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Liebe Mitglieder des ADFD-Forums, liebe Interessierte,

Update: wir sind bisher noch nicht zu einer tragfähigen Lösung gekommen und müssen unseren Aufnahmestopp daher leider länger als geplant aufrecht erhalten.

wir mussten uns heute, am 31.03.2019, zu einem gleichermaßen ungewöhnlichen wie einschneidenden Schritt entscheiden.
Wir werden das Forum für ca. 4 Wochen für Neuanmeldungen schließen und damit einen Anmeldestopp verhängen.
Bislang freigeschaltete Mitglieder können das Forum natürlich wie gewohnt nutzen und dort schreiben.

Es tut uns leid für diejenigen, die sich nun gerne anmelden möchten und nicht können, aber aufgrund einer völligen Überlastungssituation sind wir nicht mehr in der Lage noch mehr Mitglieder zu betreuen.
Wir müssen uns in den kommenden Wochen auch überlegen, wie das Forum künftig organisiert werden kann, so dass es fortbestehen kann.
Das Forum wurde in den letzten Wochen geradezu mit Neuanmeldungen geflutet und es ist uns nicht mehr möglich, diese Massen an Anfragen auf Basis unseres ehrenamtlichen Engagements zu bewältigen.

Trotzdem wollen wir keinen von Euch hängen lassen.
Zum einen steht in diesem Forum wirklich alles Relevante, was Ihr wissen müsst, wenn Ihr Eure Psychopharmaka verantwortungsvoll, schonend und nachhaltig absetzen wollt und zum anderen haben wir auch extra noch mal die allerwichtigsten Artikel und Tipps für Euch zusammengestellt.
Nehmt Euren Wunsch, Eure Medikamente auszuschleichen aktiv in die Hand, lest die Infoartikel, wühlt Euch durch die Threads der anderen Betroffenen und erlebt, dass alle im gleichen Boot sitzen, benutzt gerne auch die Suchfunktion... Ihr werdet sehen, so gut wie keine Frage wird unbeantwortet bleiben.

=> Hier sind nochmal häufige Fragen von Neuankömmlingen für Euch beantwortet. <=

Für unsere Bestandsmitglieder und natürlich auch für diejenigen, die an den tiefer gehenden Gründen interessiert sind, weswegen wir den Anmeldestopp verhängt haben, haben wir eine genauere Erklärung verfasst.

Wir danken für Euer Verständnis und erbitten zahlreiches und konstruktives Mitwirken
Das Team des ADFD

lunetta: Mirtazapin Absetztagebuch

Wenn Antidepressiva abgesetzt werden, kann dies zu schweren und langwierigen Entzugserscheinungen führen. Viele Hersteller und Ärzte verharmlosen diese Problematik leider.
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Re: lunetta: Mirtazapin Absetztagebuch

Beitrag von Annanas » Samstag, 18.05.19, 8:16

Daumen sind gedrückt, liebe Lunetta!
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Meine Aussagen dienen der allgemeinen Information und begründen sich auf Erfahrungswerten - meinen eigenen und denen anderer Betroffener sowie den wenigen bekannten Studien zur Absetzproblematik. Ich bin weder Ärztin noch Psychologin. Meine Erfahrungen und Tipps sind daher keine medizinische Beratung und können eine solche nicht ersetzen.

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Re: lunetta: Mirtazapin Absetztagebuch

Beitrag von lunetta » Samstag, 18.05.19, 12:48

Hallo!

Termin war nach einer halben Stunde fertig.

Die Dame war zwar nicht unbedingt unsympathisch, aber der Termin war für die Katz.

Sie hat sich alles angehört, hat sofort die Diagnose akute Belastungsreaktion gestellt.

Bei meiner Mirtadosis meinte sie, dass die ja nur mehr homöopathisch wäre, und als ich ihr von Absetzsyndrom etc. geschildert haeb, hat sie nur gemeint, ja, das soll es geben, aber nicht bei diesen geringen Mengen, und auch nur wenn man viele Medikamente nimmt und die dann absetzt.

Als Therapie hat sie mir Olanzapin verordnet - ich habe dann gar nichts mehr dazu gesagt, außer dass ich ein NL für fragwürdig halte - sie meinte aber, das wäre genau das Richtige für mich, denn wenn man sich von den Gedanken dass einem übel ist nicht lösen kann, dann helfen NL dabei.


Und ich soll doch für ein paar Tage verreisen.... die weiß anscheinend nicht wie es einem dabei geht....


Als ich die Tagesentzügigkeit von Zolpidem angesprochen habe, meinte sie nur, ja kann sein, deshalb lassen wir das jetzt noch so wie es ist und nehmen es dzt. nicht weg.

Auf die Frage ob ich auf ein längerwirkendes Benzo umstellen soll, meinte sie nur, nein, das würde sie nicht tun, bei Benzos ist die Gefahr der Abhängigkeit sehr groß.

Sie fragte mich 2x ob ich ausreichend esse und genug Nährstoffe zu mir nehme - nein, das tu ich natürlich nicht, hatte ich zu Beginn ja erklärt.


Ich weiß, man darf sich nichts von den Ärzten erwarten, aber dass es so schlimm ist, hätte ich nicht gedacht.

Ich Olanzapin auch eine Wirkung gegen Übelkeit hätte (es gibt ja NL die antiemetisch wirken), da sagte sie dann nur, das kann sein, man wird davon müde, und man grübelt nicht mehr darüber nach.

