Klick auf das Kreuzchen, wenn Du die Meldung gelesen hast ->

Achtung: In der nächsten Zeit kann es zu unangekündigten und längeren Ausfällen des Forums kommen. Mehr infos in der Ankündigung.
Aktuell:
Umfrage an Langzeit- und Schwerbetroffene im Entzug

Bitte mitmachen, eure Meinung ist uns wichtig


Bist Du neu und weißt nicht, wie du anfangen sollst?

Registriere Dich zunächst und wähle einen Benutzernamen, der mit Deinem echten Namen möglichst wenig zu tun hat, wenn Du anonym bleiben möchtest. Du darfst als Benutzernamen keine Marken- oder Medikamentennamen verwenden. Wenn Du ganz auf Nummer sicher gehen willst, verwende am Besten auch eine Wegwerf-Emailadresse. Wenn Du genaueres wissen möchtest, lies bitte auch unsere Regeln.

Stelle Dich und Dein Anliegen dann in einem neuen Thema vor. Du kannst als neu registrierter erstmal nur im Bereich "Hier bist Du richtig" schreiben. Beachte bitte, dass der Beitrag solange unsichtbar bleibt, bis jemand aus dem Team ihn freigeschaltet hat. Da wir hier viel zu tun haben, kann das eine Weile dauern.

Hier klicken, um Dich zu registrieren.

Hier klicken, um neues Thema im Bereich "Hier bist Du richtig" zu erstellen".

Bitte lies zunächst die "Erste Hilfe" für Deine Medikamentengruppe: Antidepressiva | Benzodiazepine | Neuroleptika

Euer ADFD Team

Luisa 1974: Citalopram abgesetzt und verzweifelt! Neu eindosiert

Wenn Antidepressiva abgesetzt werden, kann dies zu schweren und langwierigen Entzugserscheinungen führen. Viele Hersteller und Ärzte verharmlosen diese Problematik leider.
Luisa1974
Beiträge: 174
Registriert: Donnerstag, 25.08.16, 4:59

Re: Citalopram abgesetzt und verzweifelt! Neu eindosiert

Beitrag von Luisa1974 » Donnerstag, 09.11.17, 9:58

Hallo Ihr Lieben,

mir geht es seit einigen Tagen wieder total dreckig.. null Antrieb, schaffe es kaum aufzustehen und mich zu waschen, mit dem Hund raus... ich weiß nicht, ob es meine Depression ist - ich habe gerade wieder eine Situation, in der alles so schwer ist und so ungewiss- und ich frage mich, sind es meine Gedanken (die so negativ sind) oder liegst es an dem Wechsel des Citaloprams, dass es mir so dreckig geht? Ich habe vor einigen Tagen gewechselt von Abiz auf AL und weiß nicht ob es daher kommt. Ich hatte vorher 10er und jetzt 20er.. für mich sind 5 Euro Rezeptgebühr echt viel Geld im Moment.. deshalb weiß ich nicht, ob es sich lohnt ein Rezept mit der vorigen Citalopram 10 von AbisZ zu probieren? Ich hatte nicht genug Belege für die Krankenkasse, deshalb bin ich nicht befreit. Was meint ihr, lohnt es sich noch einmal 5 Euro zu investieren? ja es ist nicht viel, aber mein Hund bekommt schon Futter von der Tiertafel und für mich sind das 2 Tage Essen.. Liebe Grüße, Luisa
Symptome: soziale Phobie / Ängste / Panikattacken
Medikation: 08/2011: 20 mg Citalopram, bei akuten Angstanfällen Bromazanil
seit 2013 zunehmend wieder Panikattacken mit Atemnot
2014 Burnout, Schlaflosigkeit, Erschöpfung
Medikation: weiterhin 20mg Citalopram, Bedarf an Bromazanil steigt ständig (psychisch abhängig)

Absetzverlauf:
August 2016: Citalopram runter auf 15mg (sehr gereizt, aber sonst keine Nebenwirkungen)
11.08.2016: Citalopram runter auf 10 mg (nach 2 Wochen nervös. extrem gereizt, Brainzaps, leichter Tinnitus, in der 3. Woche Höhepunkt, dann wurde es besser)
11.09.2016: 0g Citalopram ab der 3. Woche Hölle pur: extremer schriller Piepton in den Ohren, Druck im Kopf, ich dachte mein Kopf platzt, Brainzaps, vor allem im Hinterkopf, gereizt, extreme Stimmungsschwankungen, fiel in ein schwarzes Loch, gelähmt, konnte kaum aufstehen, Selbstmordgedanken, zu diesem Zeitpunkt ebenfalls Bromazanil abgesetzt
3.11. 2016: 2,5 Wochen Nordseeurlaub hat mir gut getan, lange Spaziergänge am Strand und das Meeresrauschen halfen bei Tinnitus, nachts und morgens früh war es schon manchmal fast still in meinen Ohren, aber Stimmungsschwankunge extrem, besser auszuhalten
Nach Rückkehr extreme Stimmungsschwankungen, Selbstmordgedankentäglich,Weinkrämpfe
Mitte Dezember 2016: Depression, das Gefühl gelähmt zu sein, ist fast verschwunden, :) bin ruhiger, Tinnitus ist oft leise, aber auch bei Stress/Alkohol/zu wenig Schlaf wieder extrem (schrilles Geräusch sehr laut)
Januar 2017: täglich Selbstmordgedanken, extreme Stimmungsschwankungen, Brainzaps im Hinterkopf, Tinnitus schriller Piepton, macht mich verrückt
22.01.2017: Aufdosierung Citalopram 5 mg - fühlte mich besser, Antrieb wieder da, Tinnitus leiser und durch den Antrieb besser auszuhalten - Happy!
25.01.2017: Tinnitus wird wieder extrem laut, schriller Piepton, denke ich werde verrückt - durch Stress und Druck vom Jobcenter
27.01.2017: Aufdosierung auf 10 mg anschließend 1. extreme Panikattacke
02.02.2017: aufgrund erneuter Panikattacke mit Atemnot aufdosiert auf 15 mg
06.02.2017: 20 mg
16.02.2017: Panikattacke nach Klinikabsage - auf 30mg erhöht - wahnsinnige Unruhe, Nervosität, Atemnot, habe das Gefühl das Citalopram löst die Panikattacken aus
23.02.2017: zurück auf 20 mg Citalopram nach extremer Angstattacke, zusätzlich 2 Tavor Schmelztabletten
==>> ab jetzt zusätzlich bis zur Klinikeinweisung Mirthazapin 15
==>> in der Klinik soll das Citalopram abgesetzt werden mit Hilfe eines anderen Medikamentes

*** KLINIK ENDGÜLTIG ABGESAGT *******************

31.05.2017: Reduzierung Mirtazapin auf 11,5 mg. Symptome: Einschlafschwierigkeiten, sehr gereizt, nervös, Brainzaps links wo der Tinnitus ist, Müdigkeit vom Kopf her - nach einigen Tagen bis auf Tinnitus besser
14.06.2017: Mirtazapin 7,5 mg

27.06.-10.07.2017 -> Reduzierung Mirtazapin auf 3,75 mg (Symptome: die ersten Tage extreme Müdigkeit)
01.09.2017 => Mirtazapin wieder auf 7,5 mg erhöht (die extreme Müdigkeit war keine Folge des Mirtazapins sondern Symptom meiner Depression. Brauche das Mirtazapin gegen Nebenwirkungen von Citalopram (Schlafen, Schwitzen)
01.10.2017 =>Reduzierung des Citaloprams auf 15 mg (da ich so unter den Nebenwirkungen leide), Mirtazapin 15 mg
01.01.2018 - heute => langsame Reduzierung des Citaloprams auf 10 mg (keine großen Probleme, schwitze nur wieder extrem), Mirtazapin meistens 15 mg, bei Bedarf auch mal mehr oder weniger- brauche dies vor allem zum Schlafen

padma
Team
Beiträge: 14577
Registriert: Sonntag, 06.01.13, 17:04
Hat sich bedankt: 35723 Mal
Danksagung erhalten: 18915 Mal

Re: Citalopram abgesetzt und verzweifelt! Neu eindosiert

Beitrag von padma » Donnerstag, 09.11.17, 17:42

liebe Luisa, :)

es ist sehr schlimm, wenn man solche finanzielle Nöte hat. Das tut mir sehr leid, dass du es so schwer hast. :hug:

Wenn es einen so engen zeitlichen Zusammenhang zum Wechsel des Herstellers und der Verschlechterung gibt, ist es gut möglich, dass es daran liegt. Wissen kann man es leider nicht.

liebe Grüsse,
padma
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor padma für den Beitrag (Insgesamt 3):
JamieLuisa1974carlotta
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
► Text zeigen
1.07.2018: 0,2 mg :schnecke:


Neu: Infos rund um Antidepressiva, Absetzen, Umgang mit Entzug
: https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=15490


Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Luisa1974
Beiträge: 174
Registriert: Donnerstag, 25.08.16, 4:59

Re: Citalopram abgesetzt und verzweifelt! Neu eindosiert

Beitrag von Luisa1974 » Freitag, 10.11.17, 10:12

Hallo Ihr Lieben,

leider hat sich mein Zustand weiter verschlechtert... heute hatte ich einen Heul Krampf wie zuletzt Anfang des Jahres vor der Wieder Aufdosierung des Citaloprams. Es ist auch meine Situation, die ist nun einmal verzweifelt.. wenn man kaum Geld hat , immer Angst, die Bank beginnt zu pfänden (Schulden habe ich auch), niemand hilft, von der Familie nur Vorwürfe.. alles was ich mache um meine Situation zu verbessern schlagen fehl.. meine Therapeutin sagte mir dann noch, dass dies alles so ist, weil ich so alleine bin und weil ich immer alleine war - und ich damit selbst schuld habe.. die Worte meiner ehemaligen Therapeutin machen mir so zu schaffen.. wenn ich länger alleine bin, dann schaffe ich es nie. Soll ich doch in die Klinik? Ich habe Angst, dass ich morgen aufwache und dann so verzweifelt bin dass ich nicht mehr leben will..
Kann es sein, dass es doch an der Reduktion liegt? Ich bin jetzt seit fast 6 Wochen auf 15 mg Citalopram.. klar meine Situation ist so verzweifelt.. im Moment habe ich nur Angst, dass ich bald meine Wohnung verliere und auf der Straße lebe, dass mein Hund krank wird oder dass ich ihn ins Tierheim geben muss weil ich nicht mehr in der Lage bin mich um ihn zu kümmern..

