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Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Wenn Antidepressiva abgesetzt werden, kann dies zu schweren und langwierigen Entzugserscheinungen führen. Viele Hersteller und Ärzte verharmlosen diese Problematik leider.
Jofab
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Re: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Jofab » Samstag, 16.06.18, 7:50

Guten Morgen Beate,

gut, dass du ein bischen Schlaf finden konntest !

Du schlägst dich unglaublich tapfer !

Was man dir da alles zumutet, ist eine Frechheit. Und das du deine wenige Kraft dafür aufwenden musst,
um dich dagegen zur Wehr zu setzen - ich bin fassungslos !

Es zeigt sich einmal mehr, wie wenig immer noch über den Entzug von PP bekannt ist. Das ist im Behandlungsplan
nicht vorgesehen, weil sie keine Ahung davon haben.
Ich verstehe nicht, warum sie dich nicht ernst nehmen.

Ich wünsche dir, dass du dich heute wenigstens ein bischen Luft schöpfen kannst unter dem Apfelbaum.
GsD ist ja erstmal Ruhe mit den Anwendungen.

Alles Liebe
Ilse
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Re: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Petunia » Samstag, 16.06.18, 8:36

liebe Ilse,

Danke Dir! hab schon mit der Schwester gesprochen. Sie meinte auch, Plan zusammenstreichen und so abgeben. Ich sei ja freiwillig hier.

Die Schwestern reden immer so, während die Therapeuten eher darauf bestehen, dass man die Sachen mitmacht. Das ist verwirrend.

Habe mich jetzt wieder ins Bett gelegt und warte, dass es draussen wärmer wird. Atme und massiere die linken Zwischenrippenmuskeln in der Hoffnung, die Beklemmungsgefühle zu lindern.

Bedingungslose Akzeptanz. Über Monate bis Jahre. Das ist so schwer, gell? Aber was anderes hilft einfach nicht.

Durchs Fenster habe ich vor dem Frühstück meine beiden Lieblings-Mitpatienten zum Joggen aufbrechen sehen. Auch die anderen sind ständig auf Achse, sind bis auf einen mühelos mit ihren Autos und zu Fuß unterwegs. Sie haben natürlich alle Gründe, weshalb sie hier sind. Aber so eine Symptomatik wie ich haben sie nicht.

Die eine ist jetzt gedeckelt mit Alprazolam und Lyrica. Na, das will ich auch nicht.
Ein Patient ist noch da, der sehr unter den Nebenwirkungen von Venlafsxin leidet und langsam ausschleichen will. Ihm geht es such sehr schlecht und er quält sich durch jeden Tag.

Am besten körperlich gesehen sind tatsächlich die dran, die keine PP nehmen. Das ist natürlich nicht repräsentativ bei 9 Patienten. Aber trotzdem gibt mir das zu denken.

Aber das nützt mir alles nichts, Vergleiche helfen mir nicht weiter.

Ich drück Dich und wünsche Dir einen erträglichen Tag.

Alles Liebe Beate
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18.04.2017
Neu hier im Forum

Seit 2001 Citalopram 20 mg wegen Schwindel und Angstzuständen.

2007 nach Schwächeanfall Diagnose Hashimoto-Thyreoiditis
Eindosieren mit L-Thyrox bis auf 125 Mikrogramm
Insgesamt seit Einnahme von Citalopram 45 kg zugenommen

2015 Citalopram runterdosiert auf 10 mg, ganz gut.
Umstellung auf glutenfreie Ernährung. Daraufhin in 1 Jahr 20 kg abgenommen

2016 im Sommer wieder mehr Schwindel. Dann kamen Herzrasen und Herzrhythmusstörungen, Einschlafprobleme und "Blitze im Kopf " dazu.
Machte mich arbeitsunfähig.

Psychiater stellte um auf Escitalopram 5mg
L-Thyrox von 125 auf 100 Mikrogramm reduziert
Keine Änderung der Symptomatik.

Oktober 2016 EKG beim Kardiologen. QTc-Zeit verlängert. Er riet zum Absetzen von Citalopram

Nach ärztlichem Rat erst im November 4 Wochen lang jeden 2. Tag Escitalopram 5 mg, im Dezember noch jeden 3. Tag, ab Januar dann ganz aufgehört.

Seitdem kontinuierlich immer schlechterer Zustand.
Dauerrauschen im Kopf, Dauerschwindel, Benommenheit, Wattegefühl, Schwäche, Angst , Brain zaps, Schlafprobleme , Unfähigkeit, den Alltag zu meistern. Totale Verzweiflung, Dauerweinen, Hoffnungslosigkeit.

25.04.17
Knall. Totale Panik wegen Brain zaps, massiven Schwindels, Problemen mich zu orientieren.
Notfallmässig zu einem Allgemeinmediziner mit Naturheilverfahren.
Infusion mit homöopathischen Mitteln, Akupunktur, ohne Erfolg

04.05.17
Weiterhin schwere Symptome, kann nur im Bett liegen, morgens bis früher Nachmittag am schlimmsten. "Kopfattacken", Schwindel bis zur Orientierungslosigkeit, komme nur mit Mühe zur Toilette, Heulkrämpfe vor Angst.
Presselin Nervenkomplex
Bringt mir nichts.