Naja, abgehakt.

Und zum Schluß sagte sie noch, dass wenn das Olanzapin nicht wirken würde, dann würde sie mir eine Einweisung für eine psychiatrische Station schreiben, damit ich dort wieder auf die Beine käme.

Ich bin zwar desillusioniert, hatte aber so etwas eh erwartet.


Muß ich mich also doch weiter alleine durchkämpfen...

GLG
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Re: lunetta: Mirtazapin Absetztagebuch

Beitrag von Kaenguru » Samstag, 18.05.19, 13:04

Liebe Lunetta,

Es tut mir leid, dass du so eine schlechte Erfahrung gemacht hast.
Jetzt wissen wir mal wieder warum es das Forum gibt.
Man nimmt uns nicht ernst und es wird mit neuen Medis gekontert.

Zu Olanzapin kann ich nichts sagen. Ich persönlich würde kein NL nehmen.

Wenn man es schafft in Urlaub zu fahren, kommt man auf andere Gedanken, aber mir bereitet es auch sehr oft Stress.

Ich drück dich :hug:
LG
Sarah
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Re: lunetta: Mirtazapin Absetztagebuch

Beitrag von Annanas » Samstag, 18.05.19, 13:20

Liebe Lunetta :hug: ,
Mensch, das ist jetzt aber wirklich zum :vomit: .
Das tut mir richtig leid.
Trotzdem wir wissen, daß es wenig Ärzte mit entsprechenden Kenntnissen gibt, hofft man doch immer, daß man an einen solchen gerät.

Verreisen - tolle Sache, wenn einem ständig kotzübel ist :frust: .

Aber irgendwie mußt du wieder zu Kräften, zum Essen kommen......!

Ich weiß gar nicht, was man dir noch empfehlen kann - ein NL würde ich aber wahrscheinlich auch nicht nehmen.

Liebe Grüße von Anna
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Re: lunetta: Mirtazapin Absetztagebuch

Beitrag von 0816 » Samstag, 18.05.19, 13:28

Hallo Lunetta,
das tut mir sehr leid, dass du wieder an einen typischen Vertreter der Psychatrie geraten bist. Eine psychatrische Station zu empfehlen ist in deiner Situation meiner Einschätzung nach komplett daneben. Ein solcher Aufenthalt wäre Stress pur und ich kann mir kaum vorstellen, dass ausgerechnet dort dir die Überkeit genommen werden wird.
Wie die Psychatrie mit Neuroleptika um sich wirft, finde ich aufgrund des hohen Schadenspotentials der Medikamenten sehr bedenklich.
Willst du das Medikament trotzdem ausprobieren? Selbst wenn es kurzfristig helfen würde, wäre es als Neuroleptika sicher keine Dauerlösung. Ich wäre wie Sarah ziemlich skeptisch ob ich ein so starkes Medikament zu deinen weiteren Medikamenten hinzunehmen würde und würde eher an den vorhandenen Stellschrauben drehen. Es ist natürlich allein deine Entscheidung, ob du es mit dem Medikament versuchen möchtest.

Bist du generell privatversichert oder war es ein Termin, den du bar zahlen musstest? Einen solchen Termin hatte ich einmal und der ist ähnlich großartig gelaufen. Wenn Ärzte schon Selbstzahlertermine anbieten, ist das für mich ein sehr schlechtes Zeichen, weil nicht die Bedürftigkeit des Anliegens des Patienten im Vordergrund steht sondern der Geldbeutel des Arztes:(

Ich drücke dir ganz fest die Dauen, dass du alleine einen Weg findest, die Übelkeit zu reduzieren.

MFG
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Psychische Probleme seid Kindesalter mit unterschiedlicher Manifestation. Verschiedene Diagnose wobei ich eigentlich nur eine Angststörung als wirklich treffend ansehe.

Einnahme von Zolpidem als Schlafmittel seit 18. Lebensjahr. Zunächst 5 mg, später 10 mg.
2004 psychischer Zusammenbruch mit traumatischer Psychatrieerfahrung. In Psychatrie hohe Dosen Lorazepam erhalten. Mehrere Jahre Psychotherapie und Versuche mit etlichen Antidepressiva. Antidepressiva haben bei mir weder wirkliche Wirkung gezeigt noch Absetzprobleme bereitet. Letzte Einnahme ca. 2010
Erst ab 2007 wieder halbwegs geregeltes Leben.
Seit 2008 sich verstärkende gesundheitliche Probleme (starke Schleimbildung, starker Tinnitus, Hörsturz, allergische Reaktionen bei Sport bis hin zu allergischem Schock).
2012 im Rahmen von Studienabschluss vom Hausarzt Atosil als weitere Einschlafhilfe erhalten (15 Tropfen).
Seit 2014 deutliche Verschlimmerung des Gesundheitszustandes mit mehreren Hörstürzen und Verschlimmerung der Verschleimungsproblematik.
Seit 2015 Zusammenbruch des geregelten Lebens.
Seit 2016 massive Probleme mit Zolpidemeinnahme nach einmaliger Einnahme einer hohen Dosis (Tagesmüdigkeit, trockene Augen, häufig nur Augenschlitze, verzögertes Wahrnehmungsvermögen, Kopfschmerzen, paradoxe Reaktion auf Zolpidem)
Absetzversuch Zolpidem mit Substitution mit Oxazepam gescheitert, ebenso kalter Entzug aufgrund erneuter Hörstürze in Zusammenhang mit fehlendem Schlaf.

