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Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Wenn Antidepressiva abgesetzt werden, kann dies zu schweren und langwierigen Entzugserscheinungen führen. Viele Hersteller und Ärzte verharmlosen diese Problematik leider.
weg
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Re: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von weg » Dienstag, 19.06.18, 14:08

hallo beate,

ich wünsche dir viel :fly: :fly: :fly:

ich muss auch so lachen wegen dem mexikaner.

kennst du dieses video auch?

https://www.youtube.com/watch?v=XV7suLR9fPU

mit einem gruss aus der schweiz
herzlich
weg
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28.06.2018 auf 0 kann es noch nicht so recht wahrhaben. kann nicht zwischen entzugssymptomen und gesundheitsproblemen unterscheiden.

12.07.2018 Ranitidin 150 mg Reflux, Reizdarm, Reizblase

Petunia
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Re: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Petunia » Dienstag, 19.06.18, 19:19

Liebe Weg,

danke Dir für das Video, das ist ja auch Klasse 😂🤣😂🤣

Liebe Clarissa und Ihr anderen Lieben,

nach einigem Hin und Her habe ich nun endlich den neuen Therapieplan. Ich kann leider nicht aus allen Gruppen raus, da lassen sie nicht locker, das ist halt hier das Konzept. Aber der Plan ist etwas entzerrt, so weit das möglich war von der Logistik her.

Augenmerk werden wir jetzt vorrangig darauf legen, wie es nach der Klinik weitergeht mit Unterstützung, therapeutisch und organisatorisch. das möchte ich unbedingt geklärt wissen, bevor ich hier gehe.

Heute war mir den ganzen Tag so übel. in der Körpertherapie konnte ich mich nur hinlegen und hab zum Teil meine eigenen Lockerungsübungen gemacht. ansonsten flach gelegen. Zum Glück ist das ok gewesen. Anders wäre es aber auch nicht gegangen.

Es sind jetzt noch drei Wochen hier geplant, gesamt 8 Wochen. Das sollte zu schaffen sein.
Immer wieder kommen diese Anfälle kindlicher Verlassenheit und die Erkenntnis, ein Leben führen zu müssen, dass ich so nicht wollte
Aber es ist nunmal kein Wunschkonzert.

in so einem Zustand ist es schwer für mich angemessen zu agieren. Aber im Fenster habe ich gemerkt, dass das alles sofort geht, wenn die Symptome weniger sind.

Ich hoffe so sehr, dass ich hier wieder in die Entspannung komme. Heute ist mir das nicht gelungen. während der geführten Meditation bei meiner Co-Therapeutin wurde mir plötzlich entsetzlich schwindelig. dabei lag ich einfach nur bequem auf dem Bett! Dann war ich im Kopf so daneben, dass ich dachte ich muss sterben. So stand ich dann noch die obligatorische Stationsbesprechung durch.

Sehr geknickt bin ich, wie meist.

Mal sehen, wie die Nacht wird und morgen.

Seid alle ganz lieb gegrüßt

Alles Liebe Beate
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Seit 2001 Citalopram 20 mg wegen Schwindel und Angstzuständen.

2007 nach Schwächeanfall Diagnose Hashimoto-Thyreoiditis
Eindosieren mit L-Thyrox bis auf 125 Mikrogramm
Insgesamt seit Einnahme von Citalopram 45 kg zugenommen

2015 Citalopram runterdosiert auf 10 mg, ganz gut.
Umstellung auf glutenfreie Ernährung. Daraufhin in 1 Jahr 20 kg abgenommen

2016 im Sommer wieder mehr Schwindel. Dann kamen Herzrasen und Herzrhythmusstörungen, Einschlafprobleme und "Blitze im Kopf " dazu.
Machte mich arbeitsunfähig.

Psychiater stellte um auf Escitalopram 5mg
L-Thyrox von 125 auf 100 Mikrogramm reduziert
Keine Änderung der Symptomatik.

Oktober 2016 EKG beim Kardiologen. QTc-Zeit verlängert. Er riet zum Absetzen von Citalopram

Nach ärztlichem Rat erst im November 4 Wochen lang jeden 2. Tag Escitalopram 5 mg, im Dezember noch jeden 3. Tag, ab Januar dann ganz aufgehört.

