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Rippatha39: Zeitversetzte Absetzsymptome bei Citalopram und Vorstellen meinerseits

Wenn Antidepressiva abgesetzt werden, kann dies zu schweren und langwierigen Entzugserscheinungen führen. Viele Hersteller und Ärzte verharmlosen diese Problematik leider.
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Rippatha39
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Rippatha39: Zeitversetzte Absetzsymptome bei Citalopram und Vorstellen meinerseits

Beitrag von Rippatha39 » Mittwoch, 24.05.17, 20:55

Hallo an alle. Ich bin jetzt schon unendlich dankbar, dass ich diese Seite und das Forum vorgestern entdeckt habe. Ich versuche so gut es geht in "Kurzform" mich vorzustellen. Ich bin Ende 30, verheiratet und Vater von 3 wunderbaren Töchtern.

Angefangen hat alles im Jahr 2002 wo wir geheiratet haben. 2 Monate vor Heirat fingen Erschöpfungsphasen und panikähnlichen Symptome, Herzphobie und übertriebene Krankheitsängste an.

KURZ ZUVOR NOCH EINE  BLICK IN MEINE KINDHEIT
3 Ereignisse blieben mir hier nachhaltig in Erinnerung

1. Hatte mit 8 Jahren Operation und als Kind
    unendlich viel Angst nicht mehr aufzuwachen
2. Mit 10 Jahren hatte mein Schulfreund bei unserer
    ersten  gemeinsamen Radausfahrt vor meinen
    Augen einen Unfall und starb quasi in meinen
    Armen.(keine Aufarbeitung, geschweige Therapze
3. Mit 12 Jahren hatte ich einen Badeunfall mit   
    Platzwunden am Kopf und da glaub ich meine erste
    Panikattacke.

Vertretungsarzt gab mir Beta-Blocker. Diese warfen mich regelrecht aus der Bahn. Ich setzte diese (ohne zu wissen, dass man nicht apruppt absetzen darf) nach ca. 2 Wochen ab. Beim Besuch darauf von Freunden im Ausland mit meiner Frau im Stau die erste massive Panikattacke. In den nächsten 2 Wochen 2 weitere. Damaliger Hausarzt erkannte es nicht!

Ich wollte nicht Heiraten, nicht weil ich meine Frau nicht liebte, ich war einfach noch nicht soweit (meine Frau machte mir den Antrag). Ich kann mich auch erinnern, dass ich dazumal im Zuge der Hochzeitsvorbereitungen erfuhr, wer mein leiblicher Vater ist (bin adoptiert, erfuhr dies aber schon als kleines Kind). Um gleichzeitig ebenso zu erfahren, dass er bereits gestorben war. Und in der Firma baute ich zur gleichen Zeit ein weiteres Bundesland auf.
In dieser Zeit dachte ich viel über das Sterben und den Tod nach was mir keine Antworten brachte und mir Angst machte.

Kurz zu meiner Kindheit.
1. Hatte mit 8 Jahren Operation und als Kind
unendlich viel Angst nicht mehr aufzuwachen
2. Mit 10 Jahren hatte mein Schulfreund bei unserer
ersten gemeinsamen Radausfahrt vor meinen
Augen einen Unfall und starb quasi in meinen
Armen.(keine Aufarbeitung, geschweige Therapie)
3. Mit 12 Jahren hatte ich einen Badeunfall mit
Platzwunden am Kopf und da glaub ich meine erste
Panikattacke.

1 Woche nach unserer Hochzeit kündigte ein guter Kollege von mir in meiner damaligen Firma und nahm 100 Mitarbeiter mit. Das war das 2x nach 1999 wo mein Gefühl sagte geh auch, aber ich traute mich nicht, sagte JA anstatt das ich NEIN sagen sollte. 2 kleine Kinder und die Angst vor der weiteren Zukunft... Ich habe mich nicht getraut!

Zwischen 2002-2005 viele auf und abs. Viel gearbeitet viel runtergeschluckt, Unzufriedenheit im Job wurde immer größer, jedenfalls wußte mein Unterbewusstsein wie immer schon lange vorher das was nicht paßt, dass ICH nicht mehr passe. In den Urlauben konnte ich mich auch nicht entspannen. Laufend fiese Schulter-Nackenverspannungen.

2005 im August hatte meine Mutter die Diagnose Bauchspeicheldrüsenkrebs. Sie überlebte und lebt heute noch. Mein damaliger Chef äußerte sich sehr abfällig zu diesem Thema in meiner Abwesenheit. In diese Situation hätte ich dann wirklich kündigen sollen bzw. Ihm meine Meinung reinhämmern sollen. Doch irgendwie wickelte er mich um den Finger und ich blieb mit Aussicht auf bessere Jobchancen in der Führungsebene.

2006 wollten wir zu dem schon stressigen Job und der veränderten Gesundheitssituation meiner Mutter Hausbauen. Arbeit, Hausbau, berufliche Fortbildung und die Belastungen der letzten Jahre waren für mich zuviel. Im Juli 2006 hatte ich beim Laufen eine heftige Panikattacke. In den nächsten 2-3 Wochen 2x Notaufnahme das ganze prozederre. Ergebnis immer alles o.B.

Ich war einfach fertig, keine Kraft, nichts ging mehr. Hausbau blies ich ab. Den gebuchten Urlaub wollte ich nicht antreten. Meine Frau war böse und enttäuscht und Verstand es einfach nicht was los war mit mir. Statt NEIN zu sagen gab ich wieder nach und wir fuhren in den Urlaub nach Kroatien. Es war für mich die Hölle. An Entspannung war absolut nicht zu denken. Nach einer Woche fuhren wir wieder nach Hause. 2 Wochen später wurde ich in meiner damaligen Firma fristlos gekündigt. Das war der Todesstoß. Der Vorbildmitarbeiter, der nie gefehlt hatte, immer loyal zu allen (Nur nicht zu sich) war, gedemütigt durch eine fristlose Kündigung.

Ich viel in ein Loch , frass wieder alles in mich hinein anstatt es rauszuschreien, all die Wunden, die Verletzungen, die Ängste, die Enttäuschungen der letzten Jahre. Schön verpackt im tiefsten Labyrinth meiner Seele. Daraufhin war ich das erste mal bei einer Psychiaterin.

Wie gesagt sollte es so sein dass ich schon vor meiner fristlosen Kündigung eine Terminvereinbarung beim Psychiater hatte. Genau 2 Tage dannach war ich bei der Psychiaterin.


Top vorbereitet und alles genau für Sie aufgeschrieben was zwischen 2002 und 2006 alles sich zutrug. Sie machte mir Mut und mit fast mütterlichen Einfühlungsvermögen nahm Sie sich für meine "geschundene Seele ausreichend Zeit". Mit der Diagnose Erschöpfungsdepression und einer Angst und Panik Störung bekam ich mitte August 2006 das Antidepressivum Tresleen 50mg. Ich begann auch eine klientenzentrierte Gesprächstherapie, welche ich ca. ein halbes Jahr wahrnahm.

Mit Therapie und Medikament erfing ich mich bis in den Herbst hinein. Beruflich stand auch fest, dass wir uns in unserer alten Berufssparte selbstständig machen.

2007
Mit Anfang 2007 fing ein neuer beruflicher Lebensabschnitt an. Endlich für sich arbeiten und eigene Ideen umsetzen. Quasi aus dem nichts ohne Eigenkapital und Finanzierung etablierten wir uns als professionelles Familienunternehmen in unserer Branche. Antidepressiva wurde mit Juli 2007 abgesetzt. Tresleen von 50mg auf 25mg die nächsten 4-8 Wochen und dann komplett aufgehört.

Dennoch ging es mit meiner Mutter seit ihrer schweren Operation die Sie 2005 hatte gesundheitlich auf und ab. Sie hatte 2005 Bauchspeicheldrüsenkrebs der früh genug erkannt wurde und erfolgreich operiert wurde. Unter 1000 Patienten überleben gerade6 mal 20 davon die ersten 5 Jahre. Jedesmal wenn mich mein Vater anrief in den ersten Jahren dannach, rechnete ich mit dem schlimmsten. Am schwierigsten war das Sie ihr Gewicht halten konnte bzw. Gewicht dazugewann. Irgendwie habe ich in der Zeit nach ihrer Operation nur funktioniert und viel verdrängt. Auf der anderen Seite konnte ich ihr durch weltweite Recherchen Nahrungsergänzungen und Methoden finden das Sie stetig an Gewicht dazugewann. Aber natürlich war vieles nicht mehr so wie davor.

2007 hatte unsere älteste Tochter und eine Woche später auch meine Frau Gehirnhautentzündung. Zum Glück war es "nur" die Virale aber das genügte schon!
Wieder Stress pur und Nächte voller Ängste. Ich begann wieder mit der Einnahme von einem Antidepressivum. Ich erhielt vom Hausarzt in anderes Medikament das unter dem Namen Citalopram läuft in der Dosierung von 20mg.

2009
hatten wir eine handfeste Ehekrise. Vieles was in den letzten Jahren unter Oberfläche dahinschwellte brach aus. Wie bei so vielen wars bei uns auch das verflixte 7 Jahr! Wir konnten vieles klären und fanden wieder zueinander. Antidepressiva wurde mit Dezember 2009 abgesetzt. Citalopram von 20mg auf 10mg die nächsten 4-8 Wochen und dann komplett aufgehört.

2010
Nachdem wir uns immer noch ein drittes Kind gewünscht haben, aber wir beide nie den passenden Moment für geeignet fanden, war es im April so weit und meine Frau wurde Schwanger. Ich arbeitete viel und freute mich schon auf die Geburt unserer dritten Tochter.

2011
Im Jänner kam unsere Tochter zur Welt. Alles war perfekt, außer das ich wieder mit den Antidepressiva anfing da ich wieder knapp vorm Burnout stand oder wahren es zeitverzögerte Absetzsymptome. In dieser Zeit vermutete ich das erste mal, das es vielleicht nicht die Belastung und der Stress ist der mich auslaugt, sondern eventuell Richtung Winterdepression ging, da ich immer im auslaufenden Winter mit der Energie und meinem wohlempfinden am Ende bin. Egal ich machte so weiter. Ende 2011 hatte sich der Schuldenstand unseres SF-Kredites fast verdoppelt. Entgegen meiner Vermutung, dass der Franken zum Euro wieder an Wert verliert ging es fast bis zur Parität.

2012
war unser finanzielles Waterloo. Unsere Kontorahmen in der Firma wie Privat wurden über Nacht fällig gestellt. Im gleichen Atemzug als wie wenn sich unsere Banken abgesprochen hatten wurden wir Quasi auch von unsere Hausbank durch die Blume gezwungen den SF-Franken wieder in Euro zu konvertieren. Ergebnis über Nacht 60.000 Euro mehr Schulden. Mit viel Überzeugungskraft und Einfühlungsvermögen konnte ich unsere Firmenbank überzeugen, dass wir das Ruder herumtreiben können und aus eigener Kraft den Gewinn für die kommenden Monate erhöhen können. Ab sofort hatten wir HABENKONTEN und bei 0 am Konto war Schluß.
Wieder übernahm ich die ganze Last und Sorgen aller auf mich und hängte mich noch mehr in alles rein damit wir nur ja nicht finanziell Schiffbruch erlitten.
Der Umstand, dass mein Elternhaus für den Privatkredit bürgte verschärfte die Gesamtsituation noch mehr. Wenns nicht klappt, ist das Haus weg und meine Eltern sprichwörtlich ohne Dach über dem Kopf.

2012 und 2013 war geprägt von viel Arbeit, aber Urlaube gingen sich trotzdem aus. Antidepressiva wurde mit Juli 2013 abgesetzt. Citalopram von 20mg auf 10mg die nächsten 4-8 Wochen und dann komplett aufgehört.

