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Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Petunia » Mittwoch, 15.08.18, 21:23

Liebe Ilse,

Danke, das ist sehr lieb. Aber die OP ist erst am 22.

Seit halb 6 liege ich wieder mit Drehschwindel. Jetzt erst kann ich die Augen etwas öffnen. Aber den Kopf nicht drehen und auch den Rumpf nicht bewegen. Krampft alles. Ich hoffe ich muss so schnell nicht auf Toilette, aber ich kann eh nichts trinken.

Meine Nachbarin hat mir Bratkartoffeln gebracht. Den Teller hatte ich auf dem Bauch und gegessen habe ich sie mit den Fingern. Anders gubg das nicht.

Morgen sind sie den ganzen Tag weg und auch über Nacht und können auch nichts einkaufen.

Ich habe keine Idee, wie das morgen gehen soll.
Am besten versuche ich nicht daran zu denken.
Die Tür von der Küche zur Terrasse steht offen, damit die Hunde rein und raus können.
Ich versuche Ruhe zu bewahren und atme und hoffe, dass das bald vorbei geht. Ich verliere total das Vertrauen in meinen Körper. Das ist wirklich blöd.
Muss aufhören. Es ist sehr schlimm mit den Augen.

Alles Liebe Beate
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Katharina » Donnerstag, 16.08.18, 0:46

Liebe Beate !🐶🐶❤️🍀

Ich überlege seit zwei Tagen; ich
ich habe eine Mini Ausbildung im Vergleich zu Dir.

Ich hatte zwei Patienten, eine kam mit einem akuten 'Schiefhals' ein junger Mann wachte auf, Hand Teil gelähmt: er sei so auf gewacht, ihr war es am Morgen geschehen.

Ich möchte sagen es war passiert und nichts ging zurück z es blieb - für eine Zeit ohne Veränderung.

( Keine PP/ AD )

Die Frau hatte einen Auslöser es ist lange her, Bildgebende Verfahren Nerv gedrückt.

So lange keine Therapie gemacht wurde
änderte sich nichts.

Ich möchte niemanden hier und nicht meine Kollegen beleidigen
wenn ich jetzt schreibe das
nachdem ich weiß was Du gelernt und ausübst
- zur Zeit noch nicht :hug: ich glaube fest daran du wirst

ist das,was wir zu bieten hatten, aus meiner heutigen Sicht rudimentär.

Ich habe mich nach Absprache ( wir waren ein kleines gutes Team )
'zurück gezogen' da vor HWS ich einen Heiden Respekt habe.

Leichte milde feuchte Packung
Wenn dann 'manipulation' in den umgebenden Regionen
Du weißt was ich meine


während des Anerkennungsjahres
wurde ich 'gerenkt' ich hatte mich verlegen im Wohnheim.

Ebenfalls der leitende Orthopäde der Endorf Reha - wurde 'mal eben' rerenkt
Er lag - ein Jahr.

Das habe ich mit gemerkt.
Ohne mich klein zu machen aber ich bin nur Physio.

Die junge Frau wurde gesund recht schnell
die Hand des jungen Mannes hat zwei drei Monate gedauert und war dann ok.

Beide HWS Struktur bedingt.
Meine drei Kolleginnen waren länger dabei
dies war mein zweiter Beruf
- Kinder und HWS Physio: ich nicht. -

Beate,
ich schreibe nur was mir durch den Kopf geht.

Wären 10 von uns in der näheren Umgebung
jeder in einen Mini Häuschen
zu Fuß erreichbar oder per Rad

ich stumm 🙃, aber mit Hunden gehen kann und bin ich immer
(Hera hat bei mir gewohnt)(🐶❤️).

Wer anders würde etwas anderes begleitend tun mit Dir oder für Dich

Wer anders mit fahren

Einen Gang mit Dir, das Bett frisch,

beim Duschen in der Nähe

und gemeinsam feststellen
und in die Berge brüllen und heulen wie die Wölfe
Sch ... Situation !!!!!

Ich wette es wäre anders

Natürlich ist MRT wichtig
(ich war heute auch, was anderes prüfen lassen)
Es wäre fatal und beunruhigend
nicht auch wie ich heute und letztes Jahr mal zur Beruhigung ein EKG LuFu machen zu lassen.

Du hast so viel vor Dir und es geht Dir so schlecht.

Ich habe alles fern gelegt, quasi
weil es nicht anders geht.

Ich muss für niemanden nix.
Ich habe aber auch keine Tiere !

(Die anderen sind Menschen mit Taxi und Johanniter Knopf
ja natürlich würde ich gern ins KH begleitet haben,
Ich finde das nicht können nicht schön.

