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lunetta: Mirtazapin Absetztagebuch

Wenn Antidepressiva abgesetzt werden, kann dies zu schweren und langwierigen Entzugserscheinungen führen. Viele Hersteller und Ärzte verharmlosen diese Problematik leider.
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Re: Mirtazapin Absetztagebuch

Beitrag von Beate 57 » Donnerstag, 28.09.17, 6:41

Guten morgen Lunetta,

Das hört sich echt gruselig an. Ich finde immer, alles was am Kopf ist, ist am schlimmsten.
Ich hoffe Du konntest etwas schlummern und gute Besserung.
Januar 2017
Extremer Gesichtsschmerz, Aufnahme Uniklinik D'dorf, Diagnose Trigeminunsneuralgie V2 nach Herpes Zoster ohne Ausschlag, DD SUNA
-intravenös Tag und Nacht Aciclovir
Lyrica 150 mg, 1-0-1
Targin 10/5 mg ret, 1-0-1

Anfang März 2017, keine große Verbesserung
+ Amitriptylin 10 mg ret. 1-1-2

Juni 2017
Lyrica jetzt 25 mg morgens und 100 mg abends

Juli 2017, multimodale Schmerztherapie stationär
+ Valproinsäure 150 mg, 1-0-1
Targin auf 5/2,5 mg 1-0-1 runter

Nach Entlassung schmerzfrei, wie mit einem Schalter an und wieder ausgeschaltet.

29. July 2017
alle Medikamente komplett abgesetzt

August 2017, Versuch Pregabalin mit 3,5 mg einzudosieren. Hat nichts gebracht, wieder ausdosiert

September Omeprazol 10 mg am morgen
25.9. Dosis halbiert (Kügelchenmethode)

Seit 5. September 2017, 10 mg Amitriptylin und Vitamin B12 Spritze
25. September, 4 Tropfen Ami = 8 mg
10. Oktober, 3 Tropfen Ami = 6 mg
31. Oktober, 2 Tropfen Ami = 4 mg
11. November, 1 Tropfen Ami = 2 mg
20. November, 0

Razia
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Re: Mirtazapin Absetztagebuch

Beitrag von Razia » Donnerstag, 28.09.17, 10:25

Liebe Lunetta
bin gerade auf deinen Thread gestoßen wegen deiner Wurzelbehandlung (hab ich auch gerade am Laufen) und weil du auch Mirtazapin absetzt. Fühl dich unbekannterweise und als Leidensgenossin gedrückt. Ich kann so gut nachfühlen, wie man sich nach diesen elendigen Behandlungen beim Zahnarzt fühlt. Hat mir dieses Mal wohl auch meinen Mirtazapin Absetzschritt versaut.

Ich habe gesehen, dass du in kürzeren Abständen kleinere Mengen absetzt. Wie kommt du damit zurecht? Ich wollte das gerne auch mal probieren, weil die 10% Methode nach 5 Wochen bei mir nicht so gut funktioniert hat. Zuerst schon, aber jetzt hatte ich extreme Nebenwirkungen, so dass ich wieder hoch musste. Ich hatte mir auch überlegt, 0,1mg weise im 2 oder 3 Wochen Rhythmus abzusetzen. Hast du sehr mit NW zu kämpfen?

LG
Ramona
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Re: Mirtazapin Absetztagebuch

Beitrag von lunetta » Donnerstag, 28.09.17, 12:48

Hallo liebe Razia!

Danke für dein Mitgefühl;)

Ich komme mit diesen Minischritten sehr gut zurecht. Symptome sind absolut aushaltbar und gut wegzustecken.
Hatte schon einen Absetzversuch mit Mirta ganz zu Beginn, da habe ich als ersten Schritt 0,5 mg abgesetzt, und sofort nach 8 Tagen abgebrochen, weil es nicht aushaltbar war. Mein Hauptsymptom die Übelkeit hatte wieder so zugeschlagen, dass ich nur am K....war und nicht alltagstauglich war.

Bin daraufhin wieder auf die 15 mg zurück und habe mich einige Wochen stabilisiert und dann mit 0,1 mg Schritten so ca. alle 10 Tage weitergemacht und das klappt sehr gut.

