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Art-Anne: Abilify (Aripiprazol) abgesetzt, jetzt Venlafaxin

Wenn Antidepressiva abgesetzt werden, kann dies zu schweren und langwierigen Entzugserscheinungen führen. Viele Hersteller und Ärzte verharmlosen diese Problematik leider.
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Re: Absetzsymptome Abilify (Aripiprazol)

Beitrag von Lisamarie » Montag, 29.05.17, 9:44

Hallo Anne,
Es fühlt sich langsam so an als ob die absetzsymptome nach den 6 Wochen jetzt langsam weggehen.
das wäre toll, ich drück dir die Daumen.
lg Petra
2012 noch 5 Monate Mirtzapin,Pipamperon,Levomepromaxin
Bis auf die Praxiten von heute auf morgen kalt abgesetzt, erste Absetzbeschwerden nach sechs Wochen, aber dann
6 Monate heftigste Absetzproblematik.Magendarm 30 Kilo in vier Monaten abgenommen.Halbes Jahr bettlägerig.Schwer suzidal zum stabilisieren fast ein Jahr gebraucht.
Oxazepam reduzieren von umgerechnet 50 mg Diazepam:
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Art-Anne
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Re: Absetzsymptome Abilify (Aripiprazol)

Beitrag von Art-Anne » Donnerstag, 08.06.17, 21:17

Hallo liebe Leute,
meine absetzsymptome sind weg :party2:
Ich warte aktuell auf meine zahnschiene und den Psychiater Termin am Montag nächste Woche.
Ich weiß noch nicht ob ich der psychiaterin sagen soll dass ich nun lamotrigin absetzen will oder ob ich nix sagen soll und vielleicht allein anfangen soll zu reduzieren...oder vielleicht bis Anfang Juli warten wo ich zum neuen Psychiater wechsle? Ich weiß nicht was besser ist...
Jedenfalls bin ich sehr froh, dass der abilify-Entzug geschafft ist :party2: jippie :D

Ich möchte wie wahrscheinlich alle hier so schnell wie möglich beginnen das lamotrigin abzusetzen. Natürlich im :schnecke: Tempo.

Soweit das Update...
LG Art-Anne
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2009 nach länger andauernden und sich wiederholenden Angstzuständen erster Kontakt mit einem Psychiater und Psychologen. Ca. 1 Jahr Therapie und Venlafaxin. Wieviel weiss ich nicht mehr.
2010 erste depressive Episode. Teilstationärer Aufenthalt in einer Tagesklinik. Venlafaxin. Wie hoch weiss ich nicht mehr leider.
Dann zwei Jahre lang dieses Venlafaxin genommen.
2012 stationärer Aufenthalt in einer Klinik als krisenintervention. Verschiedene Psychopharmaka wurden getestet. Eingeführt und wieder abgesetzt.
2013 wieder stationärer Aufenthalt als krisenintervention. Immer gleiche Klinik und die ganzen Jahre über tiefenpsychologische gruppentherapie. Seitdem Venlafaxin 225mg, lamatrogin 125mg und Abilify 10mg.
Seit April 2017 Reduzierung des abilify auf 5mg.
Mai 2017 eigene Reduzierung des abilify auf 0mg.
Erhebliche Schlafstörungen bis fast kein schlafen seit der ersten Reduzierung von abilify. Zusätzlich ab u an kopfschmerzen und Übelkeit.

15.5.2017 psychiaterin verschreibt promethazin gegen absetzsymptome weil sie mir diese nicht recht glaubt. Ich nehme das Zeug nicht.

Aktuell : aushalten der absetzsymptome. Mal mehr mal weniger schlimm. Konzentrationsschwierigkeiten kommen dazu. Häufig schwächegefühl. Und immer noch fast kein schlafen

20.05.2017 weniger absetzsymptome, d.h. Kein schwächegefühl mehr oder das Gefühl umzukippen, keine Kopfschmerzen, keine Übelkeit... Es herrscht noch wie immer Schlafmangel und damit Müdigkeit, Zähne aufeinander beißen und muskelverspannungen. Stimmung ist stabil und gut. Ich bin zuversichtlich :D


Lange nicht im Forum gewesen. Aktuell (April 2018) ist der stand der Dinge:
Abilify ist komplett ausgeschlichen.
Lamotrigin ist komplett ausgeschlichen.
Venlafaxin 225mg täglich morgens.

