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Art-Anne: Abilify (Aripiprazol) abgesetzt, jetzt Venlafaxin

Wenn Antidepressiva abgesetzt werden, kann dies zu schweren und langwierigen Entzugserscheinungen führen. Viele Hersteller und Ärzte verharmlosen diese Problematik leider.
Art-Anne
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Re: Absetzsymptome Abilify (Aripiprazol)

Beitrag von Art-Anne » Mittwoch, 17.05.17, 12:17

Hallo zusammen,
Ich habe mal ein paar bessere Nachrichten. Es ist jetzt die fünfte Woche nach absetzen des abilify. Ich habe die letzten zwei Nächte besser geschlafen. Es müssen so 4-5 Stunden gewesen sein. Das ist doppelt so viel wie die letzten vier Wochen :party2: das freut mich natürlich. Obwohl ich nicht genau weiß woran es liegt. Es kann sein das mein einschlafritual mit der einschlafmusik hilft, es könnte sein dass sich mein Körper nach vier Wochen fast nicht schlafen den Schlaf wiederholt, es könnte sein dass die Schlafstörungen langsam zurück gehen...ich weiß nicht aber ich hab Hoffnung.

Die Übelkeit ist allerdings schlimmer geworden seit Woche 5. Statt ab und an jetzt mehrmals täglich. Vor allem wenn ich unterwegs bin oder bus fahre.

Das Gefühl umzukippen ist auch noch stark da. Die konzentrationsschwierigkeiten und die Vergesslichkeit auch. Ich vergesse Kleinigkeiten häufig. Aus der Bahn auszusteigen, alle Lebensmittel einzukaufen trotz Liste, Sachen für die Arbeit mitzunehmen... Das nervt.

Heute habe ich mir zum ersten Mal frei genommen seit der absetzsymptomatik. Weil die Übelkeit so schlimm ist in letzter zeit. Die letzten beiden Tage arbeiten gehen war schon eine Herausforderung. Vielleicht ist es morgen besser.

Soweit das Update zu meinen absetzsymptomen.
Grüße an alle,
Art-Anne
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2009 nach länger andauernden und sich wiederholenden Angstzuständen erster Kontakt mit einem Psychiater und Psychologen. Ca. 1 Jahr Therapie und Venlafaxin. Wieviel weiss ich nicht mehr.
2010 erste depressive Episode. Teilstationärer Aufenthalt in einer Tagesklinik. Venlafaxin. Wie hoch weiss ich nicht mehr leider.
Dann zwei Jahre lang dieses Venlafaxin genommen.
2012 stationärer Aufenthalt in einer Klinik als krisenintervention. Verschiedene Psychopharmaka wurden getestet. Eingeführt und wieder abgesetzt.
2013 wieder stationärer Aufenthalt als krisenintervention. Immer gleiche Klinik und die ganzen Jahre über tiefenpsychologische gruppentherapie. Seitdem Venlafaxin 225mg, lamatrogin 125mg und Abilify 10mg.
Seit April 2017 Reduzierung des abilify auf 5mg.
Mai 2017 eigene Reduzierung des abilify auf 0mg.
Erhebliche Schlafstörungen bis fast kein schlafen seit der ersten Reduzierung von abilify. Zusätzlich ab u an kopfschmerzen und Übelkeit.

15.5.2017 psychiaterin verschreibt promethazin gegen absetzsymptome weil sie mir diese nicht recht glaubt. Ich nehme das Zeug nicht.

Aktuell : aushalten der absetzsymptome. Mal mehr mal weniger schlimm. Konzentrationsschwierigkeiten kommen dazu. Häufig schwächegefühl. Und immer noch fast kein schlafen

20.05.2017 weniger absetzsymptome, d.h. Kein schwächegefühl mehr oder das Gefühl umzukippen, keine Kopfschmerzen, keine Übelkeit... Es herrscht noch wie immer Schlafmangel und damit Müdigkeit, Zähne aufeinander beißen und muskelverspannungen. Stimmung ist stabil und gut. Ich bin zuversichtlich :D


Lange nicht im Forum gewesen. Aktuell (April 2018) ist der stand der Dinge:
Abilify ist komplett ausgeschlichen.
Lamotrigin ist komplett ausgeschlichen.
Venlafaxin 225mg täglich morgens.

