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lolo: Duloxetin absetzen

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lolo: Duloxetin absetzen

Beitrag von lolo » Mittwoch, 23.11.16, 18:59

Hallo an das Forum,

ich bin neu hier und durch Recherchen zum Thema AD absetzen auf euch gestoßen. Ich habe hier auch schon etwas rumgelesen und bin auf die 10%-Methode gestoßen. Über die Suchfunktion kann man sich sicher sehr viele Informationen zusammensuchen, ich hoffe, dass es trotzdem ok ist, wenn ich mich einmal vorstelle und noch mal (auch grundsätzliche ) Fragen stelle. Das gibt mir einfach ein besseres Gefühl, als einfach auf eigene Faust zu machen. Wenn ich Fragen stelle, die schon 1000 mal diskutiert wurden, kann man mir vielleicht auch einfach den Link geben, das ist dann natürlich weniger Arbeit für alle! Danke auf jeden Fall, falls einer meinen Eintrag hier liest.

Ich nehme wegen Depressionen, Angststörung, Dissoziationen aktuell 60 mg Duloxetin seit 5 Monaten, davor wurde ich mit Anafranil, Sertralin und Serqoeul behandelt, was alles unerträgliche Nebenwirkungen und keine positive Wirkung machte. Ich wurde auch früher schon mal, vor ca. 6 Jahren, mit ADs und NLs behandelt (Paroxetin, Venlaflaxin, Amitryptilyn, Seroquel, Risperdal). Ich habe allerdings nie die Erfahrung gemacht, dass ein Medikament wirklich geholfen hat, ich hatte eher immer das Gefühl, dass es schlechter wird, weshalb auch so viel ausprobiert wurde. Beim Duloxetin bin ich jetzt geblieben, weil es keine so krassen Nebenwirkungen wie die anderen ADs gemacht hat, aber ich fühle mich auch nicht wirklich stabiler dadurch. Und ich bin auch nicht nebenwirkungsfrei, ich leide unter Schwindel, Müdigkeit, "Watte" im Kopf, Sehstörungen (Visual Snow, was aber irgendwie kein Psychiater kennt) und Menstruationsschwankungen (Zwischenblutungen). Es ist schwierig für mich zu sagen, ob es die Grunderkrankung oder das AD ist, aber da ich eine ziemliche Odyssee mit Medikamenten hinter mir habe und ich mich subjektiv nie besser durch sie gefühlt habe, will ich jetzt weg davon.

Ich hatte immer Probleme sowohl beim Ein- als auch Ausschleichen, teilweise war es die Hölle. Klassischerweise würde man ja jetzt das Duloxetin von 60 mg auf 30 mg setzen, aber davor graults mir. Ich habe im Dezember einen Termin beim Psychiater, aber da diese meiner Erfahrung nach eher mittel- bis kaum kooperativ sind und Absetzerscheinungen für unmöglich oder allenfalls milde halten, habe ich wenig Hoffnung, dass ich mit dem Vorschlag, in kleineren Schritten und dann auch noch mit Kapsel auf, Kugeln zählen, Kapsel zu, auf Gehör stoße. Deshalb möchte ich das auf eigene Faust durchziehen und hoffe auf Hilfe von euch.

Meine Fragen wären:

1. Woher weiß ich, wieviele Kugeln in einer Kapsel sind?
2. Ist in jeder Kugel das Gleiche drin, oder können die einzelnen Kugeln unterschiedlichen Inhalt haben?
3. Kann durch das Öffnen der Kapsel irgendetwas passieren? Kann etwas "kaputt" oder "verloren" gehen, gibt es irgendetwas, das dagegen spricht, die Kapsel zu öffnen?
4. Gibt es generell Argumente, die gegen die langsame Methode des Absetzens sprechen?

Ich weiß, dass ihr die Methode nicht empfehlen würdet, wenn ihr sie für gefährlich halten würdet, aber ich denke, es ist immer gut, sich umfassend zu informieren und dann zu entscheiden.

Ich danke euch sehr fürs Lesen und würde mich total über eine Rückmeldung freuen.

