Klick auf das Kreuzchen um das hier auszublenden ->
Liebe ADFDler,


wir wünschen euch einen schönen Sommer. Achtet gut auf euch, überlastet euch nicht und denkt daran, dass die Hitze für den Körper nicht leicht ist, gerade im Entzug und/oder wenn man Medikamente nimmt.

Das Team ist weiterhin nur gering besetzt, die Neuanmeldungen nehmen aber weiter zu. Bitte schaut daher gegenseitig gut auf euch. Wenn ihr mögt und könnt, begrüßt gerne Neuankömmlinge, verlinkt die Grundlageninfos oder lasst einfach ein gutes Wort da.

Bist Du neu und weißt nicht, wie du anfangen sollst?

Registriere Dich zunächst und wähle einen Benutzernamen, der mit Deinem echten Namen möglichst wenig zu tun hat, wenn Du anonym bleiben möchtest. Du darfst als Benutzernamen keine Marken- oder Medikamentennamen verwenden. Wenn Du ganz auf Nummer sicher gehen willst, verwende am Besten auch eine Wegwerf-Emailadresse. Wenn Du genaueres wissen möchtest, lies bitte auch unsere Regeln.

Stelle Dich und Dein Anliegen dann in einem neuen Thema vor. Du kannst als neu registrierter erstmal nur im Bereich "Hier bist Du richtig" schreiben. Beachte bitte, dass der Beitrag solange unsichtbar bis jemand aus dem Team ihn freigeschaltet hat. Da wir hier viel zu tun haben, kann das eine Weile dauern.

Hier klicken, um Dich zu registrieren.

Hier klicken, um neues Thema im Bereich "Hier bist Du richtig" zu erstellen".

Bitte lest euch auch zunächst selbst in unsere grundlegende Absetzinfos ein.
Ausführlicher Artikel zu Antidepressiva absetzen
Erste Hilfe - Benzodiazepine absetzen
Erste Hilfe - Neuroleptika absetzen

Das ADFD Team

Ana19: Citalopram zu schnell abgesetzt / Absetzsyndrom

Wenn Antidepressiva abgesetzt werden, kann dies zu schweren und langwierigen Entzugserscheinungen führen. Viele Hersteller und Ärzte verharmlosen diese Problematik leider.
Ana19
Beiträge: 315
Registriert: Samstag, 22.04.17, 12:42

Ana19: Citalopram zu schnell abgesetzt / Absetzsyndrom

Beitrag von Ana19 » Samstag, 22.04.17, 13:03

hallo, ich habe mal eine frage ich brauche unerstützung beim wider eindosieren von Citalopram

ich habe schlimme enzugserscheinungen.
thamatik:
1,5 jahre 20 mg dann 10mg
enzug gemacht innerhalb 4 wochen auf null
und dann zwei monate genommen und dann für 5 wochen noch mal auf 2,5 mg gegangen
seit 6 wochen nix mehr und dann kam der knall

ich bin den 3. tag auf 2,5mg und fühle mich schlapper ist es zu viel oder zu wenig ?

bitte hilfe :(
Zuletzt geändert von Gwen am Freitag, 22.06.18, 15:27, insgesamt 3-mal geändert.
Grund: Name im Titel ergänzt zur besseren Übersichtlichkeit im Forum

padma
Team
Beiträge: 14986
Registriert: Sonntag, 06.01.13, 17:04
Hat sich bedankt: 36746 Mal
Danksagung erhalten: 19567 Mal

Re: Entzugssymptome / Wiedereindosieren von Citalopram

Beitrag von padma » Samstag, 22.04.17, 13:35

hallo Ana, :)

willkommen im ADFD.
Dies hier ist jetzt dein persönlicher thread. Hier kannst du deinen Absetzverlauf dokumentieren und deine Fragen stellen.
und dann zwei monate genommen
Wieviel hattest du da genommen?
Bitte erstelle noch eine genaue Signatur.

