Klick auf das Kreuzchen um das hier auszublenden ->

Liebe ADFDler,

die Organisation des Forums durch das Team ist weiterhin eingeschränkt.

Danke an alle die sich im Rahmen der gegenseitige Selbshilfe einbringen. Bitte schaut weiter gut auf euch und unterstützt euch aktiv untereinander mit euren Erfahrungen oder Hinweisen auf lesenswerte Threads. Wenn ihr mögt und könnt, begrüßt gerne Neuankömmlinge, verlinkt die Grundlageninfos oder lasst einfach ein gutes Wort da.

Bist Du neu und weißt nicht, wie du anfangen sollst?

Registriere Dich zunächst und wähle einen Benutzernamen, der mit Deinem echten Namen möglichst wenig zu tun hat, wenn Du anonym bleiben möchtest. Du darfst als Benutzernamen keine Marken- oder Medikamentennamen verwenden. Wenn Du ganz auf Nummer sicher gehen willst, verwende am Besten auch eine Wegwerf-Emailadresse. Wenn Du genaueres wissen möchtest, lies bitte auch unsere Regeln.

Stelle Dich und Dein Anliegen dann in einem neuen Thema vor. Du kannst als neu registrierter erstmal nur im Bereich "Hier bist Du richtig" schreiben. Beachte bitte, dass der Beitrag solange unsichtbar bis jemand aus dem Team ihn freigeschaltet hat. Da wir hier viel zu tun haben, kann das eine Weile dauern.

Hier klicken, um Dich zu registrieren.

Hier klicken, um neues Thema im Bereich "Hier bist Du richtig" zu erstellen".

Bitte lest euch auch zunächst selbst in unsere grundlegende Absetzinfos ein.
Ausführlicher Artikel zu Antidepressiva absetzen
Erste Hilfe - Benzodiazepine absetzen
Erste Hilfe - Neuroleptika absetzen

Das ADFD Team

lunetta: Mirtazapin Absetztagebuch

Wenn Antidepressiva abgesetzt werden, kann dies zu schweren und langwierigen Entzugserscheinungen führen. Viele Hersteller und Ärzte verharmlosen diese Problematik leider.
lunetta
Beiträge: 1833
Registriert: Montag, 17.08.15, 18:09
Hat sich bedankt: 672 Mal
Danksagung erhalten: 4179 Mal

lunetta: Mirtazapin Absetztagebuch

Beitrag von lunetta » Montag, 07.12.15, 14:54

Hallo ihr Lieben!

Um es übersichtlicher zu machen, und damit ich mich nicht immer wieder in einen fremden thread einklinken muß, werde ich hier ein Absetztagebuch führen.

Habe am 1.12. 2015 begonnen Mirta abzusetzen, nur 0,5 mg von 15mg, bin nun also bei 14,5mg.

Die ersten zwei Tage war ich spürbar nervöser, unruhiger und auch total ängstlich ob der Zeitpunkt schon richtig ist, und habe mich echt gefürchtet, da ich hier eigentlich nur gelesen habe, dass man mit dem Absetzen von Mirtazapin große Probleme hat.
Ab Tag 3 hat dann die Übelkeit begonnen - vor allem morgens - frühstücken geht nur mehr ein Knäckebrot und ein paar Schlucke Tee.
Auch wieder da ist der Ekel beim Kochen:(
Nachmittags geht es so einigermaßen und abends nach der Einnahme geht es sowieso, wie immer gut, da kommt dann Appetit und ich kann essen.
Tag 6 und 7 war die Übelkeit noch stärker, ich versuch mich so gut es geht abzulenken.
Heute Tag 8 war morgens ganz schlimm, hat sich dann aber gegen Mittag etwas gebessert.

Schlaf ist NOCH ganz gut - wache nur schon viel früher auf, ich steh aber sofort auf und versuche nicht noch ein paar Stunden im Bett herumzubringen. Aber dadurch wird der Tag sehr lang:(

Merke auch dass mein Darm durch das absetzen unruhiger ist, ich habe schon in der Früh leichten Durchfall, das legt sich auch gegen MIttag wieder-

Bin jeden Tag auf`s Neue unsicher, ob der Zeitpunkt Mirta abzusetzen noch zu früh gewählt ist, und ob es nicht doch besser wäre wieder einzudosieren und es später noch mal zu versuchen.....
....aber irgendwann MUSS ich ja dran gehen und noch langsamer kann ich fast nicht machen, denn dann habe ich es noch jahrelang an der Backe:(

Meine große Sorge ist vor allem mein Gewicht, denn runter sollte da eigentlich nichts gehen, merke aber schon nach dieser ersten Woche, dass es ganz sicher Richtung runter geht, denn ich komme durch die Übelkeit wieder nicht auf ausreichend Kalorien, aber da ich während der Einnahme auch nicht großartig zugenommen habe, hoffe ich dass es sich ein wenig einpendelt, und mich die Übelkeit nicht die ganze Zeit hindurch so hartnäckig begleitet.

Viele erzählen beim Mirtaentzug ja, dass sie sich weniger benommen und fitter fühlen - das ist bei mir nicht so. Bis jetzt habe ich noch keine positiven NW des Entzugs feststellen können.

