Klick auf das Kreuzchen um das hier auszublenden ->

Liebe ADFDler,

die Organisation des Forums durch das Team ist weiterhin eingeschränkt.

Danke an alle die sich im Rahmen der gegenseitige Selbshilfe einbringen. Bitte schaut weiter gut auf euch und unterstützt euch aktiv untereinander mit euren Erfahrungen oder Hinweisen auf lesenswerte Threads. Wenn ihr mögt und könnt, begrüßt gerne Neuankömmlinge, verlinkt die Grundlageninfos oder lasst einfach ein gutes Wort da.

Bist Du neu und weißt nicht, wie du anfangen sollst?

Registriere Dich zunächst und wähle einen Benutzernamen, der mit Deinem echten Namen möglichst wenig zu tun hat, wenn Du anonym bleiben möchtest. Du darfst als Benutzernamen keine Marken- oder Medikamentennamen verwenden. Wenn Du ganz auf Nummer sicher gehen willst, verwende am Besten auch eine Wegwerf-Emailadresse. Wenn Du genaueres wissen möchtest, lies bitte auch unsere Regeln.

Stelle Dich und Dein Anliegen dann in einem neuen Thema vor. Du kannst als neu registrierter erstmal nur im Bereich "Hier bist Du richtig" schreiben. Beachte bitte, dass der Beitrag solange unsichtbar bis jemand aus dem Team ihn freigeschaltet hat. Da wir hier viel zu tun haben, kann das eine Weile dauern.

Hier klicken, um Dich zu registrieren.

Hier klicken, um neues Thema im Bereich "Hier bist Du richtig" zu erstellen".

Bitte lest euch auch zunächst selbst in unsere grundlegende Absetzinfos ein.
Ausführlicher Artikel zu Antidepressiva absetzen
Erste Hilfe - Benzodiazepine absetzen
Erste Hilfe - Neuroleptika absetzen

Das ADFD Team

Art-Anne: Abilify (Aripiprazol) abgesetzt, jetzt Venlafaxin

Wenn Antidepressiva abgesetzt werden, kann dies zu schweren und langwierigen Entzugserscheinungen führen. Viele Hersteller und Ärzte verharmlosen diese Problematik leider.
Art-Anne
Beiträge: 66
Registriert: Freitag, 12.05.17, 23:07

Art-Anne: Abilify (Aripiprazol) abgesetzt, jetzt Venlafaxin

Beitrag von Art-Anne » Freitag, 12.05.17, 23:27

Hallo,
Ich bin ganz neu hier im Forum.

Ich nehme seit jetzt sieben Jahren Antidepressiva weil ich 2010 eine depressive episode hatte. Ich hatte anfangs nur venlafaxin dann wurde immer mal wieder rumgedoktert bis ich immer mal verschiedene medis hatte. Jetzt aktuell nehme ich venlafaxin 225mg 125mg lamatrigin und bis vor vier Wochen 10mg abilify.

Vor vier Wochen meinte meine psychiaterin das Abilify besser zu reduzieren weil es gegen Psychosen ist und ich ja ne Depression hatte. Also von 10mg runter auf 5mg gegangen. Seit dieser Umstellung hab ich deutliche absetzsymptome in Form von Schlafstörungen-ich schlafe vielleicht zwei bis drei Stunden pro Nacht, und gelegentlich kurz Übelkeit und kopfschmerzen. Die Schlafstörungen sind ja jetzt schon vier Wochen und machen mich langsam fertig. Es ist so anstrengend. Mein Körper ist müde aber ich bin hellwach. Ich habe bisher Hausmittel probiert wie einschlafmusik Hörspielen lesen aufstehen und was anderes machen... Hilft nix. Ich hab montag früh nen termin bei der psychiaterin. Wahrscheinlich will die mir dann entweder das Abilify wieder hochsetzen oder was geben zum schlafen. Damals hatte ich mal perazin. Weiss nicht mehr wieviel mg aber bin froh dass ich das los bin. Ich könnte nur noch mit perazin schlafen.

Ich hasse diese ganze Chemie mittlerweile u will davon weg. Am liebsten nur venlafaxin nehmen und bei zeiten das dann auch ausschleichen. Was meint ihr wir lange werden die Schlafstörungen noch anhalten und muss ich befürchten dass der Schlafmangel auch auf die Stimmung schlägt? Bisher geht's mir gut nur das nicht schlafen ist total anstrengend. Ich hab keine Vorstellung wie es jetzt weitergeht. Ich will nicht wieder was zum schlafen nehmen. Absetzsymptome von Psychopharmaka mit Psychopharmaka bekämpfen find ich bescheuert. Dann sagen Ärzte ja oft das sei nur als bedarfsmedikation. Wie steht ihr zu sowas? Weiss nicht was ich machen soll. Gebt mir bitte Feedback. Und am besten vor Montag früh dann bin ich auf den psychiater Besuch was vorbereitet.
LG Art-Anne
Zuletzt geändert von Murmeline am Montag, 16.07.18, 22:23, insgesamt 4-mal geändert.
Grund: Titel ergänzt
2009 nach länger andauernden und sich wiederholenden Angstzuständen erster Kontakt mit einem Psychiater und Psychologen. Ca. 1 Jahr Therapie und Venlafaxin. Wieviel weiss ich nicht mehr.
2010 erste depressive Episode. Teilstationärer Aufenthalt in einer Tagesklinik. Venlafaxin. Wie hoch weiss ich nicht mehr leider.
Dann zwei Jahre lang dieses Venlafaxin genommen.
2012 stationärer Aufenthalt in einer Klinik als krisenintervention. Verschiedene Psychopharmaka wurden getestet. Eingeführt und wieder abgesetzt.
2013 wieder stationärer Aufenthalt als krisenintervention. Immer gleiche Klinik und die ganzen Jahre über tiefenpsychologische gruppentherapie. Seitdem Venlafaxin 225mg, lamatrogin 125mg und Abilify 10mg.
Seit April 2017 Reduzierung des abilify auf 5mg.
Mai 2017 eigene Reduzierung des abilify auf 0mg.
Erhebliche Schlafstörungen bis fast kein schlafen seit der ersten Reduzierung von abilify. Zusätzlich ab u an kopfschmerzen und Übelkeit.

15.5.2017 psychiaterin verschreibt promethazin gegen absetzsymptome weil sie mir diese nicht recht glaubt. Ich nehme das Zeug nicht.

Aktuell : aushalten der absetzsymptome. Mal mehr mal weniger schlimm. Konzentrationsschwierigkeiten kommen dazu. Häufig schwächegefühl. Und immer noch fast kein schlafen

20.05.2017 weniger absetzsymptome, d.h. Kein schwächegefühl mehr oder das Gefühl umzukippen, keine Kopfschmerzen, keine Übelkeit... Es herrscht noch wie immer Schlafmangel und damit Müdigkeit, Zähne aufeinander beißen und muskelverspannungen. Stimmung ist stabil und gut. Ich bin zuversichtlich :D


Lange nicht im Forum gewesen. Aktuell (April 2018) ist der stand der Dinge:
Abilify ist komplett ausgeschlichen.
Lamotrigin ist komplett ausgeschlichen.
Venlafaxin 225mg täglich morgens.

Ich bin stabil und fühle mich gut :)

Vor 4 Wochen Reduzierung von Venlafaxin begonnen.
Seitdem reduziere ich jede Woche um 1 kügelchen. 18 kügElchen sind enthalten. Im Moment bin ich bei 14 kügelchen.
Symptome : häufig stärkere Kopfschmerzen, Hautjucken, teilweise Übelkeit, leicht gereizter als vorher.

Ululu 69
Team
Beiträge: 4200
Registriert: Donnerstag, 04.05.17, 17:43
Hat sich bedankt: 11854 Mal
Danksagung erhalten: 7005 Mal

Re: Neu hier - Absetzsymptome Abilify(Aripiprazol)

Beitrag von Ululu 69 » Samstag, 13.05.17, 8:44

Liebe Art Anne,

ich kann mir gut vorstellen, dass dich der Schlafmangel fertig macht. Schlaf ist einfach sehr wichtig für Körper und Seele und vor allem eben auch für dein zentrales Nervensystem.

