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alpha 100: Venlafaxin Absetzerscheinungen / Ritalin, Risperdal

Wenn Antidepressiva abgesetzt werden, kann dies zu schweren und langwierigen Entzugserscheinungen führen. Viele Hersteller und Ärzte verharmlosen diese Problematik leider.
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alpha 100: Venlafaxin Absetzerscheinungen / Ritalin, Risperdal

Beitrag von alpha100 » Sonntag, 11.12.16, 20:52

Ich habe Venlafaxin 2 Wochen 150 genommen wegen einer Depression. Ich habe nur Schlafstörungen bekommen und das Zeug dann selbst abrupt abgesetzt. Im Moment verspüre ich Erinnerungslücken und Einschränkungen beim Erinnerungsvermögen, kann Sachen nicht mehr richtig lernen. Ich fühle meinen Körper auch als entfremdet an, fühle das eigene Ich nicht mehr. Ich kann nicht mehr weinen und Lachen löst bei mir tief nichts mehr aus. Ich fühle meine alten Gedanken/Denkweisen nicht mehr sondern es fühlt sich an als ob ich nur noch vor mich hin existiere. Kann das vom Venlafaxin oder der Depression kommen, die Absetzung des Venlafaxin ist jetzt 3 Wochen her ist.
Zuletzt geändert von Ululu 69 am Mittwoch, 04.07.18, 19:58, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Namen im Titel zugefügt zur besseren Übersicht im Forum
Aufnahme von Wissen, gelernten klappt überhaupte nicht. Das Gehirn sträubt sich Sachen aufzunehmen.
Ich habe dann Venlafaxin vom 1.11 - 15.11 genommen. Dann kalt abgesetzt.
Risperdal 1.11 - 15.11. Nach Einnahme und jetzt Woche danach fühle ich eine Art Wasserkopf. Mein studierten Lerinhalte sind wie weg, kann mich an Zusammenhäng nur schwer erinnern.
Ritalin eine Woche von 1.11-8.11.
Ich fühle keine Ehrgeiz und kein Antrieb mehr. Mein Charakter ist wie ausgewechselt. Früher bin ich immer von alleine aufgewacht und war für jede Zeit zum Lernen dankbar. Jetzt nur noch mit Wecker.

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Re: Venlafaxin Absetzerscheinungen

Beitrag von padma » Sonntag, 11.12.16, 22:38

hallo Alpha, :)

willkommen im ADFD.

Hattest du die Symptome, die du beschreibst bereits vor der Einnahme des Venlafaxins, oder sind sie erst jetzt nach dem Absetzen aufgetreten.
Wenn du dieses Symptome nicht oder nicht so stark vor der Venlafaxineinnahme hattest, sind es NW oder Absetzsymptome. Alles, was du beschreibst, ist als NW und als Absetzsymptome bekannt.

Könntest du noch genauer beschreiben, wann genau diese Symptome aufgetreten sind?

liebe Grüsse,
padma
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Re: Venlafaxin Absetzerscheinungen

Beitrag von alpha100 » Sonntag, 11.12.16, 23:10

Die Symptome sind drei Wochen nach dem Absetzen aufgetreten. Dass ich Probleme mit dem lernen hatte, war vorher schon so aber nicht so stark wie jetzt. Hatte das Venlafaxin aber gerade wegen Merkfähigkeitsproblemen bekommen hab es dann aber nach zwei Wochen wieder abgesetzt, weil ich keine Besserung eher Verschlechterung bemerkt hat. Kann aber auch ggf. an der Depression liegen. Kann mir jedoch aktuell wenig bis gar nichts merken. Das Venlafaxin entfaltet doch seine Wirkung erst nach drei Wochen, entweder entfaltet es jetzt seine Wirkung oder es sind Absetzprobleme. Aktuell kann ich nichts mehr auswendig lernen und fühle im Inneren mein eigenes Lachen im Herz nicht mehr und existiere so vor mich hin. Entweder sollte ich das Venlafaxin jetzt sein lassen oder wieder langsam beginnen.
Aufnahme von Wissen, gelernten klappt überhaupte nicht. Das Gehirn sträubt sich Sachen aufzunehmen.
Ich habe dann Venlafaxin vom 1.11 - 15.11 genommen. Dann kalt abgesetzt.
Risperdal 1.11 - 15.11. Nach Einnahme und jetzt Woche danach fühle ich eine Art Wasserkopf. Mein studierten Lerinhalte sind wie weg, kann mich an Zusammenhäng nur schwer erinnern.
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Re: Venlafaxin Absetzerscheinungen

Beitrag von Annanas » Montag, 12.12.16, 10:25

Hallo alpha :) , auch von mir noch herzlich willkommen im Forum!
alpha100 hat geschrieben:Die Symptome sind drei Wochen nach dem Absetzen aufgetreten. Dass ich Probleme mit dem lernen hatte, war vorher schon so aber nicht so stark wie jetzt.
Ich denke, du leidest sowohl unter den NW sowie auch unter Absetzsymptomen.
Es wurde sehr schnell aufdosiert u. auch wieder abrupt abgesetzt - es kann gut gehen, aber bei Menschen mit einem
sensiblen Zentralen Nervensystem, machen sich auch schon nach kurzer Einnahmezeit Symptome bemerkbar.
alpha100 hat geschrieben: Hatte das Venlafaxin aber gerade wegen Merkfähigkeitsproblemen bekommen hab es dann aber nach zwei Wochen wieder abgesetzt, weil ich keine Besserung eher Verschlechterung bemerkt hat.
Weißt du, da kann man ebensogut würfeln - ob Venlafaxin gerade dieses Problem beseitigt hätte, wage ich zu bezweifeln.
Dieses Medikament wirkt stark antriebssteigernd u. kann fürchterliche Unruhe auslösen - was sich mMn auch nicht gerade positiv
auf dein Problem auswirken würde.
Außerdem wirkt es ziemlich dämpfend auf das Gefühlsleben - man spürt sich nicht mehr, kann weder Freude noch Trauer
empfinden - das ist das, was du jetzt in Ansätzen schon merkst.