Ich erhoffe mir, dass es mich nicht die gesamte Entzugsdauer so beutelt, dass sich auch wieder ein Fenster auftut.
Nur durchhalten macht ja doch die komplette Lebensqualität zunichte und ich könnte es nicht durchgehend aushalten....

LG!
Zuletzt geändert von Gwen am Sonntag, 01.07.18, 20:44, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Name im Titel ergänzt zur besseren Übersichtlichkeit im Forum
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor lunetta für den Beitrag (Insgesamt 3):
MurmelinepadmaClaudiiii
► Text zeigen
.

lunetta
Beiträge: 1833
Registriert: Montag, 17.08.15, 18:09

Re: Mirtazapin Absetztagebuch

Beitrag von lunetta » Montag, 07.12.15, 17:34

Hallo!

Sorry, bitte nur eine Frage:
Falls ich wieder auf 15mg hochdosiere, gehen dann die schlimmen Absetzsymptome relativ rasch wieder zurück, oder dauert es wieder so viele Wochen wie beim Ersteindosieren, bis eine Besserung eintritt?

Ich bin so unsicher, weil es mir wieder so elend übel ist, und ich das nicht noch einmal so viele Monate packe....

Oder dauert das jetzt nur noch ein paar Tage und wird dann wieder besser?

Danke euch! LG
► Text zeigen
.

LinLina
Team
Beiträge: 6541
Registriert: Montag, 14.09.15, 16:20
Hat sich bedankt: 22050 Mal
Danksagung erhalten: 10239 Mal

Re: Mirtazapin Absetztagebuch

Beitrag von LinLina » Montag, 07.12.15, 18:06

Liebe Lunetta,

das ist unterschiedlich, es kommt denke ich auch drauf an wie lange du wartest mit dem wieder aufdosieren.

Wenn ich nach wenigen Tagen merke, das war zu schnell, und wieder zurück gehe, ist es auch nach 1-2 Tagen wieder ziemlich ok. Wenn ich nach ca 2 Wochen auf der geringeren Dosis aufdosiere, dauert es eine Weile und ich hab auch wieder mehr Nebenwirkungen so wie am Anfang der Einnahme. Das sind meine Erfahrungen bisher, kann auch sein dass du anders reagierst... ich denke aber eher nicht, dass es viele Monate dauert bis es wieder besser wird.

Ich denk viel an dich, bin auch den ganzen Tag am zweifeln ob ich noch mehr aufdosieren muss.

:hug:

Alles Liebe,
Lina
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor LinLina für den Beitrag (Insgesamt 2):
padmaLuisa1974
Im Absetzprozess seit 2014: Lorazepam (Benzo) erfolgreich abgesetzt. Mirtazapin aktuell (seit Sommer 2018) 0,005 mg.

Ich bin zur Zeit nicht im Forum aktiv. Bei Fragen und Bitten an das Team an padma, Ululu69 oder murmeline wenden.

Hinweis: Alle meine Aussagen dienen der allgemeinen Information und begründen sich auf Erfahrungswerte - meine eigenen, und die anderer Betroffener - und die wenigen bekannten Studien zur Absetzproblematik. Ich bin weder Ärztin noch Psychologin. Meine Erfahrungen und Tipps sind daher keine medizinische Beratung und können eine solche nicht ersetzen.

lunetta
Beiträge: 1833
Registriert: Montag, 17.08.15, 18:09

Re: Mirtazapin Absetztagebuch

Beitrag von lunetta » Montag, 07.12.15, 19:24

Liebe Lina!

Danke für deine Einschätzung!
Habe meinen ersten Absetzversuch schon am 8. Tag verloren:(
Hab grade vorhin wieder die ganze 15mg Tablette genommen, nachdem ich mich kurz davor auf die Waage gestellt hatte, und schon in dieser einen Woche 4 kg abgenommen habe.
Das kann ich mir jetzt nicht leisten dass ich schon wieder so rapide abnehme, dafür habe ich noch zuwenig Reserven.

Bin mega enttäuscht und ziemlich traurig, da ich echt gehofft hatte, mit so einem Minischritt einen Anfang wagen zu können, aber ich stehe so eine lange Übelkeit dzt. nicht durch.

Nun hoffe ich, dass ich mein ZNS nicht zu arg durcheinander gebracht habe und ich mich wieder schnell stabilisieren kann.

GLG!
► Text zeigen
.

Rocky
Beiträge: 118
Registriert: Samstag, 20.12.14, 11:43

Re: Mirtazapin Absetztagebuch

Beitrag von Rocky » Montag, 07.12.15, 19:53

Wenn ich es richtig lese, schleichst du aber auch noch andere medis aus? Oder interpretiere ich das jetzt falsch?
Depression/soziale Phobie/Ängste

2008 0-0-0-50 Opipramol irgendwann weg gelassen
2012 0-0-0-50 Opipramol irgendwann weg gelassen
2012 Venlafaxin 150/75mg? Nur 2-3 Wochen - Panik usw.
2012 Lithium?