Ich habe das einfach auch einmal so endlich mit einer Internisten besprochen um das nicht ganz auf psychologischer Reduzier - Seite zu betrachten.

ich von noch nicht fertig weil es mir nicht leicht fällt
Ich habe noch Fragen an sie, es wurde mir zu viel da drinnen.

ich kann M. da unten nicht helfen aber M. ist eigen ständig; kein Kind kein Tier.)

Ich drücke die Daumen feste feste
Ich weiß nicht wirklich nicht, wie ich das bewältigen würde was Du bewältigst mit dem gemeinen Preis drei facher Symptomatik, anstatt den Gefühl, oh wie gut dass geklappt hat ich war da da und da,
habe geschwitzt ua

aber jeder andere kommt nach Haus und sagt nach einer Dusche: so das war ein Hammertag bin völlig kostenlos
Chips und Cola Film und tschüss und erholt sich.

Du ((noch)) nicht.

Ich finde das sehr sehr hart.
Keine Pause.
Kaum Schlaf.

Seit ?
Gestehe Dir das zu.

🐶🐶
Ich schreibe trotzdem bockig: alles Gute
Beate.

Von Herzen Katharina
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Petunia » Donnerstag, 16.08.18, 5:54

Liebe Katharina,

ganz lieben Dank!

Bis 4 Uhr konnte ich schlafen, dann musste ich auf die Toilette. Es ging direkt wieder los und jetzt liege ich hier auf dem Rücken und kann nichts tun ausser ein bisschen geradeaus gucken. Ansonsten nur warten, bis ich die Hausärztin anrufen kann. Die soll was veranlassen.
Notarzt bringt mich ja nur ins nächstgelegene Krankenhaus, das bringt nichts. Kenne ich ja alles schon.

Meine Bekannte holt später die Hunde. Bis dahin muss ich hier bleiben, weil ich ihr das mit den Tropfen erklären muss.

Ich weiß nicht, was die Hausärztin sagen wird. Ich kann auf keinen Fall mit dem Taxi irgendwohin.
Die Nachbarn fahren heute weg und können mir nicht helfen.

im Moment kann ich mich nicht einmal anziehen.

Das ist wirklich alles sehr ungut. Ich hoffe ich bekomme bald endlich Hilfe.

Sei umarmt

Alles Liebe Beate
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Clarissa » Donnerstag, 16.08.18, 6:24

Och, liebe Beate:

es tut mir so leid, was Du durchmachen mußt, und ich weiß so gar keinen Rat!

Ich bin auch schon lange wach, aber mir geht es nicht unterirdisch schlecht. Ich erinnere mich, daß es mir aber lange sehr schlecht ging, auch nach zwischenzeitlicher Besserung. Ich habe zweimal den Rettungsdienst gerufen und wurde notfallmäßig in die Uni-Neurologie (nicht Psychiatrie!) eingewiesen. Gebracht hat es für mich allerdings nichts.

Ich kann mir leider nicht vorstellen, daß die von Dir beschriebenen Beschwerden HWS-bedingt sein sollen und es eine effektive Behandlungsmethode von dieser Seite her gibt. Aber ich mag Dir diese Hoffnung natürlich nicht nehmen.

Du hast so viele Belastungen nebenher und kannst gar nicht zur Ruhe kommen!
Ich habe doch selbst gemerkt, wie mich Bommels kürzliche 5-tägige Durchfallattacke gleich wieder an meine Grenzen gebracht hat.

Alles Liebe und mitfühlende Grüße von Clarissa .
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Petunia » Donnerstag, 16.08.18, 6:48

Liebe Clarissa,

Danke Dir.

Aber was die HWS anbelangt bin ich mittlerweile anderer Meinung. Das was Du sagst, sagen natürlich auch all diese Feld-, Wald- und Wiesenärzte.

Das hier ist nicht einfach nur psychisch. Das kann nicht sein. Ich kann mich nach wie vor fast nicht mehr bewegen. Es ist eine Katastrophe. Und es fühlt sich absolut "mechanisch " an. Bewegungsabhängig.

Soll ich hier jetzt liegen ohne zu essen und ohne trinken zu können? Hilfe erst irgendwann ab Montag? Ich kann gar nichts mehr machen. Das geht so nicht.

Lunetta hat recht und kennt einige Beispiele, wo es tatsächlich eine somatische Ursache gab.

Wir können nicht immerzu alles auf den Entzug schieben.
Der ist schlimm genug. Aber mittlerweile glaube ich auch, dass es fahrlässig wäre, deswegen auf wichtige Untersuchungen und Abklärung zu verzichten.

