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Liebe Mitglieder des ADFD-Forums, liebe Interessierte,

Update: wir sind bisher noch nicht zu einer tragfähigen Lösung gekommen und müssen unseren Aufnahmestopp daher leider länger als geplant aufrecht erhalten.

wir mussten uns heute, am 31.03.2019, zu einem gleichermaßen ungewöhnlichen wie einschneidenden Schritt entscheiden.
Wir werden das Forum für ca. 4 Wochen für Neuanmeldungen schließen und damit einen Anmeldestopp verhängen.
Bislang freigeschaltete Mitglieder können das Forum natürlich wie gewohnt nutzen und dort schreiben.

Es tut uns leid für diejenigen, die sich nun gerne anmelden möchten und nicht können, aber aufgrund einer völligen Überlastungssituation sind wir nicht mehr in der Lage noch mehr Mitglieder zu betreuen.
Wir müssen uns in den kommenden Wochen auch überlegen, wie das Forum künftig organisiert werden kann, so dass es fortbestehen kann.
Das Forum wurde in den letzten Wochen geradezu mit Neuanmeldungen geflutet und es ist uns nicht mehr möglich, diese Massen an Anfragen auf Basis unseres ehrenamtlichen Engagements zu bewältigen.

Trotzdem wollen wir keinen von Euch hängen lassen.
Zum einen steht in diesem Forum wirklich alles Relevante, was Ihr wissen müsst, wenn Ihr Eure Psychopharmaka verantwortungsvoll, schonend und nachhaltig absetzen wollt und zum anderen haben wir auch extra noch mal die allerwichtigsten Artikel und Tipps für Euch zusammengestellt.
Nehmt Euren Wunsch, Eure Medikamente auszuschleichen aktiv in die Hand, lest die Infoartikel, wühlt Euch durch die Threads der anderen Betroffenen und erlebt, dass alle im gleichen Boot sitzen, benutzt gerne auch die Suchfunktion... Ihr werdet sehen, so gut wie keine Frage wird unbeantwortet bleiben.

=> Hier sind nochmal häufige Fragen von Neuankömmlingen für Euch beantwortet. <=

Für unsere Bestandsmitglieder und natürlich auch für diejenigen, die an den tiefer gehenden Gründen interessiert sind, weswegen wir den Anmeldestopp verhängt haben, haben wir eine genauere Erklärung verfasst.

Wir danken für Euer Verständnis und erbitten zahlreiches und konstruktives Mitwirken
Das Team des ADFD

Guglhupf: Cipralex (Escitalopram) absetzen

Wenn Antidepressiva abgesetzt werden, kann dies zu schweren und langwierigen Entzugserscheinungen führen. Viele Hersteller und Ärzte verharmlosen diese Problematik leider.
Guglhupf
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Re: Guglhupf: Cipralex (Escitalopram) absetzen

Beitrag von Guglhupf » Donnerstag, 15.11.18, 0:51

Hallo liebe Towanda :)

ja ich habe ein sehr gutes Verhältnis zu meinen Eltern und wir haben das gleich alle inklusive meiner Schwester bei einem Tee besprochen. Meine Mama hat sich entschuldigt und gesagt, dass sie leider immer wieder verdrängt, dass sie Oma nicht alles erzählen kann. Sie will einfach nicht wahrhaben, dass Oma ein extrem schwieriger Mensch ist. Auch mein Papa und meine Schwester haben mich bekräftigt und gesagt, dass sie sehr gut verstehen, wie verletzend das für mich sein muss. Es ist echt schwierig im Moment. Gleichzeitig müssen wir mit Mama sehr vorsichtig umgehen, da sie sehr leidet.

Ja ich muss da an mich denken und wenn ich sehe, wie egoistisch Oma ist, fällt mir das nicht sehr schwer. Wenn ein Mensch zu 95% pflegebedürftig ist, ist ein Pflegeheim die einzig vernünftige Lösung. Punkt.