Ich bin stabil und fühle mich gut :)

Vor 4 Wochen Reduzierung von Venlafaxin begonnen.
Seitdem reduziere ich jede Woche um 1 kügelchen. 18 kügElchen sind enthalten. Im Moment bin ich bei 14 kügelchen.
Symptome : häufig stärkere Kopfschmerzen, Hautjucken, teilweise Übelkeit, leicht gereizter als vorher.

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Re: Absetzsymptome Abilify (Aripiprazol)

Beitrag von Annanas » Freitag, 09.06.17, 12:18

Hallo Art-Anne :) ,
herzliche Glückwünsche zur Null beim Abilify :party2: !
Art-Anne hat geschrieben:Ich weiß noch nicht ob ich der psychiaterin sagen soll dass ich nun lamotrigin absetzen will oder ob ich nix sagen soll und vielleicht allein anfangen soll zu reduzieren...oder vielleicht bis Anfang Juli warten wo ich zum neuen Psychiater wechsle? Ich weiß nicht was besser ist...
Ich würde jetzt nicht sofort mit dem Absetzen weitermachen - lieber noch zwei/drei Wochen Stabilisierungsphase einlegen.
Ich weiß, daß man das alles so schnell wie möglich, los werden will, aber manchmal ist diese Eile nicht so gut.

Vllt ist es auch ein guter Termin Anfang Juli - nach dem Gespräch mit dem neuen Psychiater dich wieder ans Absetzen
zu machen. Ggf. ist es auch ein Arzt, der sich mit Absetzsymptomen auskennt u. zusätzlich noch unterstützend wirken
kann u. sei es eben durch ein Gespräch (die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt).

Liebe Art-Anne, ich bin auch am Überlegen, aufgrund deiner Schlaflosigkeit, ob es nicht besser wäre, erst etwas
das Venlafaxin abzusetzen.
Dieses wirkt in den meisten Fällen sehr antriebssteigernd - das Abilify hatte da schon eher eine ausgleichende/runterfahrende Wirkung
(wird ja oft bei Psychosen eingesetzt) u. das Lamotrigin hat auch eine beruhigende Wirkung.
Wenn du jetzt komplett erst die beruhigenderen Medis absetzt, kann es sein, daß du vllt mit starken Unruhezuständen,
auch tagsüber, zu tun bekommst, weil das Venlafaxin mehr zum Tragen kommt.

Wenn du mit dem Venlafaxin weitermachst, könnte es auch sein, daß du wieder schlafen kannst - das ist zumindestens
meine Hoffnung.

Aber die Entscheidung mußt du natürlich selbst treffen - ich lasse nur mal meine Gedanken dazu da :) .

Liebe Grüße u. weiterhin viel Kraft u. Mut wünscht dir Anna
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28.01.2018 30. Red. 1 mg auf 6 mg - wegen starker Beschwerden am 02.02. auf 6,3 mg aufdosiert
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Re: Absetzsymptome Abilify (Aripiprazol)

Beitrag von padma » Freitag, 09.06.17, 17:19

hallo Art - Anne, :)

auch von mir herzlichen Glückwunsch zum erfolgtem Absetzen von Abilify. :party2:

Ich würde, genau wie Anna :) noch etwas abwarten, bevor du dich an das nächste Medikament machst. Zumal du Abilify ja sehr schnell abgesetzt hast.

Da 225 mg Venlafaxin sehr viel ist, wäre meine Überlegung auch, zunächst da zu reduzieren, und zu schauen, wie es sich entwickelt.

liebe Grüsse,
padma
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seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

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Absetzverlauf:
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1.07.2018: 0,2 mg :schnecke:


Neu: Infos rund um Antidepressiva, Absetzen, Umgang mit Entzug
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Re: Absetzsymptome Abilify (Aripiprazol)

Beitrag von Art-Anne » Montag, 03.07.17, 18:44

Hallo zusammen,
Ich hab jetzt länger nicht geschrieben, aber mir geht's weiterhin gut. Hab nur sehr viel zu tun gerade.
Am Donnerstag morgen hab ich den Termin bei meinem neuen Psychiater. Bin mal gespannt wie der Termin wird. Ein wenig aufgeregt bin ich schon. Naja, irgendein Medi werde ich sowieso reduzieren, egal ob mit oder ohne ärztlichen Rat. Aber im schneckentempo natürlich.
Nach dem Termin mit dem Psychiater am Donnerstag muss ich noch ca. 3 Wochen arbeiten und dann hab ich erstmal Urlaub. Ich weiss immer noch nicht ob ich mit dem Psychiater Termin was anfange zu reduzieren oder erst im Urlaub damit ich weniger Druck habe falls es wieder zu stärkeren Symptomen kommt. Ich bin da nicht so entscheidungsfreudig im Moment irgendwie...

