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Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

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Katharina
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Katharina » Mittwoch, 01.08.18, 23:53

Liebe Beate,

Ich habe leider gar nichts im Kopf und nichts im Gefühl.

Ich weiß aber weil ich es erinnere, das ich eine Menge bereit bin zu tragen außer einer Sache:

( Entschuldigung ich drücke mich aus wie jemand der sich noch nie aus gedrückt hat ich kann nicht anders überließ klick weiter )

Ich ertrage es nicht, wenn ich nicht weiß
was mit mir los ist.

In dem Moment laufe ich los oder suche im WWW.

Ich muss einigermaßen verstehen weshalb fühle ich mich so, wie ich mich fühle

oder in meinem Fall
nicht fühle nichts fühle mich nicht fühle
mein 'Theater', wie ich es nenne.


Dadurch erfahre ich Erleichterung und kann weiter.
Oder stehen bleiben u zuwarten

Ich muss das wissen oder zumindest auf dem Weg sein,
es zu erkunden.

Kann Deine Therapeuten mit Dir

- immer falls das bei Dir anklingt es sind ausschließlich meine Überlegungen -

wie über einen Puzzle schauen was bedeutet dies Gefühl

(nur als Beispiel ):

- Verlassenheit

- alleine nicht ich weiß nicht alleine nicht
? 'können'

- alleine furchtsam sein
- allein blockiert, aber was weshalb
- allein ist schlimm

- bekomme ich keinen Rückruf ist das 'schlimm'
beängstigend, beunruhigend, irreführend

Ich weiß es nicht.

Ich habe mir eine Liste mit ?
gemacht und diese stumpf abgelesen.

Ich habe angehört was dazu gesagt u vorgeschlagen wurde.

Da ich Aussetzer habe,habe ich mir kurz die Antwort mit notiert.

Das lasse ich dann sacken
Ob das etwas nachhallen kann.

Oft ist es Unsicherheit.
Unsicherheit ist Angst
Angst wovor.

Gibt es diese Angst im allgemeinen.
In anderen Menschen.
In welchen Situationen.

Was bedeutet DAS !
Danach bin ich oft im Leben auf der Suche.

Ich schreibe immer wieder ich möchte keine Diagnose
im Sinne des Diagnose Schema Fc z10
oder so ähnlich

Ich wollte hören ich hatte gefragt, und bekam die Antwort:
GABA usw

Gut;
und schlecht

denn etwas zu 'haben' bedeutet eine Last extra.

Ich wollte sie um etwas zuordnen zu können.
Ich war erschrocken: Aha das kommt durch GABA

Nach ein paar Tagen war mir die GABA-Sache egal
da nichts zu tun gibt.
Wie einst die Hepatitis als es keine Medikamente hab.
Da hatte ich Hepatitis und habe nicht darüber nach gedacht okay Ernährung

Ich weiß nicht ob ich mich beschreiben kann.

Gestern habe ich jemanden anderes gefragt
ob er das kennen würde von anderen Menschen.
Ich bekam ein Beispiel.
Das hat mich beruhigt

Beruhigt.
Das bedeutet was.
Abnahme der Angst.

Es kann also GABA heissen grob umrissen mehr gehört hier nicht hin
es kann eine Absetz-Reaktion sein
es kann eine patogene Lähmung sein
es kann dissoziative Ausfall was weiß ich dass war es mir bis auf die Unterwäsche zu heiß da in der Praxis umfallen nein raus danke ich komme wieder.

(Und bringe meinen Kl Ventilator mit.)

Wer anderes meint:
wenn sie nach wie vor 40mg statt 10mg einnehmen würden
wäre es unwahrscheinlich dass sie in diese 'Zustände' einmal hinein geraten würden
2tens nicht in den Ausmaß
und nicht in der Länge also tagelang.

So. Der Rest erschließt sich mir aufgrund meiner Erfahrung und nun 'ist es so wie es ist.

Das die Hitze,Familie KH,
umkippen, Bekannter totkrank etc
Wasser Rohr Wasser id Wohnung:
das Leben eben dazu kommen ist logisch.