Lies dir bitte auch zunächst unsere wichtigsten Absetzinfos durch
viewtopic.php?f=18&t=12880

Nach 6 Wochen auf 0 war der Wiedereinstieg mit 2,5 mg eher etwas zu hoch. Was für Entzugssymptome hast du und was hat sich seit der Wiedereindosierung geändert?
Genaueres lässt sich erst nach der Beantwortung der Fragen sagen.

liebe Grüsse,
padma
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor padma für den Beitrag (Insgesamt 4):
Ana19JamiecarlottaLuisa1974
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
► Text zeigen
1.07.2018: 0,2 mg :schnecke:


Neu: Infos rund um Antidepressiva, Absetzen, Umgang mit Entzug
: https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=15490


Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

weg
Beiträge: 1485
Registriert: Samstag, 01.04.17, 16:35
Hat sich bedankt: 1928 Mal
Danksagung erhalten: 1768 Mal

Re: Entzugssymptome / Wiedereindosieren von Citalopram

Beitrag von weg » Samstag, 22.04.17, 13:40

hallo ana19,

willkommen im forum. du kannst dich gerne hier einmal einlesen. aber vielleicht wäre es mal nett von dir, wenn du dich ein wenig vorstellen würdest. wir haben es auch gerne, wenn man uns begrüsst und auch mit einem wunsch oder gruss abschliesst. wir sind alles betroffene und haben aber ein sehr qulifiziertes team im rücken. ich bin auch ein neuling und kann dir zu deinem problem keinen rat geben.

sorry, so wie du schreibst tönt das für mich wie wenn du in einen selbstbedienungsladen gehst und dich dann bei der kasse einscannst und dir eine pfannenfertige lösung herausgspuckt wird. das ist nicht sorgfältig.

schau dir mal ein wenig die anderen beiträge an, dann wirst du auch unseren umgangston kennenlernen und aneignen.

du darfst hier dich gerne beraten lassen. lass dich nicht abschrecken. deine anfrage kommt einfach etwas schräg hinüber.

alles gute und liebe grüsse
weg
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor weg für den Beitrag (Insgesamt 4):
Ana19JamieAneromJofab
► Text zeigen
seit 28.06.2018 auf 0

Ana19
Beiträge: 315
Registriert: Samstag, 22.04.17, 12:42
Hat sich bedankt: 439 Mal
Danksagung erhalten: 432 Mal

Re: Entzugssymptome / Wiedereindosieren von Citalopram

Beitrag von Ana19 » Samstag, 22.04.17, 14:28

also ich habe zu erst von 20mg alle zwei wochen 5mg runter gesetzt dann auf 0
dann 2 monate nix genommen und dann mit2.5 mg angefangen und dann wider nach 5 wochen abgesetzt und der letzte stand ist nun nach 6 wochen ziemlich starke entzugserscheinungen wie

-kraftlosikeit
-verwirrt sein
-benommen
-schwindel
-zittern
-angst
-konzentrationsschwäche
-übelkeit
-muskelzucken (steife beine )
-kalte glieder
(die symptome habe ich nicht alle auf einmal )

seit dreit tagen nehme ich wider 2,5 und viele symptome haben sich etwas verstärkt und die überkeit hält sich nun in grenzen
habe muskelkater seit heute :(
vielen dank für die hilfe das weiß ich sehr zu schätzen
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Ana19 für den Beitrag:
weg
► Text zeigen
Leben ist zeichnen ohne Radiergummi

Pawel1986
Beiträge: 55
Registriert: Mittwoch, 07.12.16, 9:50
Hat sich bedankt: 26 Mal
Danksagung erhalten: 50 Mal

Re: Entzugssymptome / Wiedereindosieren von Citalopram

Beitrag von Pawel1986 » Samstag, 22.04.17, 18:04

Hey,

ich bin zwar noch nicht aktuell auf 0mg mit Escitalopram, allerdings kenne ich deine Symptome bei einer niedrigen Dosierung von 5mg.

Habe die Symptome auch 4 Wochen nach dem Reduktionsschritt bekommen.

Ich denke es dauert noch ein paar Tage bis es dir besser geht.

