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Luisa 1974: Citalopram abgesetzt und verzweifelt! Neu eindosiert

Wenn Antidepressiva abgesetzt werden, kann dies zu schweren und langwierigen Entzugserscheinungen führen. Viele Hersteller und Ärzte verharmlosen diese Problematik leider.
Luisa1974
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Re: Frage für meine Schwester / Mirtazapin und Sertralin

Beitrag von Luisa1974 » Montag, 27.11.17, 13:37

Danke Jamie ❤️
Meine Frauenärztin kann den Serotoningehalt bestimmen, das müsste ich aber selbst bezahlen. Sollte ich das mal untersuchen lassen?
Ich habe ja das Citalopram von 20 auf 15 mg runter und es ist nicht besser geworden :-(
Liebe Grüße, Luisa
Symptome: soziale Phobie / Ängste / Panikattacken
Medikation: 08/2011: 20 mg Citalopram, bei akuten Angstanfällen Bromazanil
seit 2013 zunehmend wieder Panikattacken mit Atemnot
2014 Burnout, Schlaflosigkeit, Erschöpfung
Medikation: weiterhin 20mg Citalopram, Bedarf an Bromazanil steigt ständig (psychisch abhängig)

Absetzverlauf:
August 2016: Citalopram runter auf 15mg (sehr gereizt, aber sonst keine Nebenwirkungen)
11.08.2016: Citalopram runter auf 10 mg (nach 2 Wochen nervös. extrem gereizt, Brainzaps, leichter Tinnitus, in der 3. Woche Höhepunkt, dann wurde es besser)
11.09.2016: 0g Citalopram ab der 3. Woche Hölle pur: extremer schriller Piepton in den Ohren, Druck im Kopf, ich dachte mein Kopf platzt, Brainzaps, vor allem im Hinterkopf, gereizt, extreme Stimmungsschwankungen, fiel in ein schwarzes Loch, gelähmt, konnte kaum aufstehen, Selbstmordgedanken, zu diesem Zeitpunkt ebenfalls Bromazanil abgesetzt
3.11. 2016: 2,5 Wochen Nordseeurlaub hat mir gut getan, lange Spaziergänge am Strand und das Meeresrauschen halfen bei Tinnitus, nachts und morgens früh war es schon manchmal fast still in meinen Ohren, aber Stimmungsschwankunge extrem, besser auszuhalten
Nach Rückkehr extreme Stimmungsschwankungen, Selbstmordgedankentäglich,Weinkrämpfe
Mitte Dezember 2016: Depression, das Gefühl gelähmt zu sein, ist fast verschwunden, :) bin ruhiger, Tinnitus ist oft leise, aber auch bei Stress/Alkohol/zu wenig Schlaf wieder extrem (schrilles Geräusch sehr laut)
Januar 2017: täglich Selbstmordgedanken, extreme Stimmungsschwankungen, Brainzaps im Hinterkopf, Tinnitus schriller Piepton, macht mich verrückt
22.01.2017: Aufdosierung Citalopram 5 mg - fühlte mich besser, Antrieb wieder da, Tinnitus leiser und durch den Antrieb besser auszuhalten - Happy!
25.01.2017: Tinnitus wird wieder extrem laut, schriller Piepton, denke ich werde verrückt - durch Stress und Druck vom Jobcenter
27.01.2017: Aufdosierung auf 10 mg anschließend 1. extreme Panikattacke
02.02.2017: aufgrund erneuter Panikattacke mit Atemnot aufdosiert auf 15 mg
06.02.2017: 20 mg
16.02.2017: Panikattacke nach Klinikabsage - auf 30mg erhöht - wahnsinnige Unruhe, Nervosität, Atemnot, habe das Gefühl das Citalopram löst die Panikattacken aus
23.02.2017: zurück auf 20 mg Citalopram nach extremer Angstattacke, zusätzlich 2 Tavor Schmelztabletten
==>> ab jetzt zusätzlich bis zur Klinikeinweisung Mirthazapin 15
==>> in der Klinik soll das Citalopram abgesetzt werden mit Hilfe eines anderen Medikamentes

*** KLINIK ENDGÜLTIG ABGESAGT *******************

31.05.2017: Reduzierung Mirtazapin auf 11,5 mg. Symptome: Einschlafschwierigkeiten, sehr gereizt, nervös, Brainzaps links wo der Tinnitus ist, Müdigkeit vom Kopf her - nach einigen Tagen bis auf Tinnitus besser
14.06.2017: Mirtazapin 7,5 mg

27.06.-10.07.2017 -> Reduzierung Mirtazapin auf 3,75 mg (Symptome: die ersten Tage extreme Müdigkeit)
01.09.2017 => Mirtazapin wieder auf 7,5 mg erhöht (die extreme Müdigkeit war keine Folge des Mirtazapins sondern Symptom meiner Depression. Brauche das Mirtazapin gegen Nebenwirkungen von Citalopram (Schlafen, Schwitzen)
01.10.2017 =>Reduzierung des Citaloprams auf 15 mg (da ich so unter den Nebenwirkungen leide), Mirtazapin 15 mg
01.01.2018 - heute => langsame Reduzierung des Citaloprams auf 10 mg (keine großen Probleme, schwitze nur wieder extrem), Mirtazapin meistens 15 mg, bei Bedarf auch mal mehr oder weniger- brauche dies vor allem zum Schlafen

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Re: Citalopram abgesetzt und verzweifelt! Neu eindosiert

Beitrag von padma » Dienstag, 28.11.17, 22:49

liebe Luisa, :)

wenn du es selbst bezahlen müsstest, ist das so eine Sache, wenn man wenig Geld hat.