25.6.17
Mein Mann trennt sich von mir und wirft mich aus dem Haus.

4 Monate Leben aus dem Koffer

Ende September 2017
2 Wochen Psychiatrie, völlig ausgebrannt, starke Depressionen plus Ängste zu den körperlichen Symptomen dazu.
Versuch mit Tavor: paradoxe Reaktion, Herzrasen
Atosil : ebenso
Sertralin: 5 Tage, dann abgesetzt wegen zu starker Nebenwirkungen, schlaflos, starke Angst
Behandelnde Ärztin frei von jeglicher Empathie, setzt mich stark unter Druck, da Teilnahme an Therapien kaum möglich . Während des gesamten Aufenthalts dauerhaft hoher Ruhepuls um die 100 und zu hoher Blutdruck
Entlasse mich selbst entnervt nach 14 Tagen

Im Anschluss zu einem Arzt/Psychotherapeut.
Gegen den zu hohen RR:
Beta Blocker Beloc-Zoc mite 47,5 mg sowie
HCT Dexcel 25 mg (Hydrochlorothiazid), ein Diuretikum
Ausserdem 5 Tage lang
Opipramol 50 mg und
Olanzapin (Dosierung vergessen)
Olanzapin nach 10 Tagen abgesetzt, Opipramol nach 2 Wochen
Ich vertrage nichts mehr! Macht alles nur schlimmer

Oktober 2017
Eine Woche internistische Klinik wegen Bluthochdruckkrise
Beobachtung, Herzsono und Doppler Halsgefäße o.B.
Vorübergehend ein drittes Medikament (Blutdrucksenker, Name vergessen)
Noch in Klinik abgesetzt

Aktuell (März 2018):
Beloc-Zoc mite 47,5 mg
L-Thyrox 100 mikrogr

Nach wie vor schwere Symptome, Depression, Angst, Heulkrämpfe, Kopfsymptome, "Gruselgefühl" in Brust- und HWS und im Kopf
Unfähig zu einem normalen Alltag.

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Re: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von lunetta » Samstag, 16.06.18, 11:54

Hallo!

Ich würde auch rigoros selbst Therapien vom Plan streichen und Kommentar dazu: Mit Therapeutin vereinbart weniger Therapien!!!

Gibt es dort keinen ärztlichen Leiter, oder medizinischen Direktor? Da würde ich aber ganz schnell mal anklopfen und auf den Tisch hauen!
Unglaublich da zahlst du privat viele Wochen Klinik, damit du dich erholst und dann decken sie dich bis zur Erschöpfung mit Therapien zu - das geht nicht.

Deshalb brauchst du keine schlaflosen Nächte haben- sei einfach mal nicht nett und devot, sondern stell dich hin und geig denen mal deine Meinung! Ohne dich aufzuregen, denn du bist im Recht und mußt dich nicht erklären oder verteidigen! Bleib ruhig und stell dich auf die Hinterfüße!

Man muß nicht alles hinnehmen, schon gar nicht etwas das du selber finanzierst, du bist ja nicht in einer geschlossenen und du bist nicht entmündigt, kannst also selbst für dich entscheiden.

Also denen würde ich schon längst mal den Marsch blasen! Geht ja gar nicht:(

GLG
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Re: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Clarissa » Samstag, 16.06.18, 12:03

Hallo.

Ich fürchte nur, so einfach wird das nicht sein.

Selbst als Selbstzahler wird man sich dem Therapiekonzept der Klinik anpassen müssen. Und wenn man dort der Leitung "den Marsch bläst", wird man sich wohl keine Freunde machen.

Leider sind die Therapiekonzepte derartiger Kliniken weitgehend übereinstimmend. Womöglich tun sie tatsächlich für nicht so schwer Betroffene Gutes, v.a. hinsichtlich Tagesstruktur.

Ich fand diese Dauerbeschäftigung auch immer ätzend, mir hat sie definitiv nicht gut getan.
Ich hatte das Glück, mich mit meiner Bezugstherapeutin einigen zu können, aber letztlich lief es auf einen Kompromiss hinaus.

Viel Erfolg, liebe Beate!

VG von Clarissa
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Re: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von lunetta » Samstag, 16.06.18, 13:01

Clarissa,
prinzipiell gebe ich dir recht, aber wenn es auf Kosten des Patienten geht, und die Therapien den Heilungserfolg verringern oder gar verhindern, dann bin ich der Meinung, dass man das auch äußern darf, und darauf bestehen, dass es einen Grund gibt warum man die Klinik gewählt hat, und nicht dass man dort noch schlechter wird als vorher.

Ich weiß dass es eine Drahtseilakt ist, aber man kann auch nicht immer alles als gegeben hinnehmen, und nicht auch mal seine Meinung sehr konkret äußern darf.

Man kann nicht immer alles stillschweigend hinnehmen und erdulden, sondern muß vielleicht auch man harsche Kritik äußern, auch wenn man sich damit keine Freunde macht. Und die Klinikleitung weiß vielleicht gar nicht, dass der Patient kein Mitspracherecht hat bzw. dass es mißachtet wird.

Für mich ist es so schwer hier immer wieder zu lesen wie schlecht es Beate geht und mir geht die Hutschnur hoch wie mit ihr umgegangen wird, ICH würde das nicht so hinnehmen, ganz egal ob ich jemandes Freund noch bin oder nicht.

Clarissa, ich denke wir alle machen uns dieselben Sorgen um Beate, und es ist gut dass wir uns austauschen und gewisse Dinge relativieren.

Vielleicht ist es bei uns in Österreich auch ein wenig anders, aber wenn man hier als Privatpatient in eine Klinik geht, ginge man nicht über die Wünsche hinweg und würde Therapien regelrecht aufzwingen...

GLG
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Re: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Muryell » Samstag, 16.06.18, 17:47

Liebe Beate,

Du bist so stark und tapfer!
Ich wünsche Dir weiterhin gute Besserung.