Mit Ende 2013 hörte ich zu rauchen auf und begann abzunehmen. Ich war nicht dick fühlte mich trotzdem nicht wohl. Bis Frühling 2014 nahm ich 12kg ab. Mit Herbst 2014 hatte ich dann fast 24kg weniger. Ich fühlte mich wie ein neuer Mensch. Aber fast kein Jahr ohne Hiobsbotschaften. Im Sommer 2014 baute meine Mutter körperlich und nervlich sehr ab. Mein Vater unterschätzte die Situation völlig und ich griff ein und veranlasste alle notwendigen Untersuchungen bis wir im November wussten, dass meine Mutter beginnende Demenz/Alzheimer hat. Es war ein Schlag ins Gesicht und zog mir sprichwörtlich den Boden unter den Füßen weg. Es unseren älteren Kindern zu erklären, dass ihre Oma sie irgendwann mal nicht mehr erkennen wird war für mich sehr schwer. Ich lenkte mich mit Arbeit ab und beschloß erst im Weihnachtsurlaub mich damit selbst intensiv auseinander zu setzen. Dass das für mich gesundheitlich und psychisch nicht gut ausgehen kann war ja fast abzusehen.

2015
begann ich nach fast 2 Jahren ohne Antidepressiva wieder damit es einzunehmen da ich körperlich und psychisch wieder alle Symptome und Beschwerden hatte. Ich begann aber gleichzeitig auch wieder regelmäßig bei meinem Therapeuten Sitzungen abzuhalten, welche mir sehr gut taten.

Weiters stellte ich einen neuen Mitarbeiter ein damit ich endlich in der Arbeit entlastet werde. Bis Juli 2015 dauerte die Ausbildung die er auch positiv Abschluss.
In Summe war das Jahr sehr abwechslungsreich und beruflich sehr erfolgreich. Antidepressiva wurde mit Juli abgesetzt. Citalopram von 20mg auf 10mg die nächsten 4-8 Wochen und dann komplett aufgehört.

Im Herbst stand dann fest, dass meine Eltern eine Barrierefreie Wohnung bekommen werden und wir mit Mitte 2016 das elterliche Einfamilienhauses verkaufen werden.

2016
Anfang Jänner siedelten und organisierten wir den Umzug meiner Eltern, krankheitsbedingt durch den Alzheimer meiner Mutter, Ihre neue Wohnung.

Unser, ein Jahr zuvor eingestellter tüchtiger Verkaufs Mitarbeiter verlernte ab Jänner 2016 fast das Verkaufen, war aber mit Fixum eingestellt, sodass ich den finanziell auch noch bis Anfang August mitschleppte bis wir uns trennten.

Von März bis Juni 2016 räumten und renovierten wir das Elternhaus, welches ich neben meiner beruflichen Arbeit innerhalb eines Monats dann im August verkauft haben

Im Zuge des Hausverkaufes regelten wir die finanzielle Situation in unserer Firma und Privat neu und wechselten die Bank.

Ich weiß im Moment ehrlich nicht wie es weiter gehen soll. Irgendwie befinde ich mich in einer wiederkehrenden Schleife meiner Ereignisse.

Regelmäßig überkommt mich wie in den letzten Jahren zur selben Zeit Anfang Dezember, wenn ich zur Ruhe komme immer die selben Gedanken und Symptome. Ein dreivierteljahr geht es gut, dann fangen wieder die körperlichen und psychischen Symptome an (meistens gegen Ende des Jahres)

1. Ich schlafe schlechter ein
2. Ich bin verspannter als sonst
3. Ich beobachte meinen Körper genauer
4. Neuerdings schwitze ich viel auf den Füßen
5. Habe schon wieder beginnende Krankheitsfantasie.
6. Was wenn ich was am Herz habe und Tod umfallen
7. Kribbeln in den Unterarmen
8. Magenrumoren
9. Kalte Füsse
10. Innere Unruhe
11. Ein Gefühl wie wenn ich einen massiven   
       Überdruck in mir habe
12. leichtes Herzklopfen usw., der übliche sch...

Ich merkte regelrecht wie der Körper  "runter gefahren wird."

Daraufhin nehme ich Citalopram 20mg für 3-6 Monate, es geht wieder gut, bis dass das ganze 6-12 Monate wieder von Vorne beginnt. Und diese Schleife habe ich jetzt seit 10 Jahren.

Das schlimmste in solchen Phasen ist, das ich so schnell mein Selbstvertrauen verliere. Angst übernimmt das Kommando, jede körperliche Veränderung bewerte ich als lebensbedrohlich. Ich bin total angespannt und verspannt, innerliche Unruhe, nervös. Immer wieder bilde ich mir dann in solchen Situationen ein, dass ich sterben muss.

Wenn ich Antidepressiva nehme bin ich ein völlig anderer Mensch im positiven. Ich will aber es auch ohne dem Medi schaffen nur irgendwie funktioniert es auf dauer einfach Noch nicht.

Seit meinen ersten Panikattacken hat sich alles verändert, ich habe mich verändert. Früher war ich ein wilder Hund, keine Angst hab mir nichts "geschissen" und alles klappte.

Ich wünsche mir so sehr, das ich wieder diese Unbekümmertheit erlange, lockerer werde, gelassener, mutiger, ein Selbstvertrauen entwickle das mich wieder fest mit dem Leben verwurzelt.

Schön langsam glaube ich nicht mehr daran, dass diese wiederkehrenden körperlichen und psychischen Symptome an mir oder meinem Befinden liegen. Sind es diese, in diesem Forum vieldiskutierten Absetzsymptome. Ich bin jetzt hier und will endlich aus diesem Kreislauf ausbrechen.

Man viel Text aber das ist meine Story

LG Rippatha39





Von meinem Samsung Galaxy Smartphone gesendet.
Zuletzt geändert von Gwen am Freitag, 22.06.18, 15:34, insgesamt 2-mal geändert.
Grund: Name im Titel ergänzt zur besseren Übersichtlichkeit im Forum
Erste Symptome 2002

Erschöpfung, körperliche Schwäche, Angst aus heiterem Himmel, Panikattacken. Daraus resultierende Agoraphobie. Rückenverspannungen, körperliche Missempfindungen, ständig angespannt und unter Stress. In dem Jahr haben wir geheiratet, wollte eigentlich nicht. Keine richtige Diagnose. Arzt verabreicht mir einen Beta-Blocker für 2 Wochen, dann abgesetzt. Erste Panikattacke nach Absetzen des Beta-Blockers bei Freunden im Ausland.
Bis Sommer 2006 Beschwerdefrei.

August 2006 wieder Panikattacken

Diagnose Psychiater: Erschöpfungsdepression mit Angststörung. Beginn Einnahme von Antidepressiva Tresleen 50mg

08/06-05/07 Tresleen 50mg

Beginn 1.Absetzen
01/2007-05/2007 Tresleen 25mg
05/07-09/07 keine Einnahme

Beginn Widereinnahme
09/2007-04/2008 Citalopram 20mg
(Gehirnhautentzündung Frau und Tochter)

Beginn 2.Absetzen
05/2008-07/2008 Citalopram 10mg
08/2008-12/2008 keine Einnahme

Beginn Widereinnahme
01/2009-10/2009 Citalopram 20mg

Beginn 3.Absetzen
10/2009-12/2009 Citalopram 10mg
(Ehekrise)
12/2009-01/2011 keine Einnahme

Beginn Widereinnahme
01/2011-02/2013 Citalopram 20mg
(Geburt 3 Kind)

Beginn 4.Absetzen
02/2013-07/2013 Citalopram 10mg
07/2013-12/2014 keine Einnahme

Beginn Widereinnahme
01/2015-05/2015 Citalopram 20mg
(Meine Mutter hat Demenz)

Beginn 5.Absetzen
05/2015-07/2015 Citalopram 10mg
07/2015-04/2016 keine Einnahme

Beginn Widereinnahme
04/2016-06/2016 Citalopram 20mg
(Elternumzug Wohnung Verkauf Elternhaus)

Beginn 6.Absetzen
06/2016-07/2016 Citalopram 10mg
07/2016-01/2017 keine Einnahme
(War Ende Nov. für 3 Wochen auf Kur)

Beginn Widereinnahme
01/2017-04/2017 Citalopram 20mg

Beginn 7.Absetzen
04/2017-12.05.17 Citalopram 10mg
(Auszug älteste Tochter, viel Stress auf Arbeit und finanzielle Umsatzeinbrüche, Sorgen
1 Panikattacke im Urlaub und nach Rausch im Oktober)

Beginn Widereinnahme
Seit 11/2017- Citalopram 20mg
Seit 04/2018- Citalopram 15mg
Seit 24.06.18- Citalopram 10mg
Seit 24.07.18- Citalopram 7,5mg
Seit 06.11.18- Citalopram 5,0mg


Entzugssymptome: meistens nach 5-7 Monate stellen sich folgende körperliche und psychischen Symptome:
Erstes Anzeichen sind immer Schulter Nackenverspannungen
unbegründete Nervosität, Stress, vermehrtes Schwitzen auf den Fussohlen, kalte Füsse, aufgewühlt sein, Magenbeschwerden, innere Getriebenheit, es fällt mir dann immer schwerer mich zu entspannen. In weiterer Folge können auch leichte Angst, Konzentrationsschwierigkeiten und allgemeine Niedergeschlagenheit auftreten. Der Höhepunkt ist dann eine Panikattacke.

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Re: Zeitversetzte Absetzsymptome bei Citalopram und Vorstellen meinerseits

Beitrag von padma » Mittwoch, 24.05.17, 22:09

hallo Rippatha, :)

willkommen im ADFD.

Du hast ja schon viel mitgemacht in deinem Leben. :(

Entzugssymptome können mit deutlicher Zeitverzögerungen, auch noch Monate später, auftreten.
Die Symptome, die du schilderst sind alle mögliche Entzugssymptome.

Zudem hast du Citalopram jedes Mal viel zu schnell abgesetzt, direkt von 10 mg auf 0 zu gehen ist ein Kaltentzug!

Es spricht m.E.n. ziemlich viel dafür, dass du jeweils unter Entzugssymptomen gelitten hast. Die jeweiligen Belastungen durch deine Lebens/Arbeitssituation können natürlich auch mit eine Rolle gespielt haben.
Beginn 7.Absetzen
4/2017-12.05.17[/b] Citalopram 10mg
12.05.17-dato keine Einnahme
Du bist gerade dabei den gleichen Fehler zu wiederholen. Auch wenn du bis jetzt keine Absetzsymptome hast, würde ich dir dringend zu einer Wiedereindosierung mit anschliessendem langsamen Ausschleichen raten. Du bist jetzt 12 Tage auf 0, mein Vorschlag wäre mit 5 mg wieder anzufangen.

Bitte lies dich zunächst hier sorgfältig ein viewtopic.php?f=18&t=12880

liebe Grüsse,
padma
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Absetzverlauf:
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25.10.2018: 0,15 mg :schnecke:



Neu: Infos rund um Antidepressiva, Absetzen, Umgang mit Entzug
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Re: Zeitversetzte Absetzsymptome bei Citalopram und Vorstellen meinerseits

Beitrag von lunetta » Donnerstag, 25.05.17, 0:18

Hallo und willkommen auch von mir!

Ich sehe es wie padma, dass du sicher unter verzögerten Absetzsymptomen leidest, dann durch Stress und Probleme getriggert wirst, da macht alles Angst und Panik, und dann schließt sich der Teufelskreis wieder.
AD helfen dabei nur scheinbar, aber sie heilen nicht.
Und man weiß mittlerweile auch, dass mit jeder Wiedereinnahme das Medikament schlechter vertragen wird, bzw. nicht mehr so wirkt wie erwünscht.

Ich würde dir auch raten schnellstmöglich wiedereinzudosieren und dann nur in 10% Schritten abzudosieren, ca. alles 4-6 Wochen.