Vielleicht spontan entscheiden wenn ich weiss was der Psychiater gesagt hat. Naja, zumindest geht's mir gut bisher soweit. Kann nicht klagen.

LG Art-Anne
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Dann zwei Jahre lang dieses Venlafaxin genommen.
2012 stationärer Aufenthalt in einer Klinik als krisenintervention. Verschiedene Psychopharmaka wurden getestet. Eingeführt und wieder abgesetzt.
2013 wieder stationärer Aufenthalt als krisenintervention. Immer gleiche Klinik und die ganzen Jahre über tiefenpsychologische gruppentherapie. Seitdem Venlafaxin 225mg, lamatrogin 125mg und Abilify 10mg.
Seit April 2017 Reduzierung des abilify auf 5mg.
Mai 2017 eigene Reduzierung des abilify auf 0mg.
Erhebliche Schlafstörungen bis fast kein schlafen seit der ersten Reduzierung von abilify. Zusätzlich ab u an kopfschmerzen und Übelkeit.

15.5.2017 psychiaterin verschreibt promethazin gegen absetzsymptome weil sie mir diese nicht recht glaubt. Ich nehme das Zeug nicht.

Aktuell : aushalten der absetzsymptome. Mal mehr mal weniger schlimm. Konzentrationsschwierigkeiten kommen dazu. Häufig schwächegefühl. Und immer noch fast kein schlafen

20.05.2017 weniger absetzsymptome, d.h. Kein schwächegefühl mehr oder das Gefühl umzukippen, keine Kopfschmerzen, keine Übelkeit... Es herrscht noch wie immer Schlafmangel und damit Müdigkeit, Zähne aufeinander beißen und muskelverspannungen. Stimmung ist stabil und gut. Ich bin zuversichtlich :D


Lange nicht im Forum gewesen. Aktuell (April 2018) ist der stand der Dinge:
Abilify ist komplett ausgeschlichen.
Lamotrigin ist komplett ausgeschlichen.
Venlafaxin 225mg täglich morgens.

Ich bin stabil und fühle mich gut :)

Vor 4 Wochen Reduzierung von Venlafaxin begonnen.
Seitdem reduziere ich jede Woche um 1 kügelchen. 18 kügElchen sind enthalten. Im Moment bin ich bei 14 kügelchen.
Symptome : häufig stärkere Kopfschmerzen, Hautjucken, teilweise Übelkeit, leicht gereizter als vorher.

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Re: Absetzsymptome Abilify (Aripiprazol)

Beitrag von Art-Anne » Sonntag, 09.07.17, 19:00

Halihalo zusammen,
Ich hatte jetzt endlich meinen Termin bei meinem neuen Psychiater :D
Das Gespräch war gut. Ich kannte den Arzt noch von früher. Da hatte er einige kurze Monate die gruppentherapie geleitet zu der ich ging. Als ich den Termin hatte, viel ihm direkt auf wie sehr ich mich ins positive verändert habe und entwickelt habe. Er hat mir auch die Absetzsymptome vom abilify geglaubt und nicht einfach abgetan wie meine alte psychiaterin.
Er ist einverstanden dass ich weiter mache mit dem Reduzieren der medis. Wir haben uns jetzt geeinigt dass ich das lamotrigin reduziere von 125mg auf 100mg.
Das ist natürlich nicht so ganz das schneckentempo was ich mir überlegt hatte, aber ich dachte ich versuche es einfach mal mit einem 25mg Schritt. Es ist ja immer noch sehr hochdosiert. Wenn ich im niedrigen Bereich bin werde ich wahrscheinlich kleinere Schritte machen.