Ich habe gesehen, dass ich letzte Woche auch Dienstag genau die gleichen wellenartigen Symptome hatte. Mein Mann ist von Dienstag auf Mittwoch jetzt immer beruflich unterwegs ;-) finde ich sehr schön, dass mein Unterbewusstsein dann gleich Angst raushaut. Nächste Woche ist es gleich, bin gespannt ob ich vernünftig damit umgehen kann, möchte es jedenfalls nicht zur Routine werden lassen. Werde aber auch nicht dagegen ankämpfen. Was sein soll, soll sein.

Liebe Grüße
Anna
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Re: Guglhupf: Cipralex (Escitalopram) absetzen

Beitrag von Guglhupf » Donnerstag, 15.11.18, 14:35

Hallo ihr Lieben :)

heute geht es mir tatsächlich schon wieder besser. Schon gestern, als mein Mann wieder Zuhause war, waren die ängstlichen Symptome weg.

Das Alleinsein ist bei mir immer schon ein großer Trigger gewesen, wie bei vielen anderen hier auch.

Spannend finde ich, dass bei den letzten Wellen immer ein klares Symptommuster zu erkennen war: es hat mit furchtbaren Nacken- und Schulterschmerzen begonnen. Diese Gegend war steinhart und ganz schlimm verspannt. Schmerzmittel haben auch nicht gegen die Schmerzen geholfen. Am nächsten Tag kam dann schon beim Aufwachen ein höherer Puls, innere Unruhe, Ängstlichkeit und Brainfog dazu. Und Magen und Darm waren sehr verkrampft. Hatte einen ständigen Kloß im Hals und das Gefühl, als müsste ich mich beim nächsten Bissen übergeben. In genau der gleichen Reihenfolge verziehen sich die Symptome dann nach 1 Tag wieder.

Zur Entspannung habe ich mir geführte Meditationen zu Akzeptanz und Achtsamkeit angehört. Das hilft mir sehr, zu hören, dass alles genau so sein darf und soll, wie es gerade ist. Ich weiß es ja im Fenster, aber in der Welle reagiert der Körper unweigerlich mit einer Abwehrhaltung.

Alles also wieder im grünen Bereich ;-)

Alles Liebe,
Anna
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Re: Guglhupf: Cipralex (Escitalopram) absetzen

Beitrag von Tapira » Donnerstag, 15.11.18, 16:16

Hallo Anna,
ich erkenne mich ganz genau wieder in deiner Beschreibung einer kommenden Welle!
Verspannte Rücken und Nackenmuskulatur, die Übelkeit, der rasende Puls, die Magenprobleme.
Faszinierend, wie ähnlich sich das abspielt...
Auch das Alleinsein ist ein großes Problem für mich.

Es freut mich zu lesen, dass es dir heute wieder besser geht :)

Alles Liebe,
Tapira
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Re: Guglhupf: Cipralex (Escitalopram) absetzen

Beitrag von Guglhupf » Montag, 19.11.18, 16:58

Hallo :)

ich weiß nicht, ob das als Werbung zählt - genau genommen ganz bestimmt sogar, aber ich poste es mal trotzdem, da es mir sehr gut tut und anderen vielleicht ebenfalls.

Und zwar habe ich in der Show "Höhle der Löwen" einen tollen Nasenclip entdeckt, der wahlweise ätherische Öle beinhaltet und abgibt. Hier der Link dazu: https://www.amazon.de/aspUraclip-Mini-I ... aspiraclip

Da ich sowieso oft an Lavendelöl schnupper, dachte ich ich probiers und bin sehr begeistert. Sonst habe ich mir das Öl auf den Handrücken geträufelt, das hielt natürlich nicht so lange. Den Clip kann man sich problemlos an die Nase clippen und so lange man möchte da lassen.

Liebe Grüße
Anna
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Re: Guglhupf: Cipralex (Escitalopram) absetzen

Beitrag von Ululu 69 » Montag, 19.11.18, 19:02

Hallo Anna, :)

ein Link zu etwas, das einem selbst geholfen hat, ist okay und wird toleriert.