Liebe Grüße
Christoph
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Pawel1986 für den Beitrag (Insgesamt 7):
JamieAnnanasAna19MurmelinepadmacarlottaAnerom
Diagnose: Angst- und Panikattacken, somatoforme Störung, leichte Depression
Therapie: Psychotherapie und Escitalopram 20mg
Erfolge: ca. 2 Wochen nach Tabletteneinnahme
Beginn: April 2016

Absetzten:

20mg --> 15mg 3. September 2016 (bisschen innere Unruhe, sonst ok)

15mg --> 10mg 11. Oktober 2016 (Magen- und Darmprobleme, sonst ok)

10mg --> 15mg 06. Dezember 2016 (Aufdosierung wegen erneuter Panikattacke)

15mg --> 10mg 27. Dezember 2016 (Antriebslosigkeit, sonst ok)

10mg ---> 5mg 14. Februar 2017 (Antriebslosigkeit, leichte innere Unruhe, Übelkeit)

5mg --> 7mg 08. April 2017 (Aufdosieren wegen NW, wurde nicht besser)

7mg --> 5mg 10. Oktober 2017

5mg --> 10mg (Todesfall in der Familie) 11. Februar 2018

10mg --> 5mg (Leberwerte nicht i.O.) 28.Marz 2018

5mg --> 0mg 08.Mai 2018



"Angst ist nicht Real.
Der einzige Ort an dem Angst existieren kann, ist in unserer Vorstellung von der Zukunft.
Sie ist ein Produkt unser eigenen Fantasie, lässt uns Dinge fürchten die in der Gegenwart nicht existieren und vielleicht niemals existieren werden.
Sie grenzt an Wahnsinn.
Die Gefahr ist sehr wohl Real, aber Angst ist eine Entscheidung!"

Ana19
Beiträge: 315
Registriert: Samstag, 22.04.17, 12:42

Re: Entzugssymptome / Wiedereindosieren von Citalopram

Beitrag von Ana19 » Samstag, 22.04.17, 18:46

hey, danke für die Info das beruhigt mich sehr :)

Ja ich nehme sie den 3. Tag...
Ich bin mir nur nicht bei der dosierung schlüssig

Liebe Grüße
► Text zeigen
Leben ist zeichnen ohne Radiergummi

Lisamarie
Beiträge: 9434
Registriert: Freitag, 14.03.14, 19:16
Hat sich bedankt: 3527 Mal
Danksagung erhalten: 9375 Mal

Re: Entzugssymptome / Wiedereindosieren von Citalopram

Beitrag von Lisamarie » Samstag, 22.04.17, 18:52

Hallo Ana, würde ab morgen auf die Hälfte gehen, also 1,75 mg zum Eindosieren und dann schauen wie es dir die nächsten Tage ergeht.
Lg Petra
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Lisamarie für den Beitrag (Insgesamt 2):
padmacarlotta
2012 noch 5 Monate Mirtzapin,Pipamperon,Levomepromaxin
Bis auf die Praxiten von heute auf morgen kalt abgesetzt, erste Absetzbeschwerden nach sechs Wochen, aber dann
6 Monate heftigste Absetzproblematik.Magendarm 30 Kilo in vier Monaten abgenommen.Halbes Jahr bettlägerig.Schwer suzidal zum stabilisieren fast ein Jahr gebraucht.
Oxazepam reduzieren von umgerechnet 50 mg Diazepam:
► Text zeigen
Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.
.

Ana19
Beiträge: 315
Registriert: Samstag, 22.04.17, 12:42

Re: Entzugssymptome / Wiedereindosieren von Citalopram

Beitrag von Ana19 » Samstag, 22.04.17, 18:58

Hey Petra,
ist das denn ok einfach so ?
ich weiß nicht wie ich eine 10mg tablette so klein teilen soll :(

lg
► Text zeigen
Leben ist zeichnen ohne Radiergummi

Luce
Beiträge: 163
Registriert: Samstag, 17.12.16, 12:37
Hat sich bedankt: 118 Mal
Danksagung erhalten: 287 Mal

Re: Entzugssymptome / Wiedereindosieren von Citalopram

Beitrag von Luce » Samstag, 22.04.17, 19:27

Hi Ana,

es gibt verschiedene Möglichkeiten wie du dosieren kannst.
Entweder mit der Wasserlösemethode, Kügelchen oder Feinwaage.
Schau dich einfach ein wenig im Forum um, da findest du fürs Erste die nötigen Infos. :)
Ich weiß leider nicht mit welcher Methode man bei Citalopram absetzt, aber auch das steht in der Sammlung :)

Alles Gute
Luce
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Luce für den Beitrag (Insgesamt 4):
LinLinapadmaAna19carlotta
Achtung ich bin ungeplant schwanger - und versuche ab Nov. (SSW5) schneller abzusetzen als die 10% Regel!