Ich bin stabil und fühle mich gut :)

Vor 4 Wochen Reduzierung von Venlafaxin begonnen.
Seitdem reduziere ich jede Woche um 1 kügelchen. 18 kügElchen sind enthalten. Im Moment bin ich bei 14 kügelchen.
Symptome : häufig stärkere Kopfschmerzen, Hautjucken, teilweise Übelkeit, leicht gereizter als vorher.

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Re: Absetzsymptome Abilify (Aripiprazol)

Beitrag von Arianrhod » Mittwoch, 17.05.17, 14:50

Hallo Anne,
wenn es dir schlecht geht, gibt es immer noch die Möglichkeit, dich ein paar Tage krankschreiben zu lassen, dann hast du wenigstens keinen Verdienstausfall.

liebe Grüße Arian
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Art-Anne
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Re: Absetzsymptome Abilify (Aripiprazol)

Beitrag von Art-Anne » Mittwoch, 17.05.17, 15:04

Hallo,
Doch Verdienstausfall hab ich dann. Bin selbstständig und hab damit kein Geld wenn ich nicht arbeiten bin.
Ich bin sogar bei jeden meiner klinikaufenthalte arbeiten gegangen. Mitten in der Depression. Weil ich sonst meine Miete nicht hätte zahlen können und meinen Job verliert hätte. Ich hatte einen Toparzt der das mitgemacht hat und unter arbeitstherapie laufen lassen hat.
Im Nachhinein frage ich mich oft wie ich das gemeistert habe. Immerhin arbeite ich mit grundschulkindern. Die fordern einen.

Also ist nicht ganz so easy bei mir leider. Ich kann mir höchstens mal ein oder zwei Tage frei nehmen. Deshalb freue ich mich momentan schon auf jeden Feiertag und Brückentag oder die Sommerferien.

Soweit...
Gruß, Art-Anne
2009 nach länger andauernden und sich wiederholenden Angstzuständen erster Kontakt mit einem Psychiater und Psychologen. Ca. 1 Jahr Therapie und Venlafaxin. Wieviel weiss ich nicht mehr.
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Dann zwei Jahre lang dieses Venlafaxin genommen.
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Seit April 2017 Reduzierung des abilify auf 5mg.
Mai 2017 eigene Reduzierung des abilify auf 0mg.
Erhebliche Schlafstörungen bis fast kein schlafen seit der ersten Reduzierung von abilify. Zusätzlich ab u an kopfschmerzen und Übelkeit.

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Art-Anne
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Re: Absetzsymptome Abilify (Aripiprazol)

Beitrag von Art-Anne » Mittwoch, 17.05.17, 17:34

Hallo an alle, ich bin ja noch neu hier und lese im Moment viele absetzberichte von verschiedenen Psychopharmaka hier im Forum. Mir fällt oft auf, dass gerade in der geringen dosis zum Ende des absetzens viele starke Symptome geschildert werden oder nach Monaten auf 0mg! Das macht mir richtig richtig Angst. Ich habe jetzt Sorge auf meinen zwei Psychopharmaka hängen zu bleiben :(
Ist das denn wirklich so häufig so? Und auch von körperlich starken Schmerzen liest man so oft. Da komme ich mir mit meinen absetzsymptomen ganz komisch vor. Hab ja nur Schlafstörungen Übelkeit Kopfschmerzen Anspannung...
Hab angst das sich das noch drastisch verschlimmert in Zukunft. Bin jetzt erst seit kurzem auf 0mg abilify aber wie soll man Hoffnung haben wenn man soviel leid liest.

Ich glaub ich brauche ne Aufmunterung...