Wenn ich kaum Symptome habe mache ich alle 7-8 Tage weiter, wenn es mal nicht so gut geht ca. 10-14 Tage. Aber so im Durchscnitt schaffe ich 0,3-0,4 mg pro Monat. Und somit ist es egal ob ich alle 5-6 Wochen 0,5 mg absetze, oder kleinere Schritte in kürzeren Abständen.

Ich habe mit dieser Methode schon gute Erfahrungen bei Zolpidem gemacht, das war ja das erste Medikament, mit dem ich mit dem Absetzen begonnen habe, und damit habe ich dann einen Absetzstopp nach der Hälfte gemacht, und mit Mirta weitergemacht.

Ich setze gleichzeitig auch Venla ab, was man eigentlich nicht machen sollte, aber ich achte sehr auf mich und mache nie gleichzeitig einen Absetzschritt, sondern immer so Ping-Pong. Wobei Venla so nebenher läuft, sehr kleine Schritte in sehr großen Zeitabständen, damit ich das Gefühl habe, dass sich auch dort was tut.

Ich wünsche dir alles Liebe und Gute und vielleicht ist ja meine Methode auch etwas für dich - man muß es für sich selbst ausprobieren!

GLG!
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Re: Mirtazapin Absetztagebuch

Beitrag von Razia » Donnerstag, 28.09.17, 13:58

Liebe Lunetta

danke für deine ausführliche Antwort. Ich denke, so werde ich das auch versuchen. Mein ZNS ist wohl durch den Kaltentzug im Mai von 15mg auf 0 ziemlich gereizt. Ich bin mit 3,75 mg wieder eingestiegen und nach 5 Wochen auf 3,45, das hat gut funktioniert, aber jetzt letzten Freitag der Schritt auf 3,15 war nix. Bin jetzt bei 3,3 und noch unschlüssig, ob ich darauf bleibe, oder wieder komplett auf 3,45 zurückgehe. Bin da leider zu unerfahren für.

Ich finde es super, dass das bei dir so gut läuft und das macht mir sehr Mut, weil man doch hier meistens eher negative Geschichten liest und ich verzweifelt gesucht habe, ob es nicht auch jemand relativ problemlos (das ist es natürlich nicht, das ist mir klar, aber im Verhältnis) schafft, einen Absetzplan durchzuführen.

LG
Ramona
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Re: Mirtazapin Absetztagebuch

Beitrag von padma » Donnerstag, 28.09.17, 22:18

liebe Lunetta, :)

ich lasse dir einen :hug: da und hoffe sehr, dass diese Tortur bald ausgestanden ist.

liebe Grüsse,
padma
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: https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=15490


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Re: Mirtazapin Absetztagebuch

Beitrag von lunetta » Donnerstag, 28.09.17, 23:07

Liebe Razia!

Du hast im September schon 3 versch. Dosierungen innerhalb von wenigen Tagen durch - ich würde versuchen da mal nichts mehr zu verändern, sondern wirklich mal ein paar Wochen nur 1 Dosis zu halten und dich zu stabilisieren! Der Fehler ist glaube ich immer dass man das ZNS unterschätzt und mit extremen Reizungen dafür bezahlt.
Erst wenn du stabil bist, weiter runtergehen - dann kannst du es ja so wie ich versuchen, vielleicht ist das ja auch eine Lösung für dich;)

Ich lasse mich halt von nichts und niemanden bei meinem Absetzen beirren, sondern bin wirklich extrem konsequent. Ich weiß dass es nicht ohne Symptome geht, schlaflos bin ich ohnehin, Schmerzen habe ich auch schon vor dem Absetzen gehabt, ich brauche mir also keine Ausrede aussuchen, warum ich den nächsten Schritt nicht gehen würde. mein Hauptsymptom ist die Übelkeit mit Brechreiz, die ist für mich das Schlimmste, kann ich aber ca. von Tag 2-4 aushalten, dann geht es wieder langsam besser, ich stabilisere mich dann noch ein paar Tage und dann geh ich wieder um 0,1 mg runter. Ich warte nur länger wenn mir gleichbleibend schlecht ist, dann kann ich nicht und muß das abwarten. Ist aber selten und Ingwer ist mein bester Freund.

