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Sertralin abgesetzt und nun Nebenwirkungen

Wenn Antidepressiva abgesetzt werden, kann dies zu schweren und langwierigen Entzugserscheinungen führen. Viele Hersteller und Ärzte verharmlosen diese Problematik leider.
sinua
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Re: Sertralin abgesetzt und nun Nebenwirkungen

Beitrag von sinua » Donnerstag, 27.04.17, 12:32

Liebe Fibie,

freut mich, dass dir die Therapie etwas gebracht hat.
Fibie77 hat geschrieben:Eine Therapie habe ich gegen Angststörung gemacht und diese hat mir auch damals etwas gebracht,....
Ich weiß ganz genau,.....welche Werkzeuge ich einsetzen sollte, jedoch ist es so schwer.
Kein Vermeidungsverhalten und alles normal machen.
Jedoch,....ist das so schwer,...wenn man den ganzen Tag mit Augen die innerlich angeschwollen sind,Benommenheit,.....Übelkeit herum läuft.
War es damals auch schon so schwer? Wie hast du es damals geschafft?
Vielleicht könntest du mal beobachten, was für Situationen das sind, in denen du denkst, dass du deine Werkzeuge einsetzen solltest. Und welche Gedanken/ Gefühle dann dazu führen, dass du es nicht tust. Erstmal ohne Wertung und ohne "ich muss die Werkzeuge um jeden Preis anwenden". Nur beobachten. Das ist bei mir oft der erste Schritt.
Wäre es möglich, bei dem Therapeuten nochmal ein paar Stunden zu bekommen?
Fibie77 hat geschrieben:Sind die Symptome weniger,ist alles gut.
Jedoch kommen die Beschwerden,geht es mir ganz schlecht und das blöde,es ist egal ob zu Hause oder woanders.
Verstehe ich richtig, dass du sagst, wenn du Entzugssymptome hast, dann kommen Ängste/depressive Tendenzen wieder? Und wenn du weitgehend symptomfrei bist, sind die Ängste/Depressionen eher weg?
Fibie77 hat geschrieben:Es sollte doch mal langsam besser und nicht schlimmer werden.
Wenn Symptome so lange anhalten,ist es ganz Schwierig wieder keine Depression zu entwickeln.
Ja, das geht uns fast allen so.
In meiner letzten Antwort habe ich ja schon geschrieben, was mir dabei hilft.
Auf der ganz praktischen Ebene ist ein Symptomtagebuch super für mich - hilft beim Loslassen der Thematik und beim Erkennen des langfristigen Trends, der insgesamt nach oben geht.
Fibie77 hat geschrieben:Wie machen nur die anderen das alle?
Wie kann man so Arbeiten gehen.
Wenn es eventuell Jahre dauert,bis es besser wird,...wie macht man das?
Es ist eine ganz schwierige Sache und benötigt extrem Kraft und Geduld.
Naja, die anderen stark Betroffenen überleben irgendwie von Tag zu Tag - manche besser, manche schlechter. Und manche hat es noch viel schlimmer getroffen als uns (ist kein Vorwurf).
Nicht alle können arbeiten gehen.
Wenn es Jahre dauert und man daran nichts ändern kann, dann muss man das akzeptieren und einen Umgang damit finden. Sehr schwierig und das mit der Akzeptanz braucht auch seine Zeit, aber es gibt hier so einige, die das schaffen. Man kann ultraviel daraus lernen und das hat man fürs ganze Leben.

LG
Sinua
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Fibie77
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Re: Sertralin abgesetzt und nun Nebenwirkungen

Beitrag von Fibie77 » Donnerstag, 27.04.17, 20:35

Hallo Sinua,
Damals war es leichter bei der Angsttherapie,da ich diese unter Medikamente gemacht habe und diese vieles Abgefedert haben.
Bei der Therapeutin kann ich keine Stunden mehr bekommen,da diese nicht mehr dort ist.
Die Werkzeuge die ich erlernt habe,versuche ich Einzusetzen,....aber es ist halt nicht so einfach und kommt auf die Situation usw.an.
Die Beschwerden sind halt fast durchgehend und auch wenn ich zu Hause bin,...ist es gleich.
Klar,..geh ich zum Beispiel dann irgendwo in ein Restaurant usw. ist es da schlimmer.
Reizüberflutung,Farben,.....dass Gehirn ist dann überfordert!
Es ist wie wenn ich dann nicht mehr recht mitkomme und dann bin ich überfordert.
Es ist auch so,...sind die Beschwerden besser,...kann ich vieles Super machen.
Sind die Beschwerden schlimm,....kommt die Angst vor der Angst und wenn es lange anhält,..dann bin ich so verzweifelt,dass es in eine Richtung geht,....die gar nicht gut ist,....
Psyche ist dann volle Angeschlagen!
Ist dann schwer zu Kontrollieren,....
Ist dein ein Selbstläufer!
Ein Tagebuch führe ich auch,....sogar mit Essen,....was ich jeden Tag esse.
Jedoch es steht immer das gleiche drin,....
Augenbeschwerden,Benommenheit,Usw.
Mal ist das eine schlimmer und dann ist wieder das andere schlimmer.
Immer schön im Wechsel,.....
Ich kann darin auch kein Muster erkennen!
Aber nun gut,...es ist wie es ist,....
Oder?
Will ja auch nicht jammern,....
Ab morgen gibt es nur einmal Kartoffeln und Reis,...
Dann werde ich weiter sehen!
Liebe Grüße sendet Dir Fibie
- Februar 2011 Ohnmachtsanfall, ohne Diagnose. :shock:
In den darauffolgenden Monaten stellte sich starker Schwindel ein und eine gewisse Angst davon entstand. :(
Ich blieb nur noch zu Hause und ging nicht mehr gerne raus,wenn dann nur zur Arbeit.
- Von Februar 2011 bis April 2014 verschiedene Ärzte konsultiert, von Zahnarzt CMD Behandlung,über Chiropraktoren, und
Infusionen mit Mikronährstoffen war alles dabei.
- Es folgten in dieser Zeit,extreme Ängste,Verzweiflung, keine Energie und Kraft mehr,nur noch Verzweiflung wegen diverser
Symptome.
Meine Symptome veränderten sich und ich bekam einen kontinuierlichen Dauerkopfdruck und Augendruck.
- April 2014 Citolopram 10mg vom Hausarzt verschrieben bekommen.
- Juni 2014 Einweisung in Psychosomatische Klinik, für 8 Wochen.
- Wurde dort auf Cymbalta umgestellt für 2 Wochen,jedoch ist dies wieder gleich abgesetzt worden,da meine weißen
Blutkörperchen stark absanken.
- Von einem auf den anderen Tag,wurde Sertralin eindosiert.
Erst 25 mg und dann 50 mg in der darauffolgenden Woche.
- August 2014,wieder zu Hause und sollte dort noch bis auf 100mg hochdosieren, ging mir jedoch sehr schlecht dabei und
ich blieb bei 50 mg.
- März 2015 fing ich an das Medikament 50 mg Sertralin ganz langsam auszuschleichen, nach Absprache mit meiner
Ärztin.
- Ende Februar 2016 war ich auf 0mg mit dem Sertralin. :party2:
(bei den letzten Schritten ließ ich mir lange Zeit und dosierte mit Zoloft Tropfen ab).
- Seid dieser Zeit Absetzerscheinungen in Form von Sehstörungen, Kopfschmerzen,Übelkeit, komische Gefühle,Augendruck,
Blutzuckerschwankungen (dieser geht immer so tief runter),Benommenheit,.....
Die Symptome wechseln sich ab und sind mal nur leicht und dann wieder ganz stark da.

