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Re: Escitalopram nach 10 Jahren ausgeschlichen/ Bupropion abgesetzt

Beitrag von Monalinde » Sonntag, 11.12.16, 10:26

Hallo Cat,

magst du mal berichten, ob du noch Beschwerden aufgrund deiner Nasennebenhöhlenentzündung hast? Loratadin ist das ein Antihistaminikum?

Ich laboriere noch immer an meiner Nasennebenhöhlenentzündung herum, vermutlich sind das auch noch irgendwie Nachwirkungen des Entzugs. auch nach so langer Zeit. Mir ist die Idee dazu gekommen, als ich deinen Beitrag jetzt las. Mein HNO hat mir Vividrin verordnet jetzt, das auch in die Richtung Histamin geht, ich finde, dass meine Nase dadurch etwas freier wird.
Festgestellt wurde auch eine Hausstaubmilbenallergie, obwohl ich alles fast milbendicht gemacht habe, bemerke ich jedenfalls keine Veränderung zum positiven. Hast du auch manchmal Atemnot?

Und noch ewas. Ich leíde auch an der Refluxkrankheit und habe den Verdacht, dass auch dies evtl. die Nebenhöhlen mit beeinträchtigen könnte. Ich muss viel aufstoßen, es sind verstärkt Gase, besonders aber nachts, wie es das beim stillen Reflux manchmal gibt. Es wird tatsächlich besser, wenn ich nachts auf einem erhöhten Kissen liege und bestimmte Lebensmittel wie Fette, starke Gewürze Fritiertes meide und möglichst histaminarm esse. Aber ganz weg ist es nicht. Ich habe das alles erst, seitdem ich die Medikamente abgesetzt habe. Aber manchmal kommen die Dinge auch von ganz allein.

Vielleicht gibt es jemandem im Forum, dem es so ähnlich geht oder besser darüber Bescheid weiss.


Dein hoffnungsvoller Beitrag macht Mut. Danke Cat! Alles Gute, weiterhin

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2010 bis 2012 Trevilor 37,5 mg ausschließlich,
Diagnose: Angst und Depression

Dezember 2012 auf Null abgesetzt, 10 Prozent im Rhythmus von 14 Tagen ( zu schnell)
Seit Dezembe 2012 im protahierten Entzug.
Symptome:
( Tinnitus 2011) , Speiseröhrenentzündung, Reflux, Schleim im Hals saures Aufstoßen seit 2014,
Albträume, Durchschlafstörungen, Erschöpfungszustände, Hautausschläge, Angstzustände,
Gelenkschmerzen, Schwindel, Schüttelfrost, Zwangsgedanken, Ohrwürmer, Neuroemotionen, Durchfälle)

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Re: Escitalopram nach 10 Jahren ausgeschlichen/ Bupropion abgesetzt

Beitrag von Straycat » Sonntag, 11.12.16, 20:40

Hallo Mona,

Danke für deine Antwort!
Monalinde hat geschrieben: magst du mal berichten, ob du noch Beschwerden aufgrund deiner Nasennebenhöhlenentzündung hast?
Die Nasennebenhöhlenentzündung habe ich zum Glück ohne Antibiotikum ausheilen können. Mir haben dabei GeloMyrtol forte Kapseln sehr geholfen und ich habe jeden Tag mit Kamillosan-Lösung ca. 15 Minunen inhaliert.
Außerdem habe ich noch Clarinase genommen. Das behinhaltet Loratadin und Pseudoephedrinsulfat.
Monalinde hat geschrieben:Loratadin ist das ein Antihistaminikum?
Ja genau, das bewirkt, dass die Nasenschleimhaut abschwillt und das Sekret abfließen kann, das man durch die GeloMyrtol Kapseln und das Inhalieren gelöst hat.
Loratadin soll angeblich nicht stark auf das ZNS wirken - ich bin bei so etwas aber sehr skeptisch. Ich würde es daher im Entzug nicht wirklich empfehlen. Der Wirkstoff Pseudoephedrinsulfat ist allerdings noch etwas heftiger, was das ZNS betrifft. Er kann heftige Nebenwirkungen haben.
Ich habe das Clarinase daher einmal genommen und erst abgewartet, wie ich es vertrage. ich hatte davon kurzfristig beschleunigten Puls und fühlte mich etwas "aufgeputscht".
Clarinase würde ich daher eher mit Vorbehalt empfehlen... vor allem wenn das ZNS sehr empfindlich ist. Ich weiß zwar nicht, ob schon andere berichtet haben, dass es Absetzsymptome triggert, aber ich könnte es mir bei diesem Medikament durchaus vorstellen.
Monalinde hat geschrieben: Ich laboriere noch immer an meiner Nasennebenhöhlenentzündung herum, vermutlich sind das auch noch irgendwie Nachwirkungen des Entzugs. auch nach so langer Zeit. Mir ist die Idee dazu gekommen, als ich deinen Beitrag jetzt las. Mein HNO hat mir Vividrin verordnet jetzt, das auch in die Richtung Histamin geht, ich finde, dass meine Nase dadurch etwas freier wird.
Festgestellt wurde auch eine Hausstaubmilbenallergie, obwohl ich alles fast milbendicht gemacht habe, bemerke ich jedenfalls keine Veränderung zum positiven. Hast du auch manchmal Atemnot?
Oje du Arme :( Sowas ist echt mühsam!
Hast du es schon mit Inhalationen probiert? Das hat bei mir echt gut geholfen. Einfach 3 Teelöffel mit einem halben Liter Wasser aufkochen und dann 15 Minuten inhalieren. Kann man auch mehrfach täglich machen.
Ich habe auch eine Hausstaubmilbenallergie... allerdings dürfte meine sehr schwach ausgeprägt sein. Nur wenn es wirklich staubig ist, bekomme ich Atemnot. Ich hatte nur einmal als Kind einen Asthmaanfall.
Monalinde hat geschrieben: Und noch ewas. Ich leíde auch an der Refluxkrankheit und habe den Verdacht, dass auch dies evtl. die Nebenhöhlen mit beeinträchtigen könnte. Ich muss viel aufstoßen, es sind verstärkt Gase, besonders aber nachts, wie es das beim stillen Reflux manchmal gibt. Es wird tatsächlich besser, wenn ich nachts auf einem erhöhten Kissen liege und bestimmte Lebensmittel wie Fette, starke Gewürze Fritiertes meide und möglichst histaminarm esse. Aber ganz weg ist es nicht. Ich habe das alles erst, seitdem ich die Medikamente abgesetzt habe. Aber manchmal kommen die Dinge auch von ganz allein.
Mit der Refluxkrankheit kenne ich mich gar nicht aus, muss ich gestehen.
Ich tue mir manchmal auch schwer zu unterscheiden, was durch den Entzug ausgelöst wurde und was einfach zufällig zur selben Zeit aufgetreten ist.
Ich habe zum Beispiel seit ich Escitalopram abgesetzt habe immer wieder heftige Muskelverspannungen (immer im gleichen Bereich). Da ich anfangs nach dem Absetzen ja noch Bupropion genommen habe, dachte ich, es könnte daher kommen. Aber nun nach dem ich Bupropion auch schon einige Zeit abgesetzt habe, kommen die Verspannungen dennoch immer wieder. Das kann natürlich auch an meinem Computerarbeitsplatz, meiner Fehlhaltung, mangelnder Bewegung, einer schlechten Matratze oder eben dem Entzug liegen... so genau weiß ich es natürlich nicht. Im Grunde macht es auch keinen Unterschied im Moment. ich mache Physiotherapie und wenn es sehr schlimm ist nehme ich Wärmeumschläge von ThermaCare - die helfen bei mir recht gut.
Monalinde hat geschrieben: Dein hoffnungsvoller Beitrag macht Mut. Danke Cat! Alles Gute, weiterhin
Danke, das freut mich sehr, dass ich Mut machen kann. Alles in allem habe ich wohl echt Glück gehabt und mein Entzug verlief/verläuft sehr sanft. Die ersten 3 Wochen waren schlimm (Sehstörungen, Schwindel, Halluzinationen, Panikattacken usw.), aber nun geht es echt schon sehr viel besser. Ich hoffe, dass es so bleibt ;)