Mein Absetzverlauf davor war innerhalb der 5 % - 10% Regel und hat großartig geklappt. Auch wenn :schnecke: Anders hätte das Vollzeitarbeiten inkl Überstunden und Doktorratstudium fertig machen nicht funktioniert.
Meine Medis, meiner Meinung nach fehldiagnostiziert. Saroten (Amitriptylin - max Dosis 40mg ) und Paroxetin (max Dosis 10 - 5 mg)

Absetzen Paroxetin

Ausgansdosis: ich schätze zwischen 4.5 - 5-5 mg Paroxat (keine Waage vorhanden vor Weihnachten 2016)

Meine üblichen Neben und Absetzsymptome:
Unruhe, wütend, Aggression, weinerlich, erhöhter Puls, Verdauungsstörungen

ab 23.12.16 4.1mg zum Stabilisieren

7.2.17 3.9 mg
6.4.17 3.7 mg
25.4.17 3.6 mg
ZURÜCK da ab 4.5. Nebenwirkungen/Absetzerscheinungen (zuviel Stress und Unruhe im allgemeinen System - der Doktor muss fertig werden)
6.5. ca 3.7 - 3.6 mg
24.5 3.5 mg
(7.6.2017 Einschub Amitriptylin (saroten) von 40 mg --> 35 mg)
8.7. 3.3 mg
6.8. 3.1 mg
9.9. 2.8 mg - 2.7 mg
9.10 2.4 - 2.3 mg

11.11.2017 positiver Schwangerschaftstest

14.11 2 mg
26.11 1.8 mg (2x die Woche 5 Globuli Paroxetin C30)
9.12. 1.5 mg
21.12. 1.2 mg
3.1.18 0.9 mg
(Einschub Ami 20 --> 15)
13.1 0.6 mg
25.1 0.3 mg
7.2 0 mg

Absetzen Amitryptilin (Saroten)
7.6.2017 Einschub Amitriptylin (saroten) von 40 mg --> 35 mg
Kurzschlussreaktion wegen positiven SS Test Reduktion von Amitriptylin (saroten)
11.11. 35 mg --> 25 mg
1.12 20 mg
5.1 15 mg (Wasserlösemethode, ab nun alle 2-3 Tage homöophatische Ami)
x.2 12.5mg
17.3 10mg
11.4 7.5mg
1.5 5mg
21.5 2.5mg
5.6 1.25mg
13.6 0mg

Mein AD Historie bevor ich das Forum gefunden haben
► Text zeigen
Meine Vorgeschichte:
► Text zeigen

Ana19
Beiträge: 315
Registriert: Samstag, 22.04.17, 12:42

Re: Entzugssymptome / Wiedereindosieren von Citalopram

Beitrag von Ana19 » Samstag, 22.04.17, 20:09

Meine Konkrete frage ist, ist es normal das es einem beim wider eindosieren schlechter geht und dann besser ?

so ähnlich wie eine erstverschlimmerung bei der ersten Medikation... ?

lg
► Text zeigen
Leben ist zeichnen ohne Radiergummi

padma
Team
Beiträge: 14986
Registriert: Sonntag, 06.01.13, 17:04
Hat sich bedankt: 36746 Mal
Danksagung erhalten: 19567 Mal

Re: Entzugssymptome / Wiedereindosieren von Citalopram

Beitrag von padma » Samstag, 22.04.17, 21:17

hallo Ana, :)

ja, es kann passieren, dass es einem nach einer Wiedereindosierung zunächst etwas schlechter geht. Auch eine Wiedereindosierung ist eine Belastung für das ZNS und sollte daher behutsam vorgenommen werden. Möglich ist bei einer Wiedereinnahme auch eine Unverträglichkeit, das merkt man an einer massiven Symptomverschlechterung.

