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Lahmeschnecke: Rückfall oder Entzug Escitalopram?

Wenn Antidepressiva abgesetzt werden, kann dies zu schweren und langwierigen Entzugserscheinungen führen. Viele Hersteller und Ärzte verharmlosen diese Problematik leider.
Lahmeschnecke
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Lahmeschnecke: Rückfall oder Entzug Escitalopram?

Beitrag von Lahmeschnecke » Sonntag, 09.07.17, 19:39

Hallo ihr,
ich bin neu hier und habe gleich eine Frage.
Erst mal zu mir: Ich bin 35, habe 2 Kinder und habe Ende 2015 eine Erschöpfungsdepression gehabt. Nach einem Infekt war ich nur noch schlapp und konnte keine Treppe hoch ohne die Angst vor Erschöpfung umzufallem. Als Mama mit Minijob. Ich wollte es lange nicht wahr haben. Habe im November Escitalopram von meiner Hausärztin bekommen, es aber erst mal nicht genommen, nachdem ich den Beipackzettel gelesen hatte. Im März entschied ich mich dann doch 10 mg Escitalopram (erst 5 mg eine Woche) zu nehmen und es wurde tatsächlich besser und Ich hatte wieder Energie für alles. Im November habe ich einen neuen Minijob angenommen und es ging mir gut damit. Also in Absprache mit meiner Ärztin und auch der Psychologin das Escitalopram ausgeschlichen. In 2,5 er Schritten. Also 2,5 mg abgesetzt aller 4 Wochen. War gar kein Problem bis auf ein bisschen Rückenschmerzen hatte ihn keine Probleme.

Nun nach 4 Wochen ohne hatte ich einen Infekt der mich ausgehebelt hat für eine Woche. Und jetzt werde ich nicht mehr fit und habe Angst es geht wieder los win vor dem AD. Ist das Entzug oder wirklich noch vom Infekt (der war etwa Freitag vorbei)? Die Symptome sind leider wie vor der AD Einnahme. Deshalb meine Angst!

Ich hatte halt bis auf Angst und Panikattacken nur körperliche totale Schwäche. Angst ist weg. Schwäche wieder da.

Ich weiß ihr seid keine Ärzte aber vielleicht könnt ihr was sagen?

LG Simi
Zuletzt geändert von Gwen am Mittwoch, 04.07.18, 22:05, insgesamt 2-mal geändert.
Grund: Name im Titel ergänzt zur besseren Übersichtlichkeit im Forum
10 mg Escitalopram 03/2016 bis 03/2017 wegen Erschöpfungsdepression
12.03.17 7,5 mg Escitalopram
09.04.17 5 mg Escitalopram
11.05.17 2,5 mg Escitalopram
12.06.17 0 mg Escitalopram
29.06.17 starke Erschöpfung, starkes schwitzen bei Anstrengung
Seit September neue Arbeit, viele Wellen, wenige Fenster
Hauptsymptome: Müdigkeit, Erschöpfung, Angst, Schwäche, keine Belastbarkeit, Schlaflosigkeit
Dezember 2017 war ein Recht guter Monat im Januar 2018 kam wieder der Absturz: Durchschlafstörungen, Erschöpfung, Übelkeit sind die Hauptsymptome
Nach einer Grippe im Mai mit heftiger Erschöpfung geht es langsam wieder besser. Durchschlafen ist nach wie vor schwierig, auch die Ängste sind immer Mal stärker.

November 2018: Es gibt nur noch wenige Wellen, es geht mir meistens wieder gut! :party2:

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Re: Rückfall oder Entzug Escitalopram?

Beitrag von Rosenrot » Sonntag, 09.07.17, 20:18

Hallo Lahmeschnecke und herzlich willkommen im Forum! :)

Schön, dass du da bist.