Auch dir alles Gute und vor allem Gute Besserung für deine Nebenhöhlenentzündung!
Liebe Grüße,
Cat
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Symptome : Weinen ohne Grund, grundlose Hoffnungslosigkeit, keine Motivation für irgendwas; Panikattacken/ Neuralgien seit 2017 Diagnose: unipolare Depression (2006), Panikstörung (2017)
Behandlung mit Escitalopram 10mg, später Steigerung auf 15mg und 20mg - ingsgesamt 10 Jahre
08/2016: Bupropion 300mg - eingeschlichen 1 Woche 150mg, dann 300mg
seit Volldosierung Bupropion (300mg) schrittweises Ausschleichen von Escitalopram (1 Woche 15mg, 2 Wochen 10mg, 1 Woche 5mg)
Bupropion: - 10 Tage 150mg (noch während voller Dosis Escitalopram), danach auf 300mg für 7 Wochen, dann wieder Reduzierung auf 150mg für 7 Tage aufgrund von übermäßiger Agitation und am 26.10.2016 auf 0mg (eigene Entscheidung ohne Arzt, da die Agitation und Panikattacken nicht abnahmen)
Seit 03/2017: 2 Wochen 37,5mg Venlafaxin, seither 75mg Venlafaxin
04-05/2017: 50mg Trittico, wieder abgesetzt
Seit 06.05.2018: Reduktion Venlafaxin um 10% (also Reduktion um 7,5 mg) - derzeit also 67,5 mg Venlafaxin
Seit 05.06.2018: Reduktion Venlafaxin um 10% der Restdosis (Reduktion um 6,7 mg) - derzeit 60,75 mg Venlafaxin
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Seit 01.08.2018: Reduktion Venlafaxin um 10% der Restdosis (Reduktion um 5,5 mg) - derzeit 49,2 mg Venlafaxin
Seit 10.08.2018: leichte Anhebung wieder auf 54 mg Venlafaxin (aufgrund eines Kreislaufkollaps, von dem ich mir nicht sicher bin, ob eine Panikattacke dabei war)
Seit 19.09.2018: Reduktion Venlafaxin auf 50 mg (ca. um 7%)
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uwe57
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Re: Escitalopram nach 10 Jahren ausgeschlichen/ Bupropion abgesetzt

Beitrag von uwe57 » Montag, 12.12.16, 11:55

Liebe Cat,

erstmal vielen Dank für deinen "Roman" am Anfang und meine Gratulation zum Absezen der Medis. Ich selbst habe Bupropion nach 40 Tagen je 150mg erfolgreich abgesetzt, ohne Entzugs-Symtome. Momentan bin ich noch dabei, Venlafaxin zu reduzieren (immerhin schon von 375 auf 150mg).

Du schreibt, dass du nach Absetzen der Pille eine andere Gemütslage hattest. Das läßt mich vermuten, dass du vielleicht eine Störung des "Hormon-Systems" hast.

Ich möchte dir empfehlen, darüber einmal mit einem/r Arzt/Ärztin zu sprechen, der/die sich auf dem Gebiet der Endokrinologie (Lehre der körpereigenen Hormone) besonders auskennt.

Wenn verschiedene Hormon-Systeme nicht im Gleichgewicht sind (es ist eigentlich immer ein System aus stimulierenden und gegenregulierenden Einzel-Hormonen, ein Regelkreis) kann dies zu Symptomen wie Hitzewallungen und auch Depressonen führen.

Als erstes würde ich vorschlagen, die "Schilddrüsen-Achse" zu prüfen. Dazu gibt es einfache Labortests (TSH, T3, T4) und auch Stimulationstests (TRH-Test).

Auch eine Prüfung der Cortisol-Achse könnte hilfreich sein sowie schließlich eine Prüfung der LH-FSH-Achse. Cortisol ist etwas schwierig, weil es sowieso schon einer starken Schwankung im Verlauf des Tages unterliegt. Bei LH/FSH ist es einfacher, auch hier gibt es einen Stimulationstest, mit dem die körperliche Antwort auf das stimulierende Hormon geprüft werden kann, so dass es möglich ist, das Funktionieren des Regelkreises zu prüfen.

Schließlich wäre es auch sinnvoll, Östradiol und andere Laborwerte prüfen zu lassen, die mit Sexualhormonen zusammenhängen.

Wie gesagt - nach meiner Kenntnis können Störungen in diesen Hormonsystemen Symptome hervorrufen, die deinen vor über 10 Jahren entsprechen - und möglicherweise völlig falsch interpretiert wurden und so zu einer falschen Diagnose und Therapie geführt haben.

Ich bin kein Arzt, habe aber lange in einem medizinischen Labor als Laborant gearbeitet, in der Abteilung für Endokrinologie...

Vielleicht macht es Sinn, deinen "Hormon-Status" genauer unter die Lupe zu nehmen, um dich für die Zukunft besser vor solchen Symptomen wie Wein-Attacken, Hitz-/Kälte-Wallungen, Depressionen etc. zu bewahren.

Vielleicht findest du bzw. die analytische Medizin eine Ursache, die alles erklären kann.

Liebe Grüße
Uwe
Alter: 59
männlich

Seit der Jugend wiederkehrend depressive Phasen; Tiefe immer schwerer, Abstände immer kürzer.
ca. 1995:
Nervenzusammenbruch; Diagnose: schwere endogene Depression (sagte man damals), Angstzustände, Soziophopie
Medikation mit div. AD, die z.T. starke NW hatten und gleich wieder abgesetzt wurden.
Vergebliche Versuche mit versch. Psychotherapeuten/innen
Nach ca. 2 Jahren stabile Medikation mit 600mg Moclobemid und 45mg Mirtazapin für die Dauer von ca. 2 Jahren.
Dann eigener Entschluss, die AD abzusetzen (Ausschleichen über je ca. 1 Monat); dabei keine Absetz-Symptomatik.
Insgesamt hatten die AD eigentlich nie wirklich geholfen, sondern eher nur etwas gleichgültiger gemacht.

Einige Jahre ohne AD und ohne Depression.

Ca. 2005: wieder schwere Depressionen nach einem traumatischen Erlebnis und Entschluss, den ehemaligen Arzt wieder aufzusuchen.
Erneut viele Versuche mit div. AD: keines brachte je einen "Durchbruch".
2010: weiterer Versuch mit einem zusätzlichen AD, was dann zu einem Serotonin-Syndrom und der genetischen Diagnose "Intermediärer Metabolisierungtyp" betr. CYP2D6 führte.
Daraufhin Neu-Medikation mit (je einschleichend) 225mg Venlafaxin und 45mg Mirtazapin.
Dosis-Anpassungen bis ca. 2012, dann
2012: 375mg Venlafaxin und 30mg Mirtazapin
08/2016: Reduktion Mirtazapin auf 0mg (in wöchentlichen Schritten 22,5mg, 15mg, 7,5mg, 0mg) durch Halbieren/Vierteln der Tabletten. Keine Absetz-Symptome.
09/2016: Reduktion Venlafaxin auf 225mg (in wöchentlichen Schritten 337,5mg. 300mg, 260,5mg, 225mg). Auch hier keine Entzugs-Symptome.
10/2016: Nach ca. 2 Wochen zusätzlich 150mg Bupropion (ohne erkennbare Besserung/Wirkung) bis