LG Ute
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Re: Guglhupf: Cipralex (Escitalopram) absetzen

Beitrag von feenarm » Montag, 19.11.18, 19:40

huhu anna,

ich habe mir das auch bestellt.
ist ein versuch wert und besser wie meine lavendelflasche in der handtasche.

lg fee
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16.03.2016 15mg citralopram 25mg Atosil zur Nacht -über die Notaufnahme ins KK
23.03.2016 20mg citralopram 10mg Atosil zur Nacht
15.09.2016 20mg citralopram

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11.12.2017 18mg Citralopram
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17.01.2018 16mg Citralopram
01.02.2018 15mg Citralopram
14.02.2018 14mg Citralopram
13.03.2018 13 mg Citralopram
19.05.2018 12mg Citralopram
17.06.2018 11mg Citralopram
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23.10.2018 7.5 mg Citralopram und 10 Atosi
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07.12.2018 10 mg Cita

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Re: Guglhupf: Cipralex (Escitalopram) absetzen

Beitrag von Towanda » Mittwoch, 21.11.18, 11:48

Liebe Anna,

vielen Dank für den tollen Tip! Habe mir gestern bei DM den med-Clip gekauft.
Die anderen hatten sie leider nicht, schon ausverkauft .....
Der erste Test war super und mit einer Spritze mit Nadel kann man die sicher auch nachfüllen.

LG Towanda
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09.05.19 - 4,20 mg Mirtazapin
05.06.19 - 3,75 mg Mirtazapin

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Wegen Fluorchinolone-Schädigung jede Menge NEMs
1 x wöchentlich Ciprofloxacin C30 5 Globuli
1 x wöchentlich Mirtazapin C30 5 Globuli
3 x tgl. Thyreoidea comp. 3 Globuli


Ich bin nicht auf der Welt, um so zu sein, wie andere mich haben wollen

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Re: Guglhupf: Cipralex (Escitalopram) absetzen

Beitrag von Guglhupf » Sonntag, 25.11.18, 14:43

Hallo ihr Lieben :)

Ich fühle mich wieder stabil und gut. Es steht gerade jetzt noch die Periode an, die werde ich noch abwarten. Wenn es dann so bleibt würde ich gern in Kürze reduzieren.

Mal sehen, ich mache mir keinen Stress mehr und das fühlt sich gut und richtig an.

Viele Grüße
Anna
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Re: Guglhupf: Cipralex (Escitalopram) absetzen

Beitrag von Tapira » Dienstag, 27.11.18, 9:54

Hallo Anna,
drücke dir die Daumen, dass du deine Periode symptomfrei überstehst und danach stabil genug bist um zu reduzieren :)
Alles Liebe
Tapira
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Re: Guglhupf: Cipralex (Escitalopram) absetzen

Beitrag von Guglhupf » Dienstag, 27.11.18, 22:55

Hallo :)

Dass ich inzwischen so lange auf dieser Dosis herummurkse und die Reduktion auf 2,5mg so schwer fiel, bringt mich immer wieder zum Nachdenken. So viele hier gerade unter Es(Citalopram) haben große Probleme beim Ausschleichen, egal wie klein die Dosis oder wie kurz die Einnahme war.

An ein schnelle Ausschleichen ist also nicht zu denken, wenn man das ganze Vorhaben nicht wirklich gefährden will.

Der Kinderwunsch ist bei mir zum Thema geworden. Ich hab in den letzten Tagen viel dazu gelesen. Und ja, ein gewisses Restrisiko ist nicht auszuschließen, trotzdem sind kaum Fälle schwerwiegender Komplikationen in Zusammenhang mit Escitalopram zu bringen.

https://www.embryotox.de/arzneimittel/d ... italopram/

Ich bin immer mehr dafür auf dieser Dosis zu bleiben. Der Reduktionsstress ist sicher wesentlich gefährlicher als die geringe Dosis und dafür ein ausgeglichener Körper und Geist.

Danach habe ich alle Zeit der Welt und ich bin fast davon überzeugt, dass es mehrere Jahre dauern wird, bis ich stabil und erträglich auf 0 bin. Denn die letzten Wochen waren ein auf und ab, eigentlich ein typischer Wechsel von Wellen und Fenstern. Und 2,7mg ist ja minimal.