Nun lasse ich die Puzzle Teile da
und kann aufhören zu:
? Was ist los.

Ist das der Wahnsinn ? habe ich den Vertreter / Ferien gefragt?
Was passiert mir hier wem noch und nun ?

Jetzt ist es wie es ist.
Ich habe nichts womit ich 'es' verändern kann anwenden begünstigen

Doch! Stressoren fern halten !

Die Krankenkasse: wir haben sie anrufen
angeschrieben kein AB nichts.
sie antworten nicht.
Ich: es geht mir schlecht. Punkt.

Zahnarzt wenn sie nicht ...
Ich: ich kann nicht.
Dann können wir eben nicht.

XYZ wieso ...
Ich:Geht nicht anders.
Wie lange?
ICH WEISS DASS NICHT.

Passt nicht - Nix Neues.
Informiere dich.

Ende.

Beate das klingt eiskalt.
Das bin ich.
Auch.

Weder"schön" für mich gewiss nicht.
Na logisch für die anderen auch nicht.

Aber zuerst ist es nicht schön für mich.
Und kein ad hoc und es ist vorbei.

Damit ist es wieder wie es ist.

Entweder bekomme ich Respekt /Akzeptanz
oder eben nicht.

Dann ist es auch wie es ist.

Ich kämpfe nicht
ich will nichts
es ist wie es ist.

Schokolade Chips Banane klappt der Zucker und tschüss.

Ich habe sowieso nie 'den anderen' gepasst.
Dafür war ich viel zu 'schräg' zu 'komisch irgendwie'

zu gestört.
Von außen gestört worden,
gewiss nicht von mir.

Weder durch mein Tun nochbdurch mein Unterlassen

Nur auf diese Art komme ich in meine Ruhe.
Fehlt die kein Schlaf kein Schlaf PP.
Das war's dann.

Das ist meine Strategie in dieser Zeit
Die ist jederzeit abänderbar.

Ich wäre dir Kraft
Katharina
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Petunia » Donnerstag, 02.08.18, 8:50

liebe Katharina,

ich danke Dir sehr, dass Du mir so schreibst, wie es bei Dir ist. Es macht mich auch sehr traurig. Ich empfinde Dich nicht als kalt, auch wenn Du Dich gefühllos fühlst.

Es ist wie es ist.
akzeptieren. Bitter, aber was bleibt denn anderes übrig?

Das Leben tobt um einen herum, egal, wie es einem geht. Sich abgrenzen können ist hilfreich.

Ich kann Dich nachvollziehen, sicher nicht ganz so, wie es tatsächlich in Dir ist, weil ich das selbst nicht so kenne. Aber ich habe großen Respekt und möchte gleichzeitig für Dich da sein irgendwie, auch wenn das gar nicht so geht.

Die Idee mit der Liste ist gut. Vielleicht hilft es mir weiter, wenn ich morgen zu der Psychiaterin gehe. Ich brauche von ihr auch ein Attest wegen der Scheidung.

Denn es ist tatsächlich so auch bei mir, das merke ich, wenn ich Dich lese. Ich komme selbst nicht darauf.

Das wäre auch so ein Punkt: wieso komme ich nicht selbst drauf, was für Fragen in mir stecken?

warum ist das so, dass ich alleine völlig einbreche?

Es war nicht immer so. Nicht mein ganzes Leben lang

Aber als Kind schon. Da war ich aber allein innerhalb einer großen Familie.

Vielleicht komme ich mit der Psychiaterin drauf.

In der Klinik habe ich nichts neues erfahren. Ein paar Dinge weiss ich ja. Das möchte ich jetzt hier aber nicht schreiben.

Eigentlich müsste ich nicht so viel Angst haben. Das ist mir bewusst. Das weiß fast jeder, der so viel Angst hat, die über ein normales Mass hinausgeht, denke ich.

Liebe Katharina,
Du schreibst Du fühlst nichts und dennoch ist da so viel in Dir, so viel Mitgefühl mit uns anderen hier. Du findest so kluge warme Worte, so kommt es jedenfalls bei mir an.