Ich habe jetzt seit drei Tagen die 25mg weniger genommen. Mir geht es bisher sehr gut. Ich merke praktisch keinen Unterschied ob ich 125 oder 100mg nehme :) Das ist auf jeden Fall super!!! Ich hatte eigentlich mit total vielen Symptomen gerechnet. Vielleicht kommt auch noch was. Mal abwarten...

Im Moment ist es so jedenfalls super, weil ich noch drei Wochen arbeiten muss bis ich Urlaub habe. Das ist ohne Symptome natürlich optimal :party2:

Soweit von mir . LG Art-Anne
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Mai 2017 eigene Reduzierung des abilify auf 0mg.
Erhebliche Schlafstörungen bis fast kein schlafen seit der ersten Reduzierung von abilify. Zusätzlich ab u an kopfschmerzen und Übelkeit.

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Venlafaxin - Beginn der Reduzierung, nur wie?

Beitrag von Art-Anne » Samstag, 07.04.18, 19:35

Hallo,
Ich war lange nicht mehr im forum.
Mittlerweile habe ich abilify und lamotrigin vollständig abgesetzt :) gott sei dank. Das habe ich unter ärztlicher Aufsicht gemacht.
Obwohl ich so stabil bin wie nie seit der Depression damals vor 8 Jahren und ich gute Umstände im Moment habe möchte mein Psychiater das venlafaxin noch nicht reduzieren.
Ich bin aber entschlossen diese Chemie aus dem körper zu kriegen. Deshalb will ich reduzieren ohne dass mein Psychiater was davon weiss. Ich habe von venlafaxin diese kapseln mit den 3 Strängen drin. Nicht die kapseln mit den vielen kl. Kügelchen. Eigentlich wollte ich Kügelchen zählen....Aber die Apothekerin konnte mir kein kapseln mit Kügelchen geben weil sie nicht rausfinden konnte wo kügelchen drin sind und wo diese länglichen Stränge.
Nun gut, wie gehe ich am besten jetzt vor? Meine Idee war von einem der stränge die Hälfte abzuschneiden und aus der Kapsel zu nehmen. Was meint ihr dazu? AnDer weiß ich sonst nicht wie ich es machen soll.
Freue mich auf Feedback.
LG Art-Anne
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Re: Absetzsymptome Abilify (Aripiprazol)

Beitrag von Murmeline » Samstag, 07.04.18, 19:53

Thread zusammengelegt, Titel aktualisiert, verschoben in AD Absetzen
Erfahrung mit Psychopharmaka (Citalopram, langjährig Venlafaxin und kurzzeitig Quetiapin), seit Sommer 2012 abgesetzt
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Re: Abilify (Aripiprazol) abgesetzt, jetzt Venlafaxin

Beitrag von Ululu 69 » Sonntag, 08.04.18, 17:52

Hallo Art-Anne,

Glückwunsch, du hast schon wirklich viel geschafft.
:party2:

Ich denke, es ist deine Entscheidung, ob du ein Medikament absetzen willst oder nicht.
So lange dein Arzt dir weiter deine Rezepte ausstellt, brauchst du ihn zum Absetzen nicht.
Die Kapseln mit den drei Pellets darin sind aber zum Absetzen leider nicht geeignet, die Schritte wären damit zu groß.

Ich lasse dir mal einen Link zur Kügelchen Methode da, dort sind auch Präparate genannt, die Kügelchen enthalten.

viewtopic.php?f=19&t=8897

LG Ute
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Re: Abilify (Aripiprazol) abgesetzt, jetzt Venlafaxin

Beitrag von Art-Anne » Mittwoch, 09.05.18, 14:53

Hallo liebe Alle,
Ich habe seit April mit der eigenständigen Reduzierung von Venlafaxin (Kügelchen Methode) angefangen.

Meine Kapseln 225mg enthalten 18 Kügelchen. Ich habe jede Woche bisher 1 Kügelchen rausgenommen und bin daher gerade bei 14 Kügelchen.
Bisher hatte ich nicht das gefühl dass ich zu schnell bin. Jetzt habe ich aber seit einigen Tagen dauernd Kopfschmerzen und teilweise auch Übelkeit in Form von "Übelkeitsphasen aus dem nichts". Such merke ich dass ich leicht gereizter auf der Arbeit bin. Nicht so geduldig wie sonst.