Nachdenkliche Grüße,
Anna
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Re: Guglhupf: Cipralex (Escitalopram) absetzen

Beitrag von Pomegranate » Mittwoch, 28.11.18, 10:27

Hallo Anna :)
Guglhupf hat geschrieben:
Dienstag, 27.11.18, 22:55
Ich bin immer mehr dafür auf dieser Dosis zu bleiben. Der Reduktionsstress ist sicher wesentlich gefährlicher als die geringe Dosis und dafür ein ausgeglichener Körper und Geist.
Im Grunde glaube ich das auch. Wenn es der Schwangeren nicht gut geht, leidet das Kind im Bauch automatisch mit.

Auf der anderen Seite frage ich mich, wie das dann für das Baby nach der Geburt ist. Bei Kindern von opiatabhängigen Müttern weiß man, dass sie, kaum auf der Welt, erst mal einen Entzug machen müssen. Müsste das von der Logik her dann nicht bei SSRI auch so sein? Ich hätte wahrscheinlich Angst, dass dann in dieser ersten, sensiblen Lebensphase etwas schief läuft...

Bitte versteh mich nicht falsch. Ich möchte dir deinen Kinderwunsch nicht madig machen und dich auch nicht davon abbringen. Ich stelle mir bloß diese Frage, meine "Theorie" kann aber natürlich auch Blödsinn sein.

Liebe Grüße

Pom
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Aktueller Absetzverlauf:
- ab 19.10.2018 Citalopram 10 mg (Reduktion um 50 %): für 3 Tage brennende Augen, erhöhtes Schlafbedürfnis, inzwischen keine Symptome
- ab 19.11.2018 Citalopram 5 mg: stark brennenden Augen und Müdigkeit > gescheitert
- am 27.11.2018 Citalopram auf 9 mg hochdosiert (Reduktion um 10 %): ab jetzt Wasserlösmethode
- ab 02.01.2019 Citalopram 8 mg (Reduktion um 11 %), zuvor 3 Tage ungenaue Dosierung, weil unterwegs und Spritze vergessen...
- ab 02.02.2019 Citalopram 7,33 mg (Reduktion um 8,4 %): vorläufiges Ziel: auf 6,67 mg (1/3 der Ausgangsdosis) kommen
- ab 12.03.2019 Citalopram 6,67 mg (Reduktion um 9 %): Ausgangsdosis gedrittelt; nach ca. einem Monat massive Schlafprobleme, dann Besserung; wieder Gastritis
- ab 02.05.2019 Citalopram 6,33 mg (Reduktion um 5 %)
- ab 08.06.2019 Citalopram 6 mg (Reduktion um 5,3 %)

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Re: Guglhupf: Cipralex (Escitalopram) absetzen

Beitrag von Melina 17 » Mittwoch, 28.11.18, 13:45

Huhu,

also eine Opiatabhängigkeit ist mit der von SSRI`s nicht zu vergleichen. Und Anna, du hast dich da schon informiert, welche Risiken da bestehen, ne? Ich kann deinen Kinderwunsch sehr gut verstehen (ich hab nie Kinder gekriegt, aber ich kann mir das trotzdem gut vorstellen) und vom Gefühl her würde ich persönlich eher sagen, Schwangerschaft vor Entzug. Wie du schon sagst, kann das noch gut Jahre brauchen, und ich hätte Angst, du könntest das später mal bereuen, immerhin bist du jetzt zum Kinderkriegen ja auch nicht mehr die allerjüngste, also Fruchtbarkeit ist schon weniger als noch vor 10 Jahren.

Und wer weiß, vielleicht hilft dir ein Kind auch beim weiteren Entzug? Das kann man natürlich nicht vorhersagen, es kann sich in beide Richtungen etntwickeln, aber möglich wäre es.

Die Entscheidung mußt du allein treffen, liebe Anna, ich würd versuchen, sie aus dem Bauch heraus zu treffen, was sich für dich einfach stimmiger anfühlt und vielleicht auf Träume achten, die geben einem auch schon mal gut Hinweise.