Nach 6 Wochen auf 0 war der Einstieg mit 2,5 mg vermutlich zu hoch, ich würde dir wie Petra :) raten, ab morgen auf 1,25 mg zu gehen.

Probier mal aus, ob deine Tabletten sich in Wasser auflösen lassen, hier ist es erklärt
viewtopic.php?f=16&t=10923

liebe Grüsse,
padma
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor padma für den Beitrag (Insgesamt 5):
LinLinaJamieAna19Lisamariecarlotta
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
► Text zeigen
1.07.2018: 0,2 mg :schnecke:


Neu: Infos rund um Antidepressiva, Absetzen, Umgang mit Entzug
: https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=15490


Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Nala12
Beiträge: 9
Registriert: Donnerstag, 20.04.17, 15:13
Wohnort: Mecklenburg
Hat sich bedankt: 1 Mal
Danksagung erhalten: 13 Mal

Re: Entzugssymptome / Wiedereindosieren von Citalopram

Beitrag von Nala12 » Samstag, 22.04.17, 22:44

Hallo Ana,
ich kann dir leider nicht mit konkreten Ratschlägen helfen aber ich habe sehr ähnliche Erfahrungen dem Absetzen von Citalopram gemacht. Ganz gepflegte Bauchlandungen mit sehr ähnlichen Symptomen, wie du sie beschreibst.

Ich habe hier schon lieben Zuspruch und sehr gute Hinweise bekommen, wie ich das Ausschleichen besser in den Griff bekomme.
Aktuell bin ich dabei, viel zu lesen im Forum. Das wird seine Zeit brauchen aber so ist das nun mal.

Die Wasserlösemethode klappt bei mir praktisch sehr gut, denn anders ist es kaum möglich, jedenfalls nicht für mich, so genau zu dosieren.

Ich drücke dir die Daumen, dass es dir bald besser geht.

<3
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Nala12 für den Beitrag (Insgesamt 3):
LinLinaMurmelinecarlotta
- depressive Phasen seit der Jugend
- 1996 Hörsturz, seit dem Tinnitus
- 2002 schwere Depression, posttraumat. Belastg.störung: Citalopram 20mg, auf 40mg erhöht, da nicht ausreichenden Effekt
- 1 Psychotherapie, 1 Klinikaufenthalt
- immer stärker werdende Nebenwirkungen durch Citalopram (Konzentrationsprobleme, Gewichtszunahme, Schwitzen, Müdigkeit, Kraftlosigkeit, Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit)
- volle EU-Rente seit 2014 (Bronchialasthma, Tinnitus, Depression u PTBS)
- ab 2010 mehrere Versuche, das Citalopram auszuschleichen (vermutlich zu schnell, zu naiv heran gegangen), jedes Mal Totalabstürze, aus denen ich nur sehr langsam wieder heraus kam
- seit ca 2005 erhebl. Probs mit PMS (= alle 5 Wochen ca 1 Woche deutliche Verstärkung der Depri-Symptome)
- April 2017 deutliche Verschlechterung des Tinnitus

Ziel: ICH WILL WEG VOM CITALOPRAM!

aktueller Zustand: bis auf die Nw vom Citalopram und den verschlechterten Tinni geht es mir recht gut. Ich habe in den Jahren daran gearbeitet, Dinge zu ändern, die geändert werden mussten und habe nun durch die Rente Zeit und Ruhe. Nun muss nur noch das Citalopram weg!