Ich bin traurig, dass es so ist, wie es ist. Vielleicht wäre es besser, nicht traurig darüber zu sein.
Und ich wünsche Dir so sehr, dass Deine Situation wieder besser wird.

Alles Liebe
Beate
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Katharina » Donnerstag, 02.08.18, 13:45

Liebe Beate,

Dann notiere dir Angst Fragen als du Kind warst
Stichpunkte Stichworte

Mache Dir keine traurigen gegangen wie es xxxx geht
das ist überflüssig kraftzehrend

denk an dich

Gruß Katharina
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Petunia » Donnerstag, 02.08.18, 17:37

Danke Dir, liebe Katharina, das mache ich.

Alles Liebe Beate
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Petunia » Samstag, 04.08.18, 12:45

Hallo Ihr Lieben,

es geht nach wie vor schlecht.

Psychiaterin meinte am Freitag:
keine PTBS, bei Depressionen kommen einem auch schlechte Erinnerungen. Die hat ja im Grunde fast jeder.

Da sass ich mit meiner Liste, die ich geschrieben hatte
und war wie gelähmt. Es war aber auch unglaublich heiß und stickig im Raum. Morgens um 9!!

Gruppen findet sie auch gut zwecks Austausch.
Ich hätte so gute Ressourcen, sei sympathisch und offen. Ob ich nicht mal überlegen will, wieder eine Gruppe anzuleiten mit somatischen Übungen?
Scheidung durchziehen wird nochmal schwer. Aber vielleicht geht's mir besser, wenn die durch ist.
Ich sei halt sehr gebeutelt und gekränkt worden, da dauert dieser Neuanfang besonders lange im Vergleich zu den bisherigen.

Nächster Termin 21.9. nach der Urlaubszeit. Keine Vertretung. .

Aber ich kann seit drei Tagen trotz der Hitze nicht duschen!
Wie soll ich da eine Gruppe anleiten? Bin ich so negativ? Eher entmutigt.

Heute früh bin ich zum Stall und danach zu meiner Bekannten gefahren. Es war der pure Horror. Ja, ich hab's geschafft. Aber die Umstände waren einfach das Grauen schlechthin. Das macht keinen Spaß und ermutigt mich nicht zu mehr. Es kostet mich alle Kraft, die ich habe. Und ich bin froh, wenn ich unfallfrei ankomme.

In der Stadt und auf der Autobahn könnte ich nicht fahren mit den Augenproblemen. Auf der Landstraße ohne viel Verkehr geht's einigermaßen, da gibt's nicht so viele Reize.
Ich musste tanken. Konnte kaum stehen da und musste mich so doll konzentrieren, das überhaupt zu bewältigen. Da wird das Bezahlen zu einer Riesenaufgabe. Normal reden, als wäre nichts. Eigentlich ist das ja gut.
Aber doch ein Wahnsinn.

Die Psychiaterin hat gesagt, ich solle mir keine Sorgen machen, ich sei ganz normal. Das hat mich etwas beruhigt. Wenn ich auch innerlich dachte, wenn Du wüsstest!

Jetzt bin ich bei meiner Bekannten, sie ist noch unterwegs. Später sind wir bei der Nachbarin zum Grillen eingeladen. Ich sollte mich doch freuen. Geht aber nicht. Da freut sich nichts in mir. Bin nur auf Durchhalten programmiert.

Das funktioniert hoffentlich auch weiterhin.

Ich kann im Kühlen liegen. Das ist mein Universum.

Wir halten alle durch.
Es ist nur eine Hitzewelle, nichts weiter, könnte man sich sagen.

