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Muryell: Lyrica (Pregabalin) und Paroxetin absetzen

Wenn Antidepressiva abgesetzt werden, kann dies zu schweren und langwierigen Entzugserscheinungen führen. Viele Hersteller und Ärzte verharmlosen diese Problematik leider.
Muryell
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Re: Muryell: Lyrica (Pregabalin) und Paroxetin absetzen

Beitrag von Muryell » Dienstag, 11.09.18, 8:14

Liebe Houelle,

glaubst Du, dass Tavor mich von dieser Krise herunternehmen kann?
Ich nehme nochts, ich habe nichts da, aber ich weinicht weiter.

Liebe Grüße

Muryell
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Towanda1
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Re: Muryell: Lyrica (Pregabalin) und Paroxetin absetzen

Beitrag von Towanda1 » Dienstag, 11.09.18, 8:28

:hug: Liebe Muryell,

Ich bin in Gedanken bei Dir - mehr kann ich leider nicht helfen.

Alles, alles Gute und dass Du einen Weg aus dieser Krise findest! :hug:

Ganz liebe Grüße,

Towanda
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01.07.18 - 13,50 mg Mirtazapin - Umstieg auf Feinwaage und Nagelfeile :D
03.08.18 - 12,00 mg Mirtazapin
09.09.18 - 10,80 mg Mirtazapin
10.10.18 - 9,50 mg Mirtazapin
09.11.18 - 8,50 mg Mirtazapin

Weitere Medikamente:
Wegen Fluorchinolone-Schädigung jede Menge NEMs
1 x wöchentlich Ciprofloxacin C30 5 Globuli
1 x wöchentlich Mirtazapin C30 5 Globuli
1 x tgl. Thyreoidea comp. 5 Globuli


Ich bin nicht auf der Welt, um so zu sein, wie andere mich haben wollen

Muryell
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Re: Muryell: Lyrica (Pregabalin) und Paroxetin absetzen

Beitrag von Muryell » Dienstag, 11.09.18, 9:08

Ihr Lieben

Die Klinik ist nicht das Richtige. Viel Programm, Sport.
Ich muss zur Ruhe kommen. Das ist nicht, was ich brauche.

Ich werde nachher zum Arzt gehen, vielleicht verschreibt er mir Tavor.

Liebe Grüße

Muryell
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houelle1
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Re: Muryell: Lyrica (Pregabalin) und Paroxetin absetzen

Beitrag von houelle1 » Dienstag, 11.09.18, 9:08

Liebe muryell,
Das Benzo ist immer so ein Grenzgang, für mich als allerletzte Option u wenn mich auch mein Partner nicht mehr beruhigen kann...

Hast du Erfahrung damit?
Vielleicht melden sich noch andere?

Umarmung - ich denk an dich. Was hast du denn f symptome?

Manchmal hilft mir auch auf u abhüpfen od auf was einschlagen (Kissen od so)

Du bist stark!

Deine
Houelle
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Diagnosen: Angst und Depression gemischt, generalisierte Angststörung, Somatisierungsstörung, hypochondrische Störung

2008: erstmals Deanxit (1-0-0) für ca. 4 Monate, keine Absetzproblematik

Dezember 2014-Juni 2015: neuerlich Deanxit, Absetzversuch nach Auslassmethode
fehlgeschlgen, massive Verschlechterung der Symptomatik

Juli 15-September 15: Versuche mit Opipramol, Amitryptilin, Abilify, Mirtazapin, alles nicht vertragen. Über vier Wochen regelmäßig (2-3 Mal/Woche Tavor, 1 mg)

14.September 2015-29.September 2015, freiwilliger Psychiatrieaufenthalt: Buspiron (20 mg?) und Olanzapin (5mg), dann Lyrica (mg?) und Olanzapin. Lyrica nicht vertragen, massive Entfremdungsgefühle. Entlassungsmedikation: Olanzapin 10 mg, Cipralex 10 mg. (habe ich aber nie genommen)

Oktober 2015-Dezember 2015, ein Mal IMAP-Spritze (Fluspi): Dosierung?