Ich finde es sehr seltsam, dass deinem Psychiater nach so langer Zeit einfällt, dass er dir ein Medikament gegen Psychosen verschrieben hat, wo du doch eine Depression hast.
:cry:
Ist bei mir aber übrigens genauso.

Jetzt zu deinem Problem. Meiner Meinung nach war die Halbierung der Dosis einfach zu viel. Man muss diese Medikamente viel langsamer absetzen und was du jetzt hast sind Absetzerscheinungen. Ich würde an deiner Stelle die Dosis wieder erhöhen und erstmal abwarten, bis du dich wieder stabilisiert hast, also wieder mal richtig geschlafen hast, und dann nochmal neu und viel langsamer absetzt.

LG ULULU
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Ululu 69 für den Beitrag (Insgesamt 2):
Jamiepadma
► Text zeigen


Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Chrissie
Beiträge: 162
Registriert: Dienstag, 21.02.17, 15:11
Danksagung erhalten: 338 Mal

Re: Neu hier - Absetzsymptome Abilify(Aripiprazol)

Beitrag von Chrissie » Samstag, 13.05.17, 8:47

Guten Morgen und herzlich Willkommen hier im Forum!
Ich schätze dass der Schritt von 10mg auf 5mg zu groß war.
Eventuell solltest du wieder etwas hochgehen mit der Dosis um die Symptome abzufangen um dann in gaaaanz kleinen Schritten abzudosieren.
Da werden sich noch die Erfahrenen hier melden, hab noch etwas Geduld.
Wünsche ein schönes Wochenende!
Chrissie
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Chrissie für den Beitrag (Insgesamt 2):
Jamiepadma
Februar 2016: schwere depressive Episode, Opipramol und Mirtazapin, Mirtazapin nicht vertragen (Fressattacken und Zuckungen),Beginn einer Panikstörung- bis zu 10 Panikattacken täglich
März 2016: 2 Wochen Klinik, Umstellung auf Citalopram 20 mg und Pipamperon
Citalopram schnell wirksam gegen die Panikattacken
Dezember 2016: Citalopram auf 10 mg runterdosiert, erneute schwere Depression mit Suizidgedanken, Citalopram wieder hoch auf 40 mg :cry: bin mittlerweile ziemlich sicher dass das keine erneute Depression war sondern massive Entzugserscheinungen, hatte aus Unwissenheit innerhalb einer Woche die Dosis auf die Hälfte reduziert :o
Januar 2017: zusätzlich 150mg Pregabalin aufgrund Nervenschmerzen im Fuß
Ab 4. März 2017 : auf 36 mg Citalopram runter
Ab 12. März : 35 mg Citalopram (hab mich letzte Woche sehr gut gefühlt, irgendwie wacher und gefühlsintensiver.....vielleicht Einbildung..... vielleicht Zufall....bin gespannt wie es jetzt weitergeht, von 35 mg lässt es sich einfacher herunterrechnen :D )
Ab 18. März: 32mg -> ab da ständiges Hungergefühl, grrrrr- Stimmung fängt an zu schwanken (mich zieht aber auch gerade richtig runter dass meine Tochter wohl auch depressiv veranlagt ist), eine Woche später kein ständiges Hungergefühl mehr, Stimmung etwas besser
Ab 03.April: 30 mg -> vermehrtes Herzstolpern, Müdigkeit und Schwindel knapp 2 Wochen später
Ab 09. Mai: 27 mg Citalopram
Ab 29. Mai: 24 mg Citalopram
Ab 21.Juni: 20 mg Citalopram
Ab 13.Juli : 125 mg Pregabalin
Ende August : 100 mg Pregabalin
Ab 21.September :450mg Quilonoum
Ab 02.Oktober : 75 mg Pregabalin
Ab Nov. : 675mg Quilonum
Ab Dez.: 50 mg Pregabalin
Ab Januar : 900mg Quilonum, 40mg Pregabalin
Ab März 20018 13wöchiger Klinikaufenthalt aufgrund extremer Stimmungsschwankungen , Diagnose bipolare Störung mit ultra rapid cycling ; Citalopram wurde ausgeschlichen ohne Probleme, wenigstens etwas!

navarrese
Beiträge: 203
Registriert: Samstag, 16.04.16, 23:35
Hat sich bedankt: 473 Mal
Danksagung erhalten: 433 Mal

Re: Neu hier - Absetzsymptome Abilify(Aripiprazol)

Beitrag von navarrese » Samstag, 13.05.17, 9:53

Liebe Art- Anne!
Willkommen hier im Forum!

Am besten du arbeitest dich schon mal durch ein paar Seiten hier. Es gibt unglaublich viele wichtige Infos hier.

viewtopic.php?f=32&t=12884

Ich glaube auch , dass die Reduktion zu gross war.
Ich habe im Entzug auch ganz massiv unter Schlafstörungen gelitten, bzw habe gar nicht geschlafen.
Ich musste wieder etwas eindosieren und werde später ultralangsam wieder absetzen.
Das Team wird dich sicherlich in der Hinsicht seht gut beraten.
Ich wünsche dir ganz viel Kraft und Durchhaltevermögen!
Meinst du, du schaffst es eine Signatur anzulegen?
Dann kann man ganz genau nachvollziehen, was du wie lange eingenommen hast
Liebe Grüße, Alice
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor navarrese für den Beitrag (Insgesamt 3):
JamiepadmaArianrhod
Diagnose : Ptbs
Reaktive Depression

Seit 2008 : Paroxetin 40mg
Ab März 2016 Reduktion
Unwissentlich viel zu schnell. ......
Momentan bei 20mg

April 2016......erste Entzugssymptome....mal mehr , mal weniger. ...

01.06.2016 : 15mg

immer wieder auf und ab....ich schaffe das
bis Mitte November auf 0 geschafft

Fr.3.3. 17 : die welt bricht zusammen
Panik, Herzrasen ,Luftnot Angst, Übelkeit, SCHLAFLOS,
Agressionen
Mo. 6.3 : vom Hausarzt Lorazepam und Atosli bekommen
nach Atosil wäre ich fast Amok gelaufen
Di. 7.3. : pschiatrischer Notdienst, Beratung

Dipiperon füer de Tag und bei Bedarf
Zoplicon für die Nacht

Fr.10.03.: EINDOSIERUNG Paroxetin 1mg
So.12.03. heftigste Krise

Psychiatrische Ambulanz : Beratung und Umdosierung
ab
Mo.13.03. zur Nacht 40mg Dipiperon/ bei Bedarf) und 0,5 Tablette Zopiclon
Paroxetin 2mg.
Do., 16.03. : 3mg Paroxetin
Seit 15.03. kein Zopiclon mehr!!!! :party2:

So, 19.03. : 5mg Paroxetin
Di, 21.03. : 6mg Paroxetin
Do, 23.03.: 7mg Paroxetin
Mo.27.03.: 8mg Paroxetin, 30mg Pipamperon
Do.30.03. : 9mg Paroxetin
Mo.2.04.: 10mg Paroxetin, 20mg Pipamperon
Mi.4.04. : " " , 10mg Pipamperon
Fr. 6.04.: " 0mg Pipamperon :fly:

jetzt erstmal Pause

Fledermaus
Beiträge: 205
Registriert: Sonntag, 05.03.17, 10:04
Hat sich bedankt: 282 Mal
Danksagung erhalten: 419 Mal

Re: Neu hier - Absetzsymptome Abilify(Aripiprazol)

Beitrag von Fledermaus » Samstag, 13.05.17, 9:55

Guten Morgen,

Herzlich willkommen Art-Anne.
Die ganzen Probleme entstehen beim zu schnellen Absetzen. Dein ZNS ist durcheinander, der Körper hat einfach keine Zeit sich anzupassen und sich selbst zu helfen. Einen Rat kann ich dir noch nicht geben, dazu bin ich selbst zu "neu" im Absetzthema.
Es werden sich aber noch sehr erfahrene Leute bei dir melden.
Lege bitte in der Zwischenzeit eine Signatur an, welches Medikament, wann, wieviel und über welchen Zeitraum du es genommen hast.
Geh dazu auf deinen Nickname, Profil, Profil ändern, Signatur.
Guck dich hier mal "Erste Hilfe"um, ich hoffe der Link hat geklappt :)viewtopic.php?f=18&t=12880
Habe noch etwas Geduld, du wirst noch viele hilfreiche Antworten bekommen.