Alles Liebe Beate
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Guglhupf » Samstag, 04.08.18, 13:26

Hallo liebe Beate :)

ich finde das hört sich ganz gut an, was die Dame sagt. Und auch wenn du darunter sehr zu leiden hast - vor noch zwei Monaten hättest du dir gar nicht zugetraut, dass du je wieder Autofahren könntest. Du bist ein ganzes Stück selbstständiger geworden - ein großer positiver Schritt. Ich weiß das ist kein wirklicher Trost - aber du musstest bei 5mg sofort absetzen - ich kann also sehr gut nachvollziehen, dass du noch immer unter solchen Symptomen zu leiden hast. Ich bin innerhalb 1 Jahres von 5mg auf nur 2,7mg runter und der letzte Schritt hat auch mir wieder jede Menge Unsicherheit und Angst beschert. Dein Körper leistet - unter den zusätzlichen Belastungen die du zu ertragen hast - Schwerstarbeit und kämpft darum, dir wieder ein normales Leben zu ermöglichen :-)

Ich weiß aber auch, dass sich das alles schöner anhört als es in der Realität ist, trotzdem sind es Tatsachen. Wenn ich wieder in einer Welle bin kann ich auch nicht glauben, dass das alles je besser werden kann. Und kaum ist ein Fenster da bin ich der glücklichste Mensch und freu mich, dass es doch möglich ist. Leider kann ich die guten Gefühle eines Fensters nicht in die Welle mitnehmen, so können wir alle nur warten und das beste daraus machen.

Ich sehe bei dir jedenfalls einen großen Schritt nach vorne und wünsche dir sehr, dass du ihn auch als solchen spüren kannst. Ich weiß, wenn einen die Symptome so plagen hat man für positives kaum Ressourcen. Trotzdem sehe ich aus meiner beobachtenden Position eine deutliche Verbesserung :)

Alles Liebe und weiterhin viel Durchhaltevermögen,
Anna :hug:
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Petunia » Samstag, 04.08.18, 17:47

Liebe Anna, vielen Dank!

Gut, dass Du das siehst

Im Moment habe ich wieder das Gefühl absoluter Unerträglichkeit im Kopf und Rücken. Ich brauche irgendwie dringend Hilfe oder irgendwie Zuwendung.
Aber man kann ja nirgends hin, wo man dann nicht zu Aktivitäten gezwungen wird.

Ich habe jetzt den ganzen Nachmittag mit meiner Bekannten und ihrer Nachbarin im Zigarettenqualm gesessen im zumindest kühlen Wohnzimmer. Viele Horrorgeschichten über verlorene Seelen. Ich werde verrückt davon. Ich will weg, aber mir geht's zu schlecht und ich weiß auch nicht wohin.

Mein Körper soll damit aufhören! Ich ertrage es nicht. Es ist richtig schlimm, mein Darm spinnt auch total. Ich traue mich nicht was zu sagen. Denn ich könnte nur sagen, ich kann überhaupt nicht mehr. Ich ertrage dieses Leben nicht. Ich bräuchte mal jemanden, der mich in den Arm nimmt und ein bisschen hält.

Ob das helfen würde weiß ich nicht. Es hilft ja einfach gar nichts. Das Grusel ist überwältigend.

was soll ich nur tun?

Ich muss morgen irgendwie wieder zurück. Und dann?

Ich weiß, Ihr könnt mir auch nicht helfen, nichts raten.

Objektiv bin ich in Sicherheit momentan Aber ich spüre nur die körperlichen Beschwerden und eine unsägliche Furcht. Die ist wirklich schlimm

Seit Monaten kann man doch nur sagen, es wird irgendwann besser. Aber ich kann es nicht mehr glauben.

Völlig verzweifelt.

Liebe Grüße Beate
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Muryell » Samstag, 04.08.18, 17:53

Liebe Beate,

Du weißt, dass ich auch verzweifelt bin.

Aber die Leute, die weiter als wir sind, sagen alle, dass es vorbei geht.

Irgendwann sind wir auch soweit, dass wir hier anderen Mut machen werden. Wir werden diesen Albtraum hinter uns lassen.

Mitfühlende Grüße
:hug:
Muryell
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Petunia » Samstag, 04.08.18, 19:47

Danke liebe Muryell.

Mein Gott, es ist wirklich sehr schlimm.

Ich zittere und vibriere und fürchte mich so sehr.