Ausschleich-Versuch April 2017 nach 15 Jahren Citalopram 40mg
- 05.04. Citalopram 30 mg: Kopfschmerzen!!! Angst, dass der Schritt zu gross ist
- 21.04. aufdosiert auf 35mg mit Wasserloesemethode

Vielen Dank fuer eure Hilfe <3

Ana19
Beiträge: 315
Registriert: Samstag, 22.04.17, 12:42

Re: Entzugssymptome / Wiedereindosieren von Citalopram

Beitrag von Ana19 » Sonntag, 23.04.17, 8:54

ich muss noch hinzufügen das ich seit der widereinnahme meine periode habe könnte das der grund für die verstärkte schwäche sein ?

ich hab heute etwas weniger genommen als 2,5 mal sehen

lg danke für eure hilfe ❤️
► Text zeigen
Leben ist zeichnen ohne Radiergummi

Jamie
Beiträge: 15343
Registriert: Montag, 04.02.13, 22:37
Hat sich bedankt: 18759 Mal
Danksagung erhalten: 24743 Mal

Re: Entzugssymptome / Wiedereindosieren von Citalopram

Beitrag von Jamie » Sonntag, 23.04.17, 9:59

Hallo Ana,

auch von mir willkommen im Forum :).

Ja, die Periode ist ein Trigger. Hormone (bzw. deren Abfall / Anstieg) wirken sich stark auf das Absetzgeschehen aus.
Manche Frauen hier gleichen ihre Absetzschritte mit ihrem Zyklus ab, weil sie bemerkt haben, dass sie zu bestimmten Zeiten schlechter absetzen können und zu anderen besser (oft gelesen: direkt nach Periodenende Dosisreduktion).
Ich habe weniger Probleme damit, bei mir löst die Periode allerdings seit einiger Zeit Migräne aus, was ich früher nicht hatte.

Deine Schwäche kann von dem Menstruationsgeschehen kommen, aber mit Sicherheit hat sie auch etwas mit deinem falschen Absetzen zu tun.
Warte jetzt bitte mal ein paar Tage ab.

Wünsche alles Gute und dass die Wiedereinnahme fruchtet :group:

Grüße
Jamie
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Jamie für den Beitrag (Insgesamt 2):
Ana19carlotta
...........SIGNATUR...............


:arrow: Eure Mithilfe ist gefragt - wer benutzt die Wasserlösemethode?


:!: mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): viewtopic.php?f=51&t=12478


Meine PN-Funktion ist deaktiviert. Ich danke für euer Verständnis.

-----------------------------

Infos über mich:
► Text zeigen

Ana19
Beiträge: 315
Registriert: Samstag, 22.04.17, 12:42

Re: Entzugssymptome / Wiedereindosieren von Citalopram

Beitrag von Ana19 » Sonntag, 23.04.17, 10:16

hallo Jamie,

ja mit den symptomen ging es ab dem pms zeitpunkt berg ab... und ab da auch mit der stimmung.
also muss ich mich auf jedenfall bis perioden ende gedulden..

danke für die info und den rat

lg anna
► Text zeigen
Leben ist zeichnen ohne Radiergummi

Ana19
Beiträge: 315
Registriert: Samstag, 22.04.17, 12:42

Re: Entzugssymptome / Wiedereindosieren von Citalopram

Beitrag von Ana19 » Sonntag, 23.04.17, 10:59

ich hab gelesen das die wirkung von citalopram 3-4 stunden nach der aufnahme ihren höhepunkt hat...
ist das so ? und wie ist da das empfinden ?

lg
► Text zeigen
Leben ist zeichnen ohne Radiergummi

Pawel1986
Beiträge: 55
Registriert: Mittwoch, 07.12.16, 9:50
Hat sich bedankt: 26 Mal
Danksagung erhalten: 50 Mal

Re: Entzugssymptome / Wiedereindosieren von Citalopram

Beitrag von Pawel1986 » Sonntag, 23.04.17, 20:00

Hey Ana,

lass dir und deinem Körper bitte ein bisschen Zeit sich wieder an die Tabletten zu gewöhnen.

Höre nicht so viel auf die Symptome und steigere dich bitte nicht in irgentwelche Theorien rein.

Guck das du auf andere Gedanken kommst.

Ich weiß selber das es schwierig ist momentan für dich. Aber sich darüber 24h am Tag den Kopf darüber zu zerbrechen macht es nurnoch schlimmer für dich.