Ich hoffe, aufgrund der Kürze der Einnahmezeit, daß sich diese Symptome zeitnah wieder geben!
alpha100 hat geschrieben: Entweder sollte ich das Venlafaxin jetzt sein lassen oder wieder langsam beginnen.
Ich kann dir nur raten, damit nicht wieder zu beginnen. Psychopharmaka deckeln nur die Symptome, heilen aber nie.
Dazu haben sie dann noch gravierende Nebenwirkungen, können die Gesundheit stark beeinträchtigen u. haben ein
körperliches Abhängigkeitspotential, so daß viele Menschen nur unter größten Anstrengungen davon loskommen (auch eigene Erfahrung).
Etwas Lesestoff zum Thema AD:
Prof Gotzsche warum AD mehr schaden als nutzen
10 Mythen über Psychopharmaka von Prof Gotzsche

Du schreibst, du hättest eine Depression.
Wichtig wäre es in meinen Augen, den Auslösern dafür auf die Spur zu kommen - evtl mit Hilfe einer Psychotherapie.
Oder kennst du evtl die Gründe dafür schon?
Dann kann man diese bearbeiten - wie oben geschrieben, ggf. mit professioneller Hilfe.

Liebe Grüße von Anna
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Re: Venlafaxin Absetzerscheinungen

Beitrag von alpha100 » Montag, 12.12.16, 14:53

Die Diagnose waren bei mir Probleme beim auswendig lernen. Das Gehirn sträubte sich aufeinmal Texte auswendig zu lernen. Danach hab ich Venlafaxin genommen, aber in der Zeit keine wirkliche Besserung gemerkt. Ich fühle mich aktuell nicht selbst mehr, ich spüre nichts mehr beim Lachen mein Ehrgeiz ist plötzlich weg. Mein positiver Lerndruck hat immer mehr abgenommen. Ich will durch Venlafaxin wieder besser auswendig lernen können und mehr inneren Druck spüren. Entweder kommt mein Gedächtnis und meine Fähigkeiten wieder teilweise zurück oder ich probiere noch mal längere Zeit Venlafaxin. Ritalin hat wegen der Aufnahmeblockade beim Lernen nichts gebracht.
Aufnahme von Wissen, gelernten klappt überhaupte nicht. Das Gehirn sträubt sich Sachen aufzunehmen.
Ich habe dann Venlafaxin vom 1.11 - 15.11 genommen. Dann kalt abgesetzt.
Risperdal 1.11 - 15.11. Nach Einnahme und jetzt Woche danach fühle ich eine Art Wasserkopf. Mein studierten Lerinhalte sind wie weg, kann mich an Zusammenhäng nur schwer erinnern.
Ritalin eine Woche von 1.11-8.11.
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Re: Venlafaxin Absetzerscheinungen

Beitrag von Murmeline » Montag, 12.12.16, 17:00

Hallo Alpha,

willkommen. Gehst Du noch zur Schule, machst eine Ausbildung oder studierst? Das sind ja so die Felder, wo man Texte lernen muss und ich kann verstehen, dass Dir dann Lernfortschritte wichtig sind. Ging das denn früher besser?
Ritalin hat wegen der Aufnahmeblockade beim Lernen nichts gebracht.
Du hast also aktuell auch andere Medikamente ausprobiert, ggf. früher schon welche genommen? Kannst Du bitte gleich noch eine Signatur anlegen? Rechts oben auf deinen Namen, persönlicher Bereich, Profil, Signatur ändern und dort deine Medikamenten eintragen, den Absatzverlauf, ggf. frühere Medikamente, Ausgangsproblematik, alles, was eben wichtig ist.
Danach hab ich Venlafaxin genommen, aber in der Zeit keine wirkliche Besserung gemerkt. Ich fühle mich aktuell nicht selbst mehr, ich spüre nichts mehr beim Lachen mein Ehrgeiz ist plötzlich weg. Ich will durch Venlafaxin wieder besser auswendig lernen können und mehr inneren Druck spüren. Entweder kommt mein Gedächtnis und meine Fähigkeiten wieder teilweise zurück oder ich probiere noch mal längere Zeit Venlafaxin.
Mit Psychopharmaka greift man in den Hirnstoffwechsel und in die Reizverarbeitung ein. Das kann eine Reihe Wirkungen haben, erwünschte und unerwünschte. Wenn sich diese (weiteren) psychischen Symptome erst mit dem Medikament bzw. als Folge des Absetzen gezeigt haben, solltest Du Dich schon fragen, ob das überhaupt Sinn machen könnte, es noch einmal zu versuchen. Es liest sich eher so, als ob es zu Verschlechterungen kam, und das ist ja nicht Sinn der Sache.

Bist Du bei einem Psychiater in Behandlung?