Therapie zusätzlich ist sehr gut, und vielleicht solltest du dir auch einmal eine Auszeit nehmen, um dein Leben einmal grundlegend zu überdenken, ob alles so läuft wie du es dir vorstellst, oder ob du nur funktionierst wie andere sich das vorstellen oder wollen, das vermute ich nämlich....

GLG
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Re: Zeitversetzte Absetzsymptome bei Citalopram und Vorstellen meinerseits

Beitrag von Gwen » Donnerstag, 25.05.17, 16:49

Hallo und willkommen hier!

Wie die anderen beiden schon geschrieben haben, ist es gut möglich, dass Deine Symptome mit dem wiederholten Absetzen zu tun haben.

Gleichzeitig ist es jedoch auch so, dass jedes Mal auch äußere Faktoren eine Rolle gespielt haben. Du hattest jedes Mal großen Stress in Deinem Leben. Daher wäre es aus meiner Sicht besonders wichtig, hier noch einmal genau zu schauen, wie Du den Stress in Deinem Leben Reduzieren bzw was Du tun kannst, wenn wieder eine solche besonders anstrengende Phase ansteht.

Hast Du diese Themen schon in Deiner Therapie besprochen? Hast Du außer den Medikamenten schon andere Strategien probiert, mit Deinen Symptomen umzugehen?

Viele Grüße Gwen
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Re: Zeitversetzte Absetzsymptome bei Citalopram und Vorstellen meinerseits

Beitrag von WaldundWiese » Mittwoch, 31.05.17, 20:22

Hallo und herzlich willkommen auch von mir :)
Wow, da hast du ja ne riesen Latte. Aber ich gehe mal davon aus, dass du diese Probleme mit dem Therapeuten besprichst und daran arbeitest. Schicksalsschläge gibt es leider viel zu oft im leben.

Ich möchte mich darauf fokussieren, was du wegen des citalopram schreibst. Ich habe diese "schleife" nun selbst zwei mal schon erlebt und bei mir war es ähnlich.
Nach dem schnellen absetzen lief es super zu laufen und der Hammer kam dann Monate später (auch um die Herbst Winter Zeit)!
Ich hab beim zweiten mal dann glücklicherweise dieses Forum hier gefunden. Für mich war ausschlaggebend, das mir absolut klar war, daß ich keine Depression (meine Ausgangsdiagnose) haben kann, weil es sich anders anfühlt und weil ich hart mit meiner Therapeutin an mir arbeitet. Es musste etwas anderes sein. Ich hab anfangs selbst nicht geglaubt, dass es das citalopram ist.. Aber ich hab mich auf das "Experiment" eingelassen.
Ich hab am eigenen Leib erfahren das es kein Quatsch ist, was die Mitglieder hier im Forum schreiben, und das ich wirklich schlichtweg an absetzsyndrom von citslopram leide.
Du kannst dir gern meinen thera durchlesen!

Ich schenke dir Kraft und Energie dem citslopram den Kampf anzusagsn!
Es ist langwierig, aber ich bin sicher, dass es sich lohnt.
Liebe Grüße von mir an dich :)
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Annanaspadma
September 2013 - Burn Out/Belastungsdepression - 20mg Citalopram
März 2015 - Mai 2015 Ausschleichen Citalopram: 4Wochen 10mg - 4Wochen 5mg - 0mg

Januar 2016 - Rückfall/Absetzsyndrom Part I - 20mg Citalopram
Januar 2016 - heute Verhaltenstherapie
August 2016 - Oktober 2016 Ausschleichen Citalopram: 4Wochen 10mg - 4Wochen 5mg - 2Wochen 2,5mg

Januar 2017 - Rückfall/Absetzsyndrom Part II
Seit 13.1.2017 2mg Citalopram, Symptome schlagartig verschwunden, Besserung der Symptome bis Anfang März, danach komplett verschwunden und beste Stimmung!
13.5.2017-16.05. 1,6mg Citalopram: Kurz nach Reduktion vermehrtes Starkes Träumen, vermehrt Angstgedanken, Mini-Panikattacke
17.05. 1,8mg Citalopram - Reduktion war wohl zu viel. Direkt wenige Tage später wieder bomben Stimmung :) wieder alles gut! Nun sollte ich wirklich nur immer 10% reduzieren!
25.7 1,7mg Citalopram (wieder Unruhe, vermehrtes krasses träumen, Unzufriedenheit)
30.9. 1,6mg Citalopram (erst 1,5Wochen lang super, dann vermehrtes Träumen, Kopfschmerzen, Druck auf Brust)
17.11. 1,5mg Citalopram (erst 2Wochen super, dann vermehrtes Träumen, innere Anspannung/Hektik)
29.1. 1,4mg Citalopram (komisches träumen, Seh Probleme, Ekel vor essen, Müdigkeit)
31.3. 1,3mg Citalopram (zwei Tage starke Kopfschmerzen, starke Müdigkeit, vermehrtes Träumen)
Anfang Mai wenige Tage total unwohl gefühlt, eine Nacht mini-panikattacke - Mutmaßung: mönchspfeffer ein und abdosiert innerhalb 2 Wochen wegen allergie
03.06. 1,2mg Citalopram
15.7. 1,1mg Citalopram
27.9. 1,0mg Citalopram
4.11. 0,9mg Citalopram

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Re: Zeitversetzte Absetzsymptome bei Citalopram und Vorstellen meinerseits

Beitrag von Rippatha39 » Montag, 05.06.17, 17:26

Ausschleichen von Antidepressiva.

Liebe Leute! Vorerst danke für eure tollen Antworten.
Vor 4 Wochen habe ich mein Medikament nach dem ausschleichen abgesetzt. Das habe ich in den letzten 10 Jahren schon ein paar mal gemacht.

Da sich im Leben und im Job bis vor einem halben Jahr noch keine Veränderung ergeben hat, kam ich immer wieder zurück zur Einnahme.

Meine im Jänner wieder begonnene Psychotherapie brachte viele neue Erkenntnisse zu Tage die ich auch weiterhin wahrnehme.

In Summe kann man sagen das bei mir wie vielleicht auch bei vielen anderen die Summe von nicht nur eines Umstandes Ursächlich an meinen immer wiederkehrenden Symptomen war.

Angst und finanzieller Druck sind/waren zusammenfassend die Trigger meines Befindens.

Jetzt wo ich das Medi nicht mehr nehme, hoffe ich das ich endgültig in Zukunft keine Medikamente mehr brauche, sondern mental so gefestigt bin, dass ich solche Phasen durchstehe bzw. gar nicht mehr aufkommen.

Ich bin vorbereitet, wenn wieder die dunkle Jahreszeit kommt, ich früh genug mit einer Lichtlampe gegen den Lichtmangel entgegen wirke.

In der Therapie habe ich gelernt, das es auch für mich Grenzen gibt ich die Akzeptieren muss bzw. Gegen mich nicht ankämpfen soll.

Durch meine Adoption und der daraus resultierenden Trennung von meiner leiblichen Mutter, habe ich frühkindlich und eventuell auch prenatal einiges erlebt und mitgemacht.

Verlustängste und daraus resultierende Ängste kamen  im Alter von 22 Jahren das erste mal hoch.
Jung Vater, die Selbstständigkeit ubd immer wieder Belastungsspitzen förderten immer wieder psychische und physische Überlastungssymptome.

Anhand meiner Symptome hätte ich schon zigmal Sterben müssen.

Hier muss ich kognitive break through Verhaltensweisen anwenden unter dem Motto, wenns so sein soll dann sterbe ich halt jetzt.

Ich gebe zu ein wenig Bammel habe ich schon, dass ich wieder einen Rückfall erleide.

In den letzten 7 Jahren hatte ich ja 4mal ein Dejavu.
Es muss möglich sein ohne Medikamente durchgehend das Leben zu bestreiten.

Ich habe mir Angewöhnt zu Meditieren
Meinen Geist zu beruhigen
Positive Gedanken mir zu suggerieren
Rettungsanker setzten
Nicht in jedem Körpersymptom eine Lebensbedrohlich sehen.

Ich konfrontiere mich in den letzten Wochen mit allem angstmachenden Situationen und Gedanken. Es funktioniert bisher sehr gut. Inwiefern das rasche Ansetzten da auch noch eine Rolle spielt kann ich schwer einschätzen.

Fürs erste wars das mal. Liebe grüße von der Sonnenterrasse bei 31 Grad.



  
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Erste Symptome 2002

Erschöpfung, körperliche Schwäche, Angst aus heiterem Himmel, Panikattacken. Daraus resultierende Agoraphobie. Rückenverspannungen, körperliche Missempfindungen, ständig angespannt und unter Stress. In dem Jahr haben wir geheiratet, wollte eigentlich nicht. Keine richtige Diagnose. Arzt verabreicht mir einen Beta-Blocker für 2 Wochen, dann abgesetzt. Erste Panikattacke nach Absetzen des Beta-Blockers bei Freunden im Ausland.
Bis Sommer 2006 Beschwerdefrei.

August 2006 wieder Panikattacken

Diagnose Psychiater: Erschöpfungsdepression mit Angststörung. Beginn Einnahme von Antidepressiva Tresleen 50mg

08/06-05/07 Tresleen 50mg

Beginn 1.Absetzen
01/2007-05/2007 Tresleen 25mg
05/07-09/07 keine Einnahme

Beginn Widereinnahme
09/2007-04/2008 Citalopram 20mg
(Gehirnhautentzündung Frau und Tochter)

Beginn 2.Absetzen
05/2008-07/2008 Citalopram 10mg
08/2008-12/2008 keine Einnahme

Beginn Widereinnahme
01/2009-10/2009 Citalopram 20mg

Beginn 3.Absetzen
10/2009-12/2009 Citalopram 10mg
(Ehekrise)
12/2009-01/2011 keine Einnahme

Beginn Widereinnahme
01/2011-02/2013 Citalopram 20mg
(Geburt 3 Kind)

Beginn 4.Absetzen
02/2013-07/2013 Citalopram 10mg
07/2013-12/2014 keine Einnahme

Beginn Widereinnahme
01/2015-05/2015 Citalopram 20mg
(Meine Mutter hat Demenz)

Beginn 5.Absetzen
05/2015-07/2015 Citalopram 10mg
07/2015-04/2016 keine Einnahme

Beginn Widereinnahme
04/2016-06/2016 Citalopram 20mg
(Elternumzug Wohnung Verkauf Elternhaus)

Beginn 6.Absetzen
06/2016-07/2016 Citalopram 10mg
07/2016-01/2017 keine Einnahme
(War Ende Nov. für 3 Wochen auf Kur)

Beginn Widereinnahme
01/2017-04/2017 Citalopram 20mg

Beginn 7.Absetzen
04/2017-12.05.17 Citalopram 10mg
(Auszug älteste Tochter, viel Stress auf Arbeit und finanzielle Umsatzeinbrüche, Sorgen
1 Panikattacke im Urlaub und nach Rausch im Oktober)

Beginn Widereinnahme
Seit 11/2017- Citalopram 20mg
Seit 04/2018- Citalopram 15mg
Seit 24.06.18- Citalopram 10mg
Seit 24.07.18- Citalopram 7,5mg
Seit 06.11.18- Citalopram 5,0mg


Entzugssymptome: meistens nach 5-7 Monate stellen sich folgende körperliche und psychischen Symptome:
Erstes Anzeichen sind immer Schulter Nackenverspannungen
unbegründete Nervosität, Stress, vermehrtes Schwitzen auf den Fussohlen, kalte Füsse, aufgewühlt sein, Magenbeschwerden, innere Getriebenheit, es fällt mir dann immer schwerer mich zu entspannen. In weiterer Folge können auch leichte Angst, Konzentrationsschwierigkeiten und allgemeine Niedergeschlagenheit auftreten. Der Höhepunkt ist dann eine Panikattacke.