Ich überlege ob ich mal 2 oder 3 Wochen bei 14 kügelchen bleiben soll und dann erst weiter reduzieren soll. Was meint ihr? 1 kügelchen entspricht 12, 5 mg.

Da ich im abilify Entzug permanent absetzsymptome hatte und bei lamatrogin gar nix, hatte ich gedacht ich merke erst bei frühestens 10mg und weniger was.

Das nervt mich. Ich will einerseits nicht meinen stabilen Zustand riskieren, auf der anderen Seite möchte ich bald heiraten und dafür 20kg weniger haben und frei von Chemie sein....schwanger werden würde ich auch gern in dem nächsten Jahr. Immerhin bin ich schon 32. Auf der anderen Seite ist das wieder nur druck...

Wenn 1 kügelchen 12, 5mg entspricht. In welchem rythmus würdet ihr reduzieren?

Liebe Grüße,
Art-Anne
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Re: Abilify (Aripiprazol) abgesetzt, jetzt Venlafaxin

Beitrag von Murmeline » Mittwoch, 09.05.18, 15:01

Hallo Anne,

Bei Übelkeit hilft Ingwer, dieser Tipp und weitere findest du hier viewtopic.php?f=57&t=10858

Wenn du jetzt Symptome bekommen hast bitte nichts weiter reduzieren sondern schauen, wie es sich entwickelt.

Es kann sein, dass du irgendwann kleinere Schritte machen solltest als 12,5. dafür brauchst du ein Präparat mit vielen Kügelchen. Hersteller findest du hier viewtopic.php?f=19&t=8897

Dein Arzt müsste dann den Hersteller auf dem Rezept vermerken und ein aut idem Kreuz setzen.

Manche Menschen können auch unproblematisch reduzieren, aber wer schon öfter abgesetzt hat wird unseren Erfahrungen nach sensibler. Daher wohl jetzt die Probleme.

Alles gute! Murmeline
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Re: Abilify (Aripiprazol) abgesetzt, jetzt Venlafaxin

Beitrag von Flummi » Mittwoch, 09.05.18, 21:42

Hallo Anne,

ich habe einen Thread eingerichtet für das Thema Psychopharmaka absetzen vor Schwangerschaft. Lange nichts mehr geschrieben, aber vielleicht interessiert er Dich.
http://www.adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=8&t=13880

LIebe Grüße,
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Re: Abilify (Aripiprazol) abgesetzt, jetzt Venlafaxin

Beitrag von padma » Freitag, 11.05.18, 22:39

hallo Art Anna, :)

225 mg Venlafaxin ist ja eine sehr hohe Dosis, da kann eine schnellere Reduktion gut gehen.
Jede Woche 12,5 mg weniger ist jedoch sehr schnell.

Ich würde jetzt 4 Wochen auf der aktuellen Dosis bleiben und dann deutlich langsamer reduzieren.
Du bist jetzt auf 175 mg. Möglicherweise könntest du zunächst noch alle 2 - 3 Wochen 12,5 mg reduzieren.

Besser wäre jedoch, wie Murmeline :) schrieb ein anderes Präparat, damit du die Reduktionsschritte feiner gestalten kannst. Und dann Reduktonen alle 4 Wochen.

liebe Grüsse,
padma
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seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

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1.07.2018: 0,2 mg :schnecke:


Neu: Infos rund um Antidepressiva, Absetzen, Umgang mit Entzug
: https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=15490


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Art-Anne
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Re: Abilify (Aripiprazol) abgesetzt, jetzt Venlafaxin