22.11.2016: 225mg Vanlafaxin, 150mg Bupropion
Entdeckung dieses Forums :D , Erkennen und Verstehen der AD-(Absetz-)Problematik, Entschluss, beide ADs möglicht schell abzusetzen.
23.11.2016: 225mg Venlafaxin, 0mg Bupropion
Ziel: Venlafaxin in Schritten von 75mg reduzieren, dann bei 75mg die Reduktion zu verlangsamen, beginnend nächste Woche mit je 1 Woche Wartezeit und ggf. Aufdosierung mit 37,5mg bei Entzug-Symptomen.
24. - 27.11.: Venlafaxin 225mg, Bupropion 0mg Keine Entzugssymptome
1.12.: Venlafaxin 150mg
3.12.: keine Probleme (vielleicht noch zu früh)
8.12.: weiterhin keine Probleme, sogar etwas gebesserte Stimmungslage
25.12.: Venla150mg, weiter keine Probleme, Lebenslust kehrt langsam zurück
-------Gutes Neues Jahr an alle!
3.1.2017: noch bei 150mg, ohne Probleme, ab morgen dann 112,5mg
-------NEUER Nickname: "uwe57" statt "solist"
----------------------------------------------------
10.1.2017: seit 4.1. bei 112,5mg - alles gut
2.2017: jetzt nur noch 75mg
15.4.2017: weiter runter auf 37,5mg
27.4.2017: keine Probleme, HURRA!
Von 375mg (Sept. 2016) runter auf 37,5mg (April 2017) - das finde ich einfach toll.
17.5.2017: Venlafaxin kalt abgesetzt (Hab einfach die Nase voll)
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Re: Escitalopram nach 10 Jahren ausgeschlichen/ Bupropion abgesetzt

Beitrag von carlotta » Montag, 12.12.16, 13:22

Hallo Ihr,
Straycat hat geschrieben:Ich habe zum Beispiel seit ich Escitalopram abgesetzt habe immer wieder heftige Muskelverspannungen (immer im gleichen Bereich). Da ich anfangs nach dem Absetzen ja noch Bupropion genommen habe, dachte ich, es könnte daher kommen. Aber nun nach dem ich Bupropion auch schon einige Zeit abgesetzt habe, kommen die Verspannungen dennoch immer wieder. Das kann natürlich auch an meinem Computerarbeitsplatz, meiner Fehlhaltung, mangelnder Bewegung, einer schlechten Matratze oder eben dem Entzug liegen... so genau weiß ich es natürlich nicht.
Muskelverspannungen sind ein häufiges Entzugssymptom, gerade auch in recht heftiger Ausprägung. Schon während des Duloxetin-Absetzens hatte ich übelste Probleme damit in Bereichen am Rücken, wo ich vorher nie Probleme hatte. Zudem kommen auch diese Symptome häufig in Wellen und verschwinden zwischendurch wieder, was entzugstypisch ist. (Sie können auch noch längere Zeit nach null wiederaufflammen.) Man weiß auch, dass bspw. Serotonin bei der Muskulatur eine Rolle spielt. Fehlhaltung, mangelnde Bewegung etc. können natürlich zusätzlich problematisch sein bzw. umso problematischer, wenn noch neurologische Veränderungen durchs Absetzen vorliegen.
solist hat geschrieben:Du schreibt, dass du nach Absetzen der Pille eine andere Gemütslage hattest. Das läßt mich vermuten, dass du vielleicht eine Störung des "Hormon-Systems" hast.

Ich möchte dir empfehlen, darüber einmal mit einem/r Arzt/Ärztin zu sprechen, der/die sich auf dem Gebiet der Endokrinologie (Lehre der körpereigenen Hormone) besonders auskennt.
Man kann das natürlich alles untersuchen lassen. Wenn es jedoch pharmakologisch hervorgerufen wurde, ist es i. d. R. am besten, man lässt den Körper in Ruhe bzw. ihn allein wieder ein Gleichgewicht herstellen - was er (wenn nicht weitere Vorerkrankungen vorliegen) im Normalfall auch tut. Nur dauert es seine Zeit und man braucht Geduld, dafür ist das Ganze dann auch nachhaltig.

Wenn man jedoch bei medikamentös bedingten Veränderungen der Homöostase immer weiter von außen eingreift, nimmt man dem Körper die Chance, sich wieder von allein auszubalancieren. Zudem machen gerade hormonelle Eingreife in Entzugsphasen (auch noch längere Zeit nach null) gerne heftige Probleme. Auch Spezialisten kennen sich zumeist mit der Entzugsproblematik gar nicht aus und können Symptomatiken dann nicht richtig zuordnen. :? Dann ist die Behandlung mehr oder weniger ein Stochern im Dunkeln.

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Re: Escitalopram nach 10 Jahren ausgeschlichen/ Bupropion abgesetzt

Beitrag von Straycat » Montag, 12.12.16, 15:48

Hallo Uwe,

Danke für deine Antwort!
solist hat geschrieben: Du schreibt, dass du nach Absetzen der Pille eine andere Gemütslage hattest. Das läßt mich vermuten, dass du vielleicht eine Störung des "Hormon-Systems" hast.

Ich möchte dir empfehlen, darüber einmal mit einem/r Arzt/Ärztin zu sprechen, der/die sich auf dem Gebiet der Endokrinologie (Lehre der körpereigenen Hormone) besonders auskennt.
Ich habe schon alles überprüfen lassen beim Endokrinologen und auch von der Gynäkologin. Mein Hormonstatus war ganz normal, genauso wie die Schilddrüsenwerte, Cortisol und einiges anderes, das gecheckt wurde. Der Endokrinologe war besonders gründlich und hat sich auch ein Wachstumshormon angeschaut und Eisen und Zölliakie. Also seitens Hormone oder andere Belastungen bin ich komplett durchuntersucht und ohne Befund. Nach meinem Zyklus könnte man die Uhr stellen, da gibt es auch gar keine Unregelmäßigkeiten.

Da das Hormonsystem etwas äußerst sensibles ist, genauso wie das Botenstoffsystem, glaube ich (vor allem nachdem alle Untersuchungen ohne Befund sind), dass keine Störung vorliegt. Ich denke, wenn man in das System von außen eingreift (so wie zB mit der Antibabypille), kann man einiges aus dem Gleichgewicht bringen, dass nicht durch Messungen genau zurückverfolgt werden kann (da ist die Medizin einfach noch nicht weit genug). Letztlich kann ich auch nur raten, dass die Pille damals etwas mit dem Beginn der Depressionen zu tun hatte. Und im Endeffekt kann ich es auch nicht ändern, weil ich die Uhr ohnehin nicht zurückdrehen kann ;)
Für mich steht nur fest: Keine Hormongaben und keine Psychopharmaka, wenn es sich irgendwie vermeiden lässt!