Soll ich wieder auf dosieren oder soll ich noch einmal mit dem Citalopram von AbisZ versuchen? Ich hatte da 10er Tabletten, das war einfacher zu teilen. Jetzt habe ich nur 1 Tablette 20 mg und muss die 2mal teilen
Ich habe kein GEld und auch keine Geduld für abwiegen und Wasser lösen
warum hat mein Hund eine Tablette die man einfach mit dem Finger vierteln kann? wieso gibt es das nicht für Menschen?

Entschuldigt bitte, mir geht es im Moment so schlecht.. diese Sch... Medis

hätte ich sie doch nie genommen... die Psychiaterin damals, sie war für das Unternehmen tätig wo ich gearbeitet habe.. sie hätte mir das nie empfehlen sollen.. ich hatte "nur" eine soziale Phobie und die war auch schon viel besser, ich hatte nur immer panische Angst vor meinem Chef und den 4 Augen Gesprächen

Deshalb all dies....................... :'(
Sorry für mein Gejammer
Liebe Grüße, Luisa
Symptome: soziale Phobie / Ängste / Panikattacken
Medikation: 08/2011: 20 mg Citalopram, bei akuten Angstanfällen Bromazanil
seit 2013 zunehmend wieder Panikattacken mit Atemnot
2014 Burnout, Schlaflosigkeit, Erschöpfung
Medikation: weiterhin 20mg Citalopram, Bedarf an Bromazanil steigt ständig (psychisch abhängig)

Absetzverlauf:
August 2016: Citalopram runter auf 15mg (sehr gereizt, aber sonst keine Nebenwirkungen)
11.08.2016: Citalopram runter auf 10 mg (nach 2 Wochen nervös. extrem gereizt, Brainzaps, leichter Tinnitus, in der 3. Woche Höhepunkt, dann wurde es besser)
11.09.2016: 0g Citalopram ab der 3. Woche Hölle pur: extremer schriller Piepton in den Ohren, Druck im Kopf, ich dachte mein Kopf platzt, Brainzaps, vor allem im Hinterkopf, gereizt, extreme Stimmungsschwankungen, fiel in ein schwarzes Loch, gelähmt, konnte kaum aufstehen, Selbstmordgedanken, zu diesem Zeitpunkt ebenfalls Bromazanil abgesetzt
3.11. 2016: 2,5 Wochen Nordseeurlaub hat mir gut getan, lange Spaziergänge am Strand und das Meeresrauschen halfen bei Tinnitus, nachts und morgens früh war es schon manchmal fast still in meinen Ohren, aber Stimmungsschwankunge extrem, besser auszuhalten
Nach Rückkehr extreme Stimmungsschwankungen, Selbstmordgedankentäglich,Weinkrämpfe
Mitte Dezember 2016: Depression, das Gefühl gelähmt zu sein, ist fast verschwunden, :) bin ruhiger, Tinnitus ist oft leise, aber auch bei Stress/Alkohol/zu wenig Schlaf wieder extrem (schrilles Geräusch sehr laut)
Januar 2017: täglich Selbstmordgedanken, extreme Stimmungsschwankungen, Brainzaps im Hinterkopf, Tinnitus schriller Piepton, macht mich verrückt
22.01.2017: Aufdosierung Citalopram 5 mg - fühlte mich besser, Antrieb wieder da, Tinnitus leiser und durch den Antrieb besser auszuhalten - Happy!
25.01.2017: Tinnitus wird wieder extrem laut, schriller Piepton, denke ich werde verrückt - durch Stress und Druck vom Jobcenter
27.01.2017: Aufdosierung auf 10 mg anschließend 1. extreme Panikattacke
02.02.2017: aufgrund erneuter Panikattacke mit Atemnot aufdosiert auf 15 mg
06.02.2017: 20 mg
16.02.2017: Panikattacke nach Klinikabsage - auf 30mg erhöht - wahnsinnige Unruhe, Nervosität, Atemnot, habe das Gefühl das Citalopram löst die Panikattacken aus
23.02.2017: zurück auf 20 mg Citalopram nach extremer Angstattacke, zusätzlich 2 Tavor Schmelztabletten
==>> ab jetzt zusätzlich bis zur Klinikeinweisung Mirthazapin 15
==>> in der Klinik soll das Citalopram abgesetzt werden mit Hilfe eines anderen Medikamentes

*** KLINIK ENDGÜLTIG ABGESAGT *******************

31.05.2017: Reduzierung Mirtazapin auf 11,5 mg. Symptome: Einschlafschwierigkeiten, sehr gereizt, nervös, Brainzaps links wo der Tinnitus ist, Müdigkeit vom Kopf her - nach einigen Tagen bis auf Tinnitus besser
14.06.2017: Mirtazapin 7,5 mg

27.06.-10.07.2017 -> Reduzierung Mirtazapin auf 3,75 mg (Symptome: die ersten Tage extreme Müdigkeit)
01.09.2017 => Mirtazapin wieder auf 7,5 mg erhöht (die extreme Müdigkeit war keine Folge des Mirtazapins sondern Symptom meiner Depression. Brauche das Mirtazapin gegen Nebenwirkungen von Citalopram (Schlafen, Schwitzen)
01.10.2017 =>Reduzierung des Citaloprams auf 15 mg (da ich so unter den Nebenwirkungen leide), Mirtazapin 15 mg
01.01.2018 - heute => langsame Reduzierung des Citaloprams auf 10 mg (keine großen Probleme, schwitze nur wieder extrem), Mirtazapin meistens 15 mg, bei Bedarf auch mal mehr oder weniger- brauche dies vor allem zum Schlafen

Ululu 69
Team
Beiträge: 3170
Registriert: Donnerstag, 04.05.17, 17:43
Hat sich bedankt: 8607 Mal
Danksagung erhalten: 5491 Mal

Re: Citalopram abgesetzt und verzweifelt! Neu eindosiert

Beitrag von Ululu 69 » Freitag, 10.11.17, 12:04

Hallo Luisa, :)

du klingst gerade extrem panisch, das tut mir sehr leid. :hug:

Wenn du im Moment Hartz IV empfängst, darf die Bank und auch keiner sonst dir das pfänden.
Du musst davon auch keine Schulden zahlen, es dient ausschließlich deinem Lebensunterhalt.
Wenn du sonst kein Einkommen hast aber Schulden, würde ich dir raten in Privatinsolvenz zu gehen.
Es ist schlichtweg nicht möglich von Hartz IV auch noch Schulden zu bezahlen.

Die Caritas bietet online und in vielen deutschen Städten Hilfe in Form einer Schuldnerberatung an.
Die machen das gut da und es ist kostenlos.
Du musst dir auch keine Sorgen machen, dass man dich schräg ansieht oder so, dein Problem haben Viele.

Ich denke es wäre gut, wenn du einfach so nach und nach ein paar "Baustellen" in deinem Leben abhaken könntest, weil du sonst wahrscheinlich nie zur Ruhe kommen kannst. Wenn so existentielle Dinge an einem nagen, kann sich dein ZNS einfach nicht beruhigen.
Luisa1974 hat geschrieben:meine Therapeutin sagte mir dann noch, dass dies alles so ist, weil ich so alleine bin und weil ich immer alleine war - und ich damit selbst schuld habe.. die Worte meiner ehemaligen Therapeutin machen mir so zu schaffen.. wenn ich länger alleine bin, dann schaffe ich es nie
Das finde ich ehrlich gesagt sehr unsensibel von deiner Therapeutin. Was sollst du jetzt machen, dir eine neue Familie backen ? Oder ein Haufen Freunde aus einer Zauberkiste ziehen ? :frust:
Luisa1974 hat geschrieben:warum hat mein Hund eine Tablette die man einfach mit dem Finger vierteln kann? wieso gibt es das nicht für Menschen?
Das frage ich mich auch jeden Sonntag, wenn ich die Kügelchen aus meinen Tabletten für die nächste Woche zähle.

Ich möchte dir eines noch da lassen, du bist nicht ganz alleine. Du hast uns vom Forum und wenn wir können, dann helfen wir.
Und gerne darfst du dich auch hier ausheulen.

GLG Ute
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Ululu 69 für den Beitrag (Insgesamt 4):
LinLinapadmaLuisa1974carlotta
► Text zeigen


Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Luisa1974
Beiträge: 174
Registriert: Donnerstag, 25.08.16, 4:59

Re: Citalopram abgesetzt und verzweifelt! Neu eindosiert

Beitrag von Luisa1974 » Freitag, 10.11.17, 16:27

Danke liebe Ute ❤️ ich werde mal schauen wegen der Schuldnerberatung, gleich Montag, dann muss ich auch den Weiterbewilligungsbescheid beantragen.. ich fühle mich so extrem alleine... und auch so schuldig, dass ich alleine an allem schuld bin.. das Jahr ist bald vorbei und was habe ich getan..? ich sitze den ganzen Tag zu Hause rum und warte dass der Tag rumgeht, versuche bei Ebay etwas zu verkaufen damit ich ein paar Euros habe um mir was zu essen zu kaufen.. und jeder Tag zieht sich wie ein Kaugummi und dann ist wieder Wochenende und immer noch bin ich in der gleichen Situation.. ich dachte, ich hätte etwas geschafft, dass es mir besser geht aber jetzt habe ich wieder so einen Rückfall.. ich bin nur am Weinen, wie zu der Zeit als ich das Citalopram reduziert oder ganz abgesetzt hatte...
ganz ganz lieben Dank euch allen :group:
Luisa
Symptome: soziale Phobie / Ängste / Panikattacken
Medikation: 08/2011: 20 mg Citalopram, bei akuten Angstanfällen Bromazanil
seit 2013 zunehmend wieder Panikattacken mit Atemnot
2014 Burnout, Schlaflosigkeit, Erschöpfung
Medikation: weiterhin 20mg Citalopram, Bedarf an Bromazanil steigt ständig (psychisch abhängig)