Die Klinik, in die ich gerne möchte, hat eine Neurochirurgie und eine Schwindelambulanz. Das gehört untersucht. Ich kenne den psychogenen Schwankschwindel. Das hier ist eine andere Nummer.

Und keinesfalls kann ich damit alleine in der Wohnung liegen.

Liebe Grüße Beate
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Towanda1 » Donnerstag, 16.08.18, 7:14

Petunia hat geschrieben:
Donnerstag, 16.08.18, 6:48
Das hier ist nicht einfach nur psychisch. Das kann nicht sein. Ich kann mich nach wie vor fast nicht mehr bewegen. Es ist eine Katastrophe. Und es fühlt sich absolut "mechanisch " an. Bewegungsabhängig.

Soll ich hier jetzt liegen ohne zu essen und ohne trinken zu können? Hilfe erst irgendwann ab Montag? Ich kann gar nichts mehr machen. Das geht so nicht.
Liebe Beate,

wie gut, daß Du Dich um Dich kümmerst! Ich wünsche Dir so sehr, daß die HÄ bald kommt und eine Ursache für Deine schlimmen Beschwerden gefunden wird.

Ganz liebe Grüße,

Towanda
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11.02.18 - 22,50 mg Mirtazapin - Zustand stabilisiert sich, NW: leichte Muskel- und Gelenkschmerzen,
aber gut auszuhalten, hin und wieder Kribbelbeine
19.02.18 - Psychiatertermin - bei 22,5 mg bleiben
29.03.18 - 18,75 Mirtazapin
07.04.18 - wegen Gewichtszunahme Intervallfasten begonnen
14.05.18 - Psychiatertermin - Kribbelbeine sind schlimmer geworden, Empfehlung: Mirtazapin auf 15 mg reduzieren
22.05.18 - 15,00 mg Mirtazapin - 3 Tage später leichte Stimmungsschwankungen, 1 x Drehschwindel,
insgesamt nicht so stabil, Tagesschwankungen, aber auszuhalten
26.06.18 - 5 Glob. Ciprofloxacin C30 einmal wöchentlich
30.06.18 - 13,50 mg Mirtazapin - Wasserlösmethode
01.07.18 - 13,50 mg Mirtazapin - Umstieg auf Feinwaage und Nagelfeile :D
03.08.18 - 12,00 mg Mirtazapin
09.09.18 - 10,80 mg Mirtazapin
10.10.18 - 9,50 mg Mirtazapin
09.11.18 - 8,50 mg Mirtazapin

Weitere Medikamente:
Wegen Fluorchinolone-Schädigung jede Menge NEMs
1 x wöchentlich Ciprofloxacin C30 5 Globuli
1 x wöchentlich Mirtazapin C30 5 Globuli
1 x tgl. Thyreoidea comp. 5 Globuli


Ich bin nicht auf der Welt, um so zu sein, wie andere mich haben wollen

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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Katharina » Donnerstag, 16.08.18, 7:26

Liebe Beate !

Die HA wird etwas veranlassen und wenn es Innere und neuro für aktuelle bildgebende Untersuchungen sind zur Klarheit.

Du brauchst und hast ein Recht auf Klärung und Hilfe.
Da gibt es kein Wort zu verlieren.

Gut das Deine Bekannte mit den Hunden gut kann sie hat eigene eigene oder
ob sie Suri begleiten könnte ?

Die Hunde, Deine Hunde müssen sie doch gut kennen und mögen also vertrauen.

Ich hoffe sehr die HA regiert sofort und richtig.
Alles alles Gute Katharina
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Clarissa » Donnerstag, 16.08.18, 8:38

Liebe Beate.

Um Himmels Willen: nicht "psychisch"! Bitte mich nicht mißverstehen.

Für mich selbst tippe ich auf ZNS-Irritationen, die mit den momentan zur Verfügung stehenden bildgebenden Verfahren nicht erfaßt werden können. Aber durchaus organische Veränderungen, vielleicht auf molekularbiologischer Ebene?

Ich wünsche Dir, wie alle anderen, sehr, daß bei Dir eine Ursache gefunden und behoben werden kann.