Ich wünsch dir alles Gute dafür!

liebe Grüße

Melina
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1994 erste Einnahme Doxepin ca 5mg zum Schlafen
1996-1997 Doxepin 20mg, Absetzen problemlos, jedoch ein Jahr gedauert, bis ich mich wieder wie "ich selbst" fühlte
Herbst 2004 erneute Einnahme von Doxepin wegen schwerer depri, raufdosiert auf 100mg
Frühling 2005 Abdosieren von Doxepin, Einschleichen von Citalopram ca 30mg
Frühling 2006 abruptes Absetzen von Citalopram, nach 4 Wochen extreme Depri, wieder Einnnahme; paar Wochen später Ausschleichen über ca 4 Wochen, nach drei Monaten schwere Depri
immer mal wieder Reduktion versucht, kam auch mal bis ca 7,5 mg, aber immer wieder depri, im Lauf der jahre Einnahme zwischen 10 und 40 mg (auch zwischendurch escitalopram)
ca Mai 2018 nach wasserlösmethode in 10% über 4 Wochen von 15 auf 7 mg reduziert, dann instabil geworden, wieder auf 10 mg hochgegangen
09.09.18 auf 9 mg Citalopram reduziert
17.09. zusätzlich 6 bzw 12 mg Doxepin abends zum schlafen (brauch ich oft im Herbst)
ca Anfang Oktober 2018 gleichmäßige Einnahme Doxepin 12,5 mg
24.10.18 8mg Citalopram
24.11.18 ca 7,5 mg
22.12.18 7 mg Citalopram, Doxepin nur noch bei Bedarf (entweder 6,25 oder 12,5 mg)
18.01.19 ca 6,5 mg Citalopram
11.02. 6,4 mg Citalopram
18.02. 6,3 mg
20.02. 6,0 mg
23.03. 5,7 mg
18.04. 5,3 mg
17.05. 5,7 mg (wegen Urlaub. erhoffte bessere Laune)
23.05. 6,0 mg (wegen Ängste im Urlaub)
29.05.5,7 mg (erhoffte positive Wirkung nicht stattgefunden, stattdessen eher weniger Genußfähigkeit)
zwischen 21.05 und 13.06 abends 6,25 bzw 12,5 mg Doxepin, einmal auch wegen starker Ängste 2 mg Tavor und ca 30 mg Doxepin

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Re: Guglhupf: Cipralex (Escitalopram) absetzen

Beitrag von Guglhupf » Mittwoch, 28.11.18, 14:40

Hallo Pomegranate, hallo Melina :)

Ihr habt beide Recht :-) Es ist mit Anpassungsstörungen des Kindes direkt nach der Geburt zu rechnen. Und man sollte darauf achten, dass im KH auch eine Neonatologie vorhanden ist. Und diese Anpassungsstörungen haben auch manche Kaiserschnitt-Kinder.

Ich weiß nicht, wie intensiv der Opiatentzug für ein Kind ist. Ich habe einige Erfahrungsberichte gelesen wo Frauen mit höherer Dosis Escitalopram schreiben, dass sie keinerlei Probleme hatten. Ich habe bisher keinen einzigen Bericht gelesen, dass es zu Problemen gekommen wäre.

Und leider ist eine Schwangerschaft und Geburt immer mit Risiken verbunden, selbst wenn alle Umstände optimal sind. Eine gute Freundin von mir hatte eine wundervolle Schwangerschaft, alles war bestens. Während der Geburt ist das Kind dann im Geburtskanal stecken geblieben, sodass es bei Geburt schwerst behindert war. So schwer, dass es knapp einen Monat nach der Geburt verstorben ist :-(

Was anderes wäre es, wenn ich noch weit über 5mg wäre.

Eben ich bin 33 und mein Mann ist 10 Jahre älter :o wenn wir noch länger warten, kommen Oma und Opa das Kind in den Kindergarten holen :?

