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Anikkes Thread: Mirtazapin

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Re: Anikkes Thread: Mirtazapin

Beitrag von carlotta » Sonntag, 10.06.18, 13:38

Liebe Ilse,
liebe Anikke,

ich persönlich reagiere auch etwas unwirsch angesichts des häufigen "Internet-Bashings" oder solcher Sätze wie "Lies nicht so viel im Internet" etc. So etwas drückt u. a. viel Arroganz aus.

Das Internet ist einfach ein Medium. Nicht mehr und nicht weniger. Und ein Medium ist per se nicht "gut" oder "schlecht", sondern ein Informationsträger. Man kann es in guter oder schlechter Absicht nutzen, man findet dort valide Informationen oder falsche.

Das ist genauso mit jedem anderen Medium. Es gibt gute und schlechte Bücher, es gibt auch Schundliteratur; es gibt auch Fachbücher, in denen nicht alle Informationen stimmen oder veraltet sind. Usw.

Es bleibt einem, wie bei jeder Mediennutzung, nichts übrig, als sorgfältig Quellen zu überprüfen auf ihre Glaubwürdigkeit. Kann einem keiner abnehmen.

Das Internet hat die Besonderheit, dass es prinzipiell jedem einfach ermöglicht, selbst zum Autor zu werden und gleichzeitig Menschen über den ganzen Globus verknüpft und themengetriebene Suchen in Kombination mit Kontaktaufnahme sehr leicht zulässt, mithin eine ganz neue Art der - man könnte schon fast sagen basisdemokratischen - Kommunikation und Informationsbeschaffung zulässt. Damit bietet es eine zuvor ungeahnte Vielfalt an Möglichkeiten, die man sich - gerade auch in Krisenzeiten - gut zunutze machen kann, die aber in ihrer Masse und Unüberschaubarkeit auch beängstigend sein können.

Gerade wir im Untertanenstaat D tun uns oft schwer mit Informationen, die nicht von einer höheren Stelle, Autorität etc. "geprüft" und freigegeben wurden. Das sitzt bei vielen Menschen tief, das erlebt man ja selbst hier im Forum. Darauf sind wir lange Zeit konditioniert, aber es führt auch in die Unmündigkeit, so wie man dann eben beim Arzt gerne die Verantwortung für die Gesundheit abgibt. Denn so hat man es gelernt und so ist es "vernünftig", spiegelt die Gesellschaft.

Da droht eine Falle, haben viele von uns auf die harte Tour lernen müssen. :( Und wir mussten - unserer Gesundheit und Unversehrtheit zuliebe - lernen umzudenken und unsere ureigensten Belange wieder in unsere Hände zu nehmen, uns zurückzuerobern. Deshalb sind wir hier.

Es ist irgendwo auch eine Art Kulturschock, wenn man sich dieser Dinge bewusst wird - und der versteinerten Grenzen, an die man diesbezüglich im Außen stößt. Was Du ja auch schilderst, liebe Ilse. Und so habe ich es auch erlebt.

Somit sind wir diesbezüglich auch schon einen Schritt weiter und prallen auf alte, verknöcherte (nicht unbedingt gesunde) Ansichten. Das ist schwierig und eine Herausforderung, vor allem wenn es einem selbst gesundheitlich nicht gut geht (das macht der Entzug) und man geschwächt oft kaum adäquat reagieren kann.

Dennoch sind wir auf einem guten Weg, denke ich. :)

Hoffe, mein "Exkurs" war nicht zu ermüdend. ;)

Liebe Grüße, Euch einen schönen Sonntag
Carlotta
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Re: Anikkes Thread: Mirtazapin

Beitrag von Razia » Sonntag, 10.06.18, 15:48

Hi,

Wollte ich noch ergänzen: Ich sag immer, ich hab übers Internet eine Selbsthilfegruppe gefunden. Das wird gut aufgenommen.

