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Liebe Mitglieder des ADFD-Forums, liebe Interessierte,

wir mussten uns heute, am 31.03.2019, zu einem gleichermaßen ungewöhnlichen wie einschneidenden Schritt entscheiden.
Wir werden das Forum für ca. 4 Wochen für Neuanmeldungen schließen und damit einen Anmeldestopp verhängen.
Bislang freigeschaltete Mitglieder können das Forum natürlich wie gewohnt nutzen und dort schreiben.

Es tut uns leid für diejenigen, die sich nun gerne anmelden möchten und nicht können, aber aufgrund einer völligen Überlastungssituation sind wir nicht mehr in der Lage noch mehr Mitglieder zu betreuen.
Wir müssen uns in den kommenden Wochen auch überlegen, wie das Forum künftig organisiert werden kann, so dass es fortbestehen kann.
Das Forum wurde in den letzten Wochen geradezu mit Neuanmeldungen geflutet und es ist uns nicht mehr möglich, diese Massen an Anfragen auf Basis unseres ehrenamtlichen Engagements zu bewältigen.

Trotzdem wollen wir keinen von Euch hängen lassen.
Zum einen steht in diesem Forum wirklich alles Relevante, was Ihr wissen müsst, wenn Ihr Eure Psychopharmaka verantwortungsvoll, schonend und nachhaltig absetzen wollt und zum anderen haben wir auch extra noch mal die allerwichtigsten Artikel und Tipps für Euch zusammengestellt.
Nehmt Euren Wunsch, Eure Medikamente auszuschleichen aktiv in die Hand, lest die Infoartikel, wühlt Euch durch die Threads der anderen Betroffenen und erlebt, dass alle im gleichen Boot sitzen, benutzt gerne auch die Suchfunktion... Ihr werdet sehen, so gut wie keine Frage wird unbeantwortet bleiben.

=> Hier sind nochmal häufige Fragen von Neuankömmlingen für Euch beantwortet. <=

Für unsere Bestandsmitglieder und natürlich auch für diejenigen, die an den tiefer gehenden Gründen interessiert sind, weswegen wir den Anmeldestopp verhängt haben, haben wir eine genauere Erklärung verfasst.

Wir danken für Euer Verständnis und erbitten zahlreiches und konstruktives Mitwirken
Das Team des ADFD

Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Wenn Antidepressiva abgesetzt werden, kann dies zu schweren und langwierigen Entzugserscheinungen führen. Viele Hersteller und Ärzte verharmlosen diese Problematik leider.
Petunia
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Petunia » Mittwoch, 08.08.18, 13:24

liebe Leni, vielen Dank!

Im Moment verwirrt mich das tatsächlich alles, aber ich werde mir das alles nochmal in Ruhe durchlesen, wenn es mir etwas besser geht.
Schicke mir aber gerne per PN die Namen der Präparate, die Du da nimmst.

Lieben Dank, dass Du Dir die Zeit genommen hast, das so ausführlich und genau für mich aufzuschreiben.

Der Bericht von keac ist in irgendeiner unausgepackten Umzugskiste im Chaos-Zimmer. Ich glaub ich muss das nochmal neu machen. Ist ja auch lange her. habe das Depyrrol genommen damals, bis das Elend so richtig losging. Da hab ich dann nichts mehr im Griff gehabt

Alles Liebe Beate
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Clarissa
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Clarissa » Mittwoch, 08.08.18, 13:32

Hallo.

Meine Frage ist gerade auch etwas off topic, aber soll das nun heißen, daß HPU (habe das erstmal gegoogelt und ist in meinen Augen eine etwas vage Sache) für Beates Dilemma verantwortlich ist?

Leni, bist Du eine HP?

