetzt drei Ursachen zur Auswahl:
Das Omeprazol, die Mirtazapin-Reduktion oder meine Grunderkrankung.
Thomas hat geschrieben: Hast Du das Genotypisieren weiter verfolgt und ein Labor finden können?
Weiter verfolgt ja, aber bisher kein Labor gefunden.
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Re: Mirtazapin etwas runterfahren

Beitrag von Jamie » Montag, 21.12.15, 9:03

Hallo,

das Omeprazol ist mit 60mg überdosiert, so eine Dosis darf nur ein Arzt ausdrücklich gestatten und das sollte dann auch nicht längerfristig genommmen werden! Das darf keinesfalls noch weiter hochgesetzt werden.
PPI sind keine smarties! :shock:
Es ist nicht optimal so eine hohe Dosis zu nehmen, wenn man nicht mal eine gescheite Diagnostik gemacht hat.

Grüße
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Re: Mirtazapin etwas runterfahren

Beitrag von Halmackenreuther » Montag, 21.12.15, 12:52

Jamie hat geschrieben: das Omeprazol ist mit 60mg überdosiert, so eine Dosis darf nur ein Arzt ausdrücklich gestatten ...
Der Arzt hat vorübergehend 80 mg Omeprazol angeordnet. Nehmen tue ich erstmal 60.


Heute habe ich zum ersten Mal Absetzsymtome vom Mirta.

Habe heute nacht nicht geschlafen und bin innerlich sehr unruhig und ängstlich.

Und das bei einer nur viertägigen Dosisreduktion von 3,75 mg auf 26,25 mg.

Ist das plausibel oder spielt da noch was anderes rein ?
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Re: Mirtazapin etwas runterfahren

Beitrag von LinLina » Montag, 21.12.15, 13:18

Hallo Helmut,

bei mir ist es so, dass ich jede Reduktion des Mirtazapin schon in der ersten Nacht spüre.

Symptome waren von Anfang der Reduktion an schlechterer Schlaf, Alpträume, innere Unruhe und Ängstlichkeit, Muskelverspannung. Ich kann mir aber gut vorstellen dass es bei dir durch das Omeprazol verstärkt wird. Bei mir lösen Ppi starke innere Unruhe aus, schon in wesentlich niedrigerer Dosierung. Also ich halte es für bedenklich diese hohe Dosis dauerhaft und während des Mirtaentzugs zu nehmen.

Alles Gute,

lg Lina
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Re: Mirtazapin etwas runterfahren

Beitrag von Halmackenreuther » Montag, 21.12.15, 16:06

LinLina hat geschrieben: Symptome waren von Anfang der Reduktion an schlechterer Schlaf, Alpträume, innere Unruhe und Ängstlichkeit, Muskelverspannung.
@LinLina: Wie lange halten diese Symptome nach einer Mini-Reduktion bei Dir an, bzw. wie lange braucht der Körper für die Umstellung ?
LinLina hat geschrieben: Also ich halte es für bedenklich diese hohe Dosis dauerhaft und während des Mirtaentzugs zu nehmen.
Ich trage mich deshalb mit dem Gedanken, bis zum Ausheilen der Gastritis wieder auf 30 mg Mirtazapin zu gehen.

Die Erhaltungsdosis Omeprazol nach der Gastritis-Akutphase wird 20-40 mg sein. Und das ist dann ja ok.
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11/2015 Dosisänderung von 30 auf 15 mg; nach zwei Tagen heftige Absetzsymptome; ohne größere Probleme zurück auf 30 mg
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