Alles Gute
Fledermaus
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Fledermaus für den Beitrag (Insgesamt 6):
LinLinaJamiepadmanavarreseAnnanasArianrhod
seit 2004 150 mg Venlafaxin

2015 für 6 Wochen komplett abgesetzt, 150 mg - 75 mg- 37.5 mg - 25 mg - 0. In welchem Zeitraum weiß ich nicht mehr.
Nach 4 - Wochen ohne zeigten sich Hitzewallungen, Brennen der Haut, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Nerven/Muskelzuckungen, Schüttelfrost, Weinerlichkeit. Zusammenbruch emotionaler Art.
Nach 8 Wochen ohne wieder zurück auf 150 mg. schnelles Verschwinden der Symptomatik.

2016 Habe ich bis auf 75 mg reduziert. I
m Dezember 2016 von 75 mg auf 62,5 mg Venlafaxin. Symptome waren
Übelkeit, Hitzewallungen, Augenprobleme, leichtes Erbrechen morgens, Zahnbürste im Mund war schwierig.

Anfang Februar 2017 von 62.5. mg auf 50 mg Venlafaxin.
verstärkte Übelkeit und Zahnbürste im Mund kaum auszuhalten, sofortiges Erbrechen. Von einem Tag auf dem anderen dann 16 Std Schlaf, Augenprobleme, Erbrechen, Hitzewallungen, Nerven/Muskelzucken, Unruhe, Angst/Panik, Herzklopfen,
Suizidgedanken.

18.02 wieder 75 mg Venlafaxin,
seitdem Verbesserung, kein Erbrechen, keine Panikattacken, leichte Nervenzuckungen noch vorhanden. Stabilisation von einem zum anderen Tag schwankend, auf jedem Fall Besserung im Laufe des Tages.

08.04.17 72 mg Venla
12.04. Umstieg auf Kügelchenmethode (2 37,5-Kaspsel)
72 mg 11 Kügelchen weniger in einer 37,5 Kaspel -3%
01.06.17 68 mg =26 Kügelchen weniger in einer 37,5 Kapsel -4%
20.07.17 66 mg =32 Kügelchen weniger in einer 37,5 Kapsel - 2% Durchschnitt 135 Kügelch/Kapsel
29.09.17 64 mg =40 Kügelchen weniger in einer 37,5 Kapsel - 2%
24.10.17 64 mg = 38 Kügelchen weniger in einer 37,5 Kapsel (neue Charge)
13.12.17 62 mg = 46 Kügelchen weniger in einer 37,5 Kapsel (Rechnung 75-62=13 37.5-13=24,5
132.6:37,5x24.5=86,63 132,6-86,6=46)
31.0 1.18 60 mg = 55 Kügelchen weniger in einer 37,5 Kapsel (137:37,5x22,5=82,2 137-82=55)
10.02.18 Blutdruck schießt wieder hoch, zusätzlich zu den schon bekannten Symptomen
23.03.18 57mg=59 Kügelchen weniger in einer 37,5 Kapsel (123:37,5x19.5=64 123-64=59 Kügelchen weniger)
12.05.18 70 54 mg? Kügelchen weniger verrechnet? Auswirkung jetzt katastrophal (25.6.18)
Übelkeit, Erbrechen, Durchfall. Brennende Haut, Sehstörung, Nervenzucken, Weinen, Angst, müde, schwere in Gliedern, Schwitzen, frieren, Hunger kann aber nichts Essen

27.06.18 56 mg
10.08.18 56 mg (Durchschnitt 701:5=140,2, 140,2:37,5x19= 71 Kügelchen weniger in einer 37,5mg Kapsel
02.10.18 54 mg (Durchschnitt wie oben 701:5=140,2 :37,5x21= 78,512 = 79 Kügelchen weniger
28.11.18 52 mg (Durchschnitt 141,8) 141,8:37,5 X 23= 87 Kügelchen weniger

itamin D liegt bei 13 seit 04.03.17 Vigantoletten 1000 nehme ich nur noch sporadisch
Vitamin D seit 07/18 bei 43 - keine zusätzliche Einnahme
Vitamin B6 bei 7.7 i
Vitamin B12 bei 220
Magnesium bei 0,9
Calcium bei 2,39
Magnesium bei Wadenkrämpfen und Nervenzuckungen

Lisamarie
Beiträge: 9430
Registriert: Freitag, 14.03.14, 19:16
Hat sich bedankt: 3538 Mal
Danksagung erhalten: 9386 Mal

Re: Neu hier - Absetzsymptome Abilify(Aripiprazol)

Beitrag von Lisamarie » Samstag, 13.05.17, 10:25

Hallo Anne, die anderen haben dir ja schon gute Informationen gegeben, dem ist eigentlich nicht viel hinzuzufügen.

Ich denke auch das deine Reduktion um gleich 50% viel zu viel war, ich würde wieder etwas aufdosieren, auf b.s.w 7,5 mg und dich damit erst mal mindestens vier bis sechs Wochen stabilisieren. Und dann viel langsamer absetzen, wir hier im Forum setzen alle vier bis sechs Wochen höchstens 10% ab. Steht aber auch alles in dem Link drin den dir Fledermaus geschickt hat. Ich denke durch die Erhöhung erledigt sich auch dein Schlafproblem. Ich würde mir kein neues Psychopharmaka zum schlafen verschreiben lassen, Psychopharmaka deckeln höchstens Symptome, eins können sie allerdings nicht, heilen. Wir sind nicht umsonst pharmakritisch, meistens erkauft man sich eine Wirkung mit vielen Nebenwirkungen, les dazu gerne mal im Forum. Das ist ein guter Vorsatz den Psychopharmaka leb wohl zu sagen.

viewtopic.php?f=6&t=8507

Lg Petra
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Lisamarie für den Beitrag (Insgesamt 4):
JamiepadmaAnnanasnavarrese
2012 noch 5 Monate Mirtzapin,Pipamperon,Levomepromaxin
Bis auf die Praxiten von heute auf morgen kalt abgesetzt, erste Absetzbeschwerden nach sechs Wochen, aber dann
6 Monate heftigste Absetzproblematik.Magendarm 30 Kilo in vier Monaten abgenommen.Halbes Jahr bettlägerig.Schwer suzidal zum stabilisieren fast ein Jahr gebraucht.
Oxazepam reduzieren von umgerechnet 50 mg Diazepam:
► Text zeigen

Art-Anne
Beiträge: 66
Registriert: Freitag, 12.05.17, 23:07

Re: Absetzsymptome Abilify (Aripiprazol)

Beitrag von Art-Anne » Samstag, 13.05.17, 17:07

Hallo zusammen,
Danke schon mal für eure Antworten. Ich werde auch noch hier im Forum stöbern und lesen. Ich hab eine Signatur jetzt angelegt. Entschuldigt bitte wenn ich die Dosierungen von vor sieben Jahren nicht mehr alle weiss.

Ich wollte euch noch etwas fragen wegen montag. Da ist ja mein Psychiater Gespräch. Soll ich jetzt besser abilify wieder was eindosieren oder was zum schlafen bei bedarf geben lassen was ich nicht regelmäßig nehme? Ist das nicht besser?
Und eine heilpraktikerfreundin empfahl mir Melatonin zu. Beispiel. Was denkt ihr dazu? Kann man das mit Psychopharmaka kombinieren?
Ich bin sooo gegen diese ganze Chemie nach sieben Jahren. Durch die starken absetzsymptome ist es wie eine Erleuchtung für mich was ich meinem Körper angetan habe. Mir fiel es wie schuppen von den Augen. Aber ich wusste es damals nicht besser.
Ich will so schnell wie möglich alles absetzen auch wenn ich weiss das es dauern wird. Wenn ich jetzt abilify zum Beispiel abgesetzt habe, wann kann man dann beginnen das nächste zu reduzieren?
Ich habe die schulmedizin in der Hinsicht satt. Ich fühl mich da falsch beraten und meine Psychiater wechseln jedes Jahr. Das ist auch überhaupt nicht sinnvoll.