Grüße, Murmeline
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Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
Einer Deiner Ärzte erkennt Probleme mit Psychopharmaka an? Dann berichte doch hier

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Re: Venlafaxin Absetzerscheinungen

Beitrag von alpha100 » Montag, 12.12.16, 17:19

Ich studiere und muss daher viel auswendig lernen. Das Gehirn realisierte schon vorher nicht, dass es etwas auswendig lernen muss sondern blockierte einfach. Der Zustand des Nichtlernenkönnens hat sich eher verschlechtert. Das kann ggf. an der Depression als Grunderkrankung liegen oder an Venlafaxin. Ich kann mir jedenfalls nichts richtig merken und meine Erinnerung an Lerninhalte, die immer top saßen ist weg. Entweder ich muss es nochmal mit Venlax länger als zwei Wochen probieren oder es schadet mir.
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Re: Venlafaxin Absetzerscheinungen

Beitrag von carlotta » Montag, 12.12.16, 17:30

Hallo Alpha,
alpha100 hat geschrieben:Entweder kommt mein Gedächtnis und meine Fähigkeiten wieder teilweise zurück oder ich probiere noch mal längere Zeit Venlafaxin.
Seit wann genau bist Du auf null? Nimmst Du noch andere Medikamente oder hast Du kürzlich andere genommen (Du erwähntest Ritalin)?

Du leidest vermutlich unter Entzugssymptomen, die auch nach kurzzeitiger Einnahme noch einige Zeit nach null anhalten können.
alpha100 hat geschrieben:Ich will durch Venlafaxin wieder besser auswendig lernen können und mehr inneren Druck spüren. Entweder kommt mein Gedächtnis und meine Fähigkeiten wieder teilweise zurück oder ich probiere noch mal längere Zeit Venlafaxin.
Venlafaxin kann Dir nicht dabei helfen, besser lernen zu können. Im Gegenteil wirken sich Psychopharmaka oft negativ auf die Gedächtnisleistung aus. Ich kann Dir nicht dazu raten, einen weiteren Versuch zu starten.
alpha100 hat geschrieben:Ritalin hat wegen der Aufnahmeblockade beim Lernen nichts gebracht.
Wann genau und wie lange hast Du das genommen? Es hat auch ordentliches Abhängigkeitspotenzial und sollte bei längerer Anwendung ausgeschlichen werden. Man weiß mittlerweile, dass Substanzen wie Methylphenidat gerade bei Heranwachsenden die Gehirnentwicklung aufhalten können. Ich würde es nicht nehmen.

Wegen Deiner Probleme beim Lernen sollte man mal Dein gesamtes Leben, Umfeld etc. im Blick haben. Was genau hat dazu beigetragen, dass Dir Lernen schwerer fällt? Haben Stressoren überhand genommen? Entspannungstechniken, Therapie etc. wären viel sinnvoller als Medikamente, die üble Nebenwirkungen haben und langfristig das ZNS schädigen können.

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Re: Venlafaxin Absetzerscheinungen

Beitrag von alpha100 » Montag, 12.12.16, 17:59

Ich habe es zwei Wochen genommen. Seit drei Wochen bin ich auf Null. Ritalin nehme ich weiterhin. Dass ich nicht mehr auswendig lernen konnte, ist von heute auf morgen gekommen. Das Gehirn realisierte auf einmal nicht mehr, dass es den Satz auswendig lernen soll. Das war vor der Einnahme so und jetzt noch genauso, eher noch ein bisschen schlechter.
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Re: Venlafaxin Absetzerscheinungen

Beitrag von Jamie » Montag, 12.12.16, 18:23

Hallo alpha,

willkommen im Forum :).

Als erstes würde ich gerne wissen wie alt du bist. Danke.

Dann ist uns glaub ich allen nicht klar, wieso du depressiv bist? Ist denn etwas Schlimmes passiert?
99% aller Menschen - würde ich mal schätzen - mit einer echten schweren Depression haben Auslöser dafür. Die allerwenigsten bekommen aus heiterem Himmel eine Depression.

Und warum Ritalin? Hast du eine ADHS Diagnose? Kann es vielleicht sein, dass das Ritalin die Lernschwäche / Unfähigkeit sich etwas zu merken auslöst und auch die Depression?
Hat da mal ein Arzt ganz genau hingeschaut? Es steht in den NW unter "sehr häufig"!!!!! :!: (ich habe es dir markiert)

Das wäre dann echt "ganz toll": Das Ritalin löst all das vielleicht erst aus und dann haut man noch Venlafaxin drauf. ....
Du wärst nicht der / die erste, der / dem das passiert...

Eine Unfähigkeit zu weinen, etwas zu fühlen kann durchaus medikamenteninduziert sein. Das ging mir phasenweise unter Sertralin so. Es war sehr schlimm für mich :(. Es kann aber auch mit einer Depression zusammenhängen, nur das kann ich nicht beurteilen.

Und dann noch eine Bitte. Wir achten hier auf die Netiquette. Bitte beginne deine posts doch mit einem Hallo o.Ä. und am Ende einen Gruß. Das liest sich wirklich viel freundlicher. Danke :).
Erkrankungen des Blutes und des Lymph systems
Sehr selten Leukopenie, Thrombozytopenie, Anämie, thrombozytopenische Purpura
Nicht bekannt Panzytopenie

Erkrankungen des Immunsystems
Gelegentlich Überempfindlichkeitsreaktionen wie angio-neurotisches Ödem, anaphylaktische
Reaktionen, Ohrenschwellung, bullöse Erkrankungen,
exfoliative Erkrankungen, Urtikaria, Pruritus*, Rash und Hautausschläge*
Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen*
Sehr häufig Appetitverlust**
Häufig Anorexie, mäßige Verminderung der Gewichtszunahme und des Längenwachstums
bei längerer Anwendung bei Kindern*