Absetzverlauf:
August 2016: Citalopram runter auf 15mg (sehr gereizt, aber sonst keine Nebenwirkungen)
11.08.2016: Citalopram runter auf 10 mg (nach 2 Wochen nervös. extrem gereizt, Brainzaps, leichter Tinnitus, in der 3. Woche Höhepunkt, dann wurde es besser)
11.09.2016: 0g Citalopram ab der 3. Woche Hölle pur: extremer schriller Piepton in den Ohren, Druck im Kopf, ich dachte mein Kopf platzt, Brainzaps, vor allem im Hinterkopf, gereizt, extreme Stimmungsschwankungen, fiel in ein schwarzes Loch, gelähmt, konnte kaum aufstehen, Selbstmordgedanken, zu diesem Zeitpunkt ebenfalls Bromazanil abgesetzt
3.11. 2016: 2,5 Wochen Nordseeurlaub hat mir gut getan, lange Spaziergänge am Strand und das Meeresrauschen halfen bei Tinnitus, nachts und morgens früh war es schon manchmal fast still in meinen Ohren, aber Stimmungsschwankunge extrem, besser auszuhalten
Nach Rückkehr extreme Stimmungsschwankungen, Selbstmordgedankentäglich,Weinkrämpfe
Mitte Dezember 2016: Depression, das Gefühl gelähmt zu sein, ist fast verschwunden, :) bin ruhiger, Tinnitus ist oft leise, aber auch bei Stress/Alkohol/zu wenig Schlaf wieder extrem (schrilles Geräusch sehr laut)
Januar 2017: täglich Selbstmordgedanken, extreme Stimmungsschwankungen, Brainzaps im Hinterkopf, Tinnitus schriller Piepton, macht mich verrückt
22.01.2017: Aufdosierung Citalopram 5 mg - fühlte mich besser, Antrieb wieder da, Tinnitus leiser und durch den Antrieb besser auszuhalten - Happy!
25.01.2017: Tinnitus wird wieder extrem laut, schriller Piepton, denke ich werde verrückt - durch Stress und Druck vom Jobcenter
27.01.2017: Aufdosierung auf 10 mg anschließend 1. extreme Panikattacke
02.02.2017: aufgrund erneuter Panikattacke mit Atemnot aufdosiert auf 15 mg
06.02.2017: 20 mg
16.02.2017: Panikattacke nach Klinikabsage - auf 30mg erhöht - wahnsinnige Unruhe, Nervosität, Atemnot, habe das Gefühl das Citalopram löst die Panikattacken aus
23.02.2017: zurück auf 20 mg Citalopram nach extremer Angstattacke, zusätzlich 2 Tavor Schmelztabletten
==>> ab jetzt zusätzlich bis zur Klinikeinweisung Mirthazapin 15
==>> in der Klinik soll das Citalopram abgesetzt werden mit Hilfe eines anderen Medikamentes

*** KLINIK ENDGÜLTIG ABGESAGT *******************

31.05.2017: Reduzierung Mirtazapin auf 11,5 mg. Symptome: Einschlafschwierigkeiten, sehr gereizt, nervös, Brainzaps links wo der Tinnitus ist, Müdigkeit vom Kopf her - nach einigen Tagen bis auf Tinnitus besser
14.06.2017: Mirtazapin 7,5 mg

27.06.-10.07.2017 -> Reduzierung Mirtazapin auf 3,75 mg (Symptome: die ersten Tage extreme Müdigkeit)
01.09.2017 => Mirtazapin wieder auf 7,5 mg erhöht (die extreme Müdigkeit war keine Folge des Mirtazapins sondern Symptom meiner Depression. Brauche das Mirtazapin gegen Nebenwirkungen von Citalopram (Schlafen, Schwitzen)
01.10.2017 =>Reduzierung des Citaloprams auf 15 mg (da ich so unter den Nebenwirkungen leide), Mirtazapin 15 mg
01.01.2018 - heute => langsame Reduzierung des Citaloprams auf 10 mg (keine großen Probleme, schwitze nur wieder extrem), Mirtazapin meistens 15 mg, bei Bedarf auch mal mehr oder weniger- brauche dies vor allem zum Schlafen

carlotta
Beiträge: 2782
Registriert: Dienstag, 17.04.12, 16:10
Hat sich bedankt: 6203 Mal
Danksagung erhalten: 6053 Mal

Re: Citalopram abgesetzt und verzweifelt! Neu eindosiert

Beitrag von carlotta » Freitag, 10.11.17, 16:31

Hallo Luisa,

ich fürchte fast, der Präparatewechsel zusammen mit der Reduktion war einfach zu viel für Dein ZNS. Bevor Du in Aktionismus verfällst bezüglich Klinik o. Ä., solltest Du zuerst schauen, dass Du an ein Rezept des vorherigen Präparates kommst. Ich weiß, dass das finanziell eine Belastung ist, aber so wie im Moment kannst Du Dich u. U. nur schwer stabilisieren. Die Erfahrung zeigt, dass Betroffene, gerade wenn ihr ZNS schon angeschlagen ist, besonders empfindsam auf solche Veränderungen reagieren. Das wird oft unterschätzt.

Du solltest Dir - egal mit welchem Präparat - auch unbedingt die Mühe machen, es mittels Wasserlösemethode genau zu dosieren. Deiner Gesundheit und Stabilität zuliebe. Du wirst im weiteren Verlauf des Absetzens ohnehin nicht darum herumkommen, wenn Du nicht schwerwiegende Symptome riskieren willst.

Das möchte ich Dir wirklich ans Herz legen.

Liebe Grüße :group:
Carlotta

P. S.: Vergiss das mit der Schuld. Diese Äußerung Deiner Behandlerin ist unmöglich. Die richten selbst so viel Schaden an mit ihrer Unwissenheit bezüglich Medikation und sollten sich mal an die eigene Nase fassen. Du hast keinen Rückfall, das ist ein Rebound aufgrund der Reduktion in Verbindung mit dem neuen Präparat.
Zuletzt geändert von carlotta am Freitag, 10.11.17, 17:57, insgesamt 1-mal geändert.
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor carlotta für den Beitrag (Insgesamt 5):
FlummiUlulu 69padmaLuisa1974LinLina
"For the illicit drugs, we call this process addiction. For the prescribed medications, we call this process therapeutic." (Robert Whitaker)


"We need to stop harming each other in the false name of medicine."(Monica Cassani)

padma
Team
Beiträge: 14577
Registriert: Sonntag, 06.01.13, 17:04
Hat sich bedankt: 35723 Mal
Danksagung erhalten: 18915 Mal

Re: Citalopram abgesetzt und verzweifelt! Neu eindosiert

Beitrag von padma » Freitag, 10.11.17, 17:56

liebe Luisa, :)

vermutlich habe ich es dir schon mal geschrieben, "Ambulant Betreutes Wohnen" könnte für dich hilfreich sein.
Da kommt ein/e Sozialpädagoge/in zu dir nach Hause, (ein - bis mehrfach wöchentlich) und hilft dir u.a. bei diesen Behördenproblemen, Anträgen, Schulden etc.

Da du kaum Geld hast, trägt die Kosten der Sozialhilfeträger.

liebe Grüsse,
padma
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor padma für den Beitrag (Insgesamt 4):
carlottaLuisa1974Ululu 69LinLina
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
► Text zeigen
1.07.2018: 0,2 mg :schnecke:


Neu: Infos rund um Antidepressiva, Absetzen, Umgang mit Entzug
: https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=15490


Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Luisa1974
Beiträge: 174
Registriert: Donnerstag, 25.08.16, 4:59

Re: Citalopram abgesetzt und verzweifelt! Neu eindosiert

Beitrag von Luisa1974 » Freitag, 10.11.17, 18:01

Hallo Padma,
ich hatte mal bei meiner Krankenkasse nachgefragt, aber die haben gesagt, ich müsse selbst jemanden finden und dann einen Kostenvoranschlag einreichen. Ambulantes Betreutes Wohnen, da könnte ich mal beim Jobcenter nachfragen
Danke für deine liebe Hilfe <3
Luisa
Symptome: soziale Phobie / Ängste / Panikattacken
Medikation: 08/2011: 20 mg Citalopram, bei akuten Angstanfällen Bromazanil
seit 2013 zunehmend wieder Panikattacken mit Atemnot
2014 Burnout, Schlaflosigkeit, Erschöpfung
Medikation: weiterhin 20mg Citalopram, Bedarf an Bromazanil steigt ständig (psychisch abhängig)

Absetzverlauf:
August 2016: Citalopram runter auf 15mg (sehr gereizt, aber sonst keine Nebenwirkungen)
11.08.2016: Citalopram runter auf 10 mg (nach 2 Wochen nervös. extrem gereizt, Brainzaps, leichter Tinnitus, in der 3. Woche Höhepunkt, dann wurde es besser)
11.09.2016: 0g Citalopram ab der 3. Woche Hölle pur: extremer schriller Piepton in den Ohren, Druck im Kopf, ich dachte mein Kopf platzt, Brainzaps, vor allem im Hinterkopf, gereizt, extreme Stimmungsschwankungen, fiel in ein schwarzes Loch, gelähmt, konnte kaum aufstehen, Selbstmordgedanken, zu diesem Zeitpunkt ebenfalls Bromazanil abgesetzt
3.11. 2016: 2,5 Wochen Nordseeurlaub hat mir gut getan, lange Spaziergänge am Strand und das Meeresrauschen halfen bei Tinnitus, nachts und morgens früh war es schon manchmal fast still in meinen Ohren, aber Stimmungsschwankunge extrem, besser auszuhalten
Nach Rückkehr extreme Stimmungsschwankungen, Selbstmordgedankentäglich,Weinkrämpfe
Mitte Dezember 2016: Depression, das Gefühl gelähmt zu sein, ist fast verschwunden, :) bin ruhiger, Tinnitus ist oft leise, aber auch bei Stress/Alkohol/zu wenig Schlaf wieder extrem (schrilles Geräusch sehr laut)
Januar 2017: täglich Selbstmordgedanken, extreme Stimmungsschwankungen, Brainzaps im Hinterkopf, Tinnitus schriller Piepton, macht mich verrückt
22.01.2017: Aufdosierung Citalopram 5 mg - fühlte mich besser, Antrieb wieder da, Tinnitus leiser und durch den Antrieb besser auszuhalten - Happy!
25.01.2017: Tinnitus wird wieder extrem laut, schriller Piepton, denke ich werde verrückt - durch Stress und Druck vom Jobcenter
27.01.2017: Aufdosierung auf 10 mg anschließend 1. extreme Panikattacke
02.02.2017: aufgrund erneuter Panikattacke mit Atemnot aufdosiert auf 15 mg
06.02.2017: 20 mg
16.02.2017: Panikattacke nach Klinikabsage - auf 30mg erhöht - wahnsinnige Unruhe, Nervosität, Atemnot, habe das Gefühl das Citalopram löst die Panikattacken aus
23.02.2017: zurück auf 20 mg Citalopram nach extremer Angstattacke, zusätzlich 2 Tavor Schmelztabletten
==>> ab jetzt zusätzlich bis zur Klinikeinweisung Mirthazapin 15
==>> in der Klinik soll das Citalopram abgesetzt werden mit Hilfe eines anderen Medikamentes