Soweit erst mal von mir. Freu mich über Feedback von euch.
LG Art-Anne
2009 nach länger andauernden und sich wiederholenden Angstzuständen erster Kontakt mit einem Psychiater und Psychologen. Ca. 1 Jahr Therapie und Venlafaxin. Wieviel weiss ich nicht mehr.
2010 erste depressive Episode. Teilstationärer Aufenthalt in einer Tagesklinik. Venlafaxin. Wie hoch weiss ich nicht mehr leider.
Dann zwei Jahre lang dieses Venlafaxin genommen.
2012 stationärer Aufenthalt in einer Klinik als krisenintervention. Verschiedene Psychopharmaka wurden getestet. Eingeführt und wieder abgesetzt.
2013 wieder stationärer Aufenthalt als krisenintervention. Immer gleiche Klinik und die ganzen Jahre über tiefenpsychologische gruppentherapie. Seitdem Venlafaxin 225mg, lamatrogin 125mg und Abilify 10mg.
Seit April 2017 Reduzierung des abilify auf 5mg.
Mai 2017 eigene Reduzierung des abilify auf 0mg.
Erhebliche Schlafstörungen bis fast kein schlafen seit der ersten Reduzierung von abilify. Zusätzlich ab u an kopfschmerzen und Übelkeit.

15.5.2017 psychiaterin verschreibt promethazin gegen absetzsymptome weil sie mir diese nicht recht glaubt. Ich nehme das Zeug nicht.

Aktuell : aushalten der absetzsymptome. Mal mehr mal weniger schlimm. Konzentrationsschwierigkeiten kommen dazu. Häufig schwächegefühl. Und immer noch fast kein schlafen

20.05.2017 weniger absetzsymptome, d.h. Kein schwächegefühl mehr oder das Gefühl umzukippen, keine Kopfschmerzen, keine Übelkeit... Es herrscht noch wie immer Schlafmangel und damit Müdigkeit, Zähne aufeinander beißen und muskelverspannungen. Stimmung ist stabil und gut. Ich bin zuversichtlich :D


Lange nicht im Forum gewesen. Aktuell (April 2018) ist der stand der Dinge:
Abilify ist komplett ausgeschlichen.
Lamotrigin ist komplett ausgeschlichen.
Venlafaxin 225mg täglich morgens.

Ich bin stabil und fühle mich gut :)

Vor 4 Wochen Reduzierung von Venlafaxin begonnen.
Seitdem reduziere ich jede Woche um 1 kügelchen. 18 kügElchen sind enthalten. Im Moment bin ich bei 14 kügelchen.
Symptome : häufig stärkere Kopfschmerzen, Hautjucken, teilweise Übelkeit, leicht gereizter als vorher.

Chrissie
Beiträge: 162
Registriert: Dienstag, 21.02.17, 15:11
Danksagung erhalten: 338 Mal

Re: Absetzsymptome Abilify (Aripiprazol)

Beitrag von Chrissie » Samstag, 13.05.17, 17:56

Hallo,
ich würde an deiner Stelle wieder etwas eindosieren wie Petra ja auch schon vorgeschlagen hat. Schau dann wie das mit dem Schlafen wird, vielleicht wirds ja davon schon wieder besser was ich dir wünschen würde.
Ob Melantonin ratsam ist kann ich dir nicht genau sagen, aber ich meine dass das auch wieder Wechselwirkungen geben kann.
Hast du schon mal einen Versuch mit Baldrian oder Hopfen unternommen?
Ich hoffe,dass dir dein Psychiater weiterhelfen kann, drücke die Daumen für Montag.
Liebe Grüsse von Chrissie
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Chrissie für den Beitrag:
padma
Februar 2016: schwere depressive Episode, Opipramol und Mirtazapin, Mirtazapin nicht vertragen (Fressattacken und Zuckungen),Beginn einer Panikstörung- bis zu 10 Panikattacken täglich
März 2016: 2 Wochen Klinik, Umstellung auf Citalopram 20 mg und Pipamperon
Citalopram schnell wirksam gegen die Panikattacken
Dezember 2016: Citalopram auf 10 mg runterdosiert, erneute schwere Depression mit Suizidgedanken, Citalopram wieder hoch auf 40 mg :cry: bin mittlerweile ziemlich sicher dass das keine erneute Depression war sondern massive Entzugserscheinungen, hatte aus Unwissenheit innerhalb einer Woche die Dosis auf die Hälfte reduziert :o
Januar 2017: zusätzlich 150mg Pregabalin aufgrund Nervenschmerzen im Fuß
Ab 4. März 2017 : auf 36 mg Citalopram runter
Ab 12. März : 35 mg Citalopram (hab mich letzte Woche sehr gut gefühlt, irgendwie wacher und gefühlsintensiver.....vielleicht Einbildung..... vielleicht Zufall....bin gespannt wie es jetzt weitergeht, von 35 mg lässt es sich einfacher herunterrechnen :D )
Ab 18. März: 32mg -> ab da ständiges Hungergefühl, grrrrr- Stimmung fängt an zu schwanken (mich zieht aber auch gerade richtig runter dass meine Tochter wohl auch depressiv veranlagt ist), eine Woche später kein ständiges Hungergefühl mehr, Stimmung etwas besser
Ab 03.April: 30 mg -> vermehrtes Herzstolpern, Müdigkeit und Schwindel knapp 2 Wochen später
Ab 09. Mai: 27 mg Citalopram
Ab 29. Mai: 24 mg Citalopram
Ab 21.Juni: 20 mg Citalopram
Ab 13.Juli : 125 mg Pregabalin
Ende August : 100 mg Pregabalin
Ab 21.September :450mg Quilonoum
Ab 02.Oktober : 75 mg Pregabalin
Ab Nov. : 675mg Quilonum
Ab Dez.: 50 mg Pregabalin
Ab Januar : 900mg Quilonum, 40mg Pregabalin
Ab März 20018 13wöchiger Klinikaufenthalt aufgrund extremer Stimmungsschwankungen , Diagnose bipolare Störung mit ultra rapid cycling ; Citalopram wurde ausgeschlichen ohne Probleme, wenigstens etwas!

lunetta
Beiträge: 1837
Registriert: Montag, 17.08.15, 18:09
Hat sich bedankt: 674 Mal
Danksagung erhalten: 4195 Mal

Re: Absetzsymptome Abilify (Aripiprazol)

Beitrag von lunetta » Sonntag, 14.05.17, 21:49

Hallo!

Ich würde dir auch raten wieder eine kleine Menge einzudosieren.
Wenn du vom Psychiater was zum Scglafen bei Bedarf bekommst, wäre es ein Benzo, und da ist die Suchtgefahr sehr hoch, da man sich den Schlaf so wünscht, dass man doch gerne dazu greift.

Beim Melatonin sollte man aufpassen, das verträgt nicht jeder, das ist gar nicht so ohne. Ich habe es überhaupt nicht vertragen, total paradoxe Wirkung und mir war Übel und alle Zustände.

Hopfen, Melisse, Passionsblume, Baldrian könnten dir helfen.

LG
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor lunetta für den Beitrag:
padma
► Text zeigen
.

Art-Anne
Beiträge: 66
Registriert: Freitag, 12.05.17, 23:07
Hat sich bedankt: 1 Mal
Danksagung erhalten: 63 Mal

Re: Absetzsymptome Abilify (Aripiprazol)

Beitrag von Art-Anne » Montag, 15.05.17, 10:44

Hallo an alle,
eben hatte ich meinen Termin bei der psychiaterin. Ich hab ihr von den letzten vier Wochen Schlafmangel erzählt und der angespanntheit und der Übelkeit und den kopfschmerzen. Sie fand das unüblich dass man von abilify absetzsymptome bekommt :evil: das hat mich geärgert. Das kam alles direkt mit dem ersten Tag der Reduzierung! Ich bilde mir das doch nicht ein. Erst lernt man in therapien auf sich zu achten und sich zu beobachten und dann wird einem nicht geglaubt.