Seitdem kontinuierlich immer schlechterer Zustand.
Dauerrauschen im Kopf, Dauerschwindel, Benommenheit, Wattegefühl, Schwäche, Angst , Brain zaps, Schlafprobleme , Unfähigkeit, den Alltag zu meistern. Totale Verzweiflung, Dauerweinen, Hoffnungslosigkeit.

25.04.17
Knall. Totale Panik wegen Brain zaps, massiven Schwindels, Problemen mich zu orientieren.
Notfallmässig zu einem Allgemeinmediziner mit Naturheilverfahren.
Infusion mit homöopathischen Mitteln, Akupunktur, ohne Erfolg

04.05.17
Weiterhin schwere Symptome, kann nur im Bett liegen, morgens bis früher Nachmittag am schlimmsten. "Kopfattacken", Schwindel bis zur Orientierungslosigkeit, komme nur mit Mühe zur Toilette, Heulkrämpfe vor Angst.
Presselin Nervenkomplex
Bringt mir nichts.

25.6.17
Mein Mann trennt sich von mir und wirft mich aus dem Haus.

4 Monate Leben aus dem Koffer

Ende September 2017
2 Wochen Psychiatrie, völlig ausgebrannt, starke Depressionen plus Ängste zu den körperlichen Symptomen dazu.
Versuch mit Tavor: paradoxe Reaktion, Herzrasen
Atosil : ebenso
Sertralin: 5 Tage, dann abgesetzt wegen zu starker Nebenwirkungen, schlaflos, starke Angst
Behandelnde Ärztin frei von jeglicher Empathie, setzt mich stark unter Druck, da Teilnahme an Therapien kaum möglich . Während des gesamten Aufenthalts dauerhaft hoher Ruhepuls um die 100 und zu hoher Blutdruck
Entlasse mich selbst entnervt nach 14 Tagen

Im Anschluss zu einem Arzt/Psychotherapeut.
Gegen den zu hohen RR:
Beta Blocker Beloc-Zoc mite 47,5 mg sowie
HCT Dexcel 25 mg (Hydrochlorothiazid), ein Diuretikum
Ausserdem 5 Tage lang
Opipramol 50 mg und
Olanzapin (Dosierung vergessen)
Olanzapin nach 10 Tagen abgesetzt, Opipramol nach 2 Wochen
Ich vertrage nichts mehr! Macht alles nur schlimmer

Oktober 2017
Eine Woche internistische Klinik wegen Bluthochdruckkrise
Beobachtung, Herzsono und Doppler Halsgefäße o.B.
Vorübergehend ein drittes Medikament (Blutdrucksenker, Name vergessen)
Noch in Klinik abgesetzt

Aktuell (März 2018):
Beloc-Zoc mite 47,5 mg
L-Thyrox 100 mikrogr

Nach wie vor schwere Symptome, Depression, Angst, Heulkrämpfe, Kopfsymptome, "Gruselgefühl" in Brust- und HWS und im Kopf
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Re: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von lunetta » Dienstag, 19.06.18, 22:49

Liebe Beate!

Gut dass wenigstens ein wenig entzerrt wurde.

Was mich immer wieder so traurig macht ist, dass du noch immer deinem Leben nachweinst...
Man merkt dabei, dass du sehr in der Vergangenheit noch hängst, und dann noch Ängste vor der Zukunft hast. Aber im Hier und jetzt lebst du eigentlich derzeit nicht....viel zuviel Energie wird darauf verschwendet auf Vergangenes und Zukünftiges, und die Energie fehlt in der Jetzt-Zeit....
Das würde ich auch versuchen zu bearbeiten irgendwann, denn sonst wirst du immer kraftloser, weil deine Kräfte nicht so groß sind, dass sie für alle 3 Zeitspannen reichen - und JETZT brauchst du deine ganze Kraft! Die Vergangenheit kannst du nicht mehr ändern, also abhaken. Die Zukunft kannst du nicht voraussehen, also auch da nicht allzu viel Energie verbrauchen.

Leb im Hier und Jetzt und lieb dich so wie du jetzt bist, nimm es an deine Bürde, und versuch dich wertzuschätzen auch in deinem jetzigen Zustand!
Hadere nicht so viel mit den Dingen, die nicht mehr zu ändern sind!