Dezember 2015-Juli 2016: Deanxit selbstmächtig eindosiert, 3 Wochen super gefühlt, dann wegen massivem Schwindel und Derealisierung auf 3/4 reduziert, dann langsam auf die Hälfte. Hälfte wohl zu abrupt abgesetzt. Symptome: ständig wechselnd: zuerst große Erschöpfung, dann Aggression, Weinkrämpfe, dann Depressivität und Angst, permanente Reizüberflutung, ertrage Leute schwer. Seit 2 Monaten nicht arbeitsfähig

August 2016: 2 Tage Seroquel retard 50 mg (nur noch müde), 10 Tage Opipramol 50 mg, wegen aufkommender starker Zwangsgedanken Reduktion auf 25 mg, wegen Unruhe: auch Opi abgesetzt

Ende August: 1/2 Deanxit wieder eindosiert. Fühle mich etwas stabiler

seit 3.10.2016: 5 mg Cipralex. Fühle mich abgetötet und verzweifelt, massive Schlafstörungen, trotzdem auf 10 mg hochdosiert, Stabilisierung, allerdings alles 'verlangsamt', sehr starke Tagesmüdigkeit (um 17..00 zu Bett), was mit meine Beruf schwer vereinbar ist

ca. Februar 2017: Reduktion auf 5 mg (zu schnell, ich weiß), nichts gespürt, außer 2 Wochen Übelkeit

Februar 2017-Juni 2017: immer weiter 'runtergebröselt' (nicht nachmachen, da ungenau!!) bis 0.

Böses Erwachen Ende Juli 2017: Heulkrämpfe, starke Depressivität. Wiedereindosierung von 1,5 mg, Stabilisierung

25.10.2017: letzte Dosis genommmen seitdem auf 0: vier Wochen wunderbar, als wäre ich nie 'krank' gewesen. Dann schleichen sich Symptome ein, starke Stimmungsschwankungen, Alltagsbewältigung eher schwierig, aber auch Fenster. Ich war wohl zu schnell mit Absetzen, v.a. mit dem letzten Schritt, ca. 1 mg auf 0.

ca. seit Dez 2017: Verstärkung der Symptome.

seit Feb 2018: v.a. morgendliche Unruhe, verstärkte Ängste. Alltag wird schwieriger.

26. Februar 2018: Symptome zu stark; kaum Alltag möglich; dosiere 0,1 mg Escitalopram wieder ein

14.03. 2018: Lasse Esci wieder weg. Bluthochdruck und Panikattacken. Seitdem wieder auf 0. Fühle mich gerade gut.

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Re: Muryell: Lyrica (Pregabalin) und Paroxetin absetzen

Beitrag von Jofab » Dienstag, 11.09.18, 10:13

Liebe Muryell,

es ist gut, daß die Klinik keine Option ist für dich ! Es wäre viel zu anstrengend für dich !
Und Tabletten kann dir auch der Arzt verschreiben, wenn du es wirklich wilst !
Ich überlege selbst seit Tagen.

Bitte laß es für dich nicht peinlich sein ! Wir alle wissen, wie schlimm die Symptome sein können !
Ich habe auch schon oft hier geschrieben in höchster Panik und mich dabei so unwürdig gefühlt !

Das sind nicht wir !!!- das erzeugen diese ver :censored: Medis ! Niemals dürften sie Menschen gegeben
werden, wenn sie solche Zustände hervorrufen können !

Du wirst es schaffen ! Was war so schlimm heute morgen, daß du so in Panik geraten bist ?

Liebe Muryell - ich drück dich ganz fest !
Deine Ilse
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Re: Muryell: Lyrica (Pregabalin) und Paroxetin absetzen

Beitrag von stubi » Dienstag, 11.09.18, 11:25

Liebe Muryell,

ich lese gerade wie verzweifelt Du dich fühlst und ich kann es geradezu nachempfinden, die Verzweiflung und die Pein. Du suchst verzweifelt nach Hilfe und kannst es nicht glauben, dass die Ärzte, die Medizin Dir das angetan haben. Das kann doch nicht sein, dass das so ist, wirst du wahrscheinlich glauben und deshalb suchst du verzweifelt nach Hilfe und möchtest in eine Klinik oder abermals eine Tabletteneinahme starten.