*** KLINIK ENDGÜLTIG ABGESAGT *******************

31.05.2017: Reduzierung Mirtazapin auf 11,5 mg. Symptome: Einschlafschwierigkeiten, sehr gereizt, nervös, Brainzaps links wo der Tinnitus ist, Müdigkeit vom Kopf her - nach einigen Tagen bis auf Tinnitus besser
14.06.2017: Mirtazapin 7,5 mg

27.06.-10.07.2017 -> Reduzierung Mirtazapin auf 3,75 mg (Symptome: die ersten Tage extreme Müdigkeit)
01.09.2017 => Mirtazapin wieder auf 7,5 mg erhöht (die extreme Müdigkeit war keine Folge des Mirtazapins sondern Symptom meiner Depression. Brauche das Mirtazapin gegen Nebenwirkungen von Citalopram (Schlafen, Schwitzen)
01.10.2017 =>Reduzierung des Citaloprams auf 15 mg (da ich so unter den Nebenwirkungen leide), Mirtazapin 15 mg
01.01.2018 - heute => langsame Reduzierung des Citaloprams auf 10 mg (keine großen Probleme, schwitze nur wieder extrem), Mirtazapin meistens 15 mg, bei Bedarf auch mal mehr oder weniger- brauche dies vor allem zum Schlafen

Luisa1974
Beiträge: 174
Registriert: Donnerstag, 25.08.16, 4:59
Hat sich bedankt: 525 Mal
Danksagung erhalten: 227 Mal

Re: Citalopram abgesetzt und verzweifelt! Neu eindosiert

Beitrag von Luisa1974 » Freitag, 10.11.17, 18:02

danke Carlotta ❤️
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Luisa1974 für den Beitrag:
carlotta
Symptome: soziale Phobie / Ängste / Panikattacken
Medikation: 08/2011: 20 mg Citalopram, bei akuten Angstanfällen Bromazanil
seit 2013 zunehmend wieder Panikattacken mit Atemnot
2014 Burnout, Schlaflosigkeit, Erschöpfung
Medikation: weiterhin 20mg Citalopram, Bedarf an Bromazanil steigt ständig (psychisch abhängig)

Absetzverlauf:
August 2016: Citalopram runter auf 15mg (sehr gereizt, aber sonst keine Nebenwirkungen)
11.08.2016: Citalopram runter auf 10 mg (nach 2 Wochen nervös. extrem gereizt, Brainzaps, leichter Tinnitus, in der 3. Woche Höhepunkt, dann wurde es besser)
11.09.2016: 0g Citalopram ab der 3. Woche Hölle pur: extremer schriller Piepton in den Ohren, Druck im Kopf, ich dachte mein Kopf platzt, Brainzaps, vor allem im Hinterkopf, gereizt, extreme Stimmungsschwankungen, fiel in ein schwarzes Loch, gelähmt, konnte kaum aufstehen, Selbstmordgedanken, zu diesem Zeitpunkt ebenfalls Bromazanil abgesetzt
3.11. 2016: 2,5 Wochen Nordseeurlaub hat mir gut getan, lange Spaziergänge am Strand und das Meeresrauschen halfen bei Tinnitus, nachts und morgens früh war es schon manchmal fast still in meinen Ohren, aber Stimmungsschwankunge extrem, besser auszuhalten
Nach Rückkehr extreme Stimmungsschwankungen, Selbstmordgedankentäglich,Weinkrämpfe
Mitte Dezember 2016: Depression, das Gefühl gelähmt zu sein, ist fast verschwunden, :) bin ruhiger, Tinnitus ist oft leise, aber auch bei Stress/Alkohol/zu wenig Schlaf wieder extrem (schrilles Geräusch sehr laut)
Januar 2017: täglich Selbstmordgedanken, extreme Stimmungsschwankungen, Brainzaps im Hinterkopf, Tinnitus schriller Piepton, macht mich verrückt
22.01.2017: Aufdosierung Citalopram 5 mg - fühlte mich besser, Antrieb wieder da, Tinnitus leiser und durch den Antrieb besser auszuhalten - Happy!
25.01.2017: Tinnitus wird wieder extrem laut, schriller Piepton, denke ich werde verrückt - durch Stress und Druck vom Jobcenter
27.01.2017: Aufdosierung auf 10 mg anschließend 1. extreme Panikattacke
02.02.2017: aufgrund erneuter Panikattacke mit Atemnot aufdosiert auf 15 mg
06.02.2017: 20 mg
16.02.2017: Panikattacke nach Klinikabsage - auf 30mg erhöht - wahnsinnige Unruhe, Nervosität, Atemnot, habe das Gefühl das Citalopram löst die Panikattacken aus
23.02.2017: zurück auf 20 mg Citalopram nach extremer Angstattacke, zusätzlich 2 Tavor Schmelztabletten
==>> ab jetzt zusätzlich bis zur Klinikeinweisung Mirthazapin 15
==>> in der Klinik soll das Citalopram abgesetzt werden mit Hilfe eines anderen Medikamentes

*** KLINIK ENDGÜLTIG ABGESAGT *******************

31.05.2017: Reduzierung Mirtazapin auf 11,5 mg. Symptome: Einschlafschwierigkeiten, sehr gereizt, nervös, Brainzaps links wo der Tinnitus ist, Müdigkeit vom Kopf her - nach einigen Tagen bis auf Tinnitus besser
14.06.2017: Mirtazapin 7,5 mg

27.06.-10.07.2017 -> Reduzierung Mirtazapin auf 3,75 mg (Symptome: die ersten Tage extreme Müdigkeit)
01.09.2017 => Mirtazapin wieder auf 7,5 mg erhöht (die extreme Müdigkeit war keine Folge des Mirtazapins sondern Symptom meiner Depression. Brauche das Mirtazapin gegen Nebenwirkungen von Citalopram (Schlafen, Schwitzen)
01.10.2017 =>Reduzierung des Citaloprams auf 15 mg (da ich so unter den Nebenwirkungen leide), Mirtazapin 15 mg
01.01.2018 - heute => langsame Reduzierung des Citaloprams auf 10 mg (keine großen Probleme, schwitze nur wieder extrem), Mirtazapin meistens 15 mg, bei Bedarf auch mal mehr oder weniger- brauche dies vor allem zum Schlafen

padma
Team
Beiträge: 14577
Registriert: Sonntag, 06.01.13, 17:04
Hat sich bedankt: 35723 Mal
Danksagung erhalten: 18915 Mal

Re: Citalopram abgesetzt und verzweifelt! Neu eindosiert

Beitrag von padma » Freitag, 10.11.17, 18:18

liebe Luisa, :)

das gibts weder beim Jobcenter noch bei der KK.

Schau mal, ob es in deinem Wohnumkreis einen Anbieter für Ambulant Betreutes Wohnen/ Eingliederungshilfe gibt.
Anbieter sind z.B. Wohlfahrtverbände oder auch private Anbieter.
Du kannst dich auch bei deiner Stadt erkundigen, zumeist gibt es eine Abteilung für Menschen mit Behinderungen.
Hier ein Beispiel: http://www.marli.de/rs/wohnen_und_leben ... index.html

liebe Grüsse,
padma
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor padma für den Beitrag (Insgesamt 4):
Luisa1974carlottaUlulu 69LinLina
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
► Text zeigen
1.07.2018: 0,2 mg :schnecke:


Neu: Infos rund um Antidepressiva, Absetzen, Umgang mit Entzug
: https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=15490


Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Luisa1974
Beiträge: 174
Registriert: Donnerstag, 25.08.16, 4:59

Re: Citalopram abgesetzt und verzweifelt! Neu eindosiert

Beitrag von Luisa1974 » Freitag, 10.11.17, 18:37

Danke Padma ❤️
Symptome: soziale Phobie / Ängste / Panikattacken
Medikation: 08/2011: 20 mg Citalopram, bei akuten Angstanfällen Bromazanil
seit 2013 zunehmend wieder Panikattacken mit Atemnot
2014 Burnout, Schlaflosigkeit, Erschöpfung
Medikation: weiterhin 20mg Citalopram, Bedarf an Bromazanil steigt ständig (psychisch abhängig)

Absetzverlauf:
August 2016: Citalopram runter auf 15mg (sehr gereizt, aber sonst keine Nebenwirkungen)
11.08.2016: Citalopram runter auf 10 mg (nach 2 Wochen nervös. extrem gereizt, Brainzaps, leichter Tinnitus, in der 3. Woche Höhepunkt, dann wurde es besser)
11.09.2016: 0g Citalopram ab der 3. Woche Hölle pur: extremer schriller Piepton in den Ohren, Druck im Kopf, ich dachte mein Kopf platzt, Brainzaps, vor allem im Hinterkopf, gereizt, extreme Stimmungsschwankungen, fiel in ein schwarzes Loch, gelähmt, konnte kaum aufstehen, Selbstmordgedanken, zu diesem Zeitpunkt ebenfalls Bromazanil abgesetzt
3.11. 2016: 2,5 Wochen Nordseeurlaub hat mir gut getan, lange Spaziergänge am Strand und das Meeresrauschen halfen bei Tinnitus, nachts und morgens früh war es schon manchmal fast still in meinen Ohren, aber Stimmungsschwankunge extrem, besser auszuhalten
Nach Rückkehr extreme Stimmungsschwankungen, Selbstmordgedankentäglich,Weinkrämpfe
Mitte Dezember 2016: Depression, das Gefühl gelähmt zu sein, ist fast verschwunden, :) bin ruhiger, Tinnitus ist oft leise, aber auch bei Stress/Alkohol/zu wenig Schlaf wieder extrem (schrilles Geräusch sehr laut)
Januar 2017: täglich Selbstmordgedanken, extreme Stimmungsschwankungen, Brainzaps im Hinterkopf, Tinnitus schriller Piepton, macht mich verrückt
22.01.2017: Aufdosierung Citalopram 5 mg - fühlte mich besser, Antrieb wieder da, Tinnitus leiser und durch den Antrieb besser auszuhalten - Happy!
25.01.2017: Tinnitus wird wieder extrem laut, schriller Piepton, denke ich werde verrückt - durch Stress und Druck vom Jobcenter
27.01.2017: Aufdosierung auf 10 mg anschließend 1. extreme Panikattacke
02.02.2017: aufgrund erneuter Panikattacke mit Atemnot aufdosiert auf 15 mg
06.02.2017: 20 mg
16.02.2017: Panikattacke nach Klinikabsage - auf 30mg erhöht - wahnsinnige Unruhe, Nervosität, Atemnot, habe das Gefühl das Citalopram löst die Panikattacken aus
23.02.2017: zurück auf 20 mg Citalopram nach extremer Angstattacke, zusätzlich 2 Tavor Schmelztabletten
==>> ab jetzt zusätzlich bis zur Klinikeinweisung Mirthazapin 15
==>> in der Klinik soll das Citalopram abgesetzt werden mit Hilfe eines anderen Medikamentes

