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Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

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Katharina
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Katharina » Samstag, 14.07.18, 10:39

Liebe Beate !

Ich finde es ernüchternd zu lesen, das auch als Selbstzahler kaum Unterschiede zu den Kassenleistungen gegeben zu sein scheinen.

Internetsucht auch mit AD.

Zumindest ist es für mich nicht erklärbar, weshalb der körperliche Bereich vernachlässigt wird, bzw kaum angeboten.
Keine HWS - Behandlung, nicht eine klassische Wärmepackung.

Die Klinik heißt Psycho-Somatik.
Wo ist das somatische.

Keine Nachsorge für die erste Zeit Zuhause.

Jemand wie ich der ab und zu nur liegen kann, würde in die 'normale' Psychiatrie gezwungen werden.

Ein tolles Gesundheitssystem, in den wir leben,
Ich käme mir betrogen vor.

Für einen Tagessatz von X aus meinem Portemonnaie, evtl. Leihgabe, Kredit wie immer auch finanziert.

Kein Wunder dass Du Angst hast.

Schön, das die Gemeinschaft gut für Dich war und Du Kraft und Mut zum Autofahren hast,zum Einkaufen
eine Rückversicherung das Dein Bedürfnis wie Du leben möchtest und wird, untrügbar ist.
Du kannst Dich auf Dein Gefühl verlassen, Beate.
Die Erfahrung wird Dich tragen.

Diese Klinik sollte auf eine schwarze Liste, um keine Hoffnung zu verbreiten. Oder gar Geld darin zu investieren.
Schöne Scheinwelt.

Jemand schrieb hier in seinem thread über den Aufenthalt einer Tagesklinik,so in etwa:

"erstaunlich, viel Malen - kein oder kaum Gespräch - ".

Ich abgesehen vom zeitweiligen Liegen, tagelang
bis mittags sowieso, hätte für meine LWS Schmerzen
einen Osteopathen ins Haus kommen lassen müssen,
mich zu Tode rechtfertigen dann da auch noch, einmal mehr.
Selbst bezahlt, da meine Krankenkasse keinen Teilbetrag dazu zahlt zu der Osterpathie, ok, das tue ich hier auch und gern.

Ich hoffe nur noch eines, in meiner Situation:
niemals in eine Institution zu müssen.

Beate, ich wünsche Dir eine gute Heimfahrt.

Ich bin sicher Du wirst das positiv Erlebte
gut für Dich umzusetzen wissen.

Von Herzen,
Katharina
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Muryell » Samstag, 14.07.18, 11:20

Liebe Beate,

ich habe Dich auch gesucht.

Das Miteinander mit den anderen Patientinnen in der Klinik habe ich auch sehr genossen, vor allem weil es ungezwungen war und jede sich immer zurückziehen konnte, wenn sie wollte.

Denkst Du über einen Umzug in eine andere Gegend nach, wo Du vielleicht mehr unter Leuten sein könntest, wenn Du es wolltest?

Ich wünsche Dir viel Kraft und Linderung von Deinen Beschwerden.

Alles Gute

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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Katharina » Samstag, 14.07.18, 14:38

Katharina hat geschrieben:
Samstag, 14.07.18, 10:39
Liebe Beate !

Ich finde es ernüchternd zu lesen, das auch als Selbstzahler kaum Unterschiede zu den Kassenleistungen gegeben zu sein scheinen.

Internetsucht auch mit AD wird neuerdings behandelt

( diesen Satz hatte ich nicht zuende geschrieben, ich tue es jetzt )

Zumindest ist es für mich nicht erklärbar, weshalb der körperliche Bereich vernachlässigt wird, bzw kaum angeboten.
Keine HWS - Behandlung, nicht eine klassische Wärmepackung.

Die Klinik heißt Psycho-Somatik.
Wo ist das somatische.

Keine Nachsorge für die erste Zeit Zuhause.

Jemand wie ich der ab und zu nur liegen kann, würde in die 'normale' Psychiatrie gezwungen werden.