LG Art-Anne
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Re: Absetzsymptome Abilify (Aripiprazol)

Beitrag von LinLina » Mittwoch, 17.05.17, 19:03

Hallo Anne :-)

Wir wissen leider nicht, wie häufig starke Symptome nach Null sind. Die Erfahrung zeigt aber, dass vor allem bei deutlichen Absetzsymptomen bei höheren Dosierungen auch der untere Bereich sehr langsam reduziert werden sollte. Und auch wenn man in höheren Dosisbereichen keine Probleme hat, ist bei den letzten Schritten vorsicht geboten.

Ich denke, du hast sicher schon Ratschläge bekommen das Abilify in kleiner Dosis wieder einzunehmen und langsamer zu reduzieren? Kennst du schon diese Texte:

viewtopic.php?f=50&t=11397

viewtopic.php?f=50&t=11410

Wenn man langsam runterdosiert, ist es viel wahrscheinlicher das Absetzen erfolgreich und nachhaltig zu schaffen zeigt die Erfahrung hier.

Wir empfehlen das ja nicht umsonst. Hoffnung, dass es leichter wird als bei anderen kann man immer haben, aber vernünftig ist es, so zu reduzieren dass man möglichst gar nicht in Gefahr schlimmerer Symptome kommt.

Tut mir leid, ich kann dir nicht viel anderes sagen, weil ich einfach nicht weiß wie dein Verlauf sein wird wenn du auf null bleibst - von völliger Erholung in wenigen Wochen bis hin zu jahrelangen Problemen ist theoretisch alles möglich :-(

Liebe Grüße
Lina
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Ich bin zur Zeit nicht im Forum aktiv. Bei Fragen und Bitten an das Team an padma, Ululu69 oder murmeline wenden.

Hinweis: Alle meine Aussagen dienen der allgemeinen Information und begründen sich auf Erfahrungswerte - meine eigenen, und die anderer Betroffener - und die wenigen bekannten Studien zur Absetzproblematik. Ich bin weder Ärztin noch Psychologin. Meine Erfahrungen und Tipps sind daher keine medizinische Beratung und können eine solche nicht ersetzen.

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Re: Absetzsymptome Abilify (Aripiprazol)

Beitrag von Arianrhod » Donnerstag, 18.05.17, 13:18

Hallo Art- Anne,

ich kann dir ein Beispiel von mir erzählen. Ich hatte 800 mg auf 400 mg Amisulprid reduziert - und überhaupt keine Absetzerscheinungen, mir ging es super.
Da kann man ganz leicht dem Fehlschluss erliegen ( was ich auch getan hatte) , jetzt nochmal halbieren und dann nochmal und dann raus - wo doch der erste Schritt so gut geklappt hat.
Die Sache war aber so, ich war vermutlich überdosiert. Das heißt, mehr als alle vorhandenen Dopaminrezeptoren blockieren, kann ein Dopaminblocker wie es ein NL ist, nicht - der Überschuss war deshalb so gut abzusetzen, weil der - außer Nebenwirkungen- überhaupt keine Wirkung hatte. Je mehr man in den Wirkungsbereich kommt, desto langsamer ist abzusetzen, die Berichte hier sollen dich keinesfalls in Sorgen versetzen, sondern nur zum Ende hin noch vorsichtiger machen.
Der am langsamsten zu machende Schritt ist dann der Schritt auf 0. - auch wenn es einen ärgert, weil man das Zeug nicht mehr nehmen möchte .

Mein Motto hier ist: Ich bin eine Schnecke und das ist gut so, :schnecke:
vertraue darauf, dass es gut werden wird :)

liebe Grüße Arianrhod
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Re: Absetzsymptome Abilify (Aripiprazol)

Beitrag von Art-Anne » Donnerstag, 18.05.17, 17:01

Danke Arianrhod. Gut zu wissen was du schreibst. Dann muss man einfach individuell gucken und zum Ende dann richtig Schneckentempo einlegen.
Es ist echt ein bissl frustrierend die Chemie Keulen zu schlucken bis sie ausgeschlichen sind. Ich denke jeden morgen immer was tue ich da meinem Körper nur an. Aber es geht nicht anders beim Entzug wie die Erfahrungen zeigen. Nur wenn es einmal klick gemacht hat und die Entscheidung gefallen ist das man das Teufelskreis nicht mehr nehmen möchte ist es schwer.