Seit August 2018 Versuch der ambulanten Entzugs über Diazepam. Deutlich bessere Entzugssymptomatik im Gegensatz zu Zolpidem und Oxazepam.

August 2018: 6 mg Diazepam, 10 Tropfen Atosil
September 2018: 5 mg Diazepam, 6 Tropfen Atosil
zur Zeit: 4 mg Diazepam, 3 Tropfen Atosil
seit 9.10.18: 4 mg Diazepam 2 Tropfen Atosil
seit 13.10.18: 4 mg Diazepam, 3 Tropfen Atosil aufgrund neuerlichem Hörsturz und massiven Schlafproblemen.
18.10.18 Aufgrund zwei Nächte kompletter Schlaflosigkeit und extremer Ohrprobleme wieder zurück zu 4 mg Diazepam und 10 Tropfen Atosil
30.10.18 3,5 mg Diazepam, 7 Tropefen Atosil + 3 Bedarf
19.11.18 3,0 mg Diazepam, 7 Tropfen Atosil + 3 Bedarf extreme und Ohrprobrobleme
04.12.18 2,5 mg Diazepam 7 Tropen Atosil
26.12.18 2,0 mg Diazepam 7 Tropfen Atosil
17.01.18 1,5 mg Diazepam 7 Tropfen Atosil
xx.02.19 1,5 mg Diazepem 5 Tropfen Atosil
30.03.19 1,5 mg Diazepam 3 Tropfen Atosil
12.04.19 1,0 mg Diazepam 2 Tropfen Atosil
31.04.19 0,5 mg Diazepam 2 Tropfen Atosil
20.05.19 0 Diazepam 2 Tropfen Atosil --> Ich bin gespannt ob ich es durchhalte

Clarissa
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Re: lunetta: Mirtazapin Absetztagebuch

Beitrag von Clarissa » Samstag, 18.05.19, 13:42

Hallo, lunetta.

Wieder eine Erfahrung, die sich mit meinen deckt.

Mich haben sie im Benzoentzug nur so mit Medikamenten zugeschaufelt, Olanzipin war auch darunter. Bei mir nicht gegen Übelkeit, sondern gegen Schlaflosigkeit.
Eine Zeitlang habe ich das alles brav geschluckt, mit dem Ergebnis, nur noch wie ein Zombie durch die Gegend zu schleichen.

Ich bitte Dich: laß die Finger davon!

Vielleicht hat man darunter keine negativen Gedanken mehr - aber positive erstrecht nicht. Eher gar keine, Denken wird mega anstrengend. Alles wird mega anstrengend.
Für mich waren NL, bei mir off label angewandt, eine ganz üble Erfahrung und ich denke, unter den Folgen leide ich jetzt noch.

Auf ein gereiztes ZNS noch NL drauf, das grenzte bei mir an Körperverletzung.

Meine Behandler waren teils sogar bemüht, aber sie hatten schlicht keine Ahnung.

Was willst Du nun tun?

Teilnahmsvolle Grüße von Clarissa.
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Re: lunetta: Mirtazapin Absetztagebuch

Beitrag von Towanda » Samstag, 18.05.19, 13:44

0816 hat geschrieben:
Samstag, 18.05.19, 13:28
Wenn Ärzte schon Selbstzahlertermine anbieten, ist das für mich ein sehr schlechtes Zeichen, weil nicht die Bedürftigkeit des Anliegens des Patienten im Vordergrund steht sondern der Geldbeutel des Arztes.
Hallo,

die Ärzte bieten das nicht explizit an, Selbstzahler-Termine kann man bei jedem Arzt bekommen.

@Lunetta: Schade, dass Dir dort nicht geholfen wurde-heißt es doch wieder alleine weiter kämpfen :hug:

LG Towanda
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09.05.19 - 4,20 mg Mirtazapin
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Weitere Medikamente:
Wegen Fluorchinolone-Schädigung jede Menge NEMs
1 x wöchentlich Ciprofloxacin C30 5 Globuli
1 x wöchentlich Mirtazapin C30 5 Globuli
3 x tgl. Thyreoidea comp. 3 Globuli


Ich bin nicht auf der Welt, um so zu sein, wie andere mich haben wollen

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Re: lunetta: Mirtazapin Absetztagebuch

Beitrag von lunetta » Samstag, 18.05.19, 14:55

Hallo!

Nein, ich bin kein Privatpatient, ich habe bei den anderen keinen schnelle Termin bekommen - diese neue Ärztin hat nur Privatordination und da muß man halt zahlen.

Nein, das Olanzapin werde ich natürlich nicht nehmen, ich habe Angst davor ein NL einzunehmen.

Ja, gute Frage, was mache ich jetzt....

Ich denke ich werde morgen einen Versuch mit Diazepam machen, um mal zu sehen wie es bei mir wirkt, und ob es eventuell eine Tagesentzügigkeit vom Zolpi ist.

Wenn es das ist, dass würde ich substituieren, sofern in das Dia vertrage - heute bin ich einfach nur streichfertig.

Man hat ja doch irgendwie immer die Hoffnung, dass ein Arzt noch einen Joker im Ärmel hat.