Liebe Grüße
Anna
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Re: Guglhupf: Cipralex (Escitalopram) absetzen

Beitrag von Pomegranate » Mittwoch, 28.11.18, 15:15

Hallo Anna und Melina!

Nein, die Abhängigkeit an sich ist natürlich nicht vergleichbar, ich meinte das, was du, Anna, als Anpassungsstörung beschrieben hast. Ich kann mir einfach vorstellen, dass auch einem Neugeborenen nach der Geburt erst mal was fehlt, wenn die Mutter während der Schwangerschaft SSRI genommen hat. Aber vielleicht fällt das ja auch gar nicht so groß ins Gewicht, wie ich mir das vorstelle.

Hätte ich einen Kinderwunsch und wäre vielleicht 10 Jahre jünger, würde ich vermutlich auch eine Schwangerschaft unter SSRI-Einnahme einer medikamentenfreien, in der es mir mies geht, vorziehen. Denn dass letztere Option nicht gut sein kann, ist klar. Ich würde mir einfach diese Fragen stellen, aber das tust ja auch du, Anna. :)

Liebe Grüße

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- ab 02.01.2019 Citalopram 8 mg (Reduktion um 11 %), zuvor 3 Tage ungenaue Dosierung, weil unterwegs und Spritze vergessen...
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- ab 12.03.2019 Citalopram 6,67 mg (Reduktion um 9 %): Ausgangsdosis gedrittelt; nach ca. einem Monat massive Schlafprobleme, dann Besserung; wieder Gastritis
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Re: Guglhupf: Cipralex (Escitalopram) absetzen

Beitrag von lakeSonne1 » Mittwoch, 28.11.18, 16:22

Hallo Anna,

ich kann deinen Kinderwunsch sofort nachvollziehen. Ich hab selbst zwei (5+10) und kann nur sagen, Kinder bringen eine "Magie" ins Leben, die man nicht durch materielle Dinge erreichen kann, und seinen diese auch noch so toll. Das Leben bekommt eine ganz neue Dimension, die es vorher einfach nicht haben konnte.
Da du eh schon auf einer sehr geringen Dosis bist, schätze ich das Risiko für das Kind noch viel geringer ein als in dem verlinkten Artikel beschrieben, und da ist es ja schon nicht sonderlich hoch.
Natürlich kann man immer mit einem Restrisiko argumentieren, aber dann dann dürfte man das Haus nicht mehr verlassen ohne eine Notfallapotheke dabei zu haben.
Ich an deiner Stelle würde also mich auf eine Dauermedikamentation von 2,7mg oder so einrichten (was ja, aus meiner Sicht, extrem super ist. Ich wünschte, ich wäre so tief. Glückwunsch!!), abwarten bis ich mich wohlfühle und dann loslegen.

Gruß,
lake.
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Diagnose:Angst,PA Sommer 2010
Medi: Citalopram 20 mg, Eindosiert über 4 Wochen , war ok. sonstige Medis: Pantoprazol 20mg abends
2012: Erster misslungener Absetzversuch
2016: ab 20.3.16: 20 auf 15mg
ABDOSIER-PAUSE auf 15mg: 3.9.2016 - 2.3.2017
2017: 15mg auf 10,3mg
2018: 10,0mg auf 7,7mg
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11.1.19: 7,5mg: massives Herzstolpern, Angst, Schlafstörungen, Brustraumbeschwerden
29.1.19: Herzstolpern weg. immer noch Brustraumbeschwerden, Atemnot, Kurzatmig, hohe Grundanspannung (8/10), Panikattacken. Neu: Schultern/Arme Nervenschmerzen beidseitig , Bodyzaps Körpermitte,
31.1.19: fast alle Symtome weg, niedrige Grundanspannung (3/10)
3.2.-20.2 : Übelkeit, Panik, Brustraumbeschwerden, Atemnot, Hypersensibilität(Haut, Geruchssinn, Schmerzempfinden), Schulterverspannungen, Zaps, Nervenschmerzen, Magen/Darm, Migräne, Schlapp
18.2.-19.2.: Zusätzlich teilweise Depri.
21.2. -: Es wird insgesamt besser; PAs und Nervenschmerzen noch da, Depri weg.
22.2-25.2: PAs mit Atemnot, Brustschmerzen
25.2. - 10.3: es stabilisiert sich langsam: körperliche Symtome gehen zurück, dafür vermehrt PAs
10.3.- 25.3: Massive PAs, teilweise über Stunden
1.4.: seit 4 Tagen keine Symptome mehr. ich fühle mich gut.
14.4.: es wird immer besser; fühle mich gut. Ab und zu kleine Einbrüche, nicht der Rede wert
- längere Absetzpause: ein paar Monate -