Du schaffst das Beate!!!!! ich glaub an dich!!! GLG
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Re: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von lunetta » Donnerstag, 21.06.18, 20:24

Hallo liebe Beate!

Wie geht es dir? Hoffentlich etwas besser!

GLG!
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Re: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Petunia » Freitag, 22.06.18, 7:18

liebe Lunetta,

Lieben Dank.
Nachdem es mir gestern Nachmittag gelungen ist, meine Hunde zu besuchen und abends Fussball zu schauen, bin ich heute früh mit einer schlimmen Schwindelattacke aufgewacht. Eine Stunde lag ich so, dann habe ich mich hingesetzt und nach einer Weile geduscht. muss mich noch überall festhalten und überlege, ob und wie ich zum Frühstück komme.

danach habe ich trotz meiner Entzerrungsversuche einen durchgehenden Therapiemarathon mit Einzel, Musik und Kunst. Alles am Vormittag. danach noch Stationsgruppe und Achtsamkeitsgruppe.

Meine Wahrnehmung ist seltsam und ich habe Sehstörungen und Grusel.

Aber es war schön, gestern meine Hunde in den Armen zu halten. Der Hündin geht's nicht so gut mit ihren Augen, sie scheint Schmerzen zu haben. Muss einen Termin in der Augenklinik machen und es irgendwie dorthin schaffen mit ihr. Meine Bekannte kann das nicht, sie hat insgesamt 6 Hunde zur Zeit zu betreuen und kann die anderen nicht unbeaufsichtigt lassen.

Das ist mein Jetzt.

Ganz liebe Grüße Beate
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von lunetta » Montag, 25.06.18, 15:27

Hallo!

Wie läuft es bei dir Beate?

Hoffe gut! GLG
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Re: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von lunetta » Dienstag, 26.06.18, 16:25

Hallo!

Wie geht es dir Beate? Mach mir Sorgen...

LG
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Re: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Petunia » Dienstag, 26.06.18, 17:01

liebe Lunetta,

das ist sehr lieb, danke!

Bin sehr am Kämpfen, starke Symptome. Kann heute keine Menschen ertragen deswegen, alles zu viel. Habe trotzdem die Einzeltherapie und Körpertherapie, in der ich so weinen musste, plus Stationsbesptechung sowie alle bisherigen Mahlzeiten mitgemacht.

wie schon gesagt, im Bett ist es auch nicht besser, Isolation fördert die schlimmen Gedanken.

Jetzt bin ich endlich unterm Apfelbaum und beobachte die Schafe, die seit gestern wieder hier grasen.

Bin am WE und gestern aber Auto gefahren, in die Wohnung, zu den Wauzis und gestern ins Dorf hier. Vielleicht hat mich das so an die Grenzen gebracht, vielleicht die Therapien, vielleicht der schlimme Zustand der Lyrica eindosierenden Mitpatientin... vielleicht alles zusammen. es ist zum Verzweifeln.

Ich versuche mich über meine zumindest partiell hinzugewonnene Mobilität zu freuen. Aber wenn sich das dann so rächt, ist es schwierig, finde ich. da hilft nur, das positive aufschreiben und weiter durchhalten, irgendwie.

Ganz liebe Grüße,
alles Liebe Beate
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Re: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von lunetta » Dienstag, 26.06.18, 18:55

Beate,
toll, dass du Auto fährst!!!!!
Es wird werden, wirst sehen!

Ich drücke die Daumen und dich! LG
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Re: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Muryell » Mittwoch, 27.06.18, 9:42

Liebe Beate,

das freut mich auch!

Weiterhin alles Gute und liebe Grüße

Muryell
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Li-la022 » Samstag, 30.06.18, 7:58

Liebe Beate,
Wie geht es dir?
Ich hoffe du kannst das Wochenende etwas genießen, vielleicht unter deinen Apfelbaum?