Ich denke, dass es eher NW als ein Serotoninsyndrom sind, garantieren kann ich es dir natürlich nicht.
hier noch ein link http://www.adfd.org/austausch/viewtopic ... 798#p10798

liebe Grüsse,
padma
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Absetzverlauf:
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1.07.2018: 0,2 mg :schnecke:


Neu: Infos rund um Antidepressiva, Absetzen, Umgang mit Entzug
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Re: Citalopram abgesetzt und verzweifelt! Neu eindosiert

Beitrag von Jamie » Dienstag, 28.11.17, 23:01

Hallo Luisa :)

ich würde mir wohl das Geld für die Untersuchung sparen.
Ich glaube nicht, dass es ein Serotoninsyndrom ist. Ganz sicher weiß ich es natürlich nicht, aber ich finde es eben auch unverschämt, dass du das selbst zahlen sollst, was schlimm ist, wenn man wenig Geld hat. :x

Wir haben sooo oft die Schilderung hier, dass SSRI als Nebenwirkung all diese unangenehmen Effekte haben, außerdem bist du stark in der Dosis hochgestiegen, dein armes ZNS ist vermutlich voll am Abdrehen.

Milde Serotoninsyndrome verlaufen meist unerkannt und verursachen auch keinen irreversiblen Schaden, schwerere Syndrome verfrachten einen in die Klinik und da kommt man dann hoffentlich von selbst drauf, mal eine Serotoninwertbestimmung vorzunehmen :o (wenn man weiß, dass der Patient Psychopharmaka nimmt).

Just my 2 cents, aber wenn es dir nicht geheuer ist, dann lasse es natürlich machen, sofern Geld zu erübrigen ist
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Re: Citalopram abgesetzt und verzweifelt! Neu eindosiert

Beitrag von Luisa1974 » Mittwoch, 29.11.17, 13:04

Danke Jamie❤️ Ja du hast Recht. Ich glaube im Moment auch eher, dass es etwas mit dem Histamin zu tun hat. Dies kann ja auch zu Störungen führen. Ich schaue mal, was ich hier darüber finde. An manchen Tagen ging es mir auch gut und vielleicht habe ich an diesen Tagen Lebensmittel mit einem niedrigen Histamin Gehalt gegessen...
liebe Grüße
Luisa
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14.06.2017: Mirtazapin 7,5 mg

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Re: Citalopram abgesetzt und verzweifelt! Neu eindosiert

Beitrag von LinLina » Mittwoch, 29.11.17, 13:17

Liebe Luisa :-)

ich denke auch nicht, dass du ein schweres Serotoninsyndrom hast, aber selbst wenn - es ist schwer zu diagnostizieren, der Bluttest ist nur sehr bedingt aussagekräftig.

Ich würde lieber versuchen perspektivisch das Citalopram langsam aber kontinuierlich zu senken. Bitte pass aber gut auf dich auf und mache möglichst nicht wieder so einen großen Schritt, sonst brauchst du um so länger zum stabilisieren.

Auf die Ernährung zu schauen ist sicher auch eine Überlegung wert :-) es könnten auch andere Dinge außer Histamin infrage kommen. Von manchen habe ich z.b. gelesen dass sie mit einer gluten- und milchfreien Diät ihre Symptome sehr verbessern konnten. Wenn du dir aufschreibst was du isst und wie es dir geht über einige Wochen, kannst du sicher am einfachsten einen möglichen Zusammenhang erkennen :-)

Alles Liebe,
Lina
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Re: Citalopram abgesetzt und verzweifelt! Neu eindosiert

Beitrag von Luisa1974 » Samstag, 16.12.17, 8:27

Ihr Lieben,

ich weiß, dies ist ein Forum wo es hauptsächlich um das Absetzen der Medikamente geht. Ich frage mich im Moment nur, wie Ihr alle mit Eurer Depression/Angst klarkommt? Ich meine, ihr habt doch alle diese Tabletten wegen irgendwas genommen. Bei mir waren es soziale Phobie und Angst- und Panikattacken. Die Depression habe ich erst später bekommen, als ich das Citalopram schon 2 Jahre genommen habe. Ich bin damals in eine Lebenskrise geschlittert, in der ich mich immer noch befinde.. ich suche einen Therapieplatz, bin auf der Warteliste...
Manchmal habe ich hier den Eindruck, als wäre ich die Einzige, die psychische Probleme hat und alle anderen haben "nur" Probleme mit dem Absetzen.. ich frage mich manchmal, warum soll ich reduzieren, besser wird es mir dann auch nicht gehen, weil ich immer noch in dieser Situation bin, die mich depressiv und oft so depressiv macht, dass ich nicht mehr leben will...

Es ist auch so schwer, sich mit der Situation abzufinden, sie anzunehmen, wenn meine Familie darauf wartet, dass ich endlich wieder arbeite.. es fällt mir schwer, den Kontakt zu meiner Mutter abzubrechen, weil sie schon alt ist und krank war und sie mir auch als Einzige geholfen hat aus der Familie.. aber sie nimmt meine Krankheit nicht ernst und wartet nur darauf, dass ich wieder arbeite... es ist schwer, in einer Familie psychisch krank zu sein, wo alle anderen irgendwie noch "kränker" sind , Krebs, Schlaganfall, chronische Schmerzen, Bandscheibe, Vergewaltigung, all das haben Familienmitglieder erlebt und alle arbeiten... egal wie schlecht es ihnen geht... mein Bruder spricht deshalb sogar nicht mehr mit mir, er hatte auch ein schlimmes Schicksal und schweres Leben und hat immer gearbeitet, geschuftet...
Ach ja.........

Ich bin sehr dankbar, dass Ihr da seid...
Eure Luisa
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11.08.2016: Citalopram runter auf 10 mg (nach 2 Wochen nervös. extrem gereizt, Brainzaps, leichter Tinnitus, in der 3. Woche Höhepunkt, dann wurde es besser)
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06.02.2017: 20 mg
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14.06.2017: Mirtazapin 7,5 mg

27.06.-10.07.2017 -> Reduzierung Mirtazapin auf 3,75 mg (Symptome: die ersten Tage extreme Müdigkeit)
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Re: Citalopram abgesetzt und verzweifelt! Neu eindosiert

Beitrag von padma » Samstag, 16.12.17, 18:44

liebe Luisa, :)

zumeist macht es Sinn zuerst die psychische Problematik zu bearbeiten und dann mit dem Absetzen zu beginnen.