2014 Opipramol 50-50-50-0 Ca 3 Wochen im September
2014 Promethazin 3,5 Wochen im Oktober 25-25-25
Im November erst 25-0-25 und noch 1,5 Wochen 25-0-0
2014 Seit 04.12. 150-0-0-0 Elontril, nach ca 4,5 Wochen abgesetzt

2014 Seit Oktober 0-0-0-30 Mirtazapin
Seit 10.01.2015 15mg Mirtazapin
Seit 11.02.2015 7,5 mg Mirtazapin

Seit 17.02. Grippe
Seit 20.02. kein Appetit mehr
Woran liegts?
Seit 22.02. 15 mg Mirtazapin
Seit 16.03. 7,5 mg
Seit 24.04. sehr müde
Seit 27.04. 3,75 mg
06.05. Vorfall mit Auto
09./10.05. Gedankenspirale mit Job/Zukunft
Sehr sehr müde, antriebslos
Glaube aber nicht, dass dies von den Tabletten kommt
22. und 25.05. Schlechte Tage
21.05. Behandlung mit Kortison wegen einer Narbe am Hals + Stickstoff
Seit ca. 21.05. Durchfall/leicht Hämorrhoiden
30.05. wieder Leistenschmerzen wie 05/2014
Seit 31.05. 1,875 mg mit Tablettenschneider
02.06./03.06. Müde, Erkältet, Albträume
02.06. Stickstoffbehandlung Narbe
07.06. Kopfweh/Nase zu aber auch extrem warm
10.06. sehr müde, Leistenschmerzen, erkältet aber insgesamt fitter

Gute Tage
14.06. Tief
15.06. Nagelschmerzen, evtl. Hallux
16.06. Schlechter Tag, Augen aber extreme Stimmungsschwankung und müde, früh geschlafen, Nagelschmerzen
Gutes Gefühl
Seit 17.06. keine Tablette mehr
Obwohl schlecht geschlafen von 17. auf 18. lag wohl an Katze
20.06. nach 10 Tagen Pause wieder für drei Wochen Kortison
21.06. Nagel sehr heftig
22.06. Übelkeit

Symptome beobachten ist schwierig. Hab öfters Kopfweh, Schweißausbrüche usw. Aber das hatte ich ohne Tabletten und selbst mit 30mg

Seit 17.06.15 keine Tabletten mehr

Lisamarie
Beiträge: 9430
Registriert: Freitag, 14.03.14, 19:16
Hat sich bedankt: 3537 Mal
Danksagung erhalten: 9386 Mal

Re: Mirtazapin Absetztagebuch

Beitrag von Lisamarie » Montag, 07.12.15, 20:13

Hallo lunetta, sei nicht enttäuscht , du hast es versucht und es hat nicht geklappt und das bringt ja alles nichts wenn es dir dadurch wieder schlechter geht , mein Gefühl hat schon am Anfang gesagt das es viel zu früh ist, du bist gerade erst wieder stabil gewesen und dein ZNS ist ohnehin noch gereizt. Ich würde jetzt wirklich erstmal drei Monate alles so lassen und dann einen neuen Versuch mit vielleicht 0,25 mg Schritten. Dauert dafür länger aber ist dann auch schonender für dich.
Nicht traurig sein lg Petra :hug:
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Lisamarie für den Beitrag:
Jamie
2012 noch 5 Monate Mirtzapin,Pipamperon,Levomepromaxin
Bis auf die Praxiten von heute auf morgen kalt abgesetzt, erste Absetzbeschwerden nach sechs Wochen, aber dann
6 Monate heftigste Absetzproblematik.Magendarm 30 Kilo in vier Monaten abgenommen.Halbes Jahr bettlägerig.Schwer suzidal zum stabilisieren fast ein Jahr gebraucht.
Oxazepam reduzieren von umgerechnet 50 mg Diazepam:
► Text zeigen

padma
Team
Beiträge: 15855
Registriert: Sonntag, 06.01.13, 17:04
Hat sich bedankt: 39433 Mal
Danksagung erhalten: 20909 Mal

Re: Mirtazapin Absetztagebuch

Beitrag von padma » Dienstag, 08.12.15, 11:45

liebe Lunetta, :)

es ist immer frustrierend, wenn man beim Absetzen nicht so voran kommt, wie man möchte. :hug: Mir geht das gerade auch so :(

Es lässt sich jedoch nicht erzwingen, der Körper gibt das Tempo vor.
Du hast es probiert und hast das Signal bekommen, dass es noch zu früh ist. Es braucht eben alles seine Zeit :schnecke:
Nun hoffe ich, dass ich mein ZNS nicht zu arg durcheinander gebracht habe und ich mich wieder schnell stabilisieren kann.
Ich drücke dir die Daumen. Die Chancen auf eine zügige Stabilisation sind, denke ich, gut.

liebe Grüsse,
padma
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor padma für den Beitrag:
LinLina
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
► Text zeigen
25.10.2018: 0,15 mg :schnecke:



Neu: Infos rund um Antidepressiva, Absetzen, Umgang mit Entzug
: https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=15490


Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

ganz normal
Beiträge: 141
Registriert: Donnerstag, 29.01.15, 9:05
Hat sich bedankt: 19 Mal
Danksagung erhalten: 162 Mal

Re: Mirtazapin Absetztagebuch

Beitrag von ganz normal » Dienstag, 08.12.15, 16:52

Liebe Lunetta,
ich lese in deiner Signatur, dass du erst 75 µg und nun seit ca. 1 Monat 70 µg Euthyrox nimmst um deine SD zu entlasten. Stimmt das? Hast du auf einen Schlag die 75 µg eingenommen und dann auf 70 gewechselt? (So liest sich die Signatur jedenfalls ...)
Wenn das wirklich so ist, dann ist es kein Wunder, dass das Absetzen jetzt nicht funktioniert. Denn die Einnahme von SD-Hormonen wirkt sich genauso wie das Absetzen von Pp auch auf das NS aus, vor allem wenn es eine hohe Änderungsdosis war. Normalerweise sollte man 6-8 Wochen warten, damit sich alles wieder beruhigt hat. Wenn die 70µg sogar schon deine Zieldosis sind, dann kann es auch mal 12 Wochen dauern. Das sich alles beruhigt hat, merke ich bei mir daran, dass das Gedankenkreisen und die Unruhe immer weniger werden.
Ev. hilft dir ja bei Mirtazapin auch mein Erfahrungsbericht: Cipralex absetzen bei Hashimoto. Mir ist nämlich aufgefallen, dass Hashis doch einen kleinen Vorteil beim Absetzen haben können. Ev. hilft dir das gegen die Übelkeit.

Dass du jetzt zurückgegangen bist, war das Beste was du tun konntest. Wenn sich ALLES beruhigt hat, wird es besser klappen!


LG gn
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor ganz normal für den Beitrag (Insgesamt 3):
DanepadmaMurmeline
Hashimoto Thyreoiditis und Erfahrungen mit Cipralex

LinLina
Team
Beiträge: 6541
Registriert: Montag, 14.09.15, 16:20

Re: Mirtazapin Absetztagebuch

Beitrag von LinLina » Dienstag, 08.12.15, 20:09

Liebe Lunetta,

ich hoffe das wieder aufdosieren bekommt dir gut, und du kannst dich wieder ein bisschen erholen :hug:

Wie gern würd ich dir 10 Kilo abgeben, dann könnten wir beide gelassener an das Absetzen ran gehen :roll:

Liebe Grüße, Lina
Im Absetzprozess seit 2014: Lorazepam (Benzo) erfolgreich abgesetzt. Mirtazapin aktuell (seit Sommer 2018) 0,005 mg.

Ich bin zur Zeit nicht im Forum aktiv. Bei Fragen und Bitten an das Team an padma, Ululu69 oder murmeline wenden.

Hinweis: Alle meine Aussagen dienen der allgemeinen Information und begründen sich auf Erfahrungswerte - meine eigenen, und die anderer Betroffener - und die wenigen bekannten Studien zur Absetzproblematik. Ich bin weder Ärztin noch Psychologin. Meine Erfahrungen und Tipps sind daher keine medizinische Beratung und können eine solche nicht ersetzen.

Cosmea
Beiträge: 54
Registriert: Montag, 28.09.15, 9:32
Hat sich bedankt: 4 Mal
Danksagung erhalten: 63 Mal

Re: Mirtazapin Absetztagebuch

Beitrag von Cosmea » Mittwoch, 09.12.15, 9:56

Hallo Lunetta,

dass es Dir so schlecht geht mit der Übelkeit tut mir sehr leid für Dich. Ich hoffe die Aufdosierung hat dir etwas Linderung verschaffen können und Dein Nervensystem beruhigt sich die nächsten Tage wieder.

Ich will mich nicht zu weit vor wagen, denn ich denke Du hast schon einiges versucht, um mit dieser Übelkeit gut klar zu kommen.
Mir fällt bei Übelkeit nur immer sofort Iberogast ein, dass mir immer sehr gut hilft, wenn es meinem Bauch mal nicht so gut geht. Vielleicht kennst Du es noch nicht? Ich kenne noch Vomex, den Oberhammer gegen Übelkeit. Da wird man aber eine zeitlang müde von. Soweit ich mich erinnern kann, wirkt Vomex eher auf den Vagusnerv, der in Deinem Fall der Übeltäter sein könnte. Vielleicht kennst Du das auch noch nicht? Aber vielleicht doch und ich nerve Dich mit meinen Vorschlägen, was ich nicht möchte. Daher höre ich jetzt mit meiner kleinen Liste auf und wenn Du noch mehr wissen möchtest, kann ich Dir gern schreiben was ich noch kenne.

Ich denke nur, und korrigiere mich bitte falls ich mich irre, dass als erster Schritt die Übelkeit angegangen werden sollte. Wenn Du das gut im Griff hast und Wege und Mittel gefunden, es zumindest über ein paar Tage gut auszuhalten, dann erst das Reduzieren weiter versuchen. Mir ist klar, dass Mirtazapin der Auslöser und auch der Grund Deiner Übelkeit ist. Das zu reduzieren macht Sinn, um dann weniger Übelkeit zu haben. Doch wenn die Übelkeit so heftig ist, dass sie Dir den Weg des Reduzierens versperrt, dann zuerst dies aus dem Weg schaffen.