LG Art-Anne
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Re: Absetzsymptome Abilify (Aripiprazol)

Beitrag von Hunk89 » Donnerstag, 18.05.17, 19:10

Mir geht es ähnlich. Ich glaub selbst mein Psychiater hat Wind davon gekriegt, dass ich nicht mehr gerade scharf auf Tabletten bin. Er hat schon gefragt wie es weiter gehen soll. Langsam Reduzieren war die Antwort und die hat ihm scheinbar genügt.
Medikament dosis morgens-dosis mittags-dosis abends-dosis nachts
Quetiapin Prolong 300-300-0-0
Quetiapin 0-0-0-400
Olanzapin 5-5-7,5-7,5
Venlafaxin 0-0-0-37,5
Trazodon 50-0-0-0
Metformin 500-500-500-500

Maximum 25mg Olanzapin
22,5mg Olanzapin ab 7.12.16
21,25mg Olanzapin ab 2.2.17
20mg Olanzapin ab 3.4.17
Maximum 75mg Trazodon
67,5mg Trazodon ab 5.5.17
60,8mg Trazodon ab 9.6.17
54,7mg Trazodon ab 9.7.17
50mg Trazodon ab 28.8.17
45mg Trazodon ab 11.10.17
50mg Trazodon ab 25.10.17
17,5mg Olanzapin ab 30.10.17
Maximum 950mg Quetiapin
850mg Quetiapin ab 5.1.18
Rückschlag auf 1000mg Seroquel
Und 25mg Zyprexa

Art-Anne
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Re: Absetzsymptome Abilify (Aripiprazol)

Beitrag von Art-Anne » Donnerstag, 18.05.17, 22:05

Hallo,
Ich habe jetzt spontan nochmal eine Frage zum absetzen. Reduziert man immer nur ein Psychopharmakon oder kann man auch zwei oder drei gleichzeitig ausschleichen? Aber dann kann man nicht nachvollziehen was von was kommt... Hm, Verwirrung....
2009 nach länger andauernden und sich wiederholenden Angstzuständen erster Kontakt mit einem Psychiater und Psychologen. Ca. 1 Jahr Therapie und Venlafaxin. Wieviel weiss ich nicht mehr.
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Re: Absetzsymptome Abilify (Aripiprazol)

Beitrag von padma » Donnerstag, 18.05.17, 22:20

hallo Art-Anne, :)

ganz wichtig: immer nur 1 Psychopharmakon zu einer Zeit reduzieren!

Wenn man mehrere PP ausschleichen möchte, kann es sinvoll sein in Etappen vorzugehen, erst eines ein Stück weit reduzieren, dann ein anderes. Das kann z.B.dann sinvoll sein, wenn ein PP antriebssteigernd und eines sedierend ist.

Das genaue Vorgehen muss individuell dem Verlauf angepasst werden.

liebe Grüsse,
padma
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Absetzverlauf:
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25.10.2018: 0,15 mg :schnecke:



Neu: Infos rund um Antidepressiva, Absetzen, Umgang mit Entzug
: https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=15490


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Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

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Re: Absetzsymptome Abilify (Aripiprazol)

Beitrag von Art-Anne » Freitag, 19.05.17, 12:36

Danke Padma für deine Rückmeldung. Gut zu wissen.
LG Art-Anne
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Re: Absetzsymptome Abilify (Aripiprazol)

Beitrag von Art-Anne » Sonntag, 21.05.17, 2:27

Hallo zusammen,
Ich wollte ein Status update geben.

Also ich bin jetzt Ende der fünften Woche im abilify Entzug. Also ich meine auf Null mg abilify.

