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Liebe Mitglieder des ADFD-Forums, liebe Interessierte,

Update: Die Wiedereröffnung für neue Teilnehmer verzögert sich noch ein wenig. Geplanter Termin ist der 1.8. Das neue Konzept steht aber mittlerweile und wir arbeiten im Hintergrund an der Umsetzung.

Erste Veränderungen in Form zweier neuen Rubriken sind nun eingestellt, Erläuterungen siehe den Artikel über die geplanten Änderungen.


Seit dem 31.03.2019 Ist das Forum für Neuanmeldungen geschlossen. Bislang freigeschaltete Mitglieder können das Forum natürlich wie gewohnt nutzen und dort schreiben.

Es tut uns leid für diejenigen, die sich nun gerne anmelden möchten und nicht können, aber aufgrund einer völligen Überlastungssituation sind wir nicht mehr in der Lage noch mehr Mitglieder zu betreuen. Wir müssen uns in den kommenden Wochen auch überlegen, wie das Forum künftig organisiert werden kann, so dass es fortbestehen kann. Das Forum wurde in den letzten Wochen geradezu mit Neuanmeldungen geflutet und es ist uns nicht mehr möglich, diese Massen an Anfragen auf Basis unseres ehrenamtlichen Engagements zu bewältigen.

Trotzdem wollen wir keinen von Euch hängen lassen.
Zum einen steht in diesem Forum wirklich alles Relevante, was Ihr wissen müsst, wenn Ihr Eure Psychopharmaka verantwortungsvoll, schonend und nachhaltig absetzen wollt und zum anderen haben wir auch extra noch mal die allerwichtigsten Artikel und Tipps für Euch zusammengestellt.
Nehmt Euren Wunsch, Eure Medikamente auszuschleichen aktiv in die Hand, lest die Infoartikel, wühlt Euch durch die Threads der anderen Betroffenen und erlebt, dass alle im gleichen Boot sitzen, benutzt gerne auch die Suchfunktion... Ihr werdet sehen, so gut wie keine Frage wird unbeantwortet bleiben.

=> Hier sind nochmal häufige Fragen von Neuankömmlingen für Euch beantwortet. <=

Für unsere Bestandsmitglieder und natürlich auch für diejenigen, die an den tiefer gehenden Gründen interessiert sind, weswegen wir den Anmeldestopp verhängt haben, haben wir eine genauere Erklärung verfasst.

Wir danken für Euer Verständnis und erbitten zahlreiches und konstruktives Mitwirken
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Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Wenn Antidepressiva abgesetzt werden, kann dies zu schweren und langwierigen Entzugserscheinungen führen. Viele Hersteller und Ärzte verharmlosen diese Problematik leider.
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von stubi » Dienstag, 25.12.18, 10:09

Liebe Beate,

es ist schwer wenn man liest wie schlecht es dir noch immer geht und wie schlimm dein Leiden ist.
Ich lese ja schon lange bei dir mit und es will sich einfach keine Besserung bei dir eintreten, ganz im Gegenteil es wird ja von Mal zu Mal schlimmer.

Liebe Beate du musst dich für dein Jammern nicht entschuldigen, wenn nicht hier wo dann?

Nicht einmal die Ärzte können dir helfen und das würde jeden in die Verzweiflung treiben, doch bitte liebe Beate gib nicht auf, bitte glaube an Heilung, wenn sie auch ich gebe ja zu, lange auf sich warten lässt.

Jedesmal, hoffe ich so sehr für dich, dass es jetzt endlich soweit ist und du Erleichterung erfährt und dann diese Enteuschung das es wieder nicht funktioniert hat.

Dabei hast du ja doch selbst soviel Wissen was die Gesundheit und ihrer Wiedererlangung betrifft, dass steht dir womöglich im Weg und deshalb ist vielleicht die Verzweiflung so groß, wenn die Heilung und Verbesserung wieder einmal nicht eintrifft.

Ich könnte jetzt klug schreiben, " lass los und akzeptiere dein Leiden," wohlwissend wie schwer es für dich sein muss so zu handeln und es überkommt mich Wut und Verzweiflung, dass ich dir nicht helfen kann, ausser dir immer wieder zusagen, " bitte liebe Beate verliere die Hoffnung nicht, es gibt auch Heilung für dich."