-Oktober 2016 . Absetzerscheinungen - Kopfschmerzen,Sehstörungen,trockene Augen,Schwindel ,,Blutzucker geht immer noch so tief in Keller,Übelkeit.

-November 2016 ( 9 Monate 0 mg Sertralin)
Kopfschmerzen die aufs Augen strahlen mit Übelkeit,
Blutzucker hat sich normalisiert,ab und zu noch trockene Augen

-Dezember 2016 (10 Monate 0 mg Sertralin)
Kopfschmerzen sind fast weg, jedoch wieder ziemliche Augenprobleme.
Schwipp-Schwapp im Kopf
-Januar 2017 (11 Monate nach 0 mg Sertralin)
Augenprobleme immer noch vorhanden
Schwipp- Schwapp im Kopf, Sodbrennen,
-Februar 2017 ( 1 Jahr auf 0 mg Sertralin)
Augenprobleme / Sehstörungen immer noch vorhanden !
Manchmal noch Schwipp-Schwapp im Kopf und wieder Kopfschmerzen.
-März 2017 (13 Monate auf 0 mg Sertralin)
Augenprobleme, ziemliche Benommenheit,Spannungskopfschmerzen.
-April 2017(14 Monate auf 0 mg Sertralin)
Augenprobleme,Benommenheit,Kopfschmerzen,extremes Tief(muss viel weinen,weil es nicht so recht besser wird)
-August2017(18 Monate nach null)
Starke Magenbeschwerden,Übelkeit,Sodbrennen,Kopfschmerzen,Augenprobleme

-Januar 2018 (23 Monate auf 0mg)
Augenprobleme (schlechteres Sehen und brennende Augen),manchmal noch leichte Gangunsicherheit,schmerzendes
Genick,Reizüberflutung im Kopf/brennen,nicht mehr so starke Spannungskopfschmerzen.
Langsam wird es besser,aber es ist noch nicht gut!
-Februar 2018 ( 2 Jahre auf 0 mg)

Claudiiii
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Re: Sertralin abgesetzt und nun Nebenwirkungen

Beitrag von Claudiiii » Freitag, 28.04.17, 9:53

Hallo Fibie,

Hoffentlich ist es okay, dass ich mich hier einfach einmische. Ich habe nicht deinen ganzen Thread gelesen und hoffe dass ich dir nichts erzähle, was du schon weißt oder sonst irgend ein Fettnäpfchen erwische...

Ich habe auch große Probleme mit den Symptomen klar zu kommen und bin sehr ängstlich was meinen Körper angeht. Wenn ich etwas spüre, geht es mir dann mental auch sofort schlechter. Mein Psychologe meinte, dass der Körper immer kleinere Unstabilitäten hat, ich diese nun aber bemerke und mich sorge. Das schiebt dann den Kreislauf der Angst los. Ich soll versuchen den Zustand so anzunehmen wie er ist. Aber wie du schon sagst es ist so schwer. Ich denke und hoffe, dass es hilft das Ganze immer wieder zu üben.

Auch arbeite ich gerade mit dem Buch "Panikattacken und andere Angststörungen loswerden" von Klaus Bernhardt. Es basiert auf Hirnforschungen und die Kernaussage ist, dass das Gehirn ein Muskel ist, der trainiert werden kann. Mit verschiedenen Denkstrategien auf unterschiedlichen Sinnesebenen sollen so die Muskeln für positive Gedanken gestärkt werden.

Ich kann die noch nicht sagen, dass die verschiedenen Techniken bei mir funktionieren, da ich erst damit begonnen habe. Schaden kann es wohl nicht und man muss ja alles versuchen, damit es wieder besser wird, oder?
Ich bin zusätzlich noch mitten im Absetzen, was alles noch erschwert.

Ich wünsche dir alles Gute und bin guter Dinge, dass du eines Tages viel weniger Angst hast. Wenn die Symptome immer weiter verschwinden hast du keinen Grund Angst zu haben und kannst das Vertrauen in deinen Körper bestimmt wieder erlangen.
Liebe Grüße
Claudi
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Aufgrund von Panikattacken und Angst Venlafaxin bis 75mg eindosiert, außerdem 7,5mg Mirtazapin. Nach 1 Monat Beginn mit Absetzen, durch zu schnelles Absetzen extreme Symptome: Durchfall, Übelkeit bis zum Erbrechen, Traurigkeit, Angst und Panik schlimmer als je zuvor. Besserung durch erneutes Hochdosieren von Venlafaxin. Mirtazapin unter Qualen und Hartnäckigkeit losgeworden.

ab 08.07.16 37,5mg Venlafaxin
ab 15.07.16 75mg = Maximaldosis
ab 08.08.16 Beginn mit Absetzen
Nach viel zu schneller Reduktion (alle 4 Tage 12,5mg) und wieder minimalem Hochdosieren auf 25mg stabilisiert und auf Kügelchen-Präparat umgestiegen
20.10.16 55 Kügelchen 18mg
20.11.16 45 Kügelchen 15mg
15.12.16 35 Kügelchen 11,5mg
11.01.17 25 Kügelchen 6,9mg
08.02.17 15 Kügelchen 4,2mg
08.03.17 10 Kügelchen 2,8mg zu großer Schritt daher
09.03.17 12 Kügelchen 3,3mg schlimmste Symptome
11.05.17 13 Kügelchen 3,6mg Aufdosiert, da keine Stabilisierung in Sicht war
09.10.17 12 Kügelchen 3,3mg endlich weiter runter, seitdem kaum Symptome
10.10.17 11 Kügelchen 3,4mg (neue Packung mit weniger Kügelchen pro Kapsel)
11.11.17 10 Kügelchen 3,1mg
12.12.17 09 Kügelchen 2,8mg
18.01.18 08 Kügelchen 2,5mg
12.03.18 07 Kügelchen 2,2mg
25.04.18 06 Kügelchen 1,9mg
08.06.18 05 Kügelchen 1,6mg

Symptome nach (zu schneller) Reduktion am Morgen extrem und schrecklich: Nervosität, Anspannung, schneller Puls, Angst, Panik, extreme Blähungen, zeitiges Aufwachen, dann Durchfall, manchmal mit Übelkeit bis zum Würgen, teilweise Erbrechen.