Ein tolles Gesundheitssystem, in den wir leben,
Ich käme mir betrogen vor.

Für einen Tagessatz von X aus meinem Portemonnaie, evtl. Leihgabe, Kredit wie immer auch finanziert.

Kein Wunder dass Du Angst hast.

Schön, das die Gemeinschaft gut für Dich war und Du Kraft und Mut zum Autofahren hast,zum Einkaufen
eine Rückversicherung das Dein Bedürfnis wie Du leben möchtest und wird, untrügbar ist.
Du kannst Dich auf Dein Gefühl verlassen, Beate.
Die Erfahrung wird Dich tragen.

Diese Klinik sollte auf eine schwarze Liste, um keine Hoffnung zu verbreiten. Oder gar Geld darin zu investieren.
Schöne Scheinwelt.

Jemand schrieb hier in seinem thread über den Aufenthalt einer Tagesklinik,so in etwa:

"erstaunlich, viel Malen - kein oder kaum Gespräch - ".

Ich abgesehen vom zeitweiligen Liegen, tagelang
bis mittags sowieso, hätte für meine LWS Schmerzen
einen Osteopathen ins Haus kommen lassen müssen,
mich zu Tode rechtfertigen dann da auch noch, einmal mehr.
Selbst bezahlt, da meine Krankenkasse keinen Teilbetrag dazu zahlt zu der Osterpathie, ok, das tue ich hier auch und gern.

Ich hoffe nur noch eines, in meiner Situation:
niemals in eine Institution zu müssen.

Beate, ich wünsche Dir eine gute Heimfahrt.

Ich bin sicher Du wirst das positiv Erlebte
gut für Dich umzusetzen wissen.

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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Katharina » Samstag, 14.07.18, 14:39

(ich habe einen Satz vervollständigt, deshalb ist der ganze Text erneut vorhanden und gelb unterlegt, Gruß K.)
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Petunia » Samstag, 14.07.18, 19:54

liebe Lunetta und alle, die Ihr hier mitlest,

ja, habe einen neuen Nickname.

Jetzt ist das letzte Wochenende angebrochen vor meiner Entlassung kommenden Donnerstag. Leider geht's mir gar nicht gut, die körperlichen Symptome sind stark und sehr belastend.

Aber vielleicht ist das auch kein Wunder. ich habe wenig Vorstellung davon, wie es jetzt weitergehen soll. Habe das Gefühl, zurück ins Exil zu müssen. Aber hier bleiben will ich auch nicht mehr. Es ist genug mit der vielen Therapie. Das strengt mich so sehr an und das meiste halte ich einfach irgendwie durch.

Gelernt habe ich, dass ich trotz der Symptome doch mehr durchhalten kann als ich das zu Hause dachte. Allerdings macht es mich aggressiver, wenn es so viel wird. Weil es so anstrengend ist, mit diesem rasenden Kopf zu agieren.

Die Symptome verstärken sich sowohl bei positiven als auch bei negativen Sinnesreizen. ich fühle mich depressiv und überfordert

Aber es gab auch bessere Stunden hier und ich fahre ja etwas Auto und konnte auch wieder einkaufen gehen und mit den anderen Eis essen.

Die Gemeinschaft ausserhalb der Therapien tut schon sehr gut, das Lachen und Klönen.

Bewegen kann ich mich immer noch nicht viel. Habe sehr zugenommen. Das reguliert sich hoffentlich wieder, wenn ich wieder mit den Hunden gehen muss und normal esse
Hier gibt es viel zu viel süßes, täglich Dessert und Kuchen. aber es schmeckt so lecker und dann mag ich nicht drauf verzichten.

Das mit der Nachsorge klappt hier überhaupt nicht. ich hatte immer noch kein Gespräch mit der Sozialberatung.
Das macht mir Angst. Und auch Wut, denn Anlaufschwierigkeiten hin oder her, das müssen die hier doch auf die Reihe bekommen!