*** KLINIK ENDGÜLTIG ABGESAGT *******************

31.05.2017: Reduzierung Mirtazapin auf 11,5 mg. Symptome: Einschlafschwierigkeiten, sehr gereizt, nervös, Brainzaps links wo der Tinnitus ist, Müdigkeit vom Kopf her - nach einigen Tagen bis auf Tinnitus besser
14.06.2017: Mirtazapin 7,5 mg

27.06.-10.07.2017 -> Reduzierung Mirtazapin auf 3,75 mg (Symptome: die ersten Tage extreme Müdigkeit)
01.09.2017 => Mirtazapin wieder auf 7,5 mg erhöht (die extreme Müdigkeit war keine Folge des Mirtazapins sondern Symptom meiner Depression. Brauche das Mirtazapin gegen Nebenwirkungen von Citalopram (Schlafen, Schwitzen)
01.10.2017 =>Reduzierung des Citaloprams auf 15 mg (da ich so unter den Nebenwirkungen leide), Mirtazapin 15 mg
01.01.2018 - heute => langsame Reduzierung des Citaloprams auf 10 mg (keine großen Probleme, schwitze nur wieder extrem), Mirtazapin meistens 15 mg, bei Bedarf auch mal mehr oder weniger- brauche dies vor allem zum Schlafen

Luisa1974
Beiträge: 174
Registriert: Donnerstag, 25.08.16, 4:59
Hat sich bedankt: 525 Mal
Danksagung erhalten: 227 Mal

Re: Citalopram abgesetzt und verzweifelt! Neu eindosiert

Beitrag von Luisa1974 » Dienstag, 14.11.17, 16:05

Hallo Ihr Lieben,
ich habe gerade den Thread gelesen, wie man die Grunderkrankung von dem Absetzsymptomen unterscheiden kann und auch Carlottas Definition von Rebound. Bei mir scheint sich das alles so zu vermischen... weil meine persönliche Situation so angespannt ist wieder, da ist es normal, dass die Depression und die Ängste wiederkommen, in so einer Situation. Andererseits ich habe ja Anfang Oktober von 20 auf 15 mg reduziert, - ich weiß es war zu schnell - aber es ging mir gut, ich hatte so viel Antrieb.. und dann habe ich das Präparat gewechselt und auch auf 20mg Tabletten (davon 3/4 ) anstatt 10 mg (1,5 Tabletten). Einige Tage danach ging es mir so schlecht, da kam alles hoch, ich habe sogar geheult, war total verzweifelt! Ich heule sonst nie mit dem Citalopram, da bin ich ja wie ein Zombie.. an dem Tag wäre ich beinahe wieder so weit gewesen von der Brücke zu springen, alles hinzuwerfen.. inzwischen habe ich mich beruhigt, aber ich bin so depressiv, schaffe gar nichts, habe meinem Arzt sogar geschrieben, ob er mir das neue Rezept schicken kann, weil ich keine Kraft habe dorthin zu fahren.. als hätte man mir wieder den Stecker gezogen..
Ich hoffe sehr, es ist ein Rebound und wenn ich das alte Präparat nehme, ist es wieder besser..
Noch einmal ganz lieben Dank Euch allen, ohne Euch würde ich das nicht durchstehen...

liebe Grüße
Luisa
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Luisa1974 für den Beitrag:
LinLina
Symptome: soziale Phobie / Ängste / Panikattacken
Medikation: 08/2011: 20 mg Citalopram, bei akuten Angstanfällen Bromazanil
seit 2013 zunehmend wieder Panikattacken mit Atemnot
2014 Burnout, Schlaflosigkeit, Erschöpfung
Medikation: weiterhin 20mg Citalopram, Bedarf an Bromazanil steigt ständig (psychisch abhängig)

Absetzverlauf:
August 2016: Citalopram runter auf 15mg (sehr gereizt, aber sonst keine Nebenwirkungen)
11.08.2016: Citalopram runter auf 10 mg (nach 2 Wochen nervös. extrem gereizt, Brainzaps, leichter Tinnitus, in der 3. Woche Höhepunkt, dann wurde es besser)
11.09.2016: 0g Citalopram ab der 3. Woche Hölle pur: extremer schriller Piepton in den Ohren, Druck im Kopf, ich dachte mein Kopf platzt, Brainzaps, vor allem im Hinterkopf, gereizt, extreme Stimmungsschwankungen, fiel in ein schwarzes Loch, gelähmt, konnte kaum aufstehen, Selbstmordgedanken, zu diesem Zeitpunkt ebenfalls Bromazanil abgesetzt
3.11. 2016: 2,5 Wochen Nordseeurlaub hat mir gut getan, lange Spaziergänge am Strand und das Meeresrauschen halfen bei Tinnitus, nachts und morgens früh war es schon manchmal fast still in meinen Ohren, aber Stimmungsschwankunge extrem, besser auszuhalten
Nach Rückkehr extreme Stimmungsschwankungen, Selbstmordgedankentäglich,Weinkrämpfe
Mitte Dezember 2016: Depression, das Gefühl gelähmt zu sein, ist fast verschwunden, :) bin ruhiger, Tinnitus ist oft leise, aber auch bei Stress/Alkohol/zu wenig Schlaf wieder extrem (schrilles Geräusch sehr laut)
Januar 2017: täglich Selbstmordgedanken, extreme Stimmungsschwankungen, Brainzaps im Hinterkopf, Tinnitus schriller Piepton, macht mich verrückt
22.01.2017: Aufdosierung Citalopram 5 mg - fühlte mich besser, Antrieb wieder da, Tinnitus leiser und durch den Antrieb besser auszuhalten - Happy!
25.01.2017: Tinnitus wird wieder extrem laut, schriller Piepton, denke ich werde verrückt - durch Stress und Druck vom Jobcenter
27.01.2017: Aufdosierung auf 10 mg anschließend 1. extreme Panikattacke
02.02.2017: aufgrund erneuter Panikattacke mit Atemnot aufdosiert auf 15 mg
06.02.2017: 20 mg
16.02.2017: Panikattacke nach Klinikabsage - auf 30mg erhöht - wahnsinnige Unruhe, Nervosität, Atemnot, habe das Gefühl das Citalopram löst die Panikattacken aus
23.02.2017: zurück auf 20 mg Citalopram nach extremer Angstattacke, zusätzlich 2 Tavor Schmelztabletten
==>> ab jetzt zusätzlich bis zur Klinikeinweisung Mirthazapin 15
==>> in der Klinik soll das Citalopram abgesetzt werden mit Hilfe eines anderen Medikamentes

*** KLINIK ENDGÜLTIG ABGESAGT *******************

31.05.2017: Reduzierung Mirtazapin auf 11,5 mg. Symptome: Einschlafschwierigkeiten, sehr gereizt, nervös, Brainzaps links wo der Tinnitus ist, Müdigkeit vom Kopf her - nach einigen Tagen bis auf Tinnitus besser
14.06.2017: Mirtazapin 7,5 mg

27.06.-10.07.2017 -> Reduzierung Mirtazapin auf 3,75 mg (Symptome: die ersten Tage extreme Müdigkeit)
01.09.2017 => Mirtazapin wieder auf 7,5 mg erhöht (die extreme Müdigkeit war keine Folge des Mirtazapins sondern Symptom meiner Depression. Brauche das Mirtazapin gegen Nebenwirkungen von Citalopram (Schlafen, Schwitzen)
01.10.2017 =>Reduzierung des Citaloprams auf 15 mg (da ich so unter den Nebenwirkungen leide), Mirtazapin 15 mg
01.01.2018 - heute => langsame Reduzierung des Citaloprams auf 10 mg (keine großen Probleme, schwitze nur wieder extrem), Mirtazapin meistens 15 mg, bei Bedarf auch mal mehr oder weniger- brauche dies vor allem zum Schlafen

Ululu 69
Team
Beiträge: 3170
Registriert: Donnerstag, 04.05.17, 17:43
Hat sich bedankt: 8607 Mal
Danksagung erhalten: 5491 Mal

Re: Citalopram abgesetzt und verzweifelt! Neu eindosiert

Beitrag von Ululu 69 » Dienstag, 14.11.17, 18:26

Hallo Luisa, :)

zumindest hast du dich etwas beruhigen können, versuche das als einen kleinen Fortschritt zu sehen.
:hug:
Wobei diese depressive Stimmung natürlich auch nicht schön ist. Hier bei uns ist es gefühlt schon seit Wochen sehr trübe, bei mir verstärkt das gerne mal solche Gefühle.
Ich drücke dir die Daumen, dass es die nächsten Tage etwas besser wird.
Ich habe auch gesehen, dass du hin und wieder in anderen Threads geschrieben hast, das freut mich.
:)

LG Ute
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Ululu 69 für den Beitrag (Insgesamt 2):
LinLinaLuisa1974
► Text zeigen


Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Luisa1974
Beiträge: 174
Registriert: Donnerstag, 25.08.16, 4:59
Hat sich bedankt: 525 Mal
Danksagung erhalten: 227 Mal

Re: Citalopram abgesetzt und verzweifelt! Neu eindosiert

Beitrag von Luisa1974 » Donnerstag, 16.11.17, 11:02

Ihr Lieben,
da es mir so schlecht ging, dass ich keine Kraft hatte, den langen Weg zum Arzt zu schaffen und man mir das Rezept nicht zugesandt hat, habe ich jetzt eine ganze Tablette genommen, also 20 mg. Es ging mir gleich besser. Ich merke aber das "Aufdosieren" - Antrieb verstärkt, leichte Unruhe. Ich denke, ich versuche mich wieder zu stabilisieren. Ich wollte unbedingt in 2017 noch reduzieren und habe alles wieder zu schnell gewollt.. Seitdem mich diese Ärztin Anfang des Jahres so niedergemacht hat, habe ich immer das Gefühl, ich müsste etwas tun.. ich sitze hier und tue nichts, keine Therapie, keine Reduzierung der Medikamente, fühle mich so schuldig... ich starte neu in 2018 mit der Wasserlösemethode, ganz ganz langsam.. da ich eventuell wieder für 1-2 Monate ohne Wohnung bin, denke ich, es ist so besser. Oder was meint ihr?
Heute habe ich noch einmal versucht, einen Termin bei einem Psychiater zu bekommen, der sehr gute Bewertungen bei Jameda hat. Für mein ärztliches Gutachten. Letztes Jahr war das noch möglich. Dieses Jahr - Aufnahmestopp... es ist doch Wahnsinn, dass alle Psychiater so belegt sind hier, weil alle Menschen krank sind und sich mit Medikamenten vollpumpen.
Mein Weg ist noch so lang........... aber ich habe es geschafft, von dem Bromazanil wegzukommen und das war eine psychische Abhängigkeit. Ich habe das jetzt erst gemerkt, nach einem Jahr, wie sehr dies mein Leben bestimmt hat..