Ich habe ansonsten auch keine Ahnung mehr, was ich noch versuchen könnte.... ich will einfach nur dass ich ohne Würgen was essen kann - das Essen in den letzten Wochen ist so extrem negatib besetzt, weil ein so großer Ekel da ist, dass ich am liebsten gar nicht mehr essen würde - aber das geht ja nicht, und dieser Zwang zu essen, obwohl einem so übel ist, das ist echt grausam.

LG
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Re: lunetta: Mirtazapin Absetztagebuch

Beitrag von krasiva » Samstag, 18.05.19, 15:19

Liebe lunetta,

die Aussage deiner Ärztin: "wenn man sich von den Gedanken dass einem übel ist nicht lösen kann, dann ist ein Neuroleptikum am Platz" finde ich sehr kras. Geht es hier um die Gedanken oder um die Übelkeit?!

Auf deiner Stelle würde ich Neuroleptikum NICHT nehmen. Ich habe seit einem Jahr mit Neuroleptika zu tun und könnte darüber Romane (dabei fast nichts positives) schreiben.

Meine Gedanken wenn ich deine Berichte lese sind: würdest du nicht alternative Wege probieren?
Hier paar Tipps:
auf jeden Fall helfen bei Übelkeit die Bitterstoffe (sei es als Nahrung oder hömeopathische Arznei). Ich bin in computern ungeübt, deshalb bitte ich die Links manuel ausschreiben (kann man dann gut separat öffnen).
www. Anthroposophische Medizin gegen Übelkeit / Gesundheit
- Weleda
www. Übelkeit & Erbrechen - Weleda
www. Magenbeschwerden - Naturheilkunde / Selbstmedikation / Globuli...

Von Rudolf Breuß sind folgende Ratschläge: " ... wenn man großen Schmerzen (Magen) hat, trinkt man eine Tasse warmes Wasser, das sechs mal gekocht wurde (also kochen, kalt stellen, wieder kochen und kalt stellen und so sechs mal).
Gleich nach dem Wassertrinken muss man oft rülpsen, was leichter macht." Breuß sagt weiter: "... sehr oft hilft es, wenn man pro Tag eine Tasse Wermuttee löffelweise kalt trinkt. Eine kleine Prise Wemut läßt man nur drei Sekunden in einer Tasse heißem Wasser ziehen. Wermuttee darf man von Wasser kaum unterscheiden können. Bei einer Magenvergiftung müßte man Wermut zwei bis drei Minuten kochen oder zehn Minuten im heißen Wasser ziehen lassen, aber nach zwei bis drei Tagen nur mehr drei Sekunden in heißem Wasser ziehen lassen und den Tee noch etwa 10 bis 14 Tage weiter nehmen."

Maria Treben schreibt: "Schwedenbittertropfen vertreiben Übelkeit."
"Anwendungsarten. Prophylaktisch nimmt man morg. und abds. je 1-en TL verdünnt. Bei Unpäßlichleiten jeder Art können 3 TL verdünnt genommen werden. Bei bösartigen Erkrankungen sind 2 - 3 EL täglich wie folgt zu nehmen: je 1 EL trinkt man verdünnt mit 1/8 Liter Kräutertee verteilt auf 1/2 Stunde vor und 1/2 Stunde nach jeder Mahlzeit."

Falls du dich entscheidest einen anthroposophischen Arzt aufzusuchen, hier noch ein Link:
www. Arztsuche - Anthroposophische Ärzte Deutschland
Vielleicht ist es am besten über Entzug nicht mit jedem Arzt zu reden (eigene Erfahrung: sowohl bei Schulmediziner als auch alternativ).

So. Jetzt wünsche ich dir bald eine gute Besserung und grüße dich herzlich,

krasiva :)
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Re: lunetta: Mirtazapin Absetztagebuch

Beitrag von lunetta » Samstag, 18.05.19, 15:31

Hallo!

Ich nehme schon verschiedenste alternative Mittel ein wie Schwedenbitter, Wala Magenglobuli Gentiana, Tees, Montana Tropfen, Melisse Urtinktur, usw.

Es hilft nichts so richtig.... ich glaube es wir einfach noch sehr lange dauern, da mein ZNS durch das schnelle Absetzen von 2 AD sehr gereizt ist - ich habe es leider erst zu spüren bekommen, als es schon zu spät war, jetzt muß ich mich langsam wieder an eine richtige Dosis herantasten...

Das NL werde ich nicht nehmen, keine Angst - ich habe einen Heidenrespekt davor!
Allein schon die Beschreibung davon hat mich geschockt:(

GLG
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Re: lunetta: Mirtazapin Absetztagebuch

Beitrag von Anikke » Samstag, 18.05.19, 16:22

Liebe lunetta,
ach jeeee *seufz* das war leider zu erwarten, dass die Ärztin so reagiert :(
Sie sind so austauschbar, meine Ärztin redet oton genauso :(
Das mit dem Diazepam ist einen Versuch wert.
Und ich möchte darauf hinweisen, dass du das venla in Blick nimmt. Carlittas letzten Beitrag dazu fand ich gut.
Aber entscheide selbst was jetzt dran ist.
Wir anderen stecken ja nicht in deinem Körper ;)
Erholen dich erstmal :)
Liebe grüße anikke
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Re: lunetta: Mirtazapin Absetztagebuch

Beitrag von lunetta » Samstag, 18.05.19, 16:40

Hallo!

Ja, ich behalte auch das Venla im Blick, aber ich trau mich momentan nicht an mehreren Baustellen zu arbeiten und dran zu schrauben, sonst kriege ich das Chaos überhaupt nicht mehr weg!