Hallo Carlotta,

Vielen Dank auch dir für deine Antwort!
carlotta hat geschrieben:Wenn man jedoch bei medikamentös bedingten Veränderungen der Homöostase immer weiter von außen eingreift, nimmt man dem Körper die Chance, sich wieder von allein auszubalancieren. Zudem machen gerade hormonelle Eingreife in Entzugsphasen (auch noch längere Zeit nach null) gerne heftige Probleme. Auch Spezialisten kennen sich zumeist mit der Entzugsproblematik gar nicht aus und können Symptomatiken dann nicht richtig zuordnen. :? Dann ist die Behandlung mehr oder weniger ein Stochern im Dunkeln.
Das sehe ich auch so wie du, carlotta. Deshalb erhole ich mich nun und greife möglichst nicht mehr durch Medikamente oder andere Präparate von außen in das System ein und vertraue darauf, dass sich mein Körper regeneriert.


carlotta hat geschrieben: Muskelverspannungen sind ein häufiges Entzugssymptom, gerade auch in recht heftiger Ausprägung. Schon während des Duloxetin-Absetzens hatte ich übelste Probleme damit in Bereichen am Rücken, wo ich vorher nie Probleme hatte. Zudem kommen auch diese Symptome häufig in Wellen und verschwinden zwischendurch wieder, was entzugstypisch ist. (Sie können auch noch längere Zeit nach null wiederaufflammen.) Man weiß auch, dass bspw. Serotonin bei der Muskulatur eine Rolle spielt. Fehlhaltung, mangelnde Bewegung etc. können natürlich zusätzlich problematisch sein bzw. umso problematischer, wenn noch neurologische Veränderungen durchs Absetzen vorliegen.
Ich könnte mir auch gut vorstellen, dass es vom Entzug kommt. Aber mit Physiotherapie bin ich da sowieso glaube ich am richtigen Weg :) Meine Physiotherapeutin weiß auch über meine entzugsbedingten neurologischen Probleme Bescheid und stimmt ihr Programm sehr fein darauf ab. Sie achtet sehr darauf, dass ich mich nicht übernehme und trotzdem stetig an der Verbesserung arbeiten kann. Hier hab ich einen wahren Glücksgriff gemacht :)

Liebe Grüße,
Cat
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Symptome : Weinen ohne Grund, grundlose Hoffnungslosigkeit, keine Motivation für irgendwas; Panikattacken/ Neuralgien seit 2017 Diagnose: unipolare Depression (2006), Panikstörung (2017)
Behandlung mit Escitalopram 10mg, später Steigerung auf 15mg und 20mg - ingsgesamt 10 Jahre
08/2016: Bupropion 300mg - eingeschlichen 1 Woche 150mg, dann 300mg
seit Volldosierung Bupropion (300mg) schrittweises Ausschleichen von Escitalopram (1 Woche 15mg, 2 Wochen 10mg, 1 Woche 5mg)
Bupropion: - 10 Tage 150mg (noch während voller Dosis Escitalopram), danach auf 300mg für 7 Wochen, dann wieder Reduzierung auf 150mg für 7 Tage aufgrund von übermäßiger Agitation und am 26.10.2016 auf 0mg (eigene Entscheidung ohne Arzt, da die Agitation und Panikattacken nicht abnahmen)
Seit 03/2017: 2 Wochen 37,5mg Venlafaxin, seither 75mg Venlafaxin
04-05/2017: 50mg Trittico, wieder abgesetzt
Seit 06.05.2018: Reduktion Venlafaxin um 10% (also Reduktion um 7,5 mg) - derzeit also 67,5 mg Venlafaxin
Seit 05.06.2018: Reduktion Venlafaxin um 10% der Restdosis (Reduktion um 6,7 mg) - derzeit 60,75 mg Venlafaxin
Seit 05.07.2018: Reduktion Venlafaxin um 10% der Restdosis (Reduktion um 6 mg) - derzeit 54,7 mg Venlafaxin
Seit 01.08.2018: Reduktion Venlafaxin um 10% der Restdosis (Reduktion um 5,5 mg) - derzeit 49,2 mg Venlafaxin
Seit 10.08.2018: leichte Anhebung wieder auf 54 mg Venlafaxin (aufgrund eines Kreislaufkollaps, von dem ich mir nicht sicher bin, ob eine Panikattacke dabei war)
Seit 19.09.2018: Reduktion Venlafaxin auf 50 mg (ca. um 7%)
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Re: Escitalopram nach 10 Jahren ausgeschlichen/ Bupropion abgesetzt

Beitrag von Monalinde » Montag, 12.12.16, 18:43

Zitat von Carlotta
Muskelverspannungen sind ein häufiges Entzugssymptom, gerade auch in recht heftiger Ausprägung. Schon während des Duloxetin-Absetzens
hatte ich übelste Probleme damit in Bereichen am Rücken, wo ich vorher nie Probleme hatte. Zudem kommen auch diese Symptome häufig in Wellen und verschwinden zwischendurch wieder, was entzugstypisch ist. (Sie können auch noch längere Zeit nach null wiederaufflammen.) Man weiß auch, dass bspw. Serotonin bei der Muskulatur eine Rolle spielt. Fehlhaltung, mangelnde Bewegung etc. können natürlich zusätzlich problematisch sein bzw. umso problematischer, wenn noch neurologische Veränderungen durchs Absetzen vorliegen.

Diese Muskelverspannungen kenne ich auch von mir, obwohl ich die Medikamente vor längerer Zeit abgesetzt habe. Beispielsweise hatte ich lange nach Null von heute auf morgen mit der rechten Hüfte Probleme beim Treppensteigen, auch bei Drehbewegungen, ziemlich schmerzhaft. Dauer ein halbes Jahr, dann waren sie über Nacht weg. Meiner Meinung nach ist dieses urplötzliche Verschwinden ziemlich ungewöhnlich. Ich hatte so etwas noch nie in meinem langen Leben .

Dann find es im Nacken an. Der Schmerz strahlte bis in die Schulter aus und bis in den vorderen Brustraum. Eigentlich wollte ich wegen der Heftigkeit sofort zum Orthopäden gehen, wartete aber noch eine Weile ab. Das einzige was ich tat, war warmhalten. Dieses Mal war es auch wieder so, dass der Schmerz urplötzlich verschwand, immerhin nach einem Monat. So ist es bei mir auch mit vielen anderen Symptomen.

Es kann nicht anders sein, es ist i m m e r n o c h der E n t z u g !

Cat, halte durch, es wird wieder.

Mona
Zuletzt geändert von padma am Montag, 12.12.16, 18:46, insgesamt 1-mal geändert.
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Gelenkschmerzen, Schwindel, Schüttelfrost, Zwangsgedanken, Ohrwürmer, Neuroemotionen, Durchfälle)

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Re: Escitalopram nach 10 Jahren ausgeschlichen/ Bupropion abgesetzt

Beitrag von Straycat » Donnerstag, 15.12.16, 21:12

Hallo Mona,
Monalinde hat geschrieben: Cat, halte durch, es wird wieder.
Danke, das ist lieb :)

Leider ist es bei mir gerade ganz schlimm. Die Muskulatur in meinen Schultern, Armen und am oberen Rücken ist so stark verkrampft, dass ich in den frühen Morgenstunden aufgewacht bin von den Schmerzen und nur noch heulen konnte, weil es so weh tat. Ich war dann beim Orthopäden und er hat mir ein Lokalanästhetikum injiziert, damit die Muskulatur wieder lockerlässt. Es ist wirklich extrem gerade.
Egal in welcher Position, die Schmerzen waren so höllisch!!

Der Arzt hat mir nun auch Magnesium verschrieben und bei Bedarf ein Muskelrelaxans. Magnesium kann auf keinen Fall schaden, das werde ich mal nehmen. Selbst wenn ich keinen Magnesiummangel habe, scheidet man zuviel Magnesium ja einfach wieder aus, soweit ich weiß.
Das Muskelrelaxans werde ich vermutlich jetzt im Akutfall auch erst mal nehmen. Ich habe es schon einmal seit dem Absetzen verschrieben bekommen und da hatte ich auch keine stark negativen Nebenwirkungen davon. Aber ich will es keinesfalls dauerhaft nehmen...