Warte jetzt erst mal ab bis es dir ein wenig besser geht! Alles Liebe! LG!
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Re: Mirtazapin Absetztagebuch

Beitrag von Razia » Freitag, 29.09.17, 11:04

Hallo liebe Lunetta

danke für deinen Rat, ich bin da halt etwas unerfahren und mir ist auch bis jetzt nicht klar, wie ich am besten hätte reagieren sollen, als ich gemerkt habe, dass es zu viel reduziert war. Vermutlich hätte ich gleich wieder komplett auf die Ausgangsdosis zurückgehen müssen, keine Ahnung. Ich war davor auch 5 Wochen stabil und hatte keine Symptome mehr und es waren nicht mal 10%, aber ok, das ist wohl auch zu viel. Obwohl mein erster Absetzschritt im August geklappt hatte.

Finde ich mutig, dass du das so konsequent durchziehst!

LG
Ramona
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Re: Mirtazapin Absetztagebuch

Beitrag von lunetta » Freitag, 29.09.17, 12:33

Liebe Razia,
geht es dir heute schon besser mit dem Herzrasen?

LG
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Re: Mirtazapin Absetztagebuch

Beitrag von Razia » Freitag, 29.09.17, 13:33

Liebe Lunetta

das Herzrasen ist weg, aber die Unruhe ist mir seit Gestern Abend konstant auch über Nacht geblieben. Bisher auch keine Besserung.

Was macht denn dein Zahn? Wie fühlst du dich.

LG
Ramona
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Re: Mirtazapin Absetztagebuch

Beitrag von lunetta » Freitag, 29.09.17, 15:40

Hallo!

Es geht so....kann noch nicht auf war Härteres beißen, un beim Kauen oder Mund auf und zu machen tut das Kiefergelenk noch sehr weh, aber es ist schon besser als gestern.

LG
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Re: Mirtazapin Absetztagebuch

Beitrag von Razia » Freitag, 29.09.17, 22:25

Hi Lunetta, das nicht Aufbeissen können, kenn ich nur zu gut. Das ist eklig. Ich drück dir die Daumen, dass es bald besser ist.

LG Ramona
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Re: Mirtazapin Absetztagebuch

Beitrag von lunetta » Dienstag, 31.10.17, 16:12

Hallo!

Ihr habt sicher bemerkt, dass ich in letzter Zeit wenig hier aktiv war....

Es geht mir nicht so besonders die letzten Wochen....Ganz arge Rückenschmerzen, ich kam trotz Schmerzmittel kaum vom Sofa weg, das ist jetzt ein wenig besser geworden, dann hatte mich meine liebe Übelkeit für eine Woche wieder fest im Griff, das geht momentan auch wieder, und zu guter Letzt hat mich mein schon x-mal wurzelbehandelter Zahn immer wieder für ein paar Tage schlimm gemartert.

Und genau am Feiertag letzte Woche am Donnerstag, ging er hoch:( Furchtbare Schmerzen, geschwollene Backe, schrecklich.
Durch den Feiertag und dann Brückentag war natürlich meine Zahnärztin auf Urlaub, und der nächste Notdienst-Zahnarzt fast 100 mk weit weg - zuviel für mich, so lange kann ich nicht im Auto sitzen mit meinem Rücken.

Also habe ich noch mehr Schmerzmittel eingenommen und gehofft dass mein Magen, meine Leber und meine Nieren mir das noch verzeihen;(

Dann hab ich im Netz gegockelt was man mit so einem Zahn machen könnte, außer ziehen. Und habe einen Zahn-Endodontologen ganz bei uns in der Nähe gefunden. Mail hingeschrieben (hat nur Privatpraxis) und 1 Tag später schon Antwort bekommen, dass ich am Montag, also gestern eingeschoben werden kann.