VG von Clarissa
früher als sleepless2014 im Forum unterwegs gewesen, aber nicht mehr schlaflos :party2:

seit Mai 2015 EU-Rentnerin letztlich wegen der Entzugs/PP-Problematik

los ging alles mit lebenslangen Schlafproblemen, die sich in Lebenskrisen mit depressiven Episoden verstärkten

leidvolle Erfahrungen mit Elektro"heil"krampftherapie und ziemlich allen AD, zahlreichen NL und anderen Psychopharmaka wie z.B. Pregabalin, Carbamazepin, Valproat, Johanniskraut, leider auch Diazepam und Zolpidem (von letzteren beiden abhängig geworden) und dem Kaltabsetzen; Erfahrungen auch mit Psychotherapien

Diazepam-frei seit November 2013, Zolpidem-frei seit Mitte April 2014, ohne jegliche Psychopharmaka seit September 2014 (zuletzt das "deckelnde" NL Dominal forte abgesetzt nach raschem Abdosieren)

Inzwischen über 4 Jahre frei von Medikamenten.
NR, keinerlei Alkohol und kaum Koffein, weil alles triggert.
"Reizarmes" Leben einschließlich Ernährung, soweit sich das machen lässt. Streßvermeidung!

Leider nicht symptomfrei.

Petunia
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Petunia » Mittwoch, 08.08.18, 13:45

liebe Clarissa,

ich bin selbst eine HP.

Ich glaube nicht, dass HPU für mein Dilemma verantwortlich ist. Es ging mir schon lange schlecht noch unter Citalopram und da war ich auf der Suche, schon seit 2007. Da hatte ich trotz stabiler äusserer Verhältnisse einen Zusammenbruch. In der Folge habe ich recherchiert und dann kam erst die Diagnose Hashimoto und 2015 dann stieß ich auf HPU. Da war ich inzwischen HP geworden.

Verbesserung haben mir weder das L-Thyrox noch das Depyrrol gebracht.

Auf die Idee, das Citalopram nicht mehr zu vertragen, bin weder ich noch ein Arzt damals gekommen.

Also ich denke über all das nach.
Aber nicht jetzt. Es geht mir richtig schlecht.

Liebe Grüße Beate
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Clarissa » Mittwoch, 08.08.18, 13:51

Liebe Beate.

Danke sehr für die Antwort. Aha.

Die Frage war mehr an Leni gerichtet, ich wollte Dich nicht zusätzlich belasten.

VG von Clarissa.
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Leni » Mittwoch, 08.08.18, 14:21

Hallo Clarissa,

das Thema "HPU" hat mehrere Gemeinsamkeiten mit dem Thema "Entzugserscheinungen von Psychopharmaka". Beide sind den meisten Ärzten unbekannt und beide werden belächelt oder abgestritten. Bei HPU ist es nochmal eine Spur schlimmer.

Ich habe nirgendwo behauptet, dass die HPU für Beate`s Dilemma verantwortlich ist. Darüber steht mir keine Aussage zu.

Ich halte die Hämopyrrolaktamurie jedoch für eine sehr potente Stoffwechselstörung, da sie sehr oft Autoimmunerkrankungen der unterschiedlichsten Art verursacht und oft auch weitere genetische Störungen damit verbunden sind (aber nichts, was nicht behandelbar wäre, wenn man es denn mal weiß). Leider werden dann nur diese AE entdeckt und es wird versucht, sie einzustellen. Mit dem Ergebnis, dass es den meisten trotzdem nicht besonders gut geht. Und manche landen dann in der Psychopharmakahölle.

Mehr möchte ich dazu hier nicht schreiben, das ist Beate`s Thread.

LG Leni
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Petunia » Mittwoch, 08.08.18, 14:31

Kein Problem, liebe Clarissa!

ich finde es hervorragend , was Leni geschrieben hat. Ich kenne einige Fälle von Leuten, denen es richtig schlecht ging; besonders auch psychisch, bei denen sich herausstellte, dass sie HPU haben, oft kombiniert mit Hashimoto. Und die durch die entsprechende Behandlung deutliche Verbesserung erfahren haben.

von daher nochmal danke, liebe Leni !

Ich denke schon, dass mein Hauptdilemma der Kaltentzug ist. Allerdings habe ich die anderen Geschichten auch.

Der Körper ist kompliziert. Und wenn man mit PP, Antibiotika (ich erinnere mich, vor ca. 2 Jahren auch Ciprofloxacin bekommen zu haben bei einer schweren Sinusitis. Habe ich nicht vertragen und nur 2 Tabletten genommen) und sonstigen Medikamenten in das System eingreift, kann das schon viel schlimmes auslösen.

Nicht zu vergessen bei mir die verschlissene HWS mit drei Bandscheibenvorfällen, mit denen ich aber vor dem Entzug ganz gut gelebt habe. Ich bin wild geritten und habe voll körperlich gearbeitet und meine Übungen gemacht.

Das geht jetzt alles nicht mehr, nicht einmal die Übungen.

Also alles verquer.

Ich behalte Möglichkeiten im Hinterkopf, was ich noch tun kann. Aber jetzt ist es gerade sowas von schlimm, dass mein Gefühl sagt, dass ich das System in Ruhe lassen sollte und ihm den Job der Heilung überlassen.
Ich hoffe ich halte durch , so wie Ihr auch.

Lieber 3 Trennungen als Entzug! Wenn das dann aber alles zusammentrifft, ist das schon Hardcore.

Heute bin ich froh, dass ich noch ein paar Fischstäbchen im Tiefkühlfach hatte. Etwas, was ich normalerweise verachte, ich koche normalerweise alles frisch. Aber zur Zeit geht es nicht. Schon am Herd zu sitzen und zu braten ist schwierig.

Aber ich muss ja eh dauernd aufstehen und meiner Hündin Tropfen in die Augen geben. Alle Stunde mit Medikamenten, dazwischen so oft wie möglich Hylogel zur Befeuchtung.
Sie ist so lieb und lässt sich das alles machen. Es gibt aber auch immer ein Leckerli

Alles Liebe Beate
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Katharina » Mittwoch, 08.08.18, 15:14

( Hallo guten Tag !

Icke möchte gerne fragen, was
HPU ist.
Danke.

Liebe Grüße
Katharina )
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Katharina
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Katharina » Mittwoch, 08.08.18, 15:19

( Entschuldigt meine Hartnäckigkeit
Ich habe den Begriff
HPU
jetzt oben ausgeschrieben gefunden.

Danke.
Gruß
Katharina )
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Murmeline » Mittwoch, 08.08.18, 15:39

Liebe Beate,

Zitat

Der Körper ist kompliziert. Und wenn man mit PP, Antibiotika (ich erinnere mich, vor ca. 2 Jahren auch Ciprofloxacin bekommen zu haben bei einer schweren Sinusitis. Habe ich nicht vertragen und nur 2 Tabletten genommen) und sonstigen Medikamenten in das System eingreift, kann das schon viel schlimmes auslösen.

Bitte nimm das doch auch in deine Signatur auf. Auf Fluorchinole haben wir ja auch immer ein Auge.

Murmeline
Erfahrung mit Psychopharmaka (Citalopram, langjährig Venlafaxin und kurzzeitig Quetiapin), seit Sommer 2012 abgesetzt
Hinweis: Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
Einer Deiner Ärzte erkennt Probleme mit Psychopharmaka an? Dann berichte doch hier

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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von lunetta » Mittwoch, 08.08.18, 18:40

Hallo!

Ich bin aus HPL-erin, und meine HP hat mir gesagt, dass Zink in einer schlechten Phase, bzw. Akutphase total kontaindiziert ist, da es schwere NW machen kann!

Mir wurde damals nur Vit. B Komplex, Omega, Vit. D und Zeolith empfohlen.

Leinöl sollte man täglich 1-2 Eßl. zu sich nehmen, und mir hat Zistrosentee in meiner schlimmsten Zeit gut geholfen.

LG
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Petunia
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Petunia » Freitag, 10.08.18, 8:49

Liebe Lunetta,

Lieben Dank für die Info.

Leinöl nehme ich fast jeden Tag zu mir. An sehr schlechten Tagen, wenn ich mir nur Brot und Müsli machen kann, vergesse ich es.

Zur Zeit bin ich nicht in der Lage, mich gut zu ernähren. Ich kann nur das allernötigste in der Wohnung machen. Jede aushäusige Aktion, wie Besuch in der Tierklinik oder einkaufen, werfen mich noch mehr zurück.

Ein Segen, dass es heute regnet und 17 Grad hat statt 33 gestern. Trotzdem war das Erwachen schlimm. Heute muss ich einkaufen. Ich habe noch keine Ahnung, wie das gehen soll. Aber irgendwie geht's ja immer. Und wenn nicht, Müsli und Hundefutter habe ich ausreichend im Haus.

Im Moment tickt mein Kopf schon aus, wenn ich mich auf die Augentropfen für meine Hündin konzentrieren muss. Trotz Liste wann und welche wieviel. Da heule ich schon los. Leise, mehr innerlich.

Island endgültig gestrichen. War eine Schnapsidee. Und nun ist die Entscheidung ohnehin klar, weil meiner Hündin am 22.8., dem geplanten Abreisetag, beide Augen entfernt werden. Sie bekommt Implantate. Danach 4 Wochen zugenähte Augenhöhlen, Halskrause.

Auf die entzugsbedingte Angst kommt so viel "richtige" Angst obendrauf, dass ich nicht weiß, wie ich damit fertig werden soll.
Ich kann im Moment nur stillhalten, mich nicht bewegen, der Schwindel schlägt so zu und auch das Sehen ist schwierig.

Mir graut es so sehr!
Ich suche nach Möglichkeiten, mich da nicht so sehr reinfallen zu lassen. Ich sehe das Strickzeug an und die viele Wolle, die hier herumliegt. Könnte aber einen Schreikrampf bekommen, wenn ich ans Stricken denke. Wozu soll ich das machen ?

Mir kommt alles sinnlos vor. Ich war noch nie so depressiv. Wenn ich in Gesellschaft bin und rede, komme ich mir vor wie ein Automat. Ich traue mich ja nicht zu sagen, wie hoffnungslos und verzweifelt ich mich fühle. Dass ich ständig über diese heftigen Beschwerden hinweg rede, Interesse bekunde, wo eigentlich keines ist.
Dass schon jeder Gang zur Toilette eine Überwindung ist und ich vorher schon überlege, das mit irgendetwas, was ich noch tun muss, zu verbinden, damit ich nicht so oft aufstehen muss.

Andererseits muss ich mich ja auch bewegen.
Ich sehne mich danach, etwas Glück fühlen zu können, mich wieder sicher in mir zu fühlen.
Es kommt mir alles so kaputt vor.

Mir fällt gerade ein Spruch von Karl Valentin ein:
Ich freue mich, wenn es regnet. Denn wenn ich mich nicht freue, regnet es auch.

Schön, gell? So würde ich gerne denken können.

Ich wünsche Dir und Euch allen einen irgendwie erträglichen Tag mit Luft zum Atmen

Alles Liebe Beate
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Petunia » Freitag, 10.08.18, 10:04

Ihr Lieben,

gerade wird wieder alles schlimmer. Meine Güte...

Die vom sozialpsychiatrischen Dienst rufen auch nicht zurück. War für gestern versprochen. Da soll man sich nicht verlassen fühlen?

Vielleicht rufe ich da nachher nochmal an. Aber ich bin so müde davon.
Wenn dieses unerträgliche Gefühl im Körper doch nur mal verschwinden würde.
Und psychisch dieses Gefühl, wohin ich meine Arme auch ausstrecke, greife ich ins Leere.

Ich bin doch selber groß. Wieso dieses ständige Gewinsel um Hilfe?

Versuche zu sortieren. Was genau ist los?

Grusel in der Wirbelsäule.
Schwindel mit Übelkeit und Durchfall.
Große Angst.
Mühe zu trinken.
Heulanfälle , sowie ich aufstehe und die Symptome noch schlimmer werden.
Einkaufen so nicht möglich.
Bedürfnis zu schreien
Muskeln im Oberkörper krampfen
Keine Schmerzen
Aber grausame Mißempfindungen
höllenlauter Kopf

Was kann ich tun?

Abwarten, bis besser
Atmen
Fascienrolle zum Ablenken
kleine Schlucke trinken

mehr fällt mir nicht ein

Gestern war ich bei Gluthitze in der Stadt

heute liege ich mit Angst und Grusel auf dem Sofa und will nicht mehr. will das nicht jeden Tag wieder aushalten müssen.
Obwohl es kühl ist

woher soll ich Hoffnung nehmen?
Mir stehen doch immerzu nur schwere Dinge bevor. nichts schönes, was ich tun kann

jetzt hör ich auf

liebe Grüße Beate
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Kaenguru70 » Freitag, 10.08.18, 10:26

Liebe Beate,

Du hast mein ganzes Mitgefühl.
Was mich am meisten ärgert, hätten wir eine rein körperliche Erkrankung hätten wir wahrscheinlich Hilfe und Mitgefühl.

Das Stigma, das Unverständnis und die Ignoranz regen mich auf.

Du hast jetzt nicht die Kraft, weil du in deinen Lebenskampf verstrickt bist, aber es wäre an uns Betroffenen massiv aufzuklären und damit nachfolgende Generationen zu schützen.

So wie es dir geht, brauchst du doch Hilfe.
Wie soll man den mit den ganzen Symptomen funktionieren?
Der Stress und die Sorge um deine Hündin, die Scheidung und der Alltag sind einfach zuviel.

Gibt es bei euch auch Organisationen für psychisch Kranke, die Unterstützung anbieten?
Bei uns heisst das ...(Stadtname)..Kontakte.
Das hatte meine Mutter. Sie ging mit ihr zum Arzt und machte auch privates.
Meine Mutter hatte einen Zivildienstleistenden, der einkaufte und eine Putzfrau. Sie hatte EU Rente und einen Schwerbehinderten Ausweis wegen Brustkrebs, einem kompliziertem Beinbruch und wegen Augenproblemen.

Gäbe es da noch Möglichkeiten?

Viele Grüsse
Sarah
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Clarissa » Freitag, 10.08.18, 10:39

Liebe Beate,

mein vollstes Mitgefühl hast Du auch!

Für mich ist es übrigens eine körperliche Erkrankung, ich habe richtig körperliche Defizite und Du ja offenbar auch.

Dazu kommen Deine belastenden derzeitigen Lebensumstände, unvorstellbar..

Du mußt Dir unbedingt Hilfe holen, zur Not privat bezahlt, wenn Du es Dir leisten kannst. Ich mache das immer noch, wenn ich irgendwas gar nicht hinkriege...
Oder so, wie es Sarah empfiehlt. Ruf diesen Dienst nochmal an bitte.
Damit Du Deinen Alltag am Laufen halten kannst.

Ganz besorgte und mitfühlende Grüße von Clarissa.
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Petunia » Freitag, 10.08.18, 11:36

liebe Sarah, liebe Clarissa,

vielen lieben Dank.

Man sagte mir, der sozialpsychiatrische Dienst sei dafür zuständig. Die helfen auch , wenn man Berentung und sowas beantragen muss und begleiten zu Behörden und so.

Ich warte auf Rückruf. Am Telefon sagte man mir, dass sie derzeit sehr unterbesetzt seien.
momentan habe ich keine Kraft, noch nach anderen Möglichkeiten zu suchen

Beim Pfarrer könnte ich es auch nochmal versuchen. bis jetzt habe ich das aber noch nicht hinbekommen.

Gerade ist der Hundemann mit den Wauzis unterwegs. Er wollte wissen, weshalb ich die Augen nicht einfach rausnehmen und zunähen lasse. dann hätte ich keine Arbeit mehr damit und keine weiteren Kosten für Tropfen und jährliche Kontrolle.

Aber wenn es beide Augen sind, ist das doch zu brutal! Der Anblick erschreckt alle und es gibt dann auch mehr Probleme für sie mit den sozialen Kontakten zu anderen Hunden.
reicht doch wohl schon, wenn ich so ausgegrenzt bin.

Mit den Implantaten "schaut" sie halt doch noch irgendwie. Die Hornhaut bleibt, innen drin ist dann Silikon. Deshalb muss weiter befeuchtet werden mehrmals täglich. Mit Hylogel. Das ist ja nicht so teuer.

Ich pack das trotzdem nicht wirklich. Bin wie gelähmt. Alle Ratio greift nicht, wenn es körperlich so schlecht ist.

Psychisch krank ist so ein schrecklicher Ausdruck. Aber ich bin es wohl.
Aber im Grunde fühle ich mich so ausgeknockt vom Entzug und vom Leben mit den quälenden Symptomen.

Oh, vergessen, meinen Beta Blocker zu nehmen.
schnell rein damit.

Ja, wir Betroffenen müssen aufklären. Aber wo und wie? Niemand will uns hören.

Alles, was ich von mir gebe in dieser Richtung, wird als Symptom meiner schweren Depression gewertet. Man sagt, jaja, aber im Entlassungsbrief der Klinik steht dann doch nichts von Entzugssyndrom, nur schwere depressive Episode.

Es ist so schwer zu beweisen, dass es anders ist.

Eine Demo? Wer von uns Betroffenen ist dazu in der Lage?
Fernsehen? Wer geht da hin, wie überzeugt man Journalisten und Redakteure?
Es gibt zum Glück schon einige Ansätze, das ADFD, das für so viele die Rettung ist und hervorragende Arbeit leistet. Dr. Ansari. Wie viele Ärzte konnte er schon mit ins Boot holen? Wie erfahren wir Betroffenen das?

Welche Ärzte und Psychologen stellen sich auf unsere Seite?

Wie viele, die das hinter sich haben, sind bereit, weiter für die Sache zu kämpfen? Uns, die wir noch mittendrin stecken, zu unterstützen? Sie sind froh, das endlich hinter sich zu haben und kämpfen vielleicht auch weiter gegen ihre Grundkrankheiten. mit anderen Mitteln als PP. Mehr als verständlich und nachvollziehbar, dass das alle Kraft kostet.

Ich habe mir schon vorgenommen, weiter aufzuklären, wenn ich das mal hinter mir haben sollte, woran ich momentan aber nicht glauben kann.
Aber ob ich das dann auch tun kann , vermag ich jetzt nicht zu sagen.

Immerhin konnte ich meinen Mitpatienten in der Klinik vermitteln, dass sie ihre Medikamente ganz langsam ausschleichen müssen und sich hier informieren können, wenn es so weit ist.

Besser als nichts.

Und ich schreib hier herum in meiner Verzweiflung und ausser Euch, die Ihr eh Bescheid wisst, liest das keiner.

Habe eben erst das zweite Glas Wasser geschafft. Das ist nur ein halber Liter. Mindestens einen muss ich heute noch trinken. Was für eine Aufgabe. Nur zimmerwarmes Wasser geht. Von heissem wird mir schlecht. Warum, weiß ich nicht. Ich kann schon ewig keinen Tee mehr trinken. Egal welchen.
Auch in der Klinik habe ich fast nur Wasser getrunken. Manchmal auch Cappuccino. Das ging seltsamerweise.
Hier aber nicht.

Auch zu Obst kann ich mich nicht überwinden.
Eigentlich mag ich gar nichts essen. Das tue ich nur, weil es sein muss.

Alles, was ich will, ist diese körperlichen Symptome loswerden.

ich versuch's jetzt nochmal beim sozialpsychiatrischen Dienst.

Alles Liebe für Euch
Beate
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Petunia » Freitag, 10.08.18, 11:44

heute niemand mehr da beim sozialpsychiatrischen Dienst. Verweis auf Krisendienst. Da hab ich letztes Jahr mal angerufen. Die verwiesen mich an diese schreckliche Psychiatrie, in der ich zwei Wochen war.
Das ist ja keine Lösung!

liebe Grüße Beate
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Li-la022 » Freitag, 10.08.18, 11:48

Liebe Beate,

Ich lese ja immer deinen Thread mit. Du hast meinen größten Respekt wie du trotz deiner vielen schlimmen Symptome und dieser Verzweiflung immer wieder die Stärke aufbringst weiter zu machen, du reflektierst Alles so klar. Du bist eine ganz tolle Frau!

Liebe Grüße
Lila
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Diagnose Schlafstörungen / Angststörung / Panikattacken

2016 5mg Escitalopram kurzzeitig 10mg - diese jedoch wieder auf 5mg reduziert wegen unruhiger Beine
März 2017 - Dezember 2017 100mg Opipramol

bis 23.12.2017 = 100mg Opipramol
ab 24.12.2017 = 50mg Opipramol
ab 31.12.2017 = 0mg Opipramol
Absetzplan vom Arzt bekommen!


ab 02.01.2018 extreme Unruhe, Angstzuständige, Herrasen / Herzstolpern

ab 12.01.2018 50mg Opipramol ( Rücksprache Arzt)

30.01.2018 mein Hausarzt geht in Rente
12.02.2018 aufsuchen des neuen Hauarztes wegen inneren vibrieren
lt Hausarzt psychisch bedingt, sollte sofort Opipramol absetzen und 5mg Escitalopram beginnen

folgende Symptome : Unruhe, innerliches zittern/vibrieren, Muskelzucken, Schüttelfrost, Angst und Panik, Ohrenrauschen, starke Verspannungen

15.02.2018 lt neuen Arzt Aufdosierung auf 10mg Escitalopram da Symptome so schlimm waren
19.02.2018 lt Arzt vertrage ich Escitalopram nicht , da Symptome immer schlimmer werden, sofort Absetzen

Fazit :
12.02.2018 Kalt Opipramol entzogen
19.02.2018 sofort Absetzen von Esticalopram nach 1 Wöchiger Einnahme

Arzt erkannte Entzug nicht! Seine Kollegin und sein Chef allerdings schon. lt Aussage sollte der Entzug nach 6 Wochen vorbei sein

Im Entzug : 2 x Notaufnahme
Blutbild ohne Befund
EKG ohne Befund

Vom Arzt verordnet:
Kopf MRT ohne Befund
HWS und LWS MRT ohne Befund
Blutbild ohne Befund
Stulhprobe ohne Befund
Schilddrüsenwerden i.O, kein Eisenmangel, kein Vitaminmangel

Symptome im Entzug
- Schüttelfrost
- inneres Zittern /Vibrieren
- extreme Angst / Panik
- Angst verrückt zu werden oder Psychose zu bekommen
- Angst vor der Angst
- starkes Muskelzucken
- starke Verspannungen
- Appettitlosigkeit
- Abnahme Gewicht 10kg in 14 Tagen
- Durchfall
- Unruhe im Kopf / Stromgefühl im Kopf
- Herzrasen / Herzstolpern
- Ohrenrauschen
- anfällig für Infekte
- Neuroemotionen - Neuroangst
- Unruhe
- extreme Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit

Seit 63 Wochen auf 0mg Opipramol :party2:
Seit 62 Wochen auf 0mg Escitalopram :party2:



Befinden aktuell ( 22.04.19)
- es hat sich vieles verbessert
- Angst vor der Angst, manchmal noch Angst vor psychose und verrückt zu werden
- immer noch wellen / Fenster

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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Kaenguru70 » Freitag, 10.08.18, 12:00

Petunia hat geschrieben:
Freitag, 10.08.18, 11:44
heute niemand mehr da beim sozialpsychiatrischen Dienst. Verweis auf Krisendienst. Da hab ich letztes Jahr mal angerufen. Die verwiesen mich an diese schreckliche Psychiatrie, in der ich zwei Wochen war.
Das ist ja keine Lösung!

liebe Grüße Beate
Liebe Beate,

Das ist der Grund, warum ich bisher nie in eine Psychiatrie gegangen bin. Es kann noch schlimmer werden.
Aber das ist nur für mich hier gültig, weil die für mich zuständige ist nicht zu empfehlen.

Psychisch krank nenne ich uns nur, weil es immer einen Namen braucht, wenn man irgendwo vorstellig wird und Hilfe braucht.
Wir wissen, dass es Entzug ist und viele körperliche Symptome hat und vor allem auch wieder weggehen kann.

Jeder mag es für sich benennen wie er mag. Es gibt ja auch die verschiedensten Gründe und Grunderkrankungen, weswegen man AD nimmt und die sind NICHT alle psychisch.

Ich drücke dir die Daumen, dass du für dich bald Hilfe bekommst.

Liebe Grüsse
Sarah
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Clarissa
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Clarissa » Freitag, 10.08.18, 12:37

Hallo nochmal.

Ich trinke auch fast nur Wasser, früh als erstes eine große Tasse warmes. Macht mir nichts aus. Aber ich zwinge mich nicht zu einer bestimmten Menge. Wozu soll das gut sein? Jeder Zwang widerstrebt mir.
Obst mag ich zu gern, obwohl das ja ernährungstechnisch gar nicht so gut sein soll. Zeitlang aß ich mal keines, ging mir trotzdem nicht besser :( .

Ich bin EU als therapieresistente Depression und Sucht, glaube ich. Kein Wort von Entzug und körperlichen Schäden. Na und? Ich habe keine Depression (mehr), ich habe einen Schaden durch PP und Entzüge und EKT, der mich manchmal auch psychisch in die Knie zwingt, klar.

Ich versuche nicht mehr, meine Diagnosen gerade zu rücken. Beschriebenes Papier, sonst nichts.

Ich würde ja kämpfen um Anerkennung etc., wenn ich einen Sinn darin sehen würde und genügend Kraft hätte. Der Alltag verlangt meine ganze Kraft.

Meine Aufklärungsversuche IRL verliefen in's Leere, traf nie auf offene Ohren, habe mir damit eher Feinde gemacht. Alle glauben ihren Therapeuten: die PP sind gut, machen nicht abhängig, geht nicht ohne. Blablabla. Dagegen komme ich nicht an, zumal ich "ohne" ja auch nicht richtig "fit" bin.

Über's WE kommst Du doch erstmal, oder? Bloß keine Klinik, würde ich meinen!
Hast den Hundemann und hältst den Ball flach. Und Montag rufst Du bei dem Dienst wieder an. Hilft ja alles nix.

Wir denken an Dich!

VG von Clarissa.
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Petunia » Freitag, 10.08.18, 12:58

liebe Sarah,

ich danke Dir sehr. Dass Du mir schreibst, obwohl es Dir selbst so schlecht geht. Habe gerade bei Dir gelesen und bin sehr betroffen und wünsche Dir von Herzen, dass es auch bei Dir ganz bald besser wird .

Das wünsche ich natürlich Euch allen, die Ihr mir so lieb schreibt.

Die Symptome vom Benzoentzug unterscheiden sich anscheinend nicht von denen eines SSRI-Kaltentzuges. naja, das ist ja auch einleuchtend im Grunde genommen .

Nein, Psychiatrie bringt nichts gutes.
Du nimmst aber trotzdem noch drei verschiedene PP? Habe ich das richtig gelesen?

ich schicke Dir eine dicke Umarmung
Alles Liebe Beate

Es ist so schlimm, dass ich an gar nichts anderes mehr denken kann als Entzug und Symptome und das alles.

Meine eine Schwester hat mich gefragt, ob ich denn in der Klinik nichts gelernt habe, wie ich mit dem Alleinsein und der Angst besser fertig werden kann.

klar: Leute treffen, neue soziale Kontakte aufbauen, stricken, malen, ein Buch schreiben, achtsam Blätter etc. fühlen, Hunde streicheln, spazieren gehen (das muss ich heute Abend), lesen, Musik hören, meditieren

Das kommt mir im Moment vor wie leeres blabla
ich kann so keine neuen sozialen Kontakte aufbauen. Wo soll ich Leute treffen?

Ich habe mir gerade mit Mühe meine restlichen Kartoffeln gekocht . Eher zerkocht, weil ich sie vergessen habe auf dem Herd. Mit etwas Butter und Salz gegessen. Achtsam wohlgemerkt.

Ich kann mir in diesem Zustand auch niemanden einladen. Mag auch niemanden mehr fragen.

warten, warten warten.....
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Aktuelle Medikation:

Metoprolol 47,5 mg (Beta Blocker)
L-Thyrox 100 mikrogramm

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