Dann Symptome auch ganztägig verteilt: plötzliche Kraftlosigkeit, Müdigkeit, Gefühl das Gehirn schwitzt und ist warm, Unwirklichkeitsgefühl, vereinzelt Anflug von Panik, Traurigkeit, Weinerlichkeit, Pessimismus, wirre Träume.

Nachmittags ist es oft gut und es gibt auch Symptomfreie Tage, wenn ich dann endlich auf einer Dosis stabilisiert bin.

Immer wieder, auch außerhalb der schlimmen Wellen:
schmerzhafte Nacken- und Rückenverspannungen, ständig Blähungen und täglich Durchfall, selten kurzes aber schmerzhaftes Stechen im rechten Unterbauch, Schwindel, Kopfschmerzen

sinua
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Re: Sertralin abgesetzt und nun Nebenwirkungen

Beitrag von sinua » Freitag, 28.04.17, 12:54

Hallo Fibie, hallo Claudi,

immer hereinspaziert, Claudi :group: :)
Spannend, was du berichtest! Ich drücke dir die Daumen, dass das Training greift :)
Fibie77 hat geschrieben:Damals war es leichter bei der Angsttherapie,da ich diese unter Medikamente gemacht habe und diese vieles Abgefedert haben.
Und trotzdem musstest du einen Teil selbst erledigen und das hast du auch geschafft. Das, was du damals gelernt/verstanden/erfahren hast, kann dir auch jetzt weiterhelfen. Den Rest kannst du dir jetzt noch dazu-erarbeiten.
Fibie77 hat geschrieben:Bei der Therapeutin kann ich keine Stunden mehr bekommen,da diese nicht mehr dort ist.
Wenn es dir jetzt nicht gut geht, kannst du dann nicht eine neue/andere Therapie bei jemand anderem machen? Wäre das was für dich?
Fibie77 hat geschrieben:Reizüberflutung,Farben,.....dass Gehirn ist dann überfordert! Es ist wie wenn ich dann nicht mehr recht mitkomme und dann bin ich überfordert.
Das kann z.B. ganz schnöde ein Entzugssymptom sein, das sich null durch Werkzeuge beeindrucken lässt. Haben ja viele hier.
Da kann es sogar kontraproduktiv sein, sich zu zwingen, mitten in einer Welle ist Reizarmut oft besser. Das heißt nicht, dass man nichts machen soll/darf, aber dann vielleicht lieber in die Natur als in Menschenansammlungen gehen.
Fibie77 hat geschrieben:Es ist auch so,...sind die Beschwerden besser,...kann ich vieles Super machen.
Sind die Beschwerden schlimm,....kommt die Angst vor der Angst und wenn es lange anhält,..dann bin ich so verzweifelt,dass es in eine Richtung geht,....die gar nicht gut ist,....
Psyche ist dann volle Angeschlagen!
Ist dann schwer zu Kontrollieren,....
Ist dein ein Selbstläufer!
Ja, ich verstehe, was du meinst, es verselbstständigt sich und man denkt, man kann nicht mehr lenkend eingreifen. Ich hatte das früher auch.
Ich kenne das Konzept der "Angst vor der Angst" theoretisch, aber ich kann mir das nicht genau vorstellen, wie du das konkret meinst:
Du hast also Augenprobleme und Benommenheit und wenn diese länger anhalten, dann bekommst du Angst vor der Angst - d.h. du hast jetzt Angst [1.], dass du später Angst [2.] bekommen könntest. Diese zweite Angst, was ist das? Deine Angststörung, stark und langanhaltend?
Fibie77 hat geschrieben:Ein Tagebuch führe ich auch,....sogar mit Essen,....was ich jeden Tag esse.
Jedoch es steht immer das gleiche drin,....
Augenbeschwerden,Benommenheit,Usw.
Mal ist das eine schlimmer und dann ist wieder das andere schlimmer.
Immer schön im Wechsel,.....
Ich kann darin auch kein Muster erkennen!
Seit wann führst du es denn? Ich kann mir schwer vorstellen, dass immer exakt das gleiche drin steht, du schreibst doch auch von guten Phasen in deinem Thread.
Außerdem vergiss bitte nicht, dass dein ZNS gerade an mehreren Fronten angetriggert wurde: Helicobacter-Behandlung, Darmsanierung, vor kurzem noch Gluten, jetzt Mais/Soja, die du anscheinend auch nicht verträgst usw. - dass die Symptome sich da verstärken, ist normal und dass es nach dem Stoppen der Trigger noch ne ganze Weile dauern kann, bis sich die Symptomverstärkung wieder beruhigt, auch. Du hast ja bei mir gelesen, dass meine Welle 3-4 Monate gedauert hat, obwohl der Trigger nach wenigen Tagen eliminiert war. Und die Übergangsphase danach nochmal 2-3 Monate ging :shock: .
Weißt du, Fibie, es macht wenig Sinn, den schlimmsten Tiefpunkt der akuten Welle (jetzt) mit dem besten Hochpunkt einer Fenster-Phase (früher) zu vergleichen - um dann festzustellen, dass die Symptome schlechter werden statt besser. Wenn überhaupt, dann vergleiche Fenster mit Fenstern - und Wellen mit Wellen.
Außerdem gibt es im Forum häufiger den Tipp: vergleiche nie mit gestern, letzter Woche oder letztem Monat, sondern mit letztem Jahr oder mit "vor 'nem halben Jahr".
Bezüglich der Mustererkennung im Symptomtagebuch hat mich mein Freund überzeugt, die Daten zu digitalisieren, damit man sie grafisch darstellen kann im Verlauf. Das wird sehr lange dauern, aber ich bin sehr gespannt auf das Ergebnis :)

Ich finde nicht, dass du jammerst. Du schreibst über eine schwierige Zeit - genau dafür ist das Forum da :group: .
Fibie77 hat geschrieben:Ab morgen gibt es nur einmal Kartoffeln und Reis,...
Ich drücke dir die Daumen, dass du etwas herausfindest.
Ich mache die Eliminierung übrigens anders herum, ich nehme nach und nach potenziell problematische Lebensmittelkategorien heraus und schaue, was passiert. Aber viele Wege führen nach Rom :)

Liebe Grüße,
Sinua

edit: P.S.: von Kopfdruck und Benommenheit habe ich übrigens schon öfter im Zusammenhang mit Nahrungsmittelunverträglichkeiten/-sensibilitäten gelesen und auch von Schwindel - vielleicht ist die Nahrung stärker an der Entstehung von all deinen Symptomen beteiligt, als du bisher denkst.
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Fibie77
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Re: Sertralin abgesetzt und nun Nebenwirkungen