Ich kenne das sooo gut, und ich bin wie viele hier auch den Weg gegangen und das muss man vielleicht tun, sonst würde man vollends durchdrehen. Ich habe auch verzweifelt versucht von aussen Hilfe zubekommen und bin bei der Aufnahme in eine Psychosomatische Klinik wieder abgehauen und nach stundenlanger winterlichen Autofahrt zurück zu meinem Psychodock und nach stundenlanger Wartezeit mit einem Rezept für Risperidon, desillusioniert von seinen für mich doffen Sprüchen , wieder auf den Boden der Tatsachen aufgeschlagen.

Ich habe das Rezept nach einiger Wartezeit, heulend in der Apotheke abgeholt und eine kleine Dosis einmal eingenommen und war davon sowas von weggeflaescht, dass ich die ganze Schachtel im Mühl entsorgte.

Auch kam wieder so eine harte Zeit danach, wo ich wieder in der Hölle der Verzweiflung gelandet war und meine Hausärztin um Hilfe und Lösung meines Problems weinend angefleht habe und sie mir sagte, dass Depressionen auch in den Genen liegen können und ich wohl eine Veranlagung dafür mitbringen würde und es besser ist, dass ich wieder Medikamente einnehme und patsch, Rezept für Sertralin bekommen.

Also ich glaube mich einfühlen zu können in deine Verzweiflung und Sehnsucht nach Befreiung und kompetente Hilfe.

Ich möchte dich bitten, gehe deinen Weg, doch überlege gut, was letztendlich das beste für dich sein wird. Nur du kannst das entscheiden, habe Vertrauen in dich selbst, denn du musst es letztendlich ausbaden müssen und es ist sehr schwer das alles abwägen und Entscheidungen zu treffen.
Ich übrigens, habe das Sertralin nicht wieder eingenommen und so verzweifelte Zustände nicht wieder erlebt.

Jetzt ist es anders, doch nicht mehr so schlimm.

Ich wünsche dir, dass du das richtige für dich machst und auch an deinen Mann ein echtes Kompliment, dass er so zu dir steht. Ich kann mir vorstellen daß er mit dir leidet und auch deine Verzweiflung spürt. Das muss auch Mal gesagt werden, dass es die Angehörigen auch nicht gerade leicht haben.

Ich umarme dich und wünsche nur das Beste für Dich. :hug:

Liebe Grüße
Renate
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Re: Muryell: Lyrica (Pregabalin) und Paroxetin absetzen

Beitrag von Muryell » Dienstag, 11.09.18, 11:29

Ihr Lieben!

Danke für Eure Anteilnahme.
Ich mag nicht, wenn ich Euch belaste.

Ich kann gut schlafen, aber ich werde wach mit einer quallvollen Unruhe, die Zitternanfälle verursacht, und so verbrachte ich die zwei letzten Tage. Ich bin erschöpft.

Ich war bei meinem Hausarzt und es war wunderschön.
Er hat mich ernst genommen und mit mir zusammen nach Lösungen gesucht. Ich bin gleich ruhiger geworden.
Wichtig ist es jetzt, dass ich zu Ruhe komme. Er hat mir Lorazepam verschrieben und möchte mich am Freitag wieder sehen, um mit mir zusammen zu überlegen, wie wir weiter vorgehen.

Er hat mit keinem Wort gesagt, dass ich meine Medikamente nicht hätte absetzen sollen. Ich habe die Entzugsproblematik nicht angesprochen.

Ich habe vor 20 Minuten 1 mg genommen und fühle mich langsam ruhiger. Ich hoffe, dass es wirkt.

Sorry, dass ich Euch heute früh so erschreckt habe.

Ich wünsche Euch einen schönen Tag.