Muryell
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Re: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Katharina » Samstag, 16.06.18, 18:24

Liebe Beate,

(liebe Lunetta,

Ich habe zwei Freundinnen in Wien, eine hat dort Medizin und später den Pflegebereich im Bereich für ältere Menschen studiert und ausgeübt
unter anderem lang am AKH gearbeitet
in vielen Bereichen, vllt ließt sie dies und mag sich dazu äußern:
aber es nützt Beate wenig,außer:

ihr weiterhin Mut zu machen,
Kraft zu senden
um auf ihr Recht zu pochen
für den Erhalt dessen was vorab im Gespräch geklärt wurde und nun nicht statt findet:

Quasi ein Pakt, ich zahle €
vertage keinen Druck, das habe ich in den anderen KH's müslelig über mich ergehen gelassen, weswegen ich nach telefonischer Absprache ua bin bei ihren bin!

Therapie Angebote nach Befinden und Möglichkeit,
nach Abgleich der Befunde

die sogenannte individuelle großzügige Abwägung
wie oft geworben.

Das kann nicht wahr sein.



Sehr vieles muss in Österreich privat bezahlt werden, für manche hart, aber dann 'klappt es".

Gib nicht nach, Beate.

Schlimm genug einnehmen Rotstift nehmen zu müssen bzw
es wäre fast möglich zu erwähnen, wie ist es zu übersetzen das die Krankenschwestern mit denen ich spreche anderer Meinung sind als die Therapie verabreichen?
Aber woher so ein Kraft aufwenden, wenn es einen so schlecht geht -
Wieder einmal diskutieren über...

Das kann nicht sein.

Linas roter Stift: wo ist mein Plan, durchkreuzen, basta.

Es gehört die Therapie maßgeschneidert an den Patienten angepasst, wie in Österreich
nicht umgekehrt.

Das macht ja nun das privat bezahlte Haus vom
Kassenhaus
-womit sich andere zufrieden geben, anpassen müssen- aus, oder.

Muss man ins Ausland oder was.
Viele hier haben keine Kraft !

Beate 🍀🍀🍀, ich komme mir lächerlich vor mit jedem Wort, das ich Dir schreibe.
Aber bitte gib da nicht auf -

Katharina
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Petunia
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Re: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Petunia » Samstag, 16.06.18, 19:10

liebe Katharina,

Du musst Dir absolut nicht lächerlich vorkommen!

und Euch anderen danke ich ebenfalls sehr.

Ich habe das Spiel Island gegen Argentinien angesehen, Island hat gegen Messi und Co. ein 1:1 Unentschieden erreicht, sensationell gekämpft!
und ich kämpfte auf dem Sofa in der Bibliothek, konnte schwer atmen, versuchte immer wieder mein Zwerchfell zu entspannen, es war so schwer mich durch das spannende Spiel abzulenken und nicht einfach nur dazuliegen und zu heulen.

Hinterher bin ich zur Schwester gegangen, eine andere als heute morgen. Sie maß nochmal den RR, 145 : 98, meinte, das sei leicht erhöht, aber die Diastole ist doch viel zu hoch und ich spüre das so stark.

Sie ging dann mit mir in den Bewegungsraum, und ich legte mich dort hin und heulte erstmal und dann las sie mir eine Geschichte vor und ließ mich erzählen. fast eine Stunde lang. Das war sehr gut und sie fand liebe tröstende Worte. Sie hat 16 Jahre in einer Psychiatrie gearbeitet.

Und sie akzeptierte die Entzugssymptome und meinte, ich soll bitte nicht aufgeben und sie habe so oft erlebt, dass Menschen am absoluten Tiefpunkt waren und es dann doch immer wieder bergauf gegangen sei nach einiger Zeit. Und dass man sich von einer Depression auch ohne Medikamente wieder erholt, das habe sie mehrfach gelesen.

Ich war etwas getröstet und sagte ihr noch, dass ich das Gefühl habe, keine Minute Therapie mehr ertragen zu können und was ich denn dann machen solle und ob ich dann gehen müsste.

Sie antwortete, das solle ich am Dienstag mit der Einzeltherapeutin besprechen und dann würde es bestimmt eine Lösung geben. Ich würde es schaffen und da wieder raus kommen. Sie würden alle sehen, dass ich eine starke und offene und grundsätzlich fröhliche und positive Frau sei mit positiver und warmer Ausstrahlung und ich solle mir nicht so viel Druck machen.

ist ja gut zu hören, dass andere das sehen, denn ich spüre das nicht. Ich spüre nur gewaltige Übelkeit und Druck in Brust und Magen und Schwäche und Schwindel und Atemblockaden, die ich immer wieder mit Triggerpunktmassagen versuche zu lösen .

Hab mir jetzt ein Brot geschmiert und mit ins Zimmer genommen für später, denn jetzt kann ich absolut nichts essen. Habe vom Koch aber frischen Ingwer zum Knabbern bekommen. Der Koch ist sowas von reizend und fürsorglich!
Er ist auch so ausser sich, dass wir nichts zu essen aufs Zimmer bekommen, wenn es uns zu schlecht geht. Er hatte mir zuletzt extra Reis mit Karotten gemacht, aber ich durfte es nicht bekommen.

Ich weiß, so vielen von Euch geht oder ging es ebenso schlecht wie mir. Ich lese bei Euch mit und würde so gern bei Euch schreiben. Das geht zur Zeit leider nicht. Aber ich denke an Euch und wünsche Euch von Herzen das allerbeste. Danke dass Ihr da seid. Ihr seid wunderbar.