Ich bin mir sicher es gibt einen Weg. Vor ein paar Monaten habe ich mich hier angemeldet, weil ich dachte ich schaff das nicht, mit dem Reduzieren. Und jetzt hab ich einen Weg gefunden. Für Dich gibt es auch einen Weg, den Du schlicht und einfach noch nicht entdeckt hast. Da bin ich mir sicher. Ich weiß wie öde und frustrierend die Suche danach sein kann, aber gib bitte nicht auf. Er will nur noch gefunden werden.

Falls ich mich zu weit vorgewagt habe, so sage es mir bitte. Ich möchte hier niemanden zu nahe treten, denn das Thema ist schon schwer genug für alle. Da möchte ich nicht auch noch der Elefant im Porzellanladen sein.

Herzliche Grüße,
cosmea
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Cosmea für den Beitrag (Insgesamt 2):
LinLinaMurmeline
Von 2009-2011: Paroxetin mg weiß ich nicht mehr genau. Abgesetzt ohne Probleme, vielleicht ein wenig Kopfschmerzen
Von 2012-2013: Johanniskraut 425mg 2xtgl, vor der Mirtazapineinnahme ausgeschlichen, sehr schnell

Seit 2013: 30mg Mirtazapin wegen Schlafstörungen, Übererregung, Angst- und Panikzuständen, PTBS, Traumafolgestörung
nach ca. 2 Wochen Reduzierung auf 15mg
Nach 1 Jahr langsame Reduzierung indem ich einen Tag eine Ganze und nach 6 Tagen eine halbe genommen habe. Diese Schritte immer wieder verkürzt. Zuletzt 3 Tage eine ganze und dann eine Halbe.
Ab 2015 Hypnosetherapie
2015: Psychatrische Krisenintervention nach einer Grippe. Dort der Rat auf 3/4 Tablette zu gehen, um Schwankungen zu vermeiden, die ich durch meine komische Reduktionsweise bekommen habe.
seit 2 Wochen: 7,5mg Symptome: Angst und Panik, inneres Zittern, das mich mitten in der Nacht weckt, Unruhe, Kopfschmerzen, alles erscheint ein wenig fremd, zu letzte heftige Depriphase, so kannte ich mich nicht
seit dem 3. Okt. 15: wieder auf 11,25mg da die Symptome zu heftig wurden
Ab dem 15.Nov.15: einen kleinen Krümmel meiner Dosis abgeknipst, Absatzsymptome halten sich in Grenzen
immer weiter reduziert, die Minischritte sind wirklich gut.
seit dem 01.04.16 ca. 6,75mg
seither immer wieder kleine Schritte gemacht
seit glutunfreier Ernährung Mai 16 waren auch etwas größere Schritte möglich, max. 20%, mehr ging auch da nicht
in einem halben Jahr ca. 6,0 mg reduziert
29.11.16: ca. 0,75mg
seither immer wieder kleine Schritte
heute, 18.02.17 um 21 Uhr: 0,0mg (2 Jahre hat es gedauert)

Rocky
Beiträge: 118
Registriert: Samstag, 20.12.14, 11:43

Re: Mirtazapin Absetztagebuch

Beitrag von Rocky » Mittwoch, 09.12.15, 22:25

Wegen der Übelkeit:

Mit mirta war diese weg, auch meine Angst vor fremden zu essen. Aber hatte mit mirta genug andere Probleme.

Jetzt behelf ich mir auch mit iberogast und akzeptiere meine Schwäche. Aber der Appetit wie unter mirta hab ich nie mehr bekommen - bin auch eher schlank und kämpfe um jedes Kilo.
Depression/soziale Phobie/Ängste

2008 0-0-0-50 Opipramol irgendwann weg gelassen
2012 0-0-0-50 Opipramol irgendwann weg gelassen
2012 Venlafaxin 150/75mg? Nur 2-3 Wochen - Panik usw.
2012 Lithium?

2014 Opipramol 50-50-50-0 Ca 3 Wochen im September
2014 Promethazin 3,5 Wochen im Oktober 25-25-25
Im November erst 25-0-25 und noch 1,5 Wochen 25-0-0
2014 Seit 04.12. 150-0-0-0 Elontril, nach ca 4,5 Wochen abgesetzt

2014 Seit Oktober 0-0-0-30 Mirtazapin
Seit 10.01.2015 15mg Mirtazapin
Seit 11.02.2015 7,5 mg Mirtazapin

Seit 17.02. Grippe
Seit 20.02. kein Appetit mehr
Woran liegts?
Seit 22.02. 15 mg Mirtazapin
Seit 16.03. 7,5 mg
Seit 24.04. sehr müde
Seit 27.04. 3,75 mg
06.05. Vorfall mit Auto
09./10.05. Gedankenspirale mit Job/Zukunft
Sehr sehr müde, antriebslos
Glaube aber nicht, dass dies von den Tabletten kommt
22. und 25.05. Schlechte Tage
21.05. Behandlung mit Kortison wegen einer Narbe am Hals + Stickstoff
Seit ca. 21.05. Durchfall/leicht Hämorrhoiden
30.05. wieder Leistenschmerzen wie 05/2014
Seit 31.05. 1,875 mg mit Tablettenschneider
02.06./03.06. Müde, Erkältet, Albträume
02.06. Stickstoffbehandlung Narbe
07.06. Kopfweh/Nase zu aber auch extrem warm
10.06. sehr müde, Leistenschmerzen, erkältet aber insgesamt fitter