Muryell
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Re: Muryell: Lyrica (Pregabalin) und Paroxetin absetzen

Beitrag von Muryell » Dienstag, 11.09.18, 11:36

Liebe Renate,

vielen Dank, dass Du Deine Erfahrungen mit mir teilst.
Ich habe das Gefühl, ich kann mit meinem Mann und mit meinem Hausarzt zusammen diese Zeit überbrücken.

Mein Mann leidet sehr mit mir mit. Er war beim Gespräch dabei und hat auch ein gutes Gefühl.
Unser Hausarzt behandelt unsere ganze Familie. Und vor allen Dingen kommt er nie mit dem erhobenen Zeigefinger. Und er will mich am Freitag wiedersehen, damit wir das weitere Procedere besprechen.

Ich habe wieder Vertrauen zu einem Arzt.

Liebe Grüße

Muryell
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Re: Muryell: Lyrica (Pregabalin) und Paroxetin absetzen

Beitrag von Luna » Dienstag, 11.09.18, 12:02

Hallo Muryell
Ich wollte dir auch mal schreiben.
Ich bin 3 Jahre auf 0 und nicht Symptomfrei. Auch mich überfällen noch leicht mal Ängste, zittern usw. Hat bei mir aber unter anderen mit Unverträglichkeiten zutun. Muss hier achtsam sein. Zucker, Fruktose macht mich unruhig und zittrig. Das stresst auch sehr.
Ich halte es dann aus und nach paar tagen schonen und viel Ruhe geht es mir wieder besser.
Ich hatte allerdings sehr schlimme und unvorstellbare schlimme Zeiten und lange Medikamente genommen. Nicht lebensfähig gewesen. Selbst ein Gang zum Klo war der Horror. Ich bin nie wieder zurück zu Medikamenten, weil mir klar ist, dass sie mir nicht helfen.
Ich denke nicht, dass Medikamente da hilfreich sind aber musst du selbst entscheiden.
Alles Gute wünsche ich Dir!
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Gesundheit gewinnt erst an Bedeutung, wenn man krank ist.
(© Franz Schmidberger (*1942)

Die wirksamste Medizin ist die natürliche Heilkraft, die im Inneren eines jeden von uns liegt.
(Hippokrates)

Seit dem 23.7.2015 absolut Medikamentenfrei.
Etwas über 6 Jahre Venlafaxin.Seid 16.7.2014 auf 0
15 Jahre Schlafmittel.Erst Zopiclon 5 Jahre dann Zolpidem 10 Jahre. Seid 23.7.15 auf 0
Ca 3 bis 4 Jahre Pantoprazol eingenommen und im März 2014 kalt abgesetzt.
Kurzzeitig auch andere Medikamente genommen in den 15 Jahren.

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LenaLena
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Re: Muryell: Lyrica (Pregabalin) und Paroxetin absetzen

Beitrag von LenaLena » Dienstag, 11.09.18, 12:07

Liebe Muryell,

es ist keine Krise ... es ist eine Welle. Du hast ja das Paroxetin sehr schnell abgesetzt, und da das auch eine lange Zeit mein Medikament war, habe ich viel darüber gelesen, dass die Menschen wirklich schlimme Wellen haben können.
Ich freue mich, dass der Arzt dir helfen will. Und dass er so verständnisvoll reagiert hat. Das brauchst du jetzt.
Als Notfallmedikament mag ein Benzo der letzte Ausweg sein. Aber sei bitte achtsam damit, es macht schnell abhängig. Nämlich auch psychisch...
Aber vielleicht bringt es dich jetzt herunter.
Du hast dich vermutlich auch mental reingesteigert wegen dieser Einladung. Nein nicht du... es ist der Entzug, der das mit uns macht!! Es wirkt nur so, als hätte unser Kopf das gemacht. Es ist nicht so. Unser Nervenkostüm ist in solchen Momenten nicht mehr vorhanden. Hauchdünne Nerven oder zerrissene...