So fühle ich mich nach wie vor sehr allein und auf mich selbst gestellt. Das ist schwer für mich. Keinerlei Kontakt zur Familie.

Die anderen hier kehren zu ihren Partnern und Familien zurück. Ich nicht. Klar, ich sollte mich nicht vergleichen, aber das alleine Leben Müssen ist für mich nach wie vor sehr hart.

Aber irgendwie muss und wird es gehen. Trotz der Riesenangst davor.
Und der Angst davor, dass diese belastenden Symptome niemals weggehen.

Optimistisch kann ich gerade so gar nicht sein.

Die Therapie mit den Eseln war schön. Das hat gut geklappt und auch Spaß gemacht. Ein Esel ist zwar kein Pferd, aber Probleme im Umgang und beim Führen hatte ich mit ihnen nicht.

Ich umarme Euch und wünsche Euch ein gutes Wochenende. Wenn ich wieder zu Hause bin, kann ich auch wieder bei Euch mitlesen. Hier in der Klinik habe ich das nicht geschafft.

Alles Liebe Beate
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Petunia » Samstag, 14.07.18, 22:24

Sorry, das oben hab ich versehentlich doppelt gepostet.

gute Nacht Euch allen!

Beate
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Petunia » Dienstag, 17.07.18, 11:23

Hallo Ihr Lieben,

in zwei Tagen werde ich entlassen. Die Angst wächst.
Ich muss mir Struktur im Tagesablauf schaffen und hoffe, dass ich nicht seelisch abstürze, wenn ich plötzlich wieder allein bin.

Ja, ein Glück, ich habe die Hunde. Meine Nachbarn sind viel unterwegs und an den Wochenenden meistens weg im Sommer.

Sozialberatung hat immer noch nicht stattgefunden. Habe gestern um 22.00 Uhr aber immerhin eine Telefonnummer bekommen, wo ich nachher anrufe.

Fühle mich mal wieder allein gelassen. Aber ich hoffe die Kraft zu finden, allein für mich zu sorgen. Früher ging das doch auch!

Inzwischen habe ich versucht die Sozialberatung zu erreichen. Natürlich nur AB.

Was ich hier erfahren habe, ist, was ich trotz der Symptome dennoch aushalten und tun kann.
Natürlich war ich hier gezwungen in die Therapien zu gehen.

In der Gruppentherapie habe ich immer ein Yogakissen auf dem Schoß gehabt, auf das ich die Arme stützen konnte. Das erleichterte das Sitzen.
Dann haben sie die Kissen aus dem Raum entfernt. Daraufhin hab ich dann immer meine Black Roll mitgenommen.

In der Körperpsychotherapie konnte ich vieles nicht mitmachen wegen meiner Symptomatik. Bin immer mal rausgegangen, wenn mich das zu sehr genervt hat.
Kunsttherapie war ganz ok, tolle Therapeutin, aber insgesamt für mich dann zu viel Gerede.

Achtsamkeit und Meditation haben mir sehr gut getan, besonders auch die Lachanfälle in der Achtsamkeitsgruppe, wo oft ungewollte Situationskomik entstand.

Naja. Fühle mich immer wieder sehr derealisiert und von den Körpersymptoimen gequält. Deshalb bin ich gespannt, inwieweit ich zu Hause zu sozialen Kontakten fähig sein werde, wenn ich mich dazu immer erst ins Auto setzen und irgendwo hinfahren muss.
Hier brauche ich ja nur die Treppe runter zu gehen, wenn ich Kontakt möchte.

Toll war, dass wir nie mehr als 10 Patienten waren. Belastend, dass es in allen Räumen stark hallt, was für mich besonders beim Essen und in der an sich tollen Musiktherapie oft die Grenze zur Unerträglichkeit überschritten hat. Auch der Baulärm war zeitweise erheblich.

Es sollte wirklich spezielle Häuser für PP-Entzügler geben, wo sie etwas zur Ruhe kommen könnten, immer wieder einmal.
Wir alle wüssten schon, was wir da bräuchten, nicht wahr?