Viele Grüße,
lolo
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Seit Juli 2017 bei 30 mg Duloxetin durch kleinschrittiges Ausschleichen wie hier empfohlen.
Wegen anstehender Reha Absetzen beschleunigt. Letzter Schritt von 5 mg auf 0 Anfang Oktober 2017 nicht vertragen.
Ende November 2017 noch mal starke Verschlechterung der Symptomatik.
28.11. Wiedereindosierung Duloxetin 1 mg
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Re: Duloxetin absetzen

Beitrag von Annanas » Mittwoch, 23.11.16, 19:34

Hallo Lolo :) , herzlich willkommen im ADFD!
Danke für deinen gut strukturierten Beitrag u. er ist wichtig für uns, um deine Lage einschätzen und dir ggf
besser raten zu können.
Also, alles richtig gemacht!! :D

Ich kann es nur gut finden, daß du von diesen Psychopharmaka weg möchtest - sie deckeln bestenfalls die
Symptome - heilen aber nie u. haben selbst ein gesundheitsgefährdendes Potential.
Prof Gotzsche warum AD mehr schaden als nutzen
Wurde dir denn außer der medikamentösen Behandlung evtl auch eine Psychotherapie angeboten, um
an die Gründe für die Depression/Angst zu gelangen?
lolo hat geschrieben:Ich hatte immer Probleme sowohl beim Ein- als auch Ausschleichen, teilweise war es die Hölle.
Beim Einschleichen hat man natürlich meistens die Nebenwirkungen des Medikamentes zu spüren bekommen, zumal
auch meist sehr schnell aufdosiert wird und beim Absetzen werden von vielen Ärzten viel zu große u. schnelle
Schritte empfohlen - so daß es kein Wunder ist, daß das teilweise die Hölle war.
Das können viele unserer Mitglieder hier nachvollziehen, weil es ihnen ähnlich ergangen ist.

Aber jetzt zu deinen Fragen:
lolo hat geschrieben:1. Woher weiß ich, wieviele Kugeln in einer Kapsel sind?
Du müßtest die Kapsel öffnen u. die Kügelchen zählen (es müssen auch viele kleine Kügelchen sein - nicht nur wenige Pellets),
sonst müßte man einen anderen Hersteller wählen.
lolo hat geschrieben:2. Ist in jeder Kugel das Gleiche drin, oder können die einzelnen Kugeln unterschiedlichen Inhalt haben?
Die Kügelchen können einen unterschiedlichen Wirkstoffgehalt haben, da die Hersteller die Kapseln nach Gewicht
herstellen und nicht nach der Anzahl der Kügelchen (deshalb sind die auch nicht unbedingt gleich groß).
lolo hat geschrieben:3. Kann durch das Öffnen der Kapsel irgendetwas passieren? Kann etwas "kaputt" oder "verloren" gehen, gibt es irgendetwas, das dagegen spricht, die Kapsel zu öffnen?
Nein, du mußt sie danach nur wieder gut schließen u. dann schlucken - keinesfalls die Kügelchen ohne Kapsel nehmen.
lolo hat geschrieben:4. Gibt es generell Argumente, die gegen die langsame Methode des Absetzens sprechen?
Im Gegenteil, durch das langsame Absetzen werden die Entzugssymptome moderat gehalten und das Zentrale Nervensystem
bekommt genug Zeit, um sich an das veränderte Wirkstoffangebot anzupassen u. sein Gleichgewicht wiederzufinden.
Hier sind auch schon einige Fragen beantwortet:
häufig gestellte Fragen (FAQ) Absetzthematik

Ein Umstand, der gegen langsames Absetzen spräche, wären nur gesundheitliche Beeinträchtigungen (z.B. Herzprobleme,
erhöhte Leberwerte usw) wegen derer ein Arzt ein sofortiges Absetzen nahelegt.

Ich verlinke dir hier auch mal die Kügelchenmethode und einige Mitglieder setzen auch mit Hilfe einer Feinwaage ab:
Kügelchenmethode
Tips für eine gute Feinwaage

Das hier ist jetzt dein Thread u. hier kannst du alle deine Fragen und Anmerkungen loswerden -
keine Hemmungen, frage, wenn dir etwas unklar ist u. lese gerne auch im Forum quer oder trete mit anderen Mitgliedern in den
Austausch.

Wir werden dich, so gut wir es virtuell können, beim Absetzen unterstützen.

Das fürs Erste von mir,
liebe Grüße von Anna
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Re: Duloxetin absetzen

Beitrag von Murmeline » Mittwoch, 23.11.16, 19:57

Hallo Lolo,

willkommen!