Wenn aber die NW des Mittels Ängste/Depressionen verstärken, dann macht es oft Sinn, direkt mit dem Reduzieren zu beginnen.
. Die Depression habe ich erst später bekommen, als ich das Citalopram schon 2 Jahre genommen habe.
Das spricht ja dafür, dass es dir nicht hilft sondern schadet.

Wenn die Symptomatik sich während des Absetzens entwickelt oder verstärkt und es sich daher überwiegend um eine Absetzproblematik handelt, ist es das Wichtigste das ZNS zu stabilisieren.
Es ist auch so schwer, sich mit der Situation abzufinden, sie anzunehmen, wenn meine Familie darauf wartet, dass ich endlich wieder arbeite..
Das ist wirklich sehr schwer. :hug:
In deiner Familie reissen sich wohl alle zusammen, um leistungsfähig zu bleiben, sprich sie verdrängen grösstenteils Das mag für manche Menschen (eine zeitlang) funktionieren, heilsam ist es aber nicht.

Dass du einen anderen Weg gehen möchtest, macht ihnen vermutlich Angst und daher setzen sie dich unter Druck.

Es ist schwer, doch ich denke, es ist ganz wichtig für dich,
deinen
Weg zu finden. Nicht einfach den deiner Familie übernehmen, aber auch nicht blind dem Forum zu folgen, und auch nicht blind den Ärzten.

Was fühlt sich für dich richtig, stimmig und heilsam an? Was ist dein Ziel ? Worum geht es dir in deinem Leben?

liebe Grüsse,
padma
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Re: Citalopram abgesetzt und verzweifelt! Neu eindosiert

Beitrag von Luisa1974 » Sonntag, 17.12.17, 17:49

Hallo Padma,

Dankeschön für deine Worte ❤️ worum es in meinem Leben geht frage ich mich schon seit langem...
Ich habe heute meinen Besuch bei meiner Familie zu Weihnachten/Silvester abgesagt, vielleicht in einem etwas heftigen Brief, aber ich habe keine Lust mir Weihnachten vermiesen zu lassen mit den ständigen Vorwürfen, wie lange ich schon arbeitslos bin.. krank bin ich für die ja nicht..
Mir geht es heute gar nicht gut... ich habe mir überlegt, in meine tägliche Tabelle über die Reduktion auch die Ernährung mit aufzunehmen.. seit dem Mittagessen geht es mir nicht gut, dieses Wattegefühl im Kopf und Rauschen, und extreme Müdigkeit..

Ich denke, mein Weg ist erst die Reduktion und dann die Therapie.. ich weiß nicht, ob die Therapie Sinn macht wenn ich so abgestumpft wie ein Zombie bin und gar keinen Zugang zu meinen Gefühlen habe, nicht lachen und nicht weinen kann.. Jetzt bin ich schon auf 15 mg Citalopram aber merke gar nichts von der Reduktion. O Glück ist bald 2018, dann gehe ich die Reduktion endlich wieder an.

Euch allen einen besinnlichen 3. Adventssonntagabend
liebe Grüße
Luisa
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August 2016: Citalopram runter auf 15mg (sehr gereizt, aber sonst keine Nebenwirkungen)
11.08.2016: Citalopram runter auf 10 mg (nach 2 Wochen nervös. extrem gereizt, Brainzaps, leichter Tinnitus, in der 3. Woche Höhepunkt, dann wurde es besser)
11.09.2016: 0g Citalopram ab der 3. Woche Hölle pur: extremer schriller Piepton in den Ohren, Druck im Kopf, ich dachte mein Kopf platzt, Brainzaps, vor allem im Hinterkopf, gereizt, extreme Stimmungsschwankungen, fiel in ein schwarzes Loch, gelähmt, konnte kaum aufstehen, Selbstmordgedanken, zu diesem Zeitpunkt ebenfalls Bromazanil abgesetzt
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Mitte Dezember 2016: Depression, das Gefühl gelähmt zu sein, ist fast verschwunden, :) bin ruhiger, Tinnitus ist oft leise, aber auch bei Stress/Alkohol/zu wenig Schlaf wieder extrem (schrilles Geräusch sehr laut)
Januar 2017: täglich Selbstmordgedanken, extreme Stimmungsschwankungen, Brainzaps im Hinterkopf, Tinnitus schriller Piepton, macht mich verrückt
22.01.2017: Aufdosierung Citalopram 5 mg - fühlte mich besser, Antrieb wieder da, Tinnitus leiser und durch den Antrieb besser auszuhalten - Happy!
25.01.2017: Tinnitus wird wieder extrem laut, schriller Piepton, denke ich werde verrückt - durch Stress und Druck vom Jobcenter
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02.02.2017: aufgrund erneuter Panikattacke mit Atemnot aufdosiert auf 15 mg
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16.02.2017: Panikattacke nach Klinikabsage - auf 30mg erhöht - wahnsinnige Unruhe, Nervosität, Atemnot, habe das Gefühl das Citalopram löst die Panikattacken aus
23.02.2017: zurück auf 20 mg Citalopram nach extremer Angstattacke, zusätzlich 2 Tavor Schmelztabletten
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27.06.-10.07.2017 -> Reduzierung Mirtazapin auf 3,75 mg (Symptome: die ersten Tage extreme Müdigkeit)
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01.10.2017 =>Reduzierung des Citaloprams auf 15 mg (da ich so unter den Nebenwirkungen leide), Mirtazapin 15 mg
01.01.2018 - heute => langsame Reduzierung des Citaloprams auf 10 mg (keine großen Probleme, schwitze nur wieder extrem), Mirtazapin meistens 15 mg, bei Bedarf auch mal mehr oder weniger- brauche dies vor allem zum Schlafen

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Re: Citalopram abgesetzt und verzweifelt! Neu eindosiert

Beitrag von Gwen » Sonntag, 17.12.17, 23:58

Hallo liebe Luisa,

es tut mir sehr leid für Dich, dass es Dir so schlecht geht und Du kein Verständnis bekommst in Deiner Familie :hug:
Es ist ja leider noch immer weit verbreitet, dass psychische Erkrankungen nicht als "echte" Krankheiten angesehen werden.