Zu deiner Frage möchte ich dir sagen, dass es manchmal gar nicht so einfach ist, Beschwerden, die nach Beendigung der Psychopharmaka-Einnahme auftreten, als Absetzsymptomatik oder Grunderkrankung zu klassifizieren. Sollte sich nach der Wiedereinnahme einer geringen Menge eine Besserung einstellen, kann man von Absetzsymptomen ausgehen.

Du hast recht schnell ausgeschlichen. Die Empfehlung hier lautet, alle 4 - 6 Wochen 5 - 10 % der zuletzt eingenommenen Dosis zu reduzieren.

Absetzsymptome können auch noch Monate nach der letzten Einnahme auftreten.
Ich hatte wie du extreme körperliche Schwäche 3 Monate nach der letzten Dosis Escitalopram (3 mg, war - wie ich heute weiß - zu hoch), so dass ich meinen Haushalt nicht mehr bewältigen konnte. Das war ein Absetzsymptom und gehörte nicht zu meiner ursprünglichen Erkrankung (Panikstörung).

Es werden sich noch weitere Teilnehmer und Teammitglieder bei dir melden - eventuell auch mit einer Empfehlung zum Wiedereindosieren. Bitte hab etwas Geduld.

Ich wünsche dir alles Gute.

Liebe Grüße

Rosenrot
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Re: Rückfall oder Entzug Escitalopram?

Beitrag von Ululu 69 » Sonntag, 09.07.17, 20:19

Hallo Lahmeschnecke :schnecke:
:) Willkommen im Forum.

Es tut mir leid, dass es dir nicht gut geht.

Was du beschreibst, klingt sehr nach Absetzerscheinungen. Leider können diese auch zeitverzögert auftreten. :evil:
Es ist sogar möglich, dass es sich bei deinem Infekt um eine sogenannte Absetzgrippe handelte.
Obwohl du nicht abrupt abgesetzt hast, bist du wohl zu schnell vorgegangen.
Hier im Forum werden Absetzschritte von 5-10 Prozent alle vier bis sechs Wochen empfohlen.
Dein Absetzen ist noch nicht so lange her, deshalb würde ich dir eine Wiedereinnahme einer kleinen Dosis des Escitaloprams empfehlen. (1-2 mg).
Es wird sich aber auch noch jemand vom Team bei dir melden, der dir noch Links zur Verfügung stellt.

Es ist auf jeden Fall schon mal gut, dass du dich hier angemeldet hast. Hier wird man dir dabei beistehen, das Medikament wieder los zu werden und mit Rat und wenn du es brauchst auch mit Trost zur Seite stehen.

LG Ute

Hat sich mit Rosen überschnitten. :D
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Re: Rückfall oder Entzug Escitalopram?

Beitrag von Lahmeschnecke » Sonntag, 09.07.17, 20:24

Danke ihr Lieben! Mich wundert es halt, dass ich die Senkungen ohne Probleme weggesteckt habe und bei 0 ist so ein Chaos.

Wenn ich wieder eindosiere, wieviel wäre da gut? 1 mg? Dann müsste ich nochmal neue Tabletten holen. Hab nur noch 3 mal 10 mg.
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Re: Rückfall oder Entzug Escitalopram?

Beitrag von Rosenrot » Sonntag, 09.07.17, 20:36

Hallo,

danke, dass du schon eine Signatur angelegt hast. :)

Im unteren Dosisbereich sollte besonders kleinteilig ausgeschlichen werden, weil eine überproportionale Rezeptorenbelegung vorliegt. Daher das "Chaos".

Für nähere Infos: viewtopic.php?f=18&t=12880

Dort findest du auch Informationen zur Wasserlösemethode zum Aufteilen von Tropfen und Tabletten.

Viele Grüße

Rosenrot
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Re: Rückfall oder Entzug Escitalopram?

Beitrag von Ululu 69 » Sonntag, 09.07.17, 20:46

Hallo Simi,

klingst netter als lahme Schnecke. :wink:

Es ist nicht ungewöhnlich, dass die Reduktionschritte im niedrigen Dosisbereich am schwersten fallen.
Deswegen muss man zum Ende der Reduktion am vorsichtigsten vorgehen, sonst riskiert man schwere und im schlimmsten Fall lang anhaltende Absetzerscheinungen, wenn du dich hier im Forum ein wenig umsieht wirst du leider viele Beispiele dafür finden.