Rippatha39
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Re: Zeitversetzte Absetzsymptome bei Citalopram und Vorstellen meinerseits

Beitrag von Rippatha39 » Montag, 05.06.17, 19:43

padma hat geschrieben:
Die Symptome, die du schilderst sind alle mögliche Entzugssymptome.

Zudem hast du Citalopram jedes Mal viel zu schnell abgesetzt.
Ich bin mir jetzt nicht sicher, nur irgendwie sehe ich einen Widerspruch in den dargelegten Aussagen und Feststellungen.

"Citalopram hat bei einer Dosierung von 10mg schon einen Großteil der Rezeptoren belegt. Auf der anderen Seite ist die Halbwertszeit bei Citalopram ca 1,5 Tage. Wenn also die Konzentration von Citalopram im synaptischen Spalt in grob 2 Tagen ausgeschlichen ist, wie kann es dann sein, dass Absetzsymptome zeitverzögernd nach Monaten auftreten?" :?
padma hat geschrieben: Du bist gerade dabei den gleichen Fehler zu wiederholen. Auch wenn du bis jetzt keine Absetzsymptome hast, würde ich dir dringend zu einer Wiedereindosierung mit anschliessendem langsamen Ausschleichen raten.

Das fehlen der künstlichen Citalopramkonzentration im synaptischen Spalt nach dem Ausschleichen, müsste zwischen den miteinander kommunizierende Nerven umgehend zu einer Entzugsreaktion führen und nicht erst nach Monaten. Da sehe ich einen Widerspruch.
Bitte lies dich zunächst hier sorgfältig ein viewtopic.php?f=18&t=12880

liebe Grüsse,
padma
Link funktioniert nicht LG Rippatha
Erste Symptome 2002

Erschöpfung, körperliche Schwäche, Angst aus heiterem Himmel, Panikattacken. Daraus resultierende Agoraphobie. Rückenverspannungen, körperliche Missempfindungen, ständig angespannt und unter Stress. In dem Jahr haben wir geheiratet, wollte eigentlich nicht. Keine richtige Diagnose. Arzt verabreicht mir einen Beta-Blocker für 2 Wochen, dann abgesetzt. Erste Panikattacke nach Absetzen des Beta-Blockers bei Freunden im Ausland.
Bis Sommer 2006 Beschwerdefrei.

August 2006 wieder Panikattacken

Diagnose Psychiater: Erschöpfungsdepression mit Angststörung. Beginn Einnahme von Antidepressiva Tresleen 50mg

08/06-05/07 Tresleen 50mg

Beginn 1.Absetzen
01/2007-05/2007 Tresleen 25mg
05/07-09/07 keine Einnahme

Beginn Widereinnahme
09/2007-04/2008 Citalopram 20mg
(Gehirnhautentzündung Frau und Tochter)

Beginn 2.Absetzen
05/2008-07/2008 Citalopram 10mg
08/2008-12/2008 keine Einnahme

Beginn Widereinnahme
01/2009-10/2009 Citalopram 20mg

Beginn 3.Absetzen
10/2009-12/2009 Citalopram 10mg
(Ehekrise)
12/2009-01/2011 keine Einnahme

Beginn Widereinnahme
01/2011-02/2013 Citalopram 20mg
(Geburt 3 Kind)

Beginn 4.Absetzen
02/2013-07/2013 Citalopram 10mg
07/2013-12/2014 keine Einnahme

Beginn Widereinnahme
01/2015-05/2015 Citalopram 20mg
(Meine Mutter hat Demenz)

Beginn 5.Absetzen
05/2015-07/2015 Citalopram 10mg
07/2015-04/2016 keine Einnahme

Beginn Widereinnahme
04/2016-06/2016 Citalopram 20mg
(Elternumzug Wohnung Verkauf Elternhaus)

Beginn 6.Absetzen
06/2016-07/2016 Citalopram 10mg
07/2016-01/2017 keine Einnahme
(War Ende Nov. für 3 Wochen auf Kur)

Beginn Widereinnahme
01/2017-04/2017 Citalopram 20mg

Beginn 7.Absetzen
04/2017-12.05.17 Citalopram 10mg
(Auszug älteste Tochter, viel Stress auf Arbeit und finanzielle Umsatzeinbrüche, Sorgen
1 Panikattacke im Urlaub und nach Rausch im Oktober)

Beginn Widereinnahme
Seit 11/2017- Citalopram 20mg
Seit 04/2018- Citalopram 15mg
Seit 24.06.18- Citalopram 10mg
Seit 24.07.18- Citalopram 7,5mg
Seit 06.11.18- Citalopram 5,0mg


Entzugssymptome: meistens nach 5-7 Monate stellen sich folgende körperliche und psychischen Symptome:
Erstes Anzeichen sind immer Schulter Nackenverspannungen
unbegründete Nervosität, Stress, vermehrtes Schwitzen auf den Fussohlen, kalte Füsse, aufgewühlt sein, Magenbeschwerden, innere Getriebenheit, es fällt mir dann immer schwerer mich zu entspannen. In weiterer Folge können auch leichte Angst, Konzentrationsschwierigkeiten und allgemeine Niedergeschlagenheit auftreten. Der Höhepunkt ist dann eine Panikattacke.

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Re: Zeitversetzte Absetzsymptome bei Citalopram und Vorstellen meinerseits

Beitrag von Rippatha39 » Montag, 05.06.17, 20:33

Hallo und willkommen auch von mir!

Ich würde dir auch raten schnellstmöglich wiedereinzudosieren und dann nur in 10% Schritten abzudosieren, ca. alles 4-6 Wochen.

Warum soll man das Ausschleichen um soviel länger ansetzen als das einschleichen? :whistle: ich sehe hier viele Leidensgenossem die zum Teil über Jahre Ausschleichen und trotzdem zum Teil wieder aufdossieren.
Therapie zusätzlich ist sehr gut, und vielleicht solltest du dir auch einmal eine Auszeit nehmen, um dein Leben einmal grundlegend zu überdenken, ob alles so läuft wie du es dir vorstellst, oder ob du nur funktionierst wie andere sich das vorstellen oder wollen, das vermute ich nämlich....
Ja da ist was wahres dran und daran arbeite ich auch schon und bin auf einen guten Weg. Man greift nur zu vorschnell wieder auf die Antidepri zurück anstatt durchzuschreiten. Ich habe festgestellt, dass es bei mir die noch nicht restlos verarbeiteten Angst- und Panikattacken sind an denen ich noch arbeiten muss.

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Re: Zeitversetzte Absetzsymptome bei Citalopram und Vorstellen meinerseits

Beitrag von Jamie » Dienstag, 06.06.17, 10:10

Hallo Rippatha :)
Ich bin mir jetzt nicht sicher, nur irgendwie sehe ich einen Widerspruch in den dargelegten Aussagen und Feststellungen.

"Citalopram hat bei einer Dosierung von 10mg schon einen Großteil der Rezeptoren belegt. Auf der anderen Seite ist die Halbwertszeit bei Citalopram ca 1,5 Tage. Wenn also die Konzentration von Citalopram im synaptischen Spalt in grob 2 Tagen ausgeschlichen ist, wie kann es dann sein, dass Absetzsymptome zeitverzögernd nach Monaten auftreten?" :?
Dir fehlen grundlegende Basics zum Verständnis des Absetzprozesses. AD und Co wirken über eine langfristige Änderung der Gehirnneurochemie und ziehen einen komplexen Umbau des Gehirns und ZNS nach sich. Was sich über Monate und Jahre umbaut, kann sich nicht in 2 Tagen zurückbauen. Das hat mit der Konzentration im synapt. Spalt herzlich wenig zu tun.

Da unser Forum aktuell techn. Probleme hat, gibt es leider Störungen mit den Links.
Ich kopiere dir einen Text direkt hier rein:
Was passiert bei der Psychopharmaka-Einnahme und beim Absetzen?

Original: http://survivingantidepressants.org/ind ... our-brain/
_____________________________________________________________________

Viele Menschen, auch teils Fachkundige, gehen von einer völlig falschen Grundlage aus, wenn sie von diesen Medikamente [AD und Co] sprechen.
Sie denken, das sei wie die Einnahme von Aspirin: etwas, das einen Effekt hat, wenn es im Körper ist und wenn es wieder draußen ist, ist der Effekt weg.

Doch wir lernen, dass das genau nicht passiert, wenn wir von Medikamenten sprechen, die die Neurotransmitter beeinflussen.

Was passiert, wenn man die Gehirnchemie ändert ist, dass das Gehirn selbst seine Chemie und Struktur ändert und immer bemüht ist, zur Homöostase [= Gleichgewicht] zurückzukehren. Das Gehirn versucht, wieder eine (chemische) Stabilität zu gewinnen.

Ein Beispiel: SSRI arbeiten als "Serotonin Wiederaufnahmehemmer". Sie bringen das Serotonin dazu, länger im synaptischen Spalt zwischen zwei Nervenzellen zu verweilen, anstatt wieder von den Zellen aufgenommen und weiterverwendet zu werden, wie das bei einem normalen, nicht medikamentierten Gehirn der Fall wäre.

So passt sich das Gehirn, welches wieder seine normale Signalübertragung und Funktion erlangen will, an die höhere Neurotransmittermenge im synaptischen Spalt an. Es fängt an, seine Rezeptoren herunterzuregulieren, sodass die Signale reduziert werden und es wieder seinem ursprünglichen Zustand (=Normalität) nahekommt.
Es fährt außerdem die Menge des überall produzierten Serotonins [Anm: auch außerhalb des ZNS] herunter.

Um das möglich zu machen, müssen Gene an- und ausgeschaltet werden. Neue Proteine müssen gebildet werden und ganze Kaskaden an chemischen Reaktionen müssen geändert werden; was nichts weiter heißt als das zusätzliche An- und Ausschalten von anderen Genen.
Zellen werden vernichtet, Zellen werden neu gebildet - in anderen Worten findet eine komplexe physiologische Remodellierung statt.
Dieses dauert eine Weile, das Gehirn wächst und verändert sich nicht so schnell.

Dies ist wirklich eine sehr vereinfachte Darstellung der Vielzahl an Anpassungsprozessen, die das Gehirn durchläuft, wenn wir seine normale Chemie verändern - aber es ist das Prinzip.

Wenn wir aufhören ein Medikament zu nehmen, dann finden wir nun ein Gehirn vor, das sich so angepasst hat, wie es nötig ist, um in Anwesenheit einer Arznei [halbwegs] zu funktionieren.
Nun [Anm: beim Weglassen der Arznei] jedoch funktioniert es nicht richtig, weil es sich an eine Anwesenheit eines Stoffes gewöhnt -und entsprechende Funktionsmechanismen eingerichtet hat; das Medikament ist Teil seiner Struktur und Chemie.
Es ist wie bei einer Pflanze, die an einem Rankgitter entlang gewachsen ist - du kannst nicht das Rankgitter wegnehmen und erwarten, dass mit der Pflanze alles so okay ist.

Wird das Medikament weggelassen, muss sich das Gehirn wieder in umgekehrter Reihenfolge umstrukturieren / remodellieren.

So ist es nicht nur eine Frage das Medikament aus dem System zu kriegen und weiterzumachen. Wäre das so, wären wir alle nicht hier.

Der Punkt ist, so habe ich es hier beschrieben: Wir müssen eigentlich dem Gehirn zuschauen [wieder / neu] zu wachsen.

Ich glaube dieses "es-wächst-ein-neues-Gehirn" passiert durchgehend während des Ausschleichprozesses; wenn wir denn langsam genug ausschleichen!
(Wenn es zu schnell passiert hat das Gehirn nicht ausreichend Zeit sich auszubalancieren. Außerdem ist es eigentlich nur damit beschäftigt uns grundlegend überhaupt am Leben zu erhalten).
Dies passiert auch, selbst wenn kaum noch Symptome vorhanden sind. Es geschieht während des Ausschleichens und noch viel länger; während unseres gesamten Genesungsprozesses und auch noch danach - darum dauert die Heilung auch so lange.