Hast Du schon eine Idee, was Du an den Weihnachtstagen machen kannst? Weihnachten kann ja recht schwer sein, wenn man alleine ist. Vielleicht hast Du die Möglichkeit, Dich mit jemanden zu treffen oder Dir ein paar schöne Dinge zu überlegen, die Dir gut tun? Vielleicht hilft ja auch der Gedanke daran, wieviele Leute Weihnachten der Fassade halber gute Mine zum bösen Spiel machen und sich dabei ganz mies fühle. Und denen es besser ginge, mal auch so konsequent zu sein wie Du und sich das nicht an zu tun!

Kümmer Dich gut um Dich!
Liebe Grüße Gwen
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Re: Citalopram abgesetzt und verzweifelt! Neu eindosiert

Beitrag von Luisa1974 » Donnerstag, 21.12.17, 18:57

Ihr Lieben,

heute ist die Wintersonnenwende, die längste Nacht des Jahres und danach wird das Licht wieder langsam die Herrschaft übernehmen. Im letzten Jahr an diesem Tag, da war ich ein heulendes an Selbstmord denkendes Wesen... durch das Absetzen von Citalopram wie in einer anderen Welt... ich habe damals - von meinem letzten Geld, aber es hat sich gelohnt - an einem "Gruppencoaching" oder an einer Reise teilgenommen.. durch die Raunächte, die jetzt beginnen.. das hat mir so viel Halt gegeben, diese schwere Zeit zu überstehen.. da war immer dieser Leitgedanke, aus dem tiefsten Schwarz wird das Gold entstehen... für die anderen Teilnehmerinnen war das der Beginn von etwas Neuem, einem neuen Beruf, einer Verwirklichung einer Idee, Umzug, Neustart... für mich war es einfach ein Festhalten , sich Klammern an einen Gedanken, dass aus diesem Schwarz, diesem Entzug, letztendlich - irgendwann -wenn alles überstanden ist, das Gold entsteht, ein neues Leben..

liebe Grüße
Luisa
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seit 2013 zunehmend wieder Panikattacken mit Atemnot
2014 Burnout, Schlaflosigkeit, Erschöpfung
Medikation: weiterhin 20mg Citalopram, Bedarf an Bromazanil steigt ständig (psychisch abhängig)

Absetzverlauf:
August 2016: Citalopram runter auf 15mg (sehr gereizt, aber sonst keine Nebenwirkungen)
11.08.2016: Citalopram runter auf 10 mg (nach 2 Wochen nervös. extrem gereizt, Brainzaps, leichter Tinnitus, in der 3. Woche Höhepunkt, dann wurde es besser)
11.09.2016: 0g Citalopram ab der 3. Woche Hölle pur: extremer schriller Piepton in den Ohren, Druck im Kopf, ich dachte mein Kopf platzt, Brainzaps, vor allem im Hinterkopf, gereizt, extreme Stimmungsschwankungen, fiel in ein schwarzes Loch, gelähmt, konnte kaum aufstehen, Selbstmordgedanken, zu diesem Zeitpunkt ebenfalls Bromazanil abgesetzt
3.11. 2016: 2,5 Wochen Nordseeurlaub hat mir gut getan, lange Spaziergänge am Strand und das Meeresrauschen halfen bei Tinnitus, nachts und morgens früh war es schon manchmal fast still in meinen Ohren, aber Stimmungsschwankunge extrem, besser auszuhalten
Nach Rückkehr extreme Stimmungsschwankungen, Selbstmordgedankentäglich,Weinkrämpfe
Mitte Dezember 2016: Depression, das Gefühl gelähmt zu sein, ist fast verschwunden, :) bin ruhiger, Tinnitus ist oft leise, aber auch bei Stress/Alkohol/zu wenig Schlaf wieder extrem (schrilles Geräusch sehr laut)
Januar 2017: täglich Selbstmordgedanken, extreme Stimmungsschwankungen, Brainzaps im Hinterkopf, Tinnitus schriller Piepton, macht mich verrückt
22.01.2017: Aufdosierung Citalopram 5 mg - fühlte mich besser, Antrieb wieder da, Tinnitus leiser und durch den Antrieb besser auszuhalten - Happy!
25.01.2017: Tinnitus wird wieder extrem laut, schriller Piepton, denke ich werde verrückt - durch Stress und Druck vom Jobcenter
27.01.2017: Aufdosierung auf 10 mg anschließend 1. extreme Panikattacke
02.02.2017: aufgrund erneuter Panikattacke mit Atemnot aufdosiert auf 15 mg
06.02.2017: 20 mg
16.02.2017: Panikattacke nach Klinikabsage - auf 30mg erhöht - wahnsinnige Unruhe, Nervosität, Atemnot, habe das Gefühl das Citalopram löst die Panikattacken aus
23.02.2017: zurück auf 20 mg Citalopram nach extremer Angstattacke, zusätzlich 2 Tavor Schmelztabletten
==>> ab jetzt zusätzlich bis zur Klinikeinweisung Mirthazapin 15
==>> in der Klinik soll das Citalopram abgesetzt werden mit Hilfe eines anderen Medikamentes

*** KLINIK ENDGÜLTIG ABGESAGT *******************

31.05.2017: Reduzierung Mirtazapin auf 11,5 mg. Symptome: Einschlafschwierigkeiten, sehr gereizt, nervös, Brainzaps links wo der Tinnitus ist, Müdigkeit vom Kopf her - nach einigen Tagen bis auf Tinnitus besser
14.06.2017: Mirtazapin 7,5 mg

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Re: Citalopram abgesetzt und verzweifelt! Neu eindosiert

Beitrag von Gwen » Freitag, 22.12.17, 13:22

Liebe Luisa,
das hat mir so viel Halt gegeben, diese schwere Zeit zu überstehen.. da war immer dieser Leitgedanke, aus dem tiefsten Schwarz wird das Gold entstehen...
das ist ein sehr schöner Gedanke! Behalte ihn Dir und halt Dich daran fest!