Ja, ich erhole mich heute schon den ganze Nachmittag - liege in unserem gemütlichen Schlafzimmer, schaue fern und lese zwischendurch hier mit.

Jetzt am Nachmittag ist die Übelkeit ein kleines bißchen besser als am Vormittag und zu Mittag - ist ja schon mal was, wenn es einen nicht die ganze Zeit würgt;(

In habe schon 2 Knäckebrot geknabbert und ein paar Löffel Kompott gegessen - mein Gott, ich hätte nie gedacht, dass ich nochmal so tief in die Krise gerate....

Hatte das ja vor 4 Jahren schon mal und da hatte ich vorher nichts abgesetzt...

Es ist erschreckend dass man so aus dem Leben katapultiert wird.... bis vor ein paar Wochen habe ich noch meinen Papa gepflegt, jetzt liege ich selbst den ganze Tag herum...


Ich kriege Panik, wenn meine Gedanken nur in die Richtung gehen, dass plötzlich wieder was passiert und ich funktionieren muß - ich könnte jetzt rein gar nichts machen....


Wa meint ihr mit wievielen Tropfen Diazepam ich morgen den Tagesentzügigkeitstest machen soll? Ich habe psychopax Tropfen hier, bei denen 3 Tropfen 1 mg Diazepam ist?
Ich hatte diese Tropfen noch von der Zeit als ich sie damals vor 4 Jahren mal auch testweise genommen habe, aber ich glaube ich hab sie nur 1 oder 2x genommen, kann mich nicht mehr an die Wirkung, eher Nicht-Wirkung erinnern, denn sonst hätte ich sie nicht weggepackt.
Sie sind zwar schon vor 1 Jahr abgelaufen, aber Tropfen auf Alkoholbasis können denke ich nicht schlecht werden.

Soll ja nur ein Test sein...

Meine Äquivalendosis wäre 3,75mg, das wären 11 Tropfen.... ich möchte mich aber nicht abschießen... Im Beipacktext steht dass man mit 3x 6 Tropfen am Tag beginnen soll....

Ich würde aber gerne nur 1x testen was sich tut in puncto Übelkeit...

GLG
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Re: lunetta: Mirtazapin Absetztagebuch

Beitrag von Kaenguru » Samstag, 18.05.19, 17:36

Liebe Lunetta,

Mir ist dein Vorhaben mit Diazepam nicht ganz klar.
Möchtest du an dem Tag kein Zolpi nehmen?
Ich bin heute etwas unkonzentriert, der Verständnisfehler liegt sicher bei mir.
Wenn dem so ist, möchte ich dir nicht die Mühe bereiten es zu erklären. Andere haben es ja vlt verstanden.

Ich hoffe das Dia hilft dir.
LG
Sarah
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Re: lunetta: Mirtazapin Absetztagebuch

Beitrag von lunetta » Samstag, 18.05.19, 18:21

Hallo!

Nein Sarah, ich habe mich nicht gut ausgedrückt.

Ich würde es gerne so machen wollen, dass ich irgendwann am Tag, am besten gleich in der Früh, wenn die Übelkeit am größten ist, soviele Diazepamtropfen nehmen, um eine "Wirkung" zu spüren, also keine Schlafdosis (die wäre ab 15 Tropfen aufwärts).
Villeicht 6-8 Tropfen...?

Da ich aber keine Dia Erfahrung habe bin ich da unsicher.
Ich will es ja nur als Test machen, ob meine Übelkeit sich damit irgendwie bessert, was für mich ein Zeichen wäre, dass ich beim Zolpi tagesentzügig wäre.

Alpra hat ja für mich gar keinen beruhigenden Effekt, und die Psychiaterin hat mir das heute auch so erklärt, dass Alpra hauptsächlich anxiolytisch wirkt, kaum sedierend, nicht schlafanstoßend, nicht muskelentspannend.

Sie meinte dass z.B. Lorazepam und Diazepam eher gegen die Übelkeit wirken könnten, da sie auch allgemein mehr sedierend wirken, was bei gereizten Magennerven von Vorteil sein könnte.

Sie hat mir z.B. Oxazepam rezeptiert - allerdings bekomme ich die Rezepte erst mit dem Befund mit der Post geschickt, das war ganz komisch, dass die keine Rezepte direkt ausgestellt hat.

Sie sagte, dass Oxaz. dzt. das Mittel der Wahl wäre - mittellange HWZ, gutes Absetzverhalten.

Ich habe ihr dann gesagt dass ich so einen Test machen möchte, aber nur Alpra und Dia zuhause hab, und sie meinte Alpra bringt ihrer Meinung nach nichts, das wäre eher ein Medikament bei akuten Angstzuständen, Panikattacken etc.

Wenn man aber eine längere allgemeine Beruhigung möchte, wäre Dia besser.


Ich möchte jetzt nur noch dieses Ausschlußverfahren machen, damit ich einmal wenigstens sagen kann, das und das ist nicht schuld an der Übelkeit, es gibt jetzt nichts mehr was ich selbst daran ändern kann, außer dann noch dass ich das Mirta noch krass höher fahre, denn die kleinen Erhöhungen bringen ja scheinbar nichts.