Die Behandlung hat fast 3 Stunden gedauert, inkl. Röntgen und Einwirkzeit des Lokalanästhetikums.
Ein Endodontologe, arbeitet mit einem speziellen Mikroskop, und Sondeninstrumenten - und bei mir war der Fall, das 2 Zahnwurzeln jweils noch 2 Nasen haben, also noch 2 zusätzliche Wurzelkanäle, die am Röntgen nicht sichtbar sind. In diesen hatten sich Bakterien ausgebreitet und durch eine unzureichende Wurzelbehandlung noch munter die Entzündung angefeuert:(

Er hat mir alles noch mal aufgemacht, alle Kanäle neu aufbereitet, lange daran gearbeitet, dann nur provisorisch zugemacht. Ich muß noch 2 x kommen zum neuerlichen Spülen und Reinigen und dann wird entgültig zugemacht.

Und ich bin heute den ersten Tag ohne Zahnschmerzen seit vielen Monaten:)) Mir tut nur mein Kiefergelenk weh vom langen Mund-aufhalten...
Kosten 1246.- Kasse, zahlt nichts davon. Aber ich behalte meinen Zahn und brauche kein Implantat oder Krone.

Ich hoffe soooo dass ich nicht voreilig euphorisch bin!!

Mit dem Mirta bin ich ab heute Abend auf 9,5 mg:) Auch da bin ich langsam aber stetig am Absetzen;)

GLG!
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Re: Mirtazapin Absetztagebuch

Beitrag von Pammy » Dienstag, 31.10.17, 17:52

Hallo Lunetta,
als ebenfalls Mirta-Betroffene (bin seit 4 Jahren auf 0, aber fühl mich vermutlich wegen Betablocker-Trigger wie mitten im Entzug...grrr) habe ich mich mal bei Dir ein wenig eingelesen eben. :wink:

Und was ich da lese, insbesondere bezüglich Schlaflosigkeit und Zahnproblematik kann ich Dir nur zu gut nachempfinden, leider :frust: :frust: :frust:

Vor Mirtazapin hatte ich - bestimmt ähnlich wie Du auch - super Zähne und ich war total stolz auf meine Beißerchen :)
Bei mir hat die Zahnproblematik auch während der Einnahme von Mirta begonnen - ich hab mir beim Eindosieren in einer Klinik gleich nen Zahn halb zerbissen und das im Schlaf. Da ging Schlafen noch... (Ironie an und aus...)

Ich hab jetzt im Frühjahr endlich einen Zahn bzw. die Teile davon entfernt bekommen nebst ner Eiterzyste - der Zahn war gespalten bis auf den Kiefer und so muss ich damit schon etliche Jahre herumgelaufen sein. Natürlich hatte ich Schmerzen ständig, natürlich konnte ich auch irgendwann deswegen kaum noch schlafen. Und natürlich bin ich auch psychisch dadurch immer schlechter dran gewesen. Alles in allem führte es mich in die Erwerbsunfähigkeitsrente. Bestimmt nicht das allein, aber eben das auch :(

Heute habe ich übrigens auch noch ähnlich wie Du ständig Zahn- und Kieferschmerzen, teilweise tut mir das ganze Gesicht auch weh, Stiche bis hinter die Augen und in den Kopf hinein. Außerdem der verspannte Nacken, der zu weiteren Verspannungen im Kieferbereich führt. :sick: :wacko:

Fühl Dich also bestens von mir verstanden, liebe Leidensgenossin und Weggefährtin - Du bist nicht allein mit Deinen schlimmen Erfahrungen, und ich bin sicher, es gibt noch einige andere hier, die ähnliches erleben müssen. :roll: Und das alles nur wegen so ein paar Pillen...

Statt uns zu helfen und uns das Leben ein wenig zu erleichtern (wie es ja eigentlich mal gedacht war von unseren Ärzten...also, wahrscheinlich... :whistle: ), hat uns das Zeugs den wohl größten Schlamassel beschert, den man sich nicht wirklich wünschen kann.