Zum Thema Visual Snow oder Sehprobleme unter Antidepressive ist wohl dieser Artikel für Dich interessant:
http://rxisk.org/keeping-an-eye-on-the- ... -on-ssris/

Linus hat auch mit diesem Symptom zu kämpfen:
viewtopic.php?f=35&t=10765&p=150055&hil ... ow#p150055

Hier schriebt er mehr dazu:
viewtopic.php?p=150544#p150544
Ich habe im Dezember einen Termin beim Psychiater, aber da diese meiner Erfahrung nach eher mittel- bis kaum kooperativ sind und Absetzerscheinungen für unmöglich oder allenfalls milde halten, habe ich wenig Hoffnung, dass ich mit dem Vorschlag, in kleineren Schritten und dann auch noch mit Kapsel auf, Kugeln zählen, Kapsel zu, auf Gehör stoße.
Leider ist das der allgemeine Tenor: Absetzsymptome treten selten auf und sind zumeist leicht und selbstlimitierend. Damit fallen alle, denen es nicht so geht, völlig unter den Tisch :(
Deshalb möchte ich das auf eigene Faust durchziehen und hoffe auf Hilfe von euch.
Eigenverantwortliches Reduzieren kann auch sehr erfolgreich sein, das zeigen hier die Erfahrungsberichte. Es braucht nicht unbedingt einen kooperativen Arzt, auch wenn es immer gut ist, noch vor Ort Verständnis und Unterstützung zu bekommen.

Grüße, Murmeline
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Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
Einer Deiner Ärzte erkennt Probleme mit Psychopharmaka an? Dann berichte doch hier

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Re: Duloxetin absetzen

Beitrag von lolo » Mittwoch, 23.11.16, 20:14

Hallo Anna,

das ist ja toll, dass man hier so schnell und nett eine Antwort bekommt! Vielen Dank für deine Rückmeldung.

Ich habe natürlich schon etwas Bammel vorm Absetzen. Mir geht es insgesamt besser als noch vor 6 Monaten und man fragt sich dann doch, ob es einem ohne das Medikament wieder schlechter gehen wird. Aber wenn es mir dann wieder mal so mies geht, frage ich mich immer wieder, wozu ich es nehme. Ich will das jetzt durchziehen.

Ich bin in Psychotherapie, habe wieder mit joggen angefangen, versuche aktiv zu sein und nicht so viel zu schlafen. Das funktioniert mal besser, mal schlechter, aber ich denke, dass es dazu beigetragen hat, dass es ab und zu etwas besser geht. Es ist aber alles immer noch ein unglaublicher Kampf und bei Weitem nicht wieder "normal", es gibt immer noch viele Tage, an denen alles unerträglich ist, die Dissoziation mich fertig macht und ich Suizidgedanken habe und einfach nicht mehr will. Die Dissoziation gepaart mit tiefer Depression und Angst ist das Hauptproblem, der Schwindel, das Wattegefühl, die Sehstörungen machen es noch schlimmer. Ich weiß nicht, ob letztere Symptome durch das Absetzen besser werden, aber ich will es herausfinden. Ich muss auch sagen, dass die Gründe, wegen denen ich angefangen habe, Medikamente zu nehmen, gefühlt danach noch schlimmer wurden, z.B. hatte ich vorher keine Suizidgedanken.

Zum Absetzen des Duloxetin: Wenn die Kügelchen nicht alle gleich sind, macht es dann überhaupt Sinn, die Kugeln abzuzählen? Also sagen wir da sind 500 in einer Kapsel und ich zähle jeden Tag 50 raus...dann ist doch nicht garantiert, dass ich immer gleich viel weniger nehme? Aber dann ist doch eigentlich auch generell nicht garantiert, dass in einer 60 mg Kapsel gleich viel Wirkstoff drin ist wie in einer anderen 60 mg Kapsel, oder? Also wenn man 60 mg mit Kügelchen mit weniger Wirkstoff hat als 60 mg mit Kügelchen mit mehr Wirkstoff, kann man doch gar nicht sagen, dass alle Kapseln gleich viel Wirkstoff haben, auch wenn sie das geiche Gewicht haben? Das ist jetzt etwas wirr, verstehst du, was ich meine?