Beitrag von Art-Anne » Montag, 16.07.18, 22:16

Hallo Alle zusammen,
Ich bin seit Juli 2018 auf 0mg psychopharmaka. Clean sozusagen. Die Reduzierung von Venlafaxin lief nahezu problemlos mit der kügelchen Methode. Allerdings habe ich seit ich auf 0 bin extreme stimmungsschwankungen. Das ist Mega krass und grundlos schwankt es zwsichen schlecht gelaunt/ extremer wut/ heulerei ohne Grund und sämtliches anderes. Das ist deutlich an nur zickig/ schlechte Laune oder reinsteigern vorbei. Dieses es geht echt sehr weit ins tiefe runter....Ich merke dass das nicht ich bin, dass ich hilflos bin und dass es zu krass ist. Ich bin allerdings in der Situation bewusst dass gerade was zu falsch läuft und dass es auch gar nicht mehr inhaltlich ist. Ich kriege es aber nicht gesteuert.
Das macht mir große Sorgen. Soll ich jetzt nen Psychologen aufsuchen? TherapiePlätze wartet man ewig drauf. Ich brauChe aber akut konkrete Tipps damit ich diese unkontrollierbaren Momente besser steuern kann.
Mein Psychiater wird nur sagen: nimm Medikament xy sonst landest du in der Klinik. Das sagen die ja immer. Das wäre für den auch Rückfall und nicht entzugserscheinungen....
Was könnt ihr mir raten? Wie gesagt ich Find nicht nur schwer dieses gefühlschaos auszuhalten, sondern auCh zu wissen dass was erheblich falsch läuft aber keine Kontrolle zu haben. So bin ich gerade eine Zumutung für mein Umfeld.

Freue mich auf schnelle Tipps und ideen.

LG Art-Anne
2009 nach länger andauernden und sich wiederholenden Angstzuständen erster Kontakt mit einem Psychiater und Psychologen. Ca. 1 Jahr Therapie und Venlafaxin. Wieviel weiss ich nicht mehr.
2010 erste depressive Episode. Teilstationärer Aufenthalt in einer Tagesklinik. Venlafaxin. Wie hoch weiss ich nicht mehr leider.
Dann zwei Jahre lang dieses Venlafaxin genommen.
2012 stationärer Aufenthalt in einer Klinik als krisenintervention. Verschiedene Psychopharmaka wurden getestet. Eingeführt und wieder abgesetzt.
2013 wieder stationärer Aufenthalt als krisenintervention. Immer gleiche Klinik und die ganzen Jahre über tiefenpsychologische gruppentherapie. Seitdem Venlafaxin 225mg, lamatrogin 125mg und Abilify 10mg.
Seit April 2017 Reduzierung des abilify auf 5mg.
Mai 2017 eigene Reduzierung des abilify auf 0mg.
Erhebliche Schlafstörungen bis fast kein schlafen seit der ersten Reduzierung von abilify. Zusätzlich ab u an kopfschmerzen und Übelkeit.

15.5.2017 psychiaterin verschreibt promethazin gegen absetzsymptome weil sie mir diese nicht recht glaubt. Ich nehme das Zeug nicht.

Aktuell : aushalten der absetzsymptome. Mal mehr mal weniger schlimm. Konzentrationsschwierigkeiten kommen dazu. Häufig schwächegefühl. Und immer noch fast kein schlafen

20.05.2017 weniger absetzsymptome, d.h. Kein schwächegefühl mehr oder das Gefühl umzukippen, keine Kopfschmerzen, keine Übelkeit... Es herrscht noch wie immer Schlafmangel und damit Müdigkeit, Zähne aufeinander beißen und muskelverspannungen. Stimmung ist stabil und gut. Ich bin zuversichtlich :D


Lange nicht im Forum gewesen. Aktuell (April 2018) ist der stand der Dinge:
Abilify ist komplett ausgeschlichen.
Lamotrigin ist komplett ausgeschlichen.
Venlafaxin 225mg täglich morgens.

Ich bin stabil und fühle mich gut :)

Vor 4 Wochen Reduzierung von Venlafaxin begonnen.
Seitdem reduziere ich jede Woche um 1 kügelchen. 18 kügElchen sind enthalten. Im Moment bin ich bei 14 kügelchen.
Symptome : häufig stärkere Kopfschmerzen, Hautjucken, teilweise Übelkeit, leicht gereizter als vorher.

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Re: Art-Anne: Abilify (Aripiprazol) abgesetzt, jetzt Venlafaxin

Beitrag von Anikke » Dienstag, 17.07.18, 6:55

hallo art-anne,
uff- du hast seit April Venlafaxin reduziert und bist jetzt auf 0- und es geht dir schlecht- kann es sein, dass die Reduktion viel zu schnell war?
was du schilderst sind m.e. volle kanne absetzsymptome.
ich würdevan deiner stelle etwas von dem venla wieder eindosieren, mich stabilisieren und dann sehr langsam in kleinen schritten absetzen, und zwar 10% alle 4 Wochen.
dazu brauchst du ein Rezept über kapseln mit vielen kleinen Kügelchen, so dass du wirklich langsam abdosierst.
wie lange bist du schon auf 0?
liebe grüße anikke
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Art-Anne
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Re: Art-Anne: Abilify (Aripiprazol) abgesetzt, jetzt Venlafaxin

Beitrag von Art-Anne » Dienstag, 17.07.18, 12:53

Hallo Anikke,
Ich bin seit 1. Juli 2018 auf 0. Ich hatte kapseln mit 18 Kügelchen beim Reduzieren.