Beitrag von Fibie77 » Samstag, 29.04.17, 14:18

Hallo Sinua,
dass Buch kenne ich und hab auch schon damit gearbeitet.
Es ist ganz gut,jedoch hat es mir nicht geholfen.
Lg.Fibie
- Februar 2011 Ohnmachtsanfall, ohne Diagnose. :shock:
In den darauffolgenden Monaten stellte sich starker Schwindel ein und eine gewisse Angst davon entstand. :(
Ich blieb nur noch zu Hause und ging nicht mehr gerne raus,wenn dann nur zur Arbeit.
- Von Februar 2011 bis April 2014 verschiedene Ärzte konsultiert, von Zahnarzt CMD Behandlung,über Chiropraktoren, und
Infusionen mit Mikronährstoffen war alles dabei.
- Es folgten in dieser Zeit,extreme Ängste,Verzweiflung, keine Energie und Kraft mehr,nur noch Verzweiflung wegen diverser
Symptome.
Meine Symptome veränderten sich und ich bekam einen kontinuierlichen Dauerkopfdruck und Augendruck.
- April 2014 Citolopram 10mg vom Hausarzt verschrieben bekommen.
- Juni 2014 Einweisung in Psychosomatische Klinik, für 8 Wochen.
- Wurde dort auf Cymbalta umgestellt für 2 Wochen,jedoch ist dies wieder gleich abgesetzt worden,da meine weißen
Blutkörperchen stark absanken.
- Von einem auf den anderen Tag,wurde Sertralin eindosiert.
Erst 25 mg und dann 50 mg in der darauffolgenden Woche.
- August 2014,wieder zu Hause und sollte dort noch bis auf 100mg hochdosieren, ging mir jedoch sehr schlecht dabei und
ich blieb bei 50 mg.
- März 2015 fing ich an das Medikament 50 mg Sertralin ganz langsam auszuschleichen, nach Absprache mit meiner
Ärztin.
- Ende Februar 2016 war ich auf 0mg mit dem Sertralin. :party2:
(bei den letzten Schritten ließ ich mir lange Zeit und dosierte mit Zoloft Tropfen ab).
- Seid dieser Zeit Absetzerscheinungen in Form von Sehstörungen, Kopfschmerzen,Übelkeit, komische Gefühle,Augendruck,
Blutzuckerschwankungen (dieser geht immer so tief runter),Benommenheit,.....
Die Symptome wechseln sich ab und sind mal nur leicht und dann wieder ganz stark da.

-Oktober 2016 . Absetzerscheinungen - Kopfschmerzen,Sehstörungen,trockene Augen,Schwindel ,,Blutzucker geht immer noch so tief in Keller,Übelkeit.

-November 2016 ( 9 Monate 0 mg Sertralin)
Kopfschmerzen die aufs Augen strahlen mit Übelkeit,
Blutzucker hat sich normalisiert,ab und zu noch trockene Augen

-Dezember 2016 (10 Monate 0 mg Sertralin)
Kopfschmerzen sind fast weg, jedoch wieder ziemliche Augenprobleme.
Schwipp-Schwapp im Kopf
-Januar 2017 (11 Monate nach 0 mg Sertralin)
Augenprobleme immer noch vorhanden
Schwipp- Schwapp im Kopf, Sodbrennen,
-Februar 2017 ( 1 Jahr auf 0 mg Sertralin)
Augenprobleme / Sehstörungen immer noch vorhanden !
Manchmal noch Schwipp-Schwapp im Kopf und wieder Kopfschmerzen.
-März 2017 (13 Monate auf 0 mg Sertralin)
Augenprobleme, ziemliche Benommenheit,Spannungskopfschmerzen.
-April 2017(14 Monate auf 0 mg Sertralin)
Augenprobleme,Benommenheit,Kopfschmerzen,extremes Tief(muss viel weinen,weil es nicht so recht besser wird)
-August2017(18 Monate nach null)
Starke Magenbeschwerden,Übelkeit,Sodbrennen,Kopfschmerzen,Augenprobleme

-Januar 2018 (23 Monate auf 0mg)
Augenprobleme (schlechteres Sehen und brennende Augen),manchmal noch leichte Gangunsicherheit,schmerzendes
Genick,Reizüberflutung im Kopf/brennen,nicht mehr so starke Spannungskopfschmerzen.
Langsam wird es besser,aber es ist noch nicht gut!
-Februar 2018 ( 2 Jahre auf 0 mg)

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Re: Sertralin abgesetzt und nun Nebenwirkungen

Beitrag von Fibie77 » Samstag, 29.04.17, 14:23

Liebe Sinua,jetzt bin ich auf Senden gekommen,....oben.....
Das Ernährungstagebuch,führe ich schon 8 Monate, auch schreib ich die Beschwerden usw. in dieses auch herein.
Ich denke auch,dass mit der Ernährung viel zusammen hängt.
Wie führst du deinen Alltag?
Kannst du Einkaufen gehen,...?
Dich mit Freunden treffen?
Lg.Fibie
- Februar 2011 Ohnmachtsanfall, ohne Diagnose. :shock:
In den darauffolgenden Monaten stellte sich starker Schwindel ein und eine gewisse Angst davon entstand. :(
Ich blieb nur noch zu Hause und ging nicht mehr gerne raus,wenn dann nur zur Arbeit.
- Von Februar 2011 bis April 2014 verschiedene Ärzte konsultiert, von Zahnarzt CMD Behandlung,über Chiropraktoren, und
Infusionen mit Mikronährstoffen war alles dabei.
- Es folgten in dieser Zeit,extreme Ängste,Verzweiflung, keine Energie und Kraft mehr,nur noch Verzweiflung wegen diverser
Symptome.
Meine Symptome veränderten sich und ich bekam einen kontinuierlichen Dauerkopfdruck und Augendruck.
- April 2014 Citolopram 10mg vom Hausarzt verschrieben bekommen.
- Juni 2014 Einweisung in Psychosomatische Klinik, für 8 Wochen.
- Wurde dort auf Cymbalta umgestellt für 2 Wochen,jedoch ist dies wieder gleich abgesetzt worden,da meine weißen
Blutkörperchen stark absanken.
- Von einem auf den anderen Tag,wurde Sertralin eindosiert.
Erst 25 mg und dann 50 mg in der darauffolgenden Woche.
- August 2014,wieder zu Hause und sollte dort noch bis auf 100mg hochdosieren, ging mir jedoch sehr schlecht dabei und
ich blieb bei 50 mg.
- März 2015 fing ich an das Medikament 50 mg Sertralin ganz langsam auszuschleichen, nach Absprache mit meiner
Ärztin.
- Ende Februar 2016 war ich auf 0mg mit dem Sertralin. :party2:
(bei den letzten Schritten ließ ich mir lange Zeit und dosierte mit Zoloft Tropfen ab).
- Seid dieser Zeit Absetzerscheinungen in Form von Sehstörungen, Kopfschmerzen,Übelkeit, komische Gefühle,Augendruck,
Blutzuckerschwankungen (dieser geht immer so tief runter),Benommenheit,.....
Die Symptome wechseln sich ab und sind mal nur leicht und dann wieder ganz stark da.