Ich drücke dich und wünsche dir alles Gute. :hug:

Liebe Grüße
Renate
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Anikke » Dienstag, 25.12.18, 11:31

Liebe Beate,
ich wünsche dir eine ganz entspannte, wohligebwritere Weihnachtszeit!
Wie schön dass deine Nachbarn zu Sylvester da sind und ihr gemeinsam Zeit verbringen werdet :)
Und schön dass dieser unsägliche rehaaufenthalt für dich bald ein Ende hat!
Quarantäne ist iwie auch doof aber vllt besser als speisesaal!?
Ganz liebe grüße anikke
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Rosenrot » Dienstag, 25.12.18, 14:39

Liebe Beate,

das klang ja nicht so schön heute Morgen. Hoffentlich geht es dir jetzt ein bisschen besser.

Unsere heutige Superheldin soll dir helfen, in einem Winkel deines Herzens die gewünschte Akzeptanz zu entwickeln. :fly:
Auf dass sich dann Manches besser bewältigen lässt.

Sei lieb umarmt! :hug:
Rosenrot
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Jofab » Mittwoch, 26.12.18, 14:52

Liebe Beate,

wie geht es dir ? War dein Tag gestern noch einigermaßen erträglich ?

Eine dicke Umarmung für dich.

Ilse :hug:
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Petunia » Mittwoch, 26.12.18, 18:55

Hallo Ihr Lieben,

Jetzt haben wir Weihnachten für dieses Jahr so gut wie überstanden.

Ich danke Euch sehr für Eure lieben Worte.

Heute früh wurde meine Quarantäne aufgehoben.
Hatte um 9 Uhr sogar eine Physio, war sehr anstrengend für mich, obwohl sie nur meinen Rücken massiert hat.

Aber es ging mir vormittags wieder sehr mies.
Mittags bin ich aber 500 Schritte gegangen und saß mit Decke eine Dreiviertelstunde in der Sonne an der offenen Balkontür.

Immer wieder aber wird mir im Kopf so seltsam. Naja.

Bis eben war überraschend meine Freundin, die ich in der Klosterklinik kennen gelernt hatte, zu Besuch. Ich habe mich ganz doll gefreut!

Jetzt bin ich platt, das viele Reden mag mein Kopf ja auch nicht, meine Seele aber schon.
Dafür nehme ich jetzt starke Kopfschmerzen und verstärkten Schwindel in Kauf.

So nimmt dieses Weihnachten doch noch ein versöhnliches Ende.

Alles Liebe für Euch

Beate
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Petunia » Freitag, 28.12.18, 6:16

Guten Morgen, Ihr Lieben,

Ich hoffe, Ihr findet Ruhe und Frieden zwischen den Jahren und könnt die Zeit auch ein wenig genießen.

Seit 4 Uhr liege ich wach und mache mir fürchterliche Sorgen, wie mein Leben weitergehen soll.

Schmerzen im Unterbauch und im rechten Bein, dazu starke Kopfschmerzen, lassen mich erst recht nicht schlafen.

Gestern war der Sozialdienst bei mir. Morgen geht der Antrag auf Schwerbehindertenausweis raus. Ich weiß, das sollte kein Drama sein, denn vielleicht bringt mir das ja ein paar Erleichterungen. Und dennoch kommen mir ständig die Tränen.

Es ist einfach schwer, diese Tage durchzustehen. Ich sehe auch, wie meine Mitpatienten aus der Klosterklinik Fortschritte machen, alle fahren Auto und können wieder arbeiten und haben auch wieder Spaß. Es ist auch für sie nicht leicht, aber sie sind fähig zu einem normalen Alltag. Ich nicht. Ich hab das Gefühl, alle ziehen mir davon und ich bleibe übrig in Krankheit und Leid.

Depressionen sind so schlimm. Sie anzunehmen so schwer. Ist ja egal, warum ich sie habe, sie sind da. Die Schmerzen verstärken sie und dann sehe ich einfach kein Land. Und alle hier sagen mir ständig, ich brauche viel Zeit und Geduld. Es ist aber eben auch schon so viel Zeit vergangen, in denen ich Geduld haben und so leiden musste.