Liebe Grüße
Lila
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Nali 79JofabPetunia
Diagnose Schlafstörungen / Pannikattacken

März 2017 - Dezember 2017 Opipramol 100mg verschrieben wegen der Schlafstörung
25.12 - 30.12 Reduzieren von 100mg auf 0mg ( wollte der Arzt)
ab 02.01.18 innere Unruhe, Angst, Nervosität, brennende Haut
11.01.18 wieder eindosieren von 50mg ( wollte der Arzt)
Mitte Januar Kopf MRT
zum 01.02.18 Arztwechsel da mein Hausarzt in Rente ging
03.02.18 inneres vibrieren links neben der Wirbelsäule. das vibrieren zog in die Po-Packe und in den Oberschenkel
12.02.18 neuen Arzt aufgesucht, er meint Symptome sind Psychisch Opipramol sofort auf 0mg ab 13.02.18 Escitalopram 5mg
Symprome: starkes Muskelzucken, innerliches Zittern, Schüttelfrost, Kälteschauer, Apettilosigkeit 10kg in 2 Wochen abgenommen,
16.0218 lt Arzt Escitalopram 10mg Symptome wurde immer schlimmer ab 18.02.18 wieder 5mg und ab 21.02.18 Esctialopram 0mg


Symptome : starke Angst und Panik ( vorallem wenn ich allein sein musste) inneres zittern, muskelzucken, frieren, schüttelfrost, brennende Haut, Mandelentzündung, 2x Notaufnahme o.B.
Blutbild o.B.
Schilddrüse o.B
Vitaminemangel oder Nährstoffmangel liegt nicht vor
Borreliose o.B.
MRT HWS und BWS o.B

Irgendwann sagte mir dann der Chef und die Kollegin meines Hausarztes das ich wohl in einem Entzug stecke. Dieser könnte 6-8 Wochen dauern war die Aussage!

Meine
Heute : 23 Wochen opipramol 0 , 22 Wochen ohne Escitalopram


09.05.18 3. Therapiestunde (Verhaltenstherapie)

16.07.18 Aktuelle Symptome :
Ab und an innerliches Zittern ( tagsüber/früh nach dem erwachen)
Ab und an Stromgefühl ( unruhe gefühl) im kopf
~ angst vor der Angst

Nali 79
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Nali 79 » Montag, 02.07.18, 19:54

Hallo liebe Beate.

Lange von dir nix gehört :?
Wie geht's dir denn?
Ich hoffe du verträgst gut die Hitze?!

LG Natali
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Seit 02.2016 reaktive Erschöpfung Depression..erstes mal im leben mit angst und panik
Nach langem Leidensdruck wollte. Antidepressiva ausprobieren nach Empfehlung von Psychologen.

02.2017 escitolopram eingeschlichen 2 Monate genommen von 5 bis 15mg. Keine Wirkung nur Nebenwirkungen. 15 kg. Zugenommen

Ausgeschlichen innerhalb 3 Monaten . anscheinend zu schnell...seit dem körperliche und psychische symtome die ich vorher nie hatte.
Erschöpfung..schwere Depression..derelisation...taubheitgefühle in beinen...Rückenschmerzen..leistenschmerzen...Eierstockzsysten..weinkrämpfe..angst besonders morgens.....Panik das es so bleibt.
Seit juni medis frei....im schneken Tempo gehts besser.. gibt's auch zwar selten aber gute Tage

Clarissa
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Clarissa » Donnerstag, 05.07.18, 6:15

Hallo Beate,

auch ich frage mich: wie geht "Deine Geschichte" weiter?
Vielleicht geht es Dir besser, sodaß Dir das Forum überflüssig erscheint?
Auch Erfolgsgeschichten lesen wir so gern!

VG von Clarissa.
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Petunia » Donnerstag, 05.07.18, 7:03

Guten Morgen, Ihr Lieben,

Danke, dass Ihr an mich denkt.

Ich bin sehr müde all die letzten Tage, alles sehr anstrengend.

Seelisch geht's mir unterm Strich besser. Allerdings kommt in den Therapien auch vieles hoch, was mich erstmal zerlegt. Schlimmer Liebeskummer zum Beispiel, den ich mir eigentlich nicht erlauben will, denn jemanden, der einem so viel angetan hat und so dermassen ausgelöscht aus seinem Leben, den darf man doch nicht lieben. Sinnlos.
Aber es hat eben auch sehr gute Zeiten gegeben.