Dein Gehirn hat das Medikament fest in seinen Stoffwechsel eingebaut und muss sich jetzt langsam wieder umstellen.
Leider kennen sich die meisten Ärzte mit dieser Problematik nicht aus oder leugnen sie sogar.
Ich wollte dich nur vorwarnen, weil du ja wegen eines neuen Rezeptes zum Arzt musst. Dieser wird dir wahrscheinlich sagen, dass deine Ursprungskrankheit zurück ist und dir die Wiedereinnahme der vollen Dosis empfehlen.
Aber so lange du die Rezepte bekommst, brauchst du den Arzt nicht um abzusetzen. Hier im Forum ist jede Menge Erfahrung und Fachwissen vorhanden.
Ich würde an deiner Stelle mit 1 mg wieder anfangen. Aufdosieren kannst du immer noch, wenn es dir in ein paar Tagen damit nicht besser geht.

LG Ute
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Re: Rückfall oder Entzug Escitalopram?

Beitrag von Lahmeschnecke » Sonntag, 09.07.17, 20:58

Meine Ärztin meinte zwar, es könnte nicht davon kommen, aber sie ist aufgeschlossen. Als ich meine Schilddrüse eingestellt habe war sie die einzige der es auch um mein Befinden ging.

Ich versuche meine Glück. Leider lassen sich die geviertelten Tabletten nicht mehr teilen. Sie zerbröseln.
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Re: Rückfall oder Entzug Escitalopram?

Beitrag von Ululu 69 » Sonntag, 09.07.17, 21:22

Hallo Simi,

wenn deine Tabletten eine Bruchstelle haben, ist der Wirkstoff in der Tablette gleichmäßig verteilt und du könntest deine Dosis mit einer Feinwaage abwiegen.
Eine weitere Möglichkeit ist die Wasserlösmethode.
Dazu wird dir noch jemand einen Link einstellen.

Wichtig ist, dass du möglichst exakt dosierst, um dein Gehirn nicht durcheinander zu bringen. Es kann da nämlich sehr sensibel reagieren.

Das mit dem Schwitzen kenne ich übrigens auch. Bei dem heutigen Wetter hier bei uns ist es für mich extrem unerträglich.

LG Ute
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Re: Rückfall oder Entzug Escitalopram?

Beitrag von Lahmeschnecke » Sonntag, 09.07.17, 21:40

Eine Frage habe ich noch. Wenn ich nicht noch mal eindosieren will, kann sich dieser Erschöpfungszustand ewig hinziehen? Ich weiß allerdings nicht wie ich so arbeiten kann. Ignorieren geht ja leider nicht oder?

Sollte ich morgen beginnen oder gleich noch einen Krümel?

Danke für eure Hilfe.
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Re: Rückfall oder Entzug Escitalopram?

Beitrag von Gwen » Montag, 10.07.17, 3:05

Hallo Simi,
Du könntest das Escitalopram einfach in Wasser auflösen (ich nehme für meine 5mg Tabletten immer 50ml Wasser, die ich mit einer Spritze aus der Apotheke abmesse) und dann einfach 10 ml rausziehen und trinken. Dann hättest Du 1mg.

Ich wollte aber noch Mal genau nachfragen: du hattest jetzt gerade einen Infekt, also bis vor 2 Tagen? Vielleicht ist es dann auch wirklich nur noch die Müdigkeit vom krank sein. Krank sein mit 2 Kindern ist heftig. Ich kann Deine Angst gut nachvollziehen, wieder in so eine Erschöpfung zu fallen. Aber wenn Du wirklich einen Infekt hattest, könntest Du Dir sonst auch noch ein paar Tage gönnen um zu sehen, ob Du auch so wieder fitter wirst. Manchmal zieht sich so was ja einfach nur.