Durch verschiedene Medikamente, häufiges Medikamente-Wechseln und Kalte Entzüge wird all das noch viel komplizierter.
Und wenn ein Mensch sehr früh begonnen hat Psychopharmaka zu nehmen, noch ehe das Gehirn überhaupt ein komplettes natürliches Gleichgewicht hergestellt hat - nun, dann kann das nicht gut gehen. (Deswegen empfehle ich ein extrem langsames Ausschleichen bei Personen, die multiple Medikamente eingenommen haben, Kalte Entzüge erlebt haben, häufige Medikamentenwechsel hatten oder bereits in frühen Jahren Psychopharmaka einnahmen.)

Es ist nicht beabsichtigt Menschen zu ängstigen, sondern vielmehr eine Vorstellung davon zu geben, was eigentlich passiert.
Hoffentlich versteht man auch die Prozesse um zu lernen, wie man mit ihnen umgehen sollte. Und nichtzuletzt ist wichtig, dass man versteht, dass es eben nicht um Aspirin oder ein Glas Wein geht, welches man nur aufhören muss zu konsumieren und schon ist es aus dem Körper draußen -auch wenn viele meinen, das sei so.

Nun könnt ihr allen Menschen erklären, dass das nicht der Fall ist. Nicht das "Aus-dem-Körper-Bekommen" ist das Thema, sondern das Thema ist die Remodellierung und das Neuwachstum des Gehirns.
Das ist ein langer, langsamer und schwer zu verstehender Prozess, den man jedoch wirklich respektieren muss.




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Rhi hat geschrieben:
A lot of people, including healthcare practitioners; in fact, I guess, most people-- are operating from entirely the wrong paradigm, or way of thinking, about these meds. They're thinking of them like aspirin--as something that has an effect when it's in your system, and then when it gets out of your system the effect goes away.

That's not what happens with medications that alter neurotransmitter function, we are learning.

What happens when you change the chemistry of the brain is, the brain adjusts its chemistry and structure to try to return to homeostasis, or biochemical and functional balance. It tries to restabilize the chemistry.

For example: SSRI antidepressants work as "serotonin reuptake inhibitors." That is, they cause serotonin to remain in the space between neurons, rather than being taken back up into the cells to be re-used, like it would be in a normal healthy nondrugged brain.

So the brain, which wants to re-establish normal signaling and function, adapts to the higher level of serotonin between neurons (in the "synapse", the space between neurons where signals get passed along). It does this by removing serotonin receptors, so that the signal is reduced and changed to something closer to normal. It also decreases the amount of serotonin it produces overall.

To do that, genes have to be turned on and off; new proteins have to be made; whole cascades of chemical reactions have to be changed, which means turning on and off OTHER genes; cells are destroyed, new cells are made; in other words, a complex physiologic remodeling takes place. This takes place over time. The brain does not grow and change rapidly.

This is a vast oversimplification of the amount of adaptation that takes place in the brain when we change its normal chemistry, but that's the principle.

When we stop taking the drug, we have a brain that has designed itself so that it works in the presence of the drug; now it can't work properly without the drug because it's designed itself so that the drug is part of its chemistry and structure. It's like a plant that has grown on a trellis; you can't just yank out the trellis and expect the plant to be okay.

When the drug is removed, the remodeling process has to take place in reverse.

SO--it's not a matter of just getting the drug out of your system and moving on. If it were that simple, none of us would be here.

It's a matter of, as I describe it, having to grow a new brain.

I believe this growing-a-new-brain happens throughout the taper process if the taper is slow enough. (If it's too fast, then there's not a lot of time for actually rebalancing things, and basically the brain is just pedaling fast trying to keep us alive.) It also continues to happen, probably for longer than the symptoms actually last, throughout the time of recovery after we are completely off the drug, which is why recovery takes so long.

With multiple drugs and a history of drug changes and cold turkeys, all of this becomes even more complicated. And if a person is started on these kinds of drugs at an early age before the brain has ever completely established normal mature functioning--well, it can't be good. (All of which is why I recommend an extremely slow taper particularly to anyone with a multiple drug history, a history of many years on meds, a history of past cold turkeys or frequent med changes, and a history of being put on drugs at a young age.)

This isn't intended to scare people, but hopefully to give you some idea of what's happening, and to help you respect and understand the process so you can work with it; ALSO, because you are likely to encounter many, many people who still believe these drugs work kind of like aspirin, or a glass of wine, and all you need to do is stop and get it out of your system.

Now you can explain to them that no, getting it out of your system is not the issue; the issue is, you need to regrow or at least remodel your brain. This is a long, slow, very poorly understood process, and it needs to be respected.
und hier repariere ich dir den Link zu den umfassenden Infos:
http://psychopharmaka-absetzen.de/austa ... 18&t=12880


Grüße, schönen Dienstag
Jamie
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Einschleichen-absetzen-einschleichen-absetzen-endlich raus aus der Spiralle

Beitrag von Rippatha39 » Samstag, 16.12.17, 17:22

Wie ihr aus meiner Signatur entnehmen könnt, habe ich mit Unterbrechungen von bis zu 18 Monaten immer wieder das Antidepressivum Citalopram 20mg eingenommen für die Dauer zwischen 4-30 Monate.

Ausgeschlichen meistens im Sommer und wieder begonnen darauf wieder zwischen Jänner und April.

Bisher hatte ich 7 Absetzversuche. Kleine und größere Umstände (Selbstständigkeit, Stress, Überforderung, Familie) bewirkten immer wieder Rückfälle.

Heuer nahm ich Citalopram von Jänner bis Mitte Mai.
Ausgeschlichen habe ich immer von 20mg auf 10mg und dann auf 0mg in einer Regelzeit von 1-6 Monate.

Im Gegensatz zu früher merkte ich nach dem letzten Absetzen, das bereits nach 1,5 Monate meine altbekannten Symptome wieder anfingen (Rückenschmerzen, Tinnitus, kalte Füße, Schwitzen, Schwächegefühle, beginnende Krankheitsängste, Gastritis usw.)

Von Juli bis Anfang November habe ich regelrecht gekämpft und wollte ums verrecken nicht wieder anfangen. Im Oktober nahm ich für 4 Wochen Johanniskrautkapseln 825mg, nachdem ich Anfang Oktober nach einem stärkeren Rotweinabend Tags darauf voll neben mir stand und eine Panikattacke hatte. Daraufhin fingen bei mir dann Depersonalisations - Derealisationsgefühle an.

Im Sommer und im Oktober machte ich große Blutuntersuchungen, Belastungs-EKG, Differenzialblutbilduntersuchung (Cortisolwert, Serotoninspiegel, Magnesium, Eiweiß und alle 3 Schildrüsenwerte). Ich bin körperlich topfit und alle Werte sind im Normwert, was immer das auch heißt.

Meine Beschwerden wurden auch mit Johanniskraut nicht besser, ich wurde immer ängstlicher, nervöser und unausgeglichener. Die körperlichen Beschwerden (Schmerzen, Magen-Darm,Verspannunen) gingen zwar mit den Johanniskrautkapseln weg, aber das neben sich stehen, Unkonzentriert sein blieb mir mit Schwankungen erhalten, auch die Panikneigung nahm zu. Erhohlen konnte ich mich nur beim fast täglichen Mountainbiken und am Abend Zuhause wenn es still war und ich chillen konnte oder mal richtig fokussiert war auf eine Sache.

Daraufhin setzte ich die Johanniskrautkapseln binnen 6 Tagen ab und begann nach Termin mit meiner alten Psychiaterin wieder mit dem Citalopram.

Das Citalopram nehme ich seit 4 Wochen 20mg. In den ersten Wochen nahm ich auch noch das Bromazepam (Beruhigungstablette) ein welche ich bereits nach 9 Tagen durch langsame Dosisreduzierung nach insgesamt 4 Wochen ausschlich (Beginn 1,5mg,0,75mg,0,38,0,19mg).

Ich bin seit Oktober bei einem der besten Verhaltenstherapeuten in Österreich, der mir auch sehr gut tut. Er ist sehr direkt und ehrlich. Trotzdem bin ich mir nicht sicher wo die Reise hingeht. Seine Einschätzung ist jene, das ich auf Druck, Stress und Überforderung relativ rasch in erster Linie körperlich reagiere ( somatoforme Störung mit hypochondrischen Zügen).

Das allgemeine Befinden ist mit den Citalopram nach 4 Wochen schon besser geworden. Nur solange wie jetzt hatte ich noch nie Depersonalisations- und Derealisationsgefühle. Das ist im Moment für mich noch das Störenste. Es ist schon bedeutend besser geworden aber übern Berg bin ich nicht.

Ich gehe am Abend im finsteren bis zu 2 Stunden spazieren durch den Wald und die Botanik ohne dabei eine Angst geschweige den eine Panikattacke zu bekommen. Was mich so nervt ist, dass es bei mir keine eindeutige Diagnosestellung gibt. Habe ich eine Angst/Panikerkrankung, Depressionen, Burnout, was weiß Ich!!! Seit 3 Wochen bin ich auch noch bei einer Kinesiologin und Heilpraktikerin. Da versuchen wir von anderer Seite Lösungsansätze herauszuarbeiten.

Jetzt zu meinen Fragen

1. Sind meine immer wiederkehrenden Beschwerden
und Rückfälle verzögerte Absetzsymptome oder
doch die noch nicht geklärte Grundursache?

2. Soll ich jetzt das Citalopram mal länger nehmen und
nach eurer Methode dann seeeehr langsam
absetzten?

3. Ich weiß, dass meine Selbständigkeit eine große Rolle spielt. Kurz bevor ich mich Selbstständig gemacht habe vor 11 Jahren ging es mit den ersten
Panikattacken los. 2013 und 2014 nahm ich kein Citalopram ein. In dieser Zeit trieb ich viel Ausdauersport und nahm fast 25kg ab. Ende 2014
wurde bei meiner Adoptivmutter Demenz festgestellt

In Kombination mit der ohnehin schon vielen Arbeit und dem wissen was jetzt auf uns alle zukommt, rutschte ich wieder in meine alten Muster und der Schei... ging wieder von vorne los.

Was soll ich nur machen? Schön langsam bin ich mit meinem Latein am Ende. Psychiaterin meinte ich solle mal auf REHA gehen. Mein Psychotherapeut meint, dass mir das nichts bringt und mich das beschäftigen und mitbekommen der anderen kranken Menschen mich noch kränker macht. Ich fühle mich auch nicht depressiv und des Lebens überdrüssig. Ich will einfach einen Weg finden, der mich nachhaltig mein Leben, Leben läßt. Ich bin bereit alles zu verändern, wenn ich nur wüßte wie und ob es auch der richtige Weg dann ist.


LG und schon jetzt danke für Antworten.
Erste Symptome 2002

Erschöpfung, körperliche Schwäche, Angst aus heiterem Himmel, Panikattacken. Daraus resultierende Agoraphobie. Rückenverspannungen, körperliche Missempfindungen, ständig angespannt und unter Stress. In dem Jahr haben wir geheiratet, wollte eigentlich nicht. Keine richtige Diagnose. Arzt verabreicht mir einen Beta-Blocker für 2 Wochen, dann abgesetzt. Erste Panikattacke nach Absetzen des Beta-Blockers bei Freunden im Ausland.
Bis Sommer 2006 Beschwerdefrei.