Die Kopfsymptome halten munter an und belasten mich schwer. Ich halte trotzdem alles durch und mache fast alles mit. Auch wenn's quält. Vorgestern Abend war ich mit allen im Ort Eis essen und bin zurück sogar gelaufen, den langen Berg hoch zurück zum Kloster. War nicht einfach. Und einen Tag davor war ich sogar allein im Ort und habe mir Klamotten gekauft. Zum ersten Mal seit 2 Jahren! Kaufe sonst alles online. Das war richtig gut.

Besser werden die Symptome davon nicht. Aber die Gesellschaft und von der Gruppe angenommen zu werden , das tut mir gut.

Wie das dann wird, wenn ich wieder in meiner Wohnung bin, vermag ich nicht zu sagen. Leicht wird's nicht. In gut zwei Wochen werde ich entlassen. Dann werde ich sehen, was sich wirklich verändert hat und wie nachhaltig.

Heute findet zum ersten Mal die tiergestützte Therapie statt. Ich bin sehr gespannt. Leider ist es gleich nach dem Mittagessen und es soll sehr heiss werden. Hoffentlich gibt's da auch etwas Schatten bei den Eseln.

Zwar schlafe ich jetzt meistens wieder 6 Stunden, aber ich sehne mich sehr nach noch mehr Schlaf,
So richtig gemütlich im Bett liegen wie früher, das geht immer noch nicht,

Ich bin auf dem Weg. Aber ich fürchte, es wird noch eine ganze Weile dauern, bis ich mich wieder normal fühle und ich nicht den ganzen Tag durch diesen Schleier von Benommenheit, Schwindel, Derealisation, Grusel und Schmerzen agieren muss. Immer wieder muss ich auch weinen, einfach weil das so anstrengend ist und ich mich immer wieder so einsam fühle.

Ich wünsche Euch alles Liebe und dass Ihr gut durch die Hitze kommt

Beate
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Seit 2001 Citalopram 20 mg wegen Schwindel und Angstzuständen.

2007 nach Schwächeanfall Diagnose Hashimoto-Thyreoiditis
Eindosieren mit L-Thyrox bis auf 125 Mikrogramm
Insgesamt seit Einnahme von Citalopram 45 kg zugenommen

2015 Citalopram runterdosiert auf 10 mg, ganz gut.
Umstellung auf glutenfreie Ernährung. Daraufhin in 1 Jahr 20 kg abgenommen

2016 im Sommer wieder mehr Schwindel. Dann kamen Herzrasen und Herzrhythmusstörungen, Einschlafprobleme und "Blitze im Kopf " dazu.
Machte mich arbeitsunfähig.

Psychiater stellte um auf Escitalopram 5mg
L-Thyrox von 125 auf 100 Mikrogramm reduziert
Keine Änderung der Symptomatik.

Oktober 2016 EKG beim Kardiologen. QTc-Zeit verlängert. Er riet zum Absetzen von Citalopram

Nach ärztlichem Rat erst im November 4 Wochen lang jeden 2. Tag Escitalopram 5 mg, im Dezember noch jeden 3. Tag, ab Januar dann ganz aufgehört.

Seitdem kontinuierlich immer schlechterer Zustand.
Dauerrauschen im Kopf, Dauerschwindel, Benommenheit, Wattegefühl, Schwäche, Angst , Brain zaps, Schlafprobleme , Unfähigkeit, den Alltag zu meistern. Totale Verzweiflung, Dauerweinen, Hoffnungslosigkeit.

25.04.17
Knall. Totale Panik wegen Brain zaps, massiven Schwindels, Problemen mich zu orientieren.
Notfallmässig zu einem Allgemeinmediziner mit Naturheilverfahren.
Infusion mit homöopathischen Mitteln, Akupunktur, ohne Erfolg

04.05.17
Weiterhin schwere Symptome, kann nur im Bett liegen, morgens bis früher Nachmittag am schlimmsten. "Kopfattacken", Schwindel bis zur Orientierungslosigkeit, komme nur mit Mühe zur Toilette, Heulkrämpfe vor Angst.
Presselin Nervenkomplex
Bringt mir nichts.