Alles Liebe Beate
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2015 Citalopram runterdosiert auf 10 mg, ganz gut.
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2016 im Sommer wieder mehr Schwindel. Dann kamen Herzrasen und Herzrhythmusstörungen, Einschlafprobleme und "Blitze im Kopf " dazu.
Machte mich arbeitsunfähig.

Psychiater stellte um auf Escitalopram 5mg
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Oktober 2016 EKG beim Kardiologen. QTc-Zeit verlängert. Er riet zum Absetzen von Citalopram

Nach ärztlichem Rat erst im November 4 Wochen lang jeden 2. Tag Escitalopram 5 mg, im Dezember noch jeden 3. Tag, ab Januar dann ganz aufgehört.

Seitdem kontinuierlich immer schlechterer Zustand.
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Re: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Katharina » Samstag, 16.06.18, 20:25

Liebe Beate,

Ich lese daraus und ich glaube dass Du weißt was Dir gut tut und hilft.

Diese Schwester.
Ihr Entgegenkommen und Entgegennehmen dessen was ist.

Zuhören. Das 'müssen' wegnehmen.
EntzugsErscheinung, egal ob sie die kennt oder wer sonst,
als vorhanden angenehmen.
Ist das so viel?

Scheinbar nicht.-
Für die Schwester der Psychiatrie, nicht.

( ich wüsste gern was man mit jemandem wie mir machen würde, mit der Fruste aus dem Bett ?
Mit der Nase in die unerledigten Sachen ?
Ich habe das allein getestet: ich kipp' um.
Eigene 'Verhaltenstherapie' sozusagen,: du tust das jetzt du wirst schon sehen, das Tun ist der Weg, stimmt oft, in gewissen Situationen absolut nicht.
Und dann ? Raus ?

Das macht es aus, das zu unterschreiden zu können, zu lernen zu wagen 🙄 )


Ich würde das was Du eben erlebt hast

-ich weiß nicht wieviel Courage die erfahrene Schwester hat, ob sie die Stunde mit Dir protokolliert und weiterleitet-

Sonst bleibt es an Dir:
denen mitteilen, in der Visite, EinzelTherapie
wo immer das dort festgelegt wird, Deine Planführubg und weshalb sich nicht beziehen auf Schwester X ?

Die anderen wissen was Du im Leben schätzt,
nach drei Wochen
auf welche Art sich Deine Kreativität äußert.
Oder sie haben nicht zugehört.
Dann wiederhole es.
Jeden Tag raus, jeden den ganzen Herbst und Winter, Du bist kein Vermeider.
Wolle !
Kein malen !!

Schluss mit deren Verweigerung.
Zeug ihnen Fotos Deiner in Verzweiflung eingerichteteten Wohnung,
die Du angenommen
nicht ausgesucht hast da warst du schon im ersten KH
jedoch dass Denkbar Beste gefühlvoll stilvoll daraus gemacht hast, wie nicht immer in Deinen Leben?

Vielleicht musst Du deutlicher werden.
Ich befürchte Du erscheinst stark genug.
Das ist Dein Überlebenskonzept, Vorteil !

Nachteil ist wir neigen dann zu 'blenden'.

Lege es ihnen unter die Nase.
Rot
Verlange dass für Dein Geld.
Ähnliches wie diese Stunde mit dieser Schwester.
Ich wünsche Dir drei Kilo Wut
anstatt Angst - Herzklopfen.


Dann wird der Druck weichen.
Was dann an Entspannung folgt, weiß Du.

Exakt das ist es. Und kein Acryl.

Frage doch einmal, ob die Schwester nicht Bericht
erstatten muss.
Vielleicht hat sie ja morgen auch Dienst ?

Ich drücke Dir die Daumen,
Hoffendlich gibt es noch etwas Fußball oder andere Ablenkung für Dich.

Von Herzen, Katharina
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Re: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Petunia » Samstag, 16.06.18, 20:53

Liebe Katharina,

Vielen Dank für Deine Zeilen.

Ja, die Schwestern protokollieren alles und das wird in der unter der Woche täglichen morgendlichen Teambesprechung vorgelegt. Die schauen sich sogar alle Bilder an, die man in der Kunsttherapie fabriziert.

Wut wäre hilfreich. Sie kommt zu selten durch. Fühle mich viel zu schwach. Und dennoch werde ich Klartext reden. Ich kann fast nichts mehr essen. Das ist wirklich neu in dieser Heftigkeit. Vielleicht verlagern sich jetzt die Entzugssymptome. In Richtung Magen, Darm und Escitalopram-Entzugs-Depression. Ich kann fast nicht mehr gehen und aufrecht stehen. Soll ein Arzt den Magen checken? Wahrscheinlich findet man eh nichts. Der Bauch ist weich und beim Abhören ist nichts auffälliges zu hören. Das reicht denen hier ja schon, auf psychosomatisch zu schließen. Vielleicht ist es das auch.

Den Rücken checke ich mit meinen Tools via Anlehnen. Eine schmerzhafte Stelle im BWS Bereich konnte ich lösen, hatte aber keine Auswirkung vorne wie sonst schon öfters.

Bleibt nur Atemmeditation. Das kann ich aber auch nicht den ganzen Tag machen. Aber immer wieder tue ich das trotzdem. Irgend etwas muss ich tun. Stricken geht gerade nicht, aber ich hoffe vielleicht morgen. Vielleicht setze ich mich auch ins Auto und fahre zu meinen Hunden, egal wie es mir geht. Mal sehen, ob ich das wage. Wahrscheinlich lassen die mich in diesem Zustand gar nicht weg. Würde die Wauzis so gern in meinen Armen halten, ihre Nähe und Wärme spüren. Meine kleine Familie.