Ich widme mich dann noch mal den Links, die du mir da gelassen hast. Vielen vielen Dank für die Hilfe und einen schönen Abend!
Ab Januar 2016 ca. 4 Wochen Sertralin, danach 3 Monate Anafranil.
Ab Juli 2016 Duloxetin 60 mg.
August bis September 2016 50 mg Seroquel. Seroquel nach ein paar Wochen wieder abgesetzt.
Seit Juli 2017 bei 30 mg Duloxetin durch kleinschrittiges Ausschleichen wie hier empfohlen.
Wegen anstehender Reha Absetzen beschleunigt. Letzter Schritt von 5 mg auf 0 Anfang Oktober 2017 nicht vertragen.
Ende November 2017 noch mal starke Verschlechterung der Symptomatik.
28.11. Wiedereindosierung Duloxetin 1 mg
30.11. Reduktion auf etwa 0,85 mg

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Re: Duloxetin absetzen

Beitrag von lolo » Mittwoch, 23.11.16, 20:15

Oh Murmeline, du hast wohl geantwortet, während ich geschrieben habe. Vielen Dank auch für deine Rückmeldung und die Infos!!! Da hab ich erst mal was zu lesen, das ist gut :)
Ab Januar 2016 ca. 4 Wochen Sertralin, danach 3 Monate Anafranil.
Ab Juli 2016 Duloxetin 60 mg.
August bis September 2016 50 mg Seroquel. Seroquel nach ein paar Wochen wieder abgesetzt.
Seit Juli 2017 bei 30 mg Duloxetin durch kleinschrittiges Ausschleichen wie hier empfohlen.
Wegen anstehender Reha Absetzen beschleunigt. Letzter Schritt von 5 mg auf 0 Anfang Oktober 2017 nicht vertragen.
Ende November 2017 noch mal starke Verschlechterung der Symptomatik.
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Re: Duloxetin absetzen

Beitrag von Annanas » Mittwoch, 23.11.16, 20:47

Liebe Lolo :) ,
lolo hat geschrieben:Ich bin in Psychotherapie, habe wieder mit joggen angefangen, versuche aktiv zu sein und nicht so viel zu schlafen. Das funktioniert mal besser, mal schlechter, aber ich denke, dass es dazu beigetragen hat, dass es ab und zu etwas besser geht.
Das ist schon mal gut, daß du da Unterstützung bekommst - weiß dein/e Psychotherapeut/in, daß du absetzen möchtest
u. wie steht er/sie dazu?

Auch daß du selbst aktiver geworden bist, ist schon ein wichtiger Schritt!
lolo hat geschrieben: Ich weiß nicht, ob letztere Symptome durch das Absetzen besser werden, aber ich will es herausfinden. Ich muss auch sagen, dass die Gründe, wegen denen ich angefangen habe, Medikamente zu nehmen, gefühlt danach noch schlimmer wurden, z.B. hatte ich vorher keine Suizidgedanken.
Psychopharmaka haben ja sehr viele schwerwiegende Nebenwirkungen u. daß sie auch Suizidgedanken auslösen können,
ist bekannt, wird leider nur nicht so publik gemacht.
Meistens wird dann davon geredet, daß diese Gedanken schon vorher da sein müssen.

Aber gerade in deinem Fall sieht man ja, daß dem nicht so ist.
Ich hoffe, daß sich mit dem behutsamen Absetzen auch diese Symptome verabschieden.

Wir setzen hier alle 4 - 6 Wochen 5 - 10% der Dosis ab - als Anhaltspunkt, ggf muß man nachjustieren, je nach
Befinden.
lolo hat geschrieben:Also sagen wir da sind 500 in einer Kapsel und ich zähle jeden Tag 50 raus...dann ist doch nicht garantiert, dass ich immer gleich viel weniger nehme?
Das ist richtig, es sind auch garantiert nicht in jeder Kapsel 500 Kügelchen, sondern je nach Größe mehr oder weniger - insgesamt
enthält die Kapsel aber (egal wieviele Kügelchen drin sind) z.B. 60 mg an Wirkstoff.
In der verlinkten Kügelchenmethode ist aufgezeigt, wie man am besten verfährt - nur kurz: mehrere Kapseln zählen - Durchschnitt
errechnen - Dreisatz bilden usw.

Hört sich aber jetzt komplizierter an, als es ist....!

Ich mache es mittlerweile so, daß ich jede Kapsel zähle (nehme Venlafaxin, ist auch ein SSNRI wie Duloxetin) und davon die
entsprechende mg, die ich rausnehmen will, berechne.
Weil, meine Kapseln haben z.B. bei 37,5 mg eine Bandbreite der Anzahl der Kügelchen von 118 - 134 Stück :o !

Wenn du dann soweit bist u. mit der Rechnerei nicht weiterkommst, melde dich einfach, dann machen wir das am
konkreten Beispiel mal zusammen.