25.6.17
Mein Mann trennt sich von mir und wirft mich aus dem Haus.

4 Monate Leben aus dem Koffer

Ende September 2017
2 Wochen Psychiatrie, völlig ausgebrannt, starke Depressionen plus Ängste zu den körperlichen Symptomen dazu.
Versuch mit Tavor: paradoxe Reaktion, Herzrasen
Atosil : ebenso
Sertralin: 5 Tage, dann abgesetzt wegen zu starker Nebenwirkungen, schlaflos, starke Angst
Behandelnde Ärztin frei von jeglicher Empathie, setzt mich stark unter Druck, da Teilnahme an Therapien kaum möglich . Während des gesamten Aufenthalts dauerhaft hoher Ruhepuls um die 100 und zu hoher Blutdruck
Entlasse mich selbst entnervt nach 14 Tagen

Im Anschluss zu einem Arzt/Psychotherapeut.
Gegen den zu hohen RR:
Beta Blocker Beloc-Zoc mite 47,5 mg sowie
HCT Dexcel 25 mg (Hydrochlorothiazid), ein Diuretikum
Ausserdem 5 Tage lang
Opipramol 50 mg und
Olanzapin (Dosierung vergessen)
Olanzapin nach 10 Tagen abgesetzt, Opipramol nach 2 Wochen
Ich vertrage nichts mehr! Macht alles nur schlimmer

Oktober 2017
Eine Woche internistische Klinik wegen Bluthochdruckkrise
Beobachtung, Herzsono und Doppler Halsgefäße o.B.
Vorübergehend ein drittes Medikament (Blutdrucksenker, Name vergessen)
Noch in Klinik abgesetzt

Aktuell (März 2018):
Beloc-Zoc mite 47,5 mg
L-Thyrox 100 mikrogr

Nach wie vor schwere Symptome, Depression, Angst, Heulkrämpfe, Kopfsymptome, "Gruselgefühl" in Brust- und HWS und im Kopf
Unfähig zu einem normalen Alltag.

Clarissa
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Clarissa » Donnerstag, 05.07.18, 8:33

Liebe Beate.

Danke für Dein Update!

Ich finde auch: Du bist auf dem Weg, jippie, mehr kann man kaum an Verbesserung erwarten für die Zeit.

Ich kann mich gut an meine Reha entsinnen. Ich habe auch versucht, möglichst viel mitzumachen. Auf meine Symptome hatte es leider ebenfalls wenig Auswirkung. Verbesserungen traten und treten ganz allmählich ein, ich bin ja selbst heute noch nicht zufrieden!

Ich finde es ganz normal, daß Du schlimmen Liebeskummer hast. Ging mir bei meiner ungewollten Scheidung vor vielen Jahren ganz genauso. Man kann es nicht ändern, auch wenn's der Ex-Partner nicht verdient.
Da half leider nur die Zeit ...

Tiergestützte Therapie hatte ich auch, die tat mir gut und ich beschloß danach, mir einen Hund zuzulegen :) .

Ich wünsche Dir für heute einen möglichst angenehmen Tag. Tag für Tag weitermachen ... :sports:

VG von Clarissa
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Jofab » Donnerstag, 05.07.18, 9:11

Liebe Beate,

sehr schön, dass du dich mal meldest !

Das hört sich doch alles nicht so schlecht an bei dir !
Es ist dir jedenfalls möglich, alles mitzumachen.

Vor allem freut es mich, dass es dir psychisch etwas besser geht !

Und das du die Zeit mit deinem Mann betrauerst - wie du schon sagst - es gab ja auch schöne Zeiten und die
Trennung war völlig abrupt für dich.
Gut, dass du jetzt Gelegenheit hast, dich damit auseinanderzusetzen.

Und dann kannst du diesen Menschen vielleicht endlich abhaken ! :x

Ja - es wäre schön, endlich mal wieder einen entspannten Mittagsschlaf halten zu können !
Das wünsche ich mir auch sehnlichst !

Aber vielleicht ist das in ein paar Monaten auch wieder möglich - wer weiss !

Alles Gute für den Tag heute - vielleicht tun dir die Esel gut !

Liebe Grüsse
Ilse
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lunetta
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von lunetta » Freitag, 06.07.18, 9:17

Hallo!

Das klingt doch alles schon um Einiges besser;)

Hab dich erst gar nicht gefunden - neuer nickname...?