Schade, dass viele solcher alten Feste und Rituale nicht mehr gefeiert werden. Ich glaube, dass diese früher vielen Struktur und Hält gegeben haben. Ich freue mich auch darauf, wenn die Tage wieder länger werden.

Liebe Grüße Gwen
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Re: Citalopram abgesetzt und verzweifelt! Neu eindosiert

Beitrag von Luisa1974 » Donnerstag, 28.12.17, 8:53

Ihr Lieben
ich hoffe, ihr hattet "ruhige" Feiertage .. ich lese ja gerade das Buch von Kelly Brogan und möchte jetzt im neuen Jahr ihren Ernährungsplan ausprobieren, wobei ich nur das auswählen werde, was auch zu mir passt.
Was ich aber in den letzten 2 Wochen bemerkt habe, die Ernährung ist sehr wichtig für mich. Je nachdem was ich esse, habe ich mehr oder weniger Rauschen im Kopf, Tinnitus leise oder lauter, und vor allem mein Antrieb und meine Stimmung und dieses lähmende Bleigefühl...
Also ich habe gemerkt, dass wenn ich Kartoffeln esse, geht es mir sofort besser.
Das schreibt ja auch Kelly Brogan. Die letzten Tage habe ich nur wie eben zu Weihnachten Schokozeug und Kekse, "falsche" Kohlehydrate gegessen und heute geht es mir so schlecht, dass ich gar nicht aufstehen mag.
Quinoa tut mir auch gut, aber alle anderen Kohlehydrate verstärken oft nur das Rauschen und das Gefühl "der Aufdosierung"
Das kann bei Euch ja anders sein, aber mein Tipp mal auf die Ernährung achten, wie es ja auch schon viele tun.
Histamin habe ich getestet, das scheint bei mir keinen Einfluss zu haben.
Eier sollen übrigens super sein morgens, um den Blutzuckerspiegel in der richtigen Balance zu halten, schreibt sie.
Das probiere ich dann auch noch. Ich werde berichten :)

Euch allen wünsche ich möglichst beschwerdefreie , ruhige Tage zwischen den Jahren
viele liebe Grüße
Luisa
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August 2016: Citalopram runter auf 15mg (sehr gereizt, aber sonst keine Nebenwirkungen)
11.08.2016: Citalopram runter auf 10 mg (nach 2 Wochen nervös. extrem gereizt, Brainzaps, leichter Tinnitus, in der 3. Woche Höhepunkt, dann wurde es besser)
11.09.2016: 0g Citalopram ab der 3. Woche Hölle pur: extremer schriller Piepton in den Ohren, Druck im Kopf, ich dachte mein Kopf platzt, Brainzaps, vor allem im Hinterkopf, gereizt, extreme Stimmungsschwankungen, fiel in ein schwarzes Loch, gelähmt, konnte kaum aufstehen, Selbstmordgedanken, zu diesem Zeitpunkt ebenfalls Bromazanil abgesetzt
3.11. 2016: 2,5 Wochen Nordseeurlaub hat mir gut getan, lange Spaziergänge am Strand und das Meeresrauschen halfen bei Tinnitus, nachts und morgens früh war es schon manchmal fast still in meinen Ohren, aber Stimmungsschwankunge extrem, besser auszuhalten
Nach Rückkehr extreme Stimmungsschwankungen, Selbstmordgedankentäglich,Weinkrämpfe
Mitte Dezember 2016: Depression, das Gefühl gelähmt zu sein, ist fast verschwunden, :) bin ruhiger, Tinnitus ist oft leise, aber auch bei Stress/Alkohol/zu wenig Schlaf wieder extrem (schrilles Geräusch sehr laut)
Januar 2017: täglich Selbstmordgedanken, extreme Stimmungsschwankungen, Brainzaps im Hinterkopf, Tinnitus schriller Piepton, macht mich verrückt
22.01.2017: Aufdosierung Citalopram 5 mg - fühlte mich besser, Antrieb wieder da, Tinnitus leiser und durch den Antrieb besser auszuhalten - Happy!
25.01.2017: Tinnitus wird wieder extrem laut, schriller Piepton, denke ich werde verrückt - durch Stress und Druck vom Jobcenter
27.01.2017: Aufdosierung auf 10 mg anschließend 1. extreme Panikattacke
02.02.2017: aufgrund erneuter Panikattacke mit Atemnot aufdosiert auf 15 mg
06.02.2017: 20 mg
16.02.2017: Panikattacke nach Klinikabsage - auf 30mg erhöht - wahnsinnige Unruhe, Nervosität, Atemnot, habe das Gefühl das Citalopram löst die Panikattacken aus
23.02.2017: zurück auf 20 mg Citalopram nach extremer Angstattacke, zusätzlich 2 Tavor Schmelztabletten
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Re: Citalopram abgesetzt und verzweifelt! Neu eindosiert

Beitrag von Luisa1974 » Donnerstag, 04.01.18, 20:41

Ihr Lieben,

ich habe heute aus Versehen meinem Hund das Mirtazapin gegeben :'( ich habe schon beim Tierarzt angerufen, aber der meinte, jetzt nach 2 Stunden könnte sie das nicht mehr erbrechen und man könne nichts tun. Ich habe ihr Kohletabletten gegeben. Es ist so furchtbar... sie bekommt morgens und abends auch ein Medikament und ihr Medikament muss ich auch stückeln. Und normalerweise habe ich für ihr Medikament und für meine unterschiedliche Plätze in der Wohnung, aber jetzt wohne ich zurzeit in einem 13 qm Zimmer und alles ist so nahe. Da es mir heute sehr schlecht ging, Migräne, habe ich meine Mirtazapin Dosis schon heute Nachmittag vorbereitet, damit ich sie heute Abend nur noch schlucken muss. Und dann habe ich diese vorbereitete Dosis meiner armen Hündin gegeben :'(
Die Tierärztin kannte das Medikament nicht und meinte, ich solle sie beobachten bis Mitternacht. Sie meinte, es würde wohl nicht so schlimm sein, wenn sie jetzt noch nichts zeigt.
Aber normalerweise macht das Mirtazapin - gerade beim ersten Mal - ja total müde. Ich wäre sogar beinahe mal ohnmächtig geworden.
Sie ist aber eher unruhig, was daran liegt, dass sie die Schilddrüsenhormone nicht bekommen hat. Aber die mag ich jetzt nicht mehr geben und man soll sie auch nicht 2 Stunden später geben.
Es ist alles so furchtbar...
Was meint ihr, müsste man jetzt, nach 2,5 Stunden schon was merken? Ich habe ihr die Tablette kurz vor 18 Uhr gegeben.