August 2006 wieder Panikattacken

Diagnose Psychiater: Erschöpfungsdepression mit Angststörung. Beginn Einnahme von Antidepressiva Tresleen 50mg

08/06-05/07 Tresleen 50mg

Beginn 1.Absetzen
01/2007-05/2007 Tresleen 25mg
05/07-09/07 keine Einnahme

Beginn Widereinnahme
09/2007-04/2008 Citalopram 20mg
(Gehirnhautentzündung Frau und Tochter)

Beginn 2.Absetzen
05/2008-07/2008 Citalopram 10mg
08/2008-12/2008 keine Einnahme

Beginn Widereinnahme
01/2009-10/2009 Citalopram 20mg

Beginn 3.Absetzen
10/2009-12/2009 Citalopram 10mg
(Ehekrise)
12/2009-01/2011 keine Einnahme

Beginn Widereinnahme
01/2011-02/2013 Citalopram 20mg
(Geburt 3 Kind)

Beginn 4.Absetzen
02/2013-07/2013 Citalopram 10mg
07/2013-12/2014 keine Einnahme

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(Meine Mutter hat Demenz)

Beginn 5.Absetzen
05/2015-07/2015 Citalopram 10mg
07/2015-04/2016 keine Einnahme

Beginn Widereinnahme
04/2016-06/2016 Citalopram 20mg
(Elternumzug Wohnung Verkauf Elternhaus)

Beginn 6.Absetzen
06/2016-07/2016 Citalopram 10mg
07/2016-01/2017 keine Einnahme
(War Ende Nov. für 3 Wochen auf Kur)

Beginn Widereinnahme
01/2017-04/2017 Citalopram 20mg

Beginn 7.Absetzen
04/2017-12.05.17 Citalopram 10mg
(Auszug älteste Tochter, viel Stress auf Arbeit und finanzielle Umsatzeinbrüche, Sorgen
1 Panikattacke im Urlaub und nach Rausch im Oktober)

Beginn Widereinnahme
Seit 11/2017- Citalopram 20mg
Seit 04/2018- Citalopram 15mg
Seit 24.06.18- Citalopram 10mg
Seit 24.07.18- Citalopram 7,5mg
Seit 06.11.18- Citalopram 5,0mg


Entzugssymptome: meistens nach 5-7 Monate stellen sich folgende körperliche und psychischen Symptome:
Erstes Anzeichen sind immer Schulter Nackenverspannungen
unbegründete Nervosität, Stress, vermehrtes Schwitzen auf den Fussohlen, kalte Füsse, aufgewühlt sein, Magenbeschwerden, innere Getriebenheit, es fällt mir dann immer schwerer mich zu entspannen. In weiterer Folge können auch leichte Angst, Konzentrationsschwierigkeiten und allgemeine Niedergeschlagenheit auftreten. Der Höhepunkt ist dann eine Panikattacke.

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Re: Zeitversetzte Absetzsymptome bei Citalopram und Vorstellen meinerseits

Beitrag von Annanas » Sonntag, 17.12.17, 8:32

Guten Morgen, Rippatha :) ,
Rippatha39 hat geschrieben:Bisher hatte ich 7 Absetzversuche. Kleine und größere Umstände (Selbstständigkeit, Stress, Überforderung, Familie) bewirkten immer wieder Rückfälle.

Heuer nahm ich Citalopram von Jänner bis Mitte Mai.
Ausgeschlichen habe ich immer von 20mg auf 10mg und dann auf 0mg in einer Regelzeit von 1-6 Monate.
MMn hast du viel zu schnell reduziert - es werden weniger Rückfälle, sondern eher Absetzsymptome gewesen sein, diese können auch zeitverzögert auftreten, gerade, wenn noch viele Stressfaktoren dazukommen.

Wir setzen hier alle 4 -6 Wochen, ca. 5 - 10% der letzten Dosis ab, um diese Absetzsymptome zu minimieren und einigermaßen alltagskompatibel zu bleiben.
Hintergrundinfos dazu, findest du in dem von Padma :) verlinkten Thread.
Rippatha39 hat geschrieben:Im Gegensatz zu früher merkte ich nach dem letzten Absetzen, das bereits nach 1,5 Monate meine altbekannten Symptome wieder anfingen (Rückenschmerzen, Tinnitus, kalte Füße, Schwitzen, Schwächegefühle, beginnende Krankheitsängste, Gastritis usw.)
Es kann passieren, daß vorhergehendes Absetzen noch relativ problemlos verlaufen ist, je mehr Versuche man dahingehend gestartet hat, umso empfindlicher reagiert das Zentrale Nervensystem mit der Zeit - dazu kommt eben, daß du zu schnell/großschrittig abgesetzt hast.

Die Absetzsymptome ähneln außerdem denen, weswegen man das Medikament verschrieben bekommen hat.
Rippatha39 hat geschrieben:Meine Beschwerden wurden auch mit Johanniskraut nicht besser, ich wurde immer ängstlicher, nervöser und unausgeglichener. Die körperlichen Beschwerden (Schmerzen, Magen-Darm,Verspannunen) gingen zwar mit den Johanniskrautkapseln weg, aber das neben sich stehen, Unkonzentriert sein blieb mir mit Schwankungen erhalten, auch die Panikneigung nahm zu.
Johanniskraut wirkt wie ein chemisches AD und kann deshalb ähnliche Nebenwirkungen und auch Absetzsymptome hervorrufen.
Rippatha39 hat geschrieben:Das allgemeine Befinden ist mit den Citalopram nach 4 Wochen schon besser geworden. Nur solange wie jetzt hatte ich noch nie Depersonalisations- und Derealisationsgefühle. Das ist im Moment für mich noch das Störenste. Es ist schon bedeutend besser geworden aber übern Berg bin ich nicht.
Das wird alles mit einem gereizten ZNS zusammenhängen - du hast das Citalopram eben sehr schnell abgesetzt, dann noch die
4 Wochen Johanniskraut genommen - dies dann innerhalb einer Woche abgesetzt und jetzt nimmst du wieder Citalopram (kein Vorwurf, nur der Versuch einer Erklärung) - das alles zusammengenommen muß das ZNS erstmal verkraften.
Rippatha39 hat geschrieben:Was mich so nervt ist, dass es bei mir keine eindeutige Diagnosestellung gibt. Habe ich eine Angst/Panikerkrankung, Depressionen, Burnout, was weiß Ich!!!
Was würde dir eine Diagnose in der Richtung helfen??
Du weißt ja selbst, welche Stressoren bei dir auftreten u gut ist es, daß du in einer Verhaltenstherapie daran arbeitest.
Rippatha39 hat geschrieben: Seine Einschätzung ist jene, das ich auf Druck, Stress und Überforderung relativ rasch in erster Linie körperlich reagiere ( somatoforme Störung mit hypochondrischen Zügen).
Das ist ja in dem Sinne keine Krankheit, sondern die Ursache für deine Befindlichkeitsstörungen - hier gilt es mE , Strategien zu erarbeiten, daß du erkennst, wann Überforderung auftritt, was dir Druck bereitet usw, um rechtzeitig dagegenzusteuern, ehe
sich das in körperlichen Beschwerden manifestiert.
Rippatha39 hat geschrieben:1. Sind meine immer wiederkehrenden Beschwerden
und Rückfälle verzögerte Absetzsymptome oder
doch die noch nicht geklärte Grundursache?
Siehe mein Text - ich denke, es handelt sich um eine Mischung aus Absetzsymptomen, Nebenwirkungen und Stress.
Rippatha39 hat geschrieben:2. Soll ich jetzt das Citalopram mal länger nehmen und
nach eurer Methode dann seeeehr langsam
absetzten?
Es wäre eine Möglichkeit, daß du dich jetzt erstmal auf der Dosis Citalopram stabilisierst, um anschließend langsam, ggf. mit der 5 - 10%-Methode als Anhaltspunkt, abzusetzen.
Rippatha39 hat geschrieben:Ich will einfach einen Weg finden, der mich nachhaltig mein Leben, Leben läßt. Ich bin bereit alles zu verändern, wenn ich nur wüßte wie und ob es auch der richtige Weg dann ist.
Das ist deine Aufgabe innerhalb der Psychotherapie - mit Hilfe des Therapeuten, die alten Muster aufzudecken u dein Verhalten,
dein Leben so zu verändern, daß es sich stimmig für dich anfühlt.
Dann werden auch die körperlichen Beschwerden nur noch in abgeschwächter Form (da gilt es dann hinzuschauen, was mit dir gerade passiert) bzw gar nicht mehr auftreten.

Liebe Grüße von Anna
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Re: Zeitversetzte Absetzsymptome bei Citalopram und Vorstellen meinerseits

Beitrag von Rippatha39 » Sonntag, 17.12.17, 10:53

Mit Mitte Mai habe ich das Citalopram abgesetzt bereits Ende Juni merkte ich wieder erste Anzeichen von Überforderung körperlichen und psychischen Symptomen und Reaktionen.

Mit Ende Juli gingen wir auf Urlaub. Bereits am zweiten Tag fingen Magenbeschwerden an sowie körperlich und psychische Reaktionen. Der Urlaub war rückwirkend für mich nicht erholsam. Das zog sich dann auch in den weiteren Wochen nach dem Urlaub durch. Ich merkte wie mir schnell alles zu viel wurde. Ich hatte im Urlaub am vorletzten Tag eine Panikattacke diese veränderte wieder alles und ich fiel in alte verhaltensstrukturen zurück.

Obwohl ich kurz vom Urlaub eine große Gesundenuntersuchung hatte, bekann ich wieder Krankheitsängste zu entwickeln.

Berufliche Verpflichtungen und Termine waren für mich nur unter Anstrengung wahrzunehmen. Die körperliche und psychische Reaktionen konnte ich nicht zuordnen. Waren es normale Reaktionen auf eine sehr stressige Zeit mit wenig Urlaub oder doch zeitverzögerte Absetzsymptome vom Antidepressiva.

In dieser Zeit vielen auch zwei große liegenschafts Transaktionen hinein wo es für uns um sehr viel Geld ging. Erst mit Anfang Oktober entspannte sich die Lage und ich merkte wie ich loslassen konnte.

Da ist nicht besser wurde begann ich mit Anfang Oktober mit der Einnahme von Johanniskraut Kapseln. Die körperlichen Beschwerden wurden alle weniger bzw hörten auf, aber das allgemeine psychische Befinden, vor allem die innere Unruhe, nervosität und die im Oktober beginnende Konzentrationsschwäche und das neben sich stehen hört nicht auf.

Wie schon geschrieben habe, schlich ich unter Anraten meiner Psychiaterin die johanniskraut Kapseln bin in 6 Tagen aus und begann in den ersten vier Tagen mit 10 Milligramm Citalopram und steigerte dann hoch auf 20 mg. Diese Dosis nehme ich jetzt seit 5 Wochen ein.

Jetzt werde ich es richtig machen. Sobald es mir längerfristig gut geht, werde ich das Antidepressivum nach euren Methoden richtig und langsam längerfristig ausschleichen.

Danke für deine Antwort
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Erschöpfung, körperliche Schwäche, Angst aus heiterem Himmel, Panikattacken. Daraus resultierende Agoraphobie. Rückenverspannungen, körperliche Missempfindungen, ständig angespannt und unter Stress. In dem Jahr haben wir geheiratet, wollte eigentlich nicht. Keine richtige Diagnose. Arzt verabreicht mir einen Beta-Blocker für 2 Wochen, dann abgesetzt. Erste Panikattacke nach Absetzen des Beta-Blockers bei Freunden im Ausland.
Bis Sommer 2006 Beschwerdefrei.