LG
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von lunetta » Dienstag, 10.07.18, 16:38

Hallo!

Liebe Beate, wie geht es dir? Alles im grünen Bereich?

Kann mich noch nicht an den neuen nickname gewöhnen;)

LG
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Petunia
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Petunia » Samstag, 14.07.18, 6:59

liebe Lunetta und alle, die Ihr hier mitlest,

ja, habe einen neuen Nickname.

Jetzt ist das letzte Wochenende angebrochen vor meiner Entlassung kommenden Donnerstag. Leider geht's mir gar nicht gut, die körperlichen Symptome sind stark und sehr belastend.

Aber vielleicht ist das auch kein Wunder. ich habe wenig Vorstellung davon, wie es jetzt weitergehen soll. Habe das Gefühl, zurück ins Exil zu müssen. Aber hier bleiben will ich auch nicht mehr. Es ist genug mit der vielen Therapie. Das strengt mich so sehr an und das meiste halte ich einfach irgendwie durch.

Gelernt habe ich, dass ich trotz der Symptome doch mehr durchhalten kann als ich das zu Hause dachte. Allerdings macht es mich aggressiver, wenn es so viel wird. Weil es so anstrengend ist, mit diesem rasenden Kopf zu agieren.

Die Symptome verstärken sich sowohl bei positiven als auch bei negativen Sinnesreizen. ich fühle mich depressiv und überfordert

Aber es gab auch bessere Stunden hier und ich fahre ja etwas Auto und konnte auch wieder einkaufen gehen und mit den anderen Eis essen.

Die Gemeinschaft ausserhalb der Therapien tut schon sehr gut, das Lachen und Klönen.

Bewegen kann ich mich immer noch nicht viel. Habe sehr zugenommen. Das reguliert sich hoffentlich wieder, wenn ich wieder mit den Hunden gehen muss und normal esse
Hier gibt es viel zu viel süßes, täglich Dessert und Kuchen. aber es schmeckt so lecker und dann mag ich nicht drauf verzichten.

Das mit der Nachsorge klappt hier überhaupt nicht. ich hatte immer noch kein Gespräch mit der Sozialberatung.
Das macht mir Angst. Und auch Wut, denn Anlaufschwierigkeiten hin oder her, das müssen die hier doch auf die Reihe bekommen!

So fühle ich mich nach wie vor sehr allein und auf mich selbst gestellt. Das ist schwer für mich. Keinerlei Kontakt zur Familie.

Die anderen hier kehren zu ihren Partnern und Familien zurück. Ich nicht. Klar, ich sollte mich nicht vergleichen, aber das alleine Leben Müssen ist für mich nach wie vor sehr hart.

Aber irgendwie muss und wird es gehen. Trotz der Riesenangst davor.
Und der Angst davor, dass diese belastenden Symptome niemals weggehen.

Optimistisch kann ich gerade so gar nicht sein.

Die Therapie mit den Eseln war schön. Das hat gut geklappt und auch Spaß gemacht. Ein Esel ist zwar kein Pferd, aber Probleme im Umgang und beim Führen hatte ich mit ihnen nicht.

Ich umarme Euch und wünsche Euch ein gutes Wochenende. Wenn ich wieder zu Hause bin, kann ich auch wieder bei Euch mitlesen. Hier in der Klinik habe ich das nicht geschafft.

Alles Liebe Beate
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18.04.2017
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Insgesamt seit Einnahme von Citalopram 45 kg zugenommen

2015 Citalopram runterdosiert auf 10 mg, ganz gut.
Umstellung auf glutenfreie Ernährung. Daraufhin in 1 Jahr 20 kg abgenommen

2016 im Sommer wieder mehr Schwindel. Dann kamen Herzrasen und Herzrhythmusstörungen, Einschlafprobleme und "Blitze im Kopf " dazu.
Machte mich arbeitsunfähig.

Psychiater stellte um auf Escitalopram 5mg
L-Thyrox von 125 auf 100 Mikrogramm reduziert
Keine Änderung der Symptomatik.

Oktober 2016 EKG beim Kardiologen. QTc-Zeit verlängert. Er riet zum Absetzen von Citalopram

Nach ärztlichem Rat erst im November 4 Wochen lang jeden 2. Tag Escitalopram 5 mg, im Dezember noch jeden 3. Tag, ab Januar dann ganz aufgehört.