VG von Clarissa.
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früher als sleepless2014 im Forum unterwegs gewesen, aber nicht mehr schlaflos :party2:

seit Mai 2015 EU-Rentnerin letztlich wegen der Entzugsproblematik

los ging alles mit lebenslangen Schlafproblemen, die sich in Lebenskrisen mit depressiven Episoden verstärkten

leidvolle Erfahrungen mit Elektro"heil"krampftherapie und ziemlich allen AD, zahlreichen NL und anderen Psychopharmaka wie z.B. Pregabalin, Carbamazepin, Valproat, Johanniskraut, leider auch Diazepam und Zolpidem (von letzteren beiden abhängig geworden) und dem Kaltabsetzen

Diazepam-frei seit November 2013, Zolpidem-frei seit Mitte April 2014, ohne jegliche Psychopharmaka seit September 2014 (zuletzt das "deckelnde" NL Dominal forte abgesetzt nach raschem Abdosieren)

aktuell im protrahierten Entzug (?) mit sehr unangenehmen, v.a. körperlichen Symptomen

Inzwischen fast 4 Jahre frei von Medikamenten. NR, keinerlei Alkohol und Koffein mehr, weil alles triggert. "Reizarmes" Leben einschließlich Ernährung, soweit sich das machen lässt.

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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Petunia » Donnerstag, 16.08.18, 8:56

Liebe Towanda, liebe Katharina, liebe Clarissa,

Danke Euch.

Ich warte auf Rückruf irgendeines Arztes aus der Praxis. Meine Hausärztin hat dort ihren Dienst quittiert. Ich hab's eilig gemacht. Aber nix bisher.

Der Hundemann hat eben schon wieder abgesagt. Das macht mich wahnsinnig. Magen verdorben angeblich. Das war ja letztens auch schon.

Wie soll Ich damit zurechtkommen, dass ich mich auf nichts und niemanden verlassen kann?

Hab ich Lepra? Was ist da nur los?

dann liege ich halt hier und warte auf bessere Zeiten. Oder was? Wo soll ich nur noch mehr Kraft herholen?

Ich resigniere demnächst.
Aber jetzt warte ich, ob der Rückruf noch kommt.

Mehr als eilig machen kann ìch ja nicht. Ich habe gesagt, das ich nur liegen und nichts machen kann und dass jemand kommen muss.

Liebe Grüße Beate
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Muryell » Donnerstag, 16.08.18, 8:58

Liebe Beate,

ich glaube, ich habe schon von einer Freundin geschrieben, die Probleme mit dem Atlas hat und ähnliche Symptome hat wie Du. Ich finde, es ist auf jedem Fall gut abzuklären, ob es in der WS Probleme gibt.

Ich wünsche Dir viel Kraft für heute. Wenn Du magst, berichte, wie die OP gelaufen ist.

Alles Gute

Muryell

P.S.: Ich habe gerade gelesen, dass die OP erst am 22. ist. Ich dachte, sie wäre heute.
Zuletzt geändert von Muryell am Donnerstag, 16.08.18, 10:52, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Jofab » Donnerstag, 16.08.18, 9:15

Liebe Beate,

es ist wirklich zum :vomit: !

Das darf doch nicht wahr sein ! Soviel Pech auf einmal gibt es doch gar nicht !
Es muß dringend jemand her, auf den du dich verlassen kannst !

Ich hoffe, das klappt jetzt in den nächsten Tagen !
Ich hatte schon angefangen dir zu schreiben, und lese mit Entsetzen, was jetzt schon wieder los Ist !
Petunia hat geschrieben:
Donnerstag, 16.08.18, 6:48
Lunetta hat recht und kennt einige Beispiele, wo es tatsächlich eine somatische Ursache gab.

Aber mittlerweile glaube ich auch, dass es fahrlässig wäre, deswegen auf wichtige Untersuchungen
und Abklärung zu verzichten.
Bin absolut deiner Meinung. Es wird sich dann herausstellen, ob es eine Möglichkeit auf Hilfe gibt !

Du hast gar keine andere Wahl ! Ich würde auch alles versuchen !

Für Suri wird sich mit Sicherheit eine Lösung finden - kümmere dich jetzt um dich, in diesem Zustand
könntest du sie sowieso nicht begleiten.

Jetzt hoffe ich erstmal, daß sich ganz schnell der Arzt bei dir meldet und das Richtige veranlaßt !
So geht es nicht weiter ! :frust:

Drück dich ganz fest !
Alles alles Gute
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von lakeSonne1 » Donnerstag, 16.08.18, 9:21

hi Petunia,

ist ja echt übel wie es bei Dir gerade läuft.