August 2006 wieder Panikattacken

Diagnose Psychiater: Erschöpfungsdepression mit Angststörung. Beginn Einnahme von Antidepressiva Tresleen 50mg

08/06-05/07 Tresleen 50mg

Beginn 1.Absetzen
01/2007-05/2007 Tresleen 25mg
05/07-09/07 keine Einnahme

Beginn Widereinnahme
09/2007-04/2008 Citalopram 20mg
(Gehirnhautentzündung Frau und Tochter)

Beginn 2.Absetzen
05/2008-07/2008 Citalopram 10mg
08/2008-12/2008 keine Einnahme

Beginn Widereinnahme
01/2009-10/2009 Citalopram 20mg

Beginn 3.Absetzen
10/2009-12/2009 Citalopram 10mg
(Ehekrise)
12/2009-01/2011 keine Einnahme

Beginn Widereinnahme
01/2011-02/2013 Citalopram 20mg
(Geburt 3 Kind)

Beginn 4.Absetzen
02/2013-07/2013 Citalopram 10mg
07/2013-12/2014 keine Einnahme

Beginn Widereinnahme
01/2015-05/2015 Citalopram 20mg
(Meine Mutter hat Demenz)

Beginn 5.Absetzen
05/2015-07/2015 Citalopram 10mg
07/2015-04/2016 keine Einnahme

Beginn Widereinnahme
04/2016-06/2016 Citalopram 20mg
(Elternumzug Wohnung Verkauf Elternhaus)

Beginn 6.Absetzen
06/2016-07/2016 Citalopram 10mg
07/2016-01/2017 keine Einnahme
(War Ende Nov. für 3 Wochen auf Kur)

Beginn Widereinnahme
01/2017-04/2017 Citalopram 20mg

Beginn 7.Absetzen
04/2017-12.05.17 Citalopram 10mg
(Auszug älteste Tochter, viel Stress auf Arbeit und finanzielle Umsatzeinbrüche, Sorgen
1 Panikattacke im Urlaub und nach Rausch im Oktober)

Beginn Widereinnahme
Seit 11/2017- Citalopram 20mg
Seit 04/2018- Citalopram 15mg
Seit 24.06.18- Citalopram 10mg
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Re: Zeitversetzte Absetzsymptome bei Citalopram und Vorstellen meinerseits

Beitrag von Annanas » Sonntag, 17.12.17, 11:51

Hallo Rippatha :) ,
Rippatha39 hat geschrieben:Mit Mitte Mai habe ich das Citalopram abgesetzt bereits Ende Juni merkte ich wieder erste Anzeichen von Überforderung körperlichen und psychischen Symptomen und Reaktionen.
Es nicht ungewöhnlich, daß Entzugssymptome, gerade nach schnellem, großschrittigem Absetzen, mit monatelanger
Verzögerung einsetzen.
Ich denke wirklich, daß diese bei dir eine Rolle gespielt haben.

Erklärungen, warum das so ist, sind in dem von Padma :) , verlinkten Thread zu finden.
Rippatha39 hat geschrieben:Wie schon geschrieben habe, schlich ich unter Anraten meiner Psychiaterin die johanniskraut Kapseln bin in 6 Tagen aus und begann in den ersten vier Tagen mit 10 Milligramm Citalopram und steigerte dann hoch auf 20 mg. Diese Dosis nehme ich jetzt seit 5 Wochen ein.
Meist wird davon ausgegangen, daß Johanniskraut ein pflanzliches Mittel ist u. demnach, weder bei der Einnahme, noch beim Absetzen, Probleme auftauchen könnten. Dem ist aber nicht so, das spiegeln auch die Erfahrungen Betroffener hier im Forum wider!
Rippatha39 hat geschrieben:Jetzt werde ich es richtig machen. Sobald es mir längerfristig gut geht, werde ich das Antidepressivum nach euren Methoden richtig und langsam längerfristig ausschleichen.
M.E. ist das ein guter Weg! Melde dich gerne wieder, wenn du dabei Hilfe brauchst!

Schönen 3. Advent,
lG Anna
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Citalopram-Gewichtszunahme-die Pillen endlich loswerden

Beitrag von Rippatha39 » Freitag, 06.04.18, 17:11

Erhebliche Gewichtszunahme durch Citalopram.

Letztes Jahr fast zur gleichen Zeit schrieb ich das erste mal in eurem Forum. 2006 bekam ich das erste mal ein Antidepressivum (Tresleen 50mg). 2008 nahm ich dann Citalopram 20mg.

Bisher habe ich 8x abgesetzt und 9x angefangen. Meistens nahm ich die Citalopram 3-max 24 Monate.
(absetzten fand von 20mg auf 0 Milligram meistens binnen 4-8 Wochen statt, außer 2013 da schlich ich glaub ich über 6 Monate davor aus).

2013 und 2014 nahm ich keine AD. Stress, Verantwortung, Schulden, Selbstständigkeit und immer wieder unvorhergesehene zusätzliche kleine und größere Schicksalsschläge brachten mich immer wieder an Rande der Belastbarkeit und dem Beginn der Wiedereinnahme der Tabletten, oder währen es auch zeitverzögerte Absetzsymptome, was es ja laut Schulmedizin nicht geben kann - so what!.

In den letzten 12 Jahren machte ich vielleicht an die 50-70 Therapieeinheiten um rauszufinden woher meine psychischen und körperlichen Beschwerden herkommen, leider nicht mit dem notwendigen Erfolg, oder war ich selbst noch nicht bereit zur eigenen Veränderung. Der Schüler erkennt seinen Lehrer wenn er bereit dazu ist.

Mittlerweile steht fest, dass ich unverarbeitete Ängste habe aufgrund traumatischer Ereignisse in der Kindheit. Seit Februar bin ich bei einer wirklich guten Trauma- und Psychotherapeutin und im Gegensatz zu früher sehe ich hier bereits erste Fortschritte.

Seit letzten Jahr mitte November nehme ich wieder die Citalopram 20mg ein. Im Gegensatz zu sonst merkte ich, nachdem ich die Tabletten mit Anfang Mai 2017 binnen 4 Wochen ausgeschlichen habe bereits nach 2 Monaten, wie mein Befinden, körperlich wie psychisch wieder bergab ging.

Ich versuchte wirklich alles, biss quasi die Zähne zusammen und versuchte wirklich alles, dieses mal ohne Antidepressiva es durchzustehen. Nach 2-3 Panikattacken im Zeitraum von 3 Monaten begann ich mit Anfang Oktober mal mit Johanniskrautkapseln 825mg. Ich muss sagen die körperlichen Symptome und Beschwerden gingen erfreulicherweise weg nur die psychischen (innere Unruhe, innere Getriebenheit Konzentrationsschwächen, Situationen von Depersonalisations- und Derealisationsgefühle) blieben weiterhin.

Als Selbstständiger Unternehmer, was blieb mir anderes übrig als wieder zu den Pillen zugreifen. Ein längerer Krankenstand ist da nicht drinnen und bedeutet das aus der Firma, gerade wenn man rin EPU ist. Und jetzt nach 5 Monaten der Einnahme stehe ich wieder da, wo ich die letzten Male der vergangenen Jahre auch stand. Mir geht's zwar wieder gut, habe aber auch 13kg mehr auf den Rippen.

Leider nehme ich von den Citalopram sehr zu. Ich hatte bereits in der Vergangenheit den Verdacht dass die Gewichtszunahme von den Citas kommt. Deshalb begann ich mit Beginn der Tabletteneinnahme 2017 meinen ohnehin schon umfangreichen Sport zu forcieren und die Nahrungsaufnahme genauestens aufzuzeichnen.

ERGEBNIS
In 5 Monaten habe ich trotz eines Defizites von 100.000 Kalorien durch Sport und Essen trotzdem 13kg zugelegt. DAS GEHT GAR NICHT!

Im November hatte ich bei 1.88m 99kg und jetzt 112kg. Ich sagte meiner Psychiaterin dass das erwiesener Maßen überhaupt nicht mehr geht und für mich definitv ein NO GO ist und ich so nicht mehr weiter machen kann. Ich stehe jetzt vor der Entscheidung das Medikament zu wechseln und anstatt den Citalopram umzusteigen auf Duloxetin 30mg.

Ich muss sagen, dass ich sehr sportlich bin und Kraftsport, Mountainbiken, laufen und Bergsteigen gehe.

Ich gebe zu, ich weiß schön langsam nicht mehr was ich noch machen soll.

A) Soll ich den Medikamentenwechsel wagen
B) oder bei den Citas bleiben und diese einfach mit der Wasserlösmethode langfristig ausschleichen um davon endgültig wegzukommen.

Nach 12 Jahren ist es mehr als verständlich, das man endgültig von den Pillen weg will.

Die genaue Pillenhistorie werde ich in den nächsten Tagen überarbeiten und ergänzen.

LG und schönes Wochenende an alle
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Bis Sommer 2006 Beschwerdefrei.

August 2006 wieder Panikattacken

Diagnose Psychiater: Erschöpfungsdepression mit Angststörung. Beginn Einnahme von Antidepressiva Tresleen 50mg

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Beginn 1.Absetzen
01/2007-05/2007 Tresleen 25mg
05/07-09/07 keine Einnahme

Beginn Widereinnahme
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(Gehirnhautentzündung Frau und Tochter)

Beginn 2.Absetzen
05/2008-07/2008 Citalopram 10mg
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Beginn Widereinnahme
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Beginn 4.Absetzen
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07/2013-12/2014 keine Einnahme

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07/2015-04/2016 keine Einnahme

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07/2016-01/2017 keine Einnahme
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Seit 04/2018- Citalopram 15mg
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Re: Zeitversetzte Absetzsymptome bei Citalopram und Vorstellen meinerseits

Beitrag von Gwen » Freitag, 06.04.18, 17:25

Hallo Rippatha,

bitte schreib in Deinem bisherigen Thread weiter, sonst geht der Zusammenhang verloren. Ich hab Deinen neuen Beitrag jetzt dorthin verschoben.

Was Deine Frage angeht, wird Dir hier niemand zu einem Medikamentenwechsel raten. Dieses Forum ist Psychopharmaka-kritisch eingestellt. Entsprechend sind hier auch Empfehlungen für andere Antidepressiva unerwünscht. Zudem müsstest Du aus unserer Erfahrung auch bei einem Medikamentenwechsel erst das alte Medikament ausschleichen. Wir beobachten hier immer wieder, dass ein fliegender Wechsel von einem Medikament zum anderen dazu führt, dass es zu Entzugserscheinungen kommt und das neue Medikament diese nur wenig bis gar nicht auffangen kann. Im Gegenteil, viele berichten dann, dass sie vom neuen Medikament gar keine Wirkung verspürten sondern nur Nebenwirkungen hatten.

Meine Empfehlung an Dich wäre daher, langsam Abzusetzen.

Viele Grüße Gwen
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Re: Zeitversetzte Absetzsymptome bei Citalopram und Vorstellen meinerseits

Beitrag von Ululu 69 » Samstag, 07.04.18, 15:01

Hallo Rippatha,

Psychopharmaka greifen massiv in den Stoffwechsel ein, das führt häufig dazu, dass der Grundumsatz sehr weit runtergefahren wird.
Viele hier kennen das Problem. Ob ein Präparatewechsel hilft, ist zumindest zweifelhaft. Jedes AD kann zu Gewichtszunahme führen, die Umstellung kann zudem massive Probleme bereiten, die du natürlich überhaupt nicht gebrauchen kannst, wenn du funktionieren musst.

Ich nehme übrigens, unter Anderem, Duloxetin. Ich habe in Laufe der Zeit 30 kg zugenommen. :o
Ich kann also sehr gut verstehen, dass das für dich nicht akzeptabel ist. Mein Körper gibt übrigens kein einziges Gramm wieder her, was immer ich tue. Wenn ich nicht vernünftig esse, bekomme ich sofort Kopfweh und mein Körper reagiert mit extremer Kraftlosigkeit.

Eventuell kannst du versuchen, die Dosis des Citaloprams etwas zu reduzieren, wenn ein komplettes Absetzen für dich zur Zeit nicht möglich ist.
Ob das hilft, kann ich nicht versprechen aber es käme auf einen Versuch an.

LG Ute
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Re: Zeitversetzte Absetzsymptome bei Citalopram und Vorstellen meinerseits

Beitrag von Pawel1986 » Sonntag, 08.04.18, 7:36

Hallo,

ich kann das nur bestätigen mit der Gewichtszunahme.
Habe unter Escitalopram knapp 20 Kilo zugenommen.