Lg
Christoph
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Pawel1986 für den Beitrag:
Ana19
Diagnose: Angst- und Panikattacken, somatoforme Störung, leichte Depression
Therapie: Psychotherapie und Escitalopram 20mg
Erfolge: ca. 2 Wochen nach Tabletteneinnahme
Beginn: April 2016

Absetzten:

20mg --> 15mg 3. September 2016 (bisschen innere Unruhe, sonst ok)

15mg --> 10mg 11. Oktober 2016 (Magen- und Darmprobleme, sonst ok)

10mg --> 15mg 06. Dezember 2016 (Aufdosierung wegen erneuter Panikattacke)

15mg --> 10mg 27. Dezember 2016 (Antriebslosigkeit, sonst ok)

10mg ---> 5mg 14. Februar 2017 (Antriebslosigkeit, leichte innere Unruhe, Übelkeit)

5mg --> 7mg 08. April 2017 (Aufdosieren wegen NW, wurde nicht besser)

7mg --> 5mg 10. Oktober 2017

5mg --> 10mg (Todesfall in der Familie) 11. Februar 2018

10mg --> 5mg (Leberwerte nicht i.O.) 28.Marz 2018

5mg --> 0mg 08.Mai 2018



"Angst ist nicht Real.
Der einzige Ort an dem Angst existieren kann, ist in unserer Vorstellung von der Zukunft.
Sie ist ein Produkt unser eigenen Fantasie, lässt uns Dinge fürchten die in der Gegenwart nicht existieren und vielleicht niemals existieren werden.
Sie grenzt an Wahnsinn.
Die Gefahr ist sehr wohl Real, aber Angst ist eine Entscheidung!"

Syrose
Beiträge: 65
Registriert: Sonntag, 05.03.17, 20:20
Hat sich bedankt: 54 Mal
Danksagung erhalten: 91 Mal