LG Ramona
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Re: Anikkes Thread: Mirtazapin

Beitrag von Anikke » Montag, 11.06.18, 6:35

liebe Ilse,
ich danke dir sehr für den Zuspruch! und ja- es ist schwer mit so Gegenwind von außen umzugehen.

liebe Carlotta,
wow :) danke für diesen Text. du hast vollkommen recht, das Internet kann genial sein und es kann s :censored: sein, je nachdem wie es genutzt wird.
und wir sind alle aufgerufen, jede information für uns zu prüfen, egal woher..

liebe Ramona,
von einer Selbsthilfegruppe zu sprechen ist eine gute Idee, vor allem ist es vollkommen wahr, wir sind ja eine Selbsthilfegruppe :)
wobei ich in meinem Alltag gar nicht darüber spreche. das habe ich mir durch meine grundproblematik so angewöhnt, es versteht letztlich keiner wenn jmd psychische Probleme hat, also spare ich das völlig aus im Bekanntenkreis. von der Heilpraktikerin hatte ich etwas anderes erwartet :( sollte noch einmal Iwo eine medizinische Anamnese erforderlich sein, solange ich absetzen, werde ich das mirta einfach aussparen. ich nehme ja sowieso für die Fachwelt mittlerweile keine etnstzu nehmende Dosis mehr ein..

ich habe gestern einen Text an die Heilpraktikerin formuliert. das tat gut. heute tendiere ich dazu, ihn nicht zu versenden. ich bin mir einfach unsicher, wie das bei ihr ankommt und ob ich da nicht etwas aufbausche. für den nächsten Termin weiß ich ja wie sie tickt und kann wenn sie sich wieder so über mich stellt das ansprechen .

ach ja, ich habe ja reduziert :) es ist gerade sehr angenehm, ich merke es immer noch nicht, keine Muskelschmerzen, kein kopfweh, keine gelenkprobs bisher :) nur eine kleine geräuschempfindlichkeit, da muss ich sehen wie die sich in der Arbeitswoche entwickelt..

liebe grüße anikke
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Re: Anikkes Thread: Mirtazapin

Beitrag von Blumenwiese » Montag, 11.06.18, 9:19

Liebe Anikke,

Ich finde es sehr schade, wenn du schreibst, dass dich im Bekanntenkreis niemand versteht.

Früher hab ich mich damit auch immer gequält und alles ausgehalten. Dank meiner jetzigen Therapeutin habe ich aber gelernt, dass ich mich nur noch mit Menschen umgeben möchte, die mir guttun. D.h. ich sortieren "angebliche" Freunde aus, die mich niedermachen und ich gehe auch nicht mehr zu Ärzten oder in Kliniken, wo die mich abwertend behandelt haben.

Und es geht mir so viel besser damit. Bei den Freunden, die ich jetzt hab, darf ich so sein wie ich bin. Und das nimmt ganz stark die Symptome von Anspannung bei mir runter. Natürlich übe ich auch noch, ich selbst zu sein, nach 40 Jahren absoluter Anpassung und Unterordnung. Aber es tut wirklich gut.

Ich wünsche dir, dass du auch Menschen findest, die dich so annehmen können - Freunde sowie Ärzte u. Therapeuten.

Liebe Grüße
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Re: Anikkes Thread: Mirtazapin

Beitrag von Anikke » Mittwoch, 13.06.18, 7:49

guten morgen,
liebe Blumenwiese, da hatte ich mich missverständlich ausgedrückt, ich habe einen kleinen, sehr vertrauten Freundeskreis, in dem ich sein kann wie ich bin, wo auch entzugsthemen Platz haben können.
aber ich habe auch einen großen Bekanntenkreis: Nachbarn, Kolleg/innen, hobby, Garten usw. da erzähle ich gar nichts über mein inneres leben geschweige denn Entzug..
heute, vier Tage nach der Reduktion geht es mir immer noch gut, keine Muskelschmerzen oder Gelenkschmerzen, keine Kopfschmerzen. psychisch auch weitgehend stabil, lediglich geräuschempfindlichkeit ist ein wenig belastendkleine Schritte lohnen sich also *abspeichern*
liebe grüße anikke
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Re: Anikkes Thread: Mirtazapin