Dir auch einen schönen Abend,
lG von Anna
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Re: Duloxetin absetzen

Beitrag von Jamie » Donnerstag, 24.11.16, 11:15

Hallo lolo :).

Da wir die Frage mit den Kügelchen und der Wirkstoffmenge immer gestellt bekommen, hier eine kurze (aber hoffentlich verständliche) Antwort.
Die Kapseln sind mit Kügelchen unterschiedlicher Dicke gefüllt, also mit kleinen, mittleren und großen. Bunt gemischt.
Dieses Potpourri gibt dann zB 60mg.
Einfach beherzt reingreifen und wahllos zB 50 rausnehmen, das ist völlig ausreichend.
Denn der Statistik nach ist es wahrscheinlich, dass du mit dem einfach wahllos rausnehmen sowohl kleine als auch mittlere und große Kugeln erwischst und damit ist das statistische Mittel gewahrt!

Und noch eine Anmerkung. Wir Deutschen neigen zur Ultrakorrektheit. Dies gibt diese Methode nicht her; sie gibt es deshalb schon nicht her, weil ja auch der Hersteller mit Schwankungen befüllt.
Es ist jetzt auch wirklich nicht so schlimm, wenn man mal 55,24mg oder 54,87mg nimmt - das verzeiht dir der Körper.

Ich glaube ich habe in all den Jahren nur zwei User kennengelernt, die so sensibel waren, dass sie auch solche Schwankungen merkten.
Die müssen dann tatsächlich täglich die Kapsel neu auszählen und dann den Dreisatz aufstellen.

Viele Grüße und willkommen im Forum :)
Jamie
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Re: Duloxetin absetzen

Beitrag von lolo » Donnerstag, 24.11.16, 15:21

Hallo Anna, hallo Jamie,

ich habe jetzt mal eine Kapsel gezählt und bin auf 454 Kugeln gekommen. Bin mir ziemlich sicher, dass ich mich verzählt habe, die sind aber auch mini. Also werde ich jetzt konzentriert ein paar Kapseln zählen, den Mittelwert ausrechnen und davon per Dreisatz ausrechnen, wie viele Kügelchen 10% sind, die ich jeden Tag aus der Kapsel rauszähle, richtig? Sollte ich aber feststellen, dass die Mengen sehr stark schwanken, kann ich auf Annas Methode, jede einzelne Kapsel zu zählen, umsteigen. Ich würde tatsächlich auch gerne schon morgen oder übermorgen mit dem Absetzen anfangen.

Eine Frage noch, ich habe hier irgendwo gelesen, dass Sport Symptome beim Absetzen triggern kann, ich möchte aber ungern darauf verzichten, da ich denke, dass er mir gut tut. Ich gehe 3x die Woche joggen und mache meistens noch 1x die Woche Yoga. Alles moderat, ich bin beim Joggen noch ziemlich am Anfang und steigere die Leistung wöchentlich um ein paar Minuten. Ist das ok?

Viele Grüße!
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Re: Duloxetin absetzen

Beitrag von Jamie » Donnerstag, 24.11.16, 15:51

Hallo lolo,

ja genau so wie du es geschrieben hast (Kügelchen) wird es gemacht :).
Kleine Schwankungen sind normal, es sind ja wirklich sehr viele Kugeln in deinem Präparat; da machen dann aber auch die Schwankungen proportional nicht ganz so viel aus als wenn nur 100 Kügelchen drin wären.

Zum Sport.
Mache es so, wie es sich gut für dich anfühlt. Wenn es der Körper nicht mag, wird er sich mit Symptomverschlechterung nach dem Sport melden.
Dann musst du dein sportlichen Aktivitäten anpassen.
Ich würde nur nicht unbedingt gerade jetzt zu diesem Zeitpunkt für einen Wettkampf oder einen Marathon trainieren :wink: .

Grüße
Jamie
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Re: Duloxetin absetzen

Beitrag von Horni » Donnerstag, 24.11.16, 15:53

Hallo zusammen,
Ich möchte bezüglich der Ungenauigkeit in den Kapseln. Kurz äussern.
Am Beispiel von Venlafaxin Kapseln die ich nehme habe ich im August erfahren dürfen welche Auswirkung die Dosis Variation auf mich hatte.
Siehe:
viewtopic.php?f=18&t=11942&hilit=Biomo

Ich habe durch das wiegen des kapselinhalts von mehreren Kapseln das Desaster und den Grund warum es mir nicht gut ging entdeckt.
Seitdem wiege ich den Kapselinhalt mit einer Labor Waage.
Link
viewtopic.php?f=15&t=9608&p=154291&hilit=Waage#p154291

Lg
Horni
"Berichtet euren Mitmenschen welche Verherende Wirkung Antidepressiva haben können und wie Verständnis los damit umgegangen wird."
Gebt uns eine Stimme!!!