Das mit den Fotos meiner Wohnung ist eine gute Idee. Ich such sie mal raus.

Liebe Katharina, ich wünsche auch Dir von Herzen Besserung. Es wird Zeit.

Alles Liebe Beate
Zuletzt geändert von Petunia am Samstag, 16.06.18, 21:26, insgesamt 1-mal geändert.
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Oktober 2017
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Beobachtung, Herzsono und Doppler Halsgefäße o.B.
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Re: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Muryell » Samstag, 16.06.18, 21:13

Liebe Beate,

es ist alles sehr schwer, aber es freut mich, dass Du eine so nette und emphatische Schwester getroffen hast.

Ich schimpfe immer über die Klinik, in der ich war, aber dadurch tue ich den Schwestern dort Unrecht. Sie waren immer sehr empathisch und hilfsbereit.

Ich wünsche Dir eine angenehme Nacht.

Muryell
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Re: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Petunia » Samstag, 16.06.18, 21:27

Danke Dir, liebe Muryell!

Das wünsche ich Dir auch.

Alles Liebe Beate
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Seit 2001 Citalopram 20 mg wegen Schwindel und Angstzuständen.

2007 nach Schwächeanfall Diagnose Hashimoto-Thyreoiditis
Eindosieren mit L-Thyrox bis auf 125 Mikrogramm
Insgesamt seit Einnahme von Citalopram 45 kg zugenommen

2015 Citalopram runterdosiert auf 10 mg, ganz gut.
Umstellung auf glutenfreie Ernährung. Daraufhin in 1 Jahr 20 kg abgenommen

2016 im Sommer wieder mehr Schwindel. Dann kamen Herzrasen und Herzrhythmusstörungen, Einschlafprobleme und "Blitze im Kopf " dazu.
Machte mich arbeitsunfähig.

Psychiater stellte um auf Escitalopram 5mg
L-Thyrox von 125 auf 100 Mikrogramm reduziert
Keine Änderung der Symptomatik.

Oktober 2016 EKG beim Kardiologen. QTc-Zeit verlängert. Er riet zum Absetzen von Citalopram

Nach ärztlichem Rat erst im November 4 Wochen lang jeden 2. Tag Escitalopram 5 mg, im Dezember noch jeden 3. Tag, ab Januar dann ganz aufgehört.

Seitdem kontinuierlich immer schlechterer Zustand.
Dauerrauschen im Kopf, Dauerschwindel, Benommenheit, Wattegefühl, Schwäche, Angst , Brain zaps, Schlafprobleme , Unfähigkeit, den Alltag zu meistern. Totale Verzweiflung, Dauerweinen, Hoffnungslosigkeit.

25.04.17
Knall. Totale Panik wegen Brain zaps, massiven Schwindels, Problemen mich zu orientieren.
Notfallmässig zu einem Allgemeinmediziner mit Naturheilverfahren.
Infusion mit homöopathischen Mitteln, Akupunktur, ohne Erfolg

04.05.17
Weiterhin schwere Symptome, kann nur im Bett liegen, morgens bis früher Nachmittag am schlimmsten. "Kopfattacken", Schwindel bis zur Orientierungslosigkeit, komme nur mit Mühe zur Toilette, Heulkrämpfe vor Angst.
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Bringt mir nichts.

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4 Monate Leben aus dem Koffer

Ende September 2017
2 Wochen Psychiatrie, völlig ausgebrannt, starke Depressionen plus Ängste zu den körperlichen Symptomen dazu.
Versuch mit Tavor: paradoxe Reaktion, Herzrasen
Atosil : ebenso
Sertralin: 5 Tage, dann abgesetzt wegen zu starker Nebenwirkungen, schlaflos, starke Angst
Behandelnde Ärztin frei von jeglicher Empathie, setzt mich stark unter Druck, da Teilnahme an Therapien kaum möglich . Während des gesamten Aufenthalts dauerhaft hoher Ruhepuls um die 100 und zu hoher Blutdruck
Entlasse mich selbst entnervt nach 14 Tagen

Im Anschluss zu einem Arzt/Psychotherapeut.
Gegen den zu hohen RR:
Beta Blocker Beloc-Zoc mite 47,5 mg sowie
HCT Dexcel 25 mg (Hydrochlorothiazid), ein Diuretikum
Ausserdem 5 Tage lang
Opipramol 50 mg und
Olanzapin (Dosierung vergessen)
Olanzapin nach 10 Tagen abgesetzt, Opipramol nach 2 Wochen
Ich vertrage nichts mehr! Macht alles nur schlimmer

Oktober 2017
Eine Woche internistische Klinik wegen Bluthochdruckkrise
Beobachtung, Herzsono und Doppler Halsgefäße o.B.
Vorübergehend ein drittes Medikament (Blutdrucksenker, Name vergessen)
Noch in Klinik abgesetzt

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Nach wie vor schwere Symptome, Depression, Angst, Heulkrämpfe, Kopfsymptome, "Gruselgefühl" in Brust- und HWS und im Kopf
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Re: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Katharina » Samstag, 16.06.18, 22:26

Beate,

in Kurzform:

An Deiner Stelle Mir wäre es zum kotz....

Ich bekäme keine Luft wenn ich bezahlt (!!!) unter Druck geräte,
etwas was diese € abwenden sollten
und müssen
und werden ab Montag.-


während ich mit diesem Geld in Land X
mit meinen Lieben
Xxxxx mal besser unterwegs wäre.