Beitrag von Anikke » Mittwoch, 13.06.18, 10:07

.. noch ein kleiner schöner Nachtrag: ich bin gerade auf einem Dienstweg, den ich 1x jährlich um diese Zeit habe, in einem schönen Café und hab mir einen cappucino bestellt. dabei fiel mir ein, dass ich genau dieses Café vor einem Jahr besuchte, auch auf dem Dienstweg, und mur fiel ein wie es mir ging, als ich vir einem Jahr hier saß: ich war total müde, hatte mich mit ach und Krach un die Dienststelle gequält und war so innerlich erschöpft, dass ich zum Café einen Kuchen bestellte und mindestens eine Stunde pausierte.. ich war so dumpf und abgeschossen von dem Mirta.. jetzt sitze ich hier viel wacher und motivierter und werde gleich weiterfahren ins Büro :)
es ist svhön zu sehen, wie sehr die Wirkung bereits nachgelassen hat von dem zeug :)
liebe grüße anikke
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Re: Anikkes Thread: Mirtazapin

Beitrag von Razia » Mittwoch, 13.06.18, 12:31

Liebe Anikke

ich bin froh für dich, dass du so wenig Symptome hast. Ich reduziere heute und mich gruselt es schon davor. Vor allem vor der Unruhe, die find ich immer am schlimmsten, weil es für mich ein Symptom ist, dass sich auch psychisch auswirkt.

Schön, wenn man aber so nach einen Jahr mal alles Revue passieren lässt und merkt, dass es einem besser geht.

LG
Ramona
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Re: Anikkes Thread: Mirtazapin

Beitrag von Blumenwiese » Mittwoch, 13.06.18, 17:38

Liebe Anikke,

Ich freu mich sehr für dich, wie es sich zum Positiven verändert hat. Besonders weil du daran erkennst, dass das der richtige Weg ist :)

Liebe Grüße und einen schönen Resttag wünscht dir
Blumenwiese
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Re: Anikkes Thread: Mirtazapin

Beitrag von Anikke » Freitag, 15.06.18, 7:17

guten morgen,
ich habe heute wieder leichte kopfweh und vermute nun doch, dass es vom Entzug kommt, der ist ja nun fast eine Woche her..
leider geht es mir nicht sehr gut, ich habe gerade Probleme in meiner Arbeit - konflikte- und hoffe dass sich das klärt, denn es wühlt mich extrem auf sowas..
wir haben ja seit letztem Jahr eine ungünstige teamsituation, und ich denke in letzter Zeit immer wieder über einen jobwechsel nach..
d.h. z. zt lese ich stellenanzeigen und muss aber jede Anzeige verwerfen weil ich mich nicht verschlechtern möchte.. also ich mache nichts unüberlegtes..
liebe grüße anikke
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Re: Anikkes Thread: Mirtazapin

Beitrag von padma » Freitag, 15.06.18, 19:13

liebe Anikke, :)

es tut mir leid, dass du diese Konflikte auf der Arbeit hast. :hug:
Die können natürlich auch Entzugssymptome triggern oder selbst Kopfweh auslösen.

Ja, überlege in Ruhe, ein Jobwechsel wäre ja auch mit Stress verbunden.

liebe Grüsse,
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Re: Anikkes Thread: Mirtazapin

Beitrag von Anikke » Sonntag, 17.06.18, 9:27

guten morgen,
liebe Padma, vielen dank :)
ich muss mal wirklich zählen, wie oft und an welchen tagen ich so a genervt bin von der Arbeit.
mein Eindruck von mir ist, dass es gar nicht so sehr die teamsituation ist, sondern mehr die Chefs, die uns diese eingebrockt haben.
besonders wenn ich mehr mit dem einen zu tun habe, der sehr manipulativ agiert und der auch hauptverantwortlich für diese personalsituation ist, bin ich hochsensibel auf alle unklaren/manipulativen Aktionen, die ich bis dahin so hingenommen habe.
und ja der Entzug tut seines wirklich dazu. ich bin einfach noch dünnhäutigervals üblich.
gestern war ich bei einem Konzert. eigentlich sehr schöne Musik. aber ich kann gerade schöne Musik schwer aushalten. sie triggert bei mir viel Trauer/Verzweiflung/ Hilflosigkeit/ Einsamkeit an. das war schon mal besser und ist leider nun wieder schlechter :( whrl der Entzug.
körperlich geht es mir nach wie vor sehr gut. ich glaube die Kopfschmerzen die ich gerade immer mal habe liegen am wetter, sie sind anders als die entzugskopfschmerzen.
am 21.06. setze ich ein Jahr ab :(
ich hatte damals diesen Tag gewählt zum absetzen, denn es geht mir in der ersten sommerhälfte immer nicht ganz so gut. dann ab der Sonnenwende, wenn die Tage langsam wieder kürzer werden, bin ich, warum auch immer, stabiler. darauf hoffe ich in diesem Jahr.
liebe grüße anikke
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Re: Anikkes Thread: Mirtazapin