Es gibt jedoch auch so was wie eine "Absetzgrippe", das fühlt sich an, als ob man eine Erkältung bekäme mit Gliederschmerzen, Kopfweh, Müdigkeit etc, kommt aber vom Absetzen. Da hilft es recht schnell, wenn Du eine kleine Menge (wie hier empfohlen 1mg) eindosierst.

Viele Grüße Gwen
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Re: Rückfall oder Entzug Escitalopram?

Beitrag von Lahmeschnecke » Montag, 10.07.17, 7:52

Liebe Gwen,
ja der Infekt war von Donnerstag bis jetzt Freitag. Aber ich hatte halt keinen Husten oder Schnupfen oder Halsschmerzen. Nur extreme Müdigkeit, schwitzen, Übelkeit und erhöhte Temperatur. Sie meinte das wäre ein Virus und der dauert seine Zeit. Aber mir erscheint das so lange. Natürlich würde ich lieber ohne eindosieren auskommen. Aber wenn es nicht besser wird wie soll ich meinen Alltag und meinen Job schaffen? Ich bewerbe mich gerade für eine Stelle mit mehr Stunden und hoffe das klappt. Aber so geht das nicht.
Ich hab 10er Tabletten. Die kann ich ohne Probleme vierteln. Dann hätte ich 2,5. Da muss ich erst mal rechnen gehen. Ob ich es einfach versuche? Erstmal ohne Ärztin?
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Re: Rückfall oder Entzug Escitalopram?

Beitrag von Murmeline » Montag, 10.07.17, 8:23

Hallo Simi,

die meisten hier müssen ohne ärztliche Unterstützung zurechtkommen, weil das Verständois fehlt. Aber es fuktioniert trotzdem, man wird einfach sein eigener Experte.
In 2,5 er Schritten. Also 2,5 mg abgesetzt aller 4 Wochen. War gar kein Problem bis auf ein bisschen Rückenschmerzen hatte ihn keine Probleme.
Das war schon mal ein guter Weg, schrittweise mit Pausen dazwischen! Hier ist die Erfahrung, dass man gegen Null idealerweise noch einmal etwas kleinschrittiger vorgeht. Grund dafür ist die Serotonintransporterbelegung, die auch bei kleinen Dosen noch ziemlich hoch ist, hier ein Schaubild für Citalopram, die Kurven sind aber für alle SSRI/SNRI ähnlich:
viewtopic.php?p=81996#p81996
Nun nach 4 Wochen ohne hatte ich einen Infekt der mich ausgehebelt hat für eine Woche. Und jetzt werde ich nicht mehr fit und habe Angst es geht wieder los win vor dem AD. Ist das Entzug oder wirklich noch vom Infekt (der war etwa Freitag vorbei)? Die Symptome sind leider wie vor der AD Einnahme. Deshalb meine Angst! Ich hatte halt bis auf Angst und Panikattacken nur körperliche totale Schwäche. Angst ist weg. Schwäche wieder da.
Nach dem Absetzen können typische Absetzsymptome auftreten, Schwäche gehört u.a. dazu. Auch ein Rebound ist möglich, also das vorübergehend verstärkte auftreten der bereits bekannten Symptome, bevor es sich wieder reguliert, was leider unterschiedlich lange dauern kann.

Was wurden dann damals körperlich alles abgeklärt, als Du diese massive Schwäche hattest? Hilft Dir der Kontakt zur Psychologin weiter?
ja der Infekt war von Donnerstag bis jetzt Freitag. Aber ich hatte halt keinen Husten oder Schnupfen oder Halsschmerzen. Nur extreme Müdigkeit, schwitzen, Übelkeit und erhöhte Temperatur. Sie meinte das wäre ein Virus und der dauert seine Zeit. Aber mir erscheint das so lange.
Diese "Absetzgrippen" werden immer wieder beschrieben. Der Körper leistet viel Arbeit, um sich umzustellen!
Ich hab 10er Tabletten. Die kann ich ohne Probleme vierteln. Dann hätte ich 2,5. Da muss ich erst mal rechnen gehen.
Wenn Du die 2,5 mg in zum Beispiel 40 ml auflöst und dann nur 20 ml davon zu Dir nimmst, dann nimmst Du insgesamt 1,25 mg. Da Du schon vier Wochen ohne bist, würde ich nicht mehr versuchen, ggf. sogar weniger, zum Beispiel erstmal nur 15 ml (0,93mg). Was meinen die anderen?