Psychiatrische Erkrankungen*
Sehr häufig Schlaflosigkeit, Nervosität
Häufig Abnormes Verhalten, Aggression*, Affektlabilität, Erregung*, Anorexie,
Ängstlichkeit*, Depression*, Reizbarkeit, Ruhelosigkeit**,
Schlafstö rungen**, Libidoabnahme***, Panikattacken***, Stress***
Gelegentlich Hypervigilanz, auditive, visuelle und taktile Halluzinationen*, Verstimmung,
Stimmungsschwankungen, Ärger, Suizidgedanken, Weinerlichkeit,
Hallu zinationen, psychotische Erkrankungen*, Tics* oder Verschlechterung
bestehender Tics des Tourette-Syndroms*, Anspannung***
Selten Manie*, Desorientiertheit, Libidostörungen
Sehr selten Suizidversuch (einschließlich vollendetem Suizid)*, transiente depressive
Stimmung*, abnormes Denken, Apathie, repetitive Verhaltensweisen,
übermäßiges Fokussieren
Nicht bekannt Wahnvorstellungen*, Denkstörungen*, Verwirrtheitszustand, Abhängigkeit,
Logorrhö.

Es wurden Fälle von Missbrauch und Abhängigkeit beschrieben, häufiger
mit schnell freisetzenden Formulierungen.

Erkrankungen des Nervensystems
Sehr häufig Konzentrationsmangelund Geräuschempfindlichkeit (bei Erwachsenen
mit Narkolepsie), Kopfschmerzen
HäufigTremor**, Somnolenz, Schwindelgefühl, Dyskinesie, psychomotorische
Hyperaktivität
Gelegentlich Sedierung, Akathisie***

Sehr selten Konvulsionen, choreatisch-athetotische Bewegungen, reversible
isch ämisch-neurologische Ausfälle, malignes neuroleptisches Syndrom
(MNS; die Berichte wurden nicht ausreichend dokumentiert und in
den meisten Fällen erhielten die Patienten zusätzlich andere Wirkstoffe,
so dass die Rolle von Methylphenidat in diesen Fällen unklar ist.)
Nicht bekannt Zerebrovaskuläre Erkrankungen* (einschließlich Vaskulitis, Hirnblutungen,
zerebrale Arteriitis, zerebraler Verschluss und zerebrovaskuläre Ereignisse),
Grand-mal-Anfälle*, Migräne
Augenerkrankungen
Gelegentlich Diplopie, verschwommenes Sehen
Selten Schwierigkeiten bei der visuellen Akkommodation, Mydriasis, Sehstörungen

Herzerkrankungen
Häufig Tachykardie**, Palpitationen, Arrhythmien
Gelegentlich Brustschmerzen
Selten Angina pectoris
Sehr selten Herzstillstand, Myokardinfarkt
Nicht bekannt Supraventrikuläre Tachykardie, Bradykardie, ventrikuläre Extrasystolen,
Extrasystolen

Gefäßerkrankungen*
Häufig Hypertonie, periphere Kälte**
Sehr selten Zerebrale Arteriitis und/oder Verschluss, Raynaud-Syndrom

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
Sehr häufig Übelkeit**, Mundtrockenheit**
Häufig Bauchschmerzen, Magenbeschwerden, Erbrechen, Dyspepsie***,
Zahnschmerzen***, Diarrhö (diese Erscheinungen treten normalerweise
zu Behandlungsbeginn auf und können sich durch begleitende Nahrungsaufnahme
lindern lassen)
Gelegentlich Obstipation
Gelegentlich Erhöhte Leberenzymwerte
Sehr selten Anormale Leberfunktion einschließlich hepatischem Koma

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
Sehr häufig Schwitzen (bei Erwachsenen mit Narkolepsie)
Häufig Hyperhidrose**, Alopezie, Pruritus, Rash, Urtikaria
Gelegentlich Angioneurotisches Ödem, Erkrankungen mit Blasenbildung, schuppende
Erkrankungen
Selten Fleckiger Ausschlag, Erythem
Sehr selten Entzündungen der Mundschleimhaut (bei Erwachsenen mit Narkolepsie),
Erythema multiforme, exfoliative Dermatitis, fixes Arzneimittelexanthem
Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
Häufig Arthralgien
Gelegentlich Myalgie, Muskelzuckungen, Muskelverspannungen***
Sehr selten Muskelkrämpfe

Erkrankungen der Niere und Harnwege
Gelegentlich Hämaturie

Erkrankungen der Geschlechtsorgane und Brustdrüse
Selten Gynäkomastie
Nicht bekannt Erektile Dysfunktion

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
Häufig Husten, Rachen- und Kehlkopfschmerzen, Dyspnoe**
Infektionen und parasitäre Erkrankungen
Häufig Nasopharyngitis
Gelegentlich Gastroenteritis

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
Häufig Fieber, Wachstumsverzögerungen bei Langzeitanwendung bei Kindern*,
Gefühl der inneren Unruhe***, Müdigkeit**, Durst***
Gelegentlich Brustschmerzen
Sehr selten Plötzlicher Herztod*
Nicht bekannt Brustbeschwerden, Hyperpyrexie
Untersuchungen
Häufig Änderung des Blutdrucks und der Herzfrequenz (üblicherweise eine
Erhöhung)*, Gewichtsverlust*
Gelegentlich Herzgeräusche*, erhöhte Leberenzyme
Sehr selten Erhöhte alkalische Phosphatase im Blut, erhöhtes Bilirubin im Blut,
reduzierte Thrombozytenzahl, Leukozytenzahl pathologisch
* Siehe Abschnitt 4.4 „Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anw
Fachinfo Ritalin: http://www.fachinfo.de/pdf/002958

Grüße
Jamie
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Re: Venlafaxin Absetzerscheinungen

Beitrag von alpha100 » Montag, 12.12.16, 18:31

Hallo,
ich bin 26. Die Auswendiglernschwäche hat sich einfach so entwickelt. Mitten in einer Klausurenphase. Da wahrscheinlich auch eine Art Depression. Das Ritalin hilft mir schon sich zu konzentrieren hat aber keinen Einfluss auf das Nichtmehr Auswendig lernen, sich was merken können. Entweder kommt alles noch vom Absetzen und hört auf oder ich muss Venlafaxin noch eine längere Wirkungschance als nur die zwei wöchige Einnahmezeit geben.
Gruß, alpha
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Re: Venlafaxin Absetzerscheinungen

Beitrag von padma » Montag, 12.12.16, 19:13

hallo Alpha, :)

was heisst "eine Art Depression"
Hast du denn tatsächlich eine depressive Symptomatik oder wurde dein Lernproblem als "Depression" bezeichnet.