Wenn sich der Test morgen so ergibt, dass Diazepam hilft, dann würde ich ab übermorgen die abendliche Zolpi ganz gegen Dia (oder dann eben Oxa) austauschen, so wie 0816 es gemacht hat.
Das mache ich aber nur wenn ich dem Zolpi die Schuld geben kann, denn dzt. ist die Stunde, in der ich das Zolpi nehme, die beste von 24 Stunden - denn da weiß ich dass ich in einer halben Stunde schlafen kann. Und dann habe ich zumindest 2-3 Stunden Ruhe und verschlafe die Übelkeit.

Und wenn Dia da länger wirken würde, dass ich nicht nach 2-3 Stunden wach werde und damit weniger Übelkeit, dann hätte ich damit viel gewonnen.

Dia soll nicht dazukommen, sondern nur morgen einmal am Tag und am Abend normal das Zolpi, denn mit den paar Tropfen am Tag kann ich am Abend sicher nicht schlafen.
Wenn das funktioniert ersetze ich - irgendwann hätte ich das Zolpi ja sowieso substituieren müssen, dann kann ich genausogut geht machen.

Sorry, ist lange geworden, aber ich glaube immer dass ich meine Beweggründe erklären muß....

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Ivory06
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Re: lunetta: Mirtazapin Absetztagebuch

Beitrag von Ivory06 » Samstag, 18.05.19, 18:33

Liebe lunetta,

ich drücke dir fest die Daumen, dass der Tausch mit dem Dia klappt und du etwas zur Ruhe kommen kannst und dir dadurch viell auch ein längerer Schlaf vergönnt ist. Aus meiner kurzen Zeit mit Zolpidem kann ich berichten, dass ich ebenfalls nach 2-3 h immer wieder wach war (2,5 mg) und nicht mehr einschlafen konnte. Auch am Tage hatte ich davon oft Herzrasen und Unruhe. Ich erinnere mich, dass du irgendwo mal schriebst, dass du weder mit Mirta noch Zolpi schlafen kannst. Ich sehe auch Zolpi als (Mit-) Übeltäter.

Lg, Ivory
Angsterkrankung Jan. 2018 etliche schlaflose Nächte seitdem /Verhaltenstherapie begonnen
Jan/Feb18 Zolpidem 2,5 mg bei Bedarf
März18: Zolpidem abgesetzt: schlaflos jede 2. Nacht...ständige Angst und Unruhe
Besserung ab Mai18..
Juni18 Mirtazapin 7,5 mg bei Bedarf zum einschlafen
Okt18 Mirtazapin 3,75 mg bei Bedarf zum einschlafen
Nov18 auf 0 :party2:

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Re: lunetta: Mirtazapin Absetztagebuch

Beitrag von 0816 » Samstag, 18.05.19, 18:49

Hallo Lunetta,
der Plan klingt gut und ich hoffe, dass er dir ein klares Ergebnis liefert, ob die Übelkeit an den Zolpidem hängt. Ich würde 8 Tropfen nehmen um sicher zu gehen, dass die Dosis ausreicht um Wirkung zu entfalten. Das wären bei deinen Tropfen ja ca. 2,5 mg Diazepam.
Die Frage ist für mich nur ob ein Tag ausreicht. Bei mir war das so aber ich habe da nur meine eigene Erfahrung und eigentlich spricht die Tatsache, dass Diazepam ein Spiegelmedikament ist eher für einen Versuch über 2-3 Tage.
Aber schau erstmal wie dein Körper morgen reagiert.

Ich drücke die Daumen

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0816
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padma
Psychische Probleme seid Kindesalter mit unterschiedlicher Manifestation. Verschiedene Diagnose wobei ich eigentlich nur eine Angststörung als wirklich treffend ansehe.

Einnahme von Zolpidem als Schlafmittel seit 18. Lebensjahr. Zunächst 5 mg, später 10 mg.
2004 psychischer Zusammenbruch mit traumatischer Psychatrieerfahrung. In Psychatrie hohe Dosen Lorazepam erhalten. Mehrere Jahre Psychotherapie und Versuche mit etlichen Antidepressiva. Antidepressiva haben bei mir weder wirkliche Wirkung gezeigt noch Absetzprobleme bereitet. Letzte Einnahme ca. 2010
Erst ab 2007 wieder halbwegs geregeltes Leben.
Seit 2008 sich verstärkende gesundheitliche Probleme (starke Schleimbildung, starker Tinnitus, Hörsturz, allergische Reaktionen bei Sport bis hin zu allergischem Schock).
2012 im Rahmen von Studienabschluss vom Hausarzt Atosil als weitere Einschlafhilfe erhalten (15 Tropfen).
Seit 2014 deutliche Verschlimmerung des Gesundheitszustandes mit mehreren Hörstürzen und Verschlimmerung der Verschleimungsproblematik.
Seit 2015 Zusammenbruch des geregelten Lebens.
Seit 2016 massive Probleme mit Zolpidemeinnahme nach einmaliger Einnahme einer hohen Dosis (Tagesmüdigkeit, trockene Augen, häufig nur Augenschlitze, verzögertes Wahrnehmungsvermögen, Kopfschmerzen, paradoxe Reaktion auf Zolpidem)
Absetzversuch Zolpidem mit Substitution mit Oxazepam gescheitert, ebenso kalter Entzug aufgrund erneuter Hörstürze in Zusammenhang mit fehlendem Schlaf.

Seit August 2018 Versuch der ambulanten Entzugs über Diazepam. Deutlich bessere Entzugssymptomatik im Gegensatz zu Zolpidem und Oxazepam.