-Oktober 2016 . Absetzerscheinungen - Kopfschmerzen,Sehstörungen,trockene Augen,Schwindel ,,Blutzucker geht immer noch so tief in Keller,Übelkeit.

-November 2016 ( 9 Monate 0 mg Sertralin)
Kopfschmerzen die aufs Augen strahlen mit Übelkeit,
Blutzucker hat sich normalisiert,ab und zu noch trockene Augen

-Dezember 2016 (10 Monate 0 mg Sertralin)
Kopfschmerzen sind fast weg, jedoch wieder ziemliche Augenprobleme.
Schwipp-Schwapp im Kopf
-Januar 2017 (11 Monate nach 0 mg Sertralin)
Augenprobleme immer noch vorhanden
Schwipp- Schwapp im Kopf, Sodbrennen,
-Februar 2017 ( 1 Jahr auf 0 mg Sertralin)
Augenprobleme / Sehstörungen immer noch vorhanden !
Manchmal noch Schwipp-Schwapp im Kopf und wieder Kopfschmerzen.
-März 2017 (13 Monate auf 0 mg Sertralin)
Augenprobleme, ziemliche Benommenheit,Spannungskopfschmerzen.
-April 2017(14 Monate auf 0 mg Sertralin)
Augenprobleme,Benommenheit,Kopfschmerzen,extremes Tief(muss viel weinen,weil es nicht so recht besser wird)
-August2017(18 Monate nach null)
Starke Magenbeschwerden,Übelkeit,Sodbrennen,Kopfschmerzen,Augenprobleme

-Januar 2018 (23 Monate auf 0mg)
Augenprobleme (schlechteres Sehen und brennende Augen),manchmal noch leichte Gangunsicherheit,schmerzendes
Genick,Reizüberflutung im Kopf/brennen,nicht mehr so starke Spannungskopfschmerzen.
Langsam wird es besser,aber es ist noch nicht gut!
-Februar 2018 ( 2 Jahre auf 0 mg)

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Re: Sertralin abgesetzt und nun Nebenwirkungen

Beitrag von sinua » Dienstag, 02.05.17, 12:03

Hi Fibie,

ich glaube, du hast mich oben mit Claudi verwechselt, sie war es, die das Buch empfohlen hat :) .
Fibie77 hat geschrieben:Wie führst du deinen Alltag?
Kannst du Einkaufen gehen,...?
Dich mit Freunden treffen?
In meinem Thread schreibe ich in fast jedem meiner Posts darüber. In dem letzten Bericht, den ich dir weiter oben schon verlinkt hatte, steht auch wieder was dazu: viewtopic.php?f=18&t=9318&start=100#p189601 (4. Absatz nach der Begrüßung).

Alles Gute für dich,
Sinua
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Re: Sertralin abgesetzt und nun Nebenwirkungen

Beitrag von Fibie77 » Dienstag, 02.05.17, 14:31

Hallo Sinua,
oh Entschuldigung,...ich bin etwas durcheinander,....wegen dem Buch,...stimmt ja,...Claudi hat es geschrieben.
Habe nochmal deinen Thread etwas durchgelesen und es sind wirklich sehr viele Punkte extrem ähnlich bei uns beiden.
Ist schon Hammer,....echt!
Heute habe ich wieder solche Sehstörungen und trotzdem habe ich mich gezwungen Spazieren zu gehen.
Es schwangt dann immer alles so und ich mein dann grad,...ich bin benommen,....
Kein tolles Gefühl und einfach nur furchtbar,.....
Wie geht es mit deiner Ernährungsumstellung?
Lg.Fibie
- Februar 2011 Ohnmachtsanfall, ohne Diagnose. :shock:
In den darauffolgenden Monaten stellte sich starker Schwindel ein und eine gewisse Angst davon entstand. :(
Ich blieb nur noch zu Hause und ging nicht mehr gerne raus,wenn dann nur zur Arbeit.
- Von Februar 2011 bis April 2014 verschiedene Ärzte konsultiert, von Zahnarzt CMD Behandlung,über Chiropraktoren, und
Infusionen mit Mikronährstoffen war alles dabei.
- Es folgten in dieser Zeit,extreme Ängste,Verzweiflung, keine Energie und Kraft mehr,nur noch Verzweiflung wegen diverser
Symptome.
Meine Symptome veränderten sich und ich bekam einen kontinuierlichen Dauerkopfdruck und Augendruck.
- April 2014 Citolopram 10mg vom Hausarzt verschrieben bekommen.
- Juni 2014 Einweisung in Psychosomatische Klinik, für 8 Wochen.
- Wurde dort auf Cymbalta umgestellt für 2 Wochen,jedoch ist dies wieder gleich abgesetzt worden,da meine weißen
Blutkörperchen stark absanken.
- Von einem auf den anderen Tag,wurde Sertralin eindosiert.
Erst 25 mg und dann 50 mg in der darauffolgenden Woche.
- August 2014,wieder zu Hause und sollte dort noch bis auf 100mg hochdosieren, ging mir jedoch sehr schlecht dabei und
ich blieb bei 50 mg.
- März 2015 fing ich an das Medikament 50 mg Sertralin ganz langsam auszuschleichen, nach Absprache mit meiner
Ärztin.
- Ende Februar 2016 war ich auf 0mg mit dem Sertralin. :party2:
(bei den letzten Schritten ließ ich mir lange Zeit und dosierte mit Zoloft Tropfen ab).
- Seid dieser Zeit Absetzerscheinungen in Form von Sehstörungen, Kopfschmerzen,Übelkeit, komische Gefühle,Augendruck,
Blutzuckerschwankungen (dieser geht immer so tief runter),Benommenheit,.....
Die Symptome wechseln sich ab und sind mal nur leicht und dann wieder ganz stark da.

-Oktober 2016 . Absetzerscheinungen - Kopfschmerzen,Sehstörungen,trockene Augen,Schwindel ,,Blutzucker geht immer noch so tief in Keller,Übelkeit.