Euch allen ganz lieben Dank fürs Zuhören und Dasein
Eure Luisa
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Luisa1974 für den Beitrag (Insgesamt 5):
LinLinaUlulu 69JamiepadmaEva
Symptome: soziale Phobie / Ängste / Panikattacken
Medikation: 08/2011: 20 mg Citalopram, bei akuten Angstanfällen Bromazanil
seit 2013 zunehmend wieder Panikattacken mit Atemnot
2014 Burnout, Schlaflosigkeit, Erschöpfung
Medikation: weiterhin 20mg Citalopram, Bedarf an Bromazanil steigt ständig (psychisch abhängig)

Absetzverlauf:
August 2016: Citalopram runter auf 15mg (sehr gereizt, aber sonst keine Nebenwirkungen)
11.08.2016: Citalopram runter auf 10 mg (nach 2 Wochen nervös. extrem gereizt, Brainzaps, leichter Tinnitus, in der 3. Woche Höhepunkt, dann wurde es besser)
11.09.2016: 0g Citalopram ab der 3. Woche Hölle pur: extremer schriller Piepton in den Ohren, Druck im Kopf, ich dachte mein Kopf platzt, Brainzaps, vor allem im Hinterkopf, gereizt, extreme Stimmungsschwankungen, fiel in ein schwarzes Loch, gelähmt, konnte kaum aufstehen, Selbstmordgedanken, zu diesem Zeitpunkt ebenfalls Bromazanil abgesetzt
3.11. 2016: 2,5 Wochen Nordseeurlaub hat mir gut getan, lange Spaziergänge am Strand und das Meeresrauschen halfen bei Tinnitus, nachts und morgens früh war es schon manchmal fast still in meinen Ohren, aber Stimmungsschwankunge extrem, besser auszuhalten
Nach Rückkehr extreme Stimmungsschwankungen, Selbstmordgedankentäglich,Weinkrämpfe
Mitte Dezember 2016: Depression, das Gefühl gelähmt zu sein, ist fast verschwunden, :) bin ruhiger, Tinnitus ist oft leise, aber auch bei Stress/Alkohol/zu wenig Schlaf wieder extrem (schrilles Geräusch sehr laut)
Januar 2017: täglich Selbstmordgedanken, extreme Stimmungsschwankungen, Brainzaps im Hinterkopf, Tinnitus schriller Piepton, macht mich verrückt
22.01.2017: Aufdosierung Citalopram 5 mg - fühlte mich besser, Antrieb wieder da, Tinnitus leiser und durch den Antrieb besser auszuhalten - Happy!
25.01.2017: Tinnitus wird wieder extrem laut, schriller Piepton, denke ich werde verrückt - durch Stress und Druck vom Jobcenter
27.01.2017: Aufdosierung auf 10 mg anschließend 1. extreme Panikattacke
02.02.2017: aufgrund erneuter Panikattacke mit Atemnot aufdosiert auf 15 mg
06.02.2017: 20 mg
16.02.2017: Panikattacke nach Klinikabsage - auf 30mg erhöht - wahnsinnige Unruhe, Nervosität, Atemnot, habe das Gefühl das Citalopram löst die Panikattacken aus
23.02.2017: zurück auf 20 mg Citalopram nach extremer Angstattacke, zusätzlich 2 Tavor Schmelztabletten
==>> ab jetzt zusätzlich bis zur Klinikeinweisung Mirthazapin 15
==>> in der Klinik soll das Citalopram abgesetzt werden mit Hilfe eines anderen Medikamentes

*** KLINIK ENDGÜLTIG ABGESAGT *******************

31.05.2017: Reduzierung Mirtazapin auf 11,5 mg. Symptome: Einschlafschwierigkeiten, sehr gereizt, nervös, Brainzaps links wo der Tinnitus ist, Müdigkeit vom Kopf her - nach einigen Tagen bis auf Tinnitus besser
14.06.2017: Mirtazapin 7,5 mg

27.06.-10.07.2017 -> Reduzierung Mirtazapin auf 3,75 mg (Symptome: die ersten Tage extreme Müdigkeit)
01.09.2017 => Mirtazapin wieder auf 7,5 mg erhöht (die extreme Müdigkeit war keine Folge des Mirtazapins sondern Symptom meiner Depression. Brauche das Mirtazapin gegen Nebenwirkungen von Citalopram (Schlafen, Schwitzen)
01.10.2017 =>Reduzierung des Citaloprams auf 15 mg (da ich so unter den Nebenwirkungen leide), Mirtazapin 15 mg
01.01.2018 - heute => langsame Reduzierung des Citaloprams auf 10 mg (keine großen Probleme, schwitze nur wieder extrem), Mirtazapin meistens 15 mg, bei Bedarf auch mal mehr oder weniger- brauche dies vor allem zum Schlafen

Luisa1974
Beiträge: 174
Registriert: Donnerstag, 25.08.16, 4:59
Hat sich bedankt: 525 Mal
Danksagung erhalten: 227 Mal

Re: Citalopram abgesetzt und verzweifelt! Neu eindosiert

Beitrag von Luisa1974 » Freitag, 17.11.17, 10:47

Ihr Lieben,
dies ist heute nur ein Update. Ich versuche heute noch einmal die 15mg, da sich meine Wohnsituation wohl geändert hat und ich bis Ende des Jahres "sicher" bin. Da kann ich noch einmal probieren. Ich habe jetzt auch das Rezept von meinem Arzt per Post bekommen. Ich denke, das ist ein Zeichen.
Mal schauen...
liebe Grüße
Luisa
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Luisa1974 für den Beitrag (Insgesamt 3):
LinLinapadmaEva
Symptome: soziale Phobie / Ängste / Panikattacken
Medikation: 08/2011: 20 mg Citalopram, bei akuten Angstanfällen Bromazanil
seit 2013 zunehmend wieder Panikattacken mit Atemnot
2014 Burnout, Schlaflosigkeit, Erschöpfung
Medikation: weiterhin 20mg Citalopram, Bedarf an Bromazanil steigt ständig (psychisch abhängig)

Absetzverlauf:
August 2016: Citalopram runter auf 15mg (sehr gereizt, aber sonst keine Nebenwirkungen)
11.08.2016: Citalopram runter auf 10 mg (nach 2 Wochen nervös. extrem gereizt, Brainzaps, leichter Tinnitus, in der 3. Woche Höhepunkt, dann wurde es besser)
11.09.2016: 0g Citalopram ab der 3. Woche Hölle pur: extremer schriller Piepton in den Ohren, Druck im Kopf, ich dachte mein Kopf platzt, Brainzaps, vor allem im Hinterkopf, gereizt, extreme Stimmungsschwankungen, fiel in ein schwarzes Loch, gelähmt, konnte kaum aufstehen, Selbstmordgedanken, zu diesem Zeitpunkt ebenfalls Bromazanil abgesetzt
3.11. 2016: 2,5 Wochen Nordseeurlaub hat mir gut getan, lange Spaziergänge am Strand und das Meeresrauschen halfen bei Tinnitus, nachts und morgens früh war es schon manchmal fast still in meinen Ohren, aber Stimmungsschwankunge extrem, besser auszuhalten
Nach Rückkehr extreme Stimmungsschwankungen, Selbstmordgedankentäglich,Weinkrämpfe
Mitte Dezember 2016: Depression, das Gefühl gelähmt zu sein, ist fast verschwunden, :) bin ruhiger, Tinnitus ist oft leise, aber auch bei Stress/Alkohol/zu wenig Schlaf wieder extrem (schrilles Geräusch sehr laut)
Januar 2017: täglich Selbstmordgedanken, extreme Stimmungsschwankungen, Brainzaps im Hinterkopf, Tinnitus schriller Piepton, macht mich verrückt
22.01.2017: Aufdosierung Citalopram 5 mg - fühlte mich besser, Antrieb wieder da, Tinnitus leiser und durch den Antrieb besser auszuhalten - Happy!
25.01.2017: Tinnitus wird wieder extrem laut, schriller Piepton, denke ich werde verrückt - durch Stress und Druck vom Jobcenter
27.01.2017: Aufdosierung auf 10 mg anschließend 1. extreme Panikattacke
02.02.2017: aufgrund erneuter Panikattacke mit Atemnot aufdosiert auf 15 mg
06.02.2017: 20 mg
16.02.2017: Panikattacke nach Klinikabsage - auf 30mg erhöht - wahnsinnige Unruhe, Nervosität, Atemnot, habe das Gefühl das Citalopram löst die Panikattacken aus
23.02.2017: zurück auf 20 mg Citalopram nach extremer Angstattacke, zusätzlich 2 Tavor Schmelztabletten
==>> ab jetzt zusätzlich bis zur Klinikeinweisung Mirthazapin 15
==>> in der Klinik soll das Citalopram abgesetzt werden mit Hilfe eines anderen Medikamentes

*** KLINIK ENDGÜLTIG ABGESAGT *******************

31.05.2017: Reduzierung Mirtazapin auf 11,5 mg. Symptome: Einschlafschwierigkeiten, sehr gereizt, nervös, Brainzaps links wo der Tinnitus ist, Müdigkeit vom Kopf her - nach einigen Tagen bis auf Tinnitus besser
14.06.2017: Mirtazapin 7,5 mg

27.06.-10.07.2017 -> Reduzierung Mirtazapin auf 3,75 mg (Symptome: die ersten Tage extreme Müdigkeit)
01.09.2017 => Mirtazapin wieder auf 7,5 mg erhöht (die extreme Müdigkeit war keine Folge des Mirtazapins sondern Symptom meiner Depression. Brauche das Mirtazapin gegen Nebenwirkungen von Citalopram (Schlafen, Schwitzen)
01.10.2017 =>Reduzierung des Citaloprams auf 15 mg (da ich so unter den Nebenwirkungen leide), Mirtazapin 15 mg
01.01.2018 - heute => langsame Reduzierung des Citaloprams auf 10 mg (keine großen Probleme, schwitze nur wieder extrem), Mirtazapin meistens 15 mg, bei Bedarf auch mal mehr oder weniger- brauche dies vor allem zum Schlafen