Den ganzen Tag schon dieser Zustand.

kann die verkrampften Muskeln nicht loslassen.

Liege inzwischen im Bett. konnte nimmer.

Ich spüre auch, dass ich nicht richtig ausatmen kann

Hab mich wohl zu sehr zusammengerissen den ganzen Tag.

ist Dein Mann da und kann ein bisschen Deine Hand halten?

Ich konzentriere mich jetzt darauf, langsam und leise auszuatmen, länger als ich einatme. Und hoffe, dass ich mich dann entspannen kann.

Vielleicht hilft Dir das ja auch?

Alles Liebe!

Beate
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Muryell » Samstag, 04.08.18, 20:41

Liebe Beate,

ich kenne dieses Vibrieren. Furchtbar.

Mein Mann ist zum Glück da. Ich habe ihn aber vorhin rausgeschickt, damit er eine Pause hat. Er war sehr aufgeregt.

Er sagt, er hält nichts davon, wenn wir ärztliche Hilfe suchen. „Du würdest wieder in eine Mühle kommen, die alles nir schlimmer machen würde“, waren seine Worte. Wo er recht hat, hat er recht.

Ich habe Koordinationsprobleme.

Ich wünsche, Du kannst Dich etwas erholen.

Liebe Grüße und gute Besserung

Muryell
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von lakeSonne1 » Samstag, 04.08.18, 21:23

Petunia hat geschrieben:
Samstag, 04.08.18, 17:47

Im Moment habe ich wieder das Gefühl absoluter Unerträglichkeit im Kopf und Rücken. Ich brauche irgendwie dringend Hilfe oder irgendwie Zuwendung.
...
Mein Körper soll damit aufhören! Ich ertrage es nicht. Es ist richtig schlimm, mein Darm spinnt auch total. Ich traue mich nicht was zu sagen. Denn ich könnte nur sagen, ich kann überhaupt nicht mehr. Ich ertrage dieses Leben nicht. Ich bräuchte mal jemanden, der mich in den Arm nimmt und ein bisschen hält.
Ob das helfen würde weiß ich nicht. Es hilft ja einfach gar nichts. Das Grusel ist überwältigend.
...
Objektiv bin ich in Sicherheit momentan Aber ich spüre nur die körperlichen Beschwerden und eine unsägliche Furcht. Die ist wirklich schlimm
hi Petunia :) ,

oweia :( !!! Das hört sich schlimm an!
Ich muss dir einfach schreiben und sagen, daß ich das kenne!!
Ich empfand genauso schlimme Dinge und man kann sie einfach nicht abschütteln...sie sind ja in einem drin.
Bei mir wars eine Depression, die mich diese grußeligen Empfindungen hat spüren lassen...Ich war ja so was von am :censored: !!!
Letztendlich wars dann das Citalopram, dass mich da rausgeholt hat (auch wenn das viele nicht hören wollen: es hat gewirkt.), wenn auch unter massiven Nebenwirkungen, aber die habe ich damals ohne mit der Wimper zu zucken gegen die Depri-Grußel-Gefühle eingetauscht.
Mein "Fehler" war damal nur, es nicht rechtzeitig und laaaangsam wieder abgesetzt zu haben und nun in diesem SSRI-Absetz-Albtraum gefangen bin, aber das ist ein anderes Thema. Ich sag nur: Miese ärztliche Beratung.

Was ich einfach sagen wollte: Immer wenn du sowas schreibst...Ich fühle mit dir, denn ich WEISS, wie es ist da drin zu stecken.

Ich kann dir nur sagen: Es wird vorbeigehen und es wird dich nicht umbringen. Das ist ja schon mal was.
Inwieweit du medikamentöse Unterstützung verträgst/brauchst kannst wohl nur du selbst beantworten.
Da du aber durch den Kaltenzug von Citalopram da reingekommen bist, gibt es ja auch die Option der Mini-Eindosierung (natürlich ärztlich engmaschig Überwacht wg. QT).