liebe Grüße
Luisa
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August 2016: Citalopram runter auf 15mg (sehr gereizt, aber sonst keine Nebenwirkungen)
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Januar 2017: täglich Selbstmordgedanken, extreme Stimmungsschwankungen, Brainzaps im Hinterkopf, Tinnitus schriller Piepton, macht mich verrückt
22.01.2017: Aufdosierung Citalopram 5 mg - fühlte mich besser, Antrieb wieder da, Tinnitus leiser und durch den Antrieb besser auszuhalten - Happy!
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02.02.2017: aufgrund erneuter Panikattacke mit Atemnot aufdosiert auf 15 mg
06.02.2017: 20 mg
16.02.2017: Panikattacke nach Klinikabsage - auf 30mg erhöht - wahnsinnige Unruhe, Nervosität, Atemnot, habe das Gefühl das Citalopram löst die Panikattacken aus
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Re: Citalopram abgesetzt und verzweifelt! Neu eindosiert

Beitrag von Luisa1974 » Freitag, 05.01.18, 7:44

Ihr Lieben,
meine Hündin hat die Nacht überstanden... ich habe gestern Abend noch im Internet gelesen, dass Mirtazapin Hunden - vor allem in den USA - gegeben wird, um den Appetit zu steigern. Und zwar wäre die Dosierung für meine Hündin 7,5 mg, und gefressen hatte sie 13,75 mg.
Es ist wirklich angsterregend, wie schnell und wie oft und für was diese Höllen-Medikamente verschrieben werden! Ich habe auch immer mehr den Eindruck, dass man heutzutage nur so schnell wie möglich wieder funktionieren muss, ob Mensch oder Tier! Sich Zeit zu nehmen, sich selbst und auch sanften Methoden, um gesund zu werden, das was eigentlich gut ist, das wird heute überhaupt nicht akzeptiert.
Ich denke im Nachhinein, dass mir diese 2 Jahre ohne Arbeit mehr Zeit gegeben haben, die ich brauchte, nach dem Burnout, nach dem Ausstieg aus dem Hamsterrad.. und mir mehr geholfen haben, als jedes Medikament. Wenn ich noch daran denke, wo ich letztes Jahr im Januar stand... wie mich diese neue Ärztin, bei der ich zum ersten Mal, so angemeckert hat, ich sei eine unmündige Patientin, weil ich in dem vergangenen Jahr keine Therapie gemacht hätte... ich war total in Panik und stark selbstmordgefährdet.. das werde ich nie vergessen, wie diese Frau mich angemacht hat.. und ich geweint habe (damals war ich ja auf 0mg und hatte meine Gefühle wieder)...
Ich musste mir meine Zeit erkämpfen.. Zeit um gesund zu werden.. es ist noch ein langer Weg..
Ohne Euch hätte ich das letzte Jahr nicht überstanden, Dank Euch und meiner Hündin, habe ich nicht aufgegeben.
Euch allen einen schönen Tag mit möglichst wenig Beschwerden
Liebe Grüße
Eure Luisa
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August 2016: Citalopram runter auf 15mg (sehr gereizt, aber sonst keine Nebenwirkungen)
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Januar 2017: täglich Selbstmordgedanken, extreme Stimmungsschwankungen, Brainzaps im Hinterkopf, Tinnitus schriller Piepton, macht mich verrückt
22.01.2017: Aufdosierung Citalopram 5 mg - fühlte mich besser, Antrieb wieder da, Tinnitus leiser und durch den Antrieb besser auszuhalten - Happy!
25.01.2017: Tinnitus wird wieder extrem laut, schriller Piepton, denke ich werde verrückt - durch Stress und Druck vom Jobcenter
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02.02.2017: aufgrund erneuter Panikattacke mit Atemnot aufdosiert auf 15 mg
06.02.2017: 20 mg
16.02.2017: Panikattacke nach Klinikabsage - auf 30mg erhöht - wahnsinnige Unruhe, Nervosität, Atemnot, habe das Gefühl das Citalopram löst die Panikattacken aus
23.02.2017: zurück auf 20 mg Citalopram nach extremer Angstattacke, zusätzlich 2 Tavor Schmelztabletten
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Re: Citalopram abgesetzt und verzweifelt! Neu eindosiert

Beitrag von Jamie » Freitag, 05.01.18, 9:19

Hallo Luisa, :)

oh da bin ich aber froh, dass das Missgeschick keine weiteren Auswirkungen hatte.
Ich freu mich, dass es deine Hundedame gut überstanden hat :hug: .
Mach dir keine Vorwürfe, das kann mal passieren und ich denke wenn einem sowas einmal widerfahren ist, dann ist man in Zukunft noch vorsichtiger.
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Wir leben in einer gnadenlos kapitalistischen Ellenbogen - und Erfolgsgesellschaft.
Krankheit ist ein Makel, kann und darf man sich nicht erlauben.
Die Entmenschlichung schreitet kontinuierlich voran; begleitet von Entsolidarisierung und Treten nach den Schwächsten der Schwachen. Nur, wer sich behaupten kann, profitiert - und das oftmals auf Kosten anderer.