August 2018: 6 mg Diazepam, 10 Tropfen Atosil
September 2018: 5 mg Diazepam, 6 Tropfen Atosil
zur Zeit: 4 mg Diazepam, 3 Tropfen Atosil
seit 9.10.18: 4 mg Diazepam 2 Tropfen Atosil
seit 13.10.18: 4 mg Diazepam, 3 Tropfen Atosil aufgrund neuerlichem Hörsturz und massiven Schlafproblemen.
18.10.18 Aufgrund zwei Nächte kompletter Schlaflosigkeit und extremer Ohrprobleme wieder zurück zu 4 mg Diazepam und 10 Tropfen Atosil
30.10.18 3,5 mg Diazepam, 7 Tropefen Atosil + 3 Bedarf
19.11.18 3,0 mg Diazepam, 7 Tropfen Atosil + 3 Bedarf extreme und Ohrprobrobleme
04.12.18 2,5 mg Diazepam 7 Tropen Atosil
26.12.18 2,0 mg Diazepam 7 Tropfen Atosil
17.01.18 1,5 mg Diazepam 7 Tropfen Atosil
xx.02.19 1,5 mg Diazepem 5 Tropfen Atosil
30.03.19 1,5 mg Diazepam 3 Tropfen Atosil
12.04.19 1,0 mg Diazepam 2 Tropfen Atosil
31.04.19 0,5 mg Diazepam 2 Tropfen Atosil
20.05.19 0 Diazepam 2 Tropfen Atosil --> Ich bin gespannt ob ich es durchhalte

Towanda
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Re: lunetta: Mirtazapin Absetztagebuch

Beitrag von Towanda » Samstag, 18.05.19, 18:59

Hallo Lunetta,
lunetta hat geschrieben:
Samstag, 18.05.19, 18:21

Ich möchte jetzt nur noch dieses Ausschlußverfahren machen, damit ich einmal wenigstens sagen kann, das und das ist nicht schuld an der Übelkeit, es gibt jetzt nichts mehr was ich selbst daran ändern kann, außer dann noch dass ich das Mirta noch krass höher fahre, denn die kleinen Erhöhungen bringen ja scheinbar nichts.
... oder an der Venla-Schraube nach oben drehen - gehört ja auch zu dem Paket. Ich wünsche Dir, so sehr daß Du bald eine Lösung findest! :)

LG Towanda
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Razia
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09.05.19 - 4,20 mg Mirtazapin
05.06.19 - 3,75 mg Mirtazapin

Weitere Medikamente:
Wegen Fluorchinolone-Schädigung jede Menge NEMs
1 x wöchentlich Ciprofloxacin C30 5 Globuli
1 x wöchentlich Mirtazapin C30 5 Globuli
3 x tgl. Thyreoidea comp. 3 Globuli


Ich bin nicht auf der Welt, um so zu sein, wie andere mich haben wollen

Katharina
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Re: lunetta: Mirtazapin Absetztagebuch

Beitrag von Katharina » Samstag, 18.05.19, 19:24

Liebe Lunetta,

Könnte es sein dass der Ingwer (roh, also nicht als Tee)
zu scharf für Deinen Magen ist und evt Übelkeit bereitet?
Vielleicht wäre Kamillentee dazu ganz gut ?

Nimmst Du das Medikament Domperidon noch ?
Hilft es ein wenig?

( ohne Wertung nur eine Erfahrung:
aufgrund eines schweren Geschehens nimmt ein Freund seit ca. über 30 Jahre trittico gegen psychische Übelkeit und Erbrechen ohne je auf dosieren zu müssen;
Er könnte sich sonst nicht ernähren.
So ist er schlank arbeitet viel und schwer und führt ein zufriedenes Leben.)

Um ein Medikament zu testen, ist da nicht ein Tag zu kurz?

Lunetta pass gut auf Dich.

Liebe Grüße,
Katharina
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lunetta
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Re: lunetta: Mirtazapin Absetztagebuch

Beitrag von lunetta » Samstag, 18.05.19, 20:29

Hallo!

@0816
Ich schau mal morgen wie es ist, und entscheide dann ob noch ein 2. oder 3. Tag dazu soll.

@ towanda
ich denke ständig an alle Punkte - ich möchte aber nicht alles gleichzeitig verändern, sonst kommt noch mehr Kuddel-Muddel raus.

@ Katharina
Ich esse schon seit Tagen keinen Ingwer mehr, ich hatte auch daran gedacht, dass das den Magen eventuell reizt. Und Kamillen und Pfeffermintee trinke ich jeden Tag.

Danke für den Tipp mit dem Trittico, ich merke es mir im Oberstübchen falls jetzt gar nichts mehr hilft!

Ich hatte trittico mal vor vielen Jahren zum Schlafen verschrieben bekommen, mußte es aber schon nach wenigen Tagen absetzen, da mein BD nur mehr unterirdisch war, ich bin jeden Tag kollabiert:(
Wäre jetzt ja erwünscht eine BD Senkung!

GLG
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.