Verküpfung zum Paroxetin Betroffenen Thread:
viewtopic.php?f=18&t=10777&hilit=Paroxetin+betroffenen

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Re: Duloxetin absetzen

Beitrag von Jamie » Donnerstag, 24.11.16, 16:06

Hallo Horni :),

es ist wirklich Abwägungssache. Und in allererster Linie eine Sache des Ausprobierens.
Die allermeisten hier im Forum kommen mit kleinen Schwankungen zurecht.
Ich möchte nicht gleich zu Beginn irgendwelche Panik verbreiten und immer zuerst den unwahrscheinlicheren Fall vertreten, wenn das für dich ok ist (?) :roll: .

Diejenigen, bei denen es Probleme gibt, da weisen wir dann immer darauf hin, dass diese Methode so vielleicht nicht für sie geht und dass sie entweder täglich neu auszählen müssen oder abwiegen sollten; im Übrigen auch unter Verweis auf dich :) .

Solist (neuer Teilnehmer) hat auch gerade etwas dazu geschrieben, was er vielleicht noch veröffentlichen wird.

Grüße
Jamie
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Re: Duloxetin absetzen

Beitrag von lolo » Donnerstag, 24.11.16, 16:32

Hey,

sorry, noch mal kurz, da sich schon eine etwas höhere Abweichung ergeben hat: ich habe jetzt 3 Kapseln ausgezählt und bin auf 454, 455 und 463 Kügelchen gekommen. Sind das Werte, mit denen man einen Zwischenwert noch berechnen kann, oder sollte man bei 9 Kugeln Unterschied zwischen zwei Kapseln schon jede Kapsel einzeln auszählen? Ich hätte jetzt geschätzt, dass es erst mal ok wäre, 46 Kugeln rauszunehmen, aber ich geh dann doch noch mal auf Nummer Sicher und frage (die deutsche Vorsichtigkeit, von der Jamie schon sprach ;)) Oder anders gefragt, damit ich euch nicht wegen jeder Abweichung einzeln nerven muss: Ab wann ist eine Abweichung so hoch, dass man lieber einzeln zählen sollte?

Ich danke euch!!!
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Re: Duloxetin absetzen

Beitrag von Annanas » Donnerstag, 24.11.16, 17:06

Hallo Lolo :) ,
lolo hat geschrieben:sorry, noch mal kurz, da sich schon eine etwas höhere Abweichung ergeben hat: ich habe jetzt 3 Kapseln ausgezählt und bin auf 454, 455 und 463 Kügelchen gekommen. Sind das Werte, mit denen man einen Zwischenwert noch berechnen kann, oder sollte man bei 9 Kugeln Unterschied zwischen zwei Kapseln schon jede Kapsel einzeln auszählen? Ich hätte jetzt geschätzt, dass es erst mal ok wäre, 46 Kugeln rauszunehmen, aber ich geh dann doch noch mal auf Nummer Sicher und frage (die deutsche Vorsichtigkeit, von der Jamie schon sprach )
Ich denke, das ist so in Ordnung - ich habe ja bis zur jetzigen Reduktion auch so gearbeitet.
Ich zähle mittlerweile nur jeden Tag die Kapsel, weil es auch nur relativ wenige Kügelchen sind u. ich
Abweichungen minimieren wollte.
Ohne aber zu wissen, ob das für mich überhaupt einen Unterschied zur Durchschnittsmethode machen würde.

Die meisten Mitglieder arbeiten so, wie in der Kügelchenmethode beschrieben und kommen gut damit klar.
Also ran an den Speck (an die Kügelchen)!

Was mir noch eingefallen ist - ich glaube Duloxetin gibt es nur in 60 oder 30 mg Kapseln?
Dann könntest du vllt, wenn dein Arzt kooperativ ist, dir die 30er Kapseln verschreiben lassen u. brauchst dann nur
eine 30er zu zählen u. kannst die andere komplett nehmen??!!!
Wäre dann nicht ganz so viel Zählarbeit!
lolo hat geschrieben:Oder anders gefragt, damit ich euch nicht wegen jeder Abweichung einzeln nerven muss: Ab wann ist eine Abweichung so hoch, dass man lieber einzeln zählen sollte?
Das kann man so gar nicht sagen - die meisten Mitglieder merken davon gar nichts - Jamie :) hatte ja geschrieben, sie kenne
nur 2 Fälle.
Ich würde mir darüber erstmal gar keine Gedanken machen - vllt, wenn man mal sehr weit unten ist, mit der Dosierung, könnte
man darüber nochmal nachdenken.