Trotz aller Widrigkeiten war es hier aber eine gute Zeit für mich.

Ganz liebe Grüße Beate
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von houelle1 » Dienstag, 17.07.18, 12:15

Liebe Beate :)

Wollte Dir nur mal wieder einen Gruß dalassen und Dir meine Bewunderung aussprechen wie 'taff' Du das in der Klinik durchgezogen hast.
Das ist ganz und gar nicht selbstverständlich.

Jetzt wünsch' ich Dir natürlich alle Kraft der Welt für 'da draußen*!! Hoffentlich findest Du ein gewisses Maß an Unterstützung

Alles Liebe für Dich - und Deine Wauzis natürlich :) Die werden sich auch auf dich freuen!!

Houelle
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Diagnosen: Angst und Depression gemischt, generalisierte Angststörung, Somatisierungsstörung, hypochondrische Störung

2008: erstmals Deanxit (1-0-0) für ca. 4 Monate, keine Absetzproblematik

Dezember 2014-Juni 2015: neuerlich Deanxit, Absetzversuch nach Auslassmethode
fehlgeschlgen, massive Verschlechterung der Symptomatik

Juli 15-September 15: Versuche mit Opipramol, Amitryptilin, Abilify, Mirtazapin, alles nicht vertragen. Über vier Wochen regelmäßig (2-3 Mal/Woche Tavor, 1 mg)

14.September 2015-29.September 2015, freiwilliger Psychiatrieaufenthalt: Buspiron (20 mg?) und Olanzapin (5mg), dann Lyrica (mg?) und Olanzapin. Lyrica nicht vertragen, massive Entfremdungsgefühle. Entlassungsmedikation: Olanzapin 10 mg, Cipralex 10 mg. (habe ich aber nie genommen)

Oktober 2015-Dezember 2015, ein Mal IMAP-Spritze (Fluspi): Dosierung?

Dezember 2015-Juli 2016: Deanxit selbstmächtig eindosiert, 3 Wochen super gefühlt, dann wegen massivem Schwindel und Derealisierung auf 3/4 reduziert, dann langsam auf die Hälfte. Hälfte wohl zu abrupt abgesetzt. Symptome: ständig wechselnd: zuerst große Erschöpfung, dann Aggression, Weinkrämpfe, dann Depressivität und Angst, permanente Reizüberflutung, ertrage Leute schwer. Seit 2 Monaten nicht arbeitsfähig

August 2016: 2 Tage Seroquel retard 50 mg (nur noch müde), 10 Tage Opipramol 50 mg, wegen aufkommender starker Zwangsgedanken Reduktion auf 25 mg, wegen Unruhe: auch Opi abgesetzt

Ende August: 1/2 Deanxit wieder eindosiert. Fühle mich etwas stabiler

seit 3.10.2016: 5 mg Cipralex. Fühle mich abgetötet und verzweifelt, massive Schlafstörungen, trotzdem auf 10 mg hochdosiert, Stabilisierung, allerdings alles 'verlangsamt', sehr starke Tagesmüdigkeit (um 17..00 zu Bett), was mit meine Beruf schwer vereinbar ist

ca. Februar 2017: Reduktion auf 5 mg (zu schnell, ich weiß), nichts gespürt, außer 2 Wochen Übelkeit

Februar 2017-Juni 2017: immer weiter 'runtergebröselt' (nicht nachmachen, da ungenau!!) bis 0.

Böses Erwachen Ende Juli 2017: Heulkrämpfe, starke Depressivität. Wiedereindosierung von 1,5 mg, Stabilisierung

25.10.2017: letzte Dosis genommmen seitdem auf 0: vier Wochen wunderbar, als wäre ich nie 'krank' gewesen. Dann schleichen sich Symptome ein, starke Stimmungsschwankungen, Alltagsbewältigung eher schwierig, aber auch Fenster. Ich war wohl zu schnell mit Absetzen, v.a. mit dem letzten Schritt, ca. 1 mg auf 0.

ca. seit Dez 2017: Verstärkung der Symptome.

seit Feb 2018: v.a. morgendliche Unruhe, verstärkte Ängste. Alltag wird schwieriger.