Aber ich habe Hoffnung gesetzt in ein privat Haus.

Und wenn Du jetzt nicht auf den Tisch schlägst mit dem inneren Rotstift hat das Folgen.

Du schläfst schlecht und sehr wenig.

Ich finde Du reagiertst ge-sund auf das das.

Ich bin sehr müde:
Ich schreibe bei Dir was ich denke, meine Erfahrung:

ich reagiere auf etwas was nicht korrekt ist, wenn ich nicht relativ schnell eine Veränderung erzielen kann, mit Krankheit.

Um so mehr auf den Buckel/ Symptome
Umso schneller muss ich das tun. Veränderung.
Ich muss. Da ich keinerlei Reserven habe.

So scheint es mir bei Dir - ( anderes ähnlich, natürlich ),

Ich klapp sonst weg
mir ist die Kraft ausgegangen.

Beispiel: x fährt weder vor noch zurück in der Einfahrt.
Ich von draußen zufuß am Ende mit der Kraft
musste in meine Wohnung, kam nicht rein

er: Fenster runter, Achselzucken.
Anstatt Rückwärtsgang.

Ich stumm, kein Gruß nix, mit Schmackes ums heiligs Blächle mit dem besonderen Armreif, den Du kennst, herum
an der schmalen Seite vorbei Richtig Wohnung.

Plus Tasche plus Rucksack plus Schwindel, kannst Dir vorstellen was das für ein Geräusch erzeugt hat, am heiligs Blächle.
Vielleicht sogar a Krazerl.
Zack.

Das war nicht gewollt, Beate.
Ich musste aber an der engen Stelle lang und habe keinen geschmeidigen Gang mehr,
umständliche Bewegungen, und dann noch 2Taschen und den coolen Schmuck 💄🤳🕶 zwei sehr kräftige Steine.
Tja.


Aber ich spreche nicht mehr.
Ich
habe
keinen
Atem
über.
Außer um unterwegs nicht auf die Schnauze zu fallen.

Und Du fällst da nicht auf die Schnauze.

Ich möchte nur noch einmal erinnern, diese Schwester hat Erfahrung
Sie wird hinter Deinem äußeren Auftreten die innere Beate besser erspürt haben.

Überlebenskünstler werden unterschätzt, falsch eingeschätzt.


Bis Montag hast Du Deinen inneren Rotstift gespitzt.
Stell Dir eine rote Stricknadel vor.
Du streichst das was Dir nicht bekommt.
Du dirigierst

Denk an die Stunde von heute.
Fühl vor dem einschlafen genau in die Art wie die Schwester empathisch ist.
Versuch das mit in die Einschlafgedanken zu nehmen.

Du bist glaub - würdig ❗️

🍀🌺🍀🕶✔️ herzlich Katharina
und meine compagnons, meine Fehler Text Teufel
ist arg im Moment
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Re: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Petunia » Sonntag, 17.06.18, 0:36

Danke, liebe Katharina,

ja, schlimm, in was für Situationen man gerät, wenn die Kraft weg ist, so wie auch bei Dir mit dem Auto. Unglaublich der Autofahrer.

Habe eben Nachtschwester plus Ärztin gerufen. Beklemmung und Schmerzen zu doll, Einschlafen unmöglich.

Sauerstoffsättigung und Puls optimal. Diastole schon wieder bei 97. Ich sagte, das sei doch viel zu hoch und das seit Tagen.

Die Schwester holte dann ein anderes Messgerät, das konservative aus dem Notfallkoffer und damit hatte ich dann 120 : 64!
Sie sagte, dass sie schon ein neues Messgerät bestellt hätten, weil alle Patienten mit dem anderen zu hohe Werte hätten und das sei auffällig.

Toll!

Wenigstens aber eine Sorge weniger. Ich habe normalen Blutdruck (wenn nun die Diastole sehr niedrig ist, aber es ist halt auch spät am Abend) und schlichtweg Panikattacken und Verspannungen. und der Magen braucht Schonkost für ein paar Tage.

Die Schmerzen sind damit nicht weniger, aber ich bin ein wenig beruhigter was RR und Herzinfarktrisiko anbelangt.

Blöd, dass meine Selbstbehandlungsversuche nichts bringen. Also atmen, noch ein zweites Lasea und einen Beruhigungstee trinken und auf Schlaf hoffen.

Und Rotstift ansetzen auf dem Therapieplan wie besprochen. Ruhe in den Körper bringen, irgendwie.

Die Ärztin sagte noch, dass eine Symptomverschlimmerung in der Klinik durchaus provoziert würde in den Therapien, damit man dann wirklich mal nachdenkt, dass man was ändern muss.

Ich habe nur aha gesagt, aber es lag mir gewaltig so einiges auf der Zunge. Denn ich finde nicht, dass das einen Sinn macht. Schon aus den Erfahrungen meiner jahrelangen Arbeit nicht. Ziel muss doch immer sein, dass es den Patienten besser geht, nicht schlechter. Aber so ist halt die Meinung und das Konzept hier.

Ich bin gespannt, in welcher Verfassung ich hier in zwei Wochen rauskomme. Wie sie das noch kitten wollen. Vielleicht geschieht sie ja, die unerwartete Wandlung meines Zustandes .Immerhin ging es mir ja vorletzte Woche besser. Zufall oder Therapieerfolg?

So, jetzt trinke ich noch den Tee.

Ich wünsche Dir, dass Du schlafen kannst.

Sei umarmt!
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2015 Citalopram runterdosiert auf 10 mg, ganz gut.
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2016 im Sommer wieder mehr Schwindel. Dann kamen Herzrasen und Herzrhythmusstörungen, Einschlafprobleme und "Blitze im Kopf " dazu.
Machte mich arbeitsunfähig.