Es ist wirklich nicht zu fassen ... du hast dazwischen so gute Fenster wie kaum einer von uns, und dann so was.
weißt du, was ich glaube? Du bist jetzt an dieser Akutspitze angelangt. Zeitlich kommt das auch hin. Die meisten berichten von einer extremen Krise irgendwann.
Bei mir wurde es danach langsam besser. Klar kamen und kommen noch Wellen. Aber so schlimm wurde es nie mehr :)
Und langsam werde ich auch körperlich wieder fitter und leistungsfähiger.

Die Medikamente haben dir das angetan... :(

LG Lena
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Re: Muryell: Lyrica (Pregabalin) und Paroxetin absetzen

Beitrag von Muryell » Dienstag, 11.09.18, 12:18

Ihr Lieben!

Danke für Eure Unterstützung.
Ich glaube nicht, dass Medikamente eine Lösung sind, aber der Punkt war heute früh da, an dem ich nicht mehr konnte.

Es sind jetzt drei Tage mit Benzo, dann hoffe ich, dass ich mich so beruhiget habe, dass ich wieder ohne kann.

Vor allem fühle ich mich nicht mehr von den Ärzten bedroht. Das Gespräch war super.

Es geht mir besser.
Liebe Lena, was ist eine Akutspitze und warum kommt sie zeitlich hin?

Danke nochmals und liebe Grüße

Muryell
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Re: Muryell: Lyrica (Pregabalin) und Paroxetin absetzen

Beitrag von gioia » Dienstag, 11.09.18, 12:19

Liebe Muryell

Habe gerade gelesen dass es dir schlecht geht. Ach es tut mir leid!!

Hoffe dass dir das Tavor etwas helfen kann. Wenn man es verträgt, kann das schon sehr helfen. Ich hätte das alles nicht ohne geschafft. Wünsche dir sehr dass du diese Welle bald überwindest <3

Alles Gute :hug:
Gioia
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2 Monate Einnahme Escitalopram und MIrtazapin: bettlägrig, stromempfindungen, zittern, extreme Schwäche, Hitze im Körper, Ängste wie nie zuvor im Leben
Auch nach absetzen, über Monate zittrig und schwach
Im Herbst Pregabalin, nach 3 Monaten Einnahme: wieder bettlägrig, massives inneres und äußeres Zittern, extreme Schwäche, Gangstörungen, kaum mehr Morgenharn, Wasseransammlung im Gewebe, Krampfanfall, Atemnot , massiv verstärkte Ängste, massive Anspannung
Schnelles absetzen, massive Symptome über Monate, stromartige Spannung jeden Tag, Ängste, die ich vorher nie hatte, zittern wie bei Parkinson
Benzo (praxiten/Halcion) konnte ich problemlos reduzieren, auch nach langer Einnahmedauer kaum Toleranz, Benzo für mich Lebensretter
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Re: Muryell: Lyrica (Pregabalin) und Paroxetin absetzen

Beitrag von Muryell » Dienstag, 11.09.18, 12:23

Liebe Gioia,

vielen Dank.
Ich habe in der Klinik Tavor bekommen. Es hat gut gewirkt und es gab keine Probleme beim Absetzen.

Ich bin jetzt nicht so sicher, weil ich jetzt auf vieles paradox reagiere.
Ich habe es vor anderthalb Stunden genommen und ich bin viel ruhiger.
Ich möchte versuchen, die drei Tage zu nehmen und dann aufhören.

Liebe Grüße

Muryell
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Re: Muryell: Lyrica (Pregabalin) und Paroxetin absetzen

Beitrag von gioia » Dienstag, 11.09.18, 12:33

Liebe Muryell

Ja das klingt eh gut! dein Plan! Das Einzige Einzige was mir immer geholfen hat war das Benzo. Alles andere hat mich fast umgebracht. Hatte auch oft Angst dass das eines Tages nicht mehr funktioniert, aber wer weiß viell hab ich da iwie die richtigen Benzoenzyme. Konnte auch immer leicht das wieder reduzieren und auch weglassen. Das klingt bei dir ja dann auch danach.....