Ich bin schon so entnervt von den ständig auftretenden Schmerzen und Krankheiten - einmal diese Muskelprobleme, dann wiedr ein grippaler Infekt, dann wieder eine Nebenhöhlenentzündung... das macht einfach so erschöpft und laugt einen richtig aus :(

Alles Liebe,
Cat
Symptome : Weinen ohne Grund, grundlose Hoffnungslosigkeit, keine Motivation für irgendwas; Panikattacken/ Neuralgien seit 2017 Diagnose: unipolare Depression (2006), Panikstörung (2017)
Behandlung mit Escitalopram 10mg, später Steigerung auf 15mg und 20mg - ingsgesamt 10 Jahre
08/2016: Bupropion 300mg - eingeschlichen 1 Woche 150mg, dann 300mg
seit Volldosierung Bupropion (300mg) schrittweises Ausschleichen von Escitalopram (1 Woche 15mg, 2 Wochen 10mg, 1 Woche 5mg)
Bupropion: - 10 Tage 150mg (noch während voller Dosis Escitalopram), danach auf 300mg für 7 Wochen, dann wieder Reduzierung auf 150mg für 7 Tage aufgrund von übermäßiger Agitation und am 26.10.2016 auf 0mg (eigene Entscheidung ohne Arzt, da die Agitation und Panikattacken nicht abnahmen)
Seit 03/2017: 2 Wochen 37,5mg Venlafaxin, seither 75mg Venlafaxin
04-05/2017: 50mg Trittico, wieder abgesetzt
Seit 06.05.2018: Reduktion Venlafaxin um 10% (also Reduktion um 7,5 mg) - derzeit also 67,5 mg Venlafaxin
Seit 05.06.2018: Reduktion Venlafaxin um 10% der Restdosis (Reduktion um 6,7 mg) - derzeit 60,75 mg Venlafaxin
Seit 05.07.2018: Reduktion Venlafaxin um 10% der Restdosis (Reduktion um 6 mg) - derzeit 54,7 mg Venlafaxin
Seit 01.08.2018: Reduktion Venlafaxin um 10% der Restdosis (Reduktion um 5,5 mg) - derzeit 49,2 mg Venlafaxin
Seit 10.08.2018: leichte Anhebung wieder auf 54 mg Venlafaxin (aufgrund eines Kreislaufkollaps, von dem ich mir nicht sicher bin, ob eine Panikattacke dabei war)
Seit 19.09.2018: Reduktion Venlafaxin auf 50 mg (ca. um 7%)
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Re: Escitalopram nach 10 Jahren ausgeschlichen/ Bupropion abgesetzt

Beitrag von padma » Freitag, 16.12.16, 18:45

liebe Cat, :)

das hört sich gerade wirklich schlimm bei dir an. :hug:
Wie geht es dir heute?
Ich war dann beim Orthopäden und er hat mir ein Lokalanästhetikum injiziert, damit die Muskulatur wieder lockerlässt.
Ich hoffe, es hat dir Erleichterung verschafft.
Magnesium kann auf keinen Fall schaden, das werde ich mal nehmen. Selbst wenn ich keinen Magnesiummangel habe, scheidet man zuviel Magnesium ja einfach wieder aus, soweit ich weiß.
Es verträgt nicht jeder. Evtl. müsstest du verschiedene Darreichungsformen ausprobieren. Im Gesundheitsbereich haben wir einen thread dazu.
Das Muskelrelaxans werde ich vermutlich jetzt im Akutfall auch erst mal nehmen. Ich habe es schon einmal seit dem Absetzen verschrieben bekommen und da hatte ich auch keine stark negativen Nebenwirkungen davon. Aber ich will es keinesfalls dauerhaft nehmen...
Wenn du es verträgst kann es kurzfrisig hilfreich sein, um den Kreislauf Schmerz - Verspannung - noch mehr Schmerz zu durchbrechen.
Ich bin schon so entnervt von den ständig auftretenden Schmerzen und Krankheiten - einmal diese Muskelprobleme, dann wiedr ein grippaler Infekt, dann wieder eine Nebenhöhlenentzündung... das macht einfach so erschöpft und laugt einen richtig aus :(
Ja, das ist wirklich sehr anstrengend und frustrierend.
Es kommen auch wieder bessere Tage. Bis dahin üben wir uns in Geduld :schnecke: :schnecke: :schnecke:

liebe Grüsse,
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Re: Escitalopram nach 10 Jahren ausgeschlichen/ Bupropion abgesetzt

Beitrag von Monalinde » Samstag, 17.12.16, 10:55

Hallo cat,

Ich habe erst jetzt deinen Beitrag gelesen und kann dir sehr gut nachfühlen. Hoffentlich hast du schon etwas Besserung gespürt. Diese Muskelverspannungen sind wirklich einfach ätzend. Es scheint so zu sein, dass der Körper nach dem ganzen Entzug einfach überregagiert, auf der ganzen Linie. Er scheint übersensibilisiert auf Hitze, Kälte, Gefühle, Musik, Lärm, Aufregungen, Träume, Ernährung usw.zu sein.

Mir hilft oftmals sehr viel Ruhe, auch Wärme.

Ich denke, dass es gut war, dass du beim Orthopäden warst, nur um diesen Teufelskreis einmal zu durchbrechen. Mir konnte einmal ein Physiotherapeut bei Verspannungen und Ameisenlaufen im rechten Arm mit gymnastischen Übungen helfen. Das ist wirklich restlos wieder weggegangen.

Ich empfinde es auch wie du, dass einem der Entzug das allerletzte abverlangt.

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Dezember 2012 auf Null abgesetzt, 10 Prozent im Rhythmus von 14 Tagen ( zu schnell)
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( Tinnitus 2011) , Speiseröhrenentzündung, Reflux, Schleim im Hals saures Aufstoßen seit 2014,
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Gelenkschmerzen, Schwindel, Schüttelfrost, Zwangsgedanken, Ohrwürmer, Neuroemotionen, Durchfälle)

2018:
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Re: Escitalopram nach 10 Jahren ausgeschlichen/ Bupropion abgesetzt

Beitrag von Straycat » Sonntag, 18.12.16, 12:15

Liebe padma,
padma hat geschrieben: das hört sich gerade wirklich schlimm bei dir an. :hug:
Wie geht es dir heute?
Nun... es ist nicht mehr ganz so heftig, dass mir nur die Tränen runterlaufen, aber ich muss nach wie vor Schmerzmittel nehmen und die Muskulatur ist immer noch steinhart.
Ich hatte jetzt am Freitag noch ein Wirbelsäulenröntgen. Ergebnis des Befunds ist "Hochgradige Fehlhaltung der HWS mit Zeichen der Retrolisthese C4/C5." - klingt nicht gerade erbaulich :(

padma hat geschrieben:
Ich war dann beim Orthopäden und er hat mir ein Lokalanästhetikum injiziert, damit die Muskulatur wieder lockerlässt.
Ich hoffe, es hat dir Erleichterung verschafft.
Leider halten diese Injektionen immer nur für einige Stunden vor, dann kommt der Schmerz zurück. Vielleicht ist die Unterbrechung des Schmerzkreislaufs zu kurz, damit sich die Muskulatur entspannen kann...

Das Magnosolv vertrage ich bis jetzt ganz gut... Es beschleunigt die Verdauung zwar etwas, aber nicht wirklich schlimm.
Mit dem Muskelrelaxans gehe ich immer noch eher sparsam um...

Danke dir für deine lieben Worte und die Anteilnahme!!