Also zur Schwindelproblematik kann ich auch was beisteuern:
Als ich zu schnell runter bin mit dem Citalopram (ich denke es war etwa 2013) war mein Gleichgewichtssinn massiv gestört.
Ich hatte z.B. Probleme beim einfachen stehen in der Dusche. Schon leichte Kopfdrehungen und nach unten schauen verursachten starke Irritationen, so daß ich mich an der Duschwand festhalten mußte. Wenn die Seife runterfiel war das die Höchststrafe, ich hatte massive Probleme ohne umzukippen das Teil wieder aufzuheben.
Einfaches Gehen im Freien war schon eine Herausforderung. Es war immer eine Tortour morgens, bis ich in der Firma war und mich endlich auf den Bürostuhl konnte plumpsen lassen. Heimweg genauso. Toilettengänge habe ich minimiert, da der Weg dorthin zu anstrengend war und ich nicht wollte , daß mich die Kollegen sehen wie ich rum-eiere.
Das war echt ne schlimme Zeit für mich und hat mir vor Augen geführt, was für massive Eingriffe das Citalopram in den Körper vorgenommen hat.
Das mit dem Schwindel und den Koordinationsstörungen war ja nur eins von vielen Absetzsymtomen die ich hatte.
Dabei bin ich "nur" zu schnell von 10 auf 2,5mg runter. Ich will mir gar nicht ausmalen was eine 10 auf 0 Reduktion mit mir angestellt hätte.
Das Ende der Geschichte: ich mußte wieder Hoch bis zur Ausgangsdosis und alles hat sich beruhigt. Nun ja, und jetzt bin ich seit 2016 am sehr vorsichtigen runterdosieren, das klappt auch ganz ok so weit.


Gruß lake.
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Diagnose:Angst,PA Sommer 2010
Medi: Citalopram 20 mg, Eindosiert über 4 Wochen , war ok. sonstige Medis: Pantoprazol 20mg abends
2012: Erster misslungener Absetzversuch
2016: 20.3.16 -3.9.16 von 20 auf 15mg
ABDOSIER-PAUSE: 3.9.2016 - 2.3.2017: 15mg
2017:
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2018:
2.1.18: 10,0mg
.....Tag 1-15 Tag läuft sehr gut
.....Tag 17-20: Übelkeit / Brain Fog, neuro Emos, Einschlafstörung (Cortisolausschüttung) mit dicken, geröteten Händen
.....Tag21-22: Angst, Panik, Neuro-Emos
12.3.18: 9,3mg
.....Tag 1-7 alles ok
.....Tag 8: zurück auf 9,5mg wg. starken Symptomen (Matschbirne, PA, Übelkeit, Zaps, Schlapp)
.....Tag 8-12 Heftige Symptome: Matschbirne, Zaps, PAs
.....13-30 ok
21.4.18: 8,9mg (d.h. Reduktion um 0,6mg)
.....Tag 0-5 ok
.....Tag 6: Neuro Aggressionen, Kopf+Nackenschmerzen, leichte Migräne
.....Tag 7-10 ok
.....Tag 10-16: heiße, dicke und rote Hände beim einschlafen und aufwachen, Migräne, Übelkeit, Matschbirne, Bodyzaps, Übelkeit, Nadelstiche auf Haut, Sehstörungen
.....Tag 17-21: heisse Hände bei Einschlafen
.....Tag 22-23: Angstzustände, leichte Depri
2.6.18: 8,8mg Cita
9.6.18: 8,7mg Cita
15.6.18: Medi-Plan Änderung: Thyronajod auf 25 (von ehemals 50)
20.6.18: 8,6mg Cita
16.7.18: Medi-Plan Änderung: Thyronajod auf 0
17.7.18: 8,5mg Cita: wegen Thyronajod absetzten nur langsames, vorsichtiges Absetzten des Cita. Will Körper nicht überfordern
23.7.18 8,4mg Cita
9.8.18 8,3mg Cita
14.8.18: 8,2mg Cita
26.8.18: 8,1mg Cita
16.9.18: 8,0mg Cita
23.9.18: 7,9mg Cita
13.10.18: 7,7mg Cita

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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von reddie » Donnerstag, 16.08.18, 10:18

Guten Morgen Beate,
hoffentlich bekommst Du bald einen Rückruf. Es liegt nicht an Dir. Ganz normal, dass man leider oft hängengelassen wird. Die meisten Menschen sind mit ihren eigenen Leben überfordert und können sich sowieso nicht in unsere Zustände reinversetzen.

Ich habe auch immer Angst, dass ich mich mal nicht mehr selbst versorgen kann und habe so Schwierigkeiten, um Hilfe zu bitten. Selbst den Rewe-Lieferservice versuche ich zu vermeiden. Aber zur Not ist sowas eine große Hilfe.

Ich wünsche Dir schnelle Erleichterung, zumindest ein bisschen. Wir verlangen doch eigentlich nicht viel. Nur keine unerträglichen Zustände und Hilfe, wenn man sie wirklich braucht.