Die Symptome werden allmählich besser :party2:
Ich habe kaum noch schwächegefühl und das Gefühl dass ich jeden Moment umkippe.auch Kopfschmerzen und Übelkeit treten nicht mehr auf bisher.
Was noch da ist ist das praktisch nicht schlafen und die damit einhergehende Müdigkeit, das Zähne zusammen beißen und neu sind relativ starke Verspannungen im Bereich Schulter und Nacken.
Ich empfinde meinen Zustand jetzt gerade als stabiler und glaube das die absetzsymptome vielleicht langsam besser werden. Ich hab ja auch nur körperliche Symptome und keine psychischen, Gott sei Dank. Ich war in den ganzen Wochen der Reduzierung von abilify nur zweimal ganz Mega kurz weinerlich.ansonten gute Stimmung.

Ich habe ja am Anfang Juli erst einen Termin bei meinem neuen Psychiater und wollte bis dahin noch aushalten wie es mit 0mg abilify so ist. Dann wollte ich anfangen das lamotrigin auszuschleichen.hab aktuell 125mg.wollte eine 25mg Tablette vierteln und gucken ob ich eine Reduzierung von 6,25mg Schritten packe. Ja, das ist eigentlich ein zu großer Schritt aber ich habe keine feinwaage u weiß nicht wie ich es sonst machen soll. 125mg ist doch ein hoher Bereich oder? Da soll es doch noch nicht so drastisch sein mit den Entzugserscheinungen oder?
Was meint ihr alle zu meinem plan? Und was mache ich wenn ich anfang juli noch immer Symptome wie Schlafmangel Müdigkeit Verspannungen und Zähne beißen habe? Darf ich dann nicht anfangen lamotrigin abzusetzen?

Ich wäre dankbar für eure Einschätzung.

LG Art-Anne
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Dann zwei Jahre lang dieses Venlafaxin genommen.
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2013 wieder stationärer Aufenthalt als krisenintervention. Immer gleiche Klinik und die ganzen Jahre über tiefenpsychologische gruppentherapie. Seitdem Venlafaxin 225mg, lamatrogin 125mg und Abilify 10mg.
Seit April 2017 Reduzierung des abilify auf 5mg.
Mai 2017 eigene Reduzierung des abilify auf 0mg.
Erhebliche Schlafstörungen bis fast kein schlafen seit der ersten Reduzierung von abilify. Zusätzlich ab u an kopfschmerzen und Übelkeit.

15.5.2017 psychiaterin verschreibt promethazin gegen absetzsymptome weil sie mir diese nicht recht glaubt. Ich nehme das Zeug nicht.

Aktuell : aushalten der absetzsymptome. Mal mehr mal weniger schlimm. Konzentrationsschwierigkeiten kommen dazu. Häufig schwächegefühl. Und immer noch fast kein schlafen

20.05.2017 weniger absetzsymptome, d.h. Kein schwächegefühl mehr oder das Gefühl umzukippen, keine Kopfschmerzen, keine Übelkeit... Es herrscht noch wie immer Schlafmangel und damit Müdigkeit, Zähne aufeinander beißen und muskelverspannungen. Stimmung ist stabil und gut. Ich bin zuversichtlich :D


Lange nicht im Forum gewesen. Aktuell (April 2018) ist der stand der Dinge:
Abilify ist komplett ausgeschlichen.
Lamotrigin ist komplett ausgeschlichen.
Venlafaxin 225mg täglich morgens.

Ich bin stabil und fühle mich gut :)

Vor 4 Wochen Reduzierung von Venlafaxin begonnen.
Seitdem reduziere ich jede Woche um 1 kügelchen. 18 kügElchen sind enthalten. Im Moment bin ich bei 14 kügelchen.
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Re: Absetzsymptome Abilify (Aripiprazol)