Gute Tage
14.06. Tief
15.06. Nagelschmerzen, evtl. Hallux
16.06. Schlechter Tag, Augen aber extreme Stimmungsschwankung und müde, früh geschlafen, Nagelschmerzen
Gutes Gefühl
Seit 17.06. keine Tablette mehr
Obwohl schlecht geschlafen von 17. auf 18. lag wohl an Katze
20.06. nach 10 Tagen Pause wieder für drei Wochen Kortison
21.06. Nagel sehr heftig
22.06. Übelkeit

Symptome beobachten ist schwierig. Hab öfters Kopfweh, Schweißausbrüche usw. Aber das hatte ich ohne Tabletten und selbst mit 30mg

Seit 17.06.15 keine Tabletten mehr

lunetta
Beiträge: 1833
Registriert: Montag, 17.08.15, 18:09
Hat sich bedankt: 672 Mal
Danksagung erhalten: 4179 Mal

Re: Mirtazapin Absetztagebuch

Beitrag von lunetta » Montag, 11.01.16, 18:34

Hallo!

Hab hier jetzt lange nicht mehr geschrieben, da mein Mirtaabsetzversuch ja kläglich gescheitert ist:(

Nun möchte ich mich aber noch mal für die post hier bedanken und auf ein paar näher eingehen:

@ Ganz Normal: Nein ich nehme Euthyrox schon seit 25 Jahren, seit mir die Schilddrüse fast ganz entfernt wurde. Dosis immer den Werten angepaßt, eine Entglesiung so wie diesen Sommer hatte ich noch nie, die Diagnose Hashi wurde auch erst diesen Herbst gestellt (ich dachte immer Hashi kann man nur mit bestehender SD bekommen, stimmt aber nicht.)

Iberogast kenne ich und habe ich auch immer zuhause, es hilft mir aber nur mäßig.
Vomex gibt es bei uns in Österreich nicht, aber einen Reisekaugummi mit demselben Wirkstoff, aber mir wird extrem schwindelig davon und ich habe Muskeln wie Gelee, wenn ich den nehme, kann dann kaum gehen.

Ich höre nun auf euren Rat und lasse mir noch ca. 2 Monate Zeit um mich zu stabilisieren, danach versuche ich es wieder.
Mein Absetzen mit Zolpidem geht natürlich weiter, obwohl ich da jetzt auch langsamer machen - ja, ja ich weiß, ich bin schon so langsam:(( aber ich merke dzt. verstärkt Absetzsymptome, und jede Woche 0,1 mg ist zwar langsam, aber es beginnt bei mir nach 2 Tagen nach jeder Reduktion verstärkt mit Unruhe, Muskelzucken, Kopf- und Nackenschmerzen, Übelkeit, schlafe nur mehr schlecht usw. und es dauert dann 3-4 Tage bis es wieder besser wird, und dann ist immer schon der nächste Schritt. Ich habe zuwenig Zeit mich zu erholen und ich muß mir noch eine Strategie überlegen wie ich das mit dem Schlafen geregelt kriege, da mich meine chronischen Schmerzen ja zu den Medis getrieben habe, und nun das Wegbeamen wegfällt:(
Die Nächte schlaflos sind schon schlimm, aber mit Schmerzen noch ärger.

Danke euch allen dafür, dass es euch gibt und dass jeder hier helfen will, obwohl es allen schlecht geht!

LG!
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor lunetta für den Beitrag (Insgesamt 2):
LinLinapadma
► Text zeigen
.

padma
Team
Beiträge: 15855
Registriert: Sonntag, 06.01.13, 17:04
Hat sich bedankt: 39433 Mal
Danksagung erhalten: 20909 Mal

Re: Mirtazapin Absetztagebuch

Beitrag von padma » Montag, 11.01.16, 18:54

liebe Lunetta, :)

lass dir die Zeit, die dein Körper braucht. Langsam ist relativ.

Gerade wenn du chronische Schmerzen hast, :hug: musst du wirklich besonders gut auf dich achten. Und ausreichende Erholungsphasen zwischen den einzelnen Reduktionen sind ganz wichtig.