Psychiater stellte um auf Escitalopram 5mg
L-Thyrox von 125 auf 100 Mikrogramm reduziert
Keine Änderung der Symptomatik.

Oktober 2016 EKG beim Kardiologen. QTc-Zeit verlängert. Er riet zum Absetzen von Citalopram

Nach ärztlichem Rat erst im November 4 Wochen lang jeden 2. Tag Escitalopram 5 mg, im Dezember noch jeden 3. Tag, ab Januar dann ganz aufgehört.

Seitdem kontinuierlich immer schlechterer Zustand.
Dauerrauschen im Kopf, Dauerschwindel, Benommenheit, Wattegefühl, Schwäche, Angst , Brain zaps, Schlafprobleme , Unfähigkeit, den Alltag zu meistern. Totale Verzweiflung, Dauerweinen, Hoffnungslosigkeit.

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Weiterhin schwere Symptome, kann nur im Bett liegen, morgens bis früher Nachmittag am schlimmsten. "Kopfattacken", Schwindel bis zur Orientierungslosigkeit, komme nur mit Mühe zur Toilette, Heulkrämpfe vor Angst.
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Re: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Jamie » Sonntag, 17.06.18, 7:56

Hallo Beate,

ich hoffe du hast noch etwas Ruhe gefunden. :)

Meine Güte, die hätten schon viel früher ein neues Blutdruckgerät bestellen müssen!
Man versetzt doch die eh schon angeschlagenen Patienten damit in Angst und Schrecken... :zombie:
Die Ärztin sagte noch, dass eine Symptomverschlimmerung in der Klinik durchaus provoziert würde in den Therapien, damit man dann wirklich mal nachdenkt, dass man was ändern muss.
Dass ist der billige, hilflose und absolut unprofessionelle Kommentar von jemandem, der deine Symptome weder versteht noch einordnen kann.
Im Zweifel kommt das dann von den aufwühlenden Therapien.

Klar - in gewisser Weise stimmt das, aber gerade in deinem Fall ist es eben nicht sinnvoll so zu argumentieren, denn dass sich was ändern muss, damit du wieder ein wenig Frieden in dein Leben bekommst, das weißt du selbst am besten und das schon lange vor der Klinik - man muss dich nicht erst "anstupsen" und "wach machen".
Man kann manchmal nur den Kopf schütteln. :wacko:

Ich hoffe der Sonntag wird erträglich für dich. Wirst du etwas WM heute Nachmittag schauen?

Grüße
Jamie
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Re: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Petunia » Sonntag, 17.06.18, 8:18

guten Morgen, liebe Jamie,

vielen lieben Dank!

Ich versuche auch, gegenüber solchen hilflosen Aussagen ruhig zu bleiben. Es nützt ja nichts, dazu was zu sagen.

glücklicherweise habe ich 6 Stunden schlafen können. bin aber total verspannt und mit dem üblichen Grusel und Angstzuständen aufgewacht.

Werde versuchen, mich heute immer wieder zu beruhigen. unterm Apfelbaum oder im Bewegungsraum.
und ja, Fußball möchte ich gerne schauen. Heute spielt ja Deutschland.
und ich glaube momentan nicht, dass ich es schaffen werde, meine Wauzis zu besuchen in diesem Zustand. obwohl ich sie so sehr vermisse. Mal sehen.

Jetzt muss ich schnell zum Frühstück, bevor abgeräumt wird.

Ich wünsche Dir auch einen guten Sonntag.

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Re: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Jofab » Sonntag, 17.06.18, 8:31

Guten Morgen liebe Beate -

ganz herzliche Grüsse an dich ! ♥️

Es ist sicher gut, dass du ruhig bleiben kannst und hinter diesen Aussagen die Hilflosigkeit siehst.
Das ihre tollen Konzepte bei dir so nicht funktionieren !

Ich wünsche dir, dass du heute ein bischen Entspannung findest. Unter deinem Apfelbaum.
Und beim Fussball treffen wir uns alle. :group:

Alles Liebe für heute
Ilse
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Re: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Petunia » Sonntag, 17.06.18, 10:02

Liebe Ilse,

vielen lieben Dank!

Ich wünsche Dir sehr, dass auch Du heute Ruhe findest und die Symptome Dich nicht so quälen

Mittlerweile liege ich im Bewegungsraum auf einer Matze, mit Kissen und Decke. Habe diese Angstzustände und versuche mich mit leichten Bewegungsübungen abzulenken. Meine Muskeln fühlen sich wie erstarrt an. Ich habe inzwischen richtig Angst vor Bewegung aus Angst vor Symptomverschlimmerung.

Aber das geht so nicht, es ist bestimmt eher die Starre, die Verbesserung verhindert. Ich mache ganz langsam,.Feldenkrais und Thomas Hanna. Dazwischen liege ich und atme. Die Angst flackert immer wieder auf. Als gnadenlos und unmenschlich empfinde ich das. Das ist so viel mehr als pure vorübergehende Angstattacken.

Ok, ich mache weiter. Der diensthabende Arzt will mich nachher auch nochmal sehen.Er wird nichts finden.

Eine dicke Umarmung für Dich
Alles Liebe Beate
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Re: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Li-la022 » Sonntag, 17.06.18, 10:22

Liebe Beate,

Ich kann dich so sehr bezüglich der Angstzustände verstehen... ich hatte das die letzte Woche enorm... ich weiß du schon viel länger... es ist unfassbar das wir das aushalten müssen... aber liebe Beate wie du selber jeden tag spürst... wir schaffen das!