Naja, zu der Tatsache das ich abilify vor ner Woche dann von 5mg auf 0mg eigenhändig reduziert habe hat sie nicht wirklich was gesagt. Als ich dann irgendwann aber die Karten auf den Tisch gelegt habe und ihr sagte dass ich jetzt lamatrogin und venlafaxin auch bald mal reduzieren will kam dann protest. Ich wäre ja nicht stabil genug. Ich habe ja aber sieben Jahre Therapie hinter mir mit einem 1a Oberarzt. Und das hat mich wahnsinnig verändert. Ich fühl mich stabil und meine Angehörigen finden das auch. Die sehen auch den Unterschied. Nur die psychiaterin die ich seit vielleicht net halben jahr erst habe nicht. Ich mag die eh nicht. Ich habe in vier Wochen noch einmal einen Termin bei ihr. Dann verlässt sie die Ambulanz und diese wird geschlossen. Ich muss mir also sowieso einen niedergelassen Psychiater suchen. Ich hoffe das klappt gut.
Nicht dass ich dann weder Tabletten noch Psychiater habe.

Ich hab jetzt wegen der Schlafstörungen erstmal ein bedarfsmedikament bekommen promethazin heisst das. Ist angeblich nicht abhängig machend. Habt ihr damit Erfahrungen? Ich werde das erstmal nur ab und zu mal nehmen. Wenn ich schon einmal ne Nacht durchschlafe bin ich ja schon glücklich.

Soweit von mir nochmal das Update.
LG an alle Art-Anne
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Art-Anne für den Beitrag:
Arianrhod
2009 nach länger andauernden und sich wiederholenden Angstzuständen erster Kontakt mit einem Psychiater und Psychologen. Ca. 1 Jahr Therapie und Venlafaxin. Wieviel weiss ich nicht mehr.
2010 erste depressive Episode. Teilstationärer Aufenthalt in einer Tagesklinik. Venlafaxin. Wie hoch weiss ich nicht mehr leider.
Dann zwei Jahre lang dieses Venlafaxin genommen.
2012 stationärer Aufenthalt in einer Klinik als krisenintervention. Verschiedene Psychopharmaka wurden getestet. Eingeführt und wieder abgesetzt.
2013 wieder stationärer Aufenthalt als krisenintervention. Immer gleiche Klinik und die ganzen Jahre über tiefenpsychologische gruppentherapie. Seitdem Venlafaxin 225mg, lamatrogin 125mg und Abilify 10mg.
Seit April 2017 Reduzierung des abilify auf 5mg.
Mai 2017 eigene Reduzierung des abilify auf 0mg.
Erhebliche Schlafstörungen bis fast kein schlafen seit der ersten Reduzierung von abilify. Zusätzlich ab u an kopfschmerzen und Übelkeit.

15.5.2017 psychiaterin verschreibt promethazin gegen absetzsymptome weil sie mir diese nicht recht glaubt. Ich nehme das Zeug nicht.

Aktuell : aushalten der absetzsymptome. Mal mehr mal weniger schlimm. Konzentrationsschwierigkeiten kommen dazu. Häufig schwächegefühl. Und immer noch fast kein schlafen

20.05.2017 weniger absetzsymptome, d.h. Kein schwächegefühl mehr oder das Gefühl umzukippen, keine Kopfschmerzen, keine Übelkeit... Es herrscht noch wie immer Schlafmangel und damit Müdigkeit, Zähne aufeinander beißen und muskelverspannungen. Stimmung ist stabil und gut. Ich bin zuversichtlich :D


Lange nicht im Forum gewesen. Aktuell (April 2018) ist der stand der Dinge:
Abilify ist komplett ausgeschlichen.
Lamotrigin ist komplett ausgeschlichen.
Venlafaxin 225mg täglich morgens.

Ich bin stabil und fühle mich gut :)

Vor 4 Wochen Reduzierung von Venlafaxin begonnen.
Seitdem reduziere ich jede Woche um 1 kügelchen. 18 kügElchen sind enthalten. Im Moment bin ich bei 14 kügelchen.
Symptome : häufig stärkere Kopfschmerzen, Hautjucken, teilweise Übelkeit, leicht gereizter als vorher.

Jamie
Team
Beiträge: 16072
Registriert: Montag, 04.02.13, 22:37
Hat sich bedankt: 20230 Mal
Danksagung erhalten: 26674 Mal

Re: Absetzsymptome Abilify (Aripiprazol)

Beitrag von Jamie » Montag, 15.05.17, 11:07

Hallo Art-Anne,

auch von mir willkommen im Forum, wenn auch etwas verspätet :).

Kannst du das hier aus deiner Signatur evtl. fett markieren? Das fällt dann schneller ins Auge. Danke.
Seitdem Venlafaxin 225mg, lamatrogin 125mg und Abilify 10mg.
eben hatte ich meinen Termin bei der psychiaterin. Ich hab ihr von den letzten vier Wochen Schlafmangel erzählt und der angespanntheit und der Übelkeit und den kopfschmerzen. Sie fand das unüblich dass man von abilify absetzsymptome bekommt :evil: das hat mich geärgert. Das kam alles direkt mit dem ersten Tag der Reduzierung! Ich bilde mir das doch nicht ein. Erst lernt man in therapien auf sich zu achten und sich zu beobachten und dann wird einem nicht geglaubt.
Urgs, das ist wieder mal so typisch :evil: . Lass dich nicht beirren und traue deiner Wahrnehmung.
Du argumentierst übrigens sehr klug - "Erst lernt man in therapien auf sich zu achten und sich zu beobachten und dann wird einem nicht geglaubt".
Das ist ein sehr gutes Argument, das du deiner Psychiaterin das nächste Mal auch gerne freundlich sagen darfst.
Ich hab jetzt wegen der Schlafstörungen erstmal ein bedarfsmedikament bekommen promethazin heisst das. Ist angeblich nicht abhängig machend. Habt ihr damit Erfahrungen? Ich werde das erstmal nur ab und zu mal nehmen. Wenn ich schon einmal ne Nacht durchschlafe bin ich ja schon glücklich.
Das halte ich für unglücklich! Wenn es einen klaren Zusammenhang zwischen dem Runtersetzen des Aripiprazols und deinen Schlafstörungen gibt, dann ist es widersinnig, das jetzt mit einem weiteren Mittel ausmerzen zu wollen. Das wäre dann die vierte Substanz.
Wenn das ZNS im Entzug ist, dann will es den Stoff haben, der es entzügig gemacht hat - und keinen Ersatz. Es ist fraglich, ob ein gelegentlicher Einsatz des Promethazins deinen Abilify-Entzug deckeln kann! :? Bitte denke noch mal über die Wiedereinnahme von vielleicht 1mg nach; zu deinem eigenen Wohl.

Grüße, schönen Tag
Jamie
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Jamie für den Beitrag (Insgesamt 3):
LisamariepadmaArianrhod
...........SIGNATUR...............


:arrow: Eure Mithilfe ist gefragt - wer benutzt die Wasserlösemethode?


:!: mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): viewtopic.php?f=51&t=12478


Meine PN-Funktion ist deaktiviert. Ich danke für euer Verständnis.

-----------------------------

Infos über mich:
► Text zeigen

Lisamarie
Beiträge: 9430
Registriert: Freitag, 14.03.14, 19:16
Hat sich bedankt: 3538 Mal
Danksagung erhalten: 9386 Mal

Re: Absetzsymptome Abilify (Aripiprazol)

Beitrag von Lisamarie » Montag, 15.05.17, 11:31

Hallo Art-Anne, kann mich Jamies Worten nur anschließen, ne neue Substanz und dann hast du und auch die Ärztin keine Ahnung wie du darauf reagierst und das Promethazin macht genauso abhängig wie andere Psychopharmaka. Da würde ich auch lieber das Eindosieren einer geringen Menge Abilify vorschlagen, alles andere ist auch nur ein austauschen einer Substanz, die in nichts besser ist wie das Abilify.
Lg Petra
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Lisamarie für den Beitrag (Insgesamt 2):
LinLinapadma
2012 noch 5 Monate Mirtzapin,Pipamperon,Levomepromaxin
Bis auf die Praxiten von heute auf morgen kalt abgesetzt, erste Absetzbeschwerden nach sechs Wochen, aber dann
6 Monate heftigste Absetzproblematik.Magendarm 30 Kilo in vier Monaten abgenommen.Halbes Jahr bettlägerig.Schwer suzidal zum stabilisieren fast ein Jahr gebraucht.
Oxazepam reduzieren von umgerechnet 50 mg Diazepam:
► Text zeigen

Art-Anne
Beiträge: 66
Registriert: Freitag, 12.05.17, 23:07

Re: Absetzsymptome Abilify (Aripiprazol)

Beitrag von Art-Anne » Montag, 15.05.17, 14:03

Hallo,
Danke für eure Antworten.
Hm, habs mir ja schon fast gedacht dass das promethazin doch nicht so harmlos ist. Die psychiaterin regt mich aber auch im moment auf wegen sowas.