Beitrag von Schwimmerin » Montag, 18.06.18, 14:37

Hallo Anikke :)
Ich bewundere deine Stärke, wie du alles packst bei Arbeit - ich würde keine Chefs und Arbeitskolleginnen aushalten, das wäre zuviel nebst meinen Kindern (hoffe das klingt jetzt nicht zu komisch), 1 Arzt, der nicht mein Chef ist und das Telefon reichen völlig aus... das Nervengewand ist im Entzug wohl einfach nur noch löchrig und dass man dünnhäutig wird ist glaube ich normal...irgendwann muss man diese Zeit mit AD, wo man wie hinter Nebel war, einfach aufarbeiten und das ist auch bei mir sehr emotional und anstrengend...manchmal laufen unkontrolliert die Tränen, ich kann nichts dagegen tun. Ich denke es gehört zum Verarbeitungsprozess - da ja unsere Gefühle lange Zeit mit Chemie unterdrückt wurden.
Ich freu mich, dass es dir körperlich so gut geht - weiter so...das Licht am Ende des Tunnels kannst du bald erblicken :hug:
Liebe Grüsse
Petra :)
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Re: Anikkes Thread: Mirtazapin

Beitrag von Anikke » Samstag, 23.06.18, 9:57

Liebe Petra,
ich danke dir sehr :) weißt du, ich bewundere jede mutter. ich hätte, auch ohne den absetzstress, Kindern nicht gerecht werden können- uff die vielen unberechenbaren Reaktionen.. ich bin immer froh "nur" meine Kolleg*innen und Chefs aushalten zu müssen :)
von daher hast du auch sehr meine Bewunderung, was du so schreibst, es klingt als wenn es deinen Kindern mit dir gut geht, und das ist sehr viel wert :)

nun ist die letzte Reduktion zwei Wochen her. ich hatte letzte woche viel stress. am Donnerstag war Osteopathie. die vertrage ich normalerweise super. die o. hat meine beiden schultern behandelt und hat intensiver gearbeitet als sonst, was während der Behandlung sehr sehr gut tat.
aber in der Nacht drauf hatte ich schulterschmerzen, und gestern und heute entzugskopfschmerzen :(
die schultern haben sich aber etwas gebessert glaube ich.
gestern und schon vorgestern habe ich u gesund und magenunfreundlich gegessen. ich habe gerade völlig die Lust auf Gemüse verloren. ich esse gerade Käse und chips und Schokolade, ich hoffe ich kann es bald wieder stoppen. ich muss nur sehr überlegen, was ich vertrage u d was davon mir schmecken würde.. hach dieser eingeschränkte Speiseplan ist wirklich blöd..
liebe grüße Anikke
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Re: Anikkes Thread: Mirtazapin

Beitrag von Schwimmerin » Donnerstag, 28.06.18, 10:53

Danke liebe Anikke für deine netten Worte, sie bedeuten mir viel!