-November 2016 ( 9 Monate 0 mg Sertralin)
Kopfschmerzen die aufs Augen strahlen mit Übelkeit,
Blutzucker hat sich normalisiert,ab und zu noch trockene Augen

-Dezember 2016 (10 Monate 0 mg Sertralin)
Kopfschmerzen sind fast weg, jedoch wieder ziemliche Augenprobleme.
Schwipp-Schwapp im Kopf
-Januar 2017 (11 Monate nach 0 mg Sertralin)
Augenprobleme immer noch vorhanden
Schwipp- Schwapp im Kopf, Sodbrennen,
-Februar 2017 ( 1 Jahr auf 0 mg Sertralin)
Augenprobleme / Sehstörungen immer noch vorhanden !
Manchmal noch Schwipp-Schwapp im Kopf und wieder Kopfschmerzen.
-März 2017 (13 Monate auf 0 mg Sertralin)
Augenprobleme, ziemliche Benommenheit,Spannungskopfschmerzen.
-April 2017(14 Monate auf 0 mg Sertralin)
Augenprobleme,Benommenheit,Kopfschmerzen,extremes Tief(muss viel weinen,weil es nicht so recht besser wird)
-August2017(18 Monate nach null)
Starke Magenbeschwerden,Übelkeit,Sodbrennen,Kopfschmerzen,Augenprobleme

-Januar 2018 (23 Monate auf 0mg)
Augenprobleme (schlechteres Sehen und brennende Augen),manchmal noch leichte Gangunsicherheit,schmerzendes
Genick,Reizüberflutung im Kopf/brennen,nicht mehr so starke Spannungskopfschmerzen.
Langsam wird es besser,aber es ist noch nicht gut!
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Re: Sertralin abgesetzt und nun Nebenwirkungen

Beitrag von sinua » Donnerstag, 04.05.17, 18:53

Liebe Fibie,

ist doch nicht schlimm mit der Verwechslung, das passiert schonmal :)
Fibie77 hat geschrieben:Wie geht es mit deiner Ernährungsumstellung?
Bisher ist es sehr ermutigend, aber ich muss das Ganze noch einige Wochen beobachten, bevor ich ausführlicher berichten kann.

Ich drücke dir die Daumen,
Sinua
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Re: Sertralin abgesetzt und nun Nebenwirkungen

Beitrag von Fibie77 » Freitag, 05.05.17, 8:44

Hallo an alle und zwar habe ich eine Frage!

Es geht darum,dass bei mir eine Helicobacter Infektion festgestellt wurde.
Diese wurde erst durch den Heilpraktiker festgestellt und nun nochmals durch meinen Hausarzt bestätigt.

Da ich extreme Magenbeschwerden habe und es wirklich heftig ist,sagte mein Hausarzt,....dass wir diesen mit einer Antibiotika triple Therapie beseitigen können.

Meine Sorge ist nun,dass ich ja 15 Monate auf null mg Sertralin bin und ich ziemliche Absetzprobleme immer noch habe.

Im Forum wird ja immer geschrieben,dass Antibiotika die Symptome stark triggern und alles noch viel Schlimmer machen.

Meine Frage an euch ist,.....sind es alle Antibiotikas oder nur drei oder vier bestimmte Sorten,die so extrem triggern können. :?

Mein Hausarzt sagte auch,es müsse bei diesen Beschwerden schon behandelt werden.

Ich plage mich mit ständiger Übelkeit und extremen Magenschmerzen herum und dies kann ich so nicht anstehen lassen!

Über eine Antwort von euch würde ich mich freuen!

Ah,bevor ich es vergesse,ich habe oben in der Suchfunktion mal Antibiotika eingegeben und da wurde von zwei oder drei Berichtet,die extrem triggern sollen.

Die Antibiotika der triple Therapie sind eine andere Sorte.
Vielen Dank
Fibie

PS.Sinua danke für deine Rückmeldung
- Februar 2011 Ohnmachtsanfall, ohne Diagnose. :shock:
In den darauffolgenden Monaten stellte sich starker Schwindel ein und eine gewisse Angst davon entstand. :(
Ich blieb nur noch zu Hause und ging nicht mehr gerne raus,wenn dann nur zur Arbeit.
- Von Februar 2011 bis April 2014 verschiedene Ärzte konsultiert, von Zahnarzt CMD Behandlung,über Chiropraktoren, und
Infusionen mit Mikronährstoffen war alles dabei.
- Es folgten in dieser Zeit,extreme Ängste,Verzweiflung, keine Energie und Kraft mehr,nur noch Verzweiflung wegen diverser
Symptome.
Meine Symptome veränderten sich und ich bekam einen kontinuierlichen Dauerkopfdruck und Augendruck.
- April 2014 Citolopram 10mg vom Hausarzt verschrieben bekommen.
- Juni 2014 Einweisung in Psychosomatische Klinik, für 8 Wochen.
- Wurde dort auf Cymbalta umgestellt für 2 Wochen,jedoch ist dies wieder gleich abgesetzt worden,da meine weißen
Blutkörperchen stark absanken.
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Ärztin.
- Ende Februar 2016 war ich auf 0mg mit dem Sertralin. :party2:
(bei den letzten Schritten ließ ich mir lange Zeit und dosierte mit Zoloft Tropfen ab).
- Seid dieser Zeit Absetzerscheinungen in Form von Sehstörungen, Kopfschmerzen,Übelkeit, komische Gefühle,Augendruck,
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-Oktober 2016 . Absetzerscheinungen - Kopfschmerzen,Sehstörungen,trockene Augen,Schwindel ,,Blutzucker geht immer noch so tief in Keller,Übelkeit.

-November 2016 ( 9 Monate 0 mg Sertralin)
Kopfschmerzen die aufs Augen strahlen mit Übelkeit,
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-Dezember 2016 (10 Monate 0 mg Sertralin)
Kopfschmerzen sind fast weg, jedoch wieder ziemliche Augenprobleme.
Schwipp-Schwapp im Kopf
-Januar 2017 (11 Monate nach 0 mg Sertralin)
Augenprobleme immer noch vorhanden
Schwipp- Schwapp im Kopf, Sodbrennen,
-Februar 2017 ( 1 Jahr auf 0 mg Sertralin)
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Manchmal noch Schwipp-Schwapp im Kopf und wieder Kopfschmerzen.
-März 2017 (13 Monate auf 0 mg Sertralin)
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-April 2017(14 Monate auf 0 mg Sertralin)
Augenprobleme,Benommenheit,Kopfschmerzen,extremes Tief(muss viel weinen,weil es nicht so recht besser wird)
-August2017(18 Monate nach null)
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-Januar 2018 (23 Monate auf 0mg)
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Re: Sertralin abgesetzt und nun Nebenwirkungen

Beitrag von Murmeline » Freitag, 05.05.17, 8:54

Liebe Fibie,

ich habe selbst keine Erfahrungen damit. Über die Suchfunktion hab ich noch zu anderen Stichworten geschaut, gibt es zu triple ein paar Einträge: search.php?keywords=triple und zu Heliobacter auch: search.php?keywords=Helicobacter

Vielleicht bekommst Du beim Stöbern durch die Beiträge weitere Eindrücke zu Erfahrungwerten.
Meine Frage an euch ist,.....sind es alle Antibiotikas oder nur drei oder vier bestimmte Sorten,die so extrem triggern können.
Fluorchinolone können besonders übel sein, ansonsten scheint es mir individuell unterschiedlich, ob und welches gut vertragen wird. Einige entwickleten ja eine so hohe Sensibilität, dass es wirklich schwer ist. Manchmal kann die Behandlung eines weiteren gesundheitlichen Problems aber auch ein Puzzlestück auf dem Weg zu einem besseren Wohlbefinden sein. Es ist nicht immer leicht, das abzuwägen.