26. Februar 2018: Symptome zu stark; kaum Alltag möglich; dosiere 0,1 mg Escitalopram wieder ein

14.03. 2018: Lasse Esci wieder weg. Bluthochdruck und Panikattacken. Seitdem wieder auf 0. Fühle mich gerade gut.

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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Jofab » Dienstag, 17.07.18, 13:40

Liebe Beate,

ich kann dir deine Angst gut nachfühlen.

Und trotzdem glaube ich, dass dir die Klinik gut getan und sich auch etwas verändert hat, wenn
du wieder zuhause bist.

Du hast erfahren, dass dir viel mehr möglich war, als du es dir hättest vorstellen können.
Schwieriger ist es natürlich, sich zu motivieren.

Häuser für PP- Entzügige wären wunderbar ! Nur Menschen um sich zu haben, die in der gleichen Lage wären,
wo man keine Erklärungen, keine Entschuldigungen, keine Rechtfertigungen - keine Worte bräuchte !

Fast unvorstellbar ! Vielleicht wird es das eines Tages geben. Eigentlich eine Marktlücke !

Ich finde es unmöglich, dass es nicht besser mit der Sozialbetreuung klappt !
Aber das bekommst du auch allein hin !

Inzwischen hast du ( haben wir :) ) wieder 2 Monate geschafft !

Schön ist, dass du dich auf deine Wauzis freuen kannst - sie werden dich auch vermisst haben !
Besonders Suri wird froh sein, dich wieder zu spüren !

Alles Gute und ganz liebe Grüsse
Ilse
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Petunia » Dienstag, 17.07.18, 22:46

liebe Houelle, liebe Ilse,

vielen lieben Dank!

Ja, ein bissl stolz bin ich schon, was ich hier in der Klinik geschafft habe. Ich bin durch viele Wechselbäder gegangen, heulend in Gruppen zusammengebrochen, musste nachts mehrfach klingeln, weil ich so starke Schmerzen hatte und so tödlich verzweifelt war.

Es hat sich wirklich was verändert durch die Therapien. und durch die vielen positiven Rückmeldungen, die ich von Patienten und Therapeuten bekommen habe.
Heute hatte ich so wenig Energie und Kraft für die Körpertherapie-Gruppe.

Und dann durften wir nach dem warm-up wünschen, was wir machen möchten. Und mir fiel spontan ein, dass ich gerne die Gruppe anleiten wollte, zeigen, was ein Teil meiner Arbeit war, bevor ich in den Entzug geriet.

Ich habe nicht damit gerechnet, aber ich durfte es machen!
Es hat mir richtig Spaß gemacht, obwohl mein Kopf fürchterlich war und der Schwindel und das seltsame Sehen.

Hat hier im Haus schnell die Runde gemacht, dass ich die Gruppe angeleitet habe. Die war allerdings keine wirkliche Gruppe, denn wegen der heutigen zwei Entlassungen bestand sie nur aus einem Mitpatienten , der Therapeutin und mir. Sehr übersichtlich. Aber immerhin.

Zwar habe ich stark gespürt, dass der Weg zurück zu zuverlässigem und sicheren Arbeiten noch weit ist, aber es war eine sehr positive Erfahrung.

Heute habe ich sehr viel geredet. Das strengt unheimlich an und triggert meinen Kopf sehr stark. Es dauert noch, bis ich einschlafen kann. Obwohl ich letzte Nacht nur drei Stunden geschlafen habe.

Schauen wir mal, wie die nächste Nacht wird.
Habt Ihr auch eine erholsame Nacht

Alles Liebe Beate
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von houelle1 » Donnerstag, 19.07.18, 14:28

Liebe Beate :)

da höre ich viel (berechtigten) Stolz, viel Kraft aus Deinen Zeilen. Schön, dass die Gruppe anzuleiten, für Dich eine so stärkende Erfahrung war! Das klingt sehr gut ! :)

Ich hoffe, dass es Dir heute (?) erstmals wieder zu Hause den Umständen entsprechend wohl ergeht.