Beitrag von padma » Sonntag, 21.05.17, 19:57

hallo Art - Anne, :)

schön, dass deine Symptome sich bessern. :D
Was noch da ist ist das praktisch nicht schlafen und die damit einhergehende Müdigkeit, das Zähne zusammen beißen und neu sind relativ starke Verspannungen im Bereich Schulter und Nacken.
Das sind alles typische Entzugssymptome. Schau mal in den Gesundheitsbereich, da gibt es für alle diese Symptome extra threads mit Tipps.
Dann wollte ich anfangen das lamotrigin auszuschleichen.hab aktuell 125mg.wollte eine 25mg Tablette vierteln und gucken ob ich eine Reduzierung von 6,25mg Schritten packe.
6 ,25 mg Reduktion ist völlig in Ordnung, das sind 5 %. Wenn du damit gut zurecht kommst, kannst du dann beim nächsten Schritt auch 12,5 mg reduzieren.
aber ich habe keine feinwaage u weiß nicht wie ich es sonst machen soll.
Vierteln ist recht ungenau. Im oberen Bereich mag das noch gut gehen, im Verlauf wäre es schon wichtig, dass du dir entweder eine Feinwaage zulegst oder die Wasserlösemethode ausprobierst
viewtopic.php?f=16&t=10923
Und was mache ich wenn ich anfang juli noch immer Symptome wie Schlafmangel Müdigkeit Verspannungen und Zähne beißen habe? Darf ich dann nicht anfangen lamotrigin abzusetzen?
Dann solltest du wirklich weiter abwarten. Solange dein ZNS noch mit dem Abilify Entzug zu kämpfen hat, wäre es nicht gut, eine weitere Baustelle aufzumachen.

liebe Grüsse,
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Re: Absetzsymptome Abilify (Aripiprazol)

Beitrag von Art-Anne » Montag, 22.05.17, 1:35

Hallo Padma,
Danke für deine ausführliche Einschätzung.

Ich habe jetzt nochmal eine grundlegende Frage zu den Psychopharmaka. Hab dazu beim stöbern im Forum nix gefunden.
Warum verschreiben die Ärzte so oft ein sedierendes beruhigendes Ad und zusätzlich noch ein aufputschendes? Das verstehe ich noch nicht so recht. Eigentlich ist das doch widersinnig.
Kann das jemand erklären? Ich hab das bei vielen mitpatienten aus klinikaufenthalten auch erlebt dass das bei denen so ist...
Wäre lieb wenn mir das jmd erläutert.

Und dann nochmal was ganz anderes: die Angehörigen machen sich ja auch immer Gedanken und so. So hat meine Mutter zum Beispiel mit ihrem Osteopathen über meine medis gesprochen und meine neg. Erfahrungen mit den Ärzten geschildert. Der Osteopath hat dann erstmal gelacht darüber dass die Ärzte die abhängig machende Wirkung der Pillen verneinen. Er sagte das ist ja mal wieder klar. Das fand ich ganz gut. Auch hat er vom Fischöl gesprochen was gut wäre in hohen Dosen. Wie das auch im Forum hier diskutiert wird. War überrascht dass sich ein Osteopath überhaupt auskennt. Jetzt will er mich mal treffen und mir Zusammenhänge erklären. Das finde ich auch gut. Kann ja nicht schaden.
Ich hab auch Kontakt zu Heilpraktikern. Die stehen den Psychopharmaka natürlich auch sehr skeptisch gegenüber. Ich finde es ganz gut mal versch. Positionen anzuhören.jeder hat ja nen eigenen Blickwinkel.
Weiss gar nicht so recht warum ich das jetzt hier geschrieben habe?hm,vielleicht ist's der Schlafmangel... :bettzeit:

Auf jeden Fall, meine oben gestellte Frage hätte ich gern geklärt :wink:
LG Art-Anne
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Dann zwei Jahre lang dieses Venlafaxin genommen.
2012 stationärer Aufenthalt in einer Klinik als krisenintervention. Verschiedene Psychopharmaka wurden getestet. Eingeführt und wieder abgesetzt.
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Re: Absetzsymptome Abilify (Aripiprazol)