Liebe Grüße,
Cat
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seit Volldosierung Bupropion (300mg) schrittweises Ausschleichen von Escitalopram (1 Woche 15mg, 2 Wochen 10mg, 1 Woche 5mg)
Bupropion: - 10 Tage 150mg (noch während voller Dosis Escitalopram), danach auf 300mg für 7 Wochen, dann wieder Reduzierung auf 150mg für 7 Tage aufgrund von übermäßiger Agitation und am 26.10.2016 auf 0mg (eigene Entscheidung ohne Arzt, da die Agitation und Panikattacken nicht abnahmen)
Seit 03/2017: 2 Wochen 37,5mg Venlafaxin, seither 75mg Venlafaxin
04-05/2017: 50mg Trittico, wieder abgesetzt
Seit 06.05.2018: Reduktion Venlafaxin um 10% (also Reduktion um 7,5 mg) - derzeit also 67,5 mg Venlafaxin
Seit 05.06.2018: Reduktion Venlafaxin um 10% der Restdosis (Reduktion um 6,7 mg) - derzeit 60,75 mg Venlafaxin
Seit 05.07.2018: Reduktion Venlafaxin um 10% der Restdosis (Reduktion um 6 mg) - derzeit 54,7 mg Venlafaxin
Seit 01.08.2018: Reduktion Venlafaxin um 10% der Restdosis (Reduktion um 5,5 mg) - derzeit 49,2 mg Venlafaxin
Seit 10.08.2018: leichte Anhebung wieder auf 54 mg Venlafaxin (aufgrund eines Kreislaufkollaps, von dem ich mir nicht sicher bin, ob eine Panikattacke dabei war)
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Straycat
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Re: Escitalopram nach 10 Jahren ausgeschlichen/ Bupropion abgesetzt

Beitrag von Straycat » Sonntag, 18.12.16, 12:20

Hallo Mona,

danke für deine liebe Antwort :)
Monalinde hat geschrieben:Es scheint so zu sein, dass der Körper nach dem ganzen Entzug einfach überregagiert, auf der ganzen Linie. Er scheint übersensibilisiert auf Hitze, Kälte, Gefühle, Musik, Lärm, Aufregungen, Träume, Ernährung usw.zu sein.

Mir hilft oftmals sehr viel Ruhe, auch Wärme.
Ja mir erscheint mein Körper auch etwas sensibler seit dem Absetzen... Ruhe und Wärme gönne ich mir auch so viel wie möglich. Speziell wenn ich friere verspannen sich meine Schultern umso mehr und ich friere wirklich viel. ich war schon vor dem Absetzen eine Frostbeule, aber nun ist es wirklich noch heftiger!
Monalinde hat geschrieben:Mir konnte einmal ein Physiotherapeut bei Verspannungen und Ameisenlaufen im rechten Arm mit gymnastischen Übungen helfen. Das ist wirklich restlos wieder weggegangen.
Ich bin auch bei einer guten Physiotherapeutin... aber die Erfolge sind da natürlich immer erst nach langer Zeit spürbar... Und akut kann ich leider nichts tun, das mir hilft, außer Schmerzmittel nehmen und abwarten, dass meine Muskulatur wieder lockerlässt.... :(
Zusätzlich versuche ich auch geistig mehr loszulassen... das ist im Vorweihnachtsstress natürlich nicht immer leicht, aber ich versuche es.

Liebe Grüße,
Cat
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Seit 10.08.2018: leichte Anhebung wieder auf 54 mg Venlafaxin (aufgrund eines Kreislaufkollaps, von dem ich mir nicht sicher bin, ob eine Panikattacke dabei war)
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Re: Escitalopram nach 10 Jahren ausgeschlichen/ Bupropion abgesetzt

Beitrag von diane » Sonntag, 18.12.16, 12:48

Halli Cat,

Diese Muskelverspannungen habe ich auch.. vorallem nacken u zw den Schultern. .. so mittig im rücken. Teilweise so schlimm, das meine Arme taub werden. Im Stress verschlimmert sich dieser schmerz (zb beim shoppen)...
Ich war auch beim arzt u habe es freispritzen lassen aber es hat einfach noch mehr getriggert (steht im Forum unter triggerpunkte)...
Es hilft echt nur massieren u wärme o einfach still liegen...
Ich weiss net ob entzug oder net, aber uch kann sagen das zb ich dieses Problem exakt 2 wochen nach 0mg venla bek habe u seitdem net mehr losgeworden bin...

Lg

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Re: Escitalopram nach 10 Jahren ausgeschlichen/ Bupropion abgesetzt

Beitrag von padma » Sonntag, 18.12.16, 19:20

liebe Cat, :)
Nun... es ist nicht mehr ganz so heftig, dass mir nur die Tränen runterlaufen, aber ich muss nach wie vor Schmerzmittel nehmen und die Muskulatur ist immer noch steinhart.
Wenn du sie verträgst, nimm unbedingt Schmerzmittel in ausreichender Dosierung. Bei so starken Schmerzen ist das ganz wichtig.
Ich hatte jetzt am Freitag noch ein Wirbelsäulenröntgen. Ergebnis des Befunds ist "Hochgradige Fehlhaltung der HWS mit Zeichen der Retrolisthese C4/C5." - klingt nicht gerade erbaulich :(
Ach je :hug: Was schlägt er als Behandlung vor?
Mit dem Muskelrelaxans gehe ich immer noch eher sparsam um...
Vielleicht wäre es besser, jetzt einige Tage sie grosszügig einzusetzen. Es wäre einfach wichtig, dass du aus der Schmerzspirale raus kommst. Wenn du sie verträgst ist eine Einnahme über eine begrenzte Zeit okay.

gute Besserung, :hug:
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Re: Escitalopram nach 10 Jahren ausgeschlichen/ Bupropion abgesetzt

Beitrag von Straycat » Donnerstag, 22.12.16, 21:45

Liebe padma,

Bitte entschuldige meine späte Antwort, ich war in den letzten Tagen irgendwie nicht gut genug drauf, um den Computer anzuwerfen.
Jetzt geht es mir wieder deutlich besser.
padma hat geschrieben: Wenn du sie verträgst, nimm unbedingt Schmerzmittel in ausreichender Dosierung. Bei so starken Schmerzen ist das ganz wichtig.
Ja, wenn es zu heftig wurde, habe ich Dexibuprofen genommen, das hat zumindest die schlimmsten Schmerzspitzen abgefangen.
padma hat geschrieben:
Ich hatte jetzt am Freitag noch ein Wirbelsäulenröntgen. Ergebnis des Befunds ist "Hochgradige Fehlhaltung der HWS mit Zeichen der Retrolisthese C4/C5." - klingt nicht gerade erbaulich :(
Ach je :hug: Was schlägt er als Behandlung vor?
Ich war wegen einer Bronchitis jetzt nicht mehr beim zweiten Termin beim Orthopäden, werde wohl so schnell auch nicht hingehen. Seine einzige Therapie besteht in der Infiltration von einem Lokalanästhetikum (das dann ca. 6-12 Stunden hilft) und chirupraktische Behandlungen. Beidem stehe ich eher skeptisch gegenüber, da es nur die Symptome bekämpft... Und Physiotherapie mache ich ohnehin auch weiter. Meine Physiotherapeutin meinte der Befund klingt schlimmer, als es tatsächlich ist und das bekommen wir mit Heilgymnastik gut (und vor allem nachhaltig) hin.

Ich war nun gestern bei einer anderen Ärztin, die auch akupunktiert und war sehr positiv überrascht. Sie hat sich meine gesamte Geschichte (auch Absetzthematik genau angehört - sogar aufgefordert wirklich alles zu erzählen) und teilt auch meine Ansichten zum Thema Antidepressiva.
Überraschenderweise hat die Akupunktur auch gleich sehr gut angeschlagen. Heute bin ich zum ersten Mal ohne Schmerzmittel komplett schmerzfrei! :)
padma hat geschrieben:
Mit dem Muskelrelaxans gehe ich immer noch eher sparsam um...
Vielleicht wäre es besser, jetzt einige Tage sie grosszügig einzusetzen. Es wäre einfach wichtig, dass du aus der Schmerzspirale raus kommst. Wenn du sie verträgst ist eine Einnahme über eine begrenzte Zeit okay.
Ich habe sie zuletzt auch täglich genommen, jedoch haben sie genau null bewirkt, weshalb ich sie nun wieder weggelassen habe.