Liebe Grüße von Anna
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Venlafaxin (225 mg) - Einnahme seit 2007 - Absetzverlauf seit Januar 2016
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Re: Duloxetin absetzen

Beitrag von lolo » Donnerstag, 24.11.16, 17:28

Super...dann werde ich morgen mit der Reduktion beginnen. Ich hoffe, es ist in Ordnung, wenn ich ab und zu berichte oder bei Fragen auf euch zukomme.
Danke, dass ihr eure Infos teilt und so geduldig seid! Wirklich toll.
Ich wünsche euch einen schönen Abend! :-)
Ab Januar 2016 ca. 4 Wochen Sertralin, danach 3 Monate Anafranil.
Ab Juli 2016 Duloxetin 60 mg.
August bis September 2016 50 mg Seroquel. Seroquel nach ein paar Wochen wieder abgesetzt.
Seit Juli 2017 bei 30 mg Duloxetin durch kleinschrittiges Ausschleichen wie hier empfohlen.
Wegen anstehender Reha Absetzen beschleunigt. Letzter Schritt von 5 mg auf 0 Anfang Oktober 2017 nicht vertragen.
Ende November 2017 noch mal starke Verschlechterung der Symptomatik.
28.11. Wiedereindosierung Duloxetin 1 mg
30.11. Reduktion auf etwa 0,85 mg

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Re: Duloxetin absetzen

Beitrag von Annanas » Donnerstag, 24.11.16, 17:34

Hallo Lolo :) ,
lolo hat geschrieben:wenn ich ab und zu berichte oder bei Fragen auf euch zukomme.
Es ist sogar gewünscht!! :wink:

Viel Erfolg beim Absetzen und dir auch einen schönen Abend!

LG von Anna
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Re: Duloxetin absetzen

Beitrag von Jamie » Donnerstag, 24.11.16, 18:00

Hallo Lolo, :)

ich habe mal die Abweichung ausgerechnet.
Als statistisches Mittel habe ich 454,5 genommen (zusammengesetzt aus 454 und 455).
Die Kapsel mit den 464 Pellets hat demnach eine Abweichung von 1,25mg.
Ich denke, das ist vertretbar. Bei den oberen Dosen dürfte das keine Probleme machen.

Weißt du, auch bei uns ist die Resorption nicht jeden Tag gleich; das hängt z.B. von der Füllmenge des Magens / Darms ab, ob man viel Fett gegessen hat, Durchfall oder Verstopfung hat, weitere Medikamente nimmt usw. Wir sind keine Maschinen, es gibt natürliche Schwankungen.

Ganz empfindliche Personen wie zB Horni würden diese 1,25mg Abweichung nicht vertragen (je niedriger man mit der Dosis ist, desto mehr fällt das natürlich auch ins Gewicht), aber ich denke für´s Erste kannst du einfach mal loslegen. :fly:

Viele Grüße, bitte unbedingt melden (weil wir sind neugierig und natürlich wollen wir auch notfalls helfen, falls etwas nicht richtig klappt)
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Re: Duloxetin absetzen

Beitrag von Horni » Freitag, 25.11.16, 8:46

Hallo zusammen,
Natürlich hast du Recht Jamie.
Ich habe im Sommer zu schnell Venlafaxin reduziert. Seitdem geht es bei mir nur im Schneckentempo vorwärts.

Daher bitte, schön langsam reduzieren. Es ist wirklich wichtig.
Und
Herzlich willkommen im Adfd. :party2:
Lg
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Re: Duloxetin absetzen

Beitrag von lolo » Freitag, 25.11.16, 17:47

Hallo!

Habe heute Morgen die 46 Kügelchen entfernt! Der Tag ging, mir war heute Vormittag etwas mulmig, dann gings wieder etwas besser, dann wieder etwas mulmig, aber zumindest noch keine größeren Katastrophen wie sonst bei Veränderungen der Medikation. Ich glaube aber schon, dass zwei Sachen stärker geworden sind: Tinnitus und die Sehstörungen. Kann das sein? Und sonst war es so, dass es mir in letzter Zeit morgens schlechter als abends ging, jetzt bin ich aber etwas unruhig und angespannt.