Guglhupf
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Re: Guglhupf: Cipralex (Escitalopram) absetzen

Beitrag von Guglhupf » Mittwoch, 28.11.18, 19:25

Hallo Lake :)

Vielen Dank für deinen Beitrag. Ich konnte mir ganz lange gar nicht vorstellen, Kinder zu haben. Oder ich war zu unsicher. Ich bin ein sehr egoistischer und leider materieller Mensch.

Und dann sitzt man bei der Freundin die Hebamme ist am Wohnzimmerboden, ihre zwei Kinder wuseln herum und spielt Magnetzüge oder erklärt Kuh und Katze und alles materielle wird völlig unwichtig :-) wie du sagst - eine ganz andere Erfüllung.

In meinem Alter bzw in Kombi mit meinem Mann ist das ja gar nicht mehr so sicher, ob wir überhaupt noch ein Kind bekommen. Ich bin nicht verbissen dahinter aber es wäre schon schön :-)

Und ich sage ganz ehrlich das regelmäßige reduzieren ist mir im Moment zu stressig. Seit Beginn fühlt man sich fast konstant dauerkrank zumindest aber körperlich belastet und ich kann mir nicht vorstellen, dass diese Dauerbelastung gut ist. Daher jetzt mal Wohlfühlpause und evtl sogar in Verbindung mit Kind und dann sehe ich weiter :) denn ganz ehrlich nachdem ich schon 3x so kläglich bei 2,5mg gescheitert bin, hätte ich nie für möglich gehalten, dass ich überhaupt je auf einer so niedrigen Dosis zurecht komme. Da hab ich echt Bammel, dass ich mir den Weg bis hierher kaputt mache.

LG Anna
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Re: Guglhupf: Cipralex (Escitalopram) absetzen

Beitrag von Pomegranate » Donnerstag, 29.11.18, 11:27

Hallo Anna,

nur eine kurze Verständnisfrage: Es geht bei dir, wie in der Thread-Überschrift zu lesen, um Escitalopram, oder? Ich frage, weil in deiner Signatur von Citalopram die Rede ist... hast du also beides schon genommen? Sorry, falls ich was überlesen habe :P

Liebe Grüße

Pom
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Aktueller Absetzverlauf:
- ab 19.10.2018 Citalopram 10 mg (Reduktion um 50 %): für 3 Tage brennende Augen, erhöhtes Schlafbedürfnis, inzwischen keine Symptome
- ab 19.11.2018 Citalopram 5 mg: stark brennenden Augen und Müdigkeit > gescheitert
- am 27.11.2018 Citalopram auf 9 mg hochdosiert (Reduktion um 10 %): ab jetzt Wasserlösmethode
- ab 02.01.2019 Citalopram 8 mg (Reduktion um 11 %), zuvor 3 Tage ungenaue Dosierung, weil unterwegs und Spritze vergessen...
- ab 02.02.2019 Citalopram 7,33 mg (Reduktion um 8,4 %): vorläufiges Ziel: auf 6,67 mg (1/3 der Ausgangsdosis) kommen
- ab 12.03.2019 Citalopram 6,67 mg (Reduktion um 9 %): Ausgangsdosis gedrittelt; nach ca. einem Monat massive Schlafprobleme, dann Besserung; wieder Gastritis
- ab 02.05.2019 Citalopram 6,33 mg (Reduktion um 5 %)
- ab 08.06.2019 Citalopram 6 mg (Reduktion um 5,3 %)

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Re: Guglhupf: Cipralex (Escitalopram) absetzen

Beitrag von Guglhupf » Donnerstag, 29.11.18, 16:15

Hallo Pom :)

danke für den Hinweis, muss ich ausbessern. Angefangen habe ich tatsächlich mit Citalopram. Dann wurde ich vom einen aufs andere Mal auf Escitalopram umgestellt.