Nächste Woche habe ich den nächsten Akupunkturtermin. Ich habe bei dieser Ärztin ein ausgesprochen gutes Gefühl. Sie ist Allgemeinmedizinerin und Internistin, hat aber auch eine TCM- und Akupunkturausbildung und praktiziert das auch schon seit 25 Jahren. Ihre Einstellung gefällt mir und ich fühle mich bei ihr zum aller ersten Mal von einem Arzt wirklich verstanden. Sie meinte auch, sie kann mir bei der Absetzproblematik (sofern sie bei mir manchmal noch auftritt) mittels Akupunktur helfen. Es ist halt ein Prozess und wird lange dauern, ich muss Geduld haben (nicht meine Stärke, aber gut, wenn ich das lerne ;))

Danke dir für deine aufmunternden Worte!
Alles Liebe,
Cat
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Seit 01.08.2018: Reduktion Venlafaxin um 10% der Restdosis (Reduktion um 5,5 mg) - derzeit 49,2 mg Venlafaxin
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Re: Escitalopram nach 10 Jahren ausgeschlichen/ Bupropion abgesetzt

Beitrag von Straycat » Donnerstag, 22.12.16, 22:01

Hallo diane,

danke für deine liebe Antwort!
diane hat geschrieben: Diese Muskelverspannungen habe ich auch.. vorallem nacken u zw den Schultern. .. so mittig im rücken. Teilweise so schlimm, das meine Arme taub werden. Im Stress verschlimmert sich dieser schmerz (zb beim shoppen)...
Ja diese Taubheit kenne ich auch, das ist echt grauenhaft.
Ich empfinde es auch so, dass die Schmerzen bei Sorgen und Stress schlimmer werden... Psyche und Körper hängen halt doch mehr zusammen, als man oft denkt ;)

Liebe Grüße,
Cat
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Bupropion: - 10 Tage 150mg (noch während voller Dosis Escitalopram), danach auf 300mg für 7 Wochen, dann wieder Reduzierung auf 150mg für 7 Tage aufgrund von übermäßiger Agitation und am 26.10.2016 auf 0mg (eigene Entscheidung ohne Arzt, da die Agitation und Panikattacken nicht abnahmen)
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Re: Escitalopram nach 10 Jahren ausgeschlichen/ Bupropion abgesetzt

Beitrag von Straycat » Dienstag, 03.01.17, 21:00

Hallo ihr Lieben,

es ist mal wieder Zeit für ein Update. Durch die Akupunktur - jedenfalls glaube ich, dass das der Auslöser war - sind meine Muskelverspannungen nun endlich wieder weg. Ich bin so unglaublich erleichert und ohne Schmerzen ist das gleich ein ganz anderes Leben :)
Auch psychisch geht es mir derzeit sehr gut und ich fühle mich stabil.
Von den Absetzerscheinungen tritt bei mir (ca. 10 Wochen nach der letzten Dosis Bupropion und ca. 3 Monate nach der letzten Dosis Escitalopram) nur noch ein gelegentliches Muskelzucken auf. Das äußert sich so, dass mein Bein oder meine Hand einfach eine kurze ruckartige ungewollte Bewegung macht. Aber das tritt nur noch ungefähr einmal in der Woche vereinzelt auf und behindert mich auf keine Weise. Ich bin sehr froh, dass sich meine Absetzerscheinungen so milde gezeigt und nur so kurz angedauert haben, da habe ich echt Glück gehabt.

Ich wünsche euch allen einen super Start in das neue Jahr und bleibt geduldig mit euch, auch wenn es nicht immer leicht ist ;)
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Seit 05.06.2018: Reduktion Venlafaxin um 10% der Restdosis (Reduktion um 6,7 mg) - derzeit 60,75 mg Venlafaxin
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Seit 01.08.2018: Reduktion Venlafaxin um 10% der Restdosis (Reduktion um 5,5 mg) - derzeit 49,2 mg Venlafaxin
Seit 10.08.2018: leichte Anhebung wieder auf 54 mg Venlafaxin (aufgrund eines Kreislaufkollaps, von dem ich mir nicht sicher bin, ob eine Panikattacke dabei war)
Seit 19.09.2018: Reduktion Venlafaxin auf 50 mg (ca. um 7%)
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Straycat
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Re: Escitalopram nach 10 Jahren ausgeschlichen/ Bupropion abgesetzt

Beitrag von Straycat » Mittwoch, 26.07.17, 19:37

Liebe Leute,

zunächst mal möchte ich mich entschuldigen, dass ich so lange nicht geschrieben habe. Ich hatte im letzten halben Jahr eine schwere Zeit und es war mir kaum möglich zu schreiben...

Im Frühling hatte ich so schlimme Panikattacken, die tage- bis zu wochenlang andauerten, dass ich nun seither im Langzeit-Krankenstand bin. Leider bin ich aufgrund der akut schlimmen Situation wieder zu den SSRI bzw. den SSNRI zurückgekehrt, da mir die Ärzte quasi keine Wahl gelassen haben. Ich hatte aufgrund der Panikattacken so schlimme Muskelverspannungen, dass man mir heftige Infusionen mit starken Schmerzmitteln verabreichen musste.
Nun haben sich nach einiger Zeit die Wogen etwas geglättet. Ich nehme derzeit 75mg Venlafaxin.
Seit einigen Wochen habe ich nun keine Panikattacken mehr, was ich aber eher der Hypnosepsychotherapie zuschreibe, die ich begonnen habe, als den Venlafaxin. Ich will es auch möglichst wieder absetzen, aber diesmal im Schneckentempo und nicht wie beim Escitalopram so rasch. Ich weiß allerdings noch nicht wann, weil ich gerne meinem ZNS mal etwas Ruhe gönnen würde, bevor ich ihm wieder das Absetzen zumute.
Außerdem wurde ein Vitamin B Mangel bei mir festgestellt und ich nehme Vitamin B Präparate. Sonst ist physisch alles im grünen Bereich.

Solche Panikattacken hatte ich nie in der Vergangenheit, ich kannte schon manchmal solche Zustände, aber so heftig und so lange andauern war es noch nie.
Vorübergehend bekam ich auch Trittico (100mg einmal und dann 50mg) - die habe ich nun selbständig aber abgesetzt, weil ich meinen Schlafrhythmus nicht zu sehr aus der Bahn werfen wollte. Nun habe ich gelegentlich Durchschlafprobleme, aber nicht der Rede wert und ich kann morgens ja ausschlafen, weshalb ich das entspannt sehe.

Woher die Panikattacken kommen, dafür habe ich mehrere Theorien. Einerseits gab es extreme Probleme in der Arbeit, die das begünstigt haben, andererseits könnten es verspätete Absetzsymptome vom Escitalopram sein oder etwas ganz anderes.

Jetzt ist es so, dass ich am Anfang meines Zyklus immer noch Muskelverspannungen habe, die sehr schmerzhaft sind, aber lange nicht mehr so heftig, wie im Frühling und ich muss maximal einmal ein Schmerzmittel nehmen und nicht mehr wochenlang Infusionen täglich...

Ich werde auch noch meine Signatur updaten, damit sie auf dem neuesten Stand ist.
Vielleicht kann ein Admin meinen Thread in "Escitalopram/Bupropion/Trittico abgesetzt, Venlafaxin absetzen geplant" ändern?