Gruß :hug: ,
lake
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Diagnose:Angst,PA Sommer 2010
Medi: Citalopram 20 mg, Eindosiert über 4 Wochen , war ok. sonstige Medis: Pantoprazol 20mg abends
2012: Erster misslungener Absetzversuch
2016: 20.3.16 -3.9.16 von 20 auf 15mg
ABDOSIER-PAUSE: 3.9.2016 - 2.3.2017: 15mg
2017:
► Text zeigen
2018:
2.1.18: 10,0mg
.....Tag 1-15 Tag läuft sehr gut
.....Tag 17-20: Übelkeit / Brain Fog, neuro Emos, Einschlafstörung (Cortisolausschüttung) mit dicken, geröteten Händen
.....Tag21-22: Angst, Panik, Neuro-Emos
12.3.18: 9,3mg
.....Tag 1-7 alles ok
.....Tag 8: zurück auf 9,5mg wg. starken Symptomen (Matschbirne, PA, Übelkeit, Zaps, Schlapp)
.....Tag 8-12 Heftige Symptome: Matschbirne, Zaps, PAs
.....13-30 ok
21.4.18: 8,9mg (d.h. Reduktion um 0,6mg)
.....Tag 0-5 ok
.....Tag 6: Neuro Aggressionen, Kopf+Nackenschmerzen, leichte Migräne
.....Tag 7-10 ok
.....Tag 10-16: heiße, dicke und rote Hände beim einschlafen und aufwachen, Migräne, Übelkeit, Matschbirne, Bodyzaps, Übelkeit, Nadelstiche auf Haut, Sehstörungen
.....Tag 17-21: heisse Hände bei Einschlafen
.....Tag 22-23: Angstzustände, leichte Depri
2.6.18: 8,8mg Cita
9.6.18: 8,7mg Cita
15.6.18: Medi-Plan Änderung: Thyronajod auf 25 (von ehemals 50)
20.6.18: 8,6mg Cita
16.7.18: Medi-Plan Änderung: Thyronajod auf 0
17.7.18: 8,5mg Cita: wegen Thyronajod absetzten nur langsames, vorsichtiges Absetzten des Cita. Will Körper nicht überfordern
23.7.18 8,4mg Cita
9.8.18 8,3mg Cita
14.8.18: 8,2mg Cita
26.8.18: 8,1mg Cita

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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Petunia » Samstag, 04.08.18, 21:44

Danke, liebe Muryell, das wünsche ich Dir auch!

Gut, dass Dein Mann so umsichtig ist.
Die Ärztemühle ist wohl wirklich das denkbar schlechteste, was uns passieren kann.

Deshalb habe ich auch keinen Arzt gerufen.

Ich lag einfach im Bett, die Hunde haben sich beide mit Körperkontakt zu mir gelegt. Ich habe geatmet. Die Muskeln am Rücken fingen brutal an zu schmerzen. Das ist aber besser als das Gruselgefühl, so seltsam sich das anhört.

Denn die Schmerzen sind der erste Schritt zur Linderung. Mit ihnen kann ich was anfangen. Ich habe weiter geatmet, länger aus als ein, kurze Pause nach dem Ausatmen, keine Pause nach dem Einatmen.

So ganz allmählich komme ich zur Ruhe. Chance, irgendwann einzuschlafen oder zumindest Frieden zu fühlen.

Ein Hund an den linken, der andere an den rechten Oberschenkel gekuschelt. Sie wissen.

Die Schmerzen sind noch da, das Vibrieren ist weg.

Ich möchte nicht mehr runter auf die Toilette müssen, bevor meine Bekannte,.die jetzt wieder da ist, eingeschlafen ist. Sie liegt im Gartenpavillon, in dem sie auch schläft, und schaut auf dem Laptop noch ein paar Folgen ihrer Lieblingsserie an. Ich höre jedes Wort hier oben. Egal.

Gute Nacht, liebe Muryell und liebe alle

Möge der Tag morgen ein besserer werden.
Abkühlung ist hier bis auf weiteres nicht vorhergesagt.
Leider....