Bitte lies Dir den Link von Rosenrot und die für Dich wichtigen Querverweise durch, damit Du informiert bist und eine Entscheidung treffen kannst.

Grüße, Murmeline
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Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
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Re: Rückfall oder Entzug Escitalopram?

Beitrag von Lahmeschnecke » Montag, 10.07.17, 8:48

Liebe Murmeline,
ich würde es eben doch gern mit meiner Ärztin besprechen. Mit dem was ich noch habe komme ich vielleicht 2 Wochen hin. Allerdings bin ich unschlüssig ob ich wirklich nochmal einsteigen soll wenn es dann bei 0 dann wieder so geht wie jetzt.
Getestet wurde so viel. Meine Ärztin hat zig Blutwerte gemacht. Alles was so relevant ist. Auch Borreliose. Zwischendurch als ich bereits Escitalopram nahm hatte ich auch nochmal Pfeiffersches Drüsenfieber. Das ging nach 6 Wochen wieder weg.
Auch letzte Woche hat meine Ärztin wieder einige Blutwerte genommen und CRP und BSG und Lymphozyten waren erhöht.

Ich bin so unsicher..
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Re: Rückfall oder Entzug Escitalopram?

Beitrag von Murmeline » Montag, 10.07.17, 15:25

Hallo Simi,

Du kannst das jederzeit mit Deiner Ärztin besprechen! Für sie wird es vermutlich vorrangig der Rückfall sein bzw. war das Absetzen dann zu früh und sie wird dir vermutlich eine höhere Dosis zur Stabilisierung vorschlagen als wir. Gleichzeitig muss natürlich eien weitere "Verschreibung" gesichert sein, ansonsten würde es wirlich keien Sinn machen, eine kleine Teilmenge wieder einzunehmen.

Ob sich Deine Ärztin mit der Wasserlösemethode auskennt, weiß ich nicht. Sie ist vorrangig in Betroffnengruppen entstanden, und wir dort erfolgreich praktiziert um kleine Dosisschritte herstellen zu können.
Allerdings bin ich unschlüssig ob ich wirklich nochmal einsteigen soll wenn es dann bei 0 dann wieder so geht wie jetzt.
Das kleinteilige Aussetzen gegen Null ist mit der Annahme und der Erfahrung verbunden, dass so ein sanfterer Übergang ohne größere Nachwirkungen möglich ist. Das heisst nicht, dass man sich seiner Grundproblematik nicht teilweise weiter stellen muss, andere Wege der Behandlung oder des Umgangs finden muss. AD deckeln eher Symptome, sie heilen nicht.
Auch letzte Woche hat meine Ärztin wieder einige Blutwerte genommen und CRP und BSG und Lymphozyten waren erhöht.
Wie interpretierte sie die Ergebnisse?

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Re: Rückfall oder Entzug Escitalopram?

Beitrag von Lahmeschnecke » Montag, 10.07.17, 15:44

Liebe Murmeline,

sie meinte schon das sieht nach Infekt aus.

Ich habe beschlossen mal noch eine Woche abzuwarten. Morgen muss ich wieder arbeiten und dann sehe ich ja wie es geht. Inklusive einer Chefin die sauer ist weil ich krank war. Aber ich melde mich auf jeden Fall was ich weiter tun werde. Danke für eure Hilfe!
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Re: Rückfall oder Entzug Escitalopram?