Heutzutage wird fast jedes Problem als angebliche Depression bezeichnet und dann wird wild mit Antidepressiva rumeperimentiert. :frust:
Venlafaxin hilft nicht gegen Lernblockaden. Eine Lernblockade hat eine Ursache und die müsste herausgefunden und angegangen werden.

Wenn du Venlafaxin weiter einnimmst wird es fest in den Hirnstoffwechsel eingebaut. Die NW werden vermutlich zunehmen und es wird umso schwieriger werden, es wieder abzusetzen.

liebe Grüsse,
padma
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Re: Venlafaxin Absetzerscheinungen

Beitrag von alpha100 » Montag, 12.12.16, 19:17

Hallo,

Ja, das Lernproblem wurde als Depression eingestuft.

Gruß,
Alpha
Aufnahme von Wissen, gelernten klappt überhaupte nicht. Das Gehirn sträubt sich Sachen aufzunehmen.
Ich habe dann Venlafaxin vom 1.11 - 15.11 genommen. Dann kalt abgesetzt.
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Ich fühle keine Ehrgeiz und kein Antrieb mehr. Mein Charakter ist wie ausgewechselt. Früher bin ich immer von alleine aufgewacht und war für jede Zeit zum Lernen dankbar. Jetzt nur noch mit Wecker.

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Re: Venlafaxin Absetzerscheinungen

Beitrag von padma » Montag, 12.12.16, 19:28

hallo Alpha, :)

also ganz ehrlich, ein Lernproblem ist meiner Meinung nach ein Lernproblem und keine Depression. "Kopf schüttel"

Lernprobleme können ja vielfältige Ursachen haben, wenn die neu aufgetreten ist, muss es dafür einen Auslöser geben, z.B Prüfungsangst, zu hoher Leistungsdruck, Überarbeitung oder sonstige private Probleme.

Könntest du dich damit nicht an eine studentische Beratungsstelle wenden?

AD werden zwar gerne als harmlos angepriessen, es sind in Wirklichkeit aber sehr riskante Substanzen. Damit sollte nicht experimentiert werden, in der Hoffnung, dass sie gegen alle möglichen Probleme helfen könnten. Das könen sie nämlich nicht.
Aber was sie können ist, lange Leidensgeschichten auslösen. Das ganze Forum ist voll davon. Schau dich mal ein wenig bei uns um.

liebe Grüsse,
padma
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seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
► Text zeigen
1.07.2018: 0,2 mg :schnecke:


Neu: Infos rund um Antidepressiva, Absetzen, Umgang mit Entzug
: https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=15490


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Re: Venlafaxin Absetzerscheinungen

Beitrag von alpha100 » Montag, 12.12.16, 20:39

Hallo,
Das Problem, dass das Gehirn nicht mehr realisiert, es soll einen Text auswendig lernen ist plötzlich aufgetreten. Ist schwer wegzubekommen.
Gruß,
Alpha
Aufnahme von Wissen, gelernten klappt überhaupte nicht. Das Gehirn sträubt sich Sachen aufzunehmen.
Ich habe dann Venlafaxin vom 1.11 - 15.11 genommen. Dann kalt abgesetzt.
Risperdal 1.11 - 15.11. Nach Einnahme und jetzt Woche danach fühle ich eine Art Wasserkopf. Mein studierten Lerinhalte sind wie weg, kann mich an Zusammenhäng nur schwer erinnern.
Ritalin eine Woche von 1.11-8.11.
Ich fühle keine Ehrgeiz und kein Antrieb mehr. Mein Charakter ist wie ausgewechselt. Früher bin ich immer von alleine aufgewacht und war für jede Zeit zum Lernen dankbar. Jetzt nur noch mit Wecker.

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Re: Venlafaxin Absetzerscheinungen

Beitrag von Kaulquappe 411 » Montag, 12.12.16, 23:47

Hallo und Guten Abend,

in meinem Beruf habe ich vielfältige Berührungsmomente gehabt mit Ritalin bei Kindern, was bei Eltern sehr beliebt ist, um ihre Kinder zu besseren Schülern machen zu wollen. Jede kleinste Unruhe war sofort ADHS und so. Viele Eltern haben dann die Diagnose gestellt, ohne überhaupt mal ihr Kind testen zu lassen und so. :party: :frust:

Auch viele Studenten nehmen Ritalin, weil es angeblich ungefährlich sei und sie den Lernstoff besser bewältigen können. :zombie:

Allerdings berichten viele wie du, dass sie neben sich stehen, ihre Gefühle nicht mehr wahrnehmen und sonstiges. Ebenso kann sich der Effekt des Ritalin ins Umgekehrte wenden, dann nämlich, wenn "Gesunde" dieses Teufelszeug nehmen. Jamie hat dir unten einiges andere noch aufgelistet!

Dass eine Lernblockade und sich nicht mehr Konzentrieren können als Depression eingestuft wurde, ist aus meiner Erfahrung her eine ziemlich magere Diagnose. Da gehört mehr dazu als das, um von einer Depression sprechen zu können.