Ich wünsche Dir aber von ganzem Herzen, dass es jetzt mit Deinem Zahn endlich aufwärts geht und der Endodontologe jeden Cent wert ist! (boahn, ich find das echt ziemlich heftig, dass man auch noch dafür zahlen muss, wenn die 'normalen' Ärzte nicht wirklich nen guten Job machen, macht mich grad :evil: )

Und ich wünsche Dir, dass Du heute nacht endlich mal richtig gut schlafen kannst!!!

Und natürlich weiterhin viel Erfolg beim langsamen Abdosieren von Mirta!!! Du machst das sehr sehr gut!!! :hug:

Ganz liebe Grüße
Pammy
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- 12/2011 Beginn Mirtazapin 7,5 mg
Aufgrund div. NW wie Wassereinlagerungen, starke Muskel- und Gliederschmerzen, morgens Benommenheit, Kraftlosigkeit, erhöhter Augeninnendruck u.a.
- 06/2012 runter auf 3,75 mg heftiges Anschwellen der Nasenschleimhaut, wieder auf 7,5mg erhöht
17. 11.2012 in Klinik Mirta 7,5 komplett abgesetzt auf 0 mg.
Nach kurzer Zeit folgende Symptome: starke Durchfälle, grünlicher Stuhl, Ekel vorm Essen, starke Rückenschmerzen insbesondere LWS-Bereich, starke Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen mit Wutausbrüchen, Heulkrämpfen, extreme Angstzustände
9. 1.2013 aus Klinik entlassen.
5.3.2013 Rauchstopp von 20 Zig. auf 0.
02/2013 1Woche KH: Magen- und Darmspiegelung, Diagnose: chron. Antrum Gastritis, Reflux-Ösophagitis
15., 16. + 17.05.2013 jeweils 3,75 mg Mirta abends eingenommen aus Verzweiflung wegen extremer Magen- und Blähbauch-Probleme sowie Schlaflosigkeit. Symptome fast weg, allerdings
18.05.13 morgens mit entzündetem, eitrigen Zahnfleisch aufgewacht, musste von Zahnarzt im Notdienst behandelt werden. Verdachtsdiagnose: NW AD Mirta.
seit 06/2013 extreme Schlafstörungen/Schlaflosigkeit, starke (Nerven-)Muskel- und Gelenk-Schmerzen und ZNS-Irritationen, Gefühl von Schüben (aus Brustkorb in Hals/Nacken-Bereich aufsteigend, sehr heftiges Gefühl, tw. Todesangst auslösend); Schlaflosigkeit; Paradoxe Reaktionen auf Osteopathie, seit Korrektur Beckenschiefstand ständig Kiefer- und Augenmuskel-schmerzen, Nackenkrämpfe,Krampfgefühl auch im Kopf und in Gliedmaßen; Brennen/Schmerzen LWS, Füße, Unterschenkel, Arme bleischwer und ziehender Schmerz im Liegen, linkes Knie Druckschmerz hinten-innen; Haarausfall, juckende Ekzeme auf Kopf, auch Gesicht, Blähbauch/Meteorismus, Verdacht auf HIT; Absetzsymptome und Wechseljahresbeschwerden mischen bzw. triggern sich gegenseitig. Außerdem oft Angst- und Panikattacken (besonders morgens noch nach dem Aufwachen), tagsüber je nach körperlicher Verfassung und Schlaf oft Weinkrämpfe und Verzweiflung.
seit 08/2016: mehrfach Vorhofflimmern, deshalb Einnahme von Betablocker, nach divers. Unverträglichkeiten bei Beloc Zok herz gelandet, morgens und abends jeweils 23,75 mg,
Seitdem öfters Herzstolpern, Verschlimmerung Neurodermitis, depressive Episoden /zeitweise schwere, alle anderen Probleme weiterhin bestehend, insbesondere chron. Gastritis, Sodbrennen/Speiseröhrenentzündung, Verdacht auf stiller Reflux
03/2017 Diagnose: gespaltener Zahn mit Eiterzyste an Wurzel - wurde gezogen, dadurch einige Schmerzsymptome besser (endlich wieder Spazierengehen ohne heftigste Schmerzen linke Körperhälfte möglich!)
seit 09/2017 Diagnose 'Grüner Star' aufgrund einmaliger Augeninnendruckwerte von 29/27 (vorher zwar auch erhöht, aber immer so um 21-24 max.), Augenarzt verschrieb zusätzlichen Betablocker fürs Auge (Augentropfen), die ich aber nicht genommen habe bis heute, da ich bereits einen sehr niedrigen Puls und Blutdruck oftmals durch meinen 'normalen' Betablocker habe und da wären diese Tropfen kontraindiziert. Ich hatte hierzu die Augenklinik angerufen, da es WE war und mein Augenarzt nicht zu erreichen war; habe mittlerweile den Augenarzt gewechselt und werde dort zur Zeit intensiver untersucht bzw. engmaschiger überprüft bez. Augeninnendruck (Stand 10/2017)