Weil ich glaube, dass sich sicher viele aus dem Forum dem anschließen: auf dem Tisch in Deiner Wohnung steht schon ein großer, bunter, virtueller Blumenstrauss für Dich - von uns allen :)

:laola:

Das Beste,

Houelle
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2008: erstmals Deanxit (1-0-0) für ca. 4 Monate, keine Absetzproblematik

Dezember 2014-Juni 2015: neuerlich Deanxit, Absetzversuch nach Auslassmethode
fehlgeschlgen, massive Verschlechterung der Symptomatik

Juli 15-September 15: Versuche mit Opipramol, Amitryptilin, Abilify, Mirtazapin, alles nicht vertragen. Über vier Wochen regelmäßig (2-3 Mal/Woche Tavor, 1 mg)

14.September 2015-29.September 2015, freiwilliger Psychiatrieaufenthalt: Buspiron (20 mg?) und Olanzapin (5mg), dann Lyrica (mg?) und Olanzapin. Lyrica nicht vertragen, massive Entfremdungsgefühle. Entlassungsmedikation: Olanzapin 10 mg, Cipralex 10 mg. (habe ich aber nie genommen)

Oktober 2015-Dezember 2015, ein Mal IMAP-Spritze (Fluspi): Dosierung?

Dezember 2015-Juli 2016: Deanxit selbstmächtig eindosiert, 3 Wochen super gefühlt, dann wegen massivem Schwindel und Derealisierung auf 3/4 reduziert, dann langsam auf die Hälfte. Hälfte wohl zu abrupt abgesetzt. Symptome: ständig wechselnd: zuerst große Erschöpfung, dann Aggression, Weinkrämpfe, dann Depressivität und Angst, permanente Reizüberflutung, ertrage Leute schwer. Seit 2 Monaten nicht arbeitsfähig

August 2016: 2 Tage Seroquel retard 50 mg (nur noch müde), 10 Tage Opipramol 50 mg, wegen aufkommender starker Zwangsgedanken Reduktion auf 25 mg, wegen Unruhe: auch Opi abgesetzt

Ende August: 1/2 Deanxit wieder eindosiert. Fühle mich etwas stabiler

seit 3.10.2016: 5 mg Cipralex. Fühle mich abgetötet und verzweifelt, massive Schlafstörungen, trotzdem auf 10 mg hochdosiert, Stabilisierung, allerdings alles 'verlangsamt', sehr starke Tagesmüdigkeit (um 17..00 zu Bett), was mit meine Beruf schwer vereinbar ist

ca. Februar 2017: Reduktion auf 5 mg (zu schnell, ich weiß), nichts gespürt, außer 2 Wochen Übelkeit

Februar 2017-Juni 2017: immer weiter 'runtergebröselt' (nicht nachmachen, da ungenau!!) bis 0.

Böses Erwachen Ende Juli 2017: Heulkrämpfe, starke Depressivität. Wiedereindosierung von 1,5 mg, Stabilisierung

25.10.2017: letzte Dosis genommmen seitdem auf 0: vier Wochen wunderbar, als wäre ich nie 'krank' gewesen. Dann schleichen sich Symptome ein, starke Stimmungsschwankungen, Alltagsbewältigung eher schwierig, aber auch Fenster. Ich war wohl zu schnell mit Absetzen, v.a. mit dem letzten Schritt, ca. 1 mg auf 0.

ca. seit Dez 2017: Verstärkung der Symptome.

seit Feb 2018: v.a. morgendliche Unruhe, verstärkte Ängste. Alltag wird schwieriger.

26. Februar 2018: Symptome zu stark; kaum Alltag möglich; dosiere 0,1 mg Escitalopram wieder ein

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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von padma » Donnerstag, 19.07.18, 19:22

liebe Beate, :)

willkommen zuhause.