Luisa1974
Beiträge: 174
Registriert: Donnerstag, 25.08.16, 4:59
Hat sich bedankt: 525 Mal
Danksagung erhalten: 227 Mal

Re: Citalopram abgesetzt und verzweifelt! Neu eindosiert

Beitrag von Luisa1974 » Donnerstag, 23.11.17, 15:18

Ihr Lieben,
ich bin noch ganz überwältigt... ❤️
Heute habe ich eine Frage und zwar, ist es notwendig regelmäßig ein EKG zu machen oder die Blutwerte zu bestimmen, wenn man noch die SSRI - Citalopram und Mirtazapin - in der hohen Dosierung nehmen muss? Ich hatte Anfang des Jahres eine Untersuchung, da habe ich "nur" Citalopram genommen. Sollte ich das noch einmal prüfen lassen?
Ich habe bei meiner Psychiaterin in der Praxis auch nachgefragt und dort sagte man mir "nein, solche regelmäßige Kontrollen wären unnötig, da es sich Citalopram und Mirtazapin um sanfte (!!!!!!!) Medikamente handeln würde"
Unglaublich, die glauben mir immer noch nicht, dass ich ein Absetzsyndrom habe :( Leider muss ich dort weiter hin, da das nächste ärztliche Gutachten für das Jobcenter ansteht, sonst würde ich da gar nicht mehr hingehen..
Wenigstens mein Hausarzt glaubt mir und dokumentiert auch meine Reduktion, auch wenn ich noch nicht so weit bin, aber immerhin 15 mg Citalopram scheint im Moment gut zu gehen.. :-)

Ganz lieben Dank für eure Hilfe ❤️
Eure Luisa
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Luisa1974 für den Beitrag (Insgesamt 2):
LinLinapadma
Symptome: soziale Phobie / Ängste / Panikattacken
Medikation: 08/2011: 20 mg Citalopram, bei akuten Angstanfällen Bromazanil
seit 2013 zunehmend wieder Panikattacken mit Atemnot
2014 Burnout, Schlaflosigkeit, Erschöpfung
Medikation: weiterhin 20mg Citalopram, Bedarf an Bromazanil steigt ständig (psychisch abhängig)

Absetzverlauf:
August 2016: Citalopram runter auf 15mg (sehr gereizt, aber sonst keine Nebenwirkungen)
11.08.2016: Citalopram runter auf 10 mg (nach 2 Wochen nervös. extrem gereizt, Brainzaps, leichter Tinnitus, in der 3. Woche Höhepunkt, dann wurde es besser)
11.09.2016: 0g Citalopram ab der 3. Woche Hölle pur: extremer schriller Piepton in den Ohren, Druck im Kopf, ich dachte mein Kopf platzt, Brainzaps, vor allem im Hinterkopf, gereizt, extreme Stimmungsschwankungen, fiel in ein schwarzes Loch, gelähmt, konnte kaum aufstehen, Selbstmordgedanken, zu diesem Zeitpunkt ebenfalls Bromazanil abgesetzt
3.11. 2016: 2,5 Wochen Nordseeurlaub hat mir gut getan, lange Spaziergänge am Strand und das Meeresrauschen halfen bei Tinnitus, nachts und morgens früh war es schon manchmal fast still in meinen Ohren, aber Stimmungsschwankunge extrem, besser auszuhalten
Nach Rückkehr extreme Stimmungsschwankungen, Selbstmordgedankentäglich,Weinkrämpfe
Mitte Dezember 2016: Depression, das Gefühl gelähmt zu sein, ist fast verschwunden, :) bin ruhiger, Tinnitus ist oft leise, aber auch bei Stress/Alkohol/zu wenig Schlaf wieder extrem (schrilles Geräusch sehr laut)
Januar 2017: täglich Selbstmordgedanken, extreme Stimmungsschwankungen, Brainzaps im Hinterkopf, Tinnitus schriller Piepton, macht mich verrückt
22.01.2017: Aufdosierung Citalopram 5 mg - fühlte mich besser, Antrieb wieder da, Tinnitus leiser und durch den Antrieb besser auszuhalten - Happy!
25.01.2017: Tinnitus wird wieder extrem laut, schriller Piepton, denke ich werde verrückt - durch Stress und Druck vom Jobcenter
27.01.2017: Aufdosierung auf 10 mg anschließend 1. extreme Panikattacke
02.02.2017: aufgrund erneuter Panikattacke mit Atemnot aufdosiert auf 15 mg
06.02.2017: 20 mg
16.02.2017: Panikattacke nach Klinikabsage - auf 30mg erhöht - wahnsinnige Unruhe, Nervosität, Atemnot, habe das Gefühl das Citalopram löst die Panikattacken aus
23.02.2017: zurück auf 20 mg Citalopram nach extremer Angstattacke, zusätzlich 2 Tavor Schmelztabletten
==>> ab jetzt zusätzlich bis zur Klinikeinweisung Mirthazapin 15
==>> in der Klinik soll das Citalopram abgesetzt werden mit Hilfe eines anderen Medikamentes

*** KLINIK ENDGÜLTIG ABGESAGT *******************

31.05.2017: Reduzierung Mirtazapin auf 11,5 mg. Symptome: Einschlafschwierigkeiten, sehr gereizt, nervös, Brainzaps links wo der Tinnitus ist, Müdigkeit vom Kopf her - nach einigen Tagen bis auf Tinnitus besser
14.06.2017: Mirtazapin 7,5 mg

27.06.-10.07.2017 -> Reduzierung Mirtazapin auf 3,75 mg (Symptome: die ersten Tage extreme Müdigkeit)
01.09.2017 => Mirtazapin wieder auf 7,5 mg erhöht (die extreme Müdigkeit war keine Folge des Mirtazapins sondern Symptom meiner Depression. Brauche das Mirtazapin gegen Nebenwirkungen von Citalopram (Schlafen, Schwitzen)
01.10.2017 =>Reduzierung des Citaloprams auf 15 mg (da ich so unter den Nebenwirkungen leide), Mirtazapin 15 mg
01.01.2018 - heute => langsame Reduzierung des Citaloprams auf 10 mg (keine großen Probleme, schwitze nur wieder extrem), Mirtazapin meistens 15 mg, bei Bedarf auch mal mehr oder weniger- brauche dies vor allem zum Schlafen

Murmeline
Team
Beiträge: 12608
Registriert: Sonntag, 11.01.15, 13:50
Hat sich bedankt: 14216 Mal
Danksagung erhalten: 12664 Mal

Re: Citalopram abgesetzt und verzweifelt! Neu eindosiert

Beitrag von Murmeline » Donnerstag, 23.11.17, 15:40

Hallo Luisa,

„Sanfte“ Medikamente. Was soll das sein? Alle psychoaktiven Medikamente greifen in den Hirnstoffwechsel ein, mit sehr individuellen Folgen.

Zu kontrolluntersuchungen hier die Einschätzung eines Psychiaters:
Zitat:

Bei allen Psychopharmaka
halbjährlich (Bei stabilen Patienten: jährlich)
Blutbild, Na, K, Krea, GOT, GPT, GGT, Bili, CK, Glc, EKG
https://psychiatrietogo.de/2016/08/19/s ... opharmaka/

Grüße, Murmeline
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Murmeline für den Beitrag (Insgesamt 3):
Ululu 69padmaLuisa1974
Erfahrung mit Psychopharmaka (Citalopram, langjährig Venlafaxin und kurzzeitig Quetiapin), seit Sommer 2012 abgesetzt
Hinweis: Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
Einer Deiner Ärzte erkennt Probleme mit Psychopharmaka an? Dann berichte doch hier

Luisa1974
Beiträge: 174
Registriert: Donnerstag, 25.08.16, 4:59
Hat sich bedankt: 525 Mal
Danksagung erhalten: 227 Mal

Re: Citalopram abgesetzt und verzweifelt! Neu eindosiert

Beitrag von Luisa1974 » Freitag, 24.11.17, 11:37

Dankeschön Murmeline ❤️ Ich werde Anfang des nächsten Jahres das überprüfen lassen, dieses Jahr bin ich mal wieder "eine Nomadin" und kann meinen Arzt erst im nächsten Jahr wiedersehen. Ja, es ist erschreckend, dass die das als sanfte Medikamente bewertet. Ich erinnere mich immer an einen sehr guten Psychologen in der Klinik, der immer sagte "Mohn ist auch eine Blume", da auch nicht alle pflanzlichen Medikamente "sanft" sind.
liebe Grüße
Luisa
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Luisa1974 für den Beitrag (Insgesamt 2):
LinLinaUlulu 69
Symptome: soziale Phobie / Ängste / Panikattacken
Medikation: 08/2011: 20 mg Citalopram, bei akuten Angstanfällen Bromazanil
seit 2013 zunehmend wieder Panikattacken mit Atemnot
2014 Burnout, Schlaflosigkeit, Erschöpfung
Medikation: weiterhin 20mg Citalopram, Bedarf an Bromazanil steigt ständig (psychisch abhängig)