Es ist unmenschlich, da hast du vollkommen recht... und mit jedem tag zerbrechen wir ein Stück mehr.
Aber!!! Du hast in den Fenster gesehen es geht auch anders. Es geht... wir müssen das schaffen... wir alle wollen wieder unser Leben zurück ... und wir holen es Stück für stück.. auch wenn die Schritte steinig und sehr klein sind.

Ich wünsche dir für heute das es zum mittag hin mit der Angst besser wird. Manchmal ist es bei mir früh/vormittag sehr schlimm manchmal zieht es sich durch den tag... ich habe aber gemerkt wenn man sich ablenkt dann wird es anders... vielleicht nicht besser aber ertragbarer... mir ging es die letzten tage schlecht... aber egal wie schlecht ... ich War aktiv und habe mich mit freunden getroffen... und für die Zeit tat das so gut... denn ich konnte mein grübeln unterbrechen und die angst war in der Zeit Viel weniger...

Ich weiß allein sein ist das schwierigste... aber vielleicht schaffst du es heute noch unter deinen Apfelbaum... vielleicht mit mp3 u Strickzeug... ich wünsche es dir... ich wünsche dir von ganzen Herzen endlich Erleichterung!

Liebe grüße Lila
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Diagnose Schlafstörungen / Pannikattacken

März 2017 - Dezember 2017 Opipramol 100mg verschrieben wegen der Schlafstörung
25.12 - 30.12 Reduzieren von 100mg auf 0mg ( wollte der Arzt)
ab 02.01.18 innere Unruhe, Angst, Nervosität, brennende Haut
11.01.18 wieder eindosieren von 50mg ( wollte der Arzt)
Mitte Januar Kopf MRT
zum 01.02.18 Arztwechsel da mein Hausarzt in Rente ging
03.02.18 inneres vibrieren links neben der Wirbelsäule. das vibrieren zog in die Po-Packe und in den Oberschenkel
12.02.18 neuen Arzt aufgesucht, er meint Symptome sind Psychisch Opipramol sofort auf 0mg ab 13.02.18 Escitalopram 5mg
Symprome: starkes Muskelzucken, innerliches Zittern, Schüttelfrost, Kälteschauer, Apettilosigkeit 10kg in 2 Wochen abgenommen,
16.0218 lt Arzt Escitalopram 10mg Symptome wurde immer schlimmer ab 18.02.18 wieder 5mg und ab 21.02.18 Esctialopram 0mg


Symptome : starke Angst und Panik ( vorallem wenn ich allein sein musste) inneres zittern, muskelzucken, frieren, schüttelfrost, brennende Haut, Mandelentzündung, 2x Notaufnahme o.B.
Blutbild o.B.
Schilddrüse o.B
Vitaminemangel oder Nährstoffmangel liegt nicht vor
Borreliose o.B.
MRT HWS und BWS o.B

Irgendwann sagte mir dann der Chef und die Kollegin meines Hausarztes das ich wohl in einem Entzug stecke. Dieser könnte 6-8 Wochen dauern war die Aussage!

Meine
Heute : 23 Wochen opipramol 0 , 22 Wochen ohne Escitalopram


09.05.18 3. Therapiestunde (Verhaltenstherapie)

16.07.18 Aktuelle Symptome :
Ab und an innerliches Zittern ( tagsüber/früh nach dem erwachen)
Ab und an Stromgefühl ( unruhe gefühl) im kopf
~ angst vor der Angst

stubi
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Re: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von stubi » Sonntag, 17.06.18, 10:26

Liebe Beate,

es berührt mich sehr, wenn ich von deinen Zuständen lese und wie unfähig die dort sind.
Das zeigt mir wiederum, dass ich doch nicht so unrecht mit der Beurteilung dieser psychosomatischen Kliniken bin.
Die können doch nur leichtere Fälle in Anführungszeichen erfolgreich behandeln, ansonsten fehlt es einfach an Kompetenz und Einfühlungsvermögen bei den Verantwortlichen, letztendlich geht es doch nur um gute Werbung und somit um viel Geld.


Ich war Anfang 2013 in einer Langzeittherapie wegen meiner Alkoholabhängigkeit in einer Psychosomatischen Klinik.
Was ich dort erlebt habe, spottet jeder Beschreibung. Geldmachmaschine pur und wenn ich es nicht selbst erlebt hätte, ich würde es nicht glauben.
Dies Therapeuten mit ihren bl.... Gelaber gehen mir sowas auf den Senkel und dafür muss auch noch viel harte Währung berappen, ich fasse es nicht. Die müssten sich mal selbst zuhören.

Also wenn man dich hier so liest und somit ein klein bisschen kennt, frage ich mich schon, was dieser intelegente Spruch soll, was sollst du bitte schön ändern in deinem Leben, damit sich deine Zustände verbessern? :evil:

Ich glaube an keine Hilfe mehr von aussen, sondern nur noch an mich selbst, dass ist bei meinen Erfahrungen kein Wunder.

In deinem Fall, dachte ich, die Beate hat jetzt das richtige gefunden und hat die Chance einer wirklichen Verbesserung ihrer Zustände, doch leider schaut es bisher nicht so aus.

Doch die Hoffnung stirbt zuletzt liebe Beate und ich bin mir sicher, dass es auch für dich Hilfe gibt und eine Verbesserung eintreten wird.

Du bist auch eine für mich ganz kluge und starke Frau und ich wünsche dir von Herzen alles Gute. :hug:

Liebe Grüße
Renate
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