Auch wir Schnecken kommen ans Ziel!

liebe Grüsse von :schnecke: zu :schnecke: ,
padma
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor padma für den Beitrag:
BstyleZ1977
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
► Text zeigen
25.10.2018: 0,15 mg :schnecke:



Neu: Infos rund um Antidepressiva, Absetzen, Umgang mit Entzug
: https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=15490


Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Jamie
Team
Beiträge: 16037
Registriert: Montag, 04.02.13, 22:37

Re: Mirtazapin Absetztagebuch

Beitrag von Jamie » Donnerstag, 14.01.16, 18:43

Liebe lunetta,

ich wollte dir mal kurz schreiben, wie ähnlich wir uns sind.
Leider kennst du vermutlich meine Geschichte gar nicht; ich habe sie aus dem öffentlichen Bereich entfernt, weil mir einige Teilnehmer nicht wohlgesonnen waren (ist aber jetzt vorbei, hoffe ich); aber wenn du sie kennen würdest, wüsstest du, was ich meine.

Grüße an meine "Schwester im Geiste" :hug:

Jamie
...........SIGNATUR...............


:arrow: Eure Mithilfe ist gefragt - wer benutzt die Wasserlösemethode?


:!: mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): viewtopic.php?f=51&t=12478


Meine PN-Funktion ist deaktiviert. Ich danke für euer Verständnis.

-----------------------------

Infos über mich:
► Text zeigen

lunetta
Beiträge: 1833
Registriert: Montag, 17.08.15, 18:09
Hat sich bedankt: 672 Mal
Danksagung erhalten: 4179 Mal

Re: Mirtazapin Absetztagebuch

Beitrag von lunetta » Dienstag, 05.04.16, 17:36

Hallo ihr Lieben!

Nachdem ich mir nun seit meinem gescheiterten 1. Absetzversuch von Mirta noch mehr als 3 Monate Zeit gegeben hatte, habe ich mich an einen neuen Versuch gewagt.
Ich hatte Riesenangst und habe es wirklich vor mir hergeschoben. Anders wie vielen hier geht es mir mit Mirta gut und ich würde im Traum nicht daran denken es abzusetzen, wenn nicht die Angst vor den Folgen größer wäre:(
Nun habe ich letzten Montag erstmals winzige 0,1 mg weniger eingenommen, da es mir mit Zolpidem mit diesen Minischritten beim Absetzen recht gut gegangen ist, dachte ich dass es mit Mirta einen Versuch wert wäre auch mit so kleinen Schritten zu gehen.
Erwartungsgemäß passierte die ersten 3 Tage nichts Schlimmes, außer dass ich heftige Träime hatte. Danach begann minimale Übelkeit, immer so wellenartig, aber aushaltbar.
Gestern habe ich wieder 0,1 mg reduziert und heute ist es mit der Übelkeit schon schlimmer, aber immer noch aushaltbar.

Ich weiß dass mich hier viele für verrückt halten, dass ich so minimal reduziere, ich sehe es ja selbst dass ich in dieser Geschwindigkeit für Jahre damit beschäftigt sein werde, aber wer schon einmal unter so heftiger Übelkeit gelitten hat wie ich und so extrem viel Gewicht verloren hat, dass ich bettlägerig war, der weiß welche Panik ich damit verbinde.

Ich hoffe dass ich es zumindest so schaffe die Symptome erträglich zu halten.
Haltet mir bitte die Daumen!

LG
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor lunetta für den Beitrag (Insgesamt 3):
LinLinaJamiepadma
► Text zeigen
.

LinLina
Team
Beiträge: 6541
Registriert: Montag, 14.09.15, 16:20
Hat sich bedankt: 22050 Mal
Danksagung erhalten: 10239 Mal

Re: Mirtazapin Absetztagebuch

Beitrag von LinLina » Dienstag, 05.04.16, 18:36

Liebe Lunetta :-)

ich drück dir ganz fest die Daumen, dass es mit den Mini-Reduktionsschrittchen klappt! Denk aber an die längere Halbwertszeit im Vergleich zu Zolpidem, bei Mirta dauert es oft 1-2 Wochen, bis sich der Blutspiegel auf der neuen Dosis einpendelt. Wenn du zu oft reduzierst, könnte das dann doch zuviel auf einmal sein.

Ich habe kürzlich im Forum bei SurvivingAntidepressants.com von einer Betroffenen gelesen, die Mirtazapin am Ende mit 0,01 Schrittchen oder so ähnlich abgesetzt hat, und jetzt hat sie es geschafft komplett abzusetzen - jedenfalls hoffe ich das für sie, dass nichts schlimmes nachkommt.

Du machst das gut, unser Körper gibt vor, wie schnell wir gehen können.

Wegen der Folgen würde ich mir bei Mirtazapin nicht zu große Sorgen machen, wenn du es ein paar Jahre in geringer Dosis nimmst ist das meiner Einschätzung nach relativ gut zu vertreten, gerade wenn du es sonst gut verträgst und nicht unter der Einnahme leidest.
Da kannst du dir doch Zeit lassen. Bei Mirtazapin machen das das bei SA einige, gerade im Bereich unter 7,5 oder 3,75 mg. Einige haben damit gute Erfahrungen gemacht, es im unteren Bereich in Schrittchen von z.b. 0,1 mg pro Monat zu reduzieren, soweit ich das gerade Erinnere. Da dauert es dann mehrere Jahre, aber solange es einem gut geht macht das doch nichts und ist immer noch gesünder, als ständig schlimm zu leiden.