Das alles ist ja doch ein Riesen Rätsel :frust:

Gut dass es dich jetzt mal beruhigt!!!
:hug:
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Re: Muryell: Lyrica (Pregabalin) und Paroxetin absetzen

Beitrag von LenaLena » Dienstag, 11.09.18, 13:01

Hey Muryell,
Muryell hat geschrieben:
Dienstag, 11.09.18, 12:18
Liebe Lena, was ist eine Akutspitze und warum kommt sie zeitlich hin?
Das habe ich jetzt quasi in meinen eigenen Worten so genannt... mir ist aufgefallen, dass viele berichten, dass nach ein paar Monaten, häufig plusminus um den 6. Monat herum, so eine extrem starke Welle haben, wo sie denken, es geht nichts mehr. Leider geben viele an dem Punkt auch auf, dabei wird es häufig danach besser.

Bei mir waren das 6 ganze Wochen. Nonstop. Alle möglichen körperlichen Symptome, diese grippeähnlichen Symptome auch, und dazu ständig rasende Angst. Rasend ohne Ende! Hab mich gefühlt wie nicht angeschnallt in einer Achterbahn. Musste mich mental sehr viel regulieren und mir immer wieder sagen, dass ich mich nicht reinsteigere, dass alles gut wird und alle negativen Gedanken aus dem Kopf werfen (Für mich war zB: "Es wird so schlecht, dass ich eine Klinik brauche" ein absolut toxischer Gedanke :( )

Fürs Beruhigen kann ich dir nur aus meiner Erfahrung sagen: Tiefe Akzeptanz.
Es ist eine Welle und sie ist jetzt nun mal da. Es wird alles leichter, wenn man einmal gelernt hat, nicht dagegen zu kämpfen. Nicht zu denken "Oh Gottogott, mir gehts so schlecht, ich will das jetzt nicht, das soll bitte sofort weggehen!". Das steigert das Ganze ins Unermessliche, bis man wirklich nicht mehr eingreifen kann :(
Aber ich weiß natürlich aus meiner schwierigen Zeit, wie man mit dieser rasenden Angst neben sich steht..

Atme durch, liebe Muryell, und erhole dich :hug:
LG Lena
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Re: Muryell: Lyrica (Pregabalin) und Paroxetin absetzen

Beitrag von Rosenrot » Dienstag, 11.09.18, 14:21

Liebe Muryell,

es tut mir so leid. :hug:

Ich wünsche dir und deinem Mann viel Kraft und dass sich ganz schnell Linderung einstellen möge.

Alles Liebe!
Rosenrot
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Re: Muryell: Lyrica (Pregabalin) und Paroxetin absetzen

Beitrag von Muryell » Dienstag, 11.09.18, 17:21

Liebe Lena,

wie hast Du das ausgehalten?
Ich bin vorgestern und gestern den ganzen Tag zitternd herumgelaufen, manchmal hatte ich keine Kontrolle über meine Beine.
Ich konnte kaum etwas essen, lief Kilometer im Haus.
Gestern hielt plötzlich ein Krakenwagen mit Martinshorn direkt vor unserem Haus. Ich dachte, mein Mann wollte mich zwangseinweisen lassen. In dem Moment kommt mein Mann entsetzt die Treppen hoch und frage mich, ob ich mich einweisen lassen wollte.

Ich kann nicht beschreiben, wie schwer das alles ist. Es war ein Riesenschreck für uns beide.
Der Krankenwagen war für den Nachbarn.

Aber Du hast recht, liebe Lena, ich akzeptiere das nicht und bin völlig überfordert. Ich habe Schwierigkeit zu glauben, dass diese Symptome vorüber gehen.
Deshalb meine Frage: „Wie hast Du das ausgehalten?“

Liebe Grüße

Muryell
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Re: Muryell: Lyrica (Pregabalin) und Paroxetin absetzen