Danke, dass ihr da seid. Viele Grüße!
Ab Januar 2016 ca. 4 Wochen Sertralin, danach 3 Monate Anafranil.
Ab Juli 2016 Duloxetin 60 mg.
August bis September 2016 50 mg Seroquel. Seroquel nach ein paar Wochen wieder abgesetzt.
Seit Juli 2017 bei 30 mg Duloxetin durch kleinschrittiges Ausschleichen wie hier empfohlen.
Wegen anstehender Reha Absetzen beschleunigt. Letzter Schritt von 5 mg auf 0 Anfang Oktober 2017 nicht vertragen.
Ende November 2017 noch mal starke Verschlechterung der Symptomatik.
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Re: Duloxetin absetzen

Beitrag von Annanas » Freitag, 25.11.16, 19:20

Hallo Lolo :) ,
lolo hat geschrieben:Habe heute Morgen die 46 Kügelchen entfernt! Der Tag ging, mir war heute Vormittag etwas mulmig, dann gings wieder etwas besser, dann wieder etwas mulmig, aber zumindest noch keine größeren Katastrophen wie sonst bei Veränderungen der Medikation. Ich glaube aber schon, dass zwei Sachen stärker geworden sind: Tinnitus und die Sehstörungen. Kann das sein?
Ja es kann sein - es kann aber auch die Erwartungshaltung mit reinspielen - am besten versuchen, abzulenken!
Ich weiß, es ist nicht ganz so einfach - gerade, wenn man mit dem Reduzieren beginnt - da achtet man noch mehr auf
mögliche Symptome.
lolo hat geschrieben:Und sonst war es so, dass es mir in letzter Zeit morgens schlechter als abends ging, jetzt bin ich aber etwas unruhig und angespannt.
Hier täuschst du dich sicher nicht - Duloxetin hat auch eine relativ kurze Halbwertszeit von ca. 12 Stunden, dh. nach dieser Zeit ist
die Hälfte des Wirkstoffs abgebaut bzw ausgeschieden.

Da ist es möglich, daß du die Verringerung der Dosis schon spüren kannst.
Ich kenne das aus eigener Erfahrung, setze zwar Venlafaxin ab, ist aber auch ein SSNRI wie Duloxetin und bin auch in den ersten
3 Tagen nach einer Reduktion vermehrt unruhig u. habe auch teilweise leichte Ängste.
Die vergehen dann aber mit der nächsten Einnahme u. nach ca. 4 Tagen hat sich das erstmal wieder eingependelt u. verschwindet.

Ich würde sagen, alles ganz normal - auch wenn es sich beunruhigend anfühlt.

Frage ruhig nach, wenn dich etwas in der Hinsicht belastet,

lG von Anna
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Re: Duloxetin absetzen

Beitrag von lolo » Donnerstag, 01.12.16, 17:46

Hallo,

ich wollte mich mal wieder melden. Bis jetzt gab es keine größeren Probleme!
Eines macht mir allerdings Sorgen: Tinnitus und Visual Snow sind nach wie vor sehr stark, vor allem letzteres beunruhigt mich jetzt doch. Vorher war es so, dass ich den "Schnee" vor allem vor dunklen und hellen Flächen wahrgenommen habe, mittlerweile sehe ich ihn fast immer und intensiver. Ich war vor einigen Monaten deshalb beim Augenarzt, nachdem Psychiater und Hausärztin damit nichts anfangen konnten, aber meine Augen waren vollkommen in Ordnung. Da ich gelesen habe, dass es von Stress oder auch Antidepressiva-Einnahme kommen kann, habe ich gehofft, durch das Absetzen eher einen Rückgang des Visual Snows zu erreichen, nicht ein Zunehmen (falls es damit zusammenhänge sollte). Ich erwische mich jetzt doch immer mal wieder dabei, dass ich Angst habe, blind zu werden.

Ich würde langsam wirklich gerne mal aktiv deswegen werden, aber da kein Arzt was damit anzufangen wusste und mich immer zum nächsten Facharzt schickte, weiß ich nicht, was ich da tun könnte. Hat von euch jemand vielleicht eine Idee oder Erfahrungen?

Viele liebe Grüße!
Ab Januar 2016 ca. 4 Wochen Sertralin, danach 3 Monate Anafranil.
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30.11. Reduktion auf etwa 0,85 mg

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