Also ihr meint abilify.... Ich hab abilify nur noch mit einer 5mg Dosierung. Die Tabletten kann man auch nicht teilen. Könnte man die teilen durch eine Art tablettenteiler aus der Apotheke? Ich meine ich hätte schon mal gehört dass es sogar gibt.
Oder wie würdet ihr das jetzt machen? 5mg ist zuviel...will ich nicht. Oder Entzugserscheinungen aussitzen mit 0mg abilify und auch keinem promethazin?

Ach das ist so schwierig dass der Arzt das ausschließen mitmacht... Das frustriert mich.

Warte auf Ideen und Ratschläge von euch :)
LG Art-Anne
2009 nach länger andauernden und sich wiederholenden Angstzuständen erster Kontakt mit einem Psychiater und Psychologen. Ca. 1 Jahr Therapie und Venlafaxin. Wieviel weiss ich nicht mehr.
2010 erste depressive Episode. Teilstationärer Aufenthalt in einer Tagesklinik. Venlafaxin. Wie hoch weiss ich nicht mehr leider.
Dann zwei Jahre lang dieses Venlafaxin genommen.
2012 stationärer Aufenthalt in einer Klinik als krisenintervention. Verschiedene Psychopharmaka wurden getestet. Eingeführt und wieder abgesetzt.
2013 wieder stationärer Aufenthalt als krisenintervention. Immer gleiche Klinik und die ganzen Jahre über tiefenpsychologische gruppentherapie. Seitdem Venlafaxin 225mg, lamatrogin 125mg und Abilify 10mg.
Seit April 2017 Reduzierung des abilify auf 5mg.
Mai 2017 eigene Reduzierung des abilify auf 0mg.
Erhebliche Schlafstörungen bis fast kein schlafen seit der ersten Reduzierung von abilify. Zusätzlich ab u an kopfschmerzen und Übelkeit.

15.5.2017 psychiaterin verschreibt promethazin gegen absetzsymptome weil sie mir diese nicht recht glaubt. Ich nehme das Zeug nicht.

Aktuell : aushalten der absetzsymptome. Mal mehr mal weniger schlimm. Konzentrationsschwierigkeiten kommen dazu. Häufig schwächegefühl. Und immer noch fast kein schlafen

20.05.2017 weniger absetzsymptome, d.h. Kein schwächegefühl mehr oder das Gefühl umzukippen, keine Kopfschmerzen, keine Übelkeit... Es herrscht noch wie immer Schlafmangel und damit Müdigkeit, Zähne aufeinander beißen und muskelverspannungen. Stimmung ist stabil und gut. Ich bin zuversichtlich :D


Lange nicht im Forum gewesen. Aktuell (April 2018) ist der stand der Dinge:
Abilify ist komplett ausgeschlichen.
Lamotrigin ist komplett ausgeschlichen.
Venlafaxin 225mg täglich morgens.

Ich bin stabil und fühle mich gut :)

Vor 4 Wochen Reduzierung von Venlafaxin begonnen.
Seitdem reduziere ich jede Woche um 1 kügelchen. 18 kügElchen sind enthalten. Im Moment bin ich bei 14 kügelchen.
Symptome : häufig stärkere Kopfschmerzen, Hautjucken, teilweise Übelkeit, leicht gereizter als vorher.

Hunk89
Beiträge: 282
Registriert: Sonntag, 01.01.17, 17:10
Hat sich bedankt: 16 Mal
Danksagung erhalten: 187 Mal

Re: Absetzsymptome Abilify (Aripiprazol)

Beitrag von Hunk89 » Montag, 15.05.17, 15:57

Hi Art-Anne,

aus eigener Erfahrung ist ein scharfes Messer präziser als die blöden Tablettenteiler aus der Apotheke. Du kannst dir eine Feinwaage besorgen die 0,001 Gramm wiegen kann. Damit kannst du dann deine individuelle Dosis abwiegen.

Zudem würde ich mir Gelatinekapseln holen (oder meinentwegen Vegane Kapseln). Ich mach dann immer für zwei Wochen das abgewogene Gebrösel in die Kapseln. Dauert 15 Minuten. Halb so wild.

Scharfes Messer ist dein Freund.

LG
Hunk
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Hunk89 für den Beitrag:
padma
Medikament dosis morgens-dosis mittags-dosis abends-dosis nachts
Quetiapin Prolong 300-300-0-0
Quetiapin 0-0-0-400
Olanzapin 5-5-7,5-7,5
Venlafaxin 0-0-0-37,5
Trazodon 50-0-0-0
Metformin 500-500-500-500

Maximum 25mg Olanzapin
22,5mg Olanzapin ab 7.12.16
21,25mg Olanzapin ab 2.2.17
20mg Olanzapin ab 3.4.17
Maximum 75mg Trazodon
67,5mg Trazodon ab 5.5.17
60,8mg Trazodon ab 9.6.17
54,7mg Trazodon ab 9.7.17
50mg Trazodon ab 28.8.17
45mg Trazodon ab 11.10.17
50mg Trazodon ab 25.10.17
17,5mg Olanzapin ab 30.10.17
Maximum 950mg Quetiapin
850mg Quetiapin ab 5.1.18
Rückschlag auf 1000mg Seroquel
Und 25mg Zyprexa

Art-Anne
Beiträge: 66
Registriert: Freitag, 12.05.17, 23:07
Hat sich bedankt: 1 Mal
Danksagung erhalten: 63 Mal

Re: Absetzsymptome Abilify (Aripiprazol)

Beitrag von Art-Anne » Montag, 15.05.17, 18:16

Hallo,
Also, ich bin sooo frustriert. Ich fange jetzt erst damit an mich auseinander zu setzen wie Psychopharmaka wirken und erlebe nur frustrierendes. Ich war eben bei der Apotheke um Rezepte einzulösen darunter auch das neu verschriebene promethazin. Ich hab dann einfach mal gefragt ob das auch wieder abhängig macht und es würde von der Apothekerin völlig verneint :evil: das ärgert mich. Ich lese gerade den beipackzettel und bin noch mehr entsetzt. Damals wurde mir von den Ärzten immer verboten die Packungsbeilage zu lesen weil einen das nur schockieren würde und es sei ja nicht so. :evil: naja, zu meinem niedrigen Blutdruck passt es nicht und ich will auch keine wechselseitigen Verstärkungen zw den ganzen Psychopharmaka von mir. Ist mir alles zu heikel, zumal ich ja auch schon Meinungen von euch kenne.

Und ich sag noch der Ärztin heute morgen ich will keine Psychopharmaka mit Psychopharmaka bekämpfen! Und die verschreibt trotzdem so einen Kram :frust:

Ich werde mir ne feinwaage besorgen als nächsten Schritt und wenig abilify wieder eindosieren. Wo kriegt man denn solche Waagen? Nur im Netz? Die Apotheke hatte keine.

Dann bin ich schon auf der Suche nach nem neuen Psychiater. Ich kenne einen zu dem ich hinwill. Hoffe der nimmt mich und macht die Reduzierung mit.
Morgen rufe ich mal an.

Ich habe noch eine ehemalige Gruppe von psychisch kranken mitpatienten die sich immer trifft. Das sind nach so viel Jahren Freunde von mir geworden. Aber sie sehen das ähnlich wie ich früher. Medis werden wohl schon nötig sein und manchmal geht es nicht ohne....bla...mir fällt auf dass in den ganzen Jahren keiner dieser Freunde reduzieren durfte. Immer wurden nur medis gewechselt und probiert. Davon mehr u davon weniger. Bedarf hier und dort.... Wenn ich jetzt mit ihnen schreibe halten die mich für riskant im Verhalten und ich die weil bei mir der Groschen gefallen ist sozusagen u ohne es böse zu meinen. Es ist doch gefährlicher den Psychopharmaka Mix jahrelang weiter zu nehmen u nicht zu hinterfragen als reduzieren zu wollen.
Naja, hoffentlich halten die Freundschaften trotzdem. Ich respektiere was sie tun aber ich würde sie auf der anderen Seite gerne beschützen....