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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Muryell » Donnerstag, 16.08.18, 10:49

Liebe Beate,

ich habe erst jetzt gelesen, was heute früh vorgefallen ist.
Es tut mir leid, aber wie reddie :) bereits geschrieben hat, es liegt nicht an Dir.

Ich wünsche Dir viel Kraft. :hug:

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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von lunetta » Donnerstag, 16.08.18, 10:55

Hallo!

Ruf bitte alle 15 Minuten in der Praxis an, dass die was organisiert kriegen, ansonsten ruf den Notarzt und lass dich eben nochmal in die Klinik bringen und sag DEUTLICH wo du hinmöchtest und was du abgeklärt habe willst.
Sag einfach du schreibst einen Leserbrief, wie mit Menschen die Hilfe brauchen umgegangen wird!

Ich halte die Daumen! LG
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von carlotta » Donnerstag, 16.08.18, 12:00

Liebe Beate,

jetzt mal völlig unabhängig davon, woher Deine Beschwerden rühren (m. E. ist da auf jeden Fall eine ordentliche Portion Entzug mit im Spiel, was nicht heißt, dass nicht noch weitere Ursachen dabei sind):

Entzug von AD ist SOMATISCH, nämlich neurophysiologisch. Nicht psychisch, auch wenn er sich zum Teil in psychischen Beschwerden äußern kann. (Das ist wichtig zur Klarstellung, auch für Mitlesende, weil es zu diesem Thema häufig Missverständnisse gibt.)

Selbst wenn man durch die üblichen Untersuchungsmethoden diese Zusammenhänge i. d. R. nicht aufdecken kann (im Höchstfall einige damit einhergehende Symptome, die dann gerne als Ursachen gedeutet werden, weil das große Ganze nicht erkannt wird), heißt das nicht automatisch, dass alles psychisch sei.

Ich kann angesichts der Heftigkeit Deiner Beschwerden verstehen, dass Du das abklären lassen willst. Ich wollte nur noch dalassen, dass ich selbst im Entzug immer wieder phasenweise derartige Muskelverhärtungen hatte, dass es zu deutlichen Bewegungseinschränkungen kam, und zwar an verschiedenen Körperstellen (ich habe diesbezüglich keine Krankenvorgeschichte und kannte solche Beschwerden nicht).

Natürlich kann bei Dir eine Disposition aufgrund Deiner Krankengeschichte dazukommen, was aber nicht heißt, dass der Entzug diese nicht auch extrem verschlimmern kann bzw. seinen unguten Teil dazu beiträgt. Man kann das m. E. nicht separat sehen.

Egal, wie es behandlungstechnisch weitergeht, ich denke, Entlastung im Alltag auf möglichst vielen Ebenen wäre zentral, damit es nicht weiter eskaliert. Sicher setzt sich über das Entsetzen über das Ausmaß der Symptomatik sowie die privaten Belastungen, die natürlich einer Genesung nicht gerade förderlich sind, eine psychische Ebene obendrauf. Damit könntest Du - so wie ich Dich bislang hier gelesen und kennengelernt habe - bestimmt aber ganz anders umgehen, wenn Dich die körperlichen Symptome nicht so in die Knie zwängen.

Ich wünsche Dir, dass es bald aufwärts geht. :hug:

Liebe Grüße
Carlotta
Zuletzt geändert von carlotta am Donnerstag, 16.08.18, 13:28, insgesamt 1-mal geändert.
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Britsch
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Britsch » Donnerstag, 16.08.18, 12:55