Liebe Grüße,
Lina
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor LinLina für den Beitrag (Insgesamt 3):
padmaLisamarieLuisa1974
Im Absetzprozess seit 2014: Lorazepam (Benzo) erfolgreich abgesetzt. Mirtazapin aktuell (seit Sommer 2018) 0,005 mg.

Ich bin zur Zeit nicht im Forum aktiv. Bei Fragen und Bitten an das Team an padma, Ululu69 oder murmeline wenden.

Hinweis: Alle meine Aussagen dienen der allgemeinen Information und begründen sich auf Erfahrungswerte - meine eigenen, und die anderer Betroffener - und die wenigen bekannten Studien zur Absetzproblematik. Ich bin weder Ärztin noch Psychologin. Meine Erfahrungen und Tipps sind daher keine medizinische Beratung und können eine solche nicht ersetzen.

Leni
Beiträge: 290
Registriert: Montag, 04.01.16, 13:01

Re: Mirtazapin Absetztagebuch

Beitrag von Leni » Dienstag, 05.04.16, 19:33

Liebe Lunetta,

aus deiner Signatur lese ich, dass du gerade erst das LT erhöht hast. Relativ gleichzeitig reduzierst du nun auch das Mirta in winzigen Schritten. Ich habe mit dem Erhöhen und dem gleichzeitigen Reduzieren sehr schlechte Erfahrungen gemacht. Was aber nicht heißt, dass es bei jedem so läuft. Nur für den Fall, dass du üble Symptome bekommst: Das muss dann nicht unbedingt am Mirta alleine liegen. Ich drück dir die Daumen.

LG Leni
nicht mehr aktiv

Hashimoto Thyreoiditis, Nebennierenschwäche, HPU und genetische Entgiftungsstörung, persistierender Virus
Erfahrungen mit Cipralex

lunetta
Beiträge: 1833
Registriert: Montag, 17.08.15, 18:09

Re: Mirtazapin Absetztagebuch

Beitrag von lunetta » Dienstag, 05.04.16, 20:02

Hallo!

Euthyrox habe ich Anfang März erhöht, ja, habe mich ein paar Tage nervös gefühlt, aber es ging dann wieder.
Ich weiß dass es 1-2 Wochen dauert bis der Spiegel bei Mirta sich anpaßt, deshalb werde ich jetzt nicht mehr wöchentlich runtergehen, sondern jetzt mal 2 Wochen schauen wie es geht.

Bei mir scheint wirklich die Übelkeit mein Hauptsymtom zu sein:(((
Ich knabbere schon wieder die ganze Zeit Ingwer:(
Frag mich heute schon wieder den ganzen Tag was ich mache, wenn es auch nicht mir so kleinen Schritten geht.....noch langsamer geht ja nicht mehr...

LG
► Text zeigen
.

Leni
Beiträge: 290
Registriert: Montag, 04.01.16, 13:01

Re: Mirtazapin Absetztagebuch

Beitrag von Leni » Dienstag, 05.04.16, 20:27

Hallo Lunetta,

da habe ich mich doch glatt verlesen: Wenn die Erhöhung bereits im März war, dann dürfte das Reduzieren jetzt kein Problem sein. Da ist genügend Zeit dazwischen gewesen. Es könnte sogar sein, dass dir das Absetzen vom Mirta jetzt leichter fällt, also dass du viel weniger Symptome feststellst. Mir ging es zumindest so: Nachdem das LT eingebaut war und die SD sich entspannt hat, konnte ich viel leichter und mehr reduzieren.

LG Leni
nicht mehr aktiv

Hashimoto Thyreoiditis, Nebennierenschwäche, HPU und genetische Entgiftungsstörung, persistierender Virus
Erfahrungen mit Cipralex

lunetta
Beiträge: 1833
Registriert: Montag, 17.08.15, 18:09
Hat sich bedankt: 672 Mal
Danksagung erhalten: 4179 Mal

Re: Mirtazapin Absetztagebuch

Beitrag von lunetta » Sonntag, 15.05.16, 15:30

Ihr Lieben, hallo!

Wieder einmal berichte ich kurz zwischendurch, wie es mir geht:
Habe bis auf 14,5 mg Mirta runterdosiert, winzige 0,1 mg pro Woche und es ging erstaunlicherweise ganz gut - mir war zwar immer mal übel, aber mit Ingwer-knappern zum Aushalten.
Bei 14,5 mg habe ich absichtlich einen Stopp eingelegt, da die Absetzsymptome verstärkt aufgetreten sind, und wir eigentlich am 14.5, also gestern für 4 Wochen nach Italien reisen wollten, und ich mir nicht den Urlaub durch Übelkeit verderben wollte.

Die Reise konnten wir nicht antreten, da am Freitag abends mein Oma gestorben ist. Am MIttwoch ist das Begräbnis, danach werden wir fahren.
Ihr Tod nimmt mich sehr mit, aber ich kann es ohne zusätzliches Benzo aushalten.

Nach dem Urlaub geht es weiter mit dem Absetzen.

LG
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor lunetta für den Beitrag (Insgesamt 4):
HalmackenreutherMurmelinepadmaLuisa1974
► Text zeigen
.

Antworten