Ich merke seit dem We das es mir durch den Schlafmangel jetzt langsam schwer fällt den Alltag durchzustehen. Die Arbeit am Nachmittag geht da funktioniere ich im moment aber morgens u abends im Atelier ist's schwierig. Dann will ich mich immer ausruhen statt zu arbeiten im Atelier und ich weiss nicht was richtiger ist. Ausruhen oder malen weil es ein Ausgleich für mich ist? Der Körper ist halt kaputt und ko. Aber mann soll doch auch nicht tagsüber schlafen weil man dann nachts noch weniger schläft hab ich immer so gelernt. Dann hilft im Atelier hinlegen auch nichts wirklich oder?
Wie steht ihr zu sowas? Nachgeben? Aushalten?

Ich bin immer sehr dankbar für eure Antworten. Das hilft mir weil ich noch neu in Sachen absetzen bin.
LG an alle
Art-Anne
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Art-Anne für den Beitrag:
Arianrhod
2009 nach länger andauernden und sich wiederholenden Angstzuständen erster Kontakt mit einem Psychiater und Psychologen. Ca. 1 Jahr Therapie und Venlafaxin. Wieviel weiss ich nicht mehr.
2010 erste depressive Episode. Teilstationärer Aufenthalt in einer Tagesklinik. Venlafaxin. Wie hoch weiss ich nicht mehr leider.
Dann zwei Jahre lang dieses Venlafaxin genommen.
2012 stationärer Aufenthalt in einer Klinik als krisenintervention. Verschiedene Psychopharmaka wurden getestet. Eingeführt und wieder abgesetzt.
2013 wieder stationärer Aufenthalt als krisenintervention. Immer gleiche Klinik und die ganzen Jahre über tiefenpsychologische gruppentherapie. Seitdem Venlafaxin 225mg, lamatrogin 125mg und Abilify 10mg.
Seit April 2017 Reduzierung des abilify auf 5mg.
Mai 2017 eigene Reduzierung des abilify auf 0mg.
Erhebliche Schlafstörungen bis fast kein schlafen seit der ersten Reduzierung von abilify. Zusätzlich ab u an kopfschmerzen und Übelkeit.

15.5.2017 psychiaterin verschreibt promethazin gegen absetzsymptome weil sie mir diese nicht recht glaubt. Ich nehme das Zeug nicht.

Aktuell : aushalten der absetzsymptome. Mal mehr mal weniger schlimm. Konzentrationsschwierigkeiten kommen dazu. Häufig schwächegefühl. Und immer noch fast kein schlafen

20.05.2017 weniger absetzsymptome, d.h. Kein schwächegefühl mehr oder das Gefühl umzukippen, keine Kopfschmerzen, keine Übelkeit... Es herrscht noch wie immer Schlafmangel und damit Müdigkeit, Zähne aufeinander beißen und muskelverspannungen. Stimmung ist stabil und gut. Ich bin zuversichtlich :D


Lange nicht im Forum gewesen. Aktuell (April 2018) ist der stand der Dinge:
Abilify ist komplett ausgeschlichen.
Lamotrigin ist komplett ausgeschlichen.
Venlafaxin 225mg täglich morgens.

Ich bin stabil und fühle mich gut :)

Vor 4 Wochen Reduzierung von Venlafaxin begonnen.
Seitdem reduziere ich jede Woche um 1 kügelchen. 18 kügElchen sind enthalten. Im Moment bin ich bei 14 kügelchen.
Symptome : häufig stärkere Kopfschmerzen, Hautjucken, teilweise Übelkeit, leicht gereizter als vorher.

Lisamarie
Beiträge: 9430
Registriert: Freitag, 14.03.14, 19:16
Hat sich bedankt: 3538 Mal
Danksagung erhalten: 9386 Mal

Re: Absetzsymptome Abilify (Aripiprazol)

Beitrag von Lisamarie » Montag, 15.05.17, 18:31

Hallo Art, Anne , ja das wird schön verschwiegen das es kein ungefährliches Psychopharmaka gibt und alle abhängig machen und anschließend schmerzhaft wieder ausgeschlichen werden müssen.

Beim wieder Eindosieren kannst du die Wasserlösmethode verwenden

viewtopic.php?f=16&t=10923

Oder ne Feinwaage , hier ein Link zu unseren Feinwaagen , die wir verwenden.

viewtopic.php?f=15&t=9608

Lg Petra
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Lisamarie für den Beitrag (Insgesamt 2):
Jamiepadma
2012 noch 5 Monate Mirtzapin,Pipamperon,Levomepromaxin
Bis auf die Praxiten von heute auf morgen kalt abgesetzt, erste Absetzbeschwerden nach sechs Wochen, aber dann
6 Monate heftigste Absetzproblematik.Magendarm 30 Kilo in vier Monaten abgenommen.Halbes Jahr bettlägerig.Schwer suzidal zum stabilisieren fast ein Jahr gebraucht.
Oxazepam reduzieren von umgerechnet 50 mg Diazepam:
► Text zeigen

padma
Team
Beiträge: 15899
Registriert: Sonntag, 06.01.13, 17:04

Re: Absetzsymptome Abilify (Aripiprazol)

Beitrag von padma » Montag, 15.05.17, 18:53

hallo Anne, :)
Dann bin ich schon auf der Suche nach nem neuen Psychiater. Ich kenne einen zu dem ich hinwill. Hoffe der nimmt mich und macht die Reduzierung mit.
Ich würde nicht gleich mit der Tür ins Haus fallen und vorsichtig antesten, ob er eine vorsichtige Reduktion für möglich hält.
Am wichtigsten ist, dass du die Rezepte bekommst, ausschleichen kannst du notfalls selbstständig.
Dann hilft im Atelier hinlegen auch nichts wirklich oder?
Wie steht ihr zu sowas? Nachgeben? Aushalten?
Da gibt es keine pauschale Antwort. Wenn der Schlafmangel zu eklatant ist, kann es notwendig sein, sich tagsüber zwischendurch auszuruhen. Probiere für dich aus, was am besten ist.

Hier ein thread zu Schlafproblemen http://www.adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=57&t=9278

liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
► Text zeigen
25.10.2018: 0,15 mg :schnecke:



Neu: Infos rund um Antidepressiva, Absetzen, Umgang mit Entzug
: https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=15490


Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Art-Anne
Beiträge: 66
Registriert: Freitag, 12.05.17, 23:07

Re: Absetzsymptome Abilify (Aripiprazol)

Beitrag von Art-Anne » Dienstag, 16.05.17, 10:19

Liebes Hallo an alle,
Danke für eure Beiträge und Links. Ich stöbere jeden Tag hier im Forum im moment. Vieles wirft fragen auf oder erschreckt mich.
Zum Beispiel der venlafaxin absetzen thread. Ich nehme das Zeug ja auch recht hochdosiert im moment und irgendwann steht auch hier der Entzug an. Hab angst vor den ganzen Nebenwirkungen.
Oft lese ich auch über Schmerzen beim Entzug. Ist das üblich? Hab ich das in meiner Zeit wo das abilify abgesetzt ist auch noch zu erwarten? Oje Oje...