Das ganze System, in dem wir leben, ist meines Erachtens unmenschlich und krank.
Alles und jeder soll immer funktionieren - das ist grotesk angesichts des Lebens, das nicht so konzipiert ist, immer funktionieren zu können.
In der Natur gibt es Zyklen und Rhythmen, auch wir Menschen haben diese, es gibt Ups und Downs, Phasen und Anspannung und Entspannung, Krisen und Freuden, Krankheit und Gesundheit... - nur wir Menschen sollen immer gleichgeschaltet arbeiten und ja- funktionieren.

Es liegt auch an uns, diesen Missstand zu erkennen und im Kleinen wenigstens zu schauen, wie wir uns - auch seelisch - gesund erhalten können und uns nicht völlig verausgaben.
Einige Faktoren werden wir nicht verändern können, aber bei einigen anderen Bereichen im Leben sollten wir niemals die Verantwortung abgeben, sondern gut auf uns und unsere Lieben achten.

Ich wünsche dir für 2018 von Herzen alles Gute :group:
Jamie
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Re: Citalopram abgesetzt und verzweifelt! Neu eindosiert

Beitrag von Luisa1974 » Freitag, 05.01.18, 18:34

Liebe Jamie,
ich danke dir von ganzem Herzen... ich weiß ja, wie schwer du es zurzeit hast und dass du dann noch Zeit für mich und die anderen findest <3
heute ist schon wieder etwas ganz Furchtbares passiert, was ich hier nicht teilen möchte, das ginge dann zu weit..
Ich habe wahnsinnige Angst bald oder irgendwann auf der Straße leben zu müssen..
aber ... mein Kopf ist ruhig.. keine Panik.. ich habe Citalopram und Mirtazapin reduzieren können..
wenn auch nicht viel, aber etwas..
ich lese gerade wieder in dem Buch von Kelly Brogan.. das gibt mir auch Halt, da sie uns versteht..
liebe Jamie, ich hoffe so sehr, dir geht es auch bald wieder besser, du bist so ein liebenswerter Mensch <3
:group:
liebe Grüße
Luisa
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Symptome: soziale Phobie / Ängste / Panikattacken
Medikation: 08/2011: 20 mg Citalopram, bei akuten Angstanfällen Bromazanil
seit 2013 zunehmend wieder Panikattacken mit Atemnot
2014 Burnout, Schlaflosigkeit, Erschöpfung
Medikation: weiterhin 20mg Citalopram, Bedarf an Bromazanil steigt ständig (psychisch abhängig)

Absetzverlauf:
August 2016: Citalopram runter auf 15mg (sehr gereizt, aber sonst keine Nebenwirkungen)
11.08.2016: Citalopram runter auf 10 mg (nach 2 Wochen nervös. extrem gereizt, Brainzaps, leichter Tinnitus, in der 3. Woche Höhepunkt, dann wurde es besser)
11.09.2016: 0g Citalopram ab der 3. Woche Hölle pur: extremer schriller Piepton in den Ohren, Druck im Kopf, ich dachte mein Kopf platzt, Brainzaps, vor allem im Hinterkopf, gereizt, extreme Stimmungsschwankungen, fiel in ein schwarzes Loch, gelähmt, konnte kaum aufstehen, Selbstmordgedanken, zu diesem Zeitpunkt ebenfalls Bromazanil abgesetzt
3.11. 2016: 2,5 Wochen Nordseeurlaub hat mir gut getan, lange Spaziergänge am Strand und das Meeresrauschen halfen bei Tinnitus, nachts und morgens früh war es schon manchmal fast still in meinen Ohren, aber Stimmungsschwankunge extrem, besser auszuhalten
Nach Rückkehr extreme Stimmungsschwankungen, Selbstmordgedankentäglich,Weinkrämpfe
Mitte Dezember 2016: Depression, das Gefühl gelähmt zu sein, ist fast verschwunden, :) bin ruhiger, Tinnitus ist oft leise, aber auch bei Stress/Alkohol/zu wenig Schlaf wieder extrem (schrilles Geräusch sehr laut)
Januar 2017: täglich Selbstmordgedanken, extreme Stimmungsschwankungen, Brainzaps im Hinterkopf, Tinnitus schriller Piepton, macht mich verrückt
22.01.2017: Aufdosierung Citalopram 5 mg - fühlte mich besser, Antrieb wieder da, Tinnitus leiser und durch den Antrieb besser auszuhalten - Happy!
25.01.2017: Tinnitus wird wieder extrem laut, schriller Piepton, denke ich werde verrückt - durch Stress und Druck vom Jobcenter
27.01.2017: Aufdosierung auf 10 mg anschließend 1. extreme Panikattacke
02.02.2017: aufgrund erneuter Panikattacke mit Atemnot aufdosiert auf 15 mg
06.02.2017: 20 mg
16.02.2017: Panikattacke nach Klinikabsage - auf 30mg erhöht - wahnsinnige Unruhe, Nervosität, Atemnot, habe das Gefühl das Citalopram löst die Panikattacken aus
23.02.2017: zurück auf 20 mg Citalopram nach extremer Angstattacke, zusätzlich 2 Tavor Schmelztabletten
==>> ab jetzt zusätzlich bis zur Klinikeinweisung Mirthazapin 15
==>> in der Klinik soll das Citalopram abgesetzt werden mit Hilfe eines anderen Medikamentes

*** KLINIK ENDGÜLTIG ABGESAGT *******************

31.05.2017: Reduzierung Mirtazapin auf 11,5 mg. Symptome: Einschlafschwierigkeiten, sehr gereizt, nervös, Brainzaps links wo der Tinnitus ist, Müdigkeit vom Kopf her - nach einigen Tagen bis auf Tinnitus besser
14.06.2017: Mirtazapin 7,5 mg

27.06.-10.07.2017 -> Reduzierung Mirtazapin auf 3,75 mg (Symptome: die ersten Tage extreme Müdigkeit)
01.09.2017 => Mirtazapin wieder auf 7,5 mg erhöht (die extreme Müdigkeit war keine Folge des Mirtazapins sondern Symptom meiner Depression. Brauche das Mirtazapin gegen Nebenwirkungen von Citalopram (Schlafen, Schwitzen)
01.10.2017 =>Reduzierung des Citaloprams auf 15 mg (da ich so unter den Nebenwirkungen leide), Mirtazapin 15 mg
01.01.2018 - heute => langsame Reduzierung des Citaloprams auf 10 mg (keine großen Probleme, schwitze nur wieder extrem), Mirtazapin meistens 15 mg, bei Bedarf auch mal mehr oder weniger- brauche dies vor allem zum Schlafen

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Re: Citalopram abgesetzt und verzweifelt! Neu eindosiert

Beitrag von Jamie » Freitag, 05.01.18, 21:30

Hallo Luisa, :)

ich hoffe inständig, dass du nicht auf der Straße leben musst.
Das klingt ja entsetzlich!!! :o :oops:
Kannst du dir irgendwie Hilfe organisieren?
Ich bin sehr aufgewühlt das zu lesen.