Beitrag von Jamie » Montag, 22.05.17, 9:07

Hallo ArtAnne
Warum verschreiben die Ärzte so oft ein sedierendes beruhigendes Ad und zusätzlich noch ein aufputschendes? Das verstehe ich noch nicht so recht. Eigentlich ist das doch widersinnig.
Kann das jemand erklären? Ich hab das bei vielen mitpatienten aus klinikaufenthalten auch erlebt dass das bei denen so ist...
Wäre lieb wenn mir das jmd erläutert.
bin zwar nicht padma :), kann darauf aber eine Antwort geben.
Es ist ziemlich leicht erklärt. Die Ärzte verordnen oft zum aufputschenden Mittel (morgens eingenommen) ein sedierendes (abends), weil die Patienten aufgrund der aufputschenden Wirkung schlichtweg nicht schlafen können.... :o
Ja, da kann einem die Kinnlade runter fallen...
Morgens was zum In die Gänge Kommen, abends was zum Runterholen....
Man darf den Fehler gerne finden... :whistle:

Grüße
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Re: Absetzsymptome Abilify (Aripiprazol)

Beitrag von Art-Anne » Montag, 22.05.17, 9:42

Hallo Jamie,
Danke für die schnelle Erklärung. Klingt logisch was du sagst. Stimmt nur das es insgesamt etwas bescheuert ist von den Ärzten. Mit gesundem menschenverstand muss einem dass doch auffallen als Arzt. Komisch. Die wollen wahrscheinlich gar nicht einsehen dass ihr handeln nicht richtig ist. Wie oft...

Naja, mein Vertrauen in Ärzte allg ist extrem gesunken seit dem abilify Entzug und meinen Psychiater Erfahrungen damit. Das ist fast traumatisch. Wie die einem im regen stehen lassen und nicht glauben...

Nun gut. Nicht weiter drüber nachdenken. Versaut mir sonst den sonnigen Tag.

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Re: Absetzsymptome Abilify (Aripiprazol)

Beitrag von Art-Anne » Dienstag, 23.05.17, 13:14

Hallo,
Status update: gerade nur noch wenige Symptome, dafür allerdings stark und nervig. Einmal der Schlafmangel und die darauffolgende Müdigkeit. Obwohl ich die letzten zwei Tage mehr geschlafen habe, so 4 bis 4 1/2 h ungefähr. Das gibt mir wieder neue Hoffnung dass es sich mit dem Schlafmangel vielleicht auch bald erledigt hat. Ist immerhin schon Woche 6.
Und neben des Schlafmangels gibt es noch die kieferproblematik. Das permanente Zähne zusammen beißen ist noch da und auch noch stark. Hoffe das wird auch irgendwann besser.
Also im Moment mehr oder weniger nur zwei Symptome.
Übelkeit, kopfschmerzen schwächegefühl und alles andere ist weg. Von jetzt auf gleich. Auch die Verspannungen im Nacken /Schulter sind viel besser.

Ich freue mich drüber und hoffe das es weiter Berg auf geht. Stimmung ist zumindest gut und optimistisch.

Ist es eigentlich gefährlich für den Körper wenn man schon 6 Wochen lang so schlecht und wenig schläft? Ich meine geht das aufs Herz oder so? Manchmal mach ich mir Sorgen.

LG Art-Anne
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Re: Absetzsymptome Abilify (Aripiprazol)

Beitrag von Jamie » Dienstag, 23.05.17, 13:49

Hallo ArtAnne, :)

Zähne aufeinanderbeißen / Kiefer aufeinanderpressen ist nicht nur lästig und schmerzhaft, sondern ruiniert dir dauerhaft deine Zähne.
Viele von uns haben sich im Entzug ihre Zähne abgeschliffen, weil man so knirscht.
Der Schaden ist dann irreparabel.
Ich empfehle dir deinen Zahnarzt zu konsultieren; man kann eine Knirschschiene / Beißschiene verordnet bekommen (Krankenkassenleistung), die man dann nachts trägt, damit sich der Schaden in Grenzen hält.
Ich kann dir nur empfehlen das jetzt zu machen als wie viele von uns zu lange zu warten und dann ist der Zahnschmelz schon angegriffen.