April letztes jahr abilify Reduzierung von 10mg auf 0 war 8 Wochen krass. Die lamotrigin Reduzierung und venlafaxin Reduzierung dagegen harmlos. Ich habe für eure Verhältnisse hier schnell reduziert weil es so gut lief. Kaum entzugssymptome. Jetzt bei 0 merke ich auch nur fiese stimmungsschwankungen. Alles andere ist stabil und alles tutti.
Ich werde nicht wieder eindosieren. Komme was wolle. Ich bin froh dass der Mist weg ist. Das müsste man mir einrichtern. Freiwillig nie wieder.
Klar spielt jetzt alles verrückt die hirnchemie muss sich umorganisieren.

Ich frage mich was ich unterstützend machen kann. Stress raus nehmen. Meditation bewusst atmen...Wird immer gesagt ist aber nicht umsetzbar in manchen Situationen. Ich bin selbstständig. Plane die hochzeit mit meinem Mann. Engagiere mich ehrenamtlich. Arbeite nebenbei an Schulen....Stress raus nehmen ist mir unerklärlich wie ich das umsetzen könnte.
Ich versuche gerade einen Psychologen zu finden der bereit ist kurzfristig zu unterstützen. Aber kein Psychiater und medis mehr. Nase voll von denen ;)

LG Art-Anne
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2013 wieder stationärer Aufenthalt als krisenintervention. Immer gleiche Klinik und die ganzen Jahre über tiefenpsychologische gruppentherapie. Seitdem Venlafaxin 225mg, lamatrogin 125mg und Abilify 10mg.
Seit April 2017 Reduzierung des abilify auf 5mg.
Mai 2017 eigene Reduzierung des abilify auf 0mg.
Erhebliche Schlafstörungen bis fast kein schlafen seit der ersten Reduzierung von abilify. Zusätzlich ab u an kopfschmerzen und Übelkeit.

15.5.2017 psychiaterin verschreibt promethazin gegen absetzsymptome weil sie mir diese nicht recht glaubt. Ich nehme das Zeug nicht.

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20.05.2017 weniger absetzsymptome, d.h. Kein schwächegefühl mehr oder das Gefühl umzukippen, keine Kopfschmerzen, keine Übelkeit... Es herrscht noch wie immer Schlafmangel und damit Müdigkeit, Zähne aufeinander beißen und muskelverspannungen. Stimmung ist stabil und gut. Ich bin zuversichtlich :D


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Re: Art-Anne: Abilify (Aripiprazol) abgesetzt, jetzt Venlafaxin

Beitrag von Anikke » Dienstag, 17.07.18, 17:03

hm art-anne,
wenn du meinst..
was sollen wir dir denn hier raten?
einen Zauberspruch habe ich leider nicht.
nur den Rat: pass sehr gut auf dich auf, streiche sehr stressige Termine aus deinem plan, dosiere wieder eine kleine menge venla ein..
solltest du richtig richtig krank werden wirst du alles känzeln müssen: Selbständigkeit, Hochzeit, Ehrenamt, Nebentätigkeit, dann geht nix mehr. Entzug ist keine Erkältung wo man mal eben zwei Wochen verrotzt durch die gehend läuft.
aber vllt geht das alles gut so wie du es für dich entscheidet und machst. du bist die Chefin deines Lebens.
liebe grüße anikke
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Re: Art-Anne: Abilify (Aripiprazol) abgesetzt, jetzt Venlafaxin

Beitrag von padma » Dienstag, 17.07.18, 17:18

liebe Art-Anne, :)

auch wenn du es nicht hören magst, du hast viel zu schnell reduziert.

Wenn ich dich richtig verstehe, hast du innerhalb von 3 Monaten (April bis Juni) 225 mg Venlafaxin abgesetzt :shock: . Für ein Ausschleichen von dieser Dosis benötigt man nach unseren Empfehlungen mindestens 2 Jahre.