Seitdem kontinuierlich immer schlechterer Zustand.
Dauerrauschen im Kopf, Dauerschwindel, Benommenheit, Wattegefühl, Schwäche, Angst , Brain zaps, Schlafprobleme , Unfähigkeit, den Alltag zu meistern. Totale Verzweiflung, Dauerweinen, Hoffnungslosigkeit.

25.04.17
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Notfallmässig zu einem Allgemeinmediziner mit Naturheilverfahren.
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04.05.17
Weiterhin schwere Symptome, kann nur im Bett liegen, morgens bis früher Nachmittag am schlimmsten. "Kopfattacken", Schwindel bis zur Orientierungslosigkeit, komme nur mit Mühe zur Toilette, Heulkrämpfe vor Angst.
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Bringt mir nichts.

25.6.17
Mein Mann trennt sich von mir und wirft mich aus dem Haus.

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Ende September 2017
2 Wochen Psychiatrie, völlig ausgebrannt, starke Depressionen plus Ängste zu den körperlichen Symptomen dazu.
Versuch mit Tavor: paradoxe Reaktion, Herzrasen
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Sertralin: 5 Tage, dann abgesetzt wegen zu starker Nebenwirkungen, schlaflos, starke Angst
Behandelnde Ärztin frei von jeglicher Empathie, setzt mich stark unter Druck, da Teilnahme an Therapien kaum möglich . Während des gesamten Aufenthalts dauerhaft hoher Ruhepuls um die 100 und zu hoher Blutdruck
Entlasse mich selbst entnervt nach 14 Tagen

Im Anschluss zu einem Arzt/Psychotherapeut.
Gegen den zu hohen RR:
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HCT Dexcel 25 mg (Hydrochlorothiazid), ein Diuretikum
Ausserdem 5 Tage lang
Opipramol 50 mg und
Olanzapin (Dosierung vergessen)
Olanzapin nach 10 Tagen abgesetzt, Opipramol nach 2 Wochen
Ich vertrage nichts mehr! Macht alles nur schlimmer

Oktober 2017
Eine Woche internistische Klinik wegen Bluthochdruckkrise
Beobachtung, Herzsono und Doppler Halsgefäße o.B.
Vorübergehend ein drittes Medikament (Blutdrucksenker, Name vergessen)
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Aktuell (März 2018):
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Anikke » Samstag, 14.07.18, 9:42

liebe beate,
juhuuu, ich habe deinen thread wiedergefunden!!
du hast einen neuen Nick, ich hatte immer nach dem alten Nick gesucht :)
ich habe zwei-drei Dinge gelesen, die sich verbessert haben u d das freut mich so sehr!!
dass du etwas auto fährst ist wunderbar, in eurer ländlichen Gegend :)
so kommst du raus und kannst vllt eis essen oder mit den Hunden woanders gehen :)
und dass dir der Kontakt mit den Eseln so gut tat, vllt kannst du doch 1-2x in der Woche dein Pferd besuchen?? ich weiß gar nicht ob du es noch hast?
natürlich alles in deinem tempo und deiner Entscheidung :)
ich glaube auch dass dein therapieprogramm zu viel war, das ist so schade dass sie da nicht genügend auf dich eingegangen sind und den plan dauerhaft entschleunigt haben :(
liebe beate, ich denke an dich und wünsche dir dass du die Entlassung u d das wieder-einfinden in deiner momentanen wohnung gut bewältigst.
du weißt ja dass du nicht alleine leben möchtest, ich bin mir sicher, du wirst eine Wohnform finden, die die en Bedürfnissen eher entspricht.
vllt gibt es in deiner Umgebung auch schon Menschen in unserem alter, die in wohngemeinschaften leben?
hier in der Stadt ist das mittlerweile ganz normal, dass auch ältere Menschen Mitbewohner*innen suchen :)
oder vllt gibt es alternative Lebensgemeinschaften in deiner Nähe, ökodörfer oder so etwas?
alles mit der Zeit, nun erst einmal die Entlassung bewältigen, und dann wird sich etwas gutes ergeben, da bin ich sicher :)
liebe grüße
Anikke
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