Ich stecke auch mit ein paar Blumen in deinen virtuellen Blumenstrauss.
Bestimmt bist du schon ganz nass geschlappert von deinen Hunden, vor lauter Wiedersehensfreude.

gutes Ankommen zuhause, :hug:
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Petunia » Samstag, 21.07.18, 12:04

liebe Houelle, liebe Padma,

vielen lieben Dank für die schönen virtuellen Blumen zur Begrüßung in meiner Wohnung! Ich habe mich sehr darüber gefreut.

gestern Nachmittag bin ich nun wieder hier eingetroffen mit den Wauzis, und meine Nachbarn haben mich ganz lieb begrüßt. Der Sohn hat mir ein Fotoalbum gemacht mit ganz vielen Bildern der ganzen Familie und auch mit den Hunden dabei. Sowas schönes! das hat mich sehr gerührt.

Die Kinder haben auch bei mir übernachtet.

Ich war völlig platt nach den anstrengenden Abschiedstagen und der Fahrt bei dieser unsäglichen Hitze. Aber es fühlte sich gut an, obwohl ich beim Fahren derart unscharf gesehen habe, dass ich mich extrem konzentrieren musste.

heute sehe ich wieder normal! hab allerdings starke Kopfschmerzen, bin damit nach sensationellen 7 Stunden Schlaf aufgewacht und konnte vor Schwindel erstmal gar nicht aufstehen.

Dann hab ich aber einen 50-minütigen Hundespaziergang durch den Regen gemacht und ganz gut hinbekommen. Jetzt ruhe ich mich aus davon.

Mal sehen, wie das nun weitergeht. Für heute habe ich keinen Plan, ich werde sehen, was sich ergibt . muss noch auspacken und sowas alles.

Ich wünsche Euch allen einen friedlichen Tag
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Guglhupf » Samstag, 21.07.18, 14:20

Wow liebe Beate :)

ein 50-minütiger Hundespaziergang das ist ja großartig, vor deinem Aufenthalt war jede Minute unerträglich und jetzt schaffst du schon fast eine Stunde :) da hat sich schon sehr viel zum Positiven verändert.

Natürlich ist es noch ein langer Weg und lange nicht gut, aber ich denke die Basis hat sich schon deutlich positiv verändert.

Ich wünsche dir dass es so weitergeht und du Schritt für Schritt in ein gutes selbstständiges Leben zurückfinden kannst.

Ganz liebe Grüße,
Anna :hug:
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lunetta
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von lunetta » Samstag, 21.07.18, 18:56

Hallo und willkommen wieder daheim;)

Das liest sich um so Vieles besser:)

Du schaffst schon sooooo viel! Freu mich sehr drüber!

GLG
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Petunia » Montag, 23.07.18, 10:34

Liebe Anna, liebe Lunetta,

vielen lieben Dank!

Leider bin ich jetzt doch wieder ziemlich eingebrochen in der Wohnung. Aber das war mir klar, es ist eine Riesenumstellung wieder allein zu sein.

Aber die Hundespaziergänge bekomme ich hin. Zweimal täglich ca. 45 Minuten. Es ist schwer, aber es geht bis jetzt. Einmal am Tag fahre ich auch mit dem Auto woanders hin, wo es schöner zu gehen ist und ich vielleicht auch jemandem begegne.

Heute bin ich drei Frauen mit Hunden begegnet. Ein Anfang.

Ansonsten erschlägt mich das hier in der Wohnung. Es gibt eben nicht mehr diese Ablenkung von den Symptomen, die ja nach wie vor stark und dauerhaft da sind. Und es ist totenstill, wenn die Nachbarn nicht da sind.

Vielleicht schaffe ich es später nochmal wegzufahren.

Vielleicht finde ich ja doch eine Selbsthilfegruppe oder sowas ähnliches zum Austausch. Es ist nicht gut, den ganzen Tag allein zu sein bis auf kurze Besuche der Nachbarskinder.