Beitrag von Terko » Dienstag, 11.07.17, 8:26

Hallo Lahmeschnecke,

bist Du ausser mit Medikamenten auf Deine Depression behandelt worden?

Ich würde mit 1mg wieder einsteigen.

LG Terko
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Plan für Absetzung gefasst, Magnetrührer gekauft
25.09.17 9mg Citralopram
02.10.17 8mg Citralopram
09.10.17 7mg Citralopram
16.10.17 6mg Citralopram
06.11.17 5mg Citralopram
29.12.17 4,8mg Citralopram
02.01.2018 4,3mg Citralopram
15.01.2018 4mg Citalopram
01.02.2018 3,8mg Citalopram
01.04.2018 3,6m Citalopram
01.06.2018 3,4mg Citalopram
15.07.2018 3,2mg Citalopram
20.08.2018 3mg Citalopram
24.09.2018 3,3mg Citalopram
31.09.2018 4 mg Citalopram
03.11.2018 Citalopram ersetzt durch 50mg Milnacipran

Diagnose: mittelgradige depressive Episode, (neu Endogene Depresion)

Medikation: 50mg Milnacipran, Zomig bei Migräne

Nahrungsergänzungsmittel: BCAA, Ceratin, Iso Whey,Magnesium Glycinate

Fitness 3x die Woche 1Std.

Lahmeschnecke
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Re: Rückfall oder Entzug Escitalopram?

Beitrag von Lahmeschnecke » Mittwoch, 12.07.17, 20:34

Hallo Terko,
ja ich mache eine Psychotherapie und bin noch dabei. Aber ob das so gut hilft? Ich hab das Gefühl so richtig tief kommen wir nicht. Es bleibt an der Oberfläche. Gegen die Panikattacken half es aber gut. Die verschwanden.

LG Simone
10 mg Escitalopram 03/2016 bis 03/2017 wegen Erschöpfungsdepression
12.03.17 7,5 mg Escitalopram
09.04.17 5 mg Escitalopram
11.05.17 2,5 mg Escitalopram
12.06.17 0 mg Escitalopram
29.06.17 starke Erschöpfung, starkes schwitzen bei Anstrengung
Seit September neue Arbeit, viele Wellen, wenige Fenster
Hauptsymptome: Müdigkeit, Erschöpfung, Angst, Schwäche, keine Belastbarkeit, Schlaflosigkeit
Dezember 2017 war ein Recht guter Monat im Januar 2018 kam wieder der Absturz: Durchschlafstörungen, Erschöpfung, Übelkeit sind die Hauptsymptome
Nach einer Grippe im Mai mit heftiger Erschöpfung geht es langsam wieder besser. Durchschlafen ist nach wie vor schwierig, auch die Ängste sind immer Mal stärker.

November 2018: Es gibt nur noch wenige Wellen, es geht mir meistens wieder gut! :party2:

Weitere Medikamente: 137 Microgramm L-THYROXIN, (Hashimoto) seit 2010, 400 Microgramm Novopulmon (Koritson wg. Asthma),

Lahmeschnecke
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Re: Rückfall oder Entzug Escitalopram?