Re: Entzugssymptome / Wiedereindosieren von Citalopram

Beitrag von Syrose » Sonntag, 23.04.17, 20:29

Hallo Anna,

Ich schleiche auch dieses Teufelszeug Citalopram aus. Ich hatte ohne zu wissen, auch wie du, einen Kaltenzug hingelegt. Nachdem ich dieses TOLLE Forum entdeckt hatte, habe ich nach ca. 7 Wochen auf null mit einer Minidosis eingeschlichen. Die ersten Wochen braucht der Körper erst einmal Zeit, sich anzupassen. Keine Angst, dass wird schon und Du bist hier in guten Händen :) und unser Körper steckt viel mehr weg, als wir denken.. viel Erfolg!
LG Syrose
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Syrose für den Beitrag:
Ana19
Sommer 2011 erstmals Citalopram aufgrund Panikattacken
Ende 2012 bis Anfang 2013 erfolgreich ausgeschlichen
Dezember 2014 totaler Zusammenbruch im Urlaub (Todesängste, Zittern, kein Schlaf mehr möglich, kein Appetit)Januar 2015 Einnahme von Citalopram 2015: diesmal war das Einschleichen schon problematisch (10 mg dann nach 5 Tagen rauf auf 20 mg) innere Unruhe, ruhig sitzen war nicht möglich (Neurologin: "da müssen Sie jetzt durch")es hat ca. 6 Wochen gedauert, bis ich ansatzweise eine Besserung verspürt habe. April 2015-Juni 2015: Aufenthalt in einer Tagesklinik, ich habe dort ohne Wissen der Ärzte auf 10 mg reduziert, da ich das Medikament absetzen wollte. Danach fingen bei mir das erste Mal Herzklopfen an. Ich war in zig Notfallaufnahmen, die es hier gibt,o.B.
Juli 2015-qualvoller Tod meines Bruders: erneuter Zusammenbruch, Beisetzung in dem Zustand durchgestanden.September 2015: runter auf 5 mg (ca.4 Wochen) dann auf 0 mg: nach 3 Wochen wieder zu den Tabletten gegriffen, da meine Todesängste, Hoffnungslosigkeit mit voller Wucht zurück kamen, wieder Citalopram aufdosiert auf 20 mg und bis Juli 2016 Dosis beibehalten.
Nach 10-tägigem KH-Aufenthalt im Mai 2016 (Verdacht auf Hirnhautentzündung wg.Sensibilitätsstörungen im Gesicht, Hirn-Mrt, Lumbalpunktion,DNA-Test, hohe Cortisongabe intravenös; am Ende meiner Nerven)
Juli 2016 mit Neurologin vereinbart, auszuschleichen. Ihr Rat: 20mg-10 mg; auf meinen Einwand des zu schnellen Absetzens riet sie, noch auf 5 mg zu gehen oder auf Cipralex umzusteigen. Ich blieb bis November auf 10 mg (geschwächstes Immunsystem mit fiebernder Grippe, Gliederschmerzen und ständigen Infekten (kenne ich so von mir überhaupt nicht) Mitte November bin ich auf 5mg runter, dann kamen extreme Unruhe, Ängste, Gereiztheit, Schwindel, Übelkeit und am schlimmsten war damals das Herzstolpern mit Engegefühl und keine-Luft-kriegen in der Brust. HA war schon "genervt" von mir, als ich sagte, ich möchte zum Kardiologen. "Brauchen Sie nicht, Sie sind kerngesund, das ist Ihre Psyche!" Er machte noch ein Langzeit-EKG. Die Beschwerden hielt ich aus, als es mit dem Herzen nicht besser wurde-ich habe so Vieles ausprobiert:Tee, Baldrian, Lasea, Vitamin D3 mit K2, Selen, Vitamin B-Komplex, Magnesium und Kalium- beschloss ich Anfang Januar auf 0 runterzugehen. Nach einigen Tagen wurde das Herzklopfen schwaecher, ich hatte mal Pausen zwischendurch. Schwindel, Übelkeit, Durchschlafprobleme (mit lebhaften Träumen und Aufschrecken in der Nacht) blieben, nahm ich aber in Kauf.
05.03.2017: extreme Kopfschmerzen (nicht zum aushalten)Herzklopfen hat wieder angefangen, Schwindel wieder stärker, Gangunsicherheit, das Bedürfnis immer zu liegen,
licht - und geräuschempfindlich, gereizt
ab 08.03.2017: wieder 0,25 mg Citalopram (3 Tage weiter Kopfschmerzen)
ab 12.03.2017: Kopfschmerzen werden weniger, weiterhin schnell erschöpft, erkältet, gereizt
ab 14.03.2017: immernoch erkältet und erschöpft
ab 25.03.2017: Herzklopfen fängt wieder an
ab 05.04.2017: 0,23 mg; muss etwas schneller ausschleichen, da ich oft und starkes Herzstoplern habe
ab 03.05.2017: 0,22 mg
ab 31.05.2017: 0,20 mg insgesamt wird Herzstolpern weniger
ab 29.06.2017: 0,18 mg - Absetzpause, da Eingriff am Zahn
ab 31.08.2017: 0,17 mg (diese Reduktion war schwieriger)
ab 04.10.2017: 0,15 mg
ab 06.11.2017: 0,13 mg
ab 15.12.2017: 0,12 mg
ab 19.01.2018: 0,10 mg
ab 19.02.2018: 0,083 mg
ab 27.03.2018: 0,075 mg
ab 01.05.2018: 0,0625 mg

Ana19
Beiträge: 315
Registriert: Samstag, 22.04.17, 12:42

Re: Entzugssymptome / Wiedereindosieren von Citalopram

Beitrag von Ana19 » Sonntag, 23.04.17, 21:00

Hey, ich bin auf 2 mg heute und es ist nicht so gut
auf welcher mini dosis warst du ? und wie lange ?

lg
danke für das mut machen
► Text zeigen
Leben ist zeichnen ohne Radiergummi

Ana19
Beiträge: 315
Registriert: Samstag, 22.04.17, 12:42

Re: Entzugssymptome / Wiedereindosieren von Citalopram

Beitrag von Ana19 » Sonntag, 23.04.17, 21:10

hey christoph,
ich bin körperlich nicht in der lage mich großartig ab zu lenken ich muss dauernd ein schläfchen machen um wenigstens ein wenig kraft zu haben den Tag zu überstehen... aber danke für dein zuspruch ich versuchs morgen mit nem buch mal sehen..

LG Anna
► Text zeigen
Leben ist zeichnen ohne Radiergummi

Antworten