Die Rechnung habe ich jetzt nach 2 Jahren der Einnahme bekommen bei einem Bluttest. Gaaanz leichte beginnende Fettleber wegen des Übergewichtes (BMI 28).
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Beginn: April 2016

Absetzten:

20mg --> 15mg 3. September 2016 (bisschen innere Unruhe, sonst ok)

15mg --> 10mg 11. Oktober 2016 (Magen- und Darmprobleme, sonst ok)

10mg --> 15mg 06. Dezember 2016 (Aufdosierung wegen erneuter Panikattacke)

15mg --> 10mg 27. Dezember 2016 (Antriebslosigkeit, sonst ok)

10mg ---> 5mg 14. Februar 2017 (Antriebslosigkeit, leichte innere Unruhe, Übelkeit)

5mg --> 7mg 08. April 2017 (Aufdosieren wegen NW, wurde nicht besser)

7mg --> 5mg 10. Oktober 2017

5mg --> 10mg (Todesfall in der Familie) 11. Februar 2018

10mg --> 5mg (Leberwerte nicht i.O.) 28.Marz 2018

5mg --> 0mg 08.Mai 2018



"Angst ist nicht Real.
Der einzige Ort an dem Angst existieren kann, ist in unserer Vorstellung von der Zukunft.
Sie ist ein Produkt unser eigenen Fantasie, lässt uns Dinge fürchten die in der Gegenwart nicht existieren und vielleicht niemals existieren werden.
Sie grenzt an Wahnsinn.
Die Gefahr ist sehr wohl Real, aber Angst ist eine Entscheidung!"

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Re: Zeitversetzte Absetzsymptome bei Citalopram und Vorstellen meinerseits

Beitrag von Rippatha39 » Samstag, 21.04.18, 18:45

Hallo an euch alle! Ich darf mich auch wieder mal zu Wort melden. Ich nehme ja seit Mitte November 2017 20mg Citalopram. Vor 2 Wochen begann ich mal mit dem Versuch die Menge zu reduzieren. Von 20mg auf 15mg geht gerade noch mit dem brechen der Tablette.

Und ich weiß es nicht ob es am Frühling oder an meinem mittlerweile intensiven Kraftausdauertraining liegt, aber ich habe so das Gefühl dass ich diese 5mg ein wenig spüre. Auch in der Arbeit war es die letzten 2 Wochen sehr anstrengend.

Ich bin ja beim Cita geblieben weil ich hier eigentlich bis auf die Gewichtszunahme immer gute Erfahrungen gemacht habe. (Habe mit Psychiaterin vor 1,5 Monaten darüber gesprochen, ob es nicht ein anderes Medikament gibt, wo man nicht so zunimmt. Sie empfahl mir Duloxetin). Ehrlich gestanden möchte ich mit einem neuen Medikament nicht wieder herumdoktern und mein Hirn als Versuchskanienchen missbrauchen, weshalb ich auch beim Cita blieb.

Aber nun zu meinen Feststellungen. Ich komme erst mit fortlaufendem Tag auf Touren und es leidet auch ein wenig meine Konzentration. Ich könnte im Moment auch unter Tage mal ein Nickerchen machen, hab das Gefühl müder zu sein und bin oft sehr vergesslich weil ich mit dem Kopf und Gedanken wo anders bin.

Wie gesagt, die letzten 2 Wochen waren sehr Arbeitsintensiv. Finanziell haben wir im Moment noch auch eine angespannte Lage.

Das Training was ich im Moment mache ist auch sehr hochintensiv. Bin schon draufgekommen, dass ich mehr Essen muss.

Die Arbeit mit meiner neuen Therapeutin ist sehr toll aber für mich auch sehr intensiv. Ich bin noch nie in meinem Leben so intensiv an mich selbst rangegangen.

LG aus dem heißen Österreich bei 29 Grad im Schatten. Würde mich über Nachrichten sehr freuen.
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Bittchen
Erste Symptome 2002

Erschöpfung, körperliche Schwäche, Angst aus heiterem Himmel, Panikattacken. Daraus resultierende Agoraphobie. Rückenverspannungen, körperliche Missempfindungen, ständig angespannt und unter Stress. In dem Jahr haben wir geheiratet, wollte eigentlich nicht. Keine richtige Diagnose. Arzt verabreicht mir einen Beta-Blocker für 2 Wochen, dann abgesetzt. Erste Panikattacke nach Absetzen des Beta-Blockers bei Freunden im Ausland.
Bis Sommer 2006 Beschwerdefrei.

August 2006 wieder Panikattacken

Diagnose Psychiater: Erschöpfungsdepression mit Angststörung. Beginn Einnahme von Antidepressiva Tresleen 50mg

08/06-05/07 Tresleen 50mg

Beginn 1.Absetzen
01/2007-05/2007 Tresleen 25mg
05/07-09/07 keine Einnahme

Beginn Widereinnahme
09/2007-04/2008 Citalopram 20mg
(Gehirnhautentzündung Frau und Tochter)

Beginn 2.Absetzen
05/2008-07/2008 Citalopram 10mg
08/2008-12/2008 keine Einnahme

Beginn Widereinnahme
01/2009-10/2009 Citalopram 20mg

Beginn 3.Absetzen
10/2009-12/2009 Citalopram 10mg
(Ehekrise)
12/2009-01/2011 keine Einnahme

Beginn Widereinnahme
01/2011-02/2013 Citalopram 20mg
(Geburt 3 Kind)

Beginn 4.Absetzen
02/2013-07/2013 Citalopram 10mg
07/2013-12/2014 keine Einnahme

Beginn Widereinnahme
01/2015-05/2015 Citalopram 20mg
(Meine Mutter hat Demenz)

Beginn 5.Absetzen
05/2015-07/2015 Citalopram 10mg
07/2015-04/2016 keine Einnahme

Beginn Widereinnahme
04/2016-06/2016 Citalopram 20mg
(Elternumzug Wohnung Verkauf Elternhaus)

Beginn 6.Absetzen
06/2016-07/2016 Citalopram 10mg
07/2016-01/2017 keine Einnahme
(War Ende Nov. für 3 Wochen auf Kur)

Beginn Widereinnahme
01/2017-04/2017 Citalopram 20mg

Beginn 7.Absetzen
04/2017-12.05.17 Citalopram 10mg
(Auszug älteste Tochter, viel Stress auf Arbeit und finanzielle Umsatzeinbrüche, Sorgen
1 Panikattacke im Urlaub und nach Rausch im Oktober)

Beginn Widereinnahme
Seit 11/2017- Citalopram 20mg
Seit 04/2018- Citalopram 15mg
Seit 24.06.18- Citalopram 10mg
Seit 24.07.18- Citalopram 7,5mg
Seit 06.11.18- Citalopram 5,0mg


Entzugssymptome: meistens nach 5-7 Monate stellen sich folgende körperliche und psychischen Symptome:
Erstes Anzeichen sind immer Schulter Nackenverspannungen
unbegründete Nervosität, Stress, vermehrtes Schwitzen auf den Fussohlen, kalte Füsse, aufgewühlt sein, Magenbeschwerden, innere Getriebenheit, es fällt mir dann immer schwerer mich zu entspannen. In weiterer Folge können auch leichte Angst, Konzentrationsschwierigkeiten und allgemeine Niedergeschlagenheit auftreten. Der Höhepunkt ist dann eine Panikattacke.

Ululu 69
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Re: Zeitversetzte Absetzsymptome bei Citalopram und Vorstellen meinerseits

Beitrag von Ululu 69 » Sonntag, 22.04.18, 11:36

Hallo Rippatha,

Ast du dich in die dir verlinkten Infos zum Absetzen eingelesen?
Nach unserer Erfahrung war dein Absetzschritt zu groß.

Citalopram ist wasserlöslich. Mit der Wasserlösmethode kannst du jede beliebige Dosierung herstellen.

Hier haben wir einen Film dazu.

viewtopic.php?f=43&t=14698

LG Ute
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Re: Zeitversetzte Absetzsymptome bei Citalopram und Vorstellen meinerseits

Beitrag von Rippatha39 » Sonntag, 22.04.18, 13:11

Mahlzeit, ja ich habe schon viel darüber gelesen, aber dass 5mg gleich sich so zeigen verwundert mich doch. Habe vor 3 Wochen reduziert werde aber wenn Zeit ist ein wenig mehr darüber schreiben.
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Bittchen
Erste Symptome 2002

Erschöpfung, körperliche Schwäche, Angst aus heiterem Himmel, Panikattacken. Daraus resultierende Agoraphobie. Rückenverspannungen, körperliche Missempfindungen, ständig angespannt und unter Stress. In dem Jahr haben wir geheiratet, wollte eigentlich nicht. Keine richtige Diagnose. Arzt verabreicht mir einen Beta-Blocker für 2 Wochen, dann abgesetzt. Erste Panikattacke nach Absetzen des Beta-Blockers bei Freunden im Ausland.
Bis Sommer 2006 Beschwerdefrei.

August 2006 wieder Panikattacken

Diagnose Psychiater: Erschöpfungsdepression mit Angststörung. Beginn Einnahme von Antidepressiva Tresleen 50mg

08/06-05/07 Tresleen 50mg

Beginn 1.Absetzen
01/2007-05/2007 Tresleen 25mg
05/07-09/07 keine Einnahme

Beginn Widereinnahme
09/2007-04/2008 Citalopram 20mg
(Gehirnhautentzündung Frau und Tochter)

Beginn 2.Absetzen
05/2008-07/2008 Citalopram 10mg
08/2008-12/2008 keine Einnahme

Beginn Widereinnahme
01/2009-10/2009 Citalopram 20mg

Beginn 3.Absetzen
10/2009-12/2009 Citalopram 10mg
(Ehekrise)
12/2009-01/2011 keine Einnahme

Beginn Widereinnahme
01/2011-02/2013 Citalopram 20mg
(Geburt 3 Kind)

Beginn 4.Absetzen
02/2013-07/2013 Citalopram 10mg
07/2013-12/2014 keine Einnahme

Beginn Widereinnahme
01/2015-05/2015 Citalopram 20mg
(Meine Mutter hat Demenz)

Beginn 5.Absetzen
05/2015-07/2015 Citalopram 10mg
07/2015-04/2016 keine Einnahme

Beginn Widereinnahme
04/2016-06/2016 Citalopram 20mg
(Elternumzug Wohnung Verkauf Elternhaus)

Beginn 6.Absetzen
06/2016-07/2016 Citalopram 10mg
07/2016-01/2017 keine Einnahme
(War Ende Nov. für 3 Wochen auf Kur)

Beginn Widereinnahme
01/2017-04/2017 Citalopram 20mg

Beginn 7.Absetzen
04/2017-12.05.17 Citalopram 10mg
(Auszug älteste Tochter, viel Stress auf Arbeit und finanzielle Umsatzeinbrüche, Sorgen
1 Panikattacke im Urlaub und nach Rausch im Oktober)

Beginn Widereinnahme
Seit 11/2017- Citalopram 20mg
Seit 04/2018- Citalopram 15mg
Seit 24.06.18- Citalopram 10mg
Seit 24.07.18- Citalopram 7,5mg
Seit 06.11.18- Citalopram 5,0mg


Entzugssymptome: meistens nach 5-7 Monate stellen sich folgende körperliche und psychischen Symptome:
Erstes Anzeichen sind immer Schulter Nackenverspannungen
unbegründete Nervosität, Stress, vermehrtes Schwitzen auf den Fussohlen, kalte Füsse, aufgewühlt sein, Magenbeschwerden, innere Getriebenheit, es fällt mir dann immer schwerer mich zu entspannen. In weiterer Folge können auch leichte Angst, Konzentrationsschwierigkeiten und allgemeine Niedergeschlagenheit auftreten. Der Höhepunkt ist dann eine Panikattacke.

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