Beitrag von Lahmeschnecke » Freitag, 15.09.17, 9:20

Ich bin mal wieder da. Bis August ging es mir ganz gut wieder. Ich kam gut durch den Alltag. Jetzt habe ich eine neue Stelle angenommen und es geht nichts mehr. Ich bekam bei meiner alten Stelle mit 8 Stunden in der Woche die Kündigung und bin nahtlos ab September in den neuen Job gewechselt der 26 Stunden in der Woche hat. Es ist alles neu, ich hab es nicht gelernt und es ist einfach nur anstrengend. Nicht falsch verstehen es ist ein toller Job aber es Schlaucht. Freitags hab ich frei und hab meine Tochter mit dem Rad in die Kita gebracht und jetzt bin ich körperlich so fertig dass ich mich ins Bett legen muss. Meint ihr ich hab das Escitalopram doch zu früh abgesetzt? Sollte ich nochmal damit beginnen oder ist das der Entzug? Ich weiß echt nicht wie ich das körperlich schaffen soll. Den AG will ich nicht einweihen aber wenn ich wieder beginne dann könnte ich ja anfangs gar nicht Auto fahren. Ich muss aber auf Arbeit kommen mit dem Auto. Ich bin überfordert...
Schwiegermutter meint ich solle es wieder nehmen und mich mehr bewegen. Das geht ja aber nicht und sie versteht es nicht.
Das Ding ist das waren genau die Symptome weswegen ich das Escitalopram genommen habe und es hat geholfen. Aber ich will das doch nicht ein leben lang nehmen.
10 mg Escitalopram 03/2016 bis 03/2017 wegen Erschöpfungsdepression
12.03.17 7,5 mg Escitalopram
09.04.17 5 mg Escitalopram
11.05.17 2,5 mg Escitalopram
12.06.17 0 mg Escitalopram
29.06.17 starke Erschöpfung, starkes schwitzen bei Anstrengung
Seit September neue Arbeit, viele Wellen, wenige Fenster
Hauptsymptome: Müdigkeit, Erschöpfung, Angst, Schwäche, keine Belastbarkeit, Schlaflosigkeit
Dezember 2017 war ein Recht guter Monat im Januar 2018 kam wieder der Absturz: Durchschlafstörungen, Erschöpfung, Übelkeit sind die Hauptsymptome
Nach einer Grippe im Mai mit heftiger Erschöpfung geht es langsam wieder besser. Durchschlafen ist nach wie vor schwierig, auch die Ängste sind immer Mal stärker.

November 2018: Es gibt nur noch wenige Wellen, es geht mir meistens wieder gut! :party2:

Weitere Medikamente: 137 Microgramm L-THYROXIN, (Hashimoto) seit 2010, 400 Microgramm Novopulmon (Koritson wg. Asthma),

Rosenrot
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Re: Rückfall oder Entzug Escitalopram?

Beitrag von Rosenrot » Freitag, 15.09.17, 9:36

Guten Morgen, liebe Schnecke, :)

diese Erschöpfungszustände, so wie du sie beschreibst, habe ich selbst als Absetzsymptom erlebt. Und sie wurden immer schlimmer.

Dein Absetzverlauf war sehr schnell und großschrittig. Ich würde dir empfehlen, eine kleine Menge wieder einzudosieren, vielleicht 1 mg.

Liebe Grüße und gute Besserung.

Rosenrot
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Re: Rückfall oder Entzug Escitalopram?

Beitrag von Lahmeschnecke » Freitag, 15.09.17, 10:03

Echt nach zwei Monaten wieder eindosieren?
10 mg Escitalopram 03/2016 bis 03/2017 wegen Erschöpfungsdepression
12.03.17 7,5 mg Escitalopram
09.04.17 5 mg Escitalopram
11.05.17 2,5 mg Escitalopram
12.06.17 0 mg Escitalopram
29.06.17 starke Erschöpfung, starkes schwitzen bei Anstrengung
Seit September neue Arbeit, viele Wellen, wenige Fenster
Hauptsymptome: Müdigkeit, Erschöpfung, Angst, Schwäche, keine Belastbarkeit, Schlaflosigkeit
Dezember 2017 war ein Recht guter Monat im Januar 2018 kam wieder der Absturz: Durchschlafstörungen, Erschöpfung, Übelkeit sind die Hauptsymptome
Nach einer Grippe im Mai mit heftiger Erschöpfung geht es langsam wieder besser. Durchschlafen ist nach wie vor schwierig, auch die Ängste sind immer Mal stärker.

November 2018: Es gibt nur noch wenige Wellen, es geht mir meistens wieder gut! :party2:

Weitere Medikamente: 137 Microgramm L-THYROXIN, (Hashimoto) seit 2010, 400 Microgramm Novopulmon (Koritson wg. Asthma),

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