Das HInzunehmen des Venlafaxin zum Ritalin ist eine Mischung, die aus meiner Sicht deine Befindlichkeit zu Verantworten hat. Ich finde es richtig, dass du es, wenn auch sehr schnell, wieder abgesetzt hast.

Dein Körper ist total durcheinander und überfordert mit dem ganzen Gift. Ich glaube kaum, dass dies an der "Depression" liegt, sondern vielmehr am Ritalin.
Wer kam denn auf die Idee, dir das zu verschreiben? Hast du dich mal testen lassen? JEdenfalls mag es sein, dass du damit vielleicht dein Studium mit einer angemessenen Note beendest, doch deine Gesundheit wird dahin sein. Willst du dir das weiterhin antun?

Wäre es nicht besser, dir eine psychologische Hilfe zu besorgen, anstatt mit angeblichen Allheilmitteln alles zu übertünchen? Venlafaxin ist ebenfalls dafür verantworltich, dass man sich nicht mehr selbst spürt. Das war für mich oft unerträglich, ebenfalls die innere Unruhe, die dadurch noch mehr verstärkt wurde. Keine gute Vorraussetzung um einer Lernblockade bzw. Konzentrationsstörungen zu begegnen, findest du nicht?

Lies dich einmal in Ruhe im Forum ein, dort wirst du vielfältige Erfahrungstipps und Verhaltensregeln rund um die Phsychopillen finden. Aber ich habe auch den Eindruck, als ob unsere Worte und Erfahrungen momentan nicht wirklich bei dir ankommen. Kann das sein?

Jedenfalls wirst du hier jede Menge Hilfe und Unterstützung finden, wenn du das möchtest, da kann ich dir nur Mut machen!

Soweit erst mal, bis morgen und Gute Nacht!

Kaulquappe :schnecke:
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Diagnosen: PTBS, Depression, Sozialphobie, Agoraphobie, Oralophobie, Migräne, craniomadibuläre Dysfunktion, Tendovaginitis an den Füßen
Erfahrungen mit Ximovan ( Paradoxe Reaktion), Melperon (drastische Alpträume), Taxilan (total abgeschossen) Fluoxetin (Depersonalisation), Lorazepam, Opipramol, Promethazin, Escitalopram, Cipralex, Valdoxan, Amitriptyllin.
Genannte Mittel nur kurze Zeit genommen und kalt abgesetzt, da angeblich keine Probleme nach so kurzer Einnahmedauer, hahaha!
2010 Venlafaxin 150 mg eingeschlichen, Kurzeitige Besserung der Stimmung bzw. Antriebs, jedoch Verstäkung der inneren Unruhe.
Hinzu kam Amisulprid 50mg, half sehr gut gegen Angst, jedoch horrende Nebenwirkungen (30 kg zugenommen, Kopfschmerzen, Diabetes, Hormonstörungen), daher kaltes Absetzen, weil angeblich unproblematisch. Nach 2 Tagen massive Suizidgedanken und Ängste, wieder auf 50 mg für 1 Jahr.
Sommer 2014 wegen Schlafstörungen 12 Tropfen Trimipramin, kaum Besserung, starker Nachhang, Depersonalisierung, Muskelsteifigkeit, Kurzatmigkeit, Nachlassen der körperlichen Belastbarkeit, eigenmächtiges kaltes Absetzen, daher wochenlang starke Schlafstörungen.
Amisulprid 50 mg Ende November 2014 eigenmächtig abgesetzt. Pro Woche 12, 5 mg weniger, keine Absetzsymptome
Venlafaxin 150 mg seit Mitte Dezember 2014 am Absetzen, innerhalb von 2 Wochen auf 37,5 mg mit starker Absetzsymptomatik,( Brainzaps, Weinerlichkeit, Verzweiflung, aggressive Ausbrüche, Bauchschmerzen, Durchfall, Sehstörungen)
11.1. auf 75 mg, da Absetzsymptome zu stark, nehmen im Verlauf des Sommers ab, Schneckenclubmitglied :schnecke:
Sept. 2015 Diagnose Autoimmunthyreoiditis, Einschleichen von Hormonen wegen unerträglichen Nebenwirkungen misslungen.
Regelmäßige Einnahme von Vitamin D, Leinöl, Basentee und versch. homöopath. Globuli bekommen mir sehr gut!!!

31. Oktober 2016 Fortsetzen vom Absetzen Venlafaxin 75 mg mittels Mikrotapering ( pro Kapsel ein Gewicht von 0,306 g)
Meine Absetzsymptome bei jedem Schritt, mal mehr, mal weniger: Weinerlichkeit, Pseudodepri, Pseudoschnupfen, Muskelschmerzen in den Beinen, Verspannungen Nacken und Kiefer, Brainzaps, Geräuschempfindlichkeit, leichte Übelkeit, Kopfschmerzen, Darmprobleme, Juckreiz, Hör- und Sehprobleme
4.11.: Kapselgewicht 0,304 g
7.11.: Kapselgewicht 0,302 g
10.11.: Kapselgewicht 0,300 g, Absetzsymptome zu stark, kurz hochdosiert, besser!
28.11.: Kapselgewicht 0,298 g
9.12.: KG 0,295 g
am 1.1. 2017 bei KG 0,292 g angekommen
17.01.2017 KG 0,290g
15.02.2017 KG 0,286 g
01.03.2017 KG 0,284 g
seit 24.04. 2017 KG 0,280 g
02.05.2017 KG 0,278 g
16.05. 2017 KG 0,276 g
mittlerweile bei KG 0,273 g
nun bei KG 0,270 g
mittlerweile bei KG 0,264 g mit Zwischenschritten
seit 15. 11. bei KG 0, 255 g ohne Zwischenschritte, drei Tage Absetzwelle, dann OK
seit 30.11. bei KG 0,245 g, das übliche an Absetzsymptomgedöns :-)
mittlerweile bei KG 0,230 g
mittlerweile bei KG 0,200 g kaum Absetzsymptome, solange ich auf passende Ernährung achte!
KG 170 g
22 Kügelchen
Seit dem 15. August 2018 auf NULL!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