Ich werde heute Abend ein paar gute Gedanken an dich in den Kosmos schicken; das darf einfach nicht passieren!

Viele Grüße
Jamie
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Re: Citalopram abgesetzt und verzweifelt! Neu eindosiert

Beitrag von Luisa1974 » Sonntag, 07.01.18, 13:12

Danke Jamie ❤️ Ich lebe seit Monaten schon so an der Grenze zur Obdachlosen, da ich meine Wohnung untervermiete und von dem Geld dann lebe und mir ein billigeres Zimmer suche... noch 3,5 Wochen muss ich durchhalten, dann kann ich wieder in meine Wohnung und es wird dann auch besser.
Das "Positive" an diesem Leben, Überlebenskampf war und ist, dass es mir endlich wieder Selbstvertrauen gegeben hat und ich so meine Depression überwunden habe, die mich seit Ende 2013 begleitet und durch das Citalopram nur noch schlimmer geworden ist statt besser.
Ich denke auch an dich Jamie und sende dir auch viel Kraft und eine Umarmung
Liebe Grüße
Luisa
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Absetzverlauf:
August 2016: Citalopram runter auf 15mg (sehr gereizt, aber sonst keine Nebenwirkungen)
11.08.2016: Citalopram runter auf 10 mg (nach 2 Wochen nervös. extrem gereizt, Brainzaps, leichter Tinnitus, in der 3. Woche Höhepunkt, dann wurde es besser)
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3.11. 2016: 2,5 Wochen Nordseeurlaub hat mir gut getan, lange Spaziergänge am Strand und das Meeresrauschen halfen bei Tinnitus, nachts und morgens früh war es schon manchmal fast still in meinen Ohren, aber Stimmungsschwankunge extrem, besser auszuhalten
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Januar 2017: täglich Selbstmordgedanken, extreme Stimmungsschwankungen, Brainzaps im Hinterkopf, Tinnitus schriller Piepton, macht mich verrückt
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27.01.2017: Aufdosierung auf 10 mg anschließend 1. extreme Panikattacke
02.02.2017: aufgrund erneuter Panikattacke mit Atemnot aufdosiert auf 15 mg
06.02.2017: 20 mg
16.02.2017: Panikattacke nach Klinikabsage - auf 30mg erhöht - wahnsinnige Unruhe, Nervosität, Atemnot, habe das Gefühl das Citalopram löst die Panikattacken aus
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14.06.2017: Mirtazapin 7,5 mg

27.06.-10.07.2017 -> Reduzierung Mirtazapin auf 3,75 mg (Symptome: die ersten Tage extreme Müdigkeit)
01.09.2017 => Mirtazapin wieder auf 7,5 mg erhöht (die extreme Müdigkeit war keine Folge des Mirtazapins sondern Symptom meiner Depression. Brauche das Mirtazapin gegen Nebenwirkungen von Citalopram (Schlafen, Schwitzen)
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Re: Citalopram abgesetzt und verzweifelt! Neu eindosiert

Beitrag von padma » Montag, 08.01.18, 18:54

liebe Luisa, :)

das hört sich nach einem sehr harten Leben an. :hug: So etwas sollte es in einem so reichen Land wie Deutschland nicht geben.
Du bist sehr stark, dass du das so durchstehst.

Ich hoffe, dass du nach diesen 3,5 Wochen dann wirklich in deinem Zuhause bleiben kannst und dieser schlimmer Zustand ein Ende hat.

mitfühlende Grüsse,
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Re: Citalopram abgesetzt und verzweifelt! Neu eindosiert

Beitrag von Katharina » Montag, 08.01.18, 19:20

Liebe Luisa,

ich danke Dir für Deinen offenen, vertrauensvollen Beitrag.
ich wünsche mir,das Dir die noch zu überstehende Zeit nur so dahin fliegen möge.

Wie gut, das Du schreibst wie lähmend Deube Depressionen waren.
Ich hatte sie, ich dachte immer zugleich: das kann es nicht geben.-
es kann

und es vergeht.
Beides unvorstellbar.

ohne es hier oft gelesen zu haben,
immer wieder
stumpf und taub
ich weiß nicht .-

ich weiß nur fühle heute das es vorbei ist.

ab und an habe ich eine schwere Erschöpfung, auch lahm, todmüde ohne Gefühle,
ebenfalls erschreckend
dennoch verständlich, ich bin ab und an
erschöpft

und so würde es jedem anderen ergehen, was soll man dann für Gefühle haben?

Aber das unter Escitalopram
das war grauenvoll falsch
das habe ich immerhin gefühlt
nix konnte ich tun,nur weiter gehen.

allerdings in einem behaglichen Zuhause.-
lang, hart.

ES GEHT WEG, es ist weggegangen.

( ich kenne wohnen fast ohne Strom
ohne das, was man in Deutschland Heizung nennt, Minusgrade sind Minusgrade egal, wo -
ein undichtes Dach, undichte Fenster - aber immerhin mein Zuhause was es . )

ich ahne das Gefühl der Stärke, fast Unverwundbarkeit
die Du und viele andere haben werden,

wenn die Psychofarmaka Zeit
beendet
oder auf ein - eventuell - not-wendig zu akzeptierendes
Level gesunken ist.

liebe tapfere Luisa, weiter -

von Herzen
Katharina
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