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Re: Sertralin abgesetzt und nun Nebenwirkungen

Beitrag von Fibie77 » Freitag, 05.05.17, 9:09

Danke Murmeline,für deine schnelle Antwort.
Werde nochmal in der Suchfunktion schauen.
Lg.Fibie
- Februar 2011 Ohnmachtsanfall, ohne Diagnose. :shock:
In den darauffolgenden Monaten stellte sich starker Schwindel ein und eine gewisse Angst davon entstand. :(
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- Von Februar 2011 bis April 2014 verschiedene Ärzte konsultiert, von Zahnarzt CMD Behandlung,über Chiropraktoren, und
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- Es folgten in dieser Zeit,extreme Ängste,Verzweiflung, keine Energie und Kraft mehr,nur noch Verzweiflung wegen diverser
Symptome.
Meine Symptome veränderten sich und ich bekam einen kontinuierlichen Dauerkopfdruck und Augendruck.
- April 2014 Citolopram 10mg vom Hausarzt verschrieben bekommen.
- Juni 2014 Einweisung in Psychosomatische Klinik, für 8 Wochen.
- Wurde dort auf Cymbalta umgestellt für 2 Wochen,jedoch ist dies wieder gleich abgesetzt worden,da meine weißen
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(bei den letzten Schritten ließ ich mir lange Zeit und dosierte mit Zoloft Tropfen ab).
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Blutzuckerschwankungen (dieser geht immer so tief runter),Benommenheit,.....
Die Symptome wechseln sich ab und sind mal nur leicht und dann wieder ganz stark da.

-Oktober 2016 . Absetzerscheinungen - Kopfschmerzen,Sehstörungen,trockene Augen,Schwindel ,,Blutzucker geht immer noch so tief in Keller,Übelkeit.

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-Januar 2017 (11 Monate nach 0 mg Sertralin)
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-Februar 2017 ( 1 Jahr auf 0 mg Sertralin)
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Manchmal noch Schwipp-Schwapp im Kopf und wieder Kopfschmerzen.
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Re: Sertralin abgesetzt und nun Nebenwirkungen

Beitrag von Doktrin » Sonntag, 07.05.17, 20:48

Hi Fibie,


Ich empfehle penecillin z.b. Amoxcylicin oder ein Tetracyclin wie z.b. Doxycyclin

Kein Probleme damit.

Fluorchinolone generell nicht, nicht mal bei gesunden

Gruß
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Seit August 2016 (Sehstörungen, Photophobie, Augen massiv trocken (früher nie gehabt) und Benommenheit keine weiteren Symptome)
Seit 22.September 2016 Photophobie geht zurück, ebenso fokussieren wird besser
Seit 05.Oktober 0,5mg Paroxetin
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noch vorhandene Probleme: Photophobie , Benommenheit (Gefühl auf Droge zu sein), Tunnelblick

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Re: Sertralin abgesetzt und nun Nebenwirkungen

Beitrag von carlotta » Montag, 08.05.17, 16:02

Hallo Fibie,

schau mal, ob Du dem Heliobacter nicht alternativ beikommen kannst. Es gibt auch HP, die sich mit so etwas auskennen. Wenn alle Stricke reißen, kann man immer noch über eine konventionelle Therapie nachdenken.

AB verursachen im Entzug nicht selten tiefgreifende Probleme, weil sie sehr aufs ZNS einwirken. Bei Amoxicillin gab es bei Betroffenen schon heftige Probleme, aber es kann auch bei anderen Wirkstoffen vorkommen. Es ist einfach ein Risiko.

Wenn es sich irgendwie vermeiden lässt, sollte man das tun. Schon um das ZNS nicht immer erneut in die Knie zu zwingen.

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Re: Sertralin abgesetzt und nun Nebenwirkungen

Beitrag von Jamie » Montag, 08.05.17, 16:14

Hallo Fibie,

das ist natürlich blöd. :(

Also - die Helicobakter-Therapie, das sind 2 gängige AB plus ein Protonenpumpeninhibitor (PPI) wie Omeprazol, Pantoprazol etc.
Die AB, die für diese Therapie zugelassen sind, sind Gott sei Dank nicht die gefährlichen aus der Gruppe der Fluorchinolone / -floxacine.
Nichtsdestotrotz können sie heftige NW haben und triggern.

Ich erinnere mich mit unguten Gefühlen an meine Eradikationstherapie; und damals war ich ein Teenie und hatte noch nix mit Psychopharmaka an der Backe. Mir war es eine Woche lang sterbenselend, ich habe ständig gebrochen und mir war es über Stunden k*tzübel :(; ich hab das damals nur mit MCP überlebt und das Therapieende herbeigesehnt. Ich würde dir gerne sagen, dass mir die Triple-Therapie nix ausgemacht hat, aber das wäre gelogen.
Es war ziemlich heavy und ich will es nicht wieder tun müssen.

Andererseits ist es so, dass der Keim Helicobakter pylori mittlerweile als einer der Faktoren ausgemacht wurde, der Magenkrebs begünstigt.
Das heißt abwarten und Tee trinken ist nicht; man muss versuchen ihn loszuwerden.

Ohne dir Versprechungen machen zu wollen, würde ich dir empfehlen, mal mit Herrn Werner Kühni (Lavandinum) Kontakt aufzunehmen; er ist Heilpraktiker und berät auch telefonisch, wenn man sein Kolloidales Silber kauft. Ich meine mich zu erinnern, dass es Therapieversuche (erfolgreiche!) gab, den Helicobacter mit hoch dosiertem Kolloidalem Silber wegzubekommen. Herr Kühnis Silberwasser ist sehr hochwertig und preislich nicht überteuert. Evtl. helfen auch ätherische Öle, die er mit in Therapien einbaut. Eine Anfrage ist es wert; es kostet nicht mehr als einen Anruf und ein Infogespräch. https://www.heilsteinmuseum.de/kontakt/

Herr Kühni hat auch eine facebook-Gruppe: Kolloidales Silber als Medizin. Allerdings ist der Ton da etwas rau / forsch und Herr Kühni kommt schrullig rüber; ich habe ihn aber bei einer persönlichen telefon. Beratung als sehr aufgeschlossen und freundlich erlebt. Er begleitet übrigens auch Psychopharmaka-Entziehende und weiß, dass das ein hartes Stück Arbeit ist.

Grüße
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Re: Sertralin abgesetzt und nun Nebenwirkungen

Beitrag von Doktrin » Montag, 08.05.17, 18:28

Also ich hatte erst vor 2 Wochen Amoxillin nehmen müssen, nach einer Op.