Liebe Beate, liebe Carlotta!
Auch bei mir verschlimmert sich eine vorbestehende Arthrose und Muskelverhärtung im Bereich der Halswirbelsäule im Entzug immer wieder derart, dass ich mich kaum bewegen kann, es fühlt sich an wie eingemauert. Dazu kommen Schmerzen, auch im Kopf, neuralgische Beschwerden am Kopf und im Gesicht und ein Gefühl von Unwirklichkeit. Insgesamt ein schlimmes Gefühl. Wenn ich mir vorstelle, dass ich dazu noch all die Widrigkeiten und das Alleinsein wie Beate zu tragen hätte, kann ich mir das Grauen einigermaßen vorstellen.
Liebe tapfere Beate, Du brauchst medizinische Abklärung, schon allein zur eigenen Beruhigung. Mit meiner Schilderung hoffe ich, Dir ein winziges Bisschen Deiner furchtbaren Angst zu nehmen. Das wäre mein Wunsch für Dich im Moment.
Und dass inzwischen Hilfe für Dich eingetroffen ist!
Ich denke ganz fest an Dich.
Und daran, dass sich Deine Lage nun rasch bessert!
Mit großem Mitgefühl,
Brigitte
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1995 erstmals psychiatrische/psychotherapeutische Behandlung mit Opipramol und Tavor. Damals wurde ich krank im Rahmen einer Ehekrise und dann Scheidung. Die genauen Dosierungeun und Einnahmezeiten erinnere ich nicht mehr. Nach einigen Jahren wurde ich umgestellt auf Amitriptylin, darunter massive Gewichtszunahme und Umstellung auf Sertralin 50 mg, zeitweise ergänzt durch Trazodon und Mirtazapin. Innerhalb von ca. 10 Jahren 4 stationäre Aufenthalte in psychosomatischen Kliniken. 2006 Erwerbsunfähigkeitsrente mit 56 Jahren. Ca. 2011 4 Wochen stationär in psychiatrischer Klinik wegen massiver Panikattacken und Einstellung auf 2 x 75 mg Lyrica und 50 mg Sertralin, ergänzt durch 1 mg Lorazepam bei Bedarf. Nach ca. 1 Jahr selbständiges Absetzen von Lyrica ohne Probleme. Seitdem 50 mg Sertralin plus Lorazepam bei Bedarf.
Anfang 2017 Ausschleichen von Sertralin wegen subjektiver Wirkungslosigkeit. Dosishalbierung alle 3-4 Wochen bis auf 12,5 mg ohne Symptome, Anfang März dann von 12,5 mg auf Null. Zunächst keine Symptome und psychisches Wohlbefinden. Erstmals Kopfschmerzen nach etwa 4-6 Wochen auf Null, dann immer neue und wechselnde Symptome wie Augenprobleme, Schwächegefühl, stundenlanges Weinen, Übelkeit, Nacken- und Rückenschmerzen, Muskelverhärtungen, Gesichts- und Kieferschmerzen, Kribbeln am Kopf und im Gesicht, dort auch Berührungsempfindlichkeit, Appetitlosigkeit.
Seit 250.10.2017 Wiedereindosieren von 0,5 mg Sertralin Mylan Dura 50 mg mittels der Wasserlösemethode. Sehr rasche Symptombesserung, besonders die Angstgefühle und andere Neuroemotionen sind deutlich schwächer geworden.
Seit 20.12.2017 folgende Medikation:
0,6 mg Sertralin Aurobindo mittels Wasserlösemethode
47 mg Metoprolol
3 x 3 Tropfen Alpex CBD-Öl 5 %ig
2 x 2 Kapseln Bullrichs Heilerde
Damit bin ich - bis auf gelegentlichen Reflux und häufiges Frieren - beschwerdefrei.
Am 03.01.2018 hinzugefügt:
6 Tropfen Dr. Jacobs Vitamin D3 K2 Öl
1 x 1 Kapsel Vitamin B12 Adenosylcobalamin 500 ug von Sunday Natural
2 x 1 Kapsel Magnesium Komplex a 950 mg
Von Sunday Natural.
Seit 19.01.2018:
0,75 mg Sertralin
47 mg Metoprolol
4 Kapseln Darmflora plus select von Dr. Wolz
Alles andere habe ich nach erneuter heftiger Welle abgesetzt.
Medikation seit 30.01.2018:
1 mg Sertralin
47 mg Metoprolol
Alle NEM abgesetzt.
Medikation seit 07.02.2018:
1,1 mg Sertralin
47 mg Metoprolol
Medikation seit ca. Mitte Februar 2018:
1,3 mg Sertralin
47 mg Metoprolol
2 x 6 Tropfen CBD-Öl 5%ig
6 Tropfen Dr. Jacobs Vitamin D3/K2 Öl
500 ug Vitamin B12 Adenosylcobalamin
von Sunday Natural
2x200 mg Magnesium Glycinate Powder
von Vitalit
Seit 1.6.2018:
Reduzierung auf 1,2 mg Sertralin
Alles andere unverändert
Seit 11.07.2018:
0 mg Sertralin
47 mg Metoprolol
200 ug Vitamin D3/200 uh Vitamin K2
600 mg Magnesium
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Petunia » Donnerstag, 16.08.18, 13:21

Ihr Lieben ,

ganz herzlichen Dank für Euer Daumendrücken, Eure Schilderungen, wie das bei Euch ist und Dir, liebe Carlotta, auch für die neurophysiologische Erklärung.

Was täte ich nur ohne Euch?