Grüße
Jamie
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Re: Absetzsymptome Abilify (Aripiprazol)

Beitrag von Juna » Dienstag, 23.05.17, 13:51

Hallo Art- Anne,

ich habe wesentlich länger so gut wie gar nicht geschlafen, andere hier, z.B. Jamie und ich meine auch Petra (und noch andere) haben ebenfalls über seeeeehr lange Zeit massive Schlafstörungen gehabt/ haben diese.
Ich habe mich damit arrangiert und schicke den Körper dann schlafen, während der Geist wach ist, so komme ich zur Ruhe und bin tagsüber auch relativ ausgegelichen und fit.
Ich finde 4- 4,5h am Stück schon ne Menge, das schaffe ich nicht :)

Zu der Kieferproblematik, kannst Du an Physiotherapie herankommen? Es gibt extra Kiefergelenksphysiotherapie, vielleicht verschafft Dir diese Linderung, ansonsten helfen Dir vielleicht Meditation und/ oder Entspannung?
Ich habe vor ein paar Jahren deshalb noch einmal eine kieferorthopädische Behandlung absolviert, ich bin ein Monsterknirscher und trage oben und unten eine Knirscher-/ Zahnschutzschiene. Es hat laaaange gedauert und war ein zäher und teurer Prozess, allerdings muss ich sagen, dass meine Beschwerden im Kieferbereich besser geworden sind.
Mein Nacken ist immer ziemlich heftig verspannt, das wird wohl auch so bleiben, die ständigen Kopf- und Kieferschmerzen sind aber wesentlich weniger geworden. Vielleicht wäre das für Dich auch eine Option, allerdings ist das nicht billig, ich darf gar nicht darüber nachdenken, wie viele tausend Euro ich dafür investiert habe.
Naja, es hat sich aber gelohnt.

Zu dem Lamotrigin, ich bin kein Maßstab und kein Vorbild, was das Absetzten angeht und bei mir ist das wg. einem Gendefekt bzgl. der Verstoffwechselung eh noch etwas anderes, allerdings habe ich beim Lamotrigin gar nichts gemerkt, als ich es abgesetzt habe und das wird von mir "e i g e n t l i c h" nicht ultra schnell verstoffwechselt.
Ich habe iwann gemerkt, dass meine Stimmung wieder wesentlich schneller, intensiver und häufiger ihre "Freefalltower"- Fälle (sry für die blöde Formulierung) hat, entzugstechnisch war da bei mir aber gar nichts.
Wie gesagt, mich kann man nicht zum Vergleich nehmen, davon abgesehen sind wir eh alle anders und reagieren anders, ich hoffe und wünsche Dir, dass Du da ebenfalls problemlos durchkommst und keine Absetzerscheinungen haben wirst.

Alles Gute,
Juna

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Re: Absetzsymptome Abilify (Aripiprazol)

Beitrag von Art-Anne » Donnerstag, 25.05.17, 21:48

Hallo,
Diesmal nochmal ein Update von mir.
Ich habe jetzt die letzten 3 Nächte mehr und besser geschlafen. Bin nicht bis morgens wach gewesen und erst dann eingeschlafen sondern von ca ein uhr nachts bis so sieben. Das ist doch großartig. :party2:
Das ist nach den ganzen Wochen das meiste was ich schlafen konnte und auch fast normal wieder. Müdigkeit ist deshalb auch schon besser.
Das macht mir jetzt große Hoffnung dass der Schlaf jetzt wieder normal wird.

Ansonsten wie immer die kiefer Problematik. Gehe nächste Woche zum Zahnarzt wg Schiene. Ausserdem tut meine Zunge seit einiger Zeit an den Seiten weh. Warum ist ein wenig unklar. Hoffe der Zahnarzt kann das aufklären. Es gibt verschiedene Theorien woher das kommen könnte.

So und insgesamt ist die Stimmung wie immer sehr gut. Es fühlt sich langsam so an als ob die absetzsymptome nach den 6 Wochen jetzt langsam weggehen.
Das wäre toll. :roll:

Soweit von mir.
LG Art-Anne
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