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Re: Venlafaxin Absetzerscheinungen

Beitrag von alpha100 » Dienstag, 13.12.16, 0:51

Hallo,

Das Ritalin vertrage ich sehr gut. Die Konzentration ist bei mir höher, wenn ich es nehme. Es wirkt gleich nach dem Einnehmen. Nur die Lernblockade ist eben immer noch da. Vom Venlafaxin in den zwei Wochen ging sie nicht weg und jetzt merke ich sie immer noch. Ist seit Wochen nicht besser geworden, mein Gehirn sträubt sich seit Wochen irgendwelche Texte auswendig zu lernen, obwohl ich da sonst einigermaßen gut konnte. Entweder ist das Gefühl kein Kribbeln im Herz, kein Adrinalin zu spüren, sondern wie gleichgültig vor sich hinvegetieren seit einer Woche da. Auch ist mein Gedächtnis ein Sieb. Entweder sind das die Venlax Absetzungserscheinungen. Ich hab das Venlax eigentlich gegen die Lernblockade bekommen. Mit Phsychotherapie alleine ging bis jetzt die Blockade nicht weg. Es wird von Woche zu Woche schlechter. Ich schaffe zwei Sätze am Tag auswendig zu lernen, vor Wochen hat es schon abgenommen. Das Venlax habe ich ja sehr kurz genommen, konnte keine Veränderung spüren. Entweder das lernen wird in ein paar Wochen nach Auslaufen von Absetzungserscheinungen besser oder ich sollte Venlax nochmal länger nehmen, um es damit hinzubekommen. Mein Phsychater hat mir Venlax gerade deswegen gegeben und ich war davor stationär zwei Wochen in der Klinik, wo ich das Venlax genommen habe.

Gruß, Alpha
Aufnahme von Wissen, gelernten klappt überhaupte nicht. Das Gehirn sträubt sich Sachen aufzunehmen.
Ich habe dann Venlafaxin vom 1.11 - 15.11 genommen. Dann kalt abgesetzt.
Risperdal 1.11 - 15.11. Nach Einnahme und jetzt Woche danach fühle ich eine Art Wasserkopf. Mein studierten Lerinhalte sind wie weg, kann mich an Zusammenhäng nur schwer erinnern.
Ritalin eine Woche von 1.11-8.11.
Ich fühle keine Ehrgeiz und kein Antrieb mehr. Mein Charakter ist wie ausgewechselt. Früher bin ich immer von alleine aufgewacht und war für jede Zeit zum Lernen dankbar. Jetzt nur noch mit Wecker.

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Re: Venlafaxin Absetzerscheinungen

Beitrag von Simmi18 » Dienstag, 13.12.16, 9:34

Hallo,

wenn ich ch das lese kommt mir die Galle hoch und macht mich wütend. Nur weil du dir nichts merken kannst gleich zu Venlafaxin greifen. Da kann ich nur den Kopf schütteln.
Schon gar nicht mit einer Anfangsdosis von 150 mg.

Hast du noch andere Symptome außer der Konzentration und der Merkfähigkeit?

Warum kommt mit keiner drauf es erstmal mit kognitiven Training zu probieren Starts gleich so einen Hammer zu verpassen. Das macht mich wütend.

Venlafaxin kann die niemals dabei helfen u d Ritalin ist auch umstritten.

Versuch mal einen Therspeuten zu finden, der dir da weiter helfen kann und Probier bitte keine Antidepressiva mehr aus.

Du kannst auch mal Googeln nach kognitivem Training.