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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Petunia » Samstag, 04.08.18, 21:57

Lieber Lake,

Das tut mur jetzt unheimlich gut, dass Du mir das schreibst!

Tatsächlich hatte auch bei mir das Citalopram erstmal geholfen und es war eine Erlösung für mich damals. Der Fehler war bei mir aber der gleiche wie bei Dir: kein behutsames Absetzen nach ein paar Monaten, keine ordentliche ärztliche Beratung. Stattdessen HauRuck-Absetzversuche innerhalb von jeweils 14 Tagen, die natürlich alle scheiterten. Grunderkrankung wieder da, also Tabletten wieder und für immer nehmen.

Ich hatte sie gegen Panikattacken bekommen. Gruselgefühl und diese schwere Depression kam erst nach dem Kaltentzug.

Dass Du das aber auch kennst und es bei Dir weggegangen ist, macht mir jetzt ganz viel neuen Mut.

Danke dafür!

Ich hoffe, es geht Dir soweit gut und Du bist nicht so lahmgelegt durch Symptome.

Oft denke ich daran, wie Du mal Deinen Umgang mit den Symptomen beschrieben hast. Gerade heute auf der Autofahrt und beim Tanken. Ich hab gedacht, das ist nur der Entzug. Ich will mir davon nicht mein Leben zerstören lassen.

naja, dann hat's doch noch heftiger zugeschlagen und ich hatte dem nichts mehr entgegenzusetzen.
Jetzt bin ich ruhiger.

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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von lunetta » Samstag, 04.08.18, 22:45

Hallo!

Es tut mir so leid zu lesen, dass es dich dzt. wieder so beutelt...

Hast du schon mal die Rescue Bachblütentropfen probiert? Die sollen ja bei so Panikgefühlen helfen - einen Versuch wäre es wert...

Und versuch doch mal ein Muskelrelaxans, liebe Beate!

Gute Besserung allen die grade so leiden!

LG
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Petunia » Samstag, 04.08.18, 23:22

Liebe Lunetta,

Danke Dir!
Bachblüten helfen bei mir leider nicht und Muskelrelaxantien vertrage ich nicht . Leider.

Im Moment flackert alles wieder auf. Dazu Schwäche. Starkes Schwitzen. Angst. Vibrieren und Zittern. wieso kann das nicht mal aufhören?

Das ist sehr anstrengend.
Ich höre immer noch die Serie vom Garten hier rauf.

Das ist aber besser als totale Stille.

Ich hoffe, dass Du nicht so schmerzgeplagt bist.

Gute Nacht und alles Liebe
Beste
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Petunia » Sonntag, 05.08.18, 7:17

guten Morgen, Ihr Lieben,

schon wieder muss ich schreiben.

Horrornacht, keine Minute Schlaf, schlimmer Schwindel und schwere Angstzustände. Ich versuche die Angst anzunehmen. Sie ist unglaublich stark, erinnert mich an letztes Jahr in der schlimmsten Zeit bei meiner Mutter.

Ich weiß nicht, was ich meiner Bekannten sagen soll. Ich kann kaum aufstehen. muss aber immer wieder, weil mein Darm spinnt. Es ist so ein Abdriften. Was soll ich denn nur machen? Ich versuche mir zu sagen, dass es vorbei geht , aber jetzt ist es eben da und es fühlt sich an wie sterben.

Aktionsunfähig. wieso gibt es keine Hilfe?

immer dasselbe. Schrei nach einem Arzt, der hilft. Klinik.
Alles unsinnig. Kann hier nicht sein, kann allein in der Wohnung nicht sein..

Bin so entsetzt.

War die Aktion gestern falsch? Zu viel, zu anstrengend? Aber in der Wohnung ging es mir auch schon so schlecht.

Wie kann es einem Menschen nur ständig so dermassen schlecht gehen?.

Ich möchte so gerne schlafen.

Liebe Grüße Beate
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von LinLina » Sonntag, 05.08.18, 7:28

Liebe Beate :-)

eine ganz Schlaflose Nacht ist schon für gesunde sehr anstrengend :hug: Vielleicht war es gestern etwas viel, dazu die Hitze, der Zigarettenqualm - mich erwischen auch manchmal einfach so solche fiesen Nächte wo gar nichts geht.