Canarystamp
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Re: lunetta: Mirtazapin Absetztagebuch

Beitrag von Canarystamp » Samstag, 18.05.19, 23:06

Hallo Lunetta,

ich verfolge seit ein paar Tagen Deinen Thread und hätte da ein paar Fragen und Tipps an Dich was die Übelkeit angeht:

1) Wie sieht es vor und nach dem Essen aus (wenn du was gegessen hast)? Gibt es hierbei Unterschiede in Symptomatik und/oder in der Intensität?
2) Gibt es neben der Übelkeit noch weitere Symptome? Aufstoßen, Säure, Würgereiz?
3) Ist die Übelkeit schlagartig aufgetreten (von heute auf morgen) oder hat sie sich langsam angekündigt und sukzessive aufgebaut?
4) Stuhlgang: Hast Du Durchfall oder neigst Du eher zu Verstopfung (auch seltener oder sehr fester Stuhlgang)?
5) Wie ist es direkt nach dem Aufwachen?

Jetzt lese ich heraus, dass die Magen-Darm Problematik Dein größtes Problem ist. Ich würde 2 Dinge empfehlen die jedoch Wechselwirkungen mit AD oder Medikamenten generell haben:

1) Vomacur! Ich weiß, dass es Wechselwirkungen mit ADs hat. Hemmt die Serotoninaufnahme im Gehirn. Wirk sedierend und antiemetisch. Gute Kombi für Dich. Hat mir während meiner AD-Einnahme/Entzug stark geholfen und nach einmaliger Einnahme meine Symptomatik nachhaltig gebessert. Hier würde ich um weitere Kommentare bitten.

Einnahme abends: Hilft zum Ein-und Durchschlafen und hat mir am nächsten Tag immer den Würgereiz genommen.

2) Aktivkohletabletten. Ist eigentlich "nur" gegen Durchfall, hat bei mir Übelkeit und Würgereiz reduziert.

Ich kann nicht ganz zurückverfolgen welche Medis Du schon gegen die Übelkeit probiert hast, ich würde Dir jedoch das Vomacur sehr empfehlen.

Hinsichtlich deiner täglichen Kalorienzufuhr: Kannst Du es mal mit kalorienhaltigen Shakes ausprobieren? Die enthalten Vitamine, Mineralien und Kalorien. Normalerweise sind die zum Abnehmen, wenn Du aber im Moment nichts essen kannst, könntest Du deinen Kalorienbedarf ja trinkend decken, sofern Dir das besser bekommt? Besser das als gar nichts!!

Von "Huel" gibt es Produkte die als vollwertige Mahlzeitenersatz dienen. Ich weiß nicht, ob es Dir hilft aber vielleicht geht, wie erwähnt, trinken besser als essen. Hauptsache du kriegst Kalorien.

PS: Falls du die Fragen auch noch beantworten könntest, könnte man vielleicht ein Muster erkennen. Bist Du dir sicher, dass es vom Entzug kommt? Es gibt da nämlich eine Reihe organischer Ursachem, die man vielleicht im Auge behalten sollte.

Gruß, Canary
15. August 2016 Einnahme 12,5mg Sertralin aufgrund von Angststörung
18. September 2016 Abruptes Absetzen von 12,5mg Sertralin - Keinerlei Symptome
2 1/2 Jahre ohne AD kein Problem
31. März 2018 Einschleichen von 12,5mg Sertralin aufgrund von "Herzneurose"!
2. April 2018 Erhöht auf 25mg (Angstgedanken weniger. Herzneurose weg. Jedoch innere Unruhe und starke Nervosität als Nebenwirkung)
22. April 2018 Reduziert auf 12,5mg (Besserung hinsichtlich der Nebenwirkungen)
29. April 2018 Abruptes Absetzen der 12,5mg Sertralin

Beginn Entzugssyndrom: 1. Woche 1. Mai 2018: Physische und psychische Nebenwirkungen. Beginn Einnahme 200mg 5-HTP, 150mg Rhodiola Rosea, 200mg Aswaghanda, manchmal Neurexan und Bachblüten Rescuetropfen
2. Woche Besserung physischer und psychischer Nebenwirkungen
3. Woche keine physischen Nebenwirkungen mehr, jedoch weiterhin psychische Nebenwirkungen
bis heute: Innere Unruhe, Nervosität, Stimmungsschwankungen, plötzliche auftretende Angst.

17. Mai 2018 Einahme Schüssler Salze 5 und 7 Verschlechterung der o.g. Symptome
20. Mai erneute Einnahme der Salze und daraufhin 2-3 Stunden akute Angst- und Paniksymptomatik begleitet von Weinerlichkeit und Trauer.
25. Mai Keine Besserung
30. Mai Einnahme 6mg Sertralin
31. Mai " " Besserung der Symptome.
Versuche zu stabilisieren und dann schön langsam auszuschleichen...
2. Juni 12,5mg Sertralin
Stabilisiert und ca. 6 Wochen gehalten
Ab 15. Juli jeweils 1,5mg alle 2 Wochen reduziert.
Psychisch überhaupt keine Symptome jedoch Würgereiz und Übelkeit. Sehr stark im August und September. Nach einmaliger Einnahme von Vomacur (Vomex Generika) deutlich gebessert aber bis heute latente bis deutlich spürbarer Würgereiz (Übelkeit weg). Vor allem in Stressituationen und morgens Würgereiz und Druck im Oberbauch.

Seit 15. November 0.00mg Sertralin: Erste Woche mittlere psychische und körperliche Symptome (ein paar milde Panikattacken, unterschwellige Panik, Müdigkeit), zweite Woche gleiche Symptome mit deutlich reduzierter Intensität.
Ab 3. Woche so gut wie keine Symptome außer diesem erbärmlichen Würgereiz.

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