Liebe Grüße
Simone
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Burnout 2011 behandelt mit Citalipram und Opipramol
2011 Rehaaufenthalt Citalopram 20 mg
Januar 2012 Wiedereingliederung, die ich nach 4 Tagen abbrechen musste wegen Verschlechterung
Von da an 75 mg Venlafaxin
Job gekündigt und selbständig gemacht 2013
Im Oktober 2015 unter der Dosis 37,5 mg Venlafaxin wieder Symptome l9
Von Ärztin telefonisch auf 150 mg gesetzt
Reha im November 2015 hochdosiert auf 187,5 mg und Dominal
Aufgrund des hohen Pulses und Blutdrucks Betablocker Metropolol
Nach Reha noch Symptome und vom Arzt auf 225 mg rauf
Das war dann nicht mehr ich selber und ich habe dann runterreduziert auf 112,5 mg im März und Dominal weggelassen
Alternative Behandlung mit Infusionen, Vit. b Mangel und D Mangel aufgefüllt
Leaky gut diagnostiziert, Ernährung umgestellt
Ende April auf 75 mg Venlafaxin
Seit Mitte Juni auf 37,5 starke Symptome und deshalb am
9.7. um 10 Kügelchen aufdosiert auf Ca. 40,5 mg Venlafaxin das legte mich lahm
10.7. Frühes Erwachen und ständiges auf die Uhr gucken Zuckungen von Kopf bis Fuß, brennen in den Armen, schwitzen, Blutdruck 117/77 Puls 116
11.7. zurück auf 37,5 mg nach Einnahme vom Medi Schweißausbrüche, nach Anstrengungen erschöpft und bleiern, müde, ständiges Gähnen,Essen imme rnoch problematisch ohne Appettit, Stimmung schwankt, Abends Besserung und Freude aufs Bett :-).
12.7.relativ gute Nacht
Blutdruck niedrig, Therapiestunde, danach sogar einkaufen, mittags Schwitzen vorm Arbeiten,
morgens schlapp, müde, bleiern,essen weiterhin nach Einnahme des Venla problematisch
Abends sogar heute mal leichter Appettit und zunehmend gute Stimmung
Weiterhin auf 37,5 und keine Änderung der Symptome
26.7. 10 Kügelchen Ca. 3 g weniger also 34,5 mg
Besserung was die Übelkeit betrifft, konnte heute normal was essen, nur zweimal Hitzewallung/Schweißausbruch
Blutdruck scheint sich zu normalisieren, Kaum Gedankenkreisen, im Allgemeinen besser drauf
27.7. frühes erwachen um 6.45 ab da nur noch dösen, Zunehmende Zuckungen am ganzen Körper
ein kalter und ein warmer Fuß, nach dem Aufstehen müde und schlapp
01.08. bei 34,5 mg Kein Schwitzen mehr. Guter Appettit, kaum noch Symptome, wieder Periode ganz leicht,
12.8. Ca. 30 mg
26.8.-19.9 Urlaub
da ich vor dem Urlaub stabil war habe ich weitere 5 Kügelchen weggelassen. Diesmal aber nicht jede Kapsel ausgezählt.
07.9. langsames Einsetzen der Symptome
Schlafstörungen, Muskelzuckungen, schwitzen, Übelkeit. Das tritt meist morgens ab 7 Uhr auf.
Im Laufe des Tages wird es besser,
11.9. Heute wieder Kügelchen genau gezählt und auf 28,5 mg Symptome bleiben weiterhin (Umstellung auf Microtapering)
25.9. 27,9 mg stabil, super Tag, kaum Smptome, irgendwas putscht mich auf.
28.9. 27,9 mg extrem hibbelig, EKG auffällig, zu hoher Puls, fühle mich nicht schlecht, aber getrieben
29.9. auf 27,1 mg reduziert, ich glaube die Dosis ist zu hoch und deshalb die Unruhe und nicht still sitzen können
09.10. 25,55 mg
08.11. 23,78 mg
06.12. 21,54 mg
04.01. 19,65 mg
29.01. 17,24 mg
13.02. 16,24 mg
05.03. 13,83 mg
19.03. 11,73 mg
16.04. 07,97 mg
14.05. 04,30 mg
31.05. 02,85 mg
18.06. 01,59 mg
01.07. 0 mg :party2:

Seit Oktober Utrogest 200 mg wegen WJ

Weiterhin Vitamin B und D und Akupunktur

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Re: Venlafaxin Absetzerscheinungen

Beitrag von Murmeline » Dienstag, 13.12.16, 9:38

Hallo Alpha,

die erste Reaktion auf Ritalin mag sein, dass sich Deine Konzentration in irgendeiner Form erhöht. Langfristige unerwünschte Wirkungen können ganz anders sein, Jamie hatte Dir dazu Informationen verlinkt. Du greifst mit Ritalin in Deinen Hirnstoffwechsel ein, und es können sich da auch andere Veränderungen ergeben als nur die kurzfristig Konzentrationsfähigkeit. Bei Venlafaxin ebenso, wie Du ja aktuell bemerkst.
Mein Phsychater hat mir Venlax gerade deswegen gegeben und ich war davor stationär zwei Wochen in der Klinik, wo ich das Venlax genommen habe.
Wieso warst Du zwei Wochen stationär? Hast man hier direkt schnell auf 150mg hochgeschraubt? Das ist nämlich relativ hoch für eine zweiwöchige Einnahme, finde ich.
Mit Phsychotherapie alleine ging bis jetzt die Blockade nicht weg. Es wird von Woche zu Woche schlechter. Ich schaffe zwei Sätze am Tag auswendig zu lernen, vor Wochen hat es schon abgenommen.
Warst Du denn sehr gestresst, als das abgenommen hatte? Manchmal meldet sich der Körper mit solchen Symptomen um zu signalisieren: Ich kann nicht mehr funktionieren, mir reicht es, ich brauche Pause. Ggf. kannst Du ein Urlaubssemester einlegen und etwas praktisches machen?

Grüße, Murmeline
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Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
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Re: Venlafaxin Absetzerscheinungen

Beitrag von alpha100 » Dienstag, 13.12.16, 18:28

Hallo,
ich war wegen Überarbeitung und gleichzeitig der Lernblockade zwei Wochen stationär. Ich war heute beim Phsychater. Er meinte ich soll das Venlaxafin weiter nehmen es trüge zur Konzentration und Lösung der Lernblockade bei. Das Gehirn realisiert nicht mehr, dass es den Text aufnehmen soll und macht es nicht mehr. Mein Phsychologe konnte mir nicht weiterhelfen. Ich mache mir noch einen Termin beim Neurologen, wird aber wohl nicht so viel bei rauskommen. Ein Lerncoach behandelt eher zur Studienorganisation, Motivation aber nicht zu dem Gehirnproblem. Ist schwer die richtige Lösung und Stelle und Medikation zu finden.

Gruß,
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Ich habe dann Venlafaxin vom 1.11 - 15.11 genommen. Dann kalt abgesetzt.
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Ich fühle keine Ehrgeiz und kein Antrieb mehr. Mein Charakter ist wie ausgewechselt. Früher bin ich immer von alleine aufgewacht und war für jede Zeit zum Lernen dankbar. Jetzt nur noch mit Wecker.

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