Ich hatte mal vor einiger Zeit recherchiert, es gibt wohl einzelne Orte/Häuser, wo man eine gewisse Zeit wärend einer Krise, z.b. ein halbes Jahr, in einer Gemeinschaft leben kann, wo es nicht viel kostet, wo man nicht sehr viel tun muss und wo man trotzdem Ansprache hat, aber im Moment finde ich leider die Seiten gar nicht mehr - und es wird sicher nicht leicht, einen Ort zu finden wo du die Hunde mitbringen könntest. Aber vielleicht wäre das etwas für dich?

Alles Liebe
Lina
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Petunia » Sonntag, 05.08.18, 7:38

Danke, liebe Lina!

Ich weiß auch nicht, wo ich so etwas suchen und finden könnte.

Morgen werde ich mal den sozialpsychiatrischen Dienst anrufen. Vielleicht wissen die was.

So kann ich jedenfalls einfach nicht . Es ist ja momentan eher schlimmer als vor der Klinik, Autofahren hin oder her. Die psychischen Symptome werden immer schlimmer und ich kann mich immer nur kurzfristig beruhigen.

Ich hoffe sehr, Dir geht es besser. Danke, dass Du gleich geantwortet hast.

Alles Liebe Beate
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von LinLina » Sonntag, 05.08.18, 7:53

Liebe Beate :-)

ich schaue auch immer mal ob ich was finde, was evtl. helfen könnte. Es ist leider manchmal kompliziert und langwierig, was zu finden, gerade dann wenn man es dringend bräuchte.

Eine Umgebung, wo man es eine Weile halbwegs gut aushalten kann, ist denke ich ganz wichtig, sie erstmal zu finden nicht leicht.

Ich bin auch ganz viel hin- und her, von einem Ort zum anderen "geflüchtet" alle paar Wochen, im schlimmen Zustand, über ein Jahr lang, bis ich in meiner aktuellen WG etwas Ruhe finden konnte. Ganz alleine ging bei mir auch nicht gut, und nur zu Gast sein irgendwo wo man nicht wirklich ankommen kann ist eben auch nicht beruhigend :-(

Ich habe mir dann selbst ein "Therapie-Programm" gebastelt, mit einer wöchentlichen abendlichen Veranstaltung und wöchentlichen Therapiestunden und Physiotherapie und spazieren gehen, das hat für mich irgendwann funktioniert, auch wenn ich mich lange nur von einem Therapietermin zum nächsten gehangelt habe (inzwischen brauche ich keine regelmäßigen Termine mehr).

Ich erinnere mich, wie extrem belastend das war nicht zu wissen wo ich bleiben kann. Jetzt ist das viel besser, und auch wenn ich heftige Symptome habe, kann ich es durchhalten.

Ich wünsche dir so sehr, dass du auch so einen Ort findest und das nicht mehr so arg lange dauert, er wird nicht perfekt sein, aber gut genug um dich langsam zu erholen.

Gut dass du den sozialpsychiatrischen Dienst kontaktierst, ich hoffe sie können dir zumindest in Teilen noch irgendeine Hilfe geben. Ich hatte sehr viel Glück mit einem Mitarbeiter vom sozialpsychiatrischen Dienst, er unterstützt mich sehr auch wenn es um körperliche Gesundheitsprobleme und Ämter geht, aber wie überall kommt es natürlich sehr darauf an, welchen Menschen man da erwischt.

Liebe Grüße
Lina
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Petunia » Sonntag, 05.08.18, 8:08

liebe Lina,

Danke schön. Ich finde es bewundernswert, wie Du Deine schwierige Lage gemeistert hast und noch meisterst. Meine Güte, das ist so hart.

Ja, ich muss mich auf den Weg machen was zu finden, wo ich gut sein kann. Vielleicht geht's ja auch in der jetzigen Wohnung, wenn ich mehr Unterstützung und Entlastung finde.

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