Die Hunde sind jetzt weg. Ich habe nochmal um 11 Uhr in der Praxis angerufen. Da sagte man mir, dass die Ärztin gerade dabei sei, die Rückrufe zu machen.

letztlich rief mich eben gerade ein Arzt an, stellte ein paar Fragen und sagte, er käme zwischen 14 und 16 Uhr.

na, das wird was werden. Ich muss meine ganze Energie und Entschlossenheit zusammenraufen.

ich kann wieder etwas aufstehen, aber habe starke Schmerzen und bin sehr benebelt und darauf aus, keine falsche Kopfbewegung zu machen. Brot geschmiert und zurück ins Bett. Das ist doch besser.

jetzt warte ich mal ab. Ich liege einfach da und mache die Augen zu und versuche das System zu beruhigen.
Jetzt merke ich sehr stark, wie sehr alles im Aufruhr ist im Kopf und Rücken. oh jeh....

Ich umarme Euch und wünsche Euch Erträglichkeit und gute Luft zum Atmen.

Alles Liebe Beate
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von lunetta » Donnerstag, 16.08.18, 14:39

Liebe Beate!

Hilfe ist jetzt erstmal im Anmarsch - das ist gut. Sei nicht nervös, aber bestimmt - Ärzte brauchen klare Ansagen - wenn man weinerlich und empfindlich rüberkommt, glauben sie einem weniger, als wenn man klar und definiert seine Beschwerden schildert.

Wenn man sooo viele Symptome wie du hast, neigt man dazu sie alle alle aufzählen und beschreiben zu wollen, und erreicht dadruch genau das Gegenteil von dem was man wollte. Die hören nur mehr halb zu und blocken dann ab - denn die Meinung von Ärzten ist immer dass man sich in was hineinsteigert und dann mehr Sachen fühlt, als es Diagnosen gäbe. Rat mal warum ich das weiß:(

Nur als komische Beispiel am Rande:
Ich hatte extreme Nervensschmerzen nach meiner OP, Phantomschmerzen. Ich erklärte dem (männl.)Arzt, dass es schlimmer als Wehen wäre. Er dazu: "Das kann nicht sein, denn dort können Sie gar nichts mehr fühlen, und stärker als Wehen ist es sicher auch nicht."
Ich daraufhin zu ihm: "Und woher wollen Sie das wissen? Haben Sie schon ein Kind geboren? Ich zwei Mal."

Da hat er mich nur verdutzt angeschaut und nichts mehr gesagt.

Ich glaube ganz fest daran, dass man dir auf irgendeine Weise helfen kann - man muß nur wollen herauszufinden, wo eine Problemstelle sein könnte.
Und dass der Entzug und die Trennung und das Alleinsein, eine schon bestehende Angst, noch steigert und man verzweifelt, wenn man Tag für Tag nur kämpft, das ist ganz logisch.

Ich wünsche dir dass ein verständnisvoller Art und Mensch kommt und du die Hilfe bekommst die du brauchst!

Alles Liebe und Gute! LG
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Petunia » Donnerstag, 16.08.18, 15:41

Liebe Lunetta,

Danke für Dein Briefing, ich glaube, das hat mir jetzt schon etwas geholfen.

Der Arzt war da, blutjung, und hat natürlich viele Knoten im Rücken gefühlt. Ich schilderte knapp und konkret, wo was wehtut , kribbelt und wie der Schwindel ist

Sagte , dass ich eine Überweisung in die Klinik in der Stadt will, die Neurochirurgie und Schwindelambulanz hat.

Er stellte ein Rezept über Ibu 600 aus, das ich ihm aber mitgab, denn ich kann es ja èh nicht einlösen und es ist auch niemand da, der das für mich tun kann.

Er sagte, er frage in der Praxis nach, wie man das machen kann. Bei älteren Leuten mache das ja der Pflegedienst. Hahaha!
ich sagte ihm, dass ich gar nichts tun kann im Moment, Nicht einmal duschen.

Er kommt morgen wieder und bringt die Überweisung und meine Versichertenkarte wieder mit, denn er hatte kein Gerät zum Einlesen dabei.

Du meine Güte!

ich habe ihm gesagt, wenn es mir morgen nicht besser geht, will ich stationär Er nickte. Fragte mich, wie ich denn da hinkomme, wer mich fahren kann. Niemand, sagte ich, ich lebe allein.

Der soll sich was ausdenken !

Es geht mir ganz entsetzlich. Kann wirklich fast nicht aufstehen. Aber ich versuche Ruhe zu bewahren. so lange dauert der Tag ja nicht mehr

Es ist sehr leer ohne die Hunde. Aber ich kann sie beim besten Willen im Moment nicht versorgen.
Das wird eine sehr einsame Nacht werden
Es ist wie allein auf einer einsamen Insel

Gut, dass Ihr da seid.

Ganz liebe Grüße Beate
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