Beitrag von Luna » Dienstag, 11.09.18, 19:44

Liebe Muryell
Es ist möglich so einiges auszuhalten wenn man die Hoffnung hat.
Kennst du Parkinson Symptome?
Die hatte ich. Extrem schlimmes Zittern und das von morgens bis Abends. Beine, Hände und mein Kopf zuckte weg also Gesicht zur linken Schulter wie ein Stromschlag. Ohne Kontrolle. Meine Hand hat nicht mehr gezittert sondern geflattert. Wie man es bei Parkinson kennt.
Meine Beine haben gezittert und wann weich wie Pudding. Ich konnte nur kurz stehen. Damals dachte ich...ich sterbe. Dank diesen Forum erfuhr ich aber das meine Symptome ich dank pp habe und ich entzog. Halbes Jahr nach 0 verschwand das schrecklichste womit ich nie gerechnet hätte. Zwischendurch habe ich noch leicht zittrige Hände wenn Stresshormone zu hoch oder bei Unterzucker. Darf dann kein Zucker essen sonst wird es schlimmer. Falls es mal kommt durch zb Stress dann vergeht das wieder.

Alles was mal hatte ist kaum noch vorhanden. Nur nmu und da war ich nicht mehr so achtsam und daher Probleme bekommen aber selbst schuld.
Somit halte ich derzeit einige Schmerzen mehr aus aber naja...hatte ich auch schon teils im Entzug.

Was mir damals geholfen hat war Hoffnung und Akzeptanz. Auch das Wissen woher es kommt und das es weg gehen kann.
Für mich kamen Medikamente nicht mehr in Frage. Vertragen habe ich eh nichts.

Vielleicht kannst du dir sagen...es ist nur eine Welle...vergeht wieder.
Du hast echt gute Fenster gehabt...das hat nicht jeder 7 Monate nach 0.

Entzug heißt auch lernen und ein gesunden weg finden mit schweren Momenten umzugehen.
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Gesundheit gewinnt erst an Bedeutung, wenn man krank ist.
(© Franz Schmidberger (*1942)

Die wirksamste Medizin ist die natürliche Heilkraft, die im Inneren eines jeden von uns liegt.
(Hippokrates)

Seit dem 23.7.2015 absolut Medikamentenfrei.
Etwas über 6 Jahre Venlafaxin.Seid 16.7.2014 auf 0
15 Jahre Schlafmittel.Erst Zopiclon 5 Jahre dann Zolpidem 10 Jahre. Seid 23.7.15 auf 0
Ca 3 bis 4 Jahre Pantoprazol eingenommen und im März 2014 kalt abgesetzt.
Kurzzeitig auch andere Medikamente genommen in den 15 Jahren.

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LenaLena
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Re: Muryell: Lyrica (Pregabalin) und Paroxetin absetzen

Beitrag von LenaLena » Dienstag, 11.09.18, 21:55

Hey Muryell,

ja, ich denke auch, dass es die Hoffnung war, wie Luna es schreibt. Ich hatte mir schon vorher, wo es noch einigermaßen ging, sehr viel angelesen und sehr sehr fest vorgenommen, komme was wolle, ich stehe das durch. Und eben das Akzeptieren. Mantras aufsagen.

Klar ist es nicht so, wie eine Grippe durchzustehen... einfach liegen und abwarten, "bis es vorbei ist". Das weißt du ja selber :(
Ich bin genauso wie von Sinnen Kilometer in der Wohnung gelaufen oder am Boden in der Ecke gelegen. Ich habe gezittert, komplett ohne Kontrolle... ich dachte, mein Gehirn, mein ganzes Ich geht flöten. Ich konnte mich in manchen Augenblicken nicht mehr erinnern, wie ich heiße und wer ich bin.
Ich habe halt den "Vorteil", dass ich niemals in die Klinik gehen würde, egal was passiert. Ich sehe die Klinik nicht als sicheren Hafen oder als Hilfe, sondern als das Gegenteil an. Das hat mir geholfen auszuhalten.
Ich habe aber schon einige Male gedacht, ich sterbe jetzt einfach zu Hause. Und hab auch das einfach akzeptiert. Denn: Dann ist der Druck draußen!
Ach so, und mein Notfallmittel, um mein System runterzufahren, waren Passionsblumentropfen in rauer Menge und Gaba-Sticks. Beides wirkt auf die selben Rezeptoren wie ein Benzo, das ich ja nicht nehmen wollte, weil Medikament.