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Re: Mirtazapin Absetztagebuch

Beitrag von lunetta » Dienstag, 31.10.17, 19:29

Liebe Pammy!

Vielen lieben Dank für deine lieben Worte!!

Du Arme, das war bei dir aber weit schlimmer als bei mir!! Eiterzyste, furchtbar! Und das soooooooo lange, nein graunehaft was du das durchlitten haben mußt!

Ich kann schon seit Jahren kaum mehr schlafen, aber das war schon ohne Zahnproblematik so. Ich bin ja in die Zolpidem Abhängigkeit und Toleranz gerutscht, und habe da schon die Hälfte entzogen, und ich konnte mit der doppelten Menge nicht geschlafen und jetzt noch viel weniger.

Aber das ich schon frühberentet bin, ist es nicht so schlimm, ich muß am nächsten Tag nicht fit für die Arbeit sein, und kann mir zuhause alles so einteilen wie ich es schaffe.

Und wenn ich dran denke, was ich schon alles in schlasflosen Nächten geleistet habe - da muß mir erst mal wer nachmachen:))) Nähen, bügeln, eine Bibliothek ausgelesen, gebastelt, geputzt, und und und - das ist ja auch was wert:)

So sehr ich den Entzug auch hasse, ich muß trotz allem sagen, dass mir Mirta damals das Leben gerettet hat, ich wäre sonst verhungert. Nun zahle ich eben den Preis dafür - ich will aber mit meiner Situation zufrieden sein, vielen hier geht es ja viel viel schlechter!

Ich wünsche dir alles Liebe und GUte libe Pammy und danke für deine Zeilen!

GLG!
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Re: Mirtazapin Absetztagebuch

Beitrag von Razia » Freitag, 03.11.17, 22:01

Liebe Lunetta

Freut mich, dass du endlich man ohne Zahnschmerzen bist. Nur ärgerlich, dass das die Kasse nicht zahlt. Ich muss mir auch was überlegen. War schon 6 x wegen des gleichen Zahnes zur Wurzelkanalbehandlung. Der dritte Wurzelkanal wurde aber auch erst bei der dritten Behandlung gefunden. Ich hab aber zum Glück keine Schmerzen, nur so einen Druck. Aber deshalb kann er auch nicht zugemacht werden.

Ich hoffe, die Behandlung triggert bei dir nicht zu sehr.

LG Ramona
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Re: Mirtazapin Absetztagebuch

Beitrag von lunetta » Samstag, 04.11.17, 18:27

Hallo liebe Razia!

Doch, leider hat die erste Sitzung bis jetzt arg getriggert. Ich habe schreckliche Rückenschmerzen,so arg kann ich mich die letzten Jahre nicht erinnern... Es ist als ob mich jemand in eine Stahlkorsett mit Nägeln gespannt hätte:(
Aber hilft ja nichts, da muß man durch;)

Danke für die mitfühlenden Worte!

GLG!
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Re: Mirtazapin Absetztagebuch

Beitrag von Razia » Samstag, 04.11.17, 20:30

Ach du Arme. Das ist ja auch schlimm, weil einem Rückenschmerzen eh so einschränken. Ich drücke die Daumen, dass es bald besser wird. Hab auch gerade wegen meines Zahns Symptome (Unruhe, Zittrigkeit).

Wir schaffen das.