Da kommen die Verzweiflung und das Gefühl des Ausgestoßenseins ganz schnell wieder.

Ich wünsche Euch allen einen möglichst guten Tag
Alles Liebe Beate
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Muryell » Montag, 23.07.18, 10:41

Liebe Beate,

ich wünsche Dir weiterhin viel Kraft.

Liebe Grüße

Muryell
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Petunia » Montag, 23.07.18, 12:25

Liebe Muryell,

Ganz lieben Dank!

Das wünsche ich Dir auch!

Das Grauen im Körper hat mich wieder so sehr ergriffen. Und ich frage mich, ob das wirklich noch Entzug ist. Denn in der Klinik ging es mir zwar auch niemals wirklich gut, aber das hier ist jetzt wieder so viel schlimmer. Seelisch auch. Ich weiss gar nicht, was ich tun soll. Sitze hier, habe versucht, in den Kisten meine Unterlagen zu suchen, die ich für die Scheidung brauche,
Nichts gefunden. Und sofort Panik und totale Überforderung. Gepaart mir diesem grausamen Gefühl in Hals und Rücken.

Gestern bei meiner Schwester habe ich zum ersten Mal nach langer Zeit meine Mutter gesehen. Niemand fragte mich, wie es mir geht, sie sowieso nicht. Ich habe plötzlich so gezittert, dass ich den Teller nicht mehr halten konnte. Fluchtartig musste ich gehen, mein Kopf raste und ich bin regelrecht ausgetickt.

Davon habe ich mich auch noch nicht wieder erholt. Es ist, als sei ich nie in der Klinik gewesen. Das macht mich ganz fertig.

Natürlich hat mich auch niemand mehr angerufen nach diesem Vorfall. Habe das zwar auch nicht erwartet, aber ich sollte endlich aufhören mir das zu wünschen. Das bringt mich nicht weiter.

Es ist wirklich dringend, dass ich mir Gesellschaft, Kontakte suche. Sonst bin ich ganz schnell wieder in dieser Einsamkeitsfalle. Wenn doch nur mein Körper nicht so spinnen würde. Ich schaffe es nicht, das zu beeinflussen. Bin mir selbst so fremd in diesem Zustand. Alles wie gehabt.

Aber ich fahre Auto. Das hoffe ich mir erhalten zu können. Ich muss hier täglich mindestens einmal raus, sonst heule ich nur noch. Im Grunde ist mir nur nach Liegen. Aber das bringt nichts. Da werde ich dann noch unruhiger.

Ach ja.. Hoffentlich geht der Tag bald rum.

Alles Liebe für Dich und Euch
Beate
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Muryell » Montag, 23.07.18, 13:18

Liebe Beate,

ich verstehe das Verhalten Deiner Familie nicht. Nicht mal fragen, wie es Dir geht?! :o :shock:

Da denke ich, Abstand ist das beste für Dich!

Ich wünsche Dir, dass Du bald Menschen um Dich haben wirst, die es gut mit Dir meinen. Deine Nachbarn scheinen schon sehr liebe Menschen zu sein. :) Das hast Du verdient!

Alles Gute :hug:

Muryell
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Jofab » Montag, 23.07.18, 13:40

Liebe Beate,

kenn das Grauen, allein in der Wohnung ja auch nur zu gut !

Der Entzug verstärkt sich sicher noch durch dieses Alleinsein. Das ist ein Teufelskreis - das Eine bedingt das Andere !
Der einzige Trost, mich nicht ganz so abgeschnitten zu fühlen, ist das Forum. :pillowtalk:

Meine Meinung zu deiner Familie habe ich dir ja schon geschrieben.
Es ist mir unbegreiflich, wie man so grausam sein kann.

Aber sie können sich diese Verzweiflung nicht vorstellen ! Sie denken, dass du einfach zuhause bist und
nicht arbeiten kannst.

Hoffentlich findest du eine Möglichkeit, ein paar Kontakte zu knüpfen. Ich wünsch es dir sehr !

Alles Liebe :hug:
Ilse
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