Absetzverlauf:
August 2016: Citalopram runter auf 15mg (sehr gereizt, aber sonst keine Nebenwirkungen)
11.08.2016: Citalopram runter auf 10 mg (nach 2 Wochen nervös. extrem gereizt, Brainzaps, leichter Tinnitus, in der 3. Woche Höhepunkt, dann wurde es besser)
11.09.2016: 0g Citalopram ab der 3. Woche Hölle pur: extremer schriller Piepton in den Ohren, Druck im Kopf, ich dachte mein Kopf platzt, Brainzaps, vor allem im Hinterkopf, gereizt, extreme Stimmungsschwankungen, fiel in ein schwarzes Loch, gelähmt, konnte kaum aufstehen, Selbstmordgedanken, zu diesem Zeitpunkt ebenfalls Bromazanil abgesetzt
3.11. 2016: 2,5 Wochen Nordseeurlaub hat mir gut getan, lange Spaziergänge am Strand und das Meeresrauschen halfen bei Tinnitus, nachts und morgens früh war es schon manchmal fast still in meinen Ohren, aber Stimmungsschwankunge extrem, besser auszuhalten
Nach Rückkehr extreme Stimmungsschwankungen, Selbstmordgedankentäglich,Weinkrämpfe
Mitte Dezember 2016: Depression, das Gefühl gelähmt zu sein, ist fast verschwunden, :) bin ruhiger, Tinnitus ist oft leise, aber auch bei Stress/Alkohol/zu wenig Schlaf wieder extrem (schrilles Geräusch sehr laut)
Januar 2017: täglich Selbstmordgedanken, extreme Stimmungsschwankungen, Brainzaps im Hinterkopf, Tinnitus schriller Piepton, macht mich verrückt
22.01.2017: Aufdosierung Citalopram 5 mg - fühlte mich besser, Antrieb wieder da, Tinnitus leiser und durch den Antrieb besser auszuhalten - Happy!
25.01.2017: Tinnitus wird wieder extrem laut, schriller Piepton, denke ich werde verrückt - durch Stress und Druck vom Jobcenter
27.01.2017: Aufdosierung auf 10 mg anschließend 1. extreme Panikattacke
02.02.2017: aufgrund erneuter Panikattacke mit Atemnot aufdosiert auf 15 mg
06.02.2017: 20 mg
16.02.2017: Panikattacke nach Klinikabsage - auf 30mg erhöht - wahnsinnige Unruhe, Nervosität, Atemnot, habe das Gefühl das Citalopram löst die Panikattacken aus
23.02.2017: zurück auf 20 mg Citalopram nach extremer Angstattacke, zusätzlich 2 Tavor Schmelztabletten
==>> ab jetzt zusätzlich bis zur Klinikeinweisung Mirthazapin 15
==>> in der Klinik soll das Citalopram abgesetzt werden mit Hilfe eines anderen Medikamentes

*** KLINIK ENDGÜLTIG ABGESAGT *******************

31.05.2017: Reduzierung Mirtazapin auf 11,5 mg. Symptome: Einschlafschwierigkeiten, sehr gereizt, nervös, Brainzaps links wo der Tinnitus ist, Müdigkeit vom Kopf her - nach einigen Tagen bis auf Tinnitus besser
14.06.2017: Mirtazapin 7,5 mg

27.06.-10.07.2017 -> Reduzierung Mirtazapin auf 3,75 mg (Symptome: die ersten Tage extreme Müdigkeit)
01.09.2017 => Mirtazapin wieder auf 7,5 mg erhöht (die extreme Müdigkeit war keine Folge des Mirtazapins sondern Symptom meiner Depression. Brauche das Mirtazapin gegen Nebenwirkungen von Citalopram (Schlafen, Schwitzen)
01.10.2017 =>Reduzierung des Citaloprams auf 15 mg (da ich so unter den Nebenwirkungen leide), Mirtazapin 15 mg
01.01.2018 - heute => langsame Reduzierung des Citaloprams auf 10 mg (keine großen Probleme, schwitze nur wieder extrem), Mirtazapin meistens 15 mg, bei Bedarf auch mal mehr oder weniger- brauche dies vor allem zum Schlafen

Luisa1974
Beiträge: 174
Registriert: Donnerstag, 25.08.16, 4:59

Re: Frage für meine Schwester / Mirtazapin und Sertralin

Beitrag von Luisa1974 » Montag, 27.11.17, 9:57

Ihr Lieben,
ich befürchte auch immer noch, dass ich an einem Serotonin Syndrom leide.. ich habe verschiedene Definitionen, auch auf Wikipedia, gelesen.. wie ist es denn bei deiner Schwester jetzt Anna? Weißt du, wie man es ausschließen kann? Ich habe gelesen, dass sogar die Anfangssymptome beim Ein dosieren von Citaloproam auch als leichtes Serotonin Syndrom gelten könnten.. Ich habe ja beim Auf dosieren mit Panikattacken reagiert.. Seit Ende September habe ich dies nun... bei mir ist es eine extreme Unruhe, vielleicht ist auch mein Puls und Blutdruck erhöht, Schwitzen.. und das Mirtazapin hilft überhaupt nicht mehr zum Schlafen.. Ich habe deshalb ja das Citalopram bereits auf 15 mg runter dosiert, aber besser ist es nicht geworden.. bin total "aufgedreht" oft.. gerade jetzt wieder, wo ich zum alten Präparat von Abisz und 10mg Tabletten heute zurückgekehrt bin.
Gibt es außer Wikipedia noch andere Webseiten wo man nachschauen kann?
Ich denke, mein Hausarzt kann mir nicht helfen, und meine Psychiaterin bezeichnet die Medikamente ja sogar als "sanft" :(
Liebe Grüße, Luisa
Symptome: soziale Phobie / Ängste / Panikattacken
Medikation: 08/2011: 20 mg Citalopram, bei akuten Angstanfällen Bromazanil
seit 2013 zunehmend wieder Panikattacken mit Atemnot
2014 Burnout, Schlaflosigkeit, Erschöpfung
Medikation: weiterhin 20mg Citalopram, Bedarf an Bromazanil steigt ständig (psychisch abhängig)

Absetzverlauf:
August 2016: Citalopram runter auf 15mg (sehr gereizt, aber sonst keine Nebenwirkungen)
11.08.2016: Citalopram runter auf 10 mg (nach 2 Wochen nervös. extrem gereizt, Brainzaps, leichter Tinnitus, in der 3. Woche Höhepunkt, dann wurde es besser)
11.09.2016: 0g Citalopram ab der 3. Woche Hölle pur: extremer schriller Piepton in den Ohren, Druck im Kopf, ich dachte mein Kopf platzt, Brainzaps, vor allem im Hinterkopf, gereizt, extreme Stimmungsschwankungen, fiel in ein schwarzes Loch, gelähmt, konnte kaum aufstehen, Selbstmordgedanken, zu diesem Zeitpunkt ebenfalls Bromazanil abgesetzt
3.11. 2016: 2,5 Wochen Nordseeurlaub hat mir gut getan, lange Spaziergänge am Strand und das Meeresrauschen halfen bei Tinnitus, nachts und morgens früh war es schon manchmal fast still in meinen Ohren, aber Stimmungsschwankunge extrem, besser auszuhalten
Nach Rückkehr extreme Stimmungsschwankungen, Selbstmordgedankentäglich,Weinkrämpfe
Mitte Dezember 2016: Depression, das Gefühl gelähmt zu sein, ist fast verschwunden, :) bin ruhiger, Tinnitus ist oft leise, aber auch bei Stress/Alkohol/zu wenig Schlaf wieder extrem (schrilles Geräusch sehr laut)
Januar 2017: täglich Selbstmordgedanken, extreme Stimmungsschwankungen, Brainzaps im Hinterkopf, Tinnitus schriller Piepton, macht mich verrückt
22.01.2017: Aufdosierung Citalopram 5 mg - fühlte mich besser, Antrieb wieder da, Tinnitus leiser und durch den Antrieb besser auszuhalten - Happy!
25.01.2017: Tinnitus wird wieder extrem laut, schriller Piepton, denke ich werde verrückt - durch Stress und Druck vom Jobcenter
27.01.2017: Aufdosierung auf 10 mg anschließend 1. extreme Panikattacke
02.02.2017: aufgrund erneuter Panikattacke mit Atemnot aufdosiert auf 15 mg
06.02.2017: 20 mg
16.02.2017: Panikattacke nach Klinikabsage - auf 30mg erhöht - wahnsinnige Unruhe, Nervosität, Atemnot, habe das Gefühl das Citalopram löst die Panikattacken aus
23.02.2017: zurück auf 20 mg Citalopram nach extremer Angstattacke, zusätzlich 2 Tavor Schmelztabletten
==>> ab jetzt zusätzlich bis zur Klinikeinweisung Mirthazapin 15
==>> in der Klinik soll das Citalopram abgesetzt werden mit Hilfe eines anderen Medikamentes

*** KLINIK ENDGÜLTIG ABGESAGT *******************

31.05.2017: Reduzierung Mirtazapin auf 11,5 mg. Symptome: Einschlafschwierigkeiten, sehr gereizt, nervös, Brainzaps links wo der Tinnitus ist, Müdigkeit vom Kopf her - nach einigen Tagen bis auf Tinnitus besser
14.06.2017: Mirtazapin 7,5 mg

27.06.-10.07.2017 -> Reduzierung Mirtazapin auf 3,75 mg (Symptome: die ersten Tage extreme Müdigkeit)
01.09.2017 => Mirtazapin wieder auf 7,5 mg erhöht (die extreme Müdigkeit war keine Folge des Mirtazapins sondern Symptom meiner Depression. Brauche das Mirtazapin gegen Nebenwirkungen von Citalopram (Schlafen, Schwitzen)
01.10.2017 =>Reduzierung des Citaloprams auf 15 mg (da ich so unter den Nebenwirkungen leide), Mirtazapin 15 mg
01.01.2018 - heute => langsame Reduzierung des Citaloprams auf 10 mg (keine großen Probleme, schwitze nur wieder extrem), Mirtazapin meistens 15 mg, bei Bedarf auch mal mehr oder weniger- brauche dies vor allem zum Schlafen

Jamie
Beiträge: 15098
Registriert: Montag, 04.02.13, 22:37
Hat sich bedankt: 18330 Mal
Danksagung erhalten: 24103 Mal

Re: Frage für meine Schwester / Mirtazapin und Sertralin

Beitrag von Jamie » Montag, 27.11.17, 10:11

hallo Luisa :)

ein Laie und sogar selbst ein Mediziner kann kaum ein leichtes Serotoninsyndrom von den Nebenwirkungen der Medikamente unterscheiden, weil diese sich so ähneln.
Unruhe, Panik, erhöhter Puls, schwitzen, Akathisie etc. sind eben sehr unangenehme NW der SSRI und gleichzeitig die Anzeichen eines milden Ser.Syndroms.

Man kann ein schweres Serotoninsyndrom durch einen Blut - / und oder Urintest nachweisen, allerdings ist das fehleranfällig. Leichte Syndrome werden u. U. nicht erkannt, schwere vermutlich schon, hier eine mögliche Methode:
http://www.uniklinik-ulm.de/struktur/in ... -urin.html

Wenn Nebenwirkungen so stark sind wie bei dir beschrieben, muss man auf jeden Fall über das Abdosieren der Substanz nachdenken.

Grüße
Jamie
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Jamie für den Beitrag (Insgesamt 4):
Ululu 69LinLinaLuisa1974padma
...........SIGNATUR...............


:arrow: Eure Mithilfe ist gefragt - wer benutzt die Wasserlösemethode?


:!: mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): viewtopic.php?f=51&t=12478


Meine PN-Funktion ist deaktiviert. Ich danke für euer Verständnis.

-----------------------------

Infos über mich:
► Text zeigen

Antworten