Hatte erst Angst gehabt, aber war Quatsch, hatte keinerlei Verschlechterung nix, nicht mal Magen Darm Probleme trotz 2 Tabletten pro Tag.
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Seit 22.September 2016 Photophobie geht zurück, ebenso fokussieren wird besser
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Re: Sertralin abgesetzt und nun Nebenwirkungen

Beitrag von carlotta » Montag, 08.05.17, 18:58

Hallo Doktrin,

es ist gut zu hören, dass Du das AB gut vertragen hast. Es hat auch niemand behauptet, dass jede/r Betroffene damit im Entzug ein Problem hat. Nur begegnen uns immer wieder Fälle, wo die Einnahme schwerwiegende Konsequenzen mit sich brachte. Gerade bei Amoxicillin sind mir persönlich Fälle bekannt. Es kann ein Problem sein, muss aber nicht. Leider weiß man das nicht im Vorhinein, daher sprach ich auch von Risiko.

Insgesamt ist es (in vielerlei Hinsicht) immer von Vorteil, wenn man auf AB verzichten kann. Schon wegen der drohenden Resistenzen, der schädlichen Folgen für die Darmflora etc. Und für Entzügige kommt eben noch die Triggergefahr hinzu. Daher ist es bestimmt kein Fehler, erst mal (soweit möglich) nach Alternativen Ausschau zu halten.

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Re: Sertralin abgesetzt und nun Nebenwirkungen

Beitrag von Fibie77 » Montag, 08.05.17, 19:51

Hallo ihr lieben,
Dankeschön für eure Antworten.
Ich habe halt durch diesen Helicobacter extreme Magenbeschwerden und mein Hausarzt meinte,es sei damit nicht zu Spaßen.
War ja deswegen erst beim Heilpraktiker und der hat es raus gefunden,durch eine Stuhluntersuchung.
Er hat mir dann Tinkturen verschrieben und diese habe ich fast 2 Wochen benommen.
Mir ging es aber damit echt schlecht und ich habe es abgesetzt.
Bin dann nochmal zum Hausarzt und der hat jetzt nochmal einen neuen Test gemacht.
Ergebnis kommt am Freitag.
Er hat aber gleich gesagt,wenn etwas rauskommt dann wird er gleich behandelt,da macht er keinen Spaß.
Ich habe ihm die Unterlagen vom Heilpraktiker gezeigt und er meinte nur,so bekomme ich das niemals weg.
Lg.Fibie
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- August 2014,wieder zu Hause und sollte dort noch bis auf 100mg hochdosieren, ging mir jedoch sehr schlecht dabei und
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-Oktober 2016 . Absetzerscheinungen - Kopfschmerzen,Sehstörungen,trockene Augen,Schwindel ,,Blutzucker geht immer noch so tief in Keller,Übelkeit.

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Re: Sertralin abgesetzt und nun Nebenwirkungen

Beitrag von carlotta » Dienstag, 09.05.17, 17:25

Hallo Fibie,
Fibie77 hat geschrieben:Ich habe ihm die Unterlagen vom Heilpraktiker gezeigt und er meinte nur,so bekomme ich das niemals weg.
Ja, das sind die üblichen Aussagen von Schulmedizinern. Kann sein, muss aber nicht. Die behaupten ja auch gerne mal, dass AD im unteren Dosisbereich gar keine Wirkung mehr hätten und direkt abgesetzt werden könnten. Oder dass es keine längerfristigen Entzugserscheinungen gebe. :whistle:

Mir ist ein Fall einer Betroffenen im Langzeitentzug bekannt, die so gut wie keine synthetischen Medikamente mehr verträgt und den Heliobacter durch einen HP behandeln ließ. Die Beschwerden sind mittlerweile weg.

Allerdings ist es vielmehr ein Problem, wenn Du die Mittel des HP nicht verträgst. Evtl. kannst Du noch nach Alternativen fragen bzw. Dich beraten lassen?

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Re: Sertralin abgesetzt und nun Nebenwirkungen

Beitrag von Fibie77 » Mittwoch, 10.05.17, 15:12

Hallo,
Ja werde mal schauen ,...
Dankeschön,...
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- Von einem auf den anderen Tag,wurde Sertralin eindosiert.
Erst 25 mg und dann 50 mg in der darauffolgenden Woche.
- August 2014,wieder zu Hause und sollte dort noch bis auf 100mg hochdosieren, ging mir jedoch sehr schlecht dabei und
ich blieb bei 50 mg.
- März 2015 fing ich an das Medikament 50 mg Sertralin ganz langsam auszuschleichen, nach Absprache mit meiner
Ärztin.
- Ende Februar 2016 war ich auf 0mg mit dem Sertralin. :party2:
(bei den letzten Schritten ließ ich mir lange Zeit und dosierte mit Zoloft Tropfen ab).
- Seid dieser Zeit Absetzerscheinungen in Form von Sehstörungen, Kopfschmerzen,Übelkeit, komische Gefühle,Augendruck,
Blutzuckerschwankungen (dieser geht immer so tief runter),Benommenheit,.....
Die Symptome wechseln sich ab und sind mal nur leicht und dann wieder ganz stark da.

-Oktober 2016 . Absetzerscheinungen - Kopfschmerzen,Sehstörungen,trockene Augen,Schwindel ,,Blutzucker geht immer noch so tief in Keller,Übelkeit.

-November 2016 ( 9 Monate 0 mg Sertralin)
Kopfschmerzen die aufs Augen strahlen mit Übelkeit,
Blutzucker hat sich normalisiert,ab und zu noch trockene Augen

-Dezember 2016 (10 Monate 0 mg Sertralin)
Kopfschmerzen sind fast weg, jedoch wieder ziemliche Augenprobleme.
Schwipp-Schwapp im Kopf
-Januar 2017 (11 Monate nach 0 mg Sertralin)
Augenprobleme immer noch vorhanden
Schwipp- Schwapp im Kopf, Sodbrennen,
-Februar 2017 ( 1 Jahr auf 0 mg Sertralin)
Augenprobleme / Sehstörungen immer noch vorhanden !
Manchmal noch Schwipp-Schwapp im Kopf und wieder Kopfschmerzen.
-März 2017 (13 Monate auf 0 mg Sertralin)
Augenprobleme, ziemliche Benommenheit,Spannungskopfschmerzen.
-April 2017(14 Monate auf 0 mg Sertralin)
Augenprobleme,Benommenheit,Kopfschmerzen,extremes Tief(muss viel weinen,weil es nicht so recht besser wird)
-August2017(18 Monate nach null)
Starke Magenbeschwerden,Übelkeit,Sodbrennen,Kopfschmerzen,Augenprobleme

-Januar 2018 (23 Monate auf 0mg)
Augenprobleme (schlechteres Sehen und brennende Augen),manchmal noch leichte Gangunsicherheit,schmerzendes
Genick,Reizüberflutung im Kopf/brennen,nicht mehr so starke Spannungskopfschmerzen.
Langsam wird es besser,aber es ist noch nicht gut!
-Februar 2018 ( 2 Jahre auf 0 mg)

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