Ja, und dann habe ich begonnen, mental an mir zu arbeiten, weil ich irgendwann gemerkt habe, dass ich dem eben nicht völlig hilflos ausgeliefert bin (wie ich vorher dachte). Man steigert sich nämlich wirklich so stark rein, dass man die Welle damit sehr viel schlimmer macht, als sie eigentlich wäre... Man muss diese negativen Verbindungen auflösen und durch positive ersetzen (zB so, wie ich dir oben geschrieben habe.. dass man nicht denkt: Nein nein nein, das muss weggehen, ich will das nicht! - Sondern: Auch das wird vorbeigehen!).
Oder Achtsamkeit praktizieren, im Alltag, daheim im Wohnzimmer.

Meiner Meinung nach macht der Entzug von Psychopharmaka erst psychisch krank (wenn auch nur vorübergehend). Einfach dadurch, dass das Nervenkostüm so komplett zerstört wird. Für mich fühlte sich das so an.

Das mit dem Krankenwagen war ein wirklich blöder Zufall. Tut mir sehr leid für euch :(

Bitte glaub mir, es wird besser werden. Dein Körper läuft grad ein bisschen Amok, weil er so wahnsinnig viel anpassen muss, wofür er beim Reduzieren keine Zeit hatte. Aber das ist ein Zeichen dafür, dass sich in dir etwas sehr Gutes tut! Es geht voran, mit jeder schmerzvollen, schlimmen Minute! Es wird besser werden, ich sehe es an mir, es geht vorbei!
Ich kann mich an diese schlimme Zeit sogar gerade gar nicht mehr so detailliert erinnern :party:

LG Lena

P.S.: Weil Luna schrieb, Entzug ist lernen... ich habe durch diesen Entzug mehr gelernt, als ich das sonst in einem ganzen Leben geschafft hätte. Ich hätte mich sonst nie mit Dingen wie diesen mentalen Übungen und Meditation, Yoga, Achtsamkeit beschäftigt, wenn ich nicht in solchen Notsituationen gewesen wäre :) Es ist tatsächlich alles für etwas gut. Ich bin mittlerweile beinahe dankbar dafür.
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Re: Muryell: Lyrica (Pregabalin) und Paroxetin absetzen

Beitrag von LenaLena » Mittwoch, 12.09.18, 0:27

Liebe Muryell,

kennst du das Buch "Der kleine Buddha"? Das ist so ein kleines Büchlein zum Nachdenken mit einer Botschaft in jedem Kapitel.
Im Kapitel "Der Krieger" wird genau das ausgesagt, was ich oben versucht habe zu beschreiben und woran ich mich im Entzug festgehalten habe. Ich gebe es mal sinngemäß wieder:

Der kleine Buddha fragt den Krieger: "Was hat dir geholfen, den Krieg durchzustehen?" "Der Glaube daran, zu gewinnen. Den Kampf zu gewinnen und wieder lebend nach Hause zurückkehren. Je stärker dieser Glaube war, desto weniger Angst hatte ich."
"Woher hast du den Glauben genommen? Wie konntest du das durchhalten?"
"Weil ich nicht von vornherein geglaubt habe, dass ich verlieren werde. Wenn ich das geglaubt hätte, hätte ich gleich zu Hause bleiben können."
"Wie konntest du nur an das Gewinnen glauben? Hattest du nicht manchmal Zweifel am Sieg?"
"Nein, ich durfte im Kampf keine Zweifel haben. Ich brauchte völlige Klarheit und Überzeugung. Um den Glauben am Sieg zu festigen, habe ich mir immer wieder genau vorgestellt, wie sich der siegreiche Moment sich anfühlen würde. In meinem Geiste tat ich so, als hätte ich bereits gewonnen. Immer wieder. Ich spürte den Stolz, den Ruhm, riss die Arme jubelnd in die Höhe.
Und jedes Mal versuchte ich, diese Gefühle so echt wie möglich zu erleben. Wenn es um den Glauben geht, ist das Gefühl das Wichtigste. Was ich fühle, das glaube ich auch."


:) :) :)

LG Lena
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