LG Ramona
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Re: Mirtazapin Absetztagebuch

Beitrag von lunetta » Samstag, 11.11.17, 17:42

Hallo ihr Lieben!

Ich sag euch, ich könnte mir grade vor Wut in den Hintern beißen:(
Ich setze Mirta ja mit der Wasserlösemethode ab, und habe vor ein paar Wochen, weiß gar nicht mehr so genau wann, die Spritzen gewechselt, also nicht nur eine neue, sondern komplett andere Firma, hab ich so in der Apo bekommen. Die hatten scheinbar andere Lieferung. Und bei diesen ist die Skalierung etwas anders, es sind nicht mehr alle Zahlen drauf, sondern so Halbschritte. Kann es jetzt nicht besser erklären, auf jeden Fall mische ich immer 15ml Wasser mit 15 mg Mirta, und ziehe eben die entsprechende Menge ab und verwerfe.
Nun war ich meiner Meinung nach bei 9,4 mg, und habe heute bemerkt, dass ich bis jetzt nie 15 ml Wasser zum Mischen verwendet hatte, sondern nur 14,5 ml und somit nicht bei 9,4 mg bin sondern erst bei 9,7 mg:(((
Ich habe also bei der Spritzenumstellung nie richtig die Skalierung gesehen (ja ich sehe sehr schlecht), und habe vor ein paar Wochen, ohne es zu wollen, wieder aufdosiert, da ja die Umrechnung nicht mehr stimmte:( Also ich sehe die Skalierung schon, aber es sind nur die Zahlen 5,10, 15 usw. drauf, und dazwischen nur Striche, und die 15 steht irgendwie so dass ich bei dem Strich von 14,5 ml der Meinung war, dass sind 15 ml. Schwer verständlich stimmt`s? ;)

Will heißen, dass ich vom Tag des Spritzewechsels statt 15 ml immer 14,5 ml drin hatte, und davon dann jede Woche 0,1 ml abgsetzt habe, das sind nun aber bei 15mg nicht wie ich dachte dzt. 9,4 mg sondern nur 9,7mg, habe also ab diesem Tag vor ein paar Wochen plötzlich um ca. 0,3 mg aufdosiert:(

Da ich mich nicht mehr genau erinnern kann wann ich die das erste Mal benutzt habe, und ich nun ohnehin nicht wieder so sprunghaft runtergehen will, muß ich nun wohl oder übel, wieder bei den 9,7 mg weitermachen:((( Ich ärgere mich zu Tode, da ich noch NIE einen Reduzierungsschritt zurück gehen mußte, und nur durch zu ungenaues Schauen, ungewollt eine falsche Dosierung gemacht habe die letzten Wochen:((((

Das schmeißt mich um ungefähr einen Monat zurück:( Ich weiß das ist kein Hals- und Beinbruch, aber mich ärgert es, da ich so konsequent absetze, und immer dreimal kontrolliere, wieviel ich aufziehe, und dann macht mir ein Spritzenwechsel, mit einer anderen Skalierung ein ganzes Monat zunichte:(

Naja, was soll`s - the show must go on;(


GLG
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Re: Mirtazapin Absetztagebuch

Beitrag von Annanas » Samstag, 11.11.17, 17:46

Ach Gott, liebe Lunetta :o -
das kann ich so verstehen, daß du dich da ärgerst - aber kann passieren!

Da kämpft man sich so durch u. dann das -
gut, daß du wahrscheinlich nicht an deinen Hintern herankommst - denke an deine Zähne....!!! :roll:

schicke dir mal einen dicken Trostknuddler!!

Liebe Grüße von Anna
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Venlafaxin (225 mg) - Einnahme seit 2007 - Absetzverlauf seit Januar 2016
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lunetta
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Re: Mirtazapin Absetztagebuch

Beitrag von lunetta » Samstag, 11.11.17, 17:51

Liebe Anna!

Danke:) Stimmt, an meinen Hintern komme ich nicht ran, aber zum Reinbeißen wäre genug vorhanden - mein Hintern ist doch recht beachtlich;)

Schick dir einen festen Knuddler zurück;)

GLG!
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