Sag dir einfach dein Körper hat einfach Lust auf das was er wirklich braucht, dann ist alles gut :) nee Spass wenn man danach wieder vermehrt Symptome hat ist natürlich blöd - :vomit:
Aber wir werden es alle schaffen - mit viiiiieeeeeel Geduld und danach werden wir unser Leben mit ganz anderen Augen sehen & geniessen können :party2: :party2: :party2:
herzlich Petra
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Re: Anikkes Thread: Mirtazapin

Beitrag von Anikke » Montag, 02.07.18, 7:12

danke liebe Petra :)
guten morgen an alle mit lesenden hier,
ich habe vor drei Wochen reduziert. eigentlich müssten die Entzugserscheinungen gen besser werden nun in der letzten Woche vor der nächsten geplanten Reduktion.
jedoch habe ich eine große geräuschempfindlichkeit u d immer noch mit koofweh und manchmal Muskelschmerzen zu tun :(
ich kann das nicht recht einordnen, sonst ging mein befinden in der Woche vor dem reduzieren immer steil bergauf.
zudem merke ich dass ich keine Lust auf den nächsten schritt habe, auch das ist ungewöhnlich für mich :(
also es geht mir nicht schlecht aber iwie auch nicht gut.. jedenfalls nicht so gut, dass ich mich auf die nächste Reduktion freue * seufz* ich merke dass es vllt Sinn macht die Reduktion etwas zu verschieben..
ich überlege noch wie es am besten ist..
liebe grüße anikke
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Re: Anikkes Thread: Mirtazapin

Beitrag von Blumenwiese » Montag, 02.07.18, 13:18

Liebe Anikke,

Ich würde an Deiner Stelle auf Dein Bauchgefühl hören. Bringt es Deine Planung denn sehr durcheinander, wenn du alles nochmal ein bisschen nach hinten verschiebst?

Liebe Grüße
Blumenwiese
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Re: Anikkes Thread: Mirtazapin

Beitrag von padma » Montag, 02.07.18, 18:48

liebe Anikke, :)

ich sehe es wie Blumenwiese :) , warte mit der nächsten Reduktion noch ab. Du spürst ja ganz klar, dass dein ZNS noch nicht so weit ist.

liebe Grüsse,
padma
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Re: Anikkes Thread: Mirtazapin

Beitrag von Razia » Montag, 02.07.18, 19:41

Boah Antwort von heute weg.

Liebe Anikke

Meine Antwort war ähnlich wie die von Blumenwiese. Lass dich nicht durch selbst gemachten Zeitdruck stressen.

LG Ramona
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Re: Anikkes Thread: Mirtazapin

Beitrag von Anikke » Mittwoch, 04.07.18, 8:19

guten morgen,
danke liebe Blumenwiese, Ramona und padma :) ihr habt recht, und diesmal bin ich fest gewillt, wirklich die Reduktion zu verschieben. ich habe heute, wieder einige Tage früher als üblich, meine Tage bekommen, und ich möchte jetzt nicht noch früher reduzieren.
ich habe mir jetzt vorgenommen bis nächste Woche Freitag oder Samstag mal zu warten.
ich habe noch eine Frage.
ich fürchte ich muss damit zum Hausarzt aber vllt könnt ihr mir was dazu sagen: ich habe seit über drei Wochen sehr hellen Stuhlgang, er ist sehr hell beige, manchmal richtig gelb, was aber vllt von meinem kurkuma-konsum kommt :) ich hatte Anfang der Woche eig. vor zum Arzt zu gehen deswegen, aber schwubbs war an dem morgen der Stuhl wieder normal braun ;) und seit heute wieder so hell :( jetzt hab ich mir vorgenommen morgen mal zu gehen.
ich hab etwas sorge Gallensteine zu haben, vllt ist das auch ein Grund für das ständige Sodbrennen seufz.. es schadet nichts das mal abzuklären, oder?? dann weiß ichs wenigstens..
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Re: Anikkes Thread: Mirtazapin

Beitrag von Jamie » Mittwoch, 04.07.18, 9:24

Hallo Annike, :)

ja genau, mit Galle bist du da in der richtigen Richtung unterwegs.
Gelber, heller Stuhl hat meistens etwas mit Leber, Galle und / oder Bauchspeicheldrüse zu tun.
Das gehört gecheckt und Leberenzyme, Gallen - und Bauchspeicheldrüsenwerte überprüft.

Inwieweit das Curcuma die Veränderung auslöst kann ich nicht beurteilen; ich könnte mir aber prinzipiell vorstellen, dass es den Stuhl verfärben kann.

Grüße
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