Ich habe diese Nacht übrigens mal gefühlt mehr oder erholter geschlafen als sonst. Ich weiss nicht wieviel genau ich schaue nicht immer auf die Uhr nachts weil es oft wahnsinnig macht das man immer noch nicht einschläft.
Vielleicht geht der Schlafmangel nach vier Wochen endlich mal zurück... Das wäre toll.
Ich werde jetzt ein absetztagebuch anfangen um den Überblick zu bewahren :D

Soweit mal von mir...
LG Art-Anne
2009 nach länger andauernden und sich wiederholenden Angstzuständen erster Kontakt mit einem Psychiater und Psychologen. Ca. 1 Jahr Therapie und Venlafaxin. Wieviel weiss ich nicht mehr.
2010 erste depressive Episode. Teilstationärer Aufenthalt in einer Tagesklinik. Venlafaxin. Wie hoch weiss ich nicht mehr leider.
Dann zwei Jahre lang dieses Venlafaxin genommen.
2012 stationärer Aufenthalt in einer Klinik als krisenintervention. Verschiedene Psychopharmaka wurden getestet. Eingeführt und wieder abgesetzt.
2013 wieder stationärer Aufenthalt als krisenintervention. Immer gleiche Klinik und die ganzen Jahre über tiefenpsychologische gruppentherapie. Seitdem Venlafaxin 225mg, lamatrogin 125mg und Abilify 10mg.
Seit April 2017 Reduzierung des abilify auf 5mg.
Mai 2017 eigene Reduzierung des abilify auf 0mg.
Erhebliche Schlafstörungen bis fast kein schlafen seit der ersten Reduzierung von abilify. Zusätzlich ab u an kopfschmerzen und Übelkeit.

15.5.2017 psychiaterin verschreibt promethazin gegen absetzsymptome weil sie mir diese nicht recht glaubt. Ich nehme das Zeug nicht.

Aktuell : aushalten der absetzsymptome. Mal mehr mal weniger schlimm. Konzentrationsschwierigkeiten kommen dazu. Häufig schwächegefühl. Und immer noch fast kein schlafen

20.05.2017 weniger absetzsymptome, d.h. Kein schwächegefühl mehr oder das Gefühl umzukippen, keine Kopfschmerzen, keine Übelkeit... Es herrscht noch wie immer Schlafmangel und damit Müdigkeit, Zähne aufeinander beißen und muskelverspannungen. Stimmung ist stabil und gut. Ich bin zuversichtlich :D


Lange nicht im Forum gewesen. Aktuell (April 2018) ist der stand der Dinge:
Abilify ist komplett ausgeschlichen.
Lamotrigin ist komplett ausgeschlichen.
Venlafaxin 225mg täglich morgens.

Ich bin stabil und fühle mich gut :)

Vor 4 Wochen Reduzierung von Venlafaxin begonnen.
Seitdem reduziere ich jede Woche um 1 kügelchen. 18 kügElchen sind enthalten. Im Moment bin ich bei 14 kügelchen.
Symptome : häufig stärkere Kopfschmerzen, Hautjucken, teilweise Übelkeit, leicht gereizter als vorher.

Arianrhod
Beiträge: 1581
Registriert: Sonntag, 15.11.15, 15:16
Hat sich bedankt: 3606 Mal
Danksagung erhalten: 4028 Mal

Re: Absetzsymptome Abilify (Aripiprazol)

Beitrag von Arianrhod » Dienstag, 16.05.17, 16:21

Hallo Anne,
ich wollte noch zu Promethazin sagen, das ist auch ein Neuroleptikum, wenn auch ein niederpotentes .
Ich bekam es während des Entzugs zum Schlafen und bei mir hat es nicht gewirkt, mich nicht einmal müde gemacht, ich hätte genauso gut Tictacs probieren können.

Dennoch : Auch die können tardive Dyskinesien, also Bewegungsstörungen , verursachen
und
wenn man sie wieder loswerden möchte, hat man noch ein Problem zusätzlich, eine weitere Abhängigkeit.

Diese Medikamente machen nicht abhängig im Sinn "Ich brauche immer mehr davon!" , sondern " Mein ZNS gewöhnt sich daran und wenn ich sie weglasse, geht es mir schlecht." Auch das ist Abhängigkeit, auch wenn Ärzte und Apotheker das verneinen.

liebe Grüße Arianrhod
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Arianrhod für den Beitrag (Insgesamt 2):
Murmelinepadma
► Text zeigen

Art-Anne
Beiträge: 66
Registriert: Freitag, 12.05.17, 23:07

Re: Absetzsymptome Abilify (Aripiprazol)

Beitrag von Art-Anne » Dienstag, 16.05.17, 17:50

Ja Hallo,
Danke für deine Antwort zu promethazin. Ich nehme das auch nicht ein. Wäre ja wie du schon meinst wieder nen Psychopharmaka mehr. Nee nee das mach ich nicht mit.

Gut gesagt mit dem gewöhnungseffekt statt Abhängigkeit.

Heute geht's mir was schlechter im gesamten. Übelkeit tritt häufig auf heute und kopfschmerzen und schwäche Gefühl. Hab immer das Gefühl ich kipp gleich um wenn ich unterwegs bin. Langsam fällt mir die Arbeit schwer. Zumindest seit gestern und heute. Spiele mit Gedanken wie mal nen Tag Arbeit abzusagen. Auf der einen Seite würde mich das erleichtern und auf der anderen Seite hat man ein schlechtes Gewissen aus pflichtgefühl. Ich arbeite aber auch mit Grundschulkindern da muss man immer abwägen weil man ja viel Verantwortung hat und aufpassen muss auf die kids. Hab auch oft Angst ich kipp um wenn ich bei den kids bin....schwierig. Zumal ich nicht viel Geld hab und dann käme wieder Verdienstausfall dazu... Das macht alles druck. Ich stell mir immer vor wenn man genug Geld hätte um seine Rechnungen zu zahlen und gerade nicht arbeiten müsste wäre der Entzug vielleicht leichter zu ertragen. Obwohl man das so nicht unbedingt sehen kann. Aber das sind meine Gedanken momentan.
Ich freu mich wie immer über Erfahrungen Meinungen Ratschläge....
LG Art-Anne
2009 nach länger andauernden und sich wiederholenden Angstzuständen erster Kontakt mit einem Psychiater und Psychologen. Ca. 1 Jahr Therapie und Venlafaxin. Wieviel weiss ich nicht mehr.
2010 erste depressive Episode. Teilstationärer Aufenthalt in einer Tagesklinik. Venlafaxin. Wie hoch weiss ich nicht mehr leider.
Dann zwei Jahre lang dieses Venlafaxin genommen.
2012 stationärer Aufenthalt in einer Klinik als krisenintervention. Verschiedene Psychopharmaka wurden getestet. Eingeführt und wieder abgesetzt.
2013 wieder stationärer Aufenthalt als krisenintervention. Immer gleiche Klinik und die ganzen Jahre über tiefenpsychologische gruppentherapie. Seitdem Venlafaxin 225mg, lamatrogin 125mg und Abilify 10mg.
Seit April 2017 Reduzierung des abilify auf 5mg.
Mai 2017 eigene Reduzierung des abilify auf 0mg.
Erhebliche Schlafstörungen bis fast kein schlafen seit der ersten Reduzierung von abilify. Zusätzlich ab u an kopfschmerzen und Übelkeit.

15.5.2017 psychiaterin verschreibt promethazin gegen absetzsymptome weil sie mir diese nicht recht glaubt. Ich nehme das Zeug nicht.

Aktuell : aushalten der absetzsymptome. Mal mehr mal weniger schlimm. Konzentrationsschwierigkeiten kommen dazu. Häufig schwächegefühl. Und immer noch fast kein schlafen

20.05.2017 weniger absetzsymptome, d.h. Kein schwächegefühl mehr oder das Gefühl umzukippen, keine Kopfschmerzen, keine Übelkeit... Es herrscht noch wie immer Schlafmangel und damit Müdigkeit, Zähne aufeinander beißen und muskelverspannungen. Stimmung ist stabil und gut. Ich bin zuversichtlich :D


Lange nicht im Forum gewesen. Aktuell (April 2018) ist der stand der Dinge:
Abilify ist komplett ausgeschlichen.
Lamotrigin ist komplett ausgeschlichen.
Venlafaxin 225mg täglich morgens.

Ich bin stabil und fühle mich gut :)

Vor 4 Wochen Reduzierung von Venlafaxin begonnen.
Seitdem reduziere ich jede Woche um 1 kügelchen. 18 kügElchen sind enthalten. Im Moment bin ich bei 14 kügelchen.
Symptome : häufig stärkere Kopfschmerzen, Hautjucken, teilweise Übelkeit, leicht gereizter als vorher.

Antworten