Alles Liebe,
Cat
Symptome : Weinen ohne Grund, grundlose Hoffnungslosigkeit, keine Motivation für irgendwas; Panikattacken/ Neuralgien seit 2017 Diagnose: unipolare Depression (2006), Panikstörung (2017)
Behandlung mit Escitalopram 10mg, später Steigerung auf 15mg und 20mg - ingsgesamt 10 Jahre
08/2016: Bupropion 300mg - eingeschlichen 1 Woche 150mg, dann 300mg
seit Volldosierung Bupropion (300mg) schrittweises Ausschleichen von Escitalopram (1 Woche 15mg, 2 Wochen 10mg, 1 Woche 5mg)
Bupropion: - 10 Tage 150mg (noch während voller Dosis Escitalopram), danach auf 300mg für 7 Wochen, dann wieder Reduzierung auf 150mg für 7 Tage aufgrund von übermäßiger Agitation und am 26.10.2016 auf 0mg (eigene Entscheidung ohne Arzt, da die Agitation und Panikattacken nicht abnahmen)
Seit 03/2017: 2 Wochen 37,5mg Venlafaxin, seither 75mg Venlafaxin
04-05/2017: 50mg Trittico, wieder abgesetzt
Seit 06.05.2018: Reduktion Venlafaxin um 10% (also Reduktion um 7,5 mg) - derzeit also 67,5 mg Venlafaxin
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Seit 05.07.2018: Reduktion Venlafaxin um 10% der Restdosis (Reduktion um 6 mg) - derzeit 54,7 mg Venlafaxin
Seit 01.08.2018: Reduktion Venlafaxin um 10% der Restdosis (Reduktion um 5,5 mg) - derzeit 49,2 mg Venlafaxin
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Re: Escitalopram/Bupropion/Trittico abgesetzt, Venlafaxin absetzen geplant

Beitrag von Murmeline » Mittwoch, 26.07.17, 20:16

Änderung des Titels erledigt

Willkommen zurück, wenn auch leider nach schlimmen Entwicklungen :(
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Murmeline für den Beitrag:
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Re: Escitalopram/Bupropion/Trittico abgesetzt, Venlafaxin absetzen geplant

Beitrag von Straycat » Donnerstag, 27.07.17, 0:53

Vielen Dank, Murmeline!
Symptome : Weinen ohne Grund, grundlose Hoffnungslosigkeit, keine Motivation für irgendwas; Panikattacken/ Neuralgien seit 2017 Diagnose: unipolare Depression (2006), Panikstörung (2017)
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08/2016: Bupropion 300mg - eingeschlichen 1 Woche 150mg, dann 300mg
seit Volldosierung Bupropion (300mg) schrittweises Ausschleichen von Escitalopram (1 Woche 15mg, 2 Wochen 10mg, 1 Woche 5mg)
Bupropion: - 10 Tage 150mg (noch während voller Dosis Escitalopram), danach auf 300mg für 7 Wochen, dann wieder Reduzierung auf 150mg für 7 Tage aufgrund von übermäßiger Agitation und am 26.10.2016 auf 0mg (eigene Entscheidung ohne Arzt, da die Agitation und Panikattacken nicht abnahmen)
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04-05/2017: 50mg Trittico, wieder abgesetzt
Seit 06.05.2018: Reduktion Venlafaxin um 10% (also Reduktion um 7,5 mg) - derzeit also 67,5 mg Venlafaxin
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Re: Escitalopram/Bupropion/Trittico abgesetzt, Venlafaxin absetzen geplant

Beitrag von Murmeline » Donnerstag, 27.07.17, 8:37

Hallo Cat,

es tut mir sehr leid, dass Du so eine harte, schlimme Zeit hattest. ich freue mich, dass es Dir besser geht und Du Hypnosetherapie und Vitamine als hilfreich empfindest.
Im Frühling hatte ich so schlimme Panikattacken, die tage- bis zu wochenlang andauerten, dass ich nun seither im Langzeit-Krankenstand bin. Leider bin ich aufgrund der akut schlimmen Situation wieder zu den SSRI bzw. den SSNRI zurückgekehrt, da mir die Ärzte quasi keine Wahl gelassen haben.
Tja, was soll ich sagen :( Es gibt zu wenig direkte Hilfe in akuten Situationen.
Ich hatte aufgrund der Panikattacken so schlimme Muskelverspannungen, dass man mir heftige Infusionen mit starken Schmerzmitteln verabreichen musste.
Das ist natürlich heftig. :hug:
Seit einigen Wochen habe ich nun keine Panikattacken mehr, was ich aber eher der Hypnosepsychotherapie zuschreibe, die ich begonnen habe, als den Venlafaxin. Ich will es auch möglichst wieder absetzen, aber diesmal im Schneckentempo und nicht wie beim Escitalopram so rasch.
Ich denke, dass macht wirklich Sinn, es diesmal langsamer angehen zu lassen. Schließ Dich doch dem Schneckenclub an: viewtopic.php?p=82610#p82610
Solche Panikattacken hatte ich nie in der Vergangenheit, ich kannte schon manchmal solche Zustände, aber so heftig und so lange andauern war es noch nie. Woher die Panikattacken kommen, dafür habe ich mehrere Theorien. Einerseits gab es extreme Probleme in der Arbeit, die das begünstigt haben, andererseits könnten es verspätete Absetzsymptome vom Escitalopram sein oder etwas ganz anderes.
Ich werde immer hellhörig, wenn jemand ganz klar sagen kann: in dieser Form kannte ich das früher nicht. Und gerade Unruhe/Angst/Panik zeitversetzt ist ein bekanntes Phänomen nach dem Absetzen, liest man hier ja leider sehr häufig. Ich lasse auch mal Beobachtungen von Dr. Shipko da, der sich auch mit diesem Phänomenen beschäftigt (ich teile nciht grundsätzlich alle seine Einschätzungen aus seinen Artikeln, aber manches ist doch interessant):
What I have observed is that the ‘withdrawal’ symptoms occur while patients are on a steady dosage of the drug, shortly after stopping the drug and weeks or months after stopping the drugs. The only precedent for this type of presentation is tardive dyskinesia (TD). Tardive refers to symptoms that occur later and dyskinesia refers to movement disorder. TD is generally associated with antipsychotic medication, and is also a manufacturer labeled side effect of the SSRIs. TD occurs while on antipsychotics, primarily occurs shortly after stopping them, and may occur months or even longer after stopping the drugs. With the SSRIs, it is not so much a tardive movement disorder as a tardive problem with akathisia, a sort of constant restlessness or agitation that is accompanied by an agitated anxious/depressed state. It is a very uncomfortable sensation.
It is generally unappreciated that people who stop SSRIs often develop a new onset of severe depression or anxiety months after stopping the drugs. It took me years before I realized that this is what was occurring, but this seems to be fairly common. Patients often did well for months, only to develop fairly acute profound states of anxiety and or depression. The anxiety and/or depression was not a relapse, because the patients never had these symptoms before starting the drugs.
https://www.madinamerica.com/2013/08/ss ... nowledged/
While it is difficult to determine cause and effect, to some extent it appears that the late-onset symptoms are related to an excessive reaction to a stressor. Another patient had late onset symptoms of severe anxiety after a fairly mild earthquake. The patient commented to me that despite having been through earthquakes in the past, they had never had a fear of earthquakes before. It seemed out of proportion to the patient.
https://www.madinamerica.com/2014/07/sh ... revisited/
Extreme Probleme in der Arbeit steckt man meiner Meinung nach grundsätzlich nicht leicht weg, mit der entsprechenden Vorgeschichte und in der sensiblen Phase nach dem Absetzen kann solch eine Stressituation zusätzlich dazu führen, dass alles völlig aus dem Lot springt. :?
Vorübergehend bekam ich auch Trittico (100mg einmal und dann 50mg) - die habe ich nun selbständig aber abgesetzt, weil ich meinen Schlafrhythmus nicht zu sehr aus der Bahn werfen wollte. Nun habe ich gelegentlich Durchschlafprobleme, aber nicht der Rede wert und ich kann morgens ja ausschlafen, weshalb ich das entspannt sehe.
Wenn Du schon im Krankenstand bist, dann nutze die Zeit, um gut für Dich zu sorgen, außerhalb weiterer Medikation.

Viele Grüße, Murmeline
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Erfahrung mit Psychopharmaka (Citalopram, langjährig Venlafaxin und kurzzeitig Quetiapin), seit Sommer 2012 abgesetzt
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