In deinen Kapseln waren keine Kügelchen, sondern pellets mit jeweils 12,5 mg. Pro Woche 12,5 mg zu reduzieren, :shock: verkraften die wenigsten.

Diese Stimmungsschwankungen sind ein typisches Entzugssymptom und du spürst ja sebst, dass etwas ganz und gar nicht in Ordnung ist.
Das macht mir große Sorgen. Soll ich jetzt nen Psychologen aufsuchen? TherapiePlätze wartet man ewig drauf. Ich brauChe aber akut konkrete Tipps damit ich diese unkontrollierbaren Momente besser steuern kann.
Dein ZNS ist durch den viel zu schnellen Entzug extrem gereizt. Dagegen hilft keine Psychotherapie

Entzugssymptome können deutlich zeitverzögert auftreten. Durch deine kurzen Reduktionsabstände hast du sie nicht gleich zu spüren bekommen und sie haben sich angereichert.

Ich lege dir wirklich eine Wiedereindosierung ans Herz. Das ist das einzige, was Entzugssymptome abfangen kann.

Wenn du das nicht möchtest, kannst du es nur aussitzen. Allerdings können Entzugssymptome Monate, schlimmstenfalls Jahre anhalten. Du gingest damit ein sehr hohes Risiko ein.

Unterstützende Methoden können vielleicht ein wenig lindern. Du kannst sie zusätzlich einsetzen, alleine werden sie höchstwahrscheinlich nicht ausreichend sein.

Bitte bedenke auch, dass eine Wiedereindosierung dann am besten greift, wenn man noch nicht allzu lange auf 0 ist. Nach ca. 6 Wochen steigt das Risiko von Unverträglichkeiten.

Ich kann nur an deine Vernunft appellieren. Bitte lies dir nochmal unsere Infos durch https://adfd.org/austausch/viewtopic.ph ... 20#p257720

Es wäre doch zu schade, wenn deine Hochzeit ins Wasser fiele, weil es dir zu schlecht geht.

liebe Grüsse,
padma

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Re: Art-Anne: Abilify (Aripiprazol) abgesetzt, jetzt Venlafaxin

Beitrag von Diane » Dienstag, 17.07.18, 17:46

Hallo...

Ich geb Padma recht. Du hast leider viel zu schnell reduziert. Grad Venla ist richtig hinterlistig im Entzug.
Selbst bei 10mg sind noch 80% Deiner Synapsen blockiert. Deshalb bemerkt man im oberen Bereich keinen Entzug.

Lg
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Jamie
Ich nahm 2015 150mg Venlafaxin. Dank diesen Forums schlich ich mit Kügelchenmethode aus (7Monate). Bei 0mg angekommen, gings mir 2 Wochen gut, dann trat die Hölle auf Erden ein. Ich hatte zum Schluss zu schnell reduziert. Ich war monatelang bettlägrig, schlimmste Angstzustände, Herzprobleme, 20kg Abnahme was Vitaminmangel mit sich brachte, die ich dank Entzug mit Nahrungsmittelergänzungspäperate nicht beheben konnte, vorallem mein Vitamin D3 war krankhaft niedrig. Ich war kaum noch lebensfähig, mehr Wellen als Fenster.
Heute, ca 2j später, gehts einigermaßen. Ich kann mit 5000ie alle 3 Tage meinen VD3 auffüllen, einigermaßen wieder essen, vertrage aber noch nicht alles. Mein NS ist noch sehr gereizt, vorallem bei Stress u im Zyklus ( starke PMS, Unruhe, Kreislaufbeschwerden)...
Die Schwäche kommt oft noch durch.
Zig Untersuchungen habe ich durch. Dank Venla habe ich Marklagerläsionen im Hirn, was Ärzte aber nicht aufs Medi schieben, wie auch den Rest meiner Symptome.
Den Rest würde ich gern im Thread beschreiben bzw austauschen, da ich weiss, das viele offline gehen nachdem sie beschwerdefrei sind.

Aktuelle Medikamente Januar 2018:

Nebivolol seit 1.März 0mg

Vitamin D3 mit K2 alle 2 Tage 5000ie mit 100yu K2


Link zum Absetzten.. Quelle NDR Visite/youtube
(Hier wird auch das Forum erwähnt)

https://youtu.be/KirFj2mTn48

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