Liebe Grüße
Anna
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Re: Guglhupf: Cipralex (Escitalopram) absetzen

Beitrag von padma » Freitag, 30.11.18, 18:19

liebe Anna, :)

ich verstehe natürlich deinen Kinderwunsch und natürlich ist es ganz allein deine Entscheidung.

Ich möchte trotzdem darauf hinweisen, dass wir hier embryotox sehr kritisch sehen, da sie die Risiken von Schwangerschaft unter AD unterschätzen.

Deine Dosis ist zwar nach ärztlichen Maßstäben gering, aber wir wissen hier, wie stark diese "geringen" Dosen selbst bei einem Erwachsenen mit einem ausgereiften Gehirn eingreifen. Ein Embryo ist dem noch viel schutzloser ausgeliefert.

Was verharmlosend "Anpassungsstörungen" genannt wird, ist in Wahrheit ein Entzugssyndrom. Das Neugeborene würde einen Kaltentzug durchmachen.

Das einfach nur als Infos.

liebe Grüsse,
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Absetzverlauf:
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20.4.2019: 0,07 mg



Neu: Infos rund um Antidepressiva, Absetzen, Umgang mit Entzug
: https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=15490


Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.


ich bin zur Zeit wegen eines gebrochenen Handgelenks eingeschränkt aktiv

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Re: Guglhupf: Cipralex (Escitalopram) absetzen

Beitrag von Guglhupf » Freitag, 30.11.18, 19:43

Hallo Padma :)

Danke für deinen Beitrag. Ich hab nicht nur auf dieser Plattform gelesen, sondern in unzähligen Mutter-Kind-Foren und mir ist kein einziger Beitrag aufgefallen, in dem von negativen Konsequenzen für das Kind berichtet worden wäre.

Ich bleibe aber nicht nur wegen des Kinderwunsches vorerst auf der Dosis, sondern auch um für mich selbst Abstand vom Thema zu bekommen. Seit 1,5 Jahren ist der Alltag, die Beziehung, einfach alles geprägt vom Entzug und dem Wissen, dass ich nicht normal funktioniere. Da bekomme ich ein zusätzliches Trauma, wenn ich nicht wieder eine Zeit lang Normalität spüre.

Und nachdem sich die negativen Erfahrungen beim Ausschleichen von Escitalopram so häufen, muss ich nicht zwanghaft einen Zeitplan einhalten. Ich habe bis jetzt schon was geschafft, von dem ich nicht mehr glaubte es je schaffen zu können, nämlich gut mit dieser ominösen 2,7mg Dosis zu leben, bei der ich sonst immer in der Notaufnahme gelandet bin.

Es erscheint mir nur logisch, dass der Körper nun etwas mehr Zeit als ein paar Wochen benötigt, um alle Prozesse langfristig einigermaßen stabil daran anzupassen. Und wie erwähnt ist es auch ein enormer Stress für die Psyche, ständig das Gefühl zu haben nicht leistungsfähig und krank zu sein.

Ich habe Escitalopram immer sehr gut vertragen und bis auf Müdigkeit keine NW gehabt, weshalb ich es nicht eilig habe. Der Weg ist das Ziel und ich muss gestehen, ich freu mich sehr mich zu dieser Pause entschieden zu haben. Ich bekomme wieder ein besseres Körpergefühl und Vertrauen in meinen Körper, der im Entzug einfach nur verrückt spielt.

Man mag darüber vielleicht den Kopf schütteln aber wie schon erwähnt, kann auch bei einer optimalen Schwangerschaft was passieren. Wenn es bestimmt ist, kommt man dem Schicksal sowieso nicht aus.

Liebe Grüße
Anna
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