Ihr wisst, wie das ist.

Heute werde ich um 9 Physiotherapie haben und um 11 hilft man mir beim Duschen und dann habe ich den ganzen restlichen Tag nichts mehr. Und dann kommt das Wochenende, wo gar nichts los ist. Das ist einfach nur furchtbar, dieses Aushalten ohne Ablenkung. Ich gehe meine mittlerweile 2500 Schritte im Flur herum mit dem Rollator, esse dreimal täglich und das war's. Aber mehr geht einfach nicht. Ich beobachte mich in melner Passivität, und dann verachte ich mich dafür so, auch wenn ich weiß, dass das schlecht ist.

Zu Hause geht's dann gerade so weiter. Ich hab große Angst davor. Am 9 1. werde ich zwei Jahre auf Null sein. Letztes Jahr um diese Zeit hatte ich Hoffnung, dass es dieses Jahr besser wird, dass ich längere Fenster haben werde. Das ist nicht passiert. Es gab nur eun Fenster von 4 Stunden, wo ich beschwerdefrei war und alles gut, und ein zweites von zwei Stunden vor ein paar Wochen.

Das ist nicht so wirklich viel und macht mir nicht gerade Mut.

Ständig habe ich das Gefühl, dass ich was an meinen Lebensumständen ändern muss, damit es mir zumindest mental besser geht. Wahrscheinlich ist das Unsinn. Die quälenden Gedanken umprogrammieren wäre wohl eher die Lösung. Aber ich weiß immer noch nicht, wie ich das tun kann.

Jetzt habe ich eine Menge doofen Text geschrieben. Noch eine Dreiviertelstunde warten bis zum Frühstück.
Schlafen wäre gut. Zumindest habe ich aber die Nächte davor ganz gut geschlafen.

Alles Liebe Beate
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von stubi » Freitag, 28.12.18, 10:31

Liebe Beate, :hug:

sehr betroffen lese ich deine Zeilen hier und ich fühle deine Verzweiflung und Traurigkeit.
Leider habe ich keine Idee wie ich dir Aufmunterung verschaffen könnte.

Ich kann es dir nachfühlen wie verzweifelt du nach Erleichterung und Heilung hungerst und es will sich nichts von all dem einstellen was du nur zweimal kurz erfahren hast.
Doch du darfst die Hoffnung nicht aufgeben hörst du, es ist das einzige was wir noch haben, die Hoffnung, dass alles wieder gut werden kann und du wieder heilen wirst.

Ich wünsche dir von Herzen alles Gute liebe Beate.

Liebe Grüße
Renate
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Petunia » Freitag, 28.12.18, 13:27

Liebe Renate,

Lieben Dank für Deine Empathie.

Ich hoffe, Dir geht's besser und Du kommst gut durch diese Tage.

Der Tag heute ist für mich nur zum Abhaken, trotz herrlichen Sonnenscheins draußen und frisch gewaschenen Haaren. Aber mir platzt fast der Schädel und die quälenden Gedanken werde ich nicht los. Und Zahnweh hab ich nach dem Mittagessen bekommen, drei Zähne, ganz plötzlich. Vielleicht ist es das Zahnfleisch, denn dass plötzlich drei Zähne auf einmal, das ist doch verrückt

Hoffentlich hört das auf, denn was soll ich denn damit machen? Zahnarzt hier, am Wochenende?
Beim Gehen jedenfalls ist es richtig arg geworden.

Dafür tut das Bein nicht mehr weh.

Ich leg mich hin und stell mich tot. Den Schwestern hab ich nicht gesagt, wie mies es mir geht. Ist ja keine Psychosomatik hier.

Ich drück Dich, alles Liebe
Beate
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von lunetta » Freitag, 28.12.18, 16:23

Hallo Beate!

Ich könnte mir vorstellen, dass das mit den Zähnen eine Wetterfühligkeit ist...

Ich weiß nicht wie das Wetter bei euch ist, aber bei uns ist es nicht zum Aushalten - viel zu warm, extremer Hochdruckeinfluß und das ist einfach nicht gesund für diese Jahreszeit.

Bei mir ist es auch oft so, dass ich es an den Zähnen spüre, wenn das Wetter verrückt spielt. Oder du beißt im wahrsten Sinne die Zähne zusammen und sie reagieren darauf...

Gute Besserung auf jeden Fall! GLG
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Petunia » Freitag, 28.12.18, 16:27

Liebe Lunetta

Danke Dir! Im Moment wird's trotz Eisbeutel und Paracetamol schlimmer. Ich fürchte, ich komme um den zahnärztlichen Notdienst nicht mehr herum. Es scheint mir ein Backenzahn zu sein. Da ist ein Provisorium drin.

Ach, das ist jetzt richtig blöd! Aber so komme ich nicht durch die Nacht

Alles Liebe Beate
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von lunetta » Freitag, 28.12.18, 19:03

Hallo!

Oh je....:(
Ich halte die Daumen dass es nichts Schlimmes ist, und/oder dass dir gut und schnell geholfen werden kann!

Sag Bescheid wenn du kannst, was dabei rausgekommen ist!

Alles Liebe und Gute! GLG
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Petunia » Freitag, 28.12.18, 20:14

Liebe Lunetta,

Hab's geschafft. War ein Albtraum, aber die waren da supernett und warmherzig, bin an der Theke erstmal zusammengeklappt. Ich bekam Wasser und Coolpacks und eine hat die ganze Zeit meine Hand gehalten. So lieb!

Bei dem Wort Wurzelbehandlung bin ich innerlich richtig abgedreht. Eine Füllung war abgesackt und drückte auf den Nerv. Dann lag ich schlotternd auf dem Stuhl, konnte das nicht beeinflussen. Das war so ein unfassbarer Angstzustand.

Aber der Zahnarzt war auch super nett und hat zügig und routiniert gearbeitet. Jetzt ist der Nerv tot und ich hab Ruhe

Das schlimmste war der Taxifahrer auf der Hinfahrt. Er fuhr erst zum falschen Haus und wollte mich nicht in die Praxis begleiten. Ich bestand darauf. Zum Glück. Denn es gab keinen Lift. Erst sind wir im falschen Haus in den zweiten Stock!
Dann mussten wir wieder runter und 50 Meter weiter ins richtige Haus, auch in den zweiten Stock. Er schleppte mürrisch den Rollator und sah überhaupt nicht nach mir!

Der andere Taxifahrer war rücksichtvoll. Die Mädels hatten ihn schon gerufen, bevor ich ganz fertig war, so dass ich kaum warten musste. Durfte auch auf dem Stuhl liegen bleiben, bis der Taxifahrer da war.

Uff!

Gut, dass ich wenigstens jeden Tag meine 2000 Schritte im Flur gegangen bin. Sonst hätte ich wahrscheinlich all diese Treppen nicht geschafft. Aber so ging's von der Kraft in den Beinen her erstaunlich gut.

Jetzt liege ich und brauche heute wirklich nichts mehr.

Danke Dir fürs Daumen Drücken. Und ich hoffe auch für Dich, dass das Wetter wieder passender wird und nicht zusätzlich Beschwerden auslöst. Hier soll es jedenfalls richtig kalt werden.

Ich drück Dich, alles Liebe
Beate ( die sich gerade ein wenig wie eine Heldin fühlt)
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Towanda » Freitag, 28.12.18, 21:12

Liebe Beate,

Heldin ist super! :fly: Ich schicke mal noch ein wenig Kraft für die nächsten Tage rüber! :sports: :sports:

LG Towanda
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3 x tgl. Thyreoidea comp. 3 Globuli


Ich bin nicht auf der Welt, um so zu sein, wie andere mich haben wollen

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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Petunia » Freitag, 28.12.18, 21:15

Danke Dir, liebe Towanda!

Dir auch alles Liebe und Gute

Beate
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von lunetta » Freitag, 28.12.18, 22:51

Hallo!

Du bist ein wahre Heldin, liebe Beate!! Ganz toll gemacht!

Ruh dich nun aus und versuche zu schlafen! Morgen ist ein neuer Tag, und vielleicht ist morgen ein guter Tag für dich - ich würde es mir für dich so wünschen!
GLG
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Petunia » Samstag, 29.12.18, 9:04

Guten Morgen, liebe Lunetta und Ihr anderen Lieben,

Sechs Stunden konnte ich schlafen. Das ist gut.

Gleich im Aufwachen merkte ich aber schon, dass diese Aktion gestern sich heute bitter rächt.

Kopf unterirdisch schlimm. Körper schwach.
Ich habe versucht das zu ignorieren und hab mich an den Tisch gesetzt zum Frühstück. Es war schwer, überhaupt meine Semmel zu schmieren und die Teebeutel in die Tasse zu hängen und wieder herauszunehmen vor Schwindel und seltsamem Gefühl im Kopf, wie kurz vor dem Blackout.

Und dann bin ich trotzdem danach ins Bad und habe Wäsche ausgewaschen und mich angezogen.
Und habe noch eine Übung für den oberen Rücken und eine für Hüfte und Becken gemacht.

Nun ist es noch schlimmer und ich muss liegen.
Wenn es im Liegen dann wenigstens besser würde, aber das tut es ja nun ewig nicht.

Das ist dann der Moment, in dem mich diese tiefe Verzweiflung packt, unerbittlich. Der Nacken krampft und der Kiefer und der obere Rücken und ich weiß gar nicht, wo ich da ansetzen soll, mir ein wenig selbst zu helfen mit meinen Tools, Yantra Nackenkissen, Black Roll, Igelball.

Am besten ich lasse alles in Ruhe und versuche zu meditieren.

Ich will am liebsten raus aus diesem elenden Körper, der einfach nicht funktionieren mag.

Sicher, das ist jetzt wohl zusätzlich die Quittung für die gestrige Aktion, incl. Paracetamol und Spritze beim Zahnarzt.

Es macht mich fertig. Das Liegen, die schlimmen Symptome im Kopf, diese Unmöglichkeit, mich normal zu bewegen. Ich will mich doch bewegen!

Letztes Jahr hatte ich die Krise, als ich die 90 kg Marke überschritten habe. Jetzt weine ich, weil es über 100 sind. Und das ohne Zucker seit 4 Wochen, kein Plätzchen, nix. Trotzdem nehme ich weiter zu.
Gut, das Essen hier ist nicht gut. Ich verzichte auf Suppen und Dessert, es sei denn, es ist eine Banane oder Mandarine. Aber die Hauptgerichte sind zu ungesund wahrscheinlich, mit diesen Fertigsoßen und Zusatzstoffen. Ich esse wirklich nicht viel!

In den letzten drei Wochen habe ich keine wesentlichen Fortschritte gemacht. Die Therapien waren, obwohl wenig, in der Regel eine Tortur bis auf die dreimal Lymphdrainage bei dem netten Therapeuten.
Ich muss nach wie vor im Rollstuhl transportiert werden. Selbst damit fahren geht nicht, weil die Schulterbewegungen nicht möglich sind.

Ich habe zwar meine täglichen Schritte verdoppelt am Rollator, aber das hätte ich auch alleine zu Hause hinbekommen. Da allerdings nur mit kleinem Radius auf der Terrasse.

Es wurde mir eine einzige Bewegungsübung gezeigt, die ich mit dem Theraband mache.
Nicht ein einziges Mal konnte ich die Klinik zu einem Spaziergang verlassen, dazu hätte ich Begleitung gebraucht, was hier nicht vorgesehen ist.

Zu Hause wird das Spazierengehen unmöglich wegen der Treppen außen.

Ja, ich bin verzweifelt und unglücklich und habe einfach zu wenig Highlights zwischendurch.
Jetzt heule ich eine Runde und versuche dann zu meditieren.

Alles Liebe für Euch
Beate
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von stubi » Samstag, 29.12.18, 9:19

Liebe Beate,

na du bist schon eine, musst überall hier schreien was? Da kannst du wahrlich stolz auf dich sein, so gut hast du die Situation gemeistert!

Jetzt sind die Feiertage schon fast vorbei und ich bin froh darüber.
Endlich wieder Normalität, ich mochte diese Feiertage noch nie besonders, warum auch immer das so ist?

Bei mir geht's bis auf das Psychische ganz gut, ich kann nur nicht länger gehen oder stehen der Rücken macht mir Probleme.
Doch das werden keine Absatz-Symptome sein und die Psyche ist im Gegensatz noch vor einem Jahr, schon besser geworden.

Wie lange wirst du noch in dieser Klinik bleiben? Du hattest geschrieben, dass du Sylvester Zuhause mit deinem Nachbarn verbringen wirst.

Liebe Beate ich schicke dir viele Grüße zu dir hin, ich werde heute mit einer Bekannten in die große Stadt fahren und mir ist nicht wohl dabei, doch da muss ich durch sonst wird das nie was mit mir.

Also mach's gut und halt die Ohren steif.

Liebe Grüße
Renate

PS: Hatte das weggeschickt bevor ich deinen neuen Beitrag gelesen habe.
Es ist nicht gut das sich dein Zustand so verschlechtert hat.
Ich drücke dich :hug:
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Petunia » Samstag, 29.12.18, 9:38

Liebe Renate,

Ganz lieben Dank! Und ich hoffe, der Besuch in dwr Stadt wird Dir gut tun.

Ich fahre am 1.1. nach Hause, Silvester bin ich noch hier.

Es ist für mich tröstlich zu lesen, dass es Dir psychisch besser geht. Das Körperliche ist ja schon schwer genug.

Aber das kann ja auch wieder besser werden.
Ich drücke Dir die Daumen!

Fühl Dich umarmt, alles Liebe
Beate
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Clarissa » Samstag, 29.12.18, 13:11

Hallo, liebe Beate.

Ich hatte auch heute Morgen eine notfallmäßige Zahnarztaktion und fühle mit Dir.

Ich bin selbst mit dem Auto hingefahren, habe recht lange gewartet und dann unangenehme Prozeduren über mich ergehen lassen.
So weit, so gut.

Aber danach bekomme auch ich die Quittung, das ist ja wie ein Rückfall in schlimmste Symptome, irre!

Meine einzige Möglichkeit, mir selbst zu helfen, ist dann: Ruhe, Ruhe, Ruhe. Geduld. Nichts weiter erzwingen wollen heute.

Eine Bekannte aus den RL, eigentlich auch auf Null mit Benzos, übersteht z.B. ZA-Besuche oder Weihnachtsfeiertage in Gesellschaft nur unter Zuhilfenahme eines Bedarfsbenzos.
Das mache ich nicht, bin aber nach jedem Event gnadenlos überreizt.
Darüber bin ich nun ziemlich bedrückt.
Aber es hilft ja nichts, ich strapaziere dann wieder die berühmte Akzeptanz bzw. versuche es.

Ich bin natürlich mittlerweile körperlich besser beisammen!
Ich wünsche Dir so, daß es bei Dir auch bald der Fall sein wird, denn es ist eine so große Erleichterung, sein Leben zwar mit Einschränkungen, aber selbständig führen zu können!

Alles Gute und VG von Clarissa. Immer weitermachen.
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Petunia » Samstag, 29.12.18, 13:44

Liebe Clarissa,

Das ist ja ein Pech, dass auch Du zum Zahnarzt musstest. Aber Du schaffst es trotz allem alleine mit dem Auto und auch wieder zurück. Das macht Mut!

Und dennoch musst Du das hinterher ausbaden und dass das bedrückend ist, kann ich nur zu gut nachvollziehen. Aber zumindest hast Du auch mittlerweile die Gewissheit, dass es nach der Erholungsphase wieder besser geht. Da muss ich noch drauf warten.
Als nächstes kommt ja bei mir der Montag, der letzte Tag hier mit Abschlussterminen, Packen und so. Und Dienstag dann die lange Heimfahrt. Auf der Strecke ist viel Verkehr zu erwarten. Ich hoffe, dass es zumindest nicht so doll schneit wie auf der Hinfahrt.
Mir haben gestern die beiden 20-minütigen Taxifahrten schon dicke gereicht

Was ist RL?

Ich wünsche Dir, dass Du Dich schnell erholst und Dich nicht zu sehr quälen musst, wenn